Title:
Printing on non-absorbent substrates especially by drop-on-demand technologies uses a dye take-up layer capable of crosslinking with the ink so as to allow subsequent application of a cover layer
Kind Code:
A1


Abstract:
A dye take-up layer used in (especially drop-on-demand) printing of inks on non-absorbent substrates such as plastics, plastics-coated materials, films, synthetic textiles or silk is of a formulation undergoing chemical crosslinking with the ink.



Inventors:
MUELLER WERNER (DE)
SCHEFFER MATTHIAS (DE)
SCHMITT FRANZ ULRICH (DE)
MECKE NORBERT (DE)
MUELLER TORSTEN (DE)
Application Number:
DE10204143A
Publication Date:
07/31/2003
Filing Date:
01/29/2002
Assignee:
LASER CARE GMBH
International Classes:
Domestic Patent References:
DE10047157A1N/A2001-07-05
DE19753831A1N/A
DE69504384T2N/A



Claims:
1. Verfahren zur Bedruckung von im wesentlichen nicht saugender Substratfl�chen wie Kunststoffe, kunststoffbeschichtete Materialien, Folien, textile Fl�chengebilde aus Kunststoff, Seide, gestrichene wenig saugende Papiersubstrate oder dgl. mit wasserbasierenden, insbesondere pigmentierten, Tinten, wobei auf der Substratoberfl�che eine Farbaufnahmeschicht erzeugt wird, auf die die Tinte, insbesondere mittels Drop-on-demand- Technologien, aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Formulierungen der Farbaufnahmeschicht und der Tinte derart aufeinander abgestimmt werden, dass es zu einer chemischen Vernetzung der Farbaufnahmeschicht mit der Tinte kommt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Substratoberfl�che vor der Aufbringung der Farbaufnahmeschicht zur Verbesserung der Benetzbarkeit und der Haftung der nachfolgenden Schichten vorbehandelt wird, vorzugsweise einer Plasmavorbehandlung unterzogen wird.

3. Verfahren nach einem der Anspr�che 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Substratoberfl�che vor der Aufbringung der Farbaufnahmeschicht eine Haftschicht aufgebracht wird.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass f�r die Herstellung der Haftschicht mindestens ein, vorzugsweise mehrere Polymere und/oder Pr�polymere, insbesondere ausgew�hlt aus der Gruppe von Polyacrylate, Melaminharze, Polyurethane, Polyester, Polyvinyharze, Harnstoffe, Epoxidharze, Siliconharze, verwendet werden.

5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass f�r die Herstellung der Haftschicht w�ssrige, aliphatische Polyurethandispersionen verwendet werden.

6. Verfahren nach einem der Anspr�che 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftschicht derart aufgebracht wird, dass sich nach dem Trocknen eine Schichtdicke von 0,5 bis 5 �m, insbesondere 1 bis 3 �m, ergibt.

7. Verfahren nach einem der Anspr�che 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknung der Haftschicht durch herk�mmliche Methoden, insbesondere Infrarottrocknung, vorzugsweise bei einer Temperatur von 40 bis 100�C, besonders bevorzugt von 60 bis 80�C, erfolgt.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr�che, insbesondere nach einem der Anspr�che 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten der Farbaufnahmeschicht und die Komponenten des Substrates bzw. der Haftschicht derart aufeinander abgestimmt werden, dass sie untereinander, mindestens teilweise, chemische Bindungen, insbesondere koordinative Bindungen, ausbilden.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbaufnahmeschicht derart hergestellt wird, dass sie den L�sungsmittelanteil, insbesondere das Wasser der verwendeten Tinte aufnimmt.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine, vorzugsweise mehrere, der folgenden Komponenten f�r die Zusammensetzung der Farbaufnahmeschicht verwendet werden: vernetzungsf�hige wasserbasierende Polymerdispersionen, Hybridsysteme, aliphatische PUR-Systeme, Vinylacetat, Ethlen Copolymere, kationische vernetzungsf�hige Polymere, insbesondere Poly-(diallyl)-(dimethylammonium)-chlorid, Polyacrylate, Vinylamin- und Vinylpyridinpolymere, kationische Metalioxid-Slurry, vorzugsweise auf Basis SiO2/Al2O3.

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbaufnahmeschicht derart aufgebracht wird, dass sich nach dem Trocknen eine Schichtdicke von mindestens 3 �m, insbesondere mindestens 5 �m, ergibt.

12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbaufnahmeschicht nach dem Auftragen auf das Substrat bzw. auf die Haftschicht mindestens 2 Minuten, vorzugsweise mindestens 10 Minuten, bei einer Temperatur von 40 bis 100�C, vorzugsweise von 60 bis 80�C, getrocknet wird.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbaufnahmeschicht nach dem Auftragen auf das Substrat bzw. die Haftschicht durch Infrarotbestrahlung getrocknet wird.

14. Verfahren nach einem der Anspr�che 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbaufnahmeschicht nach dem Auftragen auf das Substrat bzw. die Haftschicht mittels Umluft getrocknet wird.

15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine, vorzugsweise mehrere, der folgenden Komponenten f�r die Zusammensetzung der Tinte (Druckschicht) verwendet werden: wasserbasierende Polymerdispersionen, vorzugsweise aliphatische PUR-dispersionen, Polyacryldispersion und Kombination, insbesondere wasserverd�nnbarer, Melaminharze mit Polyacryldispersionen; Polyvinylalkohol; Farbmittel auf Basis w�ssriger Pigmentdispersionen; organische L�sungsmittel, insbesondere Polyole, Glycolether und Alkohole.

16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Tinte Farbmittel auf Basis w�ssriger Pigmentdispersionen mit definierter Pigmentteilchenverteilung enth�lt.

17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmentteilchen eine Gr��e von 0,5 bis 10 �m, insbesondere 1 bis 5 �m aufweisen.

18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, dass die Tinte nach dem Auftragen 1 bis 20 Minuten, vorzugsweise 5 bis 10 Minuten, bei einer Temperatur von 30 bis 100�C, vorzugsweise 50 bis 80�C, besonders bevorzugt 60�C, w�rmebehandelt wird.

19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, dass der Vernetzungs- und Trocknungsprozess zwischen Tinte und Farbaufnahmeschicht je nach Wahl der Formulierungskomponenten durch Anwendung von IR-, NIR- und/oder UV-Strahlung im Inline- Verfahren unterst�tzt und beschleunigt bzw. kontinuierlich gestaltet werden kann.

20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Auftragen der Tinte auf die Farbaufnahmeschicht eine Deckschicht auf die bedruckte Farbaufnahmeschicht aufgetragen wird.

21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten der Deckschicht mit den Komponenten der Farbaufnahmeschicht bzw. der Druckschicht derart aufeinander abgestimmt sind, dass sie, mindestens teilweise, chemische, insbesondere kovalente, Bindungen untereinander ausbilden.

22. Verfahren nach einem der Anspr�che 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass f�r die Herstellung der Deckschicht vernetzungsf�hige Polymerdispersionen, insbesondere Polyacrylatdispersion, PUR-dispersion, vorzugsweise mit vernetzungsf�higen Isocyanatgruppen, verwendet werden.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bedruckung von im wesentlichen nicht saugenden Substratfl�chen wie Kunststoffe, kunststoffbeschichtete Materialien, Folien, textile Fl�chengebilde aus Kunstfasern, Seide, gestrichene wenig saugende Papiersubstrate oder dgl. mit wasserbasierenden, insbes. pigmentierten Tinten, wobei auf der Substratoberfl�che eine Farbaufnahmeschicht erzeugt wird, auf die die Tinte, insbes. mittels Drop-on-demand-Technologien, aufgebraucht wird.

Die moderne Druckertechnik erlaubt eine Bildwiedergabe mit einer Aufl�sung, die der Aufl�sung bei der Bildwiedergabe mit der herk�mmlichen Silberhalogenidfotografie entspricht, unter Verwendung verschiedenster Drucksubstrate, wie Papiertr�ger oder transparenten Folien. Die Qualit�t der Bilder, insbes. die Aufl�sung, h�ngt sowohl von den M�glichkeiten des eingesetzten Druckers als auch entscheidend von den Eigenschaften des Aufzeichnungsmaterials ab. Das Aufzeichnungsmaterial bestimmt ferner die weitere Handhabung und die Anwendungsm�glichkeiten der fertigen Bilder. Es wird insbes. angestrebt, dass die Tinte derart stark auf dem Aufzeichnungsmaterial fixiert wird, dass eine Ver�nderung des erzeugten Bildes auch bei Aufbringung einer sch�tzenden Deckschicht vermieden wird. Zudem wird angestrebt, dass das Aufzeichnungsmaterial den folgenden Anforderungen gen�gt:

  • - Gute Tintenaufnahme zur Erzielung hoher Farbdichten;
  • - Geringe Diffusion der Tinte im Aufzeichnungsmaterial, um eine hohe Konturensch�rfe und ein gutes Aufl�sungsverm�gen zu erzielen;
  • - Schnelle Trocknung und gute Wischfestigkeit nach dem Tintenauftrag;
  • - Geringe Klebrigkeit, selbst bei hohen Luftfeuchten;
  • - Geringe Wasserempfindlichkeit und somit Eignung f�r Anwendungen im Au�enbereich.

Um diese Anforderungen zu erf�llen, sind aus dem Stand der Technik verschiedene, meist zwei- oder mehrschichtige Aufzeichnungsmaterialien bekannt. Meist wird auf ein Substrat eine Farbaufnahmeschicht aufgebracht, auf welche dann wiederum die Drucktinte aufgebracht wird. So beschreibt DE 197 15 187 C2 ein Aufzeichnungsmaterial, das eine Farbempfangsschicht aufweist und die Farbempfangsschicht neben einem wasserl�slichen Polymeren ein Vernetzungsprodukt eines epoxidvernetzbaren, carbons�urehaltigen kationschen Mischploymerisats mit einem epoxidfunktionellen Metalloxid enth�lt.

Ein Hauptproblem solcher, aus dem Stand der Technik bekannten Aufzeichnungsmaterialen sowie der entsprechenden Verfahren zur Bedruckung nichtsaugender Substratfl�chen besteht darin, dass es nach Erzeugung des Bildes auf dem Aufzeichnungsmaterial zu einer Ver�nderung des erzeugten Bildes, insbes. bei Aufbringung einer sch�tzenden Deckschicht, kommt.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Verf�gung zu stellen, welches die Nachteile des Standes der Technik, insbes. eine Ver�nderung des erzeugten Bildes bei Aufbringen einer sch�tzenden Deckschicht, vermeidet.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gel�st, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die Formulierungen der Farbaufnahmeschicht und der Tinte derart aufeinander abgestimmt werden, dass es zu einer chemischen Vernetzung der Farbaufnahmeschicht mit der Tinte kommt.

Der Vernetzungsproze� kann je nach Wahl der chemischen Komponenten durch Anwendung von IR-, NIR- und/oder UV-Strahlung inline im Druckprozess unterst�tzt bzw. beschleunigt werden.

Bei den bisherigen Verfahren zur Bedruckung nichtsaugender Substratfl�chen kommt es lediglich zu einer mechanischen Verbindung zwischen Farbaufnahmeschicht und Tinte. Eine rein mechanische Fixierung der Tinte an der Farbaufnahmeschicht hat jedoch zu Folge, dass die Haftung der Tinte an der Farbaufnahmeschicht oft unzureichend ist und es insbes. beim Aufbringen einer sch�tzenden Deckschicht zu Ver�nderungen des erzeugten Bildes kommen kann.

Vorzugsweise wird die Substratoberfl�che vor der Aufbringung der Farbaufnahmeschicht zur Verbesserung der Benetzbarkeit und der Haftung der nachfolgenden Schichten vorbehandelt, insbes. einer Plasmavorbehandlung unterzogen. Beispielsweise kann hierzu das Plasmatreat-Verfahren der Fa. AGRODYN Hochspannungstechnik GmbH angewandt werden.

Besonders bevorzugt ist es, dass auf die Substratoberfl�che vor der Aufbringung der Farbaufnahmeschicht eine Haftschicht aufgebracht wird. Die Zusammensetzung der Haftschicht wird in erster Linie vom Substrat bestimmt. F�r die Herstellung der Haftschicht werden insbes. mindestens ein, vorzugsweise mehrere Polymere und/oder Pr�polymere, insbes. ausgew�hlt aus der Gruppe von Polyacrylate, Melaminharze, Polyurethane, Polyester, Polyvinyharze, Harnstoffe, Epoxidharze, Siliconharze verwendet. Besonders bevorzugt werden f�r die Herstellung der Haftschicht w�ssrige, aliphatische Polyurethandispersionen verwendet.

Mit Vorteil wird die Haftschicht derart aufgebracht, dass sich nach dem Trocknen eine Schichtdicke von 0,5-5 �m, insbes. 1-3 �m, ergibt. Das Aufbringen der Haftschicht kann nach bekannten Auftragungstechnologien wie Rakeln, Walzen, Luftb�rsten usw. erfolgen. Der Auftrag mittels Ink-Jet-Technologie ist mittels Piezo-Technologie (Oberfl�chenspannung: ca. 39 mN/m, Viscosit�t: < 15 mPa/sec, pH-Wert: ca. 4-5) als Tintenparameter m�glich. Die Trocknung der Haftschicht kann durch herk�mmliche Methoden, insbes. Infrarottrocknung, vorzugsweise bei einer Temperatur von 40-100�C, besonders bevorzugt von 60-80�C, erfolgen.

Durch das Aufbringen einer derartigen Haftschicht kann beispielsweise eine einheitlich strukturierte Substratoberfl�che f�r die nachfolgende Fixierschicht (Farbaufnahmeschicht) geschaffen werden. Zudem kann die schwankende Vernetzungsdichte der Kunststoffoberfl�che ausgeglichen werden. Besonders vorteilhaft ist es auch, dass durch die genannte Haftschicht ein erleichterter Aufbau chemischer, insbes. kovalenter, Bindungen zur vorbehandelten Substratfl�che erm�glicht wird.

F�r Substratoberfl�chen, die eine weitgehend gleiche Vernetzungsdichte aufweisen, wie ABS und andere, kann auf die Haftschicht verzichtet werden.

Die Hauptaufgabe der Farbaufnahmeschicht ist es, die Tinte m�glichst fest zu fixieren, um eine Ver�nderung des erzeugten Bildes zu vermeiden. Dies wird, wie bereits oben beschrieben, dadurch erreicht, dass die Formulierungen der Farbaufnahmeschicht und der Tinte derart aufeinander abgestimmt werden, dass es zu einer chemischen Vernetzung der Farbaufnahmeschicht mit der Tinte kommt. Um auch eine gute Haftung der Farbaufnahmeschicht zum Substrat bzw. zur auf dem Substrat aufgebrachten Haftschicht zu erreichen, werden die Komponenten der Farbaufnahmeschicht und die Komponenten des Substrates bzw. der Haftschicht vorzugsweise derart aufeinander abgestimmt, dass sie untereinander, mindestens teilweise, chemische, insbes. koordinative, Bindungen ausbilden. Auch ist es bevorzugt, dass die Farbaufnahmeschicht derart hergestellt wird, dass sie den L�sungsmittelanteil, insbes. das Wasser der verwendeten Tinte, aufnimmt. Vorzugweise werden f�r die Zusammensetzung der Farbaufnahmeschicht mindestens eine, vorzugsweise mehrere, der folgenden Komponenten verwendet:

Vernetzungsf�hige, wasserbasierende Polymerdispersionen, Hybridsysteme, aliphatische PUR-Systeme, Vinylacetat, Ethylen Copolymere, kationsche vernetzungsf�hige Polymere, insbes. Poly-(diallyl)- (dimethylammonium)-chlorid, Polyacrylate, Vinylamin- und Vinylpyridinpolymere, kationsche Metalloxid-Slurry, vorzugsweise auf Basis SiO2/Al2O3. Mit Vorteil wird die Farbaufnahmeschicht derart aufgebracht, dass sich nach dem Trocknen eine Schichtdicke von mindestens 3 bis 5 �m, insbes. mindestens 5 �m, ergibt. Es ist bevorzugt, dass die Farbaufnahmeschicht nach dem Auftragen auf das Substrat bzw. auf die Haftschicht mindestens 2 bis 10 Minuten, vorzugsweise mindestens 10 Minuten bei einer Temperatur von 40-100�C, vorzugsweise von 60-80�C, getrocknet, wird. Die Farbaufnahmeschicht kann nach dem Auftragen auf das Substrat bzw. die Haftschicht durch Infrarotbestrahlung getrocknet werden. Eine andere M�glichkeit ist es, dass die Farbaufnahmeschicht nach dem Auftragen auf das Substrat bzw. die Haftschicht mittels Umluft getrocknet wird. Der Auftrag kann konventionell durch Gie�en, Rakeln, Walzen usw. erfolgen.

Die erreichbare Aufl�sung mit der digitalen Drucktechnik wird durch eine Wechselwirkung der Druckertinte mit Komponenten der Fixierschicht (Farbaufnahmeschicht) erreicht. Dabei kommt es, wie bereits oben gesagt, zu einer chemischen Vernetzung von Komponenten der Farbaufnahmeschicht und Komponenten der Tinte. Hierbei sind reaktive Polymeranteile als Bestandteil der Tintenformulierung unverzichtbar. F�r einen formulierbaren Arbeitsbereich sind folgende Parameter einzuhalten:

  • - Oberfl�chenspannung 20-50 [mN/m],
  • - Viscosit�t 2-15 [mPa/sec],
  • - pH-Wert ca. 7,5.

Bei einer besonders bevorzugten Verfahrensvariante werden f�r die Zusammensetzung der Tinte mindestens eine, vorzugsweise mehrere, der folgenden Komponenten verwendet: wasserbasierende Polymerdispersionen, vorzugsweise aliphatische PUR-Dispersionen, Polyacryldispersionen und Kombination, insbes. wasserverd�nnbarer, Melaminharze mit Polyacryldispersionen; Polyvinylalkohol; Farbmittel auf Basis w�ssriger Pigmentdispersionen; organische L�sungsmittel, insbes. Polyole, Glycolether und Alkohole. Die verwendeten Polyvinylalkohole dienen als Schutzkolloide zur Verbesserung der Dispersionslabilit�t. Mit Vorteil enth�lt die verwendete Tinte Farbmittel auf Basis w�ssriger Pigmentdispersionen mit definierter Pigmentteilchenverteilung. Vorzugsweise weisen die Pigmentteilchen eine Gr��e von 0,5-10 �m, insbes. 1-5 �m, auf. Bei einer bevorzugten Verfahrensvariante wird die Tinte nach dem Auftragen 1-20, Minuten vorzugsweise 5-10 Minuten, bei einer Temperatur von 30-100�C, vorzugsweise 50-80�C, besonders bevorzugt 60�C, w�rmebehandelt.

Eine Beschleunigung des Vernetzungsprozesses von Tinte und Fixierschicht kann durch Einsatz von IR-, NIR- und/oder UV-Strahlung im Inline-Prozess erreicht werden.

Besonders bevorzugt ist es, dass nach dem Auftragen der Tinte auf die Farbaufnahmeschicht eine Deckschicht auf die bedruckte Farbaufnahmeschicht aufgetragen wird. Durch eine solche Deckschicht k�nnen bestimmte, f�r die jeweiligen Einsatzgebiete der beschichteten Substrate geforderten, Eigenschaften wie H�rte, Glanzgrad, Festigkeit, erzielt werden. Besonders bevorzugt ist es, dass die Komponenten der Deckschicht mit den Komponenten der Farbaufnahmeschicht bzw. der Druckschicht (Tinte) derart aufeinander abgestimmt sind, dass sie, mindestens teilweise, chemische, insbes. kovalente, Bindungen untereinander ausbilden. Dies f�hrt zu einer guten Haftung der Deckschicht auf der Druckschicht bzw. auf den tintenfreien Bereichen der Farbaufnahmeschicht. Vorteilhafterweise werden f�r die Herstellung der Deckschicht vernetzungsf�hige Polymerdispersionen, insbes. Polyacrylatdispersionen, PUR-Dispersionen, vorzugsweise mit vernetzungsf�higen Isocyanatgruppen, verwendet.

Allgemein ist zu sagen, dass zwei wesentliche Bedingungen erf�llt sein sollten, um den digitalen Ink-Jet-Druck f�r die Bedruckung nichtsaugender Substrate mit w�ssrigen Tinten optimal einsetzbar zu machen:

  • - die Schichten sollten mit dem Untergrund als auch untereinander durch chemische, insbes. kovalente, Bindungen ausreichend vernetzen.
  • - mindestens eine der Schichten, insbes. die Farbaufnahmeschicht, sollte durch kationsche Ausr�stung (Polymer/Metalloxid-Slurry) eine Fixierung der Tintentropfen und damit des digitalen Bildes bewirken. Dies erfordert eine Abstimmung der Formulierung der Drucktinten auf die kationsche Fixierschicht.

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausf�hrungsformen in Verbindung mit den Unteranspr�chen. Hierbei k�nnen die jeweiligen Merkmale f�r sich allein oder zu mehreren in Kombination miteinander verwirklicht sein.

Beispiele f�r die Zusammensetzung der einzelnen Schichten 1. Haftschicht Formulierungsbeispiele w�ssrige Polyurethandispersion: 30 GT

Daotan VTW 1210 40 WA NMP

Daotan VTW 1227 40 WA

Daotan VTW 1233 36 WA NMP

w�ssriger vernetzbarer Haftverst�rker: 30 GT

Trapur 202: H�rter AI 9 : 1

Fa. Tramaco

Polyvinylalkohol: 30 GT

Mowiol 2

26-88

28-99

Tensid/Polymertensid: 0,3 GI

Byk 346

Tego-Wol

Wasser

(zur Einstellung verarbeitungstechnischer Parameter (z. B. Viscosit�t)) 2. Farbaufnahmeschicht<br></br>Formulierungsbeispiele<br></br>Grundrezeptur Polyvinylalkohol 2,0 GT Polyvinylacetat/Ethylen-Copolymer 2,5 GT kationisches Polymer 1,0 GT kationische Metalloxyd-Slurry 5,0 GT Tensid 0,3 GT Konservierungsmittel (Microorganismenbefall) 0,2 GT Wasser (zur Einstellung verarbeitungstechnischer Parameter)

Das Verh�ltnis des Gesamtbindemittelanteiles zum Anteil der kationischen Metalloxyd-Slurry sollte im Verh�ltnis 1 : 1-2 stehen/pH-Wert.

Als Polyvinylalkoholkomponente (Wasseraufnahme, Schutzkolloid, Dispersionsstabilit�t) kommen voll- oder teilverseifte Mowiol- Typen unterschiedlichen Molekulargewichtes zum Einsatz.

Die Polyvinylacetat/Ethylen-Copolymer-Dispersin sollte einen pH-Wert < 5 haben.

Rezepturbeispiele<br></br>1. SiO<sub>2</sub>-Slurry Mowiol 26-88 (10%) 20,0 GT Mowilith DM TD4 (55%) 5,0 GT poly. DADMAC (Dodigen 3954) 1,5 GT CAB-O-SPERSE (AK98022 (20%)) 40,0 GT Byk 346 0,3 GT
2. Al<sub>2</sub>O<sub>3</sub>-Slurry Mowiol 3-83 (20%) 10,0 GT Mowiol DM 104 (55%) 5,0 GT poly. DADMAC (Dodigen 3954) 1,5 GT CAB-O-Spers PG003 (40%) 20,0 GT Byk 346

Das Fliessverhalten der Rezepturen kann durch Zugabe von Wasser pH < 5 an das gew�hlte Auftragsverfahren angepasst werden.

3. Tinte (Druckschicht) Formulierungsbeispiel Grundrezeptur 1) w�ssrige Polymerdispersion (pH 7-8) 3,0-5,0 GT (FK) 2) PVAI 0,5-1,0 GT (FK) 3) LSM (Polyol, Glycol�ther) 7,0-50 GT 4) prim. Alkohol 1,0-5,0 GT 5) w�ssrige Tenside, Polymertenside 0,2-0,5 GT 6) w�ssrige Pigmentdispersion 4,0-5,0 GT (FK) 7) H2O (pH 7,5-8,0) z. H.

Durch die qualitative und quantitative Variation der Materialbestandteile 1, 2, 5, 7 sind die druckrelevanten Parameter Oberfl�chenspannung, Viscosit�t variierbar und auf die jeweilige Drucktechnologie anpassbar.

Beispielrezeptur f�r einen ITJ Druckkopf (Fa. Francotyp-Postalia) 1) Mowolith DM 799 8,0 GT Maprenal VMF 3921W/85WA 2,0 GT 2) - 3) 1,2-Propandiol 15,0 GT Diethylenglycol 15,0 GT Glycerin 15,0 GT 2-Pyrrolidon 7,0 GT 4) - 5) Byk 346 0,5 GT 6) Hostafine gelb HR 5,0 GT 7) H2O (ph 7,5-8,0) 32,5 GT Oberfl�chenspannung [mN/m] 27,0 Viscosit�t [mPa/sec] 8,150

Der Druck wird 10-20 Minuten bei 80-100�C w�rmebehandelt (Infrarot).

Beispielrezeptur f�r einen Epson-Druckkopf 1) Doatan VTW 1227 7,0 GT 2) Mowiol 3-83 1,0 GT 3) 1,2-Propandiol 3,0 GT Butyldiglycol 3,0 GT 2-Pyrrolidon 3,0 GT 4) Isopropanol 5,0 GT 5) Byk 346 0,3 GT 6) Hostafine gelb HR 5,0 GT 7) H2O ph 7,5-8,0 76,7 GT Oberfl�chenspannung ~30 AL=L CB=3>Viscosit�t ~2500

Der Druck wird 5-10 Minuten bei 60�C w�rmebehandelt.