Title:
Kabelbaummodul und Kabelbaummodul-Verwaltungssystem
Kind Code:
T5


Abstract:

Es wird eine Technik zum Erleichtern einer Automatisierung eines Einbauens eines Kabelbaums in ein Fahrzeug bereitgestellt. Ein Kabelbaummodul 1 weist einen in einer zusammengelegten Gestalt ausgebildeten Kabelbaum 2 auf. Jeweils an einem Ende des Kabelbaums 2 angebrachte Verbinder 3 sind an bestimmten Positionen an dem Kabelbaum angebracht. Fixierkomponenten 4 zum Fixieren des Kabelbaums 2 in dem Fahrzeug 10 sind an bestimmten Positionen an dem Kabelbaum 2 angebracht. Identifikationsinformationen, die für den Kabelbaum 2 eindeutig sind, sind in einem Kennzeichen 5 aufgezeichnet. Die Identifikationsinformationen werden verwendet, wenn Anbringungspositionsinformationen 611 bezogen werden, welche die Positionen angeben, an welchen die Verbinder 3 und Fixierkomponenten 4 angebracht sind.




Inventors:
Kato, Shigeto (Mie, Yokkaichi-shi, JP)
Application Number:
DE112016001554T
Publication Date:
12/21/2017
Filing Date:
03/30/2016
Assignee:
AUTONETWORKS TECHNOLOGIES, LTD. (Mie, Yokkaichi-shi, JP)
SUMITOMO ELECTRIC INDUSTRIES, LTD. (Osaka, Osaka-shi, JP)
SUMITOMO WIRING SYSTEMS, LTD. (Mie, Yokkaichi-shi, JP)



Attorney, Agent or Firm:
Horn Kleimann Waitzhofer Patentanwälte PartG mbB, 80339, München, DE
Claims:
1. Kabelbaummodul mit einem in einer zusammengelegten Gestalt ausgebildeten Kabelbaum, aufweisend:
einen Kabelbaum, der durch Bündeln mehrerer elektrischer Leitungen gebildet ist;
einen oder mehrere Verbinder, welche jeweils an einem Ende des Kabelbaums angebracht sind, wobei durch Falten der mehreren elektrischen Leitungen der eine oder die mehreren Verbinder an bestimmten Positionen an dem Kabelbaum angebracht sind;
eine oder mehrere Fixierkomponenten zum Fixieren des Kabelbaums an einem Fahrzeug, wobei die eine oder mehreren Fixierkomponenten an bestimmten Positionen an dem Kabelbaum angebracht sind; und
eine Informationsaufbewahrungseinheit zum Aufbewahren von ersten Informationen betreffend die Positionen, an welchen der eine oder die mehreren Verbinder befestigt sind, und die Positionen, an welchen die eine oder mehreren Fixierkomponenten angebracht sind.

2. Kabelbaummodul nach Anspruch 1,
wobei der eine oder die mehreren Verbinder einen ersten Verbinder und einen zweiten Verbinder umfassen und
die Informationsaufbewahrungseinheit zweite Informationen betreffend eine Reihenfolge aufbewahrt, in welcher ein mit dem ersten Verbinder verbundener Abschnitt des Kabelbaums und ein mit dem zweiten Verbinder verbundener Abschnitt des Kabelbaums übereinandergelegt sind.

3. Kabelbaummodul nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Informationsaufbewahrungseinheit ein Kennzeichen aufweist, in welchem die ersten Informationen aufgezeichnet sind, wobei das Kennzeichen an dem Kabelbaum angebracht ist.

4. Kabelbaummodul-Verwaltungssystem zum Verwalten mehrerer Kabelbaummodule, welche jeweils aufweisen: einen Kabelbaum, der durch Bündeln mehrerer elektrischer Leitungen gebildet ist; einen oder mehrere Verbinder, welche jeweils an einem Ende des Kabelbaums angebracht sind, wobei durch Falten der mehreren elektrischen Leitungen der eine oder die mehreren Verbinder an bestimmten Positionen an dem Kabelbaum angebracht sind; und eine oder mehrere Fixierkomponenten zum Fixieren des Kabelbaums an einem Fahrzeug, wobei die eine oder mehreren Fixierkomponenten an bestimmten Positionen an dem Kabelbaum angebracht sind,
wobei das Kabelbaummodul-Verwaltungssystem umfasst:
einen Client zum Stellen einer Anforderung nach Anbringungspositionsinformationen, welche die Positionen, an welchen der eine oder die mehreren Verbinder angebracht sind, und die Positionen, an welchen die eine oder mehreren Fixierkomponenten angebracht sind, für ein bestimmtes Kabelbaummodul unter den mehreren Kabelbaummodulen angeben; und
einen Verwaltungsserver zum Beziehen der Anbringungspositionsinformationen für das bestimmte Kabelbaummodul von einer Speichereinheit und Liefern der bezogenen Anbringungspositionsinformationen an den Client als Reaktion auf die Anforderung nach den Anbringungspositionsinformationen von dem Client.

5. Kabelbaummodul-Verwaltungssystem nach Anspruch 4,
wobei der Client die Anforderung nach den Anbringungspositionsinformationen durch Übertragen von Identifikationsinformationen, welche das bestimmte Kabelbaummodul betreffen und in einem an dem bestimmten Kabelbaummodul angebrachten Kennzeichen aufgezeichnet sind, an den Verwaltungsserver stellt und
der Verwaltungsserver die Anbringungspositionsinformationen, welche den Identifikationsinformationen entsprechen, an den Client liefert.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Diese Erfindung betrifft eine Technik zum Einbauen eines Kabelbaums in ein Fahrzeug.

TECHNISCHER HINTERGRUND

Patentdokument Nr. 1 beschreibt eine Ausgestaltung, bei welcher Kabelbäume geradlinig gebündelt sind und Kabelbaumzweige primär an einem vorderen Abschnitt, einem im Wesentlichen mittleren Abschnitt und einem hinteren Abschnitt des Kabelbaums vorgesehen sind.

VORBEKANNTE TECHNISCHE DOKUMENTEPATENTDOKUMENTE

  • Patentdokument Nr. 1: JP H4-328208A

ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNGVON DER ERFINDUNG ZU LÖSENDE AUFGABEN

Werden derartige Kabelbäume in ein Fahrzeug eingebaut, werden Verbinder von Hand gehalten und mit Verbinder-Gegenstücken verbunden. Obwohl die Verbinder an Enden der Kabelbaumzweige angebracht sind, sind die Kabelbäume bei der in Patentdokument Nr. 1 offenbarten Technik jedoch flexibel, und demgemäß können sich die Verbinder an undefinierten Positionen innerhalb eines durch Biegen der Kabelbaumzweige erreichbaren Bereichs befinden. Aus diesem Grund kann es schwierig sein, die Verbinder aufzufinden.

Außerdem wurde in jüngster Zeit beim Einbauvorgang von Kabelbäumen in ein Fahrzeug eine Automatisierung unter Verwendung von Robotern erprobt. Dabei ist es schwierig, die Verbinder aufzufinden, wenn keine Informationen an den Roboter gegeben werden können.

Um zu verhindern, dass sich die Verbinder frei umherbewegen, können die Verbinder an einem Kabelbaum fixiert sein, und der Kabelbaum kann in einer zusammengelegten Gestalt ausgebildet sein. Im Falle eines Montierens eines Kabelbaums mit einer derartigen zusammengelegten Gestalt in ein Fahrzeug wird Zeit und Mühe vergeudet, wenn der Roboter die zusammengelegte Gestalt öffnen und den gesamten Kabelbaum ausbreiten muss, um die Verbinder zu identifizieren. Überdies ist es sehr schwierig, den Kabelbaum mit einer derartigen zusammengelegten Gestalt unter Verwendung eines Roboters automatisch auszubreiten.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Technik zum Erleichtern einer Automatisierung eines Einbauens eines Kabelbaums in ein Fahrzeug bereitzustellen.

MITTEL ZUM LÖSEN DER AUFGABE

Eine erste Ausführungsform zum Lösen der Aufgabe ist ein Kabelbaummodul mit einem in einer zusammengelegten Gestalt ausgebildeten Kabelbaum, welches aufweist: einen Kabelbaum, der durch Bündeln mehrerer elektrischer Leitungen gebildet ist; einen oder mehrere Verbinder, welche jeweils an einem Ende des Kabelbaums angebracht sind, wobei durch Falten der mehreren elektrischen Leitungen der eine oder die mehreren Verbinder an bestimmten Positionen an dem Kabelbaum angebracht sind; eine oder mehrere Fixierkomponenten zum Fixieren des Kabelbaums an einem Fahrzeug, wobei die eine oder mehreren Fixierkomponenten an bestimmten Positionen an dem Kabelbaum angebracht sind; und eine Informationsaufbewahrungseinheit zum Aufbewahren von ersten Informationen betreffend die Positionen, an welchen der eine oder die mehreren Verbinder befestigt sind, und die Positionen, an welchen die eine oder mehreren Fixierkomponenten angebracht sind.

Eine zweite Ausführungsform ist das Kabelbaummodul gemäß der ersten Ausführungsform, wobei der eine oder die mehreren Verbinder einen ersten Verbinder und einen zweiten Verbinder umfassen und die Informationsaufbewahrungseinheit zweite Informationen aufbewahrt, welche eine Reihenfolge betreffen, in welcher ein mit dem ersten Verbinder verbundener Abschnitt des Kabelbaums und ein mit dem zweiten Verbinder verbundener Abschnitt des Kabelbaums übereinandergelegt sind.

Eine dritte Ausführungsform ist das Kabelbaummodul gemäß der ersten oder zweiten Ausführungsform, wobei die Informationsaufbewahrungseinheit ein Kennzeichen (Tag) aufweist, in welchem die ersten Informationen aufgezeichnet sind, wobei das Kennzeichen an dem Kabelbaum angebracht ist.

Eine vierte Ausführungsform ist ein Kabelbaummodul-Verwaltungssystem zum Verwalten mehrerer Kabelbaummodule, welche jeweils aufweisen: einen Kabelbaum, der durch Bündeln mehrerer elektrischer Leitungen gebildet ist; einen oder mehrere Verbinder, welche jeweils an einem Ende des Kabelbaums angebracht sind, wobei durch Falten der mehreren elektrischen Leitungen der eine oder die mehreren Verbinder an bestimmten Positionen an dem Kabelbaum angebracht sind; und eine oder mehrere Fixierkomponenten zum Fixieren des Kabelbaums an einem Fahrzeug, wobei die eine oder mehreren Fixierkomponenten an bestimmten Positionen an dem Kabelbaum angebracht sind; wobei das Kabelbaummodul-Verwaltungssystem umfasst: einen Client zum Stellen einer Anforderung nach Anbringungspositionsinformationen, welche die Positionen, an welchen der eine oder die mehreren Verbinder angebracht sind, und die Positionen, an welchen die eine oder mehreren Fixierkomponenten angebracht sind, für ein bestimmtes Kabelbaummodul unter den mehreren Kabelbaummodulen angeben; und einen Verwaltungsserver zum Beziehen der Anbringungspositionsinformationen für das bestimmte Kabelbaummodul von einer Speichereinheit und Liefern der bezogenen Anbringungspositionsinformationen an den Client als Reaktion auf die Anforderung nach den Anbringungspositionsinformationen von dem Client.

Eine fünfte Ausführungsform ist das Kabelbaummodul-Verwaltungssystem gemäß der vierten Ausführungsform, wobei der Client die Anforderung nach den Anbringungspositionsinformationen durch Übertragen von Identifikationsinformationen, welche das bestimmte Kabelbaummodul betreffen und in einem an dem bestimmten Kabelbaummodul angebrachten Kennzeichen aufgezeichnet sind, an den Verwaltungsserver stellt und der Verwaltungsserver die Anbringungspositionsinformationen, welche den Identifikationsinformationen entsprechen, an den Client liefert.

EFFEKT DER ERFINDUNG

Bei den Kabelbaummodulen gemäß der ersten bis dritten Ausführungsform können die Positionen an dem Kabelbaum, an welchen die Verbinder und Fixierkomponenten angebracht sind, auf Grundlage der in der Informationsaufbewahrungseinheit aufbewahrten ersten Informationen bezogen werden. Diese Ausgestaltung macht es einfach, die Verbinder und Fixierkomponenten an einem tatsächlichen Kabelbaummodul zu ermitteln. Demgemäß wird es einfacher, ein Einbauen des Kabelbaums in ein Fahrzeug zu automatisieren.

Bei dem Kabelbaummodul gemäß der zweiten Ausführungsform kann die Reihenfolge, in welcher der mit dem ersten Verbinder verbundene Abschnitt des Kabelbaums und der mit dem zweiten Verbinder verbundene Abschnitt des Kabelbaums übereinandergelegt sind, anhand der in der Informationsaufbewahrungseinheit aufbewahrten zweiten Informationen ermittelt werden. Bei dieser Ausgestaltung kann die Reihenfolge, in welcher der erste Verbinder und der zweite Verbinder von dem Kabelbaum entfernt werden, derart festgelegt werden, dass sich diese Abschnitte des Kabelbaums nicht verfangen. Demgemäß kann der Vorgang zum Anbringen des Kabelbaummoduls an dem Fahrzeug effizient durchgeführt werden.

Bei dem Kabelbaummodul gemäß der dritten Ausführungsform können Informationen, welche die Positionen betreffen, an welchen der Verbinder und die Fixierkomponenten angebracht sind, von dem an dem Kabelbaum angebrachten Kennzeichen selbst bezogen werden. Diese Ausgestaltung realisiert einfaches Verwalten des Kabelbaummoduls.

Bei dem Kabelbaummodul-Verwaltungssystem gemäß der vierten Ausführungsform können die Anbringungspositionsinformationen, welche die Positionen angeben, an welchen die Verbinder und die Fixierkomponenten angebracht sind, von dem Verwaltungsserver bezogen werden. Diese Ausgestaltung macht es einfach, die Verbinder und Fixierkomponenten an einem tatsächlichen Kabelbaummodul zu erkennen. Demgemäß wird es einfacher, ein Einbauen des Kabelbaums in ein Fahrzeug zu automatisieren.

Bei dem Kabelbaummodul-Verwaltungssystem gemäß der fünften Ausführungsform kann der Verwaltungsserver die den Identifikationsinformationen entsprechenden Anbringungspositionsinformationen anhand dieser Identifikationsinformationen bereitstellen, welche eindeutig sind und von dem an dem Kabelbaum angebrachten Kennzeichen selbst bezogen werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist ein schematisches Übersichtsdiagramm, das ein Kabelbaummodul zeigt, das einen Kabelbaum in einer ausgebreiteten Ausformung gemäß einer ersten Ausführungsform umfasst.

2 ist ein schematisches Übersichtsdiagramm, welches das Kabelbaummodul zeigt, das einen Kabelbaum in einer zusammengelegten Gestalt gemäß der ersten Ausführungsform umfasst.

3 ist ein schematisches Diagramm, das ein Kabelbaummodul-Verwaltungssystem gemäß der ersten Ausführungsform zeigt.

4 ist ein schematisches Übersichtsdiagramm, welches das Kabelbaummodul in einer zusammengelegten Gestalt gemäß einer zweiten Ausführungsform umfasst.

AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

Nachstehend werden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben. Es sei darauf hingewiesen, dass die in diesen Ausführungsformen beschriebenen Komponenten lediglich Beispiele sind und den Schutzumfang der Erfindung nicht einschränken sollen. Es gibt Fälle, in denen die Größe und die Anzahl mancher Teile in den Zeichnungen zwecks leichterem Verständnis übertrieben oder vereinfacht dargestellt sind.

1. Erste Ausführungsform

1 ist ein schematisches Übersichtsdiagramm, welches ein Kabelbaummodul 1 zeigt, das einen Kabelbaum 2 in einer ausgebreiteten Ausformung gemäß der ersten Ausführungsform aufweist. 2 ist ein schematisches Übersichtsdiagramm, welches das Kabelbaummodul 1 zeigt, das einen Kabelbaum 2 in einer zusammengelegten Gestalt gemäß der ersten Ausführungsform aufweist.

Das Kabelbaummodul 1 weist den Kabelbaum 2, einen oder mehrere Verbinder 3, eine oder mehrere Fixierkomponenten 4 und ein Kennzeichen 5 (Tag, Marke, Etikett) auf.

Der Kabelbaum 2 ist dadurch ausgebildet, dass mehrere elektrische Leitungen gebündelt sind. Die Diagramme zeigen die äußere Gestalt des Kabelbaums 2, bei dem mehrere elektrische Leitungen gebündelt sind. Der Kabelbaum 2 kann zusätzlich zu den elektrischen Leitungen auch andere lineare Elemente wie etwa Glasfaserkabel aufweisen. Der Kabelbaum 2 kann mittig bezogen auf die Richtung, in welcher der Hauptstrang verläuft, in mehrere Stränge verzweigen, es ist jedoch möglich, das derartige Zweige nicht vorliegen. In diesem Beispiel weist der Kabelbaum 2 einen Hauptstrang 20 auf, und dieser Hauptstrang 20 verzweigt sich an einem Ende in zwei Zweigstränge 21 und 22. Es sei darauf hingewiesen, dass an dem Kabelbaum 2 ein Schutzelement wie etwa ein Rohr oder ein festes Element zum Einschränken seines Wegs angebracht sein kann.

Die Verbinder 3 sind an Enden des Kabelbaums 2 angebracht. In diesem Beispiel sind die Verbinder 3 an fünf Enden des Kabelbaums 2 angebracht. In der folgenden Beschreibung werden die Verbinder 3 unter den fünf Verbindern 3, welche an Enden der Zweigstränge 21 und 22 angebracht sind, als Verbinder 31 beziehungsweise Verbinder 32 bezeichnet.

Die Verbinder 3 weisen jeweils ein Gehäuse auf, und ein Anschluss am jeweiligen Ende der elektrischen Leitungen ist in eine Kavität des Gehäuses des entsprechenden Verbinders 3 eingeführt und wird in dieser gehalten. Die Verbinder 3 sind somit an den Enden des Kabelbaums 2 angebracht.

Der Kabelbaum 2 in der in 2 gezeigten zusammengelegten Gestalt liegt in dieser Ausformung vor, wenn er transportiert oder in ein Fahrzeug 10 eingebaut wird. Der Kabelbaum 2 in der zusammengelegten Gestalt ist durch Falten einiger Abschnitte des in 1 gezeigten Kabelbaums 2 derart ausgebildet, dass die Verbinder 3 an bestimmten Positionen an dem Kabelbaum 2 angebracht sind. Zum Beispiel wird das Band 19 beim Anbringen der Verbinder 3 an den Kabelbaum 2 verwendet. Es ist auch denkbar, Kabelbinder für dieses Anbringen anstelle des Bands 19 zu verwenden. Es kann auch eine Ausgestaltung verwendet werden, bei welcher Arretierungskomponenten zum Arretieren der Verbinder 3 im Voraus an den Positionen an dem Kabelbaum 2 bereitgestellt sind, an welchen die Verbinder 3 angebracht sind, und die Verbinder 3 mittels dieser Arretierungskomponenten fixiert sind. Durch dementsprechendes Ausbilden des Kabelbaums 2 in der zusammengelegten Gestalt kann ein Auseinanderfallen der elektrischen Leitungen unterdrückt werden, wodurch ein einfaches Transportieren des Kabelbaums 2 ermöglicht wird.

Bei dem Kabelbaum 2 in der in 2 gezeigten zusammengelegten Gestalt sind die Zweigstränge 21 und 22 an den Verzweigungsabschnitten des Hauptstrangs 20 gebogen (gefaltet), und die Verbinder 31 und 32 sind mittels des Bands 19 an dem Hauptstrang 20 fixiert. Auch die anderen drei Verbinder 3 sind mittels des Bands 19 an dem Hauptstrang 20 fixiert.

Die Fixierkomponenten 4 sind Elemente zum Fixieren des Kabelbaums 2 an einer bestimmten Position in dem Fahrzeug 10. In diesem Beispiel sind zwei Fixierkomponenten 4 an separaten Positionen an dem Hauptstrang 20 angebracht. Zum Beispiel können die Fixierkomponenten 4 Arretierungskomponenten sein, die durch Einführen in Löcher 10h arretiert werden, welche in dem Fahrzeug 10 ausgebildet sind, wodurch verhindert wird, dass sie sich ablösen, oder sie können durch Komponenten gebildet sein, in denen ein Loch ausgebildet ist, welches einen Anbringungsvorsprung 10p arretiert, der in dem Fahrzeug 10 ausgebildet ist, wodurch verhindert wird, dass sich der in das Loch eingeführte Anbringungsvorsprung 10p ablöst.

Das Kennzeichen 5 ist an dem Kabelbaum 2 angebracht. In dem Kennzeichen 5 sind dem Kabelbaummodul 1 zugeordnete eindeutige Identifikationsinformationen (ID) aufgezeichnet. Die Identifikationsinformationen sind Informationen, welche dem Kabelbaummodul 1 zu einer geeigneten Zeit zugeordnet werden, wie etwa einer Zeit, zu welcher der Kabelbaum 2 hergestellt wird.

Es wird angenommen, dass die vorstehend erwähnten Identifikationsinformationen in dem Kennzeichen 5 in einem elektromagnetisch oder optisch lesbaren Format aufgezeichnet sind, sie können jedoch alternativ als menschenlesbare Informationen wie etwa alphanumerische Zeichen, Zahlen oder Symbole aufgezeichnet sein. Die Identifikationsinformationen können zum Beispiel auch eine Produktionslosnummer oder ein schematisches Symbol (wie etwa ein Barcode) sein, welches die Produktionslosnummer angibt.

Das Kennzeichen 5 kann dazu eingerichtet sein, beim Einbauen des Kabelbaummoduls 1 in das Fahrzeug 10 oder zu einem angemessenen Zeitpunkt wie etwa nach dem Einbauen einfach von dem Kabelbaum 2 entfernbar zu sein.

3 ist ein schematisches Diagramm, das ein Kabelbaummodul-Verwaltungssystem gemäß der ersten Ausführungsform zeigt. Dieses System wird durch einen Verwaltungsserver 6 und einen Client 7 gebildet. Der Verwaltungsserver 6 beliefert den Client 7 mit Gestaltinformationen, die den Kabelbaum 2 betreffen und für das Einbauen des Kabelbaums 2 in das Fahrzeug 10 verwendet werden sollen (einschließlich nachstehend beschriebener Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613).

Im Speziellen ist der Client 7 durch einen stationären oder tragbaren Computer gebildet. Der Client 7 überträgt die in dem Kennzeichen 5 an dem Kabelbaummodul 1 aufgezeichneten Identifikationsinformationen über ein Netzwerk 8 an den Verwaltungsserver 6. Der Client 7 fordert somit die bei der Montage zu verwendenden Gestaltinformationen von dem Verwaltungsserver 6 an.

Der Verwaltungsserver 6 bezieht die Anbringungspositionsinformationen 611 und die Reihenfolgeinformationen 613, welche den von dem Client 7 gesendeten Identifikationsinformationen entsprechen, von einer Speichereinheit 61 und liefert sie über das Netzwerk 8 an den Client 7.

Die Anbringungspositionsinformationen 611 sind Informationen, welche die Positionen angeben, an welchen die Verbinder 3 und Fixierkomponenten 4 an dem Kabelbaum 2 in der in 2 gezeigten zusammengelegten Gestalt angebracht sind. Die Anbringungspositionsinformationen 611 können Informationen sein, welche dreidimensionale Positionen der Verbinder 3 und Fixierkomponenten 4 an dem Kabelbaum 2 angeben, oder sie können Informationen sein, welche eine dreidimensionale Positionsbeziehung zwischen den Verbindern 3 und Fixierkomponenten 4 angeben.

Die Reihenfolgeinformationen 613 sind Informationen, welche die Reihenfolge angeben, in welcher Abschnitte des Kabelbaums 2, mit welchen unterschiedliche Verbinder 3 verbunden sind, bei dem Kabelbaum 2 in der zusammengelegten Gestalt übereinandergelegt sind. Zum Beispiel ist, wie in 2 gezeigt ist, der Zweigstrang 21, der mit dem Verbinder 31 verbunden ist, über den Zweigstrang 22 gelegt, der mit dem Verbinder 32 verbunden ist. Die Reihenfolgeinformationen 613 sind Informationen, welche diese Reihenfolge in der vertikalen Richtung angeben, in welcher die Zweigstränge 21 und 22 übereinandergelegt sind. Hier in diesem Beispiel verfängt sich der Zweigstrang 22 auf der unteren Seite mit dem Zweigstrang 21 auf der oberen Seite, wenn der Verbinder 32 vor dem Verbinder 31 von dem Kabelbaum 2 entfernt wird. Um ein derartiges Verfangen zu vermeiden, muss zuerst der Verbinder 31 entfernt werden, um den Zweigstrang 21 auszubreiten, und dann wird der Verbinder 32 entfernt, um den Zweigstrang 22 auszubreiten. Durch Beziehen der Reihenfolge, in welcher die Abschnitte des Kabelbaums 2 übereinandergelegt sind, aus den Reihenfolgeinformationen 613 kann die Reihenfolge ermittelt werden, in welcher der Verbinder 31 und der Verbinder 32 von dem Kabelbaum entfernt werden sollen, damit sich die Zweigstränge 21 und 22 nicht miteinander verfangen. Als Ergebnis kann einer Situation entgegengewirkt werden, bei welcher es erforderlich wird, einen verfangenen Kabelbaums 2 zu entwirren, und der Vorgang zum Einbauen des Kabelbaums 2 in das Fahrzeug 10 kann demgemäß effizient durchgeführt werden. Insbesondere im Falle einer Verwendung eines Automatisierungsroboters 9 ist es sehr schwierig, den Vorgang zum Entwirren eines verfangenen Kabelbaums 2 unter Verwendung des Automatisierungsroboters 9 durchzuführen. Aus diesem Grund ist es äußerst vorteilhaft, in der Lage zu sein, einem Verfangen entgegenzuwirken.

Nachdem der Client 7 die Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613 bezogen hat, führt der Automatisierungsroboter 9 den Vorgang zum Einbauen des Kabelbaums 2 in das Fahrzeug 10 gemäß den bezogenen Informationen durch.

Wenn der Kabelbaum 2 durch den Automatisierungsroboter 9 in das Fahrzeug 10 eingebaut wird, werden die Fixierkomponenten 4 auf dem Kabelbaum 2 auf Grundlage der Anbringungspositionsinformationen 611 grob lokalisiert. Letztendlich wird bei Bedarf eine Bilderkennungsverarbeitung unter Verwendung von Bildern durchgeführt, die durch Aufnehmen des Kabelbaums 2 mit einer an dem Automatisierungsroboter 9 montierten Kamera bezogen werden, und die Orte der Fixierkomponenten 4 werden bestimmt. Anschließend befestigt der Automatisierungsroboter 9 die bestimmten Fixierkomponenten 4 an dazugehörige Montageabschnitte in dem Fahrzeug 10.

Weiterhin sucht der Automatisierungsroboter 9 anhand der in den Anbringungspositionsinformationen 611 aufgezeichneten Positionsinformationen, welche die Verbinder 3 betreffen, an dem Kabelbaummodul 1 grob nach den Verbindern. Letztendlich werden dann die Orte der Verbinder 3 durch Bilderkennungsverarbeitung genauer bestimmt.

Weiterhin entfernt der Automatisierungsroboter 9 die Verbinder 3 entsprechend der Entfernungs-Reihenfolge, die auf Grundlage der Reihenfolgeinformationen 613 festgelegt wurde, von ihren Anbringungspositionen an dem Kabelbaum 2, und er verbindet die entfernten Verbinder mit Verbinder-Gegenstücken in dem Fahrzeug 10. Es sei darauf hingewiesen, dass die Reihenfolge, in welcher die Verbinder 3 gelöst werden, von dem Client 7 oder anderen Computern festgelegt und dann an den Automatisierungsroboter 9 geliefert werden kann, oder sie kann von einem in dem Automatisierungsroboter 9 montierten Computer festgelegt werden. Es sei darauf hingewiesen, dass die Entfernungs-Reihenfolge vor oder während der vorstehend erwähnten Bestimmung der Orte der Verbinder 3 festgelegt werden kann.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Anbringungspositionsinformationen 611 Routeninformationen umfassen können, welche die Route von den Fixierkomponenten 4 zu den Verbindern 3 an dem Kabelbaum 2 angeben. In diesem Fall können die Orte der Verbinder 3 durch Nachverfolgen der Route an dem Kabelbaum 2 von den an dem Fahrzeug 10 fixierten Fixierkomponenten 4 entsprechend den Routeninformationen auf einfache Weise bestimmt werden. Andernfalls können die Reihenfolgeinformationen 613 die vorstehend erwähnten Routeninformationen sein. Wenn die Routen von den Fixierkomponenten 4 zu den entsprechenden Verbindern 3 bekannt sind, ist es möglich, anhand der Fixierkomponenten 4 die Reihenfolge zu bestimmen, in der die mit den Verbindern 3 verbundenen Abschnitte des Kabelbaums 2 übereinandergelegt sind.

In diesem Beispiel werden anhand der eindeutigen Identifikationsinformationen, die dem jeweiligen Kabelbaummodul 1 zugeordnet sind, die entsprechenden Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613 von dem Verwaltungsserver 6 bereitgestellt. Demgemäß sind die Identifikationsinformationen Informationen (erste Informationen), welche die Anbringungspositionen der Verbinder 3 und Fixierkomponenten 4 betreffen, und sie sind auch Informationen (zweite Informationen), welche die Reihenfolge betreffen, in der die Abschnitte des Kabelbaums 2 übereinandergelegt sind.

Beim Ausbilden des Kabelbaums 2 in der zusammengelegten Gestalt kann es aufgrund von je nach Hersteller unterschiedlichen Anbringungspositionen der Verbinder 3 Fälle geben, in denen eine große Anzahl Kabelbäume 2 mit unterschiedlicher zusammengelegter Gestalt hergestellt werden. Auch aufgrund von unterschiedlichen Reihenfolgen, in der die Verbinder 3 anzubringen sind, kann es Fälle geben, in denen eine große Anzahl Kabelbäume 2 mit unterschiedlicher zusammengelegter Gestalt hergestellt werden. Wenn sich die Reihenfolge unterscheidet, in der die Verbinder 3 angebracht werden, unterscheidet sich die Reihenfolge, in der die mit den Verbindern 3 verbundenen Abschnitte des Kabelbaums 2 übereinandergelegt werden. Bei diesem Kabelbaummodul-Verwaltungssystem sind dem jeweiligen Kabelbaum 2 eindeutige Identifikationsinformationen zugeordnet, und die Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613 werden für die entsprechenden Identifikationsinformationen miteinander verknüpft verwaltet. Demgemäß können, wenn ein bestimmter Kabelbaum 2 in ein Fahrzeug eingebaut wird, die Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613 anhand der Identifikationsinformationen dieses bestimmten Kabelbaums 2 erhalten werden. Demgemäß können, wenn die zusammengelegte Gestalt der Kabelbäume 2 aufgrund unterschiedlicher Position oder Reihenfolge der angebrachten Verbinder 3 unterschiedlich ist, die Positionen der Verbinder 3 einfach als zu den entsprechenden Kabelbäumen 2 zugehörig erkannt werden, und es kann für die Verbinder eine geeignete Reihenfolge zum Entfernen festgelegt werden. Demgemäß wird es einfacher, ein Einbauen des Kabelbaums 2 in das Fahrzeug 10 zu automatisieren.

2. Zweite Ausführungsform

4 ist ein schematisches Übersichtsdiagramm, welches ein Kabelbaummodul 1a in einer zusammengelegten Gestalt gemäß der zweiten Ausführungsform zeigt. Das Kabelbaummodul 1a weist ein Aufzeichnungsmedium 5a auf.

In dem Aufzeichnungsmedium 5a sind die Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613, welche den Kabelbaum 2 in der zusammengelegten Gestalt betreffen, in einem elektromagnetisch oder optisch lesbaren Format aufgezeichnet. Daher werden, wenn der Kabelbaum 2 in das Fahrzeug 10 eingebaut wird, die Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613 durch eine Leseeinrichtung aus dem Aufzeichnungsmedium 5a ausgelesen, welches gemeinsam mit dem Kabelbaum 2 in der zusammengelegten Gestalt bereitgestellt wurde. Der Automatisierungsroboter 9 baut den Kabelbaum 2 anhand der vorstehend ausgelesenen Informationen in das Fahrzeug 10 ein.

In dieser Ausführungsform werden die Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613 somit nicht wie in der ersten Ausführungsform auf Grundlage der Identifikationsinformationen bereitgestellt. Diese Ausführungsform ist bevorzugt, falls eine Regel betreffend Position und Reihenfolge der angebrachten Verbinder 3 festgelegt ist und der Kabelbaum 2 in die zusammengelegte Gestalt überführt wird, wodurch mehrere Kabelbäume 2 mit der gleichen zusammengelegten Gestalt hergestellt werden. In diesem Fall können die mehreren Kabelbäume 2 mit der gleichen zusammengelegten Gestalt unter Verwendung der von dem einen Aufzeichnungsmedium 5a ausgelesenen Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613 in das Fahrzeug 10 eingebaut werden. Das heißt, die Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613 müssen nicht nochmals für die entsprechenden Kabelbäume 2 bezogen werden, und der Montagevorgang kann demgemäß auf effiziente Weise durchgeführt werden.

3. Modifikationen

Obwohl vorstehend verschiedene Ausführungsformen beschrieben wurden, ist die vorliegende Erfindung nicht auf die vorstehenden Ausführungsformen eingeschränkt, und es sind verschiedene Modifikationen möglich.

Zum Beispiel sind zwar in dem Kennzeichen 5 der ersten Ausführungsform Identifikationsinformationen aufgezeichnet, es können jedoch auch die Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613 darin aufgezeichnet sein.

Bei der ersten Ausführungsform werden die in dem Kennzeichen 5 aufgezeichneten Identifikationsinformationen verwendet. Die Identifikationsinformationen müssen jedoch nicht einzelnen jeweiligen Kabelbäumen 2 zugeordnet sein, und das Kennzeichen 5 kann auch weggelassen sein. Zum Beispiel besteht keine Notwendigkeit, die Identifikationsinformationen den jeweiligen einzelnen Kabelbäumen 2 zuzuordnen, falls die Kabelbäume 2 zum Beispiel anhand der Modellnummer verwaltet werden und die gleiche Modellnummer die gleiche zusammengelegte Gestalt repräsentiert. In diesem Fall kann der Verwaltungsserver 6 die Anbringungspositionsinformationen 611 und Reihenfolgeinformationen 613, welche der von dem Client 7 angeforderten Modellnummer entsprechen, an den Client 7 liefern.

Die in den vorstehenden Ausführungsformen und Modifikationen beschriebenen Komponenten können auf geeignete Weise kombiniert oder weggelassen werden, solange keine Unvereinbarkeiten auftreten.

Die Erfindung wurde zwar ausführlich beschrieben, doch stellt die vorstehende Beschreibung in allen Aspekten Beispiele vor und schränkt diese Erfindung in keiner Weise ein. Es versteht sich, dass eine Reihe von Modifikationen denkbar sind, die nicht als Beispiele beschrieben wurden, ohne vom Schutzumfang dieser Erfindung abzuweichen.

Bezugszeichenliste

1, 1a
Kabelbaummodul
2
Kabelbaum
3
Verbinder
4
Fixierkomponente
5
Kennzeichen
5a
Aufzeichnungsmedium
6
Verwaltungsserver
7
Client
9
Automatisierungsroboter
10
Fahrzeug
19
Band
61
Speichereinheit
611
Anbringungspositionsinformationen
613
Reihenfolgeinformationen