Title:
Flüssigmaterialmisch- und Sprühvorrichtung
Kind Code:
B4


Abstract:

Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung (1), in deren Innenabschnitt ein Hauptströmungsweg (5) ausgebildet ist, durch den Wasser strömt, welches von einer Speisewasseranlage zugeführt wird, und die am vorderen Ende des Hauptströmungswegs (5) eine Sprühöffnung (6) zum Sprühen des Wassers aufweist, und
umfassend ein Durchflussmengensteuerventil(9), das am Hauptströmungsweg (5) angeordnet ist, den Hauptströmungsweg (5) durch Betätigen von außen öffnet und schließt und/oder die Wasserdurchflussmenge erhöht und senkt,
einen Flüssigmaterialtank (10), der eine zweite Flüssigkeit aufnimmt, die nicht Wasser ist, und einen Flüssigmaterialströmungsweg, der die zweite Flüssigkeit aus dem Flüssigmaterialtank (10) in den Hauptströmungsweg (5) leitet, gekennzeichnet durch
einen Abzweigströmungsweg (13), der vom Hauptströmungsweg(5) stromaufwärts vom Vereinigungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialströmungsweg abzweigt,
einen Wassertank (15), der am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs (13) ausgebildet ist und Wasser aufnimmt, und
einen Luftströmungsweg (17), der das Innere des Wassertanks (15) und das Innere des Flüssigmaterialtanks (10) miteinander verbindet, so dass Luft zwischen beiden strömt,
wobei durch Verändern der Wasserdurchflussmenge und/oder des Wasserdrucks des Hauptströmungswegs (5) die Wassermenge des Wassertanks (15) eingestellt wird und über Luft des Luftströmungswegs (17) eine Kraft eingestellt wird, die auf die zweite Flüssigkeit des Flüssigmaterialtanks (10) Druck in Richtung des Hauptströmungswegs (5) ausübt. embedded image




Inventors:
Takagi, Toshio (Fukuoka, Kitakyushu-shi, JP)
Application Number:
DE112012002715T
Publication Date:
07/19/2018
Filing Date:
05/24/2012
Assignee:
Kotobuki Tsushou Co., Ltd. (Fukuoka, Kitakyushu-shi, JP)
International Classes:



Foreign References:
200600220672006-02-02
58993621999-05-04
Attorney, Agent or Firm:
Meissner Bolte Patentanwälte Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, 80538, München, DE
Claims:
Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung (1), in deren Innenabschnitt ein Hauptströmungsweg (5) ausgebildet ist, durch den Wasser strömt, welches von einer Speisewasseranlage zugeführt wird, und die am vorderen Ende des Hauptströmungswegs (5) eine Sprühöffnung (6) zum Sprühen des Wassers aufweist, und
umfassend ein Durchflussmengensteuerventil(9), das am Hauptströmungsweg (5) angeordnet ist, den Hauptströmungsweg (5) durch Betätigen von außen öffnet und schließt und/oder die Wasserdurchflussmenge erhöht und senkt,
einen Flüssigmaterialtank (10), der eine zweite Flüssigkeit aufnimmt, die nicht Wasser ist, und einen Flüssigmaterialströmungsweg, der die zweite Flüssigkeit aus dem Flüssigmaterialtank (10) in den Hauptströmungsweg (5) leitet, gekennzeichnet durch
einen Abzweigströmungsweg (13), der vom Hauptströmungsweg(5) stromaufwärts vom Vereinigungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialströmungsweg abzweigt,
einen Wassertank (15), der am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs (13) ausgebildet ist und Wasser aufnimmt, und
einen Luftströmungsweg (17), der das Innere des Wassertanks (15) und das Innere des Flüssigmaterialtanks (10) miteinander verbindet, so dass Luft zwischen beiden strömt,
wobei durch Verändern der Wasserdurchflussmenge und/oder des Wasserdrucks des Hauptströmungswegs (5) die Wassermenge des Wassertanks (15) eingestellt wird und über Luft des Luftströmungswegs (17) eine Kraft eingestellt wird, die auf die zweite Flüssigkeit des Flüssigmaterialtanks (10) Druck in Richtung des Hauptströmungswegs (5) ausübt.

Flüssigmaterialmisch-und-sprühvorrichtung (23) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Wasserpegelmessventil, das bei einem Anstieg des Wasserpegels im Wassertank (15) über eine bestimmte Höhe hinaus den Luftströmungsweg (17) schließt und das Strömen von Wasser in den Flüssigmaterialtank (10) unterbindet.

Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung (33), in deren Innenabschnitt ein Hauptströmungsweg (5) ausgebildet ist, durch den Wasser strömt, welches von einer Speisewasseranlage zugeführt wird, und die am vorderen Ende des Hauptströmungswegs (5) eine Sprühöffnung (6) zum Sprühen des Wassers aufweist, und
umfassend ein Durchflussmengensteuerventil (9), das am Hauptströmungsweg (5) angeordnet ist, den Hauptströmungsweg (5) durch Betätigen von außen öffnet und schließt und/oder die Wasserdurchflussmenge erhöht und senkt,
einen Flüssigmaterialtank (10), der eine zweite Flüssigkeit aufnimmt, die nicht Wasser ist, und einen Flüssigmaterialströmungsweg, der die zweite Flüssigkeit aus dem Flüssigmaterialtank (10) in den Hauptströmungsweg (5) leitet, gekennzeichnet durch
einen Abzweigströmungsweg (13), der vom Hauptströmungsweg(5) stromaufwärts vom Vereinigungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialströmungsweg abzweigt,
einen Wassertank (15), der am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs (13) ausgebildet ist und Wasser aufnimmt, und
durch einen durch Wasserdruck verformbaren Verformungsabschnitt am Flüssigmaterialtank (10),
wobei der Verformungsabschnitt im Inneren des Wassertanks (15) angeordnet ist,
wobei durch Verändern der Wasserdurchflussmenge und/oder des Wasserdrucks des Hauptströmungswegs (5) die Wassermenge des Wassertanks (15) eingestellt wird und über den Verformungsabschnitt eine Kraft eingestellt wird, die auf die zweite Flüssigkeit des Flüssigmaterialtanks (10) Druck in Richtung des Hauptströmungswegs (5) ausübt.

Flüssigmaterialmisch-und-sprühvorrichtung (33) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verformungsabschnitt aus einem weichen Material ausgebildet ist.

Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verformungsabschnitt einen Teil der Außenwand des Flüssigmaterialtanks (10) bildet und ein Stopfenelement (34) umfasst, das in Bezug auf die anderen Teile des Flüssigmaterialtanks (10) nach innen hin und zurück verschiebbar ist.

Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Flüssigmaterialströmungsweg ein Flüssigmaterialströmungswegventil (24) vorgesehen ist, das den Flüssigmaterialströmungsweg öffnet und schließt und/oder den Strömungswegquerschnitt eines Teils des Flüssigmaterialströmungswegs erhöht und verringert und so die Menge der zweiten Flüssigkeit einstellt, die durch den Flüssigmaterialströmungsweg strömt.

Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Flüssigmaterialströmungsweg ein Rückflussschutzventil vorgesehen ist, das ein Zurückfließen von Wasser oder zweiter Flüssigkeit aus dem Hauptströmungsweg (5) in den Flüssigmaterialtank (10) unterbindet.

Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe des Vereinigungsabschnitts des Hauptströmungswegs (5) mit dem Flüssigmaterialströmungsweg ein Unterdruckerzeugungsabschnitt vorgesehen ist, der im Hauptströmungsweg (5) einen Unterdruck erzeugt und ein Einleiten der zweiten Flüssigkeit aus dem Flüssigmaterialströmungsweg fördert.

Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, gekennzeichnet durch ein Sprühumschaltventil (53) , das zwei oder mehr Sprühöffnungen aufweist und zwischen zwei oder mehr Sprühformen umschaltet.

Flüssigmaterialmisch-und-sprühvorrichtung (33) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verformungsabschnitt in Form eines in vertikaler Richtung ausdehnbaren und zusammenziehbaren Balgs ausgebildet ist.

Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung (35) nach einem der Ansprüche 1 oder 3, gekennzeichnet durch:
einen Sprühkörper (8) , der die Sprühöffnung (6) und das Durchflussmengensteuerventil (9) aufweist, und
einen Behälterkörper (60), der den Wassertank (15) und den Flüssigmaterialtank (10) aufweist,
wobei der Sprühkörper (8) und der Behälterkörper (60) durch einen Elastizität aufweisenden Koppelungsschlauchabschnitt (61) miteinander verbunden sind.

Description:
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft vor allem im Gartenbau oder in der Landwirtschaft verwendete Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtungen, die mit einer Speisewasseranlage verbunden sind und Wasser, das von der Speisewasseranlage zugeführt wird, mit einer zweiten Flüssigkeit vermischen und versprühen.

Allgemeiner Stand der Technik

Üblicherweise werden im Gartenbau oder in der Landwirtschaft Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtungen benutzt, bei denen es sich um eine Sprühvorrichtung für Wasser handelt, in deren Inneren ein Hauptströmungsweg ausgebildet ist, durch den von der Speisewasseranlage zugeführtes Wasser strömt, wobei am Vorderende des Hauptströmungswegs eine Sprühöffnung zum Ausspritzen von Wasser ausgebildet ist, und an der ein Durchflusssteuerventil vorgesehen ist, mit dem der Hauptströmungsweg geöffnet und geschlossen werden kann, wobei eine zweite Flüssigkeit wie etwa ein Flüssigdünger dem Wasser beigemischt und versprüht wird.

Diese Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung weist einen Flüssigmaterialtank, in dem die zweite Flüssigkeit aufgenommen ist, und einen Flüssigmaterialströmungsweg auf, der die zweite Flüssigkeit vom Flüssigmaterialtank in den Hauptströmungsweg leitet, wobei die zweite Flüssigkeit mit dem Wasser vermischt und aus der Sprühöffnung gesprüht wird.

Als dem Wasser beigemischte zweite Flüssigkeit werden verschiedene andere Flüssigkeiten als Wasser verwendet, wie etwa Flüssigdünger, Pestizide und andere Substanzen oder auch Reinigungsmittel, die zur Fahrzeugwäsche usw. benutzt werden.

Als eine solche Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung ist aus der japanischen Patentoffenlegungsschrift Nr. 9-266731 eine Vorrichtung bekannt, wobei in einem Durchlass des Hauptströmungswegs ein Teil mit sehr engem Durchmesser vorgesehen ist, stromabwärts davon unter Vergrößerung des Durchmessers ein Unterdruckerzeugungsabschnitt vorgesehen ist, der Flüssigmaterialströmungsweg vom Flüssigmaterialtank mit dem Unterdruckerzeugungsabschnitt verbunden wird und durch den Unterdruck, der beim Hindurchströmen von Wasser erzeugt wird, die zweite Flüssigkeit in den Hauptströmungsweg geleitet, mit dem Wasser vermischt und versprüht wird.

Die japanische Gebrauchsmustereintragung Nr. 2540072 betrifft ebenso wie die japanischen Patentoffenlegungsschrift Nr. 9-266731 eine Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung mit Unterdruckerzeugungsabschnitt, wobei mit dem Unterdruckerzeugungsabschnitt nicht nur der Flüssigmaterialströmungsweg, sondern auch ein Umgehungsströmungsweg mit einem Absperrventil verbunden ist, das vom Hauptströmungsweg abzweigt. Da bei dieser Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung beim Öffnen des Absperrventils die Wassermenge im Hauptströmungsweg abnimmt und der Unterdruck zunimmt und zugleich durch den Unterdruck auch das Wasser aus dem Umgehungsströmungsweg in den Hauptströmungsweg geleitet wird, kann die Menge der aus dem Flüssigmaterialströmungsweg in den Hauptströmungsweg geleiteten zweiten Flüssigkeit eingestellt werden.

Die japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 8-156751 gibt an, dass anstelle des Unterdruckerzeugungsabschnitts ein Strahlverdichter des Drucklufttyps oder eine Pumpe benutzt wird, um die zweite Flüssigkeit aus dem Flüssigmaterialströmungsweg in den Hauptströmungsweg zu leiten.

Die japanische Patentschrift Nr. 2666056 gibt an, dass im Durchlass des Flüssigmaterialströmungswegs ein Absperrventil, das den Flüssigmaterialströmungsweg öffnet und schließt, oder ein Nadelventil, das den Durchmesser des Flüssigmaterialströmungswegs verengt (Flüssigmaterialströmungswegventil), vorgesehen ist.

Die japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 2008-18411 betrifft ebenso wie die japanischen Patentoffenlegungsschrift Nr. 9-266731 eine Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung mit Unterdruckerzeugungsabschnitt, wobei durch einen Abzweigströmungsweg, der vom Hauptströmungsweg abzweigt (zweites System), Wasser in den Flüssigmaterialtank abgegeben wird und die zweite Flüssigkeit im Flüssigmaterialtank unter Druck gesetzt wird.

Darüber hinaus wird in der Patentschrift US 2006 0 022 067 A1 eine Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung zum Auftragen von Polyurethanlacken offenbart. Die mindestens zwei Komponenten, aus denen der Lack gebildet wird, befinden sich in separaten Tanks mit jeweils einem rotierenden Element. Mit jeder Rotation jedes Elementes wird ein bestimmtes Volumen an Komponente aus dem jeweiligen Tank geführt und einer Mischeinheit zugeführt, in welcher ein entsprechendes Gesamtvolumen zum Versprühen gebildet wird. Die rotierenden Elemente sind derart gekoppelt, dass die jeweils aus den jeweiligen Tanks in die Mischeinheit zugeführten Volumina unabhängig von der Zuführ- bzw. Sprühgeschwindigkeit einen gleichbleibenden Anteil am Gesamtvolumen haben.

Die Patentschrift US 5899362 A offenbart ebenfalls eine Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung, bei welcher sich die Zusammensetzung eines versprühten Materials aus mehreren Komponenten auch bei unterschiedlichen Sprühgeschwindigkeiten nicht verändert. In der Vorrichtung wird das Ziel durch separate Fließwege für jede Komponente mit jeweils einer Mehrzahl bestimmter Düsen erreicht. Die Düsen weisen spezielle Ausflussziffern bzw. zueinander spezielle Ausflussziffernverhältnisse auf.

Dokumente des Stands der TechnikPatentschriften

  • Patentschrift 1: Japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 9-266731
  • Patentschrift 2: Gebrauchsmustereintragung Nr. 2540072
  • Patentschrift 3: Japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 8-156751
  • Patentschrift 4: Japanische Patentschrift Nr. 2666056
  • Patentschrift 5: Japanische Patentoffenlegungsschrift Nr. 2008-18411
  • Patentschrift 6: US 2006022067 A1
  • Patentschrift 7: US 5899362 A

Bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung aus der japanischen Patentoffenlegungsschrift Nr. 9-266731 usw. kann durch Einstellen des Öffnungsgrads des Durchflussmengensteuerventils die Sprühmenge des Wassers eingestellt werden, doch da durch die Betätigung des Durchflussmengensteuerventils die Menge an Wasser im Hauptströmungsweg ansteigt oder abnimmt, steigt auch der Wasserdruck im Hauptströmungsweg an oder nimmt ab, weshalb die Einleitmenge der zweiten Flüssigkeit variiert, so dass auch die Konzentration des gesprühten Mischwassers (des Wassers, dem die zweite Flüssigkeit beigemischt wurde) variiert. Wenn im Gartenbau oder in der Landwirtschaft Flüssigdünger oder Pestizide zum Verteilen beigemischt werden und die Konzentration in Bezug auf einen gewünschten Wert zu gering ist, ist die Wirkung der Flüssigkeit unzureichend, während eine übermäßige Konzentration sich negativ auf die Anbauprodukte auswirkt und zu einem verschwenderischen Verbrauch der Flüssigkeit führt.

Wassersprühvorrichtungen für den Gartenbau des Stands der Technik sind am vorderen Ende mit zwei oder mehr Arten von Sprühöffnungen versehen und sind mit einem Sprühumschaltventil versehen, mit dem zwischen zwei oder mehr Sprühformen wie geradem Sprühstrahl, Beregnung usw. umgeschaltet werden kann.

Auch für den Fall, dass eine Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung dazu konfiguriert ist, auf diese Weise zwischen Sprühformen umzuschalten, verändern sich beim Umschalten die Gesamtfläche der Sprühöffnung und der Strömungswiderstand im Hauptströmungsweg, wodurch die Durchflussmenge an Wasser sowie der Wasserdruck im Hauptströmungsweg zu- und abnehmen und sich die Einleitungsmenge der zweiten Flüssigkeit verändert, so dass die Konzentration des versprühten Mischwassers variiert.

Indem also der Umgehungsströmungsweg der japanischen Gebrauchsmustereintragung Nr. 2540072 geöffnet und geschlossen wird, die Pumpe usw. der japanischen Patentoffenlegungsschrift Nr. 8-156751 betätigt wird oder das Flüssigmaterialströmungswegventil der japanischen Patentschrift Nr. 2666056 betätigt wird, kann zwar zusammen mit dem Verändern des Wasserdrucks im Hauptströmungsweg die Einleitmenge der zweiten Flüssigkeit eingestellt werden, doch zum einen ist es aufwändig, die Einleitmenge der zweiten Flüssigkeit manuell zu regeln, und zum anderen ist es schwierig, die Einleitmenge der zweiten Flüssigkeit entsprechend der Durchflussmenge des Wassers passend einzustellen.

Wenn sich bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung der japanischen Patentoffenlegungsschrift 2008-18411 der Wasserdruck im Hauptströmungsweg plötzlich erhöht, strömt das Wasser aus dem Hauptströmungsweg in das zweite System, gelangt in den Flüssigmaterialtank und setzt dessen Inneres unter Druck, und indem die zweite Flüssigkeit auf der Seite des Hauptströmungswegs unter Druck gesetzt wird, besteht die Möglichkeit, dass sich das Verhältnis der in den Hauptströmungsweg geleiteten zweiten Flüssigkeit zum Wasser regeln lässt.

Da aber das Wasser über das zweite System als nächstes in den Flüssigmaterialtank strömt, nimmt die Konzentration der zweiten Flüssigkeit im Flüssigmaterialtank allmählich ab, woraus sich das Problem ergibt, dass auch das versprühte Mischwasser allmählich dünner wird.

Kurzdarstellung der ErfindungAufgabe der vorliegenden Erfindung

Die vorliegende Erfindung wurde getätigt, um diese Probleme zu lösen, und es ist ihre Aufgabe, eine Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung bereitzustellen, bei der bei einer Zu- und Abnahme des Drucks des Wassers, das durch den Hauptströmungsweg strömt, die Menge an zweiter Flüssigkeit, die in den Hauptströmungsweg geleitet wird, entsprechend eingestellt werden kann, und die Konzentration des versprühten Mischwassers im Wesentlichen konstant gehalten werden kann.

Mittel zum Lösen der Aufgaben

Bei der vorliegenden Erfindung wird die genannte Aufgabe durch folgendes Mittel gelöst.

Die erste Erfindung betrifft eine Flüssigmaterialmisch-und -sprühvorrichtung, in deren Innenabschnitt ein Hauptströmungsweg ausgebildet ist, durch den Wasser strömt, welches von einer Speisewasseranlage zugeführt wird, und die am vorderen Ende des Hauptströmungswegs eine Sprühöffnung zum Sprühen des Wassers aufweist, und umfassend ein Durchflussmengensteuerventil, das am Hauptströmungsweg angeordnet ist, den Hauptströmungsweg durch Betätigen von außen öffnet und schließt und/oder die Wasserdurchflussmenge erhöht und senkt; einen Flüssigmaterialtank, der eine zweite Flüssigkeit aufnimmt, die nicht Wasser ist; und einen Flüssigmaterialströmungsweg, der die zweite Flüssigkeit aus dem Flüssigmaterialtank in den Hauptströmungsweg leitet, gekennzeichnet durch einen Abzweigströmungsweg, der vom Hauptströmungsweg stromaufwärts vom Vereinigungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialströmungsweg abzweigt, einen Wassertank, der am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs ausgebildet ist und Wasser aufnimmt, und einen Luftströmungsweg, der das Innere des Wassertanks und das Innere des Flüssigmaterialtanks miteinander verbindet, so dass Luft zwischen beiden strömt, wobei durch Verändern der Wasserdurchflussmenge und/oder des Wasserdrucks des Hauptströmungswegs die Wassermenge des Wassertanks eingestellt wird und über Luft des Luftströmungswegs eine Kraft eingestellt wird, mit der die zweite Flüssigkeit des Flüssigmaterialtanks Druck in Richtung des Hauptströmungswegs ausübt.

Die zweite Erfindung ist durch ein Wasserpegelmessventil gekennzeichnet, das bei einem Anstieg des Wasserpegels im Wassertank über eine bestimmte Höhe hinaus den Luftströmungsweg schließt und das Strömen von Wasser in den Flüssigmaterialtank unterbindet.

Die dritte Erfindung betrifft eine Flüssigmaterialmisch-und -sprühvorrichtung, in deren Innenabschnitt ein Hauptströmungsweg ausgebildet ist, durch den Wasser strömt, welches von einer Speisewasseranlage zugeführt wird, und die am vorderen Ende des Hauptströmungswegs eine Sprühöffnung zum Sprühen des Wassers aufweist, und umfassend ein Durchflussmengensteuerventil, das am Hauptströmungsweg angeordnet ist, den Hauptströmungsweg durch Betätigen von außen öffnet und schließt und/oder die Wasserdurchflussmenge erhöht und senkt; einen Flüssigmaterialtank, der eine zweite Flüssigkeit aufnimmt, die nicht Wasser ist; und einen Flüssigmaterialströmungsweg, der die zweite Flüssigkeit aus dem Flüssigmaterialtank in den Hauptströmungsweg leitet, gekennzeichnet durch einen Abzweigströmungsweg, der vom Hauptströmungsweg stromaufwärts vom Vereinigungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialströmungsweg abzweigt, und einen Wassertank, der am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs ausgebildet ist und Wasser aufnimmt, wobei am Flüssigmaterialtank ein Verformungsabschnitt vorgesehen ist, der durch Wasserdruck verformbar ist, wobei der Verformungsabschnitt im Inneren des Wassertanks angeordnet ist, wobei durch Verändern der Wasserdurchflussmenge und/oder des Wasserdrucks des Hauptströmungswegs die Wassermenge des Wassertanks eingestellt wird und über den Verformungsabschnitt eine Kraft eingestellt wird, die auf die zweite Flüssigkeit des Flüssigmaterialtanks Druck in Richtung des Hauptströmungswegs ausübt.

Die vierte Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Verformungsabschnitt aus einem weichen Material ausgebildet ist.

Die fünfte Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Verformungsabschnitt einen Teil der Außenwand des Flüssigmaterialtanks bildet und ein Stopfenelement umfasst, das in Bezug auf die anderen Teile des Flüssigmaterialtanks nach innen hin und zurück verschiebbar ist.

Die sechste Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass im Flüssigmaterialströmungsweg ein Flüssigmaterialströmungswegventil vorgesehen ist, das den Flüssigmaterialströmungsweg öffnet und schließt oder den Strömungswegquerschnitt eines Teils des Flüssigmaterialströmungswegs erhöht oder verringert und so die Menge der zweiten Flüssigkeit einstellt, die durch den Flüssigmaterialströmungsweg strömt.

Die siebte Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass im Flüssigmaterialströmungsweg ein Rückflussschutzventil vorgesehen ist, das ein Zurückfließen von Wasser oder zweiter Flüssigkeit aus dem Hauptströmungsweg in den Flüssigmaterialtank unterbindet.

Die achte Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe des Vereinigungsabschnitts des Hauptströmungswegs mit dem Flüssigmaterialströmungsweg ein Unterdruckerzeugungsabschnitt vorgesehen ist, der im Hauptströmungsweg einen Unterdruck erzeugt und ein Einleiten der zweiten Flüssigkeit aus dem Flüssigmaterialströmungsweg fördert.

Die neunte Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Sprühumschaltventil vorgesehen ist, das zwei oder mehr Sprühöffnungen aufweist und zwischen zwei oder mehr Sprühformen umschaltet.

Die zehnte Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Verformungsabschnitt in Form eines in vertikaler Richtung ausdehnbaren und zusammenziehbaren Balgs ausgebildet ist.

Die elfte Erfindung ist gekennzeichnet durch einen Sprühvorrichtungskörper, der die Sprühöffnung und das Durchflussmengensteuerventil aufweist, und einen Behälterkörper, der den Wassertank und den Flüssigmaterialtank aufweist, wobei der Sprühvorrichtungskörper und der Behälterkörper durch einen Elastizität aufweisenden Koppelungsschlauchabschnitt miteinander verbunden sind.

Wirkung der Erfindung

Gemäß der ersten Erfindung sind ein Flüssigmaterialtank, der eine zweite Flüssigkeit aufnimmt, die nicht Wasser ist, und ein Flüssigmaterialströmungsweg vorgesehen, der die zweite Flüssigkeit aus dem Flüssigmaterialtank in den Hauptströmungsweg leitet, und es sind ein Abzweigströmungsweg, der vom Hauptströmungsweg stromaufwärts vom Vereinigungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialströmungsweg abzweigt, ein Wassertank, der am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs ausgebildet ist und Wasser aufnimmt, und ein Luftströmungsweg vorgesehen, der das Innere des Wassertanks und das Innere des Flüssigmaterialtanks miteinander verbindet, so dass Luft zwischen beiden strömt, wobei durch Verändern der Wasserdurchflussmenge und/oder des Wasserdrucks des Hauptströmungswegs die Wassermenge des Wassertanks eingestellt wird und über Luft des Luftströmungswegs eine Kraft eingestellt wird, die auf die zweite Flüssigkeit des Flüssigmaterialtanks Druck in Richtung des Hauptströmungswegs ausübt, so dass die zweite Flüssigkeit automatisch dem Wasser beigemischt und versprüht werden kann.

Auch für den Fall, dass durch eine Betätigung des Durchflussmengensteuerventils oder eine Betätigung der Speisewasseranlage die Wasserdurchflussmenge durch den Hauptströmungsweg zunimmt oder abnimmt und entsprechend die Menge an Wasser, das aus dem Hauptströmungsweg in den Abzweigströmungsweg strömt, zunimmt oder abnimmt, nimmt auch die Kraft zu oder ab, die die zweite Flüssigkeit unter Druck setzt, weshalb die dem Wasser beigemischte Menge an zweiter Flüssigkeit entsprechend angepasst werden kann, so dass die Konzentration des versprühten Mischwassers im Wesentlichen konstant gehalten werden kann.

Da gemäß der zweiten Erfindung ein Wasserpegelmessventil vorgesehen ist, das bei einem Anstieg des Wasserpegels im Wassertank über eine bestimmte Höhe hinaus den Luftströmungsweg schließt und das Strömen von Wasser in den Flüssigmaterialtank unterbindet, wird verhindert, dass Wasser im Wassertank durch den Luftströmungsweg in den Flüssigmaterialtank gelangt, so dass die Konzentration der zweiten Flüssigkeit im Flüssigmaterialtank konstant gehalten werden kann, weshalb die Konzentration des versprühten Mischwassers im Wesentlichen konstant gehalten werden kann.

Gemäß der dritten Erfindung sind ein Flüssigmaterialtank, der eine zweite Flüssigkeit aufnimmt, die nicht Wasser ist, und ein Flüssigmaterialströmungsweg vorgesehen, der die zweite Flüssigkeit aus dem Flüssigmaterialtank in den Hauptströmungsweg leitet, und es sind ein Abzweigströmungsweg, der vom Hauptströmungsweg stromaufwärts vom Vereinigungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialströmungsweg abzweigt, und ein Wassertank vorgesehen, der am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs ausgebildet ist und Wasser aufnimmt, wobei am Flüssigmaterialtank ein durch Wasserdruck verformbarer Verformungsabschnitt vorgesehen ist, der im Inneren des Wassertanks angeordnet ist, wobei durch Verändern der Wasserdurchflussmenge und/oder des Wasserdrucks des Hauptströmungswegs die Wassermenge des Wassertanks eingestellt wird und über den Verformungsabschnitt eine Kraft eingestellt wird, die auf die zweite Flüssigkeit des Flüssigmaterialtanks Druck in Richtung des Hauptströmungswegs ausübt, so dass die zweite Flüssigkeit automatisch dem Wasser beigemischt und versprüht werden kann.

Auch für den Fall, dass durch eine Betätigung des Durchflussmengensteuerventils oder eine Betätigung der Speisewasseranlage die Wasserdurchflussmenge durch den Hauptströmungsweg zunimmt oder abnimmt und entsprechend die Menge an Wasser, das aus dem Hauptströmungsweg in den Abzweigströmungsweg strömt, zunimmt oder abnimmt, nimmt auch die Kraft zu oder ab, die die zweite Flüssigkeit unter Druck setzt, weshalb die dem Wasser beigemischte Menge an zweiter Flüssigkeit entsprechend angepasst werden kann, so dass die Konzentration des versprühten Mischwassers im Wesentlichen konstant gehalten werden kann.

Gemäß der vierten Erfindung ist der Verformungsabschnitt aus einem weichen Material ausgebildet, so dass sich der Verformungsabschnitt durch den Wasserdruck im Wassertank zur Innenseite hin elastisch verformt, wodurch die zweite Flüssigkeit zur Hauptströmungswegseite unter Druck gesetzt, mit dem Wasser vermischt und versprüht werden kann.

Gemäß der fünften Erfindung bildet der Verformungsabschnitt einen Teil der Außenwand des Flüssigmaterialtanks und umfasst ein Stopfenelement, das in Bezug auf die anderen Teile des Flüssigmaterialtanks nach innen hin und zurück verschiebbar ist, wodurch sich der Verformungsabschnitt durch den Wasserdruck im Inneren des Wassertanks zur Innenseite verschiebt und die zweite Flüssigkeit zur Hauptströmungswegseite unter Druck gesetzt, mit dem Wasser vermischt und versprüht werden kann.

Gemäß der sechsten Erfindung ist im Flüssigmaterialströmungsweg ein Flüssigmaterialströmungswegventil vorgesehen, das den Flüssigmaterialströmungsweg öffnet und schließt oder den Strömungswegquerschnitt eines Teils des Flüssigmaterialströmungswegs erhöht und verringert und so die Menge der zweiten Flüssigkeit einstellt, die durch den Flüssigmaterialströmungsweg strömt, wodurch beim Versprühen einer bestimmten Wassermenge die Menge der in den Hauptströmungsweg geleiteten zweiten Flüssigkeit abhängig von der Beschaffenheit der zweiten Flüssigkeit eingestellt werden kann.

Gemäß der siebten Erfindung ist im Flüssigmaterialströmungsweg ein Rückflussschutzventil vorgesehen, das ein Zurückfließen von Wasser oder zweiter Flüssigkeit aus dem Hauptströmungsweg in den Flüssigmaterialtank unterbindet, wodurch die Konzentration der zweiten Flüssigkeit im Flüssigmaterialtank konstant gehalten werden kann, weshalb auch die Konzentration des versprühten Mischwassers konstant gehalten werden kann.

Gemäß der achten Erfindung ist in der Nähe des Vereinigungsabschnitts des Hauptströmungswegs mit dem Flüssigmaterialströmungsweg ein Unterdruckerzeugungsabschnitt vorgesehen, der im Hauptströmungsweg einen Unterdruck erzeugt und ein Einleiten der zweiten Flüssigkeit aus dem Flüssigmaterialströmungsweg fördert, wodurch zusammen mit einer Zunahme oder Abnahme der Wasserdurchflussmenge im Hauptströmungsweg die Einleitmenge der zweiten Flüssigkeit ständig angepasst wird, weshalb die Konzentration des versprühten Mischwassers konstant gehalten werden kann.

Gemäß der neunten Erfindung ist ein Sprühumschaltventil vorgesehen, das zwei oder mehr Sprühöffnungen aufweist und zwischen zwei oder mehr Sprühformen umschaltet, wodurch die Einleitmenge der zweiten Flüssigkeit entsprechend der Veränderung des Wasserdrucks im Hauptströmungsweg im Zusammenhang mit dem Umschalten der Sprühform erhöht und gesenkt werden kann, weshalb die Konzentration des versprühten Mischwassers konstant gehalten werden kann.

Gemäß der zehnten Erfindung ist der Verformungsabschnitt in Form eines in vertikaler Richtung ausdehnbaren und zusammenziehbaren Balgs ausgebildet, so dass sich der Verformungsabschnitt durch den Wasserdruck im Wassertank nach oben zusammenziehend verformt, wodurch die zweite Flüssigkeit zur Hauptströmungswegseite unter Druck gesetzt, mit dem Wasser vermischt und versprüht werden kann.

Gemäß der elften Erfindung sind ein Sprühvorrichtungskörper, der die Sprühöffnung und das Durchflussmengensteuerventilaufweist, und ein Behälterkörper, der den Wassertank und den Flüssigmaterialtank aufweist, vorgesehen, wobei der Sprühvorrichtungskörper und der Behälterkörper durch einen Elastizität aufweisenden Koppelungsschlauchabschnitt miteinander verbunden sind, wodurch auch bei einer Vergrößerung des Volumens des Wassertanks und des Flüssigmaterialtanks ein Sprühvorgang durch Betätigen des Sprühvorrichtungskörpers leicht durchführbar ist.

Figurenliste

  • 1 zeigt eine Seitenansicht einer Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 2(a) zeigt eine Draufsicht auf die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung und 2(b) eine Ansicht der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung von unten.
  • 3 zeigt eine Vorderansicht der Flüssigmaterialmisch-und -sprühvorrichtung.
  • 4 zeigt eine perspektivische Ansicht der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung.
  • 5 zeigt eine seitliche Schnittansicht der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung.
  • 6 zeigt eine Seitenansicht einer Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 7(a) zeigt eine Draufsicht auf die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung und 7(b) eine Ansicht der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung von unten.
  • 8 zeigt eine Vorderansicht der Flüssigmaterialmisch-und -sprühvorrichtung.
  • 9 zeigt eine perspektivische Ansicht der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung.
  • 10 zeigt eine seitliche Schnittansicht der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung.
  • 11 zeigt eine vergrößerte Schnittansicht des Luftströmungswegs aus 10.
  • 12 zeigt eine teilweise auseinandergezogene Ansicht des Wasserpegelmessventils der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung.
  • 13 zeigt sechs Ansichten des Ventilkörpers des Flüssigmaterialströmungswegventils, wobei (a) eine Draufsieht, (b) eine Seitenansicht von links, (c) eine Vorderansicht, (d) eine Seitenansicht von rechts, (e) eine Ansicht von unten und (f) eine Ansicht von hinten ist.
  • 14(a) zeigt eine perspektivische Ansicht des Ventilkörpers und 14(b) zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie A-A des Ventilkörpers.
  • 15 zeigt eine Seitenansicht einer Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 16(a) zeigt eine Draufsicht auf die Flüssigmaterialmisch-und-sprühvorrichtung und 16 (b) eine Ansicht der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung von unten.
  • 17 zeigt eine Vorderansicht der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung.
  • 18 zeigt eine perspektivische Ansicht der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung.
  • 19 zeigt eine seitliche Schnittansicht der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung.
  • 20 zeigt eine vergrößerte Schnittansicht des Luftströmungswegs aus 19.
  • 21 zeigt eine teilweise auseinandergezogene Ansicht des Wasserpegelmessventils der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung.
  • 22 zeigt eine seitliche Schnittansicht einer Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung gemäß einer vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 23 zeigt eine seitliche Schnittansicht einer Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung gemäß einer Abwandlung der vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 24 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung gemäß einer fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 25 zeigt eine seitliche Schnittansicht der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung.
  • 26 zeigt vergrößerte seitliche Schnittansichten, die eine Abwandlung mit einem Sprühumschaltventil darstellen, wobei (a) ein Strahlsprühen zeigt und (b) ein Berieselungssprühen zeigt.
  • 27 zeigt eine vergrößerte Schnittansicht eines Rückflussschutzventils des Flüssigmaterialströmungswegs.
  • 28 zeigt eine seitliche Teilschnittansicht einer Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung gemäß einer zweiten Abwandlung der vierten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 29 zeigt einen Flüssigmaterialbehälter gemäß der fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei (a) eine schematische Seitenansicht und (b) eine schematische Draufsicht zeigt.
  • 30 zeigt eine seitliche Schnittansicht einer Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung gemäß einer sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 31 zeigt eine seitliche Schnittansicht einer Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung gemäß einem anderen Beispiel der sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 32 zeigt eine seitliche Teilschnittansicht einer Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung gemäß einem weiteren Beispiel der sechsten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Ausführungsformen der Erfindung

Im Folgenden soll eine Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben werden.

<Erste Ausführungsform>

Die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung wird für Wasserverteilungsarbeiten im Gartenbau, in der Landwirtschaft und in anderen Bereichen benutzt und ist ein Gerät, das zu Wasser, das von einer Speisewasseranlage wie etwa dem Leitungsnetz zugeführt wird, eine zweite Flüssigkeit beimischt und das Wasser dann versprüht.

Hinsichtlich der zweiten Flüssigkeit liegen keine besonderen Einschränkungen vor, solange es sich um eine andere Flüssigkeit als Wasser handelt, wie etwa Flüssigdünger, Pestizide und andere Substanzen, oder Reinigungsmittel, die zur Fahrzeugwäsche usw. benutzt werden.

Wie in 1 bis 5 gezeigt, ist die Flüssigmaterialmisch-und -sprühvorrichtung 1 an das vordere Ende eines Schlauchs 2 gekoppelt, indem ein Basisabschnitt in das vordere Ende des Schlauchs 2 eingeführt wird und der Schlauch 2 von außen mit einem Klemmelement 3 und einem Befestigungselement 4 befestigt wird. Das Befestigungselement 4 ist mit dem Basisabschnitt verschraubbar ausgebildet, und der Schlauch 2 kann an die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 1 angebracht und von dieser gelöst werden.

Wie in 5 gezeigt, ist an der Flüssigmaterialmisch-und -sprühvorrichtung 1 ein im Wesentlichen L-förmiger Hauptströmungsweg 5 ausgebildet, der vom Basisabschnitt bis zum vorderen Ende durch ihr Inneres hindurch verläuft, wobei am vorderen Ende des Hauptströmungswegs 5 eine Wasserverteilungsplatte 7 mit einer mehrere kleine Löcher umfassenden Sprühöffnung 6 (siehe 3, 4) angebracht ist.

Bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 1 wird derjenige Teil, der den Hauptströmungsweg 5 bildet, als Sprühkörper 8 bezeichnet. Der Sprühkörper 8 ist durch Koppeln von mehreren Teilen aufgebaut, die Rohrelemente umfassen.

Wie in 5 gezeigt, ist an einem Krümmungsabschnitt des Hauptströmungswegs 5 ein Durchflussmengensteuerventil 9 vorgesehen, das den Hauptströmungsweg 5 in Reaktion auf eine Betätigung von außen öffnet und schließt und die Durchflussmenge des von der Speisewasseranlage zugeführten Wassers steigert und senkt.

Das Durchflussmengensteuerventil 9 umfasst einen Ventilsitz 9a, an dem der Durchmesser des Hauptströmungswegs 5 kleiner ist als an anderen Teilen, ein Nadelventil 9b, das am vorderen Ende eines Stabelements einen sich nach vorne verjüngenden Ventilkörper aufweist, der am Ventilsitz 9a anliegt, eine Spiralfeder 9c, die am Nadelventil 9b und an der Innenwand des Hauptströmungswegs anliegt und das Nadelventil 9b zum Ventilsitz 9a vorspannt, und einen Betätigungshebel 9d, der an einem Ende des Nadelventils 9b angebracht ist, das durch die Innenwand des Hauptströmungswegs tritt und nach außen freiliegt.

Der Betätigungshebel 9d ist mit einem Ende am Nadelventil 9b angebracht, während das andere Ende als Greifabschnitt ausgebildet ist, und er ist mit einem Lagerungspunkt in einer Zwischenposition zwischen den Enden am Sprühkörper 8 angebracht.

Auf diese Weise bleibt das Durchflussmengensteuerventil 9 von selbst geschlossen, doch wenn der Betätigungshebel 9d wie in 5 ergriffen und zum Sprühkörper 8 hin betätigt wird, löst sich das Nadelventil 9b entgegen der Vorspannkraft der Spiralfeder 9c vom Ventilsitz 9a und öffnet den Hauptströmungsweg 5, so dass Wasser aus der Sprühöffnung 6 gesprüht werden kann. Da der Ventilkörper sich nach vorne hin verjüngend ausgebildet ist, wird beim Betätigen des Durchflussmengensteuerventils 9 nicht nur der Hauptströmungsweg 5 geöffnet und geschlossen, sondern auch die Zunahme und Abnahme der Wasserflussmenge kann anhand des Öffnungsgrades gesteuert werden.

Wie in 1 bis 5 gezeigt, weist die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 1 einen Flüssigmaterialtank 10 auf und kann die in diesem Flüssigmaterialtank 10 aufgenommene zweite Flüssigkeit mit dem Wasser vermischen und versprühen.

Als zweite Flüssigkeit kann eine beliebige Flüssigkeit benutzt werden, die kein Wasser ist, wie etwa Flüssigdünger, Pestizide und andere Substanzen oder Reinigungsmittel, die zur Fahrzeugwäsche usw. benutzt werden, und es kann auch eine feste Chemikalie in Wasser gelöst werden.

Wie in 5 gezeigt, ist der Flüssigmaterialtank 10 als zylinderförmiger Behälter mit Boden ausgebildet und wird durch ein am Außenumfang des oberen Abschnitts ausgebildetes Außengewinde mit einem Innengewinde, das an einem Flüssigmaterialtankbefestigungselement 11 ausgebildet ist, welches einen Teil des Sprühkörpers 8 bildet, verschraubt.

Bei dem Flüssigmaterialtankbefestigungselement 11 verläuft zwischen einem Deckelabschnitt 11a, an dem das Innengewinde ausgebildet ist und der den Deckel des Flüssigmaterialtanks 10 bildet, und einem Vereinigungsabschnitt 11b, der einen Teil des Hauptströmungswegs 5 bildet, ein rohrförmiger Flüssigmaterialströmungsweg 11c. Mit dem Flüssigmaterialströmungsweg 11c ist ein Flüssigmaterialströmungswegverlängerungselement 12 verbunden, das sich bis in die Nähe des Bodenabschnitts des Flüssigmaterialtanks 10 erstreckt. Als Flüssigmaterialströmungswegverlängerungselement kann ein rohrförmiges Element benutzt werden, und als Material für das rohrförmige Element kann Metall oder ein Polymerkunstharzelement benutzt werden, wobei ein Schlauchelement aus Polyvinylchloridkunstharz vorteilhaft ist. Außerdem kann ein elastisches Material wie vulkanisiertes Gummi usw. benutzt werden.

Auf diese Weise wird die zweite Flüssigkeit über den Flüssigmaterialströmungsweg 11c des Flüssigmaterialtankbefestigungselements 11 und das Flüssigmaterialströmungswegverlängerungselement 12 zum Hauptströmungsweg geleitet.

Am Hauptströmungsweg 5 ist stromaufwärts vom Vereinigungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialströmungsweg 11c ein Abzweigströmungsweg 13 vorgesehen, über den Wasser vom Hauptströmungsweg 5 abgezweigt wird.

Der Abzweigströmungsweg 13 ist an einem Strömungswegabzweigungselement 14, das einen Teil des Hauptströmungswegs 5 bildet, als Rohr ausgebildet, das vom Hauptströmungsweg 5 abzweigt, und am hinteren Ende ist ein Deckelabschnitt 14a vorgesehen, der den Deckel des Wassertanks 15 bildet.

Der Wassertank 15 ist als zylinderförmiger Behälter mit Boden ausgebildet und wird durch ein am Außenumfang des oberen Abschnitts ausgebildetes Außengewinde mit einem Innengewinde des Deckelabschnitts 14a des Strömungswegabzweigungselements 14 verschraubt.

Am Boden des Wassertanks 15 ist eine Ablassmündung 15a ausgebildet, und am Randabschnitt der Ablassmündung 15a ist ein Bodenplattenelement 16 durch Verschrauben usw. lösbar angebracht. Wenn der Wasserpegel im Wassertank 15 mehr als notwendig ansteigt, kann auf diese Weise das Bodenplattenelement 16 abgenommen werden, um Wasser abzulassen.

Am Deckelabschnitt 14a des Strömungswegabzweigungselements 14 ist eine Luftdurchlassleitung 14b ausgebildet. Auch am Deckelabschnitt 11a des Flüssigmaterialtankbefestigungselements 11 ist eine Luftdurchlassleitung 11d ausgebildet, die mit der Luftdurchlassleitung 14b verbunden ist. Auf diese Weise wird ein Luftströmungsweg 17 ausgebildet, der das Innere des Wassertanks 15 und das Innere des Flüssigmaterialtanks 10 luftdurchlässig verbinden kann.

In der Nähe des Verschraubungsabschnitts zwischen dem Wassertank 15 und dem Deckelabschnitt 14a ist ein O-Ring 18 angeordnet, der den Wassertank 15 luftdicht hält. Ebenso ist in der Nähe des Verschraubungsabschnitts zwischen dem Flüssigmaterialtank 10 und dem Deckelabschnitt 11a ein O-Ring 19 angeordnet, der den Flüssigmaterialtank 10 luftdicht hält.

Für die Teile, die den Sprühkörper 8, den Wassertank 15 und den Flüssigmaterialtank 10 bilden, könnenMetall (Edelstahl, Aluminiumlegierung usw.), Kunststoff (wärmeplastische oder wärmehärtende Kunststoffe wie ABS, Polyoxymethylen, Polypropylene, Polyethylene) oder Elastomer (wärmeplastische Elastomere aus einem Hartsegment und einem Weichsegment, und zwar Silikone, Urethane usw.) benutzt werden, wobei hinsichtlich der Formbarkeit und der Herstellungskosten besonders wärmeplastischer Kunststoff bevorzugt wird.

Für die O-Ringe 18, 19 wird vorzugsweise vulkanisierter Gummi (NBR, EPDM, Fluorgummi, Silikongummi usw.) oder ein Elastomerprodukt benutzt, wobei unter dem Aspekt der Dichtheit und der Formfestigkeit insbesondere vulkanisierter Gummi bevorzugt wird.

Wenn also bei einer solchen Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 1, wie in 5 gezeigt, durch Ergreifen und Betätigen des Betätigungshebels 9d des Durchflussmengensteuerventils 9 das Ventil geöffnet wird, strömt Wasser durch den Hauptströmungsweg 5 und wird aus der Sprühöffnung 6 versprüht, während zugleich ein Teil des Wassers, das durch den Hauptströmungsweg 5 strömt, durch den Abzweigströmungsweg 13 in den Wassertank 15 fließt.

Wenn der Wasserpegel im Wassertank 15 ansteigt, wird die Luft im Wassertank 15 zusammengedrückt, so dass sie über den Luftströmungsweg 17 zum Flüssigmaterialtank 10 strömt. Durch die in den Flüssigmaterialtank 10 geströmte Luft steigt der Druck im Flüssigmaterialtank 10 an, setzt die zweite Flüssigkeit unter Druck und leitet sie aus dem Flüssigmaterialströmungsweg 11c in den Hauptströmungsweg 5.

Daher kann bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 1 die zweite Flüssigkeit automatisch mit dem Wasser vermischt und versprüht werden, ohne dass ein separater Unterdruckerzeugungsabschnitt vorgesehen ist.

Auch für den Fall, dass durch eine Betätigung des Durchflussmengensteuerventils 9 oder eine Betätigung der Speisewasseranlage die Wasserdurchflussmenge durch den Hauptströmungsweg 5 zunimmt oder abnimmt und entsprechend die Menge an Wasser, das aus dem Hauptströmungsweg 5 in den Abzweigströmungsweg 13 fließt, zunimmt oder abnimmt, nehmen auch die Kraft, mit der das Wasser die Luft zum Flüssigmaterialtank 10 hin unter Druck setzt, und die Kraft, mit der die Luft im Flüssigmaterialtank 10 die zweite Flüssigkeit unter Druck setzt, zu oder ab, weshalb die dem Wasser beigemischte Menge an zweiter Flüssigkeit entsprechend angepasst werden kann, so dass die Konzentration des versprühten Mischwassers im Wesentlichen konstant gehalten werden kann.

Wie in 5 gezeigt, kann mit dem Abzweigströmungsweg 13 ein Abzweigströmungswegverlängerungselement 63 verbunden sein, das sich bis in die Nähe des Bodenabschnitts im Inneren des Wassertanks 15 erstreckt. Als Abzweigströmungswegverlängerungselement 63 kann ein rohrförmiges Element benutzt werden, und als Material für das rohrförmige Element kann Metall oder ein Polymerkunststoffelement benutzt werden, wobei ein Schlauchelement aus Polyvinylchloridkunststoff vorteilhaft ist. Außerdem kann ein elastisches Material wie vulkanisierter Gummi usw. benutzt werden.

Wenn mit dem Abzweigströmungsweg 13 ein Abzweigströmungswegverlängerungselement 63 verbunden ist, das sich bis in die Nähe des Bodenabschnitts im Inneren des Wassertanks 15 erstreckt, und durch Betätigen des Durchflussmengensteuerventils 9 oder durch Betätigen der Speisewasseranlage die Wasserdurchflussmenge im Hauptströmungsweg 5 zunimmt oder abnimmt, nimmt entsprechend auch die Menge an Wasser zu oder ab, das vom Hauptströmungsweg 5 in den Abzweigströmungsweg 13 fließt, und auch ein Zurückfließenlassen von Wasser aus dem Abzweigströmungsweg 13 in den Hauptströmungsweg 5 wirdmöglich, wodurch sich die Wirkung des Regulierens der Zunahme oder Abnahme der Kraft, mit der das Wasser die Luft zum Flüssigmaterialtank 10 hin unter Druck setzt, und der Kraft, mit der die Luft im Flüssigmaterialtank 10 die zweite Flüssigkeit unter Druck setzt, weiter erhöht, weshalb die dem Wasser beigemischte Menge an zweiter Flüssigkeit entsprechend der Wassermenge des Hauptströmungswegs angepasst werden kann, so dass die Konzentration des versprühten Mischwassers noch besser konstant gehalten werden kann.

Wenn der Hauptströmungsweg 5 mithilfe des Durchflussmengensteuerventils 9 geschlossen wird oder abgesperrt wurde, kann verhindert werden, dass durch den Abzweigströmungsweg 13 Luft aus dem Wassertank 15 in den Hauptströmungsweg 5 strömt, da die unterseitige Öffnung des Abzweigströmungswegverlängerungselements 63 im Wasser des Wassertanks 15 angeordnet ist. Um diese Wirkung zu verstärken, beträgt der Abstand zwischen der obersten Position der unterseitigen Öffnung des Abzweigströmungswegverlängerungselements 63 und dem Bodenabschnitt im Inneren des Wassertanks 15 vorzugsweise 20 mm oder weniger, mehr bevorzugt 10 mm oder weniger und besonderes bevorzugt 5 mm oder weniger.

Durch das Abzweigströmungswegverlängerungselement 63 ist es möglich, Wasser aus dem Wassertank 15 in den Hauptströmungsweg 5 fließen zu lassen, und wenn das Durchflussmengensteuerventil 9 geschlossen ist, kann im Wassertank 15 zurückgebliebenes Wasser über den Abzweigströmungsweg 13 und den Hauptströmungsweg 5 aus der Sprühöffnung 6 nach außen entleert werden, das heißt, es kann ein Wasserentleerungsmechanismus erzielt werden, wobei im Wassertank 15 zurückgebliebenes Wasser ohne Auseinandernehmen der Vorrichtung nach außen entleert werden kann.

Mit anderen Worten, durch das Abzweigströmungswegverlängerungselement 63 kann ein Wasserentleerungsmechanismus erzielt werden, wobei, wenn das Durchflussmengensteuerventil 9 geschlossen ist, im Wassertank zurückgebliebenes Wasser automatisch nach außen entleert werden kann.

<Zweite Ausführungsform>

6 bis 14 zeigen eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Wie in 10 gezeigt, unterscheidet sich die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 23 der zweiten Ausführungsform in drei Punkten von der ersten Ausführungsform, nämlich darin, dass im Wassertank 15 ein Wasserpegelmessventil vorgesehen ist, dass im Flüssigmaterialströmungsweg 11c vom Flüssigmaterialtank 10 bis zum Hauptströmungsweg 5 ein Flüssigmaterialströmungswegventil vorgesehen ist, und dass in der Nähe des Vereinigungsabschnitts des Hauptströmungswegs 5 und des Flüssigmaterialströmungswegs 11c ein Unterdruckerzeugungsabschnitt vorgesehen ist.

Auch durch das Hinzufügen einer dieser drei Konfigurierungen oder einer Kombination von zwei dieser Konfigurierungen zur ersten Ausführungsform ergibt sich eine gültige Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung der zweiten Ausführungsform weist einen Luftströmungsweg 17 auf, der in 11 durch einen gestrichelten Pfeil angedeutet wird.

Wie in 10, 11 und 12 gezeigt, versperrt das Wasserpegelmessventil den Luftströmungsweg 17, wenn der Wasserpegel im Wassertank 15 über eine bestimmte Höhe ansteigt, wodurch verhindert wird, dass das Wasser im Wassertank 15 in den Flüssigmaterialtank 10 geleitet wird.

Wie in 12 gezeigt, umfasst das Wasserpegelmessventil das Strömungswegabzweigungselement 14, das sowohl einen Teil des Luftströmungswegs 17 bildet als auch die Rolle eines Ventilsitzes ausübt, und ein Schwimmerelement 20, das als Ventilkörper dient.

Bei dem Schwimmerelement 20 sind ein oberer und unterer Teil, nämlich ein oberes Schwimmerelement und ein unteres Schwimmerelement, zusammengebaut, und es ist insgesamt mit einer geringeren Dichte als Wasser hergestellt, so dass es auf dem Wasser schwimmt.

Das untere Schwimmerelement umfasst einen im Wesentlichen säulenförmigen Wasserpegelmessabschnitt 20a, der vom unteren Ende eines im Folgenden beschriebenen Schwimmerhalteelements 22 in den Wassertank ragt, und einen zylinderförmigen Koppelungsabschnitt mit Boden und großem Durchmesser, der über dem Wasserpegelmessabschnitt 20a vorgesehen ist.

Das obere Schwimmerelement umfasst einen zylinderförmig ausgebildeten Koppelungsabschnitt mit großem Durchmesser und Deckel und einen im Wesentlichen säulenförmigen Ventilkörperabschnitt 20b, der über dem Koppelungsabschnitt vorgesehen ist. Um den untersten Abschnitt des Ventilkörperabschnitts 20b ist ein O-Ring 21 angebracht. Im geöffneten Ventilzustand kann Luft aus dem Inneren des Wassertanks 15 in den Luftströmungsweg 17 strömen, indem an der Umfangswand des Ventilkörperabschnitts 20b Nuten (nicht dargestellt) ausgebildet sind, und da an der Umfangswand des Ventilkörperabschnitts 20b der zweiten Ausführungsform in Axialerstreckungsrichtung des Ventilkörperabschnitts 20b (in 11 in vertikaler Richtung) vier Nuten vorgesehen sind, ist der Ventilkörperabschnitt 20b im Profil kreuzförmig ausgebildet.

Das obere Schwimmerelement und das untere Schwimmerelement sind durch Verschrauben oder Verbinden ihrer Koppelungsabschnitte einstückig aneinander angebracht und weisen in ihrem Inneren einen Raum auf, der Luft aufnimmt, wodurch die Dichte des Schwimmerelements 20 insgesamt gering ist.

Das Schwimmerelement 20 kann als Hohlstruktur ausgebildet werden, bei der in diesem Inneren ein Gas wie etwa Luft eingeschlossen ist, oder kann aus einem Material mit geringerer Dichte als Wasser ausgebildet werden, und sollte also eine Struktur und/oder ein Material aufweisen, die bzw. das auf Wasser schwimmt. Um das Schwimmerelement kostengünstig zu realisieren, eignet sich eine Hohlstruktur, in deren Innerem ein Gas wie Luft eingeschlossen ist.

Das Strömungswegabzweigungselement 14 stimmt mit demjenigen der ersten Ausführungsform insofern überein, als es einen Teil des Hauptströmungswegs 5 und den Abzweigströmungsweg 13 bildet, der vom Hauptströmungsweg 5 abzweigt, und am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs 13 ein Deckelabschnitt 14a vorgesehen ist, der ein Deckel des Wassertanks 15 ist.

Bei dem Strömungswegabzweigungselement 14 der zweiten Ausführungsform ist der Luftströmungsweg 17 vorgesehen, und wie 6 und 12 zeigen, ist an einem Teil des Luftströmungswegs ein Aufstiegsraum 14c vorgesehen, in dem der Ventilkörper 20b des Schwimmerelements 20 ansteigen kann.

Wie in 10 und 12 gezeigt, ist unmittelbar unterhalb des Deckelabschnitts 14a des Strömungswegabzweigungselements 14 ein Schwimmerhalteabschnitt 22 vorgesehen.

Der Schwimmerhalteabschnitt 22 überspannt den oberen Abschnitt des Wassertanks 15 und kann das Schwimmerelement 20 in einer bestimmten Höhe halten, und an der Position, an der der Wasserpegelmessabschnitt 20a des Schwimmerabschnitts 20 gehalten wird, ist ein Loch ausgebildet, so dass der Wasserpegelmessabschnitt 20a in den Wassertank hinein ragt.

Am Schwimmerhalteabschnitt 22 ist eine Luftdurchlassöffnung 22a ausgebildet, die einen Strömungsweg bildet, der das Innere des Wassertanks 15 und den Luftströmungsweg 17 des Strömungswegabzweigungselements 14 verbindet.

Zwischen dem Schwimmerhalteabschnitt 22 und dem Deckelabschnitt 14a ist ein bestimmter Abstand vorgesehen, so dass das Schwimmerelement 20 entsprechend dem Anstieg des Wasserpegels nach oben getrieben werden kann.

Indem auf diese Weise ein Wasserpegelmessventil vorgesehen ist, berührt der Wasserpegelmessabschnitt 20a des Schwimmerelements 20 die Wasserfläche, und der Schwimmerabschnitt 20 steigt entsprechend dem Wasserpegel auf, wenn beim Vermischen der zweiten Flüssigkeit mit dem Wasser in der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 23 der zweiten Ausführungsform das Wasser vom Hauptströmungsweg 5 in den Wassertank 15 fließt und der Wasserpegel eine bestimmte Höhe übersteigt.

Durch den Aufstieg des Schwimmerelements 20 verschließt der O-Ring 21, der um den untersten Abschnitt des Ventilkörperabschnitts 20b angebracht ist, den Luftströmungsweg 17 am Deckelabschnitt (siehe 11), und es kommt nicht zu einem Einleiten von Wasser durch den Luftströmungsweg 17 in den Flüssigmaterialtank 10 aufgrund des Anstiegs des Wasserpegels im Inneren des Wassertanks 15.

Auf diese Weise kann die Konzentration der zweiten Flüssigkeit im Flüssigmaterialtank 10 konstant gehalten werden, so dass auch die Konzentration des versprühten Mischwassers konstant gehalten werden kann.

Für den O-Ring 21 wird ebenso wie für die O-Ringe 18, 19 vorzugsweise vulkanisierter Gummi (NBR, EPDM, Fluorgummi, Silikongummi usw.) oder ein Elastomerprodukt benutzt, wobei unter demAspekt der Dichtheit insbesondere vulkanisierter Gummi bevorzugt wird.

In der zweiten Ausführungsform ist im Flüssigmaterialströmungsweg 11c außerdem ein Flüssigmaterialströmungswegventil vorgesehen, so dass beim Sprühen einer bestimmten Wassermenge die Menge an zweiter Flüssigkeit, die demWasserbeigemischtwird, erhöht oder gesenkt und so die Konzentration des Mischwassers eingestellt werden kann.

Das Flüssigmaterialströmungswegventil umfasst einen Ventilkörper 24 des Drehtyps, der den Flüssigmaterialströmungsweg 11c aus 10 im Wesentlichen vertikal durchläuft, und einen Betätigungsknopf 25 (siehe 9), der am Ventilkörper 24 angebracht ist.

Wie in 13 und 14 gezeigt, ist der Ventilkörper 24 des Flüssigmaterialströmungswegventils im Wesentlichen in Form eines Kegels ausgebildet, der den Flüssigmaterialströmungsweg 11c verschließt, und ist in der Mitte mit einer Durchgangsöffnung 24a versehen, durch die Wasser gelangt. An beiden Enden der Durchgangsöffnung 24a ist von der Durchgangsöffnung 24a aus in Umfangsrichtung des Ventilkörpers 24 ein Paar Einstellnuten 24b, 24c ausgebildet.

Die Einstellnut 24b auf der Eingangsseite, also auf der Seite des Wassertanks, erstreckt sich in Bezug auf die Ausrichtung der Durchgangsöffnung 24a über einen Bereich von etwa 90 Grad und ist im gesamten Bereich mit einer konstanten Breite und Tiefe ausgebildet.

Die Einstellnut 24c auf der Ausgangsseite, also auf der Seite des Hauptströmungswegs, erstreckt sich symmetrisch zur stromaufwärts angeordneten Einstellnut 24b in Bezug auf die Ausrichtung der Durchgangsöffnung 24a über einen Bereich von etwa 90 Grad, ist jedoch derart ausgebildet, dass sie mit zunehmender Entfernung von der Durchgangsöffnung 24a flacher und enger wird.

Am einen Endabschnitt des Ventilkörpers 24 ist ferner ein Anbringungsabschnitt 24d zum Anbringen des Betätigungsknopfes 25 vorgesehen, wobei der Anbringungsabschnitt 24d am inneren Umfang mit einem Innengewinde ausgebildet ist, das mit einem Außengewinde (nicht dargestellt) des Betätigungsknopfes 25 verschraubt ist.

Der Betätigungsknopf 25 liegt, wie in 9 gezeigt, an der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 23 nach außen frei, und da der Knopf abschnitt 25a vorspringend vorgesehen ist, kann durch Ergreifen und Drehen desselben der Ventilkörper 24 gedreht werden.

Indem auf diese Weise das Flüssigmaterialströmungswegventil vorgesehen ist, wird bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 23 der zweiten AusführungsformbeimVersprühen einer bestimmten Menge an Wasser der Betätigungsknopf 25 gedreht und die Durchgangsöffnung 24a des Ventilkörpers 24 mit dem Flüssigmaterialströmungsweg 11c in Übereinstimmung gebracht, so dass die zweite Flüssigkeit am Ventilkörper 24 nur durch die breiteste und kürzeste Durchgangsöffnung 24a fließt.

Der Strömungswegwiderstand nimmt somit ab, so dass eine vergleichsweise große Menge der zweiten Flüssigkeit in den Hauptströmungsweg 5 geleitet wird, wodurch die Konzentration des versprühten Mischwassers zunimmt.

Wenn unter Konstanthaltung der Sprühwassermenge der Betätigungsknopf 25 gedreht und die Einstellnuten 24b, 24c des Ventilkörpers 24 mit dem Flüssigmaterialströmungsweg 11c in Übereinstimmung gebracht werden, fließt die zweite Flüssigkeit durch die eingangsseitige Einstellnut 24b, die Durchgangsöffnung 24a und die ausgangsseitige Einstellnut 24c und damit über eine lange Strecke. Der Strömungswegwiderstand nimmt somit zu, so dass eine vergleichsweise kleine Menge der zweiten Flüssigkeit in den Hauptströmungsweg 5 geleitet wird, wodurch die Konzentration des versprühtenMischwassers abnimmt.

Da die ausgangsseitige Einstellnut 24c mit zunehmender Entfernung von der Durchgangsöffnung 24a enger ausgebildet ist, wird mit weiterem Drehen in Bezug auf die Position der Übereinstimmung von Durchgangsöffnung 24a und Flüssigmaterialströmungsweg 11c der Strömungswegquerschnitt kleiner, so dass der Strömungswegwiderstand größer wird und die Konzentration des Mischwassers abnimmt.

Wenn der Betätigungsknopf 25 noch weiter gedreht wird und in eine Position gebracht wird, in der die Durchgangsöffnung 24a und die Einstellnuten 24b und 24c des Ventilkörpers 24 allesamt nicht mit dem Flüssigmaterialströmungsweg 11c in Übereinstimmung sind, wird der Flüssigmaterialströmungsweg 11c vom Ventil 24 versperrt, und es wird keine zweite Flüssigkeit in den Hauptströmungsweg 5 geleitet, so dass Wasser versprüht wird, das keine zweite Flüssigkeit enthält.

Auf diese Weise kann durch das Flüssigmaterialströmungswegventil der Flüssigmaterialströmungsweg 11c geöffnet und geschlossen werden, und es ist außerdem möglich, die Menge an in den Hauptströmungsweg 5 geleiteter zweiter Flüssigkeit einzustellen.

Anstelle der oben dargestellten Konfiguration des Flüssigmaterialströmungswegventils ist beispielsweise auch ein elektrisches Flüssigmaterialströmungswegventil möglich, wobei die Durchflussmenge des Flüssigmaterials mittels Elektrizität gesteuert wird, oder es können gleichzeitig das oben dargestellte Flüssigmaterialströmungswegventil und ein elektrisches Flüssigmaterialströmungswegventil vorgesehen sein. Wenn ein elektrisches Flüssigmaterialströmungswegventil vorgesehen ist, ist vorzugsweise am Flüssigmaterialströmungsweg oder stromabwärts vom Flüssigmaterialströmungsweg am Hauptströmungsweg ein Konzentrationsmessfühler angeordnet, der die Konzentration im Flüssigmaterialströmungsweg messen kann, so dass die Durchflussmenge des Flüssigmaterials amelektrischen Flüssigmaterialströmungswegventil mithilfe der Konzentrationsdaten des Flüssigmaterials aus dem Konzentrationsmessfühler eingestellt werden kann.

Wie in 10 gezeigt, ist bei der zweitenAusführungsform in der Nähe des Vereinigungsabschnitts des Flüssigmaterialströmungswegs 11c und des Hauptströmungswegs 5 ein Unterdruckerzeugungsabschnitt vorgesehen, der einen Unterdruck erzeugt und das Einleiten der zweiten Flüssigkeit fördert.

Der Unterdruckerzeugungsabschnitt bildet eine Doppelrohrstruktur als Teil des Hauptströmungswegs, die ein inneres Rohr 26 und ein äußeres Rohr 27 umfasst, wobei am äußeren Rohr 27 ein Vereinigungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialströmungsweg 11c vorgesehen ist.

Der Vorderendteil des inneren Rohres 26 weist einen verengten Durchmesser auf und mündet mit einem engen Mündungsdurchmesser ins Innere des äußeren Rohres 27 . Je kleiner der Querschnitt des Rohres wird, desto höher wird die Fließgeschwindigkeit, weshalb das durch das innere Rohr 26 fließende Wasser mit hoher Geschwindigkeit ins äußere Rohr 27 abgegeben wird.

Durch den Schub des schnell fließenden Wassers wird auch die Geschwindigkeit des Wassers im äußeren Rohr 27 erhöht, wodurch der Druck im Inneren des äußeren Rohres 27, das einen großen Querschnitt aufweist, entsprechend abnimmt. Aus diesem Grund wird in der Nähe des Vereinigungsabschnitts des Flüssigmaterialströmungswegs 11c und des Hauptströmungswegs 5 ein Unterdruck erzeugt, der als Kraft wirkt, die die zweite Flüssigkeit zum Hauptströmungsweg 5 saugt.

Auf diese Weise wird bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 23 der zweiten Ausführungsform zusätzlich dazu, dass das Wasser, das dem Wassertank 15 zugeführt wird, durch Luftdie zweite Flüssigkeit im Flüssigmaterialtank 10 unter Druck setzt, die zweite Flüssigkeit auch durch den Unterdruck des Unterdruckerzeugungsabschnitts angesaugt, so dass die zweite Flüssigkeit noch besser in den Hauptströmungsweg 5 geleitet und mit dem Wasser vermischt werden kann.

Wenn die Durchflussmenge des Wassers im Hauptströmungsweg 5 zunimmt oder abnimmt, kann wie bei der ersten Ausführungsform durch den Einstellmechanismus, der den Abzweigströmungsweg 13, den Wassertank 15, den Luftströmungsweg 17, den Flüssigmaterialtank 10 und den Flüssigmaterialströmungsweg 11c umfasst, die Einleitungsmenge der zweiten Flüssigkeit angepasst und die Konzentration des Mischwassers konstant gehalten werden, doch dabei diesem Einstellmechanismus Luft verwendet wird, wirkt die Luft als Puffermaterial, so dass die Einstellung Zeit in Anspruch nimmt. Da aber der Unterdruckerzeugungsabschnitt vorgesehen ist, nimmt der Unterdruck des Unterdruckerzeugungsabschnitts zusammen mit der Zu- oder Abnahme der Wasserdurchflussmenge im Hauptströmungsweg 5 sofort zu oder ab, so dass die Einleitmenge der zweiten Flüssigkeit verzögerungsfrei angepasst werden kann.

<Dritte Ausführungsform>

In der ersten und zweiten Ausführungsform sind bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung der Wassertank 15, der vom Hauptströmungsweg 5 hereinfließendes Wasser aufnimmt, und der Flüssigmaterialtank 10, der die zweite Flüssigkeit aufnimmt, nebeneinander angeordnet, während bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 28 der dritten Ausführungsform der Flüssigmaterialtank 10 im Inneren des Wassertanks 15 angeordnet ist.

Wie in 15 bis 19 gezeigt, ist bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 28 wie in der ersten Ausführungsform an einem Strömungswegabzweigungselement 30, das einen Teil des Hauptströmungswegs 5 bildet, ein Abzweigströmungsweg 13 vorgesehen, der vom Hauptströmungsweg 5 abzweigt, wobei am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs 13 ein Deckelabschnitt 30a vorgesehen ist, der einen Deckel des Wassertanks 15 bildet. Am Deckelabschnitt 30a hängt entlang der Außenkante ein Verschraubungsabschnitt mit dem Wassertank 15 herab, der über den O-Ring 18 luftdicht mit dem Wassertank 15 zusammengebaut ist.

Wie 19 und 21 zeigen, ist unmittelbar unter dem Deckelabschnitt 30a ein Flüssigmaterialtankdeckelelement 29 angebracht, das einen Deckel des Flüssigmaterialtanks 10 bildet.

Vom Flüssigmaterialtankdeckelelement 29 hängt ein Verschraubungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialtank 10 herab, der über den O-Ring 19 luftdicht mit dem Flüssigmaterialtank 10 zusammengebaut ist. Am mittleren Teil des Flüssigmaterialtankdeckelelements 29 ist ein Rohr ausgebildet, das einen Teil des Flüssigmaterialströmungswegs bildet, der die zweite Flüssigkeit in den Hauptströmungsweg 5 einleitet, wobei der Flüssigmaterialströmungswegverlängerungsabschnitt 12 mit dem unteren Ende dieses Rohres verbunden ist, so dass sich der Flüssigmaterialströmungsweg bis in die Nähe des Bodenabschnitts des Flüssigmaterialtanks 10 erstreckt. Der obere Abschnitt des Rohres ist mit dem Flüssigmaterialströmungsweg verbunden, der am Strömungswegabzweigungselement 30 vorgesehen ist, und steht mit dem Hauptströmungsweg 5 in Verbindung.

An der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 28 ist ein Luftströmungsweg 17 ausgebildet, der in 20 durch einen gestrichelten Pfeil angedeutet wird.

Das Flüssigmaterialtankdeckelelement 29 hält zwischen sich und dem Deckelabschnitt einen Zwischenraum, in dem eine Öffnung 29a, die mit dem Wassertank 15 in Verbindung steht, und eine Öffnung 29b, die den Zwischenraum und den Flüssigmaterialtank 10 verbindet, ausgebildet sind (siehe 21), wobei der Zwischenraum den Luftströmungsweg 17 bildet, der den Wassertank 15 und den Flüssigmaterialtank 10 luftdurchlässig verbindet.

Auch an der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 28 der dritten Ausführungsform ist ein Wasserpegelmessventil vorgesehen.

Wie 19, 20 und 21 zeigen, umfasst das Wasserpegelmessventil ein Schwimmerelement 31, das ein oberes Schwimmerelement und ein unteres Schwimmerelement umfasst und insgesamt als hohle Ringform ausgebildet ist, und ein breites Dichtungselement 32, das auf der Oberfläche des Schwimmerelements 31 angeordnet ist.

Das Wasserpegelmessventil ist derart befestigt, dass es den Verschraubungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialtank 10, der vom Flüssigmaterialtankdeckelabschnitt 29 herabhängt, umgibt, und wenn der Wasserpegel im Inneren des Wassertanks 15 eine bestimmte Höhe übersteigt, verschließt durch das Aufsteigen des Schwimmerelements 31 das Dichtungselement 32 die Öffnung 29a des Eingangs des Luftströmungswegs 17, wodurch verhindert werden kann, dass Wasser in den Luftströmungsweg 17 und den Flüssigmaterialtank 10 gelangt.

Das Dichtungselement 32 weist einen Basisabschnitt, der den Luftströmungsweg verschließt, und mehrere Vorsprungabschnitte auf, die vom Basisabschnitt zum Schwimmerelement 31 vorspringen, wobei die Vorsprungabschnitte am Schwimmerelement 31 positioniert werden, indem die Vorsprungabschnitte in mehrere Vertiefungsabschnitte eingeführt werden, die an der Oberfläche des oberen Schwimmerelements vorgesehen sind. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist das Profil des Basisabschnitts als viereckige Ringform ausgebildet, während die Vorsprungabschnitte und Vertiefungsabschnitt säulenförmig ausgebildet sind. Vorzugsweise werden die Vorsprungabschnitte und die Vertiefungsabschnitte fest ineinander gefügt, indem das gesamte Dichtungselement oder nur die Vorsprungabschnitt als elastisches Element ausgebildet werden und die Vertiefungsabschnitte des Schwimmerelements kleiner als die Vorsprungabschnitte ausgebildet werden und die Vorsprungabschnitte unter elastischer Verformung in die Vertiefungsabschnitte eingeführt werden. Außerdem kann anstelle des Ineinanderfügens durch elastisches Verformen oder zusätzlich dazu ein anderes Verfahren benutzt werden, wie etwa das Festkleben der Vorsprungabschnitte und der Vertiefungsabschnitte mit Klebstoff.

Für das Dichtungselement 32 wird ebenso wie für die O-Ringe 18, 19 vorzugsweise vulkanisierter Gummi (NBR, EPDM, Fluorgummi, Silikongummi usw.) oder ein Elastomerprodukt benutzt, wobei unter dem Aspekt der Dichtheit und der Formfestigkeit insbesondere vulkanisierter Gummi bevorzugt wird.

Bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 28 der dritten Ausführungsform ist die Konfiguration anderer Elemente wie die des Sprühkörpers 8, des Durchflussmengensteuerventils 9, des Flüssigmaterialströmungswegventils und des Unterdruckerzeugungsabschnitts die gleiche wie bei der zweiten Ausführungsform.

Bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 28 der dritten Ausführungsform ist der Flüssigmaterialtank 10 im Inneren des Wassertanks 15 vorgesehen, wodurch eine vom äußeren Erscheinungsbild her im Vergleich zur ersten und zweiten Ausführungsform vereinfachter Konfiguration ermöglicht wird.

Auch wenn abhängig von der Verwendung das Wasser im Wassertank 15 zunimmt und die zweite Flüssigkeit im Flüssigmaterialtank 10 abnimmt, verlagert sich der Schwerpunkt der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 28 kaum, was die Benutzerfreundlichkeit verbessert.

Außerdem ist bei der dritten Ausführungsform eine Konfiguration möglich, die auf alle oder eins oder mehr von Wasserpegelmessventil, Flüssigmaterialströmungswegventil und Unterdruckerzeugungsabschnitt verzichtet, und auch eine solche Konfiguration bildet eine gültige Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

<Vierte Ausführungsform>

Bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung der ersten bis dritten Ausführungsformwird zwischen dem luftdichten Wassertank 15 und dem luftdichten Flüssigmaterialtank 10 durch den Luftströmungsweg 17 Luftdurchlässigkeit erzeugt, und indem dem Wassertank 15 Wasser zugeführt wird, strömt Luft in den Flüssigmaterialtank 10, und die zweite Flüssigkeit wird zum Hauptströmungsweg 5 hin unter Druck gesetzt, während die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 33 der vierten Ausführungsform dadurch gekennzeichnet ist, dass der gesamte Flüssigmaterialtank 10 oder ein Teil davon im Inneren des Wassertanks 15 angeordnet ist und der Flüssigmaterialtank 10 durch den Wasserdruck im Inneren des Wassertanks 15 verformt wird, so dass die zweite Flüssigkeit zum Hauptströmungsweg 5 hin unter Druck gesetzt wird.

Wie in 22 gezeigt, stimmt die Flüssigmaterialmisch-und -sprühvorrichtung 33 der vierten Ausführungsform darin, dass ein Hauptströmungsweg 5 ausgebildet ist, in dem Wasser vom Basisendabschnitt zur Sprühöffnung fließt, und ein Durchflussmengensteuerventil 9 vorgesehen ist, mit der dritten Ausführungsform überein.

Auch darin, dass am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs 13, der vom Hauptströmungsweg 5 abzweigt, der Wassertank 15 vorgesehen ist, dass der Flüssigmaterialtank 10 im Wassertank 15 vorgesehen ist und dass ein Flüssigmaterialströmungsweg ausgebildet ist, durch den die zweite Flüssigkeit vom Flüssigmaterialtank 10 in den Haupt strömungsweg 5 geleitet wird, stimmt sie mit der dritten Ausführungsform überein und unterscheidet sich hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbilds im Wesentlichen nicht von der dritten Ausführungsform.

Wie in 22 gezeigt, ist bei der vierten Ausführungsform, anders als bei der dritten Ausführungsform, kein Luftströmungsweg am Flüssigmaterialtankdeckelelement 29 vorgesehen, weshalb kein Luftaustausch zwischen dem Inneren des Wassertanks 15 und dem Inneren des Flüssigmaterialtanks 10 stattfindet.

Bis auf den Verschraubungsabschnitt mit dem Flüssigmaterialtankdeckelelement 29 ist der Flüssigmaterialtank 10 andererseits aus einem weichen Material ausgebildet; wenn also Wasser aus dem Hauptströmungsweg 5 in den Wassertank 15 fließt, wirkt Druck auf den Flüssigmaterialtank 10 ein, so dass er sich verformt. Auf diese Weise wird die zweite Flüssigkeit über den Flüssigmaterialströmungsweg in den Hauptströmungsweg 5 geleitet und mit dem Wasser vermischt.

Es braucht nicht der gesamte Flüssigmaterialtank 10 im Wassertank 15 aufgenommen zu sein, und stattdessen kann auch nur ein verformbarer Teil (Verformungsabschnitt), der aus weichem Material ausgebildet ist, im Wassertank 15 angeordnet sein.

Vorzugsweise wird bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 33 der vierten Ausführungsform als zweite Flüssigkeit eine Flüssigkeit mit geringerer Dichte als Wasser verwendet.

Außerdem ist es möglich, das Durchflussmengensteuerventil 9, das Flüssigmaterialströmungswegventil und den Unterdruckerzeugungsabschnitt einzeln oder in einer Kombination von zwei oder mehr davon zur vierten Ausführungsform hinzuzufügen, wobei auch dies gültige Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung bilden.

Indem bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 33 der vierten Ausführungsform der Flüssigmaterialtank 10 aus weichem Material im Inneren des Wassertanks 15 angeordnet ist, verformt sich der Flüssigmaterialtank 10 durch Wasserdruck nach innen, wenn das Durchflussmengensteuerventil 9 geöffnet wird und ein Teil des im Hauptströmungsweg 5 strömenden Wassers über den Abzweigströmungsweg 13 abgezweigt wird und die Wassermenge im Wassertank 15 zunimmt. Daher nimmt das Volumen des Flüssigmaterialtanks 10 ab, so dass die zweite Flüssigkeit automatisch in den Hauptströmungsweg 5 geleitet wird und die zweite Flüssigkeit dem Wasser beigemischt und versprüht werden kann.

Als erstes Abwandlungsbeispiel der vierten Ausführungsform kann, anstatt den gesamten Flüssigmaterialtank 10 oder einen Teil davon aus weichem Material auszubilden, ein Teil der Außenwand des Flüssigmaterialtanks 10 als Verformungsabschnitt ausgebildet sein, der ein Stopfenelement 34 umfasst, das in Bezug auf einen anderen Teil des Flüssigmaterialtanks 10 nach innen hin und her verschiebbar ist, wie in 23 gezeigt.

Wie beispielsweise in 23 gezeigt, kann der Verformungsabschnitt in Bezug auf den im Wesentlichen röhrenförmig ausgebildeten Körper des Flüssigmaterialtanks 10 derart wasserdicht angebracht sein, dass das Stopfenelement 34, das in Anlage an die Bodenplatte gelangt, auf und ab gleiten kann.

Indem bei dem ersten Abwandlungsbeispiel ein solcher Verformungsabschnitt des Flüssigmaterialtanks 10 im Wassertank 15 angeordnet ist, wirkt auf das Stopfenelement 34 Wasserdruck ein, so dass es sich nach innen (oben) verformt, wenn das Durchflussmengensteuerventil 9 geöffnet wird und ein Teil des im Hauptströmungsweg 5 fließenden Wassers über den Abzweigströmungsweg 13 abgezweigt wird und die Wassermenge im Wassertank 15 zunimmt. Daher nimmt das Volumen des Flüssigmaterialtanks 10 ab, so dass die zweite Flüssigkeit automatisch in den Hauptströmungsweg 5 geleitet wird und die zweite Flüssigkeit dem Wasser beigemischt und versprüht werden kann.

Als zweites Abwandlungsbeispiel der vierten Ausführungsform ist der Flüssigmaterialtank 10 balgförmig ausgebildet, wie in 28 gezeigt.

Indem bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 33 des zweiten Abwandlungsbeispiels der balgförmige Flüssigmaterialtank 10 im Inneren des Wassertanks 15 angeordnet ist, verformt sich der balgförmige Flüssigmaterialtank 10 durch Wasserdruck in eine Richtung, in der sich der Balg zusammenzieht, wenn das Durchflussmengensteuerventil 9 geöffnet wird und ein Teil des im Hauptströmungsweg 5 strömenden Wassers über den Abzweigströmungsweg 13 abgezweigt wird und die Wassermenge im Wassertank 15 zunimmt.

Daher nimmt das Volumen des balgförmigen Flüssigmaterialtanks 10 ab, so dass die zweite Flüssigkeit automatisch in den Hauptströmungsweg 5 geleitet wird und die zweite Flüssigkeit dem Wasser beigemischt und versprüht werden kann.

Im zweiten Abwandlungsbeispiel ist mit dem Flüssigmaterialströmungsweg ein Flüssigmaterialströmungswegverlängerungselement 12 verbunden, das sich bis in die Nähe des Bodenabschnitts des Flüssigmaterialtanks 10 erstreckt. Das Flüssigmaterialströmungswegverlängerungselement 12 weist eine vertikale Länge L auf, die von einer oberen Anfangsendposition, bei der es sich um die Position der Verbindung mit dem Flüssigmaterialströmungsweg handelt, bis zu einer hinteren Endposition in der Nähe des Bodenabschnitts des Flüssigmaterialtanks 10 reicht, und die vertikale Länge L kann ein längenveränderliches Flüssigmaterialströmungswegverlängerungselement 12 sein, das sich entsprechend dem Dehnen und Zusammenziehen des balgförmigen Flüssigmaterialtanks 10 verändern kann. Beispielsweise kann, wie in 28 gezeigt, eine Elastizität aufweisende Balgform ausgebildet werden.

Beim zweiten Abwandlungsbeispiel hebt sich während der Benutzung die Bodenfläche des balgförmigen Flüssigmaterialtanks 10, und da sich der Flüssigkeitsspiegel der zweiten Flüssigkeit nicht weit absenkt, muss die vertikale Länge L des Flüssigmaterialströmungswegverlängerungselements 12 nicht unbedingt bis zum Bodenabschnitt des Flüssigmaterialtanks 10 reichen.

Da es jedoch auch möglich ist, dass nur wenig zweite Flüssigkeit gebraucht wird, so dass der Flüssigkeitsspiegel von Anfang an niedrig ist, wird bevorzugt, dass L bis zum Bodenabschnitt des Flüssigmaterialtanks 10 reicht, damit die zweite Flüssigkeit mit Sicherheit angesaugt wird.

Als Flüssigmaterialströmungswegverlängerungselement 12 kann ein rohrförmiges Element benutzt werden, und als Material für das rohrförmige Element kann ein Polymerkunststoffelement oder ein elastisches Material wie etwa vulkanisierter Gummi benutzt werden, wobei ein Schlauchelement aus Polyvinylchloridkunstharz besonders vorteilhaft ist.

Auf diese Weise wird die zweite Flüssigkeit über den Flüssigmaterialströmungsweg und das Flüssigmaterialströmungswegverlängerungselement 12 gleichmäßig zum Hauptströmungsweg geleitet.

In der vierten Ausführungsform sowie im ersten und zweiten Abwandlungsbeispiel derselben kommt es beim Einströmen von Wasser in den Wassertank 15 zu einer Verdichtung der Luft im Wassertank 15, wodurch der Innendruck ansteigt und, wenn er eine bestimmte Höhe erreicht hat, den Flüssigmaterialtank 10 verformt und dessen Volumen reduziert. Je mehr Luft im Wassertank 15 ist, desto leichter tritt also eine Zeitdifferenz zwischen dem Einströmen von Wasser aus dem Abzweigströmungsweg 13 und der Verformung des Flüssigmaterialtanks 10 (Zuführung von zweiter Flüssigkeit zum Hauptströmungsweg 5) auf.

Je mehr also zu Benutzungsbeginn die Luftmenge im Wassertank 15 reduziert und die Wassermenge gesteigert wird, desto weniger leicht kommt es zu der Zeitdifferenz zwischen dem Einströmen von Wasser aus dem Abzweigströmungsweg 13 und dem Zuführen von zweiter Flüssigkeit zum Hauptströmungsweg 5.

Vorzugsweise wird daher zu Benutzungsbeginn die Luftmenge im Wassertank 15 reduziert und die Wassermenge gesteigert. Es wird bevorzugt, dass auf den mit Wasser befüllten Wassertank 15 der Deckelabschnitt 30a des Wassertanks 15 aufgesetzt wird, so dass im Wesentlichen nur Wasser im Tank vorhanden ist.

Außerdem kann am Wassertank 15 ein Luftdurchlasssperrventil vorgesehen sein, das den Luftdurchlass zwischen dem Inneren und dem Äußeren öffnet und schließt. Das Luftdurchlasssperrventil kann am oberen Abschnitt des Innenraums in der Umgebung des Wassereinlaufs in den Flüssigmaterialtank 10 vorgesehen sein, und zwar vorzugsweise an einer Stelle, die die Oberfläche des Innenraums unterteilt. Wenn das Durchflussmengensteuerventil 9 geöffnet wird und Wasser in den Wassertank 15 fließt, wird das Luftdurchlasssperrventil geöffnet, so dass Luft im Wassertank 15 nach außen abgelassen wird, und in einem Zustand, in dem die Luft im Innenraum reduziert wurde, vorzugsweise in einem Zustand, in dem nur Wasser den Innenraum füllt, wird das Sperrventil für die Benutzung geschlossen.

Außerdem kann bei der vierten Ausführungsform und den Abwandlungsbeispielen auf das Flüssigmaterialströmungswegventil und/oder den Unterdruckerzeugungsabschnitt verzichtet werden, und auch dies bildet eine gültige Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

<Fünfte Ausführungsform>

Bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung der ersten bis dritten Ausführungsform ist der Abzweigströmungsweg 13 vorgesehen, der am Sprühkörper 8 vom Hauptströmungsweg 5 abzweigt, am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs 13 ist der Wassertank 15 vorgesehen, und es ist der Luftströmungsweg 17 vorgesehen, der für Luftdurchlässigkeit zwischen dem Flüssigmaterialtank 10, der die zweite Flüssigkeit aufnimmt, und dem Wassertank 15 sorgt, und es ist der Flüssigmaterialströmungsweg 11c vorgesehen, durch den vom Flüssigmaterialtank 10 zweite Flüssigkeit in den Hauptströmungsweg 5 eingeleitet wird.

Wie in 24 und 25 gezeigt, ist bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 35 der fünften Ausführungsform der Abzweigströmungsweg 13 am Hauptströmungsweg 5' stromaufwärts vom Sprühkörper 8 vorgesehen und zweigt dort vom Hauptströmungsweg 5' ab, am hinteren Ende des Abzweigströmungswegs 13 ist der Wassertank 15 vorgesehen, und es ist der Luftströmungsweg 17 vorgesehen, der für Luftdurchlässigkeit zwischen dem Flüssigmaterialtank 10, der die zweite Flüssigkeit aufnimmt, und dem Wassertank 15 sorgt, und es ist ein Flüssigmaterialströmungsweg 36 vorgesehen, durch den vom Flüssigmaterialtank 10 zweite Flüssigkeit in den Hauptströmungsweg 5' eingeleitet wird.

Ansonsten entspricht die Konfigurierung der dritten Ausführungsform, und es können auch das Durchflusssteuerventil 9, das Wasserpegelmessventil, das Flüssigmaterialströmungswegventil und der Unterdruckerzeugungsabschnitt vorgesehen sein.

Außerdem kann der Flüssigmaterialtank 10 wie in der ersten und zweiten Ausführungsform außerhalb des Wassertanks 15 vorgesehen sein.

Da bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 35 der fünften Ausführungsform der Wassertank 15 und der Flüssigmaterialtank 10 am Hauptströmungsweg 5' außerhalb und stromaufwärts vom Sprühkörper 8 vorgesehen sind, ist es möglich, den Sprühkörper 8, der häufig in einer hohen Stellung gehalten und umher bewegt wird, mit geringerem Gewicht auszubilden, wodurch sich die Benutzerfreundlichkeit der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung 35 erhöht, und der Wassertank 15 und der Flüssigmaterialtank 10, die nicht vom Benutzer gehalten werden, können mit großem Volumen ausgebildet werden, wie in 24 gezeigt, so dass über lange Zeit hinweg kontinuierlich viel Mischwasser versprüht werden kann.

In der fünften Ausführungsform sind, wie in 24 und 25 gezeigt, ein Sprühkörper 8 und ein Behälterkörper 60 mit dem Wassertank 15 und dem Flüssigmaterialtank 10 vorhanden, wobei zwischen dem Behälterkörper 60 und dem Sprühkörper 8 vorzugsweise ein Koppelungsschlauchabschnitt 61 angeordnet ist.

Der Koppelungsschlauchabschnitt 61 ist vorzugsweise als ein elastisch verformbarer (biegsamer) elastischer Koppelungsschlauchabschnitt ausgebildet.

Indem der elastische Koppelungsschlauchabschnitt 61 lang ausgebildet wird, kann der Behälterkörper auf dem Boden usw. abgestellt werden, während die Sprüharbeiten durchgeführt werden können, indem der Sprühkörper 8 frei umher bewegt wird.

Daher sollte der elastische Koppelungsschlauchabschnitt 61 vorzugsweise 30 cm oder länger, mehr bevorzugt 50 cm oder länger und besonders bevorzugt 70 cm oder länger sein.

Wenn der Koppelungsschlauchabschnitt 61 zu lang ist, führt dies zu einem Kostenanstiegund zu einer Gewichtszunahme, weshalb er vorzugsweise 200 cm oder kürzer, mehr bevorzugt 150 cm oder kürzer und besonders bevorzugt 120 cm oder kürzer ist.

Es ist auch eine Konfigurierung möglich, wobei zwischen dem Behälterkörper 60 und dem Sprühkörper 8 ein längenverstellbares Element wie etwa eine Wickelrolle usw. (nicht dargestellt) angeordnet ist, worauf der elastische Koppelungsschlauchabschnitt 61 aufgewickelt ist.

Der Behälterkörper 60 muss nicht zwangsläufig gemeinsam mit dem Sprühkörper 8 vorgesehen sein, und auch eine einzelne Ausbildung ist technisch gültig, wobei die Verwendung zum Vermischen und Versprühen von Flüssigkeit möglich ist, indem am vorderen Ende ein Mechanismus angebracht ist, der Wasser ablassen kann.

Wenn sich der elastische Koppelungsschlauchabschnitt 61 durch den Wasserdruck verformt und sich sein Volumen im Zuge dessen stark verändert, kann es durch die Volumenänderung leicht zu Unregelmäßigkeiten in der Mischrate der zweiten Flüssigkeit kommen, weshalb vorzugsweise ein elastischer Koppelungsschlauchabschnitt 61 mit geringer Verformungsrate benutzt wird, der durch Fasern oder Faden aus Kunststoff oder Metall verstärkt ist.

Indem auf diese Weise ein elastischer Koppelungsschlauchabschnitt 61 vorgesehen ist, lässt sich die Sprüharbeit auch dann bequem ausführen, wenn der Behälterkörper 60 (Flüssigmaterialtank 10 und Wassertank 15) groß ausgebildet ist. Wenn der Flüssigmaterialtank 10 groß ausgebildet werden kann, ist das Mischen und Versprühen über lange Zeit möglich, ohne zweite Flüssigkeit nachzufüllen. Wenn der Wassertank 15 groß ausgebildet werden kann, kann auch die Gesamtmenge der Luft gesteigert werden, die vom Wassertank 15 in den Flüssigmaterialtank 10 strömt, wodurch das Zurückbleiben von Flüssigmaterial im Flüssigmaterialtank 10 beseitigt oder die Restmenge verringert werden kann.

Indem bei der fünften Ausführungsform das Durchflussmengensteuerventil 9 stromabwärts vomBehälterkörper des Hauptströmungswegs 5' angeordnet ist, wird durch das Durchflussmengensteuerventil 9 der stromaufwärtsseitige Wasserdruck auf dem Wasserdruck der Speisewasseranlage (auf dem Wasserleitungsdruck) gehalten, wenn das Sprühen angehalten wird. Wenn durch erneutes Öffnen des Durchflussmengensteuerventils 9 der Sprühvorgang wieder aufgenommen wird, herrscht also bereits etwa der gleiche Druck im Hauptströmungsweg 5' und im Wassertank 15, weshalb sofort eine stabile Mischrate erzielt werden kann.

Das Durchflussmengensteuerventil 9 kann nicht nur den Strömungsweg öffnen und schließen, sondern kann auch die Durchflussmenge einstellen. Vorzugsweise kann das Durchflussmengensteuerventil 9 am Sprühkörper 8 vorgesehen sein, und das Durchflussmengensteuerventil 9 ist in der fünften Ausführungsform ebenso wie bei der ersten Ausführungsform am Sprühkörper 8 vorgesehen.

In der fünften Ausführungsform kann stromabwärts von einer Position, an der sich der Hauptströmungsweg 5' des Koppelungsschlauchabschnitts 61 oder des Behälterkörpers 60 und der Flüssigmaterialströmungsweg 36 vereinigen, ein Ventil zum Öffnen und Schließen des Strömungswegs vorgesehen sein.

Auch stromaufwärts von der Position, an der der Abzweigströmungsweg 13 vom Hauptströmungsweg 5' abzweigt, kann ein Ventil zum Öffnen und Schließen des Strömungswegs vorgesehen sein.

Durch Hinzufügen dieses Ventils zum Öffnen und Schließen des Strömungswegs lässt sich die Arbeitseffizienz beim Ablösen und Anbringen der einzelnen Elemente steigern, und es lässt sich außerdem ein vom Benutzer unbeabsichtigtes Versprühen verhindern.

Ein Mechanismus zum Einstellen der Durchflussmenge kann stromabwärts von der Position, an der sich der Hauptströmungsweg 5' des Koppelungsschlauchabschnitts 61 oder des Behälterkörpers 60 und der Flüssigmaterialströmungsweg 36 vereinigen, oder stromaufwärts von der Position, an der der Abzweigströmungsweg vom Hauptströmungsweg 5' abzweigt, vorgesehen sein, wobei zur Vermeidung eines Kostenanstiegs bevorzugt wird, den Durchflusseinstellmechanismus nur am Sprühkörper 8 anzuordnen.

In der fünften Ausführungsformist vorzugsweise am unteren Abschnitt des Wassertanks 15 ein Aufstellungsteil 62 vorgesehen, um die Stabilität beim Abstellen auf dem Boden usw. zu erhöhen, wie in 29 gezeigt.

Das Aufstellungsteil 62 kann einstückig am Wassertank 15 ausgebildet sein oder als separates Teil am Wassertank 15 angebracht sein.

Das Aufstellungsteil 62 sollte eine Form aufweisen, mit der der Behälterkörper 60 nicht umkippt, wenn er auf einer ebenen Stelle wie dem Boden usw. abgestellt wird. Um die Stabilität des Behälterkörpers 60 weiter zu erhöhen, wird bevorzugt, dass beim Abstellen des Wassertanks 15 auf einer horizontalen Fläche ein Umriss O eines Bereichs, in dem das Aufstellungsteil 62 die horizontale Ebene berührt, in Bezug auf einen Proj ektionsumriss P, mit dem der gesamte Wassertank 15 auf die horizontale Fläche projiziert wird, weiter außerhalb angeordnet ist.

Bei dem Umriss O des Abstellungsteils 62 kann eine Länge O1+O2+O3+O4 eines Teils, der außerhalb des Projektionsumrisses P des Wassertanks 15 angeordnet ist, ein Teil der Länge des Umfangs des Projektionsumrisses P des Wassertanks 15 sein und beträgt vorzugsweise 1/2 oder mehr der Länge des Umfangs des Projektionsumrisses P, mehr bevorzugt 3/4 oder mehr der Länge des Umfangs des Proj ektionsumrisses P, und besonders bevorzugt ist der gesamte Umriss O außerhalb des Projektionsumrisses P angeordnet (der Projektionsumriss P ist vom Umriss O umgeben) .

<Sechste Ausführungsform>

Bei der fünften Ausführungsform ist der Luftströmungsweg 17 vorgesehen, der Luftdurchlässigkeit zwischen dem Flüssigmaterialtank 10, der die zweite Flüssigkeit aufnimmt, und dem Wassertank 15 herstellt, und es ist ein Flüssigmaterialströmungsweg 36 vorgesehen, durch den die zweite Flüssigkeit vom Flüssigmaterialtank 10 in den Hauptströmungsweg 5' fließt.

Die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung der sechsten Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass stattdessen wie bei der vierten Ausführungsform der gesamte Flüssigmaterialtank 10 oder ein Teil davon im Inneren des Wassertanks 15 angeordnet ist und der Flüssigmaterialtank 10 durch den Wasserdruck im Wassertank 15 verformt wird, so dass die zweite Flüssigkeit zum Hauptströmungsweg 5' hin unter Druck gesetzt wird.

Wie beispielsweise in 30 gezeigt, kann der Flüssigmaterialtank 10 aus weichem Material ausgebildet sein, und ein verformbarerTeil (Verformungsabschnitt) kann im Inneren des Wassertanks 15 angeordnet sein.

Als anderes Beispiel kann ein Teil der Außenwand des Flüssigmaterialtanks 10 als Verformungsabschnitt ausgebildet sein, der ein in Bezug auf einen anderen Teil des Flüssigmaterialtanks 10 nach innen hin und her verschiebbares Stopfenelement 34 umfasst, und der im Inneren des Wassertanks 15 angeordnet ist.

Als weiteres Beispiel kann ein balgförmiger Flüssigmaterialtank 10 im Inneren des Wassertanks 15 angeordnet sein, wie in 32 gezeigt.

Bei den einzelnen Beispielen der sechsten Ausführungsform kann auch die Konfigurierung eines z. B. spiralförmigen, in seiner Länge variablen Flüssigmaterialströmungswegverlängerungselements 12 (siehe 32) angewandt werden.

Andere Konfigurierungen entsprechen der fünften Ausführungsform, indem ein verformbarer (biegbarer) Koppelungsschlauchabschnitt 61 vorgesehen ist, ein längenverstellbares Element wie etwa eine Wickelrolle usw. zwischen dem Sprühkörper 8 und dem Behälterkörper 60 angeordnet ist oder das Durchflussmengensteuerventil 9, das Flüssigmaterialströmungswegventil, der Unterdruckerzeugungsabschnitt usw. vorgesehen ist.

Bei der sechsten Ausführungsform wird der Flüssigmaterialtank 10 durch den Wasserdruck des Wassers, das vom Hauptströmungsweg 5' in den Wassertank 15 fließt, nach innen verformt, wodurch die zweite Flüssigkeit dem Hauptströmungsweg 5 zugeführt werden kann.

Indem außerdem der Flüssigmaterialtank 10 usw. außerhalb und stromaufwärts vom Sprühkörper 8 angeordnet ist, lassen sich die Sprüharbeiten mit dem Sprühkörper 8 auch dann leicht ausführen, wenn der Flüssigmaterialtank 10 mit großem Volumen ausgebildet wird.

<Weitere Abwandlungsbeispiele>

Als weiteres Abwandlungsbeispiel können, wie in 26 gezeigt, zwei oder mehr Arten von Sprühöffnung am Sprühkörper 8 vorgesehen sein, und es kann ein Sprühumschaltventil zum Umschalten zwischen den zwei oder mehr Sprühformen vorgesehen sein.

Als zwei oder mehr Arten von Sprühöffnung kann als ein Beispiel eine Kombination aus einer Strahlsprühöffnung 50, die das Wasser in einem geraden Strahl versprüht, und einer Beregnungssprühöffnung 51 verwendet werden, die es regenartig versprüht.

Als Beispiel für das Sprühumschaltventil kann, wie in 26 gezeigt, das vordere Ende des Hauptströmungswegs 5 versperrt werden, während zugleich an einer Seitenfläche des Hauptströmungswegs 5 eine Wasserdurchlassöffnung 52 vorgesehen ist.

Am vorderen Endes des Sprühkörpers 8 ist das Sprühumschaltventil 53 frei vor und zurück schraubbar angebracht. Am vorderen Ende des Sprühumschaltventils 53 ist eine Beregnungssprühöffnung 51 ausgebildet, in deren Mitte eine Mündungsöffnung ausgebildet ist, wobei zwischen der Beregnungssprühöffnung 51 und der Mündungsöffnung als Abtrennung eine Trennwand 54 angeordnet ist.

Indem das Sprühumschaltventil 53 in Bezug auf die Wasserdurchlassöffnung 52 (Sprühkörper 8) vor und zurück bewegt wird, kann zwischen dem Strahlsprühen (26(a)) und dem Beregnungssprühen (26(b)) umgeschaltet werden.

Beim Strahlsprühen fließt das Wasser, wie in 26(a) durch den Pfeil gezeigt, vom Hauptströmungsweg 5 und der Wasserdurchlassöffnung 52 in einen mittleren Raum 55 auf der Innenseite der Trennwand 54 und wird über einen Strahlströmungsweg 56, der am vorderen Ende des Sprühkörpers 8 vorgesehen ist, aus der Strahlsprühöffnung 50 gesprüht.

Beim Beregnungssprühen fließt das Wasser, wie in 26 (b) durch den Pfeil gezeigt, vom Hauptströmungsweg 5 und der Wasserdurchlassöffnung 52 in einen Beregnungsströmungsweg 57 auf der Außenseite der Trennwand 54 und wird aus der Beregnungssprühöffnung 51 gesprüht.

Ansonsten entspricht die Konfigurierung derjenigen der ersten Ausführungsform.

Bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung mit Sprühumschaltventil verändert sich durch das Umschalten der Sprühform die Wassersprühmenge, woraus sich eine Veränderung des Wasserdrucks im Hauptströmungsweg ergibt.

Entsprechend dieser Veränderung des Wasserdrucks verändert sich auch der Druck des in den Wassertank 15 fließenden Wassers, und die Kraft wird angepasst, die auf die zweite Flüssigkeit im Flüssigmaterialtank 10 einwirkt, weshalb die Konfigurationen der ersten bis sechsten Ausführungsform besonders bei einer Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung mit Sprühumschaltventil vorteilhaft sind.

Als weiteres Abwandlungsbeispiel kann, wie in 27 gezeigt, im Flüssigmaterialströmungsweg 41 auch ein Rückflussschutzventil vorgesehen sein, das ein Zurückfließen von Wasser oder zweiter Flüssigkeit aus dem Hauptströmungsweg 5 in den Flüssigmaterialtank 10 verhindert.

Das Rückflussschutzventil umfasst einen Ventilsitz 37, der im Flüssigmaterialströmungsweg 41 vorgesehen ist, einen Kugelventilkörper 38, der stromabwärts vom Ventilsitz 37 (auf der Seite des Hauptströmungswegs) angeordnet ist, und eine Spiralfeder 40, die an einem Federsockel 39 anliegend den Kugelventilkörper 38 von der Stromabwärtsseite zum Ventilsitz vorspannt.

Bei der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung mit Rückflussschutzventil wird beim Öffnen des Durchflussmengensteuerventils 9 durch das Wasser, das vom Hauptströmungsweg 5 an den Wassertank 15 abgezweigt wird, die zweite Flüssigkeit im Flüssigmaterialtank 10 unter Druck gesetzt, wodurch sich der Kugelventilkörper 38 entgegen der Vorspannkraft der Spiralfeder 40 vom Ventilsitz 37 löst, so dass die zweite Flüssigkeit in den Hauptströmungsweg 5 geleitet wird.

Wenn dagegen durch das Umschalten der Sprühform oder einen anderen Grund der Wasserdruck im Hauptströmungsweg 5 vorübergehend ansteigt und Wasser durch den Flüssigmaterialströmungsweg 41 zurück zum Flüssigmaterialtank 10 fließt oder ein Strom von zweiter Flüssigkeit entsteht, wird der Kugelventilkörper 38 durch den Druck des zurückfließenden Wassers usw. und die Vorspannkraft der Spiralfeder 40 an den Ventilsitz 37 gedrückt, wodurch der Flüssigmaterialströmungsweg 41 verschlossen wird, so dass ein Zurückfließen verhindert wird.

Wenn der Kugelventilkörper 38 ausreichend schwer ist, indem er aus Metall hergestellt ist oder eine Metallkugel mit einem wärmeplastischen Elastomer usw. überzogen ist oder dergleichen, kann er auch ohne die Spiralfeder 40 die Funktion eines Rückflussschutzventils ausüben.

Da auf diese Weise das Zurückfließen von Wasser oder zweiter Flüssigkeit aus dem Hauptströmungsweg 5 in den Flüssigmaterialtank 10 verhindert werden kann, kann die Konzentration der zweiten Flüssigkeit im Flüssigmaterialtank 10 konstant gehalten werden, weshalb auch die Konzentration des versprühten Mischwassers konstant gehalten werden kann.

Bei der zweiten, dritten und fünften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Luftströmungsweg 17 vorgesehen, der den Wassertank 15 mit dem Flüssigmaterialtank 10 verbindet, wobei es durch Anordnen eines Wasserpegelmessventils am Luftströmungsweg 17 möglich ist, abhängig von der Menge an Wasser, die im Wassertank 15 vorhanden ist, den Luftströmungsweg 17 mit dem Wasserpegelmessventil zu versperren.

Allerdings ist vorzugsweise zusätzlich ein Neigungsblockademechanismus vorgesehen, der den Luftströmungsweg 17 blockiert und so verhindert, dass Wasser im Wassertank 15 in den Flüssigmaterialtank 10 fließt, wenn die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung stark geneigt wird.

Als ein Beispiel eines Neigungsblockademechanismus wird bevorzugt, dass eine Wasserpegelmessventilkontaktfläche, bei der es sich um eine Fläche handelt, mit der beim Öffnen und Schließen des Wasserpegelmessventils das Schwimmerelement mit anderen Elementen in der Umgebung in Reibkontakt gelangt, und/oder eine Kontaktfläche mit anderen Elementen, bei der es sich um einen Teil handelt, an dem die anderen Elemente in Reibkontakt mit dem Schwimmerelement gelangen, aus einem Material mit niedrigem Reibungskoeffizienten ausgebildet wird, oder die Wasserpegelmessventilkontaktfläche und/oder die Kontaktfläche mit anderen Elementen mit einem Material mit niedrigem Reibungskoeffizienten beschichtet wird.

Als Material mit niedrigem Reibungskoeffizienten wird vorzugsweise ein Polytetrafluorethylenkunststoff wie Fluorkunststoff, Teflon (eingetragene Marke) usw. benutzt.

Durch Verwendung eines solchen Materials mit niedrigem Reibungskoeffizienten wird die Reibungskraft an der Wasserpegelmessventilkontaktfläche und/oder der Kontaktfläche mit anderen Elementen gesenkt, weshalb auch dann, wenn sich die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung stark neigt und die Bewegungsrichtung des Schwimmerelements von der Richtung lotrecht nach oben, in der die Auftriebskraft wirkt, abweicht, das Schwimmerelement ohne Weiteres verschoben werden kann, um den Luftströmungsweg 17 zu blockieren.

Als weiteres Beispiel für den Neigungsblockademechanismus kann für den Fall, dass sich die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung neigt, das Wasserpegelmessventil auch in eine andere, schräge Richtung, die nicht lotrecht nach oben weist, betätigt werden, so dass das Wasserpegelmessventil den Luftströmungsweg 17 blockieren kann.

Als Beispiel lässt sich eine Konfigurierung nennen, wobei das Schwimmerhalteelement 22 der ersten Ausführungsform nicht, wie in 11 gezeigt, zylinderförmig, sondern kegelförmig ausgebildet ist, und der Raum, der das Schwimmerelement 20 aufnimmt, sich von unten nach oben hin aufweitet.

In einem Zustand, in dem die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung nicht geneigt ist und sich Wasser im Wassertank ansammelt und das Wasserpegelmessventil erreicht, bewegt sich in diesem Fall das Schwimmerelement 20 nach oben und weist durch diese Bewegung zugleich die Funktion auf, den Luftströmungsweg zu blockieren.

Als weiteres Beispiel des Neigungsblockademechanismus kann auch gesondert vom Wasserpegelmessventil ein Schwimmerelement eines Neigungsmessventils vorgesehen sein. Wenn sich die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung neigt und das Wasser im Wassertank 15 das Neigungsmessventil erreicht, bewegt sich das Schwimmerelement des Neigungsmessventils, und das Neigungsmessventil blockiert den Luftströmungsweg 17.

Die Bewegungsrichtung des Neigungsmessventils bei dieser Konfigurierung beträgt dabei in Bezug auf die lotrechte Richtung vorzugsweise 45 bis 90 Grad und mehr bevorzugt 60 bis 90 Grad.

In einem Zustand, in dem die Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung nicht geneigt ist und sich Wasser im Wassertank ansammelt und das Wasserpegelmessventil erreicht, bewegt sich in diesem Fall das Schwimmerelementwasserpegelmessventil nach oben, und das Wasserpegelmessventil weist durch diese Bewegung zugleich die Funktion auf, den Luftströmungsweg zu blockieren.

Der oben stehende Ausdruck „Wasser erreicht das Wasserpegelmessventil (Neigungsmessventil) “ schließt die Fälle ein, dass Wasser wenigstens einen Teil des Schwimmerelements des Wasserpegelmessventils (Neigungsmessventils) erreicht, dass Wasser das gesamte Schwimmerelement des Wasserpegelmessventils (Neigungsmessventils) erreicht und dass das gesamte Schwimmerelement des Wasserpegelmessventils (Neigungsmessventils) unter der Wasseroberfläche ist.

Das Wasserpegelmessventil und das Neigungsmessventil nutzen die Dichtedifferenz zwischen Wasser und dem jeweiligen Schwimmerelement, um den Luftströmungsweg 17 zu blockieren (zu öffnen und zu schließen), weshalb es sich anders ausgedrückt um einen Öffnungs- und Schließmechanismus handelt, wobei sich das Schwimmerelement aufgrund der Dichtedifferenz zum Wasser bewegt und diese Bewegung den Luftströmungsweg öffnet oder schließt. Es kann außer dem oben genannten auch ein anderer Aufbau als Wasserpegelmessventil oder Neigungsmessventil benutzt werden, der sich durch die Druckdifferenz zwischen Wasser und Schwimmerelement bewegt und den Luftströmungsweg 17 öffnet oder schließt.

Anstelle des Öffnungs- und Schließmechanismus, der durch die Druckdifferenz zwischen Wasser und Schwimmerelement betätigt wird und den Luftströmungsweg öffnet und schließt, kann im Luftströmungsweg 17 auch ein Luftdurchlass-/Wassernichtdurchlassmechanismus angeordnet werden, der zwar Luft, aber kein Wasser durchlässt, um zu verhindern, dass Wasser aus dem Wassertank 15 in den Flüssigmaterialtank 10 geleitet wird.

Im Luftströmungsweg 17 kann beispielsweise eine Membran gespannt werden, die zwar Luft durchlässt, aber kein Wasser durchlässt.

Es ist auch möglich, einen schmalen Luftströmungswegabschnitt auszubilden, wobei der Luftströmungsweg 17 an einem Teil einen geringen Querschnitt aufweist, durch den Luft hindurch gelangen kann, aber Wasser aufgrund der Oberflächenspannung nicht hindurch gelangen kann.

Außerdem kann ein elektrisches Ventil vorgesehen sein, das unter Verwendung eines Sensors detektiert, ob Wasser in den Luftströmungsweg 17 gelangt, und den Luftströmungsweg öffnet und schließt.

Auch bei der zweiten, dritten, vierten, fünften und sechsten Ausführungsform sowie bei allen vorstehend beschriebenen Abwandlungsbeispielen können ebenso wie bei der ersten Ausführungsform das Abzweigströmungswegverlängerungselement 63 und/oder andere Konfigurierungen oder Materialien der ersten Ausführungsform zusätzlich oder in geeigneter Weise benutzt werden, wodurch dieselbe Wirkung erzielt wird wie bei der ersten Ausführungsform.

Wenn das Flüssigmaterialvolumen V1, bei dem es sich um das Volumen im Flüssigmaterialtank 10 handelt (in Beispielen, in denen der Flüssigmaterialtank 10 im Wassertank 15 aufgenommen ist und sich das Volumen des Flüssigmaterialtanks 10 verändert, das maximale Volumen des Flüssigmaterialtanks 10 in natürlichem Zustand) , zu klein ist, erhöht sich die Häufigkeit, mit der die zweite Flüssigkeit im Flüssigmaterialtank 10 nachgefüllt werden muss (oder der Flüssigmaterialtank 10 durch einen wieder aufgefüllten ersetzt werden muss).

Daher beträgt das Flüssigmaterialvolumen V1 vorzugsweise 100 cc oder mehr, mehr bevorzugt 200 cc oder mehr und besonders bevorzugt 400 cc oder mehr. Wenn die Aufnahmemenge an zweiter Flüssigkeit besonders wichtig ist, beträgt V1 bevorzugt 700 cc oder mehr.

Wenn das Flüssigmaterialvolumen V1 zu groß ist, verschlechtert sich die Handhabbarkeit durch die Vergrößerung und die Gewichtszunahme der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung.

Daher beträgt V1 vorzugsweise 2000 cc oder weniger, mehr bevorzugt 1500 cc oder weniger und besonders bevorzugt 1000 cc oder weniger. Wenn die Handhabbarkeit besonders wichtig ist, beträgt V1 bevorzugt 500 cc oder weniger.

Das Wasservolumen V2, bei dem es sich um das Volumen des Raums im Wassertank 15 handelt, in dem Wasser aufgenommen wird (inBeispielen, in denen derFlüssigmaterialtank 10 im Wassertank 15 aufgenommen ist und sich das Volumen des Flüssigmaterialtanks 10 verändert, der Rauminhalt unter Abzug des Teils des Flüssigmaterialtanks 10, der im Wassertank 15 aufgenommen ist, vom Gesamtvolumen des Wassertanks 15), ist vorzugsweise wie folgt.

In der ersten Ausführungsform, wobei der Wassertank 15 und der Flüssigmaterialtank 10 über den Luftströmungsweg 17 verbunden sind und Luft strömen kann, wird zu Benutzungsbeginn Luft unter Atmosphärendruck verdichtet und an den Flüssigmaterialtank 10 geleitet, weshalb das Wasservolumen V2 vorzugsweise größer als das Flüssigmaterialvolumen V1 ist. Konkret beträgt V2/V1 vorzugsweise 1, 5 oder mehr, mehr bevorzugt 2 oder mehr und besonders bevorzugt 5 oder mehr.

Wenn aber V2/V1 zu groß ist, wird V2 groß, so dass sich durch Vergrößerung und Gewichtszunahme der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung die Handhabbarkeit verschlechtert, V1 kleinerwirdunddas obenbeschriebene Problem auftritt. Daher beträgt V2/V1 vorzugsweise 30 oder weniger, mehr bevorzugt 20 oder weniger und besonders bevorzugt 10 oder weniger.

Bei der vierten Ausführungsform, wobei der Flüssigmaterialtank 10 im Wassertank 15 aufgenommen ist, kann der Flüssigmaterialtank 10 beim Einströmen von Wasser in den Wassertank 15 mit umso weniger Zeitdifferenz unter Druck gesetzt werden, je kleiner das Wasservolumen V2 ist, und das Mischverhältnis der zweiten Flüssigkeit kann stabilisiert werden. Daher beträgt V2/V1 vorzugsweise 1, 0 oder weniger, mehr bevorzugt 0,5 oder weniger und besonders bevorzugt 0,2 oder weniger.

Wenn V2 zu klein ist, gibt es nicht genügend Spiel zwischen der Außenfläche des Flüssigmaterialtanks 10 und der Innenfläche des Wassertanks 15, so dass diese sich beim Zusammenbauen berühren, was das Zusammenbauen erschwert. Darüber hinaus kann das Wasser weniger leicht aus dem Abzweigströmungsweg 13 in den Wassertank 15 fließen. Daher beträgt V2/V1 vorzugsweise 0, 01 oder mehr, mehr bevorzugt 0, 05 oder mehr und besonders bevorzugt 0, 1 oder mehr.

Als das Wasser, das bei der vorliegenden Erfindung von der Speisewasseranlage der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung zugeführt und mit der zweiten Flüssigkeit vermischt wird, kann Leitungswasser, Brunnenwasser, gereinigtes Wasser oder unbehandeltes, aus einer Wasserquelle wie etwa einem Teich oder Fluss entnommenes Wasser benutzt werden, und es kann sich auch um Wasser handeln, das ein weiteres Flüssigmaterial enthält, das nicht die zweite Flüssigkeit ist.

Beispielsweise kann Wasser, das bereits mit Flüssigdünger vermischt wurde, von der Speisewasseranlage dem Hauptströmungsweg der Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung zugeführt werden, und als zweite Flüssigkeit kann dem Wasser Pestizid beigemischt werden. Außerdem kann Wasser, das bereits mit einem ersten Flüssigdünger vermischt wurde, von der Speisewasseranlage zugeführt werden, und als zweite Flüssigkeit kann dem Wasser ein zweiter Flüssigdünger beigemischt werden.

Bezugszeichenliste

1
Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung
5, 5'
Hauptströmungsweg
6
Sprühöffnung
8
Sprühkörper
9
Durchflussmengensteuerventil
10
Flüssigmaterialtank
13
Abzweigströmungsweg
15
Wassertank
17
Luftströmungsweg
18, 19
O-Ring
20
Schwimmerelement
20a
Wasserpegelmessabschnitt
20b
Ventilkörperabschnitt
21
O-Ring
22
Schwimmerhalteelement
22a
Luftdurchlassöffnung
23
Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung
24
Ventilkörper
24a
Durchgangsöffnung
24b
(eingangsseitige) Einstellnut
24c
(ausgangsseitige) Einstellnut
24d
Anbringungsabschnitt
25
Betätigungsknopf
25a
Knopfabschnitt
26
inneres Rohr
27
äußeres Rohr
28
Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung
29
Flüssigmaterialtankdeckelelement
29a, 29b
Loch
30
Strömungswegabzweigelement
30a
Deckelabschnitt
31
Schwimmerelement
32
Dichtungselement
33
Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung
34
Stopfenelement
35
Flüssigmaterialmisch- und -sprühvorrichtung
36
Flüssigmaterialströmungsweg
37
Ventilsitz
38
Kugelventilkörper
39
Federsockel
40
Spiralfeder
41
Flüssigmaterialströmungsweg
50
Strahlsprühöffnung
51
Beregnungssprühöffnung
52
Wasserdurchlassöffnung
53
Sprühumschaltventil
60
Behälterkörper
61
Koppelungsschlauchabschnitt
62
Abstellteil
63
Abzweigströmungswegverlängerungselement