Title:
Abgeschirmte Leitung und Kabelbaum
Kind Code:
T5


Abstract:

Ein Kabelbaum (1) ist so eingerichtet, dass er ein oberflächenbehandeltes abgeschirmtes Kabel (4) und Verbinder (5, 5) an der Seite eines Gegenstücks enthält, die an einem Ende der oberflächenbehandelten abgeschirmten Leitung (4) angeordnet sind. Das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel (4) ist mit einem Leiter (7), einer isolierenden Beschichtung (8), die an der Außenseite des Leiters (7) angeordnet ist, einem leitenden oberflächenbehandelten Teil (10), der, positioniert in der Richtung (7), in der der Leiter verläuft, in dem vorgeschriebenen Bereich der isolierenden Abdeckung (8) von einem Ende zu dem anderen Ende auf die Oberfläche der isolierenden Beschichtung (8) aufgebracht ist, und einem leitenden Kabel (1) aus Metall versehen, das in Kontakt mit dem leitenden oberflächenbehandelten Teil (10) ist.




Inventors:
Yanagihara, Yusuke (Shizuoka, Kakegawa-shi, JP)
Mori, Shigeo (Shizuoka, Kakegawa-shi, JP)
Higashi, Junya (Shizuoka, Kakegawa-shi, JP)
Ishihara, Takashi (Shizuoka, Kakegawa-shi, JP)
Application Number:
DE112014003896T
Publication Date:
06/09/2016
Filing Date:
08/26/2014
Assignee:
Yazaki Corporation (Tokyo, JP)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Grünecker Patent- und Rechtsanwälte PartG mbB, 80802, München, DE
Claims:
1. Abgeschirmtes Kabel, das umfasst:
einen Leiter;
eine isolierende Beschichtung, die sich an einer Außenseite des Leiters befindet;
einen elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt, der in einer Richtung, in der der Leiter verläuft, von einem Ende zu einem anderen Ende eines vorgegebenen Bereiches auf der isolierenden Beschichtung auf eine Oberfläche auf der isolierenden Beschichtung aufgebracht ist; sowie
ein elektrisch leitendes Element, das elektrische Leitfähigkeit aufweist und elektrisch mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt verbunden ist.

2. Abgeschirmtes Kabel nach Anspruch 1, wobei sich das elektrisch leitende Element an einer Position befindet, die einem gebogenen Abschnitt des abgeschirmten Kabels entspricht.

3. Abgeschirmtes Kabel nach Anspruch 2, wobei ein Kabel und/oder ein Band, die/das elektrische Leitfähigkeit aufweisen/aufweist, als das elektrische leitende Element eingesetzt werden/wird.

4. Abgeschirmtes Kabel nach Anspruch 3, wobei das Kabel spiralförmig gewickelt ist.

5. Kabelbaum, der umfasst:
das abgeschirmte Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 4; und
einen an einem Ende des abgeschirmten Kabels vorhandenen Verbindungsabschnitt zur Verbindung mit einem Gegenstück, wobei der Abschnitt zur Verbindung mit einem Gegenstück elektrisch mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt verbunden ist.

Description:
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kabelbaum und insbesondere ein abgeschirmtes Kabel zum Einsatz in dem Kabelbaum.

Technischer Hintergrund

Bekannte abgeschirmte Kabel schließen diejenigen, bei denen eine Drahtumflechtung als ein Abschirmelement eingesetzt wird, und diejenigen ein, bei denen eine Abschirmschicht eingesetzt wird, die mittels Kunststoffbeschichtung ausgebildet wird. Das abgeschirmte Kabel, bei dem eine Abschirmschicht eingesetzt wird die mittels Kunststoffbeschichtung ausgebildet wird, wird in dem unten genannten Patentdokument 1 offenbart. Ein Kabelbaum, bei dem derartige abgeschirmte Kabel eingesetzt werden, wird im Folgenden kurz beschrieben.

In 6 repräsentiert das Bezugszeichen 101 einen Hochspannungs-Kabelbaum, der an einem Fahrzeug installiert wird. Der Kabelbaum 101 hat einen Aufbau, der drei oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 102 und einen abgeschirmten Verbinder 103 enthält, der an jeweiligen Enden der oberflächenbehandelten Kabel 102 vorhanden ist.

Jedes oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 102 hat einen Aufbau, der einen Leiter 104, eine isolierende Beschichtung 105 sowie einen elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 106 enthält. Eine Metallplatte, die elektrische Leitfähigkeit aufweist und in bandartiger Form ausgebildet ist, dient als der Leiter 104. Das heißt, es wird eine Metallplatte, wie beispielsweise eine Sammelschiene, eingesetzt. Da der Leiter 104, wie oben beschrieben, in Form einer Sammelschiene ausgebildet ist, weist der Leiter 104 selbstverständlich Steifigkeit auf. Des Weiteren kann, wenn der Leiter 104 gebogen wird, der Leiter 104 die gebogene Form beibehalten.

Die isolierende Beschichtung 105 ist ein Isolator, der sich an einer Außenseite des Leiters 104 befindet. Die isolierende Beschichtung 105 wird mittels Extrudieren aus einem Kunststoffmaterial ausgebildet, das Isoliervermögen aufweist. Die Oberfläche (Außenfläche) der so aufgebauten isolierenden Beschichtung 105 ist in Form einer planen Fläche ausgebildet.

Der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 106 wird als eine Abschirmschicht an der Oberfläche der isolierenden Beschichtung 105 mittels Kunststoffbeschichten ausgebildet, bei dem Beschichtung auf eine Oberfläche eines Formerzeugnisses aufgebracht wird, das aus einem Kunststoffmaterial besteht. Der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 106 wird in engem Kontakt mit der Oberfläche der isolierenden Beschichtung 105 ausgebildet. Des Weiteren wird der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 106 mit einer vorgegebenen Dicke ausgebildet. Der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 106 wird als ein Abschnitt zum Abschirmen der isolierenden Beschichtung 105 über einen vorgegebenen Bereich ausgebildet. Der gesamte elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 106 weist elektrische Leitfähigkeit auf.

Jeder abgeschirmte Verbinder 103 dient als ein Abschnitt, der elektrisch mit einer Vorrichtung 107 verbunden wird. In dem unten aufgeführten Patentdokument 1 hat der abgeschirmte Verbinder 103 einen Aufbau, der einen Anschluss 108, ein Dichtungselement 109 und eine Abschirmungsabdeckung 110 enthält. Die isolierende Beschichtung 105 wird an einem Ende des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 102 über eine vorgegebene Länge von dem Anschluss 108 aus entfernt. Der Anschluss 108 ist in einer zungenartigen Form ausgebildet. Der so ausgebildete Anschluss 108 wird mit einem Gegenanschluss 111 der Vorrichtung 107 verbunden.

Die Vorrichtung 107 enthält zusätzlich zu dem genannten Gegenanschluss 111 ein Abschirmungsgehäuse 112, das elektrisch leitfähig ist. Ein Durchgangsloch 113 ist in dem Abschirmungsgehäuse 112 ausgebildet, so dass das Ende des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 102 in das Durchgangsloch 113 eingeführt werden kann.

Das Dichtungselement 109 ist ein Element aus Gummi, das elektrische Leitfähigkeit aufweist. Das Dichtungselement 109 ist so ausgebildet, dass das Ende des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 102 durch das Dichtungselement 109 hindurchtreten kann. Des Weiteren ist das Dichtungselement 109 in engem Kontakt mit dem oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabel 102 ausgebildet, so dass elektrische Leitung zwischen dem Dichtungselement 109 und dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 106 gewährleistet werden kann. Weiterhin ist das Dichtungselement 109 in engem Kontakt mit dem Abschirmungsgehäuse 112 ausgebildet, so dass verhindert werden kann, dass Feuchtigkeit usw. über das Durchgangsloch 113 in das Abschirmungsgehäuse 112 eindringen. Weiterhin ist das Dichtungselement 109 so ausgebildet, dass das Dichtungselement 109 die Abschirmungsabdeckung 110 halten kann und elektrische Leitung zwischen dem Dichtungselement 109 und der Abschirmungsabdeckung 110 gewährleistet werden kann.

Die Abschirmungsabdeckung 110 ist ein Element, das durch Bearbeitung aus einer Metallplatte ausgebildet wird, die elektrische Leitfähigkeit aufweist. Die Abschirmungsabdeckung 110 ist in einer Ringform so ausgebildet, dass die Abschirmungsabdeckung 110, die an dem Dichtungselement 109 angebracht ist, mit der Außenfläche des Abschirmungsgehäuses 112 in Kontakt sein kann. Die Abschirmungsabdeckung 110 wird auf das Abschirmungsgehäuse 112 so aufgeschraubt, dass sie daran befestigt ist.

Mit dem Aufbau und der Struktur, wie sie oben beschrieben sind, wird der Kabelbaum 101 in einer Form hergestellt, die zur Anbringung an einem vorgegebenen Verkabelungsweg an einem Fahrzeug bestimmt ist, um die Vorrichtung 107 und eine nicht dargestellte Vorrichtung elektrisch zu verbinden und dadurch beispielsweise eine Wechselrichtereinheit und eine Motoreinheit elektrisch zu verbinden. Das Bezugszeichen 114 repräsentiert einen gebogenen Abschnitt, der an einer vorgegebenen Stelle ausgebildet wird, an der das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 102 in dem Kabelbaum 101 gebogen ist.

Dokument nach dem Stand der TechnikPatentdokument

  • Patentdokument 1: JP2012-138280A

Zusammenfassung der ErfindungMit der Erfindung zu lösendes Problem

Bei der oben beschriebenen herkömmlichen Technik treten jedoch die im Folgenden aufgeführten Probleme auf.

Der Wärmeausdehnungskoeffizient der isolierenden Beschichtung 105, die aus Kunststoff besteht, ist höher als der des elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitts 106 (Kunststoffbeschichtung). Dementsprechend kommt es, wenn die Verformung des elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitts 106 der Verformung der isolierenden Beschichtung 105 nicht folgen kann, zu Faltenbildung an dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 106. Wenn die isolierende Beschichtung 105 wiederholt Wärmeausdehnung und -schrumpfung erfährt, entstehen Risse in dem Faltenbildung ausgesetzten Abschnitt des elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitts 106. Derartige teilweise Bildung von Rissen in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 106 führt zu Beeinträchtigung der Abschirmungsleistung. Des Weiteren kann die Abschirmungsleistung außerordentlich beeinträchtigt werden, wenn der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 106 in Umfangsrichtung um die isolierende Beschichtung 105 herum vollständig bricht.

Die Abschirmungsleistung kann auch durch den im Folgenden aufgeführten Faktor beeinträchtigt werden. Das heißt, eine über Kunststoffbeschichtung ausgebildete Metallschicht verformt sich im Unterschied zu der als Unterschicht dienenden isolierenden Beschichtung 105 kaum aufgrund einer von außen darauf wirkenden Kraft. Daher kommt es, wenn das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 102 plötzlich oder stark gebogen wird, oder wenn das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 102 mechanischer Belastung, wie beispielsweise Vibration, ausgesetzt ist, zu einem ausgedehnten Riss oder Bruch in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 106. Ein derartiger Riss in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 106 bewirkt ebenfalls Beeinträchtigung der Abschirmungsleistung.

Die vorliegende Erfindung ist angesichts der oben beschriebenen Umstände gemacht worden, und eine Aufgabe derselben besteht darin, ein abgeschirmtes Kabel sowie einen Kabelbaum zu schaffen, mit denen Abschirmungsleistung selbst dann aufrechterhalten werden kann, wenn es zu einem Riss in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt kommt.

Mittel zum Lösen des Problems

Um das oben aufgeführte Problem zu lösen, enthält die vorliegende Erfindung einen Leiter, eine isolierende Beschichtung, die sich an einer Außenseite des Leiters befindet, einen elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt, der in einer Richtung, in der der Leiter verläuft, von einem Ende zu einem anderen Ende eines vorgegebenen Bereiches auf der isolierenden Beschichtung auf eine Oberfläche der isolierenden Beschichtung aufgebracht ist, sowie ein elektrisch leitendes Element, das elektrische Leitfähigkeit aufweist und elektrisch mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt verbunden ist.

Mit der vorliegenden Erfindung, die diese Merkmale aufweist, wird ein Leitungsweg durch das elektrisch leitende Element, das mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt in Kontakt ist, selbst dann gewährleistet, wenn es zu Rissbildung in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt kommt. Mit der vorliegenden Erfindung ist es daher möglich, die Abschirmungsleistung aufrechtzuerhalten.

Des Weiteren befindet sich gemäß der vorliegenden Erfindung bei dem oben beschriebenen abgeschirmten Kabel das elektrisch leitende Element an einer Position, die einem gebogenen Abschnitt des abgeschirmten Kabels entspricht.

Mit der vorliegenden Erfindung, die diese Merkmale aufweist, wird ein Leitungsweg durch das elektrisch leitende Element, das in Kontakt mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt ist, selbst dann gewährleistet, wenn es zu Rissbildung in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt beispielsweise aufgrund von Spannung kommt, die beim Biegen auf diesen wirkt. Mit der vorliegenden Erfindung ist es daher möglich, die Abschirmungsleistung aufrechtzuerhalten.

Des Weiteren werden/wird gemäß der vorliegenden Erfindung bei dem oben beschriebenen abgeschirmten Kabel ein Kabel und/oder ein Band, die/das elektrische Leitfähigkeit aufweisen/aufweist, als das elektrisch leitende Element eingesetzt.

Mit der vorliegenden Erfindung, die diese Merkmale aufweist, wird ein Leitungsweg durch das Kabel und/oder Band, die/das elektrische Leitfähigkeit aufweisen/aufweist, selbst dann gewährleistet, wenn es zu Rissbildung in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt kommt.

Des Weiteren ist gemäß der vorliegenden Erfindung bei dem oben beschriebenen abgeschirmten Kabel das Kabel spiralförmig gewickelt.

Mit der vorliegenden Erfindung, die diese Merkmale aufweist, wird Kontakt (Kontaktdruck) zwischen dem Kabel und dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt beim Biegen gewährleistet. Es ist daher möglich, zu verhindern, dass sich das Kabel leicht von dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt löst, wenn das abgeschirmte Kabel gebogen wird. Beispielsweise kann es, wenn das Kabel geradlinig in der Richtung der Kabelachse verläuft, leicht zu Lockerung des Kabels an der Innenseite des gebogenen Abschnitts des abgeschirmten Kabels kommen, so dass sich das Kabel von dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt lösen kann. Mit der vorliegenden Erfindung ist es jedoch möglich, zu verhindern, dass ein derartiges Problem ohne weiteres auftritt.

Des Weiteren enthält, um das oben aufgeführte Problem zu lösen, ein Kabelbaum gemäß der vorliegenden Erfindung das oben beschriebene abgeschirmte Kabel und einen an einem Ende des abgeschirmten Kabels vorhandenen Verbindungsabschnitt zur Verbindung mit einem Gegenstück, wobei der Abschnitt zur Verbindung mit einem Gegenstück elektrisch mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt verbunden ist.

Mit der vorliegenden Erfindung, die diese Merkmale aufweist, ist es möglich, elektrische Verbindung zwischen Vorrichtungen herzustellen, und ist es auch möglich, Abschirmungsleistung zwischen Vorrichtungen aufrechtzuerhalten.

Vorteil der Erfindung

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass es möglich ist, einen Leitungsweg von einem axialen Ende mit derselben zu dem anderen Ende in einem abzuschirmenden Bereich zu gewährleisten. Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass es daher möglich ist, Abschirmungsleistung aufrechtzuerhalten.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1A schließt eine schematische Darstellung eines geraden Abschnitts eines Kabelbaums sowie eine Außenansicht eines oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels gemäß der vorliegenden Erfindung (Ausführungsform 1) ein.

1B schließt eine schematische Darstellung eines gebogenen Abschnitts des Kabelbaums sowie eine Außenansicht des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels gemäß der vorliegenden Erfindung (Ausführungsform 1) ein.

2 ist eine Schnittansicht eines Anschlussabschnitts des Kabelbaums.

3 schließt eine schematische Darstellung eines Kabelbaums sowie eine Außenansicht eines oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels gemäß der vorliegenden Erfindung (Ausführungsform 2) ein.

4 schließt eine schematische Darstellung eines Kabelbaums sowie eine Außenansicht eines oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels gemäß der vorliegenden Erfindung (Ausführungsform 3) ein.

5 ist eine schematische Ansicht, die eine Position darstellt, an der ein Kabelbaum gemäß der vorliegenden Erfindung in einem Fahrzeug angeordnet ist (Ausführungsform 4).

6 ist eine Schnittansicht eines herkömmlichen Kabelbaums.

Ausführungsformen der Erfindung

Ein Kabelbaum hat einen Aufbau, der ein oberflächenbehandeltes abgeschirmtes Kabel sowie einen Abschnitt zur Verbindung mit einem Gegenstück enthält, der sich an einem Ende des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels befindet. Das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel enthält einen Leiter, eine isolierende Beschichtung, die an einer Außenseite des Leiters vorhanden ist, einen elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt, der in einer Richtung, in der der Leiter verläuft, von einem Ende zu dem anderen Ende eines vorgegebenen Bereiches auf der isolierenden Beschichtung auf eine Oberfläche der isolierenden Beschichtung aufgebracht ist, sowie ein elektrisch leitendes Element, das elektrische Leitfähigkeit aufweist und in Kontakt mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt ist.

[Ausführungsform 1] Im Folgenden wird Ausführungsform 1 unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. 1A schließt eine schematische Darstellung eines geraden Abschnitts eines Kabelbaums gemäß der vorliegenden Erfindung sowie eine Außenansicht eines oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels ein. 1B schließt eine schematische Darstellung eines gebogenen Abschnitts des Kabelbaums gemäß der vorliegenden Erfindung sowie eine Außenansicht des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels ein. Des Weiteren ist 2 eine Schnittansicht eines Anschlussabschnitts des Kabelbaums.

In 1A und 1B repräsentiert das Bezugszeichen 1 einen Kabelbaum. Der Kabelbaum 1 ist ein Hochspannungs-Kabelbaum zum Einsatz in einem Elektrofahrzeug oder einem Hybridfahrzeug. Der Kabelbaum 1 dient dazu, eine Hochspannungsvorrichtung 2 und eine Hochspannungsvorrichtung 3 zu verbinden. Der Kabelbaum ist jedoch nicht auf einen derartigen Hochspannungs-Kabelbaum beschränkt, sondern kann ein Niederspannungs-Kabelbaum sein. Der Kabelbaum 1 hat einen Aufbau, der ein oberflächenbehandeltes abgeschirmtes Kabel 4 oder mehrere davon sowie Abschnitte 5, 5 zur Verbindung mit Gegenstücken einschließt, die sich an Enden jedes oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 4 befinden. Der Kabelbaum 1 weist aufgrund der oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabel 4 Abschirmungsvermögen auf. Der Kabelbaum 1 ist elektrisch mit Abschirmungsgehäusen 6, 6 der jeweiligen Hochspannungsvorrichtungen 2, 3 verbunden. Der Kabelbaum 1 ist so ausgebildet, dass der Kabelbaum 1 auf einem vorgegebenen Weg zwischen den Hochspannungsvorrichtungen 2, 3 verlegt werden kann.

Jedes oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 4 hat, wie in 1A bis 2 zu sehen ist, einen Aufbau, der einen Leiter 7, eine isolierende Beschichtung 8 (Isolator), die sich an einer Außenseite des Leiters 7 befindet, einen elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10, der auf eine Oberfläche 9 der isolierenden Beschichtung 8 so aufgebracht ist, dass er einen vorgegebenen Bereich (d. h. einen Bereich, der die gesamte Länge abdeckt) in der Richtung abschirmt, in der der Leiter 7 verläuft, sowie ein Kabel 11 aus Metall (elektrisch leitendes Element) einschließt, das elektrisch mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 verbunden ist. Das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 4 ist in der Ausführungsform in einer im Schnitt kreisrunden Form ausgebildet. Die Querschnittsform ist beispielhaft. Die Querschnittsform des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 4 kann wie bei den herkömmlichen Beispielen rechteckig sein

An jedem Ende des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 4 ist die isolierende Beschichtung 8 über eine vorgegebene Länge entfernt und so bearbeitet, dass der Leiter 7 freiliegt, der elektrische Leitfähigkeit aufweist. Das heißt, der Anschluss ist, wie weiter unten beschrieben, so bearbeitet, dass er mit einem Anschluss 12 verbunden werden kann. Der Leiter 7 besteht aus Aluminium, einer Aluminiumlegierung, Kupfer oder einer Kupferlegierung. Dabei wird eine Leiterstruktur eingesetzt, die als ein verdrilltes Kabel dient. Die Struktur des Leiters ist beispielhaft. Der Leiter 7 kann beispielsweise eine stangenartige Leiterstruktur haben, die im Schnitt rechteckig oder kreisförmig ist. Das heißt, der Leiter 7 kann eine Leiterstruktur haben, die als rechteckiger Einzelleiter oder kreisförmiger Einzelleiter dient. Als Alternative dazu kann der Leiter 7 eine Sammelschiene oder dergleichen sein.

Die isolierende Beschichtung 8 besteht aus einem Kunststoffmaterial, das Isoliervermögen aufweist und auf die Außenseite des Leiters 7 extrudiert ist. Beispiele für das Kunststoffmaterial können Kunststoff auf Basis von Polyethylen, Kunststoff auf Basis von Polypropylen, Polyvinylchlorid-Kunststoff usw. einschließen. Das Kunststoffmaterial unterliegt keinen speziellen Einschränkungen, wenn damit der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 auf die Oberfläche 9 der isolierenden Beschichtung 8 aufgebracht werden kann. Da die isolierende Beschichtung 8 in einer zylindrischen Form ausgebildet ist, hat das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 4 im Querschnitt Kreisform. In 1A und 1B ist die Oberfläche 9, um die Erläuterung zu vereinfachen, in teilweise freigelegtem Zustand dargestellt, obwohl sie tatsächlich mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 bedeckt ist. Das gleiche gilt für andere Ausführungsformen, die weiter unten beschrieben werden.

Der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 ist ein elektrisch leitender Oberflächenbehandlungsabschnitt und wird in der vorliegenden Ausführungsform mittels Kunststoffbeschichtung auf ähnliche Weise wie bei herkömmlichen Beispielen als eine Abschirmschicht ausgebildet. Beispiele für die leitende Oberflächenbeschichtung können zusätzlich zu der oben beschriebenen Behandlung leitenden Auftrag, Aufdampfen usw. einschließen.

Der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 ist über die gesamte Länge des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 4 ausgebildet. Das heißt, in der Ausführungsform wird der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 mittels Oberflächenbehandlung ausgebildet, die auf die gesamte Oberfläche 9 der isolierenden Beschichtung 8 angewendet wird. Der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 kann auf die gesamte Oberfläche eines Bereiches aufgebracht werden, der abgeschirmt werden muss. Der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 wird so ausgebildet, dass er so dick ist wie bei den herkömmlichen Beispielen. Der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 kann aus einer Vielzahl von Schichten einschließlich einer Grundbeschichtung bestehen.

Der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 ist ein Abschirmelement, dessen Gewicht geringer ist als das einer Drahtumflechtung zum Einsatz in einem abgeschirmten Kabel.

Das Kabel 11 aus Metall ist ein Kabel, das elektrische Leitfähigkeit aufweist. Das Kabel 11 aus Metall wird so an der Oberfläche (und/oder der Rückseite) des elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitts 10 fixiert, dass elektrische Verbindung mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 gewährleistet werden kann. In der Ausführungsform wird das Kabel 11 aus Metall so fixiert, dass es an einer Vielzahl von Positionen an dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 angeklebt wird. Wenn das Kabel 11 aus Metall angeklebt wird, kann ein Binde- bzw. Klebemittel auf den elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 aufgebracht werden oder kann ein Klebemittel auf das Kabel 11 aus Metall aufgebracht werden. Des Weiteren kann das Kabel 11 aus Metall so fixiert werden, dass ein bekanntes Band oder dergleichen auf den elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 geklebt wird, um so das Kabel 11 aus Metall zwischen dem Band und dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 anzuordnen. Ein Kunststoffmaterial oder dergleichen, das elektrisch leitendes Material enthält, kann als das Klebemittel eingesetzt werden. Die Erfindung ist nicht auf ein spezielles Verfahren beschränkt, sofern das Kabel 11 aus Metall so an dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 fixiert werden kann, dass elektrische Verbindung mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 gewährleistet werden kann.

Das Kabel 11 aus Metall ist parallel zu der Kabelachse angeordnet. Des Weiteren ist das Kabel 11 aus Metall über die gesamte Länge des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 4 angeordnet. Das Kabel 11 aus Metall kann sich an wenigstens einer Position befinden, die dem gebogenen Abschnitt des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 4 entspricht (siehe 1B, im Weiteren als ein Kabel-Biegeabschnitt P bezeichnet). Wenn das Kabel 11 aus Metall wie in der Ausführungsform über die gesamte Länge vorhanden ist, erleichtert dies natürlich die Bearbeitung.

Das Kabel 11 aus Metall ist ein Element, mit dem ein Leitungsweg von einem axialen Ende zu dem anderen Ende in einem abzuschirmenden Bereich selbst dann gewährleistet werden kann, wenn es zu Rissbildung in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 kommt. Die Anzahl von Kabeln 11 aus Metall ist nicht, wie in der Darstellung, auf ein Kabel beschränkt, sondern es kann eine Vielzahl von Kabeln 11 aus Metall vorhanden sein.

Jeder Abschnitt 5 zur Verbindung mit einem Gegenstück ist ähnlich wie bei herkömmlichen Beispielen ein abgeschirmter Verbinder. Der Abschnitt 5 zur Verbindung mit einem Gegenstück dient als ein Abschnitt, der elektrisch mit den Hochspannungsvorrichtungen 2, 3 verbunden wird. Der Abschnitt 5 zur Verbindung mit einem Gegenstück hat einen Aufbau der, wie in 2 gezeigt, einen Anschluss 12, ein Dichtungselement 13 sowie eine Abschirmungsabdeckung 14 enthält.

Der Anschluss 12 ist mit dem Leiter 7 verbunden, der an einem Ende des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 4 freigelegt ist. Ein geeignetes Verfahren, wie beispielsweise Verquetschen, Druckkontakt, Verschmelzen, Verschweißen usw., kann als ein Verfahren für die Verbindung eingesetzt werden. Der in ein Durchgangsloch 15 des Abschirmungsgehäuses 6 eingesteckte Anschluss 12 wird elektrisch mit einem nicht dargestellten Gegenanschluss verbunden und an ihm fixiert.

Das Dichtungselement 13 ist ein Element, das elektrische Leitfähigkeit aufweist und aus Gummi besteht. Das Dichtungselement 13 ist so ausgebildet, dass ein Ende des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 4 durch das Dichtungselement 13 hindurchtreten kann. Des Weiteren ist das Dichtungselement 13 so ausgebildet, dass das Dichtungselement 13 in engen Kontakt mit dem oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabel 4 kommen kann, um so elektrische Leitung mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 zu gewährleisten.

Weiterhin ist das Dichtungselement 13 so ausgebildet, dass das Dichtungselement 13 in engen Kontakt mit dem Abschirmungsgehäuse 6 kommen kann, um so zu verhindern, dass Feuchtigkeit usw. über das Durchgangsloch 15 in das Abschirmungsgehäuse 6 eindringt. Darüber hinaus ist das Dichtungselement 13 so ausgebildet, dass das Dichtungselement 13 das Abschirmungsgehäuse 14 halten kann, um so elektrische Leitung mit der Abschirmungsabdeckung 14 zu gewährleisten.

Die Abschirmungsabdeckung 14 ist ein Element, das mittels Pressbearbeitung aus einer Metallplatte ausgebildet wird, die elektrische Leitfähigkeit aufweist. Die Abschirmungsabdeckung 14 wird in einer Ringform ausgebildet, die eine Außenfläche 16 des Abschirmungsgehäuses 6 berühren kann, wenn die Abschirmungsabdeckung 14 an dem Dichtungselement 13 angebracht worden ist. Die Abschirmungsabdeckung 14 wird (mit einem nicht dargestellten Schraubabschnitt) auf das Abschirmungsgehäuse 6 aufgeschraubt und daran befestigt. Weiterhin dient die Abschirmungsabdeckung 14 dazu, Leitung mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 4 zu gewährleisten.

Mit der oben beschriebenen Konstruktion und Struktur kann ein Leitungsweg mit dem Kabel 11 aus Metall, das elektrisch mit der Oberfläche des elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitts 10 verbunden ist, selbst dann gewährleistet werden, wenn es aufgrund von Spannung, die auf das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 4 beispielsweise beim Biegen wirkt, wenn der Kabelbaum 1 auf einem vorgegebenen Weg verlegt wird, zu Rissbildung in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 kommt. Es ist daher möglich, die Abschirmungsleistung aufrechtzuerhalten.

Ein Leitungsweg kann, wie oben unter Bezugnahme auf 1A bis 2 beschrieben worden ist, mit dem Kabel 11 aus Metall selbst dann gewährleistet werden, wenn es zu Riss oder Bruch in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 kommt. Dementsprechend besteht ein Vorteil dahingehend, dass bei dem oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabel 4 Abschirmungsleistung mit einer einfachen Konstruktion und einer einfachen Struktur gewährleistet werden kann. Des Weiteren besteht, da der Kabelbaum 1 einen Aufbau hat, der das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 4 einschließt, ein Vorteil dahingehend, dass es möglich ist, elektrische Verbindung zwischen der Hochspannungsvorrichtung 2, 3 zu gewährleisten und gleichzeitig die Abschirmungsleistung aufrechtzuerhalten. Der Kabelbaum 1 weist des Weiteren einen Vorteil dahingehend auf, dass hohe Zuverlässigkeit erzielt werden kann.

[Ausführungsform 2] Im Folgenden wird Ausführungsform 2 unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. 3 schließt eine schematische Darstellung eines Kabelbaums gemäß der vorliegenden Ausführungsform sowie eine Außenansicht eines oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels ein. Komponenten, die im Wesentlichen die gleichen sind wie diejenigen von Ausführungsform 1, werden mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet, und auf ausführliche Beschreibung derselben wird verzichtet. In 3 ist die Oberfläche 9, um die Erläuterung zu vereinfachen, in einem teilweise freigelegten Zustand dargestellt, obwohl die Oberfläche 9 tatsächlich mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 abgedeckt ist.

In 3 ist bei dem Kabelbaum 1 gemäß Ausführungsform 2 die Anordnung des Kabels 11 aus Metall gegenüber der bei dem Kabelbaum 1 in Ausführungsform 1 verändert. Das heißt, das Kabel 11 aus Metall ist entlang der Achse der isolierenden Beschichtung 8 spiralförmig an die Oberflächenseite (und/oder die Rückseite) des elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitts 10 gewickelt und haftend an dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 fixiert. Das so aufgebaute Kabel 11 aus Metall ist über die gesamte Länge des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 4 angeordnet. Die Anzahl von Kabeln 11 aus Metall ist nicht, wie in der Darstellung, auf ein Kabel beschränkt, sondern es kann eine Vielzahl von Kabeln 11 aus Metall vorhanden sein. Das heißt, es können (a) zwei oder drei Kabel 11 aus Metall beispielsweise gebündelt oder spiralförmig gewickelt werden oder (b) vier Kabel 11 aus Metall gefertigt und spiralförmig so gewickelt werden, dass sie in einer gleichmäßigen Teilung von 90° angeordnet sind.

Bei dem Kabelbaum 1 gemäß Ausführungsform 2 ist, wie oben unter Bezugnahme auf 3 beschrieben, die Anordnung des Kabels 11 aus Metall gegenüber derjenigen in Ausführungsform 1 verändert. Dementsprechend ergibt sich auf die gleiche Weise wie in Ausführungsform 1 ein Vorteil dahingehend, dass die Abschirmungsleistung mit einer einfachen Konstruktion und einer einfachen Struktur aufrechterhalten werden kann, und ergibt sich ein Vorteil dahingehend, dass die Zuverlässigkeit verbessert werden kann.

Davon abgesehen kann die erwähnte Zuverlässigkeit auch in der Ausführungsform erzielt werden, in der das Kabel 11 aus Metall spiralförmig gewickelt ist. Das heißt, es wird davon ausgegangen, dass das Kabel 11 aus Metall in Ausführungsform 1 an der Innenseite eines gebogenen Abschnitts des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 4 befestigt ist. In diesem Fall kann es zu Ablösung des Kabels 11 aus Metall kommen, wenn das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 4 gebogen wird. Daher ist zu befürchten, dass sich das Kabel 11 aus Metall von dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 löst. Wenn hingegen das Kabel 11 aus Metall wie in Ausführungsform 2 spiralförmig gewickelt ist, kann Kontakt (Kontaktdruck) zwischen dem Kabel 11 aus Metall und dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 selbst dann gewährleistet werden, wenn das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 4 gebogen wird. Daher kann verhindert werden, dass ohne weiteres ein Problem dahingehend auftritt, dass sich das Kabel 11 aus Metall von dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 löst. Dementsprechend ergibt sich ein Vorteil dahingehend, dass die Zuverlässigkeit des Kabelbaums 1 verbessert werden kann.

[Ausführungsform 3] Im Folgenden wird Ausführungsform 3 unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. 4 schließt eine schematische Darstellung eines Kabelbaums gemäß der vorliegenden Erfindung sowie eine Außenansicht eines oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels ein. Komponenten, die im Wesentlichen die gleichen sind wie diejenigen von Ausführungsform 1, sind mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet, und auf ausführliche Beschreibung derselben wird verzichtet. In 4 ist, um die Erläuterung zu vereinfachen, die Oberfläche 9 in einem teilweise freigelegten Zustand dargestellt, obwohl die Oberfläche 9 tatsächlich mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 abgedeckt ist.

In 4 ist bei einem Kabelbaum 20 gemäß Ausführungsform 3 das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel bei dem Kabelbaum 1 gemäß Ausführungsform 1 durch ein oberflächenbehandeltes abgeschirmtes Kabel 22 ersetzt, das ein elektrisch leitendes Band 21 einschließt. Das heißt, der Kabelbaum 20 hat einen Aufbau, der ein oberflächenbehandeltes abgeschirmtes Kabel 22 oder mehrere davon, die jeweils ein elektrisch leitendes Band 21 aufweisen, sowie Abschnitte 5, 5 zur Verbindung mit einem Gegenstück einschließt, die sich an Enden jedes oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 22 befinden.

Der Kabelbaum 20 ist so ausgebildet und geformt, dass der Kabelbaum 20 auf einem vorgegebenen Weg zwischen den Hochspannungsvorrichtungen 2, 3 verlegt werden kann. Der Kabelbaum 20 weist Abschirmungsvermögen auf und ist elektrisch mit Abschirmungsgehäusen 6, 6 der jeweiligen Hochspannungsvorrichtungen 2, 3 verbunden.

Jedes oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 22 hat einen Aufbau, der einen Leiter 7, (siehe 2, wobei das gleiche für die folgenden Elemente gilt), eine isolierende Beschichtung 8 (Isolator), die sich an einer Außenseite des Leiters 7 befindet, einen elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10, der auf eine Oberfläche 9 der isolierenden Beschichtung 8 aufgebracht ist und einen vorgegebenen Bereich (einen Bereich, der die gesamte Länge abdeckt) abschirmt, sowie ein elektrisch leitendes Band 21 (elektrisch leitendes Element) einschließt, das elektrisch mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 in Kontakt ist.

An jedem Ende des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 22 ist die isolierende Beschichtung 8 auf die gleiche Weise wie in Ausführungsform 1 über eine vorgegebene Länge entfernt und bearbeitet, um den Leiter 7 freizulegen, der elektrische Leitfähigkeit aufweist. Das heißt, der Anschluss ist so bearbeitet, dass er mit einem Anschluss 12 (siehe 2) verbunden werden kann. Die isolierende Beschichtung 8 besteht aus einem Kunststoffmaterial, das Isoliervermögen aufweist, und ist auf die Außenseite des Leiters 7 extrudiert.

Der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 ist ein elektrisch leitender Oberflächenbehandlungsabschnitt, der auf eine Oberfläche 9 der isolierenden Beschichtung 8 aufgebracht ist. In der Ausführungsform ist der elektrisch leitende Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 auf die gleiche Weise wie in Ausführungsform 1 ausgebildet.

Das elektrisch leitende Band 21 ist ein Band, das elektrische Leitfähigkeit aufweist und eine vorgegebene Breite hat. Das elektrisch leitende Band 21 wird an die Oberfläche (und/oder die Rückseite) des elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitts 10 geklebt. Das elektrisch leitende Band 21 ist geradlinig entlang der Kabelachse angeordnet. Des Weiteren ist das elektrisch leitende Band 21 über die gesamte Länge des oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabels 22 angeordnet. Das elektrisch leitende Band 21 kann sich an wenigstens einer Position befinden, die einem Kabel-Biegeabschnitt P entspricht. Wenn das elektrisch leitende Band 21 wie in der Ausführungsform über die gesamte Länge vorhanden ist, erleichtert dies natürlich die Bearbeitung.

Das elektrisch leitende Band 21 dient als ein Element, mit dem ein Leitungsweg von einem axialen Ende zu dem anderen Ende in einem abzuschirmenden Bereich selbst dann gewährleistet werden kann, wenn es zu Rissbildung in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 kommt. Die Anzahl elektrisch leitender Bänder 21 ist nicht, wie in der Darstellung, auf ein Band beschränkt, sondern es kann eine Vielzahl elektrisch leitender Bänder 21 vorhanden sein. Des Weiteren kann das elektrisch leitende Band 21 spiralförmig gewickelt sein.

Mit der oben beschriebenen Konstruktion und Struktur kann ein Leitungsweg mit dem elektrisch leitenden Band 21, das in elektrischem Kontakt mit der Oberfläche des elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitts 10 ist, selbst dann gewährleistet werden, wenn es aufgrund von Spannung, die auf das oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 22 beispielsweise beim Biegen wirkt, wenn der Kabelbaum 1 auf einem vorgegebenen Weg verlegt wird, zu Rissbildung in dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt 10 kommt. Es ist daher möglich, die Abschirmungsleistung aufrechtzuerhalten.

Daher weist der Kabelbaum 20 gemäß Ausführungsform 3 selbstverständlich einen ähnlichen Vorteil wie derjenige in Ausführungsform 1 auf.

[Ausführungsform 4] Im Folgenden wird Ausführungsform 4 unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. 5 ist eine schematische Ansicht, die eine Position darstellt, an der ein Kabelbaum gemäß der vorliegenden Erfindung in einem Fahrzeug angeordnet ist.

In 5 repräsentiert das Bezugszeichen 51 ein Hybridfahrzeug (das durch ein Elektrofahrzeug oder ein normales Fahrzeug ersetzt werden kann). Das Hybridfahrzeug 51 ist ein Fahrzeug, das von einer Kombination aus zwei Kraftquellen, d. h. einem Verbrennungsmotor 52 und einer Motoreinheit 53, angetrieben wird. Der Motoreinheit 53 wird elektrische Energie von einer Batterie 55 (Akkupack) über eine Wechselrichtereinheit 54 zugeführt. In der vorliegenden Ausführungsform sind der Motor 52, die Motoreinheit 53 und die Wechselrichtereinheit 54 in einem Motorraum 56 installiert, der an einer Position liegt, an der sich Vorderräder usw. befinden. Die Batterie 55 hingegen ist in einem hinteren Fahrzeugabschnitt 57 installiert, der an einer Position liegt, an der sich Hinterräder usw. befinden. Die Batterie 55 kann in einem Fahrzeugraum installiert sein, der sich hinter dem Motorraum 56 befindet.

Die Motoreinheit 53 und die Wechselrichtereinheit 54, die Hochspannungsvorrichtungen sind, sind über einen Hochspannungs-Kabelbaum 58 (Motorleitung) verbunden. Des Weiteren sind die Batterie 55 und die Wechselrichtereinheit 54 ebenfalls über einen Hochspannungs-Kabelbaum 59 verbunden. Einer der Kabelbäume 1 und 2 gemäß Ausführungsform 1 bis Ausführungsform 4 dient jeweils als Kabelbaum 58, 59.

Drei oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 4 (22) werden für den Kabelbaum 58 eingesetzt, während zwei oberflächenbehandelte abgeschirmte Kabel 4 (22) für den Kabelbaum 59 eingesetzt werden. Des Weiteren wird je nach Erfordernis ein äußeres Element oder dergleichen eingesetzt, mit dem die oberflächenbehandelten abgeschirmten Kabel 4 (22) als Ganzes abgedeckt werden.

Ein Mittelabschnitt 60 des Kabelbaums 59 ist in einem Fahrzeugunterboden 61 verlegt. Des Weiteren ist der Kabelbaum 59 im Wesentlichen parallel zu dem Fahrzeugunterboden 61 verlegt. Der Kabelbaum 59 und die Batterie sind über einen Verteilerblock 52 verbunden, der sich in der Batterie 55 befindet. Ein hinteres Ende 63 des Kabelbaums 59 wird mittels eines bekannten Verfahrens (beispielsweise unter Verwendung des Abschnitts 5 zur Verbindung mit einem Gegenstück in 2) elektrisch mit dem Verteilerblock 62 verbunden. Auch ein vorderes Ende 64 des Kabelbaums 59 wird auf die gleiche Weise elektrisch mit der Wechselrichtereinheit 54 verbunden.

Selbstverständlich können verschiedene Veränderungen vorgenommen werden, um die vorliegende Erfindung zu implementieren, ohne den Kern der Erfindung zu verändern.

Einige Merkmale der abgeschirmten Kabel und der Kabelbäume gemäß den oben beschriebenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden in den folgenden Punkten [1] bis [5] kurz zusammengefasst aufgelistet.

  • [1] Ein abgeschirmtes Kabel (oberflächenbehandeltes abgeschirmtes Kabel 4), das enthält:
    einen Leiter (7);
    eine isolierende Beschichtung (8), die sich an einer Außenseite des Leiters befindet;
    einen elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt (10), der in einer Richtung, in der der Leiter verläuft, von einem Ende zu einem anderen Ende eines vorgegebenen Bereiches der isolierenden Beschichtung auf eine Oberfläche auf der isolierenden Beschichtung aufgebracht ist; sowie
    ein elektrisch leitendes Element (Kabel 11 aus Metall), das elektrische Leitfähigkeit aufweist und elektrisch mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt verbunden ist.
  • [2] Das oben beschriebene abgeschirmte Kabel gemäß [1], wobei sich das elektrisch leitende Element an einer Position befindet, die einem gebogenen Abschnitt (Kabel-Biegeabschnitt P) des abgeschirmten Kabels entspricht.
  • [3] Das oben beschriebene abgeschirmte Kabel gemäß [2], wobei ein Kabel und/oder ein Band, die/das elektrische Leitfähigkeit aufweisen/aufweist, als das elektrisch leitende Element eingesetzt werden/wird.
  • [4] Das oben beschriebene abgeschirmte Kabel gemäß [3], wobei das Kabel spiralförmig gewickelt ist.
  • [5] Ein Kabelbaum (1), der enthält:
    das oben beschriebene abgeschirmte Kabel gemäß [1] bis [4]; und
    einen an einem Ende des abgeschirmten Kabels vorhandenen Verbindungsabschnitt (5) zur Verbindung mit einem Gegenstück, wobei der Abschnitt zur Verbindung mit einem Gegenstück elektrisch mit dem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt verbunden ist.

Obwohl die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf bestimmte Ausführungsformen derselben ausführlich beschrieben worden ist, liegt für den Fachmann auf der Hand, dass verschiedene Veränderungen und Abwandlungen daran vorgenommen werden können, ohne vom Geist und vom Schutzumfang der Erfindung abzuweichen.

Die vorliegende Anmeldung basiert auf der am 26. August 2013 eingereichten japanischen Patentanmeldung Nr. 2013-174183, deren Inhalt hiermit durch Verweis einbezogen wird.

Industrielle Einsatzmöglichkeiten

Gemäß der vorliegenden Erfindung besteht ein Vorteil darin, dass es möglich ist, einen Leitungsweg von einem axialen Ende zu dem anderen Ende in einem abzuschirmenden Bereich selbst dann zu gewährleisten, wenn es zur Rissbildung in einem elektrisch leitenden Oberflächenbehandlungsabschnitt kommt. Die vorliegende Erfindung, die diesen Vorteil aufweist, eignet sich für den Einsatz auf dem Gebiet abgeschirmter Kabel.

Beschreibung von Bezugszeichen

  • P...Kabel-Biegeabschnitt, 1...Kabelbaum, 2, 3...Hochspannungsvorrichtung, 4...oberflächenbehandeltes abgeschirmtes Kabel, 5...Abschnitt zur Verbindung mit einem Gegenstück, 6...Abschirmungsgehäuse, 7...Leiter, 8...isolierende Beschichtung, 9...Oberfläche, 10...elektrisch leitender Oberflächenbehandlungsabschnitt, 11...Kabel aus Metall (elektrisch leitendes Element), 12...Anschluss, 13...Dichtungselement, 14...Abschirmungsabdeckung, 15...Durchgangsloch, 16...Außenfläche, 20...Kabelbaum, 21...elektrisch leitendes Band (elektrisch leitendes Element), 22...oberflächenbehandeltes abgeschirmtes Kabel