Title:
Einbaukabel und Verfahren zur Herstellung eines Einbaukabels
Document Type and Number:
Kind Code:
T5

Abstract:

Bereitgestellt wird ein Einbaukabel, das in der Lage ist, die Verbindungsfestigkeit einer Abschirmung zu verbessern und Kurzschlüsse oder dergleichen zu verhindern, sowie ein Verfahren zur Herstellung des Einbaukabels. Ein Einbaukabel der vorliegenden Erfindung enthält ein Koaxialkabel, das einen Kerndraht aus leitfähigem Material, einen Innenisolator, der den Außenumfang des Kerndrahts bedeckt, eine Abschirmung, welche den Außenumfang des Innenisolators bedeckt und einen Mantel hat, der den Außenumfang der Abschirmung mit einem Isolator bedeckt, wobei Kerndraht, Innenisolator und Abschirmung an einem Endabschnitt des Koaxialkabels freigelegt sind; eine Befestigungseinheit befestigt einen Endabschnitt des freigelegten Kerndrahts und hat eine Verbindungsfläche, an welcher eine Endfläche des Kerndrahts freigelegt ist; ein Leiter ist elektrisch und mechanisch mit der freigelegten Abschirmung verbunden und mit der Kabelbefestigungseinheit befestigt. Ein Endabschnitt des Leiters liegt an der Verbindungsfläche der Kabelbefestigungseinheit frei.





Inventors:
Sekido, Takanori (Tokyo, JP)
Application Number:
DE112015005937T
Publication Date:
10/19/2017
Filing Date:
01/13/2015
Assignee:
OLYMPUS CORPORATION (Tokyo, Hachioji-shi, JP)
International Classes:
H01B7/00; H01B11/18; H01R9/05; H01R12/61
Attorney, Agent or Firm:
Winter, Brandl, Fürniss, Hübner, Röss, Kaiser, Polte Partnerschaft mbB, Patentanwälte, 85354, Freising, DE
Claims:
1. Einbaukabel, aufweisend:
ein Koaxialkabel, welches aufweist: einen Kerndraht aus einem leitfähigen Material; einen Innenisolator, der einen Außenumfang des Kerndrahts bedeckt; eine Abschirmung, welche einen Außenumfang des Innenisolators bedeckt; und einen Mantel, der einen Außenumfang der Abschirmung als Isolator bedeckt, wobei das Koaxialkabel einen Endabschnitt hat, an welchem der Kerndraht, der Innenisolator und die Abschirmung freigelegt sind;
eine Kabelbefestigungseinheit, welche einen Endabschnitt des freigelegten Kerndrahts festlegt und eine Verbindungsfläche hat, an welcher eine Endfläche des Kerndrahts freiliegt; und
einen Leiter, der ein Ende hat, das elektrisch und mechanisch mit der freigelegten Abschirmung verbunden ist und dessen anderes Ende mit der Kabelbefestigungseinheit befestigt ist, wobei
ein Endabschnitt des Leiters an der Verbindungsfläche der Kabelbefestigungseinheit freiliegt.

2. Einbaukabel nach Anspruch 1,
wobei die Kabelbefestigungseinheit den Kerndraht und den Leiter in einem bestimmten Intervall festlegt, und
die Endfläche des Kerndrahts und eine Endfläche des Leiters an der Verbindungsfläche freiliegen.

3. Einbaukabel nach Anspruch 2,
wobei der Leiter aufweist:
einen ersten Leiter, der mit der Abschirmung verbunden ist; und
einen zweiten Leiter, der mit dem ersten Leiter verbunden ist und von der Kabelbefestigungseinheit befestigt ist, wobei der zweite Leiter eine Endfläche hat, die an der Verbindungsfläche der Kabelbefestigungseinheit freiliegt,
wobei der zweite Leiter größeren Durchmesser als der erste Leiter hat.

4. Einbaukabel nach Anspruch 1,
wobei der Leiter ein Substrat ist, das ein isolierendes Basismaterial hat und das ein Massemuster hat, das auf einer Oberfläche des isolierenden Basismaterials ausgebildet ist,
wobei das Substrat so angeordnet ist, dass das Massemuster in Kontakt mit der Abschirmung und der Kabelbefestigungseinheit ist,
das Substrat in Längsrichtung ein Ende hat, das mit der Abschirmung verbunden ist,
das Substrat einen anderen Endabschnitt hat, wo ein Teil des isolierenden Basismaterials entfernt ist, um das Massemuster freizulegen, und
das freigelegte Massemuster so gebogen ist, dass es in Kontakt mit der Verbindungsfläche ist, um den anderen Endabschnitt mit der Kabelbefestigungseinheit zu verbinden.

5. Einbaukabel nach Anspruch 1,
wobei der Leiter ein Substrat ist, das ein isolierendes Basismaterial hat und das ein Massemuster hat, das an einer Oberfläche des isolierenden Basismaterials ausgebildet ist, wobei
das Substrat so angeordnet ist, dass das Massemuster in Kontakt mit der Abschirmung und der Kabelbefestigungseinheit ist,
das Substrat in Längsrichtung einen Endabschnitt hat, der mit der Abschirmung verbunden ist,
das Einbaukabel weiterhin aufweist:
eine erste Masseelektrode, die an einer Oberfläche der Kabelbefestigungseinheit in Kontakt mit dem Substrat ausgebildet ist;
eine zweite Masseelektrode, die an der Verbindungsfläche ausgebildet ist; und
ein Verdrahtungsmuster, durch welches die erste Masseelektrode und die zweite Masseelektrode miteinander verbunden sind,
wobei das Massemuster mit der ersten Masseelektrode verbunden ist.

6. Einbaukabel nach Anspruch 1,
wobei der Leiter ein Substrat mit einem isolierenden Basismaterial und einem Massemuster ist, das an einer Oberfläche des isolierenden Basismaterials ausgebildet ist,
das Einbaukabel weiterhin eine Kissenelektrode aufweist, die auf dem Massemuster an einem Endabschnitt des Substrats ausgebildet ist,
der eine Endabschnitt des Substrats zusammen mit dem Kerndraht durch die Kabelbefestigungseinheit befestigt ist,
die Kissenelektrode an der Verbindungsfläche freiliegt, und
das Massemuster mit der Abschirmung an dem anderen Endabschnitt des Substrats verbunden ist.

7. Einbaukabel nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei das Substrat eine bandförmige flexible gedruckte Schaltkreiskarte ist, welche spiralförmig um den Außenumfang des freigelegten Innenisolators gewickelt ist.

8. Verfahren zur Herstellung eines Einbaukabels, wobei das Verfahren aufweist:
einen Elektrodenausbildungsschritt des Ausbildens einer Kissenelektrode an einem Endabschnitt eines Substrats, wobei das Substrat ein isolierendes Basismaterial und ein Massemuster an einer Oberfläche des isolierenden Basismaterials hat;
einen ersten Verbindungsschritt des elektrischen und mechanischen Verbindens eines Endes eines Leiters mit einer Abschirmung eines Koaxialkabels, wobei das Koaxialkabel einen Kerndraht, einen Innenisolator und die Abschirmung hat und einen Endabschnitt hat, an welchem der Kerndraht, der Innenisolator und die Abschirmung freigelegt sind;
einen zweiten Verbindungsschritt des Verbindens des anderen Endes des Leiters mit dem Massemuster des Substrats;
einen Befestigungsschritt des Befestigens von Kerndraht und Substrat mit einer Kabelbefestigungseinheit nach Ausrichtung von Kerndraht und Substrat; und
einen Freilegeschritt des Beschneidens der Kabelbefestigungseinheit, um den Kerndraht und die Kissenelektrode freizulegen.

Description:
Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Einbaukabel und ein Verfahren zur Herstellung des Einbaukabels.

Hintergrund

In den letzten Jahren wurden medizinische und industrielle Endoskope im großen Umfang benutzt. Als medizinisches Endoskop gibt es beispielsweise ein medizinisches Endoskop, welches mit einer Abbildungsvorrichtung mit eingebautem Bildsensor, beispielsweise einer CCD, am distalen Ende eines in einem Körper einführbaren Abschnitts versehen ist. Durch tiefes Einführen des Einführabschnitts in den Körper ist es möglich, einen befallenen Teil zu untersuchen und weiterhin kann durch Verwendung eines Behandlungswerkzeugs bei Bedarf es möglich gemacht werden, das Innere des Körpers zu untersuchen und zu behandeln.

Bei einem solchen Endoskop wurde die Miniaturisierung und hohe Leistungsfähigkeit der Abbildungsvorrichtung zum Zweck einer Verringerung der Belastung einer Person oder für eine Bildinformation mit weniger Störrauschen untersucht. Zusammen hiermit ist es jedoch auch wünschenswert, den Durchmesser von Kabeln zu verringern, welche Bildsignale oder Taktsignale übertragen oder die Antriebsenergie an den Bildsensor liefern.

Als eine Technik zum einfachen Verbinden einer Mehrzahl von Kabeln mit verringertem Durchmesser gibt es eine Technik zur Befestigung einer Mehrzahl von Koaxialkabeln an einer Basis derart, dass Endabschnitte der Koaxialkabel in einer bestimmten Anordnung ausgerichtet sind, die Kerndrähte der Koaxialkabel und eine Endfläche einer Abschirmung zur Endfläche der Basis hin freigelegt werden und die Kerndrähte und die Endfläche mit einer Kerndrahtverbindungselektrode bzw. einer Masseelektrode eines Substrats verbunden werden (siehe beispielsweise Patentliteratur 1).

DruckschriftenlistePatentliteratur

  • Patentliteratur 1: JP 2003-178826 A

ZusammenfassungTechnisches Problem

Da jedoch die Abschirmung des Koaxialkabels mit verringertem Durchmesser wesentlich dünner als ein Mittenleiter ist, ist es in Patentliteratur 1, wenn die Abschirmung und die Masseelektrode des Substrates miteinander Endverbunden werden, schwierig, die Abschirmung präzise zu der Masseelektrode auszurichten und die Verbindungsfestigkeit zwischen der Abschirmung und der Masseelektrode wird auch bei einer geringen Lageabweichung erheblich verringert. Weiterhin kann ein Kurzschluss oder dergleichen zwischen der Abschirmung und der Kerndrahtverbindungselektrode aufgrund der Lageabweichung auftreten.

Die vorliegende Erfindung wurde mit Blick auf das Voranstehende gemacht und eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein Einbaukabel und ein Verfahren zur Herstellung des Einbaukabels zu schaffen, sodass die Verbindungsfestigkeit der Abschirmung verbessert und ein Kurzschluss oder dergleichen verhindert ist.

Lösung der Aufgabe

Zur Beseitigung des oben beschriebenen Problems und zur Lösung der Aufgabe weist ein Einbaukabel gemäß der Erfindung auf: ein Koaxialkabel, welches aufweist: einen Kerndraht aus einem leitfähigen Material; einen Innenisolator, der einen Außenumfang des Kerndrahts bedeckt; eine Abschirmung, welche einen Außenumfang des Innenisolators bedeckt; und einen Mantel, der einen Außenumfang der Abschirmung als Isolator bedeckt, wobei das Koaxialkabel einen Endabschnitt hat, an welchem der Kerndraht, der Innenisolator und die Abschirmung freigelegt sind; eine Kabelbefestigungseinheit, welche einen Endabschnitt des freigelegten Kerndrahts festlegt und eine Verbindungsfläche hat, an welcher eine Endfläche des Kerndrahts freiliegt; und einen Leiter, der ein Ende hat, das elektrisch und mechanisch mit der freigelegten Abschirmung verbunden ist und dessen anderes Ende mit der Kabelbefestigungseinheit befestigt ist, wobei ein Endabschnitt des Leiters an der Verbindungsfläche der Kabelbefestigungseinheit freiliegt.

Bei dem Einbaukabel gemäß der Erfindung legt die Kabelbefestigungseinheit den Kerndraht und den Leiter in einem bestimmten Abstand fest und die Endfläche des Kerndrahts und eine Endfläche des Leiters liegen zur Verbindungsfläche hin frei.

Bei dem Einbaukabel gemäß der Erfindung weißt der Leiter auf: einen ersten Leiter, der mit der Abschirmung verbunden ist; und einen zweiten Leiter, der mit dem ersten Leiter verbunden ist und durch die Kabelbefestigungseinheit befestigt ist, wobei der zweite Leiter eine Endfläche hat, die an der Verbindungsfläche der Kabelbefestigungseinheit freiliegt. Der zweite Leiter hat größeren Durchmesser als der erste Leiter.

Bei dem Einbaukabel gemäß der Erfindung ist der Leiter ein Substrat mit einem isolierenden Basismaterial und einem Massemuster, welches auf einer Oberfläche des isolierenden Basismaterials ausgebildet ist. Das Substrat ist so angeordnet, dass das Massemuster in Kontakt mit der Abschirmung und der Kabelbefestigungseinheit ist. Das Substrat hat in einer Längsrichtung einen Endabschnitt, der in Verbindung mit der Abschirmung ist. Das Substrat hat einen anderen Endabschnitt, wo ein Teil des isolierenden Basismaterials entfernt ist, um das Massemuster freizulegen. Das freigelegte Massemuster wird so gebogen, dass es in Kontakt mit der Verbindungsfläche ist, um den anderen Endabschnitt mit der Kabelbefestigungseinheit zu verbinden.

Bei dem Einbaukabel gemäß der Erfindung ist der Leiter ein Substrat mit einem isolierenden Basismaterial und hat ein Massemuster, das an einer Oberfläche des isolierenden Basismaterials ausgebildet ist. Das Substrat ist so angeordnet, dass das Massemuster in Kontakt mit der Abschirmung und der Kabelbefestigungseinheit ist. Das Substrat hat in Längsrichtung einen Endabschnitt in Verbindung mit der Abschirmung. Das Einbaukabel weist weiterhin auf: eine erste Masseelektrode, die an einer Oberfläche der Kabelbefestigungseinheit ausgebildet und in Kontakt mit dem Substrat ist; eine zweite Masseelektrode, die an der Verbindungsfläche ausgebildet ist; und ein Verdrahtungsmuster, mittels dem die erste Masseelektrode und die zweite Masseelektrode miteinander verbunden sind. Das Massemuster ist mit der ersten Masseelektrode verbunden.

Bei dem Einbaukabel gemäß der Erfindung ist der Leiter ein Substrat mit einem isolierenden Basismaterial und einem Massemuster, das an einer Oberfläche des isolierenden Basismaterials ausgebildet ist. Das Einbaukabel weist weiterhin eine Kissenelektrode auf, die an dem Massemuster an einem Endabschnitt des Substrats ausgebildet ist. Der eine Endabschnitt des Substrates ist zusammen mit dem Kerndraht durch die Kabelbefestigungseinheit befestigt. Die Kissenelektrode liegt zu der Verbindungsfläche hin frei. Das Massemuster ist mit der Abschirmung an dem anderen Endabschnitt des Substrats verbunden.

Bei dem Einbaukabel gemäß der Erfindung ist das Substrat eine bandförmige flexible gedruckte Schaltkreiskarte, die spiralförmig um den Außenumfang des freigelegten inneren Isolators gewickelt ist.

Ein Verfahren zur Herstellung eines Einbaukabels gemäß der Erfindung weist auf: einen Elektrodenausbildungsschritt des Ausbildens einer Kissenelektrode an einem Endabschnitt eines Substrats, wobei das Substrat ein isolierendes Basismaterial und ein Massemuster an einer Oberfläche des isolierenden Basismaterials hat; einen ersten Verbindungsschritt des elektrischen und mechanischen Verbindens eines Endes eines Leiters mit einer Abschirmung eines Koaxialkabels, wobei das Koaxialkabel einen Kerndraht, einen Innenisolator und die Abschirmung hat und einen Endabschnitt hat, an welchem der Kerndraht, der Innenisolator und die Abschirmung freigelegt sind; einen zweiten Verbindungsschritt des Verbindens des anderen Endes des Leiters mit dem Massemuster des Substrats; einen Befestigungsschritt des Befestigens von Kerndraht und Substrat mit einer Kabelbefestigungseinheit nach Ausrichtung von Kerndraht und Substrat; und einen Freilegeschritt des Beschneidens der Kabelbefestigungseinheit, um den Kerndraht und die Kissenelektrode freizulegen.

Vorteilhafte Effekte der Erfindung

Wenn bei der vorliegenden Erfindung die Abschirmung des Koaxialkabels mit dem verringertem Durchmesser mit dem Substrat verbunden wird, ist es möglich, die Verbindungsfestigkeit aufrecht zu erhalten und das Auftreten eines Kurzschlusses oder dergleichen zu unterdrücken, indem ein Verbindungsbereich sichergestellt ist.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

1 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

2 ist eine schematische Ansicht der Verbindung des Einbaukabels von 1 mit einem Substrat.

3 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß eines ersten Abwandlungsbeispiels der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

4 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß eines zweiten Abwandlungsbeispiels der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

5 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

6 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

7 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß einem ersten Abwandlungsbeispiel der dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

8 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

9 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß einer fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

10 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß einer sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

11 ist ein Flussdiagramm, welches einen Herstellungsprozess für das Einbaukabel gemäß der sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.

12A ist eine Seitenansicht eines Herstellungsprozesses des Einbaukabels gemäß der sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

12B ist eine Seitenansicht eines Herstellungsprozesses des Einbaukabels gemäß der sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

12C ist eine Schnittansicht eines Herstellungsprozesses des Einbaukabels gemäß der sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

12D ist eine Schnittansicht eines Herstellungsprozesses des Einbaukabels gemäß der sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

13 ist eine Schnittansicht eines distalen Endabschnitts eines Endoskops, der ein Einbaukabel gemäß einer siebten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet.

Beschreibung von Ausführungsformen

Arten zur Durchführung der vorliegenden Erfindung (nachfolgend als „Ausführungsform(en)“ bezeichnet) werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die Ausführungsform beschränkt. Gleiche Bezugszeichen werden verwendet, um in der Zeichnung gleiche Elemente zu bezeichnen. Die Zeichnung ist schematisch und eine Beziehung zwischen Dicke und Breite eines jeden Bauteils, die Verhältnisse der Bauteile zueinander etc. unterscheiden sich von der Realität. Abschnitte mit unterschiedlichen Beziehungen oder Verhältnissen zwischen den Abmessungen sind ebenfalls in der Zeichnung enthalten.

(Erste Ausführungsform)

Zunächst wird ein Einbaukabel gemäß der ersten Ausführungsform beschrieben. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. 2 ist eine schematische Ansicht, welche die Verbindung des Einbaukabels von 1 mit einem Substrat zeigt.

Wie in 1 gezeigt, enthält ein Einbaukabel 10 gemäß der ersten Ausführungsform ein Koaxialkabel 1, einen Leiter 6 und eine Kabelbefestigungseinheit 7.

Das Koaxialkabel 1 enthält einen Kerndraht 2 aus einem leitfähigem Material, einen Innenisolator 3, der den Außenumfang des Kerndrahts 2 abdeckt, eine Abschirmung 4, die den Außenumfang des Innenisolators 3 mit einer Mehrzahl von Metalllitzen abdeckt und einen Mantel 5, der den Außenumfang der Abschirmung 4 mit einem Isolator bedeckt. Der Innenisolator 3, die Abschirmung 4 und der Mantel 5 sind am distalen Endabschnitt des Koaxialkabels 1 abgelöst, sodass der Kerndraht 2, der Innenisolator 3 und die Abschirmung 4 freiliegen. Das Einbaukabel 10 gemäß der ersten Ausführungsform umfasst fünf Koaxialkabel 1, jedoch ist die Anzahl von Koaxialkabeln 1 nicht hierauf beschränkt.

Der Leiter 6 ist ein leitfähiger Draht aus Metall oder einer Legierung mit sehr guter Leitfähigkeit und hat ein Ende, welches um einen Außenumfang des freigelegten Abschnitts der Abschirmung 4 für Befestigungszwecke gewickelt ist. Der Leiter 6 ist elektrisch und mechanisch mit der Abschirmung 4 durch ein Lot (nicht dargestellt) oder dergleichen verbunden. Als Leiter 6 kann ein Kupferdraht, ein kupferbeschichteter Stahldraht, ein Nickeldraht, ein Kupfer/Nickel-Draht oder ein zinnplattiertes, nickelplattiertes oder silberplattiertes Produkt etc. aus verschiedenen Metalldrähten verwendet werden. Der Außendurchmesser des Leiters 6 ist bevorzugt gleich oder kleiner als die Dicke des Mantels 5. Der Leiter 6 ist so gewickelt, dass er im Kontakt mit den Abschirmungen 4 der fünf Koaxialkabel 1 ist. Wenn jedoch die Abschirmungen 4 im Kontakt miteinander sind, muss der Leiter 6 nicht in Kontakt mit sämtlichen Abschirmungen 4 sein.

Die Kabelbefestigungseinheit 7 legt den freigelegten Kerndraht 2 und das andere Ende des Leiters 6 fest. In der ersten Ausführungsform befestigt die Kabelbefestigungseinheit 7 den Kerndraht 2 und den Leiter 6 in zwei oberen und unteren Stufen in bestimmten Abständen, bevorzugt in gleichen Abständen von rechts nach links. Die Kabelbefestigungseinheit 7 hat eine rechteckförmig/flächenparallele Form und die Querschnitte der Endabschnitte von Kerndraht 2 und Leiter 6 liegen an der Verbindungsfläche S der Kabelbefestigungseinheit 7 senkrecht zur Axialrichtung des Koaxialkabels 1. Die Kabelbefestigungseinheit 7 ist bevorzugt aus einem thermisch härtenden Harz mit Isolationseigenschaften, es ist jedoch auch möglich, ein lichthärtendes Harz, beispielsweise ein unter UV-Licht härtendes Harz, ein natürlich aushärtendes Harz oder dergleichen zu verwenden. Das thermisch härtende Harz, das für die Kabelbefestigungseinheit 7 verwendet wird, ist mit Blick auf Haftungseigenschaften bevorzugt ein Epoxidharz.

Wie in 2 gezeigt, sind der Kerndraht 2 und der Leiter 6, die zu der Verbindungsfläche S der Kabelbefestigungseinheit 7 hin freiliegen, in Verbindung mit einer Kerndrahtverbindungselektrode 31 bzw. Masseelektrode 32 an einem Substrat 30. Der Kerndraht 2 und die Kerndrahtverbindungselektrode 31 sind elektrisch und mechanisch miteinander durch ein leitfähiges Verbindungsmaterial verbunden und der Leiter 6 und die Masseelektrode 32 sind elektrisch und mechanisch miteinander über ein leitfähiges Verbindungsmaterial verbunden.

Bei dem Einbaukabel 10 gemäß der ersten Ausführungsform ist es möglich, die Verbindungsfestigkeit aufrecht zu erhalten, da die Abschirmung 4 mit der Masseelektrode 32 über den Leiter 6 mit größerem Außendurchmesser als demjenigen des Metalldrahts, der die Abschirmung 4 bildet, verbunden ist, selbst wenn es eine geringe Lageabweichung in der gegenseitigen Lagebeziehung zwischen Kerndraht 2 und Leiter 6, die zu der Verbindungsfläche S der Kabelbefestigungseinheit 7 hin freiliegen und zwischen der Kerndrahtverbindungselektrode 31 und der Masseelektrode 32 am Substrat 30 gibt. Weiterhin ist auf der Verbindungsfläche S der Leiter 6 von dem Kerndraht 2 beabstandet und die Kerndrahtverbindungselektrode 31 ist von der Masseelektrode 32 beabstandet. Damit ist es möglich, das Auftreten von Kurzschlüssen oder dergleichen zu vermeiden.

Weiterhin legt bei der ersten Ausführungsform die Kabelbefestigungseinheit 7 den Kerndraht 2 direkt fest, um zu verhindern, dass sich der Kerndraht 2 von der Verbindungsfläche S löst, wenn eine Belastung auf das Koaxialkabel 1 wirkt. Solange jedoch die Kabelbefestigungseinheit 7 einen Abschnitt hat, der den Kerndraht 2 direkt festlegt, kann die Kabelbefestigungseinheit 7 nicht nur den Kerndraht 2, sondern auch den Innenisolator 3 festlegen.

Weiterhin kann das Einbaukabel auch ein einzelnes Koaxialkabel verwenden. 3 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß eines ersten Abwandlungsbeispiels der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Ein Einbaukabel 10A gemäß des ersten Abwandlungsbeispiels der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält ein einzelnes Koaxialkabel 1, einen Leiter 6 und eine Kabelbefestigungseinheit 7A. Die Kabelbefestigungseinheit 7A legt den einzelnen Kerndraht 2 und den Leiter 6 fest. Wie bei der ersten Ausführungsform kann das Einbaukabel 10A gemäß des ersten Abwandlungsbeispiels die Abschirmung 4 über den Leiter 6 mit der Masseelektrode verbinden, der einen Außendurchmesser größer als derjenige des Metalldrahtes hat, der die Abschirmung 4 bildet. Selbst wenn es daher eine geringe Lageabweichung zwischen dem Kerndraht 2 und dem Leiter 6, die zu der Verbindungsfläche S der Kabelbefestigungseinheit 7A hin freiliegen und zwischen der Kerndrahtverbindungselektrode und der Masseelektrode seitens des Substrates gibt, ist es möglich, die Verbindungsfestigkeit aufrecht zu erhalten. Da weiterhin der Leiter 6 beabstandet vom Kerndraht 2 aufgrund der Kabelbefestigungseinheit 7A ist und die Kerndrahtverbindungselektrode beabstandet von der Masseelektrode aufgrund der Kabelbefestigungseinheit 7A ist, ist es möglich, das Auftreten eines Kurzschlusses oder dergleichen zu vermeiden.

Weiterhin kann der Leiter 6 um den Außenumfang der Abschirmung 4 des einzelnen Koaxialkabels 1 aus der Mehrzahl von Koaxialkabeln 1 gewickelt und elektrisch und mechanisch verbunden sein. 4 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß eines zweiten Abwandlungsbeispiels der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Ein Einbaukabel 10B gemäß des zweiten Abwandlungsbeispiels der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält fünf Koaxialkabel 1, einen Leiter 6 und eine Kabelbefestigungseinheit 7B. Der Leiter 6 ist um die Abschirmung 4 eines einzelnen Koaxialkabels 1 gewickelt und hiermit verbunden. Die Abschirmungen 4 der anderen vier Koaxialkabel 1 sind in leitfähiger Verbindung mit dem Leiter 6, indem sie in Kontakt miteinander gebracht sind. Wie bei der ersten Ausführungsform kann das Einbaukabel 10B gemäß des zweiten Abwandlungsbeispiels die Abschirmung 4 mit der Masseelektrode über den Leiter 6 verbinden, der einen Außendurchmesser hat, der größer als derjenige des Metalldrahts ist, welcher die Abschirmung 4 bildet. Selbst wenn es daher eine geringe Lageabweichung in den gegenseitigen Lagebeziehungen zwischen Kerndraht 2 und Leiter 6, die zu der Verbindungsfläche S der Kabelbefestigungseinheit 7B hin freiliegen und der Kerndrahtverbindungselektrode und der Masseelektrode seitens des Substrats ergibt, ist es möglich, die Verbindungsfestigkeit aufrecht zu erhalten. Da weiterhin der Leiter 6 aufgrund der Kabelbefestigungseinheit 7B vom Kerndraht 2 beabstandet ist und die Kerndrahtverbindungselektrode aufgrund der Kabelbefestigungseinheit 7B beabstandet von der Masseelektrode ist, ist es möglich, das Auftreten eines Kurzschlusses oder dergleichen zu vermeiden.

(Zweite Ausführungsform)

Bei der zweiten Ausführungsform enthält der Leiter einen ersten Leiter, der mit der Abschirmung verbunden ist und einen zweiten Leiter, der mit einer Kabelbefestigungseinheit verbunden ist. 5 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Bei einem Einbaukabel 10C gemäß der zweiten Ausführungsform enthält der Leiter 6 einen ersten Leiter 6a, der um den Außenumfang der Abschirmung 4 gewickelt und hiermit elektrisch und mechanisch verbunden ist und einen zweiten Leiter 6b, der zusammen mit dem Kerndraht 2 an einer Kabelbefestigungseinheit 7C befestigt ist und einen Endabschnitt hat, der an der Verbindungsfläche S freiliegt. Als erster Leiter 6a wird ein Leiter verwendet, der einen Außendurchmesser hat, der kleiner als die Dicke des Mantels 5 ist. Selbst wenn daher der erste Leiter 6a angeordnet wird, wird der Außendurchmesser des Kabels 10C nicht größer als der Ursprungsdurchmesser. Als zweiter Leiter 6b wird ein Leiter verwendet, der einen Durchmesser hat, der größer als derjenige des ersten Leiters 6a ist. Im Ergebnis nimmt eine Anschlussfläche mit der Masseelektrode zu und die Verbindungsfestigkeit kann weiter verbessert werden. Der erste Leiter 6a und der zweite Leiter 6b können mittels eines Lots oder dergleichen verbunden werden. Durch Bearbeiten eines einzelnen Leiters, bei dem sich der Durchmesser nicht ändert (Dehnen durch Ziehen oder Zusammendrücken durch Stauchen) ist es weiterhin möglich, den ersten Leiter 6a und den zweiten Leiter 6b zu erhalten, die einteilig sind, auch wenn sie nicht durch ein Lot oder dergleichen verbunden sind.

Bei der zweiten Ausführungsform wurde ein Beispiel beschrieben, welches fünf Koaxialkabel 1 verwendet. Jedoch kann der erste Leiter 6a um ein einzelnes Koaxialkabel 1 gewickelt und mit dessen Abschirmung 4 verbunden sein und der zweite Leiter 6b kann mit dem Kerndraht 2 durch die Kabelbefestigungseinheit 7C verbunden sein. Bei dem Einbaukabel 10C, das eine Mehrzahl von Koaxialkabeln 1 verwendet, kann der erste Leiter 6a um den äußeren Umfang der Abschirmung 4 eines einzelnen Koaxialkabels 1 gewickelt und hiermit verbunden sein und der zweite Leiter 6b kann zusammen mit der Mehrzahl von Kerndrähten 2 durch die Kabelbefestigungseinheit 7C festgelegt sein.

(Dritte Ausführungsform)

Bei einer dritten Ausführungsform wird als Leiter eine flexible gedruckte Schaltkreiskarte (nachfolgend als „FPC-Karte“ bezeichnet) verwendet. 6 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Bei einem Einbaukabel 10D gemäß der dritten Ausführungsform werden ein Massemuster 8b mit einem isolierenden Basismaterial 8a und eine FPC-Karte 8, die an einer Oberfläche des Basismaterials 8a ausgebildet ist, als Leiter verwendet. Die FPC-Karte 8 ist so angeordnet, dass das Massemuster 8b in Kontakt mit der Abschirmung 4 und der Kabelbefestigungseinheit 7 ist. Ein Endabschnitt des Massemusters 8b der FPC-Karte 8 in Längsrichtung gesehen ist elektrisch und mechanisch mit der Abschirmung 4 verbunden. An dem anderen Endabschnitt ist das Basismaterial 8a durch Schneiden oder Ätzen entfernt, um das Massemuster 8b freizulegen und das freigelegte Massemuster 8b wird so gebogen, dass es in Kontakt mit der Verbindungsfläche S ist und mit der Kabelbefestigungseinheit 7 verbunden.

In dem Einbaukabel 10D werden fünf Koaxialkabel 1 verwendet. Jedoch sind die beiden Koaxialkabel 1, bei denen der Kerndraht 2 durch die Kabelbefestigungseinheit 7 in der oberen Stufe angeordnet ist, Massekabel, die an der Verbindungsfläche S endseitig freiliegen und sind elektrisch und mechanisch mit dem Massemuster 8b verbunden.

Bei der dritten Ausführungsform ist das Massemuster 8b, das zur Seite der Verbindungsfläche S hin gebogen ist, mit der Masseelektrode des Substrats verbunden. Da das Massemuster 8b, das in Richtung der Verbindungsfläche S gebogen ist, als eine Elektrode verwendet werden kann, lässt sich die Verbindungsfestigkeit durch Erhöhen der Verbindungsfläche verbessern. Da weiterhin das Massemuster 8b, das zur Seite der Verbindungsfläche S hin gebogen ist, von der Endfläche des Kerndrahts 2, die zur Verbindungsfläche S hin freiliegt, beabstandet ist, ist es auch möglich, das Auftreten eines Kurzschlusses oder dergleichen zu vermeiden.

Bei der dritten Ausführungsform sind der Kerndraht 2 des Massekabels und das Massemuster 8b miteinander verbunden, jedoch können alle fünf Koaxialkabel 1 für eine Signal- oder Leistungsübertragung verwendet werden. 7 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß eines ersten Abwandlungsbeispiels der dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bei dem Einbaukabel 10E gemäß des ersten Abwandlungsbeispiels ist das Basismaterial 8a auf der Seite der Kabelbefestigungseinheit 7 einer FPC-Karte 8E entfernt, um das Massemuster 8b freizulegen und wenn das Massemuster 8b ebenfalls zu der Seite der Verbindungsfläche S hin gebogen wird, wird das Massemuster 8b entfernt, um nicht in Kontakt mit dem Kerndraht 2 zu gelangen, der an der Verbindungsfläche S freiliegt. Bei dem ersten Abwandlungsbeispiel ist es möglich, ein Signal oder Leistung unter Verwendung mehrerer Koaxialkabel 1 zu übertragen, wobei die Verbindungsfläche sicher gestellt ist.

(Vierte Ausführungsform)

Bei der vierten Ausführungsform wird ein steifes Substrat, beispielsweise ein Glasfaserepoxidsubstrat oder eine FPC-Karte als Leiter verwendet und das Massemuster des Substrats ist mit der Masseelektrode an der Kabelbefestigungseinheit verbunden. 8 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß der vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Bei einem Einbaukabel 10F gemäß einer vierten Ausführungsform wird ein Substrat 8F mit einem isolierenden Basismaterial 8a und einem Massemuster 8b, das an einer Oberfläche des Basismaterials 8a ausgebildet ist, als Leiter verwendet. Das Substrat 8F ist so angeordnet, dass das Massemuster 8b in Kontakt mit der Abschirmung 4 und der Kabelbefestigungseinheit 7F ist und das Massemuster 8b auf Seiten der Abschirmung 4 ist elektrisch und mechanisch mit der Abschirmung 4 verbunden.

Eine erste Masseelektrode 12a ist an einer Oberfläche (in 8 der oberen Oberfläche der Kabelbefestigungseinheit 7F) der Kabelbefestigungseinheit 7F angeordnet, die in Kontakt mit dem Substrat 8F ist und eine zweite Masseelektrode 12b ist an der Verbindungsfläche S angeordnet. Das Massemuster 8b des Substrats 8F ist elektrisch und mechanisch mit der ersten Masseelektrode 12a verbunden und die zweite Masseelektrode 12b ist mit der Masseelektrode des Substrats verbunden. Die erste Masseelektrode 12a und die zweite Masseelektrode 12b sind miteinander über ein Verdrahtungsmuster 12c verbunden. Die erste Masseelektrode 12a, die zweite Masseelektrode 12b und das Verdrahtungsmuster 12c können hergestellt werden, indem der Kerndraht 2 durch die Kabelbefestigungseinheit 7F festgelegt wird, die Verbindungsfläche S beschnitten und poliert derart wird, dass der Kerndraht 2 freiliegt, dann eine Metall- oder Legierungsschicht auf die gesamte Oberfläche der Kabelbefestigungseinheit 7F durch eine Plattierungsbehandlung oder dergleichen ausgebildet wird und danach die erste Masseelektrode 12a, die zweite Masseelektrode 12b und das Verdrahtungsmuster 12c durch Ätzen oder dergleichen geschaffen werden.

Bei dem Einbaukabel 10F werden fünf Koaxialkabel 1 verwendet. Jedoch ist das Koaxialkabel 1, bei dem der Kerndraht 2 durch die Kabelbefestigungseinheit 7F gerichtet ist und der an der oberen linken Seite liegt, ein Massekabel, das an der Endfläche zur Verbindungsfläche S hin freiliegt und das elektrisch und mechanisch mit der zweiten Masseelektrode 12b verbunden ist.

Bei der vierten Ausführungsform ist das Massemuster 8b mit der ersten Masseelektrode 12a an der oberen Oberfläche der Kabelbefestigungseinheit 7F verbunden und die zweite Masseelektrode 12b an der Verbindungsfläche S ist mit der Masseelektrode des Substrats verbunden. Da die zweite Masseelektrode 12b als Elektrode verwendet wird, ist es möglich, durch Vergrößern der Verbindungsfläche die Verbindungsfestigkeit zu verbessern. Wenn weiterhin die ersten Masseelektrode 12a, die zweite Masseelektrode 12b und das Verdrahtungsmuster 12c durch eine Plattierung oder dergleichen gebildet werden, kann die Dicke von erster Masseelektrode 12a, zweiter Masseelektrode 12b und Verdrahtungsmuster 12c gering gemacht werden. Somit ist es möglich, eine Höhendifferenz zum Kerndraht 2, der an der Verbindungsfläche S freiliegt, zu verringern und die Verbindung mit dem Substrat kann einfach erfolgen. Da weiterhin die zweite Masseelektrode 12b von der Endfläche des Kerndrahts 2, die zu der Verbindungsfläche S hin freiliegt, beabstandet ist, kann das Auftreten eines Kurzschlusses oder dergleichen vermieden werden.

Bei der vierten Ausführungsform ist die zweite Masseelektrode 12b am Kerndraht 2 des Massekabels angeordnet, jedoch ist die zweite Masseelektrode 12b an der oberen rechten Seite der Verbindungsfläche S ausgebildet, zu der der Endabschnitt des Kerndrahts 2 hin nicht freiliegt und alle fünf Koaxialkabel 1 können für eine Signal- oder Leistungsübertragung verwendet werden.

(fünfte Ausführungsform)

Bei der fünften Ausführungsform wird eine FPC-Karte als Leiter verwendet und um einen Außenumfang des freigelegten Innenisolators gewickelt. 9 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß der fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Bei einem Einbaukabel 10G gemäß der fünften Ausführungsform wird eine FPC-Karte 8G mit einem isolierenden Basismaterial 8a und einem Massemuster 8b an einer Oberfläche des Basismaterials 8a als Leiter verwendet. Die FPC-Karte 8G wird spiralförmig um den Außenumfang des freigelegten Innenisolators 3 gewickelt und ein Endabschnitt hiervon in Längsrichtung gesehen ist elektrisch und mechanisch mit der Abschirmung 4 über das Massemuster 8b verbunden und der andere Endabschnitt hiervon ist gebogen und mit der Kabelbefestigungseinheit 7 so verbunden, dass das freigelegte Massemuster 8b in Kontakt mit der Verbindungsfläche S gelangt, indem das Basismaterial 8a durch Schneiden oder Ätzen entfernt wird.

Da bei der fünften Ausführungsform der Außenumfang des Innenisolators 3, der nicht von der Abschirmung 4 geschützt ist, spiralförmig mit der FPC-Karte 8G umwickelt ist, ist es möglich, einen Abschirmeffekt durch die FPC-Karte 8G zu erhalten. Da weiterhin das Massemuster 8b, das zur Verbindungsfläche S hin gebogen ist, mit der Masseelektrode des Substrats verbunden ist, kann die Verbindungsfestigkeit verbessert werden. Da weiterhin das Massemuster 8b, das zur Verbindungsfläche S hin gebogen ist, von der Endfläche des Kerndrahts 2 entfernt ist, das zu der Verbindungsfläche S hin freiliegt, ist es auch möglich, das Auftreten eines Kurzschlusses oder dergleichen zu vermeiden.

(Sechste Ausführungsform)

In der sechsten Ausführungsform wird als Leiter ein steifes Substrat, beispielsweise ein Epoxidglassubstrat oder eine FPC-Karte verwendet, ein Kontaktkissen ist an einem Endabschnitt des Substrats ausgebildet und das ausgebildete Kontaktkissen liegt an der Verbindungsfläche frei und wird als Elektrode verwendet. 10 ist eine perspektivische Ansicht eines Einbaukabels gemäß einer sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Bei einem Einbaukabel 10H gemäß der sechsten Ausführungsform ist der Endabschnitt des Leiters 6 um den Außenumfang der freigelegten Abschirmungen 4 der drei Koaxialkabel 1 gewickelt und die Abschirmung 4 und der Leiter 6 sind elektrisch und mechanisch miteinander über ein Lot 9 verbunden. Das andere Ende des Leiters 6 ist elektrisch und mechanisch mit dem Massemuster 8b eines Substrats 8H durch ein Lot 11 verbunden.

Eine Kabelbefestigungseinheit 7H befestigt den freigelegten Kerndraht 2 und das Substrat 8H. Der Endabschnitt des Kerndrahts 2 und die Endfläche, an der eine Kissenelektrode 8c des Substrats 8H angeordnet sind, liegt zu der Verbindungsfläche S hin frei.

Nachfolgend wird ein Verfahren zur Herstellung des Einbaukabels 10H unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. 11 ist ein Flussdiagramm, welches einen Herstellungsprozess des Einbaukabels 10H gemäß der sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erläutert. Die 12A und 12B sind Seitenansichten, die den Herstellungsprozess des Einbaukabels 10H gemäß der sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigen und die 12C und 12D sind Schnittansichten, die den Herstellungsprozess des Einbaukabels 10H zeigen.

Zunächst wird gemäß 12A die Kissenelektrode 8c an dem Massemuster 8b des Substrats 8H gebildet (Schritt S1). Die Kissenelektroden 8c können außer in Form von Zapfenkissen, Plattierungskissen oder dergleichen auch durch Lotverbindungen auf den Leitern gebildet werden.

Der Kerndraht 2, der Innenisolator 3 und die Abschirmung 4 des Koaxialkabels 1 werden durch eine Laserbearbeitungsmaschine oder dergleichen freigelegt und der Leiter 6 wird um den Außenumfang der freigelegten Abschirmung 4 gewickelt und durch das Lot 9 oder dergleichen befestigt (Schritt S2).

Nachfolgend wird gemäß 12B das andere Ende des Leiters 6, dessen Endabschnitt im Schritt S2 mit dem Außenumfang der Abschirmung 4 verbunden wurde, mit dem anderen Ende des Substrats 8H, an dem die Kissenelektrode 8c ausgebildet ist, durch das Lot 11 oder dergleichen verbunden (Schritt S3).

Gemäß 12C wird, nachdem das Substrat 8H, an welchem der Leiter 6 angeschlossen wurde und der Kerndraht 2 in einer Form angeordnet wurden und ihre Positionen eingestellt wurden, ein Harz, welches als Material für die Kabelbefestigungseinheit 7 dient, eingefüllt und ausgehärtet und der Kerndraht 2 und das Substrat 8H sind durch die Kabelbefestigungseinheit 7H befestigt (Schritt S4).

An der in 12C mit der gestrichelten Linie dargestellten Position wird die Kabelbefestigungseinheit 7H unter Verwendung einer Trennsäge oder dergleichen beschnitten (Schritt S5), wie es in 12D dargestellt ist und es ist möglich, das Einbaukabel 10H herzustellen, bei dem der Kerndraht 2 und die Kissenelektrode 8c an der Verbindungsfläche S freiliegen. Der Kerndraht 2 und die Kissenelektrode 8c, die an der Verbindungsfläche S freiliegen, werden mit der Kerndrahtverbindungselektrode und der Masseelektrode des Substrats entsprechend verbunden. In dem Schneidprozess von Schritt S5 kann die Endfläche poliert werden.

Bei der sechsten Ausführungsform ist die Abschirmung 4 mit der Masseelektrode des Substrats über den Leiter 6, das Massemuster 8b und die Kissenelektrode 8c verbunden. Da es möglich ist, die Verbindungsfläche durch die Kissenelektrode 8c zu vergrößern, lässt sich die Verbindungsfestigkeit verbessern. Da weiterhin die Kissenelektrode 8c in die Kabelbefestigungseinheit 7H eingebettet ist, liegt kein Höhenunterschied zum Kerndraht 2 vor, der an der Verbindungsfläche S freiliegt und die Verbindung mit dem Substrat kann problemlos erfolgen. Da weiterhin die Kissenelektrode 8c von der Endfläche des Kerndrahts 2, die an der Verbindungsfläche freiliegt beabstandet ist, ist es möglich, das Auftreten eines Kurzschlusses oder dergleichen zu vermeiden.

(Siebte Ausführungsform)

Ein Einbaukabel gemäß einer siebten Ausführungsform wird an einem distalen Endabschnitt eines Endoskops verwendet. 13 ist eine Schnittansicht des distalen Endabschnitts eines Endoskops, der das Einbaukabel gemäß der siebten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet.

Ein Einbaukabel 10J gemäß der siebten Ausführungsform enthält ein Koaxialkabel 1, einen ersten Leiter 6a, eine Biegeröhre 40, einen zweiten Leiter 6b und eine Kabelbefestigungseinheit 7J.

Ein Ende des ersten Leiters 6a ist um den Außenumfang der freigelegten Abschirmung 4 gewickelt und ist elektrisch und mechanisch mit der Abschirmung 4 durch ein Lot (nicht dargestellt) oder dergleichen verbunden. Das andere Ende des ersten Leiters 6a ist elektrisch und mechanisch mit dem hinteren Endabschnitt der Biegeröhre 40 durch ein Lot (nicht dargestellt) oder dergleichen verbunden.

Die Biegeröhre 40 hat ein hohles Inneres und ist gebildet durch Verbindung einer Mehrzahl von metallischen Biegeteilen 41 mittels Nieten 42. Zusammen mit einem Anziehen und Loslassen eines Biegedrahts (nicht dargestellt) der durch das Innere der Biegeröhre 40 verläuft, kann die Biegeröhre 40 frei in vier Richtungen nach oben, unten, links und rechts gebogen werden. Im Inneren der Biegeröhre 40 verläuft das Koaxialkabel 1, von welchem eine Abschirmung 4 und ein Mantel 5 abgezogen sind, sodass der Innenisolator 3 freigelegt ist. Obgleich in 13 nicht näher dargestellt, sind der Außenumfang des Koaxialkabels 1, die Biegeröhre 40 und ein distales Endabschnittgehäuse 24, welches später noch beschrieben wird, mit einer äußeren Beschichtung bedeckt, beispielsweise einer wasserdichten Gummiröhre.

Ein Ende des zweiten Leiters 6b ist elektrisch und mechanisch mit dem distalen Endabschnitt der Biegeröhre 40 durch ein Lot (nicht dargestellt) oder dergleichen verbunden. Das andere Ende des zweiten Leiters 6b und der Kerndraht 2 sind miteinander durch die Kabelbefestigungseinheit 7J verbunden.

Eine Abbildungseinheit 20 enthält eine Linseneinheit 21, einen Bildsensor 22 und ein Substrat 23. Der Kerndraht 2 und der zweite Leiter 6b, der an der Verbindungsfläche der Kabelbefestigungseinheit 7J freiliegt, sind über ein Verbindungsmaterial 25 mit der Kerndrahtverbindungselektrode und der Masseelektrode im Substrat 23 verbunden. Die Linseneinheit 21, der Bildsensor 22 und das Substrat 23 sind über einen Halter (nicht dargestellt) an dem distalen Endabschnittgehäuse 24 befestigt.

Bei der siebten Ausführungsform ist die Abschirmung 4 mit der Masseelektrode des Substrats über den ersten Leiter 6a, die Biegeröhre 40 und den zweiten Leiter 6b verbunden. Da das Koaxialkabel 1 in einem Zustand, in welchem der Innenisolator 3 freigelegt ist, von der Biegeröhre 40 abgeschirmt ist, kann ein Signal mit weniger Störrauschen übertragen werden. Da weiterhin der zweite Leiter 6b in die Kabelbefestigungseinheit 7J im Inneren der Biegeröhre 40 eingebettet ist, gibt es keine Höhendifferenz gegenüber dem Kerndraht 2, der an der Verbindungsfläche S freiliegt und die Verbindung mit dem Substrat kann einfach durchgeführt werden. Da weiterhin der zweite Leiter 6b von der Endfläche des Kerndrahts 2, der an der Verbindungsfläche freiliegt, beabstandet ist, ist es möglich, das Auftreten eines Kurzschlusses oder dergleichen zu vermeiden.

Bezugszeichenliste

1
KOAXIALKABEL
2
KERNDRAHT
3
INNENISOLATOR
4
ABSCHIRMUNG
5
MANTEL
6
LEITER
6a
ERSTER LEITER
6b
ZWEITER LEITER
7, 7A, 7B, 7C, 7F, 7H, 7J
KABELBEFESTIGUNGSEINHEIT
8, 8E, 8F, 8G, 8H
FLEXIBLE GEDRUCKTE SCHALTKREISKARTE
8a
BASISMATERIAL
8b
MASSEMUSTER
8c
KISSENELEKTRODE
9, 11
LOT
10, 10A, 10B, 10C, 10D, 10E, 10F, 10G, 10H, 10J
EINBAUKABEL
12a
ERSTE MASSEELEKTRODE
12b
ZWEITE MASSEELEKTRODE
12c
VERDRAHTUNGSMUSTER
20
ABBILDUNGSEINHEIT
21
LINSENEINHEIT
22
BILDSENSOR
23, 30
SUBSTRAT
24
DISTALES ENDABSCHNITTGEHÄUSE
25
VERBINDUNGSMATERIAL
31
KERNDRAHTVERBINDUNGSELEKTRODE
32
MASSEELEKTRODE
40
BIEGERÖHRE
41
BIEGETEIL
42
NIET