Title:
Fernaktivierungsvorrichtung für einen Computer
Kind Code:
B4


Abstract:

Computerarbeitsplatzsystem mit:
einer Energieeinheit mit einem Ladesystem und mindestens einer wiederaufladbaren Batterie;
einer Basiseinheit, die eingerichtet ist, die Energieeinheit aufzunehmen;
einer Stützeinheit, die an der Basiseinheit befestigt ist und sich davon vertikal nach oben erstreckt;
einer in der Höhe verstellbaren Arbeitsfläche, die an der Stützeinheit und über der Basiseinheit befestigt ist, wobei die Arbeitsfläche eine im Wesentlichen flache Arbeitsfläche aufweist;
einer Aufbewahrungseinheit, die sich unter der Arbeitsfläche befindet, wobei die Aufbewahrungseinheit ein Sicherheitsfach aufweist, das eingerichtet ist, einen Computer mit einer bekannten physikalischen Adresse derart aufzunehmen, dass der Computer für einen Anwender unzugänglich ist;
einer Monitoranordnung, die an der Stützeinheit und über der Arbeitsfläche befestigt ist; und
einer Fernaktivierungsvorrichtung mit einer vom Anwender betätigbaren Vorrichtung,
wobei die Fernaktivierungsvorrichtung betreibbar ist, um:
die physikalische Adresse des Computers zu speichern;
ein wake on Local Area Network (WOL) Magic Packetsignal in Antwort auf eine Betätigung der vom Anwender betätigbaren Vorrichtung zu erzeugen, während der Computer nicht an ein kabelgebundenes Computernetzwerk angeschlossen ist; und
das WOL Magic Packetsignal über eine kabelgebundene Verbindung zwischen der Fernaktivierungsvorrichtung und dem Computer an den Computer zu senden.




Inventors:
ABU-AKEL FOUAD GERIES (US)
Application Number:
DE112008000698T
Publication Date:
01/11/2018
Filing Date:
03/14/2008
Assignee:
TOUCHPOINT MEDICAL INC (Concordville, Pa., US)



Foreign References:
64932202002-12-10
200500593862005-03-17
200601122872006-05-25
Other References:
Advanced Micro Devices, Inc.: Magic Packet Technology White Paper. Rev: A, Sun-nyvale, CA, 1995. URL: http://support.amd.com/us/Embedded_TechDocs/20213.pdf [abgerufen am 27. Juni 2012].
Norm IEEE Std 802-2001. 7. Februar 2002. IEEE Standard for Local and Metropolitan Area Networks: Overview and Architecture. Seite 28-30. URL: http://standards.ieee.org/getieee802/download/802-2001.pdf [abgerufen am 27. Juni 2012].
Attorney, Agent or Firm:
Weber & Heim Patentanwälte Partnerschaftsgesellschaft m.b.B., 81479, München, DE
Claims:
1. Computerarbeitsplatzsystem mit:
einer Energieeinheit mit einem Ladesystem und mindestens einer wiederaufladbaren Batterie;
einer Basiseinheit, die eingerichtet ist, die Energieeinheit aufzunehmen;
einer Stützeinheit, die an der Basiseinheit befestigt ist und sich davon vertikal nach oben erstreckt;
einer in der Höhe verstellbaren Arbeitsfläche, die an der Stützeinheit und über der Basiseinheit befestigt ist, wobei die Arbeitsfläche eine im Wesentlichen flache Arbeitsfläche aufweist;
einer Aufbewahrungseinheit, die sich unter der Arbeitsfläche befindet, wobei die Aufbewahrungseinheit ein Sicherheitsfach aufweist, das eingerichtet ist, einen Computer mit einer bekannten physikalischen Adresse derart aufzunehmen, dass der Computer für einen Anwender unzugänglich ist;
einer Monitoranordnung, die an der Stützeinheit und über der Arbeitsfläche befestigt ist; und
einer Fernaktivierungsvorrichtung mit einer vom Anwender betätigbaren Vorrichtung,
wobei die Fernaktivierungsvorrichtung betreibbar ist, um:
die physikalische Adresse des Computers zu speichern;
ein wake on Local Area Network (WOL) Magic Packetsignal in Antwort auf eine Betätigung der vom Anwender betätigbaren Vorrichtung zu erzeugen, während der Computer nicht an ein kabelgebundenes Computernetzwerk angeschlossen ist; und
das WOL Magic Packetsignal über eine kabelgebundene Verbindung zwischen der Fernaktivierungsvorrichtung und dem Computer an den Computer zu senden.

2. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung Folgendes aufweist:
einem Mikrocontroller mit einem Prozessormodul zum Erzeugen des WOL-Magic Packetsignals, einem Speichermodul zum Speichern der physikalischen Adresse des Computers und einem Eingabe/Ausgabe-Modul; und
einer Kommunikationssteuerung in Verbindung mit dem Mikrocontroller, wobei die Kommunikationssteuerung eingerichtet ist, um eine kabelgebundene Netzwerkverbindung zwischen dem Computer und der Fernaktivierungsvorrichtung bereitzustellen, wobei die Kommunikationssteuerung das Magic Packetsignal über die kabelgebundene Netzwerkverbindung an den Computer sendet.

3. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, wobei die vom Anwender betätigbare Vorrichtung eingerichtet ist, den Betrieb der Fernaktivierungsvorrichtung zu starten.

4. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, wobei die vom Anwender betätigbare Vorrichtung einen Schalter oder einen Knopf aufweist.

5. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung ferner ein Timermodul zum Starten des Betriebs der Fernaktivierungsvorrichtung zu einer vorbestimmten Zeit aufweist.

6. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, wobei die Kommunikationssteuerung der Fernaktivierungsvorrichtung ferner ein drahtloses Netzwerkschnittstellenmodul zur drahtlosen Netzwerkkonnektivität mit einem WLAN aufweist.

7. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 6, wobei der Betrieb der Fernaktivierungsvorrichtung durch die vom WLAN am drahtlosen Netzwerkschnittstellenmodul empfangenen Signale gestartet wird.

8. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung ferner eine Antenne zum Empfangen von Signalen bei einer anderen Frequenz als die Frequenz bei der ein beliebiges WLAN arbeitet, aufweist.

9. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 8, wobei der Betrieb der Fernaktivierungsvorrichtung durch die von der Antenne empfangenen Signale gestartet wird.

10. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung ferner eine Energiequelle zum Versorgen der Vorrichtung mit Energie aufweist.

11. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 10, wobei die Energiequelle der Fernaktivierungsvorrichtung eine Batterie aufweist.

12. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung durch die Energieeinheit mit Energie versorgt wird.

13. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung ferner eine externe Datenschnittstelle aufweist.

14. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 13, wobei die externe Datenschnittstelle der Fernaktivierungsvorrichtung mindestens eine universelle serielle Busverbindung (USB) oder eine Ethernetverbindung aufweist.

15. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung Folgendes aufweist:
eine programmierbare Logikvorrichtung, mit einer Logikschaltung zum Erzeugen des WOL-Magic Packetsignals, ein Speichermodul zum Speichern einer physikalischen Adresse des Zielcomputers und ein Eingabe/Ausgabe-Modul; und
eine Kommunikationssteuerung in Verbindung mit dem Mikrocontroller, wobei die Kommunikationssteuerung eingerichtet ist, um eine kabelgebundene Netzwerkverbindung zwischen dem Zielcomputer und der Fernaktivierungsvorrichtung bereitzustellen, wobei die Kommunikationssteuerung das Magic Packetsignal über die kabelgebundene Netzwerkverbindung an den Zielcomputer sendet.

16. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, ferner mit einer für den Anwender zugänglichen Eingabevorrichtung, die den Zugang zum Computerarbeitsplatzsystem steuert.

17. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 16, wobei die vom Anwender betätigbare Vorrichtung der Fernaktivierungsvorrichtung sich in der für den Anwender zugänglichen Eingabevorrichtung befindet.

18. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 17, wobei die vom Anwender betätigbare Vorrichtung der Fernaktivierungsvorrichtung einen Schalter oder einen Knopf aufweist.

19. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 18, wobei die vom Anwender betätigbare Vorrichtung der Fernaktivierungsvorrichtung zum Hochfahren des Computers dient.

20. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, ferner mit einer Tastaturablage, die zu einer verstauten Position unterhalb der Arbeitsfläche einschiebbar ist.

21. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 1, ferner mit einer Steuereinheit, die den Zugang zum Arbeitsplatzsystem oder Computer steuert, wobei die Steuereinheit mindestens einen Knopf, einen Schalter, eine alphanumerische Tastatur, eine numerische Tastatur, eine alphabetische Tastatur oder eine biometrische Zugangsvorrichtung aufweist.

22. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 21, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung eine vom Anwender betätigbare Vorrichtung aufweist, die sich in der Steuereinheit befindet.

23. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 22, wobei die vom Anwender betätigbare Vorrichtung der Fernaktivierungsvorrichtung einen Schalter oder einen Knopf aufweist.

24. Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 23, wobei die vom Anwender betätigbare Vorrichtung der Fernaktivierungsvorrichtung zum Hochfahren des Computers dient.

25. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem mit:
einem bewegbaren Chassis;
einer im Wesentlichen horizontalen Ablage, die durch das Chassis gestützt wird, die eine Arbeitsfläche definiert;
einem Höheneinstellmechanismus zum Ändern der Höhe der horizontalen Ablage;
einem Anzeigebildschirm in der Nähe der Arbeitsfläche, der im Bezug zur Arbeitsfläche schwenkbar ist;
einer Eingabevorrichtung, die in der Nähe der Arbeitsfläche gestützt ist; einer Energieeinheit, die durch das Chassis gestützt ist, um dem Anzeigebildschirm mit Energie zu versorgen;
einem Computer mit einer physikalischen Adresse;
einem Sicherheitsfach, welches eingerichtet ist, einen Computer derart aufzunehmen, dass der Computer für einen Anwender unzugänglich ist; und
einer Fernaktivierungsvorrichtung mit einer vom Anwender betätigbaren Vorrichtung,
wobei die Fernaktivierungsvorrichtung betreibbar ist, um:
die physikalische Adresse des Computers zu speichern;
ein Wake on Local Area Network (WOL) Magic Packetsignal in Antwort auf eine Betätigung der vom Anwender betätigbaren Vorrichtung zu erzeugen, während der Computer nicht an ein kabelgebundenes Computernetzwerk angeschlossen ist; und
das WOL Magic Packetsignal über eine kabelgebundene Verbindung zwischen der Fernaktivierungsvorrichtung und dem Computer an den Computer zu senden.

26. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 25, wobei der Höheneinstellmechanismus einen vertikalen Träger aufweist, der sich vertikal von der Basiseinheit erstreckt, wobei der vertikale Träger auf unterschiedliche Längen in eine vertikale Richtung verlängerbar ist.

27. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 25, wobei die Energieeinheit im Chassis aufgenommen ist.

28. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 25, ferner mit einem Ablagegehäuse, das an und unterhalb der horizontalen Arbeitsfläche befestigt ist und die Herausziehablage darin gleitbar aufnimmt.

29. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 25, wobei das bewegliche Chassis eine Mehrzahl an Rädern aufweist und die Energieeinheit im Chassis aufgenommen ist und sich ein Teil der Energieeinheit unter einer oberen Oberfläche der Räder erstreckt.

30. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 25, wobei der Computer in einem gemeinsamen Gehäuse mit dem Anzeigebildschirm integriert ist.

31. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 25, wobei das gemeinsame Gehäuse, der Computer und der Anzeigebildschirm in Bezug auf die horizontale Arbeitsfläche schwenkbar befestigt sind.

32. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 25, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung Folgendes aufweist:
einem Mikrocontroller mit einem Prozessormodul zum Erzeugen eines WOL-Magic Packetsignals, ein Speichermodul zum Speichern der physikalischen Adresse des Computers und ein Eingabe/Ausgabe-Modul; und
eine Kommunikationssteuerung in Verbindung mit dem Mikroprozessor, wobei die Kommunikationssteuerung eingerichtet ist, um eine kabelgebundene Netzwerkverbindung zwischen dem Zielcomputer und der Fernaktivierungsvorrichtung bereitzustellen, wobei die Kommunikationssteuerung das Magic Packetsignal über die kabelgebundene Netzwerkverbindung an den Zielcomputer sendet.

33. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 25, wobei die vom Anwender betätigbare Vorrichtung der Fernaktivierungsvorrichtung den Betrieb der Fernaktivierungsvorrichtung startet.

34. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 25, wobei die vom Anwender betätigbare Vorrichtung einen Schalter oder einen Knopf aufweist.

35. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 25, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung ferner ein Timermodul zum Starten des Betriebs der Fernaktivierungsvorrichtung zu einer vorbestimmten Zeit aufweist.

36. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 32, wobei die Kommunikationssteuerung der Fernaktivierungsvorrichtung ferner ein drahtloses Netzwerkschnittstellenmodul zur drahtlosen Netzwerkkonnektivität mit einem WLAN aufweist.

37. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 36, wobei der Betrieb der Fernaktivierungsvorrichtung durch die vom WLAN am drahtlosen Netzwerkschnittstellenmodul empfangenen Signale gestartet wird.

38. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 32, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung ferner eine Antenne zum Empfangen von Signalen bei einer anderen Frequenz als die Frequenz bei der ein beliebiges WLAN arbeitet, aufweist.

39. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 38, wobei der Betrieb der Fernaktivierungsvorrichtung durch die von der Antenne empfangenen Signale gestartet wird.

40. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 32, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung ferner eine Energiequelle zum Versorgen der Vorrichtung mit Energie aufweist.

41. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 40, wobei die Energiequelle der Fernaktivierungsvorrichtung eine Batterie aufweist.

42. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 32, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung durch die Energieeinheit mit Energie versorgt wird.

43. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 32, wobei die Fernaktivierungsvorrichtung eine externe Datenschnittstelle aufweist.

44. Mobiles Computerarbeitsplatzsystem nach Anspruch 43, wobei die externe Datenschnittstelle der Fernaktivierungsvorrichtung mindestens eine universelle serielle Busverbindung (USB) oder eine Ethernetverbindung aufweist.

Description:
GEBIET

Die vorliegende Offenbarung betrifft im Allgemeinen eine Fernaktivierungsvorrichtung für einen Computer, und insbesondere eine Fernaktivierungsvorrichtung die eine Wake-on-LAN(WOL)-Funktionalität bereitstellt, wenn der Computer nicht an ein Computernetzwerk angeschlossen ist.

HINTERGRUND

Die Aussagen in diesem Abschnitt stellen lediglich Hintergrundinformationen in Bezug auf die vorliegende Offenbarung bereit und stellen nicht unbedingt Stand der Technik dar.

Wake-on-LAN (WOL) ist eine bekannte Computertechnologie und war seit den späten 1990er Jahren verfügbar. WOL ist eine Hardware und Software die zum „Aufwecken” (d. h., Hochfahren) von „schlafenden” (d. h., ausgeschalteten) Computersystemen verwendet wird. WOL sendet speziell kodierte Signale (d. h., ein Magic Packet) von einer Maschine (z. B. einem zentralen Rechner) zu einer anderen Maschine (z. B. einem Zielcomputer) über ein kabelgebundenes Computernetzwerk, um den Zielcomputer hochzufahren. WOL-Funktionalität ermöglicht es einem Computeradministrator alle Computer an einem kabelgebundenen Netzwerk entfernt hochzufahren, sodass diese Maschinen Wartung oder Aktualisierungen erhalten können, selbst wenn die Anwender die Computer ausgeschaltet haben.

WOL-Funktionalität erfordert, dass der Zielcomputer, der das WOL-Signal empfängt physikalisch an ein kabelgebundenes Computernetzwerk angeschlossen ist und dass der Zielcomputer ausgestattet ist, um auf das von einem zentralen Rechner gesandte WOL-Signal zu reagieren. Folglich wurde WOL-Technologieunterstützung in LAN auf der Hauptplatine (LAN an Motherboard, LOM) und LAN-Adapterkarten von mobilen Computern, wie Notebookcomputer, eingebaut.

Mobile Computerarbeitsplatzsysteme werden in einer wachsenden Population von Arbeitsumgebungen alltäglich. Im Allgemeinen ist ein mobiles Computerarbeitsplatzsystem eine transportable Arbeitsplattform in die ein Computer, wie ein Notebook-PC, nahtlos integriert ist. Derartige Computerarbeitsplatzsysteme sind häufig für die speziellen Aufgaben und Arbeitsweisen im praktischen Einsatz oder in der Industrie, in der sie verwendet werden, eigens angepasst. Zum Beispiel sind mobile Computerarbeitsplatzsysteme, die eigens für die Verwendung in Krankenhäusern und ähnlichen medizinischen Einrichtungen angepasst sind, bekannt. Ein derartiges mobiles Computerarbeitsplatzsystem ist im US-Patent Nr. 6,721,178 mit dem Titel „Mobile Clinical Workstation” und erteilt an Flo Healthcare Solutions, LLC, dem Bevollmächtigten der betreffenden Anmeldung, dargestellt. Die Offenbarung des US-Patents Nr. 6,721,178 wird hiermit unter Bezugnahme hier eingebracht.

Typischerweise ist der Computer eines mobilen Computerarbeitsplatzsystems nicht an ein kabelgebundenes Netzwerk angeschlossen, ist jedoch zur drahtlosen Verbindung mit einem LAN konfiguriert. Außerdem ist der Computer nicht einmal an das LAN drahtlos angeschlossen, wenn der Computer während des Nichtgebrauchs ausgeschaltet ist und kann auch nicht an das LAN angeschlossen sein, wenn das Arbeitsplatzsystem seine eigene Stromversorgung auflädt. In derartigen Fällen kann ein zum Verwalten von einem oder mehreren mobilen Computerarbeitsplatzsystemen verantwortlicher Systemadministrator nicht den Vorteil der WOL-Funktionalität zum Durchführen von Routineaufgaben an den Computern des Arbeitsplatzsystems nutzen, da der Computer nicht an das Netzwerk angeschlossen ist.

Folglich bleibt ein Bedarf für eine Vorrichtung, die WOL-Fähigkeit für einen nicht an ein Netzwerk angeschlossenen Computer eines mobilen Computerarbeitsplatzsystems bereitstellt.

Zudem ist, da der Computer eines mobilen Computerarbeitsplatzsystems typischerweise an einer sicheren Stelle, wie ein abgeschlossenes Fach, am Arbeitsplatzsystem aufgenommen ist, der Netzschalter des Computers dem Anwender des Arbeitsplatzsystems nicht leicht zugänglich. Frühere Vorschläge, dem Anwender einen Fernzugang zum Netzschalter des Computers zu ermöglichen, bewährten sich, obwohl ausreichend für spezifische Anwendungen, als nicht einsetzbar für jeden aus der Vielfalt an Computern, die an einem Arbeitsplatzsystem eingesetzt sein können. Folglich bleibt ein Bedarf für eine Vorrichtung, die es einem Anwendern ermöglicht, einen Computer anzuschalten, der für den Anwender unzugänglich ist, ungeachtet des bestimmten Computers, der in dem Arbeitsplatzsystem verwendet wird.

US 2005/0059386 A1 offenbart ein drahtloses Netzwerk mit mehreren Netzwerkcomputern, die mittels einer drahtlosen Netzwerkkarte über das Netzwerk, an welches sie angeschlossen sind, aufgeweckt werden können.

IEEE Std 802-2001 beschreibt Netzwerkstandards.

US 6 493 220 B1 beschreibt einen mobilen Arbeitsplatz mit einer höhenverstellbaren Arbeitsplatte für einen Computerbildschirm und einem ausziehbaren Tastaturfach unterhalb der Arbeitsplatte.

US 2006/0112287 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zum drahtlosen Aufwecken von Computervorrichtungen über ein Computernetzwerk.

Advanced Micro Devices, Inc.: Magic Packet Technology White Paper, Rev. A, 1995 enthält eine Beschreibung der Magic Packet Technologie.

Offenbart ist eine Fernaktivierungsvorrichtung zur Verwendung mit einem mobilen Computerarbeitsplatzsystem, das nicht an ein Netzwerk angeschlossen ist. Die Fernaktivierungsvorrichtung arbeitet zum Hochfahren eines schlafenden Computers von einem mobilen Arbeitsplatzsystem, sodass sich der Computer anschließend mit einem WLAN in einer Arbeitsumgebung verbinden und Routinewartung oder Aktualisierungen erhalten oder einen gewünschten Vorgang, wie vom zentralen Rechner des Netzwerks angewiesen, durchführen kann.

Die Fernaktivierungsvorrichtung kann auch in Anwendungen, in denen der Computer selbst für den Anwender physikalisch unzugänglich ist, wie z. B. wenn sich der Computer in einem gesicherten Fach oder Gehäuse befindet, einen für einen Anwender zugänglichen „EIN”-Schalter für den Computer bereitstellen. Sobald der Computer eingeschaltet ist, steht er für die Verwendung durch den Anwender bereit.

Die Fernaktivierungsvorrichtung weist im Allgemeinen einen Mikrocontroller und eine Kommunikationssteuerung auf. Die Fernaktivierungsvorrichtung ist an den Computer des mobilen Computerarbeitsplatzsystems über die Kommunikationssteuerung der Vorrichtung und einem Netzwerkadapter des Computers des Arbeitsplatzsystems angeschlossen. Die Fernaktivierungsvorrichtung ist konfiguriert, um einen zentralen Rechner eines Netzwerkes zu simulieren, der WOL-Technologie zum „Aufwecken” des Computers des Arbeitsplatzsystems verwendet. Als solches ersetzt die Fernaktivierungsvorrichtung den zentralen Rechner des Netzwerkes und bildet ein „Mininetzwerk” mit dem Zielcomputer. Die Fernaktivierungsvorrichtung erzeugt und sendet ein WOL-Magic Packet an den Computer des Arbeitsplatzsystems das den Computer anweist, anzuschalten. Sobald der Computer angeschaltet ist, kann sich der Computer drahtlos an das LAN in der Arbeitsumgebung anschließen. Danach kann ein Hauptrechner des Netzwerks mit dem Computer des Arbeitsplatzsystems kommunizieren. Folglich kann ein Administrator den Computer des Arbeitsplatzsystems verwalten.

Die Fernaktivierungsvorrichtung kann manuell, automatisch und/oder ferngesteuert betrieben werden. In einer Ausführungsform der Fernaktivierungsvorrichtung umfasst die Vorrichtung einen für den Anwender zugänglichen „EIN”-Schalter. Betätigt der Anwender den Schalter, erzeugt und sendet die Fernaktivierungsvorrichtung ein WOL-Magic Packet an den Zielcomputer, um den Computer einzuschalten. In einer anderen Ausführungsform der Fernaktivierungsvorrichtung umfasst die Vorrichtung eine Antenne zum Empfangen eines Funksignals. Die Vorrichtung wird dann von einem Funksignal, z. B. von einem zentralen Rechner, aufgefordert, ein WOL-Magic Packet zu erzeugen und an den Zielcomputer zu senden. Das Funksignal kann durch die Betätigung eines Anwenders, wie einem Computeradministrator, in Echtzeit erzeugt werden oder es kann programmiert sein, um falls gewünscht automatisch erzeugt zu werden. In noch einer anderen Ausführungsform der Fernaktivierungsvorrichtung weist die Vorrichtung einen Timer, der programmiert ist, um zu bewirken, dass die Vorrichtung z. B. zu einem vorbestimmten Datum und einer vorbestimmten Zeit ein WOL-Magic Packet erzeugt und an den Zielcomputer sendet, auf.

Schließlich kann die Fernaktivierungsvorrichtung den Computer des mobilen Arbeitsplatzsystems hochfahren, ohne dass der Computer des Arbeitsplatzsystems an ein kabelgebundenes Netzwerk angeschlossen ist. Die Fernaktivierungsvorrichtung kann mit einem beliebigen Computer verwendet werden, der WOL-Technologie integriert hat oder damit kompatibel ist.

Die Fernaktivierungsvorrichtung ist relativ klein und leicht in das mobile Computerarbeitsplatzsystem zu integrieren. Der Strombedarf der Fernaktivierungsvorrichtung ist minimal und sie kann mit Energieversorgung durch ihre eigene zugehörige Batterie oder mit Energieversorgung durch die Hauptstromzufuhr des Arbeitsplatzsystems arbeiten.

In einem Aspekt stellt die Offenbarung eine Fernaktivierungsvorrchtung zum Ermöglichen von WOL-Fähigkeit in einem Zielcomputer mit einer nicht an ein kabelgebundenes Computernetzwerk angeschlossenen kabelgebundenen Netzwerkschnittstelle bereit, die einen Mikrocontroller, der ein Prozessormodul zum Erzeugen eines WOL-Magic Packetsignals hat, ein Speichermodul zum Speichern der MAC-Adresse des Zielcomputers und ein E/A-Modul und einer Kommunikationssteuerung in Kommunikation mit dem Mikrocontroller und zum Bereitstellen einer kabelgebundenen Netzwerkverbindung zwischen dem Zielcomputer und der Fernaktivierungsvorrichtung eingerichtet ist, aufweist, wobei die Kommunikationssteuerung das Magic Packet über die kabelgebundenen Netzwerkverbindung an den Zielcomputer sendet.

In einem anderen Aspekt stellt die Offenbarung eine Fernaktivierungsvorrchtung zum Ermöglichen von WOL-Fähigkeit in einem Zielcomputer mit einer nicht an ein kabelgebundenes Computernetzwerk angeschlossenen kabelgebundenen Netzwerkschnittstelle bereit, die eine programmierbare Logikvorrichtung mit einer Logikschaltung zum Erzeugen eines WOL Magic Packetsignals, ein Speichermodul zum Speichern der MAC-Adresse des Zielcomputers und ein E/A-Modul und eine Kommunikationssteuerung in Kommunikation mit dem Mikrocontroller aufweist und zum Bereitstellen einer kabelgebundenen Netzwerkverbindung zwischen dem Zielcomputer und der Fernaktivierungsvorrichtung eingerichtet ist, wobei die Kommunikationssteuerung das Magic Packet über die kabelgebundene Netzwerkverbindung an den Zielcomputer sendet.

In noch einem anderen Aspekt der Offenbarung ist ein Computerarbeitsplatzsystem offenbart, als aufweisend eine Basiseinheit, eine in der Basiseinheit aufgenommene Energieeinheit, wobei die Energieeinheit zum Versorgen des Arbeitsplatzsystems betriebsfähig ist, eine Stützeinheit, die an die Basiseinheit befestigt ist und sich vertikal davon nach oben erstreckt, eine im Wesentlichen horizontale und flache Arbeitsfläche, die an der Stützeinheit und über der Basiseinheit befestigt ist, eine Monitoranordnung, die über der Arbeitsfläche befestigt ist und einen Monitor und eine Monitorbefestigungsstruktur aufweist, wobei es die Befestigungsstruktur ermöglicht, dass sich der Monitor um mindestens eine Achse dreht, eine in der Monitoranordnung oder der Arbeitsfläche aufgenommene Steuereinheit, einen Computer, der in einem an der Stützeinheit befestigten Fach aufgenommen ist und eine Fernaktivierungsvorrichtung zum Ermöglichen von WOL-Fähigkeit im Computer, während er nicht an ein kabelgebundenes Computernetzwerk angeschlossen ist.

In noch einem anderen Aspekt stellt die Offenbarung ein Computerarbeitsplatzsystem mit einer Basiseinheit bereit, die angepasst ist, um eine Energieeinheit aufzunehmen, wobei die Energieeinheit ein Ladesystem und mindestens eine wiederaufladbare Batterie, eine Stützeinheit, die an der Basiseinheit befestigt ist und sich davon vertikal nach oben erstreckt, eine in der Höhe einstellbare Arbeitsfläche, die an der Stützeinheit und über der Basiseinheit befestigt ist, wobei die Arbeitsfläche eine im Wesentlichen flache Arbeitsfläche aufweist, eine unter der Arbeitsfläche befindliche Aufbewahrungseinheit, wobei die Aufbewahrungseinheit eingerichtet ist, um einen Computer aufzunehmen, eine Fernaktivierungsvorrichtung zum Ermöglichen von WOL-Fähigkeit im Computer, während er nicht an ein kabelgebundenes Computernetzwerk angeschlossen ist und eine an die Stützeinheit und über der Arbeitsfläche befestigte Monitoranordnung, aufweist.

Ein anderer Aspekt der Offenbarung beschreibt ein mobiles Arbeitsplatzsystem mit einem bewegbaren Untergestell, eine von dem Untergestell gestützte im Wesentlichen horizontale Ablage, die eine Arbeitsfläche definiert, einen Höheneinstellmechanismus zum Andern der Höhe der horizontalen Ablage, einen Anzeigebildschirm neben der Arbeitsfläche, der in Bezug auf die Arbeitsfläche schwenkbar ist, eine Eingabevorrichtungsablage, die neben der Arbeitsfläche gestützt ist, eine durch das Untergestell gestützte Energieeinheit zum Versorgen des Anzeigebildschirms mit Energie, einen Computer und eine Feraktivierungsvorrichtung zum Ermöglichen von WOL-Fähigkeit im Computer, während er nicht an ein kabelgebundenes Computernetzwerk angeschlossen ist.

Ein noch weiterer Aspekt der Offenbarung stellt ein Verfahren zur Verwendung einer Fernaktivierungsvorrichtung zum Ermöglichen von WOL-Fähigkeit in einem nicht an ein kabelgebundenes Computernetzwerk angeschlossenen Zielcomputer bereit, das die Synchronisierung der Fernaktivierungsvorrichtung mit dem Zielcomputer, den Startbetrieb der Fernaktivierungsvorrichtung über eine Anwenderbetätigte Eingabevorrichtung, das Erzeugen eines WOL-Magic Packetsignals durch die Fernaktivierungsvorrichtung und das Senden des WOL-Magic Packetsignals von der Fernaktivierungsvorrichtung zum Zielcomputer und das Einschalten des Zielcomputers beinhaltet. Zudem sind das Einrichten einer drahtlosen Netzwerkverbindung zwischen dem Zielcomputer und einem WLAN und das Fernstarten von Vorgängen auf dem Zielcomputer über ein WLAN, beschrieben.

Noch ein anderer Aspekt der Offenbarung ist ein Verfahren zum Ermöglichen von WOL-Fähigkeit in einem nicht an ein kabelgebundenes Computernetzwerk angeschlossenen Zielcomputer. Das Verfahren weist das Bereitstellen einer Fernaktivierungsvorrichtung auf, aufweisend einen Mikrocontroller, eine Kommunikationssteuerung in Kommunikation mit dem Mikrocontroller, das Erhalten der MAC-Adresse des Zielcomputers, das Programmieren der MAC-Adresse in den Mikrocontroller der Fernaktivierungsvorrichtung, das Starten des Betriebs der Fernaktivierungsvorrichtung, das Einrichten einer kabelgebundenen Netzwerkverbindung zwischen der Fernaktivierungsvorrichtung und dem Zielcomputer, das Erzeugen eines WOL-Magic Packetsignals in der Fernaktivierungsvorrichtung und das Senden des WOL-Magic Packetsignals von der Fernaktivierungsvorrichtung zum Zielcomputer, wodurch bewirkt wird, dass der Zielcomputer hochfährt.

Weitere Bereiche an Anwendbarkeit werden aus der hier bereitgestellten Beschreibung ersichtlich. Es sollte klar sein, dass die Beschreibung und spezifische Beispiele nur zu Veranschaulichungszwecken gedacht sind und nicht dazu gedacht sind, um den Umfang der vorliegenden Offenbarung zu beschränken.

ZEICHNUNGEN

Die hier beschriebenen Zeichnungen sind nur zu Veranschaulichungszwecken und nicht gedacht, den Umfang der vorliegenden Offenbarung in irgendeiner Weise zu beschränken.

1 veranschaulicht ein beispielhaftes Computersystem, das die Fernaktivierungsvorrichtung aufweist.

2a ist ein Blockdiagramm, das die Fernaktivierungsvorrichtung allgemein beschreibt.

2b ist ein Blockdiagramm, das eine alternative Konfiguration der Fernaktivierungsvorrichtung allgemein beschreibt.

2c ist ein Blockdiagramm, das eine andere alternative Konfiguration der Fernaktivierungsvorrichtung allgemein beschreibt.

2d ist ein Blockdiagramm, das noch eine andere alternative Konfiguration der Fernaktivierungsvorrichtung allgemein beschreibt.

3a ist eine frontale Perspektivansicht von einem beispielhaften mobilen Computerarbeitsplatzsystem, das die Fernaktivierungsvorrichtung aufweist.

3b ist eine frontale Perspektivansicht von einem anderen beispielhaften mobilen Computerarbeitsplatzsystem, das die Fernaktivierungsvorrichtung aufweist.

3c ist eine frontale Perspektivansicht von noch einem anderen beispielhaften mobilen Computerarbeitsplatzsystem, das die Fernaktivierungsvorrichtung aufweist.

4 ist ein Blockdiagramm, das ein beispielhaftes Betriebsverfahren der Fernaktivierungsvorrichtung veranschaulicht.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Die folgende Beschreibung ist lediglich von beispielhafter Natur und nicht gedacht, die vorliegende Offenbarung, Anwendung oder Verwendungen zu beschränken.

Ein beispielhaftes Computersystem 10, das die Fernaktivierungsvorrichtung 12 der vorliegenden Offenbarung aufweist, ist in 1 dargestellt. Das beispielhafte Computersystem 10 weist einen zentralen Netzwerkrechner 14 (z. B. einen Netzwerkserver) und einen Zielcomputer 16 (z. B. einen Netzwerkclient), die über ein drahtloses lokales Netzwerk 18 (d. h. ein WLAN, wie eines, das die Spezifizierungen der 802.11 Familie erfüllt) verbunden sind und die Fernaktivierungsvorrichtung 12 auf.

Der Zielcomputer 16 umfasst eine kabelgebundene Netzwerkschnittstelle 20 (z. B. eine Netzwerkschnittstellenkarte, wie einen Ethernetadapter). Zudem ist der Zielcomputer 16 mit einer drahtlosen Netzwerkschnittstelle 22 (z. B. eine drahtlose Netzwerkschnittstellenkarte, die eine Antenne hat) zur drahtlosen Konnektivität mit dem WLAN ausgestattet. Außerdem ist der Zielcomputer 16 WOL-kompatibel. Der Zielcomputer 16 kann z. B. in ein mobiles Computerarbeitsplatzsystem (siehe z. B. 3a, 3b und 3c) integriert sein. Arbeitet der Zielcomputer 16 in einer derartigen Konfiguration, ist er typischerweise nicht über seine kabelgebundene Netzwerkschnittstelle an ein LAN angeschlossen. Stattdessen setzt der Zielcomputer 16 eine drahtlose Netzwerkschnittstelle ein, um sich während des Betriebs an das WLAN 18 anzuschließen.

Mit Bezug auf 2a und 2b weist die Femaktivierungsvorrichtung 12 im Wesentlichen einen Mikrokontroller 24 und eine Kommunikationssteuerung 26 auf. Der Mikrokontroller 24 kann ein Verarbeitungsmodul 28, wie eine zentrale Verarbeitungseinheit (z. B. einen 8-Bit-Processor), ein Speichermodul 30 (z. B. RAM, ROM, PROM, EPROM, EEPROM oder Flashmemory) und ein Eingangs-/Ausgangs(E/A)modul 32 aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann der Mikrokontroller 24 des Weiteren ein Timermodul 27 aufweisen.

Alternativ dazu kann die Fernaktivierungsvorrichtung 12 eine programmierbare Logikvorrichtung 25, aufweisend eine Logikschaltung 29, ein Speichermodul 31 und ein E/A-Modul 33, wie in 2c und 2d dargestellt, aufweisen.

Die Kommunikationssteuerung 26 kann ein kabelgebundenes Netzwerkschnittstellenmodul 34 (z. B. einen Ethernetadapter) zur kabelgebundenen Netzwerkkonnektivität an den Zielcomputer 16, wie nachstehend beschrieben, und zur wahlweisen kabelgebundenen Netzwerkanschließbarkeit an ein LAN 35 aufweisen. Zudem kann die Kommunikationssteuerung wahlweise ein drahtloses Netzwerkschnittstellenmodul 36 und eine Antenne 38 zur Netzwerkkonnektivität an das WLAN 18 (siehe 2a und 2c) aufweisen. Kabelgebundene und drahtlose Netzwerkschnittstellen sind auf dem Fachgebiet bekannt und zur Verwendung mit der Aktivierungsvorrichtung 12 geeignet.

Alternativ oder zusätzlich kann die Fernaktivierungsvorrichtung 12 eine Antenne 40 zum Empfangen von Signalen auf einer anderen Frequenz als der Frequenz, bei der das WLAN 18 betrieben wird, aufweisen.

Die Fernaktivierungsvorrichtung 12 ist mit einem Zielcomputer 16 (z. B. der Computer eines mobilen Computerarbeitsplatzsystems) über das kabelgebundene Netzwerkschnittstellenmodul 34 der Kommunikationssteuerung 26 der Vorrichtung 12 und einer kabelgebundenen Netzwerkschnittstelle 20 des Zielcomputers 16 verbunden. Ein Ethernetkabel 42, wie auf dem Fachgebiet bekannt ist, kann das physikalische Mittel zum Erzielen der kabelgebundenen Verbindung zwischen der Fernaktivierungsvorrichtung 12 und dem Zielcomputer 16 ausbilden. Auf diese Weise simuliert die Fernaktivierungsvorrichtung 12 einen zentralen Netzwerkrechner und bildet ein „Mininetzwerk” mit dem Zielcomputer 16. Die Fernaktivierungsvorrichtung 12 kann dann WOL-Technologie verwenden, um den Zielcomputer 16 „aufzuwecken”. In dieser Hinsicht erzeugt die Fernaktivierungsvorrichtung 12 ein WOL-Magic Packet und sendet es zum Zielcomputer 16, welches den Computer anweist, hochzufahren. Sobald der Zielcomputer 16 an ist, kann sich der Zielcomputer 16 an das WLAN 18 und den Netzwerkhauptrechner 14 der Arbeitsumgebung anschließen. Danach kann der zentrale Rechner 14 des Netzwerks mit dem Zielcomputer 16 über das WLAN 18 kommunizieren und Anweisungen (z. B. Wartungsvorgänge durchzuführen) bereitstellen.

Schließlich ist die Fernaktivierungsvorrichtung 12 betriebsfähig, den Zielcomputer 16 hochzufahren, ohne dass der Zielcomputer an ein kabelgebundenes Netzwerk angeschlossen ist. Die Fernaktivierungsvorrichtung 12 kann mit einem beliebigen Zielcomputer 16 verwendet werden, der WOL-Technologie aufweist oder damit kompatibel ist.

Die Fernaktivierungsvorrichtung 12 ist relativ kompakt und ihr Strombedarf ist im Allgemeinen minimal. Die Fernaktivierungsvorrichtung 12 kann mit von ihrer eigenen dezidierten Batterie 39 (siehe z. B. 2b) bereitgestellten Energie oder mit von einer anderen Vorrichtung bereitgestellten Energie, wie die Hauptstromversorgung eines mobilen Computerarbeitsplatzsystems, in den die Fernaktivierungsvorrichtung 12 integriert sein kann, betrieben werden.

Mit Bezug auf 3a, 3b und 3c kann die Fernaktivierungsvorrichtung 12 leicht in ein mobiles Computerarbeitsplatzsystem 100, 200, 300 integriert werden. Ein beispielhaftes mobiles Computerarbeitsplatzsystem ist in dem US-Patent Nr. 6,721,178 mit dem Titel „Mobile Clinical Workstation” und erteilt für Flo Healthware Solutions, LLC, der Bevollmächtigte der betreffenden Anmeldung, offenbart. Ein weiteres beispielhaftes mobiles Computerarbeitsplatzsystem ist in der Veröffentlichung der US-Patentanmeldung Nr. 2007/0228680 mit dem Titel „Modular Workstation” offenbart. Die Offenbarungen von US-Patent Nr. 6,721,178 und der Veröffentlichung der US-Patentanmeldung Nr. 2007/0228680 werden hiermit unter Bezugnahme eingebracht.

3a3c zeigen verschiedene mobile Computerarbeitsplatzsysteme 100, 200, 300 in die die Fernaktivierungsvorrichtung 12 eingebracht werden kann. Die mobilen Computerarbeitsplatzsysteme 100, 300 von 3a und 3c weisen im Wesentlichen Hauptkomponenten wie eine Basiseinheit 102, 302, eine Energieeinheit 104, 304, eine Stützeinheit 106, 306, eine Arbeitsfläche 108, 308 mit oder ohne einer optionalen Aufbewahrungseinheit 310, eine Monitoranordnung 112, 312 und eine Steuereinheit 114, 314 auf. Die Basiseinheit 102, 302 stellt eine Basis für das Arbeitsplatzsystem 100, 300 bereit und nimmt auch die Energieeinheit 104, 304 auf. Die Stützeinheit 106, 306 ist an der Basiseinheit 104, 304 befestigt und erstreckt sich vertikal davon. Die Arbeitsfläche 108, 308 und die optionale Aufbewahrungseinheit 310, die Steuereinheit 114, 314 und die Monitoranordnung 112, 312 sind wiederum an der Stützeinheit 106, 306 befestigt. In mobilen Computerarbeitsplatzsystemen 200, wie das in 3b dargestellte, sind eine Arbeitsfläche 208 und eine Aufbewahrungseinheit 210 an der Basiseinheit 202 befestigt.

Die Energieeinheit 104, 204, 304 stellt dem Arbeitsplatzsystem 100, 200, 300 und seinem Zubehör und/oder peripheren Komponenten 116, 216, optional umfassend die Fernaktivierungsvorrichtung 12, falls diese Vorrichtung nicht ihre eigene interne Stromzufuhr, wie z. B. eine Batterie 39, aufweist, elektrische Energie (z. B. Gleichstrom) bereit. Die Energieeinheit 104, 204, 304 kann ein Ladesystem und ein oder mehrere wiederaufladbare Batterien aufweisen. Das Ladesystem erhält Wechselstrom von z. B. einem Wandauslass und liefert Gleichstrom an die Batterien, um sie zu laden.

Die Stützeinheit 106, 306 kann vertikal einstellbar sein (siehe z. B. 3a und 3c), um die Position der Arbeitsfläche 108, 308 und der optionalen Aufbewahrungseinheit 310, der Steuereinheit 114, 314 und der Monitoranordnung 112, 312 zu beeinflussen, um einen breiten Bereich an Anwendervorlieben unter einer Vielfalt an Arbeitsbedingungen, wie z. B. Stehen oder sitzend, anzupassen. Alternativ dazu kann die Arbeitsfläche 208 und jede umfasste Aufbewahrungseinheit 210 von fixierter Höhe sein, wie es in 3b bildlich dargestellt ist.

Die Arbeitsfläche 108, 208, 308 und die wahlweise Aufbewahrungseinheit 210, 310 sind an der Stützeinheit 106, 306 über der Basiseinheit 102, 302 (3a und 3c) befestigt oder sind über eine Schrankstützeinheit 206 (3b) direkt an der Basiseinheit 202 befestigt. Die Arbeitsfläche 108, 208, 308 und die optionale Aufbewahrungseinheit 210, 310 versehen das Arbeitsplatzsystem 100, 200, 300 mit ausreichend Arbeits- und Aufbewahrungsplatz. Die Oberseite der Arbeitsfläche 108, 208, 308 wird als eine im Wesentlichen flache Oberfläche dargestellt, die einen Platz bereitstellt, an dem der Anwender die allgemeinen Arbeitsaufgaben durchführt, die mit der Verwendung des mobilen Computerarbeitsplatzsystems 100, 200, 300 verbunden sind.

Ein zusätzliches Merkmal, das in die Arbeitsfläche 308 eingebracht werden kann ist eine Hilfsarbeitsfläche 318, die sich genau unterhalb der Arbeitsfläche 308 befindet (siehe z. B. 3c). Die Hilfsarbeitsfläche 318 weist eine Ausziehablage auf, die entweder aus der linken oder der rechten Seite der Arbeitfläche 308 vergrößert werden kann. Die Hilfsarbeitsfläche 318 biete dem Anwender einen zusätzlichen flachen Arbeitsplatz und kann Peripherien des Arbeitsplatzsystems, wie z. B. eine Computermaus, aufnehmen. Da sie sich optional an entweder der rechten oder linken Seite des Arbeitsplatzsystems 300 befinden kann, stellt die Hilfsarbeitsfläche 318 dem Anwender zusätzliche Flexibilität zum Konfigurieren des Arbeitsplatzsystems 300 nach seinen oder ihren Vorlieben zur Verfügung.

Im Wesentlichen befindet sich unterhalb der Arbeitsfläche 108 oder in der Nähe des Bodens der Aufbewahrungseinheit 210, 310 ein Computerfach 120, 220, 320. Das Computerfach 120, 220, 320 ist vorgesehen, um einen Computer, wie z. B. einen Notebook-PC aufzunehmen, der in das Arbeitsplatzsystem 100, 200, 300 integriert ist. Die Fernaktivierungsvorrichtung 12 kann auch im Computerfach 120, 220, 320 in enger Nähe zum Computer aufgenommen sein.

In einer anderen Konfiguration weist das Arbeitsplatzsystem 100 eine unter der Arbeitsfläche 108, 208 befindliche Tastaturablage 122, 222 auf der sich eine Computertastatur 124, 224 befinden kann (siehe z. B. 3a und 3b). Die Tastaturablage 222 kann während der Verwendung herausgezogen sein oder in das Aufbewahrungsfach 210 gedrückt sein, wenn es in seiner verstauten Position vorliegt. Alternativ dazu nimmt das Aufbewahrungsfach 310 ein verschließbares eingeschlossenes Tastaturfach 322 als Alternative zur Tastaturablage 122, 222 auf (siehe z. B. 3c). In seiner Verwendungsposition ist das Tastaturfach 322 aus dem Aufbewahrungsfach 310 ausgefahren, so ist die Computertastatur zugänglich (ähnlich dem in 3b dargestellten). In seiner verstauten Position (3c) ist das Tastaturfach 322 in das Aufbewahrungsfach 310 gedrückt, wo es verriegelt werden kann, um den Zugang zur Computertastatur zu verhindern.

Alternativ oder zusätzlich kann die optionale Aufbewahrungseinheit 210, 310 mit einer Vielfalt an modularen Aufbewahrungslösungen konfiguriert sein, um zu ermöglichen, dass das Arbeitsplatzsystem 200, 300 für eine beliebige aus einer Anzahl an Arbeitsumgebungen und Aufgaben geeignet ist. Als ein Beispiel kann eine entfernbare Aufbewahrungskassettenanordnung, die mehrere Auszugschubladen oder Kassettenbehälter aufnimmt, die für die Aufbewahrung und Organisation von beliebigen einer Vielfalt an Gegenständen geeignet sind, in dem Arbeitsplatzsystem integriert sein, so wie in US-Patent Nr. 5,673,983 offenbart, deren Offenbarung hiermit unter Bezugnahme hier eingebracht ist. Eine derartige Konfiguration kann zur Verwendung in einem Arbeitsplatzsystem geeignet sein, das für Betrieb der medizinischen Pflegestellen (Point of care; POC) angepasst ist. In dieser Hinsicht kann das Arbeitsplatzsystem für die Aufbewahrung und Abgabe von Arzneimitteln und/oder medizinischen Gegenständen wie Medikamente, Spritzen, Bandagen, Verbandmull, Klebeband und dergleichen konfiguriert sein. Die Kassettenanordnung und/oder Kassettenbehälter können aus dem Arbeitsplatzsystem leicht entfernt werden, um neu befüllt zu werden. Als solches muss das ganze Arbeitsplatzsystem während derartiger Perioden nicht außer Betrieb sein. Indem sie mehr als eine Kassettenanordnung aufweist, ist die Modularität des Arbeitsplatzsystems vorteilhaft.

Eine Monitoranordnung 112, 212, 312 befindet sich über der Arbeitsfläche 108, 208, 308. Der Monitor 126, 226, 326 kann an der Monitoranordnung 112, 212, 312 mit Monitorhalterung befestigt sein, um zuzulassen, dass sich der Monitor 126, 226, 326 in einer vertikalen Ebene um 360 Grad und/oder in Ebenen mit einem Winkel zur Arbeitsfläche 108, 208, 308 dreht.

Die Steuereinheit 114, 214, 314 kann alternativ in der Monitoranordnung 112 (siehe z. B. 3a) oder in der Arbeitsfläche 208, 308 (siehe z. B. 3b und 3c) angeordnet sein. Durch Ermöglichen des Zugangs zum Arbeitsplatzsystem 100, 200, 300 nur durch berechtigte Anwender stellt die Steuereinheit 114, 214, 314 eine Sicherheitsmaßnahme für das Arbeitsplatzsystem 100, 200, 300 bereit. In dieser Hinsicht ermöglicht die Steuereinheit 114, 214, 314 einem berechtigten Anwender, physikalischen Zugang zur Aufbewahrungseinheit 210, 310 des Arbeitsplatzsystems und den darin aufbewahrten Gegenständen zu erlangen, wie durch Ermöglichen der Kontrolle des Anwenders über eine Vielfalt an Verriegelungsmerkmalen des Arbeitsplatzsystems. Alternativ dazu kann die Steuereinheit 214, 314 auch den berechtigten Anwender mit elektronischem Zugang zum On-Board-Computer, der Computertastatur, Login-Authentifizierung auf den Computer und/oder einem Computernetzwerk und Zugang zu den Computerperipherien 116, 216, falls vorhanden, bieten. Die Steuereinheit 114, 214, 314 umfasst auch eine Vielfalt an Indikatoren für den Anwender des Arbeitsplatzsystems wie LEDs, die den Status der Energieeinheit oder ihren Komponenten anzeigen. Zum Beispiel können die LEDs das Ladungsniveau der Energieeinheit 104, 204, 304 oder den Zustand ihrer Batterien anzeigen. Die Steuereinheit 114, 214, 314 kann auch ermöglichen, dass der Anwender ein beliebiges vom Anwender einstellbares Merkmal des Arbeitsplatzsystems 100, 200, 300 verwaltet.

Eine Anwenderschnittstelle 128, 228, 328 für die Fernaktivierungsvorrichtung 12, wie ein Netzschalter oder -knopf 44 (1 und 2) kann in die Steuereinheit 114, 214, 314 integriert sein, um es einem Anwender des mobilen Computerarbeitsplatzsystems 100, 200, 300 zu ermöglichen, den Betrieb der Fernaktivierungsvorrichtung 12 manuell, wie hier weiter beschrieben, zu starten.

Die Funktion und der Betrieb der Fernaktivierungsvorrichtung 12 kann mit Bezug auf 4 verstanden werden. Damit die Fernaktivierungsvorrichtung 12 richtig funktioniert, muss die Fernaktivierungsvorrichtung 12 zuerst mit dem Zielcomputer 16 synchronisiert werden; d. h. die physikalische Adresse (auch als MAC-Adresse bekannt) des Zielcomputers 16 mit dem die Fernaktivierungsvorrichtung 12 verbunden sein wird, muss an die Fernaktivierungsvorrichtung 12 herausgegeben oder ihr bekannt gemacht werden.

Die MAC-Adresse ist nötig, damit die Fernaktivierungsvorrichtung 12 mit dem Zielcomputer 16 kommunizieren kann. Die MAC-Adresse ist eine einzigartige Kennung, die in die Netzwerkschnittstellenkarte des Zielcomputers 16 fest einprogrammiert ist. Die MAC-Adresse ist statisch und ändert sich deshalb im Laufe der Zeit nicht. Als solches muss die Synchronisation zwischen der Fernaktivierungsvorrichtung 12 und dem Zielcomputer 16 nur einmal durchgeführt werden, außer wenn die Fernaktivierungsvorrichtung 12 später mit einem anderen Zielcomputer 16 mit einer anderen Netzwerkschnittstellenkarte mit einer anderen MAC-Adresse gepaart wird, zu welcher Zeit die Fernaktivierungsvorrichtung 12 neu synchronisiert werden kann.

Die Synchronisation mit dem Zielcomputer 16 kann auf eine beliebige Anzahl an Wegen erzielt werden und kann manuell, halbautomatisch oder automatisch durchgeführt werden. Zum Beispiel kann die MAC-Adresse für den Zielcomputer 16 vom Hersteller der Netzwerkschnittstellenkarte, der die MAC-Adresse kodiert oder während des Hochfahrens des Zielcomputers 16 in die Pre-execution environment (PXE) erlangt werden. Sobald sie erhalten wurde, kann die MAC-Adresse manuell oder automatisch in die Fernaktivierungsvorrichtung 12 programmiert und/oder in ihrem Speichermodul 30 über die Kommunikationssteuerung 26 oder einer externen Datenschnittstelle 37, wie z. B. eine serielle Verbindung, gespeichert werden.

Mit fortgesetztem Bezug auf das Flussdiagramm von 4, kann nach der Synchronisation der Betrieb der Fernaktivierungsvorrichtung 12 gestartet werden. Dies kann manuell, automatisch und/oder ferngesteuert durchgeführt werden. In einer Ausführungsform der Fernaktivierungsvorrichtung weist die Vorrichtung einen vom Anwender betätigbaren Schalter oder Knopf zum Starten des Betriebs der Fernaktivierungsvorrichtung 12 auf. In einer anderen Ausführungsform der Fernaktivierungsvorrichtung 12 kann die Vorrichtung eine Antenne zum Empfangen eines Funksignals aufweisen. Die Fernaktivierungsvorrichtung 12 kann programmiert sein, um nachdem sie durch das Funksignal ausgelöst wurde zu Starten. In noch einer anderen Ausführungsform der Fernaktivierungsvorrichtung 12 kann die Vorrichtung 12 ein Timermodul 27 (2) aufweisen, das programmiert ist, um die Vorrichtung 12 aufzufordern, den Betrieb zu einer vorbestimmten Zeit, wie z. B. einem Tag, Datum, Stunde des Tags oder anderem Intervall zu beginnen. Außerdem kann eine beliebige Kombination dieser Ansätze in die Fernaktivierungsvorrichtung 12 eingebracht sein.

Nachdem der Betrieb der Fernaktivierungsvorrichtung 12 gestartet ist, erzeugt die Fernaktivierungsvorrichtung 12 dann ein WOL-Magic Packet und sendet es über die kabelgebundene Netzwerkverbindung zwischen ihrer Kommunikationssteuerung und der kabelgebundenen Netzwerkschnittstelle des Zielcomputers 16 zum Zielcomputer 16.

Der Zielcomputer 16 „wacht auf” nach dem Empfang des WOL-Magic Packets. Der Zielcomputer 16 kann dann eine Verbindung zu einem WLAN aufbauen, das eingerichtet wurde und in der Arbeitsumgebung vorhanden ist. Sobald er hochgefahren ist, ist der Computer zur Verwendung durch den Anwender verfügbar.

Nachdem die WLAN-Verbindung hergestellt ist, kann der zentrale Rechner 14 des Netzwerks Aktionen auf dem Zielcomputer 16, wie das Durchführen von Systemwartung, Softwareupgrades, Virusscanning und dergleichen, starten.

Es sollte auch beachtet werden, dass die Fernaktivierungsvorrichtung 12 als einfacher ein Schalter für den Computer dupliziert werden kann; z. B. in Ausführungsformen der Fernaktivierungsvorrichtung 12, die den vom Anwender betätigten Schalter oder Knopf 44 umfassen. In einer derartigen Konfiguration stellt die Fernaktivierungsvorrichtung 12 einen Mechanismus bereit, durch den der Computer durch einen Anwender in Situationen in denen der Computer an einer dem Anwender unzugänglichen Stelle aufgenommen ist, wie in einem Sicherheitsfach 120, 220, 320 eines mobilen Computerarbeitsplatzsystems 100, 200, 300 hochgefahren werden kann (siehe z. B. 3a, 3b und 3c). Betätigt der Anwender den Schalter oder Knopf 44, erzeugt die Fernaktivierungsvorrichtung 12 ein WOL-Magic Packet und sendet es zum Zielcomputer 16, um den Zielcomputer EIN-zuschalten, wodurch er für den Anwender verfügbar gemacht wird.