Title:
Kabelstrang
Kind Code:
T5


Abstract:

Der vorliegenden Erfindung liegt als Aufgabe zugrunde, einen Kabelstrang zu schaffen, welcher eine Demontage lediglich der Vlies-Außenstruktur erlaubt, ohne ein innenliegendes Drahtbündel zu beschädigen. Ein Kabelstrang gemäß der vorliegenden Erfindung weist eine Vlies-Außenstruktur auf, die durch Heißformen erhalten wird, während ein Drahtbündel mit dem Vlies umwickelt ist. Die Vlies-Außenstruktur schützt einen Teil des Außenumfangs des Drahtbündels. Der Kabelstrang ist mit einem Papierband versehen, das dergestalt vorgesehen ist, dass ein Teil davon auf der Außenumfangsfläche der Vlies-Außenstruktur freiliegt. Das Papierband wird zusammen mit dem Vlies heißgeformt, wobei die Spitze unter der Wicklungsendkante hervorsteht, so dass der Ansatzabschnitt der auf der Außenumfangsfläche der Vlies-Außenstruktur freiliegenden Spitze die Position der Wicklungsendkante angibt.




Inventors:
Hasegawa, Katsumi (Yokkaichi, JP)
Application Number:
DE112013004726T
Publication Date:
06/03/2015
Filing Date:
06/12/2013
Assignee:
Sumitomo Wiring Systems, Ltd. (Yokkaichi, JP)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Horn Kleimann Waitzhofer Patentanwälte PartG mbB, 80339, München, DE
Claims:
1. Kabelstrang mit
einem Drahtbündel;
einer Vlies-Außenstruktur, die durch Heißformen in einem Zustand ausgebildet wird, in dem ein Vlies das Drahtbündel bedeckt, und die bei dem Formen eine Vlieskante aufweist; und
einem Hilfselement, das auf einer Außenumfangsfläche der Vlies-Außenstruktur dergestalt ausgebildet ist, dass sich eine Ausbildungsposition der Vlieskante visuell erkennen lässt.

2. Kabelstrang nach Anspruch 1, wobei
die Vlies-Außenstruktur eine Struktur umfasst, die durch Durchführen von Heißformen in einem Zustand erhalten wird, in welchem das Drahtbündel mit dem Vlies umwickelt ist, und
die Vlieskante eine Wicklungsendkante umfasst, die auf einer Außenumfangsfläche in Längsrichtung des Drahtbündels ausgebildet ist.

3. Kabelstrang nach Anspruch 2, wobei das Hilfselement ein Bandmaterial umfasst, welches dergestalt ausgebildet ist, dass es ein Ende aufweist, das ab der Wicklungsendkante freiliegt, und ein anderes Ende, das in die Vlies-Außenstruktur eingebettet ist.

4. Kabelstrang nach Anspruch 3, wobei das andere Ende des Bandmaterials derart angeordnet ist, dass es sich mit einem Abschnitt des Drahtbündels in Kontakt befindet.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kabelstrang, der eine Vlies-Außenstruktur aufweist und genauer gesagt die Einfachheit der Demontage der Vlies-Außenstruktur.

TECHNISCHER HINTERGRUND

Als Kfz-Kabelstrang gibt es einen Kabelstrang mit einer Vlies-Außenstruktur, die durch Heißformen (Heißpressen) eines Vlieses in einem Zustand ausgebildet wird, in dem das Vlies ein Drahtbündel bedeckt. Als Vlies-Außenstruktur gibt es zum Beispiel ein in Patentdokument 1 offenbartes Drahtschutzelement.

5 zeigt eine erläuternde Darstellung, die einen herkömmlichen Kabelstrang mit einer Vlies-Außenstruktur veranschaulicht. Wie in 5 veranschaulicht ist, weist ein Kabelstrang 8 eine Vlies-Außenstruktur 33 auf, die dergestalt ausgebildet ist, dass sie einen Abschnitt eines Außenumfangs eines Drahtbündels 12 bedeckt.

6 und 7 zeigen erläuternde Darstellungen, die ein Herstellungsverfahren des herkömmlichen Kabelstrangs 8 veranschaulichen. Im Folgenden wird anhand von 6 und 7 das Herstellungsverfahren des herkömmlichen Kabelstrangs 8 beschrieben.

Wie in 6 gezeigt ist, weist eine Heißpressform 50, die zum Erhalten der Vlies-Außenstruktur 33 benutzt wird, ein unteres Formteil 60 und ein oberes Formteil 70 auf.

Das untere Formteil 60 ist ein längliches Element, das aus Metall und dergleichen ausgebildet ist und eine exzellente thermische Leitfähigkeit aufweist. Auf einer Hauptfläche (oberen Fläche) des unteren Formteils 60 ist eine untere Formteilfläche 62 ausgebildet. Schematisch ist die untere Formteilfläche 62 in Form einer Rinne ausgebildet, die nach oben und auf beiden Stirnseiten offen ist. Die untere Formteilfläche 62 ist dergestalt ausgebildet, dass sie in Längsrichtung eine Länge aufweist, die mit der Länge eines zu schützenden Abschnitts (von der Vlies-Außenstruktur 33 zu bedeckenden Abschnitts) des Drahtbündels 12 identisch ist.

Ferner sind die Böden an beiden Enden der unteren Formteilfläche 62 in Längsrichtung mit einem halbkreisförmigen Querschnitt ausgebildet, dessen Innendurchmesser einer äußeren Form der Vlies-Außenstruktur 33 entspricht.

Das obere Formteil 70 ist ein längliches Element, das aus Metall und dergleichen ausgebildet ist und eine exzellente thermische Leitfähigkeit aufweist. Auf einer Hauptfläche (unteren Fläche) des oberen Formteils 70 ist eine obere Formteilfläche 72 in Form einer Rinne mit einem bogenförmigen Querschnitt ausgebildet. Die obere Formteilfläche 72 ist mit einer Breite ausgebildet, die es der oberen Formteilfläche 72 erlaubt, innerhalb der unteren Formteilfläche 62 angeordnet zu werden, und die gleichzeitig die obere Öffnung der unteren Formteilfläche 62 ausfüllt. Eine untere Fläche der oberen Formteilfläche 72 ist mit einem halbkreisförmigen Querschnitt ausgebildet, der einen Innendurchmesser aufweist, welcher der äußeren Form der Vlies-Außenstruktur 33 entspricht.

Durch Anordnen der oberen Formteilfläche 72 in der unteren Formteilfläche 62 wird zwischen der oberen Formteilfläche 72 und der unteren Formteilfläche 62 ein Raum ausgebildet, der ein Ausbilden der Vlies-Außenstruktur 33 erlaubt. In dem unteren Formteil 60 und dem oberen Formteil 70 ist ein (in den Zeichnungen nicht gezeigter) Heizmechanismus wie etwa eine Heizvorrichtung vorgesehen.

Im Nachfolgenden wird ein Verfahren zum Herstellen der Vlies-Außenstruktur 33 aus einem Vlies 3 vor dem Formen mithilfe der vorstehend beschriebenen Heißpressform 50 im Einzelnen beschrieben.

Zunächst wird ein Abschnitt des Drahtbündels 12 in einem Zustand, in dem es mit dem Vlies 3 umwickelt ist, in der unteren Formteilfläche 62 des unteren Formteils 60 angeordnet.

Genauer gesagt wird, wie in 7 veranschaulicht ist, das in Längsrichtung ausgerichtete Drahtbündel 12 in einem Zustand in der unteren Formteilfläche 62 angeordnet, in welchem das Vlies 3 um das Drahtbündel 12 (welches durch eine Vielzahl Drähte 11 gebildet ist) gewickelt ist. In diesem Fall wird eine Wicklungsstartkante 3s des Vlieses 3 mit einem doppelseitigen Band oder dergleichen (in den Zeichnungen nicht gezeigt) vorübergehend an dem Drahtbündel 12 fixiert, und eine Wicklungsendkante 3e des Vlieses 3 wird mit einem doppelseitigen Band (in den Zeichnungen nicht gezeigt) vorübergehend an einer Außenumfangsfläche eines bereits gewickelten Abschnitts des Vlieses 3 fixiert.

Anschließend wird die obere Formteilfläche 72 des oberen Formteils 70 in die untere Formteilfläche 62 eingeführt. In diesem Zustand wird das Vlies 3 in der Heißpressform 50 heißgeformt (heißgepresst). Das heißt, in einem Zustand, in dem das Vlies 3 zwischen der unteren Formteilfläche 62 und der oberen Formteilfläche 72 gepresst wird, wird das Vlies 3 erhitzt.

Anschließend, wenn das Vlies 3 gekühlt wird, wird eine Oberfläche des Vlieses 3 in einer Gestalt ausgehärtet, die den Gestalten der unteren Formteilfläche 62 und der oberen Formteilfläche 72 entspricht. Ferner befinden sind überlappende Abschnitte des Vlieses 3 in einem Zustand engen Kontakts, in dem sie aneinander geklebt sind. Auf diese Weise wird die Vlies-Außenstruktur 33 in einem Zustand ausgebildet, in dem sie das Drahtbündel 12 bedeckt, und der Kabelstrang 8 mit der in 5 bezeigten Vlies-Außenstruktur 33 ist damit fertiggestellt.

VORBEKANNTE TECHNISCHE DOKUMENTEPATENTDOKUMENTE

  • Patentdokument Nr. 1: JP 2010-110101A

ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNGVON DER ERFINDUNG ZU LÖSENDE AUFGABEN

Bei der Vlies-Außenstruktur 33 befinden sich die überlappenden Abschnitte des Vlieses 3 vor dem Heißformen in dem Zustand engen Kontakts, in dem sie miteinander verklebt sind. Daher ist es nicht möglich, die Wicklungsendkante 3e visuell zu erkennen, und es ist äußerst schwierig, die Vlies-Außenstruktur 33 zu demontieren, ohne dabei das innenliegende Drahtbündel 12 zu beschädigen.

Falls also bei der Herstellung des Kabelstrangs 8 die Vlies-Außenstruktur 33 fehlerhaft an dem Drahtbündel 12 angebracht wird, etwa aufgrund eines Abmessungsfehlers der Vlies-Außenstruktur 33, unzulänglicher Anbringung am Drahtbündel 12 oder dergleichen, muss nicht nur die Vlies-Außenstruktur 33, sondern muss auch das zu schützende Drahtbündel 12 entsorgt werden, das Drahtbündel 12 kann also nicht wiederverwendet werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Umstände zu lösen und einen Kabelstrang zu schaffen, der das Demontieren lediglich einer Vlies-Außenstruktur erlaubt, ohne dabei ein innenliegendes Drahtbündel zu beschädigen.

MITTEL ZUM LÖSEN DER AUFGABE

Die Aufgabe wird gelöst durch einen Kabelstrang gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung mit: einem Drahtbündel; einer Vlies-Außenstruktur, die durch Heißformen in einem Zustand ausgebildet wird, in dem ein Vlies das Drahtbündel bedeckt, und die bei dem Formen eine Vlieskante aufweist; und einem Hilfselement, das auf einer Außenumfangsfläche der Vlies-Außenstruktur dergestalt ausgebildet ist, dass sich eine Ausbildungsposition der Vlieskante visuell erkennen lässt.

Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung, der sich auf den Kabelstrang des ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung bezieht, umfasst die Vlies-Außenstruktur eine Struktur, die durch Durchführen von Heißformen in einem Zustand erhalten wird, in welchem das Drahtbündel mit dem Vlies umwickelt ist, und die Vlieskante umfasst eine Wicklungsendkante, die auf einer Außenumfangsfläche in Längsrichtung des Drahtbündels ausgebildet ist.

Gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung, der sich auf den Kabelstrang des zweiten Aspekts der vorliegenden Erfindung bezieht, umfasst das Hilfselement ein Bandmaterial, welches dergestalt ausgebildet ist, dass es ein Ende aufweist, das ab der Wicklungsendkante freiliegt, und ein anderes Ende, das in die Vlies-Außenstruktur eingebettet ist.

Gemäß einem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung, der sich auf den Kabelstrang des dritten Aspekts der vorliegenden Erfindung bezieht, ist das andere Ende des Bandmaterials derart angeordnet, dass es sich mit einem Abschnitt des Drahtbündels in Kontakt befindet.

EFFEKT DER ERFINDUNG

Der Kabelstrang gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung weist ein Hilfselement auf, das derart auf der Außenumfangsfläche der Vlies-Außenstruktur ausgebildet ist, dass die Ausbildungsposition der Vlieskante visuell zu erkennen ist. Daher kann durch Einführen eines Instruments zur Demontage ausgehend von der Vlieskante, die anhand des Hilfselements visuell zu erkennen ist, ein Demontagevorgang zum Entfernen lediglich der Vlies-Außenstruktur vergleichsweise einfach erfolgen.

Infolgedessen kann dadurch, dass nur die Vlies-Außenstruktur demontiert wird, ohne das innenliegende Drahtbündel zu beschädigen, das innenliegende Drahtbündel nach der Demontage wiederverwendet werden.

Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung kann in Bezug auf die Vlies-Außenstruktur, die in einem Zustand heißgeformt wird, in dem das Drahtbündel mit dem Vlies umwickelt ist, durch Einführen eines Instruments zur Demontage ausgehend von der Wicklungsendkante, die anhand des Hilfselements zu erkennen ist, ein Demontagevorgang zum Entfernen lediglich der Vlies-Außenstruktur vergleichsweise einfach durchgeführt werden.

Gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das andere Ende des Bandmaterials in die Vlies-Außenstruktur eingebettet, und das eine Ende liegt ab (bzw. hinter) der Wicklungsendkante frei. Daher wird ein Bereich, in dem das Bandmaterial an der Wicklungsendkante vorliegt, zu einem Bereich ohne engen Kontakt, in dem sich überlappende Abschnitte des Vlieses auch nach dem Heißformen nicht in engem Kontakt miteinander befinden.

Da daher über den dem Bereich ohne engen Kontakt ein Instrument zur Demontage vergleichsweise einfach eingeführt werden kann, lässt sich ein Demontagevorgang zum Entfernen lediglich der Vlies-Außenstruktur vergleichsweise einfach durchführen.

Außerdem lässt sich das Bandmaterial einfach abtrennen. Ist also keine Demontage der Vlies-Außenstruktur erforderlich, kann durch Abtrennen und Entfernen des freiliegenden Abschnitts des Bandmaterials eine Beeinträchtigung des Erscheinungsbilds des Kabelstrangs vermieden werden.

Gemäß dem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist das andere Ende des Bandmaterials in Kontakt mit einem Abschnitt des Drahtbündels angeordnet. Daher kann ein Pfad, der von einem Ende zum anderen Ende des Bandmaterials verläuft, als Pfad für die Demontage der Vlies-Außenstruktur benutzt werden, und so kann der Demontagevorgang effizient durchgeführt werden.

Die Aufgaben, Merkmale, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden in der nachstehenden detaillierten Beschreibung der Erfindung und den beigefügten Zeichnungen klarer verdeutlicht.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt eine erläuternde Darstellung, die einen Teil eines Herstellungsverfahrens für einen Kabelstrang der vorliegenden Ausführungsform veranschaulicht.

2 zeigt eine erläuternde Darstellung, die den Kabelstrang in fertiggestelltem Zustand veranschaulicht.

3 zeigt eine erläuternde Darstellung, die eine Situation zu Beginn eines Demontagevorgangs einer Vlies-Außenstruktur des Kabelstrangs veranschaulicht.

4 zeigt eine erläuternde Darstellung, die eine weitere Ausführungsform eines Heißformverfahrens zum Erhalten einer Vlies-Außenstruktur veranschaulicht.

5 zeigt eine erläuternde Darstellung, die einen herkömmlichen Kabelstrang mit einer Vlies-Außenstruktur veranschaulicht.

6 zeigt eine erläuternde Darstellung, die ein Herstellungsverfahren (Teil 1) des herkömmlichen Kabelstrangs veranschaulicht.

7 zeigt eine erläuternde Darstellung, die ein Herstellungsverfahren (Teil 2) des herkömmlichen Kabelstrangs veranschaulicht.

AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

1 zeigt eine erläuternde Darstellung, die einen Teil eines Herstellungsverfahrens für einen Kabelstrang 1 der vorliegenden Ausführungsform veranschaulicht. 2 zeigt eine erläuternde Darstellung, die den Kabelstrang 1 in fertiggestelltem Zustand veranschaulicht. 3 zeigt eine erläuternde Darstellung, die eine Situation zu Beginn eines Demontagevorgangs in Bezug auf eine Vlies-Außenstruktur 30 des Kabelstrangs 1 veranschaulicht.

Wie in 2 veranschaulicht ist, weist der Kabelstrang 1 analog zu der in 6 und 7 veranschaulichten Vlies-Außenstruktur 33 die Vlies-Außenstruktur 30 auf, die durch Heißformen eines Vlieses 3 in einem Zustand ausgebildet wird, in dem das Vlies 3 um ein Drahtbündel 12 gewickelt ist. Ein Außenumfang eines Abschnitts des Drahtbündels 12 wird durch die Vlies-Außenstruktur 30 geschützt.

Daher weist die Vlies-Außenstruktur 30 eine Wicklungsendkante 3e (Vlieskante) auf, die auf einer Außenumfangsfläche der Vlies-Außenstruktur 30 in Längsrichtung des Drahtbündels 12 ausgebildet ist. Jedoch sind während des Heißformens überlappende Abschnitte des Vlieses 3 in einem Zustand engen Kontakts, in dem sie aneinander kleben. Daher ist die Wicklungsendkante 3e selbst nicht visuell zu erkennen.

Wie in 1 gezeigt ist, wird aus diesem Grund das Drahtbündel 12, wenn es vor dem Heißformen ausgehend von einer Wicklungsstartkante 3s bis zu einer Wicklungsendkante 3e mit dem Vlies 3 umwickelt wird, zusätzlich auch mit einem Papierband 2 aus einem Bandmaterial umwickelt, welches als Hilfselement dient. In diesem Fall wird durch das Heißformen in einem Zustand, in welchem der vordere Endabschnitt des Papierbands 2 unter der Wicklungsendkante 3e hervorsteht, wie in 2A gezeigt, ein Ende des Papierbands 2 ab der Wicklungsendkante 3e freigelegt, und das andere Ende wird in der Vlies-Außenstruktur 30 eingebettet.

Indem während des Heißformens ein Ende des Papierbands 2 in einem Zustand, in dem dieses unter der Wicklungsendkante 3e des Vlieses 3 hervorsteht, mittels eines doppelseitigen Klebebandes oder dergleichen vorübergehend auf einer Außenumfangsfläche eines bereits gewickelten Abschnitts des Vlieses 3 fixiert wird, kann, nachdem der Kabelstrang 1 fertiggestellt ist, das eine Ende des Papierbands 2 zuverlässig ab der Wicklungsendkante 3e freiliegen.

Daher ist eine Ansatzposition des Papierbands 2, die auf der Außenumfangsfläche der Vlies-Außenstruktur 30 freiliegt, mit Gewissheit eine Position der Wicklungsendkante 3e. Daher kann durch Bezugnahme auf das Papierband 2 die Wicklungsendkante 3e visuell exakt erkannt werden.

Somit lässt sich ein Demontagevorgang, bei dem lediglich die Vlies-Außenstruktur 30 entfernt werden soll, vergleichsweise einfach durchführen, indem, wie in 3 gezeigt, ein Instrument (wie etwa ein buttermesserförmiges Instrument) zur Demontage ausgehend von der Wicklungsendkante 3e sorgsam eingeführt und so ein Demontagefreiraum 5 von einem Ansatzabschnitt des Papierbands 2 an der Wicklungsendkante 3e her erweitert wird.

Infolgedessen kann dadurch, dass lediglich die Vlies-Außenstruktur 30 demontiert wird, ohne das innenliegende Drahtbündel 12 zu beschädigen, das innenliegende Drahtbündel 12 nach der Demontage wiederverwendet werden.

Ferner kann sich aufgrund des Vorhandenseins des Papierbands 2 ein Abschnitt der Wicklungsendkante 3e vor dem Heißformen nicht in engem Kontakt mit einem von ihm überlappten Abschnitt des Vlieses 3 befinden. Daher wird, wie in 2B gezeigt, die eine vergrößerte Ansicht einer Umgebung des Papierbands aus 2A zeigt, zwischen dem Papierband 2 an der Wicklungsendkante 3e und einer Umgebung davon in einem Bereich ohne engen Kontakt ein Spalt 44 ausgebildet.

Da daher von dem Spalt 44 aus einfach ein Instrument zur Demontage eingeführt werden kann, lässt sich ein Demontagevorgang zum Entfernen lediglich der Vlies-Außenstruktur 30 vergleichsweise einfach durchführen. Wenn ferner der Spalt 44 vergleichsweise breit ist, ist auch eine manuelle Demontage ohne Einsatz eines Instruments möglich.

Weiterhin lässt sich das Papierband 2 einfach abtrennen. Ist also keine Demontage der Vlies-Außenstruktur 30 erforderlich, kann durch Abtrennen und Entfernen des freiliegenden Abschnitts des Papierbands 2 eine Beeinträchtigung des Erscheinungsbilds des Kabelstrangs 1 vermieden werden.

Wie in 1 gezeigt ist, kann ferner dadurch, dass das andere Ende des Papierbands 2 in Kontakt mit einem Abschnitt des Drahtbündels 12 angeordnet wird, ein Pfad, der von einem Ende zu dem anderen Ende des Papierbands 2 verläuft, als Pfad für die Demontage der heißgeformten, gewickelten Vlies-Außenstruktur 30 benutzt werden. Dadurch lässt sich der Demontagevorgang der Vlies-Außenstruktur 30 effizienter durchführen.

Indem das andere Ende des Papierbands 2 mit einem doppelseitigen Band oder dergleichen vorübergehend an einem Abschnitt des Drahtbündels 12 fixiert wird, kann das andere Ende des Papierbands 2 zuverlässig derart angeordnet werden, dass es sich nach Fertigstellung des Kabelstrangs 1 in Kontakt mit dem Abschnitt des Drahtbündels 12 befindet.

(Weitere Ausführungsform)

In 1 bis 3 ist die Vlies-Außenstruktur 30 gezeigt, die durch Durchführen von Heißformen in dem Zustand erhalten wird, in welchem das Drahtbündel 12 mit dem Vlies 3 umwickelt ist. Jedoch ist auch eine Vlies-Außenstruktur geeignet, die in einer anderen Ausführungsform heißgeformt wird. 4 zeigt eine erläuternde Darstellung, die eine weitere Ausführungsform eines Heißformverfahrens zum Erhalten einer Vlies-Außenstruktur veranschaulicht.

Wie in 4 gezeigt ist, wird bei der weiteren Ausführungsform ein Heißformverfahren in einem Zustand durchgeführt, in welchem ein Drahtbündel 12, das durch eine Mehrzahl Drähte 11 gebildet ist, zwischen einem oberen Vlieselement 31 und einem unteren Vlieselement 32 von oben und unten eingefasst ist. Im Falle der weiteren, in 4 gezeigten Ausführungsform wird das Heißformen in einem Zustand durchgeführt, in welchem ein Ende eines Papierbands 2 aus einem vorderen Endabschnitt mit engem Kontakt (einer Vlieskante) zwischen einem unteren Ende 31e des oberen Vlieselements 31 und einem oberen Ende 32e des unteren Vlieselements 32 hervorsteht, während sich das andere Ende des Papierbands 2 in Kontakt mit einem Draht 11 befindet (was durch vorübergehendes Fixieren des anderen Endes des Papierbands 2 an dem einen Draht 11 mittels eines doppelseitigen Bandes oder dergleichen möglich ist), und deswegen ist ein Ansatzabschnitt des freiliegenden Papierbands 2 mit Gewissheit der vordere Endabschnitt mit engem Kontakt.

Daher lässt sich durch sorgsames Einführen eines Instruments zur Demontage von dem vorderen Ende mit engem Kontakt aus – analog zu der Vlies-Außenstruktur 30 aus 1 bis 3 – ein Demontagevorgang zum Entfernen lediglich der Vlies-Außenstruktur vergleichsweise einfach durchführen.

Bei der weiteren Ausführungsform besteht die Möglichkeit, dass der aus dem vorderen Ende mit engem Kontakt zwischen dem unteren Ende 31e und dem oberen Ende 32e hervorstehende Abschnitt des Papierbands 2 während des Heißformens abgetrennt wird. Jedoch kann der obenstehend beschriebene Effekt selbst in diesem Fall erreicht werden, sofern ein verbleibender Abschnitt des Papierbands 2 auf einer Außenumfangsfläche der Vlies-Außenstruktur 33 zu erkennen ist.

(Verschiedenes)

Bei der vorliegenden Ausführungsform ist als Bandmaterial das vergleichsweise kostengünstige Papierband 2 veranschaulicht. Jedoch kann anstelle des Papierbands 2 alternativ auch jedes andere Bandmaterial benutzt werden, das ein einfaches Entfernen eines freiliegenden Abschnitts davon nach Ausbildung der Vlies-Außenstruktur 30 ermöglicht und die Ausbildung der Vlies-Außenstruktur 33 während des Heißformens nicht negativ beeinflusst. Zum Beispiel kommt als Ersatz für das Papierband 2 ein Stoffband (wie etwa ein flach gespreiztes schnürsenkelartiges Band) in Betracht. Bei einem Stoffband ist die Wahrscheinlichkeit eines Abtrennens geringer als bei einem Papierband, und daher weist es im Vergleich zu einem Papierband eine überlegene Stabilität beim Ausbilden des vorstehend beschriebenen Pfads für die Demontage auf. Ferner ist es auch möglich, ein Klebeband zu benutzen, das auf einer Seite oder auf beiden Seiten über Haftfähigkeit verfügt. In diesem Fall kann sich das Klebeband während des Heißformens selbst vorübergehend auf der Außenumfangsfläche des Vlieses 3 und auf dem Drahtbündel 12 fixieren.

In Rahmen des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung können geeignete Modifikationen und Auslassungen in Bezug auf die Ausführungsformen erfolgen.

Bezugszeichenliste

1
Kabelstrang
2
Papierband
3
Vlies
11
Draht
12
Drahtbündel
30
Vlies-Außenstruktur