Title:
Geografische Markierungsvorrichtung
Kind Code:
B4


Abstract:

System zum Liefern von geographischen Informationen mit:
• einer geographischen Markierungsvorrichtung (101) und
• einer Datenspeichervorrichtung (102), die mit der geographischen Markierungsvorrichtung (101) verbunden ist, um zu einem geographischen Ort, an dem die geographische Markierungsvorrichtung (101) angeordnet ist, gehörende Informationen zu speichern, wobei die Datenspeichervorrichtung (102) die Informationen über eine drahtlose Kommunikation befördert und
• einer elektronischen Vorrichtung (110) zum Zugreifen auf Daten, die in der Datenspeichervorrichtung (102) gespeichert sind, wobei die elektronische Vorrichtung (110) eingerichtet ist, die Signalstärke der drahtlosen Kommunikation zu bestimmen, um Befehle zu erzeugen, die einen Benutzer zur Datenspeichervorrichtung (102) führen.




Inventors:
Hamilton, Jeffrey, Col. (Broomfield, US)
Application Number:
DE112006000750T
Publication Date:
02/01/2018
Filing Date:
03/29/2006
Assignee:
Trimble Inc. (n.d.Ges.d.Staates Delaware) (Calif., Sunnyvale, US)
Domestic Patent References:
DE10323457A1N/A2004-12-09
DE202004004945U1N/A2004-10-21



Foreign References:
58252981998-10-20
EP17464332007-01-24
Attorney, Agent or Firm:
Hauck Patentanwaltspartnerschaft mbB, 20355, Hamburg, DE
Claims:
1. System zum Liefern von geographischen Informationen mit:
• einer geographischen Markierungsvorrichtung (101) und
• einer Datenspeichervorrichtung (102), die mit der geographischen Markierungsvorrichtung (101) verbunden ist, um zu einem geographischen Ort, an dem die geographische Markierungsvorrichtung (101) angeordnet ist, gehörende Informationen zu speichern, wobei die Datenspeichervorrichtung (102) die Informationen über eine drahtlose Kommunikation befördert und
• einer elektronischen Vorrichtung (110) zum Zugreifen auf Daten, die in der Datenspeichervorrichtung (102) gespeichert sind, wobei die elektronische Vorrichtung (110) eingerichtet ist, die Signalstärke der drahtlosen Kommunikation zu bestimmen, um Befehle zu erzeugen, die einen Benutzer zur Datenspeichervorrichtung (102) führen.

2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die geographische Markierungsvorrichtung (101) eine Markierung eines Vermessers umfasst.

3. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenspeichervorrichtung (102) ein Hochfrequenzidentifikations(RFID)etikett umfasst.

4. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen des weiteren Informationen über ein Objekt, das sich am geographischen Ort befindet, umfassen.

5. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen des weiteren Informationen, die die geographische Markierungsvorrichtung (101) identifizieren, umfassen.

6. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Vorrichtung eine drahtlose Vorrichtung umfasst, die aus der folgenden Gruppe ausgewählt ist:
einer manuell gehaltenen elektronischen Vorrichtung, einer optischen Vermessungskomponente, einer optischen Vermessungsstange, einem kinematischen Realzeit(RTK)rovingempfänger, einem Datensammler eines geographischen Informationssystems (GIS), einem dreidimensionalen Laserscanner, einer elektronischen Distanzmess(EDM)komponente und einem mobilen Sammler von geographischen Daten.

7. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Vorrichtung ferner zum Einschreiben von Daten in die Datenspeichervorrichtung (102) dient.

8. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Informationen über den geographischen Ort von der elektronischen Vorrichtung in die Datenspeichervorrichtung (102) eingeschrieben werden.

9. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Vorrichtung ferner zum Überführen eines ersten Koordinatensystems, das zum Beschreiben des geographischen Ortes verwendet wird, in ein zweites Koordinatensystem, das von der elektronischen Vorrichtung verwendet wird, dient.

10. Verfahren zum Zugreifen auf geographische Informationen mit den Schritten:
Erzeugen von geographischen Positionsdaten, die einen bestimmten Ort beschreiben;
Speichern der geographischen Positionsdaten in einer Datenspeichervorrichtung, die sich an dem bestimmten Ort befindet
Bereitstellen der geographischen Positionsdaten über eine drahtlose Kommunikation;
Drahtloses Zugreifen auf die geographischen Positionsdaten über eine tragbare elektronische Vorrichtung; und
Bestimmen einer Signalstärke der drahtlosen Kommunikation über die elektronische Vorrichtung, um Befehle zu erzeugen, die einen Benutzer zur Datenspeichervorrichtung führen.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Speichern das Speichern der geographischen Positionsdaten in einem Hochfrequenzidentifikations(RFID)etikett umfasst.

12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Markierung an dem bestimmten Ort angeordnet wird, wobei die Markierung die Datenspeichervorrichtung umfasst.

13. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die tragbare elektronische Vorrichtung aus der folgenden Gruppe ausgewählt ist:
einer manuell gehaltenen elektronischen Vorrichtung, einer optischen Vermessungskomponente, einer optischen Vermessungsstange, einem kinematischen Realzeit(RTK)rovingempfänger, einem Datensammler eines geographischen Informationssystems (GIS), einem dreidimensionalen Laserscanner, einer elektronischen Distanzmess(EDM)komponente und einem mobilen Sammler von geographischen Daten.

14. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es des weiteren das Verwenden eines ersten Koordinatensystems zum Beschreiben des bestimmten Ortes und das Verwenden der tragbaren elektronischen Vorrichtung zum Umwandeln des ersten Koordinatensystems in ein zweites Koordinatensystem umfasst.

15. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es das Erzeugen von Informationen über ein Objekt, das sich am geographischen Ort befindet, und das Speichern der Informationen in der Datenspeichervorrichtung umfasst.

Description:

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung betreffen den Bereich der Speicherung von geographischen Positionsdaten und des Zugriffes auf derartige Daten. Einige Ausführungsformen betreffen eine geographische Markierungsvorrichtung mit RFID-Transponder.

Vermesser benutzen häufig eine Vielzahl von Vorrichtungen, um geographische Orte zu markieren. Wenn beispielsweise die Grenzen eines Grundstückes vermessen werden, beginnt der Vermesser an einem ersten bekannten Ort, von dem die geographischen Koordinaten bereits ermittelt worden sind. Von hier aus misst der Vermesser den Winkel und die Entfernung zu einer Reihe von Punkten, die die Grenzen des Grundstückes, das vermessen wird, festlegen. Der Vermesser treibt einen Nagel oder eine andere geographische Markierung an diesen Stellen in den Boden, um sie zu markieren. Die Markierung kann eine Scheibe oder eine andere daran befestigte Vorrichtung aufweisen, die Informationen enthalten kann, wie beispielsweise die Fallnummer des Vermessers, die Lizenznummer des Vermessers und eine Seriennummer der einzelnen Markierung.

Diese Markierungen, die auch als Bolzen, Nägel, Buchsen, Stäbe oder Monumente bezeichnet werden, können jedoch bewegt werden oder nur schwierig aufzufinden sein. Nachdem die Markierung in den Boden getrieben worden ist, kann sie beispielsweise mit Verunreinigungen und/oder wachsenden Pflanzen bedeckt werden. Sie kann ferner dadurch, dass jemand auf die Markierung oder über die Markierung tritt, weiter in den Boden getrieben werden. Auch können manche die Markierung gezielt bewegen, um die Grenzen ihres Grundstückes zu verändern. Infolgedessen ist es nicht nur schwierig, diese Markierungen zu finden, nachdem die Vermessung durchgeführt worden ist, sondern es ist auch keine Absicherung vorhanden, dass sich die Markierungen noch an der gleichen Stelle befinden, an der sie ursprünglich angeordnet wurden.

Wenn eine nachfolgende Vermessung des Grundstückes durchgeführt wird, greift daher der Vermesser auf eine Aufzeichnung der vorhergehenden Vermessung der Gemeinde zurück, um festzustellen, wo die Grenzen des Grundstückes liegen. Er versucht dann die Markierungen aufzufinden, die bei der vorhergehenden Messung platziert wurden, um die Grenzlinien zu bestätigen. Wenn der Vermesser diese Markierungen jedoch nicht finden kann oder wenn die Markierungen bewegt worden sind, stimmen die Aufzeichnungen der vorhergehenden Vermessung nicht mit der momentanen Position der Markierungen überein, so dass der Vermesser die Grenzlinien neu festlegen und neue Markierungen etc. platzieren muss. Darüber hinaus ist es möglich, dass Daten unrichtig übertragen werden, wenn auf die Daten einer vorhergehenden Vermessung zurückgegriffen wird und die Daten von einer momentanen Vermessung aufgezeichnet werden.

Aus DE 103 23 457 A1 ist ein Leit- und Kommunikationssystem bekannt, das Objekte umfasst, die sich an verschiedenen Orten innerhalb eines räumlichen Koordinatensystems befinden, sowie Informationsträger, auf denen Informationen gespeichert sind, insbesondere die Objekte und/oder deren Umgebung betreffend, sowie mindestens eine Kommunikationseinrichtung und Positionsgeber zur Erfassung von Positionsdaten der Orte, an denen sich die Objekte und die Kommunikationseinrichtung befinden. Die Kommunikationseinrichtung koordiniert das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten des Leit- und Kommunikationssystems, leitet den Nutzer zu einem ausgewählten Objekt und stellt dem Benutzer Informationen zu dem Objekt und/oder dessen Umgebung zur Verfügung.

Aus DE 20 2004 004 945 U1 ist ein Lotstab für Vermessungssysteme bekannt, der zur Bestimmung einer Position und zur Aufnahme von Komponenten des Vermessungssystems dient. An dem Stabkörper ist ein RFID-Lese/Schreibgerät und ein mobiler Kleincomputer angeordnet. An dem Lese/Schreibgerät und dem mobilen Kleincomputer sind Schnittstellen zum gegenseitigen Austausch von Daten vorgesehen.

Aus US 5 825 298 A ist ein Identifikationssystem mit einer Vorrichtung zum Auffinden von Vermessungspunkten bekannt. Das Identifikationssystem ist des Weiteren ausgestattet mit Markierungselementen, einer Lese/Schreibvorrichtung und einem tragbaren Computer. Die Markierungselemente umfassen RFID-Transponder, die in einem robusten und wasserdichten Container angeordnet sind an einem Pfahl, der in die Erde getrieben werden kann.

Aus EP 1 746 433 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Auffinden eines Verschütteten bekannt, welches insbesondere die Suche auf den letzten Metern erleichtern soll. Hierfür werden dem Suchenden eine aktuelle Verschüttetenentfernung sowie mindestens eine vorhergehende Verschüttetenentfernung angezeigt, um so möglichst übersichtlich den Fortschritt der Suche zu visualisieren. Die Verschüttetenentfernung wird vorzugsweise in Abhängigkeit von den empfangenen Signalen, insbesondere deren Signalstärke, bestimmt.

Es ist ein Bedarf nach einer geographischen Markierungsvorrichtung vorhanden, die mit geographischen Positionsinformationen versehen ist. Wenn dieser Bedarf gedeckt wird, wäre es von Vorteil, wenn man zusätzlich die Informationen in die geographische Markierungsvorrichtung einschreiben könnte, um beispielsweise das Vermögensmanagement zu unterstützen.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung betreffen eine geographische Markierungsvorrichtung und eine damit gekoppelte Datenspeichervorrichtung zum Speichern von Informationen über einen geographischen Ort, an dem die geographische Markierungsvorrichtung angeordnet ist. Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können die Informationen geographische Positionsdaten der geographischen Markierungsvorrichtung sowie zusätzliche Informationen über ein Objekt, das im wesentlichen am geographischen Ort fixiert ist, enthalten. Eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft ein geographisches Datensystem, das die vorstehend beschriebene geographische Markierungsvorrichtung und eine tragbare elektronische Vorrichtung zum Zugreifen auf die darin gespeicherten Informationen umfasst.

Die beigefügten Zeichnungen, die einen Teil dieser Beschreibung bilden, zeigen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung und dienen zusammen mit der Beschreibung zur Erläuterung der Prinzipien der Erfindung. Wenn nicht anders angedeutet, sind die Zeichnungen, auf die in dieser Beschreibung Bezug genommen wird, nicht maßstabsgerecht. Von den Zeichnungen zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines beispielhaften geographischen Datensystems gemäß den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung;

2 eine schematische Darstellung einer beispielhaften Abfragevorrichtung nach geographischen Daten gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung; und

3 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Zugreifen auf geographische Informationen gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung.

Es wird nunmehr im einzelnen auf Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung Bezug genommen, von denen Beispiele in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind. Obwohl die vorliegende Erfindung in Verbindung mit den folgenden Ausführungsformen beschrieben wird, versteht es sich, dass die Erfindung nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt ist. Sie soll vielmehr auch Alternativen, Modifikationen und äquivalente Ausführungsformen umfassen, die unter die Lehre und den Umfang der vorliegenden Erfindung fallen, wie sie durch die Patentansprüche definiert ist. Ferner sind in der nachfolgenden detaillierten Beschreibung der vorliegenden Erfindung zahlreiche spezielle Details angegeben, um ein gründliches Verständnis der vorliegenden Erfindung zu ermöglichen. Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können jedoch auch ohne diese speziellen Details verwirklicht werden. In anderen Fällen sind bekannte Verfahren, Vorgehensweisen, Komponenten und Schaltungen nicht im einzelnen beschrieben, um die Aspekte der vorliegenden Erfindung nicht auf unnötige Weise zu verdunkeln.

1 ist eine schematische Darstellung eines beispielhaften geographischen Datensystems gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung. Bei der Ausführungsform von 1 ist eine geographische Markierungsvorrichtung 101 mit einer Datenspeichervorrichtung 102 gekoppelt. Wie ferner in 1 gezeigt ist, ist mit 110 eine Abfragevorrichtung für geographische Daten zum Zugreifen auf Daten, die in der Datenspeichervorrichtung 102 gespeichert sind, und/oder zum Einschreiben von Daten in der Datenspeichervorrichtung 102 bezeichnet.

Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann die geographische Markierungsvorrichtung 101 eine Stange, ein Nagel oder eine andere Vorrichtung sein, die typischerweise von Vermessern benutzt wird, um einen speziellen Punkt auf der Erdoberfläche oder in der Nähe derselben zu markieren. Bei anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann die geographische Markierungsvorrichtung 101 eine Vorrichtung umfassen, die das Befestigen der Datenspeichervorrichtung 102 an einem Objekt oder das Einbauen derselben in einem Objekt erleichtert.

Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung umfasst die Datenspeichervorrichtung 110 ein Hochfrequenzidentifizierungs(RFID)etikett. Bei der Hochfrequenzidentifizierung handelt es sich um eine automatische Identifizierungstechnik, die typischerweise von Funkwellen Gebrauch macht, um die Identität einer Person oder eines Objektes zu übertragen. Ein typisches RFID-Etikett (d. h. 102) umfasst einen Mikrochip, der mit einer Antenne verbunden und auf einem Substrat montiert ist. Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung wird die Datenspeichervorrichtung 102 als RFID-Etikett bezeichnet. Die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind jedoch nicht auf diese Konfiguration beschränkt, und es können auch andere Datenspeichervorrichtungen und Übertragungsvorrichtungen zum Speichern von geographischen Positionsdaten Verwendung finden.

Passive RFID-Etiketten besitzen keine Stromquelle oder keinen Sender. Stattdessen nehmen sie elektromagnetische Energie von einer Abfragevorrichtung (d. h. der Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten) auf. Der Mikrochip innerhalb des RFID-Etikettes benutzt dann diese Energie zur Veränderung der Belastung der Antenne, um ein verändertes Signal zurückzusenden, das Informationen der Abfragevorrichtung zuführt.

Aktive RFID-Etiketten besitzen einen Sender und eine Stromquelle, wie eine Batterie. Die Stromquelle dient zum Betreiben der Schaltung des RFID-Etikettes und zum übertragen eines Signals an die Abfragevorrichtung. Aktive RFID-Etiketten können entweder Transponder, die „erwachen”, wenn sie ein Signal von einer Abfragevorrichtung detektieren, oder Antwortstationen sein, die ein Signal in voreingestellten Intervallen emittieren.

Halbaktive RFID-Etiketten entnehmen Strom von einer Stromquelle, um die Schaltung des RFID-Etikettes zu betreiben, kommunizieren jedoch, indem sie Strom von der elektromagnetischen Energie entnehmen, die von der Abfragevorrichtung emittiert wird. Typischerweise kosten aktive und halbaktive RFID-Etiketten mehr als passive RFID-Etiketten, besitzen jedoch einen größeren Übertragungsbereich. Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann das RFID-Etikett 102 ein aktives, halbaktives oder passives RFID-Etikett umfassen.

RFID-Etiketten können auch auf die Art und Weise klassifiziert werden, auf die Daten gespeichert werden oder auf die ein Zugriff auf Daten erfolgt. Reine Lese-RFID-Etiketten sind mit Informationen versehen, die während des Herstellprozesses auf ihnen gespeichert werden und nicht verändert oder ergänzt werden können. Bei Lese/Schreib-RFID-Etiketten können Informationen zu denen auf dem Etikett vorhandenen Informationen hinzugefügt oder übergeschrieben werden. Typischerweise kann eine Seriennummer, die zur Zeit der Herstellung auf das Etikett geschrieben wurde, nicht übergeschrieben werden. Ferner können einige Informationen, die danach auf das Etikett geschrieben werden, verblockt werden, um ein überschreiben zu verhindern. Einmalschreib- und Nurlese(WORM)-Etiketten können nur einmal beschrieben und danach nur gelesen werden. Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann das RFID-Etikett 102 ein Nurlese-RFID-Etikett, ein Lese/Schreib-RFID-Etikett oder ein WORM-RFID-Etikett sein.

Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten beispielsweise eine von Hand gehaltene elektronische Vorrichtung, eine optische Vermessungsstange, ein Datensammler eines geographischen Informationssystems (GIS), ein dreidimensionaler Laserscanner oder ein mobiler Sammler von geographischen Daten sein. Bei einer Ausführungsform ist die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten einfach ein Datensammler zum Zugreifen auf die auf dem RFID-Etikett 102 gesammelten Daten. Bei anderen Ausführungsformen ist die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten auch zum Einschreiben von Informationen, wie geographischen Positionsdaten, auf das RFID-Etikett 102 geeignet.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind vorteilhaft gegenüber herkömmlichen geographischen Markierungsvorrichtungen, da sie einem Vermesser oder einem anderen Benutzer ermöglichen, die auf dem RFID-Etikett 102 gespeicherten geographischen Positionsdaten mit einer Feldmessung des geographischen Ortes des Etikettes zu vergleichen. Durch Vergleichen der beiden kann ein Vermesser oder anderer Benutzer feststellen, ob die geographische Markierungsvorrichtung 101 aus ihrer vorhergehenden Position heraus bewegt worden ist. Ferner kann der Vermesser oder andere Benutzer auf andere Informationen zugreifen, die auf dem RFID-Etikett 102 gespeichert sind, was nützlich sein kann.

2 ist ein Blockdiagramm einer beispielhaften Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung. Bei der Ausführungsform der 2 besitzt die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten eine RFID-Abfragevorrichtung 201, die mit einem Positionsbestimmungssystem 202, einer Steuereinheit 203, einem Speicher 204 und einer Stromquelle 205 über einen Bus 250 gekoppelt ist. Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung umfasst die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten ferner ein wahlweises drahtloses Kommunikationssystem 206, eine wahlweise Dateneingabevorrichtung 207, eine wahlweise Anzeigevorrichtung 208 und eine wahlweise Laserabtastvorrichtung 209, die mit dem Bus 250 gekoppelt sind.

Die Abfragevorrichtung 201 dient zum drahtlosen Kommunizieren mit dem RFID-Etikett 102 und zum Zugreifen auf darauf gespeicherten Informationen. Ferner dient die Abfragevorrichtung 201 zum drahtlosen Übertragen von Daten (d. h. geographischen Positionsdaten) an das RFID-Etikett 102, die hierauf gespeichert werden können.

Das Positionsbestimmungssystem 202 dient zum Bestimmen des Ortes der Abfragevorrichtung 110 für die geographischen Daten. Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung bedeutet der Begriff „geographische Position” die Bestimmung von mindestens zwei Abmessungen (d. h. Breite und Länge) des Ortes der Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten. Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung umfasst das Positionsbestimmungssystem 202 einen GPS-Empfänger und eine Antenne 210 eines Globalpositionierungssystems (GPS). Bei einer Ausführungsform ist das Positionsbestimmungssystem 202 ein Positionsbestimmungssystem auf Satellitenbasis und empfängt Navigationsdaten von Satelliten über die Antenne 210. Beispiele von Positionsbestimmungssystemen auf Satellitenbasis umfassen das GPS-Navigationssystem, ein Differential-GPS-System, ein kinematisches Realzeitsystem (RTK), ein Netzwerk-RTK-System etc. Obwohl für die vorliegende Ausführungsform diese Positionsbestimmungssysteme speziell erwähnt werden, versteht es sich, dass Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung auch zur Benutzung von anderen Positionsbestimmungssystemen geeignet sind, wie Positionsbestimmungssystemen auf Bodenbasis, oder für andere Positionsbestimmungssysteme auf Satellitenbasis, wie das GLONASS-System oder das sich gegenwärtig im Entwicklungsstadium befindende Galileo-System.

Die Steuereinheit 203 dient zum Empfangen und Ausführen von Befehlen zum Bestimmen eines geographischen Ortes der Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten und zum Senden/Empfangen von Informationen an die geographische Markierungsvorrichtung 100 und von derselben. Die Steuereinheit 203 dient ferner zur Überführung von einem ersten Koordinatensystem, das die geographischen Koordinaten der geographischen Markierungsvorrichtung 101 beschreibt, zu einem zweiten Koordinatensystem. Beispielsweise werden Vermessungsdaten oft unter Verwendung eines lokalen Koordinatensystems aufgezeichnet, das für den Staat, das Land oder den städtischen Bereich, in denen die Vermessung durchgeführt wird, einzigartig ist. Infolgedessen können die auf dem RFID-Etikett 102 gespeicherten geographischen Positionsdaten auch unter Verwendung des lokalen Koordinatensystems aufgezeichnet werden. Das Positionsbestimmungssystem 202 kann jedoch zum Bestimmen der geographischen Position der Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten unter Verwendung dieses lokalen Koordinatensystems nicht geeignet sein. Daher kann bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung die Steuereinheit 203 Softwarebefehle ausführen, um eine Überführung aus dem lokalen Koordinatensystem in ein anderes Koordinatensystem zu ermöglichen.

Der Speicher 204 dient zum Speichern von Befehlen und Positionsinformationen, die von der Positionsbestimmungskomponente 202 ermittelt worden sind. Hierdurch können Ausführungsformen der Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten beispielsweise eine Liste von Positionen speichern, die sie über eine Zeitdauer eingenommen hat.

Die Stromquelle 205 dient zur Versorgung der Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten mit Strom. Bei einer Ausführungsform wird die Stromquelle 205 von einer Batterie oder einer Vielzahl von Batterien (d. h. vier alkalischen AA-Batterien) gebildet. Obwohl bei der vorliegenden Ausführungsform eine Batterie oder Batterien erwähnt werden, ist die vorliegende Erfindung jedoch genauso gut geeignet für die Verwendung von anderen Stromquellen. Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann die Stromquelle 205 mit einer externen Stromquelle, wie dem elektrischen System eines Fahrzeuges, gekoppelt sein. Beispielsweise kann die Stromquelle 205 mit dem elektrischen System eines Fahrzeuges hartverdrahtet oder an einen Zubehöranschluss oder einen Zigarettenanzünderanschluss im Fahrzeug unter Verwendung eines Adaptersteckers angeschlossen sein.

Die Komponente 206 für drahtlose Kommunikationen dient zum Übertragen und zum Empfangen von drahtlosen Botschaften (d. h. Daten und Befehlen). Bei einer Ausführungsform umfasst die Komponente 206 für drahtlose Kommunikationen eine zellulare drahtlose Antenne und ein zellulares drahtloses Modem. Durch die Verwendung eines zellularen Kommunikationssystems kann ein Benutzer der Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten über das Internet auf Aufzeichnungen, Karten, Luftbilder, Softwareaktualisierungen etc. zugreifen. Bei einer anderen Ausführungsform kann die Komponente 206 für drahtlose Kommunikationen beispielsweise ein Zweiwegefunksystem, ein drahtloses Bluetooth-Kommunikationssystem etc. umfassen.

Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sorgt die Dateneingabevorrichtung 207 für zusätzliche Eingabe/Ausgabemöglichkeiten der Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten. Bei einer Ausführungsform umfasst die Dateneingabevorrichtung 207 eine alphanumerische Tastatur zum Eingeben von Daten, Selektionen, Aktualisierungen etc. Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann die Dateneingabevorrichtung 207 auch einen Vorrichtungsantrieb aufweisen, der das Lesen einer Medienspeichervorrichtung, wie einer Kompaktdisk (CD), einer DVD, eines Speichersticks o. ä., ermöglicht. Hierdurch können beispielsweise Daten von diversen Softwareanwendungen, wie einer Kartensoftware, integriert werden, um das Steuern der Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten zu erleichtern. Beispielsweise kann die geographische Position von Vermessungsmarkierungen und/oder Grundstücksgrenzen in einfacher Weise in die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten eingegeben werden, um die Vermessung zu beschleunigen. Die Dateneingabevorrichtung 207 kann ferner eine Cursor-Steuervorrichtung aufweisen, die es einem Benutzer ermöglicht, die zweidimensionale Bewegung eines sichtbaren Symbols (Cursors) auf einem Anzeigeschirm einer Anzeigevorrichtung 207 dynamisch zu signalisieren. Viele Ausführungsformen von Cursor-Steuervorrichtungen sind bekannt, einschließlich eines Trackballs, einer Maus, eines Touchpads, eines Joysticks oder von speziellen Tasten auf einer Dateneingabevorrichtung 207, die in der Lage sind, eine Bewegung einer vorgegebenen Richtung oder eine Verschiebung zu signalisieren.

Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann die wahlweise Anzeigevorrichtung 208 eine Flüssigkristallvorrichtung, eine Touchscreen-Anzeigevorrichtung oder eine andere Anzeigevorrichtung sein, die geeignet ist, Bilder und alphanumerische Symbole anzuzeigen, die für einen Benutzer erkennbar sind.

Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird eine Laserabtastvorrichtung 209 von einer dreidimensionalen (3-D) Laserabtastvorrichtung gebildet. 3-D-Laserabtastvorrichtungen werden benutzt, um den Azimuth und die Distanz von einem festen Punkt (d. h. dem 3-D-Laserscanner) und einer Vielzahl von Punkten, die auch als „Punktwolke” bekannt sind, welche ein Objekt definieren, zu bestimmen. Beispielsweise kann der 3-D-Laserscanner vor einem Gebäude aufgestellt und dazu verwendet werden, eine Karte von verschiedenen Punkten am Gebäude zu erzeugen. Diese Daten können dann beispielsweise zur Erzeugung eines Modells des Gebäudes verwendet werden.

Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten eine manuell gehaltene tragbare elektronische Vorrichtung. Beispielsweise kann die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten als Datenleser, der bei der Feldvermessung Verwendung findet, realisiert sein. Bei einer anderen Ausführungsform kann die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten mit dem elektronischen System eines Fahrzeuges verdrahtet sein, wie vorstehend beschrieben. Bei einer weiteren Ausführungsform kann die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten als dreidimensionaler Laserscanner verwirklicht sein. Bei anderen Ausführungsformen ist die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten als Komponente eines optischen Vermessungssystems, als kinematischer Realzeit(RTK)rovingempfänger oder als Datensammler eines geographischen Informationssystems (GIS) ausgebildet. Bei noch einer anderen Ausführungsform ist die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten als Komponente zur elektronischen Distanzmessung (EDM) verwirklicht.

Im Betrieb kann ein Benutzer rasch unter Verwendung des Systems 100 auf geographische Positionsdaten zurückgreifen. Beispielsweise kann ein Vermesser den Leser 110 von geographischen Daten benutzen, um auf die auf dem RDID-Etikett 102 gespeicherten Daten zuzugreifen. Unter Verwendung des Lesers 110 von geographischen Daten kann der Vermesser dann diese Daten mit der Messung der momentanen geographischen Position der geographischen Positionsmarkierung 110 vergleichen, um festzustellen, ob die geographische Positionsmarkierung 110 bewegt worden ist. Da das RFID-Etikett 102 auch zum Speichern von anderen Informationen verwendet werden kann, kann der Vermesser des weiteren auch auf andere Informationen über die vorher durchgeführte Vermessung zurückgreifen, wie beispielsweise den Namen des Vermessers, dessen Lizenznummer, Telefonnummer, die Fallnummer der vorhergehenden Vermessung etc. Der Vermesser kann dann auf die Akten des örtlichen Landinformationssystems drahtlos zurückgreifen, um in diesen Fall einzusehen und diesen auf der Abfragevorrichtung 110 für die geographischen Daten zu betrachten. Der Vermesser kann auch eine Karte der vorhergehenden Vermessung auf der Anzeigevorrichtung 208 betrachten, um das Auffinden von anderen geographischen Markierungsvorrichtungen, die während der vorhergehenden Vermessung angebracht worden sind, zu erleichtern.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können auch ein System zum Anordnen eines Zielpunktes mit bekannten Koordinaten umfassen. Ein derartiges System ist in der US-PS 6 304 210 beschrieben, deren Offenbarung hiermit durch Bezugnahme in die vorliegende Offenbarung eingearbeitet wird. In dieser Veröffentlichung ist ein System offenbart, bei dem eine erste Positionsermittlungsvorrichtung an einer ersten bekannten Stelle angeordnet ist und die geographischen Koordinaten der ersten Position sowie von einem Zielpunkt, der von der ersten Positionsbestimmungsvorrichtung verschoben ist, überträgt. Eine Rovingpositionsbestimmungsvorrichtung benutzt diese geographischen Koordinaten, um den Zielpunkt zu finden. Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können dieses System verwenden, um einen Vermesser zu einer vorher angeordneten geographischen Markierung zu führen oder um die Bestimmung des Ortes, an dem eine geographische Markierungsvorrichtung (d. h. 101) angeordnet werden soll, zu erleichtern.

Bei einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten die Signalstärke vom RFID-Etikett 102 bestimmen und Befehle (d. h. Richtungs- und/oder Kartenanzeigen) zum Führen eines Benutzers der Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten zum RFID-Etikett 102 erzeugen. Dies erleichtert das Finden von vorher angeordneten geographischen Markierungen.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können auch im Vermögensmanagement Verwendung finden, wenn die Einführung von geographischen Daten gewünscht wird. Beispielsweise kann auf dem Gebiet des Waldmanagements ein RFID-Etikett 102 in einen Baum eingebettet werden. Gelegentlich kann ein Benutzer der Abfragevorrichtung 110 für geographische Daten Informationen in das RFID-Etikett, wie das Datum, die Baumhöhe/den Durchmesser, Ortsinformationen etc., einschreiben, um eine Aufsichtskette für diesen Baum zu erstellen.

3 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Zugreifen auf geographische Informationen gemäß Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung. In Schritt 310 von 3 werden geographische Positionsdaten, die einen bestimmten Ort beschreiben, erzeugt. Bei Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können die geographischen Positionsdaten an der speziellen ermittelten Position erzeugt und auf der geographischen Markierungsvorrichtung 101 gespeichert werden, wenn die geographische Markierungsvorrichtung 101 angeordnet wird. Bei einer anderen Ausführungsform werden die geographischen Positionsdaten des bestimmten Ortes an einer anderen Position als der ermittelten Position festgestellt. Beispielsweise können die geographischen Positionsdaten für eine Vielzahl von geographischen Markierungsvorrichtungen ermittelt werden, bevor die geographischen Markierungsvorrichtungen zu dem speziellen Ort gebracht werden, an dem sie angeordnet werden.

In Schritt 320 von 3 werden die in Schritt 310 erzeugten geographischen Positionsdaten in einer Datenspeichervorrichtung gespeichert, die am ermittelten Ort angeordnet ist. Wie vorstehend beschrieben, erleichtern die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung das Speichern von geographischen Positionsdaten bei einer geographischen Markierungsvorrichtung.

Es wird somit eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, nämlich eine geographische Markierungsvorrichtung mit RFID, beschrieben. Obwohl die vorliegende Erfindung in Verbindung mit speziellen Ausführungsformen erläutert wurde, versteht es sich, dass sie durch diese Ausführungsformen nicht beschränkt wird, sondern durch die Patentansprüche festgelegt wird.