Title:
Wärme-rückformbarer Artikel, Kabelverbindung und Kabelbaum
Kind Code:
T5


Abstract:

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Wärme-rückformbaren Artikels, der in einem geeigneten Temperaturbereich thermisch schrumpft, und der sich nicht einfach aufspaltet, sowie einer Kabelverbindung und einem Kabelbaum, die den Wärme-rückformbaren Artikel einsetzen. Der erfindungsgemäße Wärme-rückformbare Artikel ist ein zylindrischer Wärme-rückformbarer Artikel, der eine Basisschicht einschließt. Die Basisschicht enthält zwei oder mehr Harze auf Polyolefinbasis und ein Flammhemmmittel, und die Basisschicht hat eine einzige Schmelzpunkt-Peaktemperatur, wobei die Schmelzpunkt-Peaktemperatur 112°C oder mehr und 128°C oder weniger ist, und eine Schmelzwärme der Basisschicht beträgt 60 J/g oder mehr und 85 J/g oder weniger. Die Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht ist vorzugsweise 80 J/g oder mehr und 135 J/g oder weniger.




Inventors:
Yamasaki, Satoshi (Osaka, Osaka-shi, JP)
Emoto, Yasutaka (Osaka, JP)
Application Number:
DE112014005050T
Publication Date:
08/18/2016
Filing Date:
10/07/2014
Assignee:
SUMITOMO ELECTRIC FINE POLYMER (INC., Osaka, JP)
SUMITOMO ELECTRIC INDUSTRIES, LTD. (Osaka, Osaka-shi, JP)



Attorney, Agent or Firm:
HOFFMANN - EITLE Patent- und Rechtsanwälte PartmbB, 81925, München, DE
Claims:
1. Zylindrischer Wärme-rückformbarer Artikel, der eine Basisschicht umfasst,
worin die Basisschicht ein Flammhemmmittel und zwei oder mehr Harze auf Polyolefinbasis enthält,
die Basisschicht eine einzige Schmelzpunkt-Peaktemperatur aufweist, wobei die Schmelzpunkt-Peaktemperatur 112°C oder mehr und 128°C oder weniger beträgt, und die Schmelzwärme der Basisschicht 60 J/g oder mehr und 85 J/g oder weniger beträgt.

2. Wärme-rückformbarer Artikel gemäß Anspruch 1, worin von den Harzen auf Polyolefinbasis mindestens eines der Harze auf Polyolefinbasis eine Schmelzpunkt-Peaktemperatur von 112°C oder mehr aufweist, und zumindest ein anderes der Harze auf Polyolefinbasis eine Schmelzpunkt-Peaktemperatur von weniger als 112°C aufweist, oder keine Schmelzpunkt-Peaktemperatur hat.

3. Wärme-rückformbarer Artikel gemäß Anspruch 2, worin das andere der Harze auf Polyolefinbasis ein Ethylen-Propylen-Copolymer-Elastomer, ein Ethylen-Propylen-Kautschuk oder ein Elastomer auf Polyethylenbasis, das durch Copolymerisieren von Ethylen mit mindestens irgendeinem aus Buten, Hexen und Octen erhalten wird, ist.

4. Wärme-rückformbarer Artikel gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, worin die Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht 80 J/g oder mehr und 135 J/g oder weniger ist.

5. Wärme-rückformbarer Artikel gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, der eine Haftschicht umfasst, die auf einer inneren Umfangsoberfläche der Basisschicht gebildet ist.

6. Wärme-rückformbarer Artikel gemäß Anspruch 5, worin die Haftschicht ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer oder ein Polyamid enthält.

7. Kabelverbindung, umfassend:
eine Mehrzahl von Kabeln, von denen jedes einen Leiter und eine auf der Außenseite des Leiters gebildete Isolierschicht aufweist, und
einen Schlauch, der an einem Abschnitt haftet, in dem die Leiter der Kabel miteinander verbunden sind, wobei der Schlauch durch thermisches Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6 gebildet wird.

8. Kabelbaum, umfassend:
eine Mehrzahl von Kabeln, von denen jedes einen Leiter und eine auf der Außenseite des Leiters gebildete Isolierschicht einschließt, und
einen Schlauch, der an den Kabeln haftet und durch thermisches Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6 gebildet ist.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wärme-rückformbaren Artikel, eine Kabelverbindung und einen Kabelbaum.

TECHNISCHER HINTERGRUND

Wärme-rückformbare Artikel wie ein Wärme-schrumpfbarer Schlauch werden beispielsweise für den Schutz, die Isolierung, die Wasserabdichtung und die Korrosionsverhinderung eines verbundenen Abschnitts von isolierten elektrischen Kabeln, einer Verkabelungsklemme, einer Metallröhre oder ähnlichem und zum Verpacken kommerzieller Erzeugnisse eingesetzt. Wenn beispielsweise ein verbundener Abschnitt isolierter elektrischer Drähte mit einem Wärme-schrumpfbaren Schlauch abgedeckt und erwärmt wird, so schrumpft der Wärme-schrumpfbare Schlauch, so dass er mit der Form des verbundenen Abschnitts übereinstimmt und in engen Kontakt mit dem verbundenen Abschnitt kommt. Daher kann der Wärme-schrumpfbare Schlauch den verbundenen Abschnitt schützen. Für solche Wärme-rückformbaren Artikel ist es beispielsweise wünschenswert, dass die Wärme-rückformbaren Artikel nicht bei Raumtemperatur vor dem Erwärmen thermisch schrumpfen und dass während des thermischen Schrumpfens eine übermäßig hohe Schrumpftemperatur keine nachteiligen Auswirkungen auf den zu schützenden Artikel hat.

Für einen zylindrischen Wärme-rückformbaren Artikel ist es beispielsweise wünschenswert, dass sich der Wärme-rückformbare Artikel aufgrund von Spannung in Umfangsrichtung während des Schrumpfens nicht in axialer Richtung aufspaltet. Um diese Anforderung zu erfüllen, wurde ein Wärme-rückformbarer Artikel vorgeschlagen, der in seiner axialen Richtung Perforierungen aufweist, wobei als Ergebnis der Perforierungen, die sich während des thermischen Schrumpfens öffnen, Spannungen in Umfangsrichtung abgebaut werden, so dass das Spalten des Wärme-rückformbaren Artikels verhindert wird (siehe japanische ungeprüfte Patentanmeldungsoffenlegung Nr. 2007-62825).

LISTE DER ZITATEPATENTLITERATUR

  • PTL 1: Japanische ungeprüfte Patentanmeldungsoffenlegung Nr. 2007-62825

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNGTECHNISCHE AUFGABE

Allerdings hat der in der Veröffentlichung beschriebene Wärme-rückformbare Artikel den Nachteil, dass der bedeckte Artikel nicht ausreichend gegen die Umgebung geschützt werden kann, da sich die Perforierungen während des Bedeckens öffnen.

Die vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die oben beschriebenen Umstände gemacht, und es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Wärme-rückformbaren Artikel bereit zu stellen, der thermisch in einem geeigneten Temperaturbereich schrumpft und sich nicht einfach aufspaltet, sowie eine Kabelverbindung und einen Kabelbaum bereit zu stellen, die den Wärme-rückformbaren Artikel einsetzen.

LÖSUNG DER AUFGABE

Die zur Lösung der obigen Aufgabe gemachte Erfindung stellt einen zylindrischen, Wärme-rückformbaren Artikel bereit, der eine Basisschicht einschließt, worin die Basisschicht ein Flammhemmmittel und zwei oder mehr Harze auf Polyolefinbasis enthält, die Basisschicht eine einzelne Schmelzpunkt-Peaktemperatur aufweist, wobei die Schmelzpunkt-Peaktemperatur 112°C oder mehr und 128°C oder weniger beträgt, und die Schmelzwärme der Basisschicht 60 J/g oder mehr und 85 J/g oder weniger beträgt.

Eine weitere Erfindung, die zur Lösung der obigen Probleme gemacht wurde, stellt eine Kabelverbindung bereit, die eine Mehrzahl von Kabeln einschließt, von denen jedes einen Leiter und eine auf der Außenseite des Leiters gebildete Isolierschicht einschließt, und einen Schlauch, der an einem Abschnitt haftet, in dem die Leiter der Drähte miteinander verbunden sind, wobei der Schlauch durch thermisches Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels gebildet wird.

Eine weitere Erfindung, die zur Lösung der obigen Aufgabe gemacht wurde, ist ein Kabelbaum, der eine Mehrzahl von Kabeln einschließt, von denen jedes einen Leiter und eine auf der Außenseite des Leiters gebildete Isolierschicht einschließt, und einen Schlauch, der an den Kabeln haftet und durch thermisches Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels gebildet wurde.

VORTEILHAFTE WIRKUNGEN DER ERFINDUNG

Der erfindungsgemäße Wärme-rückformbare Artikel schrumpft thermisch in einem geeigneten Temperaturbereich und spaltet sich nicht einfach auf. Als Ergebnis kann die Lebensdauer des Wärme-rückformbaren Artikels, einer Kabelverbindung und eines Kabelbaums verlängert werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine schematische perspektivische Ansicht, die den Wärme-rückformbaren Artikel gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.

2 ist eine schematische Querschnittsansicht entlang der Linie X1-X1 in 1.

3 ist eine schematische Querschnittsansicht entlang der Linie X2-X2 in 1.

4 ist eine schematische perspektivische Ansicht, die den Wärme-rückformbaren Artikel gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.

5 ist eine schematische Querschnittsansicht entlang der Linie X3-X3 in 4.

6 ist eine schematische Querschnittsansicht entlang der Linie X4-X4 in 4.

7 ist eine schematische Querschnittsansicht, die eine Kabelverbindung gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt, wobei die Querschnittsansicht 2 entspricht.

8 ist eine schematische Querschnittsansicht, die einen Kabelbaum gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt, wobei die Querschnittsansicht 2 entspricht.

9 ist eine schematische Querschnittansicht des in 8 gezeigten Kabelbaums, wobei die Querschnittsansicht 3 entspricht.

10 ist eine schematische Querschnittsansicht, die einen Wärme-rückformbaren Artikel gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt, wobei die Querschnittsansicht 2 entspricht.

BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN

[Beschreibung der erfindungsgemäßen Ausführungsformen] Bei der Untersuchung der oben beschriebenen Aufgabe haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung herausgefunden, dass in einem Wärme-rückformbaren Artikel, der eine Basisschicht einschließt, die ein Flammhemmmittel enthält, wenn die Basisschicht eine einzelne Schmelzpunkt-Peaktemperatur aufweist und die Schmelzwärme der Basisschicht in einem bestimmten Bereich liegt, der Wärme-rückformbare Artikel sich nicht einfach aufspaltet, und wenn die Schmelzpunkt-Peaktemperatur in einem speziellen Bereich liegt, der Wärme-rückformbare Artikel in einem geeigneten Temperaturbereich thermisch schrumpft.

Speziell stellt die vorliegende Erfindung einen zylindrischen, Wärme-rückformbaren Artikel bereit, der eine Basisschicht einschließt, worin die Basisschicht ein Flammhemmmittel und zwei oder mehr Harze auf Polyolefinbasis enthält, eine einzelne Schmelzpunkt-Peaktemperatur aufweist, wobei die Schmelzpunkt-Peaktemperatur 112°C oder mehr und 128°C oder weniger beträgt und die Schmelzwärme der Basisschicht 60 J/g oder mehr und 85 J/g oder weniger beträgt.

Bei dem Wärme-rückformbaren Artikel weist die Basisschicht eine einzelne Schmelzpunkt-Peaktemperatur auf. Das thermische Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels tritt um die Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht herum auf. Da die Anzahl der Schmelzpunkt-Peaktemperaturen eins ist, schrumpft dementsprechend der Wärme-rückformbare Artikel während des Erwärmens thermisch nicht schrittweise, sondern in einem Schritt. Falls ein Wärme-rückformbarer Artikel thermisch schrittweise schrumpft, so tritt ein gleichförmiges thermisches Schrumpfen nicht ohne weiteres auf. Daher tritt im Wärme-rückformbaren Artikel leicht eine Spannungskonzentration auf, und der Wärme-rückformbare Artikel spaltet sich leicht. Jedoch schrumpft der oben beschriebene Wärme-rückformbare Artikel thermisch in einem Schritt. Dementsprechend findet das thermische Schrumpfen gleichförmig statt, und der Wärme-rückformbare Artikel spaltet sich nicht ohne weiteres. Da weiterhin das thermische Schrumpfen in einem Schritt stattfindet, weist der Wärme-rückformbare Artikel nach dem thermischen Schrumpfen ein homogenes Erscheinungsbild auf.

Wenn die Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht geringer ist als die Untergrenze, so schrumpft der Wärme-rückformbare Artikel thermisch auch bei einer niedrigen Temperatur, und der Wärme-rückformbare Artikel kann daher schwierig zu handhaben sein. Wenn die Schmelzpunkt-Peaktemperatur die Obergrenze übersteigt, so steigt die Temperatur, bei der der Wärme-rückformbare Artikel thermisch schrumpft. Dementsprechend kann ein Artikel, der durch den Wärme-rückformbaren Artikel abgedeckt ist, nachteilig beeinflusst werden. Allerdings schrumpft der Wärme-rückformbare Artikel thermisch in einem geeigneten Temperaturbereich, da die Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht im obigen Bereich liegt. Dementsprechend kann der Wärme-rückformbare Artikel geeigneterweise als Abdeckmaterial eingesetzt werden. Der Begriff „Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht” bezieht sich auf eine Temperatur, bei der die Menge der Wärmeabsorption in der Basisschicht pro Zeit maximal wird (Peak), wenn die Temperatur der Basisschicht, die über 2 Minuten auf 180°C erwärmt wurde, von Raumtemperatur bis 200°C bei 10°C pro Minute mit einem Differentialrasterkalorimeter erhöht wurde.

Wenn die Menge des Flammhemmmittels, eines anorganischen Füllstoffes, oder ähnlichem, das in der Basisschicht enthalten ist, groß ist, so nimmt die Schmelzwärme der Basisschicht ab. Wenn dementsprechend die Schmelzwärme der Basisschicht niedriger als die Untergrenze ist, so kann die Menge des Flammhemmmittels, eines anorganischen Füllstoffes oder ähnlichem, das in der Basisschicht enthalten ist, übermäßig groß sein. Als Ergebnis kann eine Verringerung der Dehnung, eine Zunahme der Leichtigkeit der Spaltung und ähnliches auftreten. Wenn andererseits die Schmelzwärme der Basisschicht die Obergrenze überschreitet, so können Flammhemmwirkung, Zähigkeit oder Dehnung, die für einen Wärme-rückformbaren Artikel notwendig sind, abnehmen. Der Begriff „Schmelzwärme der Basisschicht” bezieht sich auf einen Wert (J/g), der durch Dividieren einer Menge (J) der Wärmeabsorption der Basisschicht durch eine Masse (g) der Basisschicht bestimmt wird, wobei die Menge J der Wärme während des Temperaturanstiegs von Raumtemperatur auf 200°C absorbiert wird, während die Schmelzpunkt-Peaktemperatur gemessen wird.

Vorzugsweise weist von den Harzen auf Polyolefinbasis mindestens eines der Harze auf Polyolefinbasis eine Schmelzpunkt-Peaktemperatur von 112°C oder mehr auf, und mindestens ein anderes der Harze auf Polyolefinbasis weist eine Schmelzpunkt-Peaktemperatur von weniger als 112°C auf, oder es weist keine Schmelzpunkt-Peaktemperatur auf. Durch Steuern der Merkmale der Harze auf Polyolefinbasis auf diese Weise kann die Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht und die Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht einfach und zuverlässig auf die obigen Bereiche eingestellt werden.

Das andere der Harze auf Polyolefinbasis ist vorzugsweise ein Ethylen-Propylen-Copolymer-Elastomer, ein Ethylen-Propylen-Kautschuk oder ein Elastomer auf Polyethylenbasis, das durch Copolymerisation von Ethylen mit zumindest irgendeinem aus Guten, Hexen oder Octen hergestellt wurde. In diesem Fall kann die Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht und die Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht noch einfacher und noch zuverlässiger auf die obigen Bereiche eingestellt werden.

Die Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht ist vorzugsweise 80 J/g oder mehr und 135 J/g oder weniger. Wenn die Schmelzwärme niedriger als die Untergrenze ist, so kann sich der Wärme-rückformbare Artikel bei hoher Temperatur leicht spalten. Da weiterhin der Wärme-rückformbare Artikel von einer niedrigen Temperatur während der Erwärmung graduell thermisch schrumpft, kann der Wärme-rückformbare Artikel nach dem thermischen Schrumpfen ein nicht-homogenes Erscheinungsbild aufweisen. Wenn andererseits die Schmelzwärme die Obergrenze übersteigt, so steigt die Temperatur, bei der der Wärme-rückformbare Artikel thermisch schrumpft. Folglich kann ein mit dem Wärme-rückformbaren Artikel bedeckter Artikel nachteilig betroffen sein. Weiterhin kann sich der Wärme-rückformbare Artikel während des thermischen Schrumpfens leicht spalten. Der Begriff „Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht” bezieht sich auf einen Wert (J/g), der bestimmt wird durch Dividieren einer Menge (J) an Wärmeabsorption der Basisschicht durch die Gesamtmasse (g) der Harzkomponenten der Basisschicht, wobei die Menge (J) der Wärme während der Temperatursteigerung von Raumtemperatur auf 200°C absorbiert wird, wenn die Schmelzpunkt-Peaktemperatur gemessen wird, unter der Annahme, dass die gesamte Wärmeabsorption der Basisschicht durch die Harze auf Polyolefinbasis und die anderen Harzkomponenten, die in der Basisschicht enthalten sind, bestimmt wird.

Der Wärme-rückformbare Artikel schließt vorzugsweise eine Haftschicht ein, die auf einer inneren Umfangsoberfläche der Basisschicht gebildet ist. Durch Bereitstellen einer Haftschicht wird die Haftung zwischen der Basisschicht und des abzudeckenden Abschnitts, der mit dem Wärme-rückformbaren Artikel abgedeckt werden soll, verbessert, um die Isoliereigenschaft, die Abdichtung gegen Wasser, die Antikorrosionseigenschaft, etc. zu verbessern.

Die Haftschicht enthält vorzugsweise ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer oder ein Polyamid. In diesem Fall wird die Haftung zwischen der Basisschicht und dem abzudeckenden Abschnitt, der mit dem Wärme-rückformbaren Artikel abgedeckt werden soll, noch zuverlässiger verbessert, um die Isoliereigenschaft, die Abdichtung gegen Wasser, die Antikorrosionseigenschaft, etc. zu verbessern.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Kabelverbindung bereit, die eine Mehrzahl von Kabeln einschließt, von denen jedes einen Leiter und eine auf der Außenseite des Leiters gebildete Isolierschicht einschließt, und einen Schlauch einschließt, der an einem Abschnitt haftet, in dem die Leiter der Kabel miteinander verbunden sind, wobei der Schlauch durch thermisches Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels gebildet wird.

Die Kabelverbindung schließt den Schlauch ein, der durch thermisches Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels gebildet wird, der sich nicht einfach spaltet, wie oben beschrieben. Daher kann die Lebensdauer der Kabelverbindung verlängert werden und ein geschützter Zustand wie z. B. Schutz, Isolierung, Abdichtung gegen Wasser und Korrosionsverhinderung der Kabel und des Verbindungsabschnitts der Kabel, kann für eine längere Zeitdauer aufrechterhalten werden.

Die vorliegende Erfindung stellt weiterhin einen Kabelbaum bereit, der eine Mehrzahl von Kabeln, von denen jedes einen Leiter und eine auf der Außenseite des Leiters gebildete Isolierschicht einschließt, sowie einen Schlauch einschließt, der an den Kabeln haftet und durch thermisches Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels gebildet wird. Der Kabelbaum schließt den Schlauch ein, der durch thermisches Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels, der sich nicht einfach aufspaltet, gebildet wird, wie oben beschrieben. Daher kann die Lebensdauer des Kabelbaums verlängert werden und ein geschützter Zustand, wie z. B. Schutz, Isolierung, Abdichtung gegen Wasser und Korrosionsverhinderung der Kabel kann für eine längere Zeitspanne aufrechterhalten werden.

[Details der erfindungsgemäßen Ausführungsformen] Wärme-rückformbare Artikel, eine Kabelverbindung und ein Kabelbaum gemäß der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf diese illustrativen Beispiele beschränkt, sondern sie ist durch die unten beschriebenen Ansprüche definiert. Es ist beabsichtigt, dass der Bereich der vorliegenden Erfindung die Äquivalente der Ansprüche sowie alle Modifikationen innerhalb des Bereichs der Ansprüche einschließt.

[Wärme-rückformbarer Artikel]

Als Erstes werden die Ausführungsformen eines Wärme-rückformbaren Artikels im Folgenden beschrieben.

Ein zylindrischer Wärme-rückformbarer Artikel 1 einer ersten Ausführungsform, wie in den 1 bis 3 gezeigt, wird zum Abdecken, beispielsweise zum Schutz, Isolierung, Wasserabdichtung und Korrosionsverhinderung, eines verbundenen Abschnitts von isolierten elektrischen Kabeln, einer Verkabelungsklemme, einer Metallröhre und ähnlichem verwendet. Der Wärme-rückformbare Artikel 1 schließt eine Basisschicht 10 ein.

<Basisschicht>

Die Basisschicht 10 enthält zwei oder mehr Harze auf Polyolefinbasis als Hauptkomponente. Der Begriff „Hauptkomponente” bezieht sich auf eine Komponente, die den höchsten Anteil aufweist, beispielsweise auf eine Komponente, die einen Gehalt von 50 Masse oder mehr aufweist. Die Basisschicht 10 ist als Schlauch geformt, dessen Durchmesser durch Erwärmung reduziert wird. Die Basisschicht 10 enthält ein Flammhemmmittel. Weiterhin können andere Additive zur Basisschicht 10 zugegeben werden, wenn erforderlich. Beispiele anderer Additive schließen ein Antioxidans, einen Kupferinhibitor, ein Gleitmittel, ein Färbemittel, einen Hitzestabilisator und einen Ultraviolettabsorber ein.

<Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht>

Die Basisschicht 10 weist eine einzelne Schmelzpunkt-Peaktemperatur auf. Das thermische Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels 1 tritt um die Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht 10 herum auf. Da die Anzahl der Schmelzpunkt-Peaktemperatur eins ist, schrumpft dementsprechend der Wärme-rückformbare Artikel 1 während des Erwärmens nicht schrittweise sondern in einem Schritt.

Die Untergrenze der Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht 10 ist 112°C und vorzugsweise 115°C. Die Obergrenze der Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht 10 ist 128°C, stärker bevorzugt 123°C. Wenn die Schmelzpunkt-Peaktemperatur niedriger als die Untergrenze ist, so schrumpft der Wärme-rückformbare Artikel 1 thermisch bei niedriger Temperatur, und es kann daher schwierig sein, den Wärme-rückformbaren Artikel 1 zu handhaben. Wenn die Schmelzpunkt-Peaktemperatur die Obergrenze übersteigt, so steigt die Temperatur, bei der der Wärme-rückformbare Artikel 1 thermisch schrumpft. Folglich kann ein Artikel, der mit dem Wärme-rückformbaren Artikel bedeckt ist, nachteilig betroffen sein.

(Harz auf Polyolefinbasis)

Beispiele der Harze auf Polyolefinbasis schließen Polyethylen, Polypropylen, Ethylen-α-Olefin-Copolymere, Ethylen-Vinylester-Copolymere, Ethylen-α,β-ungesättigte Carbonsäurealkylester-Copolymere, thermoplastische Elastomere auf Olefinbasis und Kautschuk auf Olefinbasis ein.

Die Untergrenze der Schmelzflussrate (MFR) der Harze auf Polyolefinbasis ist vorzugsweise 0,1 g/10 min und stärker bevorzugt 0,4 g/10 min. Wenn die MFR niedriger als die Untergrenze ist, so wird zum Extrusionsformen der Basisschicht 10 ein hoher Druck benötigt. Die Obergrenze der MFR von jedem der Harze auf Polyolefinbasis beträgt 10 g/10 min und stärker bevorzugt 4 g/10 min. Wenn die MFR die Obergrenze übersteigt, so fließt das Harz übermäßig, und es wird schwierig, die Schicht der Basisschicht gleichförmig zu machen. Die „MFR” bezieht sich auf einen Wert, der gemäß JIS-K7210:1997 bei einer Temperatur von 190°C und einer Last von 21,6 kg unter Verwendung eines Extrusionsplastometers, wie in JIS-K6760:1997 spezifiziert, gemessen wurde.

Beispiele des Polyethylens schließen Polyethylen niederer Dichte, hergestellt durch ein Hochdruck-Radikal-Polymerisationsverfahren, Polyethylen sehr niedriger Dichte, lineares Polyethylen mit niedriger Dichte, Polyethylen mit hoher Dichte und Metallocen-polymerisiertes Polyethylen ein.

Beispiele des Polypropylens schließen Homo-Polypropylen, Block-Polypropylen und Zufalls-Polypropylen ein.

Beispiele des α-Olefins des Ethylen-α-Olefin-Copolymers schließen α-Olefine mit etwa 3 bis 20 Kohlenstoffatomen ein. Speziell schließen Beispiele des α-Olefins Propylen, 1-Buten, 1-Hexen, 1-Hepten, 1-Octen, 1-Nonen, 1-Decen, 1-Undecen, 1-Dodecen, 1-Tridecen, 1-Tetradecen, 1-Pentadecen, 1-Hexadecen, 1-Heptadecen, 1-Nonadecen, 1-Eicosen, 9-Methyl-1-decen, 11-Methyl-1-dodecen und 12-Ethyl-1-tetradecen ein.

Beispiele des Vinylesters des Ethylen-Vinylester-Copolymers schließen Vinylpropionat, Vinylaceteat, Vinylcaproat, Vinylcaprylat, Vinyllaurat, Vinylstearat und Vinyltrifluoracetat ein.

Beispiele des α,β-ungesättigten Carbonsäurealkylesters des Ethylen-α,β-ungesättigten Carbonsäure-Alkylester-Copolymers schließen Methylacrylat, Methylmethacrylat, Ethylacrylat und Ethylmethacrylat ein.

Beispiele des thermoplastischen Elastomers auf Olefinbasis schließen Polyethylenelastomere niedriger Dichte, Polyethylenelastomere mit sehr niedriger Dichte und Polypropylenelastomere ein.

Beispiele der Kautschuke auf Olefinbasis schließen Kautschuke auf Ethylen-Propylen-Basis, Kautschuke auf Butadienbasis und Kautschuke auf Isoprenbasis ein.

Beispiele des Kautschuks auf Ethylen-Propylen-Basis schließen Zufalls-Copolymere ein, die Ethylen und Propylen als Hauptkomponenten enthalten, sowie Zufalls-Copolymere, die als Hauptkomponenten Ethylen und Propylen enthalten, und die ein Dienmonomer wie Dicyclopentadien oder Ethylidennorbornen als dritte Komponente enthalten.

Beispiele des Kautschuks auf Butadienbasis schließen Styrol-Butadien-Blockcopolymere, Styrol-Ethylen-Butadien-Styrol-Copolymere, die hydrierte oder teilweise hydrierte Derivate der Styrol-Butadien-Blockcopolymere sind, 1,2-Polybutadien, Maleinsäureanhydrid-modifizierte Styrol-Ethylen-Butadien-Styrol-Copolymere und modifizierte Butadienkautschuke mit Kern-Hülle-Struktur ein.

Beispiele des Kautschuks auf Isoprenbasis schließen Styrol-Isopren-Blockcopolymere, Styrol-Ethylen-Isopren-Styrol-Copolymere, die hydrierte oder teilweise hydrierte Derivate der Styrol-Isopren-Blockcopolymere sind, Maleinsäureanhydridmodifizierte Styrol-Ethylen-Isopren-Styrol-Copolymere und modifizierte Isopren-Kautschuke mit Kern-Hülle-Struktur ein.

Die Untergrenze der Schmelzwärme der Basisschicht 10 ist 60 J/g und vorzugsweise 65 J/g.

Die Obergrenze der Schmelzwärme der Basisschicht 10 ist 85 J/g und vorzugsweise 80 J/g. Wenn die Menge des Flammhemmmittels, eines anorganischen Füllstoffs oder ähnlichem, das in der Basisschicht 10 enthalten ist, groß ist, so nimmt die Schmelzwärme der Basisschicht 10 ab. Wenn dementsprechend die Schmelzwärme der Basisschicht niedriger als die Untergrenze ist, so kann die Menge an Flammhemmmittel, an organischem Füllstoff oder ähnlichem, das in der Basisschicht enthalten ist, übermäßig groß sein. Als Ergebnis kann eine Verringerung der Dehnung, ein Anstieg der Leichtigkeit des Aufspaltens und ähnliches auftreten. Wenn andererseits die Schmelzwärme die Obergrenze übersteigt, so kann die Flammhemmwirkung, die Zähigkeit und Dehnung, die für einen Wärme-rückformbaren Artikel erforderlich sind, abnehmen.

Die Untergrenze der Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht 10 ist vorzugsweise 80 J/g und stärker bevorzugt 90 J/g. Die Obergrenze der Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht 10 ist vorzugsweise 135 J/g und stärker bevorzugt 120 J/g. Falls die Menge einer Kautschukkomponente oder einer Elastomerkomponente in der Basisschicht 10 groß ist, so wird die Schmelzwärme niedriger als die Untergrenze. Daher beginnt der Wärme-rückformbare Artikel 1 bei niedriger Temperatur thermisch zu schrumpfen. Wenn folglich die Schmelzwärme niedriger als die Untergrenze ist, so schrumpft der Wärme-rückformbare Artikel 1 thermisch graduell während des Erwärmens bei einer niedrigen Temperatur. Dementsprechend kann der Wärme-rückformbare Artikel nach dem thermischen Schrumpfen ein nicht-homogenes Erscheinungsbild aufweisen. Weiterhin kann der Wärme-rückformbare Artikel sich bei hoher Temperatur einfach spalten.

Für den Fall, dass die Menge eines kristallinen Harzes auf Polyolefinbasis in der Basisschicht 10 groß ist und die Menge eines amorphen Harzes auf Polyolefinbasis wie einer Kautschukkomponente oder einer Elastomerkomponente in der Basisschicht 10 klein ist, so übersteigt die Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht 10 die Obergrenze. Das Spalten des Wärme-rückformbaren Artikels 1 tritt an der Grenzfläche zwischen dem kristallinen Harz auf Polyolefinbasis und dem amorphen Harz auf Polyolefinbasis auf. Je größer die Menge des kristallinen Harzes auf Polyolefinbasis und je kleiner die Menge an amorphem Harz auf Polyolefinbasis in der Basisschicht 10 ist, desto einfacher tritt eine Spaltung auf. Wenn daher die Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente die Basisschicht die Obergrenze übersteigt, kann der Wärme-rückformbare Artikel 1 sich leicht spalten. Wenn diese Schmelzwärme die Obergrenze übersteigt, so steigt die Temperatur, bei der der Wärme-rückformbare Artikel thermisch schrumpft. Daher kann ein mit dem Wärme-herstellbaren Artikel bedeckter Artikel nachteilig beeinflusst werden.

Im Hinblick auf die Harze auf Polyolefinbasis beträgt die Untergrenze der Schmelzpunkt-Peaktemperatur von mindestens einem der Harze auf Polyolefinbasis vorzugsweise 112°C oder mehr und stärker bevorzugt 115°C oder mehr. In diesem Fall ist die Obergrenze der Schmelzpunkt-Peaktemperatur von mindestens einem weiteren der Harze auf Polyolefinbasis vorzugsweise weniger als 112°C und stärker bevorzugt weniger als 110°C. Alternativ ist es bevorzugt, dass das andere der Harze auf Polyolefinbasis keine Schmelzpunkt-Peaktemperatur aufweist. Durch Steuerung der Merkmale der Harze auf Polyolefinbasis auf diese Weise kann die Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht 10 und die Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht einfach und zuverlässig auf die obigen Bereiche eingestellt werden.

Das andere der Harze auf Polyolefinbasis ist vorzugsweise ein Ethylen-Propylen-Copolymerelastomer, ein Ethylen-Propylen-Kautschuk oder ein Elastomer auf Polyethylenbasis, das durch Copolymerisation von Ethylen mit mindestens irgendeinem aus Guten, Hexen und Octen erhalten wird. In diesem Fall kann die Schmelzpunkt-Peaktemperatur der Basisschicht 10 die Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht einfacher und zuverlässiger auf die obigen Bereiche eingestellt werden.

(Flammhemmmittel)Beispiele des Flammhemmmittels beinhalten

Flammhemmmittel auf Chlorbasis wie chloriertes Paraffin, chloriertes Polyethylen, chloriertes Polyphenyl und Perchlorpentacyclodecan;
Flammhemmmittel auf Brombasis wie 1,2-Bis(2,3,4,5,6-pentabromphenyl)ethan, Ethylenbispentabrombenzol, Ethylenbispentabromdiphenyl, Tetrabromethan, Tetrabrombisphenol A, Hexabrombenzol, Decabrombiphenylether, Tetrabromphthalsäureanhydrid, Polydibromphenylenoxid, Hexabromcyclodecan und Ammoniumbromid; Phosphorsäureester oder Phosphorverbindungen wie Triallylphosphat, Alkylallylphosphate, Alkylphosphate, Dimethylphosphonat, Phosphorinat, halogenierte Phosphorinatester, Trimethylphosphat, Tributylphosphat, Trioctylphosphat, Tributoxyethylphosphat, Octyldiphenylphosphat, Tricresylphosphat, Cresylphenylphosphat, Triphenylphosphat, Tris(chlorethyl)phosphat, Tris(2-chlorpropyl)phosphat, Tris(2,3-dichlorpropyl)phosphat, Tris(2,3-dibrompropyl)phosphat, Tri(bromchlorpropyl)phosphat, Bis(2,3-dibrompropyl)2,3-dichlorpropylphosphat, Bis(chlorpropyl)monooctylphosphat, Polyphosphonat, Polyphosphat, aromatisches Polyphosphat, Dibromneopentylglykol und Aluminium-tris(diethylphosphinat);
Polyole wie Phosphonatpolyole, Phosphatpolyole und Halogenelement enthaltende Polyole;
Metallpulver oder anorganische Verbindungen wie Aluminiumhydroxid, Magnesiumhydroxid, Magnesiumcarbonat, Antimontrioxid, Antimontrichlorid, Zinkborat, Antimonborat, Borsäure, Antimonmolybdat, Molybdänoxid, Phosphor/Stickstoff-Verbindungen, Calcium/Aluminiumsilikat, Zirkoniumverbindungen, Zinnverbindungen, Dawsonit, Calciumaluminathydrat, Kupferoxid, Kupfermetallpulver, Calciumcarbonat und Bariummetaborat;
Stickstoffverbindungen wie Melamincyanurat, Triazin, Isocyanurate, Harnstoff und Guanidin; und
andere Verbindungen wie Polymere auf Silikonbasis, Ferrocen, Fumarsäure und Maleinsäure. Unter diesen sind Flammhemmmittel auf Halogenbasis wie Flammhemmmittel auf Brombasis und Flammhemmmittel auf Chlorbasis bevorzugt. Die Flammhemmmittel auf Brombasis und die Flammhemmmittel auf Chlorbasis können allein oder in Kombination von zwei oder mehr Verbindungen eingesetzt werden.

Die Untergrenze des Gehalts an Flammhemmmittel auf Brombasis ist vorzugsweise 1 Masseteil und stärker bevorzugt 5 Masseteile relativ zu 100 Masseteile der Harze auf Polyolefinbasis. Die Obergrenze des Gehalts an Flammhemmmitteln auf Brombasis ist vorzugsweise 50 Masseteile und stärker bevorzugt 40 Masseteile relativ zu 100 Masseteilen der Harze auf Polyolefinbasis. Die Untergrenze des gesamten Gehalts an Flammhemmmitteln ist vorzugsweise 1 Masseteil und stärker bevorzugt 5 Masseteile relativ zu 100 Masseteilen der Harze auf Polyolefinbasis. Die Obergrenze des Gesamtgehalts an Flammhemmmitteln ist vorzugsweise 100 Masseteile und stärker bevorzugt 80 Masseteile relativ zu 100 Masseteilen der Harze auf Polyolefinbasis. Wenn der Gehalt an Flammhemmmittel auf Brombasis oder des Gesamtgehalts an Flammhemmmitteln niedriger als die Untergrenze ist, so kann die Wirkung der Bereitstellung von Flammhemmung nicht erhalten werden. Wenn der Gehalt an Flammhemmmitteln auf Brombasis oder der Gesamtgehalt an Flammhemmmitteln die Obergrenze übersteigt, so können sich die Zähigkeit oder Dehnung, die für einen Wärme-rückformbaren Artikel notwendig sind, verringern.

<Antioxidans>

Das Antioxidans ist vorzugsweise ein Antioxidans auf Phenolbasis oder ein Antioxidans auf Aminbasis. Durch Verwendung eines Antioxidans kann die Resistenz gegenüber Schäden durch Kupfer verbessert werden. Als Antioxidans können neben den obigen Antioxidantien Antioxidantien auf Schwefelbasis, Antioxidantien auf Basis von Estern der phosphorigen Säure und ähnliches einzeln oder in Kombination eingesetzt werden.

Die Untergrenze des Gehalts an Antioxidans in der Basisschicht 10 ist vorzugsweise 1 Masseteil und stärker bevorzugt 1,5 Masseteile relativ zu 100 Masseteilen der Harze auf Polyolefinbasis. Die Obergrenze des Gehalts an Antioxidans ist vorzugsweise 5 Masseteile und stärker bevorzugt 3 Masseteile relativ zu 100 Masseteilen der Harze auf Polyolefinbasis. Wenn der Gehalt an Antioxidans niedriger als die Untergrenze ist, so kann die Basisschicht 10 leicht oxidiert werden, und der Wärme-rückformbare Artikel 1 kann sich verschlechtern. Wenn der Gehalt an Antioxidans die Obergrenze übersteigt, so wandert das Antioxidans zur Oberfläche der Basisschicht 10. Folglich tritt sogenanntes Ausblühen auf, wobei das Antioxidans auf der Oberfläche kristallisiert, oder es tritt ein sogenanntes Ausbluten auf, wobei das Antioxidans aus der Oberfläche in Form von Flüssigkeit ausblutet, was zu Defekten im Erscheinungsbild führen kann.

(Antioxidans auf Phenolbasis)

Beispiele des Antioxidans auf Phenolbasis beinhalten Pentaerythritoltetrakis[3-3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionat], Tetrakis-[methylen-3-(3'5'-di-tert-butyl-4'-hydroxyphenyl)propionat]methan, Triethylenglykol-bis[3-(3-tert-butyl-5-methyl-4-hydroxyphenyl)propionat] und 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert-butyl-anilino)-2,4-bis-octyl-thio-1,3,5-triazin.

(Antioxidans auf Aminbasis)

Beispiele des Antioxidans auf Aminbasis beinhalten 4,4'-(α,α-Dimethylbenzyl)diphenylamin, polymerisierte Produkte aus 2,2,4-Trimethyl-1,2-Dihydrochinolin, 6-Ethoxy-2,2,4-trimethyl-1,2-dihydrochinolin, N-(1,3-Dimethylbutyl)-N'-phenyl-1,4-phenylendiamin und N-Isopropyl-N'-phenyl-1,4-phenylendiamin.

(Kupferinhibitor)

Beispiele des Kupferinhibitors enthalten 3-(N-Salicyloyl)amino-1,2,4-triazol, Decamethylendicarbonsäuredisalicyloylhydrazid und 2,3-Bis[3-(3,5-ditert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionyl]propionhydrazid. Es wird erwartet, dass Schäden durch Kupfer verhindert werden, wenn der Kupferinhibitor in die Basisschicht 10 eingebracht wird.

Im Hinblick auf den Gehaltsbereich des Kupferinhibitors ist beispielsweise für den Fall, in dem der Kupferinhibitor 3-(N-Salicyloyl)amino-1,2,4-triazol ist, die Untergrenze vorzugsweise 0,5 Masseteile und stärker bevorzugt 1 Masseteil relativ zu 100 Masseteilen der Harze auf Polyolefinbasis. Die Obergrenze ist vorzugsweise 10 Masseteile und stärker bevorzugt 5 Masseteile relativ zu 100 Masseteilen der Harze auf Polyolefinbasis. Wenn der Gehalt des Kupferinhibitors weniger als die Untergrenze beträgt, so kann die Wirkung des Kupferinhibitors nicht erhalten werden. Wenn der Gehalt des Kupferinhibitors die Obergrenze übersteigt, so wird eine Verbesserung der Wirkung der Verhinderung von Schäden durch Kupfer nicht erhalten.

<Verfahren zur Herstellung des Wärme-rückformbaren Artikels>

Der Wärme-rückformbare Artikel 1 kann beispielsweise durch die unten beschriebenen Schritte hergestellt werden.

  • (1) Einen Schritt der Herstellung der Basisschicht-Harzzusammensetzung zum Bilden der Basisschicht 10.
  • (2) Einen Schritt des Bildens eines extrusionsgeformten Erzeugnisses durch Extrudieren der Basisschicht-Harzzusammensetzung unter Verwendung eines Schmelzextruders.
  • (3) Einen Schritt des Expandierens des Durchmessers des extrusionsgeformten Erzeugnisses, um einen Wärme-rückformbaren Artikel zu erhalten.

(1) Schritt der Herstellung der Zusammensetzung

Eine Basisschicht-Harzzusammensetzung kann durch Mischen einer Harzkomponente eines Flammhemmmittels und, wenn nötig, eines Additivs unter Verwendung eines Schmelzmischers erhalten werden. Es kann ein bekannter Schmelzmischer, beispielsweise eine offene Walzenmühle, ein Banbury-Mischer, ein Druck-Kneter, ein Einzelschraubenmischer oder ein Multischraubenmischer, eingesetzt werden.

(2) Schritt der Bildung des extrusionsgeformten Erzeugnisses

Ein extrusionsgeformtes Erzeugnis wird durch Extrudieren der Basisschicht-Harzzusammensetzung unter Verwendung eines bekannten Schmelzextruders gebildet. Durch Vernetzen des Materials der Basisschicht kann die Hitzeresistenz des extrusionsgeformten Erzeugnisses verbessert werden. Beispiele des Vernetzungsverfahrens schließen Vernetzung durch Bestrahlung mit ionisierender Strahlung, chemisches Vernetzen und thermisches Vernetzen ein.

Die Dimensionen des extrusionsgeformten Erzeugnisses können in Abhängigkeit von der Verwendung, etc. entworfen werden. Als Beispiel der Dimensionen des extrusionsgeformten Erzeugnisses, das der Basisschicht 10 entspricht, sind der Innendurchmesser und die Wanddicke 1,0 bis 30 mm bzw. 0,1 bis 10 mm.

(3) Schritt des Expandierens des Durchmessers des extrusionsgeformten Erzeugnisses

Die Expansion des Durchmessers des extrusionsgeformten Erzeugnisses wird wie folgt durchgeführt. Das extrusionsgeformte Erzeugnis wird aufgeblasen, so dass es einen vorbestimmten Innendurchmesser hat, beispielsweise durch Einführen komprimierter Luft in das Innere des extrusionsgeformten Erzeugnisses in einem Zustand, in dem das extrusionsgeformte Erzeugnis auf eine Temperatur erwärmt wird, die gleich oder größer als sein Schmelzpunkt ist. Danach wird eine Abkühlung durchgeführt, um die Form zu fixieren. Eine solche Expansion des Durchmessers des extrusionsgeformten Erzeugnisses wird so durchgeführt, dass beispielsweise der Innendurchmesser des extrusionsgeformten Erzeugnisses um das etwa 2- bis 4-Fache zunimmt. Das resultierende Produkt, das durch Expandieren des Durchmessers des extrusionsgeformten Erzeugnisses und Fixieren der Form erhalten wird, ist der Wärme-rückformbare Artikel.

<Vorteile>

Beim Wärme-rückformbaren Artikel 1 weist die Basisschicht 10 eine einzelne Schmelzpunkt-Peaktemperatur auf, wobei die Schmelzpunkt-Peaktemperatur im obigen Bereich liegt, und die Schmelzwärme der Basisschicht 10 liegt im obigen Bereich. Daher schrumpft der Wärme-rückformbare Artikel 1 thermisch in einem geeigneten Temperaturbereich und spaltet sich nicht einfach.

Wenn die Basisschicht 10 thermisch schrittweise schrumpft, so tritt eine gleichförmige thermische Schrumpfung nicht ohne weiteres auf. Daher tritt im Wärme-rückformbaren Artikel leicht eine Spannungskonzentration auf und der Wärme-rückformbare Artikel spaltet sich leicht. Jedoch schrumpft der Wärme-rückformbare Artikel 1, der oben beschrieben wurde, thermisch in einem Schritt. Dementsprechend erfolgt die thermische Schrumpfung gleichförmig, und der Wärme-rückformbare Artikel 1 spaltet sich nicht ohne weiteres. Da die thermische Schrumpfung weiterhin in einem Schritt erfolgt, weist der Wärme-rückformbare Artikel 1 nach der thermischen Schrumpfung eine homogene Erscheinung auf.

[Zweite Ausführungsform]

Die 4 bis 6 zeigen einen Wärme-rückformbaren Artikel 1A einer zweiten Ausführungsform. Im Wärme-rückformbaren Artikel 1A werden Komponenten, die die gleichen sind wie beim Wärme-herstellbaren Artikel 1 der ersten Ausführungsform, die gleichen Bezugsziffern zugeordnet, und die Beschreibung der Komponenten wurde weggelassen. Der Wärme-rückformbare Artikel 1A der zweiten Ausführungsform ist ein mehrschichtiger Wärme-rückformbarer Artikel, der eine Haftschicht 11 einschließt, die auf einer inneren Umfangsoberfläche der Basisschicht 10 gebildet ist.

<Haftschicht>

Die Haftschicht 11 enthält vorzugsweise ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer oder ein Polyamid. Die Haftschicht 11 ist eine Schicht zur Verbesserung der Haftung zwischen der Basisschicht 10 und dem abzudeckenden Abschnitt, der mit dem Wärme-rückformbaren Artikel 1A bedeckt werden soll, und sie verbessert die Abdichtung gegen Wasser, etc. Zur Haftschicht 11 wird zur Einstellung der Viskosität, nachdem die Haftschicht 11 in den Wärme-rückformbaren Artikel 1A eingebracht ist, vorzugsweise ein anorganischer Füllstoff zugesetzt. Weiterhin können andere Additive zur Haftschicht 11 zugesetzt werden, wenn nötig. Beispiele der Additive schließen ein Antioxidans, einen Kupferinhibitor, einen Verschlechterungsinhibitor, einen Viskositätsverbesserer, ein Flammhemmmittel, ein Gleitmittel, ein Färbemittel, einen Hitzestabilisator, einen Ultraviolettabsorber und einen Klebrigmacher ein.

(Ethylen-Vinylacetat-Copolymer)

Die Untergrenze des Gehalts an Vinylacetat des Ethylen-Vinylacetat-Copolymers ist vorzugsweise 12 Masse-%, stärker bevorzugt 15 Masse-% und noch stärker bevorzugt 19 Masse-%. Die Obergrenze des Gehalts an Vinylacetat ist vorzugsweise 46 Masse-%, stärker bevorzugt 35 Masse-% und noch stärker bevorzugt 30 Masse-%. Wenn der Gehalt an Vinylacetat niedriger als die Untergrenze ist, so kann eine ausreichende Flexibilität nicht erhalten werden. Wenn der Gehalt an Vinylacetat die Obergrenze übersteigt, so haftet während des Extrusionsformens der Haftschicht 11 die für die Bildung der Haftschicht 11 eingesetzte Haftschichtzusammensetzung an der Düse, dem Metall-Formungswerkzeug, etc., und die Handhabung kann schwierig werden.

Die Untergrenze der MFR des Ethylen-Vinylacetat-Copolymers ist vorzugsweise 50 g/10 min und stärker bevorzugt 100 g/10 min. Wenn die MFR niedriger als die Untergrenze ist, so ist ein hoher Druck zum Bilden der Haftschicht 11 durch Extrusionsformen nötig. Die Obergrenze der MFR des Ethylen-Vinylacetat-Copolymers ist vorzugsweise 600 g/10 min und stärker bevorzugt 500 g/10 min. Wenn die MFR die Obergrenze übersteigt, so fließt das Harz übermäßig, und es wird schwierig, die Form der Haftschicht 11 gleichförmig zu machen.

(Anorganischer Füllstoff)

Beispiele des anorganischen Füllstoffes beinhalten organisch behandelte Schichtsilikate, organisch behandelten quellenden Glimmer, Calciumcarbonat und Kohlenstoff. Durch Einbringen eines anorganischen Füllstoffes kann die Viskosität der Haftschicht 11 einfach eingestellt werden, und die Dicke der Haftschicht 11 kann gleichförmig gemacht werden.

In Bezug auf den Gehaltsbereich des anorganischen Füllstoffs ist beispielsweise für den Fall, in dem der organische Füllstoff ein organisch behandeltes Schichtsilikat ist, die Untergrenze vorzugsweise 0,5 Masseteile und stärker bevorzugt 2 Masseteile relativ zu 100 Masseteilen des Ethylen-Vinylacetat-Copolymers oder eines Polyamids. Die Obergrenze ist vorzugsweise 40 Masseteile und stärker bevorzugt 30 Masseteile relativ zu 100 Masseteilen eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymers oder eines Polyamids. Wenn der Gehalt des anorganischen Füllstoffes niedriger als die Untergrenze ist, so kann die Wirkung des anorganischen Füllstoffs nicht erhalten werden. Wenn der Gehalt des anorganischen Füllstoffs die Obergrenze übersteigt, so kann die Flexibilität der Haftschicht 11 abnehmen.

(Organisch behandeltes Schichtsilikat)

Das organisch behandelte Schichtsilikat ist ein Schichtsilikat (Tonmineral, Ton) wie Montmorillonit, Bentonit oder Smectit, das einer organischen Behandlung unterzogen wurde. Ein Zwischenschichtkation wie ein Magnesiumion, Natriumion oder Calciumion ist zwischen den Silikatebenen vorhanden, die in Schichten gestapelt sind, wodurch eine geschichtete Kristallstruktur aufrechterhalten wird. Dieses Zwischenschichtkation wird mittels Durchführung der organischen Behandlung mit dem Schichtsilikat durch ein organisches Kation ausgetauscht. Auf diese Weise ist eine organische Verbindung chemisch an die Oberflächen der Silikatebenen gebunden und zwischen die Schichten eingeführt (interkaliert). Als Ergebnis nimmt der Abstand zwischen den Silikatebenen zu, und die Dispergierbarkeit in thermoplastischen Harzen verbessert sich. Als Schichtsilikat kann ein natürliches Schichtsilikat oder ein synthetisches Schichtsilikat eingesetzt werden.

<Antioxidans>

Das gleiche Antioxidans wie das in der Basisschicht 10 kann als Antioxidans in der Haftschicht 11 eingesetzt werden.

Die Untergrenze des Gehalts des Antioxidans in der Haftschicht 11 ist vorzugsweise 4 Masseteile und stärker bevorzugt 6 Masseteile relativ zu 100 Masseteilen des Ethylen-Vinylacetat-Copolymers oder des Polyamids. Die Obergrenze des Gehalts des Antioxidans ist vorzugsweise 14 Masseteile und stärker bevorzugt 9 Masseteile relativ zu 100 Masseteilen des Ethylen-Vinylacetat-Copolymers oder des Polyamids. Wenn der Gehalt des Antioxidans niedriger als die Untergrenze ist, so kann die Haftschicht 11 und die Basisschicht 10 leicht oxidiert werden, und der Wärme-rückformbare Artikel 1A kann sich verschlechtern. Wenn der Gehalt des Antioxidans die Obergrenze übersteigt, so wird eine Verbesserung der Wirkung des Verhinderns der Oxidation der Haftschicht 11 und der Basisschicht 10 nicht erreicht.

(Kupferinhibitor)

Beispiele des Kupferinhibitors schließen dieselben Verbindungen ein, die als Kupferinhibitor in der Basisschicht 10 verwendet wurden. Es wird erwartet, dass Schaden durch Kupfer mittels Einbringen des Kupferinhibitors die Haftschicht 11 verhindert wird.

(Verschlechterungsinhibitor)

Der Verschlechterungsinhibitor ist ein Mittel zum Unterdrücken der Verschlechterung eines Haftsubstrats, an dem der Wärme-rückformbare Artikel 1A haftet.

Typischerweise ist der Verschlechterungsinhibitor ein Mittel zum Unterdrücken der Bildung von Brüchen der Isolierschicht eines isolierten elektrischen Kabels aufgrund einer basischen Komponente, die in der Isolierschicht oder der Haftschicht 11 des Wärme-rückformbaren Artikels 1A enthalten ist. Dieser Verschlechterungsinhibitor kann auch als Viskositätsverbesserer fungieren. Der Verschlechterungsinhibitor wird in Abhängigkeit mit dem Faktor der Verschlechterung eines Haftsubstrats ausgewählt. Zum Beispiel für den Fall, dass die Verschlechterung eines Haftsubstrats aufgrund einer basischen Verbindung unterdrückt wird, kann eine Verbindung eingesetzt werden, die das Auftreten einer Dehydrochlorierungsreaktion durch eine basische Komponente unterdrückt, oder eine Komponente, die Chlorwasserstoff, ein Chloridion und ähnliches, das bei einer Chlorwasserstoffsäurereaktion gebildet wird, einfangen oder neutralisieren kann. Beispiele des Verschlechterungsinhibitors beinhalten aktivierten Ton, Hydrotalcit und Antioxidantien (Säurewert: 10 mgKOH/g oder mehr), die Phosphor enthalten. Durch Einbringen von beliebigen dieser Verschlechterungsinhibitoren in die Haftschicht 11 kann die Verschlechterung eines Haftsubstrats aufgrund einer basischen Verbindung der Haftschicht 11 unterdrückt werden, beispielsweise durch Adsorption einer Stickstoff-enthaltenden Verbindung, Einbringen eines Anions und Abfangen von Chlorwasserstoff, der durch eine Dehydrochlorierungsreaktion gebildet wird.

<Verfahren zur Herstellung des Wärme-rückformbaren Artikels>

Der Wärme-rückformbare Artikel 1A kann beispielsweise durch die unten beschriebenen Schritte hergestellt werden.

  • (1) Einen Schritt der Herstellung einer Basisharzzusammensetzung zum Bilden der Basisharzschicht 10 und einer Haftzusammensetzung zur Bildung der Haftschicht 11
  • (2) Einen Schritt der Bildung eines Mehrschicht-extrusionsgeformten Erzeugnisses durch Extrudieren der Basisschicht-Harzzusammensetzung und der Haftzusammensetzung unter Verwendung eines Schmelzextruders
  • (3) Einen Schritt der Expansion des Durchmessers des Mehrschicht-extrusionsgeformten Erzeugnisses, um einen Wärme-rückformbaren Artikel 1A zu erhalten.

(1) Schritt der Herstellung der Zusammensetzungen

Eine Basisharzzusammensetzung kann durch Mischen einer Harzkomponente, eines Flammhemmmittels und, falls nötig, eines Additivs unter Verwendung eines Schmelzmischers hergestellt werden. Es kann ein bekannter Schmelzmischer, beispielsweise ein offener Walzenmischer, ein Banbury-Mischer, ein Druckkneter, ein Einzelschraubenmischer oder ein Multischraubenmischer eingesetzt werden.

Eine Haftzusammensetzung kann durch Mischen einer Harzkomponente, vorzugsweise ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer oder ein Polyamid und, falls nötig, eines Additivs unter Verwendung eines Schmelzmischers hergestellt werden. Es kann der gleiche Schmelzmischer eingesetzt werden, der für die Herstellung der Basisharzzusammensetzung eingesetzt wird.

(2) Schritt der Bildung des mehrschichtigen extrusionsgeformten Erzeugnisses

Ein mehrschichtiges extrusionsgeformtes Erzeugnis wird durch gleichzeitiges Extrudieren der Basisharzzusammensetzung und der Haftzusammensetzung unter Verwendung eines bekannten Schmelzextruders hergestellt. Als Ergebnis wird das mehrschichtige extrusionsgeformte Erzeugnis als Formprodukt gebildet, in dem eine innere Schicht, die der Harzschicht 11 entspricht, auf der inneren Umfangsoberfläche einer äußeren Schicht, die der Basisschicht 10 entspricht, gebildet ist. Durch Vernetzen des Materials der äußeren Schicht kann die Hitzeresistenz des mehrschichtigen extrusionsgeformten Erzeugnisses verbessert werden. Beispiele des Vernetzungsverfahrens beinhalten Vernetzung durch Bestrahlung mit ionisierender Strahlung, chemisches Vernetzen und thermisches Vernetzen.

Die Dimensionen des mehrschichtigen extrusionsgeformten Erzeugnisses können in Abhängigkeit von der Verwendung, etc. festgelegt werden. Als Beispiel der Dimensionen einer Schicht, die der Basisschicht 10 des mehrschichtigen extrusionsgeformten Erzeugnisses entspricht, sind der Innendurchmesser und die Dicke 1,0 bis 30 mm bzw. 0,1 bis 10 mm. Als Beispiel der Dimensionen der Schicht, die der Haftschicht 11 des mehrschichtigen extrusionsgeformten Erzeugnisses entspricht, sind der Innendurchmesser und die Wanddicke 0,1 bis 10 mm bzw. 0,1 mm bis 8,5 mm.

(3) Schritt des Expandierens des Durchmessers des mehrschichtigen extrusionsgeformten Erzeugnisses

Die Expansion des Durchmessers des mehrschichtigen extrusionsgeformten Erzeugnisses wird wie folgt durchgeführt. Das mehrschichtige extrusionsgeformte Erzeugnis wird aufgeblasen, um einen vorbestimmten Innendurchmesser zu erhalten, beispielsweise durch Einführen komprimierter Luft in das Innere des mehrschichtigen extrusionsgeformten Erzeugnisses in einem Zustand, in dem das mehrschichtige extrusionsgeformte Erzeugnis auf eine Temperatur gleich oder größer als sein Schmelzpunkt erwärmt wird. Danach wird eine Kühlung durchgeführt, um die Form zu fixieren. Eine solche Expansion des Durchmessers des mehrschichtigen extrusionsgeformten Erzeugnisses wird so durchgeführt, dass beispielsweise der Innendurchmesser des mehrschichtigen extrusionsgeformten Erzeugnisses um das etwa 2- bis 4-Fache vergrößert wird. Das resultierende Produkt, das durch Expandieren des Durchmessers des mehrschichtigen extrusionsgeformten Erzeugnisses und Fixieren der Form erhalten wird, ist der Wärme-rückformbare Artikel 1A.

<Vorteile>

Da der Wärme-rückformbare Artikel 1A die Haftschicht 11 einschließt, wird die Haftung zwischen der Basisschicht 10 und des abzudeckenden Abschnitts, der mit dem Wärme-rückformbaren Artikel 1A abgedeckt werden soll, verbessert, um die Isoliereigenschaft, die Abdichtung gegen Wasser, die Antikorrosionseigenschaft, etc. zu verbessern.

[Kabelverbindung und Kabelbaum]

Der erfindungsgemäße Wärme-rückformbare Artikel kann beispielsweise zum Schutz, zur Isolation, zur Abdichtung gegen Wasser und zur Verhinderung der Korrosion von Kabeln wie einem Polyethylen(PE)-Elektrokabel oder einem Kabel, das eine Isolierschicht aus PE einschließt, wobei die Isolierschicht einen Leiter bedeckt, und ein Polyvinylchlorid(PVC)-Elektrokabel oder PVC-Kabel, das eine Isolierschicht aus PVC einschließt. Speziell kann der Wärme-rückformbare Artikel für eine Kabelverbindung und einen Kabelbaum eingesetzt werden.

7 zeigt ein Beispiel, worin der Wärme-rückformbare Artikel für eine Kabelverbindung eingesetzt wird. 8 und 9 zeigen ein Beispiel, worin der Wärme-rückformbare Artikel für einen Kabelbaum eingesetzt wird.

Die in 7 gezeigte Kabelverbindung wird durch Verbinden der Leitungsdrähte 21 eines Paares von Kabeln 20, so dass sie miteinander verbunden sind, und Ermöglichen, dass ein Schlauch 2 am verbundenen Abschnitt haftet, erhalten, wobei der Schlauch 2 durch thermisches Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels 1 in 1 oder des Wärme-rückformbaren Artikels 1A in 4 erhalten wird. Jedes der Kabel 20 ist ein Kabel oder ein isolierter elektrischer Draht, wie ein PE-Elektrodraht oder ein PVC-Elektrodraht. Beispielsweise wird als Kabel 20 ein Draht eingesetzt, der eine Isolierschicht einschließt, die Polyvinylchlorid als Hauptkomponente enthält und als äußerste Schicht fungiert. Der Gehalt an Polyvinylchlorid in der Isolierschicht ist beispielsweise 50 Masse-% oder mehr und 95 Masse-% oder niedriger. In dieser Kabelverbindung kann der Schlauch 2 beispielsweise zum Schutz, der Isolierung, der Abdichtung gegen Wasser und der Korrosionsverhinderung des verbundenen Abschnitts beitragen.

Der in 8 und 9 gezeigte Kabelbaum wird erhalten durch Bündeln einer Mehrzahl von Kabeln 30 mit einem Schlauch 2, der durch thermisches Schrumpfen des Wärme-rückformbaren Artikels 1 aus 1 oder des Wärme-rückformbaren Artikels 1A aus 4 erhalten wird, und Bereitstellung eines Multipin-Verbindungselement 31 am Ende der Kabel. Die Kabel 30 sind die gleichen wie die Kabel 20 der in 7 gezeigten Kabelverbindung. In diesem Kabelbaum hat der Schlauch 2 nicht nur die Funktion, die Kabel 30 zu bündeln, sondern auch die Funktion, jedes der Kabel 30 zu schützen, etc.

Es ist zu beachten, dass die erfindungsgemäße Kabelverbindung und der erfindungsgemäße Kabelbaum nicht exakt voneinander abgegrenzt werden können. Es mag Fälle geben, in denen eine Kabelverbindung auch als Kabelbaum fungiert.

<Andere Ausführungsformen>

Der erfindungsgemäße Wärme-rückformbare Artikel ist nicht auf die in den 1 bis 6 gezeigten Wärme-rückformbaren Artikel beschränkt, worin die Wärme-rückformbaren Artikel jeweils eine Basisschicht 10 einschließen, die so gebildet ist, dass sie eine Schlauchform aufweist. Alternativ kann der Wärme-rückformbare Artikel beispielsweise eine Basisschicht 10 einschließen, die so gebildet ist, dass sie eine Kappenform aufweist, wie in 10 gezeigt. Dieser Wärme-rückformbare Artikel wird durch thermisches Schrumpfen eines Endteils des in 1 gezeigten Wärme-rückformbaren Artikels erhalten, um das Ende zu schließen. Dieser Wärme-rückformbare Artikel kann geeigneterweise beispielsweise zur Behandlung eines Endstücks einer Verkabelung eingesetzt werden.

Der Wärme-rückformbare Artikel der zweiten Ausführungsform kann durch separates Extrudieren einer Basisschicht und einer Haftschicht gebildet werden. In diesem Fall wird der Wärme-rückformbare Artikel durch Anordnen der Haftschicht im Inneren einer Basisschicht, die nach dem Extrusionsformen aufgeblasen wurde, Haftenlassen der resultierenden Haftschicht auf einem Haftsubstrat und thermisches Schrumpfen der Basisschicht eingesetzt.

Die erfindungsgemäße Kabelverbindung ist nicht speziell beschränkt, solange ein Wärme-rückformbarer Artikel an einem verbundenen Abschnitt von Kabeln haftet. In der Kabelverbindung kann ein einzelnes Kabel mit einer Mehrzahl von Kabeln verbunden sein, eine Mehrzahl von Kabeln kann mit einer Mehrzahl von Kabeln verbunden sein oder die Enden einer Mehrzahl von Kabeln können integral miteinander verbunden sein, wie bei einer Endstellenbehandlung einer Verkabelung. Alternativ kann die erfindungsgemäße Kabelverbindung andere Formen aufweisen.

Der erfindungsgemäße Kabelbaum kann als sogenannter Flachstrang konfiguriert sein, in der eine Mehrzahl von Kabeln zu einer planaren Form gebündelt ist. Alternativ kann der erfindungsgemäße Kabelbaum andere Formen aufweisen.

BEISPIELE

Die vorliegende Erfindung wird nun stärker detailliert unter Verwendung von Beispielen beschrieben. Allerdings ist die vorliegende Erfindung nicht auf die Beispiele beschränkt.

[Beispiele und Vergleichsbeispiele]

Die Wärme-rückformbaren Artikel der Beispiele und Vergleichsbeispiele wurden durch Änderung der Zusammensetzung der Basisschicht hergestellt. Speziell wurden Wärme-rückformbare Artikel so hergestellt, dass sie die in den Tabellen I und II gezeigten Zusammensetzungen aufwiesen, durch den Schritt des Bildens eines extrusionsgeformten Produkts und den Schritt der Expansion des Durchmessers. Ein äußerer Durchmesser der Schicht, die der Basisschicht von jedem extrusionsgeformten Produkt entspricht, war 4,6 mm, ein Innendurchmesser der Schicht war 2,8 mm und eine Wanddicke der Schicht war 0,9 mm. Danach wurde der Durchmesser des extrusionsgeformten Produkts im Durchmesserexpansionsschritt expandiert, so dass der äußere Durchmesser 7,5 mm war. So wurden die Wärme-rückformbaren Artikel Nr. 1 bis 8 als Wärme-rückformbare Artikel der Beispiele hergestellt, und die Wärme-rückformbaren Artikel Nr. 9 bis 16 wurden als Wärme-rückformbare Artikel der Vergleichsbeispiele hergestellt. [Tabelle 1][TABELLE 2]

Die Details der Komponenten in Tabellen I und II sind wie folgt. Die unten gezeigte MFR wurde gemäß JIS-K7210:1997 bei einer Temperatur von 190°C und einer Last von 21,6 kg unter Verwendung eines Extrusionsplastometers, wie in JIS-K6760:1997 spezifiziert, gemessen.
Polyethylen hoher Dichte: MFR 0,8 g/10 min, Schmelzpunkt 130°C, Dichte 0,95 g/mL
Polyethylen niederer Dichte: MFR 1,5 g/10 min, Schmelzpunkt 108°C, Dichte 0,92 g/mL
Lineares Polyethylen niederer Dichte: MFR 0,8 g/10 min, Schmelzpunkt 120°C, Dichte 0,92 g/mL
Polyethylen-Elastomer 1 mit sehr niedriger Dichte: MFR 0,5 g/10 min, Schmelzpunkt 55°C, Dichte 0,87 g/mL
Polyethylen-Elastomer 2 mit sehr niedriger Dichte: MFR 1,0 g/10 min, Schmelzpunkt 104°C, Dichte 0,91 g/mL
Ethylen-Propylen-Kautschuk: Mooney-Viskosität (ML1+4, 125°C) 25
Ethylen-Vinylacetat-Copolymer: MFR 2,5 g/10 min, Vinylacetatgehalt 19 Gew.%, Schmelzpunkt 84°C, Dichte 0,94 g/mL
Flammhemmmittel auf Brombasis: 1,2-Bis(2,3,4,5,6-pentabromphenyl)ethan
Antimontrioxid: mittlerer Teilchendurchmesser 1 um

In der obigen Liste gibt „Schmelzpunkt” die Schmelzpunkt-Peaktemperatur an.

<Schmelzpunkt-Peaktemperatur, Schmelzwärme der Basisschicht und Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht>

Die Tabellen I und II zeigen die Schmelzpunkt-Peaktemperatur, die Schmelzwärme der Basisschicht und die Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht in jedem der Wärme-rückformbaren Artikel Nr. 1 bis 16. Die Messverfahren für diese Werte sind wie folgt.

(Schmelzpunkt-Peaktemperatur)

Ein Wärme-rückformbarer Artikel wurde zwei Minuten lang auf 180°C erwärmt. Die Temperatur des Wärme-rückformbaren Artikels wurde dann von Raumtemperatur auf 200°C mit 10°C/min mithilfe eines Differentialrasterkalorimeters („DSC 8500”, hergestellt von PerkinElmer Co., Ltd.) erhöht. Die Temperatur, bei der die Menge der Wärmeabsorption in der Basisschicht pro Zeit während dieses Temperaturanstiegs maximal wurde, wurde als die Schmelzpunkt-Peaktemperatur definiert.

(Schmelzwärme der Basisschicht)

Ein Wert (J/g), bestimmt durch Division der Menge (J) der Wärmeabsorption des Wärme-rückformbaren Artikels durch die Masse (g) der Basisschicht, wobei die Menge (J) der Wärme während der Messung der Schmelzpunkt-Peaktemperatur absorbiert wurde, wurde als die Schmelzwärme der Basisschicht definiert.

(Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht)

Ein Wert (J/g), bestimmt durch Division einer Menge (J) der Wärmeabsorption des Wärme-rückformbaren Artikels durch eine Gesamtmasse (g) der Harze auf Polyolefinbasis in der Basisschicht, wobei die Menge (J) der Wärme während der Messung der Schmelzpunkt-Peaktemperatur absorbiert wurde, wurde als Schmelzwärme der gesamten Harzkomponente der Basisschicht definiert.

<Evaluation des Wärme-rückformbaren Artikels)

Für die Wärme-rückformbaren Artikel Nr. 1 bis 16 wurden die Niedertemperatur-Schrumpfeigenschaft, Formaufrechterhaltungseigenschaft, Flammhemmwirkung, Zugdehnung und Schwierigkeit des Aufspaltens evaluiert. Die Tabellen I und II zeigen die Evaluationsergebnisse. Die Testverfahren der evaluierten Punkte waren wie folgt.

(Niedertemperatur-Schrumpfeigenschaft)

Ein Schrumpfungs-Wiederherstellungsverhältnis, wenn ein Erwärmen auf 140°C über 5 Minuten durchgeführt wird, wurde bestimmt. Wenn das Schrumpfungs-Wiederherstellungsverhältnis 85% oder mehr war, wurde der Wärme-rückformbare Artikel als annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „A” angegeben. Wenn das Schrumpfungs-Wiederherstellungsverhältnis weniger als 85% war, wurde der Wärme-rückformbare Artikel als nicht annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „B” angegeben. Das Schrumpfverhältnis ist ein Wert, der durch die folgende Formel bestimmt wird. Schrumpfungs-Wiederstellungsverhältnis (%) = (Außendurchmesser nach dem Aufblasen im Durchmesserexpansionsschritt – Außendurchmesser nach dem thermischen Schrumpfen)/(Außendurchmesser nach dem Aufblasen im Durchmesserexpansionsschritt – Außendurchmesser nach Extrusionsformen) × 100

(Formaufrechterhaltungseigenschaft)

Ein Schrumpfungs-Wiederherstellungsverhältnis, wenn eine Erwärmung bei 100°C über fünf Minuten durchgeführt wird, wurde bestimmt. Wenn das Schrumpf-Wiederherstellungsverhältnis weniger als 20% war, wurde der Wärme-rückformbare Artikel als annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „A” angegeben. Wenn das Schrumpfungs-Wiederherstellungsverhältnis 20% oder mehr war, wurde der Wärme-rückformbare Artikel als nicht annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „B” angegeben.

Ein Kupferstab mit einem Durchmesser ϕ von 2,8 mm wurde mit einem Wärme-rückformbaren Artikel umhüllt und auf 180°C über zwei Minuten erwärmt, um den Wärme-rückformbaren Artikel thermisch zu schrumpfen. Es wurde der VW-1 Vertikal-Proben-Flammtest, der in der UL-Norm 224 beschrieben ist, unter Verwendung des Wärme-rückformbaren Artikels nach dem thermischen Schrumpfen durchgeführt. Im Vertikal-Proben-Flammtest wurde eine Flamme auf den Wärme-rückformbaren Artikel, der vertikal angeordnet war, 15 Sekunden lang angewendet und dann entfernt. Diese Prozedur wurde fünfmal wiederholt. Wenn die Flamme innerhalb von 60 Sekunden nach Anwendung der Flamme erlosch, wurde der Wärme-rückformbare Artikel als annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „A” angegeben. Wenn die Flamme innerhalb von 60 Sekunden nicht erlosch, wurde der Wärme-rückformbare Artikel als nicht annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „B” angegeben.

(Zugdehnung)

Eine Probe wurde durch Erwärmen auf 180°C über 2 Minuten vollständig geschrumpft. Ein Zugtest wurde unter Verwendung der resultierenden Probe mit einem Zugtester bei einer Zuggeschwindigkeit von 200 mm/min durchgeführt. Wenn die Dehnung 100% oder mehr war, wurde die Probe als annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „A” angegeben. Wenn die Dehnung weniger als 100% war, wurde die Probe als nicht annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „B” angegeben.

(Schwierigkeit des Spaltens <<während des Schrumpfens>>)

Ein Schnitt von 1 mm wurde mit einem Cutter-Messer in einem Wärme-rückformbaren Artikel in Längsrichtung durchgeführt. Eine rechteckige Kupfersäule mit 25 mm2 wurde mit dem Wärme-rückformbaren Artikel umhüllt. Der Wärme-rückformbare Artikel wurde durch Erwärmen auf 180°C über 2 Minuten geschrumpft. Die Länge der Aufspaltung, die sich in Längsrichtung aufgrund dieser thermischen Schrumpfung fortgesetzt hat, wurde gemessen. Wenn die Länge weniger als 5 mm war, wurde der Wärme-rückformbare Artikel als annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „A” angegeben. Wenn die Länge 5 mm oder mehr war, wurde der Wärme-rückformbare Artikel als nicht annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „B” angegeben.

(Schwierigkeit des Spaltens <<während eines Heizzyklus>>)

Eine rechteckige Kupfersäule mit 25 mm2 wurde mit einem Wärme-rückformbaren Artikel umhüllt. Der Wärme-rückformbare Artikel wurde durch Erwärmen auf 180°C für 2 Minuten thermisch geschrumpft. In diesem Zustand wurden Heizzyklen von 40°C × 20 Minuten und 125°C × 20 Minuten über 50 Zyklen durchgeführt. In Fällen, in denen keine Spaltung auftrat, wurde der Wärme-rückformbare Artikel als annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „A” angegeben. In Fällen, in denen Spaltung auftrat, wurde der Wärme-rückformbare Artikel als nicht annehmbar bewertet, und das Ergebnis ist als „B” angegeben. Das Zeichen „-„ in diesem Bewertungspunkt in der Tabelle zeigt an, dass die Schwierigkeit des Spaltens während des Schrumpfens als nicht annehmbar bewertet worden ist, so dass dieser Punkt nicht evaluiert wurde.

(Ergebnisse)

In Bezug auf die Wärme-rückformbaren Artikel Nr. 1 bis 8 waren alle Ergebnisse der Niedertemperatur-Schrumpfeigenschaft, der Formaufrechterhaltungseigenschaft, der Flammhemmwirkung, der Zugdehnung und der Schwierigkeit des Spaltens annehmbar. Im Gegensatz dazu waren in Bezug auf die Wärme-rückformbaren Artikel Nr. 9 bis 16 beliebige der Ergebnisse für die Niedertemperatur-Schrumpfeigenschaft, die Formaufrechterhaltungseigenschaft, die Flammhemmwirkung, die Zugdehnung und die Schwierigkeit des Schrumpfens nicht annehmbar.

GEWERBLICHE ANWENDBARKEIT

Der erfindungsgemäße Wärme-rückformbare Artikel und die Kabelverbindung und der Kabelbaum, die den Wärme-rückformbaren Artikel einsetzen, schrumpfen thermisch in einem geeigneten Temperaturbereich und spalten nicht einfach auf. Als Ergebnis können der Wärme-rückformbare Artikel, die Kabelverbindung und der Kabelbaum der vorliegenden Erfindung jeweils geeignet als Wärme-rückformbarer Artikel, als Kabelverbindung und als Kabelbaum eingesetzt werden, für die eine lange Lebensdauer erforderlich ist.

Bezugszeichenliste

1, 1A
Wärme-rückformbarer Artikel
2
Schlauch
10, 10A
Basisschicht
11
Haftschicht
20, 30
Kabel
21
Leiterdraht
31
Multipin-Verbindungselement