Title:
Endgerät, Verfahren und System
Document Type and Number:
Kind Code:
T5

Abstract:

Ein Endgerät zur Verwendung mit einem drahtlosen Telekommunikationssystem, das eine Basisstation und mehrere Relaisknoten umfasst, wobei das Endgerät umfasst: einen Transmitter; einen Empfänger; und eine Steuerung, betreibbar zum: Wählen eines ersten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten und Steuern des Transmitters und Empfängers, um Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten auszutauschen; Messen einer Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, und Vergleichen der gemessenen Signalcharakteristik mit einem vorgegebenen Schwellwert; wenn die gemessene Signalcharakteristik größer als der vorgegebenen Schwellwert ist, Steuern des Transmitters und des Empfängers, um das Austauschen der Signalen mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten weiterzuführen; und wenn die gemessene Signalcharakteristik kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, Durchführen einer Prozedur, um das Wählen eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten zu erlauben, über welchen der Transmitter und der Empfänger Signale mit der Basisstation austauschen können.





Inventors:
Martin, Brian Alexander (Hampshire, Basingstoke, GB)
Application Number:
DE112016000271T
Publication Date:
10/12/2017
Filing Date:
07/19/2016
Assignee:
SONY Corporation (Tokyo, JP)
International Classes:
H04W36/30; H04W88/04
Attorney, Agent or Firm:
MFG Patentanwälte Meyer-Wildhagen Meggle-Freund Gerhard PartG mbB, 80799, München, DE
Claims:
1. Endgerät zur Verwendung mit einem drahtlosen Telekommunikationssystem, das eine Basisstation und mehrere Relaisknoten umfasst, wobei das Endgerät umfasst:
einen Transmitter;
einen Empfänger; und
eine Steuerung, betreibbar zum:
Wählen eines ersten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten und Steuern des Transmitters und Empfängers, um Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten auszutauschen;
Messen einer Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, und Vergleichen der gemessenen Signalcharakteristik mit einem vorgegebenen Schwellwert;
wenn die gemessene Signalcharakteristik größer als der vorgegebenen Schwellwert ist, Steuern des Transmitters und des Empfängers, um das Austauschen der Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten weiterzuführen; und
wenn die gemessene Signalcharakteristik kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, Durchführen einer Prozedur, um das Wählen eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten zu erlauben, über welchen der Transmitter und der Empfänger Signale mit der Basisstation austauschen können.

2. Endgeräte nach Anspruch 1, wobei die Prozedur zum Erlauben der Wahl eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten das Durchführen von Messungen einer Charakteristik eines Entdeckungssignals umfasst, das durch jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten übertragen wird und an dem Empfänger empfangen wird.

3. Endgerät nach Anspruch 2, wobei das Entdeckungssignal periodisch durch jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten übertragen wird.

4. Endgerät nach Anspruch 2, wobei, wenn für die gemessene Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, bestimmt wird, dass sie kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, die Steuerung betreibbar ist, zum Steuern des Transmitters, um eine Entdeckungssignal-Initiierungsnachricht an jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten zu übertragen, wobei die Entdeckungssignal-Initiierungsnachricht jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten instruiert, das Entdeckungssignal zu übertragen.

5. Endgerät nach Anspruch 2, wobei, auf Basis der durchgeführten Messungen, die Steuerung betreibbar ist, einen zweiten Relaisknoten zu wählen und den Transmitter und den Empfänger zu steuern, um Signale mit der Basisstation über den gewählten zweiten Relaisknoten auszutauschen.

6. Endgerät nach Anspruch 1, wobei der vorgegebene Schwellwert größer als ein geeigneter Schwellwert ist, wobei der geeignete Schwellwert ein Wert der Signalcharakteristik ist, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist und unterhalb dessen die Steuerung bestimmt, dass wenigstens der Transmitter oder der Empfänger keine Signale mit dem ersten Relaisknoten austauschen kann.

7. Endgerät nach Anspruch 6, wobei der vorgegebene Schwellwert um eine vorgegebene Größe größer als der geeignete Schwellwert ist.

8. Endgerät nach Anspruch 7, wobei der Empfänger betreibbar ist, die vorgegebene Größe, um welche der vorgegebene Schwellwert größer ist als der geeignete Schwellwert, entweder von der Basisstation oder dem ersten Relaisknoten zu empfangen.

9. Endgerät nach Anspruch 1, wobei der Empfänger betreibbar ist, den vorgegebenen Schwellwert von der Basisstation oder dem ersten Relaisknoten zu empfangen.

10. Endgerät nach Anspruch 1, wobei die gemessene Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, eine ProSe Kommunikation 5 (PC5) Gerät-zu-Gerät (D2D) Referenz-Signal-Empfangsleistung (RSRP) ist.

11. Endgerät nach Anspruch 2, wobei die gemessene Signalcharakteristik des Entdeckungssignals, das von jedem Relaisknoten der mehreren Relaisknoten übertragen wird, eine ProSe Kommunikation 5 (PC5) Gerät-zu-Gerät (D2D) Referenz-Signal-Empfangsleistung (RSRP) ist.

12. Drahtloses Telekommunikationssystem, umfassend eine Basisstation, mehrere Relaisknoten und ein Endgerät nach Anspruch 1.

13. Verfahren zum Betreiben eines Endgeräts zur Verwendung mit einem drahtlosen Telekommunikationssystem, das eine Basisstation und mehrere Relaisknoten umfasst, wobei das Endgerät einen Transmitter und einen Empfänger umfasst, wobei das Verfahren umfasst:
Wählen eines ersten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten und Steuern des Transmitters und Empfängers, um Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten auszutauschen;
Messen einer Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, und Vergleichen der gemessenen Signalcharakteristik mit einem vorgegebenen Schwellwert;
wenn die gemessene Signalcharakteristik größer als der vorgegebenen Schwellwert ist, Steuern des Transmitters und des Empfängers, um das Austauschen der Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten weiterzuführen; und
wenn die gemessene Signalcharakteristik kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, Durchführen einer Prozedur, um das Wählen eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten zu erlauben, über welchen der Transmitter und der Empfänger Signale mit der Basisstation austauschen können.

14. Speichermedium, das ein Computerprogramm zum Steuern eines Computers speichert, um ein Verfahren nach Anspruch 13 durchzuführen.

15. Endgerät zur Verwendung mit einem drahtlosen Telekommunikationssystem, das eine Basisstation und mehrere Relaisknoten umfasst, wobei das Endgerät umfasst:
eine Transmitterschaltung;
eine Empfängerschaltung; und
eine Steuerschaltung, betreibbar zum:
Wählen eines ersten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten und Steuern der Transmitterschaltung und Empfängerschaltung, um Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten auszutauschen;
Messen einer Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, und Vergleichen der gemessenen Signalcharakteristik mit einem vorgegebenen Schwellwert;
wenn die gemessene Signalcharakteristik größer als der vorgegebenen Schwellwert ist, Steuern der Transmitterschaltung und der Empfängerschaltung, um das Austauschen der Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten weiterzuführen; und
wenn die gemessene Signalcharakteristik kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, Durchführen einer Prozedur, um das Wählen eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten zu erlauben, über welchen die Transmitterschaltung und die Empfängerschaltung Signale mit der Basisstation austauschen können.

Description:
TECHNISCHES GEBIET DER OFFENBARUNG

Die vorliegende Offenbarung bezieht sich auf ein Endgerät, ein Verfahren und ein System.

HINTERGRUND DER OFFENBARUNG

Die hierin bereitgestellte „Hintergrund“-Beschreibung dient dem Zweck, den Kontext der Offenbarung allgemein zu präsentieren. Die Arbeit der vorliegend genannten Erfinder, soweit sie in diesem Hintergrundabschnitt beschrieben ist, sowie Aspekte der Beschreibung, die sich nicht auf andere Art und Weise als Stand der Technik zum Zeitpunkt der Anmeldung qualifizieren, sind weder ausdrücklich noch implizit als Stand der Technik gegen die vorliegende Offenbarung zugestanden.

Mobiletelekommunikationssysteme der dritten und vierten Generation wie solche, die auf der von der 3GPP definierten UMTS- und Long-Term-Evolution(LTE)-Architektur basieren, sind in der Lage, Dienste zu unterstützen, die höher entwickelt sind als einfache Sprach- und Nachrichtendienste, die von vorherigen Generationen der Mobiltelekommunikationssysteme bereitgestellt wurden. Zum Beispiel kann ein Nutzer mit der verbesserten Funkschnittstelle und den erweiterten Datenraten, die von LTE-Systemen bereitgestellt werden, Anwendungen mit hoher Datenrate genießen, wie beispielsweise mobiles Videostreamen und mobile Videokonferenz, die früher nur über eine feste Datenleitungsverbindung verfügbar gemacht werden konnten. Der Bedarf, Netzwerke der dritten und vierten Generation einzusetzen, ist daher groß und der Abdeckungsbereich dieser Netzwerke, d.h. die geographischen Orte, an denen Zugriff auf die Netzwerke möglich ist, wird erwartungsgemäß stark ansteigen.

Der voraussichtlich weit verbreitete Einsatz der Netzwerke der dritten und vierten Generation hat zu einer parallelen Entwicklung einer Anzahl von neuen Infrastrukturarchitekturen geführt, die eine Vielfalt von Geräteklassen involviert, von drahtlosen Zugangspunkteinheiten und von Anwendungen, die unterschiedliche Datenraten, Abdeckungsbereiche oder Übertragungsleistungen benötigen. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Kommunikationsendgerät der dritten oder vierten Generation, wie beispielsweise einem Smartphone, ist ein MTC-Typ-Endgerät vorzugsweise relativ einfach und kostengünstig, wobei es eine reduzierte Fähigkeit besitzt. Beispiele für Neuentwicklungen schließen sogenannte Maschinen-Typ-Kommunikation-(MTC, englisch: Machine Type Communication)-Anwendungen mit ein, welche durch halbautonome oder autonome drahtlose Kommunikationsgeräte verkörpert werden (d.h. MTC-Geräte), die kleine Datenmengen auf einer relativ seltenen Basis kommunizieren. Beispiele schließen sogenannte Smart-Meter mit ein, welche zum Beispiel in einem Haus eines Kunden angeordnet sind und periodisch Information zurück zu einem zentralen MTC-Server übertragen, wobei sich die Daten auf den Verbrauch eines Nutzwerts durch den Kunden, wie beispielsweise Gas, Wasser, Elektrizität usw. beziehen. Andere Beispiele schließen Relaisknoten (engl.: relay nodes) mit ein, die eine Assistenz für ein lokales Endgerät zur Kommunikation mit einer Basisstation bereitstellen.

Während es bequem sein kann, unterschiedliche Systeme zu haben, die unterschiedliche Bedürfnisse von unterschiedlichen Mobilnetzwerknutzern adressieren, kann das Hinzufügen von neuer Infrastruktur und neuen Diensten auch ein Infrastrukturproblem erzeugen, was in einem Mobilnetzwerk nicht wünschenswert ist.

Mit dem kontinuierlichen Wachstum der Daten, die in Mobilnetzwerken übertragen werden, sieht sich die Industrie dem Problem ausgesetzt, die Netzwerkkapazität vergleichbar kontinuierlich zu vergrößern. Es gibt drei Parameter, die verändert werden können, um die Kapazität des Funkzugangsnetzes zu vergrößern: höhere spektrale Effizienz, mehr Funkspektrum und dichteres Zelllayout. Die zwei vorherigen von diesen haben Begrenzungen bei den erwarteten Verstärkungen gegenüber heutigem LTE und sicherlich sind Verbesserungen in Höhe einer Größenordnung oder mehr nicht möglich. Folglich bekommen, um die angegebenen Kapazitätsziele von 1000-fach zu erreichen, kleine Zellen eine Menge Aufmerksamkeit [1].

Allerdings gibt es, auch wenn die Abdeckung und die Kapazität der Netze der vierten Generation erwartungsweise signifikant diejenigen von vorherigen Generationen von Kommunikationsnetzen übersteigen, Begrenzungen bei der Netzkapazität und den geographischen Bereichen, die von solchen Netzen bedient werden können. Diese Begrenzungen können zum Beispiel besonders relevant in Situationen sein, in denen Netze eine hohe Last und hohe Datenratenkommunikationen zwischen den Kommunikationsendgeräten erfahren oder wenn Kommunikationen zwischen Kommunikationsendgeräten angefragt werden, aber die Kommunikationsendgeräte sich nicht innerhalb des Abdeckungsbereiches eines Netzes aufhalten. Um diese Begrenzungen zu adressieren, wurde in LTE Releases-12 und -13 die Fähigkeit für LTE-Kommunikationsendgeräte, Gerät-zu-Gerät(D2D, engl.: device-to-device)-Kommunikationen durchzuführen, eingeführt und entwickelt.

D2D-Kommunikationen ermöglichen es Kommunikationsendgeräten, die in unmittelbarer Nähe zueinander sind, direkt miteinander zu kommunizieren, und zwar sowohl wenn sie innerhalb als auch wenn sie außerhalb eines Abdeckungsbereichs sind oder wenn das Netz versagt. Diese D2D-Kommunikationsfähigkeit ermöglicht es, dass Nutzerdaten effizienter zwischen Kommunikationsendgeräten kommuniziert werden können, indem die Notwendigkeit umgangen wird, Nutzerdaten von einer Netzwerkentität, wie beispielsweise einer Basisstation, weiterzuleiten (engl.: relay), und sie erlaubt auch Kommunikationsendgeräten, die in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander sind, miteinander zu kommunizieren, auch wenn sie sich nicht innerhalb des Abdeckungsbereichs eines Netzes befinden.

D2D-Kommunikationen können es auch einem ersten Kommunikationsendgerät ermöglichen, mit einer Basisstation über ein zweites Kommunikationsendgerät zu kommunizieren (so dass das zweite Kommunikationsendgerät als ein Relaisknoten agiert). Dies ermöglicht eine Abdeckungserweiterung, wenn das erste Kommunikationsendgerät zum Beispiel außerhalb der Abdeckung der Basisstation ist. Alternativ kann das erste Kommunikationsendgerät innerhalb der Abdeckung der Basisstation sein, aber es kann trotzdem mit der Basisstation über das zweite Kommunikationsendgerät kommunizieren. In diesem Fall kann dem zweiten Kommunikationsendgerät das Recht erteilt oder genehmigt (engl.: granted) werden, das erste Kommunikationsendgerät zu managen (einschließlich der Mobilitätssteuerung der Ressourcenzuordnung usw.), und folglich stellt es ein Mittel zur Vergrößerung der Netzkapazität bereit.

Ein Problem bei der Verwendung derartiger Relaisknoten ist allerdings, dass es verschiedene Mobilitätsszenarien zum Handhaben gibt. Zum Beispiel muss es zusätzlich zu einer anfänglichen Wahl eines bestimmten Relaisknotens für ein Kommunikationsendgerät, das außerhalb der Abdeckung ist, einen Weg geben, einen Relaisknoten zu wählen und sich mit ihm zu verbinden, wenn ein Kommunikationsendgerät sich innerhalb der Abdeckung nach außerhalb der Abdeckung bewegt (dies erfordert, dass die Verbindung von einer Basisstation zu einem Relaisknoten bewegt wird), sowie, wenn ein Kommunikationsendgerät sich aus der Abdeckung eines Relaisknotens zu der eines anderen Relaisknotens bewegt (was erfordert, dass die Verbindung von dem anfänglichen Relaisknoten zu dem neuen Relaisknoten bewegt wird). Außerdem muss es für das Szenario, bei dem ein Kommunikationsendgerät innerhalb einer Abdeckung einer Basisstation ist, aber trotzdem mit der Basisstation über einen Relaisknoten kommuniziert, einen Weg geben, die Mobilität so zu managen, dass ein Kommunikationsgerät, das mit der Basisstation über einen Relaisknoten kommuniziert, einen anderen Relaisknoten wählen kann, oder dass ein Kommunikationsgerät, das direkt mit der Basisstation kommuniziert, einen Relaisknoten wählen kann.

ZUSAMMENFASSUNG DER OFFENBARUNG

Nach einem ersten Aspekt stellt die vorliegende Technik ein Endgerät (engl.: terminal device) zur Verwendung mit einem drahtlosen Telekommunikationssystem bereit, das eine Basisstation und mehrere Relaisknoten (engl. relay nodes) umfasst, wobei das Endgerät umfasst: einen Transmitter; einen Empfänger; und eine Steuerung, betreibbar zum: Wählen eines ersten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten und Steuern des Transmitters und Empfängers, um Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten auszutauschen; Messen einer Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, und Vergleichen der gemessenen Signalcharakteristik mit einem vorgegebenen Schwellwert; wenn die gemessene Signalcharakteristik größer als der vorgegebenen Schwellwert ist, Steuern des Transmitters und des Empfängers, um das Austauschen der Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten weiterzuführen; und wenn die gemessene Signalcharakteristik kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, Durchführen einer Prozedur, um das Wählen eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten zu erlauben, über welchen der Transmitter und der Empfänger Signale mit der Basisstation austauschen können.

Bei einem Ausführungsbeispiel umfasst die Prozedur zum Erlauben der Wahl eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten das Durchführen von Messungen einer Charakteristik eines Entdeckungssignals (engl.: discovery signal), das durch jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten übertragen wird und an dem Empfänger empfangen wird.

Bei einem Ausführungsbeispiel wird das Entdeckungssignal periodisch durch jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten übertragen.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist, wenn für die gemessene Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, bestimmt wird, dass sie kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, die Steuerung zum Steuern des Transmitters betreibbar, um eine Entdeckungssignal-Initiierungsnachricht (engl.: discovery signal initiation message) an jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten zu übertragen, wobei die Entdeckungssignal-Initiierungsnachricht jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten instruiert, das Entdeckungssignal zu übertragen.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist, auf Basis der durchgeführten Messungen, die Steuerung betreibbar, einen zweiten Relaisknoten zu wählen und den Transmitter und den Empfänger zu steuern, Signale mit der Basisstation über den gewählten zweiten Relaisknoten auszutauschen.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist der vorgegebene Schwellwert größer als ein geeigneter Schwellwert, wobei der geeignete Schwellwert ein Wert der Signalcharakteristik ist, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist und unterhalb dessen die Steuerung bestimmt, dass wenigstens der Transmitter oder der Empfänger keine Signale mit dem ersten Relaisknoten austauschen kann.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist der vorgegebene Schwellwert um eine vorgegebene Größe größer als der geeignete Schwellwert.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist der Empfänger betreibbar, die vorgegebene Größe, um welche der vorgegebene Schwellwert größer ist als der geeignete Schwellwert, entweder von der Basisstation oder dem ersten Relaisknoten zu empfangen.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist der Empfänger betreibbar, den vorgegebenen Schwellwert von der Basisstation oder dem ersten Relaisknoten zu empfangen.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist die gemessene Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, eine ProSe Kommunikation 5 (PC5, engl.: ProSe Communication 5) Gerät-zu-Gerät (D2D, engl.: Device-to-Device) Referenz-Signal-Empfangsleistung (RSRP, engl.: Reference Signal Received Power).

Bei einem Ausführungsbeispiel ist die gemessene Signalcharakteristik des Entdeckungssignals, das von jedem Relaisknoten der mehreren Relaisknoten übertragen wird, eine ProSe Kommunikation 5 (PC5) Gerät-zu-Gerät (D2D) Referenz-Signal-Empfangsleistung (RSRP).

Nach einem zweiten Aspekt stellt die vorliegende Technik ein drahtloses Telekommunikationssystem bereit, das eine Basisstation, mehrere Relaisknoten und ein Endgerät nach dem ersten Aspekt umfasst.

Nach einem dritten Aspekt stellt die vorliegende Technik ein Verfahren zum Betreiben eines Endgeräts zur Verwendung mit einem drahtlosen Telekommunikationssystem bereit, das eine Basisstation und mehrere Relaisknoten umfasst, wobei das Endgerät einen Transmitter und einen Empfänger umfasst, wobei das Verfahren umfasst: Wählen eines ersten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten und Steuern des Transmitters und Empfängers, um Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten auszutauschen; Messen einer Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, und Vergleichen der gemessenen Signalcharakteristik mit einem vorgegebenen Schwellwert; wenn die gemessene Signalcharakteristik größer als der vorgegebenen Schwellwert ist, Steuern des Transmitters und des Empfängers, um das Austauschen der Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten weiterzuführen; und wenn die gemessene Signalcharakteristik kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, Durchführen einer Prozedur, um das Wählen eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten zu erlauben, über welchen der Transmitter und der Empfänger Signale mit der Basisstation austauschen können.

Nach einem vierten Aspekt stellt die vorliegende Technik ein Speichermedium bereit, das ein Computerprogramm zum Steuern eines Computers speichert, um ein Verfahren nach dem dritten Aspekt durchzuführen.

Nach einem fünften Aspekt stellt die vorliegende Technik ein Endgerät zur Verwendung mit einem drahtlosen Telekommunikationssystem bereit, das eine Basisstation und mehrere Relaisknoten umfasst, wobei das Endgerät umfasst: eine Transmitterschaltung; eine Empfängerschaltung; und eine Steuerschaltung, betreibbar zum: Wählen eines ersten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten und Steuern der Transmitterschaltung und Empfängerschaltung, um Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten auszutauschen; Messen einer Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, und Vergleichen der gemessenen Signalcharakteristik mit einem vorgegebenen Schwellwert; wenn die gemessene Signalcharakteristik größer als der vorgegebenen Schwellwert ist, Steuern der Transmitterschaltung und der Empfängerschaltung, um das Austauschen der Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten weiterzuführen; und wenn die gemessene Signalcharakteristik kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, Durchführen einer Prozedur, um das Wählen eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten zu erlauben, über welchen die Transmitterschaltung und die Empfängerschaltung Signale mit der Basisstation austauschen können.

Verschiedene weitere Aspekte und Merkmale der vorliegenden Technik sind in den beigefügten Ansprüchen definiert, was ein Verfahren zum Steuern von Kommunikation in einem Mobilkommunikationssystem einschließt, ein erstes Kommunikationsendgerät (engl.: communications terminal), das Teil eines Mobilkommunikationssystems bildet, ein Verfahren zum Betreiben eines ersten Kommunikationsendgeräts, das Teil eines Mobilkommunikationssystems bildet, ein zweites Kommunikationsendgerät, das Teil eines Mobilkommunikationssystems bildet, ein Verfahren zum Betreiben eines zweitens Kommunikationsendgerät, das Teil eines Mobilkommunikationssystems bildet und eine Schaltung für ein Mobilkommunikationssystem.

Die vorhergehenden Absätze wurden im Wege einer allgemeinen Einleitung bereitgestellt und es ist nicht beabsichtigt, den Schutzbereiche der folgenden Ansprüche zu beschränken. Die beschriebenen Ausführungsbeispiele werden zusammen mit weiteren Vorteilen am besten unter Bezugnahme auf die folgende detaillierte Beschreibung zusammengenommen mit den beigefügten Zeichnungen verstanden.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Eine vollständigere Beurteilung der Offenbarung und viele der dazugehörigen Vorteile von ihr können unmittelbar erhalten werden, sowie die selbige besser unter Bezugnahme auf die folgende detaillierte Beschreibung verstanden wird, wenn sie im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen betrachtet wird, wobei ähnliche Bezugszeichen identische oder entsprechende Teile durchgehend bei den unterschiedlichen Ansichten bezeichnen, und wobei:

1 ein schematisches Diagramm eines Mobilkommunikationssystems bereitstellt;

2 ein schematisches Diagramm der Struktur einer Abwärtsstrecke (engl. downlink) einer drahtlosen Zugangsschnittstelle (engl.: wireless access interface) eines Mobilkommunikationssystems bereitstellt;

3 ein schematisches Diagramm einer Aufwärtsstrecke (engl.: uplink) einer drahtlosen Zugangsschnittstelle eines Mobilkommunikationssystems bereitstellt;

4 ein schematisches Diagramm eines Mobilkommunikationssystems bereitstellt, bei welchem eine UE außerhalb einer Abdeckung (engl.: out-of-coverage UE) mit einer eNB über einen Relaisknoten kommuniziert;

5 ein schematisches Diagramm eines Mobilkommunikationssystems bereitstellt, bei welchem eine UE innerhalb der Abdeckung (engl.: in-coverage UE) mit einer eNB über einen Relaisknoten kommuniziert;

6 schematisch Kommunikationen zwischen einer ersten UE und einer eNB über eine zweite UE veranschaulicht, wobei die zweite UE als ein Relaisknoten agiert;

7 ein schematisches Diagramm eines Mobilkommunikationssystems bereitstellt, bei welchem einer von mehreren Relaisknoten von einer UE zum Durchführen einer Kommunikation mit einer eNB auswählbar ist; und

8 einen Graphen bereitstellt, der ein Relais-Neuwahlverfahren gemäß einem Beispiel der vorliegenden Offenbarung veranschaulicht.

BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN

Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Technik detailliert unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Man beachte, dass in dieser Spezifikation und den beigefügten Zeichnungen strukturelle Elemente, die im Wesentlichen dieselbe Funktion und Struktur haben, mit denselben Bezugszeichen bezeichnet werden und eine wiederholte Erklärung dieser strukturellen Elemente weggelassen ist.

Gerät-zu-Gerät-Kommunikationen (englisch: Device-to-Device Communications)

1 stellt ein schematisches Diagramm eines herkömmlichen Mobiltelekommunikationssystems 100 bereit, wobei das System mobile Kommunikationsendgeräte 101, Infrastrukturausrüstung 102 und ein Kernnetzwerk 103 aufweist. Die Infrastrukturausrüstung (englisch: infrastructure equipment) kann zum Beispiel auch als eine Basisstation, ein Netzwerkelement, ein erweiterter Knoten B (englisch: enhanced Node B, eNodeB oder eNB) oder eine koordinierende Entität bezeichnet werden und sie stellt eine drahtlose Zugangsschnittstelle oder Drahtlos-Zugangsschnittstelle (englisch: wireless access interface) zu einem oder mehreren Endgeräten innerhalb eines Abdeckungsbereichs oder einer Zelle bereit. Das eine oder die mehreren mobilen Kommunikationsendgeräte können unter Verwendung der drahtlosen Zugangsschnittstelle Daten über die Übertragung und den Empfang von Signalen kommunizieren, die Daten repräsentieren. Die Netzwerkentität 102 ist kommunikativ mit den Kernnetzkomponenten verlinkt, wie beispielsweise einem bedienenden Gateway-Unterstützungsknoten (englisch: serving gateway support node) 103, einem Paketdaten-Gateway 103.1 und einem externen Netzwerk 103.2, welches mit einem oder mehreren anderen Kommunikationssystemen oder Netzen/Netzwerken verbunden sein kann, die eine ähnliche Struktur zu der haben, die aus den Kommunikationsendgeräten 101 und der Infrastrukturausrüstung 102 gebildet ist. Das Kernnetzwerk kann auch eine Funktionalität bereitstellen, die Authentifizierung, Mobilitätsmanagement, Abrechnung (englisch: charging) usw. einschließt für die Kommunikationsendgeräte, die von der Netzwerkentität bedient werden. Die mobilen Kommunikationsendgeräte der 1 können auch als Kommunikationsendgeräte, Nutzergerät (UE) (englisch: User Equipment), Endgeräte (englisch: terminal devices) usw. bezeichnet werden und sie sind für die Kommunikation mit einem oder mehreren anderen Kommunikationsendgeräten konfiguriert, die von demselben oder einem anderen Abdeckungsbereich über die Netzwerkentität bedient werden. Diese Kommunikationen können durch Übertragen und Empfangen von Signalen durchgeführt werden, die Daten darstellen, und unter Verwendung der drahtlosen Zugangsschnittstelle über die Zwei-Wege-Kommunikationslinks, die durch Linien 104 bis 109 dargestellt werden, wobei 104, 106 und 108 Abwärtsstrecken-(englisch: downlink)-Kommunikationen von der Netzwerkentität zu den Kommunikationsendgeräten darstellen und 105, 107 und 109 die Aufwärtsstrecken-(englisch: uplink)-Kommunikationen von den Kommunikationsendgeräten zu der Netzwerkentität darstellen. Das Kommunikationssystem 100 kann in Übereinstimmung mit irgendeinem bekannten Protokoll betrieben werden; zum Beispiel kann das System 100 bei manchen Beispielen in Übereinstimmung mit einem 3GPP Long Term Evolution(LTE)-Standard betrieben werden, wobei die Netzwerkentität und die Kommunikationsendgeräte gemeinsam auch als eNodeB bzw. UEs bezeichnet werden.

Eine kurze Beschreibung der LTE-Drahtlos-Zugangsschnittstelle wird in den folgenden Absätzen unter Bezugnahme auf die 2 und 3 erklärt, um die Erklärung der Ausführungsbeispiele der vorliegenden Technik zu unterstützen, die in den folgenden Absätzen bereitgestellt werden.

2 stellt ein vereinfachtes schematisches Diagramm der Struktur eines Downlinks einer drahtlosen Zugangsschnittstelle bereit, die von oder in Verbindung mit der eNodeB von 1 bereitgestellt werden kann, wenn das Kommunikationssystem in Übereinstimmung mit dem LTE-Standard betrieben wird. Bei LTE-Systemen basiert die drahtlose Zugangsschnittstelle des Downlinks von einer eNodeB an eine UE auf einer Orthogonalfrequenzmultiplex(OFDM, englisch: Orthogonal Frequency Division Multiplexing)-Zugangsfunkschnittstelle (englisch: access radio interface). Bei einer OFDM-Schnittstelle werden die Ressourcen der verfügbaren Bandbreite in der Frequenz in mehrere orthogonale Subträger unterteilt und Daten werden parallel auf mehreren orthogonalen Subträgern übertragen (englisch: orthogonal subcarriers), wobei die Bandbreiten zwischen 1,25 MHz und 20 MHz Bandbreite zum Beispiel in 128 bis 2048 orthogonale Subträger unterteilt werden können. Jede Subträger-Bandbreite kann jeden Wert annehmen, aber in LTE ist er auf 15 kHz fixiert. Wie in 2 gezeigt ist, werden die Ressourcen der drahtlosen Zugangsschnittstelle auch temporär in Rahmen (englisch: frames) unterteilt, wobei ein Rahmen 200 10 ms dauert und in zehn Subrahmen 201 unterteilt ist, jeder mit einer Dauer von 1 ms. Jeder Subrahmen wird aus 14 OFDM-Symbolen gebildet und ist in zwei Slots unterteilt, wobei jeder von diesen sechs oder sieben OFDM-Symbole umfasst, in Abhängigkeit davon, ob eine normales oder ein erweitertes zyklisches Präfix zwischen den OFDM-Symbolen für die Verringerung von Intersymbol-Interferenzen verwendet werden. Die Ressourcen innerhalb eines Slots können in Ressourcenblöcke 203 unterteilt werden, wobei jeder zwölf Subträger für die Dauer eines Slots umfasst, und die Ressourcenblöcke können weiter in Ressourcenelemente 204 unterteilt werden, die einen Subträger für ein OFDM-Symbol aufspannen, wobei jedes Rechteck 204 ein Ressourcenelement darstellt.

Bei der vereinfachten Struktur des Downlinks einer LTE-Drahtlos-Zugangsschnittstelle der 2 umfasst jeder Subrahmen 201 eine Steuerregion 205 für die Übertragung von Steuerdaten, eine Datenregion 206 für die Übertragung von Nutzerdaten, Referenzsignale 207 und Synchronisationssignale, welche in die Steuer- und Datenregionen in Übereinstimmung mit einem vorgegebenen Muster eingestreut sind. Die Steuerregion 204 kann eine Anzahl physikalischer Kanäle für die Übertragung von Steuerdaten enthalten, wie beispielsweise einen physikalischen Downlink-Steuer-Kanal (PDCCH, englisch: Physical Downlink Control Channel), einen physikalischen Steuer-Format-Indikator-Kanal (PCFICH, englisch: Physical Control Format Indicator Channel) und einen physikalischen HARQ-Indikator-Kanal (PHICH, englisch: Physical HARQ Indicator Channel). Die Datenregion kann eine Anzahl physikalischer Kanäle für die Übertragung von Daten enthalten, wie beispielsweise einen gemeinsam genutzten physikalischen Downlink-Kanal (PDSCH, englisch: Physical Downlink Shared Channel) und einen physikalischen Broadcast-Kanal (PBCH, englisch: Physical Broadcast Channels). Auch wenn diese physikalischen Kanäle einen weiten Funktionsbereich bei LTE-Systemen bereitstellen, sind bezüglich der Ressourcenzuweisung (englisch: ressource allocation) und der vorliegenden Offenbarung PDCCH und PDSCH am relevantesten. Weitere Informationen über die Struktur und die Funktionsweise der physikalischen Kanäle des LTE-Systems können in [2] gefunden werden.

Ressourcen innerhalb des PDSCH können durch eine eNodeB an Kommunikationsendgeräte (UEs) zugewiesen werden, die von der eNodeB bedient werden. Zum Beispiel kann eine Anzahl von Ressourcenblöcken des PDSCH einer UE zugewiesen werden, damit sie Daten empfangen kann, die sie vorher angefragt hat, oder Daten, die an sie von der eNodeB geschoben (englisch: pushed) werden, wie beispielsweise die Funk-Ressourcen-Steuer-(RRC, englisch: Radio Ressource Control)-Signalisierung. In 2 wurden der UE1 Ressourcen 208 der Datenregionen 206 zugewiesen, der UE2 Ressourcen 209 und der UE Ressourcen 210. UEs in einem LTE-System können nur ein Bruchteil der verfügbaren Ressourcen des PDSCH zugewiesen werden und daher ist es notwendig, dass die UEs über den Ort ihrer zugewiesenen Ressourcen innerhalb des PDSCH informiert werden, sodass nur relevante Daten innerhalb des PDSCH detektiert und geschätzt werden. Um die UEs über den Ort ihrer zugewiesenen Kommunikationsressourcen zu informieren, wird Ressourcen-Steuerinformation, welche die Downlink-Ressourcen-Zuweisungen spezifizieren, über den PDCCH in einer Form transportiert, die Downlink-Steuerinformation (DCI, englisch: Downlink Control Information) genannt wird, wobei Ressourcenzuweisungen für einen PDSCH in einer vorhergehenden PDCCH-Instanz in demselben Subrahmen (englisch: subframe) kommuniziert werden. Während einer Ressourcen-Zuweisungs-Prozedur überwachen die UEs folglich den PDCCH für die DCI, die an sie adressiert ist, und sobald eine DCI detektiert wird, empfangen sie die DCI und detektieren und schätzen die Daten aus dem relevanten Teil des PDSCH.

3 stellt ein vereinfachtes schematisches Diagramm der Struktur eines Uplinks einer LTE-Drahtlos-Zugangsschnittstelle bereit, die durch oder in Verbindung mit einer eNodeB von 1 bereitgestellt wird. In LTE-Netzwerken basiert die Uplink-Drahtlos-Zugangsschnittstelle auf einer einzelnen Trägerfrequenz-Multiplex-FDM(SC-FDM, englisch: Single Carrier Frequency Division Multiplexing)-Schnittstelle und Downlink- und Uplink-Drahtlos-Zugangsschnittstellen können durch Frequenz-Duplex (FDD, englisch: Frequency Division Duplexing) oder Zeit-Duplex (TDD, englisch: Time Division Duplexing) bereitgestellt werden, wobei bei TDD-Implementierungen Subrahmen zwischen Uplink- und Downlink-Subrahmen in Übereinstimmung mit vordefinierten Mustern schalten. Allerdings wird unabhängig von der Form des verwendeten Duplex eine gemeinsame Uplink-Rahmenstruktur verwendet. Die vereinfachte Struktur von 3 veranschaulicht einen solchen Uplink-Rahmen bei einer FDD-Implementierung. Ein Rahmen 300 ist in zehn Subrahmen 301 mit einer Dauer von 1 ms unterteilt, wobei jeder Subrahmen 301 zwei Slots 302 mit einer Dauer von 0,5 ms umfasst. Jeder Slot wird dann aus sieben OFDM-Symbolen 303 gebildet, wobei ein zyklisches Präfix 304 zwischen jedem Symbol auf eine Art und Weise eingefügt ist, die äquivalent zu den Downlink-Subrahmen ist. In 3 wird ein normales zyklisches Präfix verwendet und daher gibt es sieben OFDM-Symbole innerhalb eines Subrahmens; allerdings wird, wenn ein erweitertes zyklisches Präfix verwendet wird, jeder Slot nur sechs OFDM-Symbole enthalten. Die Ressourcen der Uplink-Subrahmen werden auf eine ähnliche Art und Weise wie bei den Downlink-Subrahmen auch in Ressourcenblöcke und Ressourcenelemente unterteilt.

Jeder Uplink-Subrahmen kann mehrere unterschiedliche Kanäle aufweisen, zum Beispiel einen gemeinsam genutzten physikalischen Uplink-Kanal (PUSCH, englisch: Physical Uplink Shared Channel) 305, einen physikalischen Uplink-Steuerkanal (PUCCH, englisch: Physcial Uplink Control Channel) 306 und einen physikalischen wahlfreien (Direkt-)Zugriffskanal (PRACH, englisch: Physical Random Access Channel). Der physikalische Uplink-Steuerkanal (PUCCH) kann Steuerinformation, wie beispielsweise ACK/NACK, an die eNodeB für Downlink-Übertragungen tragen, Scheduling-Anfrage-Indikatoren (SRI, englisch: Scheduling Request Indicators) für UEs, die möchten, dass Uplink-Ressourcen für sie geplant (englisch: scheduled) werden und zum Beispiel Feedback von Downlink-Kanal-Statusinformationen (CSI, englisch: Channel State Information). Der PUSCH kann UE-Uplink-Daten oder einige Uplink-Steuerdaten tragen. Ressourcen des PUSCH werden über den PDCCH genehmigt (englisch: granted), wobei eine solche Genehmigung (englisch: grant) typischerweise ausgelöst wird, indem dem Netz die Datenmenge kommuniziert wird, die in einem Puffer an der UE bereit dafür ist, übertragen zu werden. Der PRACH kann in irgendeiner der Ressourcen eines Uplink-Rahmens in Übereinstimmung mit einem der mehreren PRACH-Muster geplant (gescheduled) werden, das an die UE in einer Downlink-Signalisierung signalisiert werden kann, wie beispielsweise Systeminformationsblöcke. Genauso wie physikalische Uplink-Kanäle können Uplink-Subrahmen auch Referenzsignale aufweisen. Beispielswiese können Demodulations-Referenzsignale (DMRS, englisch: Demodulation Reference Signals) 307 und Peil-Referenzsignale (SRS, englisch: Sounding Reference Signals) 308 in einem Uplink-Subrahmen vorhanden sein, wo die DMRS das vierte Symbol eines Slots besetzen, in welchem der PUSCH übertragen wird, und sie werden für die Decodierung der PUCCH- und PUSCH-Daten verwendet und wo die SRS für die Uplink-Kanalschätzung an der eNodeB verwendet werden. Weitere Informationen über die Struktur und die Funktionsweise der physikalischen Kanäle des LTE-Systems können in [1] gefunden werden.

Auf analoge Art und Weise wie zu den Ressourcen des PDSCH müssen Ressourcen des PUSCH geplant oder durch die bedienende eNodeB genehmigt werden und folglich müssen, wenn Daten durch eine UE übertragen werden sollen, Ressourcen des PUSCH der UE durch die eNodeB genehmigt werden. Bei einer UE wird die PUSCH-Ressourcen-Zuweisung durch die Übertragung einer Scheduling-Anfrage oder eines Puffer-Statusreports an ihre bedienende eNodeB erreicht. Die Scheduling-Anfrage kann gestellt werden, wenn es eine ungenügende Uplink-Ressource für die UE zum Senden eines Puffer-Statusreports gibt, über die Übertragung von Uplink-Steuerinformation (UCI, englisch: Uplink Control Information) auf dem PUCCH, wenn es keine existierende PUSCH-Zuweisung für die UE gibt, oder durch direkte Übertragung auf den PUSCH, wenn es eine existierende PUSCH-Zuweisung für die UE gibt. In Reaktion auf eine Scheduling-Anfrage ist die eNodeB eingerichtet, einen Teil der PUSCH-Ressource der anfragenden UE zuzuweisen, die für die Übertragung eines Puffer-Statusreports ausreicht, und informiert dann die UE über die Puffer-Statusreport-Ressourcen-Zuweisung über eine DCI in dem PDCCH. Sobald oder wenn die UE eine PUSCH-Ressource hat, die geeignet ist, einen Puffer-Statusreport zu senden, wird der Puffer-Statusreport an die eNodeB gesendet und gibt der eNodeB Informationen, die die Datenmenge in einem Uplink-Puffer oder Puffern an der UE betrifft. Nach Empfang des Puffer-Statusreports kann die eNodeB einen Teil der PUSCH-Ressourcen der sendenden UE zuweisen, um einige ihrer gepufferten Uplink-Daten zu übertragen, und informiert dann die UE über die Ressourcen-Zuweisung über eine DCI in dem PDCCH. Zum Beispiel, angenommen eine UE hat eine Verbindung mit der eNodeB, wird die UE zuerst eine PUSCH-Ressourcenanfrage in dem PUCCH in der Form einer UCI übertragen. Die UE wird dann den PDCCH für eine geeigneten DCI überwachen, die Details der PUSCH-Ressourcen-Zuweisung extrahieren und Uplink-Daten in den zugewiesenen Ressourcen übertragen, die zuerst einen Puffer-Statusreport umfassen und/oder später einen Teil der gepufferten Daten umfassen.

Obwohl sie ähnlich in ihrer Struktur zu Downlink-Subrahmen sind, haben Uplink-Subrahmen eine unterschiedliche Steuerstruktur zu Downlink-Subrahmen, insbesondere sind die oberen 309 und unteren 310 Subträger/Frequenzen/Ressourcenblöcke eines Uplink-Subrahmens für die Steuersignalisierung anstelle der Anfangssymbole (englisch: initial symbols) eines Downlink-Subrahmens reserviert. Darüber hinaus kann, obwohl die Ressourcen-Zuweisungsprozedur für den Downlink und den Uplink relativ ähnlich zueinander sind, die tatsächliche Struktur der Ressourcen, die zugewiesen werden kann, aufgrund unterschiedlicher Charakteristika der OFDM- und SC-FDM-Schnittstellen variieren, die in dem Downlink bzw. Uplink verwendet werden. Beim OFDM ist jeder Subträger individuell moduliert und daher ist es nicht nötig, dass Frequenz/Subträger-Zuweisung angrenzend sind, allerdings sind beim SC-FDM-Subträger Modulation in Kombination und daher sind, wenn eine effiziente Verwendung der verfügbaren Ressourcen zusammenhängend gemacht werden soll, Frequenzzuweisungen für jede UE bevorzugt.

Als ein Ergebnis der oben beschriebenen drahtlosen Schnittstellenstruktur und -betrieb können eine oder mehrere UEs Daten aneinander über eine koordinierende eNodeB kommunizieren, wodurch sie folglich ein herkömmliches zelluläres Telekommunikationssystem bilden. Obwohl zellulare Kommunikationssysteme, wie solche, die auf den früher veröffentlichten LTE-Standards basieren, kommerziell erfolgreich waren, sind eine Anzahl von Nachteilen mit solchen zentralisierten Systemen verknüpft. Wenn zum Beispiel zwei UEs in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander miteinander kommunizieren möchten, werden Uplink- und Downlink-Ressourcen benötigt, die ausreichend sind, um die Daten zu übermitteln. Konsequenterweise werden zwei Teile der Systemressourcen verwendet, um einen einzigen Teil von Daten zu übermitteln. Ein zweiter Nachteil ist, dass eine eNodeB benötigt wird, wenn UEs, selbst wenn sie nahe zueinander sind, miteinander kommunizieren möchten. Diese Beschränkungen können problematisch sein, wenn das System eine hohe Last erfährt oder die eNodeB-Abdeckung nicht verfügbar ist, zum Beispiel bei entfernten Bereichen oder wenn eNodeBs nicht korrekt funktionieren. Das Überwinden dieser Beschränkungen kann sowohl die Kapazität als auch die Effizienz von LTE-Netzen vergrößern, aber das führt auch zur Erzeugung von neuen Einkommensmöglichkeiten für LTE-Netzbetreiber.

D2D-Kommunikationen bieten die Möglichkeit, die vorgenannten Probleme der Netzkapazität und die Anforderung der Netzabdeckung für die Kommunikationen zwischen LTE-Geräten zu adressieren. Zum Beispiel wird, wenn Nutzerdaten direkt zwischen UEs kommuniziert werden können, nur ein Set von Ressourcen für die Kommunikation der Daten benötigt, anstatt sowohl einer Uplink- als auch einer Downlink-Ressource. Darüber hinaus können, wenn UEs in der Lage sind, direkt miteinander zu kommunizieren, UEs innerhalb eines gemeinsamen Bereichs kommunizieren, selbst wenn sie außerhalb eines Abdeckungsbereichs sind, der von einer eNodeB bereitgestellt wird. Als ein Ergebnis dieser potenziellen Vorzüge wurde die Einführung von D2D-Fähigkeiten in LTE-Systeme vorgeschlagen.

Wie vorher diskutiert wurde, können es D2D-Kommunikationen einer ersten UE auch ermöglichen, mit einer eNB über eine zweite UE zu kommunizieren (sodass die zweite UE als ein Relaisknoten agiert). Dies ermöglicht eine Abdeckungserweiterung, wenn die erste UE zum Beispiel außerhalb der Abdeckung der Basisstation ist. Ein solches Szenario ist schematisch in 4 veranschaulicht, in welcher eine erste UE 112, die außerhalb der Abdeckung der eNB 102 ist, in der Lage ist, Signalisierung mit der eNB 102 über eine zweite UE 114 auszutauschen, welche innerhalb der Abdeckung ders eNB 102 ist. Hier agiert die zweite UE 114 als ein Relaisknoten. Alternativ kann die erste UE innerhalb der Abdeckung der eNB sein, kann aber trotzdem mit der eNB über die zweite UE kommunizieren. Ein solches Szenario ist schematisch in 5 veranschaulicht, bei welchem die erste UE 112, die innerhalb der Abdeckung der eNB 102 ist, trotzdem Signalisierungen mit der eNB 102 über die zweite UE 114 austauscht. Hier agiert die zweite UE 114 wieder als ein Relaisknoten und bildet eine virtuelle Zelle 113. Eine derartige Technik erlaubt eine Netzwerkkapazitätsvergrößerung für UEs in der Abdeckung der eNB 102. Bei einem Beispiel hält die UE virtuelle Zelle 113 eine einzelne Steuerebenenverbindung (englisch: control plane connection) zu der eNB 102 aufrecht und ihr wird das Recht genehmigt, die UEs zu managen, die mit ihr verbunden sind (einschließlich UE 102), wie es eine eNB würde (zum Beispiel Steuern der Mobilität, Ressourcen-Zuweisung usw.). Mit anderen Worten wird die Steuerebene (englisch: control plane) von den UEs, die auf der virtuellen Zelle 113 campen (englisch: camp) (d.h. die UEs, die mit der virtuellen Zelle 113 verbunden sind), an der virtuellen Zelle beendet, während die virtuelle Zelle eine separate Steuerebene mit der eNB 102 hat. Die Benutzerebene (englisch: user-plane) wird an die eNB 102 weitergeleitet (englisch: relayed).

6 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines Kommunikationspfads zwischen der ersten UE 112 und der Basisstation 102 über die zweite UE 114, die als ein Relaisknoten agiert (wie es beispielsweise in den Anordnungen, die in 5 und 6 gezeigt sind, auftreten kann). Wie in 6 gezeigt ist, weist die erste UE einen Transmitter 401, einen Empfänger 402 und eine Steuerung 404 auf, um die Übertragung und den Empfang von Signalen an die zweite UE 114 zu steuern, die als ein Relaisknoten agiert. Die Uplink-Signale sind durch einen Pfeil 120 repräsentiert und die Downlink-Signale sind durch einen Pfeil 122 gezeigt. Die zweite UE 114 kann eine herkömmliche UE sein und dementsprechend weist sie auch einen Transmitter 401, einen Empfänger 402 und eine Steuerung 404 auf. Die zweite UE 114 wird in Übereinstimmung mit einer herkömmlichen Anordnung betrieben, aber sie überträgt Signale auf dem Uplink, wie durch einen Pfeil 124 gezeigt ist, und empfängt Signale auf dem Downlink, wie durch einen Pfeil 126 repräsentiert ist, um Signale zu und Signale von der Basisstation 102 zu senden bzw. zu empfangen. Die Basisstation 102 weist einen Transmitter 404, einen Empfänger 408 und eine Steuerung 410 auf, die einen Scheduler zum Schedulen (Planen) der Übertragung und des Empfangs der Signale auf dem Downlink und dem Uplink in Übereinstimmung mit der Drahtlos-Zugangsschnittelle, die verwendet wird, aufweisen kann.

Es wird angemerkt, dass bei Beispielen der vorliegenden Offenbarung jede UE einen Transmitter, einen Empfänger und eine Steuerung aufweist (wie für die UEs 112 und 114 in 6 gezeigt ist), und jede Basisstation einen Transmitter, einen Empfänger und eine Steuerung aufweist (wie für Basisstation 102 in 6 gezeigt ist), um eine Kommunikation und eine Signalisierung (einschließlich Beacon-Signalisierung) zwischen den UEs und/oder den Basisstationen zu ermöglichen. Insbesondere umfasst jede UE einen Transmitter 401 zur Übertragung von drahtlosen Signalen, einen Empfänger 402 für den Empfang von drahtlosen Signalen und eine Steuerung 404, die eingerichtet ist, den Betrieb der UE in Übereinstimmung mit Beispielen der Offenbarung zu steuern. Die Steuerung kann eine Prozessoreinheit umfassen, die entsprechend geeignet eingerichtet/programmiert ist, um die gewünschte Funktionalität, die hierin beschrieben ist, unter Verwendung einer herkömmlichen Programmierung/Konfigurationstechniken für die Ausrüstung in drahtlosen Telekommunikationssystemen bereitzustellen. Für jede UE sind der Transmitter 401, der Receiver 402 und die Steuerung 404 schematisch in 6 als separate Elemente für eine vereinfachte Repräsentation gezeigt. Es wird allerdings begrüßt werden, dass für jede UE die Funktionalität dieser Einheiten in verschiedenen, unterschiedlichen Arten bereitgestellt werden kann, zum Beispiel durch Verwenden eines einzelnen, geeignet programmierten Allzweckcomputers oder geeignetes Konfigurieren anwendungsspezifischer integrierter Schaltungen/Schaltung oder unter Verwendung von mehreren diskreten Schaltkreisen/Verarbeitungselementen zum Bereitstellen unterschiedlicher Elemente der gewünschten Funktionalität. Es wird begrüßt werden, dass die UEs 112, 114 im Allgemeinen verschiedene andere Elemente umfassen, deren Betriebsfunktionalität gemäß etablierter drahtloser Telekommunikationstechniken zugeordnet ist (zum Beispiel eine Stromquelle, möglicherweise eine Nutzerschnittstelle usw.).

Wenn sie mit dem Szenario von sowohl 4 als auch 5 dargestellt ist, zielt die vorliegende Offenbarung darauf ab, dabei zu helfen, die Mobilität der UE 112 zu managen. Insbesondere zielt die vorliegende Offenbarung darauf ab, das Wählen und/oder Neuwählen (englisch: reselection) eines geeigneten Relaisknotens 114 zu managen, wenn es mehrere potenzielle Relaisknoten gibt, die von der ersten UE 112 verwendet werden können, um eine Kommunikation mit einer Basisstation durchzuführen. Ein solches Szenario ist schematisch in 7 veranschaulicht. Hier gibt es drei UEs 114A, 114B und 114C, wobei jede von diesen potenziell in der Lage ist, als ein Relaisknoten zu agieren, um eine Signalisierung zwischen der Basisstation 102 und der ersten UE 112 weiterzuleiten (englisch: relay). Es ist oftmals der Fall, dass die UE 112 initial eine erste der UEs 114A–C wählen wird, um als ein Relaisknoten zu agieren, aber sie wird dann, zu einem späteren Zeitpunkt, das Bedürfnis haben, eine andere der UEs 114A–C zu wählen, um als ein Relaisknoten zu agieren, und folglich das Bedürfnis, eine Neuwahl-(englisch: reselection)-Operation durchzuführen. Solche Neuwahl-Operationen müssen allgemein berücksichtigt werden, zum Beispiel die Mobilität der UE 112 und/oder einer oder mehrerer der UEs 114A–C.

Es wurde vorgeschlagen, dass, um eine solche Neuwahl-Operation durchzuführen, die UE 112 periodisch eine Messung einer Signalcharakteristik eines Signals durchführt, das von jeder der UEs 114A–C übertragen wird, und zu irgendeinem Zeitpunkt eine der UEs 114A–C mit der besten gemessenen Signalcharakteristik wählt. Die gemessene Signalcharakteristik kann beispielsweise Signalqualität oder Signalstärke sein und folglich kann die UE 112 zu einem Zeitpunkt die eine der UEs 114A–C mit der höchsten gemessenen Signalqualität oder Signalstärke wählen (d.h. die UE 114A–C mit dem höchsten Rang). Bei einem spezielleren Beispiel kann die gemessene Signalcharakteristik die ProSe Communication 5 (PC5) Device-to-Device (D2D) Reference Signal Received Power (RSRP) der Messung der Signale von unterschiedlichen Quellen sein (eine deutsche Übersetzung dafür: ProSE Kommunikation 5 (PC5) Gerät-zu-Gerät(D2D)-Leistung des empfangenen Referenzsignals) von jeder der UEs 114A–C. Dies kann auch als die PC5-Link-Qualität bezeichnet werden. Eine solche periodische Messung von Signalen von unterschiedlichen Quellen benötigt allerdings eine relativ hohe Komplexität der UE 112 und resultiert in einem hohen Stromverbrauch. Dies ist nicht wünschenswert, insbesondere für eine UE 112, für die beabsichtigt ist, dass sie ein kostengünstiges, einfaches Gerät ist (wie beispielsweise ein LC-MTC-Gerät).

Beispiele der vorliegenden Offenbarung stellen folglich eine alternative Lösung bereit, bei der eine Schwelle (auch als eine Neuwahl-Schwelle (englisch: reselection threshold) für eine gemessene Signalcharakteristik eines Signals definiert wird, das von der aktuell gewählten Relais-UE 114A–C übertragen wird. Erst wenn die gemessene Signalcharakteristik unter diese Schwelle für die aktuell gewählte Relais-UE geht, führt dann die entfernte UE 112 eine Messung der Signalcharakteristik von Signalen durch, die von den anderen Relais übertragen wird, und führt einen Relais-Wahl/Neuwahl-Vorgang durch.

Die Signalcharakteristik des/der Relais-UE(s), welche gemessen wird (einschließlich der Signalcharakteristik der Signale, die von einer aktuell gewählten Relais-UE übertragen werden, und die Signalcharakteristik von Entdeckungssignalen (englisch: discovery signals), die von (einer) potenziellen Relais-UE(s) übertragen wird – siehe unten) kann die PC5-Link-Qualität (wie oben definiert) sein. Allerdings wird begrüßt werden, dass irgendeine geeignete Signalcharakteristik (die zum Beispiel indikativ für Signalstärke oder Signalqualität ist) auch verwendet werden kann. Die folgenden Beispiele beziehen sich auf die PC5-Link-Qualität als die gemessene Signalcharakteristik. Allerdings wird begrüßt werden, dass das allgemeine Prinzip der Beispiele mit jeder gemessenen Signalcharakteristik verwendet werden kann und dass in solch einem Fall die Messung der PC5-Link-Qualität stattdessen eine Messung der gewählten Signalcharakteristik sein wird. Mit den Beispielen der vorliegenden Offenbarung, nach dem die entfernte UE 112 wählt/sich verbindet mit einer der Relais-UEs 114A–C, wählt die UE 112 nicht eine andere Relais-UE und wählt auch nicht eine andere Relais-UE neu, bis die gemessene PC5-Link-Qualität der aktuellen Relais-UE unter die Schwelle geht, selbst wenn es ein anderes Relais gibt, welches besser gerankt ist/einen besseren Rang hat.

Bei einem Beispiel ist die Schwelle höher als das „Geeignet“-Kriterium für die Wahl, wobei dieses Geeignet-Kriterium (auch bezeichnet als geeignete Schwelle oder Geeignetheitsschwelle) der Wert der PC5-Link-Qualität ist, bei welcher die Steuerung 404 der UE 112 bestimmt, dass zumindest der Transmitter 401 oder der Receiver 402 der UE 112 keine Signalisierung mit der aktuell gewählten Relais-UE austauschen kann (oder wenigstens keine Signalisierung zufriedenstellend mit der aktuell gewählten Relais-UE austauschen kann). Dies ermöglicht der UE 112 Messungen freizugeben und eine Neuwahl/Wahl durchzuführen, bevor die ursprüngliche Relais-UE vollständig verloren geht (was auftritt, wenn die PC5-Link-Qualität unter die geeignete Schwelle geht und die UE 112 die Verbindung von der ursprünglichen Relais-UE löst). Bei einem alternativen Beispiel kann allerdings die Schwelle für das Initiieren der Neuwahl dieselbe sein, wie die geeignete Schwelle. Bei beiden Beispielen wird allerdings angemerkt, dass die UE 112 an der aktuellen Relais-UE so lange wie möglich „klebt“ (in Abhängigkeit von der Neuwahl-Schwelle). Dies verringert, wie oft eine Neuwahl der Relais-UEs auftritt, was die potenzielle Dienstunterbrechung reduziert, die während der Relais-Neuwahl auftreten kann. Dies hat eine besondere Anwendung auf das Szenario von 5 (bei welcher die Relais-UE 114 die Kontrolle über die Ressourcen hat, die der UE 112 zugewiesen sind), da die Ressourcen, die von den Relais-UEs in derselben Zelle verwendet werden, koordiniert sind und nicht miteinander interferieren. Dieser Mangeln an Interferenz bedeutet, dass häufige Neuwahl zur am höchsten gerankten Relais-UE 114 (zum Beispiel) und folglich dass Neuwahl nur benötigt wird, wenn eine Relais UE ungeeignet wird oder es danach aussieht, dass sie in Kürze nicht länger geeignet sein wird.

Da auf den anderen Relais-UEs Messungen nur initiiert werden, sobald die PC5-Link-Qualität der aktuell gewählten Relais-UE 114 unter die Neuwahl-Schwelle geht, ist der Stromverbrauch der Relais-UE 112 verringert. Dem ist so, da die entfernte UE 112 derartige Messungen nicht durchführen muss, während bei der aktuellen Relais-UE gemessen wird, dass sie oberhalb der Neuwahl-Schwelle ist. Zusätzlich werden, wenn die Neuwahl-Schwelle größer als die geeignete Schwelle ist, Messungen zeitnah initiiert, um die UE 112 in die Lage zu versetzen, eine neue Relais-UE zu detektieren und zu wählen, bevor die aktuelle Relais-UE unbrauchbar wird.

Um klar zu sein, mit der vorliegenden Technik, wenn die gemessene Signalcharakteristik von einem ersten, aktuellen Relaisknoten weniger wird als die Neuwahl-Schwelle, führt dann die Steuerung 404 der UE 112 eine Prozedur zum Erlauben einer Wahl eines zweiten, neuen Relaisknotens aus. Bei einem Beispiel umfasst die Prozedur zum Erlauben der Wahl des zweiten Relaisknotens das Durchführen von Messungen einer Signalcharakteristik eines Entdeckungssignals (englisch: discovery signal), das von jedem Relaisknoten 114A–C der mehreren Relaisknoten übertragen wird und an dem Empfänger 402 der UE 112 empfangen wird. Auf der Basis der durchgeführten Messungen wählt dann die Steuerung einen zweiten Relaisknoten und steuert den Transmitter 401 und den Empfänger 402 der Relais-UE 112, um Signale mit der Basisstation 102 über den gewählten zweiten Relaisknoten auszutauschen. Die Charakteristik jedes Entdeckungssignals, das von der UE 112 gemessen wurde, kann zum Beispiel die PC5-Link-Qualität jedes Entdeckungssignals sein und die UE 112 kann den Relaisknoten mit der höchsten PC5-Link-Qualität als den zweiten Relaisknoten wählen. Das Entdeckungssignal, das von jedem Relaisknoten 114A–C übertragen wird, kann periodisch übertragen werden. Alternativ kann, wenn detektiert wird, dass die gemessene Signalcharakteristik des ersten Relaisknotens kleiner als die Neuwahl-Schwelle geworden ist, die Steuerung 401 der UE 112 den Transmitter 401 steuern, um eine Entdeckungssignal-Initiierungsnachricht an jeden der Relaisknoten 114A–C zu übertragen, wobei die Entdeckungssignal-Initiierungsnachricht jeden Relaisknoten instruiert, die Entdeckungssignalisierung zu übertragen.

Es wird angemerkt, dass durch Verwenden einer herkömmlichen Neuwahl zwischen Zellen auf derselben Frequenz die UE 112 Messungen durchführt und jede Zeile in der Reihenfolge einer gemessenen Signalcharakteristik rankt (wie beispielsweise Qualität). Wenn eine Zelle höher gerankt wird als die aktuelle Zelle und solange die höher gerankte Zelle geeignet ist (unter Verwendung ähnlicher Kriterien wie oben), führt die UE 112 eine Neuwahl durch. Dies ist allgemein im Kontext der Neuwahl zwischen LTE-Zellen auf derselben Frequenz notwendig. Dem ist so, da die Zellen miteinander interferieren und folglich die UE immer die Zelle mit der besten Qualität wählen sollte (mit einer Einstellung für Uplink/Downlink-Unausgeglichenheit unter Verwendung von Offset).

Allerdings werden im Kontext von Relais-UEs in LTE-Release 13 die Ressourcen immer durch eine eNB gesteuert (in den meisten Fällen dieselbe eNB, aber selbst in dem Fall, dass das Relais von einer benachbarten eNB gesteuert wird, ist es wahrscheinlich, dass es eine gewisse Koordinierung von Ressourcenverwendung gibt). Mit dieser Koordinierung wird die Möglichkeit von Interferenz ein geringeres Problem, da zu jedem Zeitpunkt unterschiedliche Ressourcen verwendet werden und es daher weniger kritisch wird, immer das Relais mit der besten Qualität so schnell wie möglich zu wählen. Beispiele der vorliegenden Offenbarung verwenden folglich diese Beobachtungen, um eine Relais-UE-Neuwahltechnik bereitzustellen, wie sie beschrieben wurde. Insbesondere hilft die Relais-Neuwahl-Technik der vorliegenden Offenbarung, den Stromverbrauch der UE 112 zu reduzieren und das Risiko einer Dienstunterbrechung zu reduzieren (da im Allgemeinen eine Relais-Neuwahl wahrscheinlich weniger oft auftritt). Es wird angemerkt, dass es, solange es keinen nahtlosen Wechsel eines Relais gibt, eine potenzielle Dienstunterbrechung gibt, die mit dem Schalten von Relais verbunden ist. Dieser nahtlose Wechsel ist derzeit aufgrund der aktuellen Übereinkünfte in LTE RAN2, betreffend wie die UE wählt und sich mit einem Relais verknüpft, nicht möglich. Die vorliegende Offenbarung stellt folglich eine alternative Lösung bereit, um das Risiko einer Dienstunterbrechung zu reduzieren.

Die Neuwahl-Schwelle kann relativ zu der Geeignetheits-Schwelle definiert werden (entweder durch eine feste Zahl von dB über der geeigneten Schwelle – zum Beispiel 3 dB – oder durch eine von dem Netzwerk signalisierten relativen Schwelle) oder als eine absolute Schwelle, die von dem Netzwerk spezifiziert wird. Diese würde von der eNB 102 entweder in der Broadcast-Signalisierung oder in einer zugeordneten Signalisierung (englisch: dedicated signaling) gesetzt oder, falls die entfernte UE 112 außerhalb der Abdeckung ist, müsste die Neuwahl-Schwelle entweder vorkonfiguriert in der UE 112 sein oder durch die Relais-UE 114A–C selbst über die PC5-Schnittstelle gesendet werden (zum Beispiel gebroadcastet in dem „Master Information Block-sl“ auf dem SL-BCH-Kanal).

Wie vorangehend erwähnt, kann die entfernte UE 112 auch wählen, Strom zu sparen, indem Messungen anderer Relaissignale nicht durchgeführt werden, während die aktuelle Relais-PC5-Link-Qualität oberhalb der Neuwahl-Schwelle ist. Sobald die PC5-Link-Qualität unter die Neuwahl-Schwelle geht, werden Messungen der anderen Relais-Signale initiiert.

Sobald die aktuelle Relais-Link-Qualität unterhalb die Schwelle geht, gibt es verschiedene Optionen, wie die Neuwahl durchgeführt wird. Zum Beispiel:

  • 1. Die Neuwahl kann vollständig in der Hand der UE-Implementierung der UE 112 sein, solange die neu gewählte Relais-UE 114A–C geeignet ist;
  • 2. die UE 112 kann die am höchsten gerankte Relais-UE 114A–C wählen; oder
  • 3. die UE 112 kann vorbestimmte Neuwahl-Evaluierungs-Kriterien verwenden, einschließlich Konditionen für das aktuelle und das Ziel-Relais (zum Beispiel mit Offset, Hysterese, Schwelle und Treselection ähnlich zu den Kriterien der heutigen Zell-Neuwahl (englisch: cell reselection)).

Unabhängig davon, wie das Ranking und die Neuwahl-Evaluierung durchgeführt werden, soll dies nicht durchgeführt werden, bis die aktuelle Relais-Link-Qualität unterhalb der vorbestimmten Neuwahl-Schwelle ist.

Zusätzlich zu den Neuwahl-Schwellen und dem Ranking ist es möglich, dass unterschiedliche Relais mit einer Neuwahl-Priorität verknüpft werden (zum Beispiel, wie es in der europäischen Patentanmeldung EP 15167882.8 des Anmelders dargelegt ist). Die beschriebene Technik der vorliegenden Offenbarung kann solange angewendet werden, solange dem bedienenden Relais immer die höchste Priorität zugeordnet ist (d.h. unabhängig von der Relais-Wahl oder der Neuwahl-Priorität). Mit anderen Worten, sobald die entfernte UE 112 wählt und sich mit einer Relais-UE 114A–C verknüpft, bekommt diese gewählte Relais-UE die höchste Priorität. Die gewählte Relais-UE wird dann die höchste Priorität beibehalten, bis die Link-Qualität unter die Neuwahl-Schwelle geht.

8 ist ein Graph, der eine Beispielimplementierung der vorliegenden Offenbarung zeigt. Der Graph zeigt die Höhe (Level) der Neuwahl-Schwelle 800 und die Höhe der geeigneten Schwelle 802. Der Graph zeigt auch, wie die PC5 RSRP der aktuellen, bedienenden Relais-UE (angegeben durch die Linie 804) und die PC5 RSPR einer anderen, nicht bedienenden Relais-UE (angegeben durch die Linie 806) über die Zeit variieren. Es kann gesehen werden, dass selbst wenn der RSRP der aktuellen bedienenden Relais-UE unter die der anderen, nicht bedienenden Relais-UE geht, eine Relais-Neuwahl nicht durchgeführt wird. Stattdessen wird die Relais-Neuwahl nur initiiert, wenn die RSRP der aktuellen, bedienenden Relais-UE unter die Neuwahl-Schwelle fällt, wie es oben beschrieben wurde.

Verschiedene Merkmale der vorliegenden Technik sind durch die folgenden, nummerierten Klauseln definiert:

  • 1. Endgerät zur Verwendung mit einem drahtlosen Telekommunikationssystem, das eine Basisstation und mehrere Relaisknoten umfasst, wobei das Endgerät umfasst:
    einen Transmitter;
    einen Empfänger; und
    eine Steuerung, betreibbar zum:
    Wählen eines ersten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten und Steuern des Transmitters und Empfängers, um Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten auszutauschen;
    Messen einer Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, und Vergleichen der gemessenen Signalcharakteristik mit einem vorgegebenen Schwellwert;
    wenn die gemessene Signalcharakteristik größer als der vorgegebenen Schwellwert ist, Steuern des Transmitters und des Empfängers, um das Austauschen der Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten weiterzuführen; und
    wenn die gemessene Signalcharakteristik kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, Durchführen einer Prozedur, um das Wählen eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten zu erlauben, über welchen der Transmitter und der Empfänger Signale mit der Basisstation austauschen können.
  • 2. Endgeräte nach Klausel 1, wobei die Prozedur zum Erlauben der Wahl eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten das Durchführen von Messungen einer Charakteristik eines Entdeckungssignals umfasst, das durch jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten übertragen wird und an dem Empfänger empfangen wird.
  • 3. Endgerät nach Klausel 2, wobei das Entdeckungssignal periodisch durch jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten übertragen wird.
  • 4. Endgerät nach Klausel 2, wobei, wenn für die gemessene Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, bestimmt wird, dass sie kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, die Steuerung betreibbar ist, zum Steuern des Transmitters, um eine Entdeckungssignal-Initiierungsnachricht an jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten zu übertragen, wobei die Entdeckungssignal-Initiierungsnachricht jeden Relaisknoten der mehreren Relaisknoten instruiert, das Entdeckungssignal zu übertragen.
  • 5. Endgerät nach einer der Klauseln 2 bis 4, wobei, auf Basis der durchgeführten Messungen, die Steuerung betreibbar ist, einen zweiten Relaisknoten zu wählen und den Transmitter und den Empfänger zu steuern, um Signale mit der Basisstation über den gewählten zweiten Relaisknoten auszutauschen.
  • 6. Endgerät nach irgendeiner der vorangehenden Klauseln, wobei der vorgegebene Schwellwert größer als ein geeigneter Schwellwert ist, wobei der geeignete Schwellwert ein Wert der Signalcharakteristik ist, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist und unterhalb dessen die Steuerung bestimmt, dass wenigstens der Transmitter oder der Empfänger keine Signale mit dem ersten Relaisknoten austauschen kann.
  • 7. Endgerät nach Klausel 6, wobei der vorgegebene Schwellwert um eine vorgegebene Größe größer als der geeignete Schwellwert ist.
  • 8. Endgerät nach Klausel 7, wobei der Empfänger betreibbar ist, die vorgegebene Größe, um welche der vorgegebene Schwellwert größer ist als der geeignete Schwellwert, entweder von der Basisstation oder dem ersten Relaisknoten zu empfangen.
  • 9. Endgerät nach irgendeiner der Klauseln 1 bis 6, wobei der Empfänger betreibbar ist, den vorgegebenen Schwellwert von der Basisstation oder dem ersten Relaisknoten zu empfangen.
  • 10. Endgerät nach irgendeiner der vorangehenden Klauseln, wobei die gemessene Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, eine ProSe Kommunikation 5 (PC5) Gerät-zu-Gerät (D2D) Referenz-Signal-Empfangsleistung (RSRP) ist.
  • 11. Endgerät nach irgendeiner der Klauseln 2 bis 5, wobei die gemessene Signalcharakteristik des Entdeckungssignals, das von jedem Relaisknoten der mehreren Relaisknoten übertragen wird, eine ProSe Kommunikation 5 (PC5) Gerät-zu-Gerät (D2D) Referenz-Signal-Empfangsleistung (RSRP) ist.
  • 12. Drahtloses Telekommunikationssystem, umfassend eine Basisstation, mehrere Relaisknoten und ein Endgerät nach irgendeiner der vorangehenden Klauseln.
  • 13. Verfahren zum Betreiben eines Endgeräts zur Verwendung mit einem drahtlosen Telekommunikationssystem, das eine Basisstation und mehrere Relaisknoten umfasst, wobei das Endgerät einen Transmitter und einen Empfänger umfasst, wobei das Verfahren umfasst:
    Wählen eines ersten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten und Steuern des Transmitters und Empfängers, um Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten auszutauschen;
    Messen einer Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, und Vergleichen der gemessenen Signalcharakteristik mit einem vorgegebenen Schwellwert;
    wenn die gemessene Signalcharakteristik größer als der vorgegebenen Schwellwert ist, Steuern des Transmitters und des Empfängers, um das Austauschen der Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten weiterzuführen; und
    wenn die gemessene Signalcharakteristik kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, Durchführen einer Prozedur, um das Wählen eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten zu erlauben, über welchen der Transmitter und der Empfänger Signale mit der Basisstation austauschen können.
  • 14. Speichermedium, das ein Computerprogramm zum Steuern eines Computers speichert, um ein Verfahren nach Klausel 13 durchzuführen.
  • 15. Endgerät zur Verwendung mit einem drahtlosen Telekommunikationssystem, das eine Basisstation und mehrere Relaisknoten umfasst, wobei das Endgerät umfasst:
    eine Transmitterschaltung;
    eine Empfängerschaltung; und
    eine Steuerschaltung, betreibbar zum:
    Wählen eines ersten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten und Steuern der Transmitterschaltung und Empfängerschaltung, um Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten auszutauschen;
    Messen einer Signalcharakteristik, die mit dem ersten Relaisknoten verknüpft ist, und Vergleichen der gemessenen Signalcharakteristik mit einem vorgegebenen Schwellwert;
    wenn die gemessene Signalcharakteristik größer als der vorgegebenen Schwellwert ist, Steuern der Transmitterschaltung und der Empfängerschaltung, um das Austauschen der Signale mit der Basisstation über den ersten Relaisknoten weiterzuführen; und
    wenn die gemessene Signalcharakteristik kleiner als der vorgegebene Schwellwert ist, Durchführen einer Prozedur, um das Wählen eines zweiten Relaisknotens aus den mehreren Relaisknoten zu erlauben, über welchen die Transmitterschaltung und die Empfängerschaltung Signale mit der Basisstation austauschen können.

Verschiedene weitere Aspekte und Merkmale der vorliegenden Technik sind in den beigefügten Ansprüchen definiert. Verschiedene Modifikationen können bei den Ausführungsbeispielen innerhalb des Schutzbereiches der beigefügten Ansprüche vorgenommen werden, die vorangehend beschrieben wurden. Zum Beispiel wird begrüßt werden, obwohl LTE als einen Beispielanwendung präsentiert wurde, dass andere Mobilkommunikationssystem verwenden werden können, für welche die vorliegende Technik, verwendet werden kann.

REFERENZEN

  • [1] 3GPP TR36.872 V12.1.0, “Small cell enhancements for E-UTRA and E-UTRAN – Physical Layer aspects”, Dezember 2013.
  • [2] LTE for UMTS: OFDMA and SC-FDMA Based Radio Access, Harris Holma und Antti Toskala, Wiley 2009, ISBN 978-0-470-99401-6.