Title:
Kommunikationskabel mit wendelförmig gewickeltem Abschirmband
Kind Code:
T5


Abstract:

Ein Kommunikationskabel weist isolierte Leiter und ein Verbundband auf, das eine isolierende Schicht (210) und eine leitfähige Schicht (212) aufweist. Das Verbundband ist zum Bilden eines Abschirmbands (205) gefaltet, das eine Innenseite (232) und eine Außenseite (230), die einander entgegengesetzt sind, sowie einen gefalteten Rand (234) aufweist. Die leitfähige Schicht (212) bildet die Innenseite, die Außenseite sowie den gefalteten Rand. Das Abschirmband ist entlang der Länge des Kommunikationskabels mehrere Male wendelförmig um die isolierten Leiter gewickelt, so dass eine Mehrzahl von Wickeln gebildet ist, wobei die Innenseite (232) den isolierten Leitern zugewandt ist und der gefaltete Rand (234) in Wickelrichtung an der Vorderseite des Abschirmbands angeordnet ist. Die Innenseite (232) eines nachfolgenden Wickels überlappt einen Bereich der Außenseite (230) eines vorherigen Wickels, und der gefaltete Rand (234) des vorherigen Wickels erstreckt sich zwischen der Innenseite (232) des vorherigen Wickels und der Innenseite (232) des nachfolgenden Wickels und koppelt diese elektrisch miteinander.




Inventors:
Grant, Charles Lloyd, Conn. (Woodstock, US)
Nowak, Andrew John, Conn. (Woodstock, US)
Grant, Paul Leo, Mass. (Auburn, US)
Grzysiewicz, Thomas Joseph, Conn. (Dayville, US)
Temple, Roger E., Mass. (Stow, US)
Lee, Victor W., Mass. (Brighton, US)
Nippani, Rama Krishna, Mass. (Shrewsbury, US)
Application Number:
DE112015004025T
Publication Date:
06/01/2017
Filing Date:
08/25/2015
Assignee:
TE Connectivity Corp. (Pa., Berwyn, US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
KSNH Patentanwälte Klunker/Schmitt-Nilson/Hirsch, 80796, München, DE
Claims:
1. Kommunikationskabel (240) mit isolierten Leitern (244, 246) und mit einem Verbundband (200), das eine isolierende Schicht (210) und eine leitfähige Schicht (212) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbundband einen ersten und einen zweiten seitlichen Abschnitt (224, 226) aufweist, die zum Bilden eines Abschirmbands (205) übereinander gefaltet sind, dass das Abschirmband eine Innenseite (232) und eine Außenseite (230), die einander entgegengesetzt sind und aus dem ersten bzw. dem zweiten seitlichen Abschnitt (224, 226) gebildet sind, sowie einen gefalteten Rand (234) aufweist, der die Innenseite und die Außenseite miteinander verbindet, dass die leitfähige Schicht (212) die Innenseite (232), die Außenseite (230) und den gefalteten Rand (234) bildet, wobei das Abschirmband (205) entlang der Länge des Kommunikationskabels mehrere Male wendelförmig um die isolierten Leiter (244, 246) gewickelt ist, um eine Mehrzahl von Wickeln zu bilden, wobei die Innenseite (232) den isolierten Leitern (244, 246) zugewandt ist und der gefaltete Rand (234) in Wickelrichtung an der Vorderseite des Abschirmbands (205) angeordnet ist, wobei die Innenseite (232) eines nachfolgenden Wickels (262) des Abschirmbands einen Bereich der Außenseite (230) eines vorherigen Wickels (260) des Abschirmbands überlappt, und wobei sich der gefaltete Rand (234) des vorherigen Wickels (260) zwischen der Innenseite (232) des vorherigen Wickels (260) und der Innenseite (232) des nachfolgenden Wickels (262) erstreckt und diese elektrisch miteinander koppelt.

2. Kommunikationskabel nach Anspruch 1, wobei das Verbundband (200) beim Bilden des Abschirmbands (205) entlang einer Faltlinie (217) gefaltet wird, wobei die isolierende Schicht (210) eine Biegekraft bereitstellt, die den ersten und den zweiten seitlichen Abschnitt (224, 226) in der Nähe der Faltlinie (217) voneinander weg vorspannt, wobei die Biegekraft den elektrischen Kontakt zwischen der Außenseite (230) des vorherigen Wickels (260) und der Innenseite (230) des nachfolgenden Wickels (262) erleichtert.

3. Kommunikationskabel nach Anspruch 1, wobei das Verbundband (200) beim Bilden des Abschirmbands (205) entlang einer Faltlinie (217) gefaltet wird, wobei das Verbundband entlang einer in der Nähe der Faltlinie befindlichen Seitenfläche (216) der isolierten Schicht (210) frei von Haftmittel ist.

4. Kommunikationskabel nach Anspruch 1, wobei der erste und der zweite seitliche Abschnitt (224, 226) einen ersten bzw. zweiten Längsrand (204, 206) des Verbundbands (200) aufweisen, wobei der erste und der zweite Längsrand (204, 206) in Kombination einen Stapelrand (236) des Abschirmbands (205) bilden, der gegenüber von dem gefalteten Rand (234) angeordnet ist.

5. Kommunikationskabel nach Anspruch 1, wobei es sich bei dem gefalteten Rand um einen ersten gefalteten Rand (356) handelt und das Verbundband (354) einen dritten seitlichen Abschnitt (353) aufweist, wobei der dritte seitliche Abschnitt beim Bilden des Abschirmbands (350) über den ersten seitlichen Abschnitt (351) gefaltet wird, so dass ein zweiter gefalteter Rand (358) gebildet wird, wobei der zweite gefaltete Rand gegenüber von dem ersten gefalteten Rand angeordnet ist.

6. Kommunikationskabel nach Anspruch 1, wobei der erste und der zweite seitliche Abschnitt (302, 304) einen ersten bzw. zweiten Längsrand (320, 322) des Verbundbands (301) aufweisen, wobei der erste und der zweite seitliche Abschnitt unterschiedliche Abschnittbreiten (303, 305) aufweisen, so dass sich der zweite Längsrand (322) näher bei dem gefalteten Rand (306) befindet.

7. Kommunikationskabel nach Anspruch 1, wobei das Abschirmband (205) eine Abschirmbreite (268) aufweist, wobei der nachfolgende Wickel (262) maximal eine Hälfte der Abschirmbreite des vorherigen Wickels (260) überlappt.

8. Kommunikationskabel nach Anspruch 1, das ferner einen sich über die Länge des Kommunikationskabels (240) erstreckenden Erdungsleiter (254) sowie einen Kabelmantel (242) aufweist, der den Erdungsleiter, das Abschirmband (205) und die isolierten Leiter (244, 246) umgibt.

9. Kommunikationskabel nach Anspruch 1, wobei die isolierten Leiter (244, 246) ein paralleles Paar von isolierten Leitern aufweisen.

10. Kommunikationskabel nach Anspruch 9, wobei das Kommunikationskabel (240) zum Übertragen von Daten mit einer Datenrate von mindestens 20 GHz bei einem Einfügeverlust von weniger als ca. 25 Dezibel in der Lage ist.

Description:

Die Erfindung bezieht sich auf ein Kommunikationskabel, das eine Mehrzahl von isolierten Leitern und ein wendelförmig gewickeltes Abschirmband aufweist, das die isolierten Leiter umgibt.

Kommunikationskabel beinhalten isolierte Leiter, die sich über die Länge des Kommunikationskabels nebeneinander erstrecken. Beispielsweise kann ein Kommunikationskabel ein Paar isolierte Leiter enthalten, die sich parallel zueinander erstrecken. Beispiele für solche Kommunikationskabel beinhalten Twinaxialkabel, die auch als Twinax-Kabel bezeichnet werden. Die isolierten Leiter können von einem Abschirmband umgeben sein, das wiederum von einem Kabelmantel umgeben ist. Das Abschirmband beinhaltet eine leitfähige Folie, die die Funktion hat, die isolierten Leiter vor elektromagnetischer Interferenz (EMI) abzuschirmen sowie die Leistungseigenschaften generell zu verbessern.

Bei einem herkömmlichen Twinaxialkabel handelt es sich bei dem Abschirmband um ein Verbundband, das einen Kunststoffträger und eine leitfähige Folie aufweist. Der Kunststoffträger erhöht die Festigkeit des Abschirmbands und schützt die leitfähige Folie gegen Reißen oder andere Beschädigung. Wie andere Arten von Band beinhaltet das Abschirmband einen seitlichen Rand an einem Ende des Abschirmbands sowie ein Paar von Längsrändern, die sich entlang der Länge des Abschirmbands parallel zueinander erstrecken. Wenn das Abschirmband des herkömmlichen Twinaxialkabels um die isolierten Leiter herumgewickelt ist, weist die leitfähige Folie typischerweise radial nach innen und wirkt mit den isolierten Leitern zusammen. Das Abschirmband ist wendelförmig um die isolierten Leiter gewickelt, so dass die Längsränder wiederholt in wendelförmiger Weise um die isolierten Leiter gewickelt sind.

Bei dem vorstehend beschriebenen, herkömmlichen Twinaxialkabel besitzt das Abschirmband zahlreiche ”Windungen bzw. Wickel” um die isolierten Leiter herum, wobei jeder Wickel in Bezug auf den vorherigen Wickel weiter entlang der Länge des Kabels angeordnet ist. Jeder nachfolgende Wickel erstreckt sich teilweise über den vorherigen Wickel, so dass ein Teil der leitfähigen Folie von dem nachfolgenden Wickel einen Bereich des Kunststoffträgers von dem vorherigen Wickel überlappt. Als Ergebnis hiervon ist die leitfähige Folie des nachfolgenden Wickels entlang dieses Überlappungsbereichs von der leitfähigen Folie des vorherigen Wickels elektrisch getrennt. Genauer gesagt sind die leitfähige Folie des nachfolgenden Wickels und die leitfähige Folie des vorherigen Wickels durch den Kunststoffträger des vorherigen Wickels voneinander getrennt. Es besteht die Vermutung, dass diese elektrische Trennung entlang des Überlappungsbereichs, der sich ebenfalls wendelförmig um die isolierten Leiter herum erstreckt, einen ”Aussaugeffekt” verursacht, der die Datenübertragungsgeschwindigkeit des Kabels begrenzt. Beispielsweise können herkömmliche Twinaxialkabel mit einem herumgewickelten Abschirmband eine maximale Datenübertragungsgeschwindigkeit von 14 Gigabit/Sekunde (Gb/s) aufweisen.

Es ist bereits ein alternatives Twinaxialkabel im Einsatz, bei dem das Abschirmband nicht wiederholt um die isolierten Leiter herumgewickelt ist. Stattdessen ist das Abschirmband derart über die isolierten Leiter gefaltet, dass der eine Längsrand des Abschirmbands den gegenüberliegenden Längsrand überlappt. Bei dieser Konfiguration erstrecken sich die Längsränder allgemein parallel zu den isolierten Leitern (oder einer Mittellinie des Kabels). Obwohl die gefaltete Konfiguration den Aussaugeffekt vermindert, besitzt dieses alternative Kabel begrenzte Flexibilität im Vergleich zu den Kommunikationskabeln, die wendelförmig gewickelte Abschirmbänder aufweisen.

Es besteht somit ein Bedarf für ein Kommunikationskabel, das hohe Datenübertragungsraten zulässt und gute Flexibilität aufweist.

Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Kommunikationskabel gemäß Anspruch 1.

Gemäß der Erfindung weist ein Kommunikationskabel isolierte Leiter sowie ein Verbundband auf, das eine isolierende Schicht und eine leitfähige Schicht besitzt. Das Verbundband weist einen ersten und einen zweiten seitlichen Abschnitt auf, die zum Bilden eines Abschirmbands übereinander gefaltet sind. Das Abschirmband weist eine Innenseite und eine Außenseite auf, die einander entgegengesetzt sind und aus dem ersten bzw. zweiten seitlichen Abschnitt gebildet sind, und weist ferner einen gefalteten Rand auf, der die Innenseite und die Außenseite miteinander verbindet. Die leitfähige Schicht bildet die Innenseite, die Außenseite und den gefalteten Rand. Das Abschirmband ist entlang der Länge des Kommunikationskabels mehrere Male wendelförmig um die isolierten Leiter gewickelt, um eine Mehrzahl von Windungen bzw. Wickeln zu bilden, wobei die Innenseite den isolierten Leitern zugewandt ist und der gefaltete Rand in Wickelrichtung an der Vorderseite des Abschirmbands angeordnet ist. Die Innenseite eines nachfolgenden Wickels des Abschirmbands überlappt einen Bereich der Außenseite eines vorherigen Wickels des Abschirmbands. Der gefaltete Rand des vorherigen Wickels erstreckt sich zwischen der Innenseite des vorherigen Wickels und der Innenseite des nachfolgenden Wickels und koppelt diese elektrisch miteinander.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispiels unter Bezugnahme auf die Begleitzeichnungen beschrieben; darin zeigen:

1 eine Perspektivansicht einer Kabelanordnung, die gemäß einem Ausführungsbeispiel ausgebildet ist;

2 eine Perspektivansicht eines exemplarischen Kontaktmoduls, das bei der Kabelanordnung der 1 verwendet werden kann;

3 eine auseinandergezogene Ansicht des Kontaktmoduls der 2;

4 eine Endansicht eines Verbundbands gemäß einem Ausführungsbeispiel, das zum Bilden eines Abschirmbands verwendet werden kann;

5 Endansichten des Verbundbands während eines Faltvorgangs zum Bilden des Abschirmbands;

6 eine Seitenansicht eines Kommunikationskabels, während das Abschirmband der 5 um isolierte Leiter gewickelt wird;

7 eine im Schnitt dargestellte Seitenansicht des Kommunikationskabels, in der ein Wickel des Abschirmbands einen weiteren Wickel des Abschirmbands überlappt;

8 eine grafische Darstellung zur Veranschaulichung einer Beziehung zwischen Einfügeverlust und Übertragungsfrequenz für ein herkömmliches Kommunikationskabel und für das Kommunikationskabel der 6;

9 eine Endansicht eines Abschirmbands gemäß einem Ausführungsbeispiel;

10 eine Endansicht eines Abschirmbands gemäß einem Ausführungsbeispiel; und

11 eine Endansicht eines Abschirmbands gemäß einem Ausführungsbeispiel.

1 zeigt eine perspektivische Frontansicht von einem Ende einer Kabelanordnung 100, die einen Kabelverbinder 101 und ein Kabelbündel 103 von Kommunikationskabeln 110 aufweist. Der Kabelverbinder 101 beinhaltet eine Mehrzahl von Kontaktmodulen 102, die gemäß einem Ausführungsbeispiel ausgebildet sind. Jedes der Kontaktmodule 102 beinhaltet eine Signalanordnung 104 und eine mit der Signalanordnung 104 gekoppelte Abschirmungsanordnung 106. Jedes der Kommunikationskabel 110 ist mit einer entsprechenden Signalanordnung 104 und mit einer entsprechenden Abschirmungsanordnung 106 elektrisch gekoppelt. Wie gezeigt, können die Kontaktmodule 102 in einer zweidimensionalen Kontaktanordnung 118 entlang einer Verbindungsfläche 115 des Kabelverbinders 101 angeordnet sein. Der Kabelverbinder 101 ist zur Verbindung mit einem komplementären Verbinder (nicht gezeigt) ausgebildet, wobei jedes der Kontaktmodule 102 mit einem entsprechenden Modul (nicht gezeigt) des komplementären Verbinders zusammenwirken kann. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel beinhaltet jede der Signalanordnungen 104 einen ersten und einen zweiten Signalkontakt 112, 114. Die Signalkontakte 112, 114 sind von der Abschirmungsanordnung 106 zumindest teilweise umgeben.

Wie ebenfalls dargestellt ist, beinhaltet der Kabelverbinder 101 ein Gehäuse 116, das die Kontaktmodule 102 abstützt. Das Gehäuse 116 hält die Kontaktmodule 102 in paralleler Anordnung, so dass die Kontaktmodule 102 in der Kontaktanordnung 118 in Reihen und Spalten ausgerichtet sind. 1 zeigt eine exemplarische Ausführungsform, jedoch kann eine beliebige Anzahl von Kontaktmodulen 102 von dem Gehäuse 116 in verschiedenen Anordnungen in Abhängigkeit von der jeweiligen Anwendung gehalten sein.

Der Kabelverbinder 101 ist zum Zusammenwirken mit dem komplementären Verbinder ausgebildet, der zur Plattenbefestigung an einer Leiterplatte ausgebildet sein kann oder bei dem es sich um einen weiteren Kabelverbinder handeln kann. Bei einigen Ausführungsformen handelt es sich bei dem Kabelverbinder 101 um einen Hochgeschwindigkeit-Kabelverbinder, der eine Anzahl von Signalwegen aufweist, die zur differentiellen Signalübertragung ausgebildet sind. Beispielsweise kann das Kommunikationskabel 110 zum Übertragen von Datensignalen mit einer Datenrate oder Geschwindigkeit von 15 Gigabit/Sekunde (Gb/s), 20 Gb/s, 25 Gb/s oder mehr ausgebildet sein kann. Wie nachfolgend beschrieben wird, sind Signaldrähte der differentiellen Paare entlang der Kommunikationskabel 110 zum Reduzieren von Rauschen, Nebensprechen sowie anderer Interferenz abgeschirmt.

2 zeigt eine isolierte Perspektivansicht von einem der Kontaktmodulen 102, und 3 zeigt eine auseinandergezogene Ansicht des Kontaktmoduls 102. Wie dargestellt, beinhaltet das Kontaktmodul 102 die Abschirmungsanordnung 106 sowie die Signalanordnung 104. Die Abschirmungsanordnung 106 kann eine erste Erdungsabschirmung (oder Abdeckungsabschirmung) 120 sowie eine zweite Erdungsabschirmung (oder Basisabschirmung) 122 aufweisen, die zur Kopplung miteinander ausgebildet sind. Die Signalanordnung 104 befindet sich zwischen der ersten und der zweiten Erdungsabschirmung 120, 122, wenn das Kontaktmodul 102 zusammengebaut ist. Bei anderen Ausführungsformen kann die Abschirmungsanordnung nur eine einzige Erdungsabschirmung aufweisen oder alternativ kann die Abschirmungsanordnung 106 mehr als zwei Erdungsabschirmungen aufweisen.

In Bezug auf 3 beinhaltet die Signalanordnung 104 einen Befestigungsblock 130, der zum Halten der Signalkontakte 112, 114 ausgebildet ist. Der Befestigungsblock 130 besitzt ein vorderes Ende 152 sowie ein Ladeende 154 und erstreckt sich zwischen diesen entlang einer Längsachse 156 des Kontaktmoduls 102. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Befestigungsblock 130 Kontaktkanäle 140, 142 auf, die zum Halten der jeweiligen Signalkontakte 112, 114 ausgebildet sind. Die Kontaktkanäle 140, 142 sind im Allgemeinen entlang einer Oberseite des Befestigungsblocks 130 offen, um die Signalkontakte 112, 114 darin aufzunehmen, jedoch können sie bei alternativen Ausführungsformen auch andere Konfigurationen aufweisen. Der Befestigungsblock 130 kann Merkmale zum Befestigen der Signalkontakte 112, 114 in den jeweiligen Kontaktkanälen 140, 142 aufweisen. Beispielsweise können die Signalkontakte 112, 114 in einem Festsitz in den Kontaktkanälen 140, 142 gehalten sein. Bei einigen Ausführungsformen sind der Befestigungsblock 130 und die Kontaktkanäle 140, 142 zur Impedanzkontrolle der Signalkontakte 112, 114 ausgebildet.

Der Befestigungsblock 130 ist vor dem Kommunikationskabel 110 positioniert. Signaldrähte von dem Kommunikationskabel 110, wie z. B. die in 6 gezeigten Signaldrähte 250, sind dazu ausgebildet, sich zum Anschluss an die jeweiligen Signalkontakte 112, 114 in den Befestigungsblock 130 hinein zu erstrecken. Der Befestigungsblock 130 ist derart ausgebildet, dass er die Signaldrähte zum Anschluss in seinem Inneren führt oder positioniert. Bei einer exemplarischen Ausführungsform werden die Signaldrähte nach dem Einbringen in den Befestigungsblock 130 an Ort und Stelle an die Signalkontakte 112, 114 angeschlossen. Beispielsweise kann der Befestigungsblock 130 die Signalkontakte 112, 114 und die Signaldrähte in direkter körperlicher Zusammenwirkung positionieren. Die Signalkontakte 112, 114 können beispielsweise durch Schweißen oder Löten an die jeweiligen Signaldrähte angeschlossen werden.

Bei einer exemplarischen Ausführungsform erstrecken sich die Signalkontakte 112, 114 von dem Befestigungsblock 130 nach vorne über das vordere Ende 152 hinaus. Der Befestigungsblock 130 beinhaltet Festlegezapfen 158, 160, die sich von gegenüberliegenden Seiten des Befestigungsblocks 130 weg erstrecken. Die Festlegezapfen 158, 160 sind dazu ausgebildet, den Befestigungsblock 130 in Bezug auf die Erdungsabschirmung 120 zu positionieren, wenn die Erdungsabschirmung 120 mit dem Befestigungsblock 130 gekoppelt wird.

Die Signalkontakte 112, 114 können durch Stanzen und Formen aus leitfähigem Flächenmaterial bzw. Blechmaterial gebildet sein oder durch andere Prozesse hergestellt sein. Jeder der Signalkontakte 112, 114 erstreckt sich in Längsrichtung zwischen einem entsprechenden Verbindungsende 172 und einem entsprechenden Anschlussende (nicht gezeigt). Die Signalkontakte 112, 114 sind dazu ausgebildet, an den Anschlussenden an die Signaldrähte angeschlossen zu werden. Bei einer exemplarischen Ausführungsform weisen die Signalkontakte 112, 114 Stifte 166 auf, die die Verbindungsenden 172 beinhalten. Die Stifte 166 erstrecken sich von dem vorderen Ende 152 des Befestigungsblocks 130 nach vorne. Die Stifte 166 sind zur Verbindung mit entsprechenden elektrischen Kontakten (nicht gezeigt) des komplementären Verbinders (nicht gezeigt) ausgebildet.

Die Erdungsabschirmung 120 weist eine Mehrzahl von Wänden 181, 182, 183 auf, die eine erste Kammer 176 bilden, die zum Aufnehmen der Signalanordnung 104 ausgebildet ist. Die Erdungsabschirmung 120 erstreckt sich zwischen einem Verbindungsende 178 und einem Anschlussende 180. Das Verbindungsende 178 ist zur Verbindung mit dem komplementären Verbinder ausgebildet. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Verbindungsende 178 der Erdungsabschirmung 120 entweder an oder jenseits von den Verbindungsenden 172 der Signalkontakte 112, 114 positioniert, wenn das Kontaktmodul 102 zusammengebaut ist. Das Anschlussende 180 der Erdungsabschirmung 120 ist entweder an oder jenseits von den Anschlussenden der Signalkontakte 112, 114 positioniert. Die Erdungsabschirmung 120 kann eine Abschirmung entlang der gesamten Länge der Signalkontakte 112, 114 vorsehen.

Wie in 3 dargestellt, beinhaltet das Kontaktmodul 102 eine Erdungszwinge 196, die mit einem Anschlussende des Kommunikationskabels 110 gekoppelt ist. Die Erdungszwinge 196 ist dazu ausgebildet, mit einem Ableitungsdraht (nicht gezeigt) und/oder einer leitfähigen Folie (nicht gezeigt) des Kommunikationskabels 110 elektrisch gekoppelt zu werden. Beispielsweise kann die Erdungszwinge 196 durch Laserschweißen an dem Ableitungsdraht angebracht sein. Die Erdungszwinge 196 kann wiederum mit der Abschirmungsanordnung 106 gekoppelt sein. Die Abschirmungsanordnung 120 kann mit der Erdungszwinge 196 gekoppelt sein. Beispielsweise kann das Anschlussende 180 der Erdungsabschirmung 120 mit der Erdungszwinge 196 durch Löten oder Schweißen elektrisch verbunden sein.

Die Erdungsabschirmung 122 weist eine Mehrzahl von Wänden 185, 186, 187 auf, die eine zweite Kammer 188 bilden, die die Signalanordnung 104 aufnimmt. Die Erdungsabschirmung 122 erstreckt sich zwischen einem Verbindungsende 190 und einem Anschlussende 192. Das Verbindungsende 190 ist zur Verbindung mit dem komplementären Verbinder (nicht gezeigt) ausgebildet. Ähnlich der Erdungsabschirmung 120 kann auch die Erdungsabschirmung 122 eine Abschirmung entlang der Länge der Signalkontakte 112, 114 vorsehen. Wenn die Erdungsabschirmungen 120, 122 miteinander gekoppelt sind, um gemeinsam die Abschirmungsanordnung 106 zu bilden, überlappen die Kammern 176, 188 einander und/oder nehmen den gleichen Raum ein, der einen Kontakthohlraum des Kontaktmoduls 102 bildet. Die Signalanordnung 104 ist dazu ausgebildet, in dem Kontakthohlraum derart positioniert zu werden, dass die Abschirmungsanordnung 106 die Signalanordnung 104 umfangsmäßig umgibt.

4 zeigt eine Endansicht eines Verbundbands 200. Das Verbundband 200 ist dazu ausgebildet, um sich selbst umgefaltet zu werden, um ein Abschirmband 205 (in 5 gezeigt) zu bilden, das dann wendelförmig um die isolierten Leiter 244, 246 (in 6 gezeigt) herumgewickelt wird. Wie in 4 gezeigt, beinhaltet das Verbundband 200 einen seitlichen Rand 202, der sich zwischen einem ersten und einem zweiten Längsrand 204, 206 des Verbundbands 200 erstreckt. Der seitliche Rand 202 definiert ein Ende des Verbundbands 200. Der erste und der zweite Längsrand 204, 206 erstrecken sich über die Länge des Verbundbands 200, die sich in 4 in das Blatt hinein erstreckt. Der seitliche Rand 202 erstreckt sich zwischen dem ersten und dem zweiten Längsrand 204, 206 über eine Breite 208 des Verbundbands 200. Die Breite 208 kann beispielsweise zwischen ca. 4 mm und ca. 20 mm betragen. Bei einer exemplarischen Ausführungsform erstrecken sich der erste und der zweite Längsrand 204, 206 über die gesamte Länge des Verbundbands 200 parallel zueinander.

Das Verbundband 200 beinhaltet eine isolierende Schicht 210 und eine leitfähige Schicht 212. Die isolierende Schicht 210 beinhaltet eine Seitenfläche 216 des Verbundbands 200, und die leitfähige Schicht 212 beinhaltet eine Seitenfläche 218 des Verbundbands 212. Die isolierende Schicht 210 weist ein dielektrisches Material auf, das dem Verbundband 200 strukturelle Integrität verleiht und die leitfähige Schicht 212 vor Beschädigung beispielsweise durch Reißen schützt. Beispielsweise kann die isolierende Schicht 210 Polyethylen, Polyethylenterephthalat (PET), Polyolefin, Polytetrafluorethylen (PTFE) oder Polyester aufweisen. Bei einigen Ausführungsformen kann die Seitenfläche 216 der isolierenden Schicht 210 frei von einem Haftmittel ausgebildet sein. Bei anderen Ausführungsformen kann jedoch die isolierende Schicht 210 ein Haftmittel zumindest entlang eines Bereichs der Seitenfläche 216 aufweisen. Beispielsweise kann die Seitenfläche 216 ein Haftmittel entlang der gesamten Seitenfläche 216 aufweisen. Bei anderen Konfigurationen kann die Seitenfläche 216 in der Nähe einer Faltlinie 217 frei von Haftmittel sein. Beispielsweise kann sich die Faltlinie 217 in etwa auf halbem Wege zwischen den Längsrändern 204, 206 oder mit anderen Worten an einer mittleren Stelle zwischen den Längsrändern 204, 206 befinden. Die Seitenfläche 206 kann für einen bezeichneten Bereich beidseits der Faltlinie 217 frei von Haftmittel sein.

Bei einigen Ausführungsformen lässt sich die leitfähige Schicht 212 als eine leitfähige Folie charakterisieren. Die leitfähige Schicht 212 kann Aluminium, Kupfer oder dergleichen aufweisen. Bei speziellen Ausführungsformen ist die leitfähige Schicht 212 entlang der Seitenfläche 218 frei von Haftmittel. Wie in der vergrößerten Ansicht der 4 dargestellt, weisen die isolierende Schicht 210 und die leitfähige Schicht 212 eine jeweilige Schichtdicke 211, 213 auf.

5 zeigt eine Endansicht 220 des Verbundbands 200 in einem teilweise zusammengefalteten Zustand sowie eine Endansicht 222 des Abschirmbands 205, bei dem es sich um das Verbundband 200 nach dem Zusammenfalten um die Faltlinie 217 handelt. Das Verbundband 200 (oder das Abschirmband 205) beinhaltet einen ersten seitlichen Abschnitt 224 und einen zweiten seitlichen Abschnitt 226. Der erste und der zweite seitliche Abschnitt 224, 226 beinhalten den ersten bzw. den zweiten Längsrand 204, 206 und erstrecken sich in seitlicher Richtung von der Faltlinie 217 zu dem ersten bzw. dem zweiten Längsrand 204, 206. Jeder von dem ersten und dem zweiten seitlichen Abschnitt 224, 226 beinhaltet einen Bereich des seitlichen Rands 202. Die Faltlinie 217 sowie der erste und der zweite seitliche Abschnitt 224, 226 erstrecken sich in Längsrichtung das Verbundband 200 entlang.

Bei einer exemplarischen Ausführungsform kann es sich bei dem ersten und den zweiten seitlichen Abschnitt 224, 226 um Bereiche des Verbundbands 200 handeln, die innerhalb des Verbundbands 200 vor dem Zusammenfalten des Verbundbands 200 zum Bilden des Abschirmbands 205 nicht ohne weiteres zu identifizieren sind. Beispielsweise kann das Verbundband 200 eine kontinuierliche Zusammensetzung und einen gleichmäßigen Querschnitt in seinem Verlauf in seitlicher Richtung zwischen dem ersten und dem zweiten Längsrand 204, 206 aufweisen. Der erste und der zweite seitliche Abschnitt 224, 226 können erst nach der Bestimmung der Faltlinie 217, entlang der das Verbundband 200 gefaltet wird, bezeichnet werden.

Bei anderen Ausführungsformen kann das Verbundband 200 eine strukturelle Änderung und/oder einen Wechsel in der Zusammensetzung entlang der Faltlinie 217 aufweisen. Bei solchen Ausführungsformen können der erste und der zweite seitliche Abschnitt 224, 226 vor dem Faltvorgang identifizierbar sein. Beispielsweise kann vor dem Falten des Verbundbands 200 eine lineare Vertiefung in die isolierende Schicht 210 des Verbundbands 200 entlang der Faltlinie 217 eingedrückt werden. Alternativ kann das Verbundband 200 derart hergestellt sein, dass es eine Vertiefung oder Eindrückung innerhalb der isolierenden Schicht 210 aufweist, die sich entlang der Faltlinie 217 erstreckt. Die Vertiefung oder Eindrückung kann das Falten des Verbundbands 200 erleichtern.

Der erste seitliche Abschnitt 224 weist eine Abschnittbreite 225 auf, und der zweite seitliche Abschnitt 226 weist eine Abschnittbreite 227 auf. Bei einer exemplarischen Ausführungsform sind die Abschnittbreiten 225, 227 im Wesentlichen gleich, so dass der erste und der zweite Längsrand 204, 206 nebeneinander angeordnet sind und sich über die gesamte Länge des Abschirmbands 205 nebeneinander erstrecken. Im Spezielleren können die Längsränder 204, 206 in Kombination einen Stapelrand 236 des Abschirmbands 205 bilden. Bei anderen Ausführungsformen sind die Abschnittbreiten 225, 227 nicht gleich, so dass sich entweder der erste seitliche Abschnitt 224 oder der zweite seitliche Abschnitt 226 über den Längsrand des anderen seitlichen Abschnitts hinaus erstreckt. Solche Ausführungsform werden nachfolgend beschrieben.

Beim Bilden des Abschirmbands 205 werden der erste und der zweite seitliche Abschnitt 224, 226 übereinander gefaltet bzw. zusammengefaltet. Im vollständig gefalteten Zustand erstrecken sich der erste und der zweite seitliche Abschnitt 224, 228 entlang einer innenliegenden Grenzfläche 229 des Abschirmbands 205. Bei einigen Ausführungsformen können ein oder mehrere Luftspalte zwischen dem ersten und dem zweiten seitlichen Abschnitt 224, 226 zumindest über einen Teil der innenliegenden Grenzfläche 229 vorhanden sein. Beispielsweise kann ein Luftspalt 231 in der Nähe der Faltlinie 217 in dem Abschirmband 205 vorhanden sein. Bei einigen Ausführungsformen können der erste und der zweite seitliche Abschnitt 224, 226 zumindest über einen Teil der innenliegenden Grenzfläche 229 aneinander befestigt sein. Beispielsweise kann die isolierende Schicht 210 ein Haftmittel aufweisen. Wenn der erste und der zweite seitliche Abschnitt 224, 226 zusammengefaltet sind, kann das Haftmittel den ersten und den zweiten seitlichen Abschnitt 224, 226 entlang der innenliegenden Grenzfläche 229 aneinander befestigen.

Wenn das Abschirmband 205 gebildet ist, bildet die Seitenfläche 218 der leitfähigen Schicht 212 nahezu die Gesamtheit einer Außenseite oder Haut des Abschirmbands 205. Im Spezielleren bildet die leitfähige Schicht 212 eine Außenseite 230 des Abschirmbands 205, eine Innenseite 232 des Abschirmbands 205 sowie einen gefalteten Rand 234 des Abschirmbands 205. Der gefaltete Rand 234 wird gebildet, wenn das Verbundband 200 um die Faltlinie 217 zusammengefaltet wird. Der gefaltete Rand 234 ist gegenüber von dem Stapelrand 236 angeordnet. Wie gezeigt, weisen die Innenseite 232 und die Außenseite 230 in allgemein entgegengesetzte Richtungen. Die Innenseite 232 ist dazu ausgebildet, den isolierten Leitern 244, 246 (6) zugewandt angeordnet zu werden.

Das Abschirmband 205 ist entlang der Innen- und der Außenseite 232, 230 sowie entlang des gefalteten Rands 234 elektrisch leitfähig. Im Spezielleren erstreckt sich die leitfähige Schicht 212 in kontinuierlicher Weise von dem ersten Längsrand 204 entlang der Innenseite 232 zu dem gefalteten Rand 234 sowie in kontinuierlicher Weise von dem gefalteten Rand 234 entlang der Außenseite 230 zu dem zweiten Längsrand 206. Bei einer exemplarischen Ausführungsform sind die Innen- und die Außenseite 232, 230 sowie der gefaltete Rand 234 über die gesamte Länge des Abschirmbands 205 elektrisch leitfähig. Somit ist die Außenseite des Abschirmbands 205 mit Ausnahme eines Teils des gestapelten Rands 236 elektrisch leitfähig. Wie nachfolgend noch beschrieben wird, können Ausführungsformen jedoch Abschirmbänder aufweisen, bei denen beide Ränder des entsprechenden Abschirmbands elektrisch leitfähig sind.

6 zeigt eine Seitenansicht eines Kommunikationskabels 240, das das Abschirmband 205 aufweist. Das Kommunikationskabel 240 ist zur elektrischen Kopplung mit einem Kontaktmodul, wie z. B. dem Kontaktmodul 102 (1), ausgebildet und kann mit einem Kabelverbinder, wie z. B. dem Kabelverbinder 101 (1), verwendet werden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel beinhaltet das Kommunikationskabel 240 einen Kabelmantel 242, das Abschirmband 205 sowie die isolierten Leiter 244, 246. Der Kabelmantel 242, das Abschirmband 205 sowie die isolierten Leiter 244, 246 können sich entlang der Länge des Kommunikationskabels 240 erstrecken und können entlang einer Mittelachse oder Längsachse 290 des Kommunikationskabels 240 verlaufen. Es ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei dem Kommunikationskabel 240 um ein flexibles Kabel handeln kann und als solches die Mittelachse 290 nicht über die gesamte Länge des Kommunikationskabels 240 linear sein muss. Vielmehr kann sich die Mittelachse 290 durch ein geometrisches Zentrum eines Querschnitts des Kommunikationskabels 240 erstrecken. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Mittelachse 290 entlang einer Tangentiallinie, an der die isolierten Leiter 244, 246 eine Grenzfläche miteinander bilden oder einander berühren.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist jeder der isolierten Leiter 244, 246 einen Signaldraht 250 auf, der von einer entsprechenden Isolierschicht oder einem entsprechenden Mantel 252 umgeben ist. Bei alternativen Ausführungsformen können sich die isolierten Leiter 244, 246 die Isolierschicht 252 teilen. Beispielsweise können die Signaldrähte 250 voneinander beabstandet sein, und die Isolierschicht 252 kann um beide der Signaldrähte 250 herum gebildet sein. Die Signaldrähte 250 sind dazu ausgebildet, an elektrische Kontakte angeschlossen zu werden, wie z. B. die Signalkontakte 112, 114 (1).

Bei einigen Ausführungsformen kann das Kommunikationskabel 240 auch mindestens einen Erdungsleiter beinhalten, der sich über die Länge des Kommunikationskabels 240 erstreckt. Beispielsweise kann das Kommunikationskabel 240 einen inneren Ableitungsdraht 254 und/oder einen äußeren Ableitungsstreifen 256 aufweisen. Der innere Ableitungsdraht 254 ist von dem Abschirmband 205 umgeben. Dagegen erstreckt sich der äußere Ableitungsstreifen 256 entlang einer Außenseite des Abschirmbands 205 und ist zwischen dem Abschirmband 205 und dem Kabelmantel 242 angeordnet. Bei dem Kabelmantel 242 kann es sich um ein Kunststoffband handeln, das um das Abschirmband 205 herumgewickelt ist. Alternativ kann der Kabelmantel 242 in einer derartigen Weise extrudiert sein, dass der Kabelmantel 242 das Abschirmband 205 umschließt.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel umschließt das Abschirmband 205 die isolierten Leiter 244, 246 in unmittelbarer Weise und wirkt mit diesen zusammen, und der Kabelmantel 242 umschließt das Abschirmband 205 in unmittelbarer Weise und wirkt mit diesem zusammen. Bei alternativen Ausführungsformen können andere Schichten und/oder Material zwischen dem Kabelmantel 242 und dem Abschirmband 205 oder zwischen dem Abschirmband 205 und den isolierten Leitern 244, 246 angeordnet sein.

Bei einigen Ausführungsformen kann das Kommunikationskabel 240 als Twinaxialkabel oder Twinax-Kabel bezeichnet werden. Beispielsweise können sich die isolierten Leiter 244, 246 über die Länge des Kommunikationskabels 240 parallel zueinander erstrecken. Die in 6 gezeigte Konfiguration des Kommunikationskabels 240 ist jedoch lediglich ein Beispiel für die verschiedenen Konfigurationen, die das Kommunikationskabel 240 aufweisen kann. Beispielsweise können sich die isolierten Leiter 244, 246 nicht parallel zueinander erstrecken und stattdessen ein verdrilltes Paar bilden. Bei anderen Ausführungsformen kann das Kommunikationskabel 240 auch nur einen einzigen isolierten Leiter oder mehr als zwei isolierte Leiter aufweisen. Ferner kann das Kommunikationskabel 240 auch mehr als ein Paar von isolierten Leitern aufweisen, wie z. B. vier Paare.

Das Abschirmband 205 ist mehrmals um die isolierten Leiter 244, 246 herumgewickelt. Das Abschirmband 205 kann wendelförmig derart gewickelt sein, dass der gefaltete Rand 234 und der Stapelrand 236 jeweils eine entsprechende Wendel bilden, die um die Mittelachse 290 herum verläuft. Beim Herumwickeln des Abschirmbands 205 um die isolierten Leiter 244, 246 wird das Abschirmband 205 in sich selbst überlappender Weise angeordnet. Im Spezielleren zeigt 6 einen ersten Wickel 260 und einen zweiten Wickel 262, der den ersten Wickel 260 überlappt. In Relation zueinander kann der erste Wickel 260 als vorheriger Wickel bezeichnet werden, und der zweite Wickel 262 kann als nachfolgender Wickel bezeichnet werden.

In 6 bildet der gefaltete Rand 234 den vorderen bzw. vorangehenden Rand des Abschirmbands 205, so dass der gefaltete Rand 234 an dem Abschirmband 205 in Wickelrichtung vorne angeordnet ist, während das Abschirmband 205 wendelförmig um die isolierten Leiter 244, 246 herumgewickelt wird. Der Stapelrand 236 bildet den hinteren bzw. nachfolgenden Rand. Während der zweite Wickel 262 des Abschirmbands 205 um die isolierten Leiter 244, 246 herumgewickelt wird, umschließt beispielsweise ein in Wickelrichtung vorderer Bereich 264 des zweiten Wickels 262 die isolierten Leiter 244, 246. Der vordere Bereich 264 beinhaltet den gefalteten Rand 234. Der gefaltete Rand 234 kann die isolierten Leiter 244, 246 unmittelbar umgeben, so dass der gefaltete Rand 234 mit den isolierten Leitern 244, 246 zusammenwirkt oder ein nominaler Spalt zwischen diesen vorhanden ist. Während der zweite Wickel 262 des Abschirmbands 205 um die isolierten Leiter 244, 246 gewickelt wird, erstreckt sich ferner ein in Wickelrichtung hinterer Bereich 266 des zweiten Wickels 262 über den ersten Wickel 260 und bedeckt diesen. Der hintere Bereich 266 beinhaltet den Stapelrand 236. Der Stapelrand 236 erstreckt sich über dem ersten Wickel 260 und wirkt mit diesem zusammen.

Das Abschirmband 205 weist eine Abschirmbreite 268 auf. Bei einigen Ausführungsformen überlappt der nachfolgende Wickel, wie z. B. der in 6 dargestellte zweite Wickel 262, maximal eine Hälfte der Abschirmbreite 268 des vorherigen Wickels. Bei einer exemplarischen Ausführungsform überlappt der nachfolgende Wickel weniger als die Hälfte der Abschirmbreite 268. Beispielsweise kann der nachfolgende Wickel in etwa ein Drittel der Abschirmbreite 268 überlappen. Jedoch kann bei anderen Ausführungsformen der nachfolgende Wickel auch weniger als ein Drittel der Abschirmbreite 268 oder mehr als die Hälfte der Abschirmbreite 268 des vorherigen Wickels überlappen.

7 zeigt eine im Schnitt dargestellte Seitenansicht des Kommunikationskabels 240. In 7 ist nur der isolierte Leiter 244 dargestellt, jedoch ist der isolierte Leiter 246 (6) benachbart dem isolierten Leiter 244 angeordnet sowie ebenfalls von dem Abschirmband 205 umgeben. Das Abschirmband 205 ist mehrmals um die isolierten Leiter 244, 246 herumgewickelt, so dass mehrere Wickel 271, 272, 273 des Abschirmbands 205 gebildet sind. In 7 ist nur ein Teil von jedem der Wickel 271 bis 273 dargestellt. In Relation zueinander handelt es sich bei dem Wickel 271 um den vorherigen Wickel und bei dem Wickel 272 um den nachfolgenden Wickel. In Relation zueinander handelt es sich bei dem Wickel 272 um den vorherigen Wickel und bei dem Wickel 273 um den nachfolgenden Wickel. Das Abschirmband 205 ist wendelförmig um die isolierten Leiter 244, 246 herumgewickelt, so dass die Innenseite 232 den isolierten Leitern 244, 246 zugewandt ist. Bei speziellen Ausführungsformen liegt die Innenseite 232 direkt an den isolierten Leitern 244, 246 an.

Jeder nachfolgende Wickel des Abschirmbands 205 überlappt einen Teil des vorherigen Wickels. Beispielsweise überlappt die Innenseite 232 des Wickels 272 einen unterlappenden Bereich 284 des Wickels 271. Die Innenseite 232 des Wickels 272 wirkt mit der Außenseite 230 des Wickels 271 zusammen. Der Bereich des Wickels 272, der den Wickel 271 überlappt, kann als überlappender Bereich 286 des Wickels 272 bezeichnet werden. Bei manchen Ausführungsformen wird das Abschirmband 205 in sich selbst konstant überlappender Weise angeordnet, während das Abschirmband 205 wendelförmig um die isolierten Leiter 244, 246 herumgewickelt wird. Bei der Innenseite 232 und der Außenseite 230 handelt es sich jeweils um Bereiche der leitfähigen Schicht 212 und als solche sind diese Bereiche elektrisch leitfähig. Somit ist das Abschirmband 205 entlang eines Überlappungsbereichs 275 elektrisch mit sich selbst gekoppelt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Abschirmbändern werden überlappende Wickel von dem gefalteten Rand 234 nicht elektrisch voneinander getrennt. Die leitfähige Schicht 212 beinhaltet den gefalteten Rand 234. Somit kann sich ein elektrischer Leitungsweg 280 (dargestellt durch eine Serie von Pfeilen) in kontinuierlicher Weise über die Länge des Kommunikationskabels 240 erstrecken. Bei speziellen Ausführungsformen beinhaltet der elektrische Leitungsweg 280 die Innenseite 232 des vorherigen Wickels, zumindest einen Teil einer Randfläche 282 des gefalteten Rand 234 des vorherigen Wickels sowie optional einen Teil der Außenseite 230 des vorherigen Wickels. Der elektrische Leitungsweg 280 verläuft dann in einen Bereich auf der Innenseite 232 des nachfolgenden Wickels. Obwohl die den Leitungsweg 280 bezeichnenden Pfeile in eine Richtung weisen, versteht es sich, dass der Leitungsweg 280 elektrische Energie auch in der entgegengesetzten Richtung führen kann.

Bei einigen Ausführungsformen wird von einem in der Nähe der Faltlinie 217 befindlichen Bereich der isolierendem Schicht 210 eine Biegekraft 292 (dargestellt durch den Pfeil mit Doppelspitze) bereitgestellt, die den ersten und den zweiten seitlichen Abschnitt 224, 226 des vorherigen Wickels voneinander weg vorspannt oder biegt. Bei einigen Ausführungsformen kann die Biegekraft 292 den Luftspalt 231 verursachen sowie die Abschirmungsdicke 294 des Abschirmbands 205 entlang des unterlappenden Bereich 284 und/oder in der Nähe des gefalteten Rands 234 effektiv vergrößern. Die Biegekraft 292 kann von den Eigenschaften der isolierenden Schicht 210 abhängig sein. Beispielsweise kann sich die isolierende Schicht 210 einem Umfalten um sich selbst widersetzen. Bei dem Widerstand handelt es sich um die Biegekraft 292, die in der Nähe der Faltlinie 217 am größten sein kann, so dass der Luftspalt 231 gebildet wird. Bei derartigen Ausführungsformen kann die Biegekraft 292 den elektrischen Kontakt zwischen der Außenseite 230 des vorherigen Wickels und der Innenseite 232 des nachfolgenden Wickels entlang des Überlappungsbereichs 275 erleichtern.

8 zeigt eine grafische Darstellung 400, die eine Beziehung zwischen dem Einfügeverlust und der Übertragungsfrequenz für ein herkömmliches Kommunikationskabel (dargestellt durch die Linie 406) sowie für das Kommunikationskabel 240 (6) veranschaulicht, das in 8 durch die Linie 408 dargestellt ist. Bei dem herkömmlichen Kommunikationskabel handelt es sich um ein Twinaxialkabel, das mit einem herkömmlichen Abschirmband wendelförmig umwickelt ist. Wie vorstehend beschrieben, wird bei dem herkömmlichen Abschirmband die leitfähige Folie eines nachfolgenden Wickels hinsichtlich der leitfähigen Folie eines vorherigen Wickels getrennt, so dass der Aussaugeffekt entsteht. Wie in 8 dargestellt, steigt der Einfügeverlust des herkömmlichen Kommunikationskabels bei Frequenzen über 16 Gigahertz (GHz) signifikant an. Bei dem Kommunikationskabel 240 steigt jedoch der Einfügeverlust nach 16 GHz nicht in signifikanter Weise an. Damit kann das Kommunikationskabel 240 verbesserte elektrische Leistungseigenschaften im Vergleich zu dem herkömmlichen Kommunikationskabel erzielen. Beispielsweise ist der Einfügeverlust des Kommunikationskabels 240 bei 25 GHz geringer als der Einfügeverlust des herkömmlichen Kommunikationskabels bei 16 GHz. Bei einigen Ausführungsformen ist das Kommunikationskabel 240 zur Übertragung mit einer Datenrate von mindestens 20 GHz bei einem Einfügeverlust von weniger als ca. 25 Dezibel in der Lage. Bei spezielleren Ausführungsformen ist das Kommunikationskabel 240 zur Übertragung mit einer Datenrate von mindestens 25 GHz bei einem Einfügeverlust von weniger als ca. 25 Dezibel in der Lage.

Somit können vorliegend beschriebene Ausführungsformen den Aussaugeffekt vermindern und damit größere Datenraten als herkömmliche Kabel ermöglichen, die eine wendelförmig gewickelte Abschirmung aufweisen. Außerdem weisen die vorliegend beschriebenen Ausführungsformen eine wendelförmig gewickelte Abschirmung auf. Damit können die Ausführungsformen eine Flexibilität aufweisen, die ähnlich der Flexibilität der herkömmlichen Kabel ist, die ebenfalls eine wendelförmig gewickelte Abschirmung aufweisen.

9 zeigt eine im Schnitt dargestellte Seitenansicht eines Abschirmbands 300. Das Abschirmband 300 kann aus einem Verbundband 301 gebildet sein, das dem Verbundband 200 (4) ähnlich oder mit diesem identisch sein kann. Das Verbundband 301 (oder das Abschirmband 300) weist einen ersten und einen zweiten seitlichen Abschnitt 302, 304 auf, die übereinander gefaltet sind und entlang eines gefalteten Rands 306 miteinander verbunden sind. Das Abschirmband 300 weist eine isolierende Schicht 310 und eine leitfähige Schicht 312 auf. Nach dem Falten des Abschirmbands 300 bilden der erste und der zweite seitliche Abschnitt 302, 304 eine Innenseite 314 bzw. eine Außenseite 316 des Abschirmbands 300 sowie den gefalteten Rand 306. Die leitfähige Schicht 312 bildet die Innenseite, die Außenseite 316 sowie den gefalteten Rand 306.

Der erste und der zweite seitliche Abschnitt 302, 304 beinhalten einen ersten bzw. einen zweiten Längsrand 320, 322 des Verbundbands 301. Der erste und der zweite seitliche Abschnitt 302, 304 weisen ungleiche Abschnittbreiten 303 bzw. 305 auf, die von dem gefalteten Rand 306 zu den jeweiligen Längsrändern 320, 322 gemessen sind. Wie in 9 dargestellt, kann die Abschnittbreite 303 größer sein als die Abschnittbreite 305, so dass der erste und der zweite Längsrand 320, 322 relativ zueinander versetzt sind. Im Spezielleren erstreckt sich der erste Längsrand 320 über eine Distanz oder einen Freiraum 324 über den zweiten Längsrand 322 hinaus. Der zweite Längsrand 322 ist näher bei dem gefalteten Rand 306 angeordnet als der erste Längsrand 320.

Ähnlich dem Abschirmband 205 (5) ist auch das Abschirmband 300 dazu ausgebildet, wendelförmig um isolierte Leiter (nicht gezeigt) gewickelt zu werden, so dass der nachfolgende Wickel einen vorherigen Wickel überlappt. Bei einigen Ausführungsformen beinhaltet das Abschirmband 300 einen Überlappungsbereich 311, der der Distanz 324 entspricht. Die Distanz 324 kann in Relation zu einer Distanz des unterlappenden Bereichs (nicht gezeigt) des vorherigen Wickels ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Distanz 324 geringfügig größer sein als die Distanz des unterlappenden Bereichs. Bei derartigen Ausführungsformen kann eine Gesamtdicke des Abschirmbands 300 vermindert werden.

10 zeigt eine im Schnitt dargestellte Seitenansicht eines Abschirmbands 350, das aus einem Verbundband 354 gebildet ist. Das Verbundband 354 kann dem Verbundband 200 (4) ähnlich sein oder mit diesem identisch sein. Das Verbundband 354 weist einen ersten, zweiten und dritten seitlichen Abschnitt 351, 352, 353 auf, die relativ zueinander gefaltet sein können. Das Verbundband 354 weist eine isolierende Schicht 360 und eine leitfähige Schicht 362 auf. Wie gezeigt ist, sind der erste und der zweite seitliche Abschnitt 351, 352 übereinander gefaltet, so dass ein erster gefalteter Rand 356 gebildet ist. Der erste und der dritte seitliche Abschnitt 351, 353 sind übereinander gefaltet, so dass ein zweiter gefalteter Rand 358 gebildet ist. Die leitfähige Schicht 362 bildet den ersten und den zweiten gefalteten Rand 356, 358. Wie gezeigt, beinhaltet der zweite seitliche Abschnitt 352 einen Längsrand 364, und der dritte seitliche Abschnitt 353 beinhaltet einen Längsrand 366. Die Längsränder 364, 366 sind über dem ersten seitlichen Abschnitt 351 angeordnet und sind durch einen Spalt 368 voneinander getrennt.

11 zeigt eine im Schnitt dargestellte Seitenansicht eines Abschirmbands 370, das aus einem Verbundband 374 gebildet ist. Das Verbundband 374 kann dem Verbundband 200 (4) ähnlich oder mit diesem identisch sein. Das Verbundband 374 weist einen ersten, zweiten und dritten seitlichen Abschnitt 371, 372, 373 auf, die relativ zueinander gefaltet sind. Das Abschirmband 370 weist eine isolierende Schicht 380 und eine leitfähige Schicht 382 auf. Wie gezeigt, sind der erste und der zweite seitliche Abschnitt 371, 372 des Abschirmbands 350 übereinander gefaltet, so dass ein erster gefalteter Rand 376 gebildet ist. Der erste und der dritte seitliche Abschnitt 371, 373 sind übereinander gefaltet, so dass ein zweiter gefalteter Rand 378 gebildet ist. Die leitfähige Schicht 382 bildet den ersten und den zweiten gefalteten Rand 376, 378. Wie ebenfalls dargestellt ist, beinhaltet der zweite seitliche Abschnitt 372 einen Längsrand 384, und der dritte seitliche Abschnitt 373 beinhaltet einen Längsrand 386. Der Längsrand 384 ist über dem ersten seitlichen Abschnitt 371 angeordnet. Jedoch überlappt der dritte seitliche Abschnitt 373 den zweiten seitlichen Abschnitt 172, so dass sich der Längsrand 386 über dem zweiten seitlichen Abschnitt 372 befindet.