Title:
Verfahren zum Betreiben eines Kraftwagens
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftwagens (12), bei welchem mittels einer elektronischen Recheneinrichtung (20) des Kraftwagens (12) Daten (18) von wenigstens einer bezüglich des Kraftwagens (12) externen Erfassungseinrichtung (14) empfangen werden, wobei die Daten (18) den Kraftwagen (12) außenseitig charakterisieren und die elektronische Recheneinrichtung (20) des Kraftwagens (12) in Abhängigkeit von den Daten (18) ein äußeres Erscheinungsbild des Kraftwagens (12) ermittelt. embedded image




Inventors:
Hirsch, Julian (70567, Stuttgart, DE)
Hirsch, Christian (74544, Michelbach an der Bilz, DE)
Application Number:
DE102018002608A
Publication Date:
08/09/2018
Filing Date:
03/29/2018
Assignee:
Daimler AG, 70327 (DE)
Domestic Patent References:
DE102010015686A1N/A2011-10-27



Claims:
Verfahren zum Betreiben eines Kraftwagens (12), bei welchem mittels einer elektronischen Recheneinrichtung (20) des Kraftwagens (12) Daten (18) von wenigstens einer bezüglich des Kraftwagens (12) externen Erfassungseinrichtung (14) empfangen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten (18) den Kraftwagen (12) außenseitig charakterisieren und die elektronische Recheneinrichtung (20) des Kraftwagens (12) in Abhängigkeit von den Daten (18) ein äußeres Erscheinungsbild des Kraftwagens (12) ermittelt.

Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der elektronischen Recheneinrichtung (20) in Abhängigkeit von dem ermittelten äußeren Erscheinungsbild ein Verschmutzungsgrad und/oder eine Beschädigung wenigstens einer Außenseite des Kraftwagens (12) ermittelt wird.

Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von dem Verschmutzungsgrad und/oder der Beschädigung ein den Verschmutzungsgrad und/oder die Beschädigung charakterisierendes Hinweissignal an den Fahrer und/oder einen Fahrzeugbesitzer des Kraftwagens (12) ausgegeben wird und/oder der Kraftwagen (12) mittels einer Steuereinrichtung betrieben wird.

Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftwagen (12) mittels der Steuereinrichtung in Abhängigkeit von dem Verschmutzungsgrad und/oder der Beschädigung zu einer Werkstatt und/oder einer Waschanlage bewegt wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4„ dadurch, dass mittels der elektronischen Recheneinrichtung (20) der Verschmutzungsgrad zusätzlich in Abhängigkeit von einer Umgebungsinformation ermittelt wird.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftwagens gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs.

Ein derartiges Verfahren zum Betreiben eines Kraftwagens ist bereits aus der DE 10 2010 015 686 A1 bekannt. Hierbei werden mittels einer elektronischen Recheneinrichtung des Kraftwagens Daten von wenigstens einer bezüglich des Kraftwagens externen Erfassungseinrichtung empfangen. Insbesondere empfängt der Kraftwagen von einem anderen Kraftfahrzeug gewonnene Messdaten, um eine Information über eine Form eines weiteren Kraftfahrzeugs zu charakterisieren.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Ermitteln eines äußeren Erscheinungsbilds eines Kraftwagens zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftwagens mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den jeweils abhängigen Ansprüchen sowie in der folgenden Beschreibung angegeben.

Um ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftwagens der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass ein äußeres Erscheinungsbild des Kraftwagens ermittelbar ist, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Daten den Kraftwagen außenseitig charakterisieren und die elektronische Recheneinrichtung des Kraftwagens in Abhängigkeit von den Daten ein äußeres Erscheinungsbild des Kraftwagens ermittelt. Hierbei beschreibt das äußere Erscheinungsbild ein äußeres Aussehen, insbesondere eine Oberflächebeschaffenheit, des Kraftwagens. Beispielsweise kann das äußere Erscheinungsbild in Form eines Oberflächenmodells einer Außenseite des Kraftwagens erstellt werden. Bei der Erfassungseinrichtung kann es sich um eine Kameraeinrichtung und/oder eine Sensoreinrichtung wie ein Radar und/oder ein Lidar und/oder eine Ultraschallsensoreinrichtung eines zu dem Kraftwagen anderen Kraftfahrzeugs handeln. Die Daten können über eine Car-to-Car-Kommunikation von dem anderen Kraftfahrzeug für den Kraftwagen bereitgestellt werden. Die von dem anderen Kraftfahrzeug bereitgestellten Daten können wenigstens ein mittels der Kameraeinrichtung und/oder der Sensoreinrichtung erfasstes Bild des Kraftwagens charakterisieren. Alternativ oder zusätzlich können die Daten eine Positionsinformation des Kraftwagens und/oder des anderen Kraftfahrzeugs und/oder der Erfassungseinrichtung umfassen, wobei mittels der Positionsinformation das Bild dem Kraftwagen zugeordnet werden kann. Darüber hinaus kann in Abhängigkeit von der Positionsinformation anhand des Bilds beispielsweise die erfasste Oberfläche des Kraftwagens einem Bereich der Außenseite des Kraftwagens zugeordnet werden. Alternativ oder zusätzlich können die Daten eine Relativposition und/oder eine Ausrichtung der Erfassungseinrichtung relativ zu dem Kraftwagen charakterisieren, sodass die elektronische Recheneinrichtung in Abhängigkeit von den Daten das äußere Erscheinungsbild des Kraftwagens positionsgenau der Außenseite des Kraftwagens zuordnen kann. Folglich kann bei dem Verfahren wenigstens eine Erfassungseinrichtung wenigstens eines zu dem Kraftwagen unterschiedlichen Kraftfahrzeugs dazu genutzt werden, das äußere Erscheinungsbild des Kraftwagens zu ermitteln. Hierdurch können besonders einfach während eines Betriebs des Kraftwagens mittels in einem Erfassungsumfeld des Kraftwagens angeordneter Erfassungseinrichtungen anderer Kraftfahrzeuge die das äußere Erscheinungsbild des Kraftwagens charakterisierenden Daten ermittelt und für den Kraftwagen bereitgestellt werden. Das äußere Erscheinungsbild des Kraftwagens ist somit besonders einfach ermittelbar.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in der einzigen Figur alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Dabei zeigt die einzige Fig. eine schematische Seitenansicht zweier Kraftwagen, wobei mittels einer Erfassungseinrichtung eines ersten Kraftwagens Daten zum Ermitteln eines äußeren Erscheinungsbilds des zweiten Kraftwagens erfasst und für den zweiten Kraftwagen bereitgestellt werden.

Die einzige Fig. zeigt in einer schematischen Seitenansicht einen ersten Kraftwagen 10 sowie einen zweiten Kraftwagen 12. Der erste Kraftwagen 10 weist eine Erfassungseinrichtung 14 auf, mittels welcher den zweiten Kraftwagen 12 außenseitig charakterisierende Messdaten 16 erfassbar sind. Bei der Erfassungseinrichtung 14 kann es sich um eine Kameraeinrichtung und/oder um eine Sensoreinrichtung wie einen Radar, ein Lidar oder eine Ultraschallsensoreinrichtung handeln, mittels welchen die Außenseite des zweiten Kraftwagens 12 charakterisierenden Messdaten 16 erfassbar sind. In Abhängigkeit von den mittels der Erfassungseinrichtung 14 erfassten Messdaten 16 werden mittels der Erfassungseinrichtung 14 des ersten Kraftwagens 10 die Messdaten 16 charakterisierende Daten 18 für eine elektronische Recheneinrichtung 20 des zweiten Kraftwagens 12 bereitgestellt. Mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 kann in Abhängigkeit von den von der Erfassungseinrichtung 14 empfangenen Daten 18 ein äußeres Erscheinungsbild des zweiten Kraftwagens 12 ermittelt werden. Folglich empfängt die elektronische Recheneinrichtung 20 die von der Erfassungseinrichtung 14 bereitgestellten Daten 18, um zu ermitteln, wie der zweite Kraftwagen 12 außenseitig aussieht.

Hierbei kann mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 in Abhängigkeit von dem ermittelten äußeren Erscheinungsbild des zweiten Kraftwagens 12 ein Verschmutzungsgrad und/oder eine Beschädigung wenigstens einer Außenseite des zweiten Kraftwagens 12 ermittelt werden. Mit anderen Worten wird mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 anhand der Daten 18 ermittelt, wie sehr die Außenseite des zweiten Kraftwagens 12 mit Schmutz zugesetzt ist und/oder ob die Außenseite des zweiten Kraftwagens 12 Beschädigungen insbesondere in Form von Kratzern aufweist und welcher Art diese Beschädigungen sind.

In Abhängigkeit von dem ermittelten Verschmutzungsgrad beziehungsweise der ermittelten Beschädigung der wenigstens einen Außenseite des zweiten Kraftwagens 12 kann mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 ein den jeweiligen Verschmutzungsgrad und/oder die Beschädigung charakterisierendes Hinweissignal an den Fahrer des zweiten Kraftwagens 12 ausgegeben werden. Hierbei kann das Hinweissignal in einem Innenraum des zweiten Kraftwagens 12 und/oder über ein mobiles elektronisches Endgerät an den Fahrer des zweiten Kraftwagens 12 ausgegeben werden. Alternativ oder zusätzlich kann das Hinweissignal an eine zu dem zweiten Kraftwagen 12 externe Ausgabeeinrichtung übermittelt werden und mittels dieser kraftwagenexternen Ausgabeeinrichtung ausgegeben werden. Das Hinweissignal kann alternativ oder zusätzlich zu dem Fahrer an einen Fahrzeugbesitzer beziehungsweise einen Fahrzeughalter des zweiten Kraftwagens 12 ausgegeben werden. Hierbei kann es sich bei dem Fahrzeugbesitzer beziehungsweise Fahrzeughalter um eine Privatperson und/oder um einen Flottenbetreiber handeln.

Mittels einer elektronischen Steuereinrichtung kann der zweite Kraftwagen 12 in Abhängigkeit von dem Verschmutzungsgrad und/oder der Beschädigung betrieben werden. Das bedeutet, dass mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 der zweite Kraftwagen 12 in Abhängigkeit von dem Verschmutzungsgrad und/oder der Beschädigung zu einer Waschstraße oder zu einer Werkstatt autonom bewegt werden kann. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass das äußere Erscheinungsbild des zweiten Kraftwagens 12 vorgegebenen Mindestanforderungen entspricht.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann mittels einer vorherigen Abstimmung zwischen dem zweiten Kraftwagen 12 und einer Kommunikationsschnittstelle 24 der Waschstraße oder der Werkstatt über eine Car-2-X Kommunikation eine optimale bedarfsorientierte Reinigung oder eine schnelle Reparatur sichergestellt sowie eine besonders günstige gegenseitige zeitliche Planung gewährleistet werden. Somit ergibt sich eine minimale Ausfallszeit für den zweiten Kraftwagen 12.

Vorgesehen ist zusätzlich, dass die Recheneinrichtung 20 des zweiten Kraftwagens 12 mithilfe von Informationen und Daten zu Erfahrungswerten vom Fahrzeughersteller und/oder kooperierenden Werkstätten weitestgehend selbstständig entscheidet, ob und in welchem Maße ein Kratzer und/oder Delle noch ausgebessert werden kann und wann ein Austausch eines Karosserieteils unumgänglich ist. Hierzu kann die Recheneinrichtung 20 eine Position, Art und einen Grad der Beschädigung bestimmen und mit gespeicherten Daten zur Reparaturmöglichkeit abgleichen.

Ebenso kann der zweite Kraftwagen 12 ein visualisiertes Modell 22 des äußeren Erscheinungsbilds im Falle von Kratzern und/oder Dellen an eine kontaktierte Werkstatt übersenden. Hierfür kann die elektronische Recheneinrichtung 20 das visualisierte Modell 22 für die in der einzigen Fig. schematisch mit einem Kästchen gekennzeichnete Kommunikationsschnittstelle 24 der Werkstatt bereitstellen. In der Werkstatt kann ein Mitarbeiter über einen Aufwand und/oder über eine Notwendigkeit eines Austausches von Karosserieteilen lediglich anhand des visualisierten Modells 22 entscheiden und dem Fahrzeughalter direkt ein Kostenvoranschlag übersenden. Im Anschluss können die zur Reparatur benötigten Teile just-in-time bestellt werden.

Die elektronische Recheneinrichtung 20 kann den Verschmutzungsgrad in Abhängigkeit von den Daten 18 und zusätzlich in Abhängigkeit von einer Umgebungsinformation ermitteln. Bei der Umgebungsinformation kann es sich um einen Wettereinfluss und/oder einen Fahrbahneinfluss und/oder ein dem zweiten Kraftwagen 12 vorausfahrendes Kraftfahrzeug handeln. Mittels der Umgebungsinformation kann die elektronische Recheneinrichtung 20 den Verschmutzungsgrad des zweiten Kraftwagens 12 besonders genau und besonders detailliert ermitteln.

Dem beschriebenen Verfahren zum Ermitteln des äußeren Erscheinungsbilds des zweiten Kraftwagens 12 liegt die Erkenntnis zugrunde, dass bislang ein Automobil als teilautonom oder autonom fahrende Einheit keine Informationen über sein eigenes Erscheinungsbild und einen Grad einer eigenen Verschmutzung hat. Informationen über einen Waschstraßenbesuch müssen somit derzeit von Menschen initialisiert werden. Auch kleine Veränderungen des Erscheinungsbilds des Automobils in Form von Kratzern oder Dellen werden bislang nicht vom Automobil selbst registriert. Vor allem bei Automobilen, welche keinem Besitzer als Privatperson, sondern einer Flotte angehören oder in einem geteilten Nutzen, welches auch als Share-Model bezeichnet wird, verwendet werden, ist es wichtig, dass das Automobil von sich aus Schritte einleitet, um ein bestmögliches äußeres Erscheinungsbild aufrecht zu erhalten. Zur Lösung dieses Problems ist bei dem Verfahren vorgesehen, dass eine im ersten Kraftwagen 10 als Erfassungseinrichtung 14 verbaute Multipurpose-Kamera den zweiten Kraftwagen 12 im Straßenverkehr erkennen kann und Informationen über ein Äußeres des zweiten Kraftwagens 12 erhalten kann. Es kann ein mittels der Erfassungseinrichtung 14 aufgenommenes Bild des zweiten Kraftwagens 12 zusammen mit einer relativen Aufnahmeposition und/oder einem Betrachtungswinkel der Erfassungseinrichtung 14 zum zweiten Kraftwagen 12, aus welcher das Bild aufgenommen wurde, über eine Car-to-Car-Kommunikation an den zweiten Kraftwagen 12 übermittelt werden. Der zweite Kraftwagen 12 kann mithilfe einer Überlagerung von unterschiedlichen Bildern aus unterschiedlichen relativen Aufnahmepositionen ein dreidimensionales Modell des eigenen Äußeren, insbesondere der eigenen Karosserie, erstellen. Anhand des dreidimensionalen Modells können übermäßige Verschmutzungen und/oder Dellen und/oder Kratzer erkannt werden. Der zweite Kraftwagen 12 kann selbstständig, bei Überschreiten eines festgelegten Verschmutzungsschwellenwerts durch den ermittelten Verschmutzungsgrad das Hinweissignal an den Fahrzeugbesitzer senden und/oder eine autonome Fahrt zu einer Waschstraße vornehmen. Im Fall eines insbesondere neu hinzugekommenen Kratzers und/oder einer Delle kann der zweite Kraftwagen 12 dem Fahrzeugbesitzer, bei welchem es sich um die Privatperson oder um den Flottenbetreiber handeln kann, das Hinweissignal zukommen lassen.

Zusätzlich zu den Daten 18 kann die elektronische Recheneinrichtung 20 vom zweiten Kraftwagen 12 generierte Informationen in die Erstellung des dreidimensionalen Modells mit einfließen lassen. So ist die Verschmutzung des zweiten Kraftwagens 12 von einem Wettereinfluss und/oder einer Beschaffenheit eines Fahrbahnbelags abhängig. Der zweite Kraftwagen 12 kann über eine eingebaute eigene Kameraeinrichtung sowie über ein eigenes Navigationsgerät erkennen, ob der zweite Kraftwagen 12 über einen Feldweg oder über eine gut ausgebaute Straße gefahren wird. Diese den Feldweg und/oder die gut ausgebaute Straße charakterisierende Fahrbelagsinformation und/oder eine Information über Witterungsverhältnisse und/oder eine Information über eine Fahrverteilung des zweiten Kraftwagens12 und/oder eine Information über eine Länge einer mittels des Kraftwagens 12 gefahrenen Strecke können in die Erstellung des dreidimensionalen Modells des äußeren Erscheinungsbilds des zweiten Kraftwagens 12 mit einfließen. Anhand der Fahrbelagsinformation und/oder der Information über die Witterungsverhältnisse und/oder der Information über die Fahrverteilung und/oder der Information über die Länge der gefahrenen Strecke kann eine Unterbodenverschmutzung des zweiten Kraftwagens 12 ermittelt werden. Diese Unterbodenverschmutzung kann in das dreidimensionale Modell des äußeren Erscheinungsbilds des zweiten Kraftwagens 12 eingebracht werden. Die Information über die Fahrverteilung des zweiten Kraftwagens 12 charakterisiert, ob und wie lange der zweite Kraftwagen 12 in einer Stadt und/oder auf einem Land und/oder auf einer Autobahn und/oder offroad betrieben wird.

Mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 in Kombination mit einer eigenen im zweiten Kraftwagen 12 verbauten Kamera und/oder anderen Erfassungseinrichtungen wie Radar und/oder Lidar und/oder einer weiteren Information zu im Umfeld des zweiten Kraftwagens 12 betriebenen anderen Fahrzeugen, kann ermittelt werden, ob der zweite Kraftwagen 12 bei Regen in einer Gischt eines vorausfahrenden Fahrzeugs fährt und diese Information bei der Erstellung des dreidimensionalen Modells mit einbeziehen. Alternativ oder zusätzlich können mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 eine Wettervorhersage und/oder eine Information über einen bevorstehenden Regenfall in die Erstellung des dreidimensionalen Modells mit einfließen. Alternativ oder zusätzlich kann die Wettervorhersage und/oder die Information über den bevorstehenden Regenfall in eine Planung einer Reinigung des zweiten Kraftwagens 12 mit einfließen, sodass mittels der Steuereinrichtung der zweite Kraftwagen 12 in Abhängigkeit von der Wettervorhersage und/oder der Information über den bevorstehenden Regenfall betrieben wird. Das Übermitteln der insbesondere neu hinzu gekommenen, von dem Fahrer des zweiten Kraftwagens 12 gegebenenfalls unentdeckten Kratzer und/oder Dellen können mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 über das Hinweissignal an den Fahrer und/oder den Fahrzeugbesitzer des zweiten Kraftwagens 12 übermittelt werden. Dies ist vor allem bei zweiten Kraftwagen 12, welche in dem Share-Model verwendet werden oder einer Flotte angehören, interessant.

Mittels des Verfahrens zum Ermitteln des äußeren Erscheinungsbilds kann der zweite Kraftwagen 12, insbesondere die elektronische Recheneinrichtung 20 des zweiten Kraftwagens 12, das dreidimensionale Modell des äußeren Erscheinens des zweiten Kraftwagens 12 erstellen und so, falls von dem Fahrer und/oder dem Fahrzeugbesitzer des zweiten Kraftwagens 12 gewünscht, Gegenmaßnahmen einleiten. Diese Gegenmaßnahmen können teilautomatisiert und/oder vollautomatisiert sein. Mittels der elektronischen Recheneinrichtung 20 kann als Gegenmaßnahme das Hinweissignal an den Fahrzeugbesitzer und/oder einen Flottenleiter der Fahrzeugflotte übermittelt werden und/oder eine Waschstraße und/oder eine Werkstatt autonom angefahren werden.

Das Verfahren ermöglicht es, dass vor allem zweite Kraftwagen 12, welche einer Flotte angehören, individuell, zentral und bedarfsorientiert Anweisungen zur Reinigung und/oder Reparatur von Karosseriebeschädigungen erhalten können.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102010015686 A1 [0002]