Title:
Flexible Bildwand
Kind Code:
B4


Abstract:

Bildwand mit einer straffen flexiblen Oberfläche, insbesondere für eine Außenanbringung, mit einem Druckbild, die von einer Nonwovenlage gebildet ist, von der zumindest eine Oberfläche in einem geringen Dickenbereich mit Fasern versehen ist, von denen zumindest örtlich die sichtbare Oberfläche zur Ausbildung einer das Druckbild aufnehmenden durchlässigen Schicht vergrößert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest örtliche Vergrößerung der sichtbaren Oberfläche von zumindest einigen Bereichen der Fasern von einer Flocken (131) bildenden Oberflächenbeschichtung oder Appreturaufspritzung gebildet ist und die mit der durchlässigen Schicht (13, 23, 33, 43) ausgerüstete Nonwovenlage (11, 21, 31) eine Luftdurchlässigkeit in der Größenordnung von 10 bis 20 % aufweist.




Inventors:
gleich Patentinhaber
Application Number:
DE10215816A
Publication Date:
11/18/2004
Filing Date:
04/10/2002
Assignee:
Chenel, Guy Gilbert (Boulogne, FR)



Foreign References:
EP0842792
WO2001096122A1
WO1999033669A1
JP2001071631A
JP2001010031A
Attorney, Agent or Firm:
Busse & Busse Patentanwälte (Osnabrück)
Claims:
1. Bildwand mit einer straffen flexiblen Oberfläche, insbesondere für eine Außenanbringung, mit einem Druckbild, die von einer Nonwovenlage gebildet ist, von der zumindest eine Oberfläche in einem geringen Dickenbereich mit Fasern versehen ist, von denen zumindest örtlich die sichtbare Oberfläche zur Ausbildung einer das Druckbild aufnehmenden durchlässigen Schicht vergrößert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest örtliche Vergrößerung der sichtbaren Oberfläche von zumindest einigen Bereichen der Fasern von einer Flocken (131) bildenden Oberflächenbeschichtung oder Appreturaufspritzung gebildet ist und die mit der durchlässigen Schicht (13, 23, 33, 43) ausgerüstete Nonwovenlage (11, 21, 31) eine Luftdurchlässigkeit in der Größenordnung von 10 bis 20 % aufweist.

2. Bildwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung (13) oder Aufspritzung unter Wärme kalandriert und/oder polymerisiert ist.

3. Bildwand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung in Form einer leicht in die Nonwovenlage eindringenden pastösen Masse aufgebracht ist.

4. Bildwand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nonwovenlage (41) zumindest bereichsweise in der dünnen Oberflächenschicht von Fasern (420) mit zwei Bestandteilen in Form einer Seele (440) und einer Hülle (442) gebildet ist, und der Schmelzpunkt der Hülle zur Vergrößerung der sichtbaren Oberfläche (542) zumindest einiger Bereiche der Fasern durch deren zumindest bereichsweise Verschmelzung niedriger ist als derjenige der Seelen.

5. Bildwand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die bereichsweise Verschmelzung (442) der Hülle einiger Fasern (440) durch Heißluft, Bestrahlung oder Warmkalandrierung gebildet ist, derart, daß durch eine bereichsweise und örtliche Schmelzung der Hüllen eine Verschweißung von Fasern untereinander in ihrem Kontaktbereich gebildet ist.

6. Bildwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nonwovenlage (21, 31) ein flexibles Verstärkungselement (25, 35) umfaßt, das in die Dicke der Nonwovenlage (21, 31) integriert ist.

7. Bildwand nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nonwovenlage (31) ein flexibles Verstärkungselement (35) umfaßt, das an der hinteren Oberfläche der Lage (31) festgelegt ist.

8. Bildwand nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Verstärkungselement (25, 35) von einem textilen Gitter, einem lockeren Gewebe, einem mit Maschenstopp versehenen Maschengewebe oder Heftungsreihen gebildet ist.

9. Bildwand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einzige Nonwovenlage eine beidseitige Beschichtung und ein planes symmetrisches Druckbild auf ihren beiden Oberflächen umfaßt.

10. Verwendung der Bildwand nach Anspruch 11 mit einer rückseitigen Beleuchtung.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Bildwand nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist bereits eine derartige Bildwand aus der Schrift WO 01/96122 A1 bekannt, die von einer Nonwovenlage gebildet ist, von der zumindest eine Oberfläche in einem geringen Dickenbereich mit Fasern versehen ist, von denen zumindest örtlich die sichtbare Oberfläche zur Ausbildung einer das Druckbild aufnehmenden durchlässigen Schicht vergrößert ist.

Eine derartige Bildwand unterscheidet sich von Bildwänden, die von Planen gebildet sind, d. h. textilen Flächen, die im allgemeinen von einem Polyestergewebe gebildet sind, das mit einer dichten Beschichtung aus Polyvinylchlorid (PVC) gebildet ist, die insoweit eine luftundurchlässige Oberfläche darbietet.

Gemäß bestimmten in Kraft befindlichen Vorschriften müssen nun die Flächengebilde, wie Planen oder Bildwände, die außen angebracht sind, und zwar vor Gebäuden oder auch frei, einen bestimmten Wind- bzw. Luftdurchgang ermöglichen, um die auf die Oberflächen und die sie haltenden Strukturen ausgeübten Windkräfte zu reduzieren.

Es bestehen bereits Bildwände mit einer Druckbildoberfläche, die von einer Nonwovenlage gebildet sind, auf der das Druckbild durch einen monochromen oder polychromen Druck mittels Farbstrahlen aufgedruckt ist. Beispiele hierfür finden sich in den Schriften JP 2001010031 A (Patent Abstracts of Japan), EP 0 842 792, WO 99/33669 und JP 2001071631 A (Patent Abstracts of Japan).

Jedoch bieten diese bekannten Bildwände, die von einer Nonwovenlage gebildet sind, obgleich sie vorteilhafter sind als die Planen, da sie weniger widerstandsfähige Trägerstrukturen für einen Halt gegenüber dem Wind benötigen, dennoch eine Anzahl von Nachteilen. Zunächst wirkt das Material selbst, da es relativ porös ist, wie ein Filter, und Verschmutzungen sammeln sich in der Dicke der Nonwovenlage an.

Es ist z. B. (nach dem Dokument EP 0 704 315) bekannt, einen aus einem Faserprodukt bestehenden Druckbildträger herzustellen, der mit porösen Partikeln mit Abmessungen im Bereich von 0,1 bis 30 μm und einer aus Böhmit hergestellten Oberflächenschicht beschichtet ist. Die Porosität dieser Schicht dient dazu, die Druckfarbe zu fixieren. Jedoch ist eine solche Schicht zur Aufnahme der Farbe nicht luftdurchlässig oder zumindest ist sie nicht ausreichend luftdurchlässig für eine Verwendung der Bildwand als Außenbildwand.

Außerdem erbringt der Farbstrahldruck, der mehr oder weniger tief eindringt und sich in der verhältnismäßig großen Dicke der Nonwovenlage verteilt, nicht ein so genaues und sauberes Bild, wie es wünschenswert wäre, da einige der Druckfarbtröpfchen zu tief in die Nonwovenlage eindringen, als daß sie noch von außen wahrgenommen werden können. Dieses kann die Schärfe einer Kontur oder die Farbe verschlechtern, die, hergestellt durch Farbstrahlen, sich aus der Kombination von primären Farbtönen ergibt.

Schließlich zeigt sich, daß, da das Farbstrahlaufspritzen in einer bestimmten Richtung vorgenommen wird, wenn das Bild nicht unter dem gleich Blickwinkel betrachtet wird, aufgrund des Druckbildes "in der Dicke" das Bild nicht die gewünschte Schärfe besitzt.

Schließlich fehlt diesen Bildwänden, da sie beträchtliche Oberflächen haben, die Festigkeit, so daß sie sich verformen oder einsacken können.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu beseitigen und eine Bildwand für eine Bedruckung, insbesondere für eine Außenanbringung, zu schaffen, deren Qualität der grafischen Reproduktion des Bildes ausgezeichnet ist, dabei gegenüber Verschmutzungen unempfindlich ist und eine ausreichende mechanische Festigkeit bietet, wenn die Bildwand mit großer Oberfläche hergestellt wird, wobei eine Mindestluftdurchlässigkeit in einer Größenordnung von 10 bis 20 % beibehalten werden soll.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung gelöst, indem die zumindest örtliche Vergrößerung der sichtbaren Oberfläche von zumindest einigen Bereichen der Fasern von einer Flocken bildenden Oberflächenbeschichtung oder Appreturaufspritzung gebildet ist und die mit der durchlässigen Schicht ausgerüstete Nonwovenlage eine Gesamtdurchlässigkeit in der Größenordnung von 10 bis 20 % aufweist.

Die sichtbare Oberfläche der Faser ist gemäß der vorliegenden Beschreibung die Oberfläche des Schnittes der Faser nach einer Ebene im wesentlichen parallel zur Lagenfläche oder mehr noch die geometrische Projektion der Kontur der Faser auf einer zur Fläche der Lage parallelen Ebene.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird die zumindest örtliche Vergrößerung der sichtbaren Oberfläche zumindest einiger Bereiche der Fasern durch eine Oberflächenbeschichtung oder eine Appreturaufspritzung hergestellt, die Flocken bildet, wobei die Nonwovenlage kalandriert werden kann, um eine dünne Oberflächenschicht zu bilden, deren sichtbarer Querschnitt zumindest einiger Fasern durch die Flocken vergrößert ist, ggf. kombiniert mit einem Flachdrücken und Verschweißungen zwischen den Fasern. Es wird auf diese Weise eine durchlässige Schicht gebildet, die den Druck aufnimmt.

Die durchlässige Flockenschicht kann durch einen dünnen, pastösen, leichten und diskontinuierlichen Auftrag, der auf die Oberfläche aufgerakelt wird, oder durch Aufspritzen eines ausreichend dicken Produktes für ein Absetzen unter Flockenbildung auf den Fasern der Oberfläche der Nonwovenlage gebildet werden, was die Durchlässigkeit der porösen Oberfläche nur leicht verringert. Diese beiden Oberflächenbehandlungen (als Appreturen bezeichnet), können von Polyurethanen, Melamin-Formaldehyden oder Acrylzusammensetzungen gebildet sein, die nachfolgend unter Wärme polymerisiert werden.

Die Bildwand nach der Erfindung bietet den Vorteil, daß sie eine ausreichende Durchlässigkeit (in der Größenordnung von 10 bis 20 %) für einen Durchgang von ausreichend Luft aufweist, damit die Resultierende der auf die Bildwand und damit auf den die Bildwand haltenden Aufbau ausgeübten Kräfte nicht zu groß wird.

Da die Bildwand von einem reduzierten Luftstrom durchströmt wird, sammeln sich Verschmutzungen nicht in so großer Menge an, wie in einer Bildwand einer Nonwovenlage ohne Flocken auf der Oberfläche. Darüber hinaus bilden die Flocken eine sichtbare Schicht, die das Innere der Nonwovenlage verdeckt, so daß selbst die Schmutzpartikel, die in die Nonwovenlage eingedrungen sind, nicht auf der Oberfläche erscheinen.

Die Masse der Flocken ermöglicht es, eine gute matte Oberfläche für eine Beschriftung oder ein Druckbild zu schaffen, die ein präzises und scharfes Druckbild liefert, das insgesamt die ursprüngliche Bildqualität beibehält, und dies ungeachtet des Winkels, unter dem die Bildwand betrachtet wird. Die Eigenschaften der Bildwand sind ferner durch die Planheit der von der porösen Oberflächenbeschichtung gebildeten Oberfläche gewährleistet, so daß, im Gegensatz zum Stand der Technik, der Druck durch Farbstrahlen nicht auf freien Fasern erfolgt, die in den drei Dimensionen in der Oberflächenschicht der Nonwovenlage ausgerichtet sind.

Im Gegenteil liegen die beflockten Fasern in einer verhältnismäßig ebenen Oberfläche, die die durchlässige Druckbildoberfläche bildet.

Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist die durchlässige Oberflächenschicht von einer Beschichtung oder einer Aufspritzung gebildet, die vorteilhaft kalandriert und/oder unter Wärme polymerisiert werden kann.

Die zumindest örtliche Vergrößerung der sichtbaren Oberfläche einiger Fasern durch einen örtlichen Materialeintrag kann ergänzt werden durch eine örtliche Verformung der Faser.

Die Beschichtung wird in Form einer pastösen Masse aufgetragen, die leicht in die Nonwovenlage eindringt, um sich an den Fasern zu verankern und eine dünne, diskontinuierliche Struktur aus Flocken zu bilden. Die Aufspritzung unter Umhüllung der Fasern der Oberfläche der Appretur unter deren Vergrößerung hat im wesentlichen das gleiche Aussehen und das gleiche Ergebnis.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird der sichtbare Querschnitt der Fasern der Oberflächenschicht bzw. dünnen Schicht dadurch vergrößert, daß die Lage aus Nonwovenfasern zumindest bereichsweise von Fasern mit zwei Bestandteilen gebildet ist, die, verschweißt, gleichzeitig die Verstärkung und die Lichtundurchlässigkeit gewährleisten, d. h. die Vergrößerung der sichtbaren Oberfläche für das Druckbild. Die Fasern mit zwei Bestandteilen haben eine Seele und eine Umhüllung, wobei letztere einen Erweichungspunkt besitzt, der niedriger ist als derjenige der Seele.

Die Lage wird mit entsprechender Temperatur erhitzt, um Verschweißungen an der Verbindung der Fasern zu erreichen, wodurch eine fest dreidimensionale Struktur entsteht. Eine derartige Nonwovenlage kann ebenfalls unter Wärme kalandriert werden, um eine dünne Oberflächenschicht zu bilden, deren sichtbarer Querschnitt zumindest einiger Fasern durch Flachdrücken in Kombination mit den Verschweißungen zwischen den Fasern vergrößert ist, mit der Folge, daß die Fasern ausgeglichen und die Umhüllungen der Faserseelen vergrößert werden. Durch diesen Vorgang bleibt die notwendige Durchlässigkeit der Gesamtheit der Bildwand gewahrt.

Im Falle von Bildwänden mit großen Abmessungen oder für eine langzeitige Verwendung außen oder unter starken Windeinflüssen ist es vorteilhaft, in die Nonwovenlage ein flexibles textiles Verstärkungselement einzubauen. Dieses Element kann auch an der hinteren Oberfläche der Nonwovenlage fixiert werden.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann das flexible Verstärkungselement von einem flexiblen und widerstandsfähigen Gitter eines Gewebes mit großen Maschen, offen und widerstandsfähig, oder von einem textilen Maschenstoff mit Maschenblockierung, seinerseits widerstandsfähig, oder von Heftungsreihen gebildet sein.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das flexible Widerstandselement in der Struktur der Nonwovenlage selbst ausgebildet unter Ausnutzung der unterschiedlichen Festigkeiten der Fasern aus Kunststoffen sowie ihrer unterschiedlichen Schmelzwerte. Es können auch Fasern aus Kunststoffmaterial mit zwei Bestandteilen verwendet werden, von denen der Innenteil bzw. die Seele einen Schmelzpunkt aufweist, der deutlich höher ist als derjenige ihrer Umfangsumhüllung. Derartige Fasern mit zwei Bestandteilen, zweckentsprechend ausgewählt in zufallsorientierter Ausrichtung unter Bildung einer Nonwovenlage können miteinander an ihren Kontaktpunkten verschweißt werden, nachdem das gesamte Gebilde der Erweichungstemperatur der Umhüllung ausgesetzt worden ist. Die Fasern, deren Seelen durch diese Temperatur nicht verändert werden, sind nach Abkühlung durch das verfestigte Material der Umhüllungen verschweißt und bilden somit eine Art Vermaschung oder ein Gerüst, das in den drei Dimensionen der Nonwovenlage widerstandsfähig bzw. fest ist. Es kann auch eine Nonwovenlage allein aus Fasern mit zwei Bestandteilen hergestellt werden. Man kann sie ferner mit anderen Fasern mischen, deren Zusammensetzung keine Verschweißung mit dem Umhüllungsmaterial der Fasern mit zwei Bestandteilen ermöglicht. Durch die Dosierung und die Wahl dieser unterschiedlichen Fasern, ihrer Länge und ihrer Durchmesser kann eine ausreichend widerstandsfähige, lichtundurchlässige und luftdurchlässige Nonwovenlage gebildet werden.

Nach der Erfindung hat die von der Nonwovenlage und ihrer mit dem Druckbild versehenen durchlässigen Oberflächenschicht gebildete Einheit eine Gesamtluftdurchlässigkeit in der Größenordnung von 10 bis 20 %.

Obgleich die Bildwand nach der Erfindung im allgemeinen einfach durch Reflektion des Lichtes auf ihrer vorderen Oberfläche sichtbar ist, ist es auch möglich, durchscheinende Bildwände zu schaffen, die von der Rückseite erhellt werden, und zwar insbesondere zur Ausbildung von Lichtschirmen bzw. solchen Bildwänden. In diesem Fall ist es vorteilhaft, die Bildwand von einer Nonwovenlage zu bilden, die mit einer durchlässigen Beschichtung auf ihren beiden Oberflächen und ggf. mit einem flexiblen und widerstandsfähigen Element in ihrer mittleren Ebene versehen ist. Die beiden Oberflächen einer solchen Bildwand können mit einem ebenen symmetrischen Druckbild auf den beiden Oberflächen gleichzeitig in einer Doppelflächen-Farbstrahldruckmaschine versehen werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachstehenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, in der u. a. mehrere Ausführungsbeispiele des Gegenstands der Erfindung schematisch veranschaulicht sind. In der Zeichnung zeigen:

1 bis 3 schematische Schnittdarstellungen einer bekannten Bildwand in drei verschiedenen Vergrößerungen,

4 bis 6 Schnittdarstellungen einer Bildwand nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung in drei verschiedenen Vergrößerungen,

7 eine weitere Ausführungsform einer Bildwand nach der Erfindung mit einer widerstandsfähigen flexiblen Abstützung, die von einem Innengitter gebildet ist,

8 eine weitere Ausführungsform einer Bildwand mit einem Verstärkungsgitter an der Rückseite,

9 eine weitere Ausführungsform einer Bildwand mit einer Innenverstärkung, die von einem dreidimensionalen Netz zweibestandteiliger Fasern mit einem ersten Verfahren einer Oberflächenbehandlung gebildet ist, und

10 die Ausführung einer Bildwand mit einer Innenverstärkung, die von einem dreidimensionalen Netz von Fasern mit zwei Bestandteilen mit einem zweiten Verfahren einer Oberflächenbehandlung gebildet ist.

Gemäß den 1 bis 3 ist eine bekannte Bildwand, die schematisch im Schnitt mit drei unterschiedlichen Vergrößerungsmaßstäben (×20, ×80, ×350) dargestellt ist, von einer Nonwovenlage 1 gebildet, in der, ausgehend von der Oberfläche 2, ein Druck nach dem Farbstrahlspritzverfahren hergestellt worden ist. Dieser Spritzvorgang führt zu Tröpfchen 3, die mit den Fasern 4 verankert sind, ohne jedoch aufgrund der Farbfluidität zwischen den Fasern einen Schleier zu bilden.

Wie ersichtlich ist, erstreckt sich das von den Tröpfchen 3 auf den Fasern 4 gebildete Druckbild über eine gewissen Tiefe P, die in bezug auf die Gesamtdicke E der Nonwovenlage 1 erheblich ist.

Die Druckrichtung ist durch den Pfeil C angegeben. Diese Richtung des oder der Farbstrahlen verläuft im allgemeinen senkrecht zur Oberfläche der Nonwovenlage. Sie kann allerdings auch unter einem anderen Winkel verlaufen. Aufgrund dieser Ausrichtung der Farbstrahlen und der Eindringung der Tröpfchen erscheinen jedoch einige Druckfarbtröpfchen bei Betrachtung in einer von der Druckrichtung C unterschiedlichen Richtung D nicht mehr, weil sie von den Fasern verborgen werden. Außerdem werden infolge ihrer Ablenkung im Inneren der Faserschicht einige Farbtröpfchen von außen unsichtbar ungeachtet der Richtung D', in der die sichtbare Oberfläche der Lage betrachtet wird.

Die Schärfe des Druckbildes wird ferner verschlechtert, wenn man es in einer von der Druckrichtung abweichenden Richtung betrachtet. Dieses zeigt sich um so deutlicher, wenn die "vordere" Oberfläche der Lage (wie im übrigen auch deren "hintere" Oberfläche) nicht glatt ist, sondern Fasern in Zufallsorientierung in allen Richtungen in bezug auf die Fläche stehen läßt, die theoretisch durch die Ebene der Lage gebildet ist.

Die 4 bis 6 zeigen schematisch drei Schnitte in drei verschiedenen Vergrößerungsmaßstäben (×20, ×80, ×350) einer Bildwand gemäß einem ersten Verfahren einer Oberflächenbehandlung nach der Erfindung.

Die Bildwand 10 ist von einer Nonwovenlage 11 gebildet, deren vordere Oberfläche 12 in einer dünnen Dicke mit einer durchlässigen Schicht 13 zur Aufnahme des Druckbildes versehen ist. Die durchlässige Oberflächenschicht 13 ist von einer pastösen Oberflächenbeschichtung oder einer Flüssigappreturspritzung gebildet, die in die Fasern 110 in der Oberfläche der Nonwovenlage 11 eindringt.

Die durchlässige Oberflächenschicht 13 ist von mit einigen Fasern 110 verankerten Flocken 131 gebildet, wie es die Vergrößerungen der 5 und 6 zeigen, wobei zwischen den Flocken Zwischenräume belassen sind. Die Flocken 131 sind praktisch in der Oberfläche verteilt. Sie gewährleisten eine gewisse Planheit der Oberfläche, indem sie die Nonwovenfasern flachgelegt in der Oberfläche nach dem Kalandrieren festlegen.

Die bei der Beschichtung oder Spritzung verbleibenden Zwischenräume zwischen den Flocken gewährleisten die Durchlässigkeit der Schicht.

Die Durchlässigkeit der von der Nonwovenlage und der durchlässigen Oberflächenflockenschicht gebildeten Bildwand liegt in der Größenordnung von 10 bis 20 % im Sinne der Durchlässigkeit von Luft einer Bildwand gemäß der oben angeführten Definition.

Nach der Herstellung des Trägers wird das Dekor bzw. Druckbild durch Farbstrahlen gedruckt. Die Farbtröpfchen 14 verankern sich auf den Flocken 131 der Oberflächenschicht 13 entweder an der Oberfläche, oder sie dringen leicht in die Zwsichenräume ein. Da jedoch die Dicke e der Schicht 13 sehr gering ist, können die Tröpfchen 14 nicht tief eindringen und laufen insbesondere nicht Gefahr, zufälligen Wegen zu folgen. Bei diesen Bedingungen bleibt die Schärfe des Bildes die gleiche, gleichgültig in welcher Richtung (D) die Oberfläche 12 der Oberflächenschicht 13 betrachtet wird. Selbst wenn die Farbtröpfchen auf einer gewissen Tiefe in die Oberflächenschicht 13 eindringen, ergeben die Tröpfchen, die sich zur Ausbildung zusammengesetzter Farben kombinieren müssen, präzise die gewünschten Farben.

Die 7 zeigt schematisch den Schnitt einer Bildwand 20 nach der Erfindung mit dem Vergrößerungsfaktor ×20, wobei der Nonwovenbereich 21 mit einem Verstärkungsgitter 25 versehen ist. Das Gitter 25 ist von Fäden oder Litzen 251 und 252 in zwei orthogonalen Richtungen gebildet. Das insoweit flexible Gitter 25 ist in die Nonwovenlage 21 integriert. Die anderen Elemente der Bildwand sind die gleichen wie bei der ersten Ausführungsform. Die vordere Oberfläche 22 der Nonwovenlage 21 ist mit einer durchlässigen Oberflächenschicht 23 versehen, die von einer Flocken 231 ergebenden Beschichtung oder Spritzung gebildet ist. Diese Einheit enthält ein Druckbild, das von an den Flocken 231 verankerten Farbtröpfchen gebildet ist.

Die 8 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Bildwand 30, die von einer Nonwovenlage 31 gebildet ist, deren vordere Oberfläche mit einer durchlässigen Oberflächenschicht 33 versehen ist, die von Flocken 331 gebildet ist, welche örtlich die sichtbare Oberfläche der Fasern erhöhen, um in einer geringen Dicke die die Farbtröpfchen des Druckbildes aufnehmende durchlässige Schicht zu erzeugen. Diese geringe Dicke der Lage (vordere Oberfläche) kann kalandriert werden. Die hintere Oberfläche der Lage ist mit einem Verstärkungsgitter 35 versehen, das von flexiblen Fasern gebildet und an der hinteren Oberfläche angebracht und festgelegt ist, ohne in die Masse integriert zu sein.

Die 9 zeigt schematisch den Schnitt einer Bildwand 40 nach der Erfindung mit dem Vergrößerungsfaktor ×80. Hierbei ist die Nonwovenlage 41 von Füllungsfasern 410 mit einem einzigen Bestandteil gebildet, die zu einer widerstandsfähigen Struktur in den drei Raumdimensionen mit Fasern mit zwei Bestandteilen 420 gemischt sind. Die widerstandsfähigen Seelen der Fasern sind an ihren Kontaktpunkten 441 durch das Material 442 ihrer Hülle verschweißt, deren Schmelzpunkt geringer ist, als derjenige der Seelen und der Füllungsfasern. Die anderen Elemente der Bildwand 40 sind die gleichen wie bei den anderen Ausführungsformen. Die vordere Oberfläche 42 der Nonwovenlage 40 ist mit einer dünnen durchlässigen Schicht versehen, die von einer die Flocken 431 ergebenden Beschichtung oder Spritzung gebildet ist. Das Druckbild ist von Farbtröpfchen 14 gebildet, die auf den oberen Bereich der Flocken 431 aufgespritzt sind.

Die 9 veranschaulicht ferner ein Beispiel einer Bildwand, deren Nonwovenlage 41 allein von Fasern 420 mit zwei Bestandteilen gebildet ist, die aus einer Seele 440 und einer Hülle 442 aus verschiedenen Kunststoffmaterialien zumindest hinsichtlich ihres Schmelzpunktes bestehen, wobei derjenige der Hülle niedriger ist als derjenige der Seele.

In der dünnen Oberflächenschicht sind die Fasern an ihren Kontaktpunkten 441 durch das ihre Hülle bildende Material 442 verschweißt, dessen Schmelzpunkt niedriger ist als dasjenige der Seelen. Die Behandlung der Oberfläche der Lage kann unter Wärme, durch Bestrahlung, Bespülung mit Warmluft oder durch Kalandrieren erfolgen.

Die Oberflächenbehandlung beinhaltet nicht nur die Verschweißung einer Anzahl der Fasern an der Oberfläche mit den bereits beschriebenen mechanischen Vorteilen, sondern erzeugt auch eine gewisse Gleichmachung der Fasern an bestimmten Stellen, d. h. eine örtliche Ausbreitung ihrer sichtbaren Oberfläche, die die dünne, das Druckbild aufnehmende Schicht erbringt, ohne praktisch die Durchlässigkeit der Lage zu verringern.

Die 10 zeigt schematisch den Schnitt einer Bildwand 40 nach der Erfindung mit dem Vergrößerungsfaktor ×80. Wie im Falle der 9 ist die Nonwovenlage von Füllfasern 410 mit einem einzigen Bestandteil gebildet, zu einer in den drei Raumdimensionen widerstandsfähigen Struktur vermischt mit Fasern mit zwei Bestandteilen 420. Die festen bzw. widerstandsfähigen Seelen 440 der Fasern sind an ihren Kontaktpunkten 441 durch das Material 442 ihrer Hülle verschweißt, dessen Schweißpunkt niedriger ist als derjenige der Seelen und der Füllfasern. Diese oberflächige Behandlung erhält man durch Warmkalandrieren, was die sichtbare Oberfläche zumindest einiger Fasern vergrößert, d. h. ihre Oberflächen zur Aufnahme und Fixierung der Farbstrahldruckbilder, indem die erweichten Fasern durch die Auswirkung der Wärme in ihre Einbettung leicht flachgedrückt werden. Die Fasern können ferner im Schmelzpunkt in ihrer Dicke variabel sein, d. h. einen niedrigen Schmelzpunkt nach außen und eine progressive oder diskontinuierliche Erhöhung der Schmelztemperatur (Schmelzpunkt) zur Mitte des Faserquerschnittes aufweisen.

Die verbreiterten Oberflächen 542 schaffen Flächen zur Aufnahme von Druckbildern wie die Flocken 131 nach den 4 bis 6. Die Annäherung der Oberflächenfasern durch Kalandrieren erbringt ferner eine Erhöhung der Oberflächen zur Farbaufnahme, dieses immer unter Beibehaltung einer Luftdurchlässigkeit von 10 bis 20 %.

Schließlich ist eine weitere Ausführungsform einer Bildwand, die transparent erscheint, eine Bildwand mit doppelter Oberfläche wie diejenige der 4, 7 oder 9, die jedoch ebenfalls eine flexible und durchlässige Beschichtung von Flocken auf ihrer hinteren Oberfläche erhält.

Es kann ferner eine Bildwand mit doppelter Oberfläche wie diejenige nach 10 gebildet werden, jedoch ebenfalls mit Warmkalandrierung auf ihren beiden Oberflächen, um ebenfalls nur ein einziges Bild wie im vorherigen Fall zu ergeben.

Für die Herstellung eines Druckbildes auf den beiden Oberflächen eines solchen Trägers kann das Druckbild, das durch Transparenz sichtbar werden soll, in symmetrischer Form auf den beiden Oberflächen hergestellt werden, um nur ein einziges Bild zu ergeben, wenn die durch Transparenz durch eine gegen die andere Oberfläche gerichtete Lichtquelle erhellte Oberfläche betrachtet wird.

Eine derartige symmetrische Bildwand, in bezug auf die Mittelebene des Trägers, ist sehr einfach durch Farbstrahlbedruckung herzustellen, da es genügt, einfach eine der Polaritäten der Drucksignale umzukehren. Dank der Erfindung sind dabei sehr viel genauere Leuchtbilder erhältlich.

Die Durchlässigkeit der Bildwand, reduziert auf das notwendige Maß zur Ermöglichung eines Winddurchgangs unter den von bestimmten Vorschriften definierten Bedingungen, bietet den Vorteil, geringer zu sein als diejenige einer Nonwovenlage, die nicht behandelt ist, und somit weniger Verschmutzungen aufzufangen. Die Bildwand nach der Erfindung absorbiert auch weniger Feuchtigkeit, da diese größtenteils die Tendenz hat, entlang der Oberfläche abzurieseln, die mit der glatten durchlässigen Schicht versehen ist. Die Schärfe der Druckbilder ist beträchtlich verbessert unter Ausschaltung aller Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Parallaxe, mit dem Verfließen von Farbtröpfchen in den Tiefen der Nonwovenlage, wobei ferner die Qualität des Druckbildes ungeachtet des Winkels, unter dem die Oberfläche der Lage betrachtet wird, gewahrt bleibt.