Title:
Steuerungsvorrichtung
Kind Code:
T5


Abstract:

Eine Steuerungsvorrichtung (10), welche einen Betrieb eines Injektors (IJ) steuert, der bei einer Maschine mit interner Verbrennung vorgesehen ist, beinhaltet das Folgende: eine Spannungsanlegeeinheit (300), welche eine Spannung an den Injektor anlegt, die derart erhöht ist, dass diese einen Step-up-Sollwert aufweist, um den Injektor zu öffnen; eine Strommesseinheit (400), welche einen Ansteuerstrom misst, der dem Injektor als Reaktion auf eine Anlegung der Spannung zugeführt wird; und einen Rechner (210), der einen Stromdifferenzwert (DF) berechnet, welcher eine Differenz zwischen einem gemessenen Istprofil und einem Referenzprofil angibt. Das gemessene Istprofil gibt eine Zeitveränderung bei einem gemessenen Istwert des Ansteuerstroms an, und das Referenzprofil ist ein Profil, das im Voraus eingestellt ist. Der Step-up-Sollwert wird gemäß dem berechneten Stromdifferenzwert korrigiert.




Inventors:
Yanoto, Keisuke, Aichi-pref. (Kariya-city, JP)
Application Number:
DE112016001928T
Publication Date:
02/15/2018
Filing Date:
03/30/2016
Assignee:
DENSO CORPORATION (Aichi-pref., Kariya-city, JP)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
KUHNEN & WACKER Patent- und Rechtsanwaltsbüro, 85354, Freising, DE
Claims:
1. Steuerungsvorrichtung (10), die einen Betrieb eines Injektors (IJ) steuert, der bei einer Maschine mit interner Verbrennung vorgesehen ist, wobei die Steuerungsvorrichtung aufweist:
eine Spannungsanlegeeinheit (300), welche eine Spannung an den Injektor anlegt, die derart erhöht ist, dass diese einen Step-up-Sollwert aufweist, um den Injektor zu öffnen;
eine Strommesseinheit (400), welche einen Ansteuerstrom misst, der dem Injektor als Reaktion auf eine Anlegung der Spannung zugeführt wird; und
einen Rechner (210), der einen Stromdifferenzwert (DF) berechnet, welcher eine Differenz zwischen einem gemessenen Istprofil und einem Referenzprofil angibt, wobei das gemessene Istprofil eine Zeitveränderung bei einem gemessenen Istwert des Ansteuerstroms angibt, und das Referenzprofil ein Profil ist, das im Voraus eingestellt ist,
wobei der Step-up-Sollwert gemäß dem berechneten Stromdifferenzwert korrigiert wird.

2. Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei
ein erster Schwellwert (TH1) und ein zweiter Schwellwert (TH2), der kleiner ist als der erste Schwellwert, im Voraus eingestellt sind;
eine Korrektur des Step-up-Sollwerts startet, wenn ein absoluter Wert des Stromdifferenzwerts gleich oder größer als der erste Schwellwert wird; und
die Korrektur des Step-up-Sollwerts fortschreitet, bis der absolute Wert des Stromdifferenzwerts kleiner als der zweite Schwellwert wird.

3. Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei ein absoluter Wert eines Korrekturbetrags für den Step-up-Sollwert derart eingestellt ist, dass dieser mit ansteigendem absoluten Wert des Stromdifferenzwerts ansteigt.

4. Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei ein Vorzeichen des Stromdifferenzwerts, der berechnet wird, wenn ein Gradient des Ansteuerstroms bei dem gemessenen Istprofil größer ist als ein Gradient des Ansteuerstroms bei dem Referenzprofil, derart eingestellt ist, dass dieses sich von einem Vorzeichen des Stromdifferenzwerts unterscheidet, der berechnet wird, wenn der Gradient des Ansteuerstroms bei dem gemessenen Istprofil kleiner ist als der Gradient des Ansteuerstroms auf dem Referenzprofil.

Description:
Querverweis auf verwandte Anmeldung

Diese Anmeldung basiert auf der Japanischen Patentanmeldung mit der Nr. 2015-089923, eingereicht am 27. April 2015, deren Offenbarung hierin durch Bezugnahme mit aufgenommen wird.

Technisches Gebiet

Die vorliegende Offenbarung betrifft eine Steuerungsvorrichtung, die einen Betrieb eines Injektors steuert, welcher bei einer Maschine mit interner Verbrennung vorgesehen ist.

Stand der Technik

Ein Injektor, welcher bei einer Maschine mit interner Verbrennung vorgesehen ist, ist ein elektromagnetisches Ventil, das zwischen geöffneten und geschlossenen Zuständen umgeschaltet wird, indem innerhalb eines Zylinders ein Ventilkörper bewegt wird. Wenn eine Spannung an den Injektor angelegt wird und ein Ansteuerstrom zu einer Spule fließt, bewegt sich der Ventilkörper aufgrund einer elektromagnetischen Kraft. Der Injektor wird somit zu einem geöffneten Zustand umgeschaltet und der Kraftstoff wird in die Maschine mit interner Verbrennung eingespritzt.

Um Kraftstoff einzuspritzen, der ausgehend von dem Injektor in einer Quantität zugeführt wird, die mit einem Sollwert (erforderliche Einspritzquantität) zusammenfällt bzw. übereinstimmt, ist es notwendig, eine Zeitveränderung des Ansteuerstroms, der zu dem Injektor fließt, das heißt, ein Stromprofil, geeignet zu steuern. Allerdings kann das Stromprofil zum Beispiel mit einer Varianz des elektrischen Widerstands über die Spule des Injektors oder der Größe einer angelegten Spannung variieren. Wenn das Stromprofil variiert, variiert auch ein Verhalten des Ventilkörpers des Injektors. Eine Ist-Einspritzquantität weicht somit von dem Sollwert ab.

Insbesondere übt, wenn der Sollwert einer Einspritzquantität klein ist, eine Varianz des Stromprofils einen erheblichen Einfluss aus. Eine Varianz des Stromprofils kann, wie vorstehend, möglicherweise aufgrund einer Differenz von Injektor zu Injektor und einer Temperaturveränderung des Injektors auftreten. Eine Varianz des Stromprofils kann auch aufgrund einer Verschlechterung des Injektors auftreten.

Patentliteratur 1, die untenstehend spezifiziert ist, beschreibt eine Steuerungsvorrichtung, die dazu in der Lage ist, eine Abweichung einer Einspritzquantität zu beschränken, die durch eine Varianz des Stromprofils verursacht wird, indem eine Spannungsanlegungsdauer an den Injektor oder ein Sollwert (maximaler Wert) eines Ansteuerstroms korrigiert wird.

Literatur zum Stand der Technik Patentliteratur

  • Patentliteratur 1: JP 2014-5740 A

Kurzfassung der Erfindung

Ein Korrekturverfahren der Steuerungsvorrichtung, das in Patentliteratur 1 beschrieben wird, ist, wie vorstehend spezifiziert, allerdings kein Verfahren, um ein Iststromprofil nahe an ein Referenzstromprofil zu bringen. Demzufolge unterscheidet sich ein Verhalten des Ventilkörpers in dem Injektor von einem Referenzverhalten. Das heißt, dass die Steuerungsvorrichtung, die das Korrekturverfahren, wie vorstehend, anwendet, dazu in der Lage ist, bei einer einzelnen Einspritzung eine endgültige Einspritzquantität nahe an den Sollwert zu bringen bzw. an den Sollwert anzupassen, aber nicht dazu in der Lage ist, bei einer einzelnen Einspritzung eine Zeitveränderung der Einspritzquantität nahe an eine Referenzzeitveränderung zu bringen bzw. an eine Referenzzeitveränderung anzupasssen.

Um Kraftstoff geeigneter in die Maschine mit interner Verbrennung einzuspritzen, ist es wünschenswert, eine Korrektur vorzunehmen, um so ein Iststromprofil in einem Ausmaß nahe an das Referenzstromprofil zu bringen bzw. soweit an das Referenzstromprofil anzupassen, dass es möglich ist, dass der Ventilkörper sich in dem Injektor gemäß dem Referenzverhalten verhält (das heißt, dass das Steuern einer Zeitveränderung bei der Einspritzquantität mit der Referenzzeitveränderung zusammenfällt bzw. übereinstimmt).

Im Hinblick auf die vorhergehenden Schwierigkeiten ist es eine Aufgabe der vorliegenden Offenbarung, eine Steuerungsvorrichtung vorzusehen, die dazu in der Lage ist, einen Injektor so zu steuern, dass er Kraftstoff geeignet einzuspritzt, selbst wenn der Injektor sich verschlechtert.

Gemäß einem Aspekt bzw. Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung beinhaltet eine Steuerungsvorrichtung, welche einen Betrieb eines Injektor steuert, der bei einer Maschine mit interner Verbrennung vorgesehen ist, das Folgende: eine Spannungsanlegeeinheit, welche eine Spannung an den Injektor anlegt, die derart erhöht ist, dass diese einen Step-up-Sollwert aufweist, um den Injektor zu öffnen; eine Strommesseinheit, welche einen Ansteuerstrom misst, der als Reaktion auf eine Anlegung der Spannung dem Injektor zugeführt wird; und einen Rechner, der einen Stromdifferenzwert berechnet, welcher eine Differenz zwischen einem gemessenen Istprofil und einem Referenzprofil angibt. Das gemessene Istprofil gibt eine Zeitveränderung bei einem gemessenen Istwert des Ansteuerstroms an, und das Referenzprofil ist ein Profil, das im Voraus eingestellt ist. Der Step-up-Sollwert wird gemäß dem berechneten Stromdifferenzwert korrigiert.

Gemäß der Steuerungsvorrichtung, die wie vorstehend konfiguriert ist, wird eine Änderungsrate des Ansteuerstroms durch Korrigieren des Step-up-Sollwerts angepasst. Das gemessene Istprofil wird somit nahe an das Referenzprofil gebracht. Demzufolge kann, anstatt lediglich eine endgültige Einspritzquantität in Koinzidenz mit der Solleinspritzquantität zu bringen, eine Zeitveränderung der Einspritzquantität bei jeder Einspritzung nahe an eine Referenzzeitveränderung gebracht werden. Folglich kann Kraftstoff ausgehend von dem Injektor geeigneter eingespritzt werden.

Demzufolge sieht die vorliegende Offenbarung eine Steuerungsvorrichtung vor, die dazu in der Lage ist, einen Injektor dazu zu steuern, Kraftstoff geeignet einzuspritzen, selbst wenn der Injektor sich verschlechtert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorstehenden und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen deutlich werden. Es zeigt/es zeigen:

1 eine Ansicht, welche eine Konfiguration einer Steuerungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung schematisch zeigt.

2 Graphen von Varianzen eines Ansteuerstroms und anderer Faktoren, wenn Kraftstoff ausgehend von einem Injektor eingespritzt wird.

3 Graphen von Varianzen eines Ansteuerstroms und einer Ansteuerspannung.

4 Graphen von Varianzen eines Ansteuerstroms und einer Ansteuerspannung.

5 Graphen von Varianzen eines Ansteuerstroms und einer Ansteuerspannung.

6 einen Graphen einer Varianz eines Stromdifferenzwerts.

7 Graphen von Varianzen eines Ansteuerstroms und einer Ansteuerspannung.

8 Graphen von Varianzen eines Ansteuerstroms und einer Ansteuerspannung.

9 Graphen von Varianzen eines Ansteuerstroms und einer Ansteuerspannung.

10 einen Graphen einer Varianz eines Stromdifferenzwerts.

11 ein Flussdiagramm, das einen Prozess abbildet, der durch die Steuerungsvorrichtung durchgeführt wird, die in 1 gezeigt wird; und

12 einen Graphen einer Beziehung zwischen dem Stromdifferenzwert und einem Korrekturbetrag, der entsprechend dem Stromdifferenzwert eingestellt ist.

Ausführungsformen zum Ausführen der Erfindung

Nachfolgend wird eine Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Zum leichteren Verständnis werden die gleichen Komponenten in den jeweiligen Zeichnungen mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet, wo dies geeignet ist, und eine Beschreibung wird hierbei nicht wiederholt.

Eine Steuerungsvorrichtung (STEUERUNGSVOR.) 10 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung ist ein elektronischer Controller bzw. eine elektronische Steuereinheit (electronic control unit = ECU) zum Steuern eines Betriebs eines Injektors IJ, der bei einer Maschine mit interner Verbrennung eines (nicht näher dargestellten) Fahrzeugs vorgesehen ist. Der Injektor IJ ist ein Ein-Aus-Ventil, ausgehend von welchem Kraftstoff in einen Zylinder der Maschine mit interner Verbrennung eingespritzt wird. Dem Injektor IJ wird ausgehend von einer nicht näher dargestellten Kraftstoffpumpe unter Druck stehender Kraftstoff zugeführt. Wenn der Injektor IJ zu einem geöffneten Zustand umgeschaltet wird, wird der Kraftstoff in einer Quantität, die einem Öffnungsgrad entspricht, in den Zylinder eingespritzt.

Der Injektor IJ beinhaltet innen einen Ventilkörper (Nadel) und eine Spule (die nicht näher dargestellt sind). Wenn ausgehend von der Steuerungsvorrichtung 10 eine Spannung an den Injektor IJ angelegt wird und ein Strom zu der Spule fließt, nimmt der Ventilkörper eine elektromagnetische Kraft auf, die durch die Spule erzeugt wird, und bewegt sich innerhalb des Injektors IJ. In der folgenden Beschreibung wird eine Spannung, die ausgehend von der Steuerungsvorrichtung 10 an den Injektor IJ angelegt wird, auch als „eine Ansteuerspannung“ bezeichnet. Ein Strom, der zu der Spule des Injektors IJ fließt, wird auch als „ein Ansteuerstrom“ bezeichnet.

Die Steuerungsvorrichtung 10 weist einen Controller (CONTROLLER) 100, eine Ansteuereinheit (ANSTEUEREINHEIT) 200, eine Spannungsanlegeeinheit (VOTG APPLY) 300 und eine Strommesseinheit (STROMMESS.) 400 auf.

Der Controller 100 ist ein Mikrocomputer, der eine CPU, eine ROM, eine RAM, eine Eingabe-/Ausgabe-Schnittstelle und dergleichen beinhaltet, und steuert einen Gesamtbetrieb der Steuerungsvorrichtung 10. Der Controller 100 weist einen Rechner (RECHNER) 110 als einen funktionalen Steuerungsblock auf. Der Rechner 110 berechnet einen Step-up-Sollwert, welcher ein Sollwert einer Ansteuerspannung ist. Ein konkreter Inhalt einer Berechnung, die durch den Rechner 110 durchgeführt wird, wird untenstehend beschrieben werden.

Die Ansteuereinheit 200 ist eine IC, die einen Prozess durchführt, um den Injektor IJ tatsächlich anzusteuern. Die Ansteuereinheit 200 steuert einen Betrieb der Spannungsanlegeeinheit 300 gemäß des Step-up-Sollwerts, der durch den Rechner 110 berechnet wird.

Die Ansteuereinheit 200 weist einen Rechner (RECHNER) 210 auf. Der Rechner 210 berechnet einen Stromdifferenzwert, der untenstehend beschrieben wird, gemäß einem Wert eines Ansteuerstroms, der ausgehend von der untenstehend beschriebenen Strommesseinheit 400 eingegeben wird. Der berechnete Stromdifferenzwert wird zu dem Rechner 110 ausgegeben. Ein konkreter Inhalt einer Berechnung, die durch den Rechner 210 durchgeführt wird, wird ebenfalls untenstehend beschrieben werden.

Die Spannungsanlegeeinheit 300 ist eine Leistungszufuhrschaltung zum Anlegen einer Ansteuerspannung an den Injektor IJ. Die Spannungsanlegeeinheit 300 weist eine geboostete Leistungszufuhreinheit (BOOST) 310, eine Niederspannungs-Leistungszufuhreinheit (LOW VOTG) 320 und eine Schalteinheit (SCHALTER) 330 auf.

Die geboostete Leistungszufuhreinheit 310 ist als ein Leistungsübertrager ausgebildet. Die geboostete Leistungszufuhreinheit 310 ist dazu in der Lage, eine Hochspannung auszugeben, indem diese eine Spannung einer (nicht näher dargestellten) Batterie, die bei dem Fahrzeug vorgesehen ist, erhöht. Eine Größe einer Spannung, die ausgehend von der geboosteten Leistungszufuhreinheit 310 ausgegeben wird, fällt durch eine Steuerung, die durch die Ansteuereinheit 200 durchgeführt wird, mit dem Step-up-Sollwert zusammen.

Die Niederspannungs-Leistungszufuhreinheit 320 gibt Leistung aus, die ausgehend von der (nicht näher dargestellten) Batterie zugeführt wird, die bei dem Fahrzeug vorgesehen ist, ohne die Spannung (als eine Niederspannung) zu erhöhen.

Die Schalteinheit 330 ist ein Schalter, um das Schalten zwischen einem Zustand, in welchem dem Injektor IJ ausgehend von der geboosteten Leistungszufuhreinheit 310 eine Hochspannung als die Ansteuerspannung zugeführt wird, und einem Zustand, in welchem dem Injektor IJ ausgehend von der Niederspannungs-Leistungszufuhreinheit 320 eine Niederspannung als die Ansteuerspannung zugeführt wird, zu veranlassen. Die Schalteinheit 330 ist ebenfalls dazu in der Lage, das Schalten zwischen Anlegung und Unterbrechung der Ansteuerspannung an den Injektor IJ zu veranlassen. Ein Betrieb der Schalteinheit 330 wird durch die Ansteuereinheit 200 gesteuert.

Die Strommesseinheit 400 ist ein Sensor, der einen Wert des Ansteuerstroms misst, der dem Injektor IJ zugeführt wird (der durch die Spule fließt). Der Wert des Ansteuerstroms, der in der Strommesseinheit 400 gemessen wird, wird in den Rechner 210 eingegeben.

Ein Beispiel von Varianzen eines Ansteuerstroms und anderer Faktoren, wenn Kraftstoff ausgehend von dem Injektor IJ eingespritzt wird, wird nun unter Bezugnahme auf 2 beschrieben werden. 2A zeigt einen Graphen einer Varianz eines Signals, das einen Leistungszufuhrzustand des Injektors IJ angibt, das heißt, eine Varianz eines Leistungszufuhrimpulses. 2 zeigt ein Beispiel, bei dem eine Ansteuerspannung angelegt wird, um den Injektor IJ in einem Zeitraum von einem Zeitpunkt t10 bis zu einem Zeitpunkt t50 anzusteuern.

2B zeigt einen Graphen einer Zeitveränderung einer Ansteuerspannung (V), die an den Injektor IJ angelegt wird. 2C zeigt einen Graphen einer Zeitveränderung eines Ansteuerstroms (I), der durch die Spule des Injektors IJ fließt. 2D zeigt einen Graphen einer Varianz einer Position des Ventilkörpers in dem Injektor IJ. In 2D ist eine Position 0 eine Position des Ventilkörpers, wenn der Injektor IJ geschlossen ist. 2E zeigt einen Graphen einer Varianz einer Einspritzquantität (QT) von Kraftstoff ausgehend von dem Injektor IJ.

In dem Beispiel, das in 2 gezeigt wird, startet zuerst zu dem Zeitpunkt t10 eine Anlegung der Ansteuerspannung. Wenn die Ansteuerspannungsanlegung gestartet wird, wird eine Ansteuerspannung ausgehend von der Niederspannungs-Leistungszufuhreinheit 320 zugeführt, und ein Wert der Ansteuerspannung ist relativ niedrig. Energie zum Öffnen des Injektors IJ wird in einem Zeitraum von dem Zeitpunkt t10 bis zu einem Zeitpunkt t20 angesammelt, indem im Voraus die niedrige Ansteuerspannung angelegt wird. Der Zeitraum von dem Zeitpunkt t10 bis zu dem Zeitpunkt t20 ist ein Vorbereitungszeitraum (Vorladungsphase), um den Injektor IJ später geschmeidig zu öffnen. Alternativ kann dieser so konfiguriert sein, dass dieser von einem Start an eine Hochspannung an den Injektor IJ anlegt, ohne die Vorladungsphase einzustellen.

Ein Ansteuerstrom fließt zu und nach dem Zeitpunkt t10 zu der Spule des Injektors IJ. Demzufolge nimmt der Ventilkörper des Injektors IJ eine elektromagnetische Kraft in einer Öffnungsrichtung auf. Allerdings ist ein Druck von Kraftstoff (Kraftstoffdruck) in dem Injektor IJ relativ hoch und der Ventilkörper nimmt ebenfalls eine Kraft des Kraftstoffdrucks in einer Schließrichtung auf. Demzufolge ist eine Bewegung des Ventilkörpers noch nicht gestartet (2D). Weil der Ventilkörper an der Schließposition verbleibt, wird auch kein Kraftstoff eingespritzt (2E).

Die Schalteinheit 330 veranlasst das Schalten zu dem und nach dem Zeitpunkt t20. Entsprechend wird ausgehend von der geboosteten Leistungszufuhreinheit 310 eine Anlegung einer Ansteuerspannung an den Injektor IJ gestartet. Demzufolge steigt ein Wert der Ansteuerspannung (2B), und ein Wert des Ansteuerstroms steigt mit einer höheren Rate (2C). In einem derartigen Zeitraum (Boosting-Ansteuerphase) steigt eine Größe der elektromagnetischen Kraft, die auf den Ventilkörper wirkt, und nähert sich einer Größe einer Kraft des Kraftstoffdrucks an. In 2B gibt ein Wert VT einen Wert der Ansteuerspannung in der Boosting-Ansteuerphase, das heißt, den Step-up-Soll-wert an.

Wenn eine Größe einer elektromagnetischen Kraft eine Größe einer Kraft des Kraftstoffdrucks übersteigt, startet der Ventilkörper damit, sich in der Öffnungsrichtung zu bewegen (2D), und eine Einspritzung von Kraftstoff wird auch gestartet (2E). Die Boosting-Ansteuerphase wird (zu einem Zeitpunkt t30) beendet, sofort nachdem der Ventilkörper damit startet, sich zu bewegen, und ein Wert der Ansteuerspannung wird auf 0 zurückgesetzt.

Wenn der Ventilkörper der Einspritzung IJ damit startet, sich zu bewegen, wird ein Wert des Ansteuerstroms, der für eine weitere Bewegung des Ventilkörpers notwendig ist, relativ klein. Demzufolge veranlasst die Schalteinheit 330 das Schalten, um zu und nach dem Zeitpunkt t30 die Ansteuerspannung ausgehend von der Niederspannungs-Leistungszufuhreinheit 320 an den Injektor IJ anzulegen. Es ist allerdings festzuhalten, dass die Ansteuerspannung nicht kontinuierlich, sondern in der Form einer Rechteckwellenform intermittierend angelegt wird. In einem derartigen Zeitraum (Haltephase) bewegt sich der Ventilkörper in der Öffnungsrichtung und stoppt an einer Soll-Öffnungsposition (2D), während ein Wert des Ansteuerstroms sinkt (siehe 2C). Entsprechend wird die Einspritzung von Kraftstoff fortgesetzt (2E).

In der Haltephase, während der die Ansteuerspannung intermittierend angelegt wird, das heißt, einem Zeitraum von dem Zeitpunkt t30 bis zu dem Zeitpunkt t50, ist ein Tastverhältnis der Rechteckwellen-Ansteuerspannung nicht konstant und wird nach Bedarf angepasst. In dem Beispiel von 2 wird, wenn der Ventilkörper im Wesentlichen die Sollposition erreicht, das Tastverhältnis nach dem Zeitpunkt t40 derart angepasst, dass dieses kleiner ist als das Tastverhältnis zu und vor dem Zeitpunkt t40 (2B).

Eine Zeitveränderung eines Ansteuerstroms (Idrv) während der Boosting-Ansteuerphase wird nun unter Bezugnahme auf 3 beschrieben werden. Eine Linie G10 in 3A zeigt einen Graphen eines Beispiels einer Zeitveränderung eines gemessenen Istwerts des Ansteuerstroms. Nachfolgend wird eine derartige Zeitveränderung eines gemessenen Istwerts des Ansteuerstroms auch als ein gemessenes Istprofil bezeichnet werden.

Eine Linie G0 in 3A zeigt einen Graphen einer Referenzzeitveränderung eines Ansteuerstroms. Nachfolgend wird eine derartige Zeitveränderung, die als die Referenz verwendet wird, auch als ein Referenzprofil bezeichnet werden. Das Referenzprofil ist im Voraus in Übereinstimmung mit einer idealen Menge an einzuspritzendem Kraftstoff als eine Referenz eingestellt, und ist in der Steuerungsvorrichtung 10 vorgespeichert.

3B zeigt einen Graphen einer Varianz einer Ansteuerspannung (Vdrv), die an den Injektor IJ angelegt wird, wenn der Ansteuerstrom so wie die Linie G10 variiert. In 3B ist ein Wert VT10 als ein Wert der Ansteuerspannung, das heißt, der Step-up-Sollwert, angegeben.

In einem Beispiel von 3 ist die Vorladungsphase, wie in 2 gezeigt wird, zur einfachen Beschreibung nicht eingestellt und von dem Start (zu dem Zeitpunkt t20) an wird eine Hochspannung angelegt. Das Gleiche gilt für die Beispiele der 4, 5, 7, 8, und 9, auf die in der untenstehenden Beschreibung Bezug genommen wird.

Wie in 3A gezeigt wird, fallen des gemessene Istprofil, das durch die Linie G10 angegeben wird, und das Referenzprofil, das durch die Linie G0 angegeben wird, nicht miteinander zusammen. Eine derartige Diskrepanz ergibt sich aus einer Varianz eines elektrischen Widerstands über die Spule des Injektors IJ, eine Temperatur des Injektors IJ, eine Verschlechterung des Injektors IJ und dergleichen.

Wenn eine Diskrepanz einmal zwischen dem gemessenen Istprofil und dem Referenzprofil erzeugt ist, fällt eine Einspritzquantität von Kraftstoff nicht mehr mit einer erforderlichen Einspritzquantität zusammen. Demzufolge kann die Maschine mit interner Verbrennung nicht mehr richtig betrieben werden. Um eine derartige Unannehmlichkeit zu beseitigen, wird bei der vorliegenden Ausführungsform ein Prozess durchgeführt, um das gemessene Istprofil nahe an das Referenzprofil zu bringen, indem der Step-up-Sollwert korrigiert wird.

Im Folgenden wird ein konkreter Inhalt eines derartigen Prozesses beschrieben werden. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist für den Ansteuerstrom ein vorgegebener Schwellwert IT eingestellt (vergleiche 3A). Der Rechner 210 in der Steuerungsvorrichtung 10 misst eine Dauer (nachfolgend auch als „eine Spannungsanstiegsdauer“ bezeichnet), die andauert, bis der Ansteuerstrom den Schwellwert IT von einem Zeitpunkt (Zeitpunkt t20) übersteigt, wenn die Boosting-Ansteuerphase für jede Einspritzung von Kraftstoff ausgehend von dem Injektor gestartet ist.

Der Rechner 210 berechnet durch Subtrahieren eines Werts der Spannungsanstiegsdauer in dem Referenzprofil von einem gemessenen Istwert der Spannungsanstiegsdauer einen Stromdifferenzwert DF. Zum Beispiel überschreitet der Ansteuerstrom den Schwellwert IT bei dem gemessenen Istprofil (Linie G10) in 3A zu einem Zeitpunkt t26, wohingegen der Ansteuerstrom den Schwellwert IT bei dem Referenzprofil (Linie G0) zu einem Zeitpunkt t25 überschreitet. Eine Länge einer Zeitdauer von dem Zeitpunkt t25 bis zu dem Zeitpunkt t26 wird so wie der Stromdifferenzwert DF berechnet.

Der berechnete Stromdifferenzwert DF wird größer als eine Differenz zwischen dem gemessenen Istprofil, das eine Zeitveränderung eines gemessenen Istwerts des Ansteuerstroms darstellt, und das voreingestellte Referenzprofil steigt. Demzufolge dient der Stromdifferenzwert DF als ein Index, der die Differenz angibt, und weist einen Wert auf, der einen Abweichungsgrad des gemessenen Istprofils angibt.

Der Stromdifferenzwert DF, der durch den Rechner 210 berechnet wird, wird in den Rechner 110 des Controllers 100 eingegeben. Der Rechner korrigiert den Step-up-Sollwert, um zu veranlassen, dass ein absoluter Wert des Stromdifferenzwerts DF verringert wird. In dem Beispiel von 3 wird der Step-up-Sollwert derart korrigiert, dass dieser größer ist als der Wert VT10, damit ein Gradient des gemessenen Istprofils steigt.

Die Korrektur wird nun unter Bezugnahme auf 6 und andere dazugehörige Zeichnungen genauer beschrieben werden. Der Rechner 210 berechnet den Stromdifferenzwert DF jedes Mal dann, wenn der Injektor IJ Kraftstoff einspritzt, und berechnet einen Durchschnittswert (zum Beispiel einen Durchschnittswert der letzten zehn Einspritzungen). 6 zeigt eine Veränderung eines Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte DF, die auf die gleiche Weise wie vorstehend berechnet werden.

In einem Beispiel von 6 fällt das gemessene Istprofil in einem Zeitraum bis zu einem Zeitpunkt t100 im Wesentlichen mit dem Referenzprofil zusammen, und ein Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte DF, die in einem derartigen Zeitraum berechnet werden, beträgt im Wesentlichen 0.

Nach dem Zeitpunkt t100 ist das gemessene Istprofil (Linie G10) aufgrund von Verschlechterung des Injektors IJ oder dergleichen mäßiger geneigt als das Referenzprofil (Linie G0). Das heißt, dies ist ein Zustand, wie in 3A gezeigt wird. Folglich nimmt ein Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte DF, die zu und nach dem Zeitpunkt t100 berechnet werden, einen positiven Wert (mit einem Plus-Vorzeichen) an, und ein absoluter Wert steigt. In 6 ist ein Wert DF10 als ein Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte DF zu und nach dem Zeitpunkt t100 angegeben.

Bei der vorliegenden Ausführungsform sind ein erster Schwellwert TH1 und ein zweiter Schwellwert TH2, der kleiner ist als der erste Schwellwert TH1, im Voraus eingestellt. Der Step-up-Sollwert wird korrigiert, um den Stromdifferenzwert DF dazu zu veranlassen, zu sinken, wenn ein Durchschnittswert (Wert DF10) der Stromdifferenzwerte DF den ersten Schwellwert TH1 überschreitet.

4 zeigt Variationen eines Ansteuerstroms und einer Ansteuerspannung nach der Korrektur. Wie in 4B gezeigt wird, wird der Step-up-Sollwert nach der Korrektur von dem Wert VT10 zu einem Wert VT20 verändert. Der Wert VT20 wird erhalten, indem ein Korrekturbetrag (Wert VC10) zu dem Wert VT10 addiert wird. Wie untenstehend beschrieben wird, ist der Korrekturbetrag (Wert VC10), der hierbei verwendet wird, auf einen Wert eingestellt, der entsprechend dem Stromdifferenzwert DF angepasst ist.

Entsprechend steigt ein Wert einer Ist-Ansteuerspannung. Wie in 4A gezeigt wird, ist ein Gradient eines Graphen (Linie G20) einer Varianz eines Ansteuerstroms, verglichen mit dem Gradienten der Linie G10, die in 3A gezeigt wird, näher an dem Gradienten der Linie G0 angeordnet. Das heißt, dass eine Differenz zwischen dem gemessenen Istprofil und dem Referenzprofil verringert ist.

Folglich sinkt, wie in 6 gezeigt wird, ein Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte DF zu und nach einem Zeitpunkt t110, wenn die Korrektur veranlasst wird. Genauer gesagt sinkt der Durchschnittswert auf einen Wert DF20, der kleiner ist als der Wert DF10 und der erste Schwellwert TH1.

Selbst wenn der Durchschnittswert des Stromdifferenzwerts DF unter den ersten Schwellwert TH1 abfällt, wird eine Korrektur des Step-up-Sollwerts, das heißt, eine Addition des Korrekturbetrags zu dem Step-up-Sollwert, fortgesetzt. 5 zeigt Varianzen eines Ansteuerstroms und einer Ansteuerspannung, nachdem die Korrektur erneut veranlasst wird. Wie in 5B gezeigt wird, wird der Step-up-Sollwert von dem Wert VT20 zu einem Wert VT30 verändert, nachdem die Korrektur erneut veranlasst wird. Der Wert VT30 wird erhalten, indem ein Korrekturbetrag (Wert VC20) zu dem Wert VT20 addiert wird. Der Korrekturbetrag (Wert VC20), der hierbei verwendet wird, ist ebenfalls auf einen Wert eingestellt, der entsprechend dem Stromdifferenzwert DF angepasst ist.

Entsprechend steigt ein Wert der Ist-Ansteuerspannung weiter. Wie in 5A gezeigt wird, ist ein Gradient eines Graphen (Linie G30) einer Varianz eines Ansteuerstroms, verglichen mit dem Gradienten der Linie G20 in 4A, näher an dem Gradienten der Linie G0 angeordnet. Das heißt, dass eine Differenz zwischen dem gemessenen Istprofil und dem Referenzprofil weiter verringert ist.

Folglich sinkt, wie in 6 gezeigt wird, ein Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte DF zu und nach einem Zeitpunkt t120 weiter, wenn die Korrektur erneut veranlasst wird. Genauer gesagt sinkt der Durchschnittswert auf einen Wert DF30, der kleiner ist als der Wert DF20 und der zweite Schwellwert TH2.

Wenn der Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte DF unter den zweiten Schwellwert TH2 abfällt, wird eine Korrektur (Verändern) des Step-up-Sollwerts beendet. Das heißt, dass Kraftstoff ausgehend von der Einspritzung IJ wiederholt eingespritzt wird, während der Step-up-Sollwert bei einem vorliegenden Wert (VT30) beibehalten wird. Demzufolge wird nicht nur eine endgültige Einspritzquantität von Kraftstoff, sondern auch eine Zeitveränderung von (einem Profil) der Einspritzquantität in Koinzidenz mit den Referenzen gebracht. Folglich kann der Maschine mit interner Verbrennung Kraftstoff geeigneter zugeführt werden.

Das Beispiel, das in 3 bis 6 gezeigt wird, ist ein Fall, in dem das gemessene Istprofil vor der Korrektur mäßiger geneigt ist als das Referenzprofil. Alternativ ist die Korrektur des vorstehend beschriebenen Step-up-Sollwerts sogar auch in einem Fall verfügbar, bei welchem das gemessene Istprofil vor der Korrektur steiler geneigt ist als das Referenzprofil, welches im Folgenden unter Bezugnahme auf 7 bis 10 beschrieben wird.

Ähnlich wie 6 zeigt 10 eine Veränderung eines Durchschnittswerts des Stromdifferenzwerts DF, der durch den Rechner 210 berechnet wird. Auch in einem Beispiel von 10 fällt das gemessene Istprofil in einem Zeitraum von dem Start bis zu einem Zeitpunkt t101 im Wesentlichen mit dem Referenzprofil zusammen, und ein Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte DF, die in einem derartigen Zeitraum berechnet werden, beträgt im Wesentlichen gleich 0.

Wie in 7A gezeigt wird, ist das gemessene Istprofil (G11) aufgrund von Verschlechterung des Injektors IJ oder dergleichen nach dem Zeitpunkt t101 steiler geneigt als das Referenzprofil (G0). Folglich nimmt der Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte DF, die zu und nach dem Zeitpunkt t101 berechnet werden, einen negativen Wert (mit einem Minus-Vorzeichen) an, und ein absoluter Wert steigt. In 10 ist ein Wert DF11 als ein absoluter Wert des Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte DF zu und nach dem Zeitpunkt t101 angegeben.

Sogar auch in einem derartigen Fall wird der Step-up-Sollwert korrigiert, um den absoluten Wert dazu zu veranlassen, zu sinken, wenn der absolute Wert (Wert DF11) des Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte DF den ersten Schwellwert TH1 überschreitet.

8 zeigt Variationen eines Ansteuerstroms und einer Ansteuerspannung nach der Korrektur. Wie in 8B gezeigt wird, wird der Step-up-Sollwert nach der Korrektur von einem Wert VT11, der in 7B gezeigt wird, zu einem Wert VT21 verändert. Der Wert VT21 wird erhalten, indem ein Korrekturbetrag (Wert VC11) von dem Wert VT11 subtrahiert wird. Der Korrekturbetrag (Wert VC11), der hierbei verwendet wird, ist ebenfalls auf einen Wert eingestellt, der entsprechend dem Stromdifferenzwert DF angepasst ist.

In einem Fall, bei dem der berechnete Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte DF einen negativen Wert annimmt, so wie bei dem vorstehenden Beispiel, wird der Korrekturbetrag von dem Step-up-Sollwert subtrahiert. Man kann umgekehrt sagen, dass der Korrekturbetrag eines negativen Werts berechnet und zu dem Korrekturbetrag addiert wird.

Folglich ist ein Wert der Ist-Ansteuerspannung gesenkt. Wie in 8A gezeigt wird, ist ein Gradient eines Graphen (Linie G21) einer Varianz eines Ansteuerstroms näher an dem Gradienten der Linie G0 angeordnet als der Gradient der Linie G11 in 7A. Das heißt, dass eine Differenz zwischen dem gemessenen Istprofil und dem Referenzprofil verringert ist.

Folglich sinkt, wie in 10 gezeigt wird, ein absoluter Wert des Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte DF zu und nach einem Zeitpunkt t111, wenn die Korrektur veranlasst wird. Genauer gesagt sinkt der absolute Wert des Durchschnittswerts auf einen Wert DF21, der kleiner ist als der Wert DF11 und der erste Schwellwert TH1.

Selbst wenn ein absoluter Wert des Durchschnittswerts des Stromdifferenzwerts DF unter den ersten Schwellwert TH1 abfällt, wird eine Korrektur des Step-up-Sollwerts, das heißt, eine Subtraktion des Korrekturbetrags von dem Step-up-Sollwert, fortgesetzt. 9 zeigt Varianzen eines Ansteuerstroms und einer Ansteuerspannung, nachdem die Korrektur erneut veranlasst wird. Wie in 9B gezeigt wird, wird der Step-up-Sollwert von dem Wert VT21 zu einem Wert VT31 verändert, nachdem die Korrektur erneut veranlasst wird. Der Wert VT31 wird erhalten, indem ein Korrekturbetrag (Wert VC21) von dem Wert VT21 subtrahiert wird. Der Korrekturbetrag (Wert VC21), der hierbei verwendet wird, ist ebenfalls auf einen Wert eingestellt, der entsprechend dem Stromdifferenzwert DF angepasst ist.

Entsprechend wird ein Wert des Ist-Ansteuerstroms weiter gesenkt. Wie in 9A gezeigt wird, ist ein Gradient eines Graphen (Linie G31) einer Varianz eines Ansteuerstroms noch näher an dem Gradienten der Linie G0 angeordnet als der Gradient der Linie G21 in 8A. Das heißt, dass eine Differenz zwischen dem gemessenen Istprofil und dem Referenzprofil weiter verringert ist.

Folglich sinkt, wie in 10 gezeigt wird, ein absoluter Wert des Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte DF zu und nach einem Zeitpunkt t121 weiter, wenn die Korrektur erneut veranlasst wird. Genauer gesagt sinkt der absolute Wert des Durchschnittswerts auf einen Wert DF31, der kleiner ist als der Wert DF21 und der zweite Schwellwert TH2.

Wenn der absolute Wert des Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte DF unter den zweiten Schwellwert TH2 abfällt, wird eine Korrektur (Verändern) des Step-up-Sollwerts beendet. Das heißt, dass Kraftstoff ausgehend von dem Injektor IJ wiederholt eingespritzt wird, während der Step-up-Sollwert bei einem vorliegenden Wert (VT31) beibehalten wird. Auch bei dem vorstehend beschrieben Beispiel wird nicht nur eine endgültige Einspritzquantität von Kraftstoff, sondern auch eine Zeitveränderung von (einem Profil) der Einspritzquantität in Koinzidenz mit den Referenzen gebracht. Demzufolge kann der Maschine mit interner Verbrennung Kraftstoff geeigneter zugeführt werden.

Im Folgenden wird ein konkreter Inhalt eines Prozesses beschrieben werden, der durch die Steuerungsvorrichtung 10 durchgeführt wird, um den Step-up-Sollwert zu korrigieren, wie vorstehend unter Bezugnahme auf 11 beschrieben wird. Eine Reihe von Verarbeitungsschritten, die in 11 gezeigt werden, wird durch die Steuerungsvorrichtung 10 in vorgegebenen Intervallen wiederholt durchgeführt.

In einem ersten Schritt S01 wird bestimmt, ob eine Lernausführungsbedingung erfüllt ist. Die Lernausführungsbedingung wird vorläufig als eine Bedingung bestimmt, die erforderlich ist, um den Step-up-Sollwert geeignet zu korrigieren (lernen). Bei der vorliegenden Ausführungsform wird bestimmt, dass die Lernausführungsbedingung erfüllt ist, wenn eine Fluktuation einer Last auf der Maschine mit interner Verbrennung innerhalb eines vorgegebenen Bereichs abfällt, das heißt, wenn ein Betriebszustand der Maschine mit interner Verbrennung relativ stabil ist.

Wenn die Lernausführungsbedingung nicht erfüllt ist, wird eine Reihe der Verarbeitungsschritte, die in 11 gezeigt wird, beendet, ohne den Step-up-Sollwert zu korrigieren. Wenn die Lernausführungsbedingung erfüllt ist, wird ein Fortschritt zu Schritt S02 veranlasst.

In Schritt S02 erhält der Rechner 110 des Controllers 100 von dem Rechner 210 einen Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte. Der Rechner 110 erhält einen Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte zu einer Zeitabstimmung von Schritt S02, während der Rechner 210 andauernd (jedes Mal, wenn Kraftstoff ausgehend von dem Injektor IJ eingespritzt wird) einen Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte berechnet und den Durchschnittswert fortwährend auf einen aktuellsten Durchschnittswert aktualisiert.

In Schritt S03, der auf Schritt S02 folgt, wird durch den Rechner 110 bestimmt, ob ein absoluter Wert des Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte gleich oder größer als der erste Schwellwert TH1 ist.

Wenn der absolute Wert des Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte kleiner ist als der erste Schwellwert TH1, bedeutet das, dass der Step-up-Sollwert keiner Korrektur bedarf. In diesem Fall wird eine Reihe von Verarbeitungsschritten, die in 11 gezeigt werden, beendet. Wenn der absolute Wert des Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte gleich oder größer ist als der erste Schwellwert TH1, wird ein Fortschritt zu Schritt S04 veranlasst.

In Schritt S04 wird ein Wert eines Korrekturbetrags berechnet, der zu dem Step-up-Sollwert addiert werden sollte. Der Korrekturbetrag wird durch den Rechner 110 entsprechend einem absoluten Wert des Stromdifferenzwerts berechnet.

12 zeigt einen Graphen einer Beziehung zwischen dem Stromdifferenzwert (Abszisse) und einem Korrekturbetrag (Ordinate), der entsprechend dem Stromdifferenzwert eingestellt ist. Wie in 12 gezeigt wird, steigt ein absoluter Wert des berechneten Korrekturbetrags, so wie der absolute Wert des Stromdifferenzwerts steigt. Wenn der Stromdifferenzwert einen negativen Wert annimmt, nimmt der berechnete Korrekturbetrag einen negativen Wert an, welcher zu dem Step-up-Sollwert addiert wird.

Der Step-up-Sollwert wird, erneut unter Bezugnahme auf 11, in Schritt S05, der auf Schritt S04 folgt, korrigiert. Bei der vorliegenden Ausführungsform wird der Step-up-Sollwert korrigiert, indem der berechnete Korrekturbetrag durch den Rechner 110 zu dem Step-up-Sollwert addiert wird, so wie dies vorstehend beschrieben worden ist. Der korrigierte Step-up-Sollwert wird an die Ansteuereinheit 200 gesendet. Die Ansteuereinheit 200 steuert einen Betrieb der Spannungsanlegeeinheit 300, damit ein Wert der Ansteuerspannung mit dem aufgenommenen Step-up-Sollwert zusammenfällt.

Danach variiert ein Wert des Ansteuerstroms, der an den Injektor IJ angelegt wird, mit der Korrektur. Der Stromdifferenzwert variiert ebenfalls, wenn ein Wert des Ansteuerstroms variiert.

Im Vorstehenden wurde beschrieben, dass der Step-up-Sollwert korrigiert wird, indem der berechnete Korrekturwert zu dem Step-up-Sollwert addiert wird. Alternativ kann der Step-up-Sollwert korrigiert werden, indem der Step-up-Sollwert mit dem Korrekturwert multipliziert wird. Zum Beispiel kann, wenn der Step-up-Sollwert steigt, ein Korrekturwert berechnet werden, der größer als eins ist, um den Step-up-Sollwert mit dem berechneten Korrekturwert zu multiplizieren. Wenn der Step-up-Sollwert gesenkt ist, kann ein Korrekturwert berechnet werden, der kleiner als eins ist, um den Step-up-Sollwert mit dem berechneten Korrekturwert zu multiplizieren.

In Schritt S06, der auf Schritt S05 folgt, wird, so wie in Schritt S02, von dem Rechner 210 erneut ein Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte erhalten. Es ist allerdings festzuhalten, dass der Durchschnittswert der Stromdifferenzwerte, der in Schritt S06 erhalten wird, ein gemessener Istwert ist, der die Korrektur wiedergibt, die in Schritt S05 veranlasst wird.

In Schritt S07, der auf Schritt S06 folgt, wird durch den Rechner 110 bestimmt, ob ein absoluter Wert des erhaltenen Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte kleiner ist als der zweite Schwellwert TH2.

Wenn der absolute Wert des Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte gleich oder größer als der zweite Schwellwert TH2 ist, das heißt, in dem Fall des Zeitraums von dem Zeitpunkt t110 bis zu dem Zeitpunkt t120 von 6, wird der Prozess in und nach dem Schritt S04 erneut durchgeführt. Der Step-up-Sollwert wird somit erneut korrigiert.

Wenn in Schritt S07 bestimmt wird, dass der absolute Wert des Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte kleiner ist als der zweite Schwellwert TH2, bedeutet dies, dass der absolute Wert des Stromdifferenzwerts ausreichend klein ist und eine Korrektur des Step-up-Sollwerts nicht mehr notwendig ist. Demzufolge wird eine Reihe von Verarbeitungsschritten, die in 11 gezeigt werden, beendet.

Wie beschrieben worden ist, wird gemäß der Steuerungsvorrichtung 10 der vorliegenden Ausführungsform ein Gradient, das heißt, eine Änderungsrate eines Ansteuerstroms, angepasst, indem der Step-up-Sollwert korrigiert wird. Das gemessene Sollprofil wird somit nahe an dem Referenzprofil korrigiert. Demzufolge kann, anstatt lediglich eine endgültige Einspritzquantität in Koinzidenz mit der Solleinspritzquantität zu bringen, eine Zeitveränderung bei der Einspritzquantität bei jeder Kraftstoffeinspritzung nahe an einer Referenzzeitveränderung durchgeführt werden. Folglich kann Kraftstoff ausgehend von dem Injektor IJ geeigneter eingespritzt werden.

Die Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung ist nicht auf die vorstehend beschriebene Konfiguration beschränkt und kann auf verschiedene Arten modifiziert werden. Zum Beispiel kann ein Wert, der in Schritt S02 und Schritt S06 von 11 erhalten wird, ein (einzelner) Stromdifferenzwert zu einer gegenwärtigen Zeit anstatt eines Durchschnittswerts der Stromdifferenzwerte sein. In einem derartigen Fall ist es ein absoluter Wert des Stromdifferenzwerts, der in Schritt S03 mit dem Schwellwert TH1 verglichen wird. Ebenso ist es ein absoluter Wert des Stromdifferenzwerts, der in Schritt S07 mit dem Schwellwert TH2 verglichen wird.

Der Stromdifferenzwert kann auch nicht durch den Rechner 210 sondern stattdessen durch den Rechner 110 des Controllers 100 berechnet werden. In einem derartigen Fall wird eine Wellenform des erhaltenen Ansteuerstroms ausgehend von dem Rechner 210 auf den Rechner 110 übertragen, sodass der Rechner 110 gemäß der aufgenommenen Wellenform den Stromdifferenzwert berechnen kann.

Bei der vorliegenden Ausführungsform wird der Stromdifferenzwert auf Grundlage einer Dauer berechnet, die andauert, bis ein Ansteuerstrom den Schwellwert IT erreicht (vergleiche 3A). Statt dieser Konfiguration kann dieser auf eine derartige Weise konfiguriert sein, dass der Stromdifferenzwert erhalten wird, indem beispielsweise ein Gradient des Graphen, der das Referenzprofil darstellt, von einem Gradienten des Graphen, der das gemessene Istprofil darstellt, subtrahiert wird.

Während die Ausführungsform der vorliegenden Offenbarung unter Bezugnahme auf ein spezifisches Beispiel beschrieben wurde, ist allerdings festzuhalten, dass die vorliegende Offenbarung nicht auf das spezifische Beispiel beschränkt ist. Das heißt, dass das spezifische Beispiel, das nach Bedarf mit einer Modifikation des Designs durch einen beliebigen Fachmann versehen ist, ebenfalls im Umfang der vorliegenden Offenbarung enthalten ist, solange das resultierende spezifische Beispiel Charakteristiken der vorliegenden Offenbarung aufweist. Zum Beispiel sind entsprechende Elemente, die in den spezifischen vorstehend beschriebenen Beispielen beinhaltet sind, und Stellen, Materialien, Zustände bzw. Beziehungen, Formen und eine Größe der Elemente nicht auf die beschränkt, die vorstehend beschrieben worden sind, und können nach Bedarf verändert werden. Die entsprechenden Elemente der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen können kombiniert werden, sofern Techniken dies zulassen, und eine derartige Kombination ist ebenfalls im Umfang der vorliegenden Offenbarung enthalten, solange die Kombination die Charakteristiken der vorliegenden Offenbarung aufweist.