Title:
Vorrichtung und Verfahren zum Erzeugen von Bilddaten
Kind Code:
B4


Abstract:

Vorrichtung, umfassend:
wenigstens einen Prozessor;
wenigstens einen Speicher, der einen computerlesbaren Code aufweist, der darin gespeichert ist;
ein erstes Kameramodul, das zum Bereitstellen erster Bilddaten konfiguriert ist, die für ein erstes Bild repräsentativ sind;
ein zweites Kameramodul, das zum Bereitstellen zweiter Bilddaten konfiguriert ist, die für ein zweites Bild repräsentativ sind,
wobei das erste und das zweite Kameramodul an jeder Seite einer Achse angeordnet sind, um die das erste Kameramodul bezüglich des zweiten Kameramoduls drehbar ist, und so angeordnet sind, dass wenn das erste Kameramodul bezüglich des zweiten Kameramoduls um weniger als einen Schwellwertwinkel gedreht ist, ein Bereich des ersten Bildes einen Bereich des zweiten Bildes überlagert,
wobei der computerlesbare Code, wenn er durch den wenigstens einen Prozessor ausgeführt wird, den wenigstens einen Prozessor veranlasst:
die ersten Bilddaten und die zweiten Bilddaten zu verarbeiten; und
dritte Bilddaten zu erzeugen, die repräsentativ für ein drittes Bild sind, wobei das dritte Bild wenigstens entsprechende Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes repräsentiert, wobei die Vorrichtung ein flexibles Gerät ist, das eine flexible Anzeige umfasst, und das erste Kameramodul an einem ersten Teil des flexiblen Geräts befestigt ist und das zweite Kameramodul an einem zweiten Teil des flexiblen Geräts befestigt ist, wobei das erste Kameramodul drehbar bezüglich des zweiten Kameramoduls durch Krümmen des flexiblen Geräts entlang einer Achse zwischen dem ersten und dem zweiten Teil des Geräts ist, wodurch das flexible Gerät und die flexible Anzeige gebogen werden.




Inventors:
Leskelä, Jyrki Veikko (Haukipudas, FI)
Nikula, Antero Jarmo (Jääli, FI)
Salmela, Allan Mika (Oulu, FI)
Happonen, Aki (Kiiminki, FI)
Ahmaniemi, Teemu (Helsinki, FI)
Jokinen, Teppo (Espoo, FI)
Lantz, Vuokko (Vantaa, FI)
Zhang, Daoxiang (Helsinki, FI)
Vanhakartano, Santeri (Helsinki, FI)
Paquentin, Jorge (Mexico, MX)
Application Number:
DE112012003383T
Publication Date:
04/05/2018
Filing Date:
08/15/2012
Assignee:
Nokia Technologies OY (Espoo, FI)



Foreign References:
200602384942006-10-26
200802251292008-09-18
JP200351872A
JP2003051872A2003-02-21
Other References:
http://hugin.sourceforge.net aufgerufen am 06.03.2017
https://de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=57587053 HDR Version aus dem Jahre 2009
Attorney, Agent or Firm:
Samson & Partner Patentanwälte mbB, 80538, München, DE
Claims:
1. Vorrichtung, umfassend:
wenigstens einen Prozessor;
wenigstens einen Speicher, der einen computerlesbaren Code aufweist, der darin gespeichert ist;
ein erstes Kameramodul, das zum Bereitstellen erster Bilddaten konfiguriert ist, die für ein erstes Bild repräsentativ sind;
ein zweites Kameramodul, das zum Bereitstellen zweiter Bilddaten konfiguriert ist, die für ein zweites Bild repräsentativ sind,
wobei das erste und das zweite Kameramodul an jeder Seite einer Achse angeordnet sind, um die das erste Kameramodul bezüglich des zweiten Kameramoduls drehbar ist, und so angeordnet sind, dass wenn das erste Kameramodul bezüglich des zweiten Kameramoduls um weniger als einen Schwellwertwinkel gedreht ist, ein Bereich des ersten Bildes einen Bereich des zweiten Bildes überlagert,
wobei der computerlesbare Code, wenn er durch den wenigstens einen Prozessor ausgeführt wird, den wenigstens einen Prozessor veranlasst:
die ersten Bilddaten und die zweiten Bilddaten zu verarbeiten; und
dritte Bilddaten zu erzeugen, die repräsentativ für ein drittes Bild sind, wobei das dritte Bild wenigstens entsprechende Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes repräsentiert, wobei die Vorrichtung ein flexibles Gerät ist, das eine flexible Anzeige umfasst, und das erste Kameramodul an einem ersten Teil des flexiblen Geräts befestigt ist und das zweite Kameramodul an einem zweiten Teil des flexiblen Geräts befestigt ist, wobei das erste Kameramodul drehbar bezüglich des zweiten Kameramoduls durch Krümmen des flexiblen Geräts entlang einer Achse zwischen dem ersten und dem zweiten Teil des Geräts ist, wodurch das flexible Gerät und die flexible Anzeige gebogen werden.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der computerlesbare Code, wenn er durch den wenigstens einen Prozessor ausgeführt wird, den wenigstens einen Prozessor veranlasst:
eine Drehung des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls zu erfassen; und
auf das Erfassen einer Drehung zu reagieren, indem die dritten Bilddaten so erzeugt werden, dass sie auch repräsentativ für wenigstens einen Teil eines nicht überlagernden Bereichs des ersten Bildes und wenigstens einen Teil eines nicht überlagernden Bereichs des zweiten Bildes sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der computerlesbare Code, wenn er durch den wenigstens einen Prozessor ausgeführt wird, den wenigstens einen Prozessor veranlasst:
eine Drehung des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls zu erfassen; und
auf das Erfassen einer Drehung zu reagieren, indem die dritten Bilddaten so erzeugt werden, dass sie repräsentativ sind für ein vergrößertes Bild, wobei das vergrößerte Bild nur für die entsprechenden Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes repräsentativ ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei welcher der computerlesbare Code, wenn er durch den wenigstens einen Prozessor ausgeführt wird, den wenigstens einen Prozessor veranlasst:
einen Drehwinkel des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls zu erfassen; und
wenn der Drehwinkel zunimmt, nach und nach in einer ersten Dimension eine Größe der entsprechenden Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes zu reduzieren, die durch die dritten Bilddaten repräsentiert werden.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der computerlesbare Code, wenn er auf dem wenigstens einen Prozessor ausgeführt wird, den wenigstens einen Prozessor veranlasst:
eine Drehung des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls zu erfassen; und
eine Drehrichtung zu bestimmen;
wenn die Drehung in einer ersten Richtung ist, die dritten Bilddaten so zu erzeugen, dass sie auch repräsentativ für wenigstens einen Teil eines nicht überlagernden Bereichs des ersten Bildes und wenigstens einen Teil eines nicht überlagernden Bereichs des zweiten Bildes sind; und
wenn die Drehung in einer zweiten Richtung ist, die dritten Bilddaten so zu erzeugen, dass sie repräsentativ nur für die entsprechenden Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes sind.

6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welcher das erste und das zweite Kameramodul so angeordnet sind, dass wenn das erste Kameramodul in einem nicht gedrehten Zustand bezüglich des zweiten Kameramoduls ist, das erste und das zweite Bild sich im Wesentlichen vollständig überlagern.

7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welcher der computerlesbare Code, wenn er durch den wenigstens einen Prozessor ausgeführt wird, den wenigstens einen Prozessor veranlasst:
einen Drehwinkel des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls zu bestimmen; und
zu veranlassen, eine Grafik auf einer Anzeige anzuzeigen, wobei die Grafik den Drehwinkel angibt.

8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei welcher der computerlesbare Code, wenn er durch den wenigstens einen Prozessor ausgeführt wird, den wenigstens einen Prozessor veranlasst:
einen Drehwinkel des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls zu bestimmen; und
die dritten Bilddaten basierend auf dem Drehwinkel so zu verarbeiten, dass vierte Bilddaten erzeugt werden, wobei die vierten Bilddaten ein viertes Bild zur Anzeige auf der gebogenen flexiblen Anzeige repräsentieren, wobei das vierte Bild eine verzerrte Version des dritten Bildes ist, wobei mit dem Drehwinkel auch der Verzerrungsgrad des vierten Bildes zunimmt.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, bei welcher der computerlesbare Code, wenn er durch den wenigstens einen Prozessor ausgeführt wird, den wenigstens einen Prozessor veranlasst:
eine Drehrichtung des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls zu bestimmen,
wenn die Drehrichtung in einer ersten Richtung ist, die dritten Bilddaten so zu verarbeiten, dass das vierte Bild auf eine erste Weise verzerrt wird; und
wenn die Drehrichtung in einer zweiten Richtung ist, die dritten Bilddaten so zu verarbeiten, dass das vierte Bild in einer zweiten, anderen Weise verzerrt wird.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei welcher der wenigstens eine Prozessor unter der Steuerung des computerlesbaren Codes betreibbar ist:
eine Drehrate des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls zu bestimmen;
zu bestimmen, wann die Drehrate einen vorbestimmten Schwellwert übersteigt; und
auf das Erfassen durch Veranlassen, dass das dritte Bild in dem wenigstens einen Speicher gespeichert wird, zu reagieren.

11. Verfahren, umfassend:
Bereitstellen eines flexiblen Geräts, das eine flexible Anzeige umfasst, wobei das flexible Gerät ein erstes Kameramodul umfasst, das an einem ersten Teil des flexiblen Geräts befestigt ist und ein zweites Kameramodul umfasst, das an einem zweiten Teil des flexiblen Geräts befestigt ist, wobei das erste Kameramodul zum Bereitstellen erster Bilddaten konfiguriert ist, die für ein erstes Bild repräsentativ sind, und das zweite Kameramodul zum Bereitstellen zweiter Bilddaten konfiguriert ist, die für ein zweites Bild repräsentativ sind, wobei das erste und das zweite Kameramodul auf jeder Seite einer Achse angeordnet sind, um die das erste Kameramodul durch Krümmen des flexiblen Geräts, wodurch das flexible Gerät und die flexible Anzeige gebogen werden, drehbar bezüglich des zweiten Kameramoduls ist, und wobei das erste Kameramodul und das zweite Kameramodul so angeordnet sind, dass, wenn das erste Kameramodul bezüglich des zweiten Kameramoduls um weniger als ein Schwellwert gedreht wird, ein Bereich des ersten Bildes einen Bereich des zweiten Bildes überlagert,
Verarbeiten der ersten Bilddaten und der zweiten Bilddaten; und
Erzeugen dritter Bilddaten, die für ein drittes Bild repräsentativ sind, wobei das dritte Bild entsprechende Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes repräsentiert.

12. Verfahren nach Anspruch 11, umfassend:
Erfassen einer Drehung des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls; und
Reagieren auf das Erfassen einer Drehung indem die dritten Bilddaten so erzeugt werden, dass sie auch für wenigstens einen Teil eines nicht überlagernden Bereichs des ersten Bildes und wenigstens einen Teil eines nicht überlagernden Bereichs des zweiten Bildes repräsentativ sind.

13. Verfahren nach Anspruch 11, umfassend:
Erfassen einer Drehung des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls; und
Reagieren auf das Erfassen der Drehung indem die dritten Bilddaten so erzeugt werden, dass sie für ein vergrößertes Bild repräsentativ sind, wobei das vergrößerte Bild nur für die entsprechenden Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes repräsentativ sind.

14. Verfahren nach Anspruch 13, umfassend:
Erfassen eines Drehwinkels des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls; und
so wie der Drehwinkel zunimmt, graduell Reduzieren einer Größe der entsprechenden Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes, die durch die dritten Bilddaten repräsentiert werden, in einer ersten Dimension.

15. Verfahren nach Anspruch 11, umfassend:
Erfassen einer Drehung des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls; und
Bestimmen einer Drehrichtung;
wenn die Drehung in einer ersten Richtung ist, Erzeugen der dritten Bilddaten, so dass sie auch für wenigstens einen Teil eines nicht überlagernden Bereichs des ersten Bildes und wenigstens einen Teil eines nicht überlagernden Bereichs des zweiten Bildes repräsentativ sind; und
wenn die Drehung in einer zweiten Richtung ist, Erzeugen der dritten Bilddaten, so dass sie nur für die entsprechenden Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes repräsentativ sind.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, umfassend:
Bestimmen eines Drehwinkels des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls; und
Veranlassen, eine Grafik auf einer Anzeige anzuzeigen, wobei die Grafik den Drehwinkel angibt.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16, umfassend:
Bestimmen eines Drehwinkels des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls; und
Verarbeiten der dritten Bilddaten basierend auf dem Drehwinkel, um so vierte Bilddaten zu erzeugen, wobei die vierten Bilddaten ein viertes Bild repräsentieren, wobei das vierte Bild eine verzerrte Version des dritten Bildes ist, wobei mit dem Drehwinkel auch der Verzerrungsgrad des vierten Bildes zunimmt.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 17, umfassend:
Bestimmen einer Drehrichtung des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls;
wenn die Drehrichtung in einer ersten Richtung ist, Verarbeiten der dritten Bilddaten, so dass das vierte Bild auf eine erste Weise verzerrt ist; und
wenn die Drehrichtung in einer zweiten Richtung ist, Verarbeiten der dritten Bilddaten, so dass das vierte Bild auf eine zweite, andere Weise verzerrt ist.

19. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 18, umfassend:
Bestimmen einer Drehrate des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls;
Erfassen, wenn die Drehrate einen vorbestimmten Schwellwert überschreitet; und
Reagieren auf das Erfassen durch Veranlassen, dass das dritte Bild in dem wenigstens einen Speicher gespeichert wird.

Description:
Gebiet

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Erzeugen von Bilddaten.

Hintergrund

Mobiltelefonkameras weisen typischerweise eine feste Brennweite auf, um sicherzugehen, dass sowohl die Größe als auch die Kosten des Kameramoduls relativ gering bleiben.

Sogenannte ”Panoramabilddarstellungen” gestatten eine Ausweitung des Blickwinkels. Allerdings muss der Anwender über eine Szenerie durch graduelles Drehen des Mobiltelefons schwenken. Eine Software erzeugt dann ein vollständiges Panoramabild. Dieses Verfahren ist nicht besonders intuitiv und erfordert auch, dass der Anwender das Mobiltelefon sehr stabil hält, während er es über die Szenerie schwenkt. Die Qualität des resultierenden Panoramabilds kann allgemein durch Verwenden einer Stütze verbessert werden, die einen Drehkopf aufweist, an dem das Mobiltelefon befestigt werden kann. Allerdings erfordert das, dass der Anwender die Stütze zusätzlich zu seinem Mobiltelefon trägt.

JP 2003 051 872 A zeigt eine Vorrichtung mit zwei Kameraeinheiten und einer LCD-Anzeige. Die Kameraeinheiten sind jeweils um eine Achse drehbar. US 2008/0225129 A1 zeigt ebenfalls eine Vorrichtung mit zwei Kameraeinheiten. Die Vorrichtung kann eine Anzeige aufweisen. Die Kameraeinheiten können gegeneinander verdrehbar sein. US 2006/0238494 A1 zeigt eine Anzeige mit einer flexiblen Oberfläche. Ein Krümmen der flexiblen Oberfläche wird von Krümmungsdetektoren gemessen und das Messergebnis an eine starre Detektionsvorrichtung geleitet. Die gemessene Krümmung wird als Nutzereingabe ausgewertet und kann zu Änderungen im angezeigten Bild führen.

Zusammenfassung

Gemäß eines ersten Aspekts beschreibt diese Beschreibung eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, umfassend wenigstens einen Prozessor, wenigstens einen Speicher, der einen computerlesbaren Code aufweist, der darauf gespeichert ist, ein erstes Kameramodul, das zum Bereitstellen erster Bilddaten konfiguriert ist, die ein erstes Bild repräsentieren, ein zweites Kameramodul, das zum Bereitstellen zweiter Bilddaten konfiguriert ist, die ein zweites Bild repräsentieren, wobei das erste und das zweite Kameramodul an jeder Seite einer Achse angeordnet sind, um die das erste Kameramodul bezüglich des zweiten Kameramoduls drehbar ist, und so angeordnet sind, dass wenn das erste Kameramodul bezüglich des zweiten Kameramoduls um weniger als einen Schwellwertwinkel gedreht wird, einen Bereich des ersten Bildes einen Bereich des zweiten Bildes überlagert, wobei der computerlesbare Code, wenn er durch den wenigstens einen Prozessor ausgeführt wird, den wenigstens einem Prozessor veranlasst, die ersten Bilddaten und die zweiten Bilddaten zu verarbeiten und dritte Bilddaten zu erzeugen, die ein drittes Bild darstellen, wobei das dritte Bild wenigstens entsprechende Teile der überlagerten Bereiche des ersten und des zweiten Bildes repräsentiert.

Gemäß eines zweiten Aspekts beschreibt die Beschreibung ein Verfahren gemäß Anspruch 11 umfassend Bereitstellen einer Vorrichtung umfassend ein erstes Kameramodul, das zum Bereitstellen erster Bilddaten konfiguriert ist, die ein erstes Bild repräsentieren, und ein zweites Kameramodul, das zum Bereitstellen zweiter Bilddaten konfiguriert ist, die ein zweites Bild repräsentieren, wobei das erste und das zweite Kameramodul an jeder Seite einer Achse angeordnet sind, um die das erste Kameramodul bezüglich des zweiten Kameramoduls drehbar ist, und so angeordnet sind, dass wenn das erste Kameramodul bezüglich des zweiten Kameramoduls um weniger als einen Schwellwertwinkel gedreht wird, ein Bereich des ersten Bildes einen Bereich des zweiten Bildes überlagert, Verarbeiten der ersten Bilddaten und der zweiten Bilddaten und Erzeugen dritter Bilddaten, die ein drittes Bild repräsentieren, wobei das dritte Bild wenigstens entsprechende Teile der überlagerten Bereiche des ersten und des zweiten Bildes repräsentiert.

Gemäß eines dritten Aspekts beschreibt diese Beschreibung eine Vorrichtung umfassend ein erstes Kameramodul, das zum Bereitstellen erster Bilddaten konfiguriert ist, die ein erstes Bild repräsentieren, ein zweites Kameramodul, das zum Bereitstellen zweiter Bilddaten konfiguriert ist, die ein zweites Bild repräsentieren, wobei das erste und das zweite Kameramodul an jeder Seite einer Achse angeordnet sind, um die das erste Kameramodul bezüglich des zweiten Kameramoduls drehbar ist, und so angeordnet sind, dass wenn das erste Kameramodul bezüglich des zweiten Kameramoduls um weniger als einen Schwellwertwinkel gedreht wird, ein Bereich des ersten Bildes einen Bereich des zweiten Bildes überlagert, ein Mittel zum Verarbeiten der ersten Bilddaten und der zweiten Bilddaten und ein Mittel zum Erzeugen dritter Bilddaten, die ein drittes Bild repräsentieren, wobei das dritte Bild wenigstens entsprechende Teile der überlagerten Bereiche des ersten und des zweiten Bildes repräsentiert.

Gemäß eines vierten Aspekts beschreibt diese Beschreibung eine Vorrichtung umfassend ein Mittel zum Bereitstellen erster Bilddaten, die ein erstes Bild repräsentieren, ein Mittel zum Bereitstellen zweiter Bilddaten, die ein zweites Bild repräsentieren, wobei das Mittel zum Bereitstellen erster Bilddaten, die ein erstes Bild repräsentieren, und das Mittel zum Bereitstellen zweiter Bilddaten, die ein zweites Bild repräsentieren, an jeder Seite einer Achse angeordnet sind, um die das Mittel zum Bereitstellen erster Bilddaten, die ein erstes Bild repräsentieren, drehbar bezüglich des Mittels zum Bereitstellen zweiter Bilddaten ist, die ein zweites Bild repräsentieren, und so angeordnet sind, dass wenn das Mittel zum Bereitstellen erster Bilddaten, die ein erstes Bild repräsentieren, bezüglich des Mittels zum Bereitstellen zweiter Bilddaten, die ein zweites Bild repräsentieren, um weniger als einen Schwellwertwinkel gedreht wird, ein Bereich des ersten Bildes einen Bereich des zweiten Bildes überlagert. Die Vorrichtung umfasst des Weiteren ein Mittel zum Verarbeiten der ersten Bilddaten und der zweiten Bilddaten und ein Mittel zum Erzeugen dritter Bilddaten, die ein drittes Bild repräsentieren, wobei das dritte Bild wenigstens entsprechende Teile der überlagerten Bereiche des ersten und des zweiten Bildes repräsentiert.

Kurze Beschreibung der Figuren

Für ein vollständigeres Verständnis von beispielhaften Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung wird jetzt auf die folgende Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen Bezug genommen, in denen:

1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung gemäß einem beispielhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung ist;

2A bis 2C eine erste und eine zweite Oberfläche bzw. eine Seitenansicht einer Vorrichtung gemäß einem beispielhaften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zeigt;

3A und 3B Seitenansichten der Vorrichtung von 2A bis 2C sind, wenn sie konvex gekrümmt bzw. konkav gekrümmt ist;

4A und 4B die Sichtfelder von jedem des ersten und des zweiten Kameramoduls und die Ausrichtungen des ersten und des zweiten Bildes darstellen, wenn das erste Kameramodul der Vorrichtung der 2 und 3 in einem nicht gedrehten Zustand bezüglich des zweiten Kameramoduls ist;

5A bis 5C die Sichtfelder des ersten und des zweiten Kameramoduls und die Ausrichtungen des ersten und des zweiten Bildes darstellen, wenn das erste Kameramodul in eine erste Richtung bezüglich des zweiten Kameramoduls gedreht ist;

6A bis 6C die Sichtfelder des ersten und des zweiten Kameramoduls und die Ausrichtungen des ersten und des zweiten Bildes darstellen, wenn das erste Kameramodul in einer zweiten Richtung bezüglich des zweiten Kameramoduls gedreht ist;

7A und 7B den Zustand des Bildes der Vorrichtung von 2A bis 2C darstellen, wobei der Drehwinkel des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls erhöht ist;

8A und 8B den Zustand der Anzeige der Vorrichtung von 2A bis 2C zeigen, wobei der Drehwinkel des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls erhöht ist;

9A und 9B eine Weise darstellen, in der ein Bild, das auf der Anzeige angezeigt wird, verzerrt werden kann, um die Krümmung der Anzeige zu kompensieren, die aus der Drehung in die erste Richtung des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls resultiert;

10A und 10B eine Weise darstellen, in der ein Bild, das auf der Anzeige angezeigt wird, verzerrt werden kann, um eine Krümmung der Anzeige zu kompensieren, die aus der Drehung in die zweite Richtung des ersten Kameramoduls bezüglich des zweiten Kameramoduls resultiert;

11 ein Flussdiagramm ist, das ein Verfahren nach beispielhaften Ausführungsbeispielen der Erfindung darstellt; und

12A bis 12D Ansichten einer Vorrichtung gemäß alternativen, beispielhaften, nicht zum beanspruchten Gegenstand der Erfindung gehörenden Ausführungsbeispielen darstellen.

Detaillierte Beschreibung der beispielhaften Ausführungsbeispiele

In der Beschreibung und den Zeichnungen beziehen sich durchgehend gleiche Referenzziffern auf gleiche Elemente.

1 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung 2 gemäß einem beispielhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Die Vorrichtung 1 umfasst eine Steuerung 10, wenigstens einen Speicher 12, ein erstes Kameramodul 13 und ein zweites Kameramodul 14. Das erste Kameramodul 13 ist zum Bereitstellen erster Bilddaten für die Steuerung 10 konfiguriert. Die ersten Bilddaten sind für ein erstes Bild repräsentativ, das in dem Sichtfeld des ersten Kameramoduls 13 ist. Das zweite Kameramodul ist zum Bereitstellen zweiter Bilddaten für die Steuerung 10 konfiguriert. Die zweiten Bilddaten sind für ein zweites Bild repräsentativ, das in dem Sichtfeld des zweiten Kameramoduls 14 ist.

Die Steuerung 10 umfasst wenigstens einen Prozessor 10A, der von jedem geeigneten Typ sein kann, so wie Prozessoren und Mikroprozessoren, ist aber nicht darauf beschränkt. Die Steuerung 10 kann zusätzlich einen oder mehrere anwendungsbezogene integrierte Schaltungen (nicht gezeigt) umfassen. Der wenigstens eine Prozessor 10A ist so betreibbar, dass er computerlesbaren Code 12A ausführt, der in dem wenigstens einen Speicher 12 gespeichert ist, und dass er Arbeiten unter der Steuerung des computerlesbaren Codes 12A ausführt. Die Steuerung 10 ist so betreibbar, dass sie ersten Bilddaten von dem ersten Kameramodul 13 empfängt und die zweiten Bilddaten von dem zweiten Modul und dass sie diese in Übereinstimmung mit Befehlen verarbeitet, die durch den computerlesbaren Code 12A übertragen werden.

In dem Beispiel aus 1 umfasst die Vorrichtung auch eine Anzeige 15. Die Anzeige 15 ist so betreibbar, dass sie unter der Steuerung der Steuerung 10 einem Anwender der Vorrichtung 1 Bilder anzeigt.

In 1 umfasst die Vorrichtung 1 auch eine Anwenderschnittstelle 16. Die Anwenderschnittstelle 16 ist so betreibbar, dass sie Anwendereingaben empfängt und Signale, die diese angeben, an die Steuerung 10 sendet. Die Steuerung 10 reagiert auf deren Empfang, indem er auszuführende Arbeiten veranlasst. Die Anwenderschnittstelle 16 kann von jedem geeigneten Typ sein, so wie ein berührungsempfindlicher Signalumformer, der zur Bildung eines Touchscreens mit der Anzeige 15 gekoppelt sein kann, ein Tastaturkissen, eine Rollkugel (englisch: trackball), ein Scrollrad oder eine Sprachschnittstelle, ist aber nicht auf diese beschränkt.

Die Steuerung 10 ist so betreibbar, dass sie die ersten und die zweiten Bilddaten verarbeitet. Nach dem Verarbeiten der ersten und der zweiten Bilddaten ist die Steuerung 10 so betreibbar, dass sie veranlasst, dass ein Bild, das aus dem Verarbeiten der ersten und der zweiten Bilddaten resultiert, auf der Anzeige 15 angezeigt wird. Die Steuerung 10 ist so betreibbar, dass sie auch Bilddaten speichert, die aus dem Verarbeiten der ersten und der zweiten Bilddaten in dem wenigstens einen Speicher 12 resultieren. Das Speichern der Bilddaten und/oder die Anzeige des Bildes kann in Reaktion auf einen Empfang einer Anwendereingabe über die Anwenderschnittstelle 16 durchgeführt werden.

Auch wenn es nicht in 1 gezeigt wird, sind das erste und das zweite Kameramodul 13, 14 auf jeder Seite einer Achse angeordnet, um die das erste Kameramodul 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 drehbar ist. Die Drehung ist relativ und somit können in einigen Ausführungsbeispielen sowohl das erste Kameramodul 13 als auch das zweite Kameramodul 14 in entgegen gesetzte Richtungen um die Achse gedreht werden.

In einigen Beispielen umfasst die Vorrichtung 1 auch einen oder mehr Sensoren 17. Die einen oder mehr Sensoren 17 sind so betreibbar, dass sie einen Winkel und/oder eine Richtung der relativen Drehung des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 bestimmen. Die einen oder mehr Sensoren 17 sind so betreibbar, dass sie Signale bereitstellen, die den Winkel und/oder die Richtung der Drehung an die Steuerung 10 angeben. Die einen oder mehr Sensoren können zum Beispiel Dehnmessstreifen umfassen.

2A bis 2C zeigen drei verschiedene Ansichten eines Geräts 2 gemäß beispielhaften Ausführungsbeispielen der Erfindung. Insbesondere zeigen 2A bis 2C Ansichten einer ersten Hauptoberfläche, einer zweiten Hauptoberfläche bzw. einer Seite des Geräts 2.

Das Gerät 2 umfasst einige oder alle Komponenten der Vorrichtung 1, die in 1 gezeigt ist. Zusätzlich umfasst das Gerät 2 ein Gerätegehäuse 20-1, 20-2, in dem, oder auf dem die Komponenten der Vorrichtung 1 von 1 bereitgestellt werden. Das Gerätegehäuse 20-1, 20-2 umfasst einen ersten Gehäuseteil 20-1, in dem das erste Kameramodul 13 angeordnet ist, und einen zweiten Gehäuseteil 20-2, in dem das zweite Kameramodul 14 angeordnet ist. In anderen Worten ist das erste Kameramodul an dem ersten Gehäuseteil 20-1 befestigt und das zweite Kameramodul 14 ist an dem zweiten Gehäuseteil 20-2 befestigt.

Die Achse, bei der an jeder Seite das erste und das zweite Kameramodul 13, 14 bereitgestellt sind, und um die das erste Kameramodul 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 drehbar ist, ist durch die gestrichelte Linie und die Referenz A dargestellt. Die Anzeige 15 ist auf einer dazu entgegen gesetzten Oberfläche des Geräts 2 bereitgestellt, auf der das erste und das zweite Kameramodul 13, 14 zu sehen sind.

2C zeigt eine Seitenansicht des Geräts 2. Das Sichtfeld 22, 24 des ersten und des zweiten Kameramoduls 13, 14 sind durch gestrichelte Linien gekennzeichnet, die sich von den Kameramodulen 13, 14 erstrecken. Die Sichtfelder 22, 24 repräsentieren Raumvolumen, die durch die entsprechenden Kameramodule 13, 14 eingefangen werden können, um ein Bild zu erzeugen. Die Sichtwinkel (d. h. die Winkel, in denen sich die Sichtfelder 22, 24 von den Kameramodulen 13, 14 erstrecken) sind durch das Zeichen ”α” gekennzeichnet. In diesem Beispiel sind die Sichtwinkel für das erste und das zweite Kameramodul gleich.

Das Gerät von 2A bis 2C ist flexibel. Entsprechend kann der Anwender eine Krümmungskraft aufbringen, um zu veranlassen, dass das Gerät 2 gebogen wird. Während das Gerät 2 gebogen wird, wird das erste Kameramodul 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 gedreht. Flexible Geräte sind Fachleuten bekannt und somit ist eine detaillierte Erklärung hierin nicht vorgesehen. Das Krümmen des Geräts 2 und die daraus folgende Drehung des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 sind in 3A und 3B dargestellt.

In 3A ist das Gerät 2 so gekrümmt worden, dass das erste Kameramodul 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 um einen Winkel β gedreht ist. Die Drehrichtung ist gegen den Uhrzeigersinn. Es ist allerdings anzuerkennen, dass die Drehrichtung auf die Perspektive der Person ankommt, die das Gerät 2 sieht, wenn es gekrümmt wird. Als ein Ergebnis des Krümmens des Geräts 2 werden die Sichtfelder 22, 24 von jedem des ersten und des zweiten Kameramoduls 13, 14 in einer Richtung weg voneinander verschoben (oder weg von einem zentralen Punkt des Geräts 2). Hiernach wird die Drehrichtung, die veranlasst, dass die Sichtfelder in einer Richtung weg voneinander verschoben werden, als ”erste Drehrichtung” bezeichnet.

3B zeigt das Gerät 2, wenn es so gekrümmt worden ist, dass das erste Kameramodul 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 um einen Winkel β gedreht ist. Die Drehrichtung ist im Uhrzeigersinn. Als Ergebnis des Krümmens des Geräts 2 wie in 3B gezeigt, werden die Sichtfelder 22, 24 von jedem des ersten und des zweiten Kameramoduls 13, 14 in einer Richtung aufeinander zu verschoben (oder zu einem zentralen Punkt des Geräts 2). Hiernach wird die Drehrichtung, die veranlasst, dass die Sichtfelder in einer Richtung aufeinander zu verschoben werden, ”zweite Drehrichtung” genannt.

4A und 4B zeigen die relativen Orte der Sichtfelder 22, 24 des ersten und des zweiten Kameramoduls 13, 14, wenn das erste Kameramodul 13 in einem nicht gedrehten Zustand bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 ist (d. h. wenn das Gerät nicht gekrümmt ist). Wie gesehen werden kann, sind das erste und das zweite Kameramodul 13, 14 in dem Gerät 2 so angeordnet, dass bei einem bestimmten Abstand von dem Gerät 2 die Sichtfelder im Wesentlichen vollständig überlagern. Folglich erzeugen das erste und das zweite Kameramodul 13, 14 im Wesentlichen die gleichen Bilddaten, wenn das erste Kameramodul 13 in einem nicht gedrehten Zustand bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 ist. Mit anderen Worten überlagert das erste Bild 30 (das heißt, das Bild, das von dem ersten Kameramodul 13 eingefangen wird) im Wesentlichen vollständig das zweite Bild 32 (d. h. das Bild, das durch das zweite Kameramodul 14 eingefangen wird). Dies ist in 4B zu sehen, die die relativen Ausrichtungen des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 zeigt. Wenn die erste Kamera in einem nicht gedrehten Zustand bezüglich der zweiten Kamera ist, sind das erste und das zweite Bild 30, 32 im Wesentlichen sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung ausgerichtet (d. h. sowohl in der x-Dimension als auch in der y-Dimension).

Auch wenn es in 4A und 4B nicht gezeigt ist, ist die Steuerung 10 so betreibbar, dass sie die ersten Bilddaten und die zweiten Bilddaten empfängt und diese in ein einzelnes Bild kombiniert, das hiernach als drittes Bild bezeichnet wird. Die Steuerung 10 kann so betreibbar sein, dass sie das dritte Bild veranlasst, auf der Anzeige 15 angezeigt zu werden und/oder das sie veranlasst, dass die dritten Bilddaten, die das dritte Bild darstellen, in dem wenigstens einen Speicher 12 für ein späteres Abrufen gespeichert werden.

Die Tatsache, dass das erste und das zweite Bild 30, 32 sich fast vollständig überlagern, wenn es keine relative Drehung des ersten und des zweiten Kameramoduls gibt, bedeutet, dass das resultierende dritte Bild eine bessere Empfindlichkeit und weniger Rauschen aufweisen kann, als jedes einzelne des ersten und des zweiten Bildes 30, 32. Zusätzlich gestattet dies dem Gerät 2 Bilder besserer Qualität zu erzeugen, wenn die Helligkeit niedrig ist. Des Weiteren gestattet das Kombinieren zweier Bilder gleicher Auflösung ein resultierendes Bild zu erzeugen, dass potentiell die doppelte Auflösung der beiden ursprünglichen Bilder aufweist. Dies liegt daran, dass die zwei Bilder aufgrund der etwas unterschiedlichen Positionen der zwei Kameramodule immer etwas unterschiedlich sein werden. Als solche umfassen die zwei Bilder zusammen mehr Information zusammen als jedes der Bilder alleine. Eine Auflösungsverbesserung kann unter Verwendung sogenannter Superauflösungstechniken (englisch: super-resolution techniques) durchgeführt werden. Auch gestattet das Überlagern des ersten und des zweiten Bildes 30, 32, das Erzeugen stereoskopischer Bilder.

Der Abstand, an dem die Sichtfelder des ersten und des zweiten Kameramoduls 13, 14 vollständig überlagern, kann durch Wechseln der Brennweite des ersten und des zweiten Kameramoduls 13, 14 variiert werden.

5A bis 5C stellen dar, wie sich die Sichtfelder 22, 24 und die relativen Ausrichtungen des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 in der horizontalen Richtung verschieben, wenn das Gerät 2 so gekrümmt wird, dass das erste Kameramodul in der ersten Richtung bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 gedreht wird. Wie in 5A gesehen werden kann, veranlasst eine relative Drehung in der ersten Richtung das erste Bild 30 sich nach links zu bewegen und das zweite Bild 32 sich nach rechts bewegen. Somit, während sich der Drehwinkel β erhöht, verringern sich die Bereiche des ersten und des zweiten Bildes, die einander überlagern in der Größe.

5B stellt dar, wie das dritte Bild 40 basierend auf den ersten und den zweiten Bilddaten erzeugt wird, wenn die relative Drehung in der ersten Richtung ist. In 5B und 5C wird das erste Bild 30 durch die durchgezogene Linie gezeigt, während das zweite Bild 32 durch die gestrichelte Linie gezeigt wird. Das dritte Bild 40 ist durch die dickere durchgezogene Linie gezeigt.

Wenn die Drehrichtung als in der ersten Richtung liegend erfasst wird, ist die Steuerung 10 so betreibbar, dass sie die ersten und die zweiten Bilddaten so verarbeitet, dass sie ein drittes Bild erzeugt, das eine ”Panoramakombination” des ersten und des zweiten Bildes erzeugt. In anderen Worten, wenn die Drehung in der ersten Richtung erfasst wird, umfasst das dritte Bild 40, das durch die Steuerung 10 erzeugt wird, wenigstens zum Teil die überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes (die als schattierte Fläche in 5B und 5C gezeigt ist), zusätzlich zu einem nicht überlagernden Bereich des ersten Bildes 30 und eines nicht überlagernden Bereiches des zweiten Bildes 32.

Der Teil des dritten Bildes, der wenigstens einen Teil der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes darstellt, kann durch Kombinieren entsprechender Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 erzeugt werden. Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 werden als entsprechend bezeichnet, wenn sie gleiche Merkmale umfassen. In diesen Ausführungsbeispielen können die überlagernden Bereiche unter Verwendung von Poisson-Mischen mit Gradienten-Mischen gemischt werden.

In alternativen Ausführungsbeispielen kann der Teil des dritten Bildes 40, der die überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 repräsentiert, unter Verwendung des überlagernden Bereichs von nur einem des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 erzeugt werden.

Wie mit Bezug auf 1 beschrieben, umfasst die Vorrichtung 1 in einigen Ausführungsbeispielen wenigstens einen Sensor 17 zum Erfassen der Richtung und/oder des relativen Drehwinkels der Kameramodule 13, 14. In solchen Ausführungsbeispielen ist die Steuerung 10 so betreibbar, dass sie diese Information verwendet, wenn sie die dritten Bilddaten erzeugt. Zum Beispiel kann die Steuerung 10 so betreibbar sein, dass sie die einfache Ausrichtungs-Kreuzfunktion (englisch: simple alignment cross-function) des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 berechnet und einen Pixelpegel-basierenden Algorithmus zur Erfassung eines Punktes von Interesse (englisch: pixel level point of interest dtection algorithm) verwendet. Ein Beispiel für so einen Algorithmus ist der Moravec-Eckerfassungsalgorithmus (englisch: Moravec corner detection algorithm), der eine Summe quadrierter Unterschiede(englisch: Sum of squared differences, SSD)-Ansatz zum Erfassen von Punkten verwendet, die Punkte von Interesse in zwei Bildern überlagern. In anderen Ausführungsbeispielen, in denen die Vorrichtung 1 nicht einen oder mehrere Sensoren 17 umfasst, kann ein Merkmalspegel-Algorithmus (englisch: feature level algorithm), so wie eine maßstäbliche/invariante Merkmalstransformation (englisch: Scale/Invariant Feature Transform, SIFT), verwendet werden, um das erste und das zweite Bild auszurichten. Der Merkmalspegelalgorithmus kann auch zum Bestimmen der Drehrichtung und/oder des Drehwinkels verwendet werden.

Wie in 5A zu sehen ist, veranlasst die relative Drehung des ersten Kameramoduls 13 die Ebenen des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 nicht länger überein zu stimmen (was sie tun, wenn das erste Kameramodul in einem nicht gedrehten Zustand ist), sondern stattdessen in einem Winkel zueinander zu sein. Um dies folglich anzugehen, nachdem das erste und das zweite Bild 30, 32 ausgerichtet worden sind, verarbeitet die Steuerung 10 die ersten und die zweiten Bilddaten, so dass es in der gleichen Ebene zu sein scheint. Dies kann beispielsweise umfassen, die Bildmerkmale, die außerhalb der Kanten des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 sind, zu veranlassen, weiter weg zu erscheinen, und die Bildmerkmale, die näher sind oder Teil der überlagernden Bereiche sind, zu veranlassen, näher zu erscheinen. Dies wird im Folgenden als Bildebenenwinkelkompensation bezeichnet.

In einigen Beispielen, wenn das erste und das zweite Bild ausgerichtet werden, kann der Prozessor betreibbar sein, das zweite (oder das erste) Bild so zu verformen, dass die Merkmale, die beide Bilder gemeinsam haben, im Wesentlichen die gleiche Größe und im Wesentlichen die gleiche relative Position aufweisen. Darauffolgend können während der Bildebenenwinkelkompensation beide Bilder durch einen Halben einer Inversen des Verformungsalgorithmus, der auf das zweite (oder erste) Bild während des Ausrichtens angewandt worden ist, zurückverformt werden.

Nach dem Ausrichten und Projektieren ist die Steuerung 10 betreibbar, die kombinierten Bilder so zu beschneiden, dass das dritte Bild 40 erzeugt wird. Die Steuerung 10 ist konfiguriert, das kombinierte erste und zweite Bild 30, 32 so zu beschneiden, dass ein Rechteck oder eine anderen vordefinierte Form erhalten wird, die in das Gebiet der kombinierten Bilder fällt. Zum Beispiel kann die Steuerung 10 so betreibbar sein, dass sie das größte rechteckige Gebiet aus dem kombinierten ersten und zweiten Bild auswählt, und diese als das dritte Bild 40 präsentiert. Es wird allerdings anerkannt, dass das dritte Bild von einer anderen Form und/oder kleiner als die größte Größe sein kann, die in das Gebiet der kombinierten Bilder passt.

5B zeigt das erste und das zweite Bild 30, 32 und das resultierende dritte Bild 40 bei einem ersten Drehwinkel β in der ersten Richtung. 5C zeigt das erste und das zweite Bild 30, 32 und das resultierende dritte Bild 40 bei einem zweiten erhöhten Drehwinkel β in der ersten Richtung. Wie zu sehen ist, ist das dritte Bild breiter und kann als ein ”Panoramabild” bezeichnet werden. Zusätzlich sind die Breiten der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 wesentlich reduziert.

Es ist anzuerkennen, dass es einen Wert geben wird, an dem der Drehwinkel β so groß wird, dass die überlagernden Bereiche zu schmal für die Steuerung 10 sind, um sie befriedigend zu kombinieren. Wenn dies auftritt, kann die Steuerung 10 so betreibbar sein, dass sie den Anwender benachrichtigt, dass der Drehwinkel 10 zu groß ist. Dies kann auf jede geeignete Weise durchgeführt werden, zum Beispiel in dem ein Indikator veranlasst wird, auf der Anzeige angezeigt zu werden.

Es ist auch anzuerkennen, dass es auch einen Schwellwertwinkel β gibt, bei dem die beiden Bilder überhaupt nicht mehr überlagern. Dies tritt auf, wenn der Drehwinkel β gleich dem Sichtwinkel α der Kameramodule 13, 14 ist (d. h. wenn β = α).

6A bis 6C stellen dar, wie sich die Sichtfelder 22, 24 und die relativen Ausrichtungen des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 in der horizontalen Richtung verschieben, wenn das Gerät 2 so gekrümmt wird, dass das erste Kameramodul 13 in der zweiten Richtung bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 gedreht wird. Wie in 6A gesehen werden kann, veranlasst eine relative Drehung in der zweiten Richtung das erste Bild 30 sich nach rechts zu bewegen, und das zweite Bild 32 sich nach links zu bewegen. Als solche, während der Drehwinkel β in der zweiten Richtung zunimmt, nehmen die Bereiche des ersten und des zweiten Bildes, die einander überlagern, in ihre Größe ab. Das erste und das zweite Bild bleiben vertikal ausgerichtet, unabhängig von dem Drehwinkel.

6B stellt dar, wie das dritte Bild 40 basierend auf den ersten und den zweiten Bilddaten erzeugt wird, wenn die relative Drehung in der zweiten Richtung ist. In 6B und 6C ist das erste Bild 30 durch eine gestrichelte Linie gezeigt, während das zweite Bild 32 durch eine durchgehende Linie gezeigt ist. Das dritte Bild 40 ist durch eine dickere durchgehende Linie gezeigt.

Wenn die Drehrichtung in der zweiten Richtung erfasst wird, ist die Steuerung 10 so betreibbar, dass sie die ersten und die zweiten Bilddaten so verarbeitet, dass sie ein drittes Bild erzeugt, das ein ”gezoomtes Bild” ist, und dass nur entsprechende Teile der überlagernden Bereiche (die in 6B und 6C schattiert sind) des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 umfasst.

Die Steuerung 10 reagiert auf das Erfassen einer Drehung des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 in einer Richtung im Uhrzeigersinn, die ersten und die zweiten Bilddaten zu verarbeiten und das dritte Bild zu erzeugen, das nur entsprechende Teile der überlagernden Regionen des ersten und des zweiten Bildes umfasst. Wie mit Bezug auf 5B und 5C beschrieben, können die entsprechenden Teile der überlagernden Bereiche zusammen gemischt werden oder alternativ kann ein Teil des überlagernden Bereichs von nur einem des ersten und des zweiten Bildes verwendet werden, wenn das dritte Bild erzeugt wird.

Die Steuerung 10 ist auch so betreibbar, dass ein konstantes Seitenverhältnis für das dritte Bild bewahrt wird, wenn der Drehwinkel β in der zweiten Richtung zunimmt. Die maximale Breite in Pixeln des dritten Bildes wird durch die Breite der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 vorgegeben. Die Breite der überlagernden Bereiche selbst ist durch den Drehwinkel β des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 vorgegeben. Dies kann in 5C gesehen werden, die das erste, zweite und dritte Bild 30, 32, 40 zeigt, die aus einem erhöhten Drehwinkel in der zweiten Richtung resultieren. Die Steuerung 10 ist so betreibbar, dass das Seitenverhältnis durch Reduzieren der Höhe in Pixeln des dritten Bildes 40 bei der gleichen Rate gehalten wird, wie die Breite der überlagernden Bereiche verringert wird (die auch die Rate ist, bei der der Drehwinkel β in der zweiten Richtung erhöht wird).

Auch wenn die Pixelfläche (d. h. die Breite in Pixeln × die Höhe in Pixeln) des dritten reduziert wird, während der Drehwinkel β in der zweiten Richtung erhöht wird, ist die Steuerung 10 so betreibbar, dass sie das dritte Bild auf eine Standardgröße skaliert, bevor es auf der Anzeige 15 angezeigt wird oder in dem Speicher 12 gespeichert wird. Wenn folglich der Drehwinkel β in der zweiten Richtung zunimmt, erhöht die Steuerung 10 effektiv den ”digitalen Zoomfaktor” eines Teils der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes 30, 32. In anderen Worten reagiert die Steuerung 10 auf das Erfassen einer Drehung des ersten Kameramoduls 13 in der zweiten Richtung, indem sie veranlasst, dass ein gezoomtes Bild in dem wenigstens einen Speicher 12 gespeichert wird und/oder auf der Anzeige 15 angezeigt wird.

Ähnlich wie mit Bezug auf 5A bis 5C beschrieben, kann es einen Wert geben, bei dem der Drehwinkel β so groß wird, dass die überlagernden Bereiche zu schmal sind, dass die Steuerung 10 noch in der Lage wäre, sie zu kombinieren und ein befriedigendes Bild zu erzeugen. Wenn der Drehwinkel diesen Wert erreicht, kann die Steuerung 10 so betreibbar sein, dass sie den Anwender benachrichtigt, dass der Drehwinkel 10 zu groß ist. Das kann in irgendeiner geeigneten Weise durchgeführt werden, zum Beispiel, indem ein Indikator veranlasst wird, auf der Anzeige angezeigt zu werden.

Es ist auch anzuerkennen, dass es auch einen Schwellwertwinkel β gibt, bei dem die zwei Bilder nicht länger überhaupt überlagern. Dies tritt auf, wenn der Drehwinkel β gleich zu dem Sichtwinkel α der Kameramodule 13, 14 ist (d. h. wenn β = α).

7A und 7B stellen die Änderungen in dem dritten Bild dar, wenn es auf der Anzeige angezeigt wird, während der Drehwinkel β des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 in der ersten Richtung erhöht wird. 7A zeigt ein Beispiel des dritten Bildes 40, das veranlasst wird, auf der Anzeige 15 angezeigt zu werden, wenn der Drehwinkel β bei einem ersten Wert ist, und 7B zeigt das dritte Bild 40, wenn der Winkel β auf einen zweiten, höheren Wert erhöht wird. Es ist zu sehen, dass die Breite einer Szene, die in dem dritten Bild 40 vorhanden ist, zunimmt, während der Drehwinkel zunimmt.

Wie aus 7A und 7B zu sehen, ist die Steuerung 10 betreibbar, eine Grafik 60 auf der Anzeige 15 anzuzeigen, die den Drehwinkel β des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 angibt. In dem Beispiel, das in 7A und 7B gezeigt wird, gibt die Grafik 60 die Breite der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes an. Wenn folglich in 7B der Drehwinkel β erhöht wird auf den zweiten, höheren Wert, gibt die Grafik 60 eine reduzierte Breite der überlagernden Bereiche an. In alternativen Beispielen kann die Grafik irgendeine geeignete Erscheinung aufweisen, die gestattet, den Drehwinkel β dem Anwender mitzuteilen.

Auch wenn nicht in 7A und 7B gezeigt, kann die Steuerung 10 so betreibbar sein, dass sie den Anwender benachrichtigt, wenn der Drehwinkel sich dem Winkel nähert, bei dem die Steuerung nicht mehr in der Lage ist, das erste und das zweite Bild 30, 32 befriedigend zu kombinieren. Die Steuerung 10 kann den Anwender auf irgendeine geeignete Weise benachrichtigen, zum Beispiel durch Ändern der Farbe der Grafik 60. Wenn sich in einigen Beispielen der Drehwinkel einem Schwellwert nähert und/oder ihn überschreitet, bei dem die überlagernden Bereiche zu schmal sind für die Steuerung, um in der Lage zu sein, sie befriedigend zu kombinieren, veranlasst die Steuerung 10 die Erscheinung des Bereichs des angezeigten Bildes auf der Anzeige 15, die die überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes (”der Überlagerungsbereich”) repräsentiert, zu verändern, wodurch der Anwender benachrichtigt wird, dass man sich dem Schwellwert nähert oder ihn überschritten hat. Diese Veränderung kann ein Anzeigen von einem Teil oder dem gesamten Überlagerungsbereich in einer bestimmten Farbe umfassen. In einigen Beispielen kann die Veränderung Auflegen einer farbigen Schattierung, zum Beispiel einer Rotschattierung, auf dem Überlagerungsbereich umfassen, so dass das darunterliegende Bild immer noch sichtbar ist. In anderen Beispielen kann die Änderung Ersetzen des Überlagerungsbereichs mit einem farbigen Block umfassen, so dass das darunterliegende Bild nicht sichtbar ist. In einigen Beispielen kann der Überlagerungsbereich mit einer ersten Farbe angezeigt werden, wenn man sich dem Schwellwert nähert, und einer zweiten, anderen Farbe, wenn der Schwellwert überschritten worden ist.

8A und 8B stellen die Änderungen in dem dritten Bild dar, wenn es auf der Anzeige angezeigt wird, während der Drehwinkel β des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 in der zweiten Richtung erhöht wird. Als solches scheint das Bild in 8B verglichen mit dem Bild in 8A vergrößert.

Die Steuerung 10 ist so betreibbar, dass sie die Grafik 60 veranlasst, auf der Anzeige 15 angezeigt zu werden um den Drehwinkel β anzugeben, der gegenwärtig an dem ersten Kameramodul 13 anliegt. In diesem Beispiel umfasst die Grafik einen Balken, der in der Länge zunimmt, während der Drehwinkel β, und somit auch die Vergrößerung, zunimmt. Die Steuerung 10 kann auch so betreibbar sein, dass sie den Anwender benachrichtigt, wenn der Schwellwertwinkel gerade erreicht wird. Dies kann durch Wechseln der Erscheinung der Grafik, zum Beispiel durch Wechseln ihrer Farbe, durchgeführt werden.

In dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel wird das Gerät 2 durch den Anwender gekrümmt, um das erste Kameramodul 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls zu drehen. Dieses Krümmen resultiert auch darin, dass die Anzeige 15 gekrümmt wird. Der Effekt der gekrümmten Anzeige 15 ist, dass wenn sie von dem Anwender gesehen wird, das dritte Bild, das auf der Anzeige 15 angezeigt wird, verzerrt erscheinen kann. Angesichts dessen ist in einigen beispielhaften Ausführungsbeispielen die Steuerung 10 so betreibbar, dass die dritten Bilddaten so verarbeitet werden, dass die vierten Bilddaten erzeugt werden. Die vierten Bilddaten sind eine verzerrte Version der dritten Bilddaten, die, wenn sie auf einer gebogenen Anzeige angezeigt werden, unverzerrt erscheinen.

Die Steuerung 10 ist so betreibbar, dass sie die dritten Bilddaten basierend auf dem Drehwinkel und der Drehrichtung des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 verzerrt. Insbesondere wie der Drehwinkel zunimmt, so nimmt auch der Verzerrungsgrad zu, der auf die dritten Bilddaten angewandt wird, wenn die vierten Bilddaten erzeugt werden. 9A bis 9C stellen die Weise dar, in der die Verzerrung auf die dritten Bilddaten angewandt wird, wenn das vierte Bild erzeugt wird.

In 9A ist der Drehwinkel des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 in der ersten Richtung. Als solches ist die Anzeige 15 auf konkave Weise gebogen. Das dritte Bild 40, wie es auf der Anzeige 15 angezeigt wird, bevor es verarbeitet wird, um das vierte Bild 80 zu erzeugen, ist in 9A gezeigt. Wie gesehen werden kann, veranlasst die konkave Biegung der Anzeige 15 die obere und die untere Kante des dritten Bildes 40 konkav gebogen zu erscheinen.

9B zeigt das vierte Bild 80, das auf der konkav gebogenen Anzeige 15 angezeigt wird. Wie gesehen werden kann, scheint das vierte Bild 80 dem Anwender rechteckig zu sein (so wie es das dritte Bild ist, wenn es auf einer flachen Anzeige gesehen wird).

9C zeigt die tatsächliche Erscheinung des vierten Bildes 80, wenn es auf einer flachen Anzeige 15 angezeigt würde. Wie gesehen werden kann, um die konkave Biegung der Anzeige zu kompensieren, verarbeitet die Steuerung die dritten Bilddaten so, dass die obere und die untere Kante des vierten Bildes konvex gebogen sind. Diese konvexe Biegung der oberen und der unteren Kante wird durch dehnen des Bildes in vertikaler Richtung erreicht, indem Werte zum Zentrum des Bildes hin erhöht werden.

10A bis 10C stellen die Verzerrung dar, die auf die dritten Bilddaten angewandt werden, wenn sie bei dem Drehwinkel des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 in der zweiten Richtung erfasst werden. 10A zeigt das dritte Bild 40, wenn es auf einer konkav gebogenen Anzeige 15 angezeigt wird. Das dritte Bild 40 scheint sowohl an der oberen als auch an der unteren Kante konvex gebogen zu sein.

10B zeigt das vierte Bild 80, wenn es auf einer konvex gebogenen Anzeige 15 angezeigt wird. Das vierte Bild 80 scheint, wenn es auf der konvex gebogenen Anzeige 15 angezeigt wird, rechtwinklig zu sein.

Schließlich zeigt 10C das vierte Bild 80, wenn es auf einer flachen Anzeige 15 angezeigt wird. Wie gesehen werden kann, wird die konvexe Biegung der Anzeige durch Verzerren des dritten Bildes 40, so dass die obere und die untere Kante konkav gebogen sind, kompensiert. Dies wird durch graduelles Komprimieren des dritten Bildes 40 in der vertikalen Richtung auf eine maximale Komprimierung im Zentrum des dritten Bildes 40 erreicht.

11 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens, das durch die Steuerung 10 gemäß beispielhaften Ausführungsbeispielen der Erfindung ausgeführt wird.

In Schritt S1 empfängt die Steuerung 10 die ersten Bilddaten von dem ersten Kameramodul 13 und die zweiten Bilddaten von dem zweiten Kameramodul 14. Im Schritt S2 erfasst die Steuerung 10 die Drehung des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 und bestimmt den Winkel β.

In Schritt S3 bestimmt die Steuerung 10 die Richtung der Drehung. Die Drehrichtung sowie der Drehwinkel können basierend auf Signalen bestimmt werden, die von dem einen oder mehr Sensoren 17 empfangen werden. In alternativen Ausführungsbeispielen können die Drehrichtung und der Drehwinkel β unter Verwendung von Merkmalspegelalgorithmen aus den ersten und den zweiten Bilddaten bestimmt werden.

Wenn in Schritt S3 bestimmt wird, dass die Drehrichtung in der ersten Richtung ist, geht die Steuerung 10 zu Schritt S4 über. In Schritt S4 verarbeitet die Steuerung 10 die ersten und die zweiten Bilddaten, um ein drittes Bild 40 zu erzeugen, das überlagernde Bereiche des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 zusätzlich zu nicht überlagernden Bereichen des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 umfasst.

Wenn in Schritt S3 bestimmt wird, dass die Drehung des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 in der zweiten Richtung ist, verarbeitet die Steuerung 10 die ersten und die zweiten Bilddaten so, dass sie ein drittes Bild 40 erzeugt, das nur entsprechende Teile der überlagernden Bereiche des ersten und des zweiten Bildes 30, 32 umfasst.

Nach einem der Schritte S4 und S5 geht die Steuerung zu Schritt S6 über. In Schritt S6 verarbeitet die Steuerung 10 die dritten Bilddaten basierend auf der Drehrichtung des Drehwinkels β, um vierte Bilddaten zu erzeugen. Die vierten Bilddaten sind so verzerrt, dass wenn das vierte Bild (für das die vierten Bilddaten repräsentativ sind) auf einer gebogenen Anzeige 15 angezeigt wird, es richtig proportioniert zu sein scheint.

Als nächstes in Schritt S7 veranlasst die Steuerung das vierte Bild 80 auf der Anzeige 15 angezeigt zu werden. Zusätzlich veranlasst die Steuerung 10 die Grafik 60, die den Drehwinkel β angibt, auch auf der Anzeige 15 anzuzeigen.

In Schritt S8 empfängt die Steuerung 10 von der Anwenderschnittstelle 16 ein Signal, das einen Anwenderbefehl angibt. In Reaktion darauf veranlasst die Steuerung 10 die dritten Bilddaten in dem wenigstens einen Speicher 12 zu speichern.

In einigen beispielhaften Ausführungsbeispielen ist die Steuerung 10 so betreibbar, dass sie ein plötzliches Krümmen des Geräts erfasst und mit Veranlassen des dritten Bildes, das direkt vor dem plötzlichen Krümmen in dem wenigstens einen Speicher 12 zu speichern. Plötzliches Krümmen kann identifiziert werden, wenn die Änderungsrate des Drehwinkels β einen vorbestimmten Schwellwert überschreitet. In anderen Worten kann die Steuerung 10 betreibbar sein, zu erfassen, wenn die Änderungsrate des relativen Drehwinkels einen vorbestimmten Schwellwert überschreitet und kann reagieren, indem sie veranlasst, dass das dritte Bild, das direkt vor dem Erfassen der Änderungsrate über den vorbestimmten Schwellwert erzeugt worden ist, in dem wenigstens einen Speicher 12 gespeichert wird und/oder auf der Anzeige 14 angezeigt wird.

12A bis 12D zeigen ein Gerät 10 gemäß alternativen, beispielhaften, nicht zum beanspruchten Gegenstand der Erfindung gehörenden Ausführungsbeispielen. In diesen Beispielen ist das Gerät 110 nicht flexibel, sondern umfasst stattdessen einen ersten und einen zweiten Gehäuseteil 110-1, 110-2, die um ein Gelenk 112, das dazwischen bereitgestellt ist, faltbar sind. So wie mit dem Beispiel von 2, ist das erste Kameramodul 13 in dem ersten Gehäuseteil 110-1 bereitgestellt und das zweite Kameramodul 14 ist in dem zweiten Gehäuseteil 110-2 bereitgestellt. Eine Anzeige 15 kann auf einer entgegen gesetzten Oberfläche von einem oder beiden des ersten und des zweiten Gehäuseteils 110-1, 110-2 zu der vorgesehen sein, auf der die Kameramodule 13, 14 vorgesehen sind. In 12B ist die Anzeige 15 auf einer Oberfläche eines ersten Körperteils 14 vorgesehen.

12C und 12D zeigen das Gerät 110 nach einer Drehung des ersten Kameramoduls 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 in der ersten bzw. zweiten Richtung. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Achse, um die das erste Kameramodul 13 bezüglich des zweiten Kameramoduls 14 dreht, kollinear mit der Längsachse des Gelenks.

In einigen beispielhaften Ausführungsbeispielen kann die Vorrichtung 1 mehr als zwei Kameramodule umfassen. In Ausführungsbeispielen mit einer geraden Anzahl von Kameramodulen können die Module gleich beabstandet auf jeder Seite der Achse A angeordnet sein. In Ausführungsbeispielen mit einer ungeraden Anzahl von Kameramodulen kann ein Modul auf der Achse vorgesehen sein, um die sich die anderen Module drehen. Die obenstehenden Beispiele können mit Indikatoren zum Angeben des Sichtfelds vorgesehen werden, das das Gerät in einer bestimmten Konfiguration vorsieht. Beispielsweise können die Indikatoren die Form von Lichtquellen annehmen, zum Beispiel Laser, die mit den äußeren Kanten des Sichtfelds ausgerichtet sind, zum Beispiel der Kante am weitesten links von 22 und der Kante am weitesten rechts von 25. Auf diese Weise wird einem Anwender Information bezüglich des Sichtfelds, das von der Kamera eingefangen werden wird, bereitgestellt, wenn er auf die Szene sieht.

Es ist anzuerkennen, dass die Anzeigentechnologie, die oben beschrieben worden ist, nur erläuternd ist. Halbtransparente Anzeigen können in einigen Ausführungsbeispielen verwendet werden. In einigen anderen Ausführungsbeispielen kann die Vorrichtung 1 eine doppelseitige Anzeige vorsehen. Jede andere geeignete Anzeigentechnologie kann alternativ verwendet werden. In den oben angegebenen beispielhaften Ausführungsbeispielen reagiert die Steuerung 10 auf ein Erfassen einer relativen Drehung in der ersten Richtung, um ein sogenanntes Panoramabild zu erzeugen und reagiert auf ein Erfassen einer relativen Drehung in der zweiten Richtung, indem ein gezoomtes oder vergrößertes Bild erzeugt wird. Es ist allerdings anzuerkennen, dass die Steuerung 10 stattdessen auf eine relative Drehung in der ersten Richtung mit Erzeugen eines gezoomten oder vergrößernden Bildes reagieren könnte und auf eine relative Drehung in der zweiten Richtung mit Erzeugen eines Panoramabildes reagieren könnte.

Auch wenn die oben genannten beispielhaften Ausführungsbeispiele mit Bezug auf unbewegte Abbildungen beschrieben worden sind, ist anzuerkennen, dass die Ausführungsbeispiele der Erfindung stattdessen Panorama- und vergrößerte Videobilder erzeugen können.