Title:
Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines leitungsvermittelten Fallback-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario
Kind Code:
T5


Abstract:

Es wird ein Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl durch ein Drahtloskommunikationsgerät im Anschluss an einen Anruffehler bereitgestellt. Das Verfahren kann das Bestimmen einer Initiierung eines Sprachanrufs während der Verbindung mit einem ersten Netz umfassen. Das Verfahren kann ferner die Teilnahme an einem leitungsvermittelten Fallback-Verfahren (CSFB) für den Wechsel vom ersten Netz zu einem zweiten Netz als Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs umfassen. Das Verfahren kann zusätzlich das Bestimmen des Eintretens eines Anruffehlers des Sprachanrufs umfassen. Das Verfahren kann ebenfalls als Reaktion auf den Anruffehler das Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums umfassen.




Inventors:
Mathias, Arun G., Calif. (Cupertino, US)
Shi, Jianxong, Calif. (Cupertino, US)
Zhao, Wen, Calif. (Cupertino, US)
Cili, Gencer, Calif. (Cupertino, US)
Mishra, Puneet, Calif. (Cupertino, US)
Ling, Jinghua, Calif. (Cupertino, US)
Xing, Longda, Calif. (Cupertino, US)
Application Number:
DE112013002852T
Publication Date:
03/19/2015
Filing Date:
05/21/2013
Assignee:
Apple Inc. (Calif., Cupertino, US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Fleuchaus, Michael, Dipl.-Phys. Univ., 81369, München, DE
Claims:
1. Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl durch ein Drahtloskommunikationsgerät im Anschluss an einen Anruffehler, das Folgendes umfasst:
Drahtloskommunikationsgerät, das eine Verbindung zu einem LTE-Netz (Long Term Evolution) aufbaut;
Drahtloskommunikationsgerät, das an einem leitungsvermittelten Fallback-Verfahren (CSFB) zum Wechsel vom LTE-Netz zu einem Netz älterer Bauart beteiligt ist, um einen Sprachanruf zu bedienen, wobei das Netz älterer Bauart über einen leitungsvermittelten (CS) Bereich zur Abwicklung des Sprachanrufs verfügt;
Drahtloskommunikationsgerät, das an dem Sprachanruf in dem Netz älterer Bauart teilnimmt;
Drahtloskommunikationsgerät, das das Eintreten eines Anruffehlers des Sprachanrufs bestimmt;
Drahtloskommunikationsgerät, das als Reaktion auf den Anruffehler die Neuauswahl des LTE-Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums sperrt;
Drahtloskommunikationsgerät, das nach Ablauf des Schwellensperrzeitraums zu dem LTE-Netz umwählt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Sperren der Neuauswahl Folgendes umfasst:
Einstellen eines Timers, der einen Zeitraum hat, der dem Schwellensperrzeitraum entspricht; und
Sperren der Neuauswahl bis zum Ablauf des Timers.

3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Sperren der Neuauswahl des LTE-Netzes das Verhindern einer Leerlaufmodus-Messung des LTE-Netzes während des Schwellensperrzeitraums umfasst.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand erfasster historischer Daten bestimmt wird, die eine Zeit anzeigen, die es gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem oder mehreren vorherigen Anruffehler-Szenarien aufzubauen.

5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die historischen Daten durch eine Netz-Entität wenigstens zum Teil anhand von Anruffehler-Szenarien erfasst werden, die durch Nutzer des Netzes älterer Bauart innerhalb eines bestimmten geografischen Gebiets angetroffen werden, und wobei der Schwellensperrzeitraum durch das Netz älterer Bauart an das Drahtloskommunikationsgerät übermittelt wird.

6. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand eines Mittelwerts einer Wahrscheinlichkeitsverteilungsfunktion einer Zufallsvariablen zur Modellierung der historischen Daten bestimmt wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Schwellensperrzeitraum des Weiteren aufgrund einer Standardabweichung der Zufallsvariablen bestimmt wird.

8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei der Schwellensperrzeitraum definiert ist als tBarring, wobei: und wobei tcallback die Zufallsvariable zur Modellierung der historischen Daten darstellt.

9. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Schwellensperrzeitraum des Weiteren auf der Grundlage eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder einer Dauer des Sprachanrufes und/oder einer Beziehung zwischen Parteien des Sprachanrufs bestimmt wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei dem Drahtloskommunikationsgerät mehrere Schwellensperrzeiträume übermittelt werden, die wenigstens zum Teil anhand der historischen Daten bestimmt werden; wobei das Verfahren ferner umfasst:
Auswählen eines Schwellensperrzeitraums aus den übermittelten mehreren Schwellen wenigstens zum Teil basierend auf dem Mobilitätszustand des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder der Dauer des Sprachanrufs und/oder der Beziehung zwischen Rufparteien; und
Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer des ausgewählten Schwellensperrzeitraums.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil danach bestimmt wird, ob der Sprachanruf ein Notruf ist.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Neuauswahl des LTE-Netzes vor einem Ende des Schwellensperrzeitraums in einem Fall gestattet ist, in dem das Drahtloskommunikationsgerät zur Neuauswahl des LTE-Netzes durch einen Netzbefehl angewiesen wird.

13. Drahtloskommunikationsgerät, das Folgendes umfasst:
mindestens einen Sendeempfänger, der dafür konfiguriert ist, Daten an ein erstes Netz und ein zweites Netz zu senden und Daten von einem ersten Netz und einem zweiten Netz zu empfangen; und
Verarbeitungsschaltungen, die mit dem mindestens einen Sendeempfänger gekoppelt sind, wobei die Verarbeitungsschaltungen dafür konfiguriert sind, das Drahtloskommunikationsgerät dazu zu veranlassen, wenigstens:
eine Initiierung eines Sprachanrufs während der Verbindung mit dem ersten Netz zu bestimmen;
die Teilnahme an einem leitungsvermittelten Fallback-Verfahren (CSFB) für den Wechsel vom ersten Netz zu einem zweiten Netz als Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs;
ein Eintreten eines Anruffehlers des Sprachanrufs zu bestimmen; und
als Reaktion auf den Anruffehler die Neuauswahl der Sperre für einen Schwellensperrzeitraum auf das erste Netz umzustellen.

14. Drahtloskommunikationsgerät nach Anspruch 13, wobei die Neuauswahl des ersten Netzes vor einem Ende des Schwellensperrzeitraums in einem Fall gestattet ist, in dem das Drahtloskommunikationsgerät zur Neuauswahl des ersten Netzes durch einen Netzbefehl angewiesen wird.

15. Drahtloskommunikationsgerät nach Anspruch 13, wobei der Schwellensperrzeitraum durch eine Netz-Entität bestimmt ist, basierend wenigstens zum Teil auf historischen Daten, die eine Zeit anzeigen, die es in einem oder mehreren früheren Anruffehler-Szenarien in zweiten Netz gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an ein Anruffehler-Szenario aufzubauen, und wobei der Schwellensperrzeitraum durch die Netz-Entität an das Drahtloskommunikationsgerät übermittelt wird.

16. Drahtloskommunikationsgerät nach Anspruch 15, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand eines Mittelwerts einer Wahrscheinlichkeitsverteilungsfunktion einer Zufallsvariablen zur Modellierung von historischen Daten und einer Standardabweichung der Zufallsvariablen bestimmt wird.

17. Drahtloskommunikationsgerät nach Anspruch 16, wobei der Schwellensperrzeitraum definiert ist als tBarring, wobei: und wobei tcallback die Zufallsvariablen zur Modellierung von historischen Daten darstellt.

18. Drahtloskommunikationsgerät nach einem der Ansprüche 13 bis 17, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens teilweise anhand eines Mobilitätszustandes des Drahtloskommunikationsgeräts bestimmt wird, wobei die Dauer des Schwellensperrzeitraums in umgekehrter Beziehung zur Geschwindigkeit des Drahtloskommunikationsgeräts steht.

19. Drahtloskommunikationsgerät nach einem der Ansprüche 13 bis 17, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens teilweise anhand der Dauer des Sprachanrufs bestimmt wird, wobei die Dauer des Schwellensperrzeitraums in direkter Beziehung zur Dauer des Sprachanrufs steht.

20. Drahtloskommunikationsgerät nach einem der Ansprüche 13 bis 17, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil nach einem vorherigen Kommunikationsverlauf zwischen Parteien des Sprachanrufs bestimmt wird.

21. Drahtloskommunikationsgerät nach einem der Ansprüche 13 bis 17, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil danach bestimmt wird, ob eine Gegenpartei des Sprachanrufs in einer Kontaktliste steht, die in dem Drahtloskommunikationsgerät implementiert ist.

22. Drahtloskommunikationsgerät nach einem der Ansprüche 13 bis 17, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil danach bestimmt wird, ob der Sprachanruf ein Notruf ist.

23. Computerprogrammprodukt zum Verzögern einer Netzneuauswahl durch ein Drahtloskommunikationsgerät im Anschluss an einen Anruffehler, wobei das Computerprogrammprodukt wenigstens ein nicht transientes computerlesbares Speichermedium enthält, auf dem Programmcode gespeichert ist, wobei der Computerprogrammcode Folgendes umfasst:
Programmcode zum Bestimmen einer Initiierung eines Sprachanrufs während der Verbindung mit einem ersten Netz;
Programmcode zur Teilnahme an einem leitungsvermittelten Fallback-Verfahren (CSFB) für den Wechsel vom ersten Netz zu einem zweiten Netz als Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs;
Programmcode für die Bestimmung des Eintretens eines Anruffehlers des Sprachanrufs; und
Programmcode, um als Reaktion auf den Anruffehler die Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums zu sperren.

24. Computerprogrammprodukt nach Anspruch 23, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil basierend auf einem vom Netz bereitgestellten Wert durch eine Netz-Entität bestimmt wird, die wenigstens zum Teil anhand eines Mittelwerts einer Wahrscheinlichkeitsverteilungsfunktion einer Zufallsvariablen zur Modellierung von historischen Daten bestimmt wird, die eine Zeit anzeigen, die es gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem oder mehreren vorherigen Anruffehler-Szenarien im zweiten Netz aufzubauen, und auf einer Standardabweichung der Zufallsvariablen.

25. Computerprogrammprodukt nach Anspruch 24, wobei dem Drahtloskommunikationsgerät eine Vielzahl von Schwellensperrzeiträumen bereitgestellt wird, und wobei der Computerprogrammcode ferner Folgendes umfasst:
Programmcode zum Auswählen eines Schwellensperrzeitraums aus der bereitgestellten Vielzahl von Schwellen, auf der Grundlage eines Zustands des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder einer Dauer des Sprachanrufes und/oder einer Beziehung zwischen Parteien des Sprachanrufs, und
wobei der Programmcode zum Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes Programmcode zum Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für den gewählten Schwellensperrzeitraum enthält.

26. Computerprogrammprodukt nach einem der Ansprüche 24 und 25, wobei der vom Netz bereitgestellte Wert ein bestimmtes geografisches Gebiet spezifiziert und wobei der Computerprogrammcode ferner umfasst:
Programmcode zum Empfang eines vom Netz bereitgestellten Werts als Reaktion auf den Wechsel des Drahtloskommunikationsgeräts in ein neues geografisches Gebiet.

27. Gerät zum Verzögern einer Netzneuauswahl durch ein Drahtloskommunikationsgerät im Anschluss an einen Anruffehler, wobei das Gerät Folgendes umfasst:
Mittel zum Aufbauen einer Verbindung zu einem ersten Netz;
Mittel zum Teilnehmen an einem leitungsvermittelten Fallback-Verfahren (CSFB) für den Wechsel vom ersten Netz zum zweiten Netz als Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs;
Mittel zum Bestimmen des Eintretens eines Anruffehlers des Sprachanrufs; und
Mittel zum Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums in Reaktion auf den Anruffehler.

28. Gerät nach Anspruch 27, wobei das Mittel zum Sperren der Neuauswahl Folgendes umfasst:
Mittel zum Einstellen eines Timers, der einen Zeitraum hat, der dem Schwellensperrzeitraum entspricht; und
Mittel zum Sperren der Neuauswahl bis zum Ablauf des Timers.

29. Gerät nach Anspruch 27, wobei das Mittel zum Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes das Verhindern einer Leerlaufmodus-Messung des ersten Netzes während des Schwellensperrzeitraums umfasst.

30. Gerät nach einem der Ansprüche 27 bis 29, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand erfasster historischer Daten bestimmt wird, die eine Zeit anzeigen, die es gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem oder mehreren vorherigen Anruffehler-Szenarien aufzubauen.

31. Gerät nach Anspruch 30, wobei die historischen Daten durch eine Netz-Entität wenigstens zum Teil anhand von Anruffehler-Szenarien erfasst werden, die durch Nutzer des zweiten Netzes innerhalb eines bestimmten geografischen Gebiets angetroffen werden, und wobei der Schwellensperrzeitraum durch das zweite Netz an das Drahtloskommunikationsgerät übermittelt wird.

32. Gerät nach Anspruch 30, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand eines Mittelwerts einer Wahrscheinlichkeitsverteilungsfunktion einer Zufallsvariablen zur Modellierung von historischen Daten bestimmt wird.

33. Gerät nach Anspruch 32, wobei der Schwellensperrzeitraum des Weiteren aufgrund einer Standardabweichung der Zufallsvariablen bestimmt wird.

34. Gerät nach Anspruch 33, wobei der Schwellensperrzeitraum definiert ist als tBarring, wobei: und wobei tcallback die Zufallsvariablen zur Modellierung von historischen Daten darstellt.

35. Gerät nach Anspruch 30, wobei der Schwellensperrzeitraum des Weiteren auf der Grundlage eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder einer Dauer des Sprachanrufes und/oder einer Beziehung zwischen Parteien des Sprachanrufs bestimmt wird.

36. Gerät nach Anspruch 35, wobei dem Drahtloskommunikationsgerät mehrere Schwellensperrzeiträume übermittelt werden, die wenigstens zum Teil anhand der historischen Daten bestimmt werden; wobei das Gerät ferner umfasst:
Mittel zur Auswahl eines Schwellensperrzeitraums aus den übermittelten mehreren Schwellen, wenigstens zum Teil basierend auf dem Mobilitätszustand des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder der Dauer des Sprachanrufs und/oder der Beziehung zwischen Rufparteien; und
Mittel zur Sperrung der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer des gewählten Schwellensperrzeitraums.

37. Gerät nach einem der Ansprüche 27 bis 29, wobei der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil danach bestimmt wird, ob der Sprachanruf ein Notruf ist.

38. Gerät nach einem der Ansprüche 27 bis 29, wobei die Neuauswahl des ersten Netzes vor einem Ende des Schwellensperrzeitraums in einem Fall gestattet ist, in dem das Drahtloskommunikationsgerät zur Neuauswahl des ersten Netzes durch einen Netzbefehl angewiesen wird.

Description:
GEBIET DER BESCHRIEBENEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die beschriebenen Ausführungsformen betreffen allgemein die drahtlose Kommunikation, und betreffen insbesondere das Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines leitungsvermittelten Fallback-Verfahrens (Circuit Switched Fallback, CSFB) in einem Anruffehler-Szenario.

STAND DER TECHNIK

Derzeit werden Mobilfunknetze entwickelt und eingesetzt, die mit neueren Funkzugangstechnologie-Systemen (Radio Access Technology, RAT), wie zum Beispiel LTE-Systemen (Long Term Evolution) arbeiten. Netze, die mit diesen neueren RATs arbeiten, unterstützen oft schnellere Datenraten als Netze, die mit RATs älterer Bauart arbeiten, wie zum Beispiel RATs der zweiten Generation (2G) und der dritten Generation (3G), darunter UMTS-Netze (Universal Mobile Telecommunications System) und GSM-Netze (Global System for Mobile Communications). Jedoch kann es sein, dass LTE und andere neue RATs in einigen Realisierungen einige Dienste, die durch Netze älterer Bauart verarbeitet werden können, nicht in vollem Umfang unterstützen. Dementsprechend werden oft LTE-Netze in überlappenden Regionen gemeinsam mit Netzen älterer Bauart verwendet, und Drahtloskommunikationsgeräte können zwischen RATs pendeln, so wie die Dienste oder der Versorgungsbereich es verlangen. Beispielsweise ist es in einigen Realisierungen möglich, dass LTE-Netze keine Sprachanrufe unterstützen können. Das heißt, wenn ein Drahtloskommunikationsgerät einen Sprachanruf empfängt oder initiiert, während es mit einem Netz verbunden ist, das Datensitzungen, aber keine Sprachanrufe unterstützt, so kann das Drahtloskommunikationsgerät ein leitungsvermitteltes Fallback-Verfahren (CSFB) ausführen, um zu einem Netz älterer Bauart zu wechseln, das Sprachanrufe unterstützt.

Aufgrund der schnelleren Datenraten, die durch LTE-Netze angeboten werden, werden die Geräte oft dafür konfiguriert, zu einem LTE-Netz umzuwählen, sofern eines zur Verfügung steht, nachdem ein Sprachanruf terminiert wurde, für den ein CSFB-Verfahren ausgeführt wurde. Jedoch resultiert in einigen Fällen die Terminierung eines Sprachanrufs aus einem Anruffehler-Szenario, wie zum Beispiel einem abgeworfenen Ruf, einem Rufaufbaufehler oder dergleichen. In solchen Fällen kann ein Nutzer im Anschluss an den Anruffehler einen Folgeanruf absetzen. Da der Folgeanruf ebenfalls durch das Netz älterer Bauart verarbeitet werden müsste, muss, wenn das Gerät sofort das LTE-Netz nach dem Anruffehler umwählt, ein weiteres CSFB-Verfahren ausgeführt werden, um den Folgeanruf zu verarbeiten, wodurch den Rufaufbau verzögert wird. Des Weiteren führt die wiederholte Ausführung eines CSFB-Verfahrens insofern zu einem Pingpong-Effekt, als ein Gerät zwischen einem LTE-Netz und einem Netz älterer Bauart hin und her pendeln kann, insbesondere in Situationen, in denen es zu mehreren Anruffehlern kommt. Darüber hinaus ist das Gerät während des Netzneuauswahlprozesses möglicherweise nicht in der Lage, einen abgehenden Ruf zu initiieren oder eine Seite für einen ankommenden Ruf zu empfangen. Insofern kann eine vorzeitige Neuauswahl des LTE-Netzes zu weiteren Anruffehlern und verpassten Anrufen führen.

KURZDARSTELLUNG DER BESCHRIEBENEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Einige im vorliegenden Text offenbarten Ausführungsformen stellen ein Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario bereit. In dieser Hinsicht kann ein Drahtloskommunikationsgerät gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen die Neuauswahl aus einem Netz älterer Bauart zurück zu einem ersten Netz im Anschluss an das Eintreten eines Anruffehlers eines Sprachanrufs verzögern. Die Verzögerung kann die Dauer eines konfigurierbaren Schwellensperrzeitraums haben. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand historischer Daten bestimmt werden, die eine Zeit anzeigen, die es gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem oder mehreren vorherigen Anruffehler-Szenarien aufzubauen. Dementsprechend können einige beispielhafte Ausführungsformen die Rufaufbauzeit im Anschluss an einen Anruffehler verkürzen, indem eine Neuauswahl so verzögert wird, dass die Neuauswahl nicht vorzeitig stattfindet, was die Ausführung eines weiteren CSFB-Verfahrens erforderlich machen würde. Des Weiteren können einige beispielhafte Ausführungsformen einen Rufaufbaufehler eines Folgeanrufs, der während eines vorzeitigen Neuauswahlprozesses initiiert wurde, vermeiden, da das Verzögern einer Neuauswahl einer Partei des fehlgeschlagenen Rufs Zeit verschafft, einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an den fehlgeschlagenen Sprachanruf aufzubauen.

In einer ersten Ausführungsform wird ein Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl durch ein Drahtloskommunikationsgerät im Anschluss an einen Anruffehler bereitgestellt. Das Verfahren der ersten Ausführungsform kann Folgendes enthalten: Bestimmen einer Initiierung eines Sprachanrufs während einer Verbindung mit einem ersten Netz; Teilnahme an einem CSFB-Verfahren für einen Wechsel von dem ersten Netz zu einem zweiten Netz in Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs; Bestimmen eines Eintretens eines Anruffehlers des Sprachanrufs; und, in Reaktion auf den Anruffehler, Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums.

In einer zweiten Ausführungsform wird ein Drahtloskommunikationsgerät bereitgestellt. Das Drahtloskommunikationsgerät der zweiten Ausführungsform kann mindestens einen Sendeempfänger und Verarbeitungsschaltungen, die mit dem mindestens einen Sendeempfänger gekoppelt sind, enthalten. Der mindestens eine Sendeempfänger kann dafür konfiguriert sein, Daten an ein erstes Netz und ein zweites Netz zu senden und Daten von einem ersten Netz und einem zweiten Netz zu empfangen. Die Verarbeitungsschaltungen können dafür konfiguriert sein, das Drahtloskommunikationsgerät zu veranlassen, mindestens eine Initiierung eines Sprachanrufs während der Verbindung mit dem ersten Netz zu bestimmen; an einem CSFB-Verfahren für einen Wechsel von dem ersten Netz zu dem zweiten Netz in Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs teilzunehmen; ein Eintreten eines Anruffehlers des Sprachanrufs zu bestimmen; und, in Reaktion auf den Anruffehler, die Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums zu sperren.

In einer dritten Ausführungsform wird ein Computerprogrammprodukt bereitgestellt. Das Computerprogrammprodukt der dritten Ausführungsform kann mindestens ein nicht transientes computerlesbares Speichermedium enthalten, auf dem Programmcode gespeichert ist. Der Programmcode kann Folgendes enthalten: Programmcode zum Bestimmen einer Initiierung eines Sprachanrufs während einer Verbindung mit einem ersten Netz; Programmcode zur Teilnahme an einem leitungsvermittelten Fallback-Verfahren (CSFB) für einen Wechsel von dem ersten Netz zu einem zweiten Netz in Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs; Programmcode zum Bestimmen eines Eintretens eines Anruffehlers des Sprachanrufs; und Programmcode zum, in Reaktion auf den Anruffehler, Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums.

In einer vierten Ausführungsform wird eine Vorrichtung bereitgestellt, die Folgendes enthalten kann: Mittel zum Bestimmen einer Initiierung eines Sprachanrufs während einer Verbindung mit einem ersten Netz; Mittel zur Teilnahme an einem CSFB-Verfahren für einen Wechsel von dem ersten Netz zu einem zweiten Netz in Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs; Mittel zum Bestimmen eines Eintretens eines Anruffehlers des Sprachanrufs; und Mittel zum, in Reaktion auf den Anruffehler, Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums.

Die obige Kurzdarstellung dient lediglich der Zusammenfassung einiger beispielhafter Ausführungsformen der Erfindung, um ein grundlegendes Verständnis einiger Aspekte der Erfindung zu ermöglichen. Dementsprechend ist dem Fachmann klar, dass die oben beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen lediglich Beispiele sind und nicht so ausgelegt werden dürfen, dass sie das Wesen oder den Schutzumfang der Erfindung in irgendeiner Weise einschränken. Weitere Ausführungsformen, Aspekte und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung ersichtlich, wenn sie in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen gelesen wird, die beispielhaft die Prinzipien der beschriebenen Ausführungsformen veranschaulichen.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die beschriebenen Ausführungsformen und ihre Vorteile können am besten anhand der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen verstanden werden. Diese Zeichnungen sind nicht unbedingt maßstabsgetreu gezeichnet und beschränken in keiner Weise Änderungen in Form und Detail, die durch einen Fachmann an den beschriebenen Ausführungsformen vorgenommen werden können, ohne vom Wesen und Schutzumfang der beschriebenen Ausführungsformen abzuweichen.

1 veranschaulicht überlappende Versorgungsbereiche eines Netzes der vierten Generation und eines Netzes älterer Bauart gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen;

2 veranschaulicht ein Drahtloskommunikationssystem gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen.

3 veranschaulicht ein Blockschaubild einer Vorrichtung, die in einem Drahtloskommunikationsgerät implementiert werden kann, gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen.

4 veranschaulicht ein Blockschaubild einer Schwellenbereitstellungsvorrichtung gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen.

5 veranschaulicht ein Flussdiagramm gemäß einem beispielhaften Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen.

6 veranschaulicht ein Flussdiagramm gemäß einem weiteren beispielhaften Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen.

7 veranschaulicht ein beispielhaftes Verbindungsschaubild, das Verbindungen zwischen Entitäten des Systems von 2 im Zusammenhang mit dem Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen veranschaulicht.

8A veranschaulicht unnötige Signalgaben, wozu es kommen kann, wenn eine Sperrschwelle verwendet wird, die zu kurz ist.

8B veranschaulicht eine Dienstqualitätsverschlechterung, wozu es kommen kann, wenn eine Sperrschwelle verwendet wird, die zu lang ist.

8C veranschaulicht ein Verbindungsschaubild, wo eine optimale Sperrschwelle verwendet wird, gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen.

9 veranschaulicht das Bereitstellen von Schwellensperrzeiträumen und einer Schwellensperrzeitraumauswahl gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen.

10 veranschaulicht ein Zustandsdiagramm gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen.

11 veranschaulicht ein Flussdiagramm gemäß einem beispielhaften Verfahren zum Berechnen und Bereitstellen eines Schwellensperrzeitraums gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen.

12 veranschaulicht ein Flussdiagramm gemäß einem beispielhaften Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario für die Dauer eines durch ein Netz bereit gestellten Schwellensperrzeitraums gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen.

13 veranschaulicht ein Flussdiagramm gemäß einem weiteren beispielhaften Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario für die Dauer eines durch ein Netz bereit gestellten Schwellensperrzeitraums gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG AUSGEWÄHLTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

In diesem Abschnitt werden repräsentative Anwendungen der im vorliegenden Text offenbarten Verfahren und Vorrichtungen beschrieben. Diese Beispiele werden einzig zu dem Zweck beschrieben, einen Kontext herzustellen und das Verständnis der beschriebenen Ausführungsformen zu unterstützen. Dem Fachmann leuchtet daher ein, dass die beschriebenen Ausführungsformen ohne einige oder alle dieser konkreten Details praktiziert werden können. In anderen Fällen wurde auf die detaillierte Beschreibung vertrauter Prozessschritte verzichtet, um zu vermeiden, dass die beschriebenen Ausführungsformen unnötig verkompliziert werden. Es sind noch andere Anwendungen möglich, so dass die folgenden Beispiele nicht als einschränkend verstanden werden dürfen.

In der folgenden detaillierten Beschreibung wird auf die begleitenden Zeichnungen Bezug genommen, die einen Teil der Beschreibung bilden und in denen beispielhaft konkrete Ausführungsformen gemäß den beschriebenen Ausführungsformen gezeigt sind. Obgleich diese Ausführungsformen ausreichend detailliert beschrieben werden, um einem Fachmann das Praktizieren der beschriebenen Ausführungsformen zu ermöglichen, versteht es sich, dass diese Beispiele nicht einschränkend sind, so dass auch andere Ausführungsformen verwendet werden können, und es können Änderungen vorgenommen werden, ohne vom Wesen und Schutzumfang der beschriebenen Ausführungsformen abzuweichen.

Einige im vorliegenden Text offenbarte Ausführungsformen verzögern die Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario. Insbesondere kann gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen, wenn ein Drahtloskommunikationsgerät einen Anruffehler, wie zum Beispiel einen abgeworfenen Ruf, einen Rufaufbaufehler oder dergleichen, erleidet, nachdem ein CSFB von einem ersten Netz zu einem Netz älterer Bauart zum Verarbeiten des Sprachanrufs ausgeführt wurde, das Gerät für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums im Anschluss an den Anruffehler gegen eine Neuauswahl des ersten Netzes gesperrt werden. In dieser Hinsicht sind Drahtloskommunikationsgeräte in der Regel dafür konfiguriert, LTE- und andere Netze zu bevorzugen, die schnellere Datenraten zu Netzen älterer Bauart, die langsamere Datenraten haben, anbieten, weshalb die Neuauswahl des ersten Netzes eine voreingestellte Standardpräferenz für das Drahtloskommunikationsgerät bei Terminierung eines Sprachanrufs sein kann. Dementsprechend stellen einige beispielhafte Ausführungsformen das Sperren einer Neuauswahl für die Dauer eines Zeitraums im Anschluss an ein Anruffehler-Szenario bereit.

Das Sperren der Neuauswahl für die Dauer des Sperrzeitraums kann einen Pingpong-Effekt oder eine Wettlaufsituation des Hin- und Herpendelns zwischen dem ersten Netz und dem Netz älterer Bauart vermeiden, wozu es sonst kommen könnte, wenn das Drahtloskommunikationsgerät vorzeitig zu dem ersten Netz im Anschluss an den Anruffehler umwählt und ein nachfolgender Ruf schon bald nach der Neuauswahl des ersten Netzes abgesetzt wird. Des Weiteren kann die Nutzung des Schwellensperrzeitraums die Zeitdauer verkürzen, die der Aufbau eines nachfolgenden Sprachanrufs in Anspruch nimmt. In dieser Hinsicht können durch Verzögern einer Neuauswahl unnötige Signalgaben im Zusammenhang mit einer vorzeitigen Neuauswahl und das Ausführen eines zweiten CSFB-Verfahrens vermieden werden. Des Weiteren können Rufaufbaufehler eines nachfolgenden Rufs, der während eines vorzeitigen Neuauswahlprozesses initiiert wird, vermieden werden. In dieser Hinsicht können einige beispielhafte Ausführungsformen Situationen vermeiden, in denen ein Ruf während einer vorzeitigen Neuauswahl initiiert wird, bei der ein Drahtloskommunikationsgerät möglicherweise keine aufgebaute Verbindung zu einem Netz hat, das die Initiierung eines abgehenden Rufes oder das Empfangen einer Seite für einen ankommenden Ruf gestattet.

1 veranschaulicht überlappende Versorgungsbereiche eines Netzes der vierten Generation (4G) 102 und eines Netzes älterer Bauart 104 in einem Kommunikationssystem 100 gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. Das 4G-Netz 102 kann beispielsweise ein auf einem LTE-Standard basierendes Netz sein, wie zum Beispiel ein LTE-Netz oder ein (LTE-A)-Netz (LTE-Advanced), oder ein anderes Netz, das schnellere Datenraten als Netze älterer Bauart bieten kann, wie zum Beispiel 2G- und 3G-Netze, aber möglicherweise keine Sprachanrufe unterstützt. Dem Fachmann ist klar, dass das 4G-Netz beispielhaft und nicht zum Zweck der Einschränkung veranschaulicht ist. In dieser Hinsicht können andere Netze, die es heute bereits gibt oder die erst noch entwickelt werden, und die höhere Datenraten bieten, aber keine CS-Sprachanrufe unterstützen, innerhalb des Schutzumfang der Offenbarung an die Stelle des 4G-Netzes 102 treten. Das Netz älterer Bauart 104 kann jedes Netz älterer Bauart sein, das einen CS-Bereich hat, um CS-Sprachanrufe zu unterstützen. Als ein nicht-einschränkendes Beispiel kann das Netz älterer Bauart 104 ein 3G-Netz sein, wie zum Beispiel ein WCDMA-(Wideband Code Division Multiple Access) oder ein anderes UMTS-Netz (Universal Mobile Telecommunications System), wie zum Beispiel ein TD-SCDMA-Netz (Time Division Synchronous Code Division Multiple Access). Als ein weiteres Beispiel kann das Netz älterer Bauart 104 ein CDMA2000-Netz sein, wie zum Beispiel ein 1 × RTT-Netz, oder ein anderes Netz, das durch das 3GPP2 (Third Generation Partnership Project 2) standardisiert wurde und einen CS-Bereich unterstützt. Als ein weiteres Beispiel kann das Netz älterer Bauart ein 2G-Netz sein, wie zum Beispiel ein GSM-Netz (Global System for Mobile Communications).

Das 4G-Netz 102 und das Netz älterer Bauart 104 können jeweils Versorgungsbereiche haben, die durch die jeweiligen in 1 veranschaulichten Kreise dargestellt sind. Die Versorgungsbereiche können einander überlappen, wie zum Beispiel durch die überlappenden Abschnitte der Kreise in 1 veranschaulicht ist. Ein Drahtloskommunikationsgerät gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen kann sowohl im 4G-Netz 102 als auch im Netz älterer Bauart 104 operieren. Das heißt, wenn sich zum Beispiel das Drahtloskommunikationsgerät in einem Gebiet überlappender Versorgungsbereiche befindet, so kann das Drahtloskommunikationsgerät mit dem 4G-Netz 102 verbunden sein und kann in Reaktion auf die Initiierung eines Sprachanrufs ein CSFB-Verfahren zu dem Netz älterer Bauart 104 ausführen.

2 veranschaulicht ein beispielhaftes System 200 mit mehreren Drahtloskommunikationsnetzen, mit denen sich ein Drahtloskommunikationsgerät 202 verbinden kann, gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. Als ein nicht-einschränkendes Beispiel kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 ein Mobiltelefon, wie zum Beispiel ein Smartphone, ein Tablet-Computer, ein Laptop-Computer oder ein sonstiger Computer sein, der dafür konfiguriert ist, sowohl innerhalb eines ersten Netzes 204 als auch eines Netzes älterer Bauart 206 zu operieren. In einigen beispielhaften Ausführungsformen, wie zum Beispiel jenen, in denen das erste Netz 204 ein LTE-Netz ist, kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 als Teilnehmergerät (User Equipment, UE) bezeichnet werden. Das erste Netz 204 kann jedes beliebige Netz sein, das paketvermittelte (packet switched, PS) Datensitzungen unterstützt und höhere Datenraten als das Netz älterer Bauart 206 verarbeiten kann. Jedoch kann das erste Netz 204 ein Netz sein, das keine CS-Sprachanrufe unterstützt. So kann beispielsweise das erste Netz 204 ein LTE- oder ein anderes 4G-Netz sein, wie zum Beispiel das in 1 veranschaulichte 4G-Netz 102. Das Netz älterer Bauart 206 kann jedes beliebige Netz sein, das CS-Sprachanrufe unterstützt. Jedoch kann das Netz älterer Bauart 206 niedrigere Datenraten als das erste Netz 204 haben. Als ein nicht-einschränkendes Beispiel kann das Netz älterer Bauart 206 ein UMTS- oder ein anderes 3G-Netz, ein GSM- oder ein anderes 2G-Netz oder ein anderes Netz älterer Bauart sein, dass CS-Sprachanrufe unterstützen kann, aber das niedrigere Datenraten als das erste Netz 204 hat. In dieser Hinsicht kann das Netz älterer Bauart 206 das Netz älterer Bauart 104 sein.

Wie in 2 veranschaulicht, kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 innerhalb der Signalgabereichweite sowohl einer Basisstation oder eines anderen Zugangspunkts für das erste Netz 204 als auch einer Basisstation oder eines anderen Zugangspunkts für das Netz älterer Bauart 206 liegen. In dieser Hinsicht kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 in einem Gebiet sich überlappender Versorgungsbereiche des ersten Netzes 204 und des Netzes älterer Bauart 206 liegen. Dementsprechend kann sich das Drahtloskommunikationsgerät 202 mit dem ersten Netz 204 verbinden. In Reaktion auf die Initiierung eines CS-Sprachanrufs (zum Beispiel eines mobil-originierten Sprachanrufs, der durch das Drahtloskommunikationsgerät 202 initiiert wird, oder eines mobil-terminierten Sprachanrufs, der an das Drahtloskommunikationsgerät 202 abgesetzt wird) kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 an einem CSFB-Verfahren zu dem Netz älterer Bauart 206 teilnehmen, so dass der Sprachanruf bedient werden kann. Das CSFB-Verfahren kann beispielsweise so ausgeführt werden, wie es im Third Generation Partnership Project (3GPP) TS 23.272 Version 11.2.0 (14. September 2002) definiert ist. Dem Fachmann ist jedoch klar, dass das CSFB-Verfahren zusätzlich oder alternativ gemäß einer oder mehreren vorherigen und/oder künftigen Versionen von 3GPP TS 23.272 ausgeführt werden kann. Des Weiteren kann das CSFB-Verfahren in einigen beispielhaften Ausführungsformen gemäß derzeitigen oder künftigen Methodologien zum Ausführen eines CSFB-Verfahrens ausgeführt werden, die durch andere Gremien als 3GPP ausgeführt oder herausgebracht werden.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann das System 200 optional des Weiteren eine Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 enthalten. In Ausführungsformen, die eine Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 enthalten, kann die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 beispielsweise eine durch den Netzanbieter gemanagte Entität sein, die gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen eine Anbieterdatenbank implementieren kann. Die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 kann beispielsweise als ein oder mehrere Server, eine Cloud-Computer-Infrastruktur oder eine andere Computer-Entität ausgeführt sein. Wie weiter unten noch näher beschrieben wird, kann die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 eine Netz-Entität sein, die in einigen beispielhaften Ausführungsformen Daten bezüglich einer Zeit erfassen kann, die es dauert, nachfolgende Sprachanrufe im Anschluss an einen Anruffehler in einem Netz (zum Beispiel dem Netz älterer Bauart 206 und/oder einem anderen Netz) abzusetzen. Die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 solcher beispielhafter Ausführungsformen kann diese Daten verarbeiten, um Schwellensperrzeiträume abzuleiten, die für Geräte wie zum Beispiel das Drahtloskommunikationsgerät 202, das in dem ersten Netz 204 und/oder dem Netz älterer Bauart 206 operiert, bereitgestellt werden können. In dieser Hinsicht kann die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 über eines oder beide des ersten Netzes 204 und des Netzes älterer Bauart 206 zugänglich sein, um es dem Drahtloskommunikationsgerät 202 zu ermöglichen, einen oder mehrere Schwellensperrzeiträume in Ausführungsformen zu erhalten, in denen Schwellensperrzeiträume für das Drahtloskommunikationsgerät 202 durch ein Netz bereitgestellt werden.

3 veranschaulicht ein Blockschaubild einer Vorrichtung 300, die in einem Drahtloskommunikationsgerät 202 implementiert werden kann, gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. In dieser Hinsicht kann die Vorrichtung 300, wenn sie in einem Computer, wie zum Beispiel dem Drahtloskommunikationsgerät 202, implementiert wird, den Computer in die Lage versetzen, innerhalb des Systems 200 gemäß einer oder mehreren beispielhaften Ausführungsformen zu operieren. Dem Fachmann ist klar, dass die Komponenten, Bausteine oder Elemente, die in 3 unten veranschaulicht und mit Bezug auf 3 unten beschrieben sind, nicht obligatorisch sein müssen und dass deshalb in bestimmten Ausführungsformen auf einige von ihnen verzichtet werden kann. Außerdem können einige Ausführungsformen weitere oder andere Komponenten, Bausteine oder Elemente enthalten, die über jene hinausgehen, die in 3 veranschaulicht und mit Bezug auf 3 beschrieben sind.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann die Vorrichtung 300 Verarbeitungsschaltungen 310 enthalten, die dafür konfiguriert werden können, Aktionen gemäß einer oder mehrerer beispielhafter im vorliegenden Text offenbarter Ausführungsformen auszuführen. In dieser Hinsicht können die Verarbeitungsschaltungen 310 dafür konfiguriert sein, eine oder mehrere Funktionen der Vorrichtung 300 gemäß verschiedenen beispielhaften Ausführungsformen auszuführen und/oder deren Ausführung zu steuern, und können so ein Mittel zum Ausführen von Funktionen der Vorrichtung 300 gemäß verschiedenen beispielhaften Ausführungsformen bereitstellen. Die Verarbeitungsschaltungen 310 können dafür konfiguriert sein, Datenverarbeitung, Anwendungsausführung und/oder sonstige Verarbeitungs- und Managementdienste gemäß einer oder mehreren beispielhaften Ausführungsformen auszuführen.

In einigen Ausführungsformen können die Vorrichtung 300 oder ein oder mehrere ihrer Teile oder Komponenten, wie zum Beispiel die Verarbeitungsschaltungen 310, einen oder mehrere Chipsätze enthalten, die jeweils einen oder mehrere Chips enthalten können. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder eine oder mehrere weitere Komponenten der Vorrichtung 300 können daher in einigen Fällen dafür konfiguriert sein, eine Ausführungsform in einem einzelnen Chip oder Chipsatz zu implementieren. In einigen beispielhaften Ausführungsformen, in denen eine oder mehrere Komponenten der Vorrichtung 300 als ein Chipsatz ausgeführt sind, kann der Chipsatz in der Lage sein, einen Computer zu veranlassen, in dem System 200 zu operieren, wenn er in dem Computer implementiert oder anderweitig mit dem Computer wirkverbunden ist. So können beispielsweise eine oder mehrere Komponenten der Vorrichtung 300 einen Chipsatz bereitstellen, der dafür konfiguriert ist, einen Computer in die Lage zu versetzen, über das erste Netz 204 und/oder das Netz älterer Bauart 206 zu operieren.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen können die Verarbeitungsschaltungen 310 einen Prozessor 312 enthalten, und können in einigen Ausführungsformen, wie zum Beispiel der, die in 3 veranschaulicht ist, des Weiteren einen Speicher 314 enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 können mit einem oder mehreren Sendeempfängern 316 und/oder einem Auswahlsteuermodul 318 kommunizieren oder diese anderweitig steuern.

Der Prozessor 312 kann auf vielfältige Weise ausgeführt sein. Beispielsweise kann der Prozessor 312 als verschiedene Verarbeitungsmittel ausgeführt sein, wie zum Beispiel ein Mikroprozessor, ein Koprozessor, ein Controller oder verschiedene andere Computer- oder Verarbeitungsbausteine, einschließlich integrierter Schaltkreise, wie zum Beispiel ein ASIC (anwendungsspezifischer integrierter Schaltkreis), ein FPGA (feldprogrammierbares Gate-Array), Kombinationen davon oder dergleichen. Obgleich als ein einzelner Prozessor veranschaulicht, ist klar, dass der Prozessor 312 auch mehrere Prozessoren umfassen kann. Die mehreren Prozessoren können in operativer Kommunikation miteinander stehen und können gemeinsam dafür konfiguriert sein, eine oder mehrere Funktionen der Vorrichtung 300 auszuführen, die im vorliegenden Text beschrieben sind. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann der Prozessor 312 dafür konfiguriert sein, Befehle auszuführen, die in dem Speicher 314 gespeichert werden können oder auf die der Prozessor 312 auf sonstige Weise zugreifen kann. Insofern ist der Prozessor 312, ob durch Hardware oder durch eine Kombination von Hardware und Software konfiguriert, in der Lage, Operationen gemäß verschiedenen Ausführungsformen auszuführen, während er entsprechend konfiguriert ist.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann der Speicher 314 eine oder mehrere Speichervorrichtungen enthalten. Der Speicher 314 kann feste und/oder auswechselbare Speichervorrichtungen enthalten. In einigen Ausführungsformen kann der Speicher 314 ein nicht transientes computerlesbares Speichermedium bereitstellen, das Computerprogrammbefehle speichern kann, die durch den Prozessor 312 ausgeführt werden können. In dieser Hinsicht kann der Speicher 314 dafür konfiguriert sein, Informationen, Daten, Anwendungen, Befehle und/oder dergleichen zu speichern, um die Vorrichtung 300 in die Lage zu versetzen, verschiedene Funktionen gemäß einer oder mehreren beispielhaften Ausführungsformen auszuführen. In einigen Ausführungsformen kann der Speicher 314 mit einem oder mehreren des Prozessors 312, des einen oder der mehreren Sendeempfänger 316 oder des Auswahlsteuermoduls 318 über einen oder mehrere Busse in Kommunikation stehen, um Informationen zwischen den Komponenten der Vorrichtung 300 weiterzuleiten.

Die Vorrichtung 300 kann des Weiteren einen oder mehrere Sendeempfänger 316 enthalten. Der eine oder die mehreren Sendeempfänger 316 können die Vorrichtung 300 in die Lage versetzen, Drahtlossignale an ein oder mehrere Drahtlosnetze zu senden und Signale von einem oder mehreren Drahtlosnetzen zu empfangen, wie zum Beispiel dem ersten Netz 204 und dem Netz älterer Bauart 206. Insofern können der eine oder die mehreren Sendeempfänger 316 dafür konfiguriert sein, jede Art von Mobilfunk- oder sonstiger Drahtloskommunikationstechnologie zu unterstützen, die durch das erste Netz 204 und/oder das Netz älterer Bauart 206 implementiert werden kann. In einigen beispielhaften Ausführungsformen können der eine oder die mehreren Sendeempfänger 316 einen einzelnen Sendeempfänger enthalten, der dafür konfiguriert ist, das Drahtloskommunikationsgerät 202 in die Lage zu versetzen, sich mit sowohl dem ersten Netz 204 als auch dem Netz älterer Bauart 206 zu verbinden. Alternativ können in einigen beispielhaften Ausführungsformen der eine oder die mehreren Sendeempfänger 316 einen ersten Sendeempfänger enthalten, der dafür konfiguriert ist, das Drahtloskommunikationsgerät 202 in die Lage zu versetzen, sich mit dem ersten Netz 204 zu verbinden, und können einen zweiten Sender/ Empfänger enthalten, der dafür konfiguriert ist, das Drahtloskommunikationsgerät 202 in die Lage zu versetzen, sich mit dem Netz älterer Bauart 206 zu verbinden.

Die Vorrichtung 300 kann des Weiteren ein Auswahlsteuermodul 318 enthalten. Das Auswahlsteuermodul 318 kann als verschiedene Mittel ausgeführt sein, wie zum Beispiel Schaltungen, Hardware, ein Computerprogrammprodukt, das computerlesbare Programmbefehle umfasst, die auf einem computerlesbaren Medium (beispielsweise dem Speicher 314) gespeichert sind und durch einen Verarbeitungsbaustein (beispielsweise den Prozessor 312) oder eine Kombination davon ausgeführt werden. In einigen Ausführungsformen kann der Prozessor 312 (oder können die Verarbeitungsschaltungen 310) das Auswahlsteuermodul 318 enthalten oder anderweitig steuern.

4 veranschaulicht ein Blockschaubild einer Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. Dem Fachmann ist klar, dass die Komponenten, Bausteine oder Elemente, die in 4 unten veranschaulicht und mit Bezug auf 4 unten beschrieben sind, nicht obligatorisch sein müssen und dass deshalb in bestimmten Ausführungsformen auf einige von ihnen verzichtet werden kann. Außerdem können einige Ausführungsformen weitere oder andere Komponenten, Bausteine oder Elemente enthalten, die über jene hinausgehen, die in 4 veranschaulicht und mit Bezug auf 4 beschrieben.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 Verarbeitungsschaltungen 410 enthalten, die dafür konfiguriert werden können, Aktionen gemäß einer oder mehreren beispielhaften im vorliegenden Text offenbarten Ausführungsformen auszuführen. In dieser Hinsicht können die Verarbeitungsschaltungen 410 dafür konfiguriert sein, eine oder mehrere Funktionen der Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 gemäß verschiedenen beispielhaften Ausführungsformen auszuführen und/oder ihre Ausführung zu steuern, und können so ein Mittel zum Ausführen von Funktionen der Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 gemäß verschiedenen beispielhaften Ausführungsformen bereitstellen. Die Verarbeitungsschaltungen 410 können dafür konfiguriert sein, Datenverarbeitung, Anwendungsausführung und/oder sonstige Verarbeitungs- und Managementdienste gemäß einer oder mehreren beispielhaften Ausführungsformen auszuführen.

In einigen Ausführungsformen können die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 oder ein oder mehrere Abschnitte oder eine oder mehrere Komponenten davon, wie zum Beispiel die Verarbeitungsschaltungen 410, einen oder mehrere Chipsätze enthalten, die jeweils einen oder mehrere Chips enthalten können. Die Verarbeitungsschaltungen 410 und/oder eine oder mehrere weitere Komponenten der Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 können daher in einigen Fällen dafür konfiguriert sein, eine Ausführungsform auf einem einzelnen Chip oder Chipsatz zu implementieren.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen können die Verarbeitungsschaltungen 410 einen Prozessor 412 enthalten und können in einigen Ausführungsformen, wie zum Beispiel in 4 veranschaulicht, des Weiteren einen Speicher 414 enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 410 können mit einer Kommunikationsschnittstelle 416 und/oder einem Schwellenbereitstellungsmodul 418 in Kommunikation stehen oder sie anderweitig steuern.

Der Prozessor 412 kann auf vielfältige Weise ausgeführt sein. Beispielsweise kann der Prozessor 412 als verschiedene Verarbeitungsmittel ausgeführt sein, wie zum Beispiel ein Mikroprozessor, ein Koprozessor, ein Controller oder verschiedene andere Computer- oder Verarbeitungsbausteine, einschließlich integrierter Schaltkreise, wie zum Beispiel ein ASIC (anwendungsspezifischer integrierter Schaltkreis), ein FPGA (feldprogrammierbares Gate-Array), Kombinationen davon oder dergleichen. Obgleich als ein einzelner Prozessor veranschaulicht, ist klar, dass der Prozessor 412 auch mehrere Prozessoren umfassen kann. Die mehreren Prozessoren können in operativer Kommunikation miteinander stehen und können gemeinsam dafür konfiguriert sein, eine oder mehrere Funktionen der Vorrichtung 208 auszuführen, die im vorliegenden Text beschrieben sind. In Ausführungsformen, die mehrere Prozessoren enthalten, können die Prozessoren auf einem einzelnen Computer implementiert werden oder können über mehrere Computer verteilt werden, die gemeinsam dafür konfiguriert sein können, Funktionen der Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen bereitzustellen. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann der Prozessor 412 dafür konfiguriert sein, Befehle auszuführen, die in dem Speicher 414 gespeichert sein können oder auf die der Prozessor 412 auf sonstige Weise zugreifen kann. Insofern ist der Prozessor 412, ob durch Hardware oder durch eine Kombination von Hardware und Software konfiguriert, in der Lage, Operationen gemäß verschiedenen Ausführungsformen auszuführen, während er entsprechend konfiguriert ist.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann der Speicher 414 eine oder mehrere Speichervorrichtungen enthalten. In Ausführungsformen, die mehrere Speichervorrichtungen enthalten, können die Speichervorrichtungen auf einem einzelnen Computer implementiert werden oder können über mehrere Computer verteilt sein, die gemeinsam dafür konfiguriert sein können, Funktionen der Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen bereitzustellen. Der Speicher 414 kann feste und/oder auswechselbare Speichervorrichtungen enthalten. In einigen Ausführungsformen kann der Speicher 414 ein nicht transientes computerlesbares Speichermedium bereitstellen, das Computerprogrammbefehle speichern kann, die durch den Prozessor 412 ausgeführt werden können. In dieser Hinsicht kann der Speicher 414 dafür konfiguriert sein, Informationen, Daten, Anwendungen, Befehle und/oder dergleichen zu speichern, um die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 in die Lage zu versetzen, verschiedene Funktionen gemäß einer oder mehreren beispielhaften Ausführungsformen auszuführen. In einigen Ausführungsformen kann der Speicher 414 mit einem oder mehreren des Prozessors 412, der Kommunikationsschnittstelle 416 oder des Schwellenbereitstellungsmoduls 418 über einen oder mehrere Busse in Kommunikation stehen, um Informationen zwischen den Komponenten der Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 weiterzuleiten.

Die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 kann des Weiteren eine Kommunikationsschnittstelle 416 enthalten. Die Kommunikationsschnittstelle 416 kann die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 in die Lage versetzen, mit einem oder mehreren Drahtloskommunikationsgeräten 202 über das erste Netz 204 und/oder über das Netz älterer Bauart 206 zu kommunizieren. In dieser Hinsicht kann die Kommunikationsschnittstelle 416 einen oder mehrere Schnittstellenmechanismen enthalten, um eine Kommunikation mit anderen Geräten und/oder Netzen zu ermöglichen. Insofern kann die Kommunikationsschnittstelle 218 beispielsweise eine Antenne (oder mehrere Antennen) und unterstützende Hardware und/oder Software enthalten, um eine Kommunikation mit einem Drahtloskommunikationsnetz (zum Beispiel einem Mobilfunknetz, WSN und/oder dergleichen) und/oder einem Kommunikationsmodem oder sonstiger Hardware/Software zu ermöglichen, um eine Kommunikation über Kabel, DSL (Digital Subscriber Line), USB (Universal Serial Bus), Ethernet oder sonstige drahtgebundene Vernetzungsverfahren zu unterstützen.

Die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 kann des Weiteren ein Schwellenbereitstellungsmodul 418 enthalten. Das Schwellenbereitstellungsmodul 418 kann als verschiedene Mittel ausgeführt sein, wie zum Beispiel Schaltungen, Hardware, ein Computerprogrammprodukt, das computerlesbare Programmbefehle umfasst, die auf einem computerlesbaren Medium (beispielsweise dem Speicher 414) gespeichert sind und durch einen Verarbeitungsbaustein (beispielsweise den Prozessor 412) ausgeführt werden, oder Kombination davon. In einigen Ausführungsformen können der Prozessor 412 (oder die Verarbeitungsschaltungen 410) das Schwellenbereitstellungsmodul 418 enthalten oder anderweitig steuern.

Das Auswahlsteuermodul 318 kann in einigen beispielhaften Ausführungsformen dafür konfiguriert sein, das Eintreten eines Anruffehlers eines Sprachanrufs (zum Beispiel eines leitungsvermittelten Sprachanrufs) zu bestimmen, für den ein CSFB-Verfahren für einen Wechsel von dem ersten Netz 204 zu dem Netz älterer Bauart 206 ausgeführt wurde. Der Anruffehler kann beispielsweise ein Rufabwurf, ein Rufaufbaufehler oder ein sonstiger Zustand sein, der zu einer vorzeitigen Terminierung des Sprachanrufs führt. Das Auswahlsteuermodul 318 kann dafür konfiguriert sein, in Reaktion auf den Anruffehler die Neuauswahl des ersten Netzes 204 für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums zu sperren. Beispielsweise kann das Auswahlsteuermodul 318 einen Timer, der einen Zeitraum hat, welcher dem Schwellensperrzeitraum entspricht, in Reaktion auf den Anruffehler einstellen und kann die Neuauswahl des ersten Netzes 204 bis zum Ablauf des Timers sperren.

Der Schwellensperrzeitraum kann beispielsweise eine vorkonfigurierte konstante Länge haben. Zusätzlich oder alternativ kann, wie weiter unten noch näher beschrieben wird, die Länge des Schwellensperrzeitraums durch das Auswahlsteuermodul 318 wenigstens zum Teil anhand einer oder mehrerer Bedingungen abgeleitet werden, die sich auf den fehlgeschlagenen Sprachanruf beziehen, wie zum Beispiel eines Zustands des Drahtloskommunikationsgeräts 202 zum Zeitpunkt des Anruffehlers, einer Dauer des Sprachanrufs, einer Beziehung zwischen Parteien des Sprachanrufs, und/oder sonstiger Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit, dass ein nachfolgender Sprachanruf initiiert wird, und/oder eine Zeit, die es dauern kann, einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an den Anruffehler aufzubauen, beeinflussen können. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum durch Informationen bereitgestellt und/oder von Informationen abgeleitet werden, die durch die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen bereitgestellt werden können.

Dem Fachmann ist klar, dass das Sperren der Neuauswahl für die Dauer des Schwellensperrzeitraums jegliche einer Vielzahl von Aktionen enthalten kann, die verhindern können, dass das Drahtloskommunikationsgerät 202 zu dem ersten Netz 204 zurück wechselt. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann eine Leerlaufmodusmessung des ersten Netzes 204 während des Schwellensperrzeitraums verhindert werden, so dass das Drahtloskommunikationsgerät 202 keine Messung des ersten Netzes 204 vornehmen und zu diesem wechseln kann, bis der Schwellensperrzeitraum vorbei ist.

5 veranschaulicht ein Flussdiagramm gemäß einem beispielhaften Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. Operation 500 kann das Bestimmen einer Initiierung eines Sprachanrufs während der Verbindung mit dem ersten Netz 204 enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 500 bereitstellen. Operation 510 kann die Teilnahme an einem CSFB-Verfahren für einen Wechsel von dem ersten Netz 204 zu dem Netz älterer Bauart 206 in Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 510 bereitstellen. Operation 520 kann das Bestimmen eines Eintretens eines Anruffehlers des Sprachanrufs enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 520 bereitstellen. Operation 530 kann das Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums in Reaktion auf den Anruffehler enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 530 bereitstellen.

6 veranschaulicht ein Flussdiagramm gemäß einem weiteren beispielhaften Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. Operation 600 kann das Verbinden mit dem ersten Netz 204 enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 600 bereitstellen. In Operation 610 kann die Initiierung eines Sprachanrufs bestimmt werden. In dieser Hinsicht kann Operation 610 das Empfangen einer Seite für einen ankommenden (zum Beispiel mobil-terminierten) Sprachanruf enthalten. Alternativ kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 oder sein Nutzer wünschen, einen Sprachanruf aufzubauen, und Operation 610 kann das Bestimmen der Initiierung eines abgehenden (zum Beispiel mobil-originierten) Sprachanrufs in dem Drahtloskommunikationsgerät 202 enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 610 bereitstellen. Das erste Netz 204 unterstützt möglicherweise keine Sprachanrufe, aber das Drahtloskommunikationsgerät 202 kann in einem überlappenden Dienstbereich operieren, in dem sich das Drahtloskommunikationsgerät 202 auch mit dem Netz älterer Bauart 206 verbinden kann. Insofern kann Operation 620 die Teilnahme an einem CSFB-Verfahren für einen Wechsel zu dem Netz älterer Bauart 204 enthalten, so dass der Sprachanruf als ein CS-Sprachanruf durch das Netz älterer Bauart 206 behandelt werden kann. Der Sprachanruf kann dann (unter der Annahme, dass der Rufaufbau erfolgreich ist) über das Netz älterer Bauart 206 im Anschluss an die Ausführung des CSFB-Verfahrens fortgeführt werden. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 620 bereitstellen.

Operation 630 kann das Detektieren eines Sprachanruffehlers enthalten, und das Drahtloskommunikationsgerät 202 kann in einen Leerlaufmodus übergehen. Ein Anruffehler kann durch das Drahtloskommunikationsgerät 202 detektiert werden und kann durch eine beliebige Anzahl möglicher Gründe entstehen, wie zum Beispiel Funkstreckenausfall, Rufablehnung, Aufwärtsstreckenausfall, besetzte Leitungen oder ein verpasster Ruf. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 630 bereitstellen. Operation 640 kann das Einstellen eines Timers in Reaktion auf den Anruffehler enthalten. Der Timer kann einen Zeitraum haben, der mit einem Schwellensperrzeitraum übereinstimmt, über den das Drahtloskommunikationsgerät 202 von der Neuauswahl des ersten Netzes 204 gesperrt sein kann. Der Timer kann durch Software, Hardware, Firmware oder dergleichen konfiguriert werden. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann der Timer räumlich abgesetzt über eine drahtlose Verbindung konfiguriert werden. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 640 bereitstellen.

In Operation 650 kann der Timer auf Ablauf überprüft und inspiziert werden. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 650 bereitstellen. Wenn der Timer noch nicht abgelaufen ist, dann kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 mit dem Netz älterer Bauart 206 verbunden bleiben, wie durch Operation 660 veranschaulicht, und das Verfahren kann wiederholt werden, indem es zu Operation 650 zurückkehrt. Wenn hingegen der Timer abläuft, dann kann in Operation 670 der Prozess zur Neuauswahl des schnelleren ersten Netzes 204 beginnen. Beispielsweise kann Operation 670 das Messen auf Vorhandensein des ersten Netzes 204 enthalten, wie zum Beispiel durch Messen des Vorhandenseins eines LTE-Netzes. Wenn durch Messung festgestellt wird, dass das erste Netz vorhanden ist, so kann ein Anmeldungsprozess beginnen, in dem das Drahtloskommunikationsgerät 202 eine Funkressourcensteuerungsverbindungsanforderung (RRC.connection.request) an das erste Netz 204 sendet. In einigen Ausführungsformen kann der Abschluss des Anmeldungsprozesses enthalten, dass das Drahtloskommunikationsgerät 202 eine Verfolgungsbereichsaktualisierungs-Anforderung (Tracking Area Update, TAU) an das erste Netz 204 sendet und dass das erste Netz 204 eine TAU-Akzeptanzmeldung an das Drahtloskommunikationsgerät 202 sendet. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 670 bereitstellen.

In einigen Ausführungsformen kann, wenn ein Dienstverlust detektiert wird, während der Timer läuft (zum Beispiel innerhalb der Schleife, die durch die Operationen 650 und 660 erzeugt wird), das Drahtloskommunikationsgerät 202 sofort einen Neuauswahlprozess beginnen. Dieser Neuauswahlprozess kann die Suche nach dem ersten Netz 204 und/oder dem Netz älterer Bauart 206 und das Verbinden mit mindestens einem Netz enthalten.

In einigen Ausführungsformen kann das Netz (zum Beispiel das erste Netz 204 und/oder das Netz älterer Bauart 206) Priorität gegenüber der Konfiguration des Drahtloskommunikationsgeräts 202 erhalten und das Drahtloskommunikationsgerät 202 anweisen, ein Netz umzuwählen. Oder anders ausgedrückt: Das Netz kann den Timer außer Kraft setzen und das Drahtloskommunikationsgerät 202 anweisen, sich bei dem ersten Netz 204 oder dem Netz älterer Bauart 206 anzumelden, selbst wenn der Schwellensperrzeitraum im Anschluss an einen Anruffehler noch nicht abgelaufen ist.

7 veranschaulicht ein beispielhaftes Verbindungsschaubild, das Verbindungen zwischen Entitäten des Systems von 2 im Zusammenhang mit dem Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen veranschaulicht. Das Beispiel von 7 kann eine beispielhafte Ausführungsform darstellen, in der das erste Netz 204 ein LTE-Netz ist. Das Beispiel beginnt mit dem Drahtloskommunikationsgerät 202, das mit dem ersten Netz 204 in einem Leerlaufzustand verbunden ist, wie durch Bezugszahl 700 veranschaulicht. Dann kann ein Sprachanruf initiiert werden. Beispielsweise kann Operation 710 enthalten, dass das Drahtloskommunikationsgerät 202 eine Sprachseite für einen ankommenden Sprachanruf empfängt. Alternativ kann Operation 710 in Fällen entfallen, in denen der Sprachanruf durch das Drahtloskommunikationsgerät 202 originiert wird. Da Sprachanrufe in dem momentan verbundenen ersten Netz 204 nicht unterstützt werden, kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 eine erweiterte Dienstanforderung an das erste Netz 204 ausgeben. In Reaktion darauf kann das erste Netz 204 das Drahtloskommunikationsgerät 202 in Operation 730 anweisen, eine Verbindung mit dem ersten Netz aufzuheben, indem es eine Funkressourcensteuerungs-Freigabemeldung (Radio Resource Control, RRC) (zum Beispiel eine RRC.connection.release-Meldung) sendet, und kann an das Drahtloskommunikationsgerät 202 eine Abtastfrequenz für das Netz älterer Bauart 206 übermitteln, so dass sich das Gerät mit dem Netz älterer Bauart 206 verbinden kann, um den Sprachanruf abzuwickeln.

Operation 740 kann enthalten, dass das Drahtloskommunikationsgerät 202 eine Verbindungsmanagement-Dienstanforderung (Connection Management, CM) an das Netz älterer Bauart sendet, und ein Sprachanruf kann über das Netz älterer Bauart 206 in Operation 750 aufgebaut werden. Das Drahtloskommunikationsgerät 202 kann einen Anruffehler in Operation 760 detektieren. Der Anruffehler kann beispielsweise das Ergebnis eines Funkstreckenausfalls, einer Rufablehnung, einer besetzten Leitung, eines Aufwärtsstreckenausfalls, eines verpassten Rufes usw. sein. In Reaktion auf den Anruffehler kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 in einen Leerlaufzustand übergehen und in Operation 780 auch einen Timer starten, der mit einem Schwellensperrzeitraum übereinstimmt. Während der Timer läuft, kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 die Neuauswahl des ersten Netzes 204 aufschieben. Wenn die Zeit abläuft (Operation 780), kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 die Ausführung einer Neuauswahl des ersten Netzes 204 fortsetzen, wie zum Beispiel durch Operation 790 veranschaulicht. In einigen Ausführungsformen, in denen das erste Netz 204 ein LTE-Netz ist, kann der Neuauswahlprozess Folgendes enthalten: Messen der LTE-Netz-Charakteristik, Anmelden des Drahtloskommunikationsgeräts 202 in dem LTE-Netz, Senden einer TAU-Anforderung, und Empfangen einer TAU-Akzeptanzmeldung.

Der Schwellensperrzeitraum kann beispielsweise als eine statische Zeit konfiguriert sein. Beispielsweise kann in einigen Ausführungsformen der Schwellensperrzeitraum auf 60 Sekunden voreingestellt werden. Der Schwellensperrzeitraum kann beispielsweise empirisch anhand historischer Daten bestimmt werden, die eine Zeit anzeigen, die es gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem oder mehreren vorherigen Anruffehler-Szenarien in dem Drahtloskommunikationsgerät 202 und/oder über mehrere Nutzer und Geräte in dem Netz hinweg aufzubauen. Alternativ, wie weiter unten noch eingehender besprochen wird, kann der Schwellensperrzeitraum auf der Grundlage einer oder mehrerer Bedingungen bestimmt werden, wie zum Beispiel Rufbedingungen, ein Standort des Drahtloskommunikationsgeräts 202, ein Zustand des Drahtloskommunikationsgeräts 202 zu der Zeit, zu der ein Ruf abgeworfen wird, oder dergleichen. Unabhängig davon, ob der Schwellensperrzeitraum eine statische Zeit ist oder auf der Grundlage einer oder mehrerer Bedingungen für ein bestimmtes Anruffehler-Szenario ausgewählt wird, kann der Schwellensperrzeitraum auf eine Zeit eingestellt werden, die einen Kompromiss zwischen unnötiger Signalgabe, wozu es kommen kann, wenn der Schwellensperrzeitraum zu kurz ist, und unnötiger Dienstqualitätsverschlechterung, wozu es kommen kann, wenn der Schwellensperrzeitraum zu lang ist, zu finden sucht. In dieser Hinsicht veranschaulichen die 8A, 8B, und 8C Szenarien, zu denen es kommen kann, mit verschiedenen relativen Schwellensperrzeitraumlängen in einer Situation, in der ein Drahtloskommunikationsgerät, das sich über ein E-UTRAN (Evolved Universal Terrestrial Radio Access Network) in einem LTE-Netz in Wartestellung befindet, ein CSFB ausführt, um sich über ein UTRAN (Universal Terrestrial Radio Access Network) mit einem UMTS-Netz älterer Bauart zu verbinden.

Wir wenden uns zunächst 8A zu. 8A veranschaulicht unnötige Signalgaben, wozu es kommen kann, wenn eine Sperrschwelle, die zu kurz ist, verwendet wird. Bei Zeit 800 kann das Drahtloskommunikationsgerät in dem LTE-Netz in Wartestellung gehen. Bei Zeit 805 kann das Drahtloskommunikationsgerät die Initiierung eines Sprachanrufs detektieren, der CS-Unterstützung erfordert. Bei Zeit 810 kann das Drahtloskommunikationsgerät angewiesen werden, ein CSFB für einen Wechsel zu dem UTRAN-Zugang über eine RRC-Umleitung von dem E-UTRAN auszuführen. Der CS-Sprachanruf kann über das UTRAN bei Zeit 815 aufgebaut werden. Der Anruffehler kann bei Zeit 820 detektiert werden, die als Zeit t1 bezeichnet wird. Bei Zeit 825A kann das Drahtloskommunikationsgerät eine Neuauswahl des LTE ausführen und sich über das E-UTRAN mit dem LTE-Netz verbinden. Die Zeit 825A kann der Zeit t1 + tBarring entsprechen, wobei tBarring in diesem Beispiel die Bezeichnung für die Dauer des Schwellensperrzeitraums ist. Dementsprechend kann die Neuauswahl des LTE in diesem Beispiel zur Zeit tBarring nach der Zeit des Anruffehlers ausgeführt werden. Bei Zeit 830A kann eine zweite Sprachanrufinitiierung detektiert werden, und bei Zeit 835A kann ein zweites CSFB-Verfahren in Reaktion auf den zweiten Sprachanruf ausgeführt werden. Der zweite Sprachanruf kann über das UTRAN bei Zeit 840A aufgebaut werden, und die Ruftrennung kann bei Zeit 845A stattfinden. Bei Zeit 850A kann das Drahtloskommunikationsgerät eine Neuauswahl des LTE im Anschluss an die Trennung der zweiten Sprachanruf ausführen. Wie in 8A veranschaulicht, können die Signalgaben zwischen 825A und 835A unnötig sein, weil der tBarring-Wert auf eine zu kurze Zeit eingestellt ist. In dieser Hinsicht kann ein vorzeitiger Timeout von tBarring in dem Beispiel von 8A veranlassen, dass das Drahtloskommunikationsgerät unnötigerweise eine Neuauswahl des LTE vornimmt und ein TAU-Verfahren ausführt, weil eine Initiierung des nachfolgenden Sprachanrufs im Anschluss an einen Anruffehler im UTRAN vorgenommen wurde. Dieser vorzeitige Timeout kann einen übermäßigen Stromverbrauch für das Drahtloskommunikationsgerät und unnötige Signalgaben sowohl für das Drahtloskommunikationsgerät als auch für das Netz verursachen.

8B veranschaulicht eine Dienstqualitätsverschlechterung, wozu es kommen kann, wenn eine Sperrschwelle, die zu lang ist, verwendet wird. In dieser Hinsicht veranschaulicht 8B ein entgegengesetztes Szenario zu dem in 8A, in dem der tBarring-Wert auf eine zu lange Zeit eingestellt ist und ein nachfolgender Sprachanruf nicht stattfindet. Eine Signalgabe, die zu den Zeiten 800820 stattfindet, kann derjenigen entsprechen, die in 8A veranschaulicht und mit Bezug auf 8A beschrieben ist. Jedoch kann es, wie in 8B veranschaulicht, zu einer unnötigen Verschlechterung der Dienstqualität (Quality of Service, QoS) während der Zeit vor dem Ablauf von tBarring bei Zeit 825B (zum Beispiel Zeit t1 + tBarring) kommen, in der das Drahtloskommunikationsgerät mit dem UTRAN, das niedrigere Datenraten als das LTE-Netz bereitstellt, verbunden bleibt. In dieser Hinsicht kann, wenn kein nachfolgender Sprachanruf aufgebaut wird und eine laufende Datensitzung stattfindet oder der Nutzer eine Datensitzung zu beginnen wünscht, diese Datensitzung aufgrund der Einschränkungen des Netzes älterer Bauart (zum Beispiel UTRAN/GERAN), d. h. PS-Funkzugangsträger anstatt der Verwendung eines LTE-EPS-Trägers (Evolved Packet System) für die PS-Datensitzung, an einer geringen QoS leiden. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann das Auswahlsteuermodul 318 dafür konfiguriert sein, das in 8B veranschaulichte Szenario wenigstens zum Teil zu vermeiden, indem eine Neuauswahl des ersten Netzes 204 selbst dann gestattet wird, wenn in einem Fall, dass eine Datensitzung im Anschluss an einen Anruffehler initiiert wird, der Schwellensperrzeitraum noch nicht abgelaufen ist.

8C veranschaulicht ein Verbindungsschaubild, wo eine optimale Sperrschwelle verwendet wird, gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. Eine Signalgabe, die zu den Zeiten 800820 stattfindet, kann derjenigen entsprechen, die in 8A veranschaulicht und mit Bezug auf 8A beschrieben ist. Wie jedoch in 8C veranschaulicht ist, geht im Fall einer optimalen Sperrschwelle die Initiierung des nachfolgenden Sprachanrufs bei Zeit 825C dem Ablauf von tBarring bei Zeit 830C (zum Beispiel Zeit t1 + tBarring) voraus. Dementsprechend kann in dem Beispiel von 8C der Aufbau des Sprachanrufs bei Zeit 835C ausgeführt werden, ohne dass ein zweites CSFB-Verfahren ausgeführt werden muss, da das in 8A veranschaulichte Szenario einer vorzeitigen Neuauswahl vermieden wurde.

Dementsprechend kann in einigen beispielhaften Ausführungsformen der Schwellensperrzeitraum so gewählt werden, dass eine vorzeitige Neuauswahl vermieden wird und dass eine länger anhaltende QoS-Verschlechterung in Szenarien vermieden wird, in denen kein nachfolgender Sprachanruf initiiert wird. In einigen beispielhaften Ausführungsformen können historische Daten, die eine Zeit anzeigen, die es gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem oder mehreren vorherigen Anruffehler-Szenarien für das Drahtloskommunikationsgerät 202 und/oder für ein oder mehrere weitere Netznutzer oder Geräte aufzubauen, dafür verwendet werden, die Auswahl des Schwellensperrzeitraums zu beeinflussen. Des Weiteren können in einigen beispielhaften Ausführungsformen eine oder mehrere Bedingungen dafür verwendet werden, eine dynamische Auswahl des Schwellensperrzeitraums zu beeinflussen.

Beispielsweise können Bedingungen im Zusammenhang mit einem Zustand des Drahtloskommunikationsgeräts 202 verwendet werden, um einen Schwellensperrzeitraum auszuwählen. Als ein konkreteres Beispiel kann in einigen beispielhaften Ausführungsformen der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts 202 bestimmt werden. In dieser Hinsicht kann die Länge des Schwellensperrzeitraums eine umgekehrte Beziehung zur Geschwindigkeit des Drahtloskommunikationsgeräts 202 haben, da es länger dauern kann, einen nachfolgenden Sprachanruf in einem Szenario aufzubauen, in dem sich das Drahtloskommunikationsgerät 202 bewegt.

Als ein weiteres Beispiel können auch Bedingungen im Zusammenhang mit dem Sprachanruf, die auch als „Nutzerbedingungen“ bezeichnet werden können, berücksichtigt werden, um die Auswahl eines Schwellensperrzeitraums zu beeinflussen. Als ein konkreteres Beispiel kann in einigen beispielhaften Ausführungsformen der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand der Dauer des fehlgeschlagenen Sprachanrufs bestimmt werden. In dieser Hinsicht kann die Länge des Schwellensperrzeitraums eine direkte Beziehung zur Dauer des Sprachanrufs haben, da es wahrscheinlicher sein kann, dass ein Nutzer einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem Fall initiiert, in dem ein relativ langes Gespräch stattgefunden hatte, bevor es zu dem Anruffehler kam, als im Vergleich zu Szenarien, in dem der fehlgeschlagene Ruf eine kurze Dauer hatte. Als ein weiteres konkretes Beispiel kann in einigen beispielhaften Ausführungsformen der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand eines vorherigen Kommunikationsverlaufs zwischen Parteien des Sprachanrufs bestimmt werden. In dieser Hinsicht kann, wenn die Parteien des fehlgeschlagenen Rufs eine lange Historie durchgeführter Kommunikationen haben, wie zum Beispiel über Sprachanrufe, Videorufe, Text-Messaging, E-Mails und/oder dergleichen, ein längerer Schwellensperrzeitraum gewählt werden, da das Absetzen eines nachfolgenden Rufs wahrscheinlicher sein kann als in Situationen, in denen die Parteien des fehlgeschlagenen Rufes eine kürzere Historie des Kommunikationsaustauschs miteinander haben. In einem weiteren konkreten Beispiel kann in einigen beispielhaften Ausführungsformen der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil danach bestimmt werden, ob eine Gegenpartei des fehlgeschlagenen Sprachanrufs in einer Kontaktliste steht, die in dem Drahtloskommunikationsgerät 202 implementiert werden kann. In dieser Hinsicht kann, wenn die Gegenpartei des fehlgeschlagenen Sprachanrufs in der Kontaktliste steht, bestimmt werden, dass das Absetzen eines nachfolgenden Sprachanrufs im Anschluss an den Anruffehler wahrscheinlicher ist, und es kann ein längerer Schwellensperrzeitraum gewählt werden als in einem Fall, in dem die Gegenpartei nicht in der Kontaktliste steht. Als ein weiteres Beispiel kann in einigen beispielhaften Ausführungsformen ein längerer Schwellensperrzeitraum gewählt werden, wenn eine Gegenpartei eines fehlgeschlagenen Sprachanrufs eine Partei mit einer blockierten, verborgenen oder anderweitig unbekannten Anrufer-Kennung (ID) ist, als im Fall einer Partei, deren Anrufer-ID dem Drahtloskommunikationsgerät 202 zur Verfügung gestellt wird. In dieser Hinsicht kann es weniger wahrscheinlich sein, dass ein Nutzer einen nachfolgenden Sprachanruf tätigt, wenn die Gegenpartei des Rufes eine unbekannte Anrufer-ID hat.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann ein längerer Schwellensperrzeitraum in einem Fall gewählt werden, in dem der fehlgeschlagene Sprachanruf ein Notruf (zum Beispiel ein Ruf an 911 oder eine andere spezielle Notdienstnummer) ist, als im Fall eines Nicht-Notrufs.

Ein dynamisches Konfigurieren des Schwellensperrzeitraums gemäß den Bedingungen eines jeden Nutzers gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen kann unter dem Dach einer intelligenten Funkparameterkonfiguration gesehen werden. Einige im vorliegenden Text offenbarte dynamische Konfigurationsverfahren können als ein rein statistischer Ansatz kategorisiert werden, wo die Zeit, die ein Nutzer braucht, um einen Sprachanruf nach einen Anruffehler-Szenario aufzubauen, tsuccessive, als eine Zufallsvariable modelliert werden kann. Des Weiteren können einige im vorliegenden Text offenbarte dynamische Konfigurationsverfahren als ein holistischer Ansatz kategorisiert werden, wo die Messgrößen (zum Beispiel Bedingungen), die die Wahrscheinlichkeit eines Sprachanrufaufbaus nach einen Anruffehler beeinflussen (zum Beispiel Nutzerbedingungen, Bedingungen im Zusammenhang mit einem Zustand des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder dergleichen) individuell analysiert und getrennt und/oder in Kombination mit einer Zufallsvariablenmodellierung tsuccessive modelliert werden können.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen, die einen statistischen Ansatz verwenden, kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand einer Zufallsvariablen zur Modellierung historischer Daten bestimmt werden, die eine Zeit anzeigen, die es gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem oder mehreren vorherigen Anruffehler-Szenarien aufzubauen. Die Zufallsvariable zur Modellierung der Zeit, die es dauert, bis ein Nutzer einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an ein Anruffehler-Szenario aufgebaut hat, kann als tcallback bezeichnet werden. Die vorherigen Anruffehler-Szenarien, aus denen die historischen Daten erhalten wurden, können beispielsweise lokal in dem Drahtloskommunikationsgerät 202 stattgefunden haben. Zusätzlich oder alternativ können in einigen beispielhaften Ausführungsformen die historischen Daten Daten sein, die durch die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 aus Geräten erfasst wurden, die das erste Netz 204 und/oder das Netz älterer Bauart 206 verwenden, so dass das Schwellenbereitstellungsmodul 418 die Zufallsvariable aus erfassten historischen Daten ableiten kann.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann eine Wahrscheinlichkeitsverteilung (PDF) von tcallback durch das Schwellenbereitstellungsmodul 418 gezeichnet werden, indem Daten über verschiedene Netznutzer erfasst werden (zum Beispiel Nutzer des ersten Netzes 204 und/oder des Netzes älterer Bauart 206). Die PDF von tcallback kann als ƒ (tcallback) bezeichnet werden. Anhand der PDF von tcallback kann der Schwellensperrzeitraum, tBarring, wenigstens zum Teil auf der Basis eines Mittelwerts der PDF von tcallback bestimmt werden. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann tBarring des Weiteren auf der Grundlage einer Standardabweichung von tcallback bestimmt werden. Eine beispielhafte Berechnung dessen kann gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen unter Verwendung von tcallback ausgeführt werden, und zwar wie folgt:

In dieser Hinsicht kann E(tcallback), wie in Gleichung [2] definiert, den Mittelwert der PDF von tcallback darstellen, und σtcallback kann die Standardabweichung von tcallback darstellen. Der Grund für die Hinzufügung des Delta (das der Standardabweichung für tcallback direkt proportional ist) zu dem Mittelwert in einigen beispielhaften Ausführungsformen (Gleichung [2]) ist die Abdeckung des größten Teils der kumulativen Verteilungsfunktion (CDF) von tcallback ohne unnötige Verlängerung von tBarring. Wenn sich beispielsweise die PDF der Rückrufzeit nach einen Anruffehler einer Gaußschen Verteilung N(µ, σ) mit einem Mittelwert von 10 Sekunden und einer Varianz von 4 Sekunden im Vergleich zu einem Fall mit einer Varianz von 20 Sekunden annähert, so kann es für den Gesamtkompromiss zwischen QoS und Stromverbrauch in CSFB-Anruffehler-Szenarien von Vorteil sein, tBarring auf höhere Werte einzustellen, wenn die Zufallsvariable tcallback eine höhere Varianz hat. Die Obergrenze des Integrals während des Findens des erwarteten Werts von tcallback kann auf eine vordefinierte Anzahl max – tcallback eingestellt werden, so dass die nachfolgenden Sprachanrufe, die signifikant später als das Anruffehlervorkommnis ausgeführt werden, nicht für die Berechnungen verwendet werden. Beispielsweise kann tcallback in einigen beispielhaften Ausführungsformen auf weniger als 120 Sekunden definiert werden, so dass nachfolgende Anrufe, die 120 Sekunden oder mehr im Anschluss an einen Anruffehler initiiert werden, nicht für Berechnungen verwendet werden können.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen, in denen der Mittelwert der PDF von tcallback (zum Beispiel Gleichung [2]) und/oder die Standardabweichung von tcallback (zum Beispiel Gleichung [3]) zum Berechnen von tBarring verwendet werden (zum Beispiel gemäß Gleichung [1]), kann tBarring beispielsweise durch das Schwellenbereitstellungsmodul 418 berechnet und an das Drahtloskommunikationsgerät 202 übermittelt werden. Zusätzlich oder alternativ kann in einigen beispielhaften Ausführungsformen das Schwellenbereitstellungsmodul 418 tcallback, den Mittelwert der PDF von tcallback und/oder die Standardabweichung von tcallback an das Drahtloskommunikationsgerät 202 übermitteln, und das Auswahlsteuermodul 318 kann dafür konfiguriert sein, tBarring wenigstens zum Teil anhand des oder der übermittelten Werte zu berechnen. In einigen beispielhaften Ausführungsformen können tcallback und somit tBarring für Anruffehler-Szenarien, denen Nutzer innerhalb eines bestimmten geografischen Gebietes begegnen, spezifisch sein, wie zum Beispiel nur für das Netz älterer Bauart 206 oder einen Teil davon. Dementsprechend kann in einigen beispielhaften Ausführungsformen das Drahtloskommunikationsgerät 202 ein neues tBarring bestimmen und/oder übermittelt bekommen, nachdem das Drahtloskommunikationsgerät 202 zu einem neuen Netz oder in ein neues geografisches Gebiet gewechselt hat.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen, die einen holistischen Ansatz verwenden, kann ein Wert von tBarring, der in einem Anruffehler-Szenario anzuwenden ist, dynamisch auf der Grundlage einer oder mehrerer Bedingungen gewählt werden. Die dynamische Auswahl von tBarring kann beispielsweise wenigstens zum Teil auf einen Wert gestützt werden, der unter Verwendung der Gleichungen [1], [2] und/oder [3] abgeleitet wird. In einigen beispielhaften Ausführungsformen können mehrere tBarring-Werte, wie zum Beispiel eine Gruppierung von tBarring-Werten, durch das Schwellenbereitstellungsmodul 418 berechnet und an das Drahtloskommunikationsgerät 202 übermittelt werden. In dieser Hinsicht können einige beispielhafte Ausführungsformen die rechnerische Komplexität auf Seiten der Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 und/oder des Drahtloskommunikationsgeräts 202 reduzieren. Insbesondere kann in einigen beispielhaften Ausführungsformen eine Gruppierung von tBarring-Werten, die als TBarring[] bezeichnet wird, definiert werden. Die Gruppierung kann jede beliebige Anzahl von tBarring-Werten enthalten, die beispielsweise aus der PDF von tcallback gemäß den Gleichungen [1], [2] und [3] abgeleitet werden können. Jedoch wird hier als ein nicht-einschränkendes Beispiel eine beispielhafte Implementierung, die vier tBarring-Werte verwendet, beschrieben. In dieser Hinsicht kann eine beispielhafte Gruppierung definiert werden als: TBarring[] = [tlow, tmid1, tmid2, thigh][4]

In einem konkreteren Beispiel, das Werte verwendet, die aus den Gleichungen [1], [2] und [3] abgeleitet werden können, kann eine beispielhafte Gruppierung definiert sein als: TBarring[] = [E(tcallback) – 2Δ, E(tcallback) – Δ, E(tcallback) + Δ, E(tcallback) + 2Δ][5]

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann das Schwellenbereitstellungsmodul 418 eine Gruppierung von tBarring-Werten beispielsweise anhand der Gleichung [5] berechnen. Die Gruppierung kann beispielsweise für ein bestimmtes Netz oder geografisches Gebiet spezifisch sein. Die Gruppierung kann (zum Beispiel periodisch) im Verlauf der Erfassung zusätzlicher Daten im Hinblick auf das Absetzen nachfolgender Sprachanrufe in Anruffehler-Szenarien aktualisiert werden. Das Drahtloskommunikationsgerät 202 kann die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 nach der Gruppierung von tBarring-Werten zur Verwendung in einem Anruffehler-Szenario abfragen, und die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 kann die Gruppierung von tBarring-Werten an das Drahtloskommunikationsgerät 202 in Reaktion auf die Abfrage übermitteln. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 beispielsweise die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 periodisch und/oder in Reaktion auf ein bestimmtes Ereignis, wie zum Beispiel den Wechsel zu einem neuen geografischen Gebiet oder Netz, abfragen.

Das Auswahlsteuermodul 318 einiger beispielhafter Ausführungsformen kann einen tBarring-Wert aus einer übermittelten Gruppierung von tBarring-Werten wenigstens zum Teil anhand von Bedingungen auswählen, die im Zusammenhang mit einem Anruffehler angetroffen werden. In dieser Hinsicht können Nutzerbedingungen, die eine höhere Chance auf das Absetzen nachfolgender Sprachanrufe haben, verwendet werden, um den tBarring-Wert dynamisch entsprechend den Bedingungen jedes Nutzers zur Zeit des Anruffehlers einzustellen. Verschiedene beispielhafte Bedingungen und Messgrößen, die zum Berechnen und/oder Auswählen des tBarring-Werts aus einer Gruppierung von tBarring-Werten verwendet werden können, werden weiter unten ausführlicher beschrieben.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann ein Zustand des Drahtloskommunikationsgeräts 202, wie zum Beispiel ein Mobilitätszustand des Drahtloskommunikationsgeräts 202, berücksichtigt werden. In dieser Hinsicht ist es im Fall von Geräten, die sich in Zuständen hoher Mobilität befinden, weniger wahrscheinlich, dass nachfolgende Sprachanrufe nach Anruffehlern stattfinden. Somit kann in Zuständen hoher Mobilität ein niedrigerer Wert von tBarring gewählt werden. Unter der Annahme, dass das Drahtloskommunikationsgerät 202 eine Mobilfunkstapelfunktion hat, kann die maximale beobachtete Dopplerverschiebung verwendet werden, um die Geschwindigkeit des Empfängers zu bestimmen durch:

Das Ergebnis von Gleichung [6] kann beispielsweise in einigen beispielhaften Ausführungsformen verwendet werden, um den tBarring-Wert auf der Grundlage von tBarring ~ 1/v zu bestimmen. In einigen beispielhaften Ausführungsformen, in denen das Drahtloskommunikationsgerät 202 einen funktionierenden Beschleunigungsmesser, ein Positionsbestimmungsgerät (zum Beispiel ein Global Positioning System-Gerät) und/oder dergleichen hat, können eine oder mehrere Geschwindigkeiten, die mittels der Sensoren berechnet werden, anstelle und/oder in Ergänzung einer durch Dopplerverschiebungsverfahren angenäherten Empfängergeschwindigkeit verwendet werden.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann die Dauer des fehlgeschlagenen Sprachanrufs bei der Auswahl eines tBarring-Werts berücksichtigt werden. In dieser Hinsicht besteht, wenn die Zeit zwischen dem CS-Sprachanrufaufbau (CC – Connect Ack) und der Anruffehlerzeit signifikant lang ist, eine hohe Chance einer nachfolgenden Sprachanrufinitiierung nach dem Anruffehler. Das heißt, tBarring kann auf einen relativ längeren Zeitraum eingestellt werden, wie zum Beispiel einen der höheren Werte in einer übermittelten Gruppierung von tBarring-Werten in einem Fall, in dem ein fehlgeschlagener Sprachanruf von relativ langer Dauer war. Ein Anruffehler kann auch eintreten, bevor der CS-Funkzugangsträger (Radio Access Bearer, RAB) tatsächlich eingerichtet ist, wie im Fall eines Gebietes mit Datenstau, wo das Netz eine CM-Dienstablehnung (zum Beispiel Ablehnungsgrund: 22 – Datenstau, 17 – Netzausfall) sendet und der Ruf noch vor dem Einrichtungsverfahren fehlschlagen würde. In diesen Situationen ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Nutzer einen nachfolgenden Ruf versucht, so dass in einigen Ausführungsformen tBarring nicht auf einen zu kurzen Wert eingestellt werden darf, selbst wenn die Dauer des fehlgeschlagenen Rufes kurz ist. Die CSFB-Rufdauer-Messgröße, die in der gezeigten Entscheidungsfunktion zu verwenden ist, kann in einigen beispielhaften Ausführungsformen entsprechend ab der Zeit gemessen werden, wo das Drahtloskommunikationsgerät 202 erfolgreich zu dem Netz älterer Bauart 206 umgeleitet wurde, anstatt die Messung ab der CC-Connect ACK-NAS-Meldung (Non-Access Stratum) zu beginnen.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann eine Beziehung zwischen Parteien des fehlgeschlagenen Sprachanrufs bei der Auswahl eines tBarring-Werts berücksichtigt werden. In dieser Hinsicht kann ein längerer tBarring-Wert gewählt werden, wenn ein früherer Kommunikationsverlauf zwischen Parteien des fehlgeschlagenen Rufs anzeigt, die Parteien eine lange Historie durchgeführter Sprachanrufe oder sonstiger Kommunikationen, wie zum Beispiel Videorufe, Kurzmitteilungen, E-Mails und/oder dergleichen, haben. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann das Auswahlsteuermodul 318 die BCD-Nummer einer angerufenen oder anrufenden Partei (zum Beispiel der Gegenpartei) überprüfen, um zu sehen, ob es einen neueren Kommunikationsverlauf zwischen den Parteien gibt und/oder ob die Nummer in einem Telefonbuch existiert, das in dem Drahtloskommunikationsgerät 202 implementiert werden kann. Wenn die Nummer der Gegenpartei in dem Telefonbuch steht, und/oder wenn es eine häufige Kommunikation mit dieser speziellen Nummer gibt, so besteht eine relativ hohe Chance, dass ein nachfolgender Sprachanruf nach dem Anruffehler initiiert wird. Dementsprechend kann ein längerer tBarring-Wert gewählt werden.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann der tBarring-Wert durch das Auswahlsteuermodul 318 wenigstens zum Teil danach ausgewählt werden, ob der fehlgeschlagene Ruf ein mobil-originierter Ruf oder ein mobil-terminierter Ruf war. In dieser Hinsicht kann, wenn der Ruf ein mobil-originierter Ruf war, die Chance, dass ein nachfolgender Sprachanruf nach dem Anruffehler initiiert wird, höher sein, und es kann ein längerer tBarring-Wert gewählt werden.

In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann der tBarring-Wert wenigstens zum Teil danach gewählt werden, ob der fehlgeschlagene Ruf ein Notruf war. Beispielsweise kann das Basisband den CSFB-Ruf durch einen RRC-Verbindungsanforderungsaufbau-Grund oder durch die GSM-Call-Control Emergency Setup-Meldung als einen Notruf markieren. Wenn ein fehlgeschlagener Notruf detektiert wird, so kann ein längerer tBarring-Wert gewählt werden. Beispielsweise kann tBarring aufgrund der Wichtigkeit von Notrufen ungeachtet der Nutzerbedingungen (Dauer, Rufhistorie usw.) auf den höchsten Wert der TBarring[]-Gruppierung eingestellt werden. In dieser Hinsicht kann es unbedingt erforderlich sein, dass das Drahtloskommunikationsgerät 202 nicht das Paging für einen Notruf-Rückruf verpasst, und der Kompromiss für eine QoS-Verschlechterung kann von geringerer Priorität sein, so dass vermieden wird, dass eine Notrufseite während eines Neuauswahlprozesses verpasst wird.

9 veranschaulicht das Bereitstellen von Schwellensperrzeiträumen und einer Schwellensperrzeitraumauswahl gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. In dieser Hinsicht veranschaulicht 9 das Übermitteln einer TBarring[]-Gruppierung durch die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 an das Drahtloskommunikationsgerät 202 und Logik zum Auswählen eines tBarring-Werts aus der Gruppierung gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. Operation 902 kann enthalten, dass das Schwellenbereitstellungsmodul 418 die Zufallsvariable tcallback bildet und/oder aktualisiert. Operation 904 kann enthalten, dass das Schwellenbereitstellungsmodul 418 tBarring-Werte wenigstens zum Teil anhand des Mittelwerts und der Varianz von tcallback berechnet. Operation 906 kann enthalten, dass das Schwellenbereitstellungsmodul 418 die TBarring[]-Gruppierung aus den berechneten tBarring-Werten bildet.

Operation 908 kann enthalten, dass das Drahtloskommunikationsgerät 202 eine Datenbank, die in der Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 geführt werden kann, nach einer TBarring[]-Gruppierung zur Verwendung in künftigen CSFB-Anruffehler-Szenarien abfragt. Die Abfrage-Operation kann periodisch oder ereignisgestützt sein, wie zum Beispiel in Reaktion auf eine Änderung des Standorts des Drahtloskommunikationsgeräts 202. Operation 910 kann enthalten, dass die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 die TBarring[]-Gruppierung an das Drahtloskommunikationsgerät 202 in Reaktion auf die Abfrage übermittelt.

Operationen 912916 veranschaulichen einen beispielhaften Entscheidungsmechanismus, der durch das Auswahlsteuermodul 318 ausgeführt werden kann, um einen tBarring-Wert aus der TBarring[]-Gruppierung im Fall eines Anruffehlers auszuwählen. Operation 912 kann das Bestimmen eines Index-Werts als eine Funktion einer oder mehrerer Bedingungen (zum Beispiel Nutzerbedingungen) enthalten. Als ein nicht-einschränkendes Beispiel können die Bedingungen Folgendes enthalten: einen Mobilitätszustand (zum Beispiel die Geschwindigkeit) des Drahtloskommunikationsgeräts 202, eine Dauer des fehlgeschlagenen Sprachanrufs, der frühere Kommunikationsverlauf zwischen den Rufparteien, die Beziehung zwischen den Rufparteien und/oder sonstige Faktoren, die im vorliegenden Text beschrieben sind. Die Bestimmung des Index-Werts kann beispielsweise als eine Funktion beschrieben werden: f(f_Doppler, V_mobile, Call_Duration, Previous_history) = i[7]wobei „f_Doppler“ eine beobachtete Dopplerverschiebung beschreiben kann, „V_mobile“ eine Geschwindigkeit des Drahtloskommunikationsgeräts beschreiben kann, „Call_Duration“ eine Dauer des Sprachanrufs beschreiben kann und „Previous_history“ einen früheren Kommunikationsverlauf und/oder eine sonstige Beziehung (zum Beispiel, ob die Gegenpartei in einem Telefonbuch steht) zwischen Rufparteien beschreiben kann.

Operationen 914 und 916 können die Verwendung des in Operation 912 berechneten Index-Werts i enthalten, um den Wert an dieser Position in der TBarring[]-Gruppierung nachzuschlagen (zum Beispiel TBarring[i]) und tBarring für den Anruffehler auf TBarring[i] einzustellen.

10 veranschaulicht ein Zustandsdiagramm gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. In dieser Hinsicht veranschaulicht 10 eine beispielhafte Ausführungsform, in der das erste Netz 204 ein LTE-Netz sein kann, auf das das Drahtloskommunikationsgerät 202 durch ein e-UTRAN zugreifen kann, und auf das Netz älterer Bauart 206 kann über ein UTRAN/GERAN zugegriffen werden. Bei Zustand 1002 kann das Drahtloskommunikationsgerät 1002 im e-UTRAN in einen Wartezustand gesetzt werden. Das Drahtloskommunikationsgerät 202 kann (zum Beispiel periodisch und/oder in Reaktion auf ein Ereignis, wie zum Beispiel einen Standortwechsel) die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 abfragen, um Zugang zu einer aktualisierten TBarring[]-Gruppierung und/oder zu Informationen zu erhalten, die dafür verwendet werden können, einen tBarring-Wert abzuleiten, wie zum Beispiel tcallback, die PDF von tcallback, den Mittelwert der PDF von tcallback, die Standardabweichung von tcallback und/oder dergleichen. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 abfragen, um eine PDF von tcallback zu erhalten und die PDF zum Berechnen eines Mittelwerts und einer Varianz von tcallback in dem lokalen Netz zu verwenden. Der Mittelwert und die Varianz von tcallback in dem lokalen Netz können dafür verwendet werden, die lokal zweckmäßige TBarring[]-Gruppierung abzurufen.

In Reaktion auf die Initiierung eines CS-Sprachanrufs kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 in den Zustand 1004 übergehen, in dem das Drahtloskommunikationsgerät 202 durch Ausführen eines CSFB-Verfahrens zu einem UTRAN/GERAN-Zugang übergehen kann. Der tBarring-Wert zur Verwendung in einem Anruffehler-Szenario kann beispielsweise so ausgewählt werden, wie es mit Bezug auf die Operationen 912916 beschrieben ist.

Im Fall eines Anruffehlers, wie zum Beispiel eines Rufabwurfs, eines Aufbaufehlers oder dergleichen, kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 vom Zustand 1004 zum Zustand 1006 übergehen. Des Weiteren kann im Fall einer Notrufterminierung, die in einigen Ausführungsformen sowohl normale und als auch unregelmäßige Notruftrennungen enthalten kann, das Drahtloskommunikationsgerät 202 vom Zustand 1004 zum Zustand 1006 übergehen.

Bei Zustand 1006 kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 im UTRAN/GERAN-Zugang in eine Wartestellung versetzt werden, wobei die Neuauswahl des LTE gesperrt ist. Das Drahtloskommunikationsgerät 202 kann einen Timer starten, der dem in Zustand 1004 gewählten tBarring-Wert entspricht. In Reaktion auf den Ablauf des Timers kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 in den Zustand 1008 übergehen. In einigen beispielhaften Ausführungsformen kann, wenn ein paketvermittelter Dienst (zum Beispiel eine Datensitzung) im Anschluss an den Anruffehler initiiert wird, das Drahtloskommunikationsgerät 202 selbst dann in den Zustand 1008 übergehen, wenn der Timer noch nicht abgelaufen ist.

Bei Zustand 1008 kann das Drahtloskommunikationsgerät 202 am UTRAN / GERAN-Zugang in der Wartestellung bleiben, aber die Neuauswahl des LTE kann erlaubt werden. Das Drahtloskommunikationsgerät 202 kann gewünschtenfalls entsprechend vom Zustand 1008 zum Zustand 1002 übergehen, wenn es ein verfügbares LTE-Netz gibt.

Außerdem kann das Drahtloskommunikationsgerät 202, wenn ein Sprachanruf ordnungsgemäß getrennt wird (zum Beispiel kein Fehler vorliegt), vom Zustand 1004 zum Zustand 1008 übergehen. In dieser Hinsicht ist es nicht erforderlich, die Neuauswahl im Fall einer ordnungsgemäßen Trennung eines Sprachanrufs zu sperren.

11 veranschaulicht ein Flussdiagramm gemäß einem beispielhaften Verfahren zum Berechnen und Bereitstellen eines Schwellensperrzeitraums gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. In dieser Hinsicht veranschaulicht 11 Operationen, die durch die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208 ausgeführt werden können. Operation 1100 kann das Erfassen von Rückrufzeitdaten für Netznutzer enthalten. Die Rückrufzeitdaten können die Zeit anzeigen, die es gedauert hat, einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an ein Anruffehler-Szenario aufzubauen. Die Verarbeitungsschaltungen 410 und/oder der Prozessor 412 und/oder der Speicher 414 und/oder die Kommunikationsschnittstelle 416 und/oder das Schwellenbereitstellungsmodul 418 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1100 bereitstellen. Operation 1110 kann das Berechnen der Zufallsvariable tcallback enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 410 und/oder der Prozessor 412 und/oder der Speicher 414 und/oder das Schwellenbereitstellungsmodul 418 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1110 bereitstellen. Operation 1120 kann das Berechnen eines Mittelwerts und einer Standardabweichung für tcallback enthalten. Die Berechnungen von Operation 1120 können beispielsweise wenigstens zum Teil anhand einer PDF von tcallback ausgeführt werden. Die Verarbeitungsschaltungen 410 und/oder der Prozessor 412 und/oder der Speicher 414 und/oder das Schwellenbereitstellungsmodul 418 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1120 bereitstellen. Operation 1130 kann das Berechnen eines oder mehrerer tBarring-Werte wenigstens zum Teil anhand des Mittelwerts und der Standardabweichung, die in Operation 1130 berechnet wurden, enthalten. Operationen 1120 und 1130 können beispielsweise gemäß einer oder mehreren der Gleichungen [1], [2], [3], [4] und [5] ausgeführt werden. Die Verarbeitungsschaltungen 410 und/oder der Prozessor 412 und/oder der Speicher 414 und/oder das Schwellenbereitstellungsmodul 418 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1130 bereitstellen. Operation 1140 kann das Empfangen einer Abfrage für den oder die tBarring-Werte eines Drahtloskommunikationsgeräts 202 enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 410 und/oder der Prozessor 412 und/oder der Speicher 414 und/oder die Kommunikationsschnittstelle 416 und/oder das Schwellenbereitstellungsmodul 418 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1140 bereitstellen. Operation 1150 kann das Übermitteln des oder der tBarring-Werte an das Drahtloskommunikationsgerät 202 in Reaktion auf die Abfrage enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 410 und/oder der Prozessor 412 und/oder der Speicher 414 und/oder die Kommunikationsschnittstelle 416 und/oder das Schwellenbereitstellungsmodul 418 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1150 bereitstellen.

12 veranschaulicht ein Flussdiagramm gemäß einem beispielhaften Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario für die Dauer eines durch ein Netz bereitgestellten Schwellensperrzeitraums gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. In dieser Hinsicht veranschaulicht 12 Operationen, die durch ein Drahtloskommunikationsgerät 202 ausgeführt werden können. Operation 1200 kann enthalten eine Abfrage für einen tBarring-Wert zu senden, wie zum Beispiel an die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208. Die Abfrage kann beispielsweise periodisch stattfinden und/oder kann in Reaktion auf ein Ereignis ausgeführt werden, wie zum Beispiel einen Standortwechsel oder das Verbinden mit einem neuen Netz. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1200 bereitstellen. Operation 1210 kann das Empfangen eines tBarring-Werts in Reaktion auf die Abfrage enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1210 bereitstellen. Operation 1220 kann das Bestimmen eines Eintretens eines Anruffehlers eines Sprachanrufs nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens für einen Wechsel von einem ersten Netz zu einem Netz älterer Bauart enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1220 bereitstellen. Operation 1230 kann das Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer des tBarring-Zeitraums in Reaktion auf den Anruffehler enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1230 bereitstellen.

13 veranschaulicht ein Flussdiagramm gemäß einem weiteren beispielhaften Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens in einem Anruffehler-Szenario für die Dauer eines durch ein Netz bereitgestellten Schwellensperrzeitraums gemäß einigen beispielhaften Ausführungsformen. In dieser Hinsicht veranschaulicht 13 Operationen, die durch ein Drahtloskommunikationsgerät 202 ausgeführt werden können. Operation 1300 kann enthalten, eine Abfrage für tBarring-Werte zu senden, wie zum Beispiel an die Schwellenbereitstellungsvorrichtung 208. Die Abfrage kann beispielsweise periodisch stattfinden und/oder kann in Reaktion auf ein Ereignis ausgeführt werden, wie zum Beispiel einen Standortwechsel oder die Verbindung mit einem neuen Netz. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1300 bereitstellen. Operation 1310 kann das Empfangen mehrerer tBarring-Werte in Reaktion auf die Abfrage enthalten. Die mehreren Werte können beispielsweise eine Gruppierung von Werten bilden, wobei jeder Wert durch einen jeweiligen Index-Wert indexiert ist. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1310 bereitstellen. Operation 1320 kann das Bestimmen eines Eintretens eines Anruffehlers eines Sprachanrufs nach Ausführung eines CSFB-Verfahrens für einen Wechsel von einem ersten Netz zu einem Netz älterer Bauart enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1320 bereitstellen. Operation 1330 kann das Bestimmen einer oder mehrerer Bedingungen enthalten. Die Bedingungen können beispielsweise den Sprachanruf (zum Beispiel Dauer, Beziehung zwischen den Rufparteien und/oder dergleichen), einen Zustand des Drahtloskommunikationsgeräts (zum Beispiel einen Mobilitätszustand des Geräts) und/oder andere Bedingungen betreffen, die eine Wahrscheinlichkeit des Aufbaus eines nachfolgenden Sprachanruf und/oder eine Zeit, die benötigt wird, um einen nachfolgenden Sprachanruf aufzubauen, beeinflussen können. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1330 bereitstellen. Operation 1340 kann das Auswählen eines tBarring-Werts aus den mehreren übermittelten tBarring-Werten auf der Basis der in Operation 1330 bestimmten Bedingungen enthalten. In Ausführungsformen, in denen die mehreren übermittelten tBarring-Werte eine Gruppierung bilden, können die in Operation 1330 bestimmten Bedingungen verwendet werden, um einen Wert aus der Gruppierung auszuwählen, wie zum Beispiel auf der Basis eines Index-Werts, der aus einer Funktion der bestimmten Bedingungen abgeleitet werden kann. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1340 bereitstellen.

Operation 1350 kann das Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für den gewählten tBarring-Zeitraum enthalten. Die Verarbeitungsschaltungen 310 und/oder der Prozessor 312 und/oder der Speicher 314 und/oder ein oder mehrere Sendeempfänger 316 und/oder das Auswahlsteuermodul 318 können beispielsweise ein Mittel zum Ausführen von Operation 1350 bereitstellen.

REPRÄSENTATIVE AUSFÜHRUNGSFORMEN

In einer repräsentativen Ausführungsform wird ein Verfahren zum Verzögern einer Netzneuauswahl durch ein Drahtloskommunikationsgerät im Anschluss an einen Anruffehler bereitgestellt, das eine oder mehrere der folgenden Operationen enthalten kann. In einer Operation kann das Drahtloskommunikationsgerät eine Verbindung zu einem LTE-Netz aufbauen. In einer Operation kann das Drahtloskommunikationsgerät an einem CSFB-Verfahren für einen Wechsel von dem LTE-Netz zu einem Netz älterer Bauart teilnehmen, um einen Sprachanruf zu bedienen. Das Netz älterer Bauart kann einen CS-Bereich zum Abwickeln des Sprachanrufs haben. In einer Operation kann das Drahtloskommunikationsgerät an dem Sprachanruf in dem Netz älterer Bauart teilnehmen. In einer Operation kann das Drahtloskommunikationsgerät das Eintreten eines Anruffehlers des Sprachanrufs bestimmen. In einer Operation kann das Drahtloskommunikationsgerät die Neuauswahl des LTE-Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums in Reaktion auf den Anruffehler sperren. In einer Operation kann das Drahtloskommunikationsgerät zu dem LTE-Netz nach Ablauf des Schwellensperrzeitraums umwählen.

In einigen Ausführungsformen kann das Drahtloskommunikationsgerät die Neuauswahl des LTE-Netzes wenigstens zum Teil sperren durch: Einstellen eines Timers, der einen Zeitraum hat, der dem Schwellensperrzeitraum entspricht; und Sperren der Neuauswahl bis zum Ablauf des Timers. In einigen Ausführungsformen kann das Drahtloskommunikationsgerät die Neuauswahl des LTE-Netzes wenigstens zum Teil durch Verhindern einer Leerlaufmodus-Messung des LTE-Netzes während des Schwellensperrzeitraums sperren.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand erfasster historischer Daten bestimmt werden, die eine Zeit anzeigen, die es gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem oder mehreren vorherigen Anruffehler-Szenarien aufzubauen. In einigen solchen Ausführungsformen können die historischen Daten durch eine Netz-Entität wenigstens zum Teil anhand von Anruffehler-Szenarien erfasst werden, die durch Nutzer des Netzes älterer Bauart innerhalb eines bestimmten geografischen Gebietes angetroffen werden, und der Schwellensperrzeitraum kann durch das Netz älterer Bauart an das Drahtloskommunikationsgerät übermittelt werden. In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand eines Mittelwerts einer Wahrscheinlichkeitsverteilungsfunktion einer Zufallsvariablenmodellierung der historischen Daten bestimmt werden. Der Schwellensperrzeitraum kann des Weiteren auf der Grundlage einer Standardabweichung der Zufallsvariable in einigen solchen Ausführungsformen bestimmt werden. In einigen solchen beispielhaften Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum als tBarring definiert werden, wobei: und wobei tcallback die Zufallsvariable zur Modellierung der historischen Daten ist.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum des Weiteren auf der Grundlage eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder einer Dauer des Sprachanrufes und/oder einer Beziehung zwischen Parteien des Sprachanrufs bestimmt werden. In einigen Ausführungsformen, in denen der Schwellensperrzeitraum auf der Grundlage eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts bestimmt werden kann, kann die Länge des Schwellensperrzeitraums eine umgekehrte Beziehung zur Geschwindigkeit des Drahtloskommunikationsgeräts haben. In einigen beispielhaften Ausführungsformen, in denen der Schwellensperrzeitraum auf der Grundlage einer Dauer des Sprachanrufs bestimmt werden kann, kann die Länge des Schwellensperrzeitraums eine direkte Beziehung zur Dauer des Sprachanrufs haben. Die Beziehung zwischen den Parteien kann wenigstens zum Teil anhand eines früheren Kommunikationsverlaufs zwischen Parteien des Sprachanrufs und/oder danach, ob eine Gegenpartei des Sprachanrufs auf einer Kontaktliste steht, die in dem Drahtloskommunikationsgerät implementiert werden kann, definiert werden.

In einigen Ausführungsformen können an das Drahtloskommunikationsgerät mehrere Schwellensperrzeiträume übermittelt werden, die wenigstens zum Teil anhand der historischen Daten bestimmt werden, und das Verfahren kann des Weiteren Folgendes enthalten: dass das Drahtloskommunikationsgerät einen Schwellensperrzeitraum aus den übermittelten mehreren Schwellen wenigstens zum Teil anhand eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder der Dauer des Sprachanrufs und/oder der Beziehung zwischen Rufparteien auswählt; und Sperren der Neuauswahl des LTE-Netzes für die Dauer des ausgewählten Schwellensperrzeitraums.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil danach bestimmt werden, ob der Sprachanruf ein Notruf ist. In einigen Ausführungsformen kann die Neuauswahl des LTE-Netzes vor einem Ende des Schwellensperrzeitraums in einem Fall gestattet werden, in dem das Drahtloskommunikationsgerät zur Neuauswahl des LTE-Netzes durch einen Netzbefehl angewiesen wird.

In einer repräsentativen Ausführungsform wird ein Drahtloskommunikationsgerät bereitgestellt, das mindestens einen Sendeempfänger und Verarbeitungsschaltungen, die mit dem mindestens einen Sendeempfänger gekoppelt sind, enthalten kann. Der mindestens eine Sendeempfänger kann dafür konfiguriert sein, Daten an ein erstes Netz und ein zweites Netz zu senden und Daten von einem ersten Netz und einem zweiten Netz zu empfangen. Die Verarbeitungsschaltungen können dafür konfiguriert sein, das Drahtloskommunikationsgerät zu veranlassen, mindestens: (1) eine Initiierung eines Sprachanrufs während der Verbindung mit dem ersten Netz zu bestimmen; (2) an einem CSFB-Verfahren für einen Wechsel von dem ersten Netz zu dem zweiten Netz in Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs teilzunehmen; (3) ein Eintreten eines Anruffehlers des Sprachanrufs zu bestimmen; und (4) in Reaktion auf den Anruffehler, die Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums zu sperren.

In einigen Ausführungsformen können die Verarbeitungsschaltungen dafür konfiguriert sein, das Drahtloskommunikationsgerät zu veranlassen, die Neuauswahl des ersten Netzes wenigstens zum Teil zu sperren durch: Einstellen eines Timers, der einen Zeitraum hat, der dem Schwellensperrzeitraum entspricht; und Sperren der Neuauswahl bis zum Ablauf des Timers. In einigen Ausführungsformen können die Verarbeitungsschaltungen dafür konfiguriert sein, das Drahtloskommunikationsgerät zu veranlassen, die Neuauswahl des ersten Netzes wenigstens zum Teil durch Verhindern einer Leerlaufmodus-Messung des ersten Netzes während des Schwellensperrzeitraums zu sperren.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand erfasster historischer Daten bestimmt werden, die eine Zeit anzeigen, die es gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem oder mehreren vorherigen Anruffehler-Szenarien aufzubauen. In einigen solchen Ausführungsformen können die historischen Daten durch eine Netz-Entität wenigstens zum Teil anhand von Anruffehler-Szenarien erfasst werden, die durch Nutzer des Netzes älterer Bauart innerhalb eines bestimmten geografischen Gebietes angetroffen werden, und der Schwellensperrzeitraum kann durch das zweite Netz an das Drahtloskommunikationsgerät übermittelt werden. In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand eines Mittelwerts einer Wahrscheinlichkeitsverteilungsfunktion einer Zufallsvariablen zur Modellierung der historischen Daten bestimmt werden. Der Schwellensperrzeitraum kann des Weiteren auf der Grundlage einer Standardabweichung der Zufallsvariable in einigen solchen Ausführungsformen bestimmt werden. In einigen solchen beispielhaften Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum als tBarring definiert werden, wobei: und wobei tcallback die Zufallsvariable zur Modellierung der historischen Daten ist.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum des Weiteren auf der Grundlage eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder einer Dauer des Sprachanrufs und/oder einer Beziehung zwischen Parteien des Sprachanrufs bestimmt werden. In einigen Ausführungsformen, in denen der Schwellensperrzeitraum auf der Grundlage eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts bestimmt werden kann, kann die Länge des Schwellensperrzeitraums eine umgekehrte Beziehung zur Geschwindigkeit des Drahtloskommunikationsgeräts haben. In einigen beispielhaften Ausführungsformen, in denen der Schwellensperrzeitraum auf der Grundlage einer Dauer des Sprachanrufs bestimmt werden kann, kann die Länge des Schwellensperrzeitraums eine direkte Beziehung zur Dauer des Sprachanrufs haben. Die Beziehung zwischen den Parteien kann wenigstens zum Teil anhand eines früheren Kommunikationsverlaufs zwischen Parteien des Sprachanrufs und/oder danach, ob eine Gegenpartei des Sprachanrufs auf einer Kontaktliste steht, die in dem Drahtloskommunikationsgerät implementiert werden kann, definiert werden.

In einigen Ausführungsformen können an das Drahtloskommunikationsgerät mehrere Schwellensperrzeiträume übermittelt werden, die wenigstens zum Teil anhand der historischen Daten bestimmt werden, und die Verarbeitungsschaltungen können dafür konfiguriert sein, das Drahtloskommunikationsgerät des Weiteren zu veranlassen, einen Schwellensperrzeitraum aus den übermittelten mehreren Schwellen wenigstens zum Teil anhand eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder der Dauer des Sprachanrufs und/oder der Beziehung zwischen Rufparteien auszuwählen; und die Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer des ausgewählten Schwellensperrzeitraums zu sperren.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil danach bestimmt werden, ob der Sprachanruf ein Notruf ist. In einigen Ausführungsformen kann die Neuauswahl des ersten Netzes vor einem Ende des Schwellensperrzeitraums in einem Fall erlaubt werden, in dem das Drahtloskommunikationsgerät zur Neuauswahl des ersten Netzes durch einen Netzbefehl angewiesen wird.

In einer repräsentativen Ausführungsform wird ein Computerprogrammprodukt zum Verzögern einer Netzneuauswahl durch ein Drahtloskommunikationsgerät im Anschluss an einen Anruffehler bereitgestellt. Das Computerprogrammprodukt dieser Ausführungsform kann mindestens ein computerlesbares Speichermedium enthalten, auf dem Computerprogrammcode gespeichert ist. Der Computerprogrammcode kann enthalten: (1) Programmcode zum Bestimmen einer Initiierung eines Sprachanrufs während einer Verbindung mit einem ersten Netz; (2) Programmcode zur Teilnahme an einem CSFB-Verfahren für einen Wechsel von dem ersten Netz zu einem zweiten Netz in Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs; (3) Programmcode zum Bestimmen eines Eintretens eines Anruffehlers des Sprachanrufs; und (4) Programmcode zum, in Reaktion auf den Anruffehler, Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums.

In einigen Ausführungsformen kann der Programmcode zum Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes Folgendes enthalten: Programmcode zum Einstellen eines Timers, der einen Zeitraum hat, der dem Schwellensperrzeitraum entspricht; und Programmcode zum Sperren der Neuauswahl bis zum Ablauf des Timers. In einigen Ausführungsformen kann der Programmcode zum Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes Programmcode zum Verhindern einer Leerlaufmodus-Messung des ersten Netzes während des Schwellensperrzeitraums enthalten.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand erfasster historischer Daten bestimmt werden, die eine Zeit anzeigen, die es gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem oder mehreren vorherigen Anruffehler-Szenarien aufzubauen. In einigen solchen Ausführungsformen können die historischen Daten durch eine Netz-Entität wenigstens zum Teil anhand von Anruffehler-Szenarien erfasst werden, die durch Nutzer des Netzes älterer Bauart innerhalb eines bestimmten geografischen Gebietes angetroffen werden, und der Schwellensperrzeitraum kann durch das zweite Netz an das Drahtloskommunikationsgerät übermittelt werden. In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand eines Mittelwerts einer Wahrscheinlichkeitsverteilungsfunktion einer Zufallsvariablen zur Modellierung der historischen Daten bestimmt werden. Der Schwellensperrzeitraum kann des Weiteren auf der Grundlage einer Standardabweichung der Zufallsvariable in einigen solchen Ausführungsformen bestimmt werden. In einigen solchen beispielhaften Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum als tBarring definiert werden, wobei: und wobei tcallback die Zufallsvariablen zur Modellierung der historischen Daten ist.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum des Weiteren auf der Grundlage eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder einer Dauer des Sprachanrufs und/oder einer Beziehung zwischen Parteien des Sprachanrufs bestimmt werden. In einigen Ausführungsformen, in denen der Schwellensperrzeitraum auf der Grundlage eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts bestimmt werden kann, kann die Länge des Schwellensperrzeitraums eine umgekehrte Beziehung zur Geschwindigkeit des Drahtloskommunikationsgeräts haben. In einigen beispielhaften Ausführungsformen, in denen der Schwellensperrzeitraum auf der Grundlage einer Dauer des Sprachanrufs bestimmt werden kann, kann die Länge des Schwellensperrzeitraums eine direkte Beziehung zur Dauer des Sprachanrufs haben. Die Beziehung zwischen den Parteien kann wenigstens zum Teil anhand eines früheren Kommunikationsverlaufs zwischen Parteien des Sprachanrufs und/oder danach, ob eine Gegenpartei des Sprachanrufs auf einer Kontaktliste steht, die in dem Drahtloskommunikationsgerät implementiert werden kann, definiert werden.

In einigen Ausführungsformen können an das Drahtloskommunikationsgerät mehrere Schwellensperrzeiträume übermittelt werden, die wenigstens zum Teil anhand der historischen Daten bestimmt werden, und die Verarbeitungsschaltungen können dafür konfiguriert sein, das Drahtloskommunikationsgerät des Weiteren zu veranlassen, einen Schwellensperrzeitraum aus den übermittelten mehreren Schwellen wenigstens zum Teil anhand des Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder der Dauer des Sprachanrufs und/oder der Beziehung zwischen Parteien des Sprachanrufs auszuwählen; und die Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer des ausgewählten Schwellensperrzeitraums zu sperren.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil danach bestimmt werden, ob der Sprachanruf ein Notruf ist. In einigen Ausführungsformen kann die Neuauswahl des ersten Netzes vor einem Ende des Schwellensperrzeitraums in einem Fall erlaubt werden, in dem das Drahtloskommunikationsgerät zur Neuauswahl des ersten Netzes durch einen Netzbefehl angewiesen wird.

In einer repräsentativen Ausführungsform wird eine Vorrichtung zum Verzögern einer Netzneuauswahl durch ein Drahtloskommunikationsgerät im Anschluss an einen Anruffehler bereitgestellt, die Folgendes enthalten kann: (1) ein Mittel zum Aufbauen einer Verbindung zu einem ersten Netz; (2) ein Mittel zur Teilnahme an einem leitungsvermittelten CSFB-Verfahren für einen Wechsel von dem ersten Netz zu dem zweiten Netz in Reaktion auf die Initiierung des Sprachanrufs; (3) ein Mittel zum Bestimmen eines Eintretens eines Anruffehlers des Sprachanrufs; und (4) ein Mittel zum Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer eines Schwellensperrzeitraums in Reaktion auf den Anruffehler.

In einigen Ausführungsformen kann das Mittel zum Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes Folgendes enthalten: ein Mittel zum Einstellen eines Timers, der einen Zeitraum hat, der dem Schwellensperrzeitraum entspricht; und ein Mittel zum Sperren der Neuauswahl bis zum Ablauf des Timers. In einigen Ausführungsformen kann das Mittel zur Neuauswahl des ersten Netzes ein Mittel zum Verhindern einer Leerlaufmodus-Messung des ersten Netzes während des Schwellensperrzeitraums enthalten.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand erfasster historischer Daten bestimmt werden, die eine Zeit anzeigen, die es gedauert hat, um einen nachfolgenden Sprachanruf im Anschluss an einen Anruffehler in einem oder mehreren vorherigen Anruffehler-Szenarien aufzubauen. In einigen solchen Ausführungsformen können die historischen Daten durch eine Netz-Entität wenigstens zum Teil anhand von Anruffehler-Szenarien erfasst werden, die durch Nutzer des Netzes älterer Bauart innerhalb eines bestimmten geografischen Gebietes angetroffen werden, und der Schwellensperrzeitraum kann durch das Netz älterer Bauart an das Drahtloskommunikationsgerät übermittelt werden. In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil anhand eines Mittelwerts einer Wahrscheinlichkeitsverteilungsfunktion einer Zufallsvariablen zur Modellierung der historischen Daten bestimmt werden. Der Schwellensperrzeitraum kann des Weiteren auf der Grundlage einer Standardabweichung der Zufallsvariable in einigen solchen Ausführungsformen bestimmt werden. In einigen solchen beispielhaften Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum als tBarring definiert werden, wobei: und wobei tcallback die Zufallsvariable zur Modellierung der historischen Daten ist.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum des Weiteren auf der Grundlage eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder einer Dauer des Sprachanrufs und/oder einer Beziehung zwischen Parteien des Sprachanrufs bestimmt werden. In einigen Ausführungsformen, in denen der Schwellensperrzeitraum auf der Grundlage eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts bestimmt werden kann, kann die Länge des Schwellensperrzeitraums eine umgekehrte Beziehung zur Geschwindigkeit des Drahtloskommunikationsgeräts haben. In einigen beispielhaften Ausführungsformen, in denen der Schwellensperrzeitraum auf der Grundlage einer Dauer des Sprachanrufs bestimmt werden kann, kann die Länge des Schwellensperrzeitraums eine direkte Beziehung zur Dauer des Sprachanrufs haben. Die Beziehung zwischen den Parteien kann wenigstens zum Teil anhand eines früheren Kommunikationsverlaufs zwischen Parteien des Sprachanrufs und/oder danach, ob eine Gegenpartei des Sprachanrufs auf einer Kontaktliste steht, die in dem Drahtloskommunikationsgerät implementiert werden kann, definiert werden.

In einigen Ausführungsformen können an das Drahtloskommunikationsgerät mehrere Schwellensperrzeiträume übermittelt werden, die wenigstens zum Teil anhand der historischen Daten bestimmt werden, und die Vorrichtung kann des Weiteren Folgendes enthalten: ein Mittel zum Auswählen eines Schwellensperrzeitraums aus den übermittelten mehreren Schwellen wenigstens zum Teil anhand eines Mobilitätszustands des Drahtloskommunikationsgeräts und/oder der Dauer des Sprachanrufs und/oder der Beziehung zwischen Rufparteien; und ein Mittel zum Sperren der Neuauswahl des ersten Netzes für die Dauer des ausgewählten Schwellensperrzeitraums.

In einigen Ausführungsformen kann der Schwellensperrzeitraum wenigstens zum Teil danach bestimmt werden, ob der Sprachanruf ein Notruf ist. In einigen Ausführungsformen kann die Neuauswahl des ersten Netzes vor einem Ende des Schwellensperrzeitraums in einem Fall erlaubt werden, in dem das Drahtloskommunikationsgerät zur Neuauswahl des ersten Netzes durch einen Netzbefehl angewiesen wird.

SCHLUSSFOLGERUNG

Die verschiedenen Aspekte, Ausführungsformen, Implementierungen oder Merkmale der beschriebenen Ausführungsformen können separat oder in beliebiger Kombination verwendet werden. Verschiedene Aspekte der beschriebenen Ausführungsformen können durch Software, Hardware oder einer Kombination von Hardware und Software implementiert werden. Die beschriebenen Ausführungsformen können auch als computerlesbarer Code auf einem computerlesbaren Medium ausgeführt sein, um Fertigungsoperationen zu steuern, oder können als computerlesbarer Code auf einem computerlesbaren Medium ausgeführt sein, um eine Produktionsstrecke zu steuern. Das computerlesbare Medium ist eine beliebige Datenspeichervorrichtung, die Daten speichern kann, die anschließend durch ein Computersystem gelesen werden können. Zu Beispielen des computerlesbaren Mediums gehören Nurlesespeicher, Direktzugriffsspeicher, CD-ROMs, Festplatten, DVDs, Magnetbänder und optische Datenspeichergeräte. Das computerlesbare Medium kann auch über vernetzte Computersysteme verteilt sein, so dass der computerlesbare Code in einer verteilten Weise gespeichert und ausgeführt wird.

Die obige Beschreibung, die dem Zweck der Erläuterung dient, verwendete konkrete Begriffe, um ein gründliches Verständnis der beschriebenen Ausführungsformen zu ermöglichen. Dem Fachmann ist jedoch klar, dass die konkreten Details nicht erforderlich sind, um die beschriebenen Ausführungsformen zu praktizieren. Das heißt, die obigen Beschreibungen konkreter Ausführungsformen dienen dem Zweck der Veranschaulichung und Beschreibung. Sie sollen weder erschöpfend sein, noch sollen sie die beschriebenen Ausführungsformen auf die exakt offenbarten Formen beschränken. Dem Durchschnittsfachmann ist klar, dass vor dem Hintergrund der obigen Lehren viele Modifizierungen und Variationen möglich sind.