Title:
Elektromagnetische Vorrichtung und damit ausgestattets elektromagnetisches Relais
Kind Code:
T5
Abstract:

Eine elektromagnetische Vorrichtung (100) enthält: eine Spule (20); einen Spulenkörper (10) mit einem Korpus (11), um den die Spule (20) gewickelt ist, und erste und zweite Schutzabschnitte (12, 13), die an beiden Enden des Korpus (11) bereitgestellt sind, wobei der Spulenkörper (10) mit einem Durchgangsloch (14) im Korpus (11) bereitgestellt ist, das im ersten und zweiten Schutzabschnitten (12, 13) geöffnet ist; einen Eisenkern (30), der in das Durchgangsloch (14) eingesetzt ist; und ein Joch (40), das mit dem zweiten Schutzabschnitt (13) in Kontakt ist und mit einem Koppler (32) des Eisenkerns fixiert ist, der aus einer Öffnung an der Seite des zweiten Schutzabschnitts (13 hervorsteht. Zumindest ein Bewegungsregulator (16), der konfiguriert ist, eine Bewegung der Spule (20) tu regulieren, ist im Korpus (11) bereitgestellt.



Inventors:
Sasaki, Jun (Kyoto-shi, JP)
Tsutsui, Kazuhiro (Kyoto-shi, JP)
Application Number:
DE112016001249T
Filing Date:
03/03/2016
Assignee:
OMRON Corporation (Kyoto-shi, JP)
International Classes:
Attorney, Agent or Firm:
Kilian Kilian & Partner mbB Patentanwälte, 81379, München, DE
Claims:
1. Elektromagnetische Vorrichtung, umfassend:
eine Spule;
einen Spulenkörper, der einen Korpus, um den eine Spule gewickelt ist, und erste und zweite Schutzabschnitte, die an beiden Enden des Korpus bereitgestellt sind, enthält wobei der Spulenkörper mit einem Durchgangsloch im Korpus bereitgestellt ist, das im ersten und zweiten Schutzabschnitt geöffnet ist;
einen Eisenkern, der in das Durchgangsloch eingesetzt ist; und
ein Joch, das mit dem zweiten Schutzabschnitt in Kontakt ist und an einem Ende des Eisenkerns fixiert ist, der von einer Seite der zweiten Schutzabschnittsöffnung des Spulenkörpers hervorsteht,
wobei zumindest ein Bewegungsregulator, der konfiguriert ist, eine Bewegung der Spule zu regulieren, im Korpus bereitgestellt ist.

2. Elektromagnetische Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Bewegungsregulator an der Seite des zweiten Schutzabschnitts von einem Mittelpunkt zwischen dem ersten und zweiten Schutzabschnitt im Korpus bereitgestellt ist.

3. Elektromagnetische Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Bewegungsregulator eine hervorstehende Form hat.

4. Elektromagnetische Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Bewegungsregulator eine vertiefte Form hat.

5. Elektromagnetisches Relais, umfassend die elektromagnetische Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektromagnetische Vorrichtung und ein gemeinsam damit bereitgestelltes elektromagnetisches Relais.

STAND DER TECHNIK

In Patentdokument 1 ist zum Beispiel ein elektromagnetisches Relais beschrieben. Dieses elektromagnetische Relais ist mit einer elektromagnetischen Vorrichtung bereitgestellt, die einen Spulenkörper enthält, um den eine Spule gewickelt ist und die ein Durchgangsloch hat; einen Eisenkern, der in das Durchgangsloch des Spulenkörpers eingesetzt ist, und ein Joch, das mit einem Ende des Eisenkerns verstemmt und an diesem fixiert ist. Der Spulenkörper der elektromagnetischen Vorrichtung besteht aus Harz und ist aus einem Körper konfiguriert, der mit dem Durchlassloch bereitgestellt ist, und ein Schutzabschnitt ist an jedem Ende dieses Körpers bereitgestellt. Der Korpus des Spulenkörpers hat eine im Wesentlichen prismatische Form mit einer flachen Oberfläche und um diese ist eine Metallspule gewickelt.

DOKUMENT NACH DEM STAND-DER-TECHNIKPATENTDOKUMENT

  • Patentdokument 1: Japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung Nummer 2000-260284.

KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNGPROBLEME, DIE DURCH DIE ERFINDUNG ZU LÖSEN SIND

In den letzten Jahren ist mit den Fortschritten in der Technik eine Temperatur zum Zeitpunkt des Lötens einer elektronischen Komponente stark im Steigen. Während zum Beispiel bisher ein Löten beim Montieren eines elektromagnetischen Relais bei einer Temperatur von ungefähr 230 Grad Celsius ausgeführt wurde, wird ein Löten beim Montieren eines elektromagnetischen Relais auf einer Trägerplatte oder dergleichen bei bleifreiem Löten momentan bei einer Temperatur von ungefähr 280 Grad Celsius ausgeführt.

Beim Montieren des obigen herkömmlichen elektromagnetischen Relais durch bleifreies Löten dehnt sich ein Spulenkörper im Vergleich zum Montieren desselben unter Verwendung der gewöhnlichen Löttechnik stärker aus. Zu diesem Zeitpunkt wird die Spule zeitgleich erhitzt und dehnt sich thermisch aus. Wenn jedoch aufgrund eines Unterschieds im Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen dem Harzspulenkörper und der Metallspule die Temperatur des elektromagnetischen Relais zu ihrer Normaltemperatur zurückkehrt, wird ein Spalt zwischen einem Schutzabschnitt des Spulenkörpers und der Spule gebildet. Wenn das elektromagnetische Relais in diesem Zustand in Schwingung versetzt wird, kann sich die Spule bewegen und mit dem Schutzabschnitt des Spulenkörpers kollidieren, wodurch Lärm erzeugt wird.

In Anbetracht des vorangehenden Problems ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine elektromagnetische Vorrichtung, die fähig ist, eine Lärmerzeugung zu verhindern, und ein elektromagnetisches Relais, das mit dieser elektromagnetischen Vorrichtung bereitgestellt ist, bereitzustellen.

MITTEL ZUM LÖSEN DER AUFGABE

Zur Lösung des obigen Problems enthält eine elektromagnetische Vorrichtung der vorliegenden Erfindung: eine Spule; einen Spulenkörper mit einem Korpus, um den die Spule gewickelt ist, und erste und zweite Schutzabschnitte, die an beiden Enden des Korpus bereitgestellt sind, wobei der Spulenkörper mit einem Durchgangsloch im Korpus bereitgestellt ist, das im ersten und zweiten Schutzabschnitt geöffnet ist; einen Eisenkern, der in das Durchgangsloch eingesetzt ist; und ein Joch, das in Kontakt mit dem zweiten Schutzabschnitt ist und an einem Ende des Eisenkerns fixiert ist, das aus einer Öffnung des Spulenkörpers an der Seite des zweiten Schutzabschnitts hervorsteht. Zumindest ein Bewegungsregulator, der konfiguriert ist, eine Bewegung der Spule zu regulieren, ist im Korpus bereitgestellt.

WIRKUNG DER ERFINDUNG

Gemäß der elektromagnetischen Vorrichtung der vorliegenden Erfindung kann der Bewegungsregulator eine Bewegung der Spule regulieren. Selbst wenn daher die elektromagnetische Vorrichtung erhitzt wird und ein Spalt zwischen dem Schutzabschnitt des Spulenkörpers und der Spule gebildet wird, ist es daher möglich, die Spule am Kollidieren mit dem Spulenkörper zu hindern. Infolgedessen ist es möglich, eine Lärmerzeugung aufgrund einer Kollision der Spule mit dem Spulenkörper zu verhindern.

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann so konfiguriert sein, dass der Bewegungsregulator an der Seite des zweiten Schutzabschnitts von einem Mittelpunkt zwischen dem ersten und zweiten Schutzabschnitt im Korpus bereitgestellt ist.

Gemäß dieser Ausführungsform kann der Bewegungsregulator zuverlässig die Bewegung der Spule regulieren. Infolgedessen ist es möglich, zuverlässig eine Lärmerzeugung aufgrund einer Kollision der Spule mit dem Spulenkörper zu verhindern.

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann so konfiguriert sein, dass der Bewegungsregulator eine hervorstehende Form oder eine vertiefte Form hat.

Gemäß dieser Ausführungsform ist es möglich, die Vielfalt an Gestaltungen der elektromagnetischen Vorrichtung zu erhöhen.

Das elektromagnetische Relais der vorliegenden Erfindung kann die elektromagnetische Vorrichtung enthalten.

Gemäß dem elektromagnetischen Relais der vorliegenden Erfindung kann die elektromagnetische Vorrichtung eine Lärmerzeugung aufgrund einer Kollision der Spule mit dem Spulenkörper verhindern.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 veranschaulicht eine perspektivische Ansicht einer elektromagnetischen Vorrichtung in einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

2 ist eine Längsschnittansicht der elektromagnetischen Vorrichtung in 1.

3 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Zustand vor einem Wickeln einer Spule der elektromagnetischen Vorrichtung in 1 veranschaulicht.

4 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Zustand vor einem Wickeln einer Spule einer elektromagnetischen Vorrichtung in einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.

5 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Zustand vor einem Wickeln einer Spule einer elektromagnetischen Vorrichtung in einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.

6 ist eine Ansicht, die einen Teilabschnitt eines Bewegungsregulators der elektromagnetischen Vorrichtung in 5 veranschaulicht.

7 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Zustand vor einem Wickeln einer Spule einer elektromagnetischen Vorrichtung in einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.

8 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Zustand vor einem Wickeln einer Spule einer elektromagnetischen Vorrichtung in einer fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.

9 ist eine perspektivische Ansicht, die einen Zustand vor einem Wickeln einer Spule einer elektromagnetischen Vorrichtung in einer sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.

10 ist eine perspektivische Ansicht zum Beschreiben von Beispiel 2.

11 ist eine perspektivische Ansicht zum Beschreiben des Vergleichsbeispiels.

MODUS ZUR DURCHFÜHRUNG DER ERFINDUNG

Nachfolgend wird eine Ausführungsform in Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. In der folgenden Beschreibung, werden in beschreibenden Konfigurationen, die in den Zeichnungen dargestellt sind, Ausdrücke, die Richtungen angeben, wie etwa „oben”, „unten”, „links” und „rechts” und andere, diese enthaltende Ausdrücke verwendet. Der Zweck, diese Ausdrücke zu verwenden, ist, das Verständnis der Ausführungsform anhand der Zeichnungen zu erleichtern. Dementsprechend zeigen diese Ausdrücke nicht notwendigerweise Richtungen, die bei der tatsächlichen Verwendung der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Ein technischer Umfang der Erfindung, der in den Ansprüchen angegeben ist, sollte durch die Verwendung dieser Ausdrücke nicht in einschränkendem Sinn ausgelegt werden.

Erste Ausführungsform

Wie in den 1 und 2 veranschaulicht, ist eine elektromagnetische Vorrichtung 100 einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit einem Spulenkörper 100, einer Spule 20, die um den Spulenkörper 10 gewickelt ist, einem Eisenkern 30, der in den Spulenkörper 10 eingesetzt ist, und einem Joch 40, das an einem Ende des Eisenkerns 30 verstemmt und fixiert ist, bereitgestellt.

Der Spulenkörper 10 besteht aus einem Korpus 11 und einem ersten und zweiten Schutzabschnitt 12, 13, die an beiden Enden des Korpus 11 bereitgestellt sind und sich in einer X-Richtung erstrecken. Der Korpus 11 hat eine im Wesentlichen prismatische Form und ist mit einem Durchgangsloch 14 bereitgestellt, das in jedem des ersten und zweiten Schutzabschnitts 12, 13 geöffnet ist. Eine ringförmige Stufe 15 ist an einer offenen Kante an einer Seite des ersten Schutzabschnitts 12 des Durchgangslochs 14 bereitgestellt. Ein Bewegungsregulator 16 ist in einem Basisabschnitt an einer Seite des zweiten Schutzabschnitts 13 des Korpus 11 bereitgestellt. Wie in 3 veranschaulicht, hat dieser Bewegungsregulator 16 eine hervorstehende Form und ist so angeordnet, dass er sich von einem Ende zum anderen Ende in einer kürzeren Richtung des Korpus 11 erstreckt. Ferner ist der Bewegungsregulator 16 so bereitgestellt, dass er von einer Seitenfläche des Korpus 11, nicht weniger als eine Länge entsprechend einem Durchmesser einer Wicklung der Spule 20 hervorsteht.

Die Spule 20 ist um den Korpus 11 des Spulenkörpers 10 gewickelt. Dabei wird die Spule 20 um den Korpus 11 in dem Zustand gewickelt, in dem sie durch den Bewegungsregulator 16 des Korpus 11 reguliert ist, der sie an einer Bewegung hin zum ersten und zweiten Schutzabschnitt 12, 13 hindert. Ferner wird ein Bleidraht, nicht veranschaulicht, aus dieser Spule 20 herausgeführt und um einen Spulenanschluss, nicht veranschaulicht, gewickelt.

Wie in 2 veranschaulicht, hat der Eisenkern 30 eine im Wesentlichen zylindrische Form und ist aus einem magnetischen Material gebildet. Beide Enden dieses Eisenkerns 30 sind jeweils mit einem magnetischen Polabschnitt 31 mit einer größeren Durchmessergröße und einem Koppler 32 zum Verstemmen und Fixieren des Jochs 40 bereitgestellt. Ferner ist der Eisenkern 30 in das Durchgangsloch 14 des Spulenkörpers 10 eingesetzt. Der magnetische Polabschnitt 31 ist durch die ringförmige Stufe 31 des ersten Schutzabschnitts 12 verriegelt und der Koppler 32 steht vom zweiten Schutzabschnitt 13 des Durchgangslochs 14 hervor.

Wie in 2 veranschaulicht, ist das Joch 40 ein im Wesentlichen L-förmiger Plattenkörper, der aus einem magnetischen Material besteht, und ist aus einem horizontalen Abschnitt 41 und einem vertikalen Abschnitt 42 konfiguriert. Der horizontale Abschnitt 41 hat ein Montageloch 43 zum Verstemmen und Fixieren des Eisenkerns 30 und die Y-gerichtete obere Fläche des horizontalen Abschnitts 41 ist mit dem zweiten Schutzabschnitt 13 in Kontakt. Das Montageloch 43 hat eine passende Form für den Koppler 32 des Eisenkerns 30. Ferner hat der vertikale Abschnitt 42 einen Fortsatz 44 zum Verstemmen und Fixieren eines beweglichen Kontaktstücks, nicht veranschaulicht.

Gemäß der elektromagnetischen Vorrichtung 100 mit der obigen Konfiguration kann der Bewegungsregulator 16 eine Bewegung der Spule 20 regulieren. Selbst wenn ein Spalt zwischen dem ersten Schutzabschnitt 12 des Spulenkörpers 10 und der Spule 20 aufgrund der Erwärmung der elektromagnetischen Vorrichtung 100 gebildet wird, ist es daher möglich, eine Kollision der Spule 20 mit dem Spulenkörper 10 zu verhindern, wenn die elektromagnetische Vorrichtung 100 vibriert. Folglich ist es möglich, die Lärmerzeugung aufgrund einer Kollision der Spule 20 mit dem Spulenkörper 10 zu verhindern und ein Lösen des Bleidrahts in Verbindung mit der Bewegung der Spule 20 zu verhindern.

Andere Ausführungsformen

Der Bewegungsregulator 16 ist nicht auf die erste Ausführungsform beschränkt. Zum Beispiel kann in einer elektromagnetischen Vorrichtung 200 einer zweiten Ausführungsform, veranschaulicht in 4, ein Bewegungsregulator 116 mit einer vertieften Form an jedem Eckabschnitt des Korpus 11 an der Seite des zweiten Schutzabschnitts 13 bereitgestellt sein.

Wie in einer elektromagnetischen Vorrichtung 300 einer dritten Ausführungsform, veranschaulicht in 5, kann ferner der Bewegungsregulator 116 mit einer vertieften Form an jedem Eckabschnitt des Korpus 11 an der Seite des ersten Schutzabschnitts 12 und an jedem Eckabschnitt an der Seite des zweiten Schutzabschnitts 13 bereitgestellt sein. Das heißt, zumindest ein Bewegungsregulator kann einfach an der Seite des zweiten Schutzabschnitts vom Y-gerichteten Mittelpunkt des Korpus bereitgestellt sein. Es ist zu beachten, dass, wie in 6 veranschaulicht, der Bewegungsregulator 116 der elektromagnetischen Vorrichtung 300 der dritten Ausführungsform bereitgestellt ist, sodass er eine Y-gerichtete Länge L entsprechend einem Durchmesser von ungefähr zehn Windungen hat und eine Höhe H entsprechend einem Durchmesser von ungefähr 1,5 Windungen hat.

Wie in einer elektromagnetischen Vorrichtung 400 einer vierten Ausführungsform, wie in 7 veranschaulicht, kann ferner ein Bewegungsregulator 216 mit hervorstehender Form an einem Ende in einer kürzeren Richtung einer Seitenfläche des Korpus 11 sowohl an der Seite des ersten Schutzabschnitts 12 als auch der Seite des zweiten Schutzabschnitts 13 des Korpus 11 bereitgestellt sein.

Außerdem, wie in einer elektromagnetischen Vorrichtung 500 einer fünften Ausführungsform, veranschaulicht in 8, kann ein Bewegungsregulator 316 mit einer hervorstehenden Form an der Seite des zweiten Schutzabschnitts 13 eines Körpers 111 mit einer zylindrischen Form bereitgestellt sein. Dabei kann nur ein Bewegungsregulator 316 wie in der elektromagnetischen Vorrichtung 500 der fünften Ausführungsform bereitgestellt sein oder zwei Bewegungsregulatoren 316 können in einer elektromagnetischen Vorrichtung 600 einer sechsten Ausführungsform, veranschaulicht in 9, bereitgestellt sein.

Wie damit beschrieben, ist es möglich, einen Bewegungsregulator zu verwenden, dessen Form, Größe und dergleichen in Einklang mit einer Gestaltung der elektromagnetischen Vorrichtung frei gewählt sind, solange der Bewegungsregulator eine Bewegung der Spule regulieren kann. Ferner kann zumindest ein Bewegungsregulator einfach ab der Seite des zweiten Schutzabschnitts des Korpus des Spulenkörpers bereitgestellt sein. Damit ist es möglich, die Vielfalt an Gestaltungen der elektromagnetischen Vorrichtung zu erhöhen.

Es ist zu beachten, dass der einfachen Beschreibung wegen 4 und 8 jeweils die elektromagnetische Vorrichtung in einem Zustand vor einem Wickeln der Spule 20 veranschaulichen.

Elektromagnetische Vorrichtungen 100, 200, 300, 400, 500 und 600 der ersten bis sechsten Ausführungsformen sind zum Beispiel auf das elektromagnetische Relais anwendbar.

Natürlich können die in der obigen Ausführungsform beschriebenen Bestandteile angemessen kombiniert werden oder angemessen ausgewählt, ersetzt oder weggelassen werden.

BeispieleBeispiel 1

Die elektromagnetische Vorrichtung 100 der ersten Ausführungsform wurde einem Reflow-Löten an die Trägerschicht unterzogen, die dann abgekühlt und in Vibration versetzt wurde, um zu untersuchen ob Lärm erzeugt wird oder nicht. Zehn Proben wurden hier vorbereitet, um für jede Probe zu untersuchen, ob Lärm erzeugt wird oder nicht.

In der elektromagnetischen Vorrichtung 100 der ersten Ausführungsform, wie in den 1 bis 3 veranschaulicht, ist der Bewegungsregulator 16 an der Seite des zweiten Schutzabschnitts 13 vom Mittelpunkt zwischen dem ersten und zweiten Schutzabschnitt 12, 13 im Korpus 11 des Spulenkörpers 10 bereitgestellt.

Als Ergebnis der Untersuchung wurde kein Lärm in irgendeiner der zehn Proben der elektromagnetische Vorrichtung 100 erzeugt.

Vergleichsbeispiel

Eine elektromagnetische Vorrichtung 101, veranschaulicht in 10, wurde einem Reflow-Löten an die Trägerschicht unterzogen, die dann abgekühlt und in Vibration versetzt wurde, um zu ermitteln ob Lärm erzeugt wird oder nicht. Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1, wurden zehn Proben vorbereitet, um für jede der Proben zu untersuchen, ob Lärm erzeugt wird oder nicht.

Es wurde die elektromagnetische Vorrichtung 101 mit derselben Form und Konfiguration wie jener der elektromagnetischen Vorrichtung 100 in der ersten Ausführungsform, mit Ausnahme des Bewegungsregulators 16, verwendet. Der Bewegungsregulator 16 wurde in dieser elektromagnetischen Vorrichtung 101 nicht bereitgestellt.

Als Ergebnis der Untersuchung wurde in allen der zehn Proben der elektromagnetischen Vorrichtung 101 Lärm erzeugt.

Beispiel 2

Eine elektromagnetische Vorrichtung 102, veranschaulicht in 11, wurde einem Reflow-Löten an die Trägerschicht unterzogen, die dann abgekühlt und in Vibration versetzt wurde, um zu untersuchen, ob Lärm erzeugt wird oder nicht. Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 und dem Vergleichsbeispiel wurden zehn Proben vorbereitet, um für jede der Proben zu untersuchen, ob Lärm erzeugt wird oder nicht.

Es wurde die elektromagnetische Vorrichtung 102 mit derselben Form und Konfiguration wie jener der elektromagnetischen Vorrichtung 100 in der ersten Ausführungsform, mit Ausnahme des Bewegungsregulators 16, verwendet. In dieser elektromagnetischen Vorrichtung 102 wurde der Bewegungsregulator 16 an der Seite des ersten Schutzabschnitts 12 vom Mittelpunkt zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt 12, 13 im Korpus 11 des Spulenkörpers 10 bereitgestellt.

Als Ergebnis der Untersuchung, wurde in drei der zehn Proben der elektromagnetischen Vorrichtung 102 Lärm erzeugt.

Erwägung

Als Ergebnisse der Beispiele 1 und 2 und des Vergleichsbeispiels wurde herausgefunden, dass durch Bereitstellung des Bewegungsregulators 16 eine Lärmerzeugung verhindert werden kann. Es wurde jedoch anhand der Ergebnisse der Beispiele 1 und 2 festgestellt, dass die Bewegung der Spule 20 nicht ausreichend reguliert werden kann, wenn der Bewegungsregulator 16 an der Seite des ersten Schutzabschnitts 12 vom Mittelpunkt zwischen dem ersten und zweiten Schutzabschnitt 12, 13 im Korpus 11 des Spulenkörpers bereitgestellt ist.

Es wird angenommen, dass der Grund dafür folgender ist: Wie in 2 veranschaulicht, reguliert die Spule 20 im Spulenkörper 10 der elektromagnetischen Vorrichtungen 100, 101, 102 einen X-gerichteten Versatz und der magnetische Polabschnitt 31 des Eisenkerns 30 und das Joch 40 regulieren einen Y-gerichteten Versatz. Ferner ist ein Bereich, wo der magnetische Polabschnitt 31 mit dem ersten Schutzabschnitt 12 in Kontakt ist, kleiner als ein Bereich, wo der horizontale Abschnitt 41 des Jochs 40 mit dem zweiten Schutzabschnitt 13 in Kontakt ist. Das heißt, die Kraft der Spule 20 zum Regulieren der Y-gerichteten Verformung auf der Kontaktfläche zwischen dem magnetischen Polabschnitt 31 und dem ersten Schutzabschnitt 12 ist stärker als auf der Kontaktfläche zwischen dem horizontalen Abschnitt 41 und dem zweiten Schutzabschnitt 13. Wenn daher die elektromagnetische Vorrichtung 100 durch Löten oder dergleichen erwärmt wird, dehnt sie sich in der Y-Richtung thermisch nach oben aus, nämlich in einer Richtung vom zweiten Schutzabschnitt 13 hin zum ersten Schutzabschnitt 12. Infolgedessen wird folgendes angenommen: wenn der Bewegungsregulator 16 an der Seite des ersten Schutzabschnitts 12 vom Mittelpunkt zwischen dem ersten und zweiten Schutzabschnitt 12, 13 im Korpus 11 des Spulenkörpers 10, wie in der elektromagnetischen Vorrichtung 102 von 11, bereitgestellt wurde, war der Bewegungsregulator 16 stark durch die thermische Ausdehnung beeinflusst, um ein Auftreten einer thermischen Verformung zu verursachen, wie etwa eine große Bewegung in der Y-Richtung, wodurch eine ausreichende Regulierung der Bewegung der Spule 20 verhindert wurde, verglichen mit dem Fall einer Bereitstellung des Bewegungsregulators 16 an der Seite des zweiten Schutzabschnitts 13 vom Mittelpunkt zwischen dem ersten und zweiten Schutzabschnitt 12 im Korpus 11 des Spulenkörpers 10, wie in der elektromagnetischen Vorrichtung 100 von 3.

Dementsprechend erwies es sich als bevorzugt, den Bewegungsregulator 16 in einer Position bereitzustellen, wo eine Verformung aufgrund einer thermischen Ausdehnung klein ist und eine Kollision der Spule 20 mit dem Spulenkörper 10 verhindert werden kann, nämlich den Bewegungsregulator 16 an der Seite des zweiten Schutzabschnitts 13 von einem Mittelpunkt CL zwischen dem ersten und zweiten Schutzabschnitt 12, 13 im Korpus 11, veranschaulicht in 2, bereitzustellen.

INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT

Die elektromagnetische Vorrichtung der vorliegenden Erfindung ist nicht auf ein elektromagnetisches Relais begrenzt, sondern ist auf andere elektromagnetische Geräte anwendbar.

Bezugszeichenliste

10
Spulenkörper
11, 111
Korpus
12
erster Schutzabschnitt
13
zweiter Schutzabschnitt
14
Durchgangsloch
15
ringförmige Stufe
16, 116, 216, 316
Bewegungsregulator
20
Spule
30
Eisenkern
31
magnetischer Polabschnitt
32
Koppler
40
Joch
41
horizontaler Abschnitt
42
vertikaler Abschnitt
43
Montageloch
100, 101, 102, 200, 300, 400, 500, 600
elektromagnetische Vorrichtung