Title:
Induktives Bauteil mit einem Spulenkörper mit integrierter Wicklung
Document Type and Number:
Kind Code:
B4

Abstract:

Induktives Bauelement (350) mit
einem Spulenkörper (300) mit
einem Grundkörper mit:
einer Öffnung zur Aufnahme eines Kerns (360),
einer Trennwand (306), die Wicklungskammern für eine und eine weitere Wicklung bildet, und
einer in dem Grundkörper vorgesehenen Aussparung (305), die zur Aufnahme eines Leiters (302) zumindest eines Teils einer Wicklung ausgebildet ist, wobei die Aussparung zumindest teilweise in der Trennwand ausgebildet ist, und wobei die Trennwand entlang zumindest eines Teils ihres Umfangs die Aussparung zur Aufnahme eines Leiters der Wicklung so aufweist, dass der Leiter lateral durch isolierendes Material begrenzt ist,
einer ersten Wicklung (310), die zumindest teilweise in der Aussparung (305) angeordnet ist, und
einer zweiten Wicklung (320), die in den Wicklungskammern angeordnet ist, und
einem Kern (360),
wobei die Aussparung (305) und der Leiter (302) der ersten Wicklung (310) so bemessen sind, dass der Leiter im Bereich der Trennwand versenkt angeordnet ist, so dass eine vordefinierte Isolationsstrecke zwischen der ersten (310) und der zweiten (320) Wicklung eingehalten wird, wobei eine Tiefe der Ausnehmung größer ist als ein Durchmesser des Leiters (302),
zwei oder mehr Trennwände (306) vorgesehen sind, die jeweils zur Aufnahme eines Leiters (302) eines weiteren Teils der Wicklung ausgebildet sind, und
wobei zumindest einige der Trennwände (306) eine Führung aufweisen, die zur Aufnahme eines Verbindungsleiters zur elektrischen Verbindung der Leiter in den zwei oder mehreren Trennwänden (306) ausgebildet ist, wobei jeweils zwei benachbarte Windungsabschnitte der ersten Wicklung (310) elektrisch parallel geschaltet sind und mit entsprechenden zwei benachbarten Windungsabschnitten geeignet verbunden sind, so dass die erste Wicklung (310) aus mehreren in Reihe geschalteten Doppelwindungen aufgebaut ist.





Inventors:
Schichl, Roman (94036, Passau, DE)
Application Number:
DE112006003946T
Publication Date:
10/26/2017
Filing Date:
12/20/2006
Assignee:
SUMIDA Components & Modules GmbH, 94130 (DE)
International Classes:
H01F5/02; H01F27/32; H01F41/12
Foreign References:
FR2309023A11976-11-19
GB2198588A1988-06-15
15580901925-10-20
29495911960-08-16
55237341996-06-04
49049751990-02-27
42741361981-06-16
40632071977-12-13
43807481983-04-19
30465091962-07-24
53329891994-07-26
EP01221331984-10-17
WO2006119799A12006-11-16
JPH11307373A1999-11-05
Attorney, Agent or Firm:
Grünecker Patent- und Rechtsanwälte PartG mbB, 80802, München, DE
Claims:
1. Induktives Bauelement (350) mit
einem Spulenkörper (300) mit
einem Grundkörper mit:
einer Öffnung zur Aufnahme eines Kerns (360),
einer Trennwand (306), die Wicklungskammern für eine und eine weitere Wicklung bildet, und
einer in dem Grundkörper vorgesehenen Aussparung (305), die zur Aufnahme eines Leiters (302) zumindest eines Teils einer Wicklung ausgebildet ist, wobei die Aussparung zumindest teilweise in der Trennwand ausgebildet ist, und wobei die Trennwand entlang zumindest eines Teils ihres Umfangs die Aussparung zur Aufnahme eines Leiters der Wicklung so aufweist, dass der Leiter lateral durch isolierendes Material begrenzt ist,
einer ersten Wicklung (310), die zumindest teilweise in der Aussparung (305) angeordnet ist, und
einer zweiten Wicklung (320), die in den Wicklungskammern angeordnet ist, und
einem Kern (360),
wobei die Aussparung (305) und der Leiter (302) der ersten Wicklung (310) so bemessen sind, dass der Leiter im Bereich der Trennwand versenkt angeordnet ist, so dass eine vordefinierte Isolationsstrecke zwischen der ersten (310) und der zweiten (320) Wicklung eingehalten wird, wobei eine Tiefe der Ausnehmung größer ist als ein Durchmesser des Leiters (302),
zwei oder mehr Trennwände (306) vorgesehen sind, die jeweils zur Aufnahme eines Leiters (302) eines weiteren Teils der Wicklung ausgebildet sind, und
wobei zumindest einige der Trennwände (306) eine Führung aufweisen, die zur Aufnahme eines Verbindungsleiters zur elektrischen Verbindung der Leiter in den zwei oder mehreren Trennwänden (306) ausgebildet ist, wobei jeweils zwei benachbarte Windungsabschnitte der ersten Wicklung (310) elektrisch parallel geschaltet sind und mit entsprechenden zwei benachbarten Windungsabschnitten geeignet verbunden sind, so dass die erste Wicklung (310) aus mehreren in Reihe geschalteten Doppelwindungen aufgebaut ist.

2. Induktives Bauelement nach Anspruch 1, wobei die Aussparung Anschlussbereiche aufweist, um einen Leiter zur Verbindung einzelner Windungen der Wicklung aufzunehmen.

3. Induktives Bauelement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Spulenkörper (300) zum Aufbringen auf einen nicht geradlinigen Kern (460) ausgebildet ist.

4. Induktives Bauelement nach der Ansprüche 1 bis 3, das ferner eine Isolierung aus Vergussmasse aufweist, die zumindest den Spulenkörper mit der ersten und der zweiten Wicklung (310, 320) umschließt.

5. Induktives Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die zweite Wicklung (320) für den Betrieb mit einer Spannung von 20000 Volt und höher ausgebildet ist.

6. Induktives Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Kern (460) ein nicht geradliniger Kern ist.

Description:
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen induktive Bauelemente, etwa Spulen, Transformatoren, und dergleichen, wobei der Spulenkörper eine oder mehrere Wicklungen aufnimmt.

Hintergrund der Erfindung

Induktive Bauelemente und entsprechende Komponenten zu deren Herstellung werden in vielen technischen Gebieten benötigt, da insbesondere die Verwendung geschalteter Spannungsversorgungen für diverse elektrische Verbraucher zunehmend an Bedeutung gewinnt. Beim Aufbau entsprechender Spannungsversorgungen für spezielle Anwendungen sind in der Regel eine Vielzahl sich zum Teil widersprechender Anforderungen zu erfüllen. Beispielsweise sollen die entsprechenden induktiven Komponenten, etwa Spulen, Transformatoren, und dergleichen mit möglichst geringem Bauvolumen hergestellt werden, wobei gleichzeitig jedoch ausreichende Isolationsstrecken vorzusehen sind, insbesondere wenn Hochspannungsanwendungen betrachtet werden. Des weiteren ist in vielen Anwendungen ein zuverlässiger Betrieb der Bauelemente unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen zu gewährleisten, wie dies beispielsweise in Anwendungen im Fahrzeugbau der Fall ist, wobei die entsprechenden Komponenten innerhalb eines ausgedehnten Temperaturbereichs bei entsprechenden Umwelteinflüssen wie Schnee, Regen, Feuchtigkeit, und dergleichen in einer Umgebung mit einer hohen Störwellenaussendung zu betreiben sind. Des weiteren sind auch wirtschaftliche Aspekte von besonderer Bedeutung, da induktive Bauelemente an sich aufwendig herzustellende und zu verarbeitende Komponenten repräsentieren können, da beispielsweise induktive Komponenten kaum in entsprechende integrierte Schaltungen integriert werden können. Es ist daher von besonderer Bedeutung, entsprechende induktive Bauelemente, etwa Spulen, Transformatoren, und dergleichen in einer möglichst automatisierten Weise unter Einsatz kostengünstiger Rohmaterialien herstellen zu können, wobei entsprechende Vorgaben hinsichtlich der Baugröße, der Bauteiltoleranzen und der Isolationsfestigkeit einzuhalten sind.

Typischerweise umfasst ein induktives Bauelement für Anwendungen als Speicherdrossel, Entstördrossel, Transformator, und dergleichen einen geeignet gestalteten magnetischen Kern, auf den in geeigneter Weise entsprechende Wicklungen aufgebracht sind. Um ein hohes Maß an Automatisierung und Zuverlässigkeit zu gewährleisten, wird typischerweise ein sogenannter Spulenkörper vorgesehen, der aus einem geeigneten isolierendem Material hergestellt ist und den entsprechenden Wicklungsplatz für die aufzunehmenden Wicklungen in definierter Weise bereitstellt, so dass der bewickelte Spulenkörper dann mit dem Kern verbunden werden kann, um schließlich das induktive Bauelement zu bilden. Beim Aufbringen zweier oder mehrerer Wicklungen auf den Spulenkörper muss je nach Anwendung des induktiven Bauelements eine ausreichende Isolierung zwischen den einzelnen Wicklungen erfolgen, was typischerweise durch entsprechende Isolierung der Wicklungsdrähte und/oder durch entsprechende Isoliermaterialien zwischen den einzelnen Lage bei mehrlagigen Wicklungen erfolgt. Häufig liegen im Betrieb dabei die einzelnen Wicklungen auf sehr verschiedenen Potentialen, so dass insbesondere im Hinblick auf die Spannungsfestigkeit ausreichende Isolationsstrecken zwischen den einzelnen Windungen bzw. Wicklungen einzuhalten sind. Ein wichtiges Beispiel in dieser Hinsicht stellen sogenannte Zündtransformatoren für Entladungsleuchten dar, in denen eine hohe Zündspannung von 20000 Volt oder deutlich höher erforderlich ist, um die Entladung in dem entsprechenden Entladungskolben zu zünden. Dabei wird häufig ein entsprechender Zündtransformator eingesetzt, in welchem eine Primärwicklung mit einer geringen Anzahl an Windungen über einen entsprechenden Entladungskondensator angesteuert wird, und wobei auf einer Sekundärwicklung dann die entsprechend hohe Zündspannung erzeugt und an die Entladungsleuchte abgegeben wird. Da in diesem Falle die Primärwicklung auf einem Potential von wenigen 100 Volt liegt, ist eine entsprechende gut Isolierung zwischen der Primärwicklung und der Sekundärwicklung erforderlich, um keine unerwünschten Spannungsüberschläge zu erzeugen.

Da ferner in vielen Anwendungen ein kompaktes Bauvolumen des entsprechenden Zündtransformators erforderlich ist, müssen dennoch die Primärwicklung und die Sekundärwicklung auf engstem Räume in einem Spulenkörper angeordnet werden, so dass insbesondere für die Primärwicklung mit den wenigen Windungen in der Regel ein entsprechender Wicklungsdraht mit einer aufwendigen Isolierung vorzusehen ist, um damit die erforderliche Spannungsfestigkeit sicherzustellen. Beispielsweise kann die Primärwicklung auf die Sekundärwicklung aufgewickelt werden, wobei dann die Isolation der Primärwicklung im Zusammenwirken mit der Isolation der Sekundärwicklung für die erforderliche Spannungsfestigkeit sorgt. Umgekehrt kann auch zunächst der Spulenkörper mit der Primärwicklung bewickelt werden, wobei dann jedoch eine entsprechende Oberflächentopographie durch den Wicklungsdraht mit der entsprechenden Isolation erzeugt wird, die den Wickelvorgang für das Aufbringen der Sekundärwicklung beeinträchtigen kann. In beiden Fällen ist jedoch ein entsprechender Wicklungsdraht zumindest für die Primärwicklung vorzusehen, der eine entsprechende Isolation aufweist, um damit die Spannungsfestigkeit sicherzustellen. Entsprechende Wicklungsdrähte mit einer für derart hohe Spannungen ausgelegte Isolierung sind jedoch äußerst kostenintensive Komponenten, so dass insbesondere bei der Herstellung der hochspannungsfeste Leiter für die Primärwicklung ein wesentlicher Kostenfaktor ist.

Ein Spulenkörper zur Bewicklung mit einer einzelnen Spule, der einen flanschartigen Vorsprung zur Erleichterung der Bildung eines Mittenabgriffs aufweist, ist aus der US 4 380 748 A oder der GB 2 198 588 A bekannt.

Ein induktives Bauteil mit einem Spulenkörper, einer Trennwand zur Bildung zweier Wicklungskammern und einer in der Trennwand vorgesehenen Aussparung, in die eine Primärwicklung eingelegt ist, ist aus der JP H11-307 373 A bekannt.

Ein induktives Bauteil mit gekrümmtem Kern ist aus der WO 2006/119 799 A1 bekannt.

Die Druckschrift US 4 063 207 A zeigt einen Spulenkörper zum Aufwickeln entlang seiner Längsachse, der am Rand kurze Längsnuten aufweist, über die unterschiedliche Spulen miteinander verbunden werden.

Die US 1 558 090 A zeigt einen Spulenkörper zum Aufwickeln einer Spule entlang seiner Längsachse, der spiralförmige Rillen aufweist.

Angesichts der zuvor beschriebenen Situation ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Mittel anzugeben, um in effizienterer Weise eine oder mehrere Wicklungen in einem induktiven Bauelement mit hoher Spannungsfestigkeit vorzusehen.

Überblick über die Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein induktives Bauelement gemäss Anspruch 1. Die Wicklung in den Trennwänden ist so eingeführt, dass das Material des Spulenkörpers in effizienter Weise als Isolationsmaterial mit verwendet werden kann. Dadurch wird eine hohe Zuverlässigkeit im Hinblick auf die Spannungsfestigkeit erreicht, während dennoch ein hohes Maß an Flexibilität bei der Auswahl entsprechender Leitermaterialien gegeben ist.

Durch die Bauart eines Spulenkörpers kann der Leiter einer Wicklung zumindest teilweise in das entsprechende Material dieses Spulenkörpers eingebettet werden, so dass zumindest ein Teil des Spulenkörpermaterials als Isolierung dient und ferner auch die Möglichkeit geschaffen ist, in weiteren Verarbeitungsschritten ein vollständiges Umschließen des Leiters mit einem isolierenden Material zu gewährleisten.

Der Spulenkörper weist eine Trennwand auf, die Wicklungskammern für eine weitere Wicklung bildet. Durch diese Unterteilung des Wicklungsbereiches für die weitere Wicklung, die beispielsweise eine hochspannungsführende Wicklung sein kann, kann somit eine effiziente „Unterteilung” der an der weiteren Wicklung generierten Spannung erfolgen, so dass sich eine verbesserte Spannungsfestigkeit für das Gesamtbauelement ergibt.

Erfindungsgemäß ist die Aussparung zumindest teilweise in der Trennwand ausgebildet. Somit weist die Trennwand eine entsprechende Ausbildung auf, so dass ein Leiter in die Aussparung eingelegt ist.

Damit wird eine gute mechanische Führung und damit Verlegung des Leiters ermöglicht, wobei zusätzlich eine verbesserte Isolationsfestigkeit durch das Material der Trennwand erreicht wird. Somit lässt sich insgesamt eine sehr zuverlässige Isolationsfestigkeit erreichen, da zum einen durch die Trennwand entsprechende Wicklungskammern definiert sind, um damit beispielsweise die generierte Spannung einer hochspannungsführenden Wicklung über mehrere Kammern hinweg aufzuteilen, und andererseits ein durch die Trennwand und die entsprechende Aussparung definierter Verlauf der integrierten Wicklung vorgegeben ist, so dass auch bei Verwendung von Leitermaterial ohne aufwendigem Isolierschutz oder ohne Isoliermaterial eine ausreichende Isolierung gegenüber der weiteren in den Wicklungskammern angeordneten Wicklung gegeben ist. Ferner bietet die Aussparung in der Trennwand die Möglichkeit, die integrierte Wicklung, die nur eine geringe Anzahl an Windungen erfordert, nach dem maschinellen Aufbringen der weiteren Wicklung in dem Spulenkörper anzubringen, wobei durch die Aussparung in der Trennwand auch beim Wickelvorgang selbst ein höheres Maß an Zuverlässigkeit gewährleistet wird.

Erfindungsgemäß sind zwei oder mehr Trennwände vorgesehen, die jeweils zur Aufnahme eines Leiters eines weiteren Teils der Wicklung ausgebildet sind. Durch das Vorsehen mehrerer Trennwände kann insbesondere die erforderliche Windungszahl bereitgestellt werden, so dass keine weiteren zusätzlichen Maßnahmen erforderlich sind, um weitere Windungen dieser Wicklungen auf dem Spulenkörper anzuordnen.

Desweiteren weisen die der Trennwände eine Führung auf, die zur Aufnahme eines Verbindungsleiters zur elektrischen Verbindung der Leiter in den zwei oder mehreren Trennwänden ausgebildet ist. Auf diese Weise können die einzelnen Trennwände auch als Aufnahmen für entsprechende Verbindungsdrähte dienen, die einzelne Windungen in geeigneter Weise miteinander elektrisch verbinden. Somit kann eine geeignete Verschaltung der einzelnen Windungen durch konstruktive Maßnahmen, d. h. durch die entsprechenden Aufnahmen in den einzelnen Trennwänden vorgegeben werden, so dass beim späteren Aufbringen der Wicklung mittels der Aussparung in den Trennwänden ein hohes Maß an Fertigungsgenauigkeit sowohl für die einzelnen Windungsabschnitte als auch für die Verbindungsleitungen erreicht wird.

Erfindungsgemäß ist die Aussparung in der Trennwand entlang zumindest eines Teils ihres Umfanges zur Aufnahme des Leiters der Windung so ausgebildet, dass der Leiter lateral durch isolierendes Material begrenzt ist und darin versenkt angeordnet ist. Mit dieser Anordnung wird erreicht, dass zumindest an den Seiten des Leiters, der in der Aussparung der Trennwände angeordnet ist, durch das Spulenkörpermaterial isoliert ist, so dass in jedem Falle eine ausreichende Isolierung zwischen einem Leiter, der in der Wicklungskammer angeordnet ist, und dem Leiter in der Aussparung angeordnet ist. Somit kann bei einem späteren Vergießen des bewickelten Spulenkörpers eine noch höhere Spannungsfestigkeit erreicht werden, da zum einen eine zuverlässige laterale Isolierung stattfindet und durch das Vergussmaterial auch eine Bedeckung des noch offenen Bereichs der Aussparung erfolgen kann. Insbesondere können bei einer derartigen Anordnung problemlos Leiter ohne anfängliche Isolierung verwendet werden, so dass sich insgesamt im Hinblick auf die Kosten und die Auswahl der entsprechenden Leitermaterialien Vorteile gegenüber den konventionellen Techniken, wie sie zuvor beschrieben sind, ergeben.

In einer weiteren Ausführungsform ist der Spulenkörper zum Aufbringen auf einen nicht-geradlinigen Kern ausgebildet. Auf diese Weise lässt sich ein hohes Maß an Isolationsfestigkeit für eine beliebige Konfiguration des zu verwendenden Kernes erreichen, wobei insbesondere in Anwendungen mit speziellen Vorgaben im Hinblick auf die Baugröße variable Kern- und damit Spulenkörpergeometrien realisiert werden können, ohne dass eine Beeinträchtigung des Isolierverhaltens auftritt.

Es sind eine oder mehrere Trennwände vorgesehen, um im Wicklungsbereich zwei oder mehr Wicklungskammern bereitzustellen. Wie zuvor bereits ausgeführt ist, kann damit eine sehr effiziente Unterteilung des resultierenden Spannungsabfalls erreicht werden.

Das induktive Bauelement der vorliegenden Erfindung weist eine erste Wicklung und eine von der ersten Wicklung galvanisch getrennte zweite Wicklung auf.

Wie zuvor bereits erläutert ist, ergibt sich für das induktive Bauelement gemäß der vorliegenden Erfindung ein hohes Maß an Zuverlässigkeit im Hinblick auf Bauteiltoleranzen, Isolationsfestigkeit, in Verbindung mit einer kostengünstigen Herstellung, da insbesondere ein hohes Maß an Flexibilität bei der Auswahl der entsprechenden Leitermaterialien besteht. Zum anderen kann das induktive Bauelement effizient hergestellt werden, da der Spulenkörper insbesondere im Hinblick auf die erste Wicklung, die in der Aussparung angeordnet ist, geringe Fertigungstoleranzen bei hoher Spannungsfestigkeit gewährleistet.

Erfindungsgemäß sind die Aussparung und der Leiter der ersten Wicklung so bemessen, dass eine vordefinierte Isolationsstrecke zwischen der ersten und der zweiten Wicklung eingehalten wird. Wie zuvor bereits erläutert ist, kann durch das Vorsehen der Aussparung und das Einbringen des Leiters in die Aussparung zumindest in gewissen Maße der entsprechende Isolationsabstand durch konstruktive Maßnahmen, d. h. durch die Gestaltung und die Auswahl des Spulenkörpermaterials vorgegeben werden. Da insbesondere durch die Aussparung und der darin angeordneten Wicklungsteile ein Minimum an Isolationsfestigkeit in effektiver Weise eingestellt werden kann, ist auch eine Abhängigkeit von etwaigen Wicklungstoleranzen beim Aufbringen der zweiten Wicklung im Hinblick auf eine erforderliche minimale Isolierstrecke nicht kritisch.

In einer vorteilhaften Ausführungsform ist ferner eine Isolierung aus Vergussmasse vorgesehen, die zumindest den Spulenkörper mit der ersten und der zweiten Wicklung umschließt. Mit dieser Maßnahme ergibt sich insgesamt ein noch besseres Funktionsverhalten des induktiven Bauelements, da zum einen der Einfluss an Umgebungsbedingungen reduziert und zum anderen die schließlich erreichte Spannungsfestigkeit weiter erhöht wird.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die zweite Wicklung für den Betrieb mit einer Spannung von 20000 Volt oder höher ausgebildet. Somit kann das induktive Bauelement für Hochspannungsanwendungen eingesetzt werden, wobei die zuvor dargestellten Vorteile im Hinblick auf die Herstellung, die Materialkosten und das Funktionsverhalten weiterhin erhalten werden. Insbesondere eignet sich damit das induktive Bauelement als Transformator für die Versorgung von elektrischen Verbrauchern mit einer hohen Spannung, wie dies beispielsweise bei Zündtransformatoren für Entladungsleuchten der Fall ist.

In einer anschaulichen Ausführungsform ist der Kern des induktiven Bauelements ein nicht-geradliniger Kern. Damit ergibt sich eine hohe Flexibilität bei der Anpassung an Vorgaben hinsichtlich der Abmessungen und auch im Hinblick auf das Funktionsverhalten, wenn beispielsweise gebogene oder abschnittsweise zueinander angewinkelte Bereiche des Kerns vorteilhaft sind im Hinblick auf das Streuverhalten, etc.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in weiteren abhängigen Patentansprüchen beschrieben und werden auch in der folgenden detaillierten Beschreibung näher erläutert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorliegende Erfindung wird nun detaillierter mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen:

1a schematisch eine Schnittansicht eines Spulenkörpers mit integriertem Leitermaterial gemäß einem Vergleichsbeispiel zeigt;

1b und 1c entsprechende Windungskonfigurationen für eine Wicklung zeigen, die in einem Spulenkörpermaterial integriert ist;

1d schematisch eine Schnittansicht eines Spulenkörpers mit Aussparungen in der Wicklungsfläche zur Aufnahme einer Wicklung zeigt, wobei die Aussparungen zur Aufnahme einer weiteren Wicklung gemäß einem weiteren Vergleichsbeispiel ausgebildet sind;

1e und 1f schematisch Schnittansichten weiterer Spulenkörper zeigen, in denen entsprechende Trennwände vorgesehen sind, um Leitermaterial für eine Wicklung aufzunehmen;

2a schematisch eine perspektivische Ansicht eines induktiven Bauelements mit einem Spulenkörper zeigt, in welchem Trennwände ein integriertes Leitermaterial aufweisen;

2b bis 2d schematisch Schnittansichten einer Trennwand des Bauelements aus 2a darstellen;

3a perspektivisch ein induktives Bauelement gemäß der Erfindung zeigt, in welchem Trennwände eines Spulenkörpers entsprechende Aussparungen zur Aufnahme von Windungsabschnitten aufweisen;

3b bis 3d entsprechende Schnittansichten der Trennwände mit den Windungsabschnitten zeigen;

4a und 4b schematisch Spulenkörpergestaltungen darstellen, in denen nichtgeradlinige Kerne verwendet werden können;

4c schematisch Spulenkörperabschnitte zeigt, die zur endgültigen Form eines Spulenkörpers zusammengesetzt werden können; und

5a bis 5e schematische Schnittansichten während der Herstellung von Spulenkörpern für induktive Bauelemente gemäß der Vergleichsbeispiele zeigen.

Detaillierte Beschreibung

Es werden nun weitere anschauliche Ausführungsformen detaillierter mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen beschrieben.

1a zeigt schematisch eine Schnittansicht eines Spulenkörpers 100. Der Spulenkörper 100 ist vorzugsweise aus einem geeigneten isolierendem Material, etwa Kunststoffmaterial, hergestellt und weist eine Größe und eine Form auf, die zur Verbindung mit einem der Anwendung angepassten Kern geeignet ist. Der Spulenkörper 100 besitzt eine im Wesentlichen längliche Form mit einer entsprechenden Öffnung bzw. Bohrung 103, um damit einen geradlinigen Abschnitt eines entsprechenden Kerns aufzunehmen. In Abwandlungen, wie dies später detaillierter dargestellt ist, kann der Spulenkörper 100 andere Formen aufweisen, um beispielsweise in Verbindung mit nicht geradlinigen Kernen verwendet zu werden. Der Spulenkörper 100 besitzt ferner einen Wicklungsbereich 101, der beispielsweise in Form einer isolierenden Oberfläche vorgesehen ist, um damit eine entsprechende Wicklung aufzunehmen. Des weiteren ist in dem isolierenden Material des Spulenkörpers 100 ein Leitermaterial 102 integriert, wobei das Leitermaterial 102 zumindest teilweise entsprechende Windungen einer Wicklung repräsentiert. Das Leitermaterial 102 ist in Form eines relativ breitbandigen Leitermaterials vorgesehen, so dass in Längsrichtung L die zur Verfügung stehende Fläche möglichst genutzt wird, um damit die Leitfähigkeit des Leitermaterials 102 und die Kopplung ausreichend groß zu machen. Andererseits kann in der Dickenrichtung D daher die Materialstärke des Leitermaterials 102 relativ gering bleiben, beispielsweise von einigen 100 Mikrometern bis zu 1 mm oder deutlich höher, abhängig von dem betrachteten Anwendungszweck. Dabei ist die Materialstärke bzw. die Dicke des isolierenden Materials des Spulenkörpers 100, die als 101d gezeigt ist, so gewählt, dass das Leitermaterial 102 vollständig von isolierendem Material umschlossen ist, so dass insbesondere zur Oberfläche 101 eine Schicht aus isolierendem Material des Spulenkörpers 100 vorhanden ist, so dass ein direkter Kontakt mit einer weiteren Wicklung, die auf die Fläche 101 aufzubringen ist, vermieden wird. Die Position des Leitermaterials 102 innerhalb des Spulenkörpermaterials, d. h. der Abstand des Leitermaterials 102 von der Oberfläche 101 kann dabei so gewählt werden, dass bereits durch das entsprechende isolierende Material eine ausreichende minimale Isolationsstrecke in Bezug auf eine noch aufzubringende Wicklung erreicht ist. D. h., die entsprechende Materialdicke 101d sowie die Lage des leitenden Materials 102 in Verbindung mit der Art des isolierenden Materials des Spulenkörpers 100 können im Hinblick auf die auftretenden Betriebsspannungen in geeigneter Weise ausgewählt werden, so dass bereits damit eine ausreichende Spannungsfestigkeit erreicht wird. Insbesondere kann für das Leitermaterial 102 ein beliebiges geeignetes Material bei der Herstellung des Spulenkörpers 100 verwendet werden, ohne dass dafür eine kostenintensive Isolierung erforderlich ist, wie dies in konventionellen Spulenkörpern für Hochspannungsanwendungen der Fall ist.

Der Spulenkörper 100, wie er in 1a gezeigt ist, kann beispielsweise durch ein Spritzgussverfahren hergestellt werden, wobei das Leitermaterial 102 in geeigneter Weise in der Spritzgussform befestigt wird, so dass durch die entsprechende Positionierung in der Form die Lage des Materials 102 in dem Spulenkörpermaterial 100 im Wesentlichen festgelegt ist, so dass das gewünschte Isolierverhalten im Wesentlichen durch den Aufbau der Spritzgussform und das Spritzgussverfahren bestimmt ist. Beispielsweise können geeignete ”eigenstabile” Konfigurationen aus Leitermaterial 102 in die Form eingefügt werden, so dass ein entsprechender Fertigungsvorgang unproblematisch und mit geringen Toleranzen ausgeführt werden kann.

1b zeigt schematisch eine Ausbildung der Wicklungsoberfläche 101 des Spulenkörpers 100, wobei das leitende Material 102 in Form einer entsprechenden Flachbandwicklung vorgesehen ist. Durch eine entsprechende Gestaltung kann die durch das Leitermaterial 102 gebildete Wicklung, die als 110 bezeichnet ist, nahezu vollständig in das Spulenkörpermaterial eingebaut sein, wobei das Einbauen des Leitermaterials 102 in der zuvor beschriebenen Weise mit Hilfe eine Spritzgussverfahrens bewerkstelligt werden kann, oder es kann eine zweistufige Bearbeitung des Spulenkörpers 100 angewendet werden, in der beispielsweise eine Vorform hergestellt wird, die entsprechende Vertiefungen aufweist, in die dann die Wicklung 110 eingebracht wird, und wobei später in einem weiteren Schritt die endgültige Form des Spulenkörpers 100 durch weiteres Aufbringen von isolierendem Material hergestellt wird. In Abwandlungen kann die Vorform ohne Aussparung vorgesehen und mit dem Leitermaterial versehen werden. In einem nächsten Schritt wird dann der Spulenkörper vervollständigt, indem Isoliermaterial zum Einhüllen des Leiters 102 und zur Einebnung der Oberfläche 101 aufgebracht wird.

1c zeigt schematisch eine weitere beispielhafte Gestaltungsform für die Wicklung 110, wobei das Leitermaterial 102 in Form einzelner nahezu paralleler, den Spulenkörper nahezu vollständig umfassender Windungen vorgesehen ist, die durch entsprechende Verbindungsleitungen 102a elektrisch miteinander verbunden sind. Die Wicklung 110 kann beispielsweise aus einem geeigneten Blechmaterial gefertigt werden, so dass die Wicklung 110 im Wesentlichen eigenstabil ist, so dass sie in eine entsprechende Form eingeführt und mit geeigneten Abstandshaltern positioniert werden kann, um dann den Spulenkörper 100 um die Wicklung 110 herum zu bilden. In anderen Beispielen kann die Wicklung 110, wie sie in 1c gezeigt ist, auch in entsprechende Vertiefungen einer Vorform des Spulenkörpers 100 eingebracht und anschließend mit isolierendem Material bedeckt werden, so dass sich die endgültige Form des Spulenkörpers 100 ergibt. In den zuvor mit 1a bis 1c beschriebenen Beispielen können anstelle der bandartigen Leitermaterialien 102 auch andere Formen von Leitermaterialien verwendet werden, beispielsweise drahtförmige Leiter, Folien, beliebige Arten von Leiterblechen, und dergleichen.

1d zeigt den Spulenkörper 100 gemäß einer weiteren Abwandlung. In diesem Fall sind in einem Grundkörper 104, der die den Wicklungsbereich für eine Wicklung bereitstellenden Oberfläche 101 beherbergt, eine oder mehrere Aussparungen 105 vorgesehen, in die dann das Leitermaterial 102 eingebracht werden kann. Dabei werden in vorteilhaften Ausführungsformen die Aussparungen 105 so gestaltet, dass das entsprechende Leitermaterial 102 seitlich bzw. lateral von isolierendem Material des Grundkörpers 104 umschlossen ist, wobei vorteilhafterweise die Aussparung 105 ausreichend tief ist, so dass das Leitermaterial 102 nicht über die Oberfläche 101 hinausragt. Auf diese Weise kann ein direkter Kontakt mit der auf der Oberfläche 101 aufzubringenden Wicklung in einer späteren Phase der Fertigung eines induktiven Bauelements im Wesentlichen vermieden werden. Im Hinblick auf die Gestalt und die Anzahl der Aussparungen 105 gelten prinzipiell die gleichen Kriterien, wie sie zuvor für das Leitermaterial 102 der mit Bezug zu den 1a bis 1c beschriebenen Ausführungsformen angegeben sind. Dabei kann die Aussparung 105 als eine im Wesentlichen einzelne Vertiefung vorgesehen sein, die sich über den Umfang des Grundkörpers 104 in geeigneter Weise erstreckt, um damit die geometrische Konfiguration der sich nach dem Einbringen des Leitermaterials 102 ergebenden Wicklung zu definieren. Alternativ dazu können im Wesentlichen parallele Aussparungen 105 vorgesehen sein, die den Grundkörper 104 nahezu vollständig umschließen, wobei auch noch weitere Aussparungen vorgesehen sein können, um die einzelnen Windungsabschnitte elektrisch miteinander zu verbinden. Die Aussparungen 105 können während der Herstellung des Spulenkörpers 100 bereits durch das Bereitstellen einer entsprechenden Spritzgussform verwirklicht werden, oder können auch nachträglich in geeigneter Weise in den Grundkörper 104 eingearbeitet werden, so dass sich im Hinblick auf die auszuwählende Form des Leitermaterials 102, beispielsweise als Band, als Draht, als Folie, etc. ein hohes Maß an Flexibilität beibehalten lässt, ohne dass der eigentliche Vorgang zur Herstellung des Spulenkörpers 100 mit dem Grundkörper 104 beeinflusst wird.

1e zeigt den Spulenkörper 100 gemäß einer weiteren Abwandlung, wobei eine oder mehrere Trennwände 106a, ...106d vorgesehen sind, so dass der Wicklungsbereich in dem Grundkörper 104 in entsprechende Wicklungskammer 107a, bis 107e unterteilt wird.. Dabeikann der Grundkörper 104 ein Leitermaterial aufweisen, wie dies beispielsweise mit Bezug zu den 1a bis 1c beschrieben ist. In dem gezeigten Spulenkörper ist das Leitermaterial 102 in den Trennwänden 106a, ..., 106d integriert, so dass durch die jeweiligen Trennwände 106a, ..., 106d Windungsabschnitte für eine Wicklung gebildet sind. Dabei können die einzelnen Abschnitte des Leitermaterials 102 einen entsprechenden Anschlussbereich aufweisen, der nicht in dem Material der Trennwände 106a, ...106d integriert ist, um damit eine effiziente elektrische Verbindung der einzelnen Windungsabschnitte zu ermöglichen, wie dies nachfolgend detaillierter beschrieben ist. Das Vorsehen der einzelnen Trennwände 106a, ..., 106d ist insbesondere vorteilhaft im Hinblick auf Hochspannungsanwendungen, in denen in den entsprechenden Wicklungskammer 107a, ..., 107d Wicklungen bzw. Wicklungsabschnitte vorzusehen sind, die eine hohe Potentialdifferenz zu dem Leitermaterial 102 während des Betriebs aufweisen. Beispielsweise kann die erzeugte Spannung einer Sekundärwicklung eines Hochspannungstransformators effizient auf die verschiedenen Wicklungskammern 107a, ...107e aufgeteilt werden auf Grund des Vorsehens der Trennwände 106a, ..., 106d, wobei durch das Material eine ausreichende Spannungsfestigkeit zu dem Leitermaterial 102 erreicht wird, und ferner eine effiziente Ineinanderverschachtelung der beiden Wicklungen gewährleistet ist. In Bezug auf die Herstellung des Spulenkörpers 100, wie er in 1e gezeigt ist, gelten die gleichen Kriterien, wie sie zuvor im Hinblick auf die Spulenkörper der 1a bis 1c beschrieben sind. Insbesondere kann das Leitermaterial 102 in den einzelnen Trennwänden 106a106d während der Herstellung des Spulenkörpers 100 eingebaut werden, beispielsweise indem entsprechende Leiterabschnitte in der Spritzgussform positioniert werden.

1f zeigt eine weitere Ausführungsform des Spulenkörpers 100, in der die Trennwände 106a, ..., 106c so ausgebildet sind, dass sie die entsprechenden Aussparungen 105 aufweisen. Auch in diesem Falle kann der Spulenkörper 100, wie er in 1f gezeigt ist, auch die Merkmale aufweisen, wie sie zuvor mit Bezug zu den 1a bis 1d beschrieben sind. D. h., der Grundkörper 104 kann zusätzlich integriertes Leitermaterial aufweisen oder entsprechend ausgebildete Aussparungen 105 besitzen, um damit Platz für weitere Wicklungen bzw. Wicklungsabschnitte zu schaffen. In der in 1f gezeigten Ausführungsform sind die Aussparungen 105 zumindest in den Trennwänden 106a106c vorgesehen, so dass beispielsweise nach erfolgter Bewicklung des Grundkörpers 104 mit einer entsprechenden Wicklung mit einer hohen Windungszahl dann eine Wicklung auf Grund der Aussparungen 105 hergestellt werden kann, die zusätzlich zu einer hohen Spannungsfestigkeit, die durch das Spulenkörpermaterial erreicht wird, auch eine präzise Fertigung ermöglicht, da die Konfiguration der sich ergebenden Wicklung im Wesentlichen durch die konstruktiven Gegebenheiten der Aussparungen 105 bestimmt ist. Insbesondere kann durch die Aussparungen 105 in den Trennwänden 106a, ...106c ein Mindestmaß an Isolation gewährleistet werden, das im Wesentlichen unabhängig ist von den zuvor durchgeführten Fertigungsprozessen zum Aufbringen der Bewicklungen auf den Spulenkörper 100. 2a zeigt schematisch in einer perspektivischen Darstellung ein induktives Bauelement 250, das einen magnetischen Kern 260 aufweist, der in Verbindung mit einem bewickelten Spulenkörper 200 die elektromagnetischen Eigenschaften des Bauelements 250 bestimmt. Auf dem Spulenkörper 200 sind eine erste Wicklung 210 und eine zweite Wicklung 220 vorgesehen, wobei die erste Wicklung 210 aus einem leitenden Material gebildet ist, das zumindest teilweise in dem Material des Spulenkörpers 200 integriert ist, wie dies beispielsweise zuvor für den Spulenkörper 100 beschrieben ist. In der gezeigten Ausführungsform des Bauelements 250 ist beispielsweise ein Leitermaterial 202 in entsprechenden Trennwänden 206 des Spulenkörpers 200 so vorgesehen, dass in Verbindung mit einer entsprechenden Anschlussleiterstruktur 207 die Wicklung 210 gebildet wird. In der gezeigten Ausführungsform sind beispielsweise jeweils zwei Windungsabschnitte der Wicklung 210 durch die Leiterstruktur parallel geschaltet und mit entsprechenden zwei nächsten parallel geschalteten Windungsabschnitten verbunden. Auf diese Weise ergibt sich eine Aufteilung der Wicklung 210 über einen wesentlichen Teil der Gesamtlänge des Spulenkörpers 200, wodurch auch eine gute Kopplung der ersten und der zweiten Wicklung 210 und 220 erreicht wird. Wie zuvor beschrieben ist, ist durch die Integration eines Teils des Leitermaterials 202 in das Spulenkörpermaterial eine ausreichende Spannungsfestigkeit zwischen der ersten Wicklung 210 und der zweiten Wicklung 220 gewährleistet, ohne dass teuere Leitermaterialien mit einer speziellen hochspannungsfesten Isolierung erforderlich sind.

Das induktive Bauelement 250 kann in sehr effizienter Weise hergestellt werden, da beispielsweise der Spulenkörper 200, der bereits Windungsabschnitte der Wicklung 210 in Form des Leitermaterials 202 enthält, in geeigneter Weise, beispielsweise vollautomatisch, bewickelt werden kann, um die Wicklung 220 zu erhalten. Nach erfolgter Bewicklung kann dann die Verbindungsstruktur 207 mittels entsprechender Anschlussbereiche 202a des Leitermaterials 202 aufgebracht werden, so dass die gewünschte elektrische Konfiguration der Wicklung 210 erreicht wird, wobei wiederum konstruktiv ein geeigneter Isolationsabstand zu der zweiten Wicklung 220 eingehalten wird. Bei Bedarf kann nach erfolgtem Anbringen der Verbindungsstruktur 207 ein weiterer Bearbeitungsschritt folgen, in welchem ein geeignetes isolierendes Material 213, beispielsweise ein Vergussmaterial, das in der Figur nur teilweise gezeigt ist, so vorgesehen wird, das zumindest der Spulenkörper mit den Wicklungen 210 und 220 sowie der Anschlussstruktur 207 von isolierendem Material umschlossen sind. Auf diese Weise kann die Zuverlässigkeit im Hinblick auf Umgebungseinflüsse sowie die Spannungsfestigkeit und die mechanische Integrität weiter verbessert werden, wobei die erforderliche Spannungsfestigkeit die wesentlichen durch konstruktive Maßnahmen unabhängig von wicklungstechnischen Toleranzen vorgegeben ist.

2b zeigt schematisch eine Querschnittsansicht des Bauelements 250 durch eine der Trennwände 206 mit dem Leiter 202 und einem Anschlussbereich 202a.

2c zeigt die Trennwand 206 mit eingebautem Leitermaterial 202 in seitlicher Schnittansicht.

2d zeigt die Trennwand 206 in einer entsprechenden frontalen Schnittansicht. Wie aus den Schnittansichten 2b bis 2d deutlich hervorgeht, ist das Leitermaterial 202, mit Ausnahme der Anschlussbereiche 202a, vollständig von isolierendem Material des Spulenkörpers 200 umschlossen, in diesem Falle von dem Material der Trennwände 206, so dass eine ausreichende Isolationsstrecke im Hinblick auf die Wicklung 220 oder auch in Bezug auf den Kern 260 gegeben ist. Insbesondere kann durch die geometrischen Abmessungen der Trennwände 206 und die Materialstärke des Leitermaterials 202 ein entsprechender Isolationsabstand eingestellt werden.

3a zeigt in perspektivischer Darstellung schematisch ein induktives Bauelement 350 gemäßder Erfindung. Das Bauelement 350 umfasst einen Kern 360 in Verbindung mit einem Spulenkörper 300, der eine erste Wicklung 310 und eine zweite Wicklung 320 aufweist. Die zweite Wicklung 320 kann eine Wicklung mit vielen Windungen sein, die in entsprechenden Wicklungskammern untergebracht sind, die durch entsprechende Trennwände 306 in dem Spulenkörper 300 gebildet sind. Die Wicklung 310 ist zumindest teilweise in entsprechenden Aussparungen 305 verlegt, die in der gezeigten Ausführungsform in den Trennwänden 306 sowie bei Bedarf auch in einer oder beiden Endflächen 309 vorgesehen sein können. In der gezeigten Ausführungsform sind die Aussparungen 305 so ausgebildet, dass das Leitermaterial 302 seitlich bzw. lateral von isolierendem Material der Trennwände 306 begrenzt ist, wobei vorteilhafterweise auch die Tiefe der Aussparungen 305 so bemessen ist, dass das Leitermaterial 302 größtenteils in den Aussparungen 305 versenkt ist. Ferner sind in der gezeigten Ausführungsform entsprechende Aussparungen 308 vorgesehen, in denen das Leitermaterial 302 oder andere geeignete Verbindungsleiter so geführt werden, dass die gewünschte elektrische Konfiguration der Wicklung 310 erreicht wird. In der gezeigten Ausführungsform sind wiederum jeweils zwei benachbarte Windungsabschnitte elektrisch parallel geschaltet und mit entsprechenden zwei benachbarten Windungsabschnitten geeignet verbunden, so dass insgesamt die Wicklung 310 aus drei in Reihe geschalteten Doppelwindungen aufgebaut ist. Auch in dieser Konfiguration ergibt sich eine zuverlässige Isolierung, unabhängig davon, ob das Leitermaterial 302 im Wesentlichen nicht isoliert ist oder ob lediglich eine für geringe Spannungen ausgelegte Isolierung vorgesehen ist. Insbesondere kann der Vorgang des Aufbringens der Wicklung 310 in sehr präziser Weise durchgeführt werden, da die Lage der einzelnen Windungen durch den konstruktiven Aufbau der Trennwände 306 und der Aussparungen 305 vorgegeben ist. Insbesondere kann das leitende Material 302 ohne jegliche Isolierung vorgesehen werden, wobei dann nachträglich isolierendes Material dem Bauelement 350 hinzugefügt wird, um zumindest die Wicklungen 310 und 320 vollständig mit isolierendem Material zu umhüllen, was beispielsweise durch Vergießen bewerkstelligt werden kann.

3b, 3c und 3d zeigen entsprechende Schnittansichten für eine der Trennwände 306, wobei deutlich die Aussparungen 305 gezeigt sind, die in der dargestellten Ausführungsform das leitende Material 302 seitlich vollständig umschließen und eine ausreichende Tiefe bereitstellen, so dass das leitende Material 302 im Bereich der Trennwände 306 versenkt angeordnet ist. Auf diese Weise ergibt sich die Möglichkeit bei einem späteren Verfüllen der Aussparungen 305 einen vollständigen Einfluss des Leitermaterials 302 im Bereich der Trennwände 306 zu erreichen, selbst wenn die entsprechenden Leitungsbereiche, die über die Aussparungen 308 zur elektrischen Verbindung der Wicklung 310 vorgesehen sind, nicht vollständig von Vergussmaterial umschlossen sind.

Die induktiven Bauelemente 250, 350, wie sie mit Bezug zu den 2 und 3 beschrieben sind, können insbesondere als Bauelemente für Hochspannungsanwendungen eingesetzt werden, wobei eine hohe Isolationsfestigkeit zwischen den Wicklungen 210, 220 bzw. 310 und 320 erreicht wird. In einigen Ausführungsformen werden die induktiven Bauelementen 250, 350 als Transformatoren verwendet, in denen sekundärseitig oder primärseitig eine Spannung von 20000 Volt oder deutlich mehr auftritt. Beispielsweise können die induktiven Bauelemente 250, 350 in Form von Zündtransformatoren für Entladungsleuchten eingesetzt werden, wie sie beispielsweise zum Betrieb von Xenon-Leuchten vorgesehen sind.

4a zeigt einen Spulenkörper 400 mit integriertem Leitermaterial 402 oder mit entsprechend eingearbeiteten Aussparungen (nicht gezeigt), wie dies zuvor mit Bezug zu den 1 bis 3 beschrieben ist, wobei der Spulenkörper 400 zur Verwendung mit einem nicht-geradlinigen Kern 460 geeignet ausgebildet ist. In der dargestellten Ausführungsform kann der Spulenkörper 400 eine entsprechende Ausbildung aufweisen, um einen bogenförmigen Kern aufzunehmen.

4b zeigt eine weitere anschauliche Ausführungsform des Spulenkörpers 400, der beispielsweise einen ersten Spulenkörperteil 400a und einen zweiten Spulenkörperteil 400b umfasst. Die beiden Spulenkörperteile 400a, 400b können sich in Größe und Gestaltung abhängig von der betrachteten Anwendung unterscheiden. Beispielsweise können die Spulenkörper 400a, 40Ob1 die jeweils ein entsprechendes Leitermaterial 402 und/oder entsprechende ausgebildete Aussparungen zur Aufnahme eines Leitermaterials aufweisen, so gestaltet sein, dass sie auf einem entsprechenden Schenkel eines gewinkelten Kerns vorgesehen werden, wobei sich die Abmessungen der einzelnen Schenkeln unterscheiden können. Auf Grund der Spulenkörperteile 400a, 400b können die zuvor dargelegten Vorteile im Hinblick auf die Spannungsfestigkeit, die besseren Bauteiltoleranzen, die Vorteile in der Herstellung etc. individuell für beide Teile 400a, 400b erreicht werden, so dass sich insgesamt ein hohes Maß an Flexibilität bei der Gestaltung eines entsprechenden induktiven Bauelements ergibt. Insbesondere kann es vorteilhaft sein, auf Grund eines nicht-geradlinigen Kerns eine optimalere Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Einbauvolumens zu erreichen, wobei die modulare Form des Spulenkörpers 400 mit integriertem Leitermaterial bzw. mit den integrierten Aussparungen eine erhöhte Bauteilzuverlässigkeit bei insgesamt geringeren Fertigungskosten ergibt.

4c zeigt schematisch eine weitere Variante des Spulenkörpers 400 in modularer Bauweise. In dieser Ausführungsform können die Teile 400a, 400b bei Bedarf miteinander über entsprechende Verbindungsstrukturen 411, 412 miteinander gekoppelt werden, so dass sich insgesamt die gewünschte Konfiguration des Spulenkörpers 400 ergibt. Beispielsweise können unterschiedliche Versionen der Teile 400a, 400b z. B. im Hinblick auf die Anzahl der integrierten Windungen bzw. Aussparungen vorgesehen werden, so dass sich insgesamt ein hohes Maß an Flexibilität bei der Zusammenstellung der endgültigen Eigenschaften des Körpers 400 sowie eines entsprechenden induktiven Bauelements ergibt, wobei die Abmessungen des Gesamtspulenkörpers 400 beibehalten werden können. In anderen Ausführungsformen können mehrere Elemente 400a, 400b in geeigneter Weise zusammengestellt werden, so dass insgesamt beispielsweise die Länge des Spulenkörpers 400 variiert werden kann. In einer anschaulichen Ausführungsform kann die Verbindungsstruktur mit den Elementen 411, 412 zusätzlich zu einer mechanischen Kopplung der Spulenkörperteile 400a, 400b eine elektrische Ankopplung ermöglichen, so dass beispielsweise die leitenden Materialien 402 der einzelnen Teile 400a, 400b in geeigneter Weise miteinander verbunden sind, ohne dass weitere externe Verbindungen erforderlich sind. In anderen anschaulichen Ausführungsformen können entsprechende Anschlussbereiche vorgesehen werden, die eine nachträgliche externe Verbindung der Spulenkörperteile 400a, 400b ermöglichen. In weiteren Ausführungsformen kann das leitende Material 402 bzw. entsprechend ausgebildete Aussparungen auch in den entsprechenden Endflächen 409 vorgesehen sein, wie dies zuvor für entsprechende Trennwände 106, 206 und 306 beschrieben ist. Insbesondere ergibt sich auf Grund der modularen Bauweise des Spulenkörpers 400 die Möglichkeit, die einzelnen Teile 400a, 400b individuell zu bewickeln und dann eine Gesamtkonfiguration durch entsprechendes Zusammenfügen der einzelnen Teile 400a, 400b herzustellen. Auf diese Weise kann der Bewicklungsvorgang effizient automatisiert werden, wobei entsprechende lokale Unterschiede im Spulenkörper 400, beispielsweise im Hinblick auf die Anzahl der Wicklungslagen, die Länge der einzelnen Wicklungsabschnitte, und dergleichen flexibler eingestellt werden kann, so dass entsprechende Vorgaben jeweils für die Spulenkörperteile 400a, 400b ausgewählt werden können.

Mit Bezug zu den 5a bis 5e werden nunmehr weitere anschauliche Ausführungsformen zur Herstellung einer Wicklung in bzw. auf einem Spulenkörper mit verbesserter Spannungsfestigkeit und reduzierten Materialkosten beschrieben. 5a zeigt einen Spulenkörper 500, in welchem durch entsprechende Endflächen 509 ein Wickelbereich 501 zur Aufnahme einer Wicklung gebildet ist. Es sollte beachtet werden, dass der Spulenkörper 500 lediglich anschaulicher Natur ist und dass in anderen Ausführungsbeispielen entsprechende Trennwände vorgesehen werden können, um den Wicklungsbereich 501 in eine Vielzahl von entsprechenden Wicklungskammern zu unterteilen. In dem Spulenkörper 500 ist eine Öffnung bzw. eine Bohrung 503 vorgesehen, um ein Kernmaterial zu umschließen, wie dies für den Aufbau eines induktiven Bauelements erforderlich ist. Ferner umfasst der Spulenkörper 500 entsprechende Aussparungen 505, die zur Aufnahme von leitendem Material zur Herstellung einer Wicklung dienen. Beispielsweise sind die Aussparungen 505 im Hinblick auf die Anzahl der erforderlichen Windungen sowie die Art und die Form des leitenden Materials dimensioniert. Der Spulenkörper 500, wie er in 5a gezeigt ist, kann hergestellt werden, indem eine entsprechende Spritzgussform bereitgestellt wird, in der entsprechende Erhebungen für die Aussparungen 505 vorgesehen sind. In anderen Fällen kann der Spulenkörper 500 zunächst ohne die Aussparungen 505 hergestellt werden, und nachfolgend können die Aussparungen 505 in einer Anzahl und Größe durch Nachbearbeitung, beispielsweise durch Fräsen, etc., gebildet werden.

5b zeigt einen Spulenkörper 500 in zwei Varianten, nachdem ein entsprechendes geeignetes Leitermaterial 502 in die Aussparungen 505 eingelegt ist. In der Variante im linken Teil der 5b ist das leitende Material 502 vollständig in den Aussparungen 505 versenkt, während im rechten Teil der 5b das Leitermaterial 502 zu einer nicht planaren Oberflächentopographie führen kann.

5c zeigt den Spulenkörper 500 in einem weiter fortgeschrittenen Herstellungsstadium, wobei das Leitermaterial 502 unabhängig von der jeweiligen Oberflächentopographie vollständig mit einem isolierenden Material 513 bedeckt ist. Beispielsweise kann das isolierende Material 513 ein beliebiges geeignetes Vergussmaterial sein, das in geeigneter Weise auf den Spulenkörper 500 aufgebracht wird, nachdem das leitende Material 502 in den entsprechenden Aussparungen 505 eingelegt ist. Danach kann die aufgebrachte Wicklung bzw. das leitende Material 502 mit einem geeigneten isolierendem Material umspritzt werden, so dass das leitende Material 502 vollständig umschlossen ist und gegebenenfalls eine ebene Topografie erhalten wird, auf die dann effizient eine weitere Wicklung aufgebracht werden kann. In einigen Ausführungsformen (nicht gezeigt) kann das leitende Material 502 ohne das Vorsehen der Aussparungen 505 zunächst aufgebracht werden, wenn eine entsprechende mechanische Fixierung des leitenden Materials 502 durch die Aussparungen 505 nicht erforderlich ist. Daraufhin kann dann das Material 513 aufgebracht werden, so dass die entsprechend ausgeprägte Oberflächentopographie ausgeglichen und das leitende Material 502 vollständig von dem isolierenden Material 513 umgeben ist. Nach dem Aushärten des Materials 513 steht somit der Spulenkörper 500 für die weitere Bearbeitung zur Verfügung.

5d zeigt beispielsweise den Spulenkörper 500, der nunmehr das leitende Material 502 in integrierter Weise aufweist, wobei auch entsprechende Anschlussbereiche 502a in dem Spulenkörpermaterial integriert sein können. Somit wird durch das Material 513 eine neue Oberfläche 501a gebildet, die zur Aufnahme einer weiteren Wicklung geeignet ist, wobei durch die zuvor aufgebrachte Materialdicke in Verbindung mit den möglicherweise vorgesehenen Aussparungen 505 ein entsprechender Isolationsabstand zu der neu aufzubringenden Wicklung vorgegeben ist.

5e zeigt den Spulenkörper 500 gemäß einer weiteren Ausführungsform während einer fortgeschrittenen Phase zur Herstellung eines entsprechenden induktiven Bauelements, wobei die Aussparungen 505 und damit die darin enthaltenen leitenden Materialien 502 so ausgebildet sind, dass sich bei einer entsprechenden Bewicklung durch die entsprechende Schräglage der Aussparungen 505 und der zweiten Wicklung 520 kein direkter mechanischer Kontakt ergibt. Somit ist nach dem Einbringen des leitenden Materials 502 und dem Aufbringen der Wicklung 520 eine gewisse Distanz 502d vorhanden, die nach erfolgter Bewicklung in geeigneter Weise mit dem isolierenden Material 513 aufgefüllt werden kann. Zu diesem Zweck kann der Spulenkörper 500 nach der Bewicklung mit einem entsprechenden Vergussmaterial behandelt werden, oder der Spulenkörper 500 kann nach einem entsprechenden Zusammensetzen eines induktiven Bauelements oder einer Baugruppe, in der das induktive Bauelement eingesetzt ist, mit Vergussmaterial behandelt werden, wobei dann auch die entsprechenden Zwischenräume 502d zuverlässig gefüllt und damit in ihrem Isolierverhalten noch weiter verbessert werden.

Somit kann ein leitendes Material in sehr effizienter Weise in einem Spulenkörper integriert werden, wobei insbesondere im Hinblick auf die Auswahl des leitenden Materials und die Fertigungsprozesse ein hohes Maß an Flexibilität umgeben ist, wobei in Verbindung mit reduzierten Materialkosten und verbesserter Prozesstoleranz deutliche Vorteile gegenüber den konventionellen Verfahren, wie sie zuvor beschrieben sind, erhalten werden.