Title:
Bereitstellen einer Benachrichtigung an einen Insassen, der einen Fahrzeugsitz nutzt
Kind Code:
A1


Abstract:

Systeme und Verfahren für das Ausgeben einer Benachrichtigung einer bevorstehenden Beschleunigung an einen Insassen eines Fahrzeugs werden hier offenbart. Das Fahrzeug umfasst einen Sitz, der in eine oder mehrere Richtungen bewegbar ist. Das Fahrzeug kann eine Richtung und Größenordnung der Beschleunigung entsprechend einem bevorstehenden Manöver identifizieren. Das Fahrzeug kann auch eine oder mehrere Zustände des Insassen erfassen. Das Fahrzeug kann Steuersignale erzeugen, um den Sitz basierend auf dem Zustand des Insassen und der Richtung und Größenordnung der Beschleunigung für das bevorstehende Manöver zu bewegen. embedded image




Inventors:
Toyoda, Heishiro, Ky. (Erlanger, US)
Lenneman, John K., Ky. (Erlanger, US)
Domeyer, Joshua E., Ky. (Erlanger, US)
Application Number:
DE102018102372A
Publication Date:
08/30/2018
Filing Date:
02/02/2018
Assignee:
Toyota Motor Engineering & Manufacturing North America, Inc. (Tex., Plano, US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
KUHNEN & WACKER Patent- und Rechtsanwaltsbüro PartG mbB, 85354, Freising, DE
Claims:
System zum Bereitstellen einer Benachrichtigung einer bevorstehenden Beschleunigung an einen Insassen eines Fahrzeugs, wobei das System Folgendes aufweist:
einen Prozessor, der mit dem einen oder den mehreren Stellelementen wirkverbunden ist; und
ein Speicher, der mit dem Prozessor wirkverbunden ist, wobei der Speicher Folgendes speichert:
ein Beschleunigungsidentifikationsmodul, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, eine Richtung und Größenordnung der Beschleunigung zu identifizieren, die einem mit dem Fahrzeug assoziierten Manöver entsprechen;
ein Zustandserfassungsmodul, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, einen Zustand des Insassen zu erfassen; und
ein Sitzbetätigungsmodul, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, ein Signal zu erzeugen, das den Sitz (i) in eine Richtung bewegt, die der Richtung der Beschleunigung entspricht (ii) mit einer Beschleunigungsrate, die der Größenordnung der Beschleunigung für das Manöver und dem Zustand des Insassen entspricht.

System nach Anspruch 1, wobei das Zustandserfassungsmodul Anweisungen umfasst, die den Prozessor veranlassen, zumindest teilweise auf dem Zustand des Insassen basierend zu bestimmen, ob der Insasse schläft.

System nach Anspruch 2, wobei das Sitzbetätigungsmodul Anweisungen umfasst, die den Prozessor veranlassen, ein Signal zu erzeugen, das den Sitz ansprechend auf das Schlafen des Insassen bewegt.

System nach Anspruch 2, wobei das Zustandserfassungsmodul ferner Anweisungen umfasst, die den Prozessor veranlassen, ansprechend auf die Bestimmung, dass der Insasse nicht schläft, zu bestimmen, ob der Blick des Insassen in Richtung Straße gerichtet ist.

System nach Anspruch 4, wobei das Sitzbetätigungsmodul Anweisungen umfasst, die den Prozessor veranlassen:
ein erstes Signal zu erzeugen, um den Sitz mit einer ersten Beschleunigungsrate ansprechend auf das Schlafen des Insassen zu bewegen; und
ein zweites Signal zu erzeugen, um den Sitz mit einer zweiten Beschleunigungsrate ansprechend darauf zu bewegen, dass der Blick des Insassen nicht in Richtung Straße gerichtet ist.

System nach Anspruch 5, wobei die erste Beschleunigungsrate für das Manöver höher ist als die zweite Beschleunigungsrate.

System nach Anspruch 1, wobei das Beschleunigungsidentifikationsmodul ferner Anweisungen umfasst, die den Prozessor veranlassen, die Größenordnung der Beschleunigung mit einer Beschleunigungsschwelle zu vergleichen und wobei das Sitzbetätigungsmodul Anweisungen umfasst, welche den Prozessor veranlassen, das Signal zu erzeugen, um den Sitz zu bewegen, wenn die Größenordnung der Beschleunigung größer ist als die Beschleunigungsschwelle.

System nach Anspruch 1, das ferner aufweist:
ein automatisiertes Steuerungsmodul, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, das eine oder die mehreren Steuersignale zu erzeugen, die das Fahrzeug veranlassen, das Manöver auszuführen.

System zum Bereitstellen einer Benachrichtigung einer bevorstehenden Beschleunigung an einen Insassen eines Fahrzeugs, wobei das System Folgendes aufweist:
einen Prozessor; und
einen Speicher, der kommunikationsfähig mit dem Prozessor verbunden ist, wobei der Speicher Folgendes speichert:
ein Beschleunigungsidentifikationsmodul, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, eine Richtung und Größenordnung der Beschleunigung zu identifizieren, welche einem bevorstehenden, mit dem Fahrzeug assoziierten Manöver entsprechen;
ein Zustandserfassungsmodul, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, einen Blick des Insassen zu erfassen; und
ein Sitzbetätigungsmodul, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, wenn bestimmt wird, dass der Blick des Insassen nicht in Richtung Straße gerichtet ist, ein Signal zu erzeugen, um einen Sitz von einer ersten Position (i) in eine der Richtung der Beschleunigung entsprechenden Richtung zu bewegen und (ii) mit einer Beschleunigungsrate, die der Größenordnung der Beschleunigung für das bevorstehende Manöver entspricht.

System nach Anspruch 9, wobei das Beschleunigungsidentifikationsmodul ferner Anweisungen umfasst, die den Prozessor veranlassen, die Größenordnung der Beschleunigung mit einer Beschleunigungsschwelle zu vergleichen und wobei das Sitzbetätigungsmodul Anweisungen umfasst, die den Prozessor veranlassen, das Signal zu erzeugen, um den Sitz zu bewegen, wenn die Größenordnung der Beschleunigung größer ist als die Beschleunigungsschwelle.

System nach Anspruch 10, wobei das Zustandserfassungsmodul ferner Anweisungen umfasst, um zu bestimmen, ob der Insasse schläft.

System nach Anspruch 11, wobei die Beschleunigungsschwelle eine erste Beschleunigungsschwelle ist und wobei das Beschleunigungsidentifikationsmodul ferner Anweisungen umfasst, die den Prozessor veranlassen, ansprechend auf das Schlafen des Insassen die Größenordnung der Beschleunigung mit einer zweiten Beschleunigungsschwelle zu vergleichen, wobei die zweite Beschleunigungsschwelle höher ist als die erste Beschleunigungsschwelle.

System nach Anspruch 9, das ferner aufweist:
ein automatisiertes Steuerungsmodul, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, das eine oder die mehreren Steuersignale zu erzeugen, die das Fahrzeug veranlassen, das bevorstehende Manöver auszuführen.

Verfahren zum Bereitstellen einer Benachrichtigung einer bevorstehenden Beschleunigung an einen Insassen eines Fahrzeugs, wobei das Verfahren Folgendes aufweist:
Identifizieren einer Richtung der Beschleunigung für ein Manöver, welches mit dem Fahrzeug assoziiert wird; und
Erzeugen eines Signals, um einen Sitz aus einer ersten Position in eine Richtung zu bewegen, die der Richtung der Beschleunigung für das Manöver entspricht, bevor das Fahrzeug das Manöver ausführt.

Verfahren gemäß Anspruch 14, ferner aufweisend:
Identifizieren einer Größenordnung der Beschleunigung für das Manöver.

Verfahren gemäß Anspruch 15, ferner aufweisend:
Vergleichen der Größenordnung der Beschleunigung mit einer Beschleunigungsschwelle und wobei ein Erzeugen des Signals, um den Sitz zu bewegen, durchgeführt wird, wenn die Größenordnung der Beschleunigung größer ist als die Beschleunigungsschwelle.

Verfahren gemäß Anspruch 15, ferner aufweisend:
Bestimmen, ob der Insasse schläft, zumindest teilweise basierend auf dem Blick des Insassen.

Das Verfahren nach Anspruch 17, wobei das Erzeugen des Signals zur Bewegung des Sitzes, wenn bestimmt wird, dass der Insasse schläft, das Erzeugen des Signals zur Bewegung des Sitzes von der ersten Position (i) in eine Richtung entsprechend der Richtung der Beschleunigung und (ii) mit einer ersten Beschleunigungsrate, die der Größenordnung der Beschleunigung für das Manöver entspricht, aufweist.

Verfahren nach Anspruch 18, wobei das Erfassen des Blicks des Insassen des Fahrzeugs ein Bestimmen aufweist, ob der Blick des Insassen in Richtung Straße gerichtet ist.

Verfahren nach Anspruch 19, wobei wenn bestimmt wird, dass der Insasse nicht schläft und der Blick des Insassen nicht in Richtung Straße gerichtet ist, das Erzeugen des Signals zur Bewegung des Sitzes das Erzeugen des Signals zur Bewegung des Sitzes aus einer ersten Position (i) in eine Richtung entsprechend der Richtung der Beschleunigung und (ii) mit einer zweiten Beschleunigungsrate, die der Größenordnung der Beschleunigung für das Manöver entspricht aufweist, wobei die zweite Beschleunigung niedriger ist als die erste Beschleunigung.

Description:
Technisches Gebiet

Der hier beschriebene Gegenstand betrifft allgemein das Bereitstellen von Benachrichtigungen und insbesondere das Nutzen einer Bewegung von Fahrzeugsitzen, um Passagieren Benachrichtigungen bereitzustellen.

Hintergrund

Fahrzeuge werden zunehmend automatisiert. Daher ist es möglich, dass Insassen des Fahrzeugs nicht besonders auf die Straße achten. In manchen Fällen können Insassen in der Lage sein, auf andere Dinge zu achten, wie beispielsweise Mobiltelefone, Computer usw. Zudem können Insassen in manchen Fällen in der Lage sein, in einem automatisierten Fahrzeug zu schlafen.

Kurzfassung

Systeme und Verfahren zum Bereitstellen einer Benachrichtigung an einen Insassen, der einen Fahrzeugsitz nutzt, werden hier offenbart. Im Allgemeinen wird ein Sitz gemäß einer bevorstehenden Beschleunigung für das Fahrzeug bewegt. Folglich spürt der Insasse des Sitzes eine Bewegung vor der bevorstehenden Beschleunigung und wird daher über die bevorstehende Beschleunigung benachrichtigt.

Ein Beispiel umfasst ein System zur Bereitstellung einer Benachrichtigung über eine bevorstehende Beschleunigung an einen Insassen eines Fahrzeugs. Das System kann einen Prozessor umfassen. Das System kann auch einen Speicher umfassen, der mit dem Prozessor wirkverbunden ist. Der Speicher kann ein Beschleunigungsidentifikationsmodul speichern, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, eine Richtung und Größe bzw. Größenordnung der Beschleunigung zu identifizieren, welche einem mit dem Fahrzeug assoziiertem Manöver entspricht. Der Speicher kann auch ein Zustandserfassungsmodul speichern, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, einen Zustand des Insassen zu erfassen. Der Speicher kann auch ein Sitzbetätigungsmodul speichern, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, ein Signal zu erzeugen, welches den Sitz (i) in eine Richtung bewegt, die der Richtung der Beschleunigung entspricht und (ii) mit einer Beschleunigungsrate, die der Größenordnung der Beschleunigung für das Manöver und dem Zustand des Insassen entspricht.

Ein weiteres Beispiel umfasst ein System zum Bereitstellen einer Benachrichtigung einer bevorstehenden Beschleunigung an einen Insassen eines Fahrzeugs. Das System kann einen Prozessor umfassen. Das System kann auch einen Speicher umfassen, der mit dem Prozessor wirkverbunden ist. Der Speicher kann ein Beschleunigungsidentifikationsmodul speichern, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, eine Richtung und Größenordnung der Beschleunigung zu identifizieren, die einem bevorstehenden, mit dem Fahrzeug assoziierten Manöver entsprechen. Der Speicher kann auch ein Zustandserfassungsmodul speichern, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, einen Blick des Insassen zu erfassen. Der Speicher kann auch ein Sitzbetätigungsmodul speichern, das Anweisungen umfasst, welche, wenn sie von dem Prozessor ausgeführt werden, den Prozessor veranlassen, wenn bestimmt wird, dass der Blick des Insassen nicht in Richtung Straße gerichtet ist, ein Signal zu erzeugen, um einen Sitz von einer ersten Position (i) in eine der Richtung der Beschleunigung entsprechenden Richtung zu bewegen und (ii) mit einer Beschleunigungsrate, die der Größenordnung der Beschleunigung für das bevorstehende Manöver entspricht.

Ein weiteres Beispiel umfasst ein Verfahren zum Bereitstellen einer Benachrichtigung einer bevorstehenden Beschleunigung an einen Insassen eines Fahrzeugs. Das Verfahren kann das Identifizieren einer Richtung der Beschleunigung für ein Manöver umfassen, welches mit dem Fahrzeug assoziiert wird. Das Verfahren kann auch das Erzeugen eines Signals umfassen, um einen Sitz aus einer ersten Position in eine Richtung zu bewegen, die der Richtung der Beschleunigung für das Manöver entspricht, bevor das Fahrzeug das Manöver ausführt.

Figurenliste

  • 1 ist eine schematische Ansicht eines Fahrzeugs.
  • 2 ist eine Innenansicht des Fahrzeugs aus 1.
  • 3 stellt ein Beispiel für eine Umgebung dar, in der das Fahrzeug aus 1 fahren kann.
  • 4 stellt ein Beispielverfahren für das Bereitstellen einer Benachrichtigung an einen Insassen dar, der einen Fahrzeugsitz nutzt.

Detaillierte Beschreibung

Systeme und Verfahren, die mit dem Ausgeben einer Benachrichtigung einer bevorstehenden Beschleunigung an einen Insassen eines Fahrzeugs assoziiert werden. Da Insassen mit zunehmender Automatisierung von Fahrzeugen wahrscheinlich weniger aufmerksam werden, werden die Insassen plötzliche Veränderungen der Beschleunigung nicht erwarten. Wenn das Fahrzeug ein Manöver ausführt, das zu einer plötzlichen Veränderung der Beschleunigung führt, wird der Insasse möglicherweise erschrecken. Dies kann dazu führen, dass ein Insasse das Vertrauen in sein autonomes Fahrzeug verliert.

Daher umfasst das Fahrzeug in einem Beispiel einen Sitz, der eingerichtet ist, sich in eine oder mehrere Richtungen zu bewegen. Das Fahrzeug kann eine Richtung und Größenordnung der Beschleunigung entsprechend einem bevorstehenden Manöver identifizieren. Das Fahrzeug kann ebenfalls einen Zustand des Insassen erfassen. Das Fahrzeug kann ein Signal/Signale erzeugen, um den Sitz basierend auf dem Zustand des Insassen und die Richtung und Größenordnung der Beschleunigung für das bevorstehende Manöver zu bewegen. Folglich können die Systeme und Verfahren, die hier offenbart sind, einen Insassen auf eine bevorstehende Beschleunigung aufmerksam machen, bevor die Beschleunigung tatsächlich stattfindet. Solche Systeme und Verfahren können auch das Vertrauen des Insassen zu seinem Fahrzeug erhöhen. Zudem spürt der Insasse, da die Benachrichtigung durch das Bewegen des Sitzes bereitgestellt wird, eine Veränderung seines Gleichgewichts (durch die durch den Insassen erfahrene Beschleunigung), und dies kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Aufmerksamkeit des Insassen in Richtung Straße gelenkt wird.

In 1 wird ein Beispiel eines Fahrzeugs 100 dargestellt. Wie hierin verwendet ist ein „Fahrzeug“ eine beliebige Art motorisierter Transport. In einer oder mehreren Ausführungsformen ist das Fahrzeug 100 ein Automobil. Während im Vorliegenden Anordnungen mit Bezug auf Automobile beschrieben werden, versteht es sich, dass Beispiele nicht auf Automobile beschränkt sind. In manchen Ausführungsformen kann das Fahrzeug 100 eine beliebige andere Form motorisierter Transport sein, das, beispielsweise, einen Sitz oder einen anderen Passagierhaltemechanismus umfasst und daher von der Übermittlung von Benachrichtigungen über den Sitz/Haltemechanismus wie vorliegend erläutert profitiert.

Das Fahrzeug 100 umfasst verschiedene Elemente. Es versteht sich, dass es möglicherweise für das Fahrzeug 100 in verschiedenen Beispielen nicht erforderlich ist, alle in 1 gezeigten Elemente aufzuweisen. Das Fahrzeug 100 kann eine beliebige Kombination der verschiedenen, in 1 gezeigten Elemente aufweisen. Ferner kann das Fahrzeug 100 zusätzliche Elemente zu den in 1 gezeigten aufweisen. In manchen Anordnungen kann das Fahrzeug 100 ohne eines oder mehrere der in 1 gezeigten Elemente implementiert werden. Auch versteht es sich, dass, obwohl die verschiedenen Elemente in 1 als innerhalb des Fahrzeugs 100 angeordnet gezeigt werden, eines oder mehrere dieser Elemente außerhalb des Fahrzeugs 100 angeordnet sein können. Ferner können die gezeigten Elemente physisch durch größere Abstände getrennt sein.

Manche der möglichen Elemente in dem Fahrzeug 100 werden in 1 gezeigt und werden gemeinsam mit nachfolgenden Figuren beschrieben. Allerdings wird, um diese Beschreibung kurz zu halten, eine Beschreibung vieler der in 1 gezeigten Elemente nach der Erläuterung zu den 1-4 gegeben. Zudem versteht es sich, dass zum Zwecke der Einfachheit und einer klaren Darstellung, wo geeignet, Bezugszeichen in den verschiedenen Figuren wiederholt wurden, um entsprechende oder analoge Elemente anzugeben. Zudem erörtert die Erläuterung viele spezifische Details, um ein umfassendes Verständnis der hier beschriebenen Beispiele zu fördern. Für den Fachmann versteht es sich allerdings, dass die hier beschriebenen Beispiele unter Verwendung verschiedener Kombinationen dieser Elemente angewandt werden können.

Das Fahrzeug 100 kann einen Prozessor oder mehrere Prozessoren 105 umfassen. Der Prozessor/die Prozessoren 105 ist/sind eingerichtet, verschiedene hier beschriebene Funktionen zu implementieren oder durchzuführen. Das Fahrzeug 100 kann auch den Speicher 110 umfassen, um eine oder mehrere Arten von Daten zu speichern. Der Speicher 110 kann für den Prozessor/die Prozessoren 105 und/oder andere Komponenten des Fahrzeugs 100 zugänglich sein, einschließlich den in 1 gezeigten.

Das Fahrzeug 100 kann ein Sensorsystem 120 umfassen. Das Sensorsystem 120 kann einen oder mehrere Sensoren umfassen. Der eine oder die mehreren Sensoren kann/können eingerichtet sein, in Echtzeit festzustellen und/oder zu sensieren. Das Sensorsystem 120 und/oder der eine oder mehrere Sensoren kann/können mit dem Prozessor/den Prozessoren 105, dem Speicher 110 und/oder anderen Elementen des Fahrzeugs 100 wirkverbunden sein (einschließlich beliebigen der in 1 gezeigten Elemente). Das Sensorsystem 120 kann beispielsweise Fahrzeugsensoren 121 umfassen, externe Umgebungssensoren 122, interne Sensoren 127 usw. Wie unten noch ersichtlich wird, kann das Sensorsystem 120 von dem Prozessor/den Prozessoren 105 verwendet werden, um verschiedene Funktionen durchzuführen.

In einer oder mehreren Anordnungen kann der Speicher 110 ein oder mehrere Module 150 speichern. Module können computerlesbare Anweisungen sein oder diese umfassen, welche, wenn sie von dem Prozessor 105 ausgeführt werden, den Prozessor 105 veranlassen, die verschiedenen hier offenbarten Funktionen durchzuführen. Während die hier beschriebenen Module, der Kürze halber, mit Bezug auf Funktionen beschrieben werden, versteht es sich, dass die Module Anweisungen umfassen, die den Prozessor/die Prozessoren 105 veranlassen, die beschriebenen Funktionen durchzuführen. Ferner, während ein oder mehrere Module 150 auf dem Speicher 110 gespeichert sein kann/können, ist zu beachten, dass die verschiedenen Module auf einer Komponente des Prozessors/der Prozessoren 105 gespeichert sein können und/oder diese darstellen können, extern gespeichert sein können und für den Prozessor/die Prozessoren zugänglich sein können usw.

Das Fahrzeug 100 kann ein Umgebungsauswertungsmodul 152 umfassen. Das Umgebungsauswertungsmodul 152 kann ein oder mehrere Objekte feststellen, die sich in der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 befinden. In einer oder mehreren Anordnungen erstellen und/oder erheben der Sensor/die Sensoren des Sensorsystems 120 Daten, die der externen Umgebung entsprechen und das externe Umgebungsauswertungsmodul 152 erhält die von dem Sensorsystem 120 erstellten und/oder erhobenen Daten. Diesbezüglich kann das Umgebungsauswertungsmodul 152 Daten in Form von Sensordaten von einem oder mehreren Sensoren in dem Sensorsystem 120 erhalten. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Umgebungsauswertungsmodul 152 das Sensorsystem 120 anregen, Sensordaten zu beziehen. In anderen Anordnungen kann das Umgebungsauswertungsmodul 152 die Daten unverändert bei Erheben und/oder Erstellen durch das Sensorsystem 120 beziehen. In anderen Anordnungen kann das Umgebungsauswertungsmodul 152 die Daten in Zeitabständen beziehen. In einer oder mehreren Anordnungen können die Daten, die von dem einem oder den mehreren Sensoren in dem Sensorsystem 120 erhalten wurden, die Anwesenheit eines oder mehrerer Objekte angeben, die sich in der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 befinden.

Das Umgebungsauswertungsmodul 152 kann relative Positionsdaten für jedes des einen oder der mehreren Objekte bestimmen, die sich in der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 befinden. Die relativen Positionsdaten können, beispielsweise, Position, Geschwindigkeit, Beschleunigung usw. jedes der Objekte relativ zu dem Fahrzeug 100 umfassen. In einer oder mehreren Anordnungen stellt das Umgebungsauswertungsmodul 152 die relativen Positionsdaten für jedes der Objekte unter Verwendung von Sensordaten, die von dem Sensorsystem 120 im Laufe der Zeit erhalten wurden, fest und/oder erfasst diese. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Umgebungsauswertungsmodul 152 relative Positionsdaten von dem einen oder den mehreren Objekten mittels, beispielsweise, einem Kommunikationssystem (z. B. V2V- bzw. Car2Car-Kommunikationssystem) erhalten. Die relativen Positionsdaten können auch Änderungen der Position, Geschwindigkeit, Beschleunigung usw. relativ zu dem Fahrzeug 100 im Laufe der Zeit umfassen.

Das Umgebungsauswertungsmodul 152 kann Anweisungen umfassen, die den Prozessor/die Prozessoren 105 veranlassen, einen Umgebungsplan der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 zu konstruieren. Der Umgebungsplan kann ein oder mehrere in der externen Umgebung festgestellte Objekte und ihre relativen Positionsdaten (z. B. Position, Geschwindigkeit, Beschleunigung usw.) bezüglich dem Fahrzeug 100 umfassen. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Umgebungsauswertungsmodul 152 Anweisungen umfassen, um die relativen Positionsdaten und/oder den Umgebungsplan beispielsweise auf dem Speicher 110 zu speichern. In diesen Anordnungen können die relativen Positionsdaten und/oder der Umgebungsplan, der/die auf dem Speicher 110 gespeichert ist/sind, für andere Komponenten und/oder Module des Fahrzeugs 100 zugänglich sein.

Das Fahrzeug 100 kann ein automatisiertes Steuerungsmodul 154 umfassen. Wie unten ausführlicher erläutert, kann das automatisierte Steuerungsmodul 154 Anweisungen umfassen, die den Prozessor/die Prozessoren 105 veranlassen, eine Abweichung von der aktuellen Fahrstrecke des Fahrzeugs 100 zu bestimmen (z. B. eine geänderte Fahrstrecke), über die ein Insasse des Fahrzeugs 100 benachrichtigt werden kann. Die aktuelle Fahrstrecke kann eine Strecke sein, auf der das Fahrzeug 100 seine aktuelle Fahrtrichtung mit minimaler bis keiner Beschleunigung beibehält. Daher kann die geänderte Fahrstrecke ein oder mehr Manöver umfassen, die erforderlich sind, um der geänderten Fahrstrecke zu folgen, von denen ein jedes zu einer Änderung der Beschleunigung führt. In einer oder mehreren Anordnungen kann die aktuelle Fahrstrecke eine Strecke sein, der das Fahrzeug 100 folgt. Wo das Fahrzeug 100 der Fahrstrecke folgt, kann das Fahrzeug 100 in einem autonomen oder teil-autonomen Modus fahren.

In einem oder mehreren Beispielen kann die Abweichung von der aktuellen Fahrstrecke das Ergebnis aus einem oder mehreren Objekten in der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 sein. In einem oder mehreren Beispielen kann die Abweichung von der aktuellen Fahrstrecke das Ergebnis von Änderungen der Straße sein (z. B. Straßentopologie, Spuranzahl, Geschwindigkeitsbegrenzung usw.). In jedem Fall kann die Abweichung von der aktuellen Fahrstrecke ein oder mehrere Manöver umfassen (z. B. Bremsen, Beschleunigen, nach links oder rechts Abbiegen, auf eine linke oder rechte Spur Wechseln, nach links oder rechts Schwenken usw.). Ein jedes dieser Manöver kann dazu führen, dass ein Insasse des Fahrzeugs 100 eine Beschleunigung spürt.

Wie unten noch detaillierter beschrieben, kann das automatisierte Steuerungsmodul 154 ein oder mehrere Steuersignale erzeugen, die das Fahrzeug 100 veranlassen, das eine oder die mehreren Manöver auszuführen. Durch das Veranlassen des Fahrzeugs 100, das eine oder die mehreren Manöver auszuführen, können ein oder mehrere Insassen des Fahrzeugs 100 Änderungen der Beschleunigung spüren. Wenn einer oder mehrere Insassen des Fahrzeugs 100 nicht auf die Straße achten, wird/werden der eine oder die mehreren Insassen möglicherweise erschreckt, da sie keine Änderung der Beschleunigung erwarteten.

Das Fahrzeug 100 kann ein Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 umfassen. Das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 kann Anweisungen umfassen, um ein oder mehrere Fahrzeugbeschleunigungen zu bestimmen, die aus der Ausführung des einen oder der mehreren Manöver resultieren. In einer oder mehreren Anordnungen kann jedes Manöver eine Richtung und eine Größe bzw. Größenordnung der Beschleunigung umfassen. Die hier beschriebenen Richtungen, wie beispielsweise vorne, hinten, links und rechts beziehen sich auf eine Längsvorwärtsrichtung des Fahrzeugs 100 (siehe 2). Zudem bedeutet „Größenordnung“ wie hierin verwendet einen Beschleunigungsgrad und kann positive oder negative Beschleunigung (z. B. Abbremsen) umfassen.

Als Beispiel: ein Bremsmanöver kann eine „hintere“ Richtung haben und eine Größenordnung, die sich abhängig davon ändert, wie stark laut Bestimmung des automatisierten Steuerungsmoduls 154 das Fahrzeug 100 bremsen muss. Als weiteres Beispiel: ein seitliches Manöver (z. B. Abbiegen nach links/rechts, Spurwechsel links/rechts, Schwenken nach links/rechts usw.) kann eine linke oder rechte Richtung und eine Größenordnung aufweisen, die sich abhängig davon ändert, wie stark laut Bestimmung des automatisierten Steuerungsmoduls 154 das Fahrzeug 100 schwenken und/oder abbiegen muss. Wie in beiden Beispielen gezeigt, umfasst ein beliebiges, angegebenes Manöver eine Richtung und eine Größenordnung.

Das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 kann Anweisungen umfassen, um zu identifizieren, welches Manöver das Fahrzeug 100 ausführen wird, um der geänderten Fahrstrecke zu folgen. In einer oder mehreren Anordnungen bestimmt das automatisierte Steuerungsmodul 154 ein oder mehrere bevorstehende Manöver, dem/denen gefolgt werden soll, und das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 identifiziert die bestimmten Manöver über das automatisierte Steuerungsmodul 154. In manchen Anordnungen kann das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 das eine oder die mehreren Manöver identifizieren, bevor das Fahrzeug 100 (über Anweisungen von dem automatisierten Steuerungsmodul 154) ein beliebiges des einen oder der mehreren Manöver ausführt.

Das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 kann Anweisungen umfassen, um eine Richtung und Größenordnung der Beschleunigung für jedes des einen oder der mehreren Manöver zu bestimmen, die das Fahrzeug 100 ausführen wird. Wo das Fahrzeug 100 zwei oder mehr Manöver ausführen wird (z. B. eine Reihe an Manövern), kann das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 eine erste Richtung und Größenordnung der Beschleunigung für das erste Manöver bestimmen, eine zweite Richtung und Größenordnung der Beschleunigung für das zweite Manöver usw.

In einer oder mehreren Anordnungen umfasst das Fahrzeug 100 eine Mehrzahl an Manövern, die auf dem Speicher 110 gespeichert sind. Jedes der Manöver kann ein Beschleunigungsprofil umfassen. Diesbezüglich kann der Speicher 110 Manöverbeschleunigungsprofile 114 umfassen, die mit allen Manövern assoziiert werden, die das Fahrzeug 100 ausführen kann. Das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 kann identifizieren, welches Manöver das Fahrzeug 100 ausführen wird und auf den Speicher 110 zugreifen, um die entsprechenden Manöverbeschleunigungsprofile 114 abzurufen. In manchen Beispielen umfasst ein Manöver eine Mehrzahl an Beschleunigungen, die sich im Laufe der Zeit ändern. Zum Beispiel wird das Fahrzeug 100 während einem Spurwechselmanöver zuerst in Richtung des Spurwechsels beschleunigen und, sobald es sich innerhalb der Zielspur befindet, wird das Fahrzeug in entgegengesetzter Richtung des Spurwechsels beschleunigen. In diesen Beispielen, wo ein Manöver eine Mehrzahl an Beschleunigungen umfasst, kann das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 mindestens eine der Mehrzahl an Beschleunigungen für das Manöver identifizieren.

In einer oder mehreren Anordnungen vergleicht das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 die Größenordnung der Beschleunigung für das/die bevorstehende Manöver mit einer Beschleunigungsschwelle. Die Beschleunigungsschwelle kann beispielsweise eine Beschleunigung sein, die für Menschen wahrnehmbar ist oder eine andere nominale Beschleunigung. In diesen Anordnungen identifiziert das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 die Beschleunigungen mit einer Größenordnung der Beschleunigung größer (oder gleich) der Beschleunigungsschwelle.

Es wird nun auf 1 und 2 Bezug genommen, wo jeweils die schematische Ansicht sowie eine Innenansicht des Fahrzeugs 100 gezeigt werden.

Das Fahrzeug 100 kann einen Sitz 200 umfassen. Wie in 2 gezeigt, kann das Fahrzeug 100 eine beliebige Anzahl an Sitzen 200 umfassen. Jeder Sitz 200 kann eine Basis 205, eine Rücklehne 210, eine Kopfstütze 215 usw. umfassen. Die Basis 205 des Sitzes 200 kann tätig sein, beispielsweise einen Insassen des Fahrzeugs 100 zu tragen. Die Rücklehne 210 kann neben einem Ende der Basis 205 angeordnet sein und kann tätig sein, den Oberkörper des Insassen zu stützen, wenn der Insasse sitzt. Die Kopfstütze 215 kann an dem Oberteil der Rücklehne 210 befestigt sein und tätig sein, den Kopf und Nacken des Insassen zu stützen, wenn der Insasse sitzt.

Die Basis 205 kann mit dem Fahrzeug 100 wirkverbunden sein. In einer oder mehreren Anordnungen kann die Basis 205 auf und/oder in einer oder mehreren Schienen 220 positioniert sein. Zum Beispiel kann das Fahrzeug 100 eine oder mehrere Schienen 220a umfassen, die sich in Vorne-Rückwärts-Richtung (Längsrichtung) erstrecken und/oder eine oder mehrere Schienen 220b, die sich in Rechts-Links-Richtung (Seitenrichtung) erstrecken.

Das Fahrzeug kann ein Sitzstellelement/Sitzstellelemente 225 umfassen. Das Sitzstellelement/die Sitzstellelemente 225 können Motoren mit hohem Drehmoment, pneumatische Stellelemente usw. sein. Das Sitzstellelement/die Sitzstellelemente 225, die in dem Fahrzeug 100 verwendet werden, sollten fähig sein, ausreichend Kraft auf den Sitz 200 aufzubringen, um den Sitz 200 zu beschleunigen. In einer oder mehreren Anordnungen kann die Basis 205 des Sitzes eingerichtet sein, sich innerhalb von den Schienen 220 ansprechend auf Signale, die von dem Sitzstellelement/den Sitzstellelementen 225 erhalten werden, zu bewegen. Zum Beispiel kann sich die Basis 205 ansprechend auf das Betätigen des Sitzstellelements 225a den Schienen 220a entlang in Längsrichtung bewegen. Zudem kann sich die Basis 205 ansprechend auf das Betätigen des Sitzstellelements 225b den Schienen 220b entlang in seitlicher Richtung bewegen.

Obwohl der Fahrersitz beschrieben wird, können ähnliche Komponenten in einen oder mehrere andere Sitze des Fahrzeugs 100 integriert sein. Dementsprechend ist die vorliegende Offenbarung nicht auf den Fahrersitz beschränkt und umfasst jeden Sitz in dem Fahrzeug 100.

In einer oder mehreren Anordnungen umfasst das Fahrzeug 100 ein Sitzbetätigungsmodul 158. Das Sitzbetätigungsmodul 158 umfasst Anweisungen zum Erzeugen von einem oder mehreren Signalen, die den Sitz 200 aus einer ersten Position bewegen. Die erste Position kann eine Position des Sitzes gemäß der voreingestellten Einstellungen für einen Insassen sein, angepasste Einstellungen für einen Insassen und/oder eine Standardposition. Diesbezüglich kann die erste Position eine beliebige Position des Sitzes vor einer Bewegung gemäß dem Sitzbetätigungsmodul 158 sein. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal/die Signale erzeugen, die den Sitz 200 veranlassen, sich an den Schienen 220 des Fahrzeugs 100 entlang zu bewegen. In manchen Beispielen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 ein Signal/Signale erzeugen, die den Sitz 200 den Schienen 220 entlang in Längsrichtung und/oder in seitlicher Richtung bewegen. Als Folge der Bewegung des Sitzes 200 kann der Insasse des Sitzes 200 ein Gefühl in seinem Gleichgewichtssystem (z. B. dem Sinnessystem im menschlichen Körper, das zum Gleichgewicht beiträgt) empfinden. Die vestibuläre Wahrnehmung, die der Insasse spürt, kann den Insassen veranlassen, auf die Straße zu achten.

Das Sitzbetätigungsmodul 158 kann das Signal/die Signale zur Bewegung des Sitzes 200 gemäß der Richtung und/oder Größenordnung der Beschleunigung für das eine oder mehrere Manöver erzeugen. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal/die Signale erzeugen, um den Sitz 200 in der gleichen (oder im Wesentlichen gleichen) Richtung zu bewegen, wie die Richtung der Beschleunigung des einen oder der mehreren Manöver. Wenn das Manöver beispielsweise ein Bremsmanöver ist, kann das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal/die Signale erzeugen, das/die den Sitz 200 von der ersten Position in eine Richtung nach hinten bewegt/bewegen. Als weiteres Beispiel kann das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz 200 von der ersten Position in eine seitliche Richtung bewegen, wenn das Manöver ein seitliches Manöver ist.

In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal/die Signale erzeugen, um den Sitz 200 mit einer Beschleunigungsrate zu bewegen. Das Sitzbetätigungsmodul 158 kann beispielsweise das Signal/die Signale erzeugen, die den Sitz 200 schneller oder langsamer bewegt/bewegen. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz 200 schneller oder langsamer gemäß der Größenordnung der Beschleunigung für das Manöver bewegen. In diesem Beispiel kann das Sitzbetätigungsmodul 158 Anweisungen für die Bewegung des Sitzes 200 gemäß der identifizierten Größenordnung der Beschleunigung des Fahrzeugs 100 umfassen.

In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz 200 mit einer Beschleunigungsrate bewegen, die im Wesentlichen der Größenordnung der Beschleunigung für das Manöver entspricht. Zudem oder alternativ kann das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz 200 mit einer Beschleunigungsrate bewegen, die von der Größenordnung der Beschleunigung für das Manöver skaliert ist (z. B. 10 %, 15 %, 20 % ... 80 %, 85 %, 90 % usw.). In beiden der oben identifizierten Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz 200 mit einer der Größenordnung der Beschleunigung entsprechenden Beschleunigungsrate für das Manöver bewegen. In Anordnungen, bei denen das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 die Größenordnung der Beschleunigung für ein Manöver mit der Beschleunigungsschwelle vergleicht, kann das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz 200 nur bewegen, wenn die Größenordnung der Beschleunigung größer ist als die Beschleunigungsschwelle. Basierend auf dieser Bewegung des Sitzes 200 spürt der Insasse des Sitzes 200 die vestibuläre Wahrnehmung für das bevorstehende Manöver, bevor das Fahrzeug 100 das Manöver ausführt.

In einer oder mehreren Anordnungen kann das Fahrzeug 100 ein oder mehrere interne Sensoren 127 umfassen. Der/die interne Sensor(en) 127 können eingerichtet oder positioniert sein, eine oder mehrere Bedingungen in dem Inneren des Fahrzeugs zu überwachen. Zum Beispiel kann/können der eine oder die mehreren Sensoren 127 eine Kamera/Kameras 128 umfassen. Die Kamera/Kameras 128 kann/können eingerichtet sein, Bilder der Fahrgastzelle des Fahrzeugs 100 aufzunehmen. In einer oder mehreren Anordnungen kann/können die Kamera/Kameras 128 eingerichtet sein, einen oder mehrere Insassen des Fahrzeugs 100 zu überwachen und/oder zu erfassen.

In einer oder mehreren Anordnungen kann das Fahrzeug 100 ein Zustandserfassungsmodul 160 umfassen. Das Zustandserfassungsmodul 160 kann Anweisungen umfassen, um einen Zustand des Insassen zu erfassen. In manchen Beispielen kann der Zustand des Insassen beispielsweise einen Blick des Insassen umfassen, eine Konzentration des Insassen, eine Haltung des Insassen usw. Wie hierin verwendet, kann „Blick“ einen Fokusbereich eines Insassen innerhalb eines Blickfeldes umfassen. „Konzentration“ kann, wie hierin verwendet, ein Maß an Fokus auf ein bestimmtes Gebiet umfassen. Daher kann die Konzentration des Insassen eine Funktion des Blicks des Insassen sein. „Haltung“ wie hierin verwendet, kann die Stellung des Insassen innerhalb des Fahrzeugs umfassen.

Das Zustandserfassungsmodul 160 kann den aktuellen Blick des Fahrers basierend auf den Daten klassifizieren, die von dem/den internen Sensor(en) 127 erhalten wurden (z. B. der Kamera/den Kameras 128). Das Zustandserfassungsmodul 160 kann Anweisungen umfassen, die den Prozessor/die Prozessoren 105 veranlassen, den Blick als in Richtung der Straße gerichtet und von der Straße abgewendet zu klassifizieren. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Zustandserfassungsmodul 160 über den/die internen Sensor(en) 127 ein oder mehrere Merkmale des Insassen identifizieren (z. B. Gesicht, Augen usw.). Das Zustandserfassungsmodul 160 kann Daten umfassen und/oder darauf zugreifen, die der Position des/der internen Sensor(en) 127 innerhalb des Fahrzeugs 100 entsprechen. Das Zustandserfassungsmodul 160 kann auch Daten umfassen und/oder darauf zugreifen, die einer Position von, zum Beispiel, der Windschutzscheibe 230 des Fahrzeugs 100 entsprechen. Das Zustandserfassungsmodul 160 kann Anweisungen umfassen, um eine Ausrichtung des einen oder der mehreren Merkmale des Insassen bezüglich der Windschutzscheibe 230 zu bestimmen. Ansprechend auf die in Richtung der Windschutzscheibe 230 gerichtete Ausrichtung des einen oder der mehreren Merkmale kann das Zustandserfassungsmodul 160 den Blick als in Richtung Straße gerichtet klassifizieren. Folglich kann eines oder mehrere Module 150 des Fahrzeugs 10 eine oder mehrere Funktionen zumindest teilweise basierend darauf durchführen, ob der Blick des Insassen in Richtung der Straße ausgerichtet ist. Zum Beispiel kann, wie unten detaillierter erläutert, das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz 200 als Reaktion darauf, dass der Blick des Insassen nicht in Richtung Straße gerichtet ist, mit einer größeren Beschleunigungsrate bewegen.

In einer oder mehreren Anordnungen kann das Zustandserfassungsmodul 160 basierend auf Daten von dem/den internen Sensor(en) 127 bestimmen, ob sich der Insasse auf die Straße konzentriert. In diesen Anordnungen kann/können der/die internen Sensor(en) 127 Daten über, beispielsweise, die Augen des Insassen erfassen. Das Zustandserfassungsmodul 160 kann bestimmen, ob eine oder mehrere Pupillen des Insassen geweitet sind. Das Zustandserfassungsmodul 160 kann die kognitive Last basierend darauf bestimmen, ob die Pupillen geweitet sind. „Kognitive Last“, wie hierin verwendet, kann ein Gesamtmaß an geistiger Anstrengung umfassen, die im Arbeitsgedächtnis einer Person unternommen wird. Zum Beispiel kann der Insasse, wenn die Pupillen geweitet sind, eine erhöhte kognitive Last aufweisen. Die erhöhte kognitive Last kann ein Anzeichen dafür sein, dass der Insasse sich auf die Straße konzentriert.

In einer oder mehreren Anordnungen kann das Zustandserfassungsmodul 160 basierend auf Daten von dem/den internen Sensor(en) 127 die aktuelle Haltung des Insassen bestimmen. In diesen Anordnungen kann/können der/die internen Sensor(en) 127 Daten über die Position der Hand des Insassen, Position des Fußes, Kopfes und/oder der Brust in dem Sitz usw. erfassen. Basierend auf den Daten von dem/den internen Sensor(en) 127 kann das Zustandserfassungsmodul 160 die aktuelle Haltung des Insassen bestimmen. Das Zustandserfassungsmodul 160 kann die Haltung des Insassen als aufmerksam oder unaufmerksam klassifizieren. Zum Beispiel kann eine aufmerksame Haltung umfassen, dass der Insasse in einer aufrechten Position positioniert ist, der Insasse seine Hände nahe oder am Lenkrad positioniert hat und/oder der Insasse seinen Fuß nahe oder auf den Pedalen hat.

In einer oder mehreren Anordnungen bestimmt das Zustandserfassungsmodul 160, ob der Insasse schläft. In diesem Beispiel kann das Zustandserfassungsmodul 160 basierend auf dem einen oder den mehreren identifizierten Merkmalen des Insassen (z. B. den Augen des Insassen) bestimmen, ob die Augen des Insassen geschlossen sind. Ansprechend auf geschlossene Augen des Insassen kann das Zustandserfassungsmodul 160 bestimmen, dass der Insasse schläft. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156, wenn der Insasse schläft, die Größenordnung der Beschleunigung für ein Manöver mit einer höheren Beschleunigungsschwelle vergleichen, als der Beschleunigungsschwelle, die verwendet wird, wenn der Insasse wach ist.

In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 ein Signal erzeugen, das den Sitz 200 entsprechend dem einen Zustand oder der mehreren Zustände des Insassen bewegt (z. B. abhängig davon, ob bestimmt wird, dass der Insasse schläft, ob bestimmt wird, dass die Richtung des Blicks in Richtung Straße gerichtet ist usw.). Diesbezüglich wird ein Insasse die Bewegung (über das Sitzbetätigungsmodul 158) des Sitzes 200 und die entstehende vestibuläre Wahrnehmung spüren.

In manchen Beispielen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 nur das Signal erzeugen, um den Sitz 200 zu betätigen, wenn der Blick des Insassen nicht in Richtung Straße gerichtet ist oder wenn bestimmt wird, dass der Insasse schläft. In diesem Beispiel wird der Insasse die Sitzbewegung spüren, wenn er nicht in Richtung Straße blickt oder und/oder schläft und wird die Sitzbewegung nicht spüren, wenn er wach ist und in Richtung Straße blickt. Ähnliche Beispiele können auf andere Zustände des Insassen angewandt werden (z. B., ob der Insasse sich in einer aufmerksamen Haltung befindet, ob der Insasse sich auf die Straße konzentriert usw.).

In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 basierend auf dem Zustand des Insassen, der von dem Zustandserfassungsmodul 160 bestimmt wird, ein anderes Signal erzeugen. Zum Beispiel kann das Sitzbetätigungsmodul 158 ein Signal erzeugen, um den Sitz in eine Richtung zu betätigen, die der Richtung der Beschleunigung entspricht, und mit einer Größenordnung, die sowohl dem Zustand des Insassen als auch der Größenordnung der Beschleunigung entspricht. In diesem Beispiel kann das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz abhängig vom Zustand des Insassen mit unterschiedlicher Beschleunigungsrate bewegen. Zum Beispiel kann das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz mit einer größeren Beschleunigungsrate bewegen, wenn der Insasse nicht in Richtung Straße blickt. Folglich ist es wahrscheinlicher, dass der Insasse aufgrund der größeren Beschleunigung seine Aufmerksamkeit auf die Straße wenden wird. In Anordnungen, in denen das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz mit einer skalierten Beschleunigungsrate der Größenordnung der Beschleunigung für das Manöver bewegt, kann das Sitzbetätigungsmodul 158 einen Skalierungsfaktor (z. B. einen Prozentwert) wählen, der zumindest teilweise auf dem aktuellen Zustand des Insassen basiert. Bezüglich des vorherigen Beispiels kann das Sitzbetätigungsmodul 158 einen höheren Staffelungsfaktor wählen, wenn der Insasse nicht in Richtung Straße blickt, im Vergleich zu dem Staffelungsfaktor, der gewählt wird, wenn der Insasse in Richtung Straße blickt.

In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 ein anderes Signal basierend darauf erzeugen, ob bestimmt wird, dass der Insasse schläft (wie von dem Zustandserfassungsmodul 160 festgestellt). Zum Beispiel kann das Sitzbetätigungsmodul 158 ein Signal erzeugen, um den Sitz 200 in eine Richtung zu bewegen, die der Richtung der Beschleunigung entspricht, und mit einer Beschleunigungsrate, die sowohl der Größenordnung der Beschleunigung für das Manöver entspricht als auch ob der Insasse schläft. In diesem Beispiel kann das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz 200 mit unterschiedlicher Beschleunigungsrate bewegen, abhängig davon, ob der Insasse wach ist oder schläft. In manchen Beispielen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 den Sitz 200 mit einer größeren Beschleunigung bewegen, wenn der Insasse schläft. Solch eine Regelung kann sowohl den Insassen aufwecken als auch den Insassen auf die bevorstehende Beschleunigung aufmerksam machen.

In einer oder mehreren Anordnungen kann, wo ein Manöver eine Mehrzahl an Beschleunigungen umfasst, das Sitzbetätigungsmodul 158 Signale erzeugen, die den Sitz 200 gemäß der Mehrzahl an Beschleunigungen bewegen. Das Sitzbetätigungsmodul 158 kann beispielsweise das Signal erzeugen, das den Sitz 200 gemäß der ersten Beschleunigung bewegt, der Beschleunigung mit der größten Größenordnung usw.

Es wird nun auf 3 Bezug genommen, wo eine beispielhafte Umgebung, in dem das Fahrzeug 100 fahren kann, dargestellt ist, zusammen mit einer graphischen Darstellung der Sitzposition im Laufe der Zeit. Wie in 3 gezeigt, ist das Fahrzeug 100 in einer Umgebung 300 angeordnet, in der zwei Umgebungsfahrzeuge 305, 310 angeordnet sind. Obwohl zwei Umgebungsfahrzeuge 305, 310 gezeigt werden, kann die Umgebung 300 eine beliebige Anzahl an Umgebungsfahrzeugen und/oder Umgebungsobjekten umfassen.

Das Umgebungsauswertungsmodul 152 kann eines oder mehrere Objekte (z. B. Umgebungsfahrzeuge 305, 310) in der externen Umgebung 300 des Fahrzeugs 100 identifizieren und/oder feststellen. In manchen Anordnungen kann das Umgebungsauswertungsmodul 152 relative Positionsdaten für jedes der einen oder mehreren Objekte bestimmen (z. B. die Umgebungsfahrzeuge 305, 310), die sich in der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 befinden.

Das Umgebungsauswertungsmodul 152 kann einen Umgebungsplan der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 konstruieren. Der Umgebungsplan kann ein oder mehrere in der externen Umgebung festgestellte Objekte und ihre relativen Positionsdaten (z. B. Position, Geschwindigkeit, Beschleunigung usw.) bezüglich dem Fahrzeug 100 umfassen. In der in 3 dargestellten beispielhaften Umgebung kann der Umgebungsplan die Umgebungsfahrzeuge 305, 310, die in der externen Umgebung festgestellt wurden, und ihre relativen Positionsdaten bezüglich dem Fahrzeug 100 umfassen.

Das automatisierte Steuerungsmodul 154 kann eine Abweichung von einer aktuellen Fahrstrecke des Fahrzeugs 100 bestimmen (z. B. eine geänderter Fahrstrecke). Die aktuelle Fahrstrecke kann eine Strecke sein, auf der das Fahrzeug 100 seine aktuelle Fahrtrichtung mit minimaler bis keiner Beschleunigung beibehält. Daher kann die geänderte Fahrstrecke ein oder mehrere Manöver umfassen, die erforderlich sind, um der geänderten Fahrstrecke zu folgen, von denen ein beliebiges oder mehrere zu einer Änderung der Beschleunigung führt.

In dem in 3 gezeigten Beispiel bestimmt das automatisierte Steuerungsmodul 154 eine Mehrzahl an Abweichungen von der aktuellen Fahrstrecke (z. B. zwei Spurwechsel). Wie gezeigt, kann das automatisierte Steuerungsmodul 154 beginnend bei Zeit T = 0 über Zeit T = X1 hinaus bestimmen, dass das Fahrzeug 100 auf der aktuellen Fahrstrecke bleiben soll. Beginnend bei Zeit T = X1 und über Zeit T = X2 hinaus kann das automatisierte Steuerungsmodul 154 bestimmen, dass das Fahrzeug 100 einen Spurwechsel nach rechts ausführen wird, um damit zu beginnen, das Umgebungsfahrzeug 310 zu überholen. Beginnend bei Zeit T = X2 und über Zeit T = Xn hinaus kann das automatisierte Steuerungsmodul 154 zudem bestimmen, dass das Fahrzeug 100 einen Spurwechsel nach links ausführen wird, nachdem es das Umgebungsfahrzeug 310 überholt hat, um auf die ursprüngliche Spur zurückzukehren. Schließlich kann das automatisierte Steuerungsmodul 154 bestimmen, dass das Fahrzeug 100 weiter auf der aktuellen Strecke fahren wird, nachdem das Fahrzeug 100 das Umgebungsfahrzeug 310 überholt hat. Jedes der Manöver (z. B. Spurwechsel nach rechts und links) kann zu einer Beschleunigung des Fahrzeugs 100 führen. Zum Beispiel wird ein Insasse des Fahrzeugs 100 während des Spurwechsels nach rechts eine anfängliche Beschleunigung nach rechts spüren. Zudem wird der Insasse des Fahrzeugs 100 während des Spurwechsels nach links eine anfängliche Beschleunigung nach links spüren.

Das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 kann (eine) Beschleunigung(en) für die Manöver (z. B. die Spurwechsel nach rechts und links) identifizieren, die das Fahrzeug 100 ausführen wird. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 auf das/die Manöverbeschleunigungsprofil(e) 114 zugreifen, das/die auf einem Speicher gespeichert ist/sind, um die dem einen oder den mehreren Manövern entsprechenden Beschleunigung(en) zu identifizieren. In manchen Anordnungen kann das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 die Größenordnung der Beschleunigung für jedes der Manöver mit der Beschleunigungsschwelle vergleichen. In dem in 3 gezeigten Beispiel kann die anfängliche Beschleunigung für den Spurwechsel nach rechts (und/oder links) größer sein als die Beschleunigungsschwelle, während die Beschleunigung am Ende des Spurwechsels nach rechts (und/oder links) kleiner sein kann als die Beschleunigungsschwelle.

Das in 3 gezeigte Schaubild 315 zeigt eine seitliche Position des Sitzes 200 bezüglich der Mitte im Laufe der Zeit. Wie hierin verwendet kann „Mitte“ die erste Position sein. Dementsprechend kann die Mitte eine beliebige Position umfassen, die von dem Insassen eingestellt wurde, und/oder eine beliebige nominale Standardposition, bevor der Sitz 200 (aus 2) gemäß den Anweisungen von dem Sitzbetätigungsmodul 158 bewegt wird. Ein ähnliches Schaubild könnte für eine Längsposition des Sitzes 200 bezüglich der Mitte im Laufe der Zeit gezeigt werden. Das Schaubild 315 umfasst die Zeiten 0, X1, X2, Xn, welche der zukünftigen Strecke des Fahrzeugs 100 im Laufe der Zeit in der Umgebung 300 entsprechen.

Das Sitzbetätigungsmodul 158 kann ein oder mehrere Signale erzeugen, die den Sitz 200 gemäß der Richtung und Größenordnung der Beschleunigung für die bevorstehenden Manöver bewegen. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 das eine oder die mehreren Signale erzeugen, die den Sitz 200 bewegen, bevor das automatisierte Steuerungsmodul 154 das Fahrzeug 100 steuert, um die Manöver auszuführen. Daher kann das Sitzbetätigungsmodul 158 in dem in 3 gezeigten Beispiel den Sitz 200 zwischen Zeit T = 0 und X1 in eine Richtung und mit einer Beschleunigungsrate gemäß der Größenordnung und Richtung der Beschleunigung für den Spurwechsel nach rechts (zwischen X1 und X2) bewegen. Wie in dem Schaubild 315 gezeigt, kann der Sitz 200 mit einer hohen Beschleunigungsrate nach rechts bewegt werden, da das Fahrzeug 100 während des Spurwechsels nach rechts mit einer großen Größenordnung beschleunigt. Zudem kann der Sitz 200, bis das Fahrzeug 100 die Zeit T = X1 (oder eine beliebige Zeit, bevor das Fahrzeug 100 die Zeit T = X1) erreicht, allmählich zurück in die Mitte bewegt werden.

Zur Zeit = X1, kann das Fahrzeug 100 (über das automatisierte Steuerungsmodul 154) den Spurwechsel nach rechts ausführen. Zudem kann das Sitzbetätigungsmodul 158 zu dieser Zeit (oder einige Zeit nach Zeit = X1) ein oder mehrere Signale erzeugen, die den Sitz 200 in eine Richtung und mit einer Beschleunigungsrate gemäß der Größenordnung und Richtung der Beschleunigung für den Spurwechsel nach links (zwischen X2 und Xn) bewegen. Wie gezeigt ist der Spurwechsel nach links ein allmählicher Spurwechsel und daher kann die Größenordnung der Beschleunigung für den Spurwechsel nach links niedriger sein als für den Spurwechsel nach rechts. Der Sitz 200 kann mit einer relativ kleinen Beschleunigungsrate nach links bewegt werden, da das Fahrzeug 100 allmählich die Spur wechselt. Zudem kann sich der Sitz 200, bis das Fahrzeug 100 die Zeit = X2 erreicht, allmählich zurück in die Mitte bewegen.

Zur Zeit = X2 kann das Fahrzeug 100 (über das automatisierte Steuerungsmodul 154) den Spurwechsel nach links ausführen. Zudem kann das Fahrzeug 200 seine Position halten, da keine bevorstehenden Manöver anstehen, die zu einer Beschleunigung führen würden, die größer ist als die Beschleunigungsschwelle.

Nun, da verschiedene Aspekte des Fahrzeugs 100 beschrieben wurden, wird ein Verfahren zur Übermittlung einer Benachrichtigung über eine bevorstehende Beschleunigung an einen Insassen des Fahrzeugs 100 mit Bezug auf 4 beschrieben. Das in 4 gezeigte Flussdiagramm ist für beispielhafte Zwecke. Die folgende Offenbarung sollte nicht auf jeden in 4 gezeigten Funktionsblock beschränkt werden. Im Gegenteil: das Verfahren benötigt nicht jeden gezeigten Funktionsblock. In manchen Beispielen kann das Verfahren zusätzliche Funktionsblöcke umfassen. Ferner muss das Verfahren nicht in der gleichen, in 4 gezeigten chronologischen Reihenfolge durchgeführt werden. Soweit möglich, wird Bezug auf die oben beschriebene Bauweise genommen.

Das Verfahren kann bei Startblock 400 beginnen. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Verfahren beginnen, wenn das Fahrzeug 100 angelassen wird, wenn das Fahrzeug 100 in einem autonomen oder teilautonomen Modus betrieben wird usw. Das Verfahren kann zu Funktionsblock 405 übergehen.

Bei Funktionsblock 405 kann das automatisierte Steuerungsmodul 154 Anweisungen umfassen, um eine Strecke zu identifizieren, der das Fahrzeug 100 folgt. In einer oder mehreren Anordnungen kann die Strecke auf der Umgebung basieren, wie sie von dem Umgebungsauswertungsmodul 152 identifiziert wird. Die Strecke kann das Halten der aktuellen Fahrtrichtung des Fahrzeugs 100 mit minimaler oder keiner Geschwindigkeit umfassen, und ein oder mehrere Manöver, die zu einer Beschleunigung des Fahrzeugs 100 führen. Die Beschleunigung kann aus einer Änderung der Geschwindigkeit des Fahrzeugs 100, einer Kursabweichung des Fahrzeugs 100, Straßentopologie, Spuranzahl, Geschwindigkeitsbegrenzung usw. resultieren. Das Verfahren kann zu Funktionsblock 410 übergehen.

Bei Funktionsblock 410 kann das automatisierte Steuerungsmodul 154 ein oder mehrere Manöver auf der Strecke identifizieren. Die Manöver können beispielsweise umfassen, dass das Fahrzeug 100 abbremst, beschleunigt, links oder rechts abbiegt, auf eine linke oder rechte Spur wechselt, nach links oder rechts schwenkt usw. Jedes der Manöver kann mindestens eine entsprechende Beschleunigung umfassen. Die Beschleunigung(en) kann/können eine Richtung der Beschleunigung und Größenordnung der Beschleunigung umfassen. Das Verfahren kann zu Funktionsblock 415 übergehen.

Bei Funktionsblock 415 kann das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 die Richtung und Größenordnung der Beschleunigung für das eine oder die mehreren Manöver auf der Strecke identifizieren. Das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 kann auf das Manöverbeschleunigungsprofil 114 zugreifen, das auf dem Speicher 110 gespeichert ist, um die Richtung der Beschleunigung des einen oder der mehreren Manöver auf der Strecke zu identifizieren. Zudem kann das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 basierend auf der Strecke, die mittels dem automatisierten Steuerungsmodul 154 bestimmt wurde, eine Größenordnung der Beschleunigung für das eine oder die mehreren Manöver identifizieren. Das Verfahren kann zu Entscheidungsblock 420 übergehen.

Bei Entscheidungsblock 420 kann das Beschleunigungsidentifikationsmodul 156 die Größenordnung der Beschleunigung für das eine oder die mehreren Manöver mit der Beschleunigungsschwelle vergleichen. Ist die Größenordnung der Beschleunigung kleiner (oder gleich) der Beschleunigungsschwelle, kann das Verfahren zu Funktionsblock 425 übergehen.

Bei Funktionsblock 425 kann das automatisierte Steuerungsmodul 154 ein oder mehrere Steuersignale erzeugen, die das Fahrzeug 100 veranlassen, das eine oder die mehreren Manöver auszuführen, was unten noch genauer erläutert wird. Von Funktionsblock 425 kann das Verfahren zu Funktionsblock 405 übergehen.

Ist allerdings, wobei wieder Bezug auf den Entscheidungsblock 420 genommen wird, die Größenordnung der Beschleunigung größer (oder gleich) der Beschleunigungsschwelle, kann das Verfahren zu Funktionsblock 430 übergehen.

Bei Funktionsblock 430 erfasst das Zustandserfassungsmodul 160 einen Blick eines Insassen des Fahrzeugs 100. Das Zustandserfassungsmodul 160 kann den Zustand (z. B. dem Blick, Konzentration, Haltung usw.) des Insassen mittels des einen oder der mehreren internen Sensor(en) 127 erfassen. In manchen Anordnungen kann das Zustandserfassungsmodul 160 den Zustand des Insassen nur erfassen, wenn die Größenordnung der Beschleunigung größer ist als die Beschleunigungsschwelle. Das Zustandserfassungsmodul 160 kann ein oder mehrere Merkmale (z. B. Augen, Gesicht usw.) des Insassen identifizieren. Das Verfahren kann zu Entscheidungsblock 435 übergehen.

Bei Funktionsblock 435 kann das Sitzbetätigungsmodul 158 ein Signal erzeugen, das den Sitz 200 aus einer ersten Position bewegt. Das Sitzbetätigungsmodul 158 kann den Sitz gemäß einer oder mehrerer Eigenschaften der Beschleunigung bewegen (z. B. der Größenordnung und/oder Richtung) für das Manöver und/oder einem Zustand oder mehreren Zuständen des Insassen. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal erzeugen, das den Sitz 200 in eine Richtung und mit einer Beschleunigungsrate gemäß der Richtung und Größenordnung der Beschleunigung bewegt, die bei Funktionsblock 415 identifiziert wurden. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal erzeugen, um den Sitz 200 mit einer Beschleunigungsrate zu bewegen, welche ein Skalierungsfaktor der Größenordnung der Beschleunigung des Fahrzeugs 100 für das Manöver ist. Von Funktionsblock 435 kann das Verfahren zu Funktionsblock 425 übergehen.

In manchen Anordnungen kann das Zustandserfassungsmodul 160 bei Funktionsblock 430 bestimmen, ob der Insasse schläft. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Zustandserfassungsmodul 160 bestimmen, ob die Augen des Insassen geschlossen sind. Basierend darauf, dass die Augen des Insassen geschlossen sind, kann das Zustandserfassungsmodul 160 bestimmen, dass der Insasse schläft. Sollte bestimmt werden, dass der Insasse schläft, kann das Verfahren zu Funktionsblock 435 übergehen. In manchen Beispielen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal erzeugen, das den Sitz 200 mit einer ersten Beschleunigungsrate bewegt, wenn bestimmt wird, dass der Insasse schläft. Wenn allerdings bestimmt wird, dass der Insasse wach ist, kann das Verfahren zu Funktionsblock 425 übergehen.

In manchen Anordnungen kann das Zustandserfassungsmodul 160 bei Funktionsblock 430 bestimmen, ob der Blick des Insassen in Richtung Straße gerichtet ist. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Zustandserfassungsmodul 160 eine Ausrichtung des einen oder der mehreren Merkmale mit einer Position der Windschutzscheibe 230 vergleichen. Basierend auf diesem Vergleich kann das Zustandserfassungsmodul 160 die Blickrichtung des Insassen bezüglich der Straße bestimmen. Ist der Blick des Insassen in Richtung Straße ausgerichtet, kann das Verfahren zu Funktionsblock 425 übergehen. Wenn allerdings der Blick des Insassen nicht in Richtung Straße ausgerichtet ist, kann das Verfahren zu Funktionsblock 435 übergehen.

In manchen Anordnungen kann das Zustandserfassungsmodul 160 bei Funktionsblock 430 bestimmen, ob sich der Insasse auf die Straße konzentriert. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Zustandserfassungsmodul 160 basierend auf Daten von dem/den internen Sensor(en) 127 die Augen des Insassen identifizieren. Das Zustandserfassungsmodul 160 kann bestimmen, ob die Pupillen des Insassen geweitet sind. Das Zustandserfassungsmodul 160 kann die kognitive Last basierend auf der Pupillenweitung bestimmen. Basierend auf der prognostizierten kognitiven Last kann das Zustandserfassungsmodul 160 bestimmen, ob der Insasse sich auf die Straße konzentriert. Wenn bestimmt wird, dass sich der Insasse nicht auf die Straße konzentriert, kann das Verfahren zu Funktionsblock 435 übergehen. Wenn allerdings bestimmt wird, dass sich der Insasse auf die Straße konzentriert, kann das Verfahren zu Funktionsblock 425 übergehen.

In manchen Anordnungen kann das Zustandserfassungsmodul 160 bei Funktionsblock 430 eine Haltung des Insassen bestimmen. Basierend auf Daten von dem/den internen Sensor(en) 127 kann das Zustandserfassungsmodul 160 die Haltung des Insassen als aufmerksam oder unaufmerksam klassifizieren. Das Zustandserfassungsmodul 160 kann die Position der Hände, Füße, Brust, Kopf usw. des Insassen identifizieren. Wo bestimmt wird, dass der Insasse eine unaufmerksame Haltung hat, kann das Verfahren zu Funktionsblock 435 übergehen. Wenn allerdings bestimmt wird, dass der Insasse eine aufmerksame Haltung hat, kann das Verfahren zu Funktionsblock 425 übergehen.

Es ist anzumerken, dass die Beschreibung des Funktionsblocks 430 jede der offenbarten Anordnungen miteinschließt. Ferner kann der Funktionsblock 430 eine Mehrzahl dieser Anordnungen umfassen. Diesbezüglich kann das Zustandserfassungsmodul 160 einen Zustand des Insassen und mehr als einen Zustand des Insassen identifizieren, einschließlich, aber nicht darauf beschränkt, einen Blick des Insassen, ob der Insasse schläft, ob der Insasse konzentriert ist, die Haltung des Insassen usw. Ferner kann das Zustandserfassungsmodul 160 eine oder mehrerer dieser Zustände ansprechend auf einen anderen Zustand identifizieren. Zum Beispiel kann das Zustandserfassungsmodul 160, ansprechend darauf, dass der Insasse nicht schläft, den Blick des Insassen identifizieren und/oder ob der Insasse konzentriert ist. Als anderes Beispiel kann das Zustandserfassungsmodul 160 ansprechend auf die Bestimmung, dass der Insasse eine unaufmerksame Haltung hat, bestimmen, ob der Insasse schläft.

Ansprechend darauf, dass der Insasse wach ist und/oder der Blick des Insassen in Richtung Straße gerichtet ist und/oder sich der Insasse auf die Straße konzentriert, kann das Sitzbetätigungsmodul 158 in einer oder mehreren Anordnungen ein Signal erzeugen, das den Sitz 200 aus der ersten Position bewegt. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal erzeugen, das den Sitz 200 in eine Richtung und mit einer Beschleunigungsrate gemäß der Richtung und Größenordnung der Beschleunigung bewegt, die bei Funktionsblock 415 identifiziert wurden. In einer oder mehreren Anordnungen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal erzeugen, um den Sitz 200 mit einer Beschleunigungsrate zu bewegen, welche ein Skalierungsfaktor der Größenordnung der Beschleunigung des Fahrzeugs 100 für das Manöver ist. In einer oder mehreren Anordnungen kann die hier beschriebene Beschleunigungsrate für das gleiche Manöver niedriger sein als die Beschleunigungsrate, die ansprechend darauf verwendet wird, dass der Insasse beispielsweise schläft, sich nicht konzentriert usw. Ausgehend vom Entscheidungsblock 445 und nachdem das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal erzeugt hat, kann das Verfahren zu Funktionsblock 425 fortfahren.

In einer oder mehreren Anordnungen, wo das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal erzeugt, um den Sitz zu veranlassen, sich aus der ersten Position zu bewegen (z. B. bei Funktionsblöcken 440, 450 usw.) kann das Sitzbetätigungsmodul 158 ein weiteres Signal erzeugen, dass den Sitz 200 allmählich zurück in die erste Position bewegt. In manchen Beispielen kann das Sitzbetätigungsmodul 158 das Signal erzeugen, das den Sitz 200 zurück in die erste Position bewegt, wenn das Manöver ausgeführt wurde, bevor das Manöver ausgeführt wird usw.

In einer oder mehreren Anordnungen kann sich das in 4 gezeigte Verfahren weiter wiederholen, bis es endet. Das Verfahren kann enden, wenn das Fahrzeug 100 nicht mehr in einem autonomen oder teilautonomen Modus betrieben wird, wenn das Fahrzeug 100 ausgeschaltet wird usw.

1 wird nun in allen Einzelheiten als beispielhafte Umgebung erläutert, in der das System und die hier offenbarten Verfahren in Betrieb sein können. In manchen Fällen ist das Fahrzeug 100 eingerichtet, selektiv zwischen einem autonomen Modus, einem oder mehreren teilautonomen Betriebsmodi und/oder einem manuellen Modus hin- und her zu schalten. Ein solches Schalten kann auf eine geeignete, jetzt bekannte oder später entwickelte Art und Weise implementiert werden. „Manueller Modus“ bedeutet, dass alle oder eine Mehrzahl der Navigation und/oder des Manövrierens des Fahrzeugs gemäß den Eingaben durchgeführt werden, die von einem Nutzer empfangen werden (z. B. einem menschlichen Fahrer). In einer oder mehreren Anordnungen kann das Fahrzeug 100 ein herkömmliches Fahrzeug sein, das eingerichtet ist, ausschließlich in einem manuellen Modus betrieben zu werden.

In einem oder mehreren Beispielen ist das Fahrzeug 100 ein autonomes Fahrzeug. Wie hierin verwendet bezieht sich „autonomes Fahrzeug“ auf ein Fahrzeug, das in einem autonomen Modus betrieben wird. „Autonomer Modus“ bezieht sich auf Navigation und/oder Manövrieren des Fahrzeugs 100 auf einer Fahrroute mittels einem oder mehreren Computersystemen, um das Fahrzeug 100 mit minimalen oder ohne Eingaben von einem menschlichen Fahrer zu steuern. In einem oder mehreren Beispielen ist das Fahrzeug 100 hoch automatisiert oder vollständig automatisiert. In einem Beispiel ist das Fahrzeug 100 mit einem oder mehreren teilautonomen Betriebsmodi eingerichtet, in denen ein oder mehrere Computersysteme einen Teil der Navigation und/oder des Manövrierens des Fahrzeugs auf einer Fahrroute durchführen und ein Fahrzeugführer (d. h. Fahrer) Eingaben an das Fahrzeug vornimmt, um einen Teil der Navigation und/oder des Manövrierens des Fahrzeugs 100 entlang einer Strecke durchzuführen. In einer oder mehreren Anordnungen ist das Fahrzeug 100 mit einem oder mehreren teilautonomen Betriebsmodi eingerichtet, in denen ein oder mehrere Computersysteme eine oder mehrere Komponenten des Fahrzeugs 100 steuern, um das Fahrzeug 100 zu veranlassen, einer geänderten Strecke zu folgen, die von der aktuellen Strecke abweicht, der der Fahrzeugführer folgt. In diesem Beispiel steuert das eine oder die mehreren Computersysteme eine oder mehrere Komponenten des Fahrzeugs 100, um, ansprechend auf die Bestimmung, dass der Fahrzeugführer einer Abweichung von der aktuellen Strecke folgt, das Fahrzeug 100 zu veranlassen, einer geänderten Strecke zu folgen.

Wie oben erwähnt kann das Fahrzeug 100 Prozessor(en) 105 umfassen. In einer oder mehreren Anordnungen kann/können der Prozessor/die Prozessoren 105 ein Hauptprozessor des Fahrzeugs 100 sein. Zum Beispiel kann/können der Prozessor/die Prozessoren 105 eine elektronische Steuereinheit (ECU) sein.

Zudem kann das Fahrzeug Speicher 110 umfassen. Der Speicher 110 kann flüchtigen und/oder nicht-flüchtigen Speicher umfassen. Beispiele für geeignete Speicher umfassen RAM (Random Access Memory bzw. Direktzugriffsspeicher), Flash-Speicher, ROM (Read Only Memory bzw. Nur-Lese-Speicher), PROM (programmierbarer Nur-Lese-Speicher), EEPROM (elektrisch löschbarer, programmierbarer Nur-Lese-Speicher), Register, Magnetplatten, optische Platten, Festplatten und jedes andere geeignete Speichermedium oder eine Kombination derselben. Der Speicher 110 kann eine Komponente des Prozessors/der Prozessoren 105 sein oder der Speicher 110 kann mit dem Prozessor/den Prozessoren 105 für die Nutzung wirkverbunden sein. Der Begriff „wirkverbunden“, wie er in dieser Beschreibung verwendet wird, kann direkte oder indirekte Verbindungen umfassen, einschließlich Verbindungen ohne direkten physischen Kontakt.

In einer oder mehreren Anordnungen kann der Speicher 110 Kartendaten 116 umfassen. Die Kartendaten 116 können Karten einer oder mehrerer geographischer Gebiete umfassen. In manchen Fällen können die Kartendaten 116 Informationen oder Daten über Straßen, Verkehrssteuervorrichtungen, Straßenmarkierungen, Bauweisen, Merkmale und/oder Orientierungspunkt in dem einen oder mehreren geographischen Gebieten umfassen. Die Kartendaten 116 können in einer beliebigen geeigneten Form vorliegen. In manchen Fällen können die Kartendaten 116 Luftaufnahmen eines Gebiets umfassen. In manchen Fällen können die Kartendaten 116 Bodenaufnahmen eines Gebiets umfassen, einschließlich 360-Grad-Bodenaufnahmen. Die Kartendaten 116 können Abmessungen, Dimensionen, Entfernungen und/oder Informationen über ein oder mehrere Elemente umfassen, die in den Kartendaten 116 umfasst sind und/oder bezüglich anderer Elemente, die in den Kartendaten 116 umfasst sind. Die Kartendaten 116 können eine digitale Karte mit Informationen über Straßengeometrie umfassen. Die Kartendaten 116 können hoher Qualität sein und/oder hoch detailliert.

In einer oder mehreren Anordnungen können die Kartendaten 116 eine oder mehrere Geländekarten 117 umfassen. Die Geländekarte(n) 117 kann/können Informationen über den Boden, Gelände, Straßen, Oberflächen und/oder andere Merkmale eines oder mehrerer geographischer Gebiete umfassen. Die Geländekarte(n) 117 kann/können Höhendaten in dem einen oder den mehreren geographischen Gebieten umfassen. Die Kartendaten 116 können hoher Qualität sein und/oder hoch detailliert. Die Geländekarte(n) 117 kann/können eine oder mehrere Bodenoberflächen definieren, welche geteerte Straßen, ungeteerte Straßen, Land und andere Dinge, die eine Bodenoberfläche definieren, umfassen kann.

In einer oder mehreren Anordnungen können die Kartendaten 116 eine oder mehrere statische Objektkarten 118 umfassen. Die statische(n) Objektkarte(n) 118 kann/können Informationen über ein oder mehrere statische Objekte umfassen, das/die innerhalb eines oder mehreren geographischen Gebieten angeordnet ist. Ein „statisches Objekt“ ist ein physisches Objekt, dessen Position sich nicht verändert oder sich innerhalb einer Zeitspanne nicht wesentlich verändert und/oder dessen Größe sich nicht ändert oder sich innerhalb einer Zeitspanne nicht wesentlich ändert. Beispiele für statische Objekte umfassen Bäume, Gebäude, Randsteine, Zäune, Geländer, Mittelstreifen, Strommasten, Statuen, Denkmäler, Schilder, Bänke, Möbel, Briefkästen, große Steine, Hügel. Die statischen Objekte können Objekte sein, die über Bodenhöhe hinausragen. Das eine oder die mehreren statischen Objekte, die auf der/den statischen Objektkarte(n) 118 umfasst sind, können Positionsdaten, Größendaten, Abmessungsdaten, Materialdaten und/oder andere damit assoziierte Daten aufweisen. Die statische(n) Objektkarte(n) 118 kann/können Abmessungen, Dimensionen, Entfernungen und/oder Informationen über ein oder mehrere statische Objekte umfassen. Die statische Objektkarte(n) 118 kann/können hoher Qualität und/oder hoch detailliert sein. Die statischen Objektkarte(n) 118 kann/können aktualisiert werden, um Änderungen innerhalb eines kartographierten Gebiets wiederzugeben.

Wie oben angemerkt, kann das Fahrzeug 100 das Sensorsystem 120 umfassen. Das Sensorsystem 120 kann einen oder mehrere Sensoren umfassen. „Sensor“ bedeutet eine beliebige Vorrichtung, Komponente und/oder System, das etwas feststellen und/oder sensieren kann. Der eine oder die mehreren Sensoren kann/können eingerichtet sein, in Echtzeit festzustellen und/oder zu sensieren. Wie hierin verwendet bedeutet der Begriff „Echtzeit“ ein Niveau an Verarbeitungsreaktion, von der ein Nutzer oder ein System der Ansicht ist, dass es ausreichend unmittelbar ist, damit ein bestimmter Prozess oder eine Bestimmung durchgeführt werden kann, oder die es dem Prozessor erlaubt, mit einem externen Prozess mitzuhalten.

In Anordnungen, in denen das Sensorsystem 120 eine Mehrzahl an Sensoren umfasst, können die Sensoren unabhängig voneinander arbeiten. Alternativ können zwei oder mehr der Sensoren in Kombination miteinander arbeiten. In einem solchen Fall können zwei oder mehr Sensoren ein Sensornetzwerk bilden. Das Sensorsystem 120 und/oder der eine oder die mehreren Sensoren kann/können mit dem Prozessor/den Prozessor 105, dem Speicher 110 und/oder einem anderen Element des Fahrzeugs 100 wirkverbunden sein (einschließlich einem beliebigen der in 2 gezeigten Elemente). Das Sensorsystem 120 kann Daten von zumindest einem Teil der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 beziehen (z. B. den aktuellen Kontext).

Das Sensorsystem 120 kann einen beliebigen Sensortyp umfassen. Verschiedene Beispiele verschiedener Sensortypen werden im Vorliegenden beschrieben. Allerdings versteht es sich, dass die Beispiele nicht auf die bestimmten beschriebenen Sensoren beschränkt sind. Das Sensorsystem 120 kann ein oder mehrere Fahrzeugsensoren 121 umfassen. Das/die Fahrzeugsensor(en) 121 kann/können Informationen über das Fahrzeug 100 selbst feststellen, bestimmen und/oder sensieren. In einer oder mehreren Anordnungen kann/können der Fahrzeugsensor/die Fahrzeugsensoren 121 eingerichtet sein, Positions- und Ausrichtungsänderungen des Fahrzeugs 100 wie beispielsweise basierend auf Trägheitsbeschleunigung festzustellen und/oder zu sensieren. In einer oder mehreren Anordnungen kann/können der Fahrzeugsensor/die Fahrzeugsensoren 121 ein oder mehrere Beschleunigungsmesser umfassen, ein oder mehrere Gyroskope, eine inertiale Messeinheit (IMU), ein Koppelnavigationssystem, ein globales Navigationssatellitensystem (GNSS), ein globales Positionsbestimmungssystem (GPS) 124, ein Navigationssystem 147 und/oder andere geeignete Sensoren. Der Fahrzeugsensor/die Fahrzeugsensoren 121 kann/können eingerichtet sein, eine oder mehrere Merkmale des Fahrzeugs 100 festzustellen und/oder zu sensieren. In einer oder mehreren Anordnungen kann/können der Fahrzeugsensor/die Fahrzeugsensoren 121 einen Tachometer umfassen, um eine aktuelle Geschwindigkeit des Fahrzeugs 100 zu bestimmen.

Alternativ oder zusätzlich kann das Sensorsystem 120 ein oder mehrere externe Umgebungssensoren 122 umfassen, die eingerichtet sind, Umgebungsinformationen zu beziehen und/oder zu sensieren. „Fahrumgebungsdaten“ umfassen Daten oder Informationen über die externe Umgebung, in der sich ein autonomes Fahrzeug befindet, oder ein oder mehrere Teile davon. Zum Beispiel kann der eine oder die mehreren externen Umgebungssensoren 122 eingerichtet sein, Objekte in mindestens einem Teil der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 festzustellen, zu quantifizieren und/oder zu sensieren und/oder Informationen/Daten über solche Objekte. Solche Objekte können stationäre Objekte und/oder dynamische Objekte sein. Ferner kann/können der eine oder die mehreren externen Umgebungssensoren 122 eingerichtet sein, andere Dinge in der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 festzustellen, zu messen, zu quantifizieren und/oder zu sensieren, wie zum Beispiel Spurmarkierungen, Schilder, Ampeln, Verkehrsschilder, Spurlinien, Fußgängerüberwege, Randsteine nahe dem Fahrzeug 100, Objekte im Gelände usw.

Verschiedene Beispiele für Sensoren des Sensorsystems 120 werden hierin beschreiben. Die Beispielsensoren können Teil des einen oder der mehreren externen Umgebungssensoren 122 sein und/oder des einen/der mehreren Fahrzeugsensoren 121. Allerdings versteht es sich, dass die Beispiele nicht auf die bestimmten beschriebenen Sensoren beschränkt sind.

Als ein Beispiel kann das Sensorsystem 120 in einer oder mehreren Anordnungen einen oder mehrere Radarsensoren 125 umfassen, einen oder mehrere LIDAR-Sensoren 126, einen oder mehrere Sonar-Sensoren und/oder eine oder mehrere Kameras 123. In einer oder mehreren Anordnungen kann/können die eine oder die mehreren Kameras 123 High-Dynamic-Range-Kameras (HDR-Kameras) oder Infrarotkameras (IR-Kameras) sein.

Das Fahrzeug 100 kann ein Eingabesystem 165 umfassen. Ein „Eingabesystem“ umfasst jede Vorrichtung, Komponente, System, Element oder Anordnung oder Gruppen derselben, die es ermöglichen, Informationen/Daten in eine Maschine einzugeben. Das Eingabesystem 165 kann eine Eingabe von einem Fahrzeugpassagier (z. B. einem Fahrer oder einem Passagier) empfangen. Das Fahrzeug 100 kann ein Ausgabesystem 170 umfassen. Ein „Ausgabesystem“ umfasst jede Vorrichtung, Komponente oder Anordnung oder Gruppen derselben, die es ermöglichen, einem Fahrzeugpassagier oder Insassen (z. B. einer Person, einem Fahrzeugpassagier usw.) Informationen/Daten zu präsentieren.

Das Fahrzeug 100 kann ein oder mehrere Fahrzeugsysteme 140 umfassen. Verschiedene Beispiele für das eine oder die mehreren Fahrzeugsysteme 140 werden in 2 gezeigt. Allerdings kann das Fahrzeug 100 mehr, weniger oder andere Fahrzeugsysteme umfassen. Es versteht sich, dass obwohl bestimmte Fahrzeugsysteme gesondert definiert werden, jedes der Systeme oder Teile derselben mittels Hardware und/oder Software innerhalb des Fahrzeugs 100 anderweitig kombiniert oder getrennt werden können. Das Fahrzeug 100 kann ein Antriebssystem 141, ein Bremssystem 142, ein Lenksystem 143, ein Drosselsystem 144, einen Getriebe 145, ein Signalsystem 146 und/oder ein Navigationssystem 147 umfassen. Jedes dieser Systeme kann eine oder mehrere jetzt bekannte oder später entwickelte Vorrichtungen, Komponenten und/oder Kombinationen derselben umfassen.

Das Navigationssystem 147 kann eine oder mehrere jetzt bekannte oder später entwickelte Vorrichtungen, Anwendungen und/oder Kombinationen derselben umfassen, die eingerichtet sind, den geographischen Standort des Fahrzeugs 100 zu bestimmen und/oder eine Fahrtroute für das Fahrzeug 100 zu ermitteln. Das Navigationssystem 147 kann ein oder mehrere Kartierungsapplikationen umfassen, um eine Strecke für das Fahrzeug 100 zu bestimmen. Das Navigationssystem 147 kann ein globales Positionsbestimmungssystem 124 umfassen, ein Local-Positioning-System oder ein Geolokalisierungssystem.

Das Fahrzeug 100 kann ein oder mehrere Module 150 umfassen, von denen zumindest einige hierin beschrieben werden. Die Module können als computerlesbarer Programmcode implementiert werden, die, wenn sie von einem Prozessor 105 ausgeführt werden, einen oder mehrere der verschiedenen, hier beschriebenen Prozesse implementieren. Eines oder mehrere Module 150 kann/können eine Komponente des/der Prozessors/Prozessoren 105 sein oder eines oder mehrere der Module 150 kann/können auf anderen Verarbeitungssystemen ausgeführt und/oder darüber verteilt sein, mit denen der Prozessor/die Prozessoren 105 wirkverbunden ist/sind. Die Module 150 können Anweisungen (z. B. Programmlogik) umfassen, die von einem Prozessor oder mehreren Prozessoren 105 ausgeführt werden können. Alternativ oder zusätzlich kann der Speicher 110 solche Anweisungen enthalten.

In einer oder mehreren Anordnungen kann/können eines oder mehrere der hier beschriebenen Module 150 künstliche oder Computational-Intelligence-Elemente umfassen, z. B. ein neurales Netz, Fuzzylogik oder andere maschinelle Lernalgorithmen. Ferner kann eines oder mehrere der Module 150 in einer oder mehreren Anordnungen über eine Mehrzahl der hier beschriebenen Module verteilt sein. In einer oder mehreren Anordnungen können zwei oder mehr der hier beschriebenen Module 150 in einem einzelnen Modul kombiniert sein.

Das Fahrzeug 100 kann ein automatisiertes Steuerungsmodul/Steuerungsmodule 154 umfassen. Das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können eingerichtet sein, mit den verschiedenen Fahrzeugsystemen 140 zu kommunizieren. In einer oder mehreren Anordnungen kann/können der Prozessor/die Prozessoren 105 und/oder das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 wirkverbunden sein, um mit den verschiedenen Fahrzeugsystemen 140 und/oder individuellen Komponenten derselben zu kommunizieren. Zum Beispiel kann/können, unter Rückbezug auf 2, der Prozessor/die Prozessoren 105 und das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 in Kommunikation stehen, um Informationen von den verschiedenen Fahrzeugsystemen 140 zu senden/zu empfangen, um die Bewegung, Geschwindigkeit, Manövrieren, Fahrtrichtung, Richtung usw. des Fahrzeugs 100 zu steuern. Der Prozessor/die Prozessoren 105 und/oder das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können einige oder alle dieser Fahrzeugsysteme 140 steuern und so kann das Fahrzeug 100 teilweise oder vollständig autonom sein.

Das Fahrzeug 100 kann ein oder mehrere automatisierte Steuerungsmodul(e) 154 umfassen. Das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können eingerichtet sein, Daten von dem Sensorsystem 120 und/oder einem beliebigen anderen Systemtyp zu empfangen, der fähig ist, Informationen bezüglich des Fahrzeugs 100 und/oder der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 aufzunehmen. In einer oder mehreren Anordnungen kann/können das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 solche Daten verwenden, um ein oder mehrere Fahrszenarienmodelle zu erstellen. Das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können Position und Geschwindigkeit des Fahrzeugs 100 bestimmen. Das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können die Position von Objekten, Objekte oder andere Umgebungsmerkmale einschließlich Verkehrsschilder, Bäume, Büsche, nahegelegene Fahrzeuge, Fußgänger usw. bestimmen. Das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können eingerichtet sein, Standortinformationen für Objekte (z. B. das Fahrzeug 100) innerhalb der externen Umgebung des Fahrzeugs 100 für die Verwendung durch den Prozessor/die Prozessoren 105 und/oder eines oder mehrere der hier beschriebenen Module 150 zu empfangen/und oder zu bestimmen, um eine Position und Richtung des Fahrzeugs 100 zu bestimmen, eine Fahrzeugposition in globalen Koordinaten zu bestimmen basierend auf Signalen von einer Mehrzahl an Satelliten oder allen anderen Daten und/oder Signalen, die verwendet werden könnten, um den aktuellen Zustand des Fahrzeugs 100 zu bestimmen oder die Position des Fahrzeugs 100 bezüglich seiner Umgebung zu bestimmen, um entweder bei einer Kartenerstellung oder bei der Bestimmung der Position des Fahrzeugs 100 bezüglich Kartendaten verwendet zu werden.

Das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können eingerichtet sein, eine Strecke/Strecken zu bestimmen, aktuelle autonome Fahrmanöver für das Fahrzeug 100, zukünftige autonome Fahrmanöver und/oder Änderungen aktueller autonomer Fahrmanöver basierend auf von dem Sensorsystem 120 bezogenen Daten, Fahrszenarienmodellen und/oder Daten von einer beliebigen anderen geeigneten Quelle. In einer oder mehreren Anordnungen kann/können das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 eingerichtet sein, eine Strecke/Strecken für das Fahrzeug 100 zu bestimmen, um bestimmte Bereiche des Fahrzeugs 100 im Falle eines wahrscheinlichen Aufpralls des Fahrzeugs 100 zu vermeiden.

Der Prozessor/die Prozessoren 105 und/oder das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können betriebsfähig sein, die Navigation und/oder das Manövrieren des Fahrzeugs 100 zu steuern, indem eines oder mehrere der Fahrzeugsysteme 140 und/oder deren Komponenten gesteuert werden. Zum Beispiel beim Betrieb in einem autonomen oder teilautonomen Modus kann/können der Prozessor/die Prozessoren 105 und/oder das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 die Richtung und/oder die Geschwindigkeit des Fahrzeugs 100 steuern. Der Prozessor/die Prozessoren 105 und/oder das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 können das Fahrzeug 100 veranlassen, zu beschleunigen (z. B. indem die an den Motor zugeführte Kraftstoffmenge erhöht wird), zu verzögern (z. B. indem die an den Motor zugeführte Kraftstoffmenge gesenkt wird und/oder die Bremsen betätigt werden) und/oder die Richtung zu ändern (z. B. indem die zwei Vorderräder gelenkt werden). Wie hier verwendet bedeutet „veranlassen“ das Auftreten einer Begebenheit oder einer Aktion zu erwirken, zu erzwingen, zu erfordern, anzuleiten, zu befehlen, anzuweisen und/oder zu ermöglichen oder zumindest in einen Zustand zu sein, wo eine solche Begebenheit oder Aktion auftreten kann, entweder auf direkte oder indirekte Art und Weise.

Das Fahrzeug 100 kann ein oder mehrere Stellelemente 148 umfassen. Die Stellelemente 148 können ein beliebiges Element oder eine Kombination von Elementen sein, die betriebsfähig sind, ansprechend auf das Empfangen von Signalen oder anderen Eingaben von dem Prozessor/den Prozessoren 105 und/oder des/der automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 ein oder mehrere der Fahrzeugsysteme 140 oder Komponenten desselben zu modifizieren, zu verstellen und/oder zu verändern. Jedes geeignete Stellelement kann verwendet werden. Zum Beispiel kann das eine oder die mehreren Stellelemente 148 Motoren, pneumatische Stellelemente, Hydraulikkolben, Relais, Solenoide und/oder piezoelektrische Stellelemente umfassen, um nur einige Möglichkeiten zu nennen.

Das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können eingerichtet sein, ein oder mehrere Fahrmanöver zu bestimmen, um der/den bestimmten Strecke(n) für das Fahrzeug 100 zu folgen. „Fahrmanöver“ bedeutet eine oder mehrere Aktionen, die die Bewegung eines Fahrzeugs beeinflussen. Beispiele für Fahrmanöver umfassen: Beschleunigen, Verzögern, Bremsen, Lenken, Bewegen in seitlicher Richtung des Fahrzeugs 100, Spurwechsel, Einfädeln auf eine Fahrspur und/oder Rückwärtsfahren, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können eingerichtet sein, die bestimmten Fahrmanöver zu implementieren. Das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können direkt oder indirekt das Implementieren solcher autonomen Fahrmanöver veranlassen. Wie hier verwendet bedeutet „veranlassen“ das Auftreten einer Begebenheit oder einer Aktion zu erwirken, zu befehlen, anzuweisen und/oder zu ermöglichen oder zumindest in einen Zustand zu sein, wo eine solche Begebenheit oder Aktion auftreten kann, entweder auf direkte oder indirekte Art und Weise. Das/die automatisierte(n) Steuerungsmodul(e) 154 kann/können eingerichtet sein, verschiedene Fahrzeugfunktionen auszuführen und/oder das Fahrzeug 100 oder eines oder mehrere Systeme desselben zu steuern (z. B. eines oder mehrere der Fahrzeugsysteme 140), Daten an dieses/diese zu übertragen, Daten von diesem/diesen zu empfangen, oder mit diesem/diesen zu interagieren.

Die hier offenbarten Anordnungen weisen viele Vorteile gegenüber anderen Systemen auf. Zum Beispiel können die hier offenbarten Anordnungen die Aufmerksamkeit eines Insassen zurück auf die Straße lenken. Die hier offenbarten Anordnungen können einem Insassen des Fahrzeugs eine vestibuläre Wahrnehmung anstelle von lediglich einem Tastgefühl verleihen. Die hier offenbarten Anordnungen können Insassen auf bevorstehende Beschleunigungen vorbereiten. Die hier offenbarten Anordnungen können einen Benachrichtigungsgrad basierend auf dem aktuellen Zustand des Insassen ändern (z. B. schlafend, Aufmerksamkeit auf die Straße usw.). Die hier offenbarten Anordnungen können schlafende Insassen wecken.

Detaillierte Beispiele sind hier offenbart. Es versteht sich allerdings, dass die offenbarten Beispiele nur als Beispiele gedacht sind. Daher sollten spezifische, hier offenbarte strukturelle und funktionelle Details nicht als beschränkend interpretiert werden, sondern nur als Basis für die Ansprüche und als eine repräsentative Basis zur Lehre eines Fachmanns, die vorliegenden Aspekte auf praktisch jede beliebige, zweckmäßig detaillierte Bauweise unterschiedlich anzuwenden. Ferner sollen die hier verwendeten Begriffe und Ausdrücke nicht einschränkend sein, sondern sollen vielmehr eine verständliche Beschreibung möglicher Implementierungen geben. Verschiedene Beispiele werden in den 1-4 gezeigt, aber die Beispiele sind nicht auf die dargestellte Bauweise oder Anwendung beschränkt.

Die Flussdiagramme und Blockschaltbilder in den Figuren zeigen die Architektur, Funktionalität und den Betrieb möglicher Anwendungen von Systemen, Verfahren und Computerprogrammen gemäß verschiedenen Beispielen. Diesbezüglich kann jeder Block in den Flussdiagrammen oder Blockschaltbildern ein Modul, Segment oder einen Codeanteil repräsentieren, welcher eine oder mehrere ausführbare Anweisungen zur Implementierung der spezifischen logischen Funktion(en) aufweist. Es ist ebenfalls zu beachten, dass in manchen alternativen Implementierungen die in dem Block angegebenen Funktionen in einer anderen als der in den Figuren angegebenen Reihenfolge erfolgen können. Zum Beispiel können, abhängig von der hiermit verbundenen Funktionalität, zwei aufeinander folgend gezeigte Blöcke in Wirklichkeit im Wesentlichen gleichzeitig ausgeführt werden oder die Blöcke können manchmal in entgegengesetzter Reihenfolge ausgeführt werden.

Die oben beschriebenen Systeme, Komponenten und/oder Prozesse können als Hardware oder als eine Kombination aus Hardware und Software realisiert werden und können auf eine zentralisierte Art in einem Verarbeitungssystem realisiert werden oder auf eine dezentralisierte Art, bei der verschiedene Elemente über mehrere, untereinander verbundene Verarbeitungssysteme verteilt sind. Jede beliebige Art Verarbeitungssystem oder eine andere Vorrichtung, die für das Ausführen der hier beschriebenen Verfahren adaptiert wurde, ist geeignet. Eine typische Kombination aus Hardware und Software kann ein Verarbeitungssystem mit computernutzbarem Programmcode sein, welcher, wenn er geladen und ausgeführt wird, das Verarbeitungssystem so steuert, dass es die hier beschriebenen Verfahren ausführt. Die Systeme, Komponenten und/oder Prozesse können auch auf einem computerlesbaren Speicher integriert sein, wie beispielsweise einem Computerprogramm oder einer andere Datenprogrammspeichervorrichtung, die von einer Maschine lesbar ist, ein greifbares Programm an Anweisungen enthält, welche durch die Maschine ausführbar sind, um hier beschriebene Verfahren und Prozesse durchzuführen. Diese Elemente können auch in einem Anwendungsprodukt integriert sein, welches alle Wartungsbedingungen aufweist, die die Implementierung der hier beschriebenen Verfahren erlauben und welches, wenn es in einem Verarbeitungssystem geladen wird, fähig ist, diese Verfahren auszuführen.

Ferner können die hier beschriebenen Anordnungen als Computerprogrammes ausgebildet sein, das in einem oder mehreren computerlesbaren Medien enthalten ist, mit integriertem, z. B. darauf gespeichertem, computerlesbarem Programmcode. Jede beliebige Kombination eines oder mehrerer computerlesbarer Medien kann verwendet werden. Das computerlesbare Medium kann ein computerlesbares Signalmedium oder ein computerlesbares Speichermedium sein. Der Ausdruck „computerlesbares Speichermedium“ bedeutet ein nicht-flüchtiges Speichermedium. Ein computerlesbares Speichermedium kann, beispielsweise, ein elektronisches, magnetisches, optisches, elektromagnetisches, Infrarot- oder Halbleitersystem, -apparat oder -vorrichtung oder jede geeignete Kombination derselben sein, ist aber nicht darauf beschränkt. Weitere spezifische Beispiele (eine nicht erschöpfende Liste) computerlesbarer Speichermedien würde Folgendes umfassen: eine tragbare Computerdiskette, eine Festplatte (HDD), eine Solid-State-Drive (SSD), ein Nur-Lese-Speicher (ROM), ein elektrisch löschbarer, programmierbarer Nur-Lese-Speicher (EPROM oder Flash-Speicher), eine tragbare Compact Disc Read-Only Memory (CD-ROM), eine Digital Versatile Disc (DVD), eine optische Speichervorrichtung, eine magnetische Speichervorrichtung oder eine beliebige Kombination des Vorstehenden. Im Kontext dieses Dokuments kann ein computerlesbares Speichermedium jedes Medium sein, das ein Programm enthalten oder darauf speichern kann, um von oder zusammen mit einem Anweisungsausführsystem, -apparat oder -vorrichtung verwendet zu werden.

Auf einem computerlesbaren Medium integrierter Programmcode kann mittels einem beliebigen, geeigneten Medium übermittelt werden, einschließlich aber nicht ausschließlich drahtlos, drahtgebunden, mittels optischem Faser, Kabel, RF usw. oder einer geeigneten Kombination derselben. Computerprogrammcode zum Ausführen von Abläufen für Aspekte der vorliegenden Anordnungen kann in einer beliebigen Kombination von Programmiersprachen geschrieben sein, einschließlich einer objektorientierten Programmiersprache wie Java™, Smalltalk, C++ oder dergleichen und herkömmlicher prozeduraler Programmiersprachen, wie beispielsweise die „C“-Programmiersprache oder ähnliche Programmiersprachen. Der Programmcode kann vollständig auf dem Computer des Nutzers ausgeführt werden, teilweise auf dem Computer des Nutzers, als eigenständiges Softwarepaket, teilweise auf dem Computer des Nutzers und teilweise auf einem Remotecomputer, oder vollständig auf dem Remotecomputer oder Server. Im letzteren Szenario kann der Remotecomputer mit dem Computer des Nutzers durch einen beliebigen Netzwerktyp verbunden sein, einschließlich einem Local Area Network (LAN) oder einem Wide Area Network (WAN) oder die Verbindung kann zu einem externen Computer hergestellt werden (beispielsweise über das Internet mittels eines Internet Service Providers).

Die Begriffe „ein“, „eine“, „eines“, „einer“ wie hier verwendet, sind definiert als eines oder mehr als eines. Der Begriff „Mehrzahl“ wie hier verwendet, ist als zwei oder mehr als zwei definiert. Der Begriff „weiteres“ wie hier verwendet, ist als mindestens ein zweites oder mehr definiert. Die Begriffe „umfassend“ und/oder „mit“ wie hier verwendet, sind als „aufweisend“ definiert (d. h. nicht einschränkende Sprache). Der Ausdruck „mindestens eine ... der ...“ wie hier verwendet bezieht sich auf und umfasst jede und alle möglichen Kombinationen eines oder mehrerer der assoziierten aufgelisteten Elemente. Als Beispiel: der Ausdruck „A, B und/oder C“ umfasst nur A, nur B, nur C oder eine beliebige Kombination derselben (z. B. AB, AC, BC oder ABC).

Vorliegende Aspekte können in anderen Ausführungsformen integriert sein, ohne von dem Geist oder essentiellen Merkmalen derselben abzuweichen. Dementsprechend sollte vielmehr Bezug auf die folgenden Ansprüche als auf die vorstehende Beschreibung als Indikator des Umfangs des Vorliegenden genommen werden.