Title:
Kommunikationssystem
Kind Code:
B4


Abstract:

Kommunikationssystem mit einer Vielzahl von in einem Telekommunikationsnetz betreibbaren mobilen Endgeräten, die jeweils ein Identifikationsmodul mit einer zugehörigen Identifikationsnummer aufweisen, mit wenigstens einem Home Location Register, das die Endgeräte charakterisierende Daten, vorzugsweise die Identifikationsnummern sowie die zugehörigen individuellen Rufnummern der Endgeräte, enthält, mit einem oder mehreren Zuordnungsmitteln, die eine Zuordnung von einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten zu einer Gruppe von Endgeräte charakterisierenden Daten enthalten, sowie mit Mitteln, durch die die zugeordneten charakterisierenden Daten wenigstens eines Endgerätes an ein Home Location Register des Kommunikationssystems weiterleitbar sind.




Inventors:
Hemchaoui, Wassef Fouad (Burnham, Buckinghamshire, GB)
Wilson, Philip (Woodbridge, Suffolk, GB)
Application Number:
DE10249185
Publication Date:
09/23/2010
Filing Date:
10/22/2002
Assignee:
O2 (Germany) GmbH & Co. OHG (München, 80992, DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE4427043C1N/A1995-12-07



Foreign References:
WO1998000987A11998-01-08
Attorney, Agent or Firm:
Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel (München, 80538)
Claims:
1. Kommunikationssystem mit einer Vielzahl von in einem Telekommunikationsnetz betreibbaren mobilen Endgeräten, die jeweils ein Identifikationsmodul mit einer zugehörigen Identifikationsnummer aufweisen, mit wenigstens einem Home Location Register, das die Endgeräte charakterisierende Daten, vorzugsweise die Identifikationsnummern sowie die zugehörigen individuellen Rufnummern der Endgeräte, enthält, mit einem oder mehreren Zuordnungsmitteln, die eine Zuordnung von einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten zu einer Gruppe von Endgeräte charakterisierenden Daten enthalten, sowie mit Mitteln, durch die die zugeordneten charakterisierenden Daten wenigstens eines Endgerätes an ein Home Location Register des Kommunikationssystems weiterleitbar sind.

2. Kommunikationssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten um die Rufnummer eines Mobilfunkteilnehmers handelt.

3. Kommunikationssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den die Endgeräte charakterisierenden Daten um individuelle Rufnummern der Endgeräte handelt.

4. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den die Endgeräte charakterisierenden Daten um die Identifikationsnummer des Identifikationsmoduls des Endgerätes handelt.

5. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuordnungsmittel eine Tabelle enthält, die die Rufnummer eines Mobilfunkteilnehmers sowie dieser Rufnummer zugeordnete individuelle Rufnummern der Endgeräte enthält.

6. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tabelle vorgesehen ist, die die Zuordnung der individuellen Rufnummern zu Identifikationsnummern der Identifikationsmodule der Endgeräte enthält.

7. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuordnungsmittel Prioritäten aufweist, nach denen die Daten der Endgeräte ausgewählt werden, wobei die Daten von Endgeräten niedrigerer Priorität auswählbar sind, wenn Endgeräte mit Daten höherer Priorität nicht erreichbar sind.

8. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuordnungsmittel als Datei ausgeführt ist oder eine Datei umfasst.

9. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Zuordnungsmittel abgelegte Daten durch einen Mobilfunkteilnehmer insbesondere durch Internet oder USSD veränderbar sind.

10. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kommunikationssystem wenigstens ein Visitor Location Register aufweist, und dass Mittel vorgesehen sind, durch die bei einem Location Update an das Visitor Location Register unter anderem die Rufnummer eines Mobilfunkteilnehmers übertragbar ist.

11. Kommunikationssystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel Bestandteil der Zuordnungsmittel sind.

12. Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Unterscheidungsmittel vorgesehen sind, mittels derer die einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten nur dann den Zuordnungsmitteln zugeleitet werden, wenn diesen eine Gruppe von Endgeräte charakterisierenden Daten zugeordnet ist.

13. Verfahren zum Betreiben eines Kommunikationssystems mit einer Vielzahl von in einem Telekommunikationsnetz betreibbaren mobilen Endgeräten, die jeweils ein Identifikationsmodul mit einer zugehörigen Identifikationsnummer aufweisen, mit wenigstens einem Home Location Register, das die Endgeräte charakterisierende Daten, vorzugsweise die Identifikationsnummern sowie die zugehörigen individuellen Rufnummern der Endgeräte, enthält, mit einem oder mehreren Zuordnungsmitteln, die eine Zuordnung von einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten zu einer Gruppe von Endgeräte charakterisierenden Daten enthalten, wobei aufgrund der einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten die zugeordneten charakterisierenden Daten wenigstens eines Endgerätes an ein Home Location Register des Kommunikationssystems weitergeleitet werden.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten um die Rufnummer eines Mobilfunkteilnehmers handelt.

15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den die Endgeräte charakterisierenden Daten um die individuellen Rufnummern der Endgeräte handelt.

16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den die Endgeräte charakterisierenden Daten um die Identifikationsnummer des Identifikationsmoduls des Endgerätes handelt.

17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten nur dann den Zuordnungsmitteln zugeleitet werden, wenn diese Daten einer Gruppe von Endgeräte charakterisierenden Daten zugeordnet sind.

18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Location Update Daten an ein Visitor Location Register übertragen werden, die die Rufnummer des Mobilfunkteilnehmers umfassen.

Description:

Die vorliegende Beschreibung betrifft ein Kommunikationssystem mit einer Vielzahl von in einem Telekommunikationsnetz betreibbaren mobilen Endgeräten.

In Telekommunikationsnetzen betreibbare mobile Endgeräte weisen üblicherweise ein Identifikationsmodul SIM mit einer zugehörigen Identifikationsnummer IMSI auf. Die IMSI ist dem Identifikationsmodul eindeutig zugeordnet und identifiziert somit das Endgerät, in dem das Modul aufgenommen ist. Vorbekannte Telekommunikationsnetze weisen des Weiteren Home Location Register HLR auf, die die wesentlichen Daten eines Mobilfunkanschlusses, insbesondere die IMSI sowie die zugehörige Rufnummer MSISDN des entsprechenden Endgerätes enthalten. Diese Nummern sind einander zugeordnet. Des Weiteren weist das Home Location Register HLR Daten bezüglich des aktuellen Aufenthaltsortes, d. h. im allgemeinen des Visitor Location Register VLR, des mobilen Endgerätes auf, die mit der IMSI verknüpft sind.

Bei einem für ein mobiles Endgerät eingehenden Anruf erfolgt bei vorbekannten Telekommunikationsnetzen zunächst eine Abfrage des HLR, das eine Zuordnung der gewählten individuellen Rufnummern des Endgerätes zu der entsprechenden IMSI und somit auch zu dem aktuellen Aufenthaltsort des Endgerätes enthält. Auf diese Weise kann der eingehende Anruf an das MSC (Mobile Switching Center) des VLR weitergeleitet werden, in dessen Bereich sich das mobile Endgerät befindet.

Um dem Wunsch zu entsprechen, mehrere mobile Endgeräte einer Rufnummer zuordnen zu können, wird in der EP 0 669 774 B1 ein Kommunikationssystem vorgeschlagen, bei dem den Teilnehmern zwei oder mehr identische Identifikationsmodule mit identischen IMSIs sowie identischen zugeordneten Rufnummern ausgehändigt werden, was jedoch insbesondere unter Sicherheitsaspekten unerwünscht ist.

Während bei vorbekannten Telekommunikationsnetzen eine eindeutige Zuordnung von individuellen Rufnummern zu entsprechenden IMSIs der Endgeräte vorliegt, sind darüber hinaus Lösungen bekannt, mittels derer ein eingehender Anruf unterschiedlichen IMSIs und damit auch unterschiedlichen mobilen Endgeräten zugeordnet werden kann. Durch derartige Lösungen lässt sich ebenfalls der Vorteil erzielen, dass unterschiedliche Mobilfunkgeräte unter einer einheitlichen Rufnummer erreichbar sind. Aus der DE 43 17 143 C2 ist ein Kommunikationssystem bekannt, mittels dessen ein Teilnehmer zwei oder mehr mobile Endgeräte mit verschiedenen Identifikationsmodulen SIM betreiben kann und dabei unter einer einheitlichen Rufnummer erreichbar ist. Dazu sind in dem HLR Datensätze vorhanden, die jeweils einem mobilen Endgerät zugeordnet sind. In den Datensätzen ist die jeweilige IMSI mit einer oder mehreren individuellen Rufnummern MSISDN der Endgeräte verknüpft. Die die jeweiligen Endgeräte charakterisierenden Datensätze sind im HLR miteinander verknüpft und weisen eine Statusinformation des Endgerätes auf, die signalisiert, ob das Endgerät auf aktiv oder passiv geschaltet ist. Wird die Rufnummer eines passiven Endgerätes gewählt, erfolgt im HLR der Ersatz dieser Rufnummer durch die Rufnummer des aktiven mobilen Endgerätes, die sodann mit der entsprechenden IMSI dieses Gerätes verknüpft wird. Der Anruf wird dementsprechend an das aktive mobile Endgerät weitergeleitet.

Ein Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass umfangreiche Eingriffe in das HLR vorgenommen werden müssen, um diesen Service zur Verfügung zu stellen. Ferner ist erforderlich, dass die Endgeräte in ein und demselben HLR registriert sind.

Die Druckschrift DE 44 27 043 C1 betrifft ein Verfahren zur Durchschaltung von Verbindungen bei Anrufen von bzw. zu mobilen Teilnehmern eines zellularen digitalen Mobilfunknetzes. Hierbei wird durch die Implementierung virtueller Teilnehmer die Auswahl eines bestimmten Mitglieds aus einer bei Nutzung des mobilen Teilnehmerdienstes „Mobile Access Hunting” durch eine Gruppenrufnummer definierten Zielgruppe von mobilen Teilnehmern ermöglicht.

Die WO 98/00987 A1 offenbart ein System und ein Verfahren zur Umsetzung spezieller Wählzeichenketten bzw. mobiler Merkmalcodes. Hierzu werden innerhalb eines Home Location Registers die empfangenen Zeichenketten bzw. Codes mit den Einträgen einer dafür vorgesehenen Tabelle verglichen und im Anschluss daran definierte Prozesse ausgeführt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, das eingangs genannte Kommunikationssystem dahingehend weiterzubilden, dass derartige Modifikationen und Beschränkungen nicht zwingend erforderlich sind.

Diese Aufgabe wird durch ein Kommunikationssystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Danach sind ein oder mehrere Zuordnungsmittel vorhanden, die eine Zuordnung von einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten zu einer Gruppe von Endgeräte charakterisierenden Daten enthalten. Ferner sind Mittel vorhanden, durch die die charakterisierenden Daten wenigstens einen Endgerätes an ein HLR des Kommunikationssystems weiterleitbar sind. Dadurch kann das Weiterleiten von eingehenden Anrufen unterschiedlicher Art (z. B. Sprache, Daten oder SMS) beeinflusst werden. Das HLR enthält die Endgeräte charakterisierende Daten, vorzugsweise die Identifikationsnummern der Endgeräte und die zugehörigen individuellen Rufnummern.

Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass sämtliche Daten einer Gruppe weitergeleitet werden oder auch nur die Daten einiger oder eines einzigen Endgerätes. Die Daten mehrerer Endgeräte können gleichzeitig oder sukzessive an das HLR weitergeleitet werden. Die Auswahl der weiterzuleitenden Daten der Gruppe von die Endgeräte charakterisierenden Daten kann nach beliebigen Kriterien, beispielsweise auf Grund einer entsprechenden Auswahl des Teilnehmers, erfolgen.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf beliebige Kommunikationssysteme und -standards, wie beispielsweise den herkömmlichen GSM-Standard, GPRS oder auch UMTS sowie zukünftige Standards und Systeme.

Das erfindungsgemäße Kommunikationssystem sieht vor, dass in den Zuordnungsmitteln, die beispielsweise als Datei ausgeführt sein können, Daten vorhanden sind, die einen eingehenden Anruf charakterisieren sowie Gruppen von Daten, die zugehörige Endgeräte charakterisieren. Auf diese Weise ist es möglich, einen eingehenden Anruf den Daten wenigstens eines Endgerätes zuzuordnen. Diese Daten werden sodann an ein HLR des Kommunikationssystems weitergeleitet, von wo aus in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung die Weiterschaltung des eingehenden Anrufes an das MSC des VLR erfolgen kann. Auf diese Weise kann eine Rufnummer eines Mobilfunkteilnehmers einer Gruppe von Endgeräten dieses Teilnehmers zugeordnet werden. Dabei sind Modifikationen im HLR nicht unbedingt erforderlich, da es möglich ist, das HLR mit denselben Daten zu versorgen, die auch nach dem Stand der Technik dem HLR zugeführt werden, um eine Weiterleitung des eingehenden Anrufes zu ermöglichen.

Bei den einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten kann es sich um eine Rufnummer eines Mobilfunkteilnehmers handeln. Diese Rufnummer ist der erfindungsgemäßen Gruppe von Endgeräte des Teilnehmers charakterisierenden Daten zugeordnet. Die die Endgeräte charakterisierenden Daten muss der Mobilfunkteilnehmer oder sein Gesprächspartner nicht kennen, da es ausreicht, wenn ein Anruf unter der genannten Rufnummer des Mobilfunkteilnehmers getätigt wird.

Unter Anruf wird grundsätzlich jede Art von Nachricht, beispielsweise ein Anruf zum Zwecke des Gesprächsaufbaus, Sprachnachrichten oder auch Textnachrichten verstanden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass es sich bei den die Endgeräte charakterisierenden Daten um individuelle Rufnummern der Endgeräte handelt. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung sind den einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten die individuellen Rufnummern der Endgeräte zugeordnet. Nach entsprechender Auswahl wird eine individuelle Rufnummer eines Endgerätes an das zugehörige HLR weitergeleitet, wie dies auch aus dem Stand der Technik bekannt ist, so dass in diesem Fall eine Modifikation des HLR nicht erforderlich ist.

Das HLR kann eine Zuordnung der individuellen Rufnummer des Endgerätes zu der in einem Identifikationsmodul der Endgeräte abgelegten Identifizierungsnummer und somit zu dem VLR aufweisen, in dessen Fläche sich das Endgerät befindet. Nach Übergabe der das Endgerät charakterisierenden Daten an das HLR kann in diesem eine Zuordnung zu der Identifizierungsnummer des Endgerätes sowie des Weiteren eine Zuordnung dieser Nummer zu dem VLR vorgenommen werden, sodass der eingehende Anruf entsprechend weitergeleitet werden kann. Das VLR weist im Allgemeinen Daten auf, die eine genaue Lokalisierung des Endgerätes in einer Location Area LA zulässt.

Bei den die Endgeräte charakterisierenden Daten kann es sich auch um die IMSI der SIM-Karte des Endgerätes handeln.

Das Zuordnungsmittel kann eine Tabelle enthalten, die die Rufnummer eines Mobilfunkteilnehmers sowie dieser Rufnummer zugeordnete individuelle Rufnummern der Endgeräte enthält.

Des Weiteren kann eine Tabelle vorgesehen sein, die die Zuordnung der individuellen Rufnummern zu Identifikationsnummern der Endgeräte enthält. Auf diese Weise ist eine eindeutige Zuordnung der MSISDN der Endgeräte zu den IMSI der in den Endgeräten vorliegenden SIM-Modulen möglich.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass das Zuordnungsmittel Prioritäten aufweist, nach denen die Daten der Endgeräte ausgewählt werden, wobei die Daten von Endgeräten niedriger Priorität auswählbar sind, wenn Endgeräte mit Daten höherer Priorität nicht erreichbar sind. Auf diese Weise kann der Mobilfunkteilnehmer bestimmen, in welcher Reihenfolge die von ihm benutzten mobilen Endgeräte angewählt werden sollen, sofern ein eingehender Anruf eintrifft. Hat beispielsweise das Handy die Priorität 1, das Autotelefon die Priorität 2 und ein PDA die Priorität 3, wird bei einem eingehenden Anruf mittels der Zuordnungsmittel zunächst der das Handy charakterisierende Datensatz ausgewählt und an das HLR weitergeleitet. Kommt hier eine Anrufannahme nicht zustande, weil das Gerät ausgeschaltet ist oder das Gespräch aus anderen Gründen nicht angenommen wird, wird dies zurückgemeldet und es erfolgt die Auswahl des das Autotelefon charakterisierenden Datensatzes usw.

Alternativ dazu ist auch denkbar, dass keine Priorisierung erfolgt, sondern der Anruf erfolglos bleibt, wenn beispielsweise das an erster Stelle des Zuordnungsmittels genannte mobile Endgerät nicht erreichbar ist. In diesem Fall wird kein Versuch unternommen, die weiteren mobilen Endgeräte zu erreichen.

Ebenso ist es möglich, dass bei einem eingehenden Anruf sämtliche Endgeräte der Gruppe von Endgeräten ein Klingelzeichen abgeben (simultaneous ringing).

Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Zuordnung von einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten zu einer Gruppe von Endgeräte charakterisierenden Daten. Es können die Daten eines, mehrerer oder auch sämtlicher Endgeräte der genannten Gruppe auswählbar sein und an das HLR weitergeleitet werden.

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass eine Mailbox aktivierbar ist, sofern ein oder mehrere mobile Endgeräte nicht erreichbar sind.

Diese Mailbox kann grundsätzlich wie ein mobiles Endgerät priorisiert werden und dann entsprechend auch in den Zuordnungsmitteln bzw. in der darin abgelegten Tabelle berücksichtigt werden.

In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Zuordnungsmittel als Datei ausgeführt ist oder eine Datei umfasst.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass das Zuordnungsmittel Datenbereiche für unterschiedliche Anruftypen, d. h. beispielsweise für Sprache, Daten, Sprachmitteilungen oder Textmitteilungen enthalten kann. Dabei kann z. B. vorgesehen sein, dass eine SMS immer an ein bestimmtes mobiles Endgerät gesendet wird, während andere mobile Endgeräte davon ausgeschlossen sind. Auch unter den SMS-fähigen mobilen Endgeräten sind Priorisierungen und beliebige sonstige Einstellungen denkbar.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die in dem Zuordnungsmittel abgelegten Daten durch einen Mobilfunkteilnehmer insbesondere durch Internet oder USSD veränderbar sind. Auf diese Weise kann der Mobilfunkteilnehmer die Reihenfolge oder Art der mobilen Endgeräte, eine Priorisierung usw. verändern.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung weist das Kommunikationssystem wenigstens ein VLR auf, wobei Mittel vorgesehen sind, durch die bei einem Location Update LU an das VLR u. a. die Rufnummer MSISDN eines Mobilfunkteilnehmers übertragbar ist. Ein Location Update wird vorgenommen, wenn das mobile Endgerät von der Fläche eines VLR in die eines anderen VLR wechselt. In diesem Fall wird bei vorbekannten Kommunikationssystemen unter Angabe der IMSI über das MSC eine Anfrage an das HLR gestartet, wobei das HLR in der Weise ein Update erfährt, als dass die Adresse des neuen VLR im HLR abgelegt wird. Das HLR übersendet daraufhin die relevanten Daten an das neue VLR. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zu den an das VLR bzw. das MSC übertragenen Daten auch die Rufnummer des Mobilfunkteilnehmers übertragen wird. Dies hat den Vorteil, dass bei abgehenden Anrufen nicht die individuellen Rufnummern der Endgeräte, sondern die Rufnummer des Mobilfunkteilnehmers nach außen hin erscheint und weitergegeben wird. Auf diese Weise können die individuellen Rufnummern der Endgeräte für Dritte vollkommen verborgen bleiben.

Anstelle des VLR sind auch andere beliebige Einrichtungen denkbar, an die die Rufnummer des Mobilfunkteilnehmers übertragen wird und die sicherstellen, dass bei einem abgehenden Anruf die Rufnummer des Mobilfunkteilnehmers und nicht die individuelle Rufnummer des verwendeten Endgerätes erscheint.

Die oben erwähnte Übertragung an das MSC bzw. VLR ist nur eine Möglichkeit der Realisierung. Bei GPRS-Systemen erfolgt eine Übertragung der Rufnummer des Mobilfunkteilnehmers an den SGSN.

Das genannte Mittel kann Bestandteil der Zuordnungsmittel sein. In diesem Fall erfolgt das Location Update über die Zuordnungsmittel.

In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind Unterscheidungsmittel vorgesehen, mittels derer die einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten nur dann den Zuordnungsmittel zugeleitet werden, wenn diesen eine Gruppe von Endgeräte charakterisierenden Daten zugeordnet ist. Andernfalls werden bei dieser Ausführungsform die Zuordnungsmittel nicht aktiviert, und es kann in üblicher Weise das HLR angesprochen werden, um die für die Weiterleitung des Anrufes erforderlichen Daten zu erhalten.

Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betreiben eines Kommunikationssystems mit einer Vielzahl von in einem Telekommunikationsnetz betreibbaren mobilen Endgeräten, die jeweils ein Identifikationsmodul mit einer zugehörigen Identifikationsnummer aufweisen, mit einem HLR, das die Endgeräte charkterisierende Daten, insbesondere die Identifikationsnummern sowie die zugehörigen individuellen Rufnummern der Endgeräte, enthält, mit einem oder mehreren Zuordnungsmitteln, die eine Zuordnung von einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten zu einer Gruppe von Endgeräte charakterisierenden Daten enthalten. Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass aufgrund der einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten die Daten wenigstens eines Endgerätes an ein HLR des Kommunikationssystems weitergeleitet werden.

Bei den einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten kann es sich um die Rufnummer eines Mobilfunkteilnehmers handeln. Bei den die Engeräte charakterisierenden Daten kann es sich um die individuellen Rufnummern der Endgeräte oder um die IMSI der SIM-Karte handeln, die sich in dem mobilen Endgerät befindet.

In einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten nur dann den Zuordnungsmitteln zugeleitet werden, wenn diese Daten einer Gruppe von Endgeräte charakterisierenden Daten zugeordnet sind. Ist dies nicht der Fall und sind die einen eingehenden Anruf charakterisierenden Daten nur einem Endgerät zugeordnet, kann auf einen Zugriff auf die Zuordnungsmittel verzichtet werden.

In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass bei einem Location Update Daten an das VLR übertragen werden, die die Rufnummer des Mobilfunkteilnehmers umfassen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die individuellen Rufnummern der Endgeräte für Dritte verborgen bleiben, da im VLR nunmehr auch die Rufnummer des Mobilfunkteilnehmers vorliegt.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

1: schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems,

2: schematische Darstellung der Weiterleitung eines von dem Kommunikationssystem abgehenden Anrufes,

3: schematische Darstellung der Weiterleitung eines in das Kommunikationssystem eingehenden Anrufes,

4: Darstellung einer Tabelle eines Zuordnungsmittels,

5: Darstellung des Verlaufes des Location Update,

6: Darstellung der Weiterleitung eines eingehenden Anrufes mit Auswahl einer individuellen Rufnummer,

7. Darstellung der Weiterleitung eines eingehenden Rufes mit Auswahl mehrerer nach Priorität abgestufter individueller Rufnummern,

8: Darstellung der Weiterleitung einer eingehenden SMS,

9: Darstellung des Verlaufes des Location Update in einem GPRS-System.

1 zeigt das Gateway Mobile Switching Centre GMSC, in das der mit 1 markierte Anruf eintrifft. Das GMSC wendet sich daraufhin an das Flexible Number Register FNR (Pfeil 2), das aufgrund der Rufnummer des eingehenden Anrufes erkennt, dass es sich um eine Rufnummer handelt, der mehrere individuelle Rufnummern zugeordnet sind. Anstelle des genannten FNR können auch andere in äquivalenter Weise arbeitende Platformen eingesetzt werden. Unabhängig von der konkreten Bezeichnung ist es die Aufgabe einer solchen Platform, die eingehenden Anrufe an das korrekte HLR für die entsprechende IMSI oder MSISDN zu leiten. Die MSISDNs oder IMSIs können über eine Anzahl von HLRs verteilt sein. In dem vorliegenden Fall erkennt das FNR oder eine in äquivalenter Weise arbeitende Platform, dass die MSISDN des eingehenden Anrufes zu einer Multicard-Anwendung gehört und leitet den Anruf zu der Multicard-Platform. Unter diesem Gesichtspunkt wird die Multicard-Platform von dem FNR wie ein spezielles HLR ausgewählt. Die Ansteuerung der Multicard-Platform (PSIM-Platform) durch das FNR ist in Figur mit Pfeil 3 dargestellt. In dieser sind die Rufnummern der Mobilfunkteilnehmer sowie diesen zugeordnete individuelle Rufnummern der zugehörigen Endgeräte abgelegt. Je nach der in der Multicard-Platform erfolgten Auswahl oder der gesetzten Prioritäten wird zumindest eine individuelle Rufnummer an das HLR weitergegeben (Pfeil 4). Hier findet die Zuordnung der individuellen Rufnummer zu einer entsprechenden IMSI und somit auch zu dem VLR statt, sodass eine entsprechende Information von dem HLR an das GMSC (Pfeil 5) weitergegeben werden kann. Entsprechend kann nunmehr eine Verbindung von dem GMSC zu dem MSC des VLR vorgenommen werden, in dessen Bereich sich das mobile Endgerät befindet.

Auf die Multicard-Platform (PSIM-Platform) kann beispielsweise mittels Internet zugegriffen werden, um hier entsprechende Datenänderungen vornehmen oder die Daten der Zuordnungsmittel einsehen zu können. Des Weiteren ist mittels USSD der Update der Multicard-Platform (PSIM-Platform) möglich, sodass der Benutzer beispielsweise über Tastendruck seines Handy Änderungen der Zuordnungsmittel, d. h. beispielsweise einer darin abgelegten Tabelle durchführen kann. Auch ist es möglich, dass der Mobilfunkteilnehmer sich über den aktuellen Stand der Zuordnungsmittel informiert, beispielsweise darüber, welches mobile Endgerät angewählt wird, wenn ein eingehender Anruf erfolgt.

1 zeigt weiterhin den Ablauf des Location Update, der sich im Detail aus 5 ergibt. Bewegt sich ein mobiles Endgerät von der Fläche eines VLR in die Fläche eines anderen VLR, erfolgt über das MSC ein Update, der nach dem Stand der Technik unmittelbar mit dem HLR vorgenommen wird. Während des Location-Update wird das GMSC nicht in seiner Gateway-Funktion genutzt, weshalb hier statt von einem GMSC von einem MSC die Rede ist. Gemäß 1 erfolgt der Location Update jedoch über die Multicard-Platform (PSIM-Platform), wodurch es möglich wird, dass die Update-Daten, die an das MSC des entsprechenden VLR weitergereicht werden, auch die Rufnummer eines Mobilfunkteilnehmers erfassen, um auf diese Weise sicherzustellen, dass auch bei abgehenden Anrufen stets nur diese Nummer angezeigt wird. Dritten sind daher die individuellen Rufnummern der Endgeräte nicht bekannt.

2 zeigt in vereinfachter Darstellung einen abgehenden Anruf von den mobilen Endgeräten in das Netz BTC. Hier erfolgt eine Transformation der individuellen Rufnummern der mobilen Endgeräte in die Rufnummer eines Mobilfunkteilnehmers MSISDNp, der eine Mailbox zugeordnet ist und für die der Mobilfunkteilnehmer eine einheitliche Rechnung erhält. Aus 2 geht weiter hervor, dass für Dritte ausschließlich die Rufnummer des Mobilfunkteilnehmers MSISDNp ersichtlich ist (CLI). Auch SMS werden an diese Rufnummer geschickt, da vorteilhaft individuelle Rufnummern Dritten nicht bekannt sind.

3 zeigt die schematische Darstellung eines in das erfindungsgemäße Kommunikationssystem eingehenden Anrufes mit der Rufnummer MSISDNp. Es kann sich bei dem eingehenden Anruf um eine Sprachnachricht oder beispielsweise auch um eine SMS handeln, die beide an die Rufnummer MSISDNp gesendet werden. Diese ist über die Zuordnungsmittel Daten der mobilen Endgeräte zugeordnet. Von diesen wird ein Datensatz ausgewählt und das mobile Endgerät entsprechend angesprochen. Sofern hier keine Erreichbarkeit vorliegt, kann vorgesehen sein, dass eine gemeinsame Mailbox vorgesehen ist, in der Nachrichten abgelegt werden können, sofern keines der mobilen Endgeräte erreichbar ist.

Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass Anrufweiterschaltungen für alle mobile Endgeräte oder nur für einige von diesen vorgesehen sind, bzw. dass je nach Endgerät unterschiedliche Anrufweiterschaltungsmöglichkeiten, Mailboxen etc. vorgesehen sind.

4 zeigt eine in dem Zuordnungsmittel abgelegte Tabelle, die beispielsweise über Internet für den Mobilfunkteilnehmer einsehbar und auch veränderbar ist. Für die erfindungsgemäße Multicard-Funktionalität wird gemäß 4 die standardisierte IN/SCP-Platform verwendet, die für die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. das erfindungsgemäße Verfahren modifiziert wurde. Diese modifizierte Platform entspricht der in den weiteren Figuren gezeigten PSIM-Platform. Die Tabelle enthält die Rufnummer MSISDNp eines Mobilfunkteilnehmers sowie dieser Nummer zugeordnete individuelle Rufnummern MSISDNd1 bis MSISDNdx sowie die MSISDNvm für die Mailbox. Des Weiteren enthält die Tabelle entsprechende Bezeichnungen der mobilen Endgeräte sowie Prioritäten für Sprachnachrichten. Im vorliegenden Beispiel ist das Handy mit der Priorität 1 gesetzt, sodass Anrufe zunächst immer an das Handy weitergeleitet werden. Das Autotelefon weist die Priorität 2 auf und das PDA die Priorität 0, sodass hier keine Sprachnachrichten empfangen werden. Davon unterschiedlich sind Prioritäten und Einstellungen für Textnachrichten vorgesehen. Im vorliegenden Falle sollen Textnachrichten nur an das PDA gesandt werden. Des Weiteren ist die MSISDNvm vorgesehen, die die Mailbox betrifft, die die geringste Priorität hat und auf die zugegriffen wird, wenn keines der vorgenannten Geräte für Sprachnachrichten erreichbar ist oder abgenommen wird. Es kann vorgesehen sein, dass über Internet nur ein Teil der Tabelle, gemäß 4 der grau hinterlegte Teil einsehbar und veränderbar ist.

5 zeigt den Location Update, der von dem mobilen Endgerät MS angefordert wird (LU request). Dieser wird unter Angabe der entsprechenden IMSI (IMSIdx) an das MSC des entsprechenden VLR geschickt. Dieses steuert über die IMSI das Zuordnungsmittel SCP, d. h. beispielsweise die Multicard-Platform (PSIM-Platform), an. Diese reicht die IMSIdx an das HLR weiter, das eine Zuordnung zu den individuellen Rufnummern MSISDNdx der mobilen Endgeräte enthält. Das HLR gibt die entsprechende individuelle Rufnummer MSISDNdx an das SCP, woraufhin dort die Abgabe der Rufnummer MSISDNp des Mobilfunkteilnehmers erfolgt. Diese wird an das MSC übersandt und steht hier zur Verfügung. Auf diese Weise können abgehende Anrufe stets unter der Rufnummer MSISDNp angezeigt werden.

4 zeigt in Tabellenform die Zuordnung der individuellen MSISDNdx zu den entsprechenden IMSIs der zugehörigen mobilen Endgeräte. Daraus ergibt sich, welche individuelle Rufnummer MSISDNd1, MSISDNd2 bzw. allgemein MSISDNdx welcher IMSI und damit SIM-Karte zugeordnet ist.

6 zeigt einen eingehenden Anruf IAM, der von einem Netz PSTN an ein MSC weitergegeben wird. Von hier aus erfolgt über die bekannte (gewählte) MSISDNp eine Anfrage an das HLR, das die Multicard-Platform (PSIM-Platform) SCP entsprechend ansteuert. Hier erfolgt die Auswahl einer individuellen Rufnummer MSISDNdx, die an das HLR übergeben wird. Aufgrund der entsprechenden zugehörigen im HLR abgelegten Daten wird nun das zugehörige MSC des VLR (VMSC) angesteuert und sodann eine Verbindung zwischen dem MSC und dem VMSC hergestellt, sodass der Anruf zum Zwecke des Gesprächsaufbaus entsprechend weitergeleitet werden kann.

7 zeigt ebenfalls die Verarbeitung eines eingehenden Anrufes, wobei in den Zuordnungsmitteln SCP Prioritäten abgelegt sind. Zunächst wird versucht, das Gerät mit der MSISDNd1 zu erreichen, wozu eine entsprechende Anfrage an das zugehörige VLR gerichtet wird. Erfolgt hier keine positive Rückmeldung, wird der Vorgang mit dem nächsten Endgerät wiederholt, dessen Priorität geringer ist. Eine Durchschaltung des Anrufes erfolgt sodann für das mobile Endgerät, für das das VLR eine positive Rückmeldung abgegeben hat, d. h. das erreichbar ist.

Kann kein Endgerät erreicht werden, kann vorgesehen sein, dass der Anruf zu dem Gerät mit der ersten Priorität weitergeleitet wird und sodann beispielsweise dessen Mailbox aktiviert wird.

8 zeigt die Verarbeitung einer eingehenden SMS, die ebenfalls unter der Rufnummer MSISDNp des Teilnehmers von dem Switching Center SMSC an das HLR übersandt wird. Das HLR steuert die Multicard-Platform (PSIM-Platform) SCP an, in der die individuelle Rufnummer MSISDNdx ausgewählt ist und entsprechend an das HLR übersandt wird. Auf der Grundlage dieser Information kann die SMS von dem SMSC zu dem entsprechenden zugehörigen VLR, d. h. dem VMSC geschickt werden, in dessen Bereich sich das mobile Endgerät befindet.

Die vorliegende Erfindung weist den Vorteil auf, dass umfangreiche Änderungen am HLR nicht zwingend erforderlich sind, da dem HLR in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung Daten zur Verfügung gestellt werden können, die sich von denen nicht unterscheiden, die dem HLR nach dem Stand der Technik zugeführt werden. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, eine einheitliche Rufnummer eines Mobilfunkteilnehmers bereitzustellen, die mit mehreren individuellen Rufnummern der Endgeräte verknüpfbar ist, ohne dass die letzteren dem Mobilfunkteilnehmer oder Dritten bekannt sein müssen. Die Daten der zu der Gruppe gehörenden Endgeräte können, müssen jedoch nicht alle in demselben HLR registriert sein.

Das erfindungsgemäße Kommunikationssystem lässt die individuelle Ansteuerung der mobilen Endgeräte zu, wobei beliebige Variationsmöglichkeiten auch hinsichtlich der Art des Anrufes, beispielsweise Sprachnachricht oder SMS möglich sind.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf beliebige Mobilfunktechniken bzw. Systeme, wie beispielsweise GPRS oder auch UMTS.

9 zeigt die sich bei einem Location Update eines GPRS-Systems abspielenden Vorgänge. Unter der Angabe der IMSI (IMSIdx) des mobilen Endgerätes wird zunächst die Anforderung „attach request” an den Support Node SGSN übermittelt. Von hier aus wird der Location Update Befehl unter Angabe der IMSIdx an die Multicard-Platform SCP und von hier aus weiter an das HLR gesandt. Das HLR, das über eine Zuordnung der IMSIdx zu den individuellen Rufnummern MSISDNdx verfügt, reicht die individuelle Rufnummer MSISDNdx an die Multicard-Platform SCP, woraufhin dort die Abgabe der Rufnummer MSISDNp an den Support Node SGSN erfolgt. Nach entsprechenden Bestätigungsmeldungen wird der Update-Vorgang beendet. Die Rufnummer MSISDNp des Teilnehmers liegt nunmehr im SGSN vor und kann für abgehende Anrufe verwendet werden.

Grundsätzlich ist es möglich, die vorliegende Erfindung gleichzeitig für nach dem herkömmlichen GSM-Standard arbeitende mobile Endgeräte sowie für nach beliebigen anderen Standards oder Systemen, beispielsweise GPRS oder UMTS arbeitende mobile Endgeräten zu betreiben.

Der verwendete Begriff ”Home Location Register” soll beliebige Register z. B. im UMTS-Standard oder weiterer Standards umfassen, die endgerätespezifische Daten enthalten und die mit Daten von dem oder den Zuordnungsmitteln versorgt werden.

Die vorliegende Erfindung ist nicht darauf beschränkt, dass sich sämtliche Endgeräte in ein und demselben Kommunikationssystem befinden. Die Endgeräte können sich ebenso zumindest zum Teil oder in ihrer Gesamtheit in Kommunikationsnetzen fremder Anbieter (Roaming) befinden. Die vorliegende Erfindung beschränkt sich somit nicht auf die Nutzung nur eines Kommunikationssystems sondern kann ebenfalls Komponenten oder Informationen anderer Kommunikationssysteme nutzen, wie dies beispielsweise im Falle des Roaming der Fall ist.