Title:
DATENSPEICHER, VERFAHREN UND SYSTEM ZUM ROUTEN VON EINER NACHRICHT ZWISCHEN VERSCHIEDENEN KOMMUNIKATIONSNETZWERKEN
Document Type and Number:
Kind Code:
B4

Abstract:

Verfahren zum Routen einer Nachricht zwischen verschiedenen Kommunikationsnetzwerken, umfassend:
– Entnehmen eines anfänglichen Zielidentifikators (1005) aus der Nachricht (10);
– Weitergeben des anfänglichen Zielidentifikators (1005) an eine Suchmaschine (30);
– Abfragen eines Datenspeichers (100), der eine Vielzahl von Kommunikationsdaten von einer Vielzahl von Kommunikationsnetzwerken aus verschiedenen Ländern aufweist, wobei der Datenspeicher (100)
– einen ersten Speicherort (110) mit einer Vielzahl von länderspezifischen Kommunikationsdaten, der versorgt wird von länderspezifischen Datenbanken (CDB-1, CDB-2),
– und einen zweiten Speicherort (120) mit einer Vielzahl von betreiberspezifischen Kommunikationsdaten, der versorgt wird von betreiberspezifischen Datenbanken (DB1-1, DB1-2, DB-3) von Kommunikationsanbietern,
– und einen dritten Speicherort (130) angebunden mit individuellen Kommunikationsanbietern zum Erhalten von individuellen Kommunikationsdaten auf Abfrage,
– und einen Zwischenspeicher (140) zum vorübergehende Speichern einer Teilmenge von Weiterleitungsdaten (1010) umfasst;
– Zurückgeben eines Weiterleitungsidentifikators (1010), falls eine Übereinstimmung in dem Datenspeicher mit dem anfänglichen Zielidentifikator gefunden ist;
– Routen der Nachricht, indem der zurückgegebene Weiterleitungsidentifikator (1010) benutzt wird, oder falls keine Übereinstimmung gefunden wird, indem der anfängliche Zielidentifikator (1005) benutzt wird;
– Abfragen einer betreiberspezifischen Datenbank (DB1-1, DB1-2, DB-3), falls keine Übereinstimmung in dem Datenspeicher (100) mit dem anfänglichen Zielidentifikator gefunden ist und Zurückgegeben des Weiterleitungsidentifikators von der betreiberspezifischen Datenbank,
– Speichern einer Zuordnung zwischen dem anfänglichen Zielidentifikator (1005) und dem zurückgegebenen Weiterleitungsidentifikator (1010) in dem Datenspeicher (100), das Verfahren weiter umfassend: ...





Inventors:
Trapp, Thorsten (44139, Dortmund, DE)
Application Number:
DE112011100837T
Publication Date:
10/05/2017
Filing Date:
03/07/2011
Assignee:
(TYNTEC GROUP LIMITED, London, GB)
International Classes:
H04Q3/00; H04W8/28
Foreign References:
57647451998-06-09
WO1997047153A11997-12-11
WO1999011087A21999-03-04
Other References:
3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Core Network and Terminals; Numbering, addressing and identification (Release 9), In: 3GPP Standard; 3GPP TS 23.003. In: 3rd Generation Partnership Project (3GPP); S. 1-74. 17.Dezember 2009 .Mobile Competence Centre ; 650, route des Lucioles ; F-06921 Sophia-Antipolis Cedex ; France. URL=www.qtc.jp/3GPP/Specs/23003-910.pdf [recherchiert am 06.10.2016]
3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Core Network and Terminals; Support of Mobile Number Portability (MNP); Technical realization; Stage 2 (Release 9). In: 3GPP Standard; 3GPP TS 23.066. 3rd Generation Partnership Project (3GPP), 18.Dezember 2009. Mobile Competence Centre ; 650, route des Lucioles ; F-06921 Sophia-Antipolis Cedex; France. URL=www.qtc.jp/3GPP/Specs/23066-900.pdf [recheriert am 04.10.2016]
Attorney, Agent or Firm:
24IP Law Group Sonnenberg Fortmann, 80331, München, DE
Claims:
1. Verfahren zum Routen einer Nachricht zwischen verschiedenen Kommunikationsnetzwerken, umfassend:
– Entnehmen eines anfänglichen Zielidentifikators (1005) aus der Nachricht (10);
– Weitergeben des anfänglichen Zielidentifikators (1005) an eine Suchmaschine (30);
– Abfragen eines Datenspeichers (100), der eine Vielzahl von Kommunikationsdaten von einer Vielzahl von Kommunikationsnetzwerken aus verschiedenen Ländern aufweist, wobei der Datenspeicher (100)
– einen ersten Speicherort (110) mit einer Vielzahl von länderspezifischen Kommunikationsdaten, der versorgt wird von länderspezifischen Datenbanken (CDB-1, CDB-2),
– und einen zweiten Speicherort (120) mit einer Vielzahl von betreiberspezifischen Kommunikationsdaten, der versorgt wird von betreiberspezifischen Datenbanken (DB1-1, DB1-2, DB-3) von Kommunikationsanbietern,
– und einen dritten Speicherort (130) angebunden mit individuellen Kommunikationsanbietern zum Erhalten von individuellen Kommunikationsdaten auf Abfrage,
– und einen Zwischenspeicher (140) zum vorübergehende Speichern einer Teilmenge von Weiterleitungsdaten (1010) umfasst;
– Zurückgeben eines Weiterleitungsidentifikators (1010), falls eine Übereinstimmung in dem Datenspeicher mit dem anfänglichen Zielidentifikator gefunden ist;
– Routen der Nachricht, indem der zurückgegebene Weiterleitungsidentifikator (1010) benutzt wird, oder falls keine Übereinstimmung gefunden wird, indem der anfängliche Zielidentifikator (1005) benutzt wird;
– Abfragen einer betreiberspezifischen Datenbank (DB1-1, DB1-2, DB-3), falls keine Übereinstimmung in dem Datenspeicher (100) mit dem anfänglichen Zielidentifikator gefunden ist und Zurückgegeben des Weiterleitungsidentifikators von der betreiberspezifischen Datenbank,
– Speichern einer Zuordnung zwischen dem anfänglichen Zielidentifikator (1005) und dem zurückgegebenen Weiterleitungsidentifikator (1010) in dem Datenspeicher (100), das Verfahren weiter umfassend:
– Bestimmen einer Benutzeranforderung, und
– Abfragen zumindest eines Datenspeichers (100) oder eines betreiberspezifischen Datenbanks (DB1-1, DB1-2, DB1-3) auf Basis der Benutzeranforderung.

2. Verfahren gemäß Anspruch 1, weiter umfassend, Speichern einer Zuordnung zwischen dem Zielidentifikator (1005) und dem Weiterleitungsidentifikator (1010) in dem Schnellzugangsspeicher (140).

3. System umfassend:
– Abfragestation (20) zum Weitergeben einer Nachricht (10) an eine Zielstation (25) in dem ein Zielidentifikator (1005) benutzt wird;
– Suchmaschine (30) zum Abfragen eines Datenspeichers (100), um den Weiterleitungsidentifikator (1010) zu bestimmen, wobei der Datenspeicher (100) eine Vielzahl von Kommunikationsdaten von einer Vielzahl von Kommunikationsnetzwerken aus verschiedenen Ländern aufweist, und wobei der Datenspeicher (100)
– einen ersten Speicherort (110) mit einer Vielzahl von länderspezifischen Kommunikationsdaten, der versorgt wird von länderspezifischen Datenbanken (CDB-1, CDB-2),
– einen zweiten Speicherort (120) mit einer Vielzahl von betreiberspezifischen Kommunikationsdaten, der versorgt wird von betreiberspezifischen Datenbanks (DB1-1, DB1-2, DB1-3) von Kommunikationsanbietern,
– und einen dritten Speicherort (130) angebunden mit individuellen Kommunikationsanbietern zum Erhalten von individuellen Kommunikationsdaten auf Abfrage,
– und einen Zwischenspeicher (140) zum vorübergehende Speichern einer Teilmenge von Weiterleitungsdaten (1010) umfasst;
– Anbindungsvorrichtung (160) zum Weitergeben der Nachricht an eine Zielstation, wobei der Weiterleitungsidentifikator benutzt wird,
– wobei falls keine Übereinstimmung in dem Datenspeicher mit dem anfänglichen Zielidentifikator (1005) gefunden wird, die Suchmaschine geeignet ist, ein Abfragen einer betreiberspezifischen Datenbank (DB1-1, DB1-2, DB-3), und ein Zurückgegeben des Weiterleitungsidentifikators von der betreiberspezifischen Datenbank auszuführen,
– Speichern einer Zuordnung zwischen dem anfänglichen Zielidentifikator (1005) und dem zurückgegebenen Weiterleitungsidentifikator (1010) in dem Datenspeicher (100);
– wobei die Suchmaschine derart konfiguriert ist, um eine Benutzeranforderung zu bestimmen, und um zumindest einen des ersten Speicherorts (110), des zweiten Speicherorts (120), des Zwischenspeichers (140) oder des dritten Speicherorts (130) oder von dem betreiberspezifischen Datenbank (DB1-1, DB1-2, DB1-3). auf Basis der Benutzeranforderung abzufragen.

4. System gemäß Anspruch 3, wobei die Nachricht (10) eine von einer SMS, MMS, Sprachanruf oder Sofortnachricht ist.

5. System gemäß einem der Ansprüche 3 bis 4 weiter umfassend:
– eine Speicheranbindung (150) zwischen dem Zwischenspeicher (140) und zumindest einer Vielzahl von ersten Speicherorten (110) und zweiten Speicherorten (120), welche die Anbindung die Abfrage von Weiterleitungsdaten (1010) ermöglicht;
– eine Abfrageanbindung (160) zur Versorgung einer Abfragestation (20) mit Weiterleitungsdaten.

Description:
Querverweis zu verwandten Anmeldungen

Diese Anmeldung macht die Vorteile aus der Patentanmeldung aus dem Vereinigten Königreich mit der Nr. GB 100 37 40.6, eingereicht am 8. März 2010, geltend und nimmt deren Priorität in Anspruch.

Gebiet der Erfindung

Das Gebiet der Erfindung bezieht sich auf einen Datenspeicher sowie Verfahren und System für das Routen von einer Nachricht von einem ersten Kommunikationsnetzwerk zu einem zweiten Kommunikationsnetzwerk.

Hintergrund der Erfindung

Kommunikationsnetzwerke sind in den vergangenen Jahren umfangreich eingesetzt worden und erlauben einen virtuellen ubiquitären Zugang sowie das Anbieten von einer bereiten Auswahl von Diensten. Dabei existieren verschiedene Typen von Kommunikationsnetzwerken von einem herkömmlichen Festnetz (PSTN – Public Switched Telephone Network), das ein SS7 (Signaling System #7) Protokoll benutzt, bis hin zu IP-basierten Netzwerken. Diese Kommunikationsnetzwerke werden von einem Netzwerkbetreiber oder einem Kommunikationsanbieter verwaltet und bieten den Zugang und Kommunikationsmöglichkeiten für einen Servicekunden. Der Servicekunde kann ein oder mehrere von den Kommunikationsnetzwerken benutzen, um Kommunikationsnachrichten, einschließlich Sprachanrufe, SMS, MMS, Sofortnachrichten, oder VoIP-Nachrichten, zu routen.

Die Netzwerkbetreiber haben Datenbanken eingerichtet, die Details über die Servicekunden, die verbunden sind mit den Kommunikationsnetzwerken, und andere Daten speichern. Ein Beispiel für solch eine Datenbank ist das Verzeichnis des Heimatortes (HLR – Home Location Register) der mobilen Netzwerkbetreiber. Wenn der Servicekunde einen Vertrag bei dem Mobiltelekommunikationsbetreiber abschließt, wird der Servicekunde in der HLR des Mobiltelekommunikationsbetreibers registriert.

Es ist für den Servicekunden möglich seinen Vertrag zu ändern und folglich sein Heimnetzwerk von einem ersten Netzwerkbetreiber OP1 zu einem zweiten Netzwerkbetreiber OP2 zu wechseln. Ein Service zur Rufnummernmitnahme erlaubt es dem Servicekunden seine alte Telefonnummer zu behalten wenn er von einem ersten Netzwerkbetreiber, genannt „Abgeberbetreiber“, zu einem zweiten Betreiber (genannt „Empfängerbetreiber“) wechselt. Dieser Service wird Festnetznummernmitnahme für ein festes Netzwerk und Mobilrufnummernmitnahme für Mobilnetzwerke genannt. Auf dem Gebiet der Mobiltelekommunikation werden zum Beispiel in einigen Ländern mehr als 25% von allen Telefonnummern (formell genannt MSISDN – Mobile Station Integrated Service Digital Network) „übertragen“, in dem der Service der Mobilrufnummernmitnahme benutzt wird.

Die Telefonnummer wurde früher benutzt, um das Ursprungskommunikationsnetzwerk des Servicekunden auf unique Weise, basierend auf dem Wissen der Struktur von seiner/ihrer Telefonnummer, zu bestimmen. In festen Kommunikationsnetzwerken waren die Telefonnummern für eine Vielzahl von Netzwerkbetreibern blockweise zugeordnet. In Mobilkommunikationsnetzwerken war früher eine Netzwerkbetreibervorwahl (benannt als „National Destination Code“ in dem GSM Protokoll oder „Number Planning Area“ in dem nordamerikanischen PCS1900 Protokoll) vorangestellt, um das Ursprungskommunikationsnetzwerk des Servicekunden in uniquer Weise, basierend auf dem Wissen von seiner/ihrer Telefonnummer, zu bestimmen, da ja die Netzwerkbetreibervorwahl nur den MSISDN mit seiner Netzwerkvorwahl ausgibt. In Deutschland, zum Beispiel, ist die Netzwerkbetreibervorwahl 0172 Vodafone Deutschland zugewiesen.

Jedes Mal wenn der Service zur Rufnummernmitnahme verfügbar ist, ist es bekannt, dass die Telefonnummer oder die MSISDN des Servicekunden nicht ausreicht, um zu wissen zu welchem Betreiberwerk der Servicekunde gehört. Eine Frage die sich stellt, verbunden mit dem Service zur Rufnummernmitnahme, ist das Routen von der Kommunikationsnachricht zu dem korrekten Kommunikationsnetzwerk von einer Nachricht, sobald die Telefonnummer mitgenommen worden ist.

Eine Anzahl von verschiedenen Lösungen ist im Stand der Technik implementiert worden, um das korrekte Routen von Kommunikationsnachrichten, wie etwa aber nicht beschränkt auf Sprachanrufen und SMS-Nachrichten, zu erreichen.

Eine Lösung welche verbreitet angepasst worden ist, ist der Gebrauch von einer zentralen Datenbank für die Rufnummernmitnahme. Die zentrale Datenbank umfasst alle Informationen bezogen auf die mitgenommenen Nummern in einem Land oder in einer Region. Ein Beispiel einer zentralen Datenbank ist das Verwaltungszentrum für die Rufnummernmitnahme (Number Portability Administration Centre – www.npac.com), welche die Haupt-Zentraldatenbank ist und in Nordamerika von der Firma „NeuStar“ für den US-Nummerierungsplan verwaltet wird. Jedes Mal wenn der Servicekunde die Mobilnummer von einem Mobiltelekommunikationsbetreiber zu einem anderen Mobiletelekommunikationsbetreiber mitnimmt, wird die zentrale Datenbank mit geänderten Details aktualisiert. Die Änderung (Update) wird auch an die Serviceanbieter und die Netzwerkbetreiber der Mobiltelekommunikationsnetzwerke weitergegeben. Die geänderten Details können heruntergeladen werden um die Mitnahmeinformation für ihre eigenen lokalen Datenbanken zu aktualisieren.

Um die Sprachanrufe oder SMS-Nachricht zu übertragen, kann der Netzwerkbetreiber entweder die zentrale Datenbank abfragen, um die relevanten Mitnahmeinformationen zu erhalten oder auf ihre eigene lokale Datenbank zugreifen.

Die Patentanmeldung CA 2 232 772 lehrt ein System zur Rufnummernmitnahme in einer Netzwerkumgebung, das lokale Vermittlungsstellen und Zwischenbetreibervermittlungsstellen umfasst. Die lokalen Vermittlungsstellen haben Zugang über eine lokale Datenbank. Die Zwischenbetreibervermittlungsstellen sind mit einer nationalen Datenbank versorgt. Die lokale Datenbank umfasst eine Auflistung von allen Nummern für eine gegebene lokale Region und die nationale Datenbank umfasst eine Auflistung von allen Nummern für das Land. Je nach Art des Anrufes (Orts- oder Ferngespräch) wird entweder auf die lokale Datenbank oder die nationale Datenbank zugegriffen.

Ein anderes Beispiel eines Verfahrens und Systems zum Bereitstellen einer zentralen Datenbank wird in der Patentschrift US 5,764,745 beschrieben. Diese Patentschrift beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bereitstellen eines Services zum Wechsel des Anbieters, zur Standortänderung und zur Servicemitnahme. Ein Kunde ist einer nichtgeografischen Nummer zugeordnet. Die nichtgeografischen Nummern werden zentral verwaltet, wobei eine zentrale Datenbank bereitgestellt ist, die relevante Weiterleitungsdaten, verbunden mit den nichtgeografischen Nummern, enthält.

Die Patentschrift US 7,623,533 beschreibt ein weiteres System und Verfahren zur Durchführung von lokalen Telefonrufnummernmitnahmen von einem Serviceanbieter zu einem anderen Serviceanbieter. Ein Verwaltungszentrum für das Routen von Nummern und ein Servicemanagementsystem ist offenbart. Das Servicemanagementsystem empfängt und speichert die aktualisierten Kundenroutinginformationen. Auf das Servicemanagementsystem wird über die Serviceanbieter zugegriffen, um die Routinginformationen verbunden mit einer gegebenen Nummer zu bestimmen.

In einigen Ländern, wie etwa dem Vereinigten Königreich, gibt es keine zentrale Datenbank. Die Netzwerkbetreiber, welche die Kommunikationsnachricht routen, dürfen die Datenbank des abgegebenen Betreibers abfragen. Die Datenbank des Abgeberbetreibers speichert die Informationen, dass die Telefonnummer übertragen worden ist und zu welchem der Netzwerkbetreiber.

Angenommen ein anderer Kunde eines ursprünglichen Netzwerkes möchte jetzt einen Sprachanruf von einer Mobilstation, an welche die Telefonnummer (MSISDN) von dem Abgeberbetreiber übertragen worden ist, zu einem anderen Mobiltelekommunikationsnetzwerk tätigen. Der Anruf könnte zuerst zu dem Abgeberbetreiber übertragen werden. Der Abgeberbetreiber prüft eine Zuordnungsdatenbank und stellt fest, dass die MSISDN übertragen worden ist. Es gibt zwei Optionen. Für die erste Option, stellt der Abgeberbetreiber neue Weiterleitungsdaten (auch genannt Routinginformationen) zurück an den Netzwerkbetreiber des ursprünglichen Netzwerkes bereit. Der Netzwerkbetreiber des ursprünglichen Netzwerkes benutzt die neuen Routinginformationen um den Anruf an einen zweiten Netzwerkbetreiber weiterzuleiten, an den die mit dem Servicekunden verbundene MSISDN übertragen worden ist. In einer zweiten Option routet der Abgeberbetreiber selbst den Anruf zum besagten zweiten Netzwerkbetreiber. Keine zentrale Datenbank wird dabei abgefragt. Alternativ könnte der Anruf durch das ursprüngliche Netzwerk geroutet werden, das Zugang zu dem neuen Weiterleitungsdaten der angerufenen Partei hat, um einen direkten Abschluss zu ermöglichen.

Die Patentveröffentlichungen WO 99/11087 und WO 97/47153 beschreiben beide ein Verfahren und ein System zum Bereitstellen eines Services zur Rufnummernmitnahme. Jeder Anbieter hat eine Datenbank von übertragenen Nummern. Keine zentrale Datenbank wird dabei abgefragt.

Die Wahl der zentralen Datenbank oder einer Vielzahl von lokalen Zuordnungsdatenbanken, verwaltet durch einen oder mehrere Netzwerkbetreiber, hängt von einer Vielzahl von Faktoren, darunter Kosten und Effizienz, ab. Es kann ein schnellerer Zugang ermöglicht werden, in dem verschiedene Zuordnungsdienste für jedes Kommunikationsnetzwerk bereitgestellt werden.

Andererseits kann das Bereitstellen einer zentralen Datenbank eine im Wesentlichen simultane Verfügbarkeit von Angaben des Service zur Rufnummernmitnahme zu allen Mobiltelekommunikationsbetreibern und jegliche andere beteiligten Parteien ermöglicht werden.

Eine Aufgabe welche die Zuverlässigkeit von dem Routen von Kommunikationsnachrichten zu der übertragenen Nummer beeinflusst, ist die Erfordernis einer genauen Aktualisierung aller Angaben und anderen Parametern an die zentrale Datenbank.

Eine weitere Aufgabe ist die Servicequalität (QoS – Quality of Service). Abhängig von der Architektur der Kommunikationsnetzwerke, darf der Ursprungsbetreiber, der die Kommunikationsnachricht übertragen will, Zugang zu der zentralen Datenbank haben oder er muss eine Vielzahl von Zuordnungsdatenbanken der verschiedenen Kommunikationsnetzwerke abfragen, bis der Ursprungsbetreiber die richtigen Übertragungsinformationen am Ende herausfindet. Es ist bekannt, dass die Servicekunden anspruchsvoller werden. Insbesondere hinsichtlich der Zeit die dazu genutzt wird einen Anruf zu verbinden, die Anzahl von fehlgeschlagenen Anrufen und Preise sind Parameter, die berücksichtigt werden, wenn man mit einem Netzwerkbetreiber einen Vertrag schließt.

Diese Aufgaben sind auch in einem internationalen Umfeld vorhanden, wobei in einigen Ländern zentrale Rufnummernmitnahmedatenbanken implementiert worden sind, während in anderen Ländern die Netzwerkbetreiber ihre eigenen lokalen Datenbanken benutzen. Die Veröffentlichung “3rd Generation Partnership Project; Technical Specification Group Core Network and Terminals; Numbering, addressing and identification (Release 9), In: 3GPP Standard; 3GPP TS 23.003. In: 3rd Generation Partnership Project (3GPP)” beschreibt ein Routing-Verfahren, bei dem ausgehend von einem Zielidentifikator, zuerst in einem Datenspeicher gesucht wird, der eine Vielzahl von Kommunikationsdaten einer Vielzahl von Kommunikationsnetzwerken aus verschiedenen Ländern aufweist. Bei Übereinstimmung mit dem Zielidentifikator wird die im Datenspeicher gefundenen Routinginformationen verwendet.

Zusammenfassung der Erfindung

Ein Verfahren zum Routen von einer Nachricht zwischen verschiedenen Kommunikationsnetzwerken gemäß Anspruch 1 wird offenbart. Das Verfahren umfasst ein Entnehmen eines anfänglichen Zielidentifikator aus einer Nachricht, das Weitergeben des anfänglichen Zielidentifikators an eine Suchmaschine, das Abfragen eines Datenspeichers, der eine Vielzahl von Kommunikationsdaten aufweist, von einer Vielzahl von Kommunikationsnetzwerken aus verschiedenen Ländern, das Zurückgeben eines Weiterleitungsidentifikators, falls eine Übereinstimmung in dem Datenspeicher mit dem anfänglichen Zielidentifikator gefunden ist, das Routen der Nachricht, indem der zurückgegebene Weiterleitungsidentifikator benutzt wird oder, falls keine Übereinstimmung gefunden wird, indem der anfängliche Zielidentifikator benutzt wird.

Daher ermöglicht es das Verfahren einen Datenspeicher abzufragen, auf den Kommunikationsdaten von einer Vielzahl von Kommunikationsnetzwerken aus verschiedenen Ländern gespeichert worden sind. Jedes Mal wenn eine Nachricht geroutet wird, können die Weiterleitungsdaten innerhalb eines Speicherortes gefunden werden. Es bedarf keiner Abfrage entweder der verschiedenen Netzwerkbetreiber, möglicherweise in verschiedenen Ländern, oder den länderspezifischen Datenbanken für die Weiterleitungsdaten.

Das Verfahren umfasst ein Abfragen einer betreiberspezifischen Datenbank, falls keine Übereinstimmung in dem Datenspeicher mit dem anfänglichen Zielidentifikator gefunden wird und ein Zurückgeben des Weiterleitungsidentifikators von der betreiberspezifischen Datenbank.

Es soll verstanden werden, dass der Ausdruck „betreiberspezifische Datenbank“ individuelle Datenbanken umfasst, welche durch Netzwerkbetreiber oder Kommunikationsanbieter versorgbar sind. Die Kommunikationsanbieter beinhalten die Kommunikationsanbieter von festen Netzwerken, mobilen Netzwerken, sowie alternative Kommunikationsanbieter, wie VoIP-Netzwerke.

Das Verfahren betrifft zunächst ein erstes Abfragen des Datenspeichers um die Weiterleitungsdaten zu erhalten, und nur falls keine Übereinstimmung gefunden werden kann, das Abfragen der betreiberspezifischen Datenbank. Sowohl eine schnellere Antwort auf eine Abfrageanforderung ist zu erwarten, als auch eine hohe Genauigkeit der Weiterleitungsdaten.

Ferner umfasst das Verfahren das Speichern einer Zuordnung zwischen dem anfänglichen Zielidentifikator und dem zurückgegebenen Weiterleitungsidentifikator in einem Datenspeicher.

In einem noch weiteren Aspekt umfasst das Verfahren das Speichern einer Zuordnung zwischen dem Zielidentifikator und dem Weiterleitungsidentifikator in einem Schnellzugangsspeicher. Der Schnellzugangsspeicher kann die neuesten Abfragen speichern, dabei wird der Schnellzugangsspeicher mit den neuesten Weiterleitungsidentifikatoren auf dem neuesten Stand gehalten.

Ein System zum Routen einer Nachricht zwischen verschiedenen Kommunikationsnetzwerken gemäß Anspruch 3 wird offenbart. Das System umfasst: eine Abfragestation zum Weitergeben einer Nachricht an eine Zielstation mit Hilfe eins Zielidentifikators; eine Suchmaschine zum Abfragen eines Datenspeichers gelehrt wird, um einen Weiterleitungsidentifikator zu bestimmen und eine Anbindungsvorrichtung für das Weitergeben der Nachricht an eine Zielstation, in dem ein Weiterleitungsidentifikator benutzt wird.

Der Datenspeicher umfasst einen ersten Speicherort mit einer Vielzahl von länderspezifischen Kommunikationsdaten, welcher von länderspezifischen Datenbanken versorgbar ist. Der Datenspeicher weist auch einen zweiten Speicherort mit einer Vielzahl von betreiberspezifischen Kommunikationsdaten auf und ist von Kommunikationsanbietern versorgbar.

Durch das Bereitstellen eines solchen Datenspeichers mit dem ersten und dem zweiten Speicherort wird das Abfragen von Routinginformationen oder von Weiterleitungsdaten für die mitgenommenen (portierten) Nummern erleichtert. Relevante Daten sind in einem einzigen Speicherort zusammengefügt, im Gegensatz zu den Datenbanken bekannt aus dem Stand der Technik, welche lokal und national organisiert sind. Diese Zusammenfügung ist vorteilhaft in einem internationalen Umfeld, seitdem verschiedene Lösungen für das Verfolgen der Rufnummernmitnahme implementiert worden sind. Eine Abfrage von dem einzelnen Datenspeichern könnte durchgeführt werden, anstatt einer Vielzahl von verschiedenen Abfragen an entweder länderspezifische Datenbanken oder individuelle Datenbanken, die in Besitz von Netzwerkbetreiber, Kommunikationsanbieter oder anderen Datenbankanbietern sind.

Der Datenspeicher umfasst einen dritten Speicherort angebunden zu individuellen Speicherorten von Kommunikationsanbietern, um individuelle Kommunikationsdaten auf Anfrage zu erhalten. In Fällen, bei denen die Routinginformationen weder in dem ersten Speicherort noch in dem zweiten Speicherort vorgespeichert gefunden werden können, kann ein dritter Speicherort, angebunden zu den individuellen Kommunikationsanbietern, die neuesten Routinginformationen von den individuellen Kommunikationsanbietern oder Netzwerkbetreibern enthalten. Es wird angenommen, dass die ersten und zweiten Speicherorte in regelmäßigen Abständen, wie etwa, aber nicht darauf beschränkt, in täglichen Abständen, aktualisiert werden. Diese Aktualisierungsperiode sollte so ausreichend gestaltet sein, dass die Genauigkeit der Daten weitgehend sichergestellt ist, auch wenn die Kunden ihre Kommunikationsanbieter sehr oft wechseln.

Der Datenspeicher ist ein weiterer Aspekt der Erfindung und umfasst eine Suchmaschine für das Entgegennehmen einer Kommunikationsanfrage und das Zurückgeben von Weiterleitungskommunikationsdaten.

Der Datenspeicher umfasst einen Zwischenspeicher für das vorrübergehende Speichern einer Teilmenge von Weiterleitungsdaten, eine Speicheranbindung zwischen dem Zwischenspeicher und zumindest eine Vielzahl von ersten Speicherorten und zweiten Speicherorten, wobei die Anbindung die Abfrage von Weiterleitungsdaten ermöglicht und eine Abfrageanbindung für das Eingeben einer Abfragestation mit den Weiterleitungsdaten ermöglicht.

Der Zwischenspeicher könnte als ein Schnellzugriffspeicher dienen. Die aktuellsten Weiterleitungsdaten verbunden mit den letzten Abfrageaufforderungen werden in diesem Schnellzugriffspeicher abgespeichert. Typischerweise speichert der Zwischenspeicher die Weiterleitungsdaten für eine konfigurierbare Zeitperiode.

Die Nachricht kann unter anderem eine SMS, eine MMS, ein Sprachanruf, ein VOIP-Anruf, oder eine Sofortnachricht sein.

Beschreibung der Figuren

1 zeigt eine Netzwerkstruktur in einem internationalen Umfeld.

2 zeigt ein System gemäß der Erfindung.

3 zeigt ein Arbeitsablauf von einem Verfahren gemäß der Erfindung.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Für ein vollständiges Verständnis von dem was gelehrt wird und den Vorteilen die sich daraus ergeben, wird nun der Bezug zu der folgenden detaillierten Beschreibung gemacht, die im Zusammenhang mit den Figuren steht.

Es sollte gewürdigt werden, dass mehrere Aspekte des offenbarten Datenspeichers, Verfahrens und Systems zum Routen einer Nachricht, die hierin erörtert worden sind, lediglich die besondere Art und Weise veranschaulicht werden soll, wie das Verfahren und das System zum Routen einer Nachricht zu benutzen und zu gebrauchen sind und sollen daher nicht den Umfang einschränken, was offenbart ist, wenn man die Ansprüche und die folgende detaillierte Beschreibung in Betracht zieht. Es soll auch gewürdigt werden, dass die Merkmale von einer Ausführungsform des offenbarten Systems und Verfahrens mit Merkmalen von einer anderen Ausführungsform des offenbarten Verfahrens und Systems kombiniert werden kann.

1 zeigt eine Netzwerkstruktur in einem internationalen Umfeld 1, worin die Lehren aus der vorliegenden Offenbarung genutzt werden können.

Eine erste Vielzahl von Netzwerkbetreibern wird in einem ersten Land eingesetzt. Jeder der Netzwerkbetreiber OP1-1, OP1-2, OP1-3 hat seine eigene lokale Datenbank, welche jeweils als DB1-1, DB1-2, DB1-3, dargestellt sind. Die Netzwerkbetreiber OP1-1, OP1-2, OP1-3, können beispielsweise in dem Vereinigten Königreich ansässig sein. Wie oben vermerkt, gibt es keine zentrale Datenbank in dem Vereinigten Königreich um Informationen bezüglich der Mobilnummernmitnahme zu teilen. Es sollte vermerkt sein, dass das Beispiel des Vereinigten Königreichs lediglich exemplarisch ist und die Anwendung der Lehren der Offenbarung nicht auf das Vereinigte Königreich beschränkt ist.

Eine zweite Vielzahl von Netzwerkbetreibern ist in einem anderen Land eingesetzt. Die Netzwerkbetreiber OP2-1 und OP2-2 können Kommunikationsnetzwerke eingesetzt in anderen Ländern, zum Beispiel Belgien, betreiben. Die Netzwerkbetreiber OP2-1 und OP2-2 haben jeweils ihre eigene lokale Datenbank, welche jeweils als DB2-1, DB2-2 dargestellt sind. Diese Netzwerkbetreiber können Routinginformationen von mitgenommenen Nummern in einer ersten länderspezifischen Datenbank CDB1 teilen. Jede der Netzwerkbetreiber OP2-1 und OP2-2 hat eine lokale Kopie der zentralen Datenbank in ihrer eigenen lokalen Datenbank. Ein regelmäßiger Wechsel – für zum Beispiel die Mitnahme von einer MSISDN – wird in der zentralen Datenbank CDB1 durchgeführt, ein Hochladen der neuen und/oder geänderten Einträge wird durchgeführt, um die eigene lokale Datenbank auf dem neuesten Stand zu halten.

Eine dritte Vielzahl von Netzwerkbetreibern ist in einem noch anderen Land eingesetzt. Die Netzwerkbetreiber OP3-1, OP3-2, OP3-3 haben jeweils ihre eigene Datenbank, welche jeweils als DB3-1, DB3-2, DB3-3 dargestellt sind. Die Netzwerkbetreiber OP3-1, OP3-2, OP3-3 können zum Beispiel in Deutschland ansässig sein. Diese Betreiber können Routinginformationen von mitgenommenen Nummern in einer zweiten länderspezifischen Datenbank CDB2 teilen. Jeder dieser Netzwerkbetreiber OP3-1, OP3-2, OP3-3 hat eine lokale Kopie der zentralen Datenbank in seiner eigenen lokalen Datenbank.

Es sollte vermerkt sein, dass die Beispiele des Vereinigten Königreichs, Belgien und Deutschland lediglich exemplarisch sind und die Anwendung der Lehren der Offenbarung nicht auf diese Länder beschränkt ist.

Das internationale Netzwerkumfeld 1 ist in 1 gezeigt, der Einfachheit halber mit drei Ländern und einem Maximum von drei Netzwerkbetreibern pro Land. Die Anzahl der Länder und der Netzwerkbetreiber in jedem Land sind nicht darauf beschränkt.

Ein System gemäß der Erfindung kann für das Routen innerhalb des internationalen Netzwerkumfelds 1, wie in 2 dargestellt, benutzt werden. Das System umfasst eine Abfragestation 20 zum Weitergeben einer Nachricht 10 an eine Zielstation 25, mit Hilfe eines Zielidentifikator 1005; eine Suchmaschine 30 zum Abfragen eines Datenspeichers 100 um einen Weiterleitungsidentifikator zu bestimmen; eine Anbindungsvorrichtung 40 zum Weitergeben der Nachricht 10 an eine Zielsstation 25, mit Hilfe des Weiterleitungsidentifikators.

Der Datenspeicher 100 umfasst einen ersten Speicherort 110 mit einer Vielzahl von länderspezifischen Kommunikationsdaten und welcher von den länderspezifischen Datenbanken versorgbar ist. Der Datenspeicher 100 umfasst einen zweiten Speicherort 120 mit einer Vielzahl von betreiberspezifischen Kommunikationsdaten und welcher von Kommunikationsanbietern versorgbar ist

In einem Beispiel der Kommunikationsnetzwerkeinsatz, in dem internationalen Umfeld 1, ist der erste Speicherort 110 mit Weiterleitungsdaten von länderspezifischen Datenbanken CDB1 und CDB2 versorgbar, während der zweite Speicherort 120 mit Daten von verschiedenen betreiberspezifischen Datenbanken DB1-1, DB1-2, DB1-3 von den jeweiligen Betreibern OP1-1, OP1-2 und OP1-3 versorgbar ist. Der zweite Speicherort 120 kann auch jeweils von den verschiedenen betreiberspezifischen Datenbanken DB2-1, DB2-2 und DB3-1, DB3-2 und DB3-3 versorgbar sein, selbst wenn die zwei länderspezifischen Datenbanken CDB1 und CDB2 mit Weiterleitungsdaten vorhanden sind, die einem ersten Speicherort 110 zugeführt sind.

Der Datenspeicher 100 umfasst weiter einen dritten Speicherort 130, der anbindbar mit individuellen Netzwerkbetreibern ist, um individuelle Kommunikationsdaten und/oder Weiterleitungsdaten auf Abfrage zur erhalten. Der Datenspeicher 100 umfasst weiter ein Zwischenspeicher 140 für das vorübergehende Speichern einer Teilmenge von Weiterleitungsdaten 1010; eine Speicheranbindung 150 zwischen dem Zwischenspeicher 140 und zumindest einer Vielzahl von ersten Speicherorten 110, zweiten Speicherorten 120 und dem dritten Speicherort 130, wobei die Anbindung 150 es ermöglicht, die Weiterleitungsdaten 1010 abzufragen.

Der Datenspeicher 100 umfasst eine Abfrageanbindung 160 zum Versorgen der Abfragestation 20 mit Weiterleitungsdaten 1010.

3 zeigt einen Arbeitsablauf eines Verfahrens zum Routen einer Kommunikationsnachricht 10 zwischen verschiedenen Kommunikationsnetzwerken gemäß der Erfindung.

Bei Schritt S1 erhält die Abfragestation die Nachricht 10, um diese an den Empfänger weiterzugeben. Die Nachricht enthält einen anfänglichen Zielidentifikator 1005, welcher aus der Abfragestation 20 entnommen wird.

Die Abfragestation 20 leitet den anfänglichen Zielidentifikator 1005 an die Suchmaschine 30, bei Schritt S2, weiter.

Die Suchmaschine 30 schickt eine Abfrageanforderung an den Datenspeicher 100 (Schritt S3). Der Datenspeicher 100 hat eine Vielzahl von Kommunikationsdaten von der Vielzahl von Kommunikationsnetzwerken aus verschiedenen Ländern. Diese Kommunikationsdaten beinhalten Weiterleitungsdaten, aber können ohne Einschränkungen weitere Daten beinhalten. Insbesondere umfasst der Datenspeicher 100 Kommunikationsdaten von länderspezifischen Datenbanken CDB1 und CDB2 in einem ersten Speicherort, und Kommunikationsdaten von den betreiberspezifischen Datenbanken DB1-1, DB1-2 und DB1-3.

Falls eine Übereinstimmung in dem Datenspeicher 100 mit dem anfänglichen Zielidentifikator 1005 gefunden worden ist, wird der Weiterleitungsidentifikator 1010 von der Suchmaschine 30 an die Abfragestation 20 bei Schritt S4 zurückgegeben. Die Übereinstimmung kann entweder in einem der Zwischenspeicher 140, der ersten Speicherorte 110 oder der zweiten Speicherorte 120 gefunden werden.

Falls keine Übereinstimmung in dem Datenspeicher 100 mit dem anfänglichen Zielidentifikator gefunden wird, sendet die Suchmaschine 30 die Abfrageanforderung direkt an die betreiberspezifischen Datenbanken DB1-1, ..., DB3-3 weiter, zu welchem der anfängliche Zielidentifikator 1005 gehört (bei Schritt S5). Die durch den anfänglichen Zielidentifikator 1005 identifizierte betreiberspezifische Datenbank, z.B. betreiberspezifische Datenbank DB1-2, gibt den Weiterleitungsidentifikator 1010 bei Schritt S6 zurück.

Die Zuordnung zwischen dem anfänglichen Zielidentifikator 1005 und dem zurückgegebenen Weiterleitungsidentifikator 1010 wird in dem dritten Speicherort des Datenspeichers 100 gespeichert.

Die Zuordnung zwischen dem Zielidentifikator 1005 und dem Weiterleitungsidentifikator 1010 wird auch in dem Zwischenspeicher 140, welcher ein Schnellzugangsspeicher ist, gespeichert.

Bei Schritt S8 sendet die Abfragestation 20 die Nachricht, wobei der zurückgegebene Weiterleitungsidentifikator 1010 oder, falls keine Übereinstimmung gefunden wird, indem der anfängliche Zielidentifikator 1005 benutzt wird.

Das Routingverfahren ist für den Benutzer transparent.

Dieses Routingverfahren und System erlaubt eine Anpassungsfähigkeit in der Auswahl des Routens, abhängig von einer Benutzeranforderung. Ein Kompromiss kann zwischen der Servicequalität und der gewünschten Antwortzeit gemacht werden.

Das Routingsystem ist deshalb so konfiguriert, um die Benutzeranforderungen zu bestimmen. Die Benutzeranforderungen können von den Serviceanbietern eingegeben werden. Die Benutzeranforderungen können über die Zeit modifiziert werden. Die Benutzeranforderungen können auch zwischen verschiedenen anfänglichen Zielidentifaktoren 1005 abweichen.

Das Routingsystem ist weiter so konfiguriert, um das am meisten angepasste Abfrageverfahren basierend auf der Bestimmung der Benutzerpräferenzen, wie unten beschrieben, zu wählen. Die Suchmaschine ist so konfiguriert, um zumindest einen des ersten Speicherorts 110, des zweiten Speicherorts 120, des Zwischenspeichers 140 oder des dritten Speicherorts 130, basierend auf den besagten Benutzeranforderungen, abzufragen.

Zum Beispiel, möchte ein erster Benutzer eine schnelle Routingantwort mit einer guten Genauigkeit auf die Weiterleitungsdaten haben. Das Routingsystem kann hierfür den ersten Speicherort 110 und den zweiten Speicherort 120 abfragen und erhält die Routingantwort mit dem Weiterleitungsidentifikator 1010 sehr schnell.

Anderseits möchte ein zweiter Benutzer eine 100 %ige Genauigkeit der Weiterleitungsdaten haben, ungeachtet der Antwortzeit die dafür benötigt wird um die relevanten Informationen bereitzustellen. In diesem besonderen Fall kann das System konfiguriert werden, um direkt die individuellen netzwerkspezifischen Datenbanken abzufragen, um dabei die aktuellsten Weiterleitungsdaten zu erhalten.

Die oben genannte Beschreibung der veranschaulichten Ausführungsformen der Erfindung beabsichtigt nicht, die Erfindung auf die exakten offenbarten Formen der Erfindung zu erschöpfen oder zu beschränken. Während spezifische Ausführungsformen und Beispiele der Erfindung für den Zweck der Veranschaulichung hierin beschrieben werden, sind mehrere gleichwertige Modifikationen innerhalb des Umfangs der Erfindung, wie der Fachmann erkennen würde, möglich. Dementsprechend ist es nicht beabsichtigt, den Umfang der Erfindung in irgendeiner Weise durch die oben genannte Beschreibung zu beschränken, sondern stattdessen durch den Bezug der Ansprüche vollständig zu bestimmen.

Bezugszeichenliste

OP1-1, OP1-2, OP1-3
(Erster) Betreiber des ersten Landes
DP1-1, DP1-2, DP1-3
Datenbanken des (ersten) Betreibers
OP2-1 und OP2-2
(Zweiter) Betreiber des zweiten Landes
DB2-1, DB2-2
Datenbanken des (zweiten) Betreibers
CDB1
Zentraldatenbank
OP3-1, OP3-2, OP3-3
(Dritter) Betreiber des dritten Landes
DB3-1, DB3-2, DB3-3
Datenbank des (dritten) Betreibers
CDB2
Zentraldatenbank
10
Nachricht
20
Abfragestation
25
Zielstation
30
Suchmaschine
40
Anbindungsvorrichtung
100
Datenspeicher
110
erster Speicherort
120
zweiter Speicherort
130
dritter Speicherort
140
Zwischenspeicher
150
Speicheranbindung
160
Abfrageanbindung
1005
anfänglicher Zielidentifikator
1010
Weiterleitungsdaten