Title:
Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht, Schutzmaterial für elektrischen Draht und Kabelbaum
Kind Code:
T5


Abstract:

Eine Zusammensetzung für ein Schutzmaterial für elektrischen Draht wird bereitgestellt, welche als Formgegenstand gute Langzeit-Wärmebeständigkeit aufweist; zudem werden ein Schutzmaterial für elektrischen Draht und ein Draht-Kabelbaum bereitgestellt. Die Zusammensetzung für ein Schutzmaterial für elektrischen Draht enthält ein Polypropylen-Harz und einen Kupfer-Desaktivator und wird verwendet, um ein Schutzmaterial für elektrischen Draht zu bilden. Die Zusammensetzung für ein Schutzmaterial für elektrischen Draht ist zur Verwendung einer Verbindung mit einem Molekulargewicht von 400 oder größer als Kupfer-Desaktivator ausgelegt, und die Zusammensetzung kann verwendet werden, um ein Schutzmaterial für elektrischen Draht durch Formen zu einer vorgeschriebenen Form, welche einen elektrischen Draht schützen kann, zu erhalten. Der Draht-Kabelbaum ist dahingehend ausgelegt, dass der Umfang von einem elektrischen Draht-Bündel, das mehrere isolierte zusammen gebündelte elektrische Drähte umfasst, mit dem Schutzmaterial für Draht, das durch Anwenden der vorstehend erwähnten Zusammensetzung für ein Schutzmaterial für elektrischen Draht gebildet wird, bedeckt wird.




Inventors:
Shimizu, Toru (Mie, Yokkaichi-shi, JP)
Nakano, Seigou (Mie, Yokkaichi-shi, JP)
Murao, Satoshi (Mie, Yokkaichi-shi, JP)
Shimada, Tatsuya (Mie, Yokkaichi-shi, JP)
Application Number:
DE112015000974T
Publication Date:
12/29/2016
Filing Date:
02/06/2015
Assignee:
AutoNetworks Technologies, Ltd. (Mie, Yokkaichi-shi, JP)
Sumitomo Wiring Systems, Ltd. (Mie, Yokkaichi-shi, JP)
Sumitomo Electric Industries, Ltd. (Osaka, Osaka-shi, JP)



Attorney, Agent or Firm:
Müller-Boré & Partner Patentanwälte PartG mbB, 80639, München, DE
Claims:
1. Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht, welche eine Harz-Zusammensetzung ist, die ein Polypropylen-Harz und einen Kupfer-Desaktivator enthält, und zum Bilden eines Schutzmaterials für elektrischen Draht verwendet wird, wobei der Kupfer-Desaktivator eine Verbindung mit einem Molekulargewicht von 400 oder mehr ist.

2. Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht nach Anspruch 1, wobei der Kupfer-Desaktivator eine Verbindung mit einer Alkyl- oder Alkylen-Gruppe mit zwei oder mehr Kohlenstoffatomen ist.

3. Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Kupfer-Desaktivator eine Hydrazin-Verbindung ist.

4. Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht nach einem von Ansprüchen 1 bis 3, wobei weiterhin ein Flammenhemmungsmittel zugegeben wird.

5. Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht nach einem von Ansprüchen 1 bis 4, wobei weiterhin ein Antioxidans zugegeben wird.

6. Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht nach einem von Ansprüchen 1 bis 5, wobei weiterhin ein Phosphor-Wärmestabilisator zugegeben wird.

7. Schutzmaterial für elektrischen Draht, welches durch Formen eines elektrischen Drahts zu einer vorbestimmten schätzbaren Form durch Anwenden der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht in irgendeinem von Ansprüchen 1 bis 6 hergestellt wird.

8. Draht-Kabelbaum, wobei eine Peripherie des Bündels für elektrischen Draht, zusammengesetzt aus gebündelten mehreren isolierten elektrischen Drähten, mit dem durch Anwenden der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht in irgendeinem von Ansprüchen 1 bis 6 gebildeten Schutzmaterial für elektrischen Draht bedeckt wird.

Description:
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schutzmaterial für elektrischen Draht zum Schutz eines Bündels von elektrischem Draht, wie ein Wellrohr, das z. B. für Komponenten von Kraftfahrzeugen, wie Automobile, Komponenten von elektrischen/elektronischen Ausrüstungen und dergleichen, verwendet wird, eine Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht, welche für das Schutzmaterial für elektrischen Draht verwendet wird, und einen Draht-Kabelbaum, der das Schutzmaterial für elektrischen Draht einsetzt.

Technischer Hintergrund

Als Schutzmaterial für elektrischen Draht in Kraftfahrzeugen wird ein Wellrohr oder dergleichen verwendet. Ein Wellrohr, welches durch Anwenden einer Polyolefin-Harz-Zusammensetzung, hergestellt durch Zusetzen eines Kupfer-Inhibitors zu Polypropylen-Harz, gebildet wird, ist an sich bekannt. (siehe z. B. Patent-Dokument 1).

Das vorstehend erwähnte Patent-Dokument 1 beschreibt, dass ein Oxalsäure-Derivat, ein Salicylsäure-Derivat und ein Hydrazin-Derivat als zu der Polyolefin-Harz-Zusammensetzung zuzugebende Kupfer-Inhibitoren verwendet werden. Patent-Dokument 1 beschreibt in den Beispielen in Beispiel 1 eine Harz-Zusammensetzung, bei der 3-(N-Salicyloyl)amino-1,2,4-triazol als Kupfer-Inhibitor verwendet wurde, und Beispiel 2 beschreibt, dass ADK STAB ZS-27, hergestellt von ADEKA CORPORATION, verwendet wurde.

Dokumente des Standes der TechnikPatent-Dokumente

  • 1. JP H10-173386 A

Kurzdarstellung der ErfindungDurch die Erfindung zu lösende Aufgaben

Wenn das Wellrohr als ein Schutzmaterial für elektrischen Draht verwendet wird, kann seine Verschlechterung, die auf Grund des Kontakts mit einem Kupfer-Draht und einem innen untergebrachten Kupfer umflochtenen Draht auftritt, durch Zusetzen eines Kupfer-Inhibitors verhindert werden.

Wenn das Wellrohr an einem Kraftfahrzeug befestigt wird, kann eine Kabeldurchführung aus Gummi mit dem Umfang des Wellrohrs als Wassersperre in Kontakt gebracht werden. Hierbei entstand das Problem, dass wenn das Wellrohr einer hohen Temperatur ausgesetzt wurde, der Kupfer-Inhibitor in dem Wellrohr zu der Kabeldurchführung wandert, und der Gehalt an Kupfer-Inhibitor in dem Wellrohr sank. Wenn die Menge des dem Wellrohr zugegebenen Kupfer-Inhibitors sinkt, sinken die Wirkungen des zugegebenen Kupfer-Inhibitors und somit erhöht sich die Verschlechterung des Wellrohrs, was zu einer geringeren Langzeit-Wärmebeständigkeit führt.

Die vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die vorstehend erwähnten Umstände vorgenommen und die durch die Erfindung zu lösende Aufgabe ist die Bereitstellung einer Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht, eines Schutzmaterials für elektrischen Draht und eines Draht-Kabelbaums, welche den Kupfer-Inhibitor am Wandern von dem Schutzmaterial für elektrischen Draht, wie einem Wellrohr, zu einem Bauteil, wie Gummi, das mit dem Schutzmaterial für elektrischen Draht in Kontakt ist, hindern kann und die Verschlechterung des Schutzmaterials für elektrischen Draht bei einem Zustand hoher Temperatur verhindert.

Mittel zum Lösen der Aufgaben

Um die vorstehenden Probleme zu lösen, zeichnet sich die erfindungsgemäße Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht hauptsächlich dadurch aus, dass sie eine Harz-Zusammensetzung ist, welche ein Polypropylen-Harz und einen Kupfer-Desaktivator enthält und zum Bilden eines Schutzmaterials für elektrischen Draht verwendet wird und dass der Kupfer-Desaktivator eine Verbindung mit einem Molekulargewicht von 400 oder mehr ist.

In der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht ist der Kupfer-Desaktivator vorzugsweise eine Verbindung mit einer Alkyl- oder Alkylen-Gruppe mit zwei oder mehr Kohlenstoffatomen.

In der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht ist der Kupfer-Desaktivator vorzugsweise eine Hydrazin-Verbindung.

In die Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht wird vorzugsweise weiterhin ein Flammenhemmungsmittel gegeben.

In die Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht wird vorzugsweise weiterhin ein Antioxidans gegeben.

In die Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht wird vorzugsweise weiterhin ein Phosphor-Wärmestabilisator gegeben.

Das Schutzmaterial für elektrischen Draht bezüglich der vorliegenden Erfindung zeichnet sich hauptsächlich dadurch aus, dass es durch Formen eines elektrischen Drahts zu einer vorbestimmten schützbaren Form durch Verwenden der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht hergestellt worden ist.

Der Draht-Kabelbaum bezüglich der vorliegenden Erfindung zeichnet sich hauptsächlich dadurch aus, dass die Peripherie des Bündels von elektrischem Draht, zusammengesetzt aus gebündelten mehreren isolierten elektrischen Drähten, mit dem durch Anwenden der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht gebildeten Schutzmaterial für elektrischen Draht bedeckt ist.

Vorteilhafte Wirkungen der Erfindung

Die Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht bezüglich der vorliegenden Erfindung ist eine Harz-Zusammensetzung, welche ein Polypropylen-Harz und einen Kupfer-Desaktivator enthält und zum Bilden eines Schutzmaterials für elektrischen Draht verwendet wird, wobei der Kupfer-Desaktivator eine Verbindung mit einem Molekulargewicht von 400 oder mehr ist. Wenn somit das Schutzmaterial für elektrischen Draht einer hohen Temperatur ausgesetzt wird, verlangsamt sich die Wanderung des Kupfer-Desaktivators zu dem Gummi oder dergleichen auf Grund des Erwärmens, weil der Kupfer-Desaktivator ein höheres Molekulargewicht aufweist als jener üblicher Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht, bei dem Kupfer-Desaktivator mit einem Molekulargewicht von weniger als 400 eingesetzt wird und dadurch kann die Wanderung des Kupfer-Desaktivators zu einer Kabeldurchführung aus Gummi oder dergleichen, die mit dem Schutzmaterial für elektrischen Draht in Kontakt ist, unterdrückt werden. Im Ergebnis kann sich die Wirkung des Verhinderns einer Erhöhung des Abbaus in dem Schutzmaterial für elektrischen Draht bei hoher Temperatur zeigen und eine Wirkung zum Verbessern der Langzeit-Wärmebeständigkeit des Schutzmaterials für elektrischen Draht kann erhalten werden.

Da das Schutzmaterial für elektrischen Draht der vorliegenden Erfindung durch Formen eines elektrischen Drahts zu einer vorbeschriebenen schützbaren Form durch Anwenden der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht hergestellt wird, ist das Material in der Langzeit-Wärmebeständigkeit ausgezeichnet.

Bezüglich des Draht-Kabelbaums der vorliegenden Erfindung kann durch Anwenden eines Aufbaus, in welchem die Peripherie von einem elektrischen Draht-Bündel, das aus gebündelten mehreren isolierten elektrischen Drähten besteht, mit einem aus der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht hergestellten Schutzmaterial für elektrischen Draht beschichtet ist, ein Draht-Kabelbaum mit einer ausgezeichneten Langzeit-Wärmebeständigkeit erhalten werden.

BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN

Hierin anschließend werden die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung genauer erläutert. Die Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht der vorliegenden Ausführungsform ist ein Beispiel einer Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht, die zum Formen eines einen Flammenhemmstoff enthaltenden Kraftfahrzeug-Wellrohrs verwendet wird. Die Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht kann z. B. aus den nachstehenden Komponenten (A)–(E) zusammengesetzt sein. In der vorliegenden Erfindung enthält die Zusammensetzung mindestens das Polypropylen-Harz (A) und den Kupfer-Desaktivator (B).

Das Polypropylen-Harz (A) wird als Harz-Komponente verwendet und der Kupfer-Desaktivator (B), Flammenhemmungsmittel (C), Antioxidans (D) und Phosphor-Wärmestabilisator (E) usw. werden als Additiv-Komponenten verwendet. Für das Flammenhemmungsmittel (C) werden ein Brom-Flammenhemmstoff (C-1), ein Antimontrioxid (C-2) usw. in Kombination verwendet.

Hierin anschließend wird jede Komponente in der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht erläutert. Das Polypropylen-Harz (A) kann ein beliebiges von einem Block-Polypropylen und einem statistischen Polypropylen sein. Zusätzlich kann das Polypropylen bezüglich der Molekülstruktur ein beliebiges von einem syndiotaktischen Polypropylen, einem isotaktischen Polypropylen und einem ataktischen Polypropylen sein.

Für die Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht kann ein Harz, das von dem Polypropylen-Harz verschieden ist, als Harz-Komponente zugegeben werden. Insbesondere kann das Additiv-Harz Polyethylen, chloriertes Polyethylen, Ethylen-Propylen-Kautschuk, verschiedene Elastomere usw. einschließen.

Beispiele für das Polyethylen können hoch-dichtes Polyethylen (HDPE), mittel-dichtes Polyethylen (MDPE), nieder-dichtes Polyethylen (LDPE), linear nieder-dichtes Polyethylen (LLDPE), sehr nieder-dichtes Polyethylen (VLDPE) und äußerst nieder-dichtes Metallocen-Polyethylen usw. einschließen. Diese können einzeln oder in Kombination verwendet werden.

Für das Additiv-Harz können dessen Typ, die Zugabemenge und dergleichen gegebenenfalls in Anbetracht der Leichtigkeit des Mischens von Harz und Additiven ausgewählt werden. Das Compoundierungsverhältnis von Additiv/Harz ist vorzugsweise weniger als 50 Masse-% der Harz-Komponenten.

Der Kupfer-Desaktivator (B) wird verwendet, um das Polypropylen-Harz vor dem Verschlechtern zu hindern, wenn das Schutzmaterial für elektrischen Draht mit Kupfer in Kontakt kommt, unter Verbesserung der Wärmealterungsbeständigkeit des Schutzmaterials für elektrischen Draht. Der Kupfer-Desaktivator ist ein so genannter Kupfer-Inhibitor. Als Kupfer-Desaktivator wird einer mit einem Molekulargewicht von 400 oder mehr verwendet. 3-(N-Salicyloyl)amino-1,2,4-triazol, beschrieben in Patent-Dokument 1 oder dergleichen, welches üblicherweise als Kupfer-Desaktivator verwendet wird, hat ein Molekulargewicht von 204. Während in der vorliegenden Erfindung der Kupfer-Desaktivator ein Molekulargewicht von 400 oder mehr aufweist. Durch Anwenden des Kupfer-Desaktivators mit relativ höherem Molekulargewicht wird der Kupfer-Desaktivator kaum in dem Schutzmaterial für elektrischen Draht wandern, wenn das aus der Harz-Zusammensetzung gebildete Schutzmaterial für elektrischen Draht durch Erhitzen heiß wird, so dass bei Kontakt mit dem Schutzmaterial für elektrischen Draht die Wanderung des Kupfer-Desaktivators zu dem Gummi oder dergleichen unterdrückt werden könnte. Im Ergebnis kann sich eine Wirkung zum Verhindern der Verschlechterung auf Grund von Kupfer-Schädigung des Schutzmaterials für elektrischen Draht zeigen und dabei ist es möglich, die Langzeit-Wärmebeständigkeit zu verbessern.

Vorzugsweise ist der Kupfer-Desaktivator mit einem Molekulargewicht von 400 oder mehr eine Hydrazin-Verbindung, jedoch nicht unbedingt darauf begrenzt. Der Kupfer-Desaktivator mit einem Molekulargewicht von 400 oder mehr kann N'1,N'12-Bis(2-hydroxybenzoyl)dodecandihydrazid (Molekulargewicht: 498), N,N'-Bis[3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionyl]hydrazin (Molekulargewicht: 553), 3,9-Bis(2,6-di-tert-butyl-4-methylphenoxy)-2,4,8,10-tetraoxa-3,9-diphosphaspiro[5,5]undecan (Molekulargewicht: 633), Diethylentriaminpentaessigsäure-Natriumsalz (Molekulargewicht: 503), Ethylendiamintetraessigsäure-Kaliumsalz (Molekulargewicht: 407), 1,4,7,10-Tetraazacyclododecan-1,4,7,10-tetraessigsäure (DOTA) (Molekulargewicht: 404) und dergleichen einschließen.

Als Kupfer-Desaktivator ist einer mit einer Alkyl- oder Alkylen-Gruppe mit zwei oder mehr Kohlenstoffatomen in seinem Molekül bevorzugt. Der Kupfer-Desaktivator mit einer solchen Alkyl- oder Alkylen-Gruppe kann z. B. N'1,N'12-Bis(2-hydroxybenzoyl)dodecandihydrazid, N,N'-Bis[3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)-propionyl]hydrazin und dergleichen einschließen.

Vorzugsweise liegt das Compoundierungsverhältnis des Kupfer-Desaktivators (B) im Bereich von 0,1 bis 3 Masseteilen, bezogen auf die Harz-Komponenten von 100 Masseteilen, jedoch nicht unbedingt darauf begrenzt. Wenn das Compoundierungsverhältnis des Kupfer-Desaktivators weniger als 0,1 Masseteil beträgt, kann die Kupfer desaktivierende Wirkung unzureichend sein, und wenn es mehr als 3 Masseteile beträgt, kann der Kupfer-Desaktivator während des Extrusionsformens an einer Düse ausscheiden, was zu einem Gummi führt.

Für das Flammenhemmungsmittel (C) kann nur einer von dem Brom-Flammenhemmstoff (C-1) oder dem Antimontrioxid (C-2) zugegeben werden, jedoch ist deren Kombination bevorzugt. In Bezug auf das typische Compoundierungsverhältnis des Brom-Flammenhemmstoffs (C-1) und des Antimontrioxids (C-2) ist hinsichtlich der Zugabeeffizienz typischerweise Brom-Flammenhemmstoff:Antimontrioxid = 1:4 bis 4:1, als Masseverhältnis, bevorzugt.

In Bezug auf das Compoundierungsverhältnis des Flammenhemmungsmittels liegt eine Gesamtmenge des Brom-Flammenhemmstoffs und Antimontrioxids vorzugsweise im Bereich von 1,5 bis 15 Masseteilen, bezogen auf die Harz-Komponenten von 100 Masseteilen. Wenn das Compoundierungsverhältnis des Flammenhemmungsmittels weniger als 1,5 Masseteile beträgt, kann die Flammenverzögerung unzureichend sein, und wenn es mehr als 15 Masseteile beträgt, kann die Wärmealterungsbeständigkeit vermindert sein.

Obwohl der Brom-Flammenhemmstoff (C-1) nicht besonders begrenzt ist, kann der Brom-Flammenhemmstoff z. B. Tetrabrombisphenol A (TBA), Decabromdiphenyloxid, Hexabromcyclododecan, Octabromdiphenyloxid, Bistribromphenoxyethan, Tribromphenol, Ethylenbistetrabromphthalimid, TBA-Polycarbonat-Oligomer, bromiertes Polystyrol, TBA-Epoxyoligomer-Polymer, Ethylen-bispentabromdiphenyl, Hexabrombenzol, Polydibromstyroloxid, Tetrabromdiphenyloxid usw. einschließen. Einer von diesen Flammenhemmstoffen kann einzeln verwendet werden oder zwei oder mehr von ihnen können in Kombination verwendet werden.

In Bezug auf den Brom-Flammenhemmstoff ist einer mit einem Schmelzpunkt von 110°C oder höher bevorzugt. Der Brom-Flammenhemmstoff mit dem Schmelzpunkt von 110°C oder höher kann z. B. Ethylen-bis-(pentabromdiphenyl) (Schmelzpunkt: 350°C), Ethylen-bis-tetrabromphthalimid (Schmelzpunkt: 456°C), TBBA-Bis(2,3-dibrompropylether) (Schmelzpunkt: 117°C) usw. einschließen.

Anstelle des Brom-Flammenhemmstoffs kann ein Chlor-Flammenhemmstoff, wie Perchlorcyclopentadecan, chloriertes Paraffin, Tetrachlorphthalsäureanhydrid und Hetsäure, verwendet werden.

Als Flammenhemmstoff-Hilfsmittel wird das Antimontrioxid (C-2) in Kombination mit dem Brom-Flammenhemmstoff verwendet. Für Antimontrioxid können feine Teilchen, hergestellt durch z. B. Pulverisieren von Antimontrioxid, das als Mineral anfällt, verwendet werden. Die Kombination von Antimontrioxid mit dem Brom-Flammenhemmstoff kann die Menge des verwendeten Brom-Flammenhemmstoffs senken.

Obwohl das Antioxidans (D) nicht besonders begrenzt ist, wird vorzugsweise ein Phenol-Antioxidans verwendet. Als Phenol-Antioxidans können gehinderte Phenol-basierte, Monophenol-basierte, Diphenol-basierte, Triphenol-basierte und Polyphenol-basierte Antioxidantien usw. verwendet werden. Unter ihnen ist das gehinderte Phenol-Antioxidans bevorzugt.

Das gehinderte Phenol-Antioxidans kann Pentaerythrit-tetrakis[3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionat], Thiodiethylen-bis[3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionat], Octadecyl-3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionat, N,N'-Hexan-1,6-diylbis[3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenylpropionamid), Benzolpropansäure, 3,5-Bis(1,1-dimethylethyl)-4-hydroxy, C7-C9-Seitenketten-Alkylester, 2,4-Dimethyl-6-(1-methylpentadecyl)phenol, Diethyl[[3,5-bis(1,1-dimethylethyl)-4-hydroxyphenyl]methyl]phosphonat, 3,3',3'',5,5'5''-Hexa-tert-butyl-α,α',α''-(mesitylen-2,4,6-triyl)tri-p-cresol, Calcium-diethyl-bis[[[3,5-bis(1,1-dimethylethyl)-4-hydroxyphenyl]methyl]phosphonat], 4,6-Bis(octylthiomethyl)-o-cresol, Ethylen-bis(oxyethylen)bis[3-(5-tert-butyl-4-hydroxy-m-tolyl)propionat], Hexamethylen-bis[3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionat, 1,3,5-Tris(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl)-1,3,5-triazin-2,4,6-(1H,3H,5H)-trion, 1,3,5-Tris[(4-tert-butyl-3-hydroxy-2,6-xylyl)methyl]-1,3,5-triazin-2,4,6(1H,3H,5H)-trion, 2,6-tert-Butyl-4-(4,6-bis(octylthio)-1,3,5-triazin-2-ylamino)phenol, 2,6-Di-tert-butyl-4-methylphenol, 2,2'-Methylenbis(4-methyl-6-tert-butylphenol), 4,4'-Butylidenbis(3-methyl-6-tert-butylphenol), 4,4'-Thiobis(3-methyl-6-tert-butylphenol), 3,9-Bis[2-(3-(3-tert-butyl-4-hydroxy-5-methylphenyl)-propinoxy)-1,1-dimethylethyl]-2,4,8,10-tetraoxaspiro(5,5)undecan und dergleichen einschließen. Eines von diesen Antioxidantien kann einzeln verwendet werden oder zwei oder mehr von ihnen können in Kombination verwendet werden.

Vorzugsweise liegt das Compoundierungsverhältnis des Antioxidans (D) im Bereich von 0,1 bis 3 Masseteilen, bezogen auf die Harz-Komponenten von 100 Masseteilen, ist jedoch nicht unbedingt darauf begrenzt. Wenn das Compoundierungsverhältnis des Antioxidans weniger als 0,1 Massenteil ist, kann seine zusätzliche Wirkung unzureichend sein, und wenn es mehr als 3 Masseteile ist, kann sich das Antioxidans an einer Düse während des Extrusionsformens ausscheiden, was zu einem Gummi führt.

Der Phosphor-Wärmestabilisator (E) ist ein Verarbeitungs-Wärmestabilisator und wird vorzugsweise in Kombination mit dem Phenol-Antioxidans verwendet. Der Phosphor-Wärmestabilisator kann Diphenylnonylphenyl-phosphit, Tris-tridecyl-phosphit, Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphit usw. einschließen.

Vorzugsweise liegt das Compoundierungsverhältnis des Phosphor-Wärmestabilisators (E) im Bereich von 0,1 bis 3 Masseteile, bezogen auf die Harz-Komponenten von 100 Masseteilen, ist jedoch nicht unbedingt darauf begrenzt. Wenn das Compoundierungsverhältnis des Phosphor-Wärmestabilisators weniger als 0,1 Masseteil ist, kann seine zusätzliche Wirkung unzureichend sein, und wenn es mehr als 3 Masseteile ist, kann sich das Additiv an der Düse während des Extrusionsformens ausscheiden, was zu einem Gummi führt.

In Bezug auf das Compoundierungsverhältnis des Phenol-Antioxidans und des Phosphor-Wärmestabilisators ist Phenol-Antioxidans:Phosphor-Wärmestabilisator = 1:5 bis 5:1 bevorzugt. Das Compoundierungsverhältnis kann gemäß der Art des Harzes, den Verarbeitungsbedingungen usw. beliebig ausgewählt werden.

Die Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht kann von den vorstehend erwähnten Komponenten verschiedene Komponenten enthalten, sofern die Wirkungen der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigt werden. Insbesondere können diese Komponenten Additive, wie Füllstoffe, Färbemittel, antistatische Mittel, Gleitmittel und Keimbildungsmittel, einschließen. Für die Additive können zu dieser Art von Polypropylen-Harz-Zusammensetzung zuzugebende, bekannte Materialien verwendet werden.

Als der Füllstoff können z. B. Metalloxide usw. verwendet werden. Das Metalloxid kann z. B. Zinkoxid, Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Zinnoxid usw. einschließen.

Zusätzlich kann für die Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht ein anorganischer Flammenhemmstoff, wie Magnesiumhydroxid und Aluminiumhydroxid, als ein Flammenhemmstoff verwendet werden.

Zum Herstellen der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht der vorliegenden Erfindung sollte jede der vorstehend erwähnten Komponenten durch ein bekanntes Mischverfahren gemischt werden. Die Reihenfolge des Vermischens, das Mischverfahren usw. während des Mischens sind nicht besonders begrenzt. Ein spezielles Mischverfahren kann z. B. ein Mischverfahren und dergleichen unter Anwenden eines üblich verwendeten Mischers, wie ein Mischer vom Trommeltyp, ein V-förmiger Mischer, ein Henschel-Mischer, ein Band-Mischer, ein Extruder (Einzel-Schaft, Zwei-Schaft), ein Banbury-Mischer, ein Druckkneter und eine Walze, einschließen.

Das Schutzmaterial für elektrischen Draht der vorliegenden Erfindung wird zu einer vorbestimmten Form geformt, die den elektrischen Draht durch Anwenden der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht schützen kann. Ein Beispiel des Schutzmaterials für elektrischen Draht ist ein Wellrohr. Die Form des elektrischen Draht schützenden Bauteils ist nicht auf das Wellrohr beschränkt und die Form muss nur eine Rolle beim Abdecken des Umfangs von dem elektrischen Draht-Bündel und beim Schutz des Inneren des Bündels für elektrischen Draht vor der äußeren Umgebung oder dergleichen spielen und den Schutz der elektrischen Drähte oder des Bündels für elektrischen Draht erlauben.

Zur Herstellung des Wellrohrs wird z. B. eine Polyolefin-Harz-Zusammensetzung als röhrenförmiges Produkt extrudiert und dann zu einem Akkordeon-förmigen Wellrohr mit einer Form geformt. Zur Extrusion des röhrenförmigen Produkts wird die Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht bei etwa 180–250°C geschmolzen und kontinuierlich aus einer Düse einer formgebenden Extrudermündung zu einer Röhrenform extrudiert.

In dem Draht-Kabelbaum der vorliegenden Erfindung wird der Umfang des aus den gebündelten elektrischen Drähten mit Mehrfach-Isolierung zusammengesetzten Drahtbündels mit dem mit der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht gebildeten Schutzmaterial für elektrischen Draht beschichtet.

Als das für den Draht-Kabelbaum zu verwendende Bündel elektrischer Drähte kann ein Bündel von einzelnen elektrischen Drähten, in welchem nur elektrische Drähten mit Isolierung gebündelt sind, oder ein gemischtes Bündel elektrischer Drähte, in welchem elektrische Drähte mit Isolierung und andere elektrische Drähte mit Isolierung vermischt zusammen gebündelt sind, verwendet werden. Die Anzahl der in dem Bündel von einzelnen elektrischen Drähten und dem gemischten Bündel elektrischer Drähte enthaltenen elektrischen Drähte ist nicht besonders begrenzt.

Das Schutzmaterial für elektrischen Draht und die Draht-Kabelbaum-Anwendung der Zusammensetzung von Schutzmaterial für elektrischen Draht mit der vorstehend erwähnten Form kann vorzugsweise als Kraftfahrzeug-Schutzmaterial für elektrischen Draht und Kraftfahrzeug-Draht-Kabelbaum, der Langzeit-Wärmebeständigkeit erfordert, verwendet werden. Insbesondere wird das Schutzmaterial für elektrischen Draht an einer Karosserie von einem Kraftfahrzeug befestigt, während eine gummiartige Kabeldurchführung als wasserdichtes Material die äußere periphere Oberfläche kontaktiert. Als Kautschuk wird ein EPDM-Kautschuk oder dergleichen verwendet und ist optimal zum Verbessern der Langzeit-Wärmebeständigkeit, wenn er in Kontakt mit einer solchen Kabeldurchführung befestigt wird.

Beispiele

Hierin anschließend werden Beispiele und Vergleichs-Beispiel der vorliegenden Erfindung erläutert. Angemerkt sei, dass die vorliegende Erfindung nicht durch diese Beispiele begrenzt ist.

[Material unter Test, Hersteller usw.]

In Beispielen und Vergleichs-Beispiel verwendete Materialien unter Test werden mit Herstellernamen, Handelsnamen usw. erläutert.

  • (A) Harz-Komponente: Polypropylen
    • Block PP, Prime Polymer Co., Ltd., Handelsname ”J356HP”
  • (B) Kupfer-Inhibitor (Kupfer-Desaktivator)
  • (B-1)
    • N'1,N'12-Bis(2-hydroxybenzoyl)dodecandihydrazid, ADEKA CORPORATION, Handelsname ”ADK STAB CDA-6” (Molekulargewicht: 498)
  • (B-2)
    • N,N'-Bis[3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionyl]hydrazin, ADEKA CORPORATION, Handelsname ”ADK STAB CDA-10” (Molekulargewicht: 553)
  • (B-3)
    • 2-Hydroxy-N-1H-1,2,4-triazol-3-ylbenzamid, ADEKA CORPORATION, Handelsname ”ADK STAB CDA-1” (Molekulargewicht: 204)
  • (C) Flammenhemmungsmittel
  • (C-1) Brom-Flammenhemmstoff
    • Bis[3,5-dibrompropoxyphenyl)]sulfon, Marubishi Oil Chemical Co., Ltd., Handelsname ”NonNen PR2”, Schmelzpunkt: 40–60°C
  • (C-2) Antimontrioxid, NIHON SEIKO CO. LTD., Handelsname ”PATOX-CF”
  • (D) Phenol-Antioxidans: BASF SE, Handelsname ”IRGANOX1010”
  • (E) Phosphor-Wärmestabilisator: BASF SE, Handelsname ”IRGAFOS168”

Hierin anschließend werden die Testbewertungsverfahren für die Beispiele und Vergleichs-Beispiel erläutert. Entsprechende Komponenten der Beispiele und des Vergleichs-Beispiels, gezeigt in Tabelle 1, wurden mit einem Zwei-Wellen-Kneter bei einer Knet-Temperatur von 220°C vermischt und dann mit einem Pelletierer pelletiert, um von jeder Zusammensetzung Pellets bezüglich Beispielen und Vergleichs-Beispiel zu erhalten. Anschließend wurden die jeweiligen erhaltenen Pellets verwendet, um ein Wellrohr zu formen und dieses wurde einem Bewertungstest für Langzeit-Wärmebeständigkeit unterzogen. Das Formverfahren und das Testbewertungsverfahren sind wie nachstehend.

[Wellrohr-Formverfahren]

Für das Wellrohr wurde ein Wellrohr mit einem Innendurchmesser von 10 mm durch Blasextrusions-Formen, während die Temperatur des Harzes 220°C war, zu einem 200 mm langen Rohr geformt.

[Testverfahren für Langzeit-Wärmebeständigkeit]

Die elektrischen Drähte und umflochtenen Drähte wurden durch das geformte Wellrohr geleitet, wobei die beiden Enden des Wellrohrs mit EPDM-Kautschuk verschlossen wurden, das Rohr wurde bei 150°C für 150 Stunden erhitzt und dann wurde das Vorliegen von Rissen an dem Wellrohr beobachtet. Der Fall ohne Riss wurde als gut (o) definiert und der Fall mit Riss wurde als schlecht (×) definiert. [Tabelle 1]

Wie in Tabelle 1 gezeigt, wurden in Beispielen 1 und 2 Zusammensetzungen mit einer guten Langzeit-Wärmebeständigkeit erhalten, da ein Kupfer-Desaktivator mit einem Molekulargewicht von 400 oder mehr verwendet wurde. Im Gegensatz dazu war die Langzeit-Wärmebeständigkeit in Vergleichs-Beispiel 1 schlecht, da ein Kupfer-Desaktivator mit einem Molekulargewicht von weniger als 400 verwendet wurde.

Wie vorstehend beschrieben, wurde die Ausführungsform der vorliegenden Erfindung genauer erläutert, aber die vorliegende Erfindung ist keinesfalls auf die vorstehende Ausführungsform begrenzt, und kann ohne von dem Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen, variiert werden.