Title:
Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zum Beschichten eines Leiters, flammwidriges Silan-quervernetzten Olefinharz sowie Verfahren zu seiner Herstellung
Kind Code:
B4


Abstract:

Verfahren zum Herstellen einer Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: Kneten:
eines Gemenges, umfassend ein Silan-gepfropftes Polyethylen, welches hergestellt wird durch Pfropfpolymerisation von Polyethylen sehr niedriger Dichte mit einer Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 und einer Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) im Bereich von 2,7 bis 3,5 mit einem Silan-Kopplungsmittel in Gegenwart eines freie Radikale erzeugenden Mittels;
eines Gemenges, hergestellt durch Mischen:
einer Mischung von Polyethylen sehr niedriger Dichte mit einer Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 und einem Polypropylenelastomer oder eines Polypropylenelastomers; und
eines Flammschutzmittels, welches Metallhydroxid umfasst; und
eines Gemenges, hergestellt durch Mischen eines Olefinharzes und eines Silan-Quervernetzungskatalysators; und
Formen einer Zusammensetzung aus den gekneteten Gemengen.




Inventors:
Inagaki, Tomonori (Mie, JP)
Kimura, Masashi (Mie, JP)
Application Number:
DE112008001781T
Publication Date:
07/28/2016
Filing Date:
07/14/2008
Assignee:
AutoNetworks Technologies, Ltd. (Mie, Yokkaichi-shi, JP)
Sumitomo Electric Industries, Ltd. (Osaka, Osaka-shi, JP)
Sumitomo Wiring Systems, Ltd. (Mie, Yokkaichi-shi, JP)
Domestic Patent References:
DE112008001402T5N/A2010-06-24



Attorney, Agent or Firm:
Winter, Brandl, Fürniss, Hübner, Röss, Kaiser, Polte Partnerschaft mbB, 85354, Freising, DE
Claims:
1. Verfahren zum Herstellen einer Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: Kneten:
eines Gemenges, umfassend ein Silan-gepfropftes Polyethylen, welches hergestellt wird durch Pfropfpolymerisation von Polyethylen sehr niedriger Dichte mit einer Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 und einer Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) im Bereich von 2,7 bis 3,5 mit einem Silan-Kopplungsmittel in Gegenwart eines freie Radikale erzeugenden Mittels;
eines Gemenges, hergestellt durch Mischen:
einer Mischung von Polyethylen sehr niedriger Dichte mit einer Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 und einem Polypropylenelastomer oder eines Polypropylenelastomers; und
eines Flammschutzmittels, welches Metallhydroxid umfasst; und
eines Gemenges, hergestellt durch Mischen eines Olefinharzes und eines Silan-Quervernetzungskatalysators; und
Formen einer Zusammensetzung aus den gekneteten Gemengen.

2. Verfahren zum Herstellen einer Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz nach Anspruch 1, wobei ein Masseverhältnis des Flammschutzmittel enthaltenden Gemenges zu dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenges im Bereich von 50:50 bis 80:20 liegt und der Gehalt an Katalysator enthaltendem Gemenge in dem Bereich von 2,5 bis 10 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile einer Komponente, die das Silan-gepfropfte Polyethylen enthaltende Gemenge und das Flammschutzmittel enthaltende Gemenge umfasst, liegt.

3. Verfahren zum Herstellen einer Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz nach irgendeinem der Ansprüche 1 und 2, wobei das Silan-gepfropfte Polyethylen enthaltende Gemenge hergestellt wird durch Wärmevermischen des Polyethylens sehr niedriger Dichte, des Silan-Kopplungsmittels und des freie Radikale erzeugenden Mittels, wobei der Gehalt an Silan-Kopplungsmittel 1 bis 5 Masseteile, bezogen auf 100 Masseteile des Polyethylens sehr niedriger Dichte, beträgt und der Gehalt an dem freie Radikale erzeugenden Mittel 0,05 bis 0,3 Masseteile, bezogen auf 100 Masseteile des Polyethylens sehr niedriger Dichte, beträgt,
das Flammschutzmittel enthaltende Gemenge hergestellt wird durch Mischen des einen der Mischung und des Polypropylenelastomers und des Metallhydroxids, wobei der Gehalt an Metallhydroxid 100 bis 900 Masseteile, bezogen auf 100 Masseteile des einen der Mischung und des Polypropylenelastomers, beträgt und
das Katalysatorgemenge hergestellt wird durch Mischen des Olefinharzes und des Silan-Quervernetzungskatalysators, wobei der Gehalt an Silan-Quervernetzungskatalysator 1 bis 5 Masseteile, bezogen auf 100 Masseteile des Olefinharzes, beträgt.

4. Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz, hergestellt gemäß dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3.

5. Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz nach Anspruch 4, wobei der Gehalt an Metallhydroxid 50 bis 250 Masseteile, bezogen auf 100 Masseteile einer Olefinharzkomponente, beträgt, welche umfasst:
45 bis 85 Masse-% des Silan-gepfropften Polyethylens, welches hergestellt wird durch Pfropfpolymerisation des Polyethylens sehr niedriger Dichte mit der Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 und einer Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) im Bereich von 2,7 bis 3,5 mit dem Silan-Kopplungsmittel; und
20 bis 4 Masse-% des Polypropylenelastomers, und
der Gehalt an Silan-Quervernetzungskatalysator 0,05 bis 0,35 Masseteile, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente, beträgt.

6. Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß einem der Ansprüche 4 und 5, wobei die Olefinharzkomponente ferner eine oder mehr als eine Art von Polyethylen sehr niedriger Dichte mit einer Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 umfasst.

7. Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß irgendeinem der Ansprüche 4 bis 6, wobei das Polyethylen sehr niedriger Dichte ein Metallocenpolyethylen umfasst.

8. Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß irgendeinem der Ansprüche 4 bis 7, wobei das Polyethylen sehr niedriger Dichte eine Schmelzflussgeschwindigkeit (MFR) im Bereich von 0,5 bis 5 (g/10 min) aufweist.

9. Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß irgendeinem der Ansprüche 4 bis 8, weiter umfassend 1 bis 5 Masseteile eines Silikonöls, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente. P

10. Verwendung der Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß irgendeinem der Ansprüche 4 bis 9 zum Beschichten eines Leiters, wodurch ein isolierter Draht erhalten wird.

11. Verfahren zur Herstellung eines flammwidrigen Silan-quervernetzten Olefinharzes, wobei das Verfahren den Schritt umfasst:
Behandeln der Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 4 bis 9 mit Wasser oder Dampf zur Quervernetzung.

12. Flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz, hergestellt gemäß dem Verfahren nach Anspruch 11.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz, ein Verfahren zur Herstellung der Zusammensetzung und deren Verwendung zum Beschichten eines Leiters, sowie ein Verfahren zum Herstellen eines flammwidrigen Silan-quervernetzten Olefinharzes und ein gemäß diesem Verfahren hergestelltes flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz und betrifft insbesondere eine Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz, welches vorteilhaft verwendet wird als ein Überzugsmaterial für eine isolierte Leitung, welche zum Verkabeln in einem Automobil oder einer elektrischen/elektronischen Anwendung verwendet werden soll.

STAND DER TECHNIK

im Stand der Technik wird ein isolierter Draht weitverbreitet verwendet, in welchem eine Vinylchloridharzzusammensetzung, hergestellt durch Zugeben eines halogenhaltigen Flammschutzmittels dazu, einen Leiter umhüllt. Ein solcher isolierter Draht wird als eine isolierte Leitung zum Durchführen der Verkabelung von Fahrzeugteilen für ein Automobil und Teilen für eine elektrische/elektronische Anwendung verwendet.

Allerdings besteht das Problem, dass diese Art von Vinylchloridharzzusammensetzung Halogenelemente enthält, so dass sie im Falle eines Feuerausbruchs im Auto oder zum Zeitpunkt der Entsorgung der elektrischen/elektronischen Anwendung durch Verbrennung schädliche Halogengase in die Atmosphäre emittiert und Umweltverschmutzung verursacht.

Deshalb wurde kürzlich bezüglich des Reduzierens der Belastungen der globalen Umwelt die Vinylchloridharzzusammensetzung durch eine Olefinharzzusammensetzung ersetzt, welche ein Olefinharz, wie beispielsweise Polyethylen, enthält. Das Olefinharz ist brennbar, so dass Metallhydroxide, wie beispielsweise Magnesiumhydroxid, als ein Flammschutzmittel zu der Olefinharzzusammensetzung zugegeben werden, um eine hinreichende Flammwidrigkeit sicherzustellen.

Wenn eine isolierte Leitung, bei welcher solch eine Olefinharzzusammensetzung einen Leiter umhüllt, in einer Hochtemperaturumgebung, wie beispielsweise in einem Automobil, verwendet wird, ist eine Hitzebeständigkeit der isolierten Leitung notwendig. Um die Hitzebeständigkeit von isolierten Leitungen zu verbessern, wird deshalb eine Isolierschicht der isolierten Leitung häufig einer Quervernetzungsbehandlung unterzogen.

Beispiele für ein Quervernetzungsbehandlungsverfahren schließen ein Quervernetzungsverfahren mittels Elektronenbestrahlung, ein chemisches Quervernetzungsverfahren und ein Wasser-Quervernetzungsverfahren ein. Unter diesen Verfahren benötigen das Quervernetzungsverfahren mittels Elektronenbestrahlung und das chemische Quervernetzungsverfahren spezielle Quervernetzungseinrichtungen, welche teuer und groß sind und welche das Problem erhöhter Kosten in sich tragen. Deshalb ist das Wasser-Quervernetzungsverfahren, welches von derartigen Problemen frei ist und eine leichte Quervernetzung erlaubt, in letzter Zeit in weitverbreiteter Anwendung.

Darüber hinaus ist Flexibilität der isolierten Leitung erforderlich, um das Verkabeln zu erleichtern, wenn eine isolierte Leitung, in welcher eine derartige Olefinharzzusammensetzung einen Leiter umhüllt, verwendet wird zum Verkabeln im Inneren eines Automobils oder eines Gebäudes. Insbesondere wenn Metallhydroxid, wie beispielsweise Magnesiumhydroxid, als ein Flammschutzmittel zu der Olefinharzzusammensetzung gegeben wird, ist größere Flexibilität der isolierten Leitung erforderlich, weil ein Beschichtungsmaterial der isolierten Leitung hart wird.

Um die oben beschriebenen Anforderungen zu erfüllen, offenbart die japanische ungeprüfte Patentanmeldung Nr. Hei 11-255977 eine flexible Polyethylenharzzusammensetzung, welche ein lineares Polyethylen niedriger Dichte enthält, hergestellt durch Polymerisation unter Verwendung eines Metallocenkatalysators und eines Silan-Quervernetzungsmittels, und eine flexible Polyethylenharzzusammensetzung, welche ein Ethylencopolymer, wie beispielsweise ein Ethylen-Ethylacrylat-Copolymer und ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer, zusätzlich zu dem oben beschriebenen linearen Polyethylen niedriger Dichte und dem Silan-Quervernetzungsmittel enthält.

Die DE 11 2008 001 405 T5 offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines flammhemmende silanvernetzten Olefinharzes sowie einen mit dem flammhemmenden silanvernetzten Olefinharz umhüllten isolierten Draht, wobei das flammhemmende silanvernetzte Olefinharz aus einer Silanpfropfcharge mit einem silangepfropften Olefinharz und einer Charge mit flammhemmenden Mittel, das ein Metallhydroxid enthält, hergestellt und abschließend wasservernetzt wird.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG.DURCH DIE ERFINDUNG ZU LÖSENDE AUFGABE

Es sollte bemerkt werden, dass Benzinbeständigkeit, welche die Eigenschaft des nicht leichten Quellens mit Benzin oder Motoröl ist, vorgeschrieben ist für eine isolierte Leitung, welche in einem Automobil verwendet werden soll, so dass eine ausgezeichnete Benzinbeständigkeit für die isolierte Leitung ebenfalls erforderlich ist.

Die flexible Polyethylenharzzusammensetzung, welche in der ungeprüften japanischen Patentanmeldung Nr. Hei 11-255977 offenbart ist, weist jedoch ein Problem mit der Benzinbeständigkeit auf, welches von dem hohen Quellgrad mit Benzin oder Motoröl herrührt, weil die Zusammensetzung eine funktionelle Gruppe enthält, welche ein hohes Maß an Löslichkeit in Benzin aufweist.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz, welche eine ausgezeichnete Flexibilität und Benzinbeständigkeit aufweist und mit der eine isolierte Leitung hergestellt werden kann, sowie ein Verfahren zum Herstellen eines flammwidrigen Silan-quervernetzten Olefinharzes, welches eine ausgezeichnete Flexibilität und Benzinbeständigkeit aufweist, zur Verfügung zu stellen.

MITTEL ZUM LÖSEN DER AUFGABE

Um die erfindungsgemäße Aufgabe zu lösen, wird ein Verfahren zum Herstellen einer Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz bereitgestellt, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
Kneten:
eines Gemenges, umfassend ein Silan-gepfropftes Polyethylen, welches hergestellt wird durch Pfropfpolymerisation von Polyethylen sehr niedriger Dichte mit einer Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 und einer Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) im Bereich von 2,7 bis 3,5 mit einem Silan-Kopplungsmittel in Gegenwart eines freie Radikale erzeugenden Mittels;
eines Gemenges, hergestellt durch Mischen:
einer Mischung von Polyethylen sehr niedriger Dichte mit einer Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 und einem Polypropylenelastomer oder eines Polypropylenelastomers; und
eines Flammschutzmittels, welches Metallhydroxid umfasst; und
eines Gemenges, hergestellt durch Mischen eines Olefinharzes und eines Silan-Quervernetzungskatalysators; und
Formen einer Zusammensetzung aus den gekneteten Gemengen.

Zudem wird eine Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz bereitgestellt, die gemäß dem obigen Verfahren hergestellt ist.

Es ist bevorzugt, dass der Gehalt an Metallhydroxid 50 bis 250 Masseteile, bezogen auf 100 Massenteile einer Olefinharzkomponente, beträgt, aufgebaut aus 45 bis 85 Masse-% des Silan-gepfropften Polyethylens, welches hergestellt wird durch die Propfpolymerisation des Polyethylens sehr niedriger Dichte, welches eine Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 aufweist, mit dem Silan-Kopplungsmittel, und 20 bis 4 Masse-% des Polypropylenelastomers und der Gehalt an Silan-Quervernetzungskatalysator 0,05 bis 0,35 Masseteile, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente, beträgt.

Es ist bevorzugt, dass die Olefinharzkomponente ferner eine oder mehr als eine Art an Polyethylen sehr niedriger Dichte, welches eine Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 aufweist, enthält.

Das Polyethylen sehr niedriger Dichte ist vorzugsweise eine Metallocenpolyethylen.

Das Polyethylen sehr niedriger Dichte weist vorzugsweise eine Schmelzflussgeschwindigkeit (MFR) im Bereich von 0,5 bis 5 (g/10 min) auf.

Die Zusammensetzung enthält ferner 1 bis 5 Masseteile Silikonöl, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente.

In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die Verwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz zum Beschichten eines Leiters, wodurch eine isolierte Leitung erhalten wird.

In einem noch weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung schließt ein Verfahren zum Herstellen eines flammwidrigen Silan-quervernetzten Olefinharzes gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung den Schritt ein: Behandeln der erfindungsgemäßen Zusammensetzung mit Wasser oder Dampf zur Quervernetzung.

In diesem Verfahren ist es bevorzugt, dass ein Massenverhältnis des Flammschutzmittel enthaltenden Gemenges zu dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge im Bereich von 50:50 bis 80:20 liegt und der Gehalt an Katalysator enthaltendem Gemenge im Bereich von 2,5 bis 10 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile einer Komponente, liegt, gebildet aus dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge und dem Flammschutzmittel enthaltenden Gemenge.

Darüber hinaus ist es in dem Verfahren bevorzugt, dass das Silan-gepfropfte Polyethylen enthaltende Gemenge hergestellt wird durch Wärmemischen des Polyethylens sehr niedriger Dichte, des Silan-Kopplungsmittels und des Mittels zum Erzeugen freier Radikale, wobei der Gehalt an Silan-Kopplungsmittel 1 bis 5 Masseteile, bezogen auf 100 Masseteile des Polyethylens sehr niedriger Dichte, beträgt und das Mittel zum Erzeugen freier Radikale 0,05 bis 0,3 Masseteile, bezogen auf 100 Masseteile des Polyethylens sehr niedriger Dichte, beträgt, dass das Flammschutzmittel enthaltende Gemenge hergestellt wird durch Mischen der Mischung oder des Polypropylenelastomers und des Metallhydroxids, wobei der Gehalt an Metallhydroxid 100 bis 900 Masseteile, bezogen auf 100 Masseteile der Mischung oder des Polypropylenelastomers, beträgt, und dass das Katalysator enthaltende Gemenge hergestellt wird durch Mischen des Olefinharzes und des Silan-Quervernetzungskatalysators, wobei der Gehalt an Silan-Quervernetzungskatalysator 1 bis 5 Masseteile, bezogen auf 100 Masseteile des Olefinharzes, beträgt.

WIRKUNGEN DER ERFINDUNG

Da die Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung das Silan-gepfropfte Polyethylen enthält, welches hergestellt wird durch Pfropfpolymerisation von Polyethylen sehr niedriger Dichte, das eine Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 aufweist, mit dem Silan-Kopplungsmittel, dem Polypropylenelastomer, dem Metallhydroxid und dem Silan-Quervernetzungskatalysator, wobei die Zusammensetzung eine ausgezeichnete Flexibilität aufweist und einen kleinen Quellgrad mit Benzin oder anderen Ölen aufweist und entsprechend ebenfalls eine ausgezeichnete Benzinbeständigkeit aufweist.

Wenn die Gehalte an Silan-gepfropftem Polyethylen, Polypropylenelastomer, Metallhydroxid und Silan-Quervernetzungskatalysator jeweils in ihren Bereichen liegen, verhält sich die Zusammensetzung ferner ausgezeichnet bei den oben beschriebenen Eigenschaften.

Wenn die Olefinharzzusammensetzung ferner die eine oder mehr als eine Art von Polyethylen sehr niedriger Dichte aufweist, welches die Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 zeigt, vermischt sich die Olefinharzkomponente besser.

Wenn das Polyethylen sehr niedriger Dichte das Metallocenpolyethylen ist, verhält sich die Zusammensetzung ausgezeichnet bezüglich ihrer Flexibilität.

Wenn das Polyethylen sehr niedriger Dichte eine Schmelzflussgeschwindigkeit (MFR) im Bereich von 0,5 bis 5 (g/10 min) aufweist, wird das Strangpressen der Zusammensetzung verbessert, was die Oberflächenerscheinung einer Extrudierung verbessert.

Da das in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Polyethylen sehr niedriger Dichte eine Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) im Bereich von 2,7 bis 3,5 aufweist, werden Oberflächenunebenheiten bei einer Extrudierung zum Zeitpunkt des Strangpressens kaum gebildet und dementsprechend zeigt die Oberflächenerscheinung der Extrudierung nachfolgend eine gute Endbearbeitungsqualität.

Wenn die Zusammensetzung ferner 1 bis 5 Masseteile Silikonöl, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente, enthält, wird die Abriebfestigkeit der Zusammensetzung verbessert.

Da die unter Verwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung erhaltene isolierte Leitung die Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz und den Leiter, der mit der Zusammensetzung beschichtet ist, einschließt, verhält sich die isolierte Leitung ausgezeichnet bezüglich Flexibilität und Benzinbeständigkeit.

Da das Verfahren zum Herstellen eines flammwidrigen Silan-quervernetzten Olefinharzes gemäß der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung des Weiteren die Schritte des Knetens des Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenges, des Flammschutzmittel enthaltenden Gemenges, das das Polypropylenelastomer enthält, und des Katalysator enthaltenden Gemenges, des Formens der Zusammensetzung der gekneteten Gemenge und des Unterwerfens der geformten Zusammensetzung der Wasser-Quervernetzung einschließt, verhält sich das produzierte Harz ausgezeichnet bezüglich Flexibilität und Benzinbeständigkeit.

Da in diesem Verfahren das Polypropylenelastomer in dem Flammschutzmittel enthaltenden Gemenge enthalten ist und nicht in dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge, ist das Polypropylenelastomer frei von der Einwirkung des freie Radikale erzeugenden Mittels. Mit anderen Worten ist das Polypropylenelastomer in einer Harzzusammensetzung enthalten, ohne durch das freie Radikale erzeugende Mittel zersetzt zu werden, was der Harzzusammensetzung hilft, die Flexibilität und Benzinbeständigkeit zu verbessern.

Wenn in dem vorliegenden Verfahren das Massenverhältnis des Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenges, des Flammschutzmittel enthaltenden Gemenges und des Katalysator enthaltenden Gemenges innerhalb der oben beschriebenen Bereiche liegt, verhält sich die Harzzusammensetzung noch besser in Bezug auf Flexibilität und Benzinbeständigkeit.

Darüber hinaus verhält sich die Harzzusammensetzung ausgezeichnet in Bezug auf Zuverlässigkeit bei Flexibilität und Benzinbeständigkeit in diesem Verfahren, wenn das Silan-gepfropfte Polyethylen enthaltende Gemenge, das Flammschutzmittel enthaltende Gemenge und das Katalysator enthaltende Gemenge jeweils die oben beschriebene Zusammensetzung und die oben beschriebenen Gehaltsverhältnisse aufweisen.

BESTE AUSFÜHRUNGSFORM ZUM DURCHFÜHREN DER ERFINDUNG

Es wird nun eine detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zur Verfügung gestellt.

Eine Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält ein Silan-gepfropftes Polyethylen, ein Polypropylenelastomer, Metallhydroxid und einen Silan-Quervernetzungskatalysator.

Das Silan-gepfropfte Polyethylen soll ein hoch hitzebeständiges Harz ausmachen aufgrund seiner Silan-Quervernetzung durch Wasser in Gegenwart des Silan-Quervernetzungskatalysators. Das Silan-gepfropfte Polyethylen wird hergestellt durch Pfropfpolymerisation von Polyethylen sehr niedriger Dichte mit einem Silan-Kopplungsmittel in Gegenwart eines freie Radikale erzeugenden Mittels. Beispielsweise wird die Pfropfpolymerisation des Polyethylens sehr niedriger Dichte mit dem Silan-Kopplungsmittel durchgeführt durch zuerst Zugeben des Silan-Kopplungsmittels und des freie Radikale erzeugenden Mittels zu dem Polyethylen sehr niedriger Dichte und dann Wärmekneten und Extrudieren des so hergestellten Polyethylens sehr niedriger Dichte unter Verwendung eines Extruders. Es ist lediglich wesentlich, dass das Polyethylen sehr niedriger Dichte auf eine Temperatur erwärmt wird, die nicht niedriger ist als die Temperatur, bei welcher das freie Radikale erzeugende Mittel zersetzt wird, und die Heiztemperatur entsprechend bestimmt wird durch die Art des als geeignet verwendeten freie Radikale erzeugenden Mittels.

Der Gehalt an Silan-gepfropftem Polyethylen liegt vorzugsweise im Bereich von 45 bis 85 Masse-% und besonders bevorzugt im Bereich von 60 bis 70 Masse-% der Olefinharzkomponente in der Zusammensetzung. Wenn der Gehalt weniger als 45 Masse-% beträgt, ist es schwierig für die Zusammensetzung, einen hinreichenden Quervernetzungsgrad zu erreichen, so dass die Wärmebeständigkeit der Zusammensetzung auf leichte Weise herabgesetzt wird. Wenn der Gehalt andererseits mehr als 85 Masse-% beträgt, ist der Gehalt an anderen Inhaltsstoffen als dem Silan-gepfropften Polyethylen, welches in der Olefinharzkomponente enthalten ist, zu klein, was es für das Metallhydroxid schwierig macht, diejenigen Harzbestandteile zu erkennen, welche nicht Silan-gepfropft sind, bevor es in das Silan-gepfropfte Polyethylen gemischt wird. In diesem Fall wird das Silan-gepfropfte Polyethylen leicht durch Wasser, welches in dem Metallhydroxid enthalten ist, hydrolysiert, so dass es für die Zusammensetzung schwierig ist, einen hinreichenden Quervernetzungsgrad zu erreichen.

Das Polyethylen sehr niedriger Dichte, aus welchem das Silan-gepfropfte Polyethylen hergestellt wird, ist vorzugsweise ein Polyethylen, welches eine Dichte im Bereich von 0,880 bis 0,895 g/cm3 aufweist.

Tabelle 1 unten stellt experimentelle Beispiele zur Verfügung, welche die Relationen zwischen Polyethylendichten, aus welchen Silan-gepfropfte Polyethylene hergestellt werden, und der Benzinbeständigkeit der Silan-gepfropften Polyethylene zeigen. Die Silan-gepfropften Polyethylene der experimentellen Beispiele wurden hergestellt durch Silanpfropfen der Polyethylene, welche unterschiedliche Dichten aufweisen, und die Messung der Benzinbeständigkeit der Silan-gepfropften Polyethylene wurde gemäß ISO6722-11-1 durchgeführt. Um genau zu sein, wurden die Silan-gepfropften Polyethylene nach dem Formen einzeln in ISO1817-Benzin eingetaucht, und dann wurden die Silan-gepfropften Polyethylene einzeln um einen feststehenden Dorn gewickelt und auf Rissbildung geprüft. [Tabelle 1]

Experimentelles BeispielPolyethylen-DichteMFRBenzinbeständigkeitg/cm3g/10 min10,8781Rissbildung beobachtet20,8790,8Rissbildung beobachtet30,8802Keine Rissbildung beobachtet40,8851Keine Rissbildung beobachtet50,8870,8Keine Rissbildung beobachtet60,8931Keine Rissbildung beobachtet

Tabelle 1 zeigt, dass keine Rissbildung beobachtet wird bei Polyethylenen, deren Dichten in dem Bereich von 0,880 bis 0,895 g/cm3 liegen. Somit ist es aus diesen Ergebnissen ersichtlich, dass die Silan-gepfropften Polyethylene, welche aus diesen Polyethylenen hergestellt wurden, ausgezeichnet bezüglich ihrer Benzinbeständigkeit sind.

Somit verhält sich ein Harz, welches hergestellt wurde aus einem Polyethylen mit einer Dichte in dem oben beschriebenen Bereich nach seiner Quervernetzung, ausgezeichnet bezüglich Flexibilität, quillt gleichzeitig nicht leicht in Benzin und Rissbildung tritt kaum auf. Es wird angenommen, dass dies an der Kristallinität des Polyethylens liegt. Um genauer zu sein, wird die Kristallinität abnehmen, wenn die Dichte des Polyethylens niedriger wird, und die Flexibilität des Harzes wird entsprechend ansteigen, während das Harz leicht in Benzin quillt. Wenn dagegen die Dichte des Polyethylens größer wird, steigt die Kristallinität an und das Harz wird leicht hart, während das Harz sich bezüglich seiner Benzinbeständigkeit verbessert. Demzufolge verhält sich das Harz ausgezeichnet bezüglich Flexibilität und Benzinbeständigkeit, wenn das Polyethylen die Dichte in dem oben beschriebenen Bereich aufweist. Überdies weist das Polyethylen sehr niedriger Dichte vorzugsweise eine Kristallinität von 15% oder darüber auf, weil das Polyethylen mit einer Dichte von 0,880 g/cm3 eine Kristallinität von etwa 15% aufweist, wenn sie mittels eines Dichteverfahrens gemessen wird.

Das Polyethylen sehr niedriger Dichte weist vorzugsweise eine Schmelzflussgeschwindigkeit (MFR) im Bereich von 0,5 bis 5 (g/10 min) auf, wenn es gemessen wird basierend auf JIS K 6758 (bei 230°C unter einer Belastung von 2,16 kg) unter Berücksichtigung dessen, dass die Zusammensetzung eine gute Fluidität erhält und leicht stranggepresst werden kann. Darüber hinaus weist das Polyethylen sehr niedriger Dichte eine Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn) im Bereich von 2,7 bis 3,5 auf unter Berücksichtigung, dass die Oberflächenerscheinung einer Extrudierung eine gute Endverarbeitungsqualität zum Zeitpunkt der Extrudierung zeigt.

Das Polyethylen sehr niedriger Dichte wird hergestellt durch Polymerisation von Ethylen oder durch Copolymerisation von Ethylen und einem alpha-Olefin.

Geeignete alpha-Olefine, die mit Ethylen copolymerisiert werden können, sind alpha-Olefine mit Kohlenstoffzahlen von 6 bis 10, und alpha-Olefine wie beispielsweise 1-Hexen, 4-Methyl-1-penten, 1-Hepten und 1-Octen sind besonders bevorzugt. Bei der Polymerisation kann jeder einseitige Katalysator (single-site catalyst), wie beispielsweise ein Metallocenkatalysator, und ein mehrseitiger Katalysator (multisite catalyst), wie beispielsweise ein Ziegler-Katalysator (z. B. ein Titan-Ziegler-Katalysator, ein Chrom-Ziegler-Katalysator), verwendet werden, wogegen der Metallocenkatalysator bevorzugt verwendet wird.

Im Allgemeinen weist ein Metallocenkatalysator ein aktives Polymerisationszentrum auf, welches einzeln ist und dementsprechend eine hohe Polymerisationsaktivität aufweist. Demzufolge bildet ein Polymer, welches durch Polymerisation in Gegenwart des Metallocenkatalysators hergestellt wird, Kristalle, die einheitlich in Bezug auf Größe sind, und weist dementsprechend eine einheitliche Comonomerzusammensetzung auf. Darüber hinaus sind Bestandteile niedriger Dichte und niedrigen Molekulargewichts und Bestandteile hoher Dichte und hohen Molekulargewichts in kleinen Mengen in dem erhaltenen Polymer enthalten, so dass das Polymer eine enge Molekulargewichtsverteilung aufweist. Darüber hinaus hat das erhaltene Polymer Merkmale wie beispielsweise eine relativ niedrige Dichte. Deshalb weist ein Polymer, welches durch Polymerisation in Gegenwart des Metallocenkatalysators hergestellt wurde, im Allgemeinen eine exzellente Festigkeit, wie beispielsweise Zugfestigkeit, auf.

Beispiele von Metallocenkatalysatoren schließen die Folgenden ein: (Cycoopentadienyl)-zirkondichlorid, Bis-(cyclopentadienyl)-hahniumdichlorid, Ethylenbis-(indenyl)-zirkondichlorid, Ethylen-bis-(indenyl)-hahniumdichlorid, Isopropyliden-(cyclopentadienyl-9-fluorenyl)-zirkondichlorid, Isopropyliden-(cyclopentadienyl-9-fluorenyl)-hahniumdichlorid, Isopropyliden-(cyclopentadienyl-2,7-dimethyl-9-fluorenyl)-zirkondichlorid, Isopropyliden-(cyclopentadienyl-2,7-dimethyl-9-fluorenyl)-hahniumdichlorid, Dimethylsilandiyl-bis-(2,4,5-trimethylcyclopentadienyl)-zirkondichlorid, Dimethylsilandiyl-bis-(2,4-dimethylcyclopentadienyl)-zirkondichlorid, Dimethylsilandiyl-bis-(2,4,5-trimethylcyclopentadienyl)-hahniumdichlorid und Dimethylsilandiyl-bis-(2,4-dimethylcyclopentadienyl)-hahniumdichlorid, wobei die Metallocenkatalysatoren nicht hierauf beschränkt sind und einzeln oder in Kombination verwendet werden können.

Beispiele für das Silan-Kopplungsmittel umfassen: Vinylalkoxysilan, beispielsweise Vinyltrimethoxysilan, Vinyltriethoxysilan und Vinyltributoxysilan, n-Hexyltrimetbxysilan, Vinylacetoxysilan, γ-Methacryloxypropyltrimethoxysilan und γ-Methacryloxypropylmethyldimethoxysilan. Sie können einzeln oder in Kombination verwendet werden.

Der Silan-Kopplungsmittelgehalt liegt vorzugsweise im Bereich von 1 bis 5 Masseteile und besonders bevorzugt im Bereich von 2 bis 3 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile des Polyethylens sehr niedriger Dichte. Wenn der Gehalt weniger als 1 Masseteil ist, ist die Pfropfmenge des Silan-Kopplungsmittels klein und es ist schwierig für die Zusammensetzung, einen hinreichenden Vernetzungsgrad zu erreichen. Wenn andererseits der Gehalt größer als 5 Masseteile beträgt, wird die Schmelzviskosität der Zusammensetzung zu hoch und eine Überbelastung entsteht an einem Extruder, was zu einer verschlechterten Verarbeitbarkeit führt. Überdies liegt der Quervernetzungsgrad vorzugsweise bei 60% oder darüber.

Beispiele des freie Radikale erzeugenden Mittels umfassen: ein organisches Peroxid, wie beispielsweise Dicumylperoxid (DCP), Benzoylperoxid, Dichlorbenzoylperoxid, Di-tert-butylperoxid, Butylperacetat, tert-Butylperbenzoat und 2,5-Dimethyl-2,5-di(tert-butylperoxid) {tert-butylperoxy}.

Unter diesen ist das Dicumylperoxid (DCP) bevorzugt. Wenn man Dicumylperoxid (DCP) als das freie Radikale erzeugende Mittel einsetzt, wird die Temperatur zum Herstellen eines Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenges vorzugsweise auf 200°C oder darüber gesetzt, um eine Pfropfpolymerisation des Polyethylens sehr niedriger Dichte mit dem Silan-Kopplungsmittel durchzuführen.

Der Gehalt an dem freie Radikale erzeugenden Mittel liegt vorzugsweise im Bereich von 0,05 bis 0,3 Masseteilen und besonders bevorzugt im Bereich von 0,1 bis 0,2 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile des Polyethylens sehr niedriger Dichte.

Wenn der Gehalt weniger als 0,05 Masseteile beträgt, tendiert die Pfropfreaktion des Silan-Kopplungsmittels an dem Polyethylen sehr niedriger Dichte dazu, nicht hinreichend fortzuschreiten, und es ist schwierig für das Harzprodukt, einen gewünschten Gelgehalt zu erreichen. Wenn andererseits der Gehalt mehr als 0,3 Masseteile beträgt, wird der Anteil von Molekülen des Polyethylens sehr niedriger Dichte, welche gespalten werden, groß und unbeabsichtigtes Peroxid-Quervernetzen tendiert dazu, fortzuschreiten. In diesem Falle werden leicht Unebenheiten auf der Produktoberfläche gebildet, was zu herabgesetzter Verarbeitbarkeit und beschädigter Oberflächenerscheinung des Produkts führt.

Das Polypropylenelastomer ist ein Copolymer, welches hergestellt wird durch die Polymerisation einer Propylenkomponente, welche eine Hauptkomponente ist mit einer alpha-Olefinkomponente, wie beispielsweise Ethylen, 1-Buten, 1-Penten, 1-Hexen, 5-Methyl-1-penten, 1-Hepten und 1-Octen. Der Anteil an der alpha-Olefinkomponente, wie beispielsweise Ethylen, beträgt vorzugsweise 10 Masse-% oder mehr.

Das Polypropylenelastomer hilft der Zusammensetzung, die Benzinbeständigkeit zu verbessern. Unter Berücksichtigung, dass das Polypropylenelastomer die Benzinbeständigkeit weiter verbessert, weist das Polypropylenelastomer vorzugsweise einen Schmelzpunkt von 130°C oder darüber auf sowie eine Dichte im Bereich von 0,880 bis 0,895 g/cm3.

Unter Berücksichtigung, dass das Polypropylenelastomer darüber hinaus die Flexibilität verbessert, weist das Polypropylenelastomer vorzugsweise einen Biegemodul (flexural modulus) von 1000 MPa oder weniger und besonders bevorzugt einen Biegemodul im Bereich von 300 bis 700 MPa auf. Wenn der Biegemodul weniger als 300 MPa beträgt, wächst eine Gummikomponente in dem Polypropylenelastomer und die Zusammensetzung quillt entsprechend in Benzin.

Beispiele des Polypropylenelastomers umfassen „NEWCON NAR6”, hergestellt von Japan Polypropylene Corporation.

Der Gehalt an Polypropylenelastomer liegt vorzugsweise im Bereich von 4 bis 20 Masse-% der Olefinharzkomponente in der Zusammensetzung und besonders bevorzugt im Bereich von 5 bis 10 Masse-%. Wenn der Gehalt weniger als 4 Masse-% beträgt, wird die Wirkung des Verbesserns der Benzinbeständigkeit der Zusammensetzung leicht herabgesetzt. Wenn andererseits der Gehalt über 20 Masse-% liegt, wird leicht die Wirkung der Flexibilitätsverbesserung der Zusammensetzung herabgesetzt.

Das Metallhydroxid verleiht der Zusammensetzung Flammwidrigkeit. Um für die Zusammensetzung eine hinreichende Wirkung an Flammschutz zu erhalten, liegt der Gehalt an Metallhydroxid bei 50 Masseteilen oder mehr und besonders bevorzugt 70 Masseteilen oder mehr, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente. Die Zusammensetzung wird jedoch zu hart, wenn der Gehalt zu groß ist, so dass im Hinblick auf das Verbessern der Flexibilität der Zusammensetzung der Gehalt vorzugsweise 250 Masseteile oder weniger und besonders bevorzugt 180 Masseteile oder weniger, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente, beträgt.

Beispiele für das Metallhydroxid umfassen Magnesiumhydroxid, Aluminiumhydroxid, Calciumhydroxid, Zirkonhydroxid und Bariumhydroxid. Unter diesen sind Magnesiumhydroxid und Aluminiumhydroxid bevorzugt.

Der Silan-Quervernetzungskatalysator wird verwendet zum Quervernetzen des Silan-gepfropften Polyethylens in Gegenwart von Wasser, um ein hochwärmebeständiges Harz herzustellen. Der Silan-Quervernetzungskatalysator ist ein Silanol-Kondensationskatalysator und Beispiele davon umfassen: ein Metallcarboxylat, enthaltend ein Metall wie beispielsweise Zinn, Zink, Eisen, Blei und Cobalt, einen Titanatester, eine organische Base, eine anorganische Säure und eine organische Säure.

Beispiele des Silan-Quervernetzungskatalysators umfassen: Dibutylzinndilaurat, Dibutylzinnmalat, Dibutylzinnmercaptid (z. B. Dibutylzinn-bis-octylthioglykolat, ein Dibutylzinn-beta-mercaptopropionatpolymer), Dibutylzinndiacetat, Dioctylzinndilaurat, Zinnacetat, Zinncaprylat, Bleinaphthenat, Cobaltnaphthenat, Bariumstearat, Calciumstearat, Tetrabutyltitanat, Tetranonyltitanat, Dibutylamin, Hexylamin, Pyridin, eine Schwefelsäure, eine Salzsäure, eine Toluolsulfonsäure, ein Acetat, eine Stearinsäure und eine Maleinsäure. Unter diesen sind Dibutylzinndilaurat, Dibutylzinndimalat und Dibutylzinnmercaptid bevorzugt.

Der Silan-Quervernetzungskatalysatorgehalt liegt vorzugsweise im Bereich von 0,05 bis 0,35 Masseteilen und besonders bevorzugt im Bereich von 0,01 bis 0,35 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente. Wenn der Gehalt weniger als 0,05 Masseteile beträgt, wird der Quervernetzungsgrad der Zusammensetzung leicht gesenkt und es ist schwierig für die Zusammensetzung, die gewünschte Wärmebeständigkeit zu erreichen. Wenn andererseits der Gehalt oberhalb von 0,35 Masseteilen liegt, tendiert ein geformtes Produkt des Olefinharzes dazu, eine beschädigte Oberflächenerscheinung aufzuweisen.

Die Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, wenn die Olefinharzkomponente weiter ein oder mehrere Arten des Polyethylens sehr niedriger Dichte mit einer Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 enthält. Die eine oder mehr als eine Art von Polyethylen sehr niedriger Dichte ist Polyethylen, welches nicht Silan-gepfropft ist. Wenn die eine oder mehr als eine Art von Polyethylen sehr niedriger Dichte eine Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 aufweist, vermischt sich die Olefinharzkomponente leicht.

Darüber hinaus ist es ferner bevorzugt, dass die Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ein Silikonöl enthält. Das Silikonöl, falls darin enthalten, bildet eine Silikonschicht auf der Oberfläche der geformten Zusammensetzung zur Zeit des Formens, welche die Abriebfestigkeit der geformten Zusammensetzung verbessert. Der Silikonölgehalt liegt vorzugsweise im Bereich von 1 bis 5 Masseteilen und besonders bevorzugt im Bereich von 2 bis 3 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente. Wenn der Gehalt weniger als 1 Masseteil beträgt, ist die Wirkung der Verbesserung der Abriebfestigkeit gering. Wenn andererseits der Gehalt mehr als 5 Masseteile beträgt, werden die Gleiteigenschaft der Zusammensetzung zu stark verstärkt und macht eine Schnecke rutschig zum Zeitpunkt des Knetens der Zusammensetzung, was oftmals das Problem einer nicht konstanten Menge der extrudierten Zusammensetzung mit sich bringt.

Silikonölbeispiele umfassen ein unverzweigtes Silikonöl, ein Dimethylsilikonöl, ein Methylphenylsilikonöl, ein Methylwasserstoffsilikonöl und ein Silikonkonzentrat. Sie können einzeln oder in Kombination verwendet werden.

Obwohl das Silikonöl untergemischt werden kann wie es ist, ist es besonders bevorzugt, dass das Silikonöl, wenn es der Zusammensetzung hinzugemischt wird, als ein Silikon-Masterpellet hinzugemischt wird, welches hergestellt wird durch Imprägnieren eines Harzbestandteils mit dem Silikonöl, um die Dispergierbarkeit des Silikonöls zu verbessern. Der Harzbestandteil, welcher mit dem Silikonöl imprägniert wird, ist vorzugsweise ein Olefinharz derselben Art wie das Harz, welches in dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge enthalten ist, damit das Silikonöl sich gut mit dem Olefinharzbestandteil mischt. Mit anderen Worten ist das Olefinharz vorzugsweise ein Polyethylen sehr niedriger Dichte mit einer Dichte im Bereich von 0,880 bis 0,895 g/cm3.

Es ist bevorzugt, dass die Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ferner ein Additiv enthält, beispielsweise ein Antioxidans, ein Schmiermittel, ein Prozesshilfsmittel, ein Färbemittel, einen anorganischen Füllstoff und einen Kupferinhibitor, falls geeignet. Die Zugabe des Antioxidans verbessert die Hitzebeständigkeit weiter. Der Zusatz von Schmiermittel minimiert den Abbau an Verarbeitbarkeit, bewirkt durch die Zugabe des Flammschutzmittels, um die Verarbeitbarkeit zu verbessern, und verringert auch, wenn die Zusammensetzung beispielsweise als ein Beschichtungsmaterial für eine isolierte Leitung verwendet wird, die Adhäsion der Zusammensetzung an einen Leiter der isolierten Leitung. Die Zugabe eines Kupferinhibitors verhindert, wenn die Zusammensetzung beispielsweise als ein Beschichtungsmaterial für einen isolierten Draht verwendet wird, Kupferschäden, welche durch Kupfer hervorgerufen werden, das in einem Leiter des isolierten Drahtes enthalten ist.

Beispiele für das Antioxidans umfassen: ein phenolisches Antioxidans, ein schwefelhaltiges Antioxidans und ein phosphorhaltiges Antioxidans. Sie können einzeln oder in Kombination verwendet werden.

Beispiele von phenolischen Antioxidanzien umfassen Tetrakis-[methylen-3-(3,5-di-t-butyl-4-hydroxyphenyl)-propionat]-methan.

Beispiele des schwefelhaltigen Antioxidans umfassen Pentaerythritoltetrakis-(beta-laurylthiopropionat).

Der Antioxidansgehalt liegt vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 10 Masseteilen und besonders bevorzugt im Bereich von 1,5 bis 5 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente. Wenn der Gehalt weniger als 0,1 Masseteile beträgt, wird leicht die Verbesserungswirkung auf die Wärmebeständigkeit vermindert. Wenn der Gehalt oberhalb von 10 Masseteilen liegt, blüht das Antioxidans leicht aus.

Beispiele für Schmiermittel schließen Stearinsäure ein.

Der Schmiermittelgehalt liegt vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 0,1 bis 10 Masseteilen und liegt besonders bevorzugt innerhalb des Bereichs von 2 bis 5 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente. Wenn der Gehalt weniger als 0,1 Masseteile beträgt, ist es schwierig für das Schmiermittel, die Wirkung einer schmierenden Eigenschaft auszuüben. Wenn andererseits der Gehalt oberhalb von 10 Masseteilen liegt, blüht das Schmiermittel leicht aus.

Beispiele für den Kupferinhibitor schließen einen Kupferinhibitor der Triazolreihe ein, wovon CDA-1 ein kommerziell erhältliches Produkt ist, hergestellt durch ADEKA CORPORATION. Der Kupferinhibitorgehalt liegt vorzugsweise im Bereich von 0,5 bis 10 Masseteilen und besonders bevorzugt im Bereich von 1 bis 5 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente.

Um die Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung herzustellen, werden die oben beschriebenen Bestandteile zusammengemischt und verknetet. Zu diesem Zeitpunkt ist es bevorzugt, dass das Polypropylenelastomer nicht in einem Gemenge vorliegt, in welchem das Silan-gepfropfte Polyethylen hergestellt werden soll. Um konkreter zu sein, ist das Polypropylenelastomer in einem anderen Gemenge als dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge enthalten, und nach Vervollständigung der Herstellung des Silan-gepfropften Polyethylens werden die Gemenge verknetet, wobei das Silan-gepfropfte Polyethylen und das Polypropylenelastomer geknetet werden.

Dies liegt darin begründet, dass, wenn das Polypropylenelastomer in dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge vorliegt, das Polypropylenelastomer durch das freie Radikale erzeugende Mittel, welches zur Zeit des Silanpfropfens des Polyethylens sehr niedriger Dichte in dem Gemenge vorliegt, zersetzt wird, was die Wirkung der Zugabe des Polypropylenelastomers schmälert.

Demzufolge unterscheidet sich ein Verfahren zum Herstellen des flammwidrigen Silan-quervernetzten Olefinharzes gemäß der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung durch getrenntes Herstellen des Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenges und des Polypropylenelastomer enthaltenden Gemenges und anschließendes Zusammenmischen der beiden. Dieses unterscheidende Merkmal erlaubt dem Polypropylenelastomer, in dem Harz enthalten zu sein, ohne durch das freie Radikale erzeugende Mittel zersetzt zu werden, was der Zusammensetzung hilft, die Flexibilität und Benzinbeständigkeit zu verbessern.

Da die Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz darüber hinaus gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung das Metallhydroxid als ein Flammschutzmittel enthält, welches im Allgemeinen Wasser enthält, um leicht das Silan-Kopplungsmittel in dem Silan-gepfropften Polyethylen zu hydrolisieren, ist es wünschenswert, dass ein Kontakt zwischen dem Metallhydroxid und dem Silan-gepfropften Polyethylen zu einem Zeitpunkt, der dicht an dem Formschritt des Verfahrens liegt, hergestellt wird. Somit ist das Metallhydroxid in einem anderen Gemenge enthalten als das Silan-gepfropfte Polyethylen enthaltende Gemenge.

Dementsprechend umfasst das Verfahren gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die folgenden Schritte: Kneten des Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenges, welches das Silan-gepfropfte Polyethylen enthält und welches hergestellt wird durch Pfropfpolymerisation des Polyethylens sehr niedriger Dichte mit der Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 mit dem Silan-Kopplungsmittel in Gegenwart des freie Radikale erzeugenden Mittels, des Flammschutzmittel enthaltenden Gemenges, welches gebildet wird aus einer Olefinharzkomponente, welche das Polypropylenelastomer und das Metallhydroxid enthält, und eines Gemenges, welches gebildet wird aus einem Olefinharz und dem Silan-Quervernetzungskatalysator, Formen der Zusammensetzung aus den gekneteten Gemengen und Unterwerfen der geformten Zusammensetzung einer Quervernetzung mit Wasser.

Das Silan-gepfropfte Polyethylen enthaltende Gemenge, das Flammschutzmittel enthaltende Gemenge und das Katalysator enthaltende Gemenge werden vor dem Formschritt getrennt hergestellt. Jedes hergestellte Gemenge wird extrudiert und zu Pellets geformt. Vor dem Formschritt sind die drei Bestandteile des Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenges, des Metallhydroxid enthaltenden Gemenges und des Katalysator enthaltenden Gemenges getrennt, und in dem Formschritt werden die drei Bestandteile zum ersten Mal geknetet. Mit anderen Worten wird das Silan-gepfropfte Polyethylen in dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge zum ersten Mal mit dem Wasser in dem Metallhydroxid des Flammschutzmittel enthaltenden Gemenges beim Formschritt geknetet.

Um die drei Bestandteile zu verkneten, werden im Allgemeinen ein Kneter wie beispielsweise ein Banbury-Mischer, ein Presskneter, ein Knetextruder, ein Zwillingsschneckenextruder und eine Walze bevorzugt verwendet. Die drei Bestandteile können vor dem Kneten trocken gemischt werden, vorzugsweise unter Verwendung eines im Allgemeinen verwendeten Trommelmischers (tumbler). Eine Heiztemperatur während des Knetens ist eine solche Temperatur, dass das Harz fließt, und ist bevorzugt eine üblicherweise angewendete Temperatur, z. B. Temperaturen von 100°C bis 250°C. Die Knetzeit liegt vorzugsweise innerhalb von 10 Minuten.

Die Zusammensetzung, welche durch Verkneten der drei Bestandteile erhalten wird, wird sofort nach dem Kneten geformt, und anschließend wird die geformte Zusammensetzung einer Quervernetzung mit Wasser unterworfen. Die geformte Zusammensetzung wird der Quervernetzung mit Wasser vorzugsweise durch Behandeln mit Dampf oder Wasser unterworfen. Die Wasser-Quervernetzung wird vorzugsweise bei Temperaturen einer gewöhnlichen Temperatur von 90°C für 48 oder weniger Stunden durchgeführt und wird besonders bevorzugt bei Temperaturen von 60°C bis 80°C für 12 bis 24 Stunden durchgeführt

Der Quervernetzungsgrad des Olefinharzes, das durch Behandeln mit der Wasser-Quervernetzung erhalten wird, liegt vorzugsweise bei 60% oder darüber im Hinblick auf die Hitzebeständigkeit. Mit anderen Worten liegt der Gelgehalt vorzugsweise bei 60% oder darüber und besonders bevorzugt bei 65% oder darüber. Der Quervernetzungsgrad kann eingestellt werden durch Einstellen der Pfropfmenge des Silan-Kopplungsmittels auf dem Olefinharz, der Art und des Gehalts an Silan-Quervernetzungskatalysator, der Wasser-Quervernetzungsbedingungen (Temperatur, Zeit) und anderer Faktoren.

Beim Kneten liegt das Masseverhältnis des Flammschutzmittel enthaltenden Gemenges zu dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenges vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 50:50 bis 80:20 und liegt besonders bevorzugt innerhalb des Bereichs von 60:40 bis 70:30. Wenn der Gehalt an Silan-gepfropftem Polyethylen enthaltendem Gemenge weniger als 20 Masse-% beträgt, wird der Quervernetzungsgrad des Olefinharzes, welches durch die Wasser-Quervernetzungsbehandlung erhalten wird, leicht erniedrigt und entsprechend quillt das Olefinharz leicht mit Benzin. Wenn andererseits der Gehalt an Flammschutzmittel enthaltendem Gemenge weniger als 50 Masse-% beträgt, kann das Olefinharz keine hinreichende Flammwidrigkeit zeigen.

Der Gehalt an Katalysator enthaltendem Menge liegt vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 2,5 bis 10 Masseteilen und liegt besonders bevorzugt innerhalb des Bereichs von 3 bis 7 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile einer Komponente, welche gebildet ist aus dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge und dem Flammschutzmittel enthaltenden Gemenge. Wenn der Gehalt an Katalysator enthaltendem Gemenge weniger als 2,5 Masseteile beträgt, wird der Quervernetzungsgrad des Olefinharzes, das durch die Wasser-Quervernetzungsbehandlung erhalten wird, leicht gesenkt und entsprechend wird die Hitzebeständigkeit leicht gesenkt. Wenn der Gehalt mehr als 10 Masseteile beträgt, wird der Quervernetzungsgrad nicht leicht erhöht durch Überschusszugabe des Katalysator enthaltenden Gemenges, und das im Überschuss zugegebene Gemenge verursacht leicht Unebenheiten, die sich auf der Produktoberfläche ausbilden können.

Das Flammschutzmittel enthaltende Gemenge wird hergestellt durch Zugeben des Metallhydroxids zu der Olefinharzkomponente, welche das Polypropylenelastomer enthält, und Wärmekneten der hergestellten Gemenge, vorzugsweise unter Verwendung eines Extruders. Polyethylen sehr niedriger Dichte ist vorzugsweise in der Olefinharzkomponente enthalten, so dass das Flammschutzmittel enthaltende Gemenge leicht mit dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge gemischt werden kann. Die Dichte des Polyethylens sehr niedriger Dichte liegt vorzugsweise im Bereich von 0,880 bis 0,895 g/cm3, weil es bevorzugt ist, dass das Polyethylen sehr niedriger Dichte eine Dichte aufweist, die nahe an derjenigen des Polyethylens sehr niedriger Dichte liegt, welches in dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge enthalten ist. Der Gehalt an Metallhydroxid liegt vorzugsweise im Bereich von 100 bis 900 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile der Olefinharzkomponente in dem Flammschutzmittel enthaltenden Gemenge. Die unterschiedlichen Additive, welche, sofern nötig, zugegeben werden, werden vorzugsweise zu dem Flammschutzmittel enthaltenden Gemenge zugegeben.

Das Katalysator enthaltende Gemenge wird hergestellt durch Zugeben des Silan-Quervernetzungskatalysators zu dem Olefinharz und Wärmeverkneten des hergestellten Gemenges, vorzugsweise unter Verwendung eines Extruders. Als das Olefinharz, welches in dem Katalysator enthaltenden Gemenge enthalten ist, kann dieselbe Art von Olefinharz verwendet werden, wie sie in dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge verwendet wird. Um genau zu sein, wird vorzugsweise Polyethylen sehr niedriger Dichte verwendet, so dass das Katalysator enthaltende Gemenge leicht mit dem Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge gemischt werden kann.

Die Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz gemäß der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann in unterschiedlichen geformten Produkten verwendet werden und wird vorteilhaft insbesondere in einem geformten Produkt verwendet, welches an einem Ort verwendet wird, wo Hitzebeständigkeit, Flammwidrigkeit, Flexibilität und Benzinbeständigkeit erforderlich sind. Beispiele des geformten Produkts schließen ein Beschichtungsmaterial einer isolierten Leitung für ein Automobil ein, insbesondere einer isolierten Leitung, welche an einem Ort wie beispielsweise einem Motorraum verwendet werden soll, wo Hitzebeständigkeit und Benzinbeständigkeit der isolierten Leitung erforderlich sind. Flexibilität ist ebenso erforderlich für eine isolierte Leitung für ein Automobil, so dass die Verkabelung leicht ausgeführt werden kann. Darüber hinaus wird das geformte Produkt vorzugsweise als ein Beschichtungsmaterial einer isolierten Leitung in einem Hochspannungskabel verwendet.

Als Nächstes wird eine Beschreibung eines isolierten Drahtes gegeben, der unter Verwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung erhalten wird.

Der durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung erhaltene isolierte Draht schließt die oben beschriebene Zusammensetzung für ein flammwidriges Silan-quervernetztes Olefinharz ein und einen Leiter, der mit dieser Zusammensetzung beschichtet ist. Der Durchmesser, das Material und die anderen Eigenschaften des Leiters sind nicht speziell begrenzt und können bestimmt sein, in Abhängigkeit von der beabsichtigten Verwendung. Darüber hinaus ist die Dicke des isolierten Beschichtungsmaterials nicht speziell begrenzt und kann bestimmt werden unter Beachtung des Leiterdurchmessers. Der isolierte Draht kann vorteilhaft verwendet werden als eine isolierte Leitung für ein Automobil oder ein isolierter Draht in einem Hochspannungskabel. Beispiele des Hochspannungskabels schließen ein Hochspannungskabel ein, welches einen derartigen Aufbau hat, dass ein Bündel von isolierten Leitungen, die isolierte Leitung einschließend, von einer metallischen Abschirmschicht umhüllt ist, welche vorzugsweise aus einem Kupferband hergestellt ist, und die metallische Abschirmschicht ist von einer Umhüllung bedeckt.

Bei der durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung erhaltenen isolierten Leitung ist der Vernetzungsgrad des Olefinharzes, welches den Leiter umhüllt, vorzugsweise 60% oder darüber und besonders bevorzugt 65% oder darüber. Der Quervernetzungsgrad kann eingestellt werden durch Einstellen der Pfropfmenge des Silan-Kopplungsmittels auf dem Olefinharz, der Art und des Gehalts des Silan-Quervernetzungskatalysators, der Wasser-Quervernetzungsbedingungen (Temperatur, Zeit) und anderer Faktoren.

Die Herstellung der isolierten Leitung unter Verwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung umfasst vorzugsweise das Wärmeverkneten des oben beschriebenen Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenges, des Flammschutzmittel enthaltenden Gemenges und des Katalysator enthaltenden Gemenges, das Extruxionsbeschichten des Leiters mit der Zusammensetzung aus den verkneteten Gemengen und das Behandeln der Zusammensetzung mit einer Wasser-Quervernetzung.

In dem Knetschritt werden die Gemenge in Pelletform gemischt, vorzugsweise unter Verwendung eines Mischers oder eines Extruders. In dem Beschichtungsschritt wird der Leiter mit der Zusammensetzung aus den verkneteten Gemengen extrusionsbeschichtet, vorzugsweise unter Verwendung einer üblicherweise verwendeten Strangpressvorrichtung. In dem Quervernetzungsschritt nach dem Beschichtungsschritt wird die Zusammensetzung, welche den Leiter der isolierten Leitung umhüllt, einer Behandlung mit Wasserdampf oder Wasser unterzogen. Die Quervernetzung wird vorzugsweise bei Temperaturen von einer üblichen Temperatur von 90°C für 48 oder weniger Stunden durchgeführt und wird besonders bevorzugt durchgeführt bei Temperaturen von 60°C bis 80°C für 12 bis 24 Stunden.

BEISPIELE

Eine Beschreibung der vorliegenden Erfindung wird nun speziell zur Verfügung gestellt unter Bezugnahme auf Beispiele. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht hierauf beschränkt.

(Verwendetes Material, Hersteller und andere Informationen)

Materialien, die in den Beispielen und Vergleichsbespielen verwendet werden, werden unten zusammen mit ihren Herstellern, Handelsnamen und weiteren Informationen angegeben.

  • Polyethylen <1> [Hersteller: DuPont Dow Elastomers Japan KK, Handelsname: Engage 7256, Dichte = 0,885 g/cm3, MFR = 2 g/10 min, Mw/Mn = 2,8]
  • Polyethylen <2> [Hersteller: DuPont Dow Elastomers Japan KK, Handelsname: Engage 8556, Dichte = 0,870 g/cm3, MFR = 2 g/10 min, Mw/Mn = 2,9]
  • Polypropylenelastomer (PP Elastomer) [Hersteller: Japan Polypropylene Corporation, Handelsname: NEWCON NAR6, Dichte = 0,890 g/cm3]
  • Magnesiumhydroxid [Hersteller: Kyowa Chemical Industry Co., Ltd., Handelsname: KISUMA 5]
  • Silan-Kopplungsmittel [Hersteller: Dow Corning Toray Co., Ltd., Handelsname: SZ6300]
  • Dicumylperoxid (DCP) [Hersteller: NOF CORPORATION, Handelsname: PERCUMYL D]
  • Zinnkatalysator (Dibutylzinndilaurat) [Hersteller: ADEKA CORPORATION, Handelsname: Mark BT-1]

(Beispiele 1 bis 5 und Vergleichsbeispiel 1)

(Herstellung eines Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenges) Die Silan-gepfropften Polyethylen enthaltenden Gemenge für die Beispiele 1 bis 5 und Vergleichsbeispiel 1 wurden jeweils wie folgt hergestellt: Die A-Materialien mit den in Tabelle 2 gezeigten Masseverhältnissen wurden in einen Zwillingsschneckenknetextruder gegeben und bei 200°C für 2 Minuten wärmeverknetet, und die geknetete Zusammensetzung wurde anschließend zu einem Pellet geformt.

(Herstellung eines Flammschutzmittel enthaltenden Gemenges)

Die Flammschutzmittel enthaltenden Gemenge für die Beispiele 1 bis 5 und Vergleichsbeispiel 1 wurden jeweils wie folgt hergestellt: Die B-Materialien mit den in Tabelle 2 gezeigten Masseverhältnissen wurden in einen Zwillingsschneckenknetextruder gegeben und bei 200°C für 2 Minuten wärmeverknetet, und die geknetete Zusammensetzung wurde anschließend zu einem Pellet geformt.

(Herstellung eines Katalysator enthaltenden Gemenges)

Die Katalysator enthaltenden Gemenge für die Beispiele 1 bis 5 und Vergleichsbeispiel 1 wurden jedes wie folgt hergestellt: Die C-Materialien mit den in Tabelle 2 gezeigten Masseverhältnissen wurden in einen Zwillingsschneckenknetextruder gegeben und bei 200°C für 2 Minuten wärmeverknetet, und die geknetete Zusammensetzung wurde anschließend zu einem Pellet geformt.

(Herstellung eines isolierten Drahts)

Die isolierten Drähte gemäß den Beispielen 1 bis 5 und Vergleichsbeispiel 1 wurden jeweils wie folgt hergestellt: Das Silan-gepfropfte Polyethylen enthaltende Gemenge (die A-Materialien), das Flammschutzmittel enthaltende Gemenge (die B-Materialien) und das Katalysator enthaltende Gemenge (die C-Materialien), welche die jeweiligen in Tabelle 2 gezeigten Masseverhältnisse aufwiesen, wurden unter Verwendung eines Füllschachts (hopper) in einen Zwillingsschneckenextruder gegeben, um in dem Extruder bei 200°C für 2 Minuten wärmeverknetet zu werden, und dann wurde ein Leiter mit einem äußeren Durchmesser von 2,4 mm mit der so hergestellten Zusammensetzung aus den verkneteten Gemengen extrusionsbeschichtet als ein Isolator mit einer Dicke von 0,7 mm (d. h. der äußere Durchmesser des isolierten Drahts nach der Extrusionsbeschichtung betrug 3,8 mm). Danach wurde die Zusammensetzung in einem Bad bei einer hohen Feuchtigkeit von 90% und einer hohen Temperatur von 85°C für 24 Stunden einer Quervernetzung mit Wasser unterworfen.

Beurteilungen der erhaltenen isolierten Drähte wurden durchgeführt aufgrund der Flexibilität und Benzinbeständigkeit. Darüber hinaus wurden Beurteilungen der erhaltenen isolierten Drähte auf Basis der Produkteigenschaften durchgeführt, d. h. Beurteilungen der erhaltenen isolierten Drähte auf Basis von Oberflächenerscheinung nach Extrusion wurden durchgeführt und Messungen der Zugfestigkeit und Zugdehnung (tensile elongation) und Gelgehalte der erhaltenen isolierten Drähte wurden erhalten. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt. Darüber hinaus sind Beschreibungen der Beurteilungsverfahren und der Messverfahren unten aufgeführt.

(Beurteilung der Flexibilität)

Die Beurteilungen der isolierten Drähte wurden durchgeführt in Bezug auf die Flexibilität durch Berührung, wenn die isolierten Drähte von Hand gebogen wurden. Genau genommen wurden die isolierten Drähte, welche sich gut anfühlten, als bestanden betrachtet, und solche isolierten Drähte, die sich schlecht anfühlten, wurden als durchgefallen angesehen.

(Beurteilung der Benzinbeständigkeit)

Die Beurteilungen der isolierten Drähte wurden durchgeführt in Bezug auf die Benzinbeständigkeit in Übereinstimmung mit ISO6722-11-1. Genau genommen wurden die isolierten Drähte jeweils in ISO1817-Benzin (eine Flüssigkeit C) bei 23 ± 5°C für 20 Stunden eingetaucht, aus dem Benzin entfernt, um das Benzin von ihren Oberflächen abzuwischen, bei Raumtemperatur für 30 Minuten getrocknet, und innerhalb von 5 Minuten nach dem Trocknungsschritt wurde der äußere Durchmesser gemessen. Diejenigen isolierten Drähte, welche eine Änderungsrate des äußeren Durchmessers von 15% oder weniger aufwiesen, wurden als bestanden betrachtet, wobei die Änderungsrate gemäß der folgenden Gleichung (Gleichung 1) berechnet wurde. Darüber hinaus wurden die isolierten Drähte jeweils um einen fest stehenden Dorn gewickelt und auf Rissbildung geprüft.

(Gleichung 1)

  • Änderungsrate = (äußerer Durchmesser vor Eintauchen – äußerer Durchmesser nach Eintauchen)/(externer Durchmesser vor Eintauchen) × 100 (%)

(Beurteilung der Eigenschaft)(Beurteilung der Oberflächenerscheinung nach Extrusion)

Die isolierten Drähte wurden jeweils visuell geprüft auf Unebenheiten, Rauheit und Blasen an ihrer gesamten Oberfläche und einem Querschnitt. Solche isolierten Drähte, welche frei von Unebenheiten, Rauheit und Blasen sind, wurden als „Gut” beurteilt.

(Zugfestigkeit und Zugdehnung)

Die Messungen der Zugfestigkeit und Zugdehnung der erhaltenen isolierten Leitungen wurden erreicht durch einen Zugtest im Einklang mit JIS C 3005. Genauer wurden die isolierten Drähte, nachdem ihre Leiter von ihnen entfernt wurden, jeweils auf eine Länge von 150 mm zugeschnitten und röhrenförmige Teststücke, welche lediglich die isolierenden Beschichtungsmaterialien einschließen, wurden erhalten. Dann wurden beide Enden eines jeden Teststücks in den Spannbacken eines Zugtesters befestigt und mit einer Zuggeschwindigkeit von 200 mm/min gezogen, und die Belastung und Dehnung zu den Zeitpunkten des Brechens jedes Teststücks wurden gemessen.

(Gelgehalt)

Die Gelgehalte der erhaltenen isolierten Leitungen wurden erhalten in Übereinstimmung mit JASO-D608-92. Um genau zu sein, wurden etwa 0,1 g Testproben der Isolatoren der isolierten Leitungen jeweils ausgewogen und in Reagenzgläser gegeben, zu welchen 20 mm Xylol zugegeben wurden, und dann wurden die Testproben jeweils auf eine konstante Ölbadtemperatur von 120°C für 24 Stunden erwärmt. Anschließend wurden die Testproben jeweils aus den Reagenzgläsern herausgenommen und in einem Trockner bei 100°C für 6 Stunden getrocknet. Die getrockneten Testproben wurden jeweils auf Raumtemperatur gekühlt und genau gewogen. Die Verhältnisse der Massen der Testproben nach dem Test zu den Massen der Testproben vor dem Test definieren die Gelgehalte. Der Standard des Gelgehalts ist 50% oder mehr. Der Gelgehalt wird im Allgemeinen verwendet für quervernetzte Leitungen als ein Index des Wasser-Quervernetzungszustands.

Aus Tabelle 2 ist es ersichtlich, dass der isolierte Draht gemäß dem Vergleichsbeispiel schlechter bei der Benzinbeständigkeit abschneidet. Es kann in Betracht gezogen werden, dass die Benzinbeständigkeit der Harzzusammensetzung erniedrigt ist, weil der isolierte Draht gemäß dem Vergleichsbeispiel kein Polypropylenelastomer in der Harzzusammensetzung, welches das Drahtbeschichtungsmaterial ist, enthält und das Silan-gepfropfte Polyethylen sehr niedriger Dichte stattdessen verwendet wird, um die Flexibilität des isolierten Drahts zu verbessern.

Im Gegensatz hierzu ist es gezeigt, dass die isolierten Drähte gemäß den vorliegenden Beispielen bezüglich ihrer Flexibilität und Benzinbeständigkeit ausgezeichnet sind. Dies liegt darin begründet, dass jeder der isolierten Drähte gemäß den vorliegenden Beispielen hergestellt ist durch Extrusionsbeschichtung des Leiters mit der Harzzusammensetzung, welche das Silan-gepfropfte Polyethylen enthält, das hergestellt wurde durch Pfropfpolymerisation von Polyethylen sehr niedriger Dichte mit der Dichte von 0,880 bis 0,895 g/cm3 mit dem Silan-Kopplungsmittel, dem Polypropylenelastomer, dem Metallhydroxid und dem Silan-Quervernetzungskatalysator und anschließendes Behandeln der Zusammensetzung mit einer Wasser-Quervernetzung nach dem Extrusionsbeschichtungsschritt.

Bezüglich der Eigenschaftenbeurteilungen ist darüber hinaus gezeigt, dass die isolierten Drähte gemäß den vorliegenden Beispielen ausgezeichnet sind in ihrer Oberflächenerscheinung nach Extrusion, Zugfestigkeit und Zugdehnung und vorteilhafte Quervernetzungsgrade aufweisen, die durch die Gelgehaltwerte angezeigt werden. Somit ist es aufgrund der Eigenschaftsbeurteilungen ersichtlich, dass die isolierten Drähte gemäß den vorliegenden Beispielen kein Problem in Bezug auf die Produktqualität aufweisen.

Die vorangehende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wurde dargelegt zum Zwecke der Erläuterung und Beschreibung; jedoch ist es nicht beabsichtigt, diese erschöpfend zu behandeln oder die vorliegende Erfindung auf die genaue offenbarte Ausführungsform einzuschränken, und Modifikationen und Variationen sind möglich, solange sie nicht von den Prinzipien der vorliegenden Erfindung abweichen.