Title:
Bremssattei für Scheibenbremsanordnung und Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von selbigem
Kind Code:
T5


Abstract:

Bremssattel, der zur Verwendung in einer Scheibenbremsanordnung ausgebildet ist, und Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von selbigem. Die Vorrichtung zum Herstellen des Bremssattels umfasst ein Formelement und ein Kernelement. Das Formelement hat zwei Formteile, die an einer vertikalen Grenzfläche aufeinandertreffen, wobei das erste Formteil einen Fortsatz von der vertikalen Grenzfläche in das zweite Formteil hinein hat, um eine integral gegossene Lasche an dem Bremssattel zu bilden. Das Kernelement hat drei Fortsätze, die dazu funktionsfähig sind, drei integral gegossene Auflageflächen an dem Gussbremssattel zu bilden, wobei die Fortsätze Bezugsflächen zur anschließenden spanenden Bearbeitung des Gussbremssattels auf vorbestimmte Toleranzen unter Verwendung der drei Auflageflächen als die Bezugsflächen definieren.




Inventors:
Morais, Antonio Eduardo, Mich. (Livonia, US)
Miller, Harry D., Mich. (Livonia, US)
Schmandt, Anthony, Mich. (Livonia, US)
Lintner, Sky, Mich. (Livonia, US)
Application Number:
DE112015005141T
Publication Date:
08/10/2017
Filing Date:
12/03/2015
Assignee:
Kelsey-Hayes Company (Mich., Livonia, US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Wuesthoff & Wuesthoff, Patentanwälte PartG mbB, 81541, München, DE
Claims:
1. Gussform zum Herstellen eines Bremssattels, der zur Verwendung in einer Scheibenbremsenanordnung ausgebildet ist, wobei die Gussform umfasst:
ein erstes Formteil, das eine erste vertikale Fläche und eine Aufnahme hat, die sich von der ersten vertikalen Fläche zu einer inneren Rückfläche des ersten Formteils nach innen erstreckt,
ein zweites Formteil, das eine zweite vertikale Fläche und einen Fortsatz von der zweiten vertikalen Fläche nach außen bis zu einer Spitze hat, wobei die Spitze einen horizontalen Abstand von der zweiten vertikalen Fläche entfernt ist, die Spitze in die Aufnahme eintritt, wenn die erste Fläche in Kontakt mit der zweiten Fläche ist, und der Fortsatz und die Aufnahme dazu funktionsfähig sind, eine integral gegossene Lasche an einem Bremssattel zu bilden; und
ein Kernelement mit drei Fortsätzen, die dazu funktionsfähig sind, drei integral gegossene Auflageflächen an dem Bremssattel zu bilden, wobei die Fortsätze Bezugsflächen definieren zur anschließenden spanenden Bearbeitung des Bremssattels auf vorbestimmte Toleranzen unter Verwendung der drei Auflageflächen als die Bezugsflächen, wobei das Kernelement zwischen dem ersten und dem zweiten Formteil während eines Gussprozesses, der dazu ausgebildet ist, den Bremssattel herzustellen, wegwerfbar ist.

2. Gussform nach Anspruch 1, wobei die Flächen des ersten und des zweiten Formteils sich in einer ersten Zone befinden und sich die Spitze in einer zweiten Zone befindet, wobei die erste und die zweite Zone eine vorgerückte vertikale Trennungslinie zwischen dem ersten und dem zweiten Formteil umfassen.

3. Gussform nach Anspruch 1, wobei der Gussbremssattel eine darin gebildete Kolbenbohrung umfasst und der Gussbremssattel ein Bremssattel mit einem Kolben ist.

4. Gussform nach Anspruch 1, wobei zwei der Kernelementfortsätze männliche Fortsätze sind, die dafür ausgebildet sind, zwei der integral gegossenen Oberflächen an einem zugehörigen Paar Ösen des Gussbremssattels zu bilden, wobei das Paar Oberflächen an den Ösen als Auflageflächen für eine anschließende spanende Bearbeitung des Gussbremssattels verwendet wird.

5. Gussform nach Anspruch 1, wobei zwei der Kernelementfortsätze dazu ausgebildet sind, zwei der Auflageflächen an einem innenseitigen Schenkelteil des Gussbremssattels zu bilden, und einer der Kernelementfortsätze dazu ausgebildet ist, eine der Auflageflächen an einem außenseitigen Schenkelteil des Gussbremssattels zu bilden.

6. Gussform nach Anspruch 1, wobei der Fortsatz und die Aufnahme dazu funktionsfähig sind, die integral gegossene Lasche zu bilden, indem eine Tiefe der Aufnahme größer ist als der horizontale Abstand.

7. Gussform nach Anspruch 1, die ferner eine Lücke zwischen dem Fortsatz und dem Kernelement umfasst.

8. Gussform nach Anspruch 7, wobei die Lücke dazu funktionsfähig ist, eine Kolbenbohrung zu bilden.

9. Verfahren zur Herstellung eines Bremssattels, der zur Verwendung in einer Scheibenbremsanordnung ausgebildet ist, umfassend:
(a) Bereitstellen eines Formelements mit zwei Formteilen, die an einer vertikalen Grenzfläche aufeinandertreffen, wobei das erste Formteil einen Fortsatz von der vertikalen Grenzfläche in das zweite Formteil für einen horizontalen Abstand hat, um eine integral gegossenen Lasche an einem Gussbremssattel zu bilden;
(b) Bereitstellen eines Kernelements mit drei Fortsätzen, die dazu funktionsfähig sind, drei integral gegossene Auflageflächen an dem Gussbremssattel zu bilden, wobei die Fortsätze Bezugsflächen definieren zur anschließenden spanenden Bearbeitung des Gussbremssattels auf vorbestimmte Toleranzen unter Verwendung der drei Auflageflächen als die Bezugsflächen;
(c) Anordnen des Kernelements in dem Formelement;
(d) Füllen eines geeigneten Gussmaterials in das Formelement, um den Bremssattel in der Gussform zu bilden;
(e) Entnehmen des Gussbremssattels aus dem Formelement, wobei der Bremssattel die drei durch die drei Fortsätze des Kernelements darin gebildeten integral gegossenen Auflageflächen und die durch den Fortsatz gebildete integral gegossene Lasche umfasst; und
(f) spanende Bearbeitung des Gussbremssattels unter Verwendung der drei an dem Bremssattel gebildeten integral gegossenen Auflageflächen als die Bezugsflächen, um dadurch den Bremssattel herzustellen.

10. Gussform nach Anspruch 9, wobei sich die vertikale Grenzfläche in einer ersten vertikalen Zone befindet und sich eine Spitze des ersten Gussformfortsatzes in einer zweiten vertikalen Zone mit dem horizontalen Abstand von der ersten vertikalen Zone befindet, wobei die erste und die zweite vertikale Zone eine vorgerückte vertikale Trennungslinie zwischen dem ersten und dem zweiten Formteil umfassen.

11. Gussform nach Anspruch 9, wobei der Gussbremssattel eine darin ausgebildete Kolbenbohrung umfasst und der Gussbremssattel ein Einkolben-Bremssattel ist.

12. Gussform nach Anspruch 9, wobei zwei der Kernelementfortsätze männliche Fortsätze sind, die dazu ausgebildet sind, zwei der integral gegossenen Oberflächen auf einem zugehörigen Paar Ösen des Gussbremssattels zu bilden, wobei die zwei Oberflächen an dem Paar Ösen als Auflageflächen für die anschließende spanende Bearbeitung des Bremssattels verwendet werden.

13. Gussform nach Anspruch 9, wobei zwei der Kernelementfortsätze dazu ausgebildet sind, zwei der Auflageflächen an einem innenseitigen Schenkelteil des Gussbremssattels zu bilden, und einer der Kernelementfortsätze dazu ausgebildet ist, eine der Auflageflächen an einem außenseitigen Schenkelteil des Gussbremssattels zu bilden.

14. Gussform nach Anspruch 9, die ferner eine Aufnahme in dem zweiten Formteil umfasst, die sich von der vertikalen Grenzfläche zu einer inneren Rückfläche nach innen erstreckt, wobei der Fortsatz in die Aufnahme eintritt, ohne in Kontakt mit der inneren Rückfläche zu gelangen, um die integral gegossene Lasche zu bilden.

15. Gussform nach Anspruch 9, die ferner eine Lücke zwischen dem Fortsatz und dem Kernelement umfasst.

16. Gussform nach Anspruch 15, wobei die Lücke dazu funktionsfähig ist, eine Kolbenbohrung zu bilden.

17. Bremssattel, der zur Verwendung in einer Scheibenbremsanordnung ausgebildet ist und umfasst:
einen inneren und einen außenseitigen Schenkelteil, wobei der innenseitige Schenkelteil ein Paar Auflageflächen hat und der außenseitige Schenkelteil eine einzelne Auflagefläche hat, wobei die Auflageflächen während des Gießens des Bremssattels integral durch ein Kernelement einer Gussvorrichtung gebildet werden;
einen Zwischenbrückenteil, der den innenseitigen und außenseitigen Schenkelteil verbindet; und
mindestens eine Kolbenbohrung, die in dem Zwischenbrückenteil gebildet ist, wobei die mindestens eine Kolbenbohrung eine in einer äußeren Oberfläche der Kolbenbohrung gegossene Lasche hat, wobei die Lasche während des Gießens des Bremssattels durch einen Fortsatz eines ersten Formteils der Gussvorrichtung über eine horizontale Distanz in eine entsprechende Aufnahme eines zweiten Formteils der Gussvorrichtung integral gebildet wird.

18. Gussbremssattel nach Anspruch 17, wobei der Gussbremssattel ferner ein Paar Klemmflächen umfasst, die an dem innenseitigen Schenkelteil vorgesehen sind, wobei das Paar Klemmflächen während des Gießens des Bremssattels durch ein Kernelement integral gebildet wird.

19. Gussbremssattel nach Anspruch 17, wobei der erste Formteilfortsatz sich von einer ersten vertikalen Zone zu einer zweiten vertikalen Zone erstreckt, wobei die erste vertikale Zone eine Grenzfläche zwischen dem ersten und dem zweiten Formteil ist und die zweite vertikale Zone eine Spitze des ersten Formteilfortsatzes ist, wobei die erste und die zweite vertikale Zone zusammen eine vorgerückte vertikale Trennungslinie zwischen dem ersten und dem zweiten Formteil umfassen.

20. Gussbremssattel nach Anspruch 17, wobei der Gussbremssattel eine darin gebildete Kolbenbohrung umfasst und der Gussbremssattel ein Einkolben-Bremssattel ist.

Description:
Hintergrund der Erfindung

Die Erfindung betrifft allgemein Fahrzeugscheibenbremsanordnungen und insbesondere einen Bremssattel, der zur Verwendung in einer solchen Fahrzeugscheibenbremsanordnung ausgebildet ist, und ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen des Bremssattels.

Die meisten Fahrzeuge sind mit einem Bremssystem zum gesteuerten Verlangsamen oder Anhalten der Bewegung des Fahrzeugs ausgestattet. Ein typisches Bremssystem für ein Auto oder einen Kleinlastwagen umfasst eine Scheibenbremsanordnung für jedes der Vorderräder und entweder eine Trommelbremsanordnung oder eine Scheibenbremsanordnung für jedes der Hinterräder. Die Bremsanordnungen werden durch hydraulischen oder pneumatischen Druck betätigt, der erzeugt wird, wenn eine Bedienungsperson des Fahrzeuges ein Bremspedal herunterdrückt. Die Strukturen dieser Trommelbremsanordnungen und Scheibenbremsanordnungen sowie auch die Aktuatoren dafür sind in der Technik gut bekannt.

Eine typische Scheibenbremsanordnung umfasst einen Rotor, der an dem Fahrzeugrad befestigt ist, um sich mit ihm zu drehen. Der Rotor umfasst ein Paar entgegengesetzte Friktionsplatten, an denen Teile einer Bremssattelanordnung selektiv angreifen. Die Bremssattelanordnung wird gleitend von Stiften gehalten, die an einer Ankerplatte befestigt sind. Die Ankerplatte ist an einer nicht drehbaren Komponente des Fahrzeugs, wie beispielsweise dem Fahrzeugrahmen, befestigt. Die Bremssattelanordnung umfasst ein Paar Bremsklötze, die auf entgegengesetzten Seiten des Rotors angeordnet sind. Die Bremsklötze sind funktionsfähig mit einem oder mehreren hydraulisch betätigten Kolben zur Bewegung zwischen einer Nicht-Bremsposition, in der sie von den entgegengesetzten Friktionsplatten des Rotors beabstandet sind, und einer Bremsposition, in der sie in Reibungsangriff an den entgegengesetzten Friktionsplatten des Rotors bewegt werden, verbunden. Wenn die Bedienungsperson des Fahrzeugs das Bremspedal herunterdrückt, drückt der Kolben die Bremsklötze aus der Nicht-Bremsposition in die Bremsposition, so dass sie reibend an den Friktionsplatten des Rotors angreifen und dadurch das Drehen des zugehörigen Rades des Fahrzeuges verlangsamen oder anhalten.

KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft einen Bremssattel, der zur Verwendung in einer Fahrzeugscheibenbremsanordnung ausgebildet ist, und ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Herstellung selbiger.

Gemäß einer Ausführungsform kann eine Vorrichtung zur Herstellung eines oder mehrerer Bremssattel zur Verwendung in einer Fahrzeugscheibenbremsenanordnung, einzeln und/oder in Kombination, eines oder mehrere der folgenden Merkmale umfassen: eine Gussform zum Herstellen eines oder mehrerer Bremssattel, die zur Verwendung in einer Scheibenbremsenanordnung ausgebildet sind, die ein erstes Formteil, ein zweites Formteil und ein Kernelement umfasst. Der erste Formteil hat eine erste vertikale Fläche und eine Aufnahme, die sich von der ersten vertikalen Fläche zu einer inneren Rückfläche des ersten Formteils nach innen erstreckt. Das zweite Formteil hat eine zweite vertikale Fläche und einen Fortsatz von der zweiten vertikalen Fläche nach außen hin zu einer Spitze, wobei die Spitze einen horizontalen Abstand von der zweiten vertikalen Fläche entfernt ist, die Spitze in die Aufnahme eintritt, wenn die erste Fläche in Kontakt mit der zweiten Fläche gelangt, und der Fortsatz und die Aufnahme dazu funktionsfähig sind, eine integral gegossene Lasche an einem Bremssattel zu bilden. Das Kernelement hat drei Fortsätze, die dazu funktionsfähig sind, drei integral gegossene Auflageflächen an dem Bremssattel zu bilden, wobei die Fortsätze Bezugsflächen zur anschließenden spanenden Herstellung des Bremssattels auf vorbestimmte Toleranzen unter Verwendung der drei Auflageflächen als die Bezugsflächen definieren, wobei das Kernelement zwischen dem ersten und dem zweiten Formteil während eines Gussprozesses, der dazu ausgebildet ist, den Bremssattel herzustellen, wegwerfbar ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann ein Verfahren zur Herstellung eines oder mehrerer Bremssattel zur Verwendung in einer Fahrzeugscheibenbremsenanordnung, einzeln und/oder in Kombination, eines oder mehrere der folgenden Merkmale umfassen: Bereitstellen eines Formelements mit zwei Formteilen, die an einer vertikalen Grenzfläche aufeinandertreffen, wobei das erste Formteil einen Fortsatz von der vertikalen Grenzfläche in das zweite Formteil hat, um eine integral gegossene Lasche an dem Bremssattel zu bilden, und eines Kernelements mit drei Fortsätzen, die dazu funktionsfähig sind, drei integral gegossene Auflageflächen an dem Gussbremssattel zu bilden, wobei die Fortsätze Bezugsflächen zur anschließenden spanenden Bearbeitung des Gussbremssattels auf vorbestimmte Toleranzen unter Verwendung der drei Auflageflächen als die Bezugsflächen definieren. Das Kernelement ist in dem Formelement angeordnet. In das Formelement wird ein geeignetes Gussmaterial gegeben, um den Bremssattel in der Gussform zu bilden. Der Bremssattel wird aus dem Formelement entfernt, wobei der Bremssattel die drei durch die Fortsätze des Kernelements darin gebildeten integral gegossenen Auflageflächen und die durch den Fortsatz gebildete integral gegossene Lasche umfasst. Der Gussbremssattel wird unter Verwendung der drei integral gegossenen an dem Bremssattel gebildeten Auflageflächen als die Bezugsflächen spanend bearbeitet, um dadurch den Bremssattel herzustellen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst ein Bremssattel zur Verwendung in einer Fahrzeugscheibenbremsenanordnung, einzeln und/oder in Kombination, eines oder mehrere der folgenden Merkmale: einen Bremssattel mit einem innenseitigen und einem außenseitigen Schenkelteil, einem Zwischenbrückenteil und mindestens einer Kolbenbohrung. Das innenseitige Schenkelteil hat ein Paar Auflageflächen und das außenseitige Schenkelteil hat eine einzelne Auflagefläche, wobei die Auflageflächen während des Gießens des Bremssattels durch ein Kernelement einer Gussvorrichtung integral gebildet werden. Das Zwischenbrückenteil verbindet das innenseitige und außenseitige Schenkelteil. Die mindestens eine Kolbenbohrung ist in dem Zwischenbrückenteil gebildet, wobei die mindestens eine Kolbenbohrung eine in einer äußeren Oberfläche der Kolbenbohrung gegossene Lasche hat, wobei die Lasche während des Gießens des Bremssattels durch einen Fortsatz eines ersten Formteils der Gussvorrichtung für einen horizontalen Abstand in eine entsprechende Aufnahme eines zweiten Formteils der Gussvorrichtung integral gebildet wird.

Weitere Vorteile diese Erfindung werden dem Fachmann aus der folgenden ausführlichen Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen ersichtlich werden.

KURZE BESCHREIBUNG VON ZEICHNUNGEN

1 ist eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Bremssattels gemäß dem Stand der Technik

2 ist eine Seitenansicht der ersten Ausführungsform des ersten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik, der in 1 zum Stand der Technik gezeigt ist.

3 ist eine Ansicht von oben auf die erste Ausführungsform des ersten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik, der in 1 und 2 zum Stand der Technik gezeigt ist.

4 ist eine einwärts weisende Seitenansicht der ersten Ausführungsform des ersten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik, der in 13 zum Stand der Technik gezeigt ist.

5 ist ein Blockdiagramm, das eine Abfolge von Schritten zur Herstellung entweder der ersten Ausführungsform des ersten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik, der in 14 Stand der Technik gezeigt ist, und/oder einer zweiten Ausführungsform des ersten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik, der in 612 zum Stand der Technik gezeigt ist, wiedergibt.

6 ist eine Ansicht von oben auf einen Teil einer ersten Gussvorrichtung gemäß dem Stand der Technik, die zur Verwendung bei der Herstellung des ersten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik ausgebildet ist, wobei der Gussvorgang für die zweite Ausführungsform des ersten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik gezeigt ist.

7 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 7-7 aus 6 zum Stand der Technik.

8 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 8-8 aus 6 zum Stand der Technik.

9 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 9-9 aus 6 zum Stand der Technik.

10 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 10-10 aus 6 zum Stand der Technik.

11 ist eine perspektivische Ansicht der ersten Gussvorrichtung gemäß dem Stand der Technik, wobei deren Formteil nicht gezeigt ist.

12 ist eine weitere perspektivische Ansicht der ersten Gussvorrichtung gemäß dem Stand der Technik, wobei deren Formteil nicht gezeigt ist.

13 ist eine perspektivische Ansicht eines zweiten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik.

14 ist eine weitere perspektivische Ansicht des zweiten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik.

15 ist eine Ansicht von oben des zweiten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik.

16 ist eine einwärts weisende Seitenansicht des zweiten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik.

17 ist ein Blockdiagramm, das eine Abfolge von Schritten zur Herstellung der zweiten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik, gezeigt in 1316, wiedergibt.

18 ist eine Ansicht von oben auf einen Teil einer zweiten Gussvorrichtung gemäß dem Stand der Technik, die zur Verwendung bei der Herstellung des zweiten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik ausgebildet ist.

19 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 19-19 aus 18 zum Stand der Technik.

20 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 20-20 aus 18 zum Stand der Technik.

21 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 21-21 aus 18 zum Stand der Technik.

22 ist eine perspektivische Ansicht der zweiten Gussvorrichtung gemäß dem Stand der Technik, wobei deren Formteil nicht gezeigt ist

23 ist eine weitere perspektivische Ansicht der zweiten Gussvorrichtung gemäß dem Stand der Technik, wobei deren Formteil nicht gezeigt ist.

24 ist eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Bremssattels, der gemäß der vorliegenden Erfindung bearbeitet wird.

25 ist eine weitere perspektivische Ansicht des Bremssattels der vorliegenden Erfindung.

26 ist eine Ansicht von oben des Bremssattels der vorliegenden Erfindung.

27 ist eine einwärts weisende Seitenansicht des Bremssattels der vorliegenden Erfindung.

28 ist ein Blockdiagramm, das eine Abfolge von Schritten zur Herstellung des in 2427 gezeigten Bremssattels der vorliegenden Erfindung zeigt.

29 ist eine Ansicht von oben auf einen Teil einer Gussvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, die zur Verwendung bei der Herstellung des Bremssattels der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist.

30 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 30-30 aus 29.

31 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 31-31 aus 29.

32 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 32-32 aus 29.

33 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 33-33 aus 29.

34 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 34-34 aus 29.

35 ist eine Teilexplosionsschnittansicht entlang der Linie 35-35 aus 29.

36 ist eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines gemäß der vorliegenden Erfindung bearbeiteten Bremssattels.

37 ist eine weitere perspektivische Ansicht der zweiten Ausführungsform eines gemäß der vorliegenden Erfindung bearbeiteten Bremssattels.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Es wird nun mit Bezugnahme auf die Zeichnungen in 14 eine erste Ausführungsform eines ersten Bremssattels gemäß dem Stand der Technik gezeigt, allgemein als 10 bezeichnet, der zur Verwendung in einer Fahrzeugscheibenbremsenanordnung ausgebildet ist. Es ist anzumerken, dass, obgleich diese Erfindung in Verbindung mit den speziellen hierin offenbarten Bremssattelstrukturen gemäß dem Stand der Technik beschrieben und dargestellt ist, es sich versteht, dass diese Erfindung auch in Verbindung mit anderen Bremssattelstrukturen verwendet werden kann, die zur Verwendung in anderen Arten von Fahrzeugscheibenbremsanordnungen ausgebildet sind.

Der gezeigte Bremssattel 10 ist zur Verwendung in einem „Collette”-Typ von Scheibenbremsanordnung ausgebildet, wie etwa die in dem US-Patent mit der Nummer 5,323,882 an Waterman et al. und dem US-Patent mit der Nummer 30,255 an Rath et al. gezeigten, deren Offenbarungen dieser Patente beide hierin durch Bezugnahme aufgenommen sind. Der Bremssattel 10 gemäß dem Stand der Technik ist ein allgemein C-förmiger Einkolben-Bremssattel und umfasst einen innenseitigen Schenkelteil 12 und einen außenseitigen Schenkelteil 14, die durch einen Zwischenbrückenteil 16 verbunden sind. Der innenseitige Schenkel 12 des Bremssattels 10 gemäß dem Stand der Technik umfasst ein Paar Ösen 20 und 22. Wie am besten in 4 gezeigt, umfasst die Öse 20 eine durch sie hindurch ausgebildete Öffnung 20A und die Öse 22 eine durch sie hindurch ausgebildete Öffnung 22A. In der gezeigten Ausführungsform sind die Öffnungen 20A und 22A gewindelos bzw. sind Durchgangsbohrungen und sind dafür ausgebildet, einen Teil eines Gleitstiftbolzens aufzunehmen (nicht gezeigt), um den Bremssattel 10 für eine Gleitbewegung während dessen Betätigung auf eine bekannte Weise zu halten. Der Bremssattel 10 gemäß dem Stand der Technik ist aus jeglichem geeigneten gießbaren Material gebildet, wie beispielsweise Eisen, Aluminium und Legierungen daraus.

Der Bremssattel 10 gemäß dem Stand der Technik umfasst außerdem eine Vertiefung 30 und ein Paar erste Oberflächen 32 und 34 und ein Paar zweite Oberflächen (nur eine des zweiten Paars von Oberflächen ist am besten als 35 in 2 zum Stand der Technik gezeigt), für einen unten erörterten Zweck. Vorzugsweise ist die Vertiefung 30 eine allgemein kegelförmige geschlossene Vertiefung, sind die Oberflächen 32 und 34 allgemein flache Oberflächen und sind die Oberflächen 35 allgemein flache gewinkelte Oberflächen, wie in 2 gezeigt. Außerdem sind die Vertiefung 30 und die Oberflächen 32, 34 und 35 vorzugsweise Oberflächen in Gussform, die während des Gussprozesses auf vorbestimmte Toleranzen genau gebildet werden, obgleich nach dem Gussprozess ein leichtes Säubern oder Bürsten einer oder mehrerer der Vertiefung 30 und der Oberflächen 32, 34 und 35 stattfinden können. Der Bremssattel 10 gemäß dem Stand der Technik umfasst weiter einen Fluidzuführeinlassanschluss 36, einen Entlüftungsanschluss 38 und eine Kolbenbohrung 40. Alternativ kann die Struktur des Bremssattels 10 gemäß dem Stand der Technik bei Bedarf eine andere sein als die dargestellte.

Nun wird mit Bezugnahme auf 5 zum Stand der Technik und unter Verwendung der gleichen Bezugszeichen für die Bezugnahme auf entsprechende Teile ein Blockdiagramm gezeigt, das eine Abfolge von Schritten zur Herstellung einer zweiten Ausführungsform des Bremssattels gemäß dem Stand der Technik, der in 612 zum Stand der Technik allgemein als 10' bezeichnet ist, als einen Zwillingskolben-Bremssattel gemäß dem Stand der Technik in Phantomzeichnung oder gestrichelten Linien zeigt. Die zweite Ausführungsform des ersten Bremssattels 10' gemäß dem Stand der Technik ist allgemein der ersten Ausführungsform des ersten Bremssattel 10 gemäß dem Stand der Technik ähnlich, abgesehen davon, dass der Bremssattel 10' ein Zwillingkolbenbremssattel ist, wohingegen der Bremssattel 10 ein Einkolben-Bremssattel ist. Somit versteht sich, dass der folgende nachstehend beschriebene Prozess, der zur Herstellung des Zwillingskolben-Bremssattels 10' gemäß dem Stand der Technik verwendet wird, auch für den Einkolben-Bremssattel 10 gemäß dem Stand der Technik gilt.

Wie hierin gezeigt, wird der Bremssattel 10' gemäß dem Stand der Technik während eines bekannten Gießprozess mit horizontaler Trennungslinie in Schritt 50 in einer Gussvorrichtung bearbeitet, die in den 612 zum Stand der Technik allgemein als 60 bezeichnet ist. Wie hierin verwendet, bedeutet der Begriff Gießprozess mit horizontaler Trennungslinie, dass der Bremssattel 10' gemäß dem Stand der Technik in der Regel unter Verwendung einer Gussform 62 mit zwei Form- oder Musterteilen 62A und 62B bearbeitet wird, die zueinander derart angeordnet sind, dass sie eine horizontale Trennungslinie H erzeugen, wie in 2 und 612 zum Stand der Technik gezeigt. In der gezeigten Ausführungsform definiert das Formteil 62A ein oberes Formteil und definiert das Formteil 62B ein unteres Formteil.

Wie in 612 zum Stand der Technik gezeigt, umfasst die Gussvorrichtung 60 ein Kernelement, allgemein bezeichnet als 66 und in durchgezogenen Linien gezeigt, das in einer vorbestimmten Position in der Gussform 62 angeordnet ist. Das Kernelement 66 ist aus einem geeigneten bekannten Material, wie beispielsweise Sand und Harz, bearbeitet und die Gussform 62 ist aus einem geeigneten Material, wie beispielsweise Sand und Harz, bearbeitet. Somit ist zu verstehen, dass das Kernelement 66 in der Regel ein Einwegelement bzw. nicht wiederverwendbares Element ist, das nur einmal in dem Gussprozess verwendet werden kann, und dass die Gussform 62 auch ein Einwegprodukt ist.

Wie am besten in 10 zum Stand der Technik gezeigt, umfasst das obere Formteil 62A der Gussform 62 einen ersten „männlichen” Fortsatz oder Vorsprung 70. Der erste Fortsatz 70 hat allgemein eine Kegelform und ist wirksam für die Herstellung der kegelförmigen Vertiefung 30 in der zweiten Ausführungsform des ersten Bremssattels 10' gemäß dem Stand der Technik. Außerdem umfasst, wie am besten in 7 zum Stand der Technik gezeigt, das obere Formteil 62A ein Paar zweite männliche Fortsätze oder Vorsprünge 72 und 74. Die zweiten Fortsätze 72 und 74 haben allgemein einen dreieckig geformten Querschnitt und sind wirksam zur Herstellung der allgemein flachen Oberflächen 32 bzw. 34 an dem Bremssattel 10' gemäß dem Stand der Technik. Außerdem umfasst, wie am besten in 7 gemäß dem Stand der Technik gezeigt, das untere Formteil 62B ein Paar winkeliger Oberflächen 76. Die Oberflächen 76 sind wirksam zur Herstellung der winkeligen Oberflächen 35 an dem Bremssattel 10 gemäß dem Stand der Technik.

Als nächstes wird der Bremssattel 10' oder 10 gemäß dem Stand der Technik in Gussform in Schritt 52 aus der Gussvorrichtung entnommen. Wie vorstehend erörtert, umfasst der Bremssattel 10' oder 10 gemäß dem Stand der Technik in Gussform die kegelförmige Vertiefung 30 und die flachen Oberflächen 32 und 34.

Anschließend werden ausgewählte Oberflächen des Bremssattels 10' oder 10 gemäß dem Stand der Technik im Gusszustand unter Verwendung einer bekannten Maschinenvorrichtung (nicht gezeigt) in Schritt 54 spanend auf vorbestimmte Toleranzen bearbeitet. Dafür werden die kegelförmige Vertiefung 30 und die Oberflächen 32 und 34 als Bezugsflächen oder Auflageflächen verwendet. Insbesondere ist ein geeignetes Auflageelement, wie beispielsweise eine vorbestimmt bemessene Kugel 60 (gestrichelt in 2 in Verbindung mit dem Bremssattel 10 gemäß dem Stand der Technik gezeigt) in der kegelförmigen Vertiefung 30 angeordnet und es werden ein erstes Klemmelement (nicht gezeigt), das dazu funktionsfähig ist, zu klemmen und eine erste Kraft F1 auf eine ausgewählte Oberfläche des innenseitigen Schenkelteils 12 des Bremssattels 10 oder 10' aufzubringen, um die Kugel 60 in der Vertiefung 30 zu halten, und ein zweites Klemmelement (nicht gezeigt), das funktionsfähig ist, zu klemmen und eine zweite Kraft F2 auf eine ausgewählte Oberfläche des außenseitigen Schenkels 14 des Bremssattels 10 oder 10' aufzubringen, zur Definition einer ersten vertikalen Ebene Z des Bremssattels 10 oder 10' im Gusszustand verwendet. Als nächstes werden die Kugel 60 und die Oberflächen 32 und 34 zur Definition einer zweiten horizontalen Ebene Y des Bremssattels 10 oder 10' im Gusszustand verwendet. Darauffolgend werden die Kugel 60 und ein drittes Klemmelement (nicht gezeigt), das funktionsfähig ist, zu klemmen und eine dritte Kraft F3 auf den Bremssattel 10 oder 10' in einer allgemein gegenüberliegenden Stelle auf eine der Klemmoberflächen 35 aufzubringen, die an einem Seitenteil des außenseitigen Schenkelteils 12 vorgesehen sind, zur Definition einer dritten vertikalen Ebene X des Bremssattels 10 oder 10' im Gusszustand verwendet. Alternativ können andere geeignete Verfahren verwendet werden, um den Bremssattel 10 oder 10' zu halten oder zu klemmen, um zu ermöglichen, dass die Oberflächen 30, 32, 34, 35 als Auflageflächen zur Bestimmung der Ebenen Y und Z verwendet werden. Beispielsweise können andere Kräfte als die bereits beschriebenen und/oder zusätzlich dazu auf den Bremssattel 10 oder 10' an den folgenden Stellen angewendet werden: Kräfte F4A und F4B können auf die Bremssattelösen 20 bzw. 22 aufgebracht werden, wie in 4 zum Stand der Technik gezeigt, und/oder Kräfte F5A und F5B können auf den außenseitigen Schenkelteil 14 des Bremssattels 10 oder 10' aufgebracht werden, wie auch in 4 zum Stand der Technik gezeigt.

In der gezeigten Ausführungsform schneiden die X-Ebene und die Z-Ebene einander allgemein rechtwinklig. Und in der gezeigten Ausführungsform schneiden die Y-Ebene und die Z-Ebene einander allgemein rechtwinklig. Alternativ können die drei Ebenen X, Y und Z bei Bedarf auch anders ausgerichtet sein. Außerdem ist, wie in 1 und 2 zum Stand der Technik gezeigt, ein gemeinsamer Punkt Q durch die Grenzfläche der drei Ebenen X, Y und Z definiert.

Sobald die vorstehend beschriebenen drei Ebenen X, Y und Z des Bremssattels 10 oder 10' im Gusszustand festgelegt wurden und die Kräfte F1, F2 und F3 aufgebracht wurden, werden ausgewählte Oberflächen des Bremssattels 10 oder 10' gemäß dem Stand der Technik auf vorbestimmte Toleranzen bearbeitet. In der gezeigten Ausführungsform umfassen die ausgewählten Oberflächen die spanende Bearbeitung der Ösen 20 und 22 und die spanende Bearbeitung einer Rauhgusskolbenbohrung 40. Insbesondere wird, wie in 3 zum Stand der Technik gezeigt, eine äußere Oberfläche 22B der Öse 22 spanend eine vorbestimmte Distanz A relativ zu der Z-Achse bearbeitet, um eine flache äußere Oberfläche zu definieren, die bezüglich der Z-Achse parallel ausgerichtet ist. Auf ähnliche Weise wird eine äußere Oberfläche 20B der Öse 20 spanend eine vorbestimmte Distanz A1 relativ zu der Z-Achse bearbeitet, um eine flache äußere Oberfläche zu definieren, die bezüglich der Z-Achse parallel ausgerichtet ist. In der gezeigten Ausführungsform sind die Distanzen A und A1 gleich.

Außerdem wird, wie in 4 gemäß dem Stand der Technik gezeigt, die Öffnung 22A spanend eine vorbestimmte Distanz C bezüglich der X-Achse und eine vorbestimmte Distanz D bezüglich der Y-Achse bearbeitet. Auf ähnliche Weise wird die Öffnung 20A spanend eine vorbestimmte Distanz C1 bezüglich der X-Achse und eine vorbestimmte Distanz D1 bezüglich der Y-Achse bearbeitet. In der gezeigten Ausführungsform sind die Distanzen C und C1 gleich und die Distanzen D und D1 gleich. Außerdem wird, wie in 4 gezeigt, die Kolbenbohrung 40 entlang der X-Achse eine vorbestimmte Distanz B spanend bezüglich der Y-Achse bearbeitet, um einen Kolbenbohrungsradius R zu definieren. Anschließend werden in Schritt 56 andere ausgewählte Oberflächen des Bremssattels 10 gemäß dem Stand der Technik spanend auf vorbestimmte Toleranzen bearbeitet, um den vollständig spanend bearbeiteten Bremssattel 10' oder 10 gemäß dem Stand der Technik herzustellen. Dafür werden eine oder mehrere der Oberflächen 32 und 34, der Öffnungen 20A und 22A und der Kolbenbohrung 40 als Bezugspunkte verwendet, um in Schritt 65 die spanende Endbearbeitung des Bremssattels 10' oder 10 gemäß dem Stand der Technik auszuführen. Struktur und Verfahren zur Herstellung des Bremssattels 10' oder 10 gemäß dem Stand der Technik, die jetzt beschrieben und gezeigt wurden, sind herkömmliche Technik.

Bezugnehmend nunmehr auf 1316 ist ein zweiter Bremssattel gemäß dem Stand der Technik gezeigt, allgemein mit 100 gezeigt, der zur Verwendung in einer Fahrzeugscheibenbremsanordnung ausgebildet ist. Der zweite Bremssattel 100 gemäß dem Stand der Technik ist in dem US-Patent mit der Nummer 7,168,529 an Morais et al. gezeigt, dessen Offenbarung hierin durch Bezugnahme aufgenommen ist.

Der gezeigte Bremssattel 100 ist zur Verwendung in einem „Collette”-Typ von Scheibenbremsanordnung ausgebildet und ist ein allgemein C-förmiger Zwillingskolben-Bremssattel. Der Bremssattel 100 umfasst einen innenseitigen Schenkelteil 112 und einen außenseitigen Schenkelteil 114, die durch ein Zwischenbrückenteil 116 mit einer darin gebildeten Öffnung 116A verbunden sind. Der innenseitige Schenkel 112 des Bremssattels 100 umfasst ein Paar Ösen 120 und 122. Jede der Ösen 120 und 122 umfasst eine durch sie hindurch ausgebildete Öffnung 120A bzw. 122A. Die Öffnungen 120A und 122A sind dafür ausgebildet, einen Teil eines Gleitstiftbolzens (nicht gezeigt) aufzunehmen, um den Bremssattel 100 für eine Gleitbewegung während dessen Betätigung auf eine bekannte Weise zu halten. Die Öffnungen sind gewindelos bzw. sind Durchgangsbohrungen.

Der Bremssattel 100 umfasst ferner eine Vertiefung 130, ein erstes Paar Oberflächen 132 und 134 und ein zweites Paar Oberflächen 146 und 148 für einen nachstehend erläuterten Zweck. Die Vertiefung 130 ist vorzugsweise eine allgemein kegelförmige geschlossene Vertiefung, die Oberflächen 132 und 134 sind vorzugsweise allgemein flache Oberflächen und die Oberflächen 146 und 148 sind vorzugsweise allgemein flache Oberflächen, die allgemein eine V-Form haben. Außerdem sind die Vertiefung 130 und die Oberflächen 132, 134, 146 und 148 vorzugsweise Oberflächen im Gusszustand, die während des Gussprozesses genau gebildet werden, obgleich ein leichtes Säubern oder Bürsten einer oder mehrerer der Vertiefung 130 und der Oberflächen 132, 134, 146 und 148 nach dem Gussprozess stattfinden kann. Außerdem sind zu Erörterungszwecken die Oberflächen 132 und 134 in 13 und 15 als runde Oberflächen gezeigt, wobei die Oberflächen 132 und 134 tatsächlich weder rund sind noch sich optisch von der benachbarten Oberfläche des Bremssattels in dem Bereich davon unterscheiden. Der Bremssattel 100 umfasst ferner ein Paar Entlüftungsanschlüsse 136 (von denen nur einer spanend bearbeitet wird, abhängig davon, ob der Bremssattel ein linker oder rechter Bremssattel ist), einen gemeinsamen Einlassanschluss 138 und ein Paar Kolbenbohrungen 140.

Bezugnehmen nun auf 17 ist ein Blockdiagramm gezeigt, das eine Abfolge von Schritten für den zweiten Bremssattel 100 gemäß dem Stand der Technik zeigt. Wie dort dargestellt, wird der zweite Bremssattel 100 gemäß dem Stand der Technik während eines Gießprozesses mit vertikaler Trennungslinie in einer Ebene in Schritt 150 in einer Gussvorrichtung bearbeitet, die allgemein mit 160 in 1821 gezeigt ist. Dafür verwendet der Gussprozess eine Gussform 162 mit zwei Formoder Musterabschnitten 162A und 162B, die zueinander derart angeordnet sind, dass sie eine vertikale Trennung zwischen den Formteilen 162A und 162B erzeugen, was zu Erörterungszwecken durch eine vertikale Trennungslinie V1 in 18 und 2023 gezeigt ist. Das Formteil 162A definiert ein Formteil auf einer ersten Seite oder einer Außenseite und das Formteil 162B definiert ein Formteil auf einer zweiten Seite oder Innenseite. Eine Innenfläche des Formteils 162A ist passend zu einer Innenseite des Formteils 162B ausgebildet.

Wie in 1821 gezeigt, umfasst die Gussvorrichtung 160 ein Kernelement, allgemein bezeichnet als 166 und in durchgezogenen Linien gezeigt, das in einer vorbestimmten Position in der Gussform 162 angeordnet ist.

Wie am besten in 20 gezeigt, umfasst das Kernelement 166 einen ersten „männlichen” Fortsatz oder Vorsprung 170. Der erste Fortsatz 170 hat allgemein eine Kegelform und ist wirksam für die Herstellung der kegelförmigen Vertiefung 130 in dem Bremssattel 100. Außerdem umfasst, wie am besten in 21 gezeigt, das Kernelement 166 ein Paar zweite männliche Fortsätze oder Vorsprünge (von denen nur ein solcher Fortsatz in 21 als 172 gezeigt ist). Die zweiten Fortsätze 172 haben allgemein flache ebene Oberflächen und sind wirksam, um die allgemein flachen Oberflächen 132 und 134 auf dem Bremssattel 100 herzustellen. Außerdem, wie am besten in 19 gezeigt, umfasst das Kernelement 166 ein Paar winkelige Oberflächen 176. Die Oberflächen 176 sind wirksam, um die allgemein V-förmigen winkeligen flachen Oberflächen 146 und 148 auf dem Bremssattel 100 herzustellen.

Als nächstes wird in Schritt 152 der Bremssattel 100 im Gusszustand aus der Gussvorrichtung entnommen. Wie vorstehend erörtert, umfasst der Bremssattel 100 im Gusszustand die kegelförmige Vertiefung 130 und die flachen Oberflächen 132, 134, 146 und 148. Wie nachstehend erörtert, definieren die Vertiefung 130 und die Oberflächen 132 und 134 Auflageflächen und definieren die Oberflächen 146 und 148 Klemmoberflächen.

Daraufhin werden in Schritt 154 ausgewählte Oberflächen des Bremssattels 100 im Gusszustand unter Verwendung einer bekannten Bearbeitungsvorrichtung (nicht gezeigt) spanend auf vorbestimmte Toleranzen bearbeitet. Dafür werden die kegelförmige Vertiefung 130 und die Oberflächen 132 und 134 als Bezugsflächen oder Auflageflächen verwendet. Insbesondere ist der Bremssattel 100 in einer „auf dem Kopf” Position angeordnet (d. h. die Brückenseite ist nach unten gewandt), wie in 14 gezeigt, und wird in dieser Position durch ein geeignetes erstes Auflage/Halteelement (durch Pfeil S11 in 14 gezeigt), das in der kegelförmigen Vertiefung 130 angeordnet ist, und ein Paar zweite Auflage/Halteelemente (durch Pfeile S12 und S13 in 14 gezeigt), die an den Oberflächen 132 bzw. 134 angreifen, gehalten, um eine erste horizontale Ebene Y1 des Bremssattels 100 im Gusszustand zu definieren. Solch ein geeignetes erstes Element ist die vorbestimmt bemessene Kugel 60, die strichliert in 2 gezeigt ist, in Verbindung mit dem ersten Bremssattel 10 gemäß dem Stand der Technik und ein geeignetes Paar zweite Elemente sind ein Paar Stifte mit flachen Köpfen.

Als nächstes werden, während sie in dieser Position sind, ein erstes Klemmelement (nicht gezeigt), das funktionsfähig ist, zu klemmen und eine erste Kraft F11 (in 14 gezeigt) auf eine ausgewählte Oberfläche eines Mittelfingers des außenseitigen Schenkelteils 114 des Bremssattels 100 aufzubringen, die allgemein gegenüber der Kugel 60 in der Vertiefung 130 angeordnet ist, und ein Paar zweite Klemmelemente (nicht gezeigt), die funktionsfähig sind, zu klemmen und ein Paar zweite Kräfte F12 und F13 (in 14 gezeigt) auf die winkeligen Klemmoberflächen 146 bzw. 148 des Bremssattels aufzubringen, verwendet, um eine zweite vertikale Ebene X1 und auch eine dritte vertikale Ebene Z1 des Bremssattels 100 zu definieren. Alternativ können bei Bedarf andere geeignete Verfahren verwendet werden, um den Bremssattel 100 zu halten oder zu klemmen, um zu ermöglichen, dass die Oberflächen 130, 132, 134, 146 und 148 als Auflageflächen verwendet werden zur Bestimmung der Ebenen X1, Y1, und Z1. Die X1-Ebene und die Z1-Ebene schneiden einander allgemein rechtwinklig und die Y1-Ebene und die X1-Ebene schneiden einander allgemein rechtwinklig. Alternativ kann die Ausrichtung von einer oder mehreren der drei Ebenen X1, Y1, und Z1 anders sein als dargestellt.

Sobald die vorstehend beschriebenen drei Ebenen X1, Y1, und Z1 des Bremssattels 100 in Gussform mit vertikaler Trennungslinie in einer Ebene festgelegt wurden und die Kräfte F11, F12, und F13 aufgebracht wurden, werden ausgewählte Oberflächen des Bremssattels 100 spanend auf vorbestimmte Toleranzen bearbeitet. Die ausgewählten Oberflächen umfassen das spanende Bearbeiten von Ösen 120 und 122 und das spanende Bearbeiten eines Paars Rauhgusskolbenbohrungen 140. Insbesondere wird, wie in 15 gezeigt, eine äußere Oberfläche 122B der Öse 122 eine vorbestimmte Distanz A10 relativ zu der Z1-Achse spanend bearbeitet, um eine flache äußere Oberfläche zu definieren, die parallel zu der Z1-Achse ausgerichtet ist. Auf ähnliche Weise wird eine äußere Oberfläche 120B der Öse 120 eine vorbestimmte Distanz A11 relativ zu der Z1-Achse spanend bearbeitet, um eine flache äußere Oberfläche zu definieren, die parallel zu der Z-Achse ausgerichtet ist. Die Distanzen A10 und All sind gleich.

Außerdem wird, wie in 16 gezeigt, spanend die Öffnung 122A eine vorbestimmte Distanz C10 bezüglich der X1-Achse und eine vorbestimmte Distanz DC bezüglich der Y1-Achse bearbeitet. Auf ähnliche Weise wird spanend die Öffnung 120A eine vorbestimmte Distanz C11 bezüglich der X1-Achse und eine vorbestimmte Distanz D11 bezüglich der Y1-Achse bearbeitet. Die Distanzen C10 und C11 sind gleich und die Distanzen D10 und D11 sind gleich. Außerdem werden, wie in 16 gezeigt, die Kolbenbohrungen 140 bezüglich der X1-Achse spanend eine vorbestimmte Distanz B10 und bezüglich der Y1-Achse eine vorbestimmte Distanz B11 bearbeitet, um Kolbenbohrungsradii R1 zu definieren. Darauffolgend werden in Schritt 156 andere ausgewählte Oberflächen des Bremssattels 100 spanend auf vorbestimmte Toleranzen bearbeitet, um den spanend bearbeiteten Bremssattel 100 herzustellen. Dafür werden eine oder mehrere der Oberflächen 120B und 122B, der Öffnungen 120A und 122A, und der Kolbenbohrungen 140 als Bezugspunkte verwendet, um die spanende Endbearbeitung des Bremssattels 100 in Schritt 156 auszuführen.

Bezugnehmend nunmehr auf 2427 ist eine Ausführungsform eines Bremssattels gezeigt, der allgemein als 200 bezeichnet ist, der gemäß der vorliegenden Erfindung bearbeitet wird. Es ist anzumerken, dass es, obgleich diese Erfindung in Verbindung mit der speziellen hierin offenbarten Bremssattelstruktur beschrieben und dargestellt werden wird, es sich versteht, dass diese Erfindung auch in Verbindung mit anderen Bremssattelstrukturen verwendet werden kann, die zur Verwendung in anderen Arten von Fahrzeugscheibenbremsanordnungen ausgebildet sind. Beispielsweise kann die Erfindung in Verbindung mit gegenüberliegenden oder nicht gegenüberliegenden Kolbentypen von Scheibenbremsanordnungen mit einem oder mehr als einem zugehörigen Bremskolben verwendet werden. Die gezeigte Ausführungsform des Bremssattels 200 der vorliegenden Erfindung ist aus jeglichem geeigneten gießbaren Material gebildet, wie beispielsweise Eisen, Aluminium und Legierungen davon.

Der gezeigte Bremssattel 200 ist zur Verwendung in einem „Collette”-Typ von Scheibenbremsanordnung ausgebildet und ist ein allgemein C-förmiger Einkolben-Bremssattel. Der Bremssattel 200 umfasst einen innenseitigen Schenkelteil 212 und einen außenseitigen Schenkelteil 214, die durch ein Zwischenbrückenteil 216 mit einer darin gebildeten Öffnung 216A verbunden sind. Der außenseitige Schenkelteil 214 umfasst einen ersten Finger 214A und einen zweiten Finger 214B, die beide abgerundet oder ausgerundet sein können für eine verbesserte Handhabung und zur Reduzierung von Druck von dem Bremssattel 200 gegen einen Isolator (nicht gezeigt).

Das Zwischenbrückenteil 216 der gezeigten Ausführungsform des Bremssattels 200 hat eine obere Seite 217A und eine untere Seite 217B. Der innenseitige Schenkel 212 des Bremssattels 200 umfasst ein Paar Ösen 220 und 222, die sich von dem innenseitigen Schenkel 212 erstrecken, und eine „dritte” Lasche 224. Die „erste” und die „zweite” Lasche sind die Ösen 220 und 222. Jede der Ösen 222 und 220 umfasst eine durch sie hindurch ausgebildete Öffnung 220A bzw. 222A. Die Öffnungen 220A und 222A sind dafür ausgebildet, einen Teil eines Gleitstiftbolzens (nicht gezeigt) aufzunehmen, um den Bremssattel 200 für eine Gleitbewegung während dessen Betätigung auf eine bekannte Weise zu halten. In der gezeigten Ausführungsform sind die Öffnungen 220A und 222A Öffnungen ohne Gewinde bzw. Durchgangsbohrungen. Die Öffnungen 220A und 222A können jedoch Öffnungen mit Gewinde sein, je nach der speziellen Ausgestaltung der Fahrzeugscheibenbremsanordnung.

In der gezeigten Ausführungsform des Bremssattels 200 ist die dritte Lasche 224 dafür ausgebildet, einen Bremsaktuator (schematisch in 25 von Bezugszeichen BA gezeigt) an dem Bremssattel 200 zu montieren. Dafür kann die dritte Lasche 224 eine Öffnung mit Gewinde oder eine Durchgangsbohrung umfassen, an der der Bremsaktuator BA montiert wird. Der Bremsaktuator kann jegliche geeignete Art von Betätigungsvorrichtung sein, wie beispielsweise ein elektrischer Parkbremsaktuator. Alternativ kann die dritte Lasche 224 verwendet werden, um andere Arten und/oder Typen von dem Fachmann bekannten Bremsaktuatoren an dem Bremssattel 200 zu montieren, beispielsweise einen hydraulischen oder pneumatischen Bremsaktuator und/oder um den Bremssattel 200 an einer geeigneten Vorrichtung für anschließende Verarbeitung und/oder spanende Bearbeitung, beispielsweise einer Drehmaschine, zu befestigen.

In der gezeigten Ausführungsform umfasst der Bremssattel 200 ferner eine Vertiefung 230, ein erstes Paar Oberflächen 232 und 234 und ein zweites Paar Oberflächen 246 und 248 für einen nachstehend erläuterten Zweck. In der gezeigten Ausführungsform ist die Vertiefung 230 vorzugsweise eine allgemein kegelförmige geschlossene Vertiefung, ist die Oberfläche 232 eine allgemein flache Oberfläche und ist die Oberfläche 234 eine allgemein kanalförmige Oberfläche mit Einsenkung. In der gezeigten Ausführungsform sind die Oberflächen 246 und 248 vorzugsweise allgemein winkelige flache Oberflächen, die in dieser Ausführungsform allgemein eine V-Form haben, und befinden sich die Oberflächen 232 und 234 an Ösen 220 bzw. 222. Alternativ können sich die Oberflächen 232 und 234 an dem innenseitigen Schenkelteil 212 befinden. Außerdem sind die Vertiefung 230 und die Oberflächen 232, 234, 246, und 248 vorzugsweise Oberflächen im Gusszustand, die während des Gussprozesses genau gebildet werden, obgleich nach dem Gussprozess ein leichtes Säubern oder Bürsten einer oder mehrerer der Vertiefung 230 und der Oberflächen 232, 234, 246 und 248 stattfinden kann. Außerdem ist zu Erörterungszwecken die Oberfläche 232 in 24 und 26 als runde Oberfläche gezeigt, wobei die Oberfläche 232 tatsächlich weder rund ist noch sich optisch von der benachbarten Oberfläche des Bremssattels in dem Bereich davon unterscheidet.

Alternativ können die Vertiefung 230 und die Oberflächen 232 und 234 wie in dem US-Patent mit der Nummer 8,132,612 an Morais et al. offenbart sein, dessen Offenbarung hierin durch Bezugnahme in ihrer Gesamtheit aufgenommen ist. Beispielsweise kann die Vertiefung 230 eine allgemein flache Oberfläche sein, die Oberfläche 232 kann eine kanalförmige Einsenkung sein, die in einem abgerundeten Ende endet, die Kanaloberfläche 234 kann eine allgemein kegelförmige Vertiefung sein oder die Vertiefung 230 und die Oberflächen 232 und 234 können jegliche Kombination aus allgemein flachen Oberflächen, Kanälen, Rillen, kegelförmigen Vertiefungen, runden Vertiefungen oder sonstigen für einen nachstehend zu erörternden Zweck geeigneten Formen sein.

Außerdem kann die Vertiefung 230 an dem innenseitigen Schenkelteil 212 angeordnet sein, wobei die Oberflächen 232 und 234 an dem außenseitigen Schenkelteil 214 angeordnet sind; die Vertiefung 230 und die Oberflächen 232 und 234 können einzeln zwischen dem innenseitigen Schenkelteil 212, dem außenseitigen Schenkelteil 214 und dem Brückenteil 216 angeordnet sein; und/oder die Vertiefung 230 und die Oberflächen 232 und 234 können, einzeln oder zusammen, an der oberen Seite 217A oder der unteren Seite 217B des Brückenteils 216 angeordnet sein.

In der gezeigten Ausführungsform umfasst der Bremssattel 200 ferner ein Paar Entlüftungsanschlüsse 236 und 238 (von denen nur einer spanend bearbeitet wird, abhängig davon, ob der Bremssattel ein linker oder ein rechter Bremssattel ist), einen Entlüftungsanschluss (nicht gezeigt) und eine Kolbenbohrung 240. Wie für den Fachmann leicht verständlich sein wird, können der Fluidzuführeinlassanschluss 236 und der Entlüftungsanschluss 238 an dem Bremssattel 200 angeordnet sein, wie für die spezielle Anwendung des Bremssattels 200 erforderlich. Wie gezeigt, ist der Bremssattel 200 ein Bremssattel mit einem Kolben mit einer einzelnen Kolbenbohrung 240. Alternativ kann die Struktur des Bremssattels 200 bei Bedarf anders sein als gezeigt und eine Struktur enthalten, um einen Bremssattel mit mehreren Kolben aufzunehmen. Beispielsweise könnte die bestimmte Form der Vertiefung 230 des Bremssattels 200 jegliche geeignete Form für eine Auflagefläche oder Bezugsfläche sein, wie nachstehend erörtert.

Bezugnehmend nunmehr auf 28 ist ein Blockdiagramm dargestellt, das eine Abfolge von Schritten zur Herstellung der Ausführungsform des Bremssattels 200 der vorliegenden Erfindung zeigt. Wie dort gezeigt, wird der Bremssattel 200 dieser Erfindung während eines Gießprozesses mit vertikaler vorgerückter Trennungslinie mit Mehrfachzone in Schritt 250 in einer Gussvorrichtung bearbeitet, die allgemein in 2935 als 260 bezeichnet ist. Dafür wird in dem Gussprozess eine Gussform 262 mit zwei Form- oder Musterbereichen 262A und 262B verwendet. Die Formteile 262A und 262B sind bezüglich einander derart angeordnet, dass sie eine „besondere” Mehrfachzone oder „vorgerückte” vertikale Trennung zwischen den Formteilen 262A und 262B erzeugen, der zu Erörterungszwecken durch eine „dick gestrichelte” vorgerückte vertikale Trennungslinie V1 in 29 und 3135 dargestellt ist, wenn die Gussform 262 zusammengesetzt ist. Wie hierin verwendet, bedeutet „vorgerückte vertikale Trennung” eine Grenzfläche zwischen den Formteilen 262A und 262B und umfasst mindestens zwei allgemein ebene Zonen mit einem horizontalen Abstand H zwischen den mindestens zwei Zonen. In der gezeigten Ausführungsform definiert das Formteil 262A ein Formteil auf einer ersten Seite oder äußeren Seite und das Formteil 262B definiert ein Formteil auf einer zweiten Seite oder inneren Seite.

Wie in 2935 gezeigt, umfasst die Gussvorrichtung 260 ein Kernelement, allgemein bezeichnet als 266 und in durchgezogenen Linien dargestellt, das in der Gussform 262 in einer vorbestimmten Position angeordnet ist. Beispielsweise kann das Kernelement 266 in der Gussform 262 durch Formschluss angeordnet sein. Das Kernelement 266 ist aus einem bekannten geeigneten Material bearbeitet, wie beispielsweise Sand und Harz, und die Gussform 262 ist aus einem geeigneten Material bearbeitet, wie beispielsweise einer Mischung aus Sand, Bentonit (Ton), Wasser und Kohlenstaub. Es versteht sich somit, dass das Kernelement 266 ein Einwegelement oder nicht wiederverwendbares Element ist, das nur einmal in dem Gussprozess verwendet werden kann. Die Gussform 262 ist ebenfalls ein Einwegprodukt. Ein Nicht-Einweg-Muster oder wiederverwendbares Muster macht einen Eindruck in die Gussform 262 und kann wiederholt verwendet werden, bevor es verschleißt. Alternativ können der Aufbau und/oder das Material für die Gussform 262 und/oder das Kernelement 266 bei Bedarf andere sein als gezeigt und beschrieben.

Wie am besten in 31 gezeigt, umfasst das Kernelement 266 einen ersten „männlichen” Fortsatz oder Vorsprung 270. Der erste Fortsatz 270 hat allgemein eine Kegelform und ist wirksam zur Herstellung der kegelförmigen Vertiefung 230 in dem Bremssattel 200. Alternativ können die Form des ersten Fortsatres 270 und somit die entstehende Vertiefung 230 bei Bedarf anders sein als gezeigt und beschrieben.

Außerdem umfasst, wie am besten in 32 und 33 gezeigt, das Kernelement 266 ein Paar zweite männliche Fortsätze oder Vorsprünge 272A und 272B. Das Paar zweiter männlicher Fortsätze 272A und 272B ist derart geformt, das es die entsprechenden Oberflächen 232 und 234 erzeugt. Der zweite Fortsatz 272A ist eine allgemein flache ebene Oberfläche und ist dazu wirksam, die allgemein flache Oberfläche 232 auf dem Bremssattel 200 herzustellen. Der zweite Fortsatz 272B hat eine allgemein trapezförmige Form und einen sich längs erstreckenden Querschnitt (wobei die zweite Fortsatz 272B in 32 in Längsausrichtung gezeigt ist) und ist dazu wirksam, die Kanaloberfläche 234 auf dem Bremssattel 200 herzustellen. Alternativ kann die Form einer oder beider der beiden männlichen Fortsätze 272A und 272B und somit der entstehenden Oberflächen 232 bzw. 234 bei Bedarf anders sein als gezeigt und beschrieben.

Außerdem umfasst, wie am besten in 30 gezeigt, das Kernelement 266 ein Paar winkelige Oberflächen 276. Die Oberflächen 276 sind dazu wirksam, die allgemein V-förmigen winkeligen flachen Oberflächen 246 und 248 auf dem Bremssattel 200 herzustellen.

Außerdem umfasst, wie am besten in 34 und 35 gezeigt (35 ist ähnlich wie 34, aber zeigt 34 der Klarheit halber mit getrennten Formteilen 262A und 262B), die Gussform 262 einen dritten männlichen nach außen gerichteten Fortsatz oder Vorsprung 278. Der dritte Fortsatz 278 erstreckt sich von dem Formteil 262A nach außen und tritt in eine entsprechende Aufnahme 280 in dem Formteil 262B ein, die die vorgerückte vertikale Trennungslinie V1 für die Gussform 262 ergibt. Der Aufnahmebereich 280 kann eine Vertiefung in dem Formteil 262B sein. Alternativ können die Form, Konstruktion, Art oder Konfiguration der dritten Fortsatz 278 und der Aufnahme 280 bei Bedarf anders sein als gezeigt und beschrieben. In der gezeigten Ausführungsform ist vorzugsweise mindestens eine Spitze oder ein entferntes Ende 282 des dritten Fortsatzes 278 nicht direkt in Kontakt mit einer inneren Rückfläche 284 des Formteils 262B, wodurch ein Raum 290 (gezeigt als gefüllt von der dritten Lasche 224 an dem Bremssattel 200) zwischen der Spitze 282 und der Rückfläche 284 bleibt. Folglich ist der dritte Fortsatz 278 wirksam, um die dritte Lasche 224 herzustellen, indem in Schritt 250 Gussmaterial in den Raum 290 gefüllt wird. Die vorgerückte vertikale Trennungslinie V1 der Gussform 262 erzeugt die dritte Lasche 224 dadurch, dass der dritte Fortsatz 278 sich von dem Formteil 262A nach außen erstreckt und in die Aufnahme 280 in dem Formteil 262B eintritt.

In der gezeigten Ausführungsform ist auch eine Lücke oder ein ringförmiger Raum 292 (gezeigt als belegt durch die Bohrung 240 des Sattels 200) zwischen dem dritten Fortsatz 278 und dem Kernelement 266 vorgesehen. Die Lücke 292 dient der Bildung der Bohrung 240. Wie der Fachmann leicht verstehen wird, sind die Fortsatz 278 und die Aufnahme 280 nicht auf die Erzeugung der dritten Lasche 224 beschränkt und können verwendet werden, um jegliches äußeres Oberflächenmerkmal für den Bremssattel 200 herzustellen, wobei das äußere Oberflächenmerkmal sich nicht bis zu der vorgerückten vertikalen Trennungslinie V1 erstreckt.

Das Formteil 262A hat eine Endfläche oder Oberfläche 263A und das Formteil 262B hat eine Endfläche oder Oberfläche 263B. Eine oder beide dieser Endflächen 263A und 263B können leichte Wellungen aufweisen. Alternativ können eine oder beide der Endflächen 263A und 263B eben sein. Wenn die Formteile 262A und 262B in die Gussform 262 eingesetzt werden, trifft die Endfläche 263A des Formteils 262A an der Grenzfläche auf die Endfläche 263B des Formteils 262B. Die Grenzfläche zwischen den Formteilen 262A und 262B definiert eine erst vertikale Zone 286 und die Spitze 282 des Formteils 262A definiert eine zweite vertikale Zone 288, wobei die erste vertikale Zone 286 sich im horizontalen Abstand H von der zweiten vertikalen Zone 288 befindet. In der gezeigten Ausführungsform umfasst die Vorgerückte vertikale Trennungslinie V1 sowohl die erste vertikale Zone 286 als auch die zweite vertikale Zone 288. Als solche erzeugt der dritte Fortsatz 278 die vorgerückte vertikale Trennungslinie V1, indem der horizontale Abstand H von der ersten vertikalen Zone 286 zu der zweiten vertikalen Zone 288 erweitert wird. Wie gezeigt, können die erste vertikale Zone 286 und die zweite vertikale Zone 288 im Wesentlichen parallel verlaufen. Alternativ kann die Ausrichtung der ersten vertikalen Zone 286 und der zweiten vertikalen Zone 288 gestaltet sein wie für eine bestimmte Anwendung des Bremssattels 200 erforderlich.

Typischerweise hat eine Basis 294 des dritten Fortsatzes 278 eine größere Querschnittsfläche als die Spitze 282, sodass der dritte Fortsatz von der Spitze 282 zur Basis hin verjüngt ist. Die verjüngte Gestaltung des dritten Fortsatzes 278 kann das Einfügen des dritten Fortsatzes 278 in die Aufnahme 280 verbessern, wenn die Gussform 262 zusammengesetzt ist. Alternativ können die Spitze 282 und die Basis 294 beide die gleiche Querschnittsfläche haben. Die Basis 294 kann eine kleinere Querschnittsfläche haben als eine Fläche der Endfläche 263A, so dass die Basis 294 sich nicht über die gesamte Fläche der Endfläche 263A erstreckt. Alternativ kann die Basis 294 eine gleiche Querschnittsfläche haben wie die Fläche der Endfläche 263A, so dass die Basis 294 sich über die gesamte Fläche der Endfläche 263A erstreckt. Die Spitze 282 hat eine kleinere Querschnittsfläche als die Fläche der Endfläche 263A. Auf ähnliche Weise hat die Aufnahme 280 eine kleinere Querschnittsfläche als eine Fläche der Endfläche 263B.

Als nächstes wird der Bremssattel 200 in Schritt 252 aus der Gussvorrichtung 260 entnommen. Wie vorstehend erörtert, umfasst der Bremssattel 200 die kegelförmige Vertiefung 230, die Kanaloberfläche 234 und die flachen Oberflächen 232, 246 und 248. Wie nachstehend erörtert, definieren die Vertiefung 230, die allgemein flache Oberfläche 232 und die Kanaloberfläche 243 Auflageflächen oder Bezugsflächen und definieren die Oberflächen 246 und 248 Oberflächen zur nachfolgenden Verarbeitung des Bremssattels 200.

Anschließend werden ausgewählte Oberflächen des Bremssattels 200 in Schritt 254 unter Verwendung einer bekannten Bearbeitungsvorrichtung (nicht gezeigt) spanend auf vorbestimmte Toleranzen bearbeitet. Dafür werden die kegelförmige Vertiefung 230 und die allgemein flache Oberfläche 232 und die Kanaloberfläche 234 als Bezugsflächen oder Auflageflächen verwendet. Insbesondere ist der Bremssattel 200 in einer „Überkopf”-Stellung positioniert (d. h. die Brückenseite ist nach unten gewandt), wie in 25 gezeigt, und wird in dieser Position durch ein geeignetes erstes Auflage/Halteelement (durch Pfeil S211 in 25 gezeigt), das in der kegelförmigen Vertiefung 230 angeordnet ist, und ein Paar zweite Auflage/Halteelemente (durch Pfeile S212 und S213 in 25 gezeigt), die an der allgemein flachen und der Kanal-Oberfläche 232 bzw. 234 angreifen, gehalten, um eine erste horizontale Ebene Y1 (27) des Bremssattels 200 zu definieren. Wie dort gezeigt, verläuft die erste horizontale Ebene Y1 durch einen Mittelpunkt 259 des ersten Elements S211 und ist um eine vorbestimmte Distanz E210 von der vertieften Oberfläche 234 und eine vorbestimmte Distanz E211 von der allgemein flachen Oberfläche 232 versetzt. Alternativ kann die erste horizontale Ebene Y1 auch um eine vorbestimmte Distanz von der Vertiefung 230 versetzt sein. Ein geeignetes erstes Element S211 kann eine vorbestimmt bemessene Kugel 258, die strichliert in 27 gezeigt ist, sein. Ein geeignetes Paar zweite Elemente S212 und S213 kann ein Paar Stifte mit flachen Köpfen sein (nicht gezeigt).

Als nächstes werden, während sie in dieser Position sind, ein erstes Klemmelement (nicht gezeigt), das funktionsfähig ist, um zu klemmen und eine erste Kraft F211 (in 25 gezeigt) auf eine ausgewählte Oberfläche des außenseitigen Schenkelteils 214 des Bremssattels 200 allgemein gegenüber der Kugel 258 in der Vertiefung 230 aufzubringen, und ein Paar zweite Klemmelemente (nicht gezeigt), die funktionsfähig sind, zu klemmen und ein Paar von zweiten Kräften F212 und F213 (in 25 gezeigt) auf die winkeligen Klemmoberflächen 246 bzw. 248 des Bremssattels aufzubringen, verwendet, um eine zweite vertikale Ebene X1 und eine dritte vertikale Ebene Z1 des Bremssattels 200 zu definieren. Alternativ können bei Bedarf andere geeignete Verfahren und/oder Elemente verwendet werden, um den Bremssattel 200 zu halten und/oder zu klemmen und zu ermöglichen, dass die Oberflächen 230 als Auflageflächen verwendet werden zur Bestimmung der Ebenen 232, 234, 246 und 248.

Die zweite vertikale Ebene X1 und die dritte vertikale Ebene Z1 verlaufen durch den Mittelpunkt 259 des ersten Elements S211. Alternativ können die zweite vertikale Ebene X1 und die dritte vertikale Ebene Z1 um vorbestimmte Abstände zu dem Bremssattel 200 versetzt angeordnet sein. In der gezeigten Ausführungsform schneiden die zweite vertikale Ebene X1 und die dritte vertikale Ebene Z1 einander allgemein rechtwinklig und die erste horizontale Ebene Y1 und die zweite horizontale Ebene X1 schneiden einander allgemein rechtwinklig. Alternativ kann die Ausrichtung einer oder mehrerer der drei Ebenen X1, Y1, und Z1 bei Bedarf anders sein als gezeigt.

In der gezeigten Ausführungsform werden, sobald die vorstehend beschriebenen drei Ebenen X1, Y1 und Z1 des Bremssattels 200 festgelegt wurden und die Kräfte F211, F212 und F213 aufgebracht wurden, ausgewählte Oberflächen des Bremssattels 200 spanend auf vorbestimmte Toleranzen bearbeitet. In der gezeigten Ausführungsform umfassen die ausgewählten Oberflächen die spanende Berarbeitung der Ösen 220 und 222 und die spanende Endbearbeitung der Kolbenbohrung 240. Insbesondere wird, wie in 26 gezeigt, eine äußere Oberfläche 222B der Öse 222 eine vorbestimmte Distanz A210 relativ zu der Z1-Achse spanend bearbeitet, um eine flache äußere Oberfläche zu definieren, die bezüglich der Z1-Achse parallel ausgerichtet ist. Auf ähnliche Weise wird eine äußere Oberfläche 220B der Öse 220 eine vorbestimmte Distanz A211 relativ zu der Z1-Achse spanend bearbeitet, um eine flache äußere Oberfläche zu definieren, die bezüglich der Z1-Achse parallel ausgerichtet ist. In der gezeigten Ausführungsform sind die Distanzen A210 und A211 gleich.

Außerdem wird, wie in 27 gezeigt, die Öffnung 222A eine vorbestimmte Distanz C210 bezüglich der X1-Achse und eine vorbestimmte Distanz D211 bezüglich der Y1-Achse spanend bearbeitet. Auf ähnliche Weise wird die Öffnung 220A eine vorbestimmte Distanz C211 bezüglich der zweiten vertikalen X1-Achse und eine vorbestimmte Distanz D211 bezüglich der ersten horizontalen Y1-Achse spanend bearbeitet. In der gezeigten Ausführungsform sind die Distanzen C210 und C211 gleich und die Distanzen D210 und D211 gleich. Außerdem wird, wie in 27 gezeigt, die Kolbenbohrung 240 auf die zweite vertikale X1-Achse zentriert spanend bearbeitet und befindet sich in einer vorbestimmten Distanz B211 von der horizontalen Y1-Achse spanend bearbeitet, um Kolbenbohrungsradii R1 zu definieren. Darauffolgend werden in Schritt 256 andere ausgewählte Oberflächen des Bremssattels 200 spanend auf vorbestimmte Toleranzen bearbeitet, um den vollständig spanend bearbeiteten Bremssattel 200 herzustellen. Dafür werden eine oder mehrere der Oberflächen 220B und 222B, der Öffnungen 220A und 222A und der Kolbenbohrungen 240 als Bezugspunkte verwendet, um die spanende Endbearbeitung des Bremssattels 200 in Schritt 265 auszuführen.

Ein Vorteil der Ausführungsform des Bremssattels 200 ist die Bildung der dritten Lasche 224 unter Verwendung der Gussform 262 mit der vorgerückten vertikalen Trennungslinie V1. Dies ist bedingt durch die Tatsache, dass der dritte Fortsatz 278 sich von dem Formteil 262A erstreckt und sich in die Aufnahme 280 des Formteils 262B erstreckt. Folglich kann die dritte Lasche 224 unter Verwendung der Gussform 262 mit der vorgerückten vertikalen Trennungslinie V1 an dem Bremssattel 200 gebildet werden, ohne dass überschüssiges Material in dem Bremssattel 200 enthalten ist. Das überschüssige Material würde den Raum zwischen der dritten Lasche 224 und der ersten vertikalen Zone 286 füllen. In dem Bremssattel 100 gemäß dem Stand der Technik, in dem die vertikale Trennungslinie für die Gussform 126 eine einzelne Zone zwischen den Formteilen 162A und 162B ist, würde sich überschüssiges Material von der vertikalen Trennungslinie zu einer dritten Lasche an den Bohrungen 140 erstrecken. Außerdem ist in dem Bremssattel 100 gemäß dem Stand der Technik der Kern 166 nicht dazu geeignet, eine dritte Lasche zu bilden, da die dritte Lasche sich außerhalb der Bohrungen 140 befindet, während sich der Kern 166 innerhalb der Bohrungen 140 befindet.

Bezugnehmen nunmehr auf 36 und 37 ist eine zweite Ausführungsform eines Bremssattels gezeigt, allgemein bezeichnet als 300, der gemäß der vorliegenden Erfindung bearbeitet wird. Da der Bremssattel 300 eine Variation des Bremssattels 200 gemäß 2435 ist, bezeichnen die gleichen Bezugszahlen, um 100 erhöht, entsprechende Teile in den Zeichnungen und es wird auf eine detaillierte Beschreibung derselben verzichtet. Eine vorgerückte vertikale Trennungslinie V1, die bei der Herstellung des Bremssattels 300 verwendet wird, wird auf den Bremssattel 300 projiziert. Die vorgerückte vertikale Trennungslinie V1 erzeugt eine dritte Lasche 324 für den Bremssattel 300.

Gemäß den Bestimmungen des Patentgesetzes wurden das Prinzip und die Arbeitsweise dieser Erfindung in deren bevorzugten Ausführungsformen beschrieben und gezeigt. Es versteht sich jedoch, dass diese Erfindung auch anders ausgeführt werden kann als speziell erläutert und dargestellt, ohne von ihrem Geist oder Offenbarungsbereich abzuweichen.