Title:
Heissschmelzgerät mit Internet-Anschlussfähigkeit und Verfahren zum Warten und/oder Überwachen desselben über das Internet
Kind Code:
C5


Abstract:

Heißschmelzgerät (100), mit Netzwerk-Anschlussfähigkeit zur Abgabe einer Flüssigkeit, nämlich eines geschmolzenen Haftmittels oder eines geschmolzenen Klebstoffs, auf eine Fläche eines Substrats, umfassend: ein Flüssigkeitsspendegerät (103, 104, 105) mit einem Flüssigkeitsreservoir (103) und einem relativ zu dem Substrat beweglichen Applikatorkopf (105) in Flüssigkeitsverbindung (104) mit dem Reservoir; eine elektronische Steuerung (106), die an das Flüssigkeitsspendegerät gekoppelt ist, um wenigstens das Auftragen der Flüssigkeit durch den Applikatorkopf (105) auf die Fläche zu steuern; und Netzwerk-Hardware (1, 20) und Netzwerk-Software zur Bereitstellung einer Netzwerk-Anschlussfähigkeit für die Vorrichtung (100), wobei die elektronische Steuerung (106) die Netzwerk-Hardware (1, 20) umfasst, so dass die Netzwerk-Hardware mit der elektronischen Steuerung in Verbindung steht und ein Netzwerkanschlussteil (27) zur Herstellung einer Verbindung mit einem Netzwerk (110) aufweist, an das die Vorrichtung anzuschließen ist, und die Netzwerk-Software, wenn sie von der Netzwerk-Hardware ausgeführt wird, die Netzwerk-Hardware (1, 20) so konfiguriert, dass sie als Netzwerk-Server in dem Netzwerk (110) erkannt wird und als solcher dient,
wobei die elektronische Steuerung (106) eine Hauptmikrosteuerung (1) und einen eingebetteten Web-Server-Coprozessor (20) enthält und
wobei eine gedruckte Leiterplatte des eingebetteten Web-Server-Coprozessors (20) so angeordnet ist, dass sie in eine gedruckte Leiterplatte der Hauptmikrosteuerung (1) eingesteckt ist, wie eine Tochterplatine in einen Erweiterungssteckplatz einer Mutterplatine eingesteckt ist.




Inventors:
Heerdt, Dieter, Tenn. (Gallatin, US)
Application Number:
DE10357528A
Publication Date:
06/08/2017
Filing Date:
12/08/2003
Assignee:
Illinois Tool Works Inc. (Ill., Glenview, US)
Domestic Patent References:
DE10357528A1N/A2004-07-15
DE20004400U1N/A2001-07-19



Foreign References:
61680492001-01-02
62151092001-04-10
63711742002-04-16
64569022002-09-24
200200827532002-06-27
200201986092002-12-26
200401242552004-07-01
61317702000-10-17
57471021998-05-05
59345621999-08-10
55407741996-07-30
58629861999-01-26
59991061999-12-07
61122462000-08-29
58234371998-10-20
56329181997-05-27
56968981997-12-09
61132082000-09-05
EP08470081998-06-10
EP09170341999-05-19
EP11765002002-01-30
WO2000004427A12000-01-27
WO2001022177A12001-03-29
WO2001025859A12001-04-12
WO2002018060A12002-03-07
WO2003001308A22003-01-03
Other References:
Hewlett-Packard: HP Business Inkjet 3000/N/DTN Farbdrucker, 2002 (5981-3187DEE, 10/02)
Attorney, Agent or Firm:
Roche, von Westernhagen & Ehresmann, 42283, Wuppertal, DE
Claims:
1. Heißschmelzgerät (100), mit Netzwerk-Anschlussfähigkeit zur Abgabe einer Flüssigkeit, nämlich eines geschmolzenen Haftmittels oder eines geschmolzenen Klebstoffs, auf eine Fläche eines Substrats, umfassend: ein Flüssigkeitsspendegerät (103, 104, 105) mit einem Flüssigkeitsreservoir (103) und einem relativ zu dem Substrat beweglichen Applikatorkopf (105) in Flüssigkeitsverbindung (104) mit dem Reservoir; eine elektronische Steuerung (106), die an das Flüssigkeitsspendegerät gekoppelt ist, um wenigstens das Auftragen der Flüssigkeit durch den Applikatorkopf (105) auf die Fläche zu steuern; und Netzwerk-Hardware (1, 20) und Netzwerk-Software zur Bereitstellung einer Netzwerk-Anschlussfähigkeit für die Vorrichtung (100), wobei die elektronische Steuerung (106) die Netzwerk-Hardware (1, 20) umfasst, so dass die Netzwerk-Hardware mit der elektronischen Steuerung in Verbindung steht und ein Netzwerkanschlussteil (27) zur Herstellung einer Verbindung mit einem Netzwerk (110) aufweist, an das die Vorrichtung anzuschließen ist, und die Netzwerk-Software, wenn sie von der Netzwerk-Hardware ausgeführt wird, die Netzwerk-Hardware (1, 20) so konfiguriert, dass sie als Netzwerk-Server in dem Netzwerk (110) erkannt wird und als solcher dient,
wobei die elektronische Steuerung (106) eine Hauptmikrosteuerung (1) und einen eingebetteten Web-Server-Coprozessor (20) enthält und
wobei eine gedruckte Leiterplatte des eingebetteten Web-Server-Coprozessors (20) so angeordnet ist, dass sie in eine gedruckte Leiterplatte der Hauptmikrosteuerung (1) eingesteckt ist, wie eine Tochterplatine in einen Erweiterungssteckplatz einer Mutterplatine eingesteckt ist.

2. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 1, wobei der Netzwerk-Server (1, 20) eine eindeutige Adresse hat, die in dem Netzwerk (110) erkennbar ist, so dass ein Benutzer auf den Netzwerk-Server zugreifen kann, indem er diese eindeutige Adresse in eine Anforderung einschließt, die zu dem Netzwerk-Server gesendet wird.

3. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 2, wobei der Netzwerk-Server eine virtuelle Benutzerschnittstelle hat, die wenigstens statische und/oder dynamische Informationen über die Vorrichtung enthält, wobei die Benutzerschnittstelle dem Benutzer beim Empfang der Anforderung angezeigt wird.

4. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 3, wobei die dynamischen Informationen von der elektronischen Steuerung (106) erhalten werden und einen Betriebsstatus des Flüssigkeitsspendegerätes (103, 104, 105) enthalten.

5. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 3, wobei die statischen Informationen
(i) eine Konfiguration des Flüssigkeitsspendegerätes (103, 104, 105) und/oder
(ii) Parameter des Flüssigkeitsspendegerätes enthalten, die sich nicht ändern, während das Flüssigkeitsspendegerät läuft, um die Flüssigkeit auf die Fläche abzugeben.

6. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 3, wobei die Benutzerschnittstelle interaktiv ist und für den Benutzer mehrere Befehle zur Auswahl enthält, wobei der Netzwerk-Server (1, 20) bei Ausführung eines gewählten Befehls die elektronische Steuerung (106) veranlasst, einen Arbeitsparameter des Flüssigkeitsspendegerätes (103, 104, 105) zu ändern.

7. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 3, wobei die Benutzerschnittstelle interaktiv ist und eine Befehlszeile zum Empfangen eines Befehls enthält, der vom Benutzer eingetippt wird, wobei der Netzwerk-Server (1, 20) bei Ausfuhrung des eingetippten Befehls die elektronische Steuerung (106) veranlasst, einen Arbeitsparameter des Flüssigkeitsspendegerätes (103, 104, 105) zu ändern.

8. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 1, wobei der Netzwerk-Server (1, 20) ein Mitteilungsprogramm (32) zum Erstellen und Senden einer Mitteilung zu einem Knoten in dem Netzwerk (110) hat, wenn ein vorbestimmter Zustand in dem Heißschmelzgerät (100) erfasst wird.

9. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 1, wobei das Mitteilungsprogramm (32) Adressen von Servern enthält, die Wartungs- oder Kundendienstzentren für eine oder mehrere Komponenten des Flüssigkeitsspendegerätes entsprechen.

10. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 1, das mit Netzwerk-Anschlussfähigkeit ausgestattet ist, umfassend:
einen Heißschmelzteil mit einer Schmelzvorrichtung (103) zum Schmelzen eines Materials, das anfänglich in fester Form vorliegt, einem Versorgungsschlauch (104) mit einem Ende in Flüssigkeitsverbindung mit einem Auslass der Schmelzvorrichtung, und einem Applikatorkopf (105) in Flüssigkeitsverbindung mit dem anderen Ende des Versorgungsschlauchs zum Aufnehmen des geschmolzenen Materials und zur kontrollierten Abgabe des geschmolzenen Materials auf eine Fläche;
eine elektronische Steuerung (106), die an den Heißschmelzteil gekoppelt ist, um wenigstens das Aufbringen des geschmolzenen Materials in flüssiger Form durch den Applikatorkopf (105) auf die Fläche zu steuern.

11. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 10, wobei das Netzwerk ein Computernetzwerk ist, und wobei das Computernetzwerk das Internet (10) und der Netzwerk-Server (20) einen Web-Server umfasst, der eine gültige IP-Adresse (30) hat.

12. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 11, wobei die IP-Adresse (30) permanent ist.

13. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 11, wobei die IP-Adresse (30) der Netzwerk-Software logisch zugeordnet ist.

14. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 11, wobei die IP-Adresse (30) physisch in der Netzwerk-Hardware (1, 20) implementiert ist.

15. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 11, wobei die Netzwerk-Software eine oder mehrere gültige IP-Adressen von Servern speichert, die Wartungs- oder Kundendienstzentren für eine oder mehrere Komponenten des Heißschmelzgerätes entsprechen.

16. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 11, wobei die elektronische Steuerung (106) einen ersten Mikroprozessor (1) umfasst, der an erste Zeitgeber (5) und einen ersten Speicher (3) gekoppelt ist, der ein erstes Betriebssystem (7) speichert.

17. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 16, wobei das erste Betriebssystem (7) spezifische Programme (8) zum Steuern des Betriebs des Heißschmelzteils enthält.

18. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 16, wobei der Web-Server (20) wenigstens eine Webseite (31) enthält, die einen Status des Heißschmelzgerätes in einem benutzerfreundlichen Format anzeigt, wobei die elektronische Steuerung (106) des Weiteren eine Internet-Schnittstelle (27) umfasst, die so konfiguriert ist, dass sie Daten, die sich auf den Status des Heißschmelzgerätes beziehen, in das benutzerfreundliche Format umwandelt.

19. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 18, wobei die Internet-Schnittstelle (27) des Weiteren eine Webseiten-Navigationssteuerung umfasst, die es einem Benutzer ermöglicht, in der Webseite und/oder in mehreren Webseiten zu navigieren.

20. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 16, wobei die Netzwerk-Hardware (1, 20) des Weiteren einen zweiten Mikroprozessor (20) umfasst, der an zweite Zeitgeber und einen zweiten Speicher (21, 23) gekoppelt ist.

21. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 20, wobei die Netzwerk-Software ein zweites Betriebssystem (28), das in dem zweiten Speicher (22, 23) gespeichert ist, die gültige IP-Adresse (30) und wenigstens eine Webseite (31) umfasst, die einen Status des Heißschmelzgerätes in einem benutzerfreundlichen Format anzeigt.

22. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 21, wobei die Netzwerk-Software des Weiteren eine E-Mail-Engine (32) umfasst, die so konfiguriert ist, dass sie wenigstens E-Mails über das Internet (110) zu vorprogrammierten E-Mail-Adressen sendet.

23. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 22, wobei der Web-Server (1, 20) des Weiteren einen E-Mail-Codec (13) umfasst, der so konfiguriert ist, dass er Informationen, die von der E-Mail-Engine gesendet oder empfangen werden, codiert bzw. decodiert.

24. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 23, wobei die E-Mails in von Menschen lesbarer Form gesendet werden und der E-Mail-Codec (13) so konfiguriert ist, dass Daten, die von der elektronischen Steuerung (106) erhalten werden, in die von Menschen lesbare Form umgewandelt werden.

25. Heißschmelzgerät (100) nach Anspruch 22, wobei die elektronische Steuerung (106) so konfiguriert ist, dass wenigstens ein Parameter des Heißschmelzteils überwacht wird und die E-Mail-Engine (32) veranlasst wird, wenigstens eine der E-Mails zu senden, wenn ein vorbestimmter Status des Parameters erfasst wird.

Description:
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft im Allgemeinen Heißschmelzgeräte, wie Heißschmelzmaschinen und Mustersteuerungen, auf die von fernen Stellen zugegriffen werden kann, wie über ein Ethernet-basiertes Netzwerk oder das Internet.

Hintergrund der Erfindung

In der Technik sind verschiedene Heißschmelzsysteme bekannt, einschließlich verschiedener Arten von Geräten, die von ITW Dynatec, dem Rechtsnachfolger der vorliegenden Erfindung, hergestellt werden. Solche Maschinen werden in verschiedenen industriellen Anwendungen, wie der Verpackung, der Produktzusammenstellung und Vliesstoffherstellung, verwendet. Zu Hauptkomponenten eines Heißschmelzgerätes zählen eine Schmelzvorrichtung mit mehreren Heizzonen, eine oder mehrere Pumpen, erwärmte Versorgungsschläuche, Applikatorköpfe und eine elektronische Steuerung zur Steuerung des Auftragsprozesses eines Heißschmelzmaterials, wie Klebstoff, Haftmittel, Kunststoff usw., auf einem Substrat, das für gewöhnlich von einem sich bewegenden Förderband getragen wird. Das Heißschmelzmaterial, wie ein Haftmittel, in fester Form wird in der Schmelzvorrichtung oder in einem Speisetrichter geschmolzen, und eine oder mehrere Pumpen leiten das flüssige Heißschmelzmaterial über die Versorgungsschläuche zu den Applikatorköpfen. Eine elektronische Zeitgebervorrichtung, die als Mustersteuerung bezeichnet wird, steuert das Aufbringen des Heißschmelzmaterials an der gewünschten Position des sich bewegenden Substrates in einem gewünschten Muster. Sobald die Temperatur des Materials unter einen vorbestimmten Punkt fällt, verfestigt sich das Material oder härtet.

Die Ausführung eines Heißschmelzgerätes kann von einem einfachen System mit einem einzigen Schlauch und einem einzigen Applikatorkopf bis zu komplexen Systemen mit 12 oder mehr Schläuchen und/oder Applikatorköpfen variieren. Daher kann ein Heißschmelzsystem 60 oder mehr Temperaturzonen aufweisen. Die Einstellungsfähigkeiten können sehr groß und umfangsreich sein, um eine maximale Leistung zu erreichen.

Viele Endkunden verlangen eine konstante Qualität durch Überwachung signifikanter Parameter und kurze Stillstandszeit durch einen raschen Aufbau und leichte Problembehebungsprozeduren. Daher ist die Bedienerschnittstelle ein wichtiger Faktor bei Heißschmelzsystemen.

Herkömmliche Heißschmelzmaschinen stellen eine Bedienerschnittstelle mittels einer Anzeige und einer Tastatur oder einem Tastaturfeld bereit. Einige Hersteller können eine serielle Schnittstelle zur Verbindung des Heißschmelzgerätes mit einer Hauptmaschinensteuerung bereitstellen. Aber alle diese Lösungen sind mehr oder weniger firmenspezifisch und erfordern besondere Hardware und/oder Software. Die Installationen erfordern Spezialkenntnisse und ein beachtliches Maß an Zeit.

Ferner benötigt ein Heißschmelzgerät im Allgemeinen eine häufige Wartung, und viele Kunden brauchen die Möglichkeit, den Status des Gerätes zu überwachen. Für gewöhnlich wurde dies vor Ort durchgeführt. Das bedeutet, dass der Servicetechniker persönlich zu der Maschine gehen und die Parameter prüfen muss, die er kontrollieren will. Immer mehr Firmen bevorzugen eine Fernüberwachung. Bisher wurde dies über Kontakt- oder 24 V Gleichstrom-Eingänge/Ausgänge durchgeführt, was kostenintensiv sein kann und nicht sehr flexibel ist. Eine Alternative ist eine serielle Verbindung. Wie im vorangehenden Abschnitt erwähnt wurde, erfordert diese Option spezielle Hardware und Software, die nicht standardisiert ist, und der Abstand zwischen der Maschine und dem entfernt aufgestellten Techniker- oder Steuerungsendgerät ist beschränkt.

Ein ähnliches System ist aus der WO02/18060 A1 bekannt, bei welchem ein Flüssigkeitsspendegerät über ein Interface von einer entfernt angeordneten Kontrolleinheit, beispielsweise einem PC, fernüberwachbar ist. Der PC kann hierbei mit einem Internetzugang zu einer Online-Bedienungsanleitung versehen sein. Das Flüssigkeitsspendegerät weist hierbei eine Steuerung auf, welche von der Beobachtungseinheit jedoch nicht beeinflusst werden kann.

Kurzdarstellung der Erfindung

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit bereitzustellen, um ein Heißschmelzgerät über ein Netzwerk, wie ein Ethernet-basiertes Netzwerk, aus der Ferne zu überwachen und zu warten. Vorzugsweise ist das Heißschmelzgerät mit einer Internet-Anschlussfähigkeit versehen, so dass über das Internet darauf zugegriffen werden kann. Die Schaffung einer Verbindungsschnittstelle zwischen dem Heißschmelzgerät und dem Internet bietet – ohne darauf beschränkt zu sein – mehrere Vorteile und Merkmale, einschließlich eines weltweiten Zugriffs, keiner erforderlichen Spezialwerkzeuge oder Kenntnisse, einer flexiblen Lösung, eines Echtzeitstatus und einer Betriebstemperaturprüfung, einer Problembehebung aus der Ferne, einer Qualitätskontrolle, einer automatischen Benachrichtigung im Falle kritischer Situationen.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine benutzerfreundliche Schnittstelle bereitzustellen, wie eine Webseite, die einem Benutzer über das Internet einen Fernzugriff auf das Heißschmelzgerät ermöglicht. Vorzugsweise muss der Benutzer einfach nur ein Standard-Browser-Programm starten und die Adresse der Heißschmelzmaschine eingeben, die dann als Web-Server mit allen typischen Steuerfunktionen erscheint.

Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Warnmechanismus bereitzustellen, der den Bediener oder ein Kundendienstzentrum des Heißschmelzgerätes im Falle kritischer Situationen automatisch benachrichtigt. Vorzugsweise sendet das Heißschmelzgerät in solchen Situationen eine E-Mail an eine vorprogrammierte E-Mail-Adresse.

Diese und andere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden durch ein Verfahren zum Überwachen und/oder Steuern eines Flüssigkeitsspendegerätes mit einer eingebetteten elektronischen Steuerung gelöst, auf die über ein Netzwerk aus der Ferne zugegriffen werden kann. Das Flüssigkeitsspendegerät umfasst ein Flüssigkeitsreservoir und einen Applikatorkopf in Flüssigkeitsverbindung mit dem Reservoir zur Aufnahme von Flüssigkeit von diesem und zur steuerbaren Abgabe der Flüssigkeit auf eine Fläche. Das Verfahren umfasst die Schritte der Herstellung einer Verbindung zwischen der elektronischen Steuerung und einem Benutzer an einem entfernt aufgestellten Endgerät über das Internet, und das Anzeigen einer virtuellen Benutzerschnittstelle für den Benutzer, über die elektronische Steuerung die wenigstens statische und/oder dynamische Informationen über das Flüssigkeitsspendegerät enthält.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die elektronische Steuerung so konfiguriert, dass sie als Netzwerk-Server in dem Netzwerk dient, wobei der Netzwerk-Server eine eindeutige Adresse enthält, die in dem Netzwerk erkennbar ist.

Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst das Verfahren des Weiteren das lokale Überwachen eines Parameters des Flüssigkeitsspendegerätes durch die elektronische Steuerung und das Veranlassen der elektronischen Steuerung, eine Mitteilung an einen Server zu senden, der einem Wartungs- oder Kundendienstzentrum für eine oder mehrere Komponenten des Flüssigkeitsspendegerätes entspricht, wenn ein vorbestimmter Status des Parameters während der Überwachung erfasst wird.

Die oben genannten und andere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden auch durch eine Vorrichtung mit Internet-Anschlussfähigkeit für die Abgabe einer Flüssigkeit auf eine Fläche gelöst. Die Vorrichtung umfasst ein Flüssigkeitsspendegerät, eine elektronische Steuerung und Netzwerk-Hardware und -Software, durch welche die Vorrichtung eine Internet-Anschlussfähigkeit erhält. Das Flüssigkeitsspendegerät umfasst ein Flüssigkeitsreservoir und einen Applikatorkopf in Flüssigkeitsverbindung mit dem Reservoir. Die elektronische Steuerung ist an das Flüssigkeitsspendegerät gekoppelt, um zumindest das Aufbringen der Flüssigkeit durch den Applikatorkopf auf die Fläche zu steuern. Die Netzwerk-Hardware steht mit der elektronischen Steuerung in Verbindung und weist ein Netzwerkanschlussteil auf, um eine Verbindung zu einem Netzwerk herzustellen, an das die Vorrichtung anzuschließen ist. Die Netzwerk-Software konfiguriert, wenn sie von der Netzwerk-Hardware ausgeführt wird, die Netzwerk-Hardware so, dass sie als Netzwerk-Server in dem Netzwerk erkannt wird und als solcher dient.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung hat der Netzwerk-Server eine eindeutige, im Netzwerk erkennbare Adresse, so dass ein Benutzer auf den Netzwerk-Server zugreifen kann, indem die eindeutige Adresse in eine Anforderung eingefügt wird, die zu dem Netzwerk-Server gesendet wird.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung hat der Netzwerk-Server des Weiteren eine vorzugsweise interaktive Benutzerschnittstelle, die zumindest statische und/oder dynamische Informationen über die Vorrichtung enthält, wobei die Benutzerschnittstelle dem Benutzer beim Empfang der Anforderung angezeigt wird.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung hat der Netzwerk-Server auch eine Mitteilungseinrichtung zum Erstellen und Senden einer Mitteilung zu einem Knoten in dem Netzwerk, wenn ein vorbestimmter Zustand in der Vorrichtung erfasst wird.

Die oben genannten und andere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden des Weiteren durch ein Heißschmelzgerät mit Internet-Anschlussfähigkeit gelöst, das einen Heißschmelzteil, eine elektronische Steuerung, und eine Netzwerk-Hardware und -Software umfasst, durch welche die Vorrichtung eine Internet-Anschlussfähigkeit erhält. Der Heißschmelzteil umfasst eine Schmelzvorrichtung zum Schmelzen eines Materials, das anfänglich in fester Form vorliegt, einen Versorgungsschlauch mit einem Ende in Flüssigkeitsverbindung mit einem Auslass der Schmelzvorrichtung, und einen Applikatorkopf in Flüssigkeitsverbindung mit einem anderen Ende des Versorgungsschlauchs zum Aufnehmen des geschmolzenen Materials und zur steuerbaren Abgabe des geschmolzenen Materials auf eine Fläche. Die elektronische Steuerung ist an den Heißschmelzteil gekoppelt, um wenigstens das Aufbringen des geschmolzenen Materials in flüssiger Form durch den Applikatorkopf auf die Fläche zu steuern. Die Netzwerk-Hardware steht mit der elektronischen Steuerung in Verbindung und weist ein Netzwerkanschlussteil auf, um eine Verbindung zu einem Computernetzwerk herzustellen, an das das Heißschmelzgerät anzuschließen ist. Die Netzwerk-Software, wenn sie von der Netzwerk-Hardware ausgeführt wird, konfiguriert die Netzwerk-Hardware so, dass sie als Netzwerk-Server in dem Netzwerk erkannt wird und als solcher dient.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst das Computernetzwerk das Internet, und der Netzwerk-Server umfasst einen Web-Server mit einer gültigen IP-Adresse.

Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung enthält der Web-Server wenigstens eine Webseite, die einen Status des Heißschmelzgerätes in einem benutzerfreundlichen Format anzeigt, und die elektronische Steuerung ist Mikroprozessor-basiert und umfasst des Weiteren eine Internet-Schnittstelle, die so konfiguriert ist, dass sie Daten, die den Status des Heißschmelzgerätes betreffen, in das benutzerfreundliche Format umwandelt.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst der Web-Server des Weiteren eine E-Mail-Engine, die so konfiguriert ist, dass sie zumindest E-Mails über das Internet zu vorprogrammierten E-Mail-Adressen sendet. Die E-Mails werden vorzugsweise in einer von Menschen lesbaren Form gesendet und der Web-Server ist des Weiteren mit einem E-Mail-Codec (Codierer/Decodierer) ausgestattet, der so konfiguriert ist, dass er Daten, die von der elektronischen Steuerung erhalten werden, in die von Menschen lesbare Form umwandelt.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein Heißschmelzsystem mit einer Ethernet/Internet-Anschlussfähigkeit versehen. Zu diesem Zweck sind Ethernet/Internet-Hardware und -Software enthalten. Die Ethernet/Internet-Hardware enthält vorzugsweise eine Mikrosteuerung, die mit der Hardware und Software des Heißschmelzsystems in Verbindung steht. Die Mikrosteuerung, die aus einem einzigen Chip bestehen kann, ist ein eingebetteter Web-Server mit einer gültigen IP-Adresse. Der Chip kann Ethernet MAC und Systemsteuerungen, zum Beispiel für einen Speicher, DMA, Interrupts und Zeitgeber enthalten. Der Chip kann auch einen Cache, I/O, ein Echtzeitbetriebssystem, Vorrichtungs-Treibersoftware und Kommunikations-Protokoll-Software enthalten. Das Heißschmelzsystem kann auch integrierte Vernetzungs-Software enthalten. Das Heißschmelzsystem speichert zusätzlich eine oder mehrere gültige IP-Adressen von Servern von Wartungs- oder Kundendienstzentren für eine oder mehrere Komponenten des Heißschmelzsystems.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorliegende Erfindung ist als Beispiel und nicht im Sinne einer Einschränkung in den Figuren der beiliegenden Zeichnungen dargestellt, wobei Elemente mit denselben Bezugszeichen durchgehend gleiche Elemente darstellen. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung des gesamten Systemaufbaus einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

2 eine schematische Darstellung der Hardware- und Software-Komponenten des elektronischen Steuerteils des Heißschmelzgerätes gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, und

3 eine schematische Darstellung der Hardware- und Software-Komponenten des elektronischen Steuerteils des Heißschmelzgerätes gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Beste Ausführungsform der Erfindung

Es werden ein Heißschmelzgerät mit Internet-Anschlussfähigkeit und ein Verfahren zum Überwachen/Steuern des Heißschmelzgerätes über das Internet gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben. In der folgenden ausführlichen Beschreibung sind zum Zwecke der Erklärung zahlreiche spezifische Einzelheiten angeführt, um ein besseres Verständnis der vorliegenden Erfindung zu ermöglichen. Es ist jedoch offensichtlich, dass die vorliegende Erfindung ohne diese spezifischen Einzelheiten ausgeführt werden kann. In anderen Fällen sind allgemein bekannte Strukturen und Vorrichtungen schematisch dargestellt, um die Zeichnung zu vereinfachen.

Die folgenden Begriffe werden durchgehend in dieser Beschreibung und in den beiliegenden Ansprüchen verwendet und sollen ihre umfassendste Bedeutung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen haben. Wenn alternative Bedeutungen möglich sind, ist die umfassendste Bedeutung gültig. Alle Begriffe, die in den Ansprüchen verwendet werden, sind im normalen, üblichen Gebrauch von Grammatik und Sprache zu verstehen.

”Chip” bezeichnet eine integrierte Mikroschaltung.

”Netzwerk-Hardware” bezeichnet eine Hardware, die dazu verwendet wird, eine Vorrichtung mit Computernetzwerk-Anschlussfähigkeit auszustatten. Auf gleiche Weise bezeichnet ”Internet-Hardware” eine Hardware, die dazu verwendet wird, eine Vorrichtung mit Internet/Ethernet-Anschlussfähigkeit auszustatten.

”Netzwerk-Software” bezeichnet eine Software, die dazu verwendet wird, eine Vorrichtung mit Computernetzwerk-Anschlussfähigkeit auszustatten. Auf gleiche Weise bezeichnet ”Internet-Software” eine Software, die dazu verwendet wird, eine Vorrichtung mit Internet/Ethernet-Anschlussfähigkeit auszustatten.

”Gültige Netzwerk-Adresse” bezeichnet eine Adresse, die ein Computernetzwerk erkennt. Auf gleiche Weise bezeichnet ”gültige IP-Adresse” eine Adresse, welche die auf Internet und TCP/IP basierenden Netzwerke erkennt.

”Mikrosteuerung” bezeichnet einen miniaturisierten Prozessor, der verschiedene Funktionen ausführt, einschließlich jener einer zentralen Verarbeitungseinheit.

”Heißschmelzsystem” bezeichnet jedes Gerät, das zum Schmelzen, Zuführen und Auftragen eines geeigneten Materials, wie eines Haftmittels oder Klebstoffes, verwendet wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung, wie zum Beispiel in 1 dargestellt, können Informationen über das Internet zwischen einem entfernt aufgestellten Benutzerendgerät und zahlreichen Heißschmelzsystemen unter Verwendung herkömmlicher Web-Browser, wie Netscape® oder Internet Explorer®, fernübertragen werden, die Webseiten zum Beispiel in HTML-Sprache anzeigen. Eine allgemein verwendete lokale Netzwerktechnologie (”local area network” = LAN), die als Ethernet bekannt ist, kann ebenso für diesen Zweck verwendet werden. Eine spezifische, bevorzugte Ausführungsform eines solchen Systems wird nun beschrieben.

Unter weiterer Bezugnahme auf 1 sind in einer bevorzugten Ausführungsform Heißschmelzsysteme 100, 200, ... n an das Internet 110 angeschlossen. Ein entfernt aufgestelltes Benutzerendgerät, mit 120 bezeichnet, steht, wie in der Folge beschrieben, über das Internet mit den Heißschmelzsystemen in Verbindung. In den meisten Fällen sind Heißschmelzsysteme 100, 200 usw. mit einem LAN oder WAN verbunden, während das entfernt aufgestellte Endgerät 120 zu einem anderen WAN oder LAN gehört, das seinerseits an das LAN/WAN der Heißschmelzsysteme über ein Intranet oder das Internet angeschlossen ist. Zur Herstellung dieser Verbindungen könnten nicht dargestellte Netzwerkkoppler notwendig sein.

Jedes Heißschmelzsystem enthält für gewöhnlich einen Heißschmelzteil und eine elektronische Steuerung 106. Der Heißschmelzteil enthält eine Schmelzvorrichtung 103, die über Versorgungsschläuche 104 mit Applikatorköpfen 105 in Verbindung steht. Jeder Applikatorkopf 105 hat mehrere Düsen 107, aus denen Material in flüssiger Form, wie geschmolzenes Haftmittel oder geschmolzener Klebstoff, auf ein Substrat (nicht dargestellt) aufgebracht wird. Die elektronische Steuerung 106 ist zumindest an die Applikatorköpfe 105 angeschlossen, um die Materialmenge und das Muster sowie die Zeitdauer zu steuern, mit dem und in der das Material auf eine Fläche des Substrates aufgebracht werden soll. Jede elektronische Steuerung 106 enthält ein Bedienfeld oder eine physische Benutzerschnittstelle 108 über das/die der Bediener des Heißschmelzsystems das Heißschmelzsystem betreibt oder dessen Betriebsstatus überwacht. Es ist auch ein nicht dargestellter Antriebsmechanismus zum Bewegen der Applikatorköpfe 105 relativ zu dem Substrat enthalten.

Fachleute werden sofort erkennen, dass auch Heißschmelzsysteme anderer Konfigurationen in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Zum Beispiel kann ein einziger Versorgungsschlauch 104 vorhanden sein, der das geschmolzene Material von der Schmelzvorrichtung 103 zu einem Verteiler leitet (nicht dargestellt), den sich mehrere Applikatorköpfe 105 teilen. Versorgungsschläuche 104 werden für gewöhnlich erwärmt, um das geschmolzene Material bei der richtigen Temperatur oder Viskosität zu halten. Das Erwärmen der Versorgungsschläuche 104 verhindert auch, dass sich das geschmolzene Material während seiner Weiterleitung verfestigt, wodurch die Versorgungsschläuche verstopft werden könnten. Aus denselben Gründen können die Applikatorköpfe 105 eine oder mehrere Heizvorrichtungen enthalten. Die Schmelzvorrichtung 103 kann auch mehrere erwärmte Zonen unterschiedlicher Temperaturen aufweisen, zum Beispiel zum Zuleiten des geschmolzenen Materials in verschiedenen Zuständen für unterschiedliche Anwendungen. Die elektronische Steuerung 106 kann nicht nur an die Applikatorköpfe 105 angeschlossen sein, sondern auch an die Schmelzvorrichtung 103 und die Versorgungsschläuche 104, um die Materialtemperaturen in diesen Komponenten zu überwachen und/oder zu regulieren. Wenn das geschmolzene Material von der Schmelzvorrichtung 103 zum Beispiel mit Hilfe von nicht dargestellten Pumpen zu den Versorgungsschläuchen 104 gepresst wird, kann die elektronische Steuerung 106 auch an die Pumpen angeschlossen sein, um deren Pumpraten zu überwachen und/oder zu regulieren.

Die zuvor beschriebenen Konfigurationen sind für Heißschmelzsysteme typisch und sind ausführlicher z. B. in den US-Patenten 6,371,174, 6,215,109, 6,168,049, 5,934,562, 5,882,573 und 5,823,437 beschrieben, die in ihrer Gesamtheit zum Zwecke der Bezugnahme hierin zitiert sind.

Unter Bezugnahme nun auf 2 ist eine schematische Darstellung der Hardware- und Software-Komponenten der elektronischen Steuerung 106 gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt. Der Hardware-Teil der elektronischen Steuerung 106 ist vorzugsweise auf einer gedruckten Leiterplatte aufgebaut, die eine Mikrosteuerung, einen Speicher und Netzwerk-Hardware enthält. Die Netzwerk-Hardware enthält eine Netzwerksteuerung, wie eine Ethernet-Steuerung, und einen zugehörigen Netzwerk-(Ethernet-)Port. Der Software-Teil der elektronischen Steuerung 106 enthält vorzugsweise ein Betriebssystem, eine spezifische Applikation für die Steuerung des Heißschmelzteils des Systems, und Netzwerk-Software. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Netzwerk-Software Internet-Software und enthält einen TCP/IP-Stack, Webseiten und eine E-Mail-Engine. Vorzugsweise befindet sich der Software-Teil der elektronischen Steuerung 106 im Speicher des Hardware-Teils und wird von der Mikrosteuerung ausgeführt. In der in 2 dargestellten Ausführungsform sind sowohl die Heißschmelz-Applikations-Software als auch die Netzwerk-Software, die vorzugsweise in demselben Betriebssystem laufen, in einer einzigen Hardware-Konfiguration geladen, die so angeordnet ist, dass sowohl der Betrieb des Heißschmelzteils gesteuert wie auch eine Verbindung zu einem externen Netzwerk, wie dem Internet, hergestellt wird. Die Mikrosteuerung und der Speicher, wie auch andere Komponenten, wie Zeitgeber, Adress- und Datenbusse, I/Os, Interrupts usw., sind auf einer einzigen gedruckten Leiterplatte integriert und werden dazu verwendet, sowohl die Heißschmelz-Applikations-Software als auch die Netzwerk-Software zu betreiben. Es gibt jedoch auch andere mögliche Anordnungen, bei denen die elektronische Steuerung 106 entweder teilweise oder vollständig in zwei Teile unterteilt ist, von denen jeder zur Ausführung einer der oben genannten Funktionen bestimmt ist. Ein Beispiel ist in 3 dargestellt.

Die elektronische Steuerung 106 der bevorzugten Ausführungsform, die in 3 dargestellt ist, enthält zwei Basisteile. Der erste Teil ist die Hauptmikrosteuerung 1. Der Hardware-Teil der Mikrosteuerung 1 enthält eine CPU 2, einen Speicher 3, I/Os 4, die zur Steuerung spezifischer Merkmale des Heißschmelzteils verwendet werden, Zeitgeber 5 für Echtzeitfunktionen und einen Kommunikationsport 6. Der Software-Teil der Mikrosteuerung 1 enthält ein Betriebssystem 7 und eine Internet-Schnittstelle 10. Der Software-Teil liegt im Speicher 3, der ein ROM, RAM, PROM, EPROM, FLASH-EPROM oder jede andere dynamische Speichervorrichtung ist, und wird von der Mikrosteuerung 1 ausgeführt. Das Betriebssystem 7 hat Standardfunktionen, wie für das Heißschmelzsystem spezifische Programme 8 und Standard-I/O-Programme 9. Die für das Heißschmelzsystem spezifischen Programme 8 steuern den Betrieb des Heißschmelzteils in Übereinstimmung mit vorprogrammierten oder benutzerspezifischen Befehlen. Die Befehle werden unter Verwendung von Standard-I/O-Programmen 9 und über I/Os 4 zu dem Heißschmelzteil (in 3 nicht dargestellt) zur Implementierung übertragen. Funktionen der Internet-Schnittstelle 10 werden in der Folge in Verbindung mit dem zweiten Teil der elektronischen Steuerung 106 beschrieben, der ein eingebetteter Web-Server-Coprozessor 20 ist.

Der Hardware-Teil des eingebetteten Web-Server-Coprozessors 20 enthält seine eigene CPU 21, Speichermodule 22, 23 und einen Kommunikationsport 24, der dem Kommunikationsport 6 der Mikrosteuerung 1 entspricht. Der Hardware-Teil des eingebetteten Web-Server-Coprozessors 20 enthält des Weiteren eine Netzwerkschnittstelle zur Herstellung einer Verbindung mit einem externen Netzwerk, wie dem Internet. Die Netzwerkschnittstelle ist physisch mit einem Netzwerkanschlussteil oder -port 27, einem Treiber 25 für den Netzwerkport 27 und wahlweise einem Transformator/Filter 26 aufgebaut. Wenn der Ethernet-Standard verwendet wird, sind der Netzwerkport 27 und der Treiber 25 ein Ethernet-Port beziehungsweise Ethernet-Treiber. Der Treiber 25 und der Transformator/Filter 26 können auf andere Art implementiert sein, z. B. als Teile einer Software. Der Software-Teil des eingebetteten Web-Server-Coprozessors 20 enthält sein eigenes Betriebssystem 28 und eine Netzwerk-Software, die in dieser besonderen Ausführungsform eine Internet-Software ist. Wie in Bezug auf 2 beschrieben ist, enthält die Internet-Software einen TCP/IP-Stack 29, eine Webseite oder Webseiten 31, und eine E-Mail-Engine 32. In der Folge werden Funktionen der Internet-Software in Verbindung mit der Internet-Schnittstelle 10 der Hauptmikrosteuerung 1 beschrieben.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann zur Bereitstellung der Internet-Anschlussfähigkeit für das Heißschmelzsystem der eingebettete Web-Server-Coprozessor 20 einen Ethernet-Mikroprozessor verwenden, wie den NET + ARMTM, der von NetSilicon erhältlich ist. Dieser Ethernet-Prozessor integriert einen 32-Bit ARMY-Prozessor, Ethernet MAC, DMA-Steuerungen, I/O, Zeitgeber usw. auf einem einzigen Chip. Das Betriebssystem und die gesamte Netzwerk-Software, die Protokolle und Dienste sind auch auf dem Chip integriert. Dieser Chip ist in der elektronischen Steuerung 106 unter Anwendung bekannter Techniken ”eingebettet”, wodurch die elektronische Steuerung über Ethernet an das Netzwerk angeschlossen werden kann, womit eine Ethernet- und Internet-Anschlussfähigkeit für das Heißschmelzsystem geboten wird. Sobald das Heißschmelzsystem angeschlossen ist, kann es von jeder Stelle, die einen Internet-Zugang unterstützt, verwaltet, bedient und es kann darauf zugegriffen werden.

Die Hauptmikrosteuerung 1 und der eingebettete Web-Server-Coprozessor 20 sind über entsprechende Kommunikationsports 6 und 24 und eine Übertragungsleitung 624 miteinander verbunden. Die Kommunikationsports und die Übertragungsleitung 624 können von jeder in der Technik bekannten Art sein. Zum Beispiel kann die Übertragungsleitung 624 aus Bussen (Daten- und Adressbussen) bestehen, die als flexibles Kabel implementiert sind, das die Kommunikationsports 6 und 24 verbindet, die ihrerseits kompatible Kabelstecker sind. Die Übertragungsleitung 624 kann als Alternative in Form von Leiterbahnen implementiert sein, die in oder auf einer gedruckten Leiterplatte verlaufen, welche die Hauptmikrosteuerung 1 und den eingebetteten Web-Server-Coprozessor 20 enthält. Es liegt im Umfang der vorliegenden Erfindung, die Übertragungsleitung 624 optisch oder drahtlos auszugestalten. Die Übertragungsleitung 624 kann zum Beispiel fehlen, wenn die gedruckte Leiterplatte des eingebetteten Web-Server-Coprozessors 20 so angeordnet ist, dass sie in die gedruckte Leiterplatte der Hauptmikrosteuerung 1 eingesteckt wird, wie eine Tochterplatine in einen Erweiterungssteckplatz einer Mutterplatine eingesteckt wird. Die letztere Konfiguration macht es sehr einfach, die vorliegende Erfindung in bestehenden Heißschmelzgeräten mittels einer raschen und einfachen Installation zu implementieren.

Die CPU 1 betreibt das Betriebssystem 28, das die Datenströme von und zur Hauptmikrosteuerung 1 und die Datenströme von und zu dem Internet oder Intranet koordiniert. Der Datenaustausch zwischen der CPU 21 und dem Betriebssystem 28 des eingebetteten Web-Server-Coprozessors 20 und dem Internet oder Intranet wird vorwiegend in einer Weise ausgeführt, die in der Technik bekannt ist, und wird hier der Einfachheit halber nicht ausführlich beschrieben. Die Internet-Schnittstelle 10 der Hauptmikrosteuerung 1 verwendet einen Kommunikationsport 6 zur Verbindung mit der Internet-Software des eingebetteten Web-Server-Coprozessors 20.

Wenn dieses bevorzugte System an ein TCP/IP basiertes Netzwerk (Internet/Intranet) angeschlossen wird, kann ein Benutzer aus der Ferne auf das Heißschmelzsystem unter Verwendung eines Endgerätes zugreifen, wie eines Standard-PCs, das einen allgemein verfügbaren Internet-Browser betreibt. Zur Identifizierung des Heißschmelzsystems ist eine eindeutige Netzwerk- oder IP-Adresse 30 notwendig. Die IP-Adresse 30 ist vorzugsweise permanent und kann entweder logisch zugeordnet oder physisch auf bekannte Weise in dem Hardware-Teil des eingebetteten Web-Server-Coprozessors 20 eingebettet sein. Durch Eingabe dieser IP-Adresse in den Browser greift der Benutzer an dem entfernt aufgestellten Endgerät auf die Webseiten 31 zu, die sich in dem Heißschmelzsystem befinden. Durch die Internet-Schnittstelle 10, die Kommunikationsports 6, 24, die Übertragungsleitung 624, den Port 27 und die Internet-Software des eingebetteten Web-Server-Coprozessors 20 kann die Hauptmikrosteuerung 1 mit dem Benutzer Daten austauschen.

Mit anderen Worten, wenn die Internet-Software von der CPU 21 ausgeführt wird, ist das Heißschmelzsystem als Netzwerk-Server konfiguriert. Wenn das Netzwerk das Internet ist, ist das Heißschmelzsystem als Web-Server konfiguriert. Wenn der Web-Server intern und nicht von der Öffentlichkeit genutzt wird, kann er als Intranet-Server betrachtet werden. In dieser bevorzugten Ausführungsform ist der Web-Server ein HTTP-Server, der die Webseiten-Anforderungen vom Browser verwaltet und HTML-Dokumente oder Webseiten 31 als Antwort ausgibt. Der Web-Server kann auch Scripts auf Seiten des Servers ausführen (CGI-Scripts, JSPs, ASPs usw.), die zusätzliche Funktionen, wie Suchen, bereitstellen.

In dieser bevorzugten Ausführungsform sind der HTTP-Server und die Webseiten 31 das Mittel zum Konfigurieren/Steuern/Überwachen des Heißschmelzsystems. Die Webseiten 31 enthalten Informationen über das Heißschmelzsystem im Allgemeinen und den Heißschmelzteil im Besonderen. Die Informationen, die auf den Webseiten 31 dargeboten werden, enthalten einen Betriebstatus des Heißschmelzsystems in Form von statischen und dynamischen Informationen. Beispiele für statische Informationen sind, ohne darauf beschränkt zu sein, Maschineneigenschaften, die sich nicht ändern, während die Maschine läuft. Diese Eigenschaften könnten eine Systemkonfiguration oder technische Spezifikationen sein. Obwohl dies unveränderliche Eigenschaften einer bestehenden Maschine sind, ist es nützlich, sie auf einer Webseite anzuzeigen. Beispiele für dynamische Informationen sind, ohne darauf beschränkt zu sein, Temperaturen in verschiedenen Zonen im gesamten Heißschmelzteil, Heißschmelzpumpgeschwindigkeiten, Abgabemuster usw. Typische Steuerungen im Heißschmelzsystem sind die Steuerung (das heißt, Einstellung, Messung und Aufrechterhaltung) der Temperatur, der Motordrehzahl, des Haftmitteldrucks und des Haftmittelauftrags. Diese dynamischen Parameter werden von Sensoren in bekannter Weise überwacht, z. B. in Echtzeit oder periodisch. Im Gegensatz zu den bereits bestehenden Systemen jedoch, in denen erfasste Werte der überwachten Parameter zu einem physischen, lokalen Bedienfeld oder einer Schnittstelle geleitet werden, werden die erfassten Werte in der vorliegenden Erfindung übersetzt und in Webseiten 31 angezeigt, die als virtuelles Bedienfeld oder Benutzerschnittstelle angesehen werden können. Die vorliegende Erfindung schließt das bereits bestehende Bedienfeld nicht aus. Daher können die erfassten Werte sowohl auf dem physischen als auch einem virtuellen Schaltpult angezeigt werden.

Die Internet-Schnittstelle 10 der Hauptmikrosteuerung 1 dient als Puffer zwischen den Sensoren und den Webseiten 31. Insbesondere werden Rohdaten, die von den Sensoren geliefert werden, von einem Datencodier-/-decodierteil 11 der Internet-Schnittstelle 10 verarbeitet, der die Daten zur Darstellung in Webseiten 31 decodiert. Wenn Steuerbefehle von einem fernen Benutzer gesendet werden, werden sie auf gleiche Weise durch die Internet-Software des eingebetteten Web-Server-Coprozessors 20 zu der Internet-Schnittstelle 10 übertragen. Der Datencodier-/-decodierteil 11 wandelt die Befehle in eine maschinenlesbare Form um und leitet die umgewandelten Befehle über CPUs 2 und I/Os 4 zum Heißschmelzteil zur Implementierung weiter, wodurch z. B. ein neuer Wert für einen überwachten Parameter erwirkt wird. Zu diesem Zweck stellen die Webseiten oder die Benutzerschnittstelle 31 dem Benutzer eine Reihe von wahlfreien Befehlen zur Auswahl bereit. Befehle können auch vom Benutzer unter Verwendung einer bestimmten Syntax in einer Befehlsaufforderungszeile eingegeben werden, die auch in den Webseiten 31 vorgesehen ist. Die Ausführung der gewählten oder eingegebenen Befehle durch die Hauptmikrosteuerung 1 veranlasst den Heißschmelzteil, seinen Betriebsmodus zu ändern. Die Befehle können auch einen neuen Überwachungs-/Steuermodus aktivieren, d. h. durch Anforderung eines neuen Satzes von Sensoren, die im vorangehenden Überwachungs-/Steuermodus nicht arbeiteten oder keine Daten sendeten, um Daten zu sammeln und zu der Hauptmikrosteuerung 1 und dann zu den Webseiten 31 zu senden. Dieser ”neue” Überwachungs-/Steuermodus wird als benutzerspezifisch bezeichnet und wird vorwiegend in kritischen Situationen verwendet, wenn eine zusätzliche, umfassende Einsicht in den Betrieb des Heißschmelzsystems notwendig ist. Mit anderen Worten, die Webseiten oder die virtuelle Bedienfeld/Benutzerschnittstelle sind interaktiv, wodurch es möglich wird, verschiedene Parameter des Heißschmelzsystems sowohl zu überwachen als auch zu manipulieren.

Die Internet-Schnittstelle 10 enthält des Weiteren ein Webseitensteuerprogramm 12, das ein Navigieren in einer Webseite 31 oder zwischen mehreren Webseiten 31 steuert.

Die physische Stelle eines Teils oder mehrerer Teile der Internet-Schnittstelle 10 kann auch in dem eingebetteten Web-Server-Coprozessor 20 und nicht in der Hauptmikrosteuerung 1 angeordnet sein. Ebenso kann die Internet-Software in der Hauptmikrosteuerung 1 und nicht in dem eingebetteten Web-Server-Coprozessor 20 liegen. Eine bevorzugte Konfiguration ist in 3 dargestellt. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform befindet sich die gesamte Internet-Schnittstelle 10 in dem eingebetteten Web-Server-Coprozessor 20. In dieser Konfiguration ist die Hauptmikrosteuerung 1 bekannten elektronischen Steuerungen ähnlich. Die Netzwerk- oder Internet-Anschlussfähigkeit des Heißschmelzsystems wird vollständig durch den eingebetteten Web-Server-Coprozessor 20 bereitgestellt, der neben dem Betriebssystem 28, der TCP/IP-Funktion 29, der IP-Adresse 30 und Webseiten 31 die Internet-Schnittstelle 10 enthält. Diese Ausführungsform ist besonders nützlich, wenn eine bereits bestehende elektronische Steuerung mit einer Internet-Anschlussfähigkeit ausgebaut werden soll. Dieser Ausbauprozess kann einfach durchgeführt werden, indem z. B. eine Tochterplatine, die den eingebetteten Web-Server-Coprozessor 20 mit der darin eingebetteten Internet-Software und der Internetschnittstelle 10 enthält, in einen Erweiterungssteckplatz einer Mutterplatine gesteckt wird, die in der Hauptmikrosteuerung 1 enthalten ist. Das Heißschmelzsystem ist dann sofort für das Internet bereit.

Eine weitere Funktionalität dieser Erfindung ist das Senden und Empfangen von E-Mails. Die Hauptmikrosteuerung 1 kann, abhängig vom Status des Heißschmelzgerätes, automatisch eine E-Mail zu jeder gültigen E-Mail-Adresse senden. Ein Beispiel wäre, das Wartungspersonal über eine kritische Situation in dem Heißschmelzsystem zu informieren. Ein anderes Beispiel ist die Benachrichtigung des Wartungspersonals über eine geplante Wartungsarbeit. In beiden Fällen benötigt die elektronische Steuerung 106 eine E-Mail-Engine 32. Als E-Mail-Engine 32 genügt ein E-Mail-Client oder eine E-Mail-Lesevorrichtung oder ein E-Mail-Programm, das auf die Mail-Server in einem lokalen oder fernen Netzwerk zugreifen kann. Ebenso bekannt als ”Mail-Client”, ”Mail-Programm” und ”Mail-Lesevorrichtung” stellt die E-Mail-Engine 32 die Möglichkeit bereit, E-Mail-Nachrichten und/oder angehängte Dateien („attachments”) zu senden und zu empfangen. Die E-Mail-Fähigkeit kann in die Internet-Software integriert sein. Eine leichte Version eines Stand-Alone-Programms, wie Outlook und Eudora, kann ebenso verwendet werden. Obwohl es im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ausreichend ist, eine E-Mail-Engine 32 als E-Mail-Client zu konfigurieren, kann die E-Mail-Engine 32 als E-Mail-Server konfiguriert sein, so dass sie als Postamt für zahlreiche Heißschmelzsysteme dient, die in demselben lokalen Netzwerk verbunden sind. Dadurch entfällt die Notwendigkeit für einen zweckbestimmten Mail-Server, wie einen Personal Computer, in dem Netzwerk der Heißschmelzsysteme.

Ähnlich den Webseiten 31 benötigt die E-Mail-Engine 32 einen Codier-/Decodierteil, wie einen E-Mail-Codier-/Decodierteil 13, der vorzugsweise in der Internet-Schnittstelle 10 liegt. Wie zuvor besprochen, sind die physischen Positionen der E-Mail-Engine 32 wie auch des E-Mail-Codier-/Decodierteils 13 zwischen dem eingebetteten Web-Server-Coprozessor 20 und der Hauptmikrosteuerung 1 austauschbar. Der E-Mail-Codier-/Decodierteil 13 extrahiert benutzerspezifizierte Befehle aus den empfangenen E-Mails, wandelt die extrahierten Befehle in maschinenlesbare Form um und leitet die umgewandelten Befehle über die CPU 2 und I/Os 4 zu dem Heißschmelzsystem zur Implementierung weiter. Der E-Mail-Codier-/Decodierteil 13 verfasst auch E-Mails, die über die E-Mail-Engine 32 versendet werden, wenn in dem Heißschmelzsystem ein vorbestimmter Zustand erfasst wird, wie z. B. ein abnormaler Betriebsmodus des Heißschmelzsystems.

Die E-Mails können Parameter enthalten, die den gegenwärtigen Zustand des Heißschmelzsystems anzeigen. Es liegt auch im Umfang der vorliegenden Erfindung, dass E-Mails, die von der E-Mail-Engine 32 versendet werden, in von Menschen lesbarer Form erstellt sind. Es wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass die E-Mails nur einige vordefinierte Codes enthalten, die am anderen Ende vom Empfänger entschlüsselt werden. Ferner werden die E-Mails zu vorprogrammierten E-Mail-Adressen gesendet, die Adressen von Servern sind, die einem Kundendienst- oder Wartungszentrum, z. B. für eine oder mehrere Komponenten des Heißschmelzgerätes, entsprechen. Wenn daher das Heißschmelzsystem eine Fehlfunktion hat oder wenn eine geplante Wartungsaufgabe fällig ist, wird der Verkäufer oder eine Firma, die einen technischen Kundendienst zur Verfügung stellt, sofort benachrichtigt. Auch wenn ein persönliches Eingreifen erforderlich ist, z. B. durch den Bediener vor Ort, empfängt dieser eine E-Mail von dem Heißschmelzsystem, das gewartet werden muss. Wenn auch beschrieben wurde, dass die E-Mail-Engine 32 infolge eines Vorfalls E-Mails erstellt und sendet, können periodische oder vom Benutzer angeforderte E-Mails verwendet werden, wie tägliche, wöchentliche, monatliche oder Echtzeitberichte über den Betrieb des Heißschmelzsystems.

Es sollte nun deutlich sein, dass die vorliegende Erfindung ein Heißschmelzgerät mit Internet-Anschlussfähigkeit bereitstellt, indem die elektronische Steuerung des Heißschmelzgerätes als eingebetteter Web-Server mit seiner eigenen eindeutigen IP-Adresse bereitgestellt wird. Die Internet-Anschlussfähigkeit des Heißschmelzgerätes der vorliegenden Erfindung ermöglicht einen Zugang von zum Beispiel einem Internet-Browser, woraus sich zahlreiche Vorteile ergeben. Zum Beispiel kann der Status des Heißschmelzgerätes durch ein Endgerät oder einen Server fernüberwacht werden, das/der zum Beispiel von einem Kundendienst- oder Hersteller-Personal betrieben wird. Befehle können von dem bedienenden Server gesendet werden und E-Mail-Warnungen zu oder von dem eingebetteten Web-Server am Heißschmelzgerät können gesendet oder empfangen werden. Die daraus resultierende Fernsteuerung und Ferndiagnosemöglichkeit bieten eine Menge Vorteile, wie etwa die Möglichkeit, Vorräte automatisch nachzubestellen, wie das Heißschmelzmaterial in fester Form, falls notwendig, die Möglichkeit einen Austausch der Heißschmelzkomponente anzuordnen, Statistiken zu erstellen und zu berichten, z. B. über die Nutzung des Heißschmelzgerätes, und die Wartung nach Bedarf zu planen.

Es wird natürlich eine Zweiweg-Kommunikation bereitgestellt, so dass das Kundendienstpersonal, nachdem es zum Beispiel von dem Heißschmelzgerät über die Notwendigkeit einer Wartung informiert wurde, dann den Konsumenten oder lokalen Betreiber über einen Anruf für eine geplante Wartung von diesem Anruf benachrichtigen oder einen Auftrag bestätigen kann. Diese Benachrichtigung könnte zum Beispiel mittels Fax oder E-Mail erfolgen, da der bedienende Server die gültige IP-Adresse des Kunden kennt, die dem Heißschmelzgerät entspricht. Die Software im bedienenden Server könnte auch mit automatischen Aktualisierungen der Heißschmelzanwendung und/oder Internet-Software versehen sein. Die gegenwärtigen Software-Versionen des Heißschmelzsystems werden entweder durch die Software am bedienenden Server geprüft oder von der Internet-Software und der E-Mail-Engine 32 regelmäßig berichtet. Ein entfernter Benutzer kann die Software-Versionen auf Webseiten 31 auch in Echtzeit prüfen und manuell festlegen, ob die Software des Heißschmelzsystems aktualisiert werden muss oder nicht. Wenn eine Aktualisierung notwendig ist, wird eine neuere Version der Heißschmelzapplikation und/oder Internet-Software in den Web-Server geladen oder heruntergeladen und auf diesem installiert. Als Alternative kann die neuere Version in eine E-Mail eingefügt und zu der E-Mail-Engine 32 gesendet und dann automatisch oder manuell getrennt und installiert werden.

Das Heißschmelzgerät kann auch Daten über den Verlauf der Verwendung und Leistung und über die Gebrauchsanforderungen aufzeichnen und sammeln und diese Informationen dem Hersteller, dem Kundendienstpersonal oder anderen berichten. Das Heißschmelzgerät kann auch auf Daten von anderen Vorrichtungen zugreifen, die ebenso an das Internet angeschlossen sind, oder solche Vorrichtungen steuern oder von diesen gesteuert werden, für diese und andere Zwecke. Natürlich wird auch der Vorteil einer konstanten Kommunikationsverbindung geboten, wie auch einer Kommunikation sowohl mit Intranet- als auch Internet-Quellen und angeschlossenen Vorrichtungen.

Typische Merkmale der vorliegenden Erfindung sind eine Fernüberwachung des Status des Heißschmelzgerätes (z. B. der Temperaturen von Zonen der Heizvorrichtung), Problembehebung aus der Ferne oder Fernsteuerung durch das Versenden von Befehlen oder Daten über eine Webseite zu der Heißschmelzeinheit. Das Fehlerbehebungsmerkmal ermöglicht einem Benutzer, zum Beispiel vom technischen Kundendienst des Verkäufers des Heißschmelzsystems, das Heißschmelzgerät aus der Ferne zu reparieren oder dem örtlichen Betreiber bei der Reparatur zu helfen, ohne persönlich vor Ort erscheinen zu müssen. Zum Beispiel erzeugt die Heißschmelzmaschine sporadisch Alarmmitteilungen. Mit Hilfe der Fehlerbehebung aus der Ferne kann ein Kundendienstmitarbeiter alle Temperaturzonen prüfen, ein Fehlerlogbuch lesen und Gegenmaßnahmen einleiten, wie eine Änderung der PID-Schleifenparameter oder Temperaturtoleranzwerte.

Die vorstehende Beschreibung soll die Bedeutung der Worte, die verwendet werden in den nachfolgenden Patentansprüchen, welche die Erfindung definieren, nicht einschränken. Zum Beispiel kann der Web-Server mit einigen Sicherheitsstufen versehen sein, die Fremde oder nicht autorisierte Benutzer ausschließen, und autorisierte Benutzer in mehrere Gruppen mit verschiedenen Berechtigungen kategorisieren. Zum Beispiel können Benutzer einer Gruppe den Betrieb des Heißschmelzsystems nur beobachten oder überwachen, während Benutzer einer anderen Gruppe zusätzlich eine teilweise oder vollständige Kontrolle über das Gerät ausüben können. Die Sicherheitsvorkehrungen können in jeder Weise, die in der Technik bekannt ist, implementiert sein, wie z. B. unter Verwendung von Passwörtern. Daher wird in Betracht gezogen, dass zukünftige Modifizierungen in der Struktur, Funktion oder dem Ergebnis möglich sind, die keine wesentlichen Änderungen bedeuten, und dass alle derartigen, unwesentlichen Änderungen an dem beanspruchten Inhalt von den anliegenden Patentansprüchen abgedeckt sein sollen.