Title:
Verfahren zu einem Betrieb einer Induktionsladevorrichtung
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zu einem Betrieb einer Induktionsladevorrichtung (10), wobei in zumindest einem Verfahrensschritt (30) eine Fremdobjekterkennung durchgeführt wird.
Es wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem Verfahrensschritt (32) die Fremdobjekterkennung in Abhängigkeit von zumindest einer Leistungsübertragungskenngröße durchgeführt wird. embedded image




Inventors:
Gonda, Martin (77815, Bühl, DE)
Mack, Juergen (73035, Göppingen, DE)
Krupezevic, Dragan (70565, Stuttgart, DE)
Application Number:
DE102017214747A
Publication Date:
08/16/2018
Filing Date:
08/23/2017
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:



Claims:
Verfahren zu einem Betrieb einer Induktionsladevorrichtung (10), wobei in zumindest einem Verfahrensschritt (30) eine Fremdobjekterkennung durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Verfahrensschritt (32) die Fremdobjekterkennung in Abhängigkeit von zumindest einer Leistungsübertragungskenngröße durchgeführt wird.

Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Verfahrensschritt (34) in Abhängigkeit von der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine Genauigkeitskenngröße der Fremdobjekterkennung bestimmt wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Verfahrensschritt (36) in Abhängigkeit von der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine Ausführungshäufigkeit der Fremdobjekterkennung bestimmt wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Verfahrensschritt (40) die Fremdobjekterkennung in Abhängigkeit von zumindest einer zeitlichen Änderung, insbesondere einer Schwankungsamplitude und/oder einem Gradienten, der Leistungsübertragungskenngröße durchgeführt wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Verfahrensschritt (42) in Abhängigkeit von einem Unterschreiten eines, insbesondere unteren, Grenzwerts durch einen Wert der Leistungsübertragungskenngröße die Fremdobjekterkennung ausgesetzt wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Verfahrensschritt (44) in Abhängigkeit von einem Überschreiten eines, insbesondere oberen, Grenzwerts durch einen Wert der Leistungsübertragungskenngröße die Fremdobjekterkennung durchgeführt wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Verfahrensschritt (38) in Abhängigkeit von der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine zeitliche Ausführungsdauer der Fremdobjekterkennung bestimmt wird.

Induktionsladevorrichtung, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit zumindest einer Steuer- und/oder Regeleinheit (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinheit (12) zumindest dazu vorgesehen ist, eine Fremdobjekterkennung in Abhängigkeit von zumindest einer Leistungsübertragungskenngröße durchzuführen.

Induktionsladevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinheit (12) zumindest dazu vorgesehen ist, in Abhängigkeit von zumindest einer Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine Genauigkeitskenngröße der Fremdobjekterkennung zu bestimmen.

Induktionsladevorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer- und/oder Regeleinheit (12) zumindest dazu vorgesehen ist, in Abhängigkeit von der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine Ausführungshäufigkeit der Fremdobjekterkennung zu bestimmen.

Description:
Stand der Technik

Es sind bereits Verfahren zu einem Betrieb einer Induktionsladevorrichtung, wobei in zumindest einem Verfahrensschritt eine Fremdobjekterkennung durchgeführt wird, bekannt.

Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zu einem Betrieb einer Induktionsladevorrichtung, wobei in zumindest einem Verfahrensschritt eine Fremdobjekterkennung durchgeführt wird.

Es wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem Verfahrensschritt die Fremdobjekterkennung in Abhängigkeit von zumindest einer Leistungsübertragungskenngröße durchgeführt wird. Hierdurch können vorteilhaft Unterbrechungen eines Ladevorgangs aufgrund einer Fremdobjekterkennung gering gehalten werden. Es können vorteilhaft lange Ladezyklen erreicht werden. Es kann vorteilhaft eine kurze Ladedauer erreicht werden. Es kann vorteilhaft ein Beschädigungsrisiko einer Induktionsladevorrichtung bei einer Durchführung einer Fremdobjekterkennung berücksichtigt werden.

Unter einer „Induktionsladevorrichtung“ soll insbesondere eine Vorrichtung zum Laden von Akkuvorrichtungen, insbesondere von Akkumulatoren, verstanden werden. Vorzugsweise weist die Vorrichtung zumindest eine Steuer- und/oder Regeleinheit auf, die zumindest dazu vorgesehen ist, einen Ladevorgang zu steuern und/oder zu regeln. Besonders bevorzugt soll darunter insbesondere eine Ladevorrichtung verstanden werden, die in einem Ladebetrieb dazu vorgesehen ist, induktiv eine Ladeenergie auf zumindest eine Akkuvorrichtung zu übertragen. Dabei soll unter einem „Ladebetrieb“ insbesondere ein Betriebszustand verstanden werden, bei welchem die Akkuvorrichtung extern mit Energie versorgt wird. Vorzugsweise soll darunter insbesondere ein Betriebszustand verstanden werden, bei welchem die Akkuvorrichtung extern zugeführte Energie temporär speichert. Unter einer „Akkuvorrichtung“ soll dabei insbesondere eine Vorrichtung zum temporären Speichern elektrischer Energie, insbesondere ein Akkumulator, verstanden werden. Vorzugsweise soll darunter insbesondere ein wiederaufladbarer Energiespeicher verstanden werden. Es sind verschiedene, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Akkuvorrichtungen denkbar, insbesondere soll darunter jedoch ein Lithium-Ionen-Akkumulator verstanden werden.

Des Weiteren soll unter einer „Steuer- und/oder Regeleinheit“ insbesondere eine Einheit mit zumindest einer Steuerelektronik verstanden werden. Unter einer „Steuerelektronik“ soll insbesondere eine Einheit mit einer Prozessoreinheit und mit einer Speichereinheit sowie mit einem in der Speichereinheit gespeicherten Betriebsprogramm verstanden werden. Unter „vorgesehen“ soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.

Unter einer „Fremdobjekterkennung“ soll insbesondere eine Erkennung und/oder eine Überprüfung eines Vorhandenseins von Fremdobjekten, insbesondere in einer Umgebung der Induktionsladevorrichtung und/oder der Akkuvorrichtung, verstanden werden. Vorzugsweise soll darunter insbesondere das Erkennen und/oder das Überprüfen eines Vorhandenseins von Fremdobjekten, die in einem Kontaktbereich zwischen der Induktionsladevorrichtung und einer Akkuvorrichtung angeordnet sind und in einem Ladebetrieb einen Ladevorgang beeinträchtigen können, verstanden werden. Unter „Fremdobjekten“ sollen dabei insbesondere metallische und/oder magnetische Bauteile, Teilstücke oder andere Objekte verstanden werden.

Unter einer „Leistungsübertragungskenngröße“ soll insbesondere eine Kenngröße verstanden werden, welche in einem Ladebetrieb einen elektromagnetischen Energiefluss zwischen der Induktionsladevorrichtung und einer zu ladenden Akkuvorrichtung, bevorzugt quantitativ, charakterisiert. Vorzugsweise ist die Leistungsübertragungskenngröße als eine zwischen der Induktionsladevorrichtung und einer zu ladenden Akkuvorrichtung übertragene Leistung, ein elektrischer Strom in einer Ladespule, eine an einer Ladespule anliegende elektrische Spannung, eine Temperatur einer Ladespule, eine aufgenommene Leistung eines Netzteils, ein Kopplungsfaktor zwischen induktiv gekoppelten Ladespulen oder eine weitere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Leistungsübertragungskenngröße ausgebildet.

Ferner weist die Induktionsladevorrichtung vorzugsweise zumindest eine Sensoreinheit zumindest zu einer Erfassung der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße auf. Unter einer „Sensoreinheit“ soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Einheit verstanden werden, die dazu vorgesehen ist, zumindest eine Kenngröße und/oder eine physikalische Eigenschaft aufzunehmen, wobei die Aufnahme aktiv, wie insbesondere durch Erzeugen und Aussenden eines elektrischen Messsignals, und/oder passiv, wie insbesondere durch eine Erfassung von Eigenschaftsänderungen eines Sensorbauteils, stattfinden kann. Insbesondere ist die Sensoreinheit dazu vorgesehen, die zumindest eine Leistungsübertragungskenngröße während eines Ladevorgangs kontinuierlich oder quasikontinuierlich zu erfassen.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem Verfahrensschritt in Abhängigkeit von der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine Genauigkeitskenngröße der Fremdobjekterkennung bestimmt wird. Hierdurch kann vorteilhaft eine vereinfachte Ausführung einer Fremdobjekterkennung erreicht werden. Es können Unterbrechungen eines Ladevorgangs aufgrund einer Fremdobjekterkennung vorteilhaft gering gehalten werden. Es können vorteilhaft lange Ladezyklen erreicht werden. Es kann vorteilhaft eine kurze Ladedauer erreicht werden. Unter einer „Genauigkeitskenngröße“ soll insbesondere eine Kenngröße verstanden werden, welche zumindest teilweise eine Präzision der Fremdobjekterkennung charakterisiert. Vorzugsweise ist die Genauigkeitskenngröße als eine Anzahl diskreter Frequenzpunkte, eine Anzahl an Sweep-Zyklen oder als eine weitere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Genauigkeitskenngröße ausgebildet.

Ferner wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem Verfahrensschritt in Abhängigkeit von der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine Ausführungshäufigkeit der Fremdobjekterkennung bestimmt wird. Hierdurch kann eine Anzahl an Ausführungen einer Fremdobjekterkennung vorteilhaft gering gehalten werden. Es können Unterbrechungen eines Ladevorgangs aufgrund einer Fremdobjekterkennung vorteilhaft gering gehalten werden. Es können vorteilhaft lange Ladezyklen erreicht werden. Es kann vorteilhaft eine kurze Ladedauer erreicht werden. Unter einer „Ausführungshäufigkeit“ soll in diesem Zusammenhang insbesondere eine Frequenz einer Ausführung der Fremdobjekterkennung während eines Ladevorgangs verstanden werden. Insbesondere kann die Ausführungshäufigkeit während eines Ladevorgangs mit einer mittleren Leistungsübertragung, beispielsweise einer Leistungsübertragung zwischen 5W und 10W, gegenüber einer Ausführungshäufigkeit während eines Ladevorgangs mit einer hohen Leistungsübertragung, beispielsweise einer Leistungsübertragung von mehr als 10W, reduziert sein. Bei Ladevorgängen mit einer geringen Leistungsübertragung kann eine Ausführung einer Fremdobjekterkennung vollständig unterlassen werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem Verfahrensschritt die Fremdobjekterkennung in Abhängigkeit von zumindest einer zeitlichen Änderung, insbesondere einer Schwankungsamplitude und/oder einem Gradienten, der Leistungsübertragungskenngröße durchgeführt wird. Hierdurch kann vorteilhaft ein geringes Beschädigungsrisiko einer Induktionsladevorrichtung erreicht werden. Es können Unterbrechungen eines Ladevorgangs aufgrund einer Fremdobjekterkennung vorteilhaft gering gehalten werden. Es können vorteilhaft lange Ladezyklen erreicht werden. Es kann vorteilhaft eine kurze Ladedauer erreicht werden. Unter einer „Schwankungsamplitude“ soll insbesondere eine Differenz zwischen einem maximalen und einem minimalen Wert einer zeitlich variierenden Kenngröße verstanden werden. Unter einem „Gradienten“ soll insbesondere ein Maß eines zeitlichen Anstiegs oder Abfalls eines Werts einer zeitlich variierenden Kenngröße verstanden werden, bevorzugt eine Steigung einer Tangente.

Weiterhin wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem Verfahrensschritt in Abhängigkeit von einem Unterschreiten eines, insbesondere unteren, Grenzwerts durch einen Wert der Leistungsübertragungskenngröße, insbesondere eines Unterschreitens eines Grenzwerts einer übertragenen Leistung und/oder eines Stroms in einer Erregerspule, die Fremdobjekterkennung ausgesetzt wird. Hierdurch können Unterbrechungen eines Ladevorgangs aufgrund einer Fremdobjekterkennung vorteilhaft vermieden werden. Es können vorteilhaft lange Ladezyklen erreicht werden. Es kann vorteilhaft eine kurze Ladedauer erreicht werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem Verfahrensschritt in Abhängigkeit von einem Überschreiten eines, insbesondere oberen, Grenzwerts durch einen Wert der Leistungsübertragungskenngröße, insbesondere eines Überschreitens eines Grenzwerts einer übertragenen Leistung und/oder eines Stroms in einer Erregerspule, die Fremdobjekterkennung durchgeführt wird. Hierdurch können vorteilhaft Unterbrechungen eines Ladevorgangs aufgrund einer Fremdobjekterkennung auf Fälle eines Beschädigungsrisikos einer Induktionsladevorrichtung beschränkt werden. Es können vorteilhaft lange Ladezyklen erreicht werden. Es kann vorteilhaft eine kurze Ladedauer erreicht werden. Es kann vorteilhaft ein geringes Beschädigungsrisiko einer Induktionsladevorrichtung erreicht werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem Verfahrensschritt in Abhängigkeit von der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine zeitliche Ausführungsdauer der Fremdobjekterkennung bestimmt wird. Hierdurch können vorteilhaft Unterbrechungen eines Ladevorgangs aufgrund einer Fremdobjekterkennung zeitlich kurz gehalten werden. Es können vorteilhaft lange Ladezyklen erreicht werden. Es kann vorteilhaft eine kurze Ladedauer erreicht werden. Unter einer „Ausführungsdauer“ kann insbesondere eine zeitliche Länge eines Sweeps und/oder eines Sweep-Zyklus verstanden werden. Insbesondere kann der überstrichene Frequenzbereich und/oder die Anzahl diskreter Frequenzpunkte eines Sweeps zur Anpassung der Ausführungsdauer der Fremdobjekterkennung variiert werden.

Weiterhin wird eine Induktionsladevorrichtung, insbesondere zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens, mit zumindest einer Steuer- und/oder Regeleinheit vorgeschlagen, wobei die Steuer- und/oder Regeleinheit zumindest dazu vorgesehen ist, eine Fremdobjekterkennung in Abhängigkeit von zumindest einer Leistungsübertragungskenngröße durchzuführen. Hierdurch können vorteilhaft Unterbrechungen eines Ladevorgangs aufgrund einer Fremdobjekterkennung gering gehalten werden. Es können vorteilhaft lange Ladezyklen erreicht werden. Es kann vorteilhaft eine kurze Ladedauer erreicht werden. Es kann vorteilhaft ein Beschädigungsrisiko einer Induktionsladevorrichtung bei einer Durchführung einer Fremdobjekterkennung berücksichtigt werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Steuer- und/oder Regeleinheit der Induktionsladevorrichtung zumindest dazu vorgesehen ist, in Abhängigkeit von zumindest einer Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine Genauigkeitskenngröße der Fremdobjekterkennung zu bestimmen. Hierdurch kann vorteilhaft eine vereinfachte Ausführung einer Fremdobjekterkennung erreicht werden. Es können Unterbrechungen eines Ladevorgangs aufgrund einer Fremdobjekterkennung vorteilhaft gering gehalten werden. Es können vorteilhaft lange Ladezyklen erreicht werden. Es kann vorteilhaft eine kurze Ladedauer erreicht werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Steuer- und/oder Regeleinheit der Induktionsladevorrichtung zumindest dazu vorgesehen ist, in Abhängigkeit von der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine Ausführungshäufigkeit der Fremdobjekterkennung zu bestimmen. Hierdurch kann eine Anzahl an Ausführungen einer Fremdobjekterkennung vorteilhaft gering gehalten werden. Es können Unterbrechungen eines Ladevorgangs aufgrund einer Fremdobjekterkennung vorteilhaft gering gehalten werden. Es können vorteilhaft lange Ladezyklen erreicht werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren und/oder die erfindungsgemäße Induktionsladevorrichtung sollen/soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere können/kann das erfindungsgemäße Verfahren und/oder die erfindungsgemäße Induktionsladevorrichtung zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten sowie Verfahrensschritten abweichende Anzahl aufweisen. Weiterhin sind die offenbarten Merkmale der erfindungsgemäßen Induktionsladevorrichtung in analoger Weise auch auf das Verfahren zu lesen. Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.

Figurenliste

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Figuren, die Figurenbeschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

  • 1 eine Induktionsladevorrichtung in einer schematischen Darstellung und
  • 2 ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens in einer schematischen Darstellung.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

In 1 ist eine Induktionsladevorrichtung 10 dargestellt. Ferner zeigt 1 eine zu ladende Akkuvorrichtung 14. Die Induktionsladevorrichtung 10 ist dazu vorgesehen die Akkuvorrichtung 14 zu laden. Die Induktionsladevorrichtung 10 bildet die Primärseite eines Ladesystems 46. Die zu ladende Akkuvorrichtung 14 ist von einem Handwerkzeugakku gebildet. Es ist jedoch auch denkbar, mit der Induktionsladevorrichtung 10 andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Akkus zu laden. 1 zeigt die Induktionsladevorrichtung 10 und die zu ladende Akkuvorrichtung 14 in einem Ladebetrieb. Dabei ist die Akkuvorrichtung 14 auf einer Oberseite eines Gehäuses 16 der Induktionsladevorrichtung 10 aufgestellt und wird über eine Ladespule 18 der Induktionsladevorrichtung 10 drahtlos geladen.

Die Induktionsladevorrichtung 10 weist eine Steuer- und/oder Regeleinheit 12 auf. Die Induktionsladevorrichtung 10 weist eine Ladeelektronikeinheit 48 auf, welche die Steuer- und/oder Regeleinheit 12 umfasst. Ferner weist die Ladeelektronikeinheit 48 eine Schwingkreisschaltung 50 auf. Die Schwingkreisschaltung 50 weist die Ladespule 18 auf.

Während eines Ladebetriebs der Induktionsladevorrichtung 10 wird in Abhängigkeit von zumindest einer Leistungsübertragungskenngröße eine Fremdobjekterkennung durchgeführt. Bei der Fremdobjekterkennung wird überprüft, ob sich Fremdobjekte, die einen Ladebetrieb beeinträchtigen können, zwischen der Induktionsladevorrichtung 10 und der Akkuvorrichtung 14 oder einfach nur auf der Induktionsladevorrichtung 10 befinden oder einen Bediener oder die Induktionsladevorrichtung 10 gefährden. Die Fremdobjekterkennung erfolgt durch ein Verfahren zur Fremdobjekterkennung bei der Induktionsladevorrichtung 10 mittels der Steuer- und/oder Regeleinheit 12 der Induktionsladevorrichtung 10. Die Steuer- und/oder Regeleinheit 12 der Induktionsladevorrichtung 10 ist während eines Ladebetriebs dazu vorgesehen, die Fremdobjekterkennung in Abhängigkeit von zumindest einer Leistungsübertragungskenngröße durchzuführen.

In 2 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Fremdobjekterkennung während eines Ladebetriebs der Induktionsladevorrichtung dargestellt. In einem ersten Verfahrensschritt 30 wird die Fremdobjekterkennung durch die Steuer- und/oder Regeleinheit 12 initiiert. Die nachfolgende weitere Durchführung der Fremdobjekterkennung erfolgt in einem weiteren Verfahrensschritt 32 in Abhängigkeit von zumindest einer Leistungsübertragungskenngröße. Die Leistungskenngröße ist insbesondere eine Kenngröße, welche in einem Ladebetrieb einen elektromagnetischen Energiefluss zwischen der Induktionsladevorrichtung 10 und der zu ladenden Akkuvorrichtung 14, bevorzugt quantitativ, charakterisiert. Vorzugsweise ist die Leistungsübertragungskenngröße als eine zwischen der Induktionsladevorrichtung 10 und der zu ladenden Akkuvorrichtung 14 übertragene elektrische Leistung, ein elektrischer Strom in einer Ladespule 18, eine an einer Ladespule 18 anliegende elektrische Spannung, eine Temperatur einer Ladespule 18, eine aufgenommene Leistung eines Netzteils o.dgl. ausgebildet. Die Steuer- und/oder Regeleinheit 12 weist eine Sensoreinheit 20 auf, welche dazu vorgesehen ist, die Leistungsübertragungskenngröße während eines Ladebetriebs der Induktionsladevorrichtung kontinuierlich oder quasikontinuierlich zu erfassen.

Zur Optimierung der Fremdobjekterkennung können mittels der Steuer- und/oder Regeleinheit 12 aus der Leistungsübertragungskenngröße verschiedene Parameter zur Einstellung der Fremdobjekterkennung bestimmt werden. In zumindest einem Verfahrensschritt 34 wird in Abhängigkeit von der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine Genauigkeitskenngröße, beispielsweise eine Anzahl diskreter Frequenzpunkte und/oder eine Anzahl an Sweep-Zyklen, der Fremdobjekterkennung bestimmt. In zumindest einem Verfahrensschritt 36 wird in Abhängigkeit von der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine Ausführungshäufigkeit, insbesondere eine Frequenz einer Ausführung der Fremdobjekterkennung während eines Ladevorgangs, der Fremdobjekterkennung bestimmt. Insbesondere kann die Ausführungshäufigkeit während eines Ladevorgangs mit einer mittleren Leistungsübertragung, beispielsweise einer Leistungsübertragung zwischen 5W und 10W, gegenüber einer Ausführungshäufigkeit während eines Ladevorgangs mit einer hohen Leistungsübertragung, beispielsweise einer Leistungsübertragung von mehr als 10W, reduziert sein. Bei Ladevorgängen mit einer geringen Leistungsübertragung kann eine Ausführung einer Fremdobjekterkennung vollständig unterlassen werden. In zumindest einem Verfahrensschritt 38 wird in Abhängigkeit von der zumindest einen Leistungsübertragungskenngröße zumindest eine zeitliche Ausführungsdauer, insbesondere eine zeitliche Länge eines Sweeps und/oder eines Sweep-Zyklus, der Fremdobjekterkennung bestimmt. Die Verfahrensschritte 34, 36, 38 zur Bestimmung von Parametern zur Einstellung der Fremdobjekterkennung können in Kombination oder einzeln durchgeführt werden.

Zusätzlich wird in zumindest einem Verfahrensschritt 40 die Fremdobjekterkennung in Abhängigkeit von zumindest einer zeitlichen Änderung, insbesondere einer Schwankungsamplitude und/oder einem Gradienten, der Leistungsübertragungskenngröße durchgeführt. Insbesondere kann bei der Initialisierung des Ladevorgangs einmalig eine vollständige Fremdobjekterkennung durchgeführt werden. Wurde diese fehlerlos durchlaufen, wird die Fremdobjekterkennung deaktiviert und der Ladevorgang gestartet, während welchem Energie von der Induktionsladevorrichtung 10 auf die Akkuvorrichtung 14 übertragen wird. Während der Energieübertragung überwacht die Steuer- und/oder Regeleinheit 12 den Ladevorgang auf Unregelmäßigkeiten. Erkennt die Steuer- und/oder Regeleinheit 12 eine zeitliche Änderung, insbesondere einer Schwankungsamplitude und/oder einem Gradienten, der Leistungsübertragungskenngröße, wird der Ladevorgang unterbrochen und eine Fremdobjekterkennung initiiert.

In zumindest einem Verfahrensschritt 42 wird in Abhängigkeit von einem Unterschreiten eines, insbesondere unteren, Grenzwerts durch einen Wert der Leistungsübertragungskenngröße die Fremdobjekterkennung ausgesetzt. In zumindest einem Verfahrensschritt 44 wird in Abhängigkeit von einem Überschreiten eines, insbesondere oberen, Grenzwerts durch einen Wert der Leistungsübertragungskenngröße die Fremdobjekterkennung durchgeführt. Insbesondere wird die Durchführung der Fremdobjekterkennung eines Ladevorgangs bei Unterschreiten eines unteren Grenzwerts einer Leistungsübertragung, beispielsweise bei einem Absinken der Leistungsübertragung auf einen Wert unterhalb von 5W, ausgesetzt. Bei Überschreiten eines festgelegten Grenzwerts der Leistungsübertragung wird die Fremdobjekterkennung wieder eingesetzt.