Title:
System zur Steuerung einer Service-Station für Fahrzeuge
Document Type and Number:
Kind Code:
T5

Abstract:

System zur Steuerung einer Service-Station für ein Fahrzeug, das ein Benutzerschnittstellenelement (10) umfasst, das eine App, die auf einem Benutzergerät (20) installiert ist, ein Identifikationselement (30), ein Steuerelement (40), das mit der Service-Station verbunden ist, und ein Back-End-Element (50), umfasst. Das Identifikationselement (30) ist konfiguriert, Identifikationsinformationen abzurufen und sie dem Back-End-Element (50) zu übermitteln, wobei das Back-End-Element (50) konfiguriert ist, über das Steuerelement (40) die Nutzung der Service-Station auf Grundlage der Identifikationsinformation zu aktivieren, und das Benutzerschnittstellenelement (10) nach Empfangen der Authentifizierung eines Zugangsrechts vom Back-End-Element (50) konfiguriert ist, dem Nutzer das Starten des Services der Service-Station zu ermöglichen.





Inventors:
Kuutti, Anssi (Tampere, FI)
Pitkänen, Mikko (Siilinjärvi, FI)
Saarinen, Elisa (Tampere, FI)
Ålander, Ari (Säynätsalo, FI)
Aminoff, Erkki (Helsinki, FI)
Application Number:
DE112015006050T
Publication Date:
10/12/2017
Filing Date:
11/25/2015
Assignee:
SUPEROPERATOR OY (Helsinki, FI)
International Classes:
G06Q50/10; B60S3/04; G06K9/20; G06Q20/18; G06Q30/06; H04W4/00
Attorney, Agent or Firm:
Becker, Kurig, Straus, 80336, München, DE
Claims:
1. System zur Steuerung einer Service-Station für ein Fahrzeug, umfassend
ein Benutzerschnittstellenelement (10), das eine App umfasst, die auf einem Benutzergerät (20) installiert ist;
ein Identifikationselement (30);
ein Steuerelement (40), das mit der Service-Station verbunden ist; und
ein Back-End-Element (50); wobei
das Identifikationselement (30) konfiguriert ist, um Identifikationsinformationen abzurufen und sie dem Back-End-Element (50) zu übermitteln;
das Back-End-Element (50) konfiguriert ist, über das Steuerelement (40) die Nutzung der Service-Station auf Grundlage der Identifikationsinformationen zu aktivieren; und wobei
das Benutzerschnittstellenelement (10) nach Empfang einer Authentifizierung eines Zugangsrechts vom Back-End-Element (50) konfiguriert ist, dem Nutzer das Starten eines Services der Service-Station zu ermöglichen.

2. System nach Anspruch 1, wobei das Identifikationselement (30) ein Abbildungssystem zum Abbilden eines Merkmals, das auf das Fahrzeug oder den Bediener bezogen ist, umfasst.

3. System nach Anspruch 2, wobei das Merkmal, das sich auf das Fahrzeug bezieht, ein Nummernschild des Fahrzeugs umfasst.

4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Identifikationsinformation eine Nummer eines Nummernschildes, einen App-spezifischen Code, biometrische Informationen des Benutzers oder einen spezifischen Code für das Benutzergerät umfasst.

5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Identifikationselement (30) in das Back-End-Element (50) oder das Benutzerschnittstellenelement (10) integriert ist.

6. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Back-End-Element (50) einen Cloud-basierten Service umfasst.

7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Steuerelement (40) einen Relaisschalter oder eine digitale Schnittstelle umfasst.

8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Benutzerschnittstellenelement (10), das Identifikationselement (30) und das Steuerelement (40) konfiguriert sind, mit dem Back-End-Element über das Internet zu kommunizieren.

9. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Service-Station eine Autowaschstation umfasst.

10. Verfahren zur Steuerung einer Service-Station für ein Fahrzeug, umfassend
Starten eines Benutzerschnittstellenelements (10), das eine App umfasst, die auf einem Benutzergerät (20) installiert ist;
Abrufen von Identifikationsinformationen mit einem Identifikationselement (30);
Authentifizieren eines Zugangsrechts auf Grundlage der Identifikationsinformationen mit einem Back-End-Element (50);
Freigeben der Nutzung der Service-Station über ein Steuerelement (40);
dem Nutzer ermöglichen, einen Service der Service-Station über das Benutzerschnittstellenelement (10) nach Erhalt einer Authentifizierung eines Zugangsrechts vom Back-End-Element (50) zu starten.

11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei das Abrufen der Identifikationsinformation das Abbilden eines Merkmals, das auf das Fahrzeug oder den Bediener bezogen ist, umfasst.

12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Merkmal, das sich auf das Fahrzeug bezieht, ein Nummernschild des Fahrzeugs umfasst.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Identifikationsinformation eine Nummer eines Nummernschildes, einen App-spezifischen Code, biometrische Informationen des Benutzers oder einen spezifischen Code für das Benutzergerät umfasst.

14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das ferner das Überprüfen der Position des Fahrzeugs und/oder des Benutzergeräts nach Starten des Benutzerschnittstellenelements (10) umfasst.

15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das ferner das Bereitstellen von Steueroptionen zum Erwerben eines Zugangsrechts über das Benutzerschnittstellenelement (10) umfasst.

16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das ferner das Bereitstellen von Steueroptionen, die auf den Service bezogen sind und/oder Mitteilungen, die auf den Service bezogen sind, über das Benutzerschnittstellenelement (10) umfasst.

17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Authentifizieren eines Zugangsrechts das Abgleichen der Identifikationsinformationen mit einer Datenbank gültiger Zugangsrechte, umfasst.

18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das ferner das Starten eines Services der Service-Station auf Grundlage der Benutzereingabe, die über das Benutzerschnittstellenelement (10) empfangen wurde, umfasst und dem Nutzer während des Services über das Benutzerschnittstellenelement (10) Informationen zur Verfügung stellt.

19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Service-Station eine Autowaschstation umfasst.

20. Computerprogramm, das einen computerausführbaren Programmcode umfasst, der bei Ausführung den Computer veranlasst, ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche auszuführen.

21. Nichtflüchtiges Speichermedium, das das Computerprogramm nach Anspruch 20 umfasst.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Patentanmeldung betrifft im Allgemeinen ein System zur Steuerung einer Service-Station für ein Fahrzeug. Insbesondere, aber nicht ausschließlich, betrifft die vorliegende Patentanmeldung ein System zur Steuerung einer Autowaschstation.

ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

Dieser Abschnitt veranschaulicht nützliche Hintergrundinformationen, die den Stand der Technik repräsentieren, wobei die hier beschriebenen Techniken nicht aufgenommen werden.

Autowaschstationen sind weitgehend automatisiert und arbeiten als Selbstbedienungsstationen. Häufig erwirbt der Bediener des Fahrzeugs ein Zugangstoken, beispielsweise einen Code, von einem Bediener der Station. Systeme für den Kauf der Zugangstoken, die zum Beispiel ein Mobiltelefon nutzen, indem z. B. eine Nummer gewählt wird und anschließend ein Zugangscode per SMS (Short Message Service) empfangen wird, sind ebenfalls bekannt.

In bestehenden Systemen ist es notwendig, dass der Bediener des Fahrzeugs, z. B. der Fahrer, physisch mit der Autowaschstation interagiert und deshalb aus dem Fahrzeug aussteigt oder zumindest ein Fenster davon öffnet, um den Zugangstoken ins System einzugeben. Häufig wird eine Bedienoberfläche, wie beispielsweise ein Tastenfeld und ein Display, neben dem Eingang zur Autowaschstation bereitgestellt, um den Zugangstoken einzugeben und/oder zu erwerben und den gewünschten Service zu starten.

Die finnische Gebrauchsmusterschrift FI10184 offenbart ein System, in welchem die Notwendigkeit des Erwerbs eines Zugangstokens durch ein monatliches Abonnement des Services ersetzt wird und das Zugangsrecht durch Erkennen des Nummernschildes des Fahrzeugs geprüft wird. Dennoch erfordert das System das Hinterlegen des Nummernschildes des Fahrzeuges in einer Abonnement-Datenbank und der Bediener des Fahrzeuges muss nach wie vor den Service durch physische Interaktion mit der Autowaschstation starten.

Daneben ist die Nutzung von mobilen Kommunikationsgeräten zum Anfordern der Einfahrt in eine Anlage zum Parken aus der U.S.-Patentanmeldung US20120274482 bekannt. In diesem System wird Nahfeldkommunikation genutzt, um mit der Ein- und Ausfahrtvorrichtung des Parkplatzes zu kommunizieren, was eine komplizierte Anordnung des Systems erfordert.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Steuersystem bereitzustellen, das die Probleme des Standes der Technik verringert.

KURZDARSTELLUNG

Mehrere Aspekte von Beispielen der Erfindung werden in den Ansprüchen dargelegt.

Gemäß einem ersten Beispielaspekt der vorliegenden Erfindung wird ein System zum Steuern einer Service-Station für ein Fahrzeug bereitgestellt, umfassend
ein Benutzerschnittstellenelement, das eine App umfasst, die auf einem Benutzergerät installiert ist;
ein Identifikationselement;
ein Steuerelement, das mit der Service-Station verbunden ist; und
ein Back-End-Element; wobei
das Identifikationselement konfiguriert ist, Identifikationsinformationen abzurufen und sie dem Back-End-Element zu übermitteln;
das Back-End-Element konfiguriert ist, über das Steuerelement die Nutzung der Service-Station auf Grundlage der Identifikationsinformationen zu aktivieren; und wobei
das Benutzerschnittstellenelement nach Empfang einer Authentifizierung eines Zugangsrechts vom Back-End-Element konfiguriert ist, dem Nutzer das Starten eines Services der Service-Station zu ermöglichen.

Das Identifikationselement kann ein Abbildungssystem zum Abbilden eines Merkmals, das auf das Fahrzeug oder den Bediener bezogen ist, umfassen.

Das Merkmal, das sich auf das Fahrzeug bezieht, kann ein Nummernschild des Fahrzeugs umfassen.

Die Identifikationsinformationen können eine Nummer eines Nummernschildes, einen App-spezifischen Code, biometrische Informationen des Benutzers oder einen spezifischen Code eines Benutzergeräts umfassen.

Das Identifikationselement kann in das Back-End-Element oder in das Benutzerschnittstellenelement integriert sein.

Das Back-End-Element kann einen Cloud-basierten Service umfassen.

Das Steuerelement kann einen Relaisschalter oder eine digitale Schnittstelle umfassen.

Das Benutzerschnittstellenelement, das Identifikationselement und das Steuerelement können konfiguriert sein, mit dem Back-End-Element über das Internet zu kommunizieren.

Die Service-Station kann eine Autowaschstation umfassen.

Gemäß einem zweiten Beispielaspekt der vorliegenden Erfindung, ist ein Verfahren zum Steuern einer Service-Station für ein Fahrzeug bereitgestellt, umfassend
Starten eines Benutzerschnittstellenelements, das eine App umfasst, die auf einem Benutzergerät installiert ist;
Abrufen von Identifikationsinformationen mit einem Identifikationselement;
Authentifizieren eines Zugangsrechts auf Grundlage der Identifikationsinformationen mit einem Back-End-Element;
Freigeben der Nutzung der Service-Station über ein Steuerelement;
dem Nutzer ermöglichen, einen Service der Service-Station über das Benutzerschnittstellenelement nach Erhalt einer Authentifizierung eines Zugriffsrechts vom Back-End-Element zu starten.

Die Identifikationsinformation kann das Abbilden eines Merkmals, das auf das Fahrzeug oder den Nutzer bezogen ist, umfassen.

Das Merkmal, das sich auf das Fahrzeug bezieht, kann ein Nummernschild des Fahrzeugs umfassen.

Die Identifikationsinformationen können eine Nummer eines Nummernschildes, einen App-spezifischen Code, biometrische Informationen des Nutzers oder einen spezifischen Code für das Benutzergerät umfassen.

Das Verfahren kann ferner das Überprüfen der Position des Fahrzeugs und/oder des Benutzergeräts nach Starten des Benutzerschnittstellenelements umfassen.

Das Verfahren kann ferner das Bereitstellen von Steueroptionen zum Erwerben eines Zugangsrechts über das Benutzerschnittstellenelement umfassen.

Das Verfahren kann ferner das Bereitstellen von Steueroptionen, die auf den Service bezogen sind und/oder Mitteilungen, die auf den Service bezogen sind, umfassen.

Authentifizieren eines Zugangsrechts kann das Abgleichen der Identifikationsinformationen mit einer Datenbank gültiger Zugangsrechte, umfassen.

Das Verfahren kann ferner das Starten eines Services der Service-Station auf Grundlage der Benutzereingabe, die über das Benutzerschnittstellenelement empfangen wurde, umfassen und dem Nutzer können während des Services über das Benutzerschnittstellenelement (10) Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Service-Station kann eine Autowaschstation umfassen.

Gemäß einem dritten Beispielaspekt der vorliegenden Erfindung, wird ein Computerprogramm bereitgestellt, das einen computerausführbaren Programmcode umfasst, der bei Ausführung den Computer veranlasst, ein Verfahren gemäß dem zweiten Beispielaspekt durchzuführen.

Gemäß einem vierten Beispielaspekt der vorliegenden Erfindung, wird ein nichtflüchtiges Speichermedium bereitgestellt, das das Computerprogramm des dritten Beispielaspekts umfasst.

Jedes vorhergehende oder nachfolgende Speichermedium kann einen digitalen Datenspeicher, wie beispielsweise eine Daten-Disc oder Diskette, optischen Speicher, Magnetspeicher, holografischen Speicher, optomagnetischen Speicher, Phasenänderungsspeicher, resistiven Speicher mit wahlfreiem Zugriff, magneto-resistiven Speicher mit wahlfreiem Zugriff, Festelektrolytspeicher, ferroelektrischen Speicher mit wahlfreiem Zugriff, organischen Speicher oder Polymerspeicher umfassen. Das Speichermedium kann in einer Vorrichtung ausgebildet sein, die keine anderen wesentlichen Funktionen als das Speichern von Speicherdaten aufweist, oder es kann als Teil einer Vorrichtung mit anderen Funktionen ausgebildet sein, die einen Speicher eines Computers, einen Chipsatz, und eine Unterbaugruppe eines elektronischen Geräts umfasst aber nicht auf diese beschränkt ist. Im Rahmen dieser Schrift kann ein „Speichermedium” alle nichtflüchtigen Medien oder Mittel sein, die die Nutzungsbefehle von einem oder in Verbindung mit einem Befehlsausführungssystem, einer Vorrichtung, einem Gerät, wie beispielsweise einem Computer, aufnehmen, speichern, kommunizieren, ausbreiten oder transportieren können.

Verschiedene unverbindliche Beispielaspekte und Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wurden vorstehend dargelegt. Die vorstehenden Ausführungsformen werden lediglich für die Erklärung ausgewählter Aspekte oder Schritte verwendet, die in Implementierungen der vorliegenden Erfindung genutzt werden können. Einige Ausführungsformen können nur unter Bezugnahme auf bestimmte Beispielaspekte der Erfindung dargelegt werden. Es ist darauf hinzuweisen, dass entsprechende Ausführungsformen auch auf andere Beispielaspekte zutreffen können.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Für ein besseres Verständnis von Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung wird nun auf die folgenden Beschreibungen in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen Bezug genommen, in welchen:

1 eine schematische Prinzipansicht eines Systems gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt;

2 eine schematische Prinzipansicht einer Umgebung eines Systems gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt; und

3 ein Flussdiagramm eines Verfahrens gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung und dessen mögliche Vorteile werden durch Bezugnahme auf 1 bis 3 der Zeichnungen verständlich. In dieser Schrift bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Teile oder Schritte.

1 zeigt eine schematische Prinzipansicht eines Systems gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. 1 zeigt ein System 100 zum Steuern von Services für ein Fahrzeug. In einem Ausführungsbeispiel umfasst der Service für ein Fahrzeug eine Autowäsche. Das System 100 umfasst ein Benutzerschnittstellenelement 10, ein Identifikationselement 30, ein Steuerelement 40 und ein Back-End-Element 50. 1 zeigt ferner die Service-Station 60 für ein Fahrzeug, die mit dem System 100 gesteuert wird. In einem Ausführungsbeispiel umfasst die Service-Station eine Autowaschstation. In einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst die Service-Station 60 eine Parkstation.

Das Benutzerschnittstellenelement 10 umfasst in einem Ausführungsbeispiel eine Anwendung oder App, die von einem Prozessor in einem Gerät, z. B. einem Benutzergerät 20, ausgeführt wird. Das Benutzergerät 20 umfasst in einem Ausführungsbeispiel ein tragbares elektronisches Gerät, wie ein Smartphone, ein Mobiltelefon, eine Smartwatch, einen PDA, ein Tablet oder einen Laptop. In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Benutzerschnittstellenelement 10 eine Anwendung, die von einem Element des Fahrzeuges, wie beispielsweise einem Steuer- und Unterhaltungssystem des Fahrzeuges, ausgeführt wird. Das Benutzergerät 20 umfasst übliche Elemente und Funktionen, die einem Fachmann bekannt sind, wie beispielsweise eine Kommunikationsschnittstelle, einen Prozessor, einen Speicher, eine Eingabe-/Ausgabeeinheit (I/O), eine Benutzerschnittstelleneinheit (U/I), wie beispielsweise ein berührungsempfindliches Display. Da das Benutzerschnittstellenelement 10 mit einer App bereitgestellt ist, die in einem Benutzergerät 20 installiert ist, benötigt die Service-Station 60 überhaupt keine Benutzerschnittstelle oder ähnliche Vorrichtungen, dementsprechend benötigt beispielsweise eine Autowaschstation den üblichen Bedienterminal an der Fahrzeugeinfahrt nicht, nicht einmal für das Starten des Services, da das Benutzerschnittstellenelement konfiguriert ist, dies auszuführen.

Das Gerät 20 und daher auch die Anwendungen, die von seinem Prozessor ausgeführt werden sind konfiguriert, über einen oder mehrere lokale Verbindungen und/oder mit implementierten Telekommunikationsverbindungen, die zum Aufbauen von Verbindungen mit anderen Nutzern oder zur Datenübertragung geeignet sind, z. B. durch Nutzung des Internets, zu kommunizieren. Zum Verbinden mit dem Internet ist das Gerät konfiguriert, eine Verbindung mittels eines Handy- oder Mobilfunknetzes, wie beispielsweise einem 3G-, GPRS-, EDGE-, CDMA-, WCDMA- oder LTE-Netzwerk, herzustellen. Für eine solche Verbindung wird mit dem Mobilfunkbetreiber ein mobiler Internetzugang eingerichtet. Weitere Telekommunikationsverbindungen können Verbindungen sein, die eines des Folgenden nutzen: drahtlose lokale Netzverbindungen, Bluetooth, Ultrabreitband, zelluläre- oder Satellitenkommunikationsverbindungen.

Das Identifikationselement 30 umfasst in einem Ausführungsbeispiel ein Abbildungssystem, das konfiguriert ist, ein Nummernschild des Fahrzeuges abzubilden. Dies wird in einem Ausführungsbeispiel ausgeführt, um sicherzustellen, dass die Service-Station für ein bestimmtes Fahrzeug genutzt wird. In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Abbildungsmittel zusätzlich oder stattdessen konfiguriert, einen weiteren Teil oder Abschnitt des Fahrzeuges und/oder den Fahrer des Fahrzeuges abzubilden. Das Abbildungssystem umfasst ein herkömmliches Abbildungssystem, wie beispielsweise eine Videokamera, digitale Videokamera, digitale Standbildkamera, Wärmebildkamera, eine 3D-Kamera oder eine Laserkamera. In einem Ausführungsbeispiel umfasst das Abbildungssystem weitere Elemente, die zum Erkennen von Objekten im abgebildeten Bild dienen, wie beispielsweise einen Prozessor und Speicher, die zur Erkennung und Verarbeitung von Informationen aus dem Bild konfiguriert sind, um zum Beispiel die Nummer des Nummernschildes des Fahrzeuges abzurufen. Das Identifikationselement umfasst ferner Kommunikationsmittel, die zum Beispiel denen, die in Verbindung mit dem Gerät 20 beschrieben wurden, ähneln, um mit den anderen Elementen des Systems in einem Ausführungsbeispiel mit dem Back-End-Element 50 zu kommunizieren. In einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst das Identifikationselement anstatt des oder zusätzlich zum Abbildungssystem weitere Mittel zum Erkennen des Fahrzeuges und/oder Fahrers des Fahrzeuges, wie beispielsweise ein RFID-(Radio Frequency Identification) oder NFC-(Nahfeldkommunikation)Identifikationssystem oder einen computerlesbaren Code, wie beispielsweise einen Barcode oder einen QR-Code.

In noch einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Identifikationselement in das Back-End-Element 50 und/oder das Gerät 20 eingebaut oder integriert. In einem Ausführungsbeispiel umfasst das Gerät 20 Abbildungsmittel, die genutzt werden, um ein Merkmal, das im Fahrzeug installiert ist oder anderweitig mit dem Fahrzeug und/oder dem Fahrer des Fahrzeugs in Verbindung steht, abzubilden und zu identifizieren. In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Back-End 50 konfiguriert, das Gerät 20 zu identifizieren, beispielsweise eine eindeutige Kennung des Geräts 20, die durch das Benutzerschnittstellenelement 10 an das Back-End gesendet wird.

Das Steuerelement 40 umfasst in einem Ausführungsbeispiel einen Relaisschalter, der konfiguriert ist, den Service in Bezug auf ein Fahrzeug zu starten. In einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst das Steuerelement 40 eine digitale Schnittstelle, die ein Digital-I/O-Modul oder einen Bus, wie beispielsweise einen CAN-Bus (Controller Area Network) oder einen I2C-Bus, nutzt. Das Steuerelement ist in einem Ausführungsbeispiel in das Steuersystem eines Services 60, wie eine Autowaschstation, installiert. In einem Ausführungsbeispiel umfasst das Steuerelement 40 Kommunikationsmittel, die zum Beispiel ähnlich denen, die in Verbindung mit dem Gerät 20 beschrieben wurden, sind, um mit den anderen Elementen des Systems in einem Ausführungsbeispiel mit dem Back-End-Element 50, zu kommunizieren. Das Steuerelement 40 ist das einzige Element, das physisch mit dem Service für ein Fahrzeug, wie beispielsweise mit einer Autowaschstation, verbunden ist, und dementsprechend ist die Installation des Systems 100 in jede Service-Station sehr einfach und kostengünstig, denn wie ein Fachmann zu schätzen weiß, sind drahtlose Relaisschalter allgemein verfügbar und preiswert.

Das Back-End-Element 50 umfasst in einem Ausführungsbeispiel einen Cloud-basierten Service, der konfiguriert ist, das System 100 zu verwalten und zu steuern, wie nachfolgend mit Bezugnahme auf 3 beschrieben wird. Das Back-End 50 umfasst die Mittel und Funktionen, die konfiguriert sind, um eine Fahrzeuge-Datenbank, Benutzerschnittstellenelemente 10 und/oder Nutzer, die Zugangsrechte zur Service-Station 60 haben, zu führen, Information, die vom Benutzerschnittstellenelement 10 und den Identifikationselement 30 empfangen wurden, zu verarbeiten und mit den Elementen des Systems mittels Kommunikationsmitteln, die vorstehend beschrieben wurden, zu kommunizieren. In einem Ausführungsbeispiel ist das Back-End ein Cloud-basierter Service, der über das Internet zugänglich ist. In einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst das Back-End-Element einen Server, der an der Service-Station 60 angeordnet und über das Internet zugänglich ist. Es ist ein Vorteil des Systems 100, dass die Funktionen des Back-Ends nicht in die Service-Station 60 integriert oder installiert werden müssen, was erhebliche Kosten und Aufwand erfordern würde, sondern das System 100 das Back-End 50 umfasst, das über lokale oder Telekommunikationsmittel zugänglich ist. Ein Fachmann schätzt, dass das Back-End 50 in einem Ausführungsbeispiel mit einer Vielzahl von Systemen 100 und damit einer Vielzahl von Service-Stationen 60 verbunden ist, d. h. konfiguriert ist, diese zu verwalten und zu steuern.

Das Back-End-Element 50 ist konfiguriert, das Zugangsrecht zum Service 60 zu überprüfen. In einem Ausführungsbeispiel umfasst das Back-End 50 Mittel zum Empfangen von Identifikationsinformationen vom Identifikationselement 30 von einem Identifikationselement, das im Gerät 20 integriert ist, oder es empfängt Informationen vom Identifikationselement 30 oder dem Benutzerschnittstellenelement 10, aus welchen die Identifikationsinformation durch weitere Verarbeitung abgerufen werden kann.

In einem Ausführungsbeispiel gibt es mehrere Kategorien von Zugangsrechten. In einem Ausführungsbeispiel ist das Zugangsrecht fahrzeugspezifisch, in welchem Fall die Identifikationsinformation, zum Beispiel die Nummer des Nummernschildes oder einen weiteren fahrzeugspezifischen Code umfasst, und der Code wird durch Abbilden mit einem Abbildungssystem, das im Identifikationselement 30 umfasst ist, abgerufen. In einem Ausführungsbeispiel wird die Registerplatte mit einer digitalen Videokamera, digitalen Standbildkamera oder einer anderen Abbildungsvorrichtung abgebildet, oder ein fahrzeugspezifischer Code wird durch ein Abbildungssystem des Benutzergeräts 20 abgebildet.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Zugangsrecht spezifisch für das Benutzerschnittstellenelement 10, d. h. spezifisch für die App, die im Benutzergerät 20 installiert ist. In einem solchen Fall umfasst die Identifikationsinformation zum Beispiel einen Code, der spezifisch für die App oder das Benutzergerät ist. In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird die Position des Benutzergeräts 20 kontrolliert, bevor ein App-spezifisches Zugangsrecht eingeräumt wird. In einem Fall, in welchem die App von einem Benutzergerät, das in das Fahrzeug integriert ist, ausgeführt wird, wird ein fahrzeugspezifisches Zugangsrecht auch nur mit dem App-spezifischen Code freigegeben.

In noch einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Zugangsrecht benutzerspezifisch. In einem solchen Fall umfasst die Identifikationsinformation zum Beispiel biometrische Informationen des Nutzers. Die biometrische Information kann durch Abbilden mit dem Identifikationselement 30 unter Verwendung des Abbildungsmittels des Benutzergeräts 20 oder durch weitere biometrische Identifikation, wie beispielsweise einem Fingerabdruckleser, abgerufen werden.

In einem Ausführungsbeispiel können alle Kategorien der Zugangsrechte, d. h. fahrzeugspezifische, App-spezifische und nutzerspezifische Zugangsrechte, durch Abonnieren eines monatlichen Zugangsprogramms abgerufen werden. Außerdem kann das Zugangsrecht zu einer bestimmten vorher festgelegten Anzahl von Nutzungen des Services 60, zum Beispiel in einem bestimmten Zeitraum, abonniert werden. In einem weiteren Ausführungsbeispiel gibt es Begrenzungen von Zugangsrechten, zum Beispiel ist nur eine bestimmte Anzahl von Nutzungen in einer vorher festgelegten Zeitspanne erlaubt.

Wenn in der Datenbank kein Zugangsrecht zu finden ist, ist das Back-End-Element 50 konfiguriert über das Benutzerschnittstellenelement die Möglichkeit des Erwerbs eines einmaligen Zugangsrechts bereitzustellen, sodass ein zufälliger Nutzer des Services 60 in den Genuss einer ähnlich bequemen Nutzungserfahrung kommen kann. Solch ein einmaliges Zugangsrecht liegt in einer Ausführungsform, wobei bequem in der App mit gängigen Mitteln, wie einer Kreditkarte, bezahlt wird.

2 zeigt eine schematische Prinzipansicht einer Umgebung des Systems gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der Nutzer des Systems 200, d. h. der Fahrer eines Fahrzeugs, das gewaschen werden soll, trägt ein Smartphone 20 bei sich, auf welchem das Benutzerschnittstellenelement des Systems, d. h. eine Autowäsche-App, installiert wurde. Ist der Nutzer bereit, die Autowaschstation 70 zu nutzen, startet er die App auf dem Smartphone, d. h. wendet sie an. Die Autowaschanlage ist mit einem Modul 80 verbunden, das oh Identifikationselement und ein Steuerelement, wie beispielsweise eine digitale Videokamera und einen Relaisschalter, umfasst. Das Identifikationselement identifiziert ein eindeutiges Kennzeichen des Fahrzeugs und sendet die Information über ein mobiles Telekommunikationsnetz 90 an das Back-End 50. Das Back-End ist konfiguriert, das Zugangsrecht des Fahrzeugs und/oder Nutzers zu prüfen und nach Bestätigung des Zugangsrechts wird dies dem Smartphone 20 mitgeteilt und der Nutzer kann die Autowaschanlage mit der Autowäsche-App starten. Während des gesamten Vorgangs darf der Nutzer weder das Fahrzeug verlassen noch ein Fenster öffnen. Hat der Nutzer kein Zugangsrecht zur Waschanlage, kann er den Zugang über das Benutzerschnittstellenelement, d. h. die App, die nachfolgend beschrieben wird, kaufen, wobei er wieder nicht aus dem Fahrzeug aussteigen oder ein Fenster öffnen darf.

3 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es ist zu beachten, dass die Schritte des Verfahrens, die durch das Benutzerschnittstellenelement 10 im Benutzergerät 20, dem Identifikationselement 30 oder dem Back-End 50 durchgeführt werden, konfiguriert sind, dass sie von einem Prozessor des jeweiligen Elements getragen werden.

In Schritt 310 wird das System gestartet. In einem Ausführungsbeispiel startet der Nutzer des Systems, typischerweise der Fahrer des Fahrzeugs, für welches der Service für ein Fahrzeug, d. h. die Service-Station 60, 70 genutzt werden soll, das Benutzerschnittstellenelement 10, d. h. die Applikation, auf seinem persönlichen Gerät, wie beispielsweise einem Smartphone. Die App 10 wird in einem Ausführungsbeispiel an der Service-Station 60, 70 oder an einem anderen Ort gestartet.

In Schritt 320 ruft die App, abhängig von den ausgewählten Optionen für das Benutzerschnittstellenelement 10, unter Verwendung der Standortservices des Benutzergeräts 20, auf welchem die App 10 installiert ist, Standortinformationen ab. Wenn sich der Nutzer, und somit das Fahrzeug, an der Service-Station befindet, fährt das Verfahren mit nachfolgenden Schritten fort. Wenn sich der Nutzer an einem anderen Standort befindet, stellt die App in einem Ausführungsbeispiel Vorschläge für Service-Stationen, die sich in der Nähe befinden und Wegbeschreibungen, um diese mit einem Navigationssystem des Benutzergeräts 20 zu erreichen, bereit. In einem weiteren Ausführungsbeispiel stellt das Benutzerschnittstellenelement Daten zur Lage an den Service-Stationen in der Nähe bereit, zum Beispiel ob eine bestimmte Service-Station außer Betrieb ist oder eine lange Warteschlange aufweist.

In Schritt 330 wird die Identifikation durchgeführt. In einem Ausführungsbeispiel bildet das Identifikationselement in Schritt 340 die Registerplatte des Fahrzeugs ab und ruft die Nummer des Nummernschildes ab, die anschließend als Identifikationsinformation an das Back-End-Element 50 zur Überprüfung oder Authentifizierung eines Zugangsrechts zur Service-Station 60, 70, die genutzt werden soll, gesendet wird. In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird das Bild der Registerplatte als solches an das Back-End-Element 50 gesendet, das konfiguriert ist, die Identifikationsinformation davon abzurufen. In noch einem weiteren Ausführungsbeispiel werden die Abbildungsmittel des Benutzergeräts 20 in Schritt 340 genutzt, um ein Element abzubilden, wie beispielsweise ein spezifisches Code-Element, das sich zum Beispiel innerhalb des Autos befindet und die Identifikationsinformation wird aus einer solchen Abbildung im Benutzergerät 20 oder dem Back-End-Element 50 abgerufen, d. h., dass das Identifikationselement 30 in eines von beiden integriert ist. In noch einem weiteren Ausführungsbeispiel werden biometrische Informationen in Bezug auf den Nutzer genutzt. In einem solchen Fall wird z. B. das Gesicht des Nutzers oder ein Fingerabdruck mit den Abbildungsmitteln des Benutzergeräts 20 abgebildet und die Identifikationsinformation daraus wird auf dem Benutzergerät 20 oder dem Back-End-Element 50 abgerufen, d. h., dass das Identifikationselement 30 in eines von beiden integriert ist.

In noch einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst das Benutzerschnittstellenelement 10 oder das Benutzergerät 20 Identifikationsinformationen, wie beispielsweise einen gerätespezifischen Code, der an das Back-End-Element 50 gesendet wird und demzufolge muss das Identifikationselement 30 keine Abbildungsmittel umfassen.

In noch einem weiteren Ausführungsbeispiel werden die Schritte 340 und/oder 330 automatisch durchgeführt, wenn das Fahrzeug an der Service-Station 60, 70 eintrifft. In einem solchen Fall wird die Identifikationsinformation automatisch an das Back-End-Element gesendet, da sich das Fahrzeug oder der Nutzer in der Nähe der Service-Station 60, 70 befinden und das Back-End ist konfiguriert, mit dem Benutzergerät zu kommunizieren, um das Benutzerschnittstellenelement 10, d. h. die App, auf Grundlage der Identifikation automatisch zu starten. Die Ankunft des Fahrzeugs wird in einem Ausführungsbeispiel durch ein Positionssystem des Benutzergeräts 20 oder durch die Abbildungsmittel des Identifikationselements, die zum Beispiel eine Registerplatte des Fahrzeugs erkennen, ermittelt. In noch einem weiteren Ausführungsbeispiel wird die Ankunft des Fahrzeugs durch weitere Mittel erkannt, zum Beispiel durch Erkennen einer RFID, die im Fahrzeug angeordnet ist. In einem Ausführungsbeispiel, wenn zum Beispiel fahrzeugbasiertes Zugangsrecht abonniert wird und das Fahrzeug mehrere Nutzer aufweist und dementsprechend mehrere Benutzergeräte verwendet werden, ist das Back-End-Element konfiguriert, das Benutzergerät, das der Service-Station am nächsten ist zu erkennen und mit diesem zu kommunizieren und automatisch die App 10 im richtigen Gerät zu starten.

In Schritt 350 wird die Identifikationsinformation, die in Schritt 330, 340 an das Back-End-Element gesendet wurde, zur Authentifizierung genutzt, d. h. das Zugangsrecht des Fahrzeugs, Nutzers oder Benutzerschnittstellenelements zur Service-Station 60, 70 wird geprüft. In einem Ausführungsbeispiel umfasst das Back-End eine Datenbank von gültigen Abonnements, die Zugangsrechte bereitstellt und vergleicht die Identifikationsinformation mit den Einträgen der Datenbank. Stimmt die Identifikationsinformation mit einem gültigen Abonnement überein, wird die Nutzung der Service-Station 60, 70 über das Steuerelement 40 durch Übermitteln eines zugehörigen Befehls an das Steuerelement 40, d. h. an den Relaisschalter, aktiviert. Im Fall eines Abonnements eines vorher festgelegten Nutzungszeitraums, ist das Back-End-Element 50 ferner konfiguriert, zu überprüfen, dass das Nutzungslimit, d. h. die Benutzungshäufigkeit oder die Benutzungshäufigkeit in einem bestimmten Zeitraum, nicht überschritten wurde.

Wenn das Back-End-Element ermittelt, dass kein gültiges Abonnement für die empfangene Identifikationsinformation vorhanden ist, wird in Schritt 360 eine Möglichkeit, ein Zugangsrecht über das Benutzerschnittstellenelement 10 zu erwerben, bereitgestellt. In einem Ausführungsbeispiel werden dem Nutzer Steueroptionen bereitgestellt, um zum Beispiel aus einer Möglichkeit zum Erwerb eines einmaligen Zugangsrechts oder beispielsweise eines monatlichen Abonnements des Services zu wählen. Das Benutzerschnittstellenelement 10, das mit dem Back-End-Element 50 kommuniziert, führt auf Grundlage der Benutzereingaben die notwendigen Schritte des Auswählens des gewünschten Zugangsrechts und dessen Bezahlung, zum Beispiel mit einer Kreditkarte, aus und dementsprechend wird die Nutzung der Service-Station 60, 70 über das Steuerelement 40 durch Übermitteln eines zugehörigen Befehls an das Steuerelement 40, d. h. an den Relaisschalter, aktiviert.

In Schritt 370 ist das Benutzerschnittstellenelement konfiguriert, dem Nutzer Optionen zum Service, der genutzt werden soll, anzubieten. Die angebotenen Optionen sind in einem Ausführungsbeispiel von der Art des Zugangsrechts abhängig. In einem Ausführungsbeispiel kann der Nutzer zusätzliche Optionen, wie beispielsweise zusätzliche Service-Schritte, wählen, zum Beispiel zusätzliches Abspülen oder Waschen im Fall einer Autowäsche. In einem Ausführungsbeispiel stellt das Benutzerschnittstellenelement 10 dem Nutzer eine Handlungsempfehlung zum Ausführen von fahrzeugbezogenen Überprüfungen bereit, Zum Beispiel eine Orientierungshilfe zum Überprüfen der Fenster, der Antenne und auf dem Dach befestigter Transportbehälter. In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Identifikationselement 30 konfiguriert, Überprüfungen des Fahrzeugs an dieser Stelle mittels eines Abbildungssystems durchzuführen. Das Abbildungssystem bildet das Fahrzeug ab und erkennt zum Beispiel Gefahren, die in Bezug auf den Service, der genutzt werden soll, auftreten können, wie beispielsweise geöffnete Fenster, nicht entfernte Antenne, oder überschreitende Höhe aufgrund eines auf dem Dach installierten Transportbehälters und stellt Benachrichtigungen über das Benutzerschnittstellenelement 10 bereit. In noch einem weiteren Ausführungsbeispiel vergleicht das Abbildungssystem gemeinsam mit dem Back-End-Element die Abbildung mit einer vorherigen Abbildung des Fahrzeugs und erkennt zum Beispiel unverhältnismäßig große Verschmutzungen des Fahrzeugs, um dem Nutzer effektivere Waschoptionen über das Benutzerschnittstellenelement 10 anzuzeigen. In einem Ausführungsbeispiel kann der Nutzer oder das System konfiguriert sein, Schritt 370 nicht durchzuführen, in welchem Fall Schritt 380 direkt nach Schritt 350 oder 360 durchgeführt wird.

In Schritt 380 ist das Benutzerschnittstellenelement 10 konfiguriert, dem Nutzer das Starten des Services zu ermöglichen, nachdem die Authentifizierung des Zugangsrechts vom Back-End erhalten wurde. Das Benutzerschnittstellenelement 10 stellt dem Nutzer die Mittel zum Starten des Services bereit, d. h. der Service wird direkt vom Benutzergerät 20, das mit dem Back-End-Element 50 und dem Steuerelement 40 kommuniziert, gestartet, ohne dass der Nutzer die Service-Station physisch bedienen muss, z. B. durch Öffnen eines Fensters und das Drücken eines Startknopfes. Der Nutzer startet den Service über eine Nutzereingabe, z. B. durch Drücken eines Buttons, der auf dem Touchscreen des Benutzergeräts 20 dargestellt ist. Sollte die Service-Station zum Zeitpunkt, an dem der Nutzer den Service nutzen möchte, besetzt sein, informiert das Benutzerschnittstellenelement den Nutzer in einem Ausführungsbeispiel über die geschätzte Wartezeit und ermöglicht das Starten des Services erst dann, wenn der Nutzer an der Reihe ist. Dementsprechend wird ein unbeabsichtigtes Starten des Services zu einem falschen Zeitpunkt oder für ein falsches Fahrzeug vermieden.

In Schritt 390 wird der Service, zum Beispiel die Autowäsche, durchgeführt. Während des Service stellt das Benutzerschnittstellenelement, d. h. die App, in einem Ausführungsbeispiel dem Nutzer Informationen über den Fortschritt des Services bereit. Solche Informationen umfassen zum Beispiel die verbleibende Zeitdauer oder Probleme in Bezug auf den Service. Während des Services weiß das System, dass sich das Benutzergerät 20 an der Service-Station befindet. In einem Ausführungsbeispiel ist das Benutzerschnittstellenelement 10 konfiguriert, dem Nutzer Informationen, wie Werbeinformationen, die auf den Interessen und vorherigen Handlungen des Nutzers basieren, darzulegen. In noch einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst das Zugangsrecht zusätzliche Services, wie die Nutzung eines kostenlosen Internetzugangs oder Zugang zu Mediendiensten während des Services. In noch einem weiteren Ausführungsbeispiel wird nach Beenden des Services dies in der Datenbank des Back-End-Elements 50 vermerkt und das Benutzerschnittstellenelement konfiguriert, dem Nutzer Erinnerungen über den Service-Bedarf, nachdem zum Beispiel eine vorher festgelegte Zeitspanne verstrichen ist, bereitzustellen.

Ohne den Umfang, die Interpretation oder Anwendung der unten aufgeführten Ansprüche in irgendeiner Form zu beeinflussen, ist eine technische Wirkung von einem oder mehreren der Ausführungsbeispiele, die hier offenbart sind, eine kostengünstige und leicht installierbare Steuerung einer Service-Station. Eine andere technische Wirkung von einem oder mehreren der Ausführungsbeispiele, die hier offenbart sind, stellt eine bequeme Benutzererfahrung dar. Eine andere technische Wirkung des einen oder der mehreren Ausführungsbeispiele, die hier offenbart sind, ist das Bereitstellen eines Systems, das unterschiedliche Identifikationsarten ermöglicht. Eine noch weitere technische Wirkung von einem oder mehreren der Ausführungsbeispiele, die hier offenbart sind, ist eine verbesserte Überwachung und Steuerung der Service-Nutzung.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können in Software, Hardware, Anwendungslogik oder eine Kombination aus Software, Hardware und Anwendungslogik implementiert werden. In einem Ausführungsbeispiel wird die Anwendungslogik, Software oder ein Befehlssatz auf einem der mehreren gängigen computerlesbaren Medien administriert. Im Rahmen dieser Schrift kann ein „computerlesbares Medium” jedes Medium oder Mittel sein, das die Nutzungsbefehle von einem oder in Verbindung mit einem Befehlsausführungssystem, einer Vorrichtung, einem Gerät, wie beispielsweise einem geeigneten Gerät, das vorstehend beschrieben wurde, aufnehmen, speichern, kommunizieren, ausbreiten oder transportieren kann. Ein computerlesbares Medium kann ein computerlesbares Speichermedium umfassen, das jedes Medium oder Mittel sein kann, das die Nutzungsbefehle von oder in Verbindung mit einem Befehlsausführungssystem, einer Vorrichtung, oder einem Gerät, wie beispielsweise einem Computer, enthalten oder speichern kann.

Wenn gewünscht, können die unterschiedlichen Funktionen, die hier erörtert wurden, in einer anderen Reihenfolge und/oder gleichzeitig durchgeführt werden. Außerdem können eine oder mehrere der vorstehend beschriebenen Funktionen fakultativ sein oder kombiniert werden.

Obwohl verschiedene Aspekte der Erfindung in den unabhängigen Ansprüchen dargelegt sind, umfassen andere Aspekte der Erfindung andere Kombinationen von Merkmalen aus den beschriebenen Ausführungsformen und/oder den abhängigen Ansprüchen mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche und nicht nur die Kombinationen, die in den Ansprüchen explizit dargelegt sind.

Ferner sei hier darauf hingewiesen, dass vorstehend beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben werden, deren Beschreibungen nicht als Einschränkung betrachtet werden sollten. Vielmehr gibt es verschiedenen Variationen und Anpassungen, die vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung, wie er in den angefügten Ansprüchen definiert ist, abzuweichen.