Title:
AUTOMATISCHES ZUSAMMENFÜHREN UND TRENNEN MEHRERER DIGITALER FAHRZEUGREPEATER
Kind Code:
T5


Abstract:

Ein Zusammenführen und ein Trennen mehrerer digitaler Fahrzeugrepeater. Ein beispielhaftes Verfahren enthält als Schritte ein Zuweisen eines ersten digitalen Fahrzeugrepeaters aus einer Vielzahl digitaler Fahrzeugrepeater; ein Empfangen einer ersten Anrufanfrage von einer ersten tragbaren Teilnehmereinheit über den ersten dienenden digitalen Fahrzeugrepeater; ein Zuweisen des ersten Anrufs zu einem ersten Kanal; ein Bewegen des ersten dienenden digitalen Fahrzeugrepeaters und der ersten tragbaren Teilnehmereinheit zu dem ersten Kanal; und ein Zuweisen eines zweiten dienenden digitalen Fahrzeugrepeaters aus der Vielzahl digitaler Fahrzeugrepeater.




Inventors:
Feng, Wen (Sichuan, Chengdu, CN)
Chen, Dajun (Sichuan, Chengdu, CN)
Fei, Xun (Sichuan, Chengdu, CN)
Gong, Yahui (Sichuan, Chengdu, CN)
Tian, Yong (Sichuan, Chengdu, CN)
Application Number:
DE112015006482T
Publication Date:
01/18/2018
Filing Date:
04/24/2015
Assignee:
Motorola Solutions, Inc. (Ill., Chicago, US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Schumacher & Willsau Patentanwaltsgesellschaft mbH, 80335, München, DE
Claims:
1. Verfahren zum Zusammenführen und Trennen mehrerer digitaler Fahrzeugrepeater, wobei das Verfahren umfasst:
Zuweisen eines ersten dienenden digitalen Fahrzeugrepeaters aus einer Vielzahl digitaler Fahrzeugrepeater;
Empfangen, über den ersten dienenden digitalen Fahrzeugrepeater, einer ersten Anrufanfrage von einer ersten tragbaren Teilnehmereinheit;
Zuweisen des ersten Anrufes zu einem ersten Kanal;
Bewegen des ersten dienenden digitalen Fahrzeugrepeaters und der ersten tragbaren Teilnehmereinheit zu dem ersten Kanal; und
Zuweisen eines zweiten dienenden digitalen Fahrzeugrepeaters aus der Vielzahl digitaler Fahrzeugrepeater.

2. Verfahren nach Anspruch 1, weiterhin umfassend:
Empfangen, über den zweiten digitalen Fahrzeugrepeater, einer zweiten Anrufanfrage von einer zweiten tragbaren Teilnehmereinheit;
Zuweisen des zweiten Anrufs zu einem zweiten Kanal; und
Bewegen des zweiten dienenden digitalen Fahrzeugrepeaters und der zweiten tragbaren Teilnehmereinheit zu dem zweiten Kanal.

3. Verfahren nach Anspruch 2, das weiterhin ein Zuweisen eines dritten bedienenden digitalen Fahrzeugrepeaters aus der Vielzahl digitaler Fahrzeugrepeater umfasst.

4. Verfahren nach Anspruch 1, das weiterhin ein Ausgeben eines Anrufgewährungssignals über den ersten dienenden digitalen Fahrzeugrepeater umfasst.

5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei das Anrufgewährungssignal den zugewiesenen ersten Kanal enthält.

6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der zweite dienende digitale Fahrzeugrepeater entsprechend einem Wählprozess zugewiesen wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Wählprozess eine Bestimmung einer Signalstärke enthält.

8. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Wählprozess eine Bestimmung einer Ankunftszeit in einer Nachbarschaft enthält.

9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Vielzahl digitaler Fahrzeugrepeater untätig bleiben, nachdem ein dienender digitaler Fahrzeugrepeater zugewiesen wurde.

10. Verfahren nach Anspruch 1, welches weiterhin ein Speichern des ersten Kanals umfasst.

11. Verfahren zum Bedienen eines Anrufes unter Verwendung digitaler Fahrzeugrepeater, wobei das Verfahren umfasst:
Empfangen einer Anrufanfrage von einer tragbaren Teilnehmereinheit;
Zuweisen eines Kanals;
Ausgeben eines Anrufgewährungssignals;
Bewegen zu dem zugewiesenen Kanal; und
Managen eines Anrufs von der tragbaren Teilnehmereinheit.

12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Anrufgewährungssignal den zugewiesenen Kanal enthält.

13. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Anrufgewährungssignal zu wenigstens einem untätigen digitalen Fahrzeugrepeater ausgegeben wird.

14. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Anrufanfrage auf einem primären Kanal empfangen wird.

15. Verfahren nach Anspruch 14, welches weiterhin ein Bewegen zu dem primären Kanal umfasst, nachdem der Anruf geendet hat.

Description:
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Tragbare Teilnehmereinheiten ("portable subscriber units" (PSUS)), zum Beispiel Zweiwegefunkgeräte, werden häufig durch die Strafverfolgung, die Feuerwehr und medizinische Dienste sowie andere verwendet, um Stimm- und Datenkommunikationen in einem mobilen Kommunikationsnetzwerk zur Verfügung zu stellen. Tragbare Teilnehmereinheiten können zum Beispiel auf einen einzelnen Kanal eingestellt sein, der einen Pfad für Stimm- und Datenkommunikationen zur Verfügung stellt, welche zu anderen Funkgeräten gesendet und von diesen empfangen werden, wobei diese auf demselben Kanal arbeiten.

Repeater werden im Allgemeinen in mobilen Kommunikationsnetzwerken genutzt, um eine Abdeckung für tragbare Teilnehmereinheiten in geographischen Gebieten zur Verfügung zu stellen, wo die Abdeckung unzureichend ist, welche durch eine oder mehrere feste Infrastruktureinrichtungen (zum Beispiel eine Basisstation) zur Verfügung gestellt wird. Ein Repeatertyp ist ein digitaler Fahrzeugrepeater ("digital vehicular repeater" (DVR)), welcher (wie sein Name impliziert) typischerweise in einem Fahrzeug angebracht ist, das sich zwischen verschiedenen geographischen Orten bewegen kann. Tragbare Teilnehmereinheiten in der Nähe eines Fahrzeuges, in dem ein DVR eingebaut ist, können miteinander auf einem einzigen Kanal kommunizieren, der durch den DVR zur Verfügung gestellt wird.

Ein DVR enthält typischerweise ein Funkgerät und einen Repeater. Das Funkgerät stellt Funkkommunikation für feste Netzwerkausstattung zur Verfügung, wie zum Beispiel eine Basisstation, und der Repeater bietet eine Schnittstelle mit einer oder mehreren tragbaren Teilnehmereinheiten auf einem herkömmlichen Kanal zum Unterstützen von Sprechgruppen. Eine Sprechgruppe ist eine zugewiesene Gruppe persönlicher Teilnehmereinheiten, die einen Kanal teilen. Persönliche Teilnehmereinheiten in einer Sprechgruppe können miteinander über den Kanal kommunizieren.

Mehrere tragbare Teilnehmereinheiten können einen einzelnen DVR nutzen, um eine Sprechgruppe zu erzeugen, wenn sich die tragbaren Teilnehmereinheiten alle auf demselben Kanal befinden. Jedoch kann das Funkgerät nur einen Kommunikationskanal zu einem Zeitpunkt unterstützen und somit zu einem Zeitpunkt nur eine Sprechgruppe. Dementsprechend müssen sich tragbare Teilnehmereinheiten auf demselben Kanal befinden, um miteinander zu kommunizieren, wenn sie über einen DVR kommunizieren.

Mehrere DVRs können für einen gemeinsamen Standort eingesetzt werden. In einigen Implementierungen ist einer der DVRs als Master-Gerät bestimmt, und die anderen DVRs sind als Slave-Geräte bestimmt, um Funkkommunikationen weiterzuverbreiten. Da jeder DVR nur in der Lage ist, einen physikalischen Kommunikationskanal zur Verfügung zu stellen, können mehrere DVRs, die in einer solchen Anordnung konfiguriert sind, nur eine Sprechgruppe zu einem Zeitpunkt unterstützen.

Wenn man einen einzigen Master-DVR hat, kann dies dazu führen, dass man einen einzigen Fehlerpunkt hat. Wenn es einen Fehler, eine Störung oder eine Unterbrechung bezüglich des Master-DVR gibt, so können alle tragbaren Teilnehmereinheiten ihren Dienst verlieren, bis das Problem gelöst ist.

Dementsprechend besteht ein Bedarf an einem System und einem Verfahren zum automatischen Zusammenführen und Trennen mehrerer digitaler Fahrzeugrepeater.

KURZE BESCHREIBUNG DER VERSCHIEDENEN ANSICHTEN DER ZEICHNUNGEN

Die begleitenden Figuren, in denen sich gleiche Bezugszeichen auf identische oder funktional ähnliche Elemente durch die getrennten Ansichten hindurch beziehen, zusammen mit der nachfolgenden detaillierten Beschreibung, werden in die Spezifizierung eingebaut und sie bilden einen Teil davon, und sie dienen zur weiteren Veranschaulichung von Ausführungsformen und Konzepten, welche die beanspruchte Erfindung enthalten, und sie erläutern verschiedene Prinzipien und Vorteile jener Ausführungsformen.

1 ist ein Blockdiagramm eines mobilen Kommunikationsnetzwerkes in Übereinstimmung mit einigen Ausführungsformen.

2 ist ein Blockdiagramm eines digitalen Fahrzeugrepeaters in Übereinstimmung mit einigen Ausführungsformen.

3A und 3B veranschaulichen zusammen ein Betriebsflussdiagramm eines Verfahrens zum Managen einer Vielzahl digitaler Fahrzeugrepeater in Übereinstimmung mit einigen Ausführungsformen.

4A und 4B veranschaulichen zusammen ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Bedienen digitaler Fahrzeugrepeater, die einen Anruf bedienen, in Übereinstimmung mit einigen Ausführungsformen.

5 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens eines nicht dienenden digitalen Fahrzeugrepeatersystems, das ein Anrufgewährungssignal empfängt, in Übereinstimmung mit einigen Ausführungsformen.

Fachleute werden erkennen, dass Elemente in den Figuren im Sinne der Einfachheit und Klarheit nicht notwendigerweise maßstabsgetreu dargestellt sind. Zum Beispiel können die Abmessungen einiger der Elemente in den Figuren relativ zu anderen Elementen übertrieben sein, um das Verständnis der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zu verbessern.

Die Vorrichtungs- und Verfahrenskomponenten wurden dort, wo es als angemessen erscheint, durch konventionelle Symbole in den Zeichnungen dargestellt, wobei nur jene spezifischen Details gezeigt werden, die für das Verständnis der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wesentlich sind, um so die Offenbarung nicht mit Einzelheiten zu verschleiern, welche für jene Fachleute ohne weiteres erkennbar sind, welche den Vorteil dieser Beschreibung genießen.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

In einer Ausführungsform wird ein Verfahren zum Zusammenführen und Trennen mehrerer digitaler Fahrzeugrepeater zur Verfügung gestellt. Das Verfahren enthält ein Zuweisen eines ersten dienenden digitalen Fahrzeugrepeaters aus einer Vielzahl digitaler Fahrzeugrepeater; ein Empfangen, über den ersten dienenden digitalen Fahrzeugrepeater einer ersten Anrufanfrage von einer ersten tragbaren Teilnehmereinheit; ein Zuweisen des ersten Anrufes zu einem ersten Kanal; ein Bewegen des ersten dienenden digitalen Fahrzeugrepeaters und der ersten tragbaren Teilnehmereinheit zu dem ersten Kanal; und ein Zuweisen eines zweiten dienenden digitalen Fahrzeugrepeaters aus der Vielzahl digitaler Fahrzeugrepeater.

In einer anderen Ausführungsform wird ein Verfahren zum Bedienen eines Anrufs unter Verwendung digitaler Fahrzeugrepeater zur Verfügung gestellt. Das Verfahren enthält ein Empfangen einer Anrufanfrage von einer tragbaren Teilnehmereinheit; ein Zuweisen eines Kanals; ein Ausgeben eines Anrufgewährungssignals; ein Bewegen zu dem zugewiesenen Kanal; und ein Managen eines Anrufs von der tragbaren Teilnehmereinheit.

1 ist ein Blockdiagramm, das ein mobiles Kommunikationsnetzwerk 100 zum Bereitstellen einer drahtlosen Kommunikation veranschaulicht. Das mobile Kommunikationsnetzwerk 100 kann eine feste Netzwerkausstattung 105 enthalten, wie zum Beispiel eine Basisstation. Das mobile Kommunikationsnetzwerk 100 kann zum Beispiel in Übereinstimmung mit Projekt 25 ("Project 25" (P 25)) oder anderen Zweiwegefunkkommunikationsprotokollen und -standards implementiert sein. Die feste Netzwerkausstattung 105 kann kommunikationsfähig mit einem oder mehreren digitalen Fahrzeugrepeatern (DVRs) gekoppelt sein, wie zum Beispiel den DVRs 110a110c. Die feste Netzwerkausstattung ist mit den DVRs 110a110c kommunikationsfähig über erste Funkfrequenzverbindungen 115 gekoppelt. Die DVRs 110a110c können auch miteinander über zweite Funkfrequenzverbindungen 120 gekoppelt sein.

Die DVRs 110a110c erweitern ein Abdeckungsgebiet der festen Netzwerkausstattung 105 auf eine oder mehrere tragbare Teilnehmereinheiten 125a125f über dritte Funkfrequenzverbindungen 121. Eine tragbare Teilnehmereinheit kann, nicht einschränkend, ein Handfunkgerät, ein in einem Fahrzeug angebrachtes Funkgerät, ein Dispatch-Funkgerät oder eine andere drahtlose Kommunikationsvorrichtung sein, die mit dem Protokoll oder dem Standard des mobilen Kommunikationsnetzwerkes 100 kompatibel ist. Jede tragbare Teilnehmereinheit 125a125f kann eine Sendeantenne und eine Empfangsantenne enthalten oder, alternativ, eine Sende-Empfangs-Antenne ("transceiving antenna"). In einigen Ausführungsformen stellt die feste Netzwerkausstattung 105 eine Kommunikation über eine der ersten Funkfrequenzverbindungen 115 zur dem einen oder den mehreren DVRs 110a110c zur Verfügung, was den tragbaren Teilnehmereinheiten 125a125f in einer Sprechgruppe (zum Beispiel einer der Sprechgruppen 126, 127 oder 128) gestattet, mit tragbaren Teilnehmereinheiten in anderen Sprechgruppen durch die DVRs 110a110c über die ersten Funkfrequenzverbindungen 115 und die zweiten Funkfrequenzverbindungen 121 zu kommunizieren.

In einem Beispiel des Betriebs stellt der DVR 110a eine Funkkommunikation für die tragbare Teilnehmereinheit 125a und die tragbare Teilnehmereinheit 125b in der Sprechgruppe 126 zur Verfügung. Der DVR 110b stellt eine Funkkommunikation für die tragbare Teilnehmereinheit 125c und die tragbare Teilnehmereinheit 125d in der Sprechgruppe 127 zur Verfügung. Auf gleiche Weise stellt der DVR 110c eine Funkkommunikation für die tragbare Teilnehmereinheit 125e und die tragbare Teilnehmereinheit 125f in der Sprechgruppe 128 zur Verfügung. Andere Ausführungsformen der Erfindung können mehr oder weniger DVRs, tragbare Teilnehmereinheiten und/oder Sprechgruppen enthalten. In einigen Ausführungsformen ist jedes der DVRs 110a110c in einem Fahrzeug angebracht, zum Beispiel einem Polizeiauto, einem Krankenwagen oder einem Löschzug.

Das erweiterte Abdeckungsgebiet, welches durch die DVRs 110a110c zur Verfügung gestellt wird, gestattet Nutzern der tragbaren Teilnehmereinheiten 125a125f, sich frei innerhalb einer Nachbarschaft 130 der DVRs 110a110c zu bewegen. Die Nachbarschaft 130 ist ein Bereich oder ein Gebiet, in dem die DVRs 110a110c Funkkommunikationssignale zu und von wenigstens einer der tragbaren Teilnehmereinheiten 125a125f senden und empfangen können. Die tragbaren Teilnehmereinheiten 125a125f können auch direkt miteinander kommunizieren sowie mit anderen Geräten, wie zum Beispiel Zweiwege-Handfunkgeräten. Jeder DVR 110a, 110b und 110c kann eine Sprechgruppenunterstützung für eine Vielzahl tragbarer Teilnehmereinheiten 125a125f in einem Abdeckungsgebiet 129a, 129b oder 129c des DVR 110a, 110b oder 110c zur Verfügung stellen. Stimm- und Datenkommunikation zwischen tragbaren Teilnehmereinheiten 125a125f, die sich über zwei oder mehr DVRs 110a110c über größere Gebiete als die Nachbarschaft 30 erstrecken, können über die ersten Funkfrequenzverbindungen 115 zur Verfügung gestellt werden.

In einigen Ausführungsformen enthält jeder DVR 110a110c ein Funkgerät (häufig als mobile Teilnehmereinheit ("mobile subscriber unit" (MSU)) bezeichnet) 135a135c. Jeder DVR 110a110c enthält auch einen Repeater (häufig als ein Fahrzeugrepeater ("vehicular repeater" (VR)) bezeichnet) 140a140c. In einigen Ausführungsformen sind die Funkgeräte 135a135c konfiguriert, um mit der festen Netzwerkausstattung 105 über die Funkfrequenzverbindung 115 eine Funkkommunikation zur Verfügung zu stellen. Die Funkgeräte 135a135c sind kommunikationsfähig mit den entsprechenden Fahrzeugrepeatern 140a140c innerhalb jedes DVR 110a110c gekoppelt. Die Fahrzeugrepeater 140a140c fördern das Kommunikationssignal eines Kommunikationskanals zu den tragbaren Teilnehmereinheiten 125a125f. Zum Beispiel fördert in einigen Ausführungsformen der Fahrzeugrepeater 140a das Kommunikationssignal eines ersten Kommunikationskanals zu den tragbaren Teilnehmereinheiten 125a und 125b. Der Fahrzeugrepeater 140b fördert das Kommunikationssignal eines zweiten Kommunikationskanals zu den tragbaren Teilnehmereinheiten 125c und 125d. Der Fahrzeugrepeater 140c fördert das Kommunikationssignal eines dritten Kommunikationskanals zu den tragbaren Teilnehmereinheiten 125e und 125f.

In einigen Ausführungsformen kommunizieren die tragbaren Teilnehmereinheiten 125a125f miteinander über die ersten Funkfrequenzverbindungen 115. Die tragbaren Teilnehmereinheiten 125a125f können mit einem entsprechenden DVR 110a, 110b oder 110c über einen oder mehrere Kanäle innerhalb eines Frequenzbandes der Funkfrequenzverbindung 115 kommunizieren, wobei jedoch nur ein Band zu einem Zeitpunkt genutzt wird. Zum Beispiel können die tragbaren Teilnehmereinheiten 125a, 125b in dem Abdeckungsgebiet 129a des DVR 110a einen ersten Kanal für die Sprechgruppe 126 nutzen. Die tragbaren Teilnehmereinheiten 125c, 125d in dem Abdeckungsgebiet 129b des DVR 110b können einen zweiten Kanal für die Sprechgruppe 127 nutzen. Für einen Fachmann ist erkennbar, dass ein Kanal als eine spezifische Funkfrequenz oder ein Band von Frequenzen definiert werden kann, wobei dies gewöhnlich im Zusammenhang mit einem vorbestimmten Buchstaben, einer Zahl oder einem Codewort beschrieben wird.

Das mobile Kommunikationsnetzwerk 100 ist konfiguriert, um dynamisch eine Vielzahl von DVRs (zum Beispiel DVRs 110a110c) in einer Nachbarschaft (zum Beispiel in Nachbarschaft 130) dynamisch zu managen sowie eine Vielzahl von Verkehrskanälen dynamisch zu managen. In einer Ausführungsform implementiert das mobile Kommunikationsnetzwerk 100 ein Bündelfunksystem, um dynamisch eine Vielzahl von Anrufanfragen von einer Vielzahl von tragbaren Teilnehmereinheiten (zum Beispiel den tragbaren Teilnehmereinheiten 125a125f) zu unterstützen.

2 veranschaulicht ein Blockdiagramm einer Ausführungsform eines DVR 110a. In einigen Ausführungsformen haben die DVRs 110b, 110c einen ähnlichen Aufbau wie der der DVR 110a. Der DVR 110a enthält eine Sendeantenne 111, eine Empfangsantenne 112, einen Sender 113, einen Empfänger 114, ein Funkgerät 135a, einen Repeater 140a und einen Controller 145. In anderen Ausführungsformen kann der DVR 110a, statt getrennte Sende- und Empfangskomponenten zu enthalten, Komponenten enthalten, die mehrere Funktionen ausführen, zum Beispiel einen Transceiver und eine Sende-Empfangs-Antenne. Der Controller 145 ist elektrisch und/oder kommunikationsfähig mit einer Vielzahl von Modulen oder Komponenten des DVR 110a verbunden. Zum Beispiel ist der veranschaulichte Controller 145 mit dem Sender 113, dem Empfänger 114, der Funkeinheit 135a und dem Repeater 140a verbunden. Der Controller 145 enthält Kombinationen von Hardware und Software, die, neben anderen Dingen, betreibbar sind, um den Betrieb des DVR 110a zu steuern.

In einigen Ausführungsformen enthält der Controller 145 eine Vielzahl elektrischer und elektronischer Komponenten, die Energie, Betriebssteuerung und Schutz für die Komponenten und Module innerhalb des Controllers 145 und/oder des DVR 110a zur Verfügung stellen. Zum Beispiel enthält der Controller 145 neben anderen Dingen einen Prozessor 150 (zum Beispiel einen Mikroprozessor oder ein anderes geeignet programmierbares Gerät) und einen Speicher 155.

Der Speicher 155 enthält zum Beispiel einen Programmspeicherbereich und einen Datenspeicherbereich. Der Programmspeicherbereich und der Datenspeicherbereich können Kombinationen verschiedener Speichertypen enthalten, wie zum Beispiel einen Nur-Lese-Speicher ("read-only memory" (ROM)), einen Schreib-Lese-Speicher ("random access memory" (RAM)) (zum Beispiel einen dynamischen RAM [DRAM], eine synchronen DRAM [SDRAM] usw.), einen elektrisch-löschbaren programmierbaren Nur-Lesespeicher ("electrically erasable programmable read-only memory" (EEPROM)), einen Flash-Speicher, eine Festplatte, eine SD-Karte ("Secure Digital") oder andere geeignete magnetische, optische, physikalische oder elektronische Speichergeräte. Der Prozessor 150 ist mit dem Speicher 155 verbunden und führt Softwareanweisungen aus, die in der Lage sind, in einem RAM des Speichers 155 (zum Beispiel während der Ausführung) gespeichert zu sein, einem ROM des Speichers 155 (zum Beispiel auf einer im Allgemeinen permanenten Basis) oder einem anderen nichttransitorischen computerlesbaren Medium, wie zum Beispiel einem anderen Speicher oder einer Platte. Software, die in der Implementierung des DVR 110a enthalten ist, kann in dem Speicher 155 des Controllers 145 gespeichert sein. Die Software enthält zum Beispiel Firmware, eine oder mehrere Anwendungen, Programmdaten, Filter, Regeln, ein oder mehrere Programmmodule und andere ausführbare Anweisungen. Der Controller 145 ist konfiguriert, um von dem Speicher Anweisungen zurückzugewinnen und auszuführen, neben anderen Dingen, die mit den hier beschriebenen Steuerprozessen und -verfahren in Verbindung stehen. Bei anderen Konstruktionen enthält der Controller 145 zusätzliche, weniger oder andere Komponenten.

Die 3A und 3B veranschaulichen zusammen ein Verfahren oder einen Betriebsflussablauf 300 zum Managen einer Vielzahl von DVRs (zum Beispiel die DVRs 110a110c) und einer Vielzahl tragbarer Teilnehmereinheiten (zum Beispiel Teilnehmereinheiten 125a125f) innerhalb einer Nachbarschaft (zum Beispiel Nachbarschaft 130). In dem veranschaulichten Ablauf enthält die Vielzahl von DVRs den DVR 110a, den DVR 110b und den DVR 110c, wenngleich mehr oder weniger DVRs innerhalb der Nachbarschaft anwesend sein können. Zusätzlich enthält in dem veranschaulichten Ablauf die Vielzahl tragbarer Teilnehmereinheiten die tragbaren Teilnehmereinheiten 125a, 125c, wenngleich mehr, weniger oder andere tragbare Teilnehmereinheiten in der Nachbarschaft anwesend sein können und in Verbindung mit dem Ablauf 300 verwendet werden können. Am Anfang ist der DVR 110a als ein Dienst-DVR aktiv (Block 305), während die verbleibenden DVRs (DVR 110b und DVR 110c) und die persönlichen Teilnehmereinheiten (persönliche Teilnehmereinheiten 125a, 125c) in der Nachbarschaft untätig bleiben (Block 310). Während er als der Dienst-DVR arbeitet, wartet DVR 110a auf einen primären Kanal, um eine Anrufanfrage zu empfangen, zum Beispiel eine PTT-Anfrage ("push-to-talk") von einer tragbaren Teilnehmereinheit, wie zum Beispiel der tragbaren Teilnehmereinheit 125a (Block 315). Sobald eine Anrufanfrage eingeht, weist der Dienst-DVR (DVR 110a) einen Kanal aus einer Vielzahl verfügbarer Verkehrskanäle zu (Block 320). Der Dienst-DVR (DVR 110a) gibt ein Anrufgewährungskanal auf dem primären Kanal zu den untätigen DVRs (DVR 110b und DVR 110c) aus oder er broadcastüberträgt dieses (Block 325). In einigen Ausführungsformen enthält das Anrufgewährungssignal den zugewiesenen Kanal (zum Beispiel eine Frequenz). Der Dienst-DVR (DVR 110a) bewegt sich zusammen mit der anfragenden tragbaren Teilnehmereinheit (in diesem Beispiel der tragbaren Teilnehmereinheit 125a) und einer oder mehreren tragbaren Zielteilnehmereinheiten (zum Beispiel einer von den anderen tragbaren Teilnehmereinheiten 125b125f) zu dem zugewiesenen Verkehrskanal, um den Anruf zu beginnen (Block 330). Sobald der Dienst-DVR (DVR 110a) und eine oder mehrere tragbare Zielteilnehmereinheiten (die tragbare Teilnehmereinheit 125a) sich zu dem zugewiesenen Verkehrskanal bewegen, sind sie tätig (Block 332).

Sobald die untätigen DVRs (DVR 110b und DVR 110c) und die tragbare Zielteilnehmereinheit (die tragbare Teilnehmereinheit 125a) das Anrufgewährungssignal von dem aktuellen Dienst-DVR (DVR 110a) empfangen, extrahieren die untätigen DVRs (DVR 110b und DVR 110c) und die tragbare Zielteilnehmereinheit (tragbare Teilnehmereinheit 125a) den zugewiesenen Kanal und speichern die Information in einem Speicher (zum Beispiel einem nichttransitorischen computerlesbaren Speicher, der in einer oder mehreren der DVRs angeordnet ist (zum Beispiel DVRs 110a110c) oder der festen Netzwerkausstattung 105) (Block 335). Die untätigen DVRs (DVR 110b und DVR 110c) vermerken den zugewiesenen Kanal, um sicherzustellen, dass der Kanal nicht zwei überlappenden Anrufanfragen zugewiesen wird.

Ein Wählen oder ein Neuwählen tritt unter den untätigen DVRs (DVR 110b und DVR 110c) auf (Block 340), und ein neuer Dienst-DVR wird zugewiesen, um aktiv zu sein, zum Beispiel DVR 110b, um die nächste Anrufanfrage zu bearbeiten (Block 345). Die verbleibenden untätigen DVRs (DVR 110c) bleiben untätig (Block 350). In einer Ausführungsform ist das Wählen des Dienst-DVR auf der Ankunftszeit basiert. In einer solchen Ausführungsform wird der Dienst-DVR basierend auf einer Ankunftszeit in der Nachbarschaft 130 bestimmt. In einer anderen Ausführungsform erfolgt das Wählen des Dienst-DVR basierend auf einer Signalstärke. In solch einer Ausführungsform wird die Signalstärke von jedem DVR (zum Beispiel DVRs 110a110c) gemessen, und der DVR mit der höchsten Signalstärke wird als Dienst-DVR gewählt. In einigen Ausführungsformen erfolgt der Wählablauf auf einem oder mehreren Controllern 145 der DVRs 110a110c, wobei zum Beispiel Software genutzt wird, die in dem Speicher 155 gespeichert ist und durch den Prozessor 150 von einem oder mehreren der Controller 145 der DVRs 110a110c ausgeführt wird. In anderen Ausführungsformen erfolgt der Wählablauf an der festen Netzwerkausstattung 105, wobei zum Beispiel Software genutzt wird, die an der festen Netzwerkausstattung 105 gespeichert ist. In einigen Ausführungsformen erfolgt der Wählablauf auch am Beginn des Ablaufs 300.

Sobald er als Dienst-DVR gewählt wurde, wartet der DVR 110b auf den primären Kanal, um eine zweite Anrufanfrage von einer tragbaren Teilnehmereinheit zu empfangen (zum Beispiel eine zweite PTT-Anfrage von einer zweiten tragbaren Teilnehmereinheit, zum Beispiel der tragbaren Teilnehmereinheit 125c) (Block 355). Sobald die zweite Anrufanfrage empfangen wurde, weist der zweite DVR (nun DVR 110b) einen neuen Kanal aus der Vielzahl verbleibender Verkehrskanäle zu (Block 360). Der Dienst-DVR (DVR 110b) gibt ein Anrufgewährungssignal (einschließlich dem zugewiesenen Verkehrskanal) an die untätigen DVRs (DVR 110c) aus (Block 365). Der Dienst-DVR (DVR 110b) bewegt sich zusammen mit der anfragenden tragbaren Teilnehmereinheit (tragbare Teilnehmereinheit 125c) und einer oder mehreren tragbaren Zielteilnehmereinheiten (zum Beispiel einer der anderen tragbaren Teilnehmereinheiten 125a, 125b und 125d125f) zu dem zugewiesenen Verkehrskanal, um den zweiten Anruf zu beginnen (Block 370). Sobald der Dienst-DVR (DVR 110b) und eine oder mehrere tragbare Teilnehmereinheiten (tragbare Teilnehmereinheit 125c) sich zu dem zugewiesenen Verkehrskanal bewegt haben, sind sie tätig (Block 372).

Sobald die untätigen DVRs (DVR 110c) und die neue persönliche Zielteilnehmereinheit (persönliche Teilnehmereinheit 125c) das Anrufgewährungssignal von dem aktuellen Dienst-DVR (DVR 110b) erhalten haben, extrahieren die untätigen DVRs (DVR 110c) und die neue persönliche Zielteilnehmereinheit (persönliche Teilnehmereinheit 125c) den zugewiesenen Verkehrskanal und speichern die Information im Speicher (Block 375). Dann erfolgt ein Neuwählen (Block 380), und ein neuer Dienst-DVR wird zugewiesen, zum Beispiel DVR 110c, und wird aktiv (Block 385), während irgendwelche verbleibenden DVRs untätig bleiben. In der Ausführungsform des Ablaufs 300 ist der DVR 110c der letzte verfügbare DVR. In einer solchen Ausführungsform wird der einzige verbleibende DVR (DVR) alle Anrufe selber über den primären Kanal bedienen, statt einen neuen Kanal zuzuweisen. Daher wird in einer Nachbarschaft 130 mit nur einem einzigen DVR oder einem einzigen verbleibenden DVR der einzige verbleibende DVR alle Anrufe auf dem primären Kanal bedienen, statt einen Kanal aus der Vielzahl verfügbarer Verkehrskanäle zuzuweisen.

Um den Anruf zu beenden, gibt die tragbare Zielteilnehmereinheit (tragbare Teilnehmereinheit 125a) ein PTT-Freigabesignal ("push-to-talk") aus (Block 385). Sobald der erste Anruf geendet hat (Block 390) bewegt sich DVR 110a zusammen mit den tragbaren Teilnehmereinheiten (in diesem Beispiel der tragbaren Teilnehmereinheit 125a) auf dem ersten zugewiesenen Kanal zurück zu dem primären Kanal (Block 395) zu. Die tragbare Teilnehmereinheit (tragbare Teilnehmereinheit 125a) wird dann wieder untätig (Block 400).

Der DVR 110a gibt ein Kanalfreigabesignal auf dem primären Kanal an die untätigen DVRs aus (Block 405), und die untätigen DVRs (DVR 110c) aktualisieren eine Verfolgungstabelle ("tracking table") (Block 410). Es erfolgt ein erneutes Neuwählen (Block 415), und ein neuer Dienst-DVR wird zugewiesen. In der veranschaulichten Ausführungsform wird DVR 110a wieder der Dienst-DVR, und er ist aktiv (Block 420), während der DVR 110c wieder untätig wird (Block 425). Jedoch können in anderen Ausführungsformen der DVR 110c oder ein neuer DVR in der Nachbarschaft 130 als Dienst-DVR gewählt werden.

Die 4A und 4B veranschaulichen zusammen ein Verfahren 445 für einen Dienst-DVR, um einen Anruf zu bedienen. Das Verfahren 445 beginnt damit, dass der Dienst-DVR aktiv ist (Schritt 450) (4A). Der Dienst-DVR empfängt eine Anrufanfrage von einer tragbaren Teilnehmereinheit (Schritt 455). Der Dienst-DVR bestimmt, ob er der letzte verfügbare DVR in der Nachbarschaft 130 ist (Schritt 460). Wenn der Dienst-DVR der letzte verfügbare DVR ist, arbeitet der Dienst-DVR auf dem primären Kanal (Schritt 465) und geht dann zu Schritt 485 über, um den Anruf von der anfragenden tragbaren Teilnehmereinheit zu übernehmen.

Wenn der Dienst-DVR nicht der letzte verfügbare DVR ist, weist der Dienst-DVR einen neuen Kanal für die Anrufanfrage zu (zum Beispiel weist er einen Kanal aus der Vielzahl verfügbarer Verkehrskanäle zu) (Schritt 470). Der Dienst-DVR gibt ein Anrufgewährungssignal auf dem primären Kanal an die anderen DVRs und die tragbare Teilnehmereinheit aus (Schritt 475). Wie oben diskutiert, enthält in einigen Ausführungsformen das Anrufgewährungssignal den zugewiesenen Kanal (zum Beispiel den zugewiesenen Verkehrskanal oder den primären Kanal). Der Dienst-DVR bewegt sich zusammen mit der anfragenden tragbaren Teilnehmereinheit und einer oder mehreren tragbaren Zielteilnehmereinheiten zu dem zugewiesenen Kanal (Schritt 480). Der Dienst-DVR übernimmt dann den Anruf von der anfragenden tragbaren Teilnehmereinheit (Schritt 485).

Wie in 4B veranschaulicht, befindet sich der Anruf dann in Bearbeitung, und der Dienst-DVR ist tätig (das heißt am Anruf beteiligt) (Schritt 490). Es wird dann bestimmt, ob der Anruf geendet hat (Schritt 495). Wenn der Anruf nicht geendet hat, kehrt das Verfahren 445 zu Schritt 490 zurück. Wenn der Anruf geendet hat, wird bestimmt, ob der Dienst-DVR sich aktuell auf dem primären Kanal befindet (Schritt 500). Wenn der Dienst-DVR aktuell nicht auf dem primären Kanal ist, bewegt sich der Dienst-DVR zu dem primären Kanal (Schritt 505), bevor zu Schritt 510 übergegangen wird. Wenn sich der Dienst-DVR aktuell auf dem primären Kanal in Schritt 500 befindet, geht das Verfahren 445 direkt zu Schritt 510 über. Ein Wählen des Dienst-DVR wird dann ausgeführt (Schritt 510). Es wird bestimmt, ob der aktuelle Dienst-DVR als neuer Dienst-DVR gewählt wird (Schritt 515). Wenn der aktuelle Dienst-DVR als der neue Dienst-DVR agiert, kehrt das Verfahren 445 zu Schritt 450 zurück, und der Dienst-DVR bleibt aktiv. Wenn der aktuelle Dienst-DVR der neue Dienst-DVR ist, wird der DVR untätig (Schritt 520).

5 veranschaulicht ein Verfahren 600 für einen Nicht-Dienst-DVR, oder einen untätigen DVR, um ein Anrufgewährungssignal zu empfangen. Das Verfahren 600 beginnt damit, dass der DVR untätig ist (Schritt 605). Der untätige DVR empfängt ein Anrufgewährungssignal von dem Dienst-DVR (Schritt 610). Der untätige DVR extrahiert den zugewiesenen Kanal von dem Anrufgewährungssignal und speichert den zugewiesenen Kanal im Speicher (Schritt 615). Eine Bestimmung, ob ein neues Wählen benötigt wird (insbesondere ein Wählen eines neuen Dienst-DVR), wird ausgeführt (Schritt 620). Wenn ein neues Wählen benötigt wird, bleibt der DVR untätig (Schritt 625) und kehrt dann zu Schritt 620 zurück. Wenn ein Wählen benötigt wird, wird das Wählen eines neuen Dienst-DVR ausgeführt (Schritt 630). Dann wird bestimmt, ob der aktuell untätige DVR als der neue Dienst-DVR gewählt wurde (Schritt 635). Wenn der aktuell untätige DVR als der neue Dienst-DVR gewählt wurde, wird der DVR aktiv (Schritt 640). Wenn der DVR nicht als der neue Dienst-DVR gewählt wurde, kehrt das Verfahren 600 zu Schritt 605 über, und er bleibt untätig.

In der vorangehenden Spezifikation sind spezifische Ausführungsformen beschrieben worden. Dem Fachmann auf dem Gebiet ist jedoch klar, dass verschiedene Modifizierungen und Änderungen vorgenommen werden können, ohne von dem Geist der Erfindung abzuweichen, wie in den Ansprüchen unten dargelegt. Dementsprechend sind die Spezifikation und die Abbildungen in einem eher illustrativen als einem restriktiven Sinne zu verstehen und alle solche Modifikationen sollen in dem Geist der vorliegenden Lehren enthalten sein.

Die Nutzen, Vorteile, Problemlösungen und jedes denkbare Element, das dazu führt, dass irgendein Nutzen, Vorteil oder irgendeine Lösung eintritt oder ausgeprägter wird, sollen nicht als kritische, erforderliche oder essentielle Merkmale oder Elemente eines beliebigen Anspruchs oder aller Ansprüche ausgelegt werden. Die Erfindung wird ausschließlich durch die angehängten Ansprüche definiert, einschließlich jeder beliebigen Änderung, die während der Rechtshängigkeit der vorliegenden Anmeldung vorgenommen wird, und aller Äquivalente solcher Ansprüche, wie veröffentlicht.

Darüber hinaus sollen in diesem Dokument relationale Ausdrücke, wie zum Beispiel, erste und zweite, oben und unten, und dergleichen ausschließlich verwendet werden, um eine Entität oder Aktion von einer anderen Entität oder Aktion zu unterscheiden, ohne notwendigerweise irgend eine tatsächliche solche Beziehung oder Reihenfolge zwischen solchen Entitäten oder Aktionen zu erfordern oder zu implizieren. Die Ausdrücke "umfasst", "umfassend", "hat", "habend", "beinhalten", "beinhaltend", "enthalten", "enthaltend" oder eine beliebige Variation davon sollen eine nicht-exklusive Einbeziehung abdecken, so dass ein Prozess, Verfahren, Artikel oder eine Vorrichtung, die eine Liste von Elementen umfassen, haben, beinhalten, enthalten, nicht nur solche Elemente beinhalten, sondern andere Elemente beinhalten können, die nicht ausdrücklich aufgeführt werden, oder solchen Prozessen, Verfahren, Artikeln oder Vorrichtungen inhärent sind. Ein Element, das fortfährt mit "umfasst ... ein", "hat ... ein", "beinhaltet ... ein", "enthält ... ein", schließt nicht, ohne weitere Auflagen, die Existenz zusätzlicher identischer Elemente in dem Prozess, Verfahren, Artikel oder der Vorrichtung aus, die das Element umfassen, haben, beinhalten, enthalten. Die Ausdrücke "eine" und "ein" werden als eins oder mehr definiert, sofern hierin nichts anderes explizit festgelegt ist. Die Ausdrücke "im Wesentlichen", "essentiell", "ungefähr", "etwa" oder eine beliebige andere Version davon wurden als "nahe bei sein" definiert, wie dem Fachmann auf dem Gebiet klar ist, und in einer nicht begrenzenden Ausführungsform wird der Ausdruck definiert, innerhalb von 10 %, in einer anderen Ausführungsform innerhalb von 5 % in einer anderen Ausführungsform innerhalb von 1 % und in einer anderen Ausführungsform innerhalb von 0,5 % zu sein. Der Ausdruck "gekoppelt", wie er hierin verwendet wird, wird als "verbunden" definiert, obwohl nicht notwendigerweise direkt und nicht notwendigerweise mechanisch. Eine Vorrichtung oder Struktur, die in einer bestimmten Art und Weise "konfiguriert" ist, ist mindestens auf diese Art und Weise konfiguriert, kann aber auch auf mindestens eine Art und Weise konfiguriert sein, die nicht aufgeführt ist.

Es ist gewünscht, dass einige Ausführungsformen einen oder mehrere generische oder spezialisierte Prozessoren (oder "Verarbeitungsvorrichtungen") umfassen, wie zum Beispiel, Mikroprozessoren, digitale Signalprozessoren, kundenspezifische Prozessoren und freiprogrammierbare Feld-Gate-Arrays (FPGAs) und eindeutige gespeicherte Programmanweisungen (die sowohl Software als auch Firmware umfassen), die den einen oder mehrere Prozessoren steuern, um in Verbindung mit bestimmten Nicht-Prozessor-Schaltungen, einige, die meisten oder alle der Funktionen des Verfahrens und/oder der Vorrichtung, die hierin beschrieben werden, zu implementieren. Alternativ können einige oder alle Funktionen durch eine Zustandsmaschine implementiert werden, die über keine gespeicherten Programmanweisungen verfügt, oder in einer oder mehreren anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen (ASICs), in denen jede Funktion oder einige Kombinationen von bestimmten der Funktionen, als kundenspezifische Logik implementiert sind. Selbstverständlich kann eine Kombination der zwei Ansätze verwendet werden.

Darüber hinaus kann eine Ausführungsform als ein computerlesbares Speichermedium implementiert sein, das über einen darauf gespeicherten computerlesbaren Code zum Programmieren eines Computers (der zum Beispiel einen Prozessor umfasst) verfügt, um ein hierin beschriebenes und beanspruchtes Verfahren durchzuführen. Beispiele solcher computerlesbaren Speichermedien umfassen, ohne darauf beschränkt zu sein: eine Festplatte, eine CD-ROM, eine optische Speichervorrichtung, eine magnetische Speichervorrichtung, einen ROM (Nur-Lese-Speicher), einen PROM (Programmierbarer Lesespeicher), einen EPROM (Löschbarer Programmierbarer Lesespeicher), einen EEPROM (Elektrisch Löschbarer Programmierbarer Lesespeicher) und einen Flash-Speicher. Weiterhin ist zu erwarten, dass ein Fachmann auf dem Gebiet, ungeachtet möglicher erheblicher Anstrengungen und einer großen Designauswahl, die zum Beispiel durch eine zur Verfügung stehende Zeit, der aktuellen Technologie und ökonomische Überlegungen begründet ist, geleitet durch die hierin offenbarten Konzepte und Prinzipien, ohne Weiteres in der Lage ist solche Softwareanweisungen und Programme und ICs mit minimalem Versuchsaufwand zu erzeugen.

Die Zusammenfassung der Offenbarung wird zur Verfügung gestellt, um dem Leser zu erlauben, die Natur der technischen Offenbarung schnell zu erkennen. Es wird mit dem Verständnis eingereicht, dass es nicht verwendet wird, um den Geist oder die Bedeutung der Ansprüche zu interpretieren oder zu begrenzen. Zusätzlich ist der vorangehenden ausführlichen Beschreibung zu entnehmen, dass verschiedene Merkmale in verschiedenen Ausführungsformen zusammengruppiert werden, um die Offenbarung zu straffen. Dieses Offenbarungsverfahren soll nicht als ein Reflektieren einer Intention interpretiert werden, dass die beanspruchten Ausführungsformen mehr Merkmale erfordern, als ausdrücklich in jedem Anspruch vorgetragen werden. Vielmehr liegt, wie aus den folgenden Ansprüchen hervorgeht, ein erfinderischer Gegenstand in weniger als allen Merkmalen einer einzelnen offenbarten Ausführungsform vor. Somit werden die folgenden Ansprüche hierdurch in die ausführliche Beschreibung integriert, wobei jeder Anspruch für sich alleine als ein getrennt beanspruchter Gegenstand steht.