Title:
FAHRZEUG-NAVIGATIONSSYSTEM, DAS EINE PROJEKTIONSVORRICHTUNG VERWENDET
Kind Code:
A1


Abstract:

Ein Verfahren enthält Folgendes: Empfangen einer Zielortangabe von einem Benutzer; Bestimmen einer Route von einer gegenwärtigen Position eines Fahrzeugs zu dem Zielort; Erfassen, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist; und Projizieren eines Bildes der Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs unter Verwendung einer in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtung, so dass das projizierte Bild von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug betrachtet werden kann, in Erwiderung auf das Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist. embedded image




Inventors:
Schreiber, Michael (60433, Frankfurt, DE)
Patel, Nilesh, Mich. (Canton, US)
Lessmann, Stefan (60594, Frankfurt, DE)
Ardisana, Gregory (Mich., Canton, US)
Christiana, Amanda, Mich. (Ann Arbor, US)
Application Number:
DE102017213974A
Publication Date:
08/09/2018
Filing Date:
08/10/2017
Assignee:
HYUNDAI MOTOR COMPANY (Seoul, KR)
KIA MOTORS CORPORATION (Seoul, KR)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
isarpatent - Patentanwälte- und Rechtsanwälte Behnisch Barth Charles Hassa Peckmann & Partner mbB, 80801, München, DE
Claims:
Verfahren, aufweisend:
Empfangen einer Zielortangabe von einem Benutzer;
Bestimmen einer Route von einer gegenwärtigen Position eines Fahrzeugs zu dem Zielort;
Erfassen, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist; und
Projizieren eines Bildes der Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs unter Verwendung einer in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtung, so dass das projizierte Bild von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug betrachtet werden kann, in Erwiderung auf das Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Empfangen der Zielortangabe von dem Benutzer über ein in dem Fahrzeug eingerichtetes Navigationssystem oder eine mobile Vorrichtung des Benutzers, die mit dem Fahrzeug kommunizierend gekoppelt ist.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Projektionsvorrichtung eine Projektionsvorrichtung einer Vielzahl von in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtungen ist.

Verfahren nach Anspruch 3, ferner aufweisend:
Auswählen, welche Projektionsvorrichtung der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen das Bild projizieren soll; und Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten Projektionsvorrichtung.

Verfahren nach Anspruch 4, ferner aufweisend:
Identifizieren, welche Tür einer Vielzahl von Türen des Fahrzeugs geöffnet wurde; und
Auswählen, welche Projektionsvorrichtung der Vielzahl von Projektionsvorrichtung das Bild projizieren soll, basierend auf der identifizierten geöffneten Tür.

Verfahren nach Anspruch 4, ferner aufweisend:
Erfassen einer Position des Benutzers in Bezug auf das Fahrzeug; und
Auswählen, welche Projektionsvorrichtung der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen das Bild projizieren soll, basierend auf der erfassten Position des Benutzers.

Verfahren nach Anspruch 6, ferner aufweisend:
Erfassen der Position des Benutzers unter Verwendung einer Kamera, eines Ultraschallsensors und/oder von Informationen, die von einer mobilen Vorrichtung des Benutzers empfangen wurden, die mit dem Fahrzeug kommunizierend gekoppelt ist.

Verfahren nach Anspruch 4, ferner aufweisend:
Auswählen einer ersten Projektionsvorrichtung der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen, um das Bild zu projizieren;
Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten ersten Projektionsvorrichtung;
Erfassen einer Position des Benutzers in Bezug auf das Fahrzeug;
Auswählen einer zweiten Projektionsvorrichtung der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen, die sich von der ersten Projektionsvorrichtung unterscheidet, um das Bild zu projizieren, basierend auf der erfassten Position des Benutzers; und
Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten zweiten Projektionsvorrichtung.

Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Vielzahl von Projektionsvorrichtungen zumindest zwei Projektionsvorrichtungen einer ersten Projektionsvorrichtung, die auf einer linken Seite des Fahrzeugs angeordnet ist, einer zweiten Projektionsvorrichtung, die auf einer rechten Seite des Fahrzeugs angeordnet ist, und einer dritten Projektionsvorrichtung, die auf einer Rückseite des Fahrzeugs angeordnet ist, enthält.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen eines Bereiches, der das Fahrzeug umgibt, in dem eine Projektion des Bildes beschränkt ist; und
Verhindern der Projektion des Bildes in dem erfassten Bereich.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen einer Anwesenheit eines Fußgängers oder eines anderen Fahrzeugs um das Fahrzeug herum; und
Verhindern der Projektion des Bildes in einem Bereich, der dem erfassten Fußgänger oder erfassten Fahrtzeug entspricht.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Steuern von einem oder mehreren Anzeigecharakteristiken des Bildes; und
Projizieren des Bildes gemäß dem einen oder den mehreren gesteuerten Anzeigecharakteristiken,
wobei das eine oder die mehreren Anzeigecharakteristiken einen Projektionswinkel, eine Projektionsorientierung, eine Projektionsposition, eine Projektionsrichtung und/oder ein Textattribut enthalten.

Verfahren nach Anspruch 12, ferner aufweisend:
Schätzen einer Perspektive des Benutzers basierend auf einem erhaltenen Bild des Benutzers;
Bestimmen einer Orientierung des Bildes, die der geschätzten Perspektive des Benutzers entspricht; und
Projizieren des Bildes mit der bestimmten Orientierung.

Verfahren nach Anspruch 12, ferner aufweisend:
Ändern des einen oder der mehreren Anzeigecharakteristiken des projizierten Bildes in Erwiderung auf eine Änderung einer erfassten Position des Benutzers.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Erfassen, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist, Folgendes aufweist:
Erfassen, ob eine Tür des Fahrzeugs geöffnet wurde.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Deaktivieren der Projektion des Bildes, wenn eine vorbestimmte Zeitdauer nach dem Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist, verstreicht.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen einer Distanz zwischen dem Benutzer und dem Fahrzeug; und
Deaktivieren der Projektion des Bildes, wenn die erfasste Distanz größer als eine vorbestimmte Distanz ist.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das projizierte Bild eine Karte enthält, die die gegenwärtige Position des Fahrzeugs und den Zielort zeigt, und Laufanweisungen von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort enthält, die auf der Karte eingeblendet werden.

System, aufweisend:
zumindest eine Projektionsvorrichtung, die in einem Fahrzeug eingerichtet ist und zum Projizieren eines Bildes konfiguriert ist; und
eine Steuereinheit, die in dem Fahrzeug eingerichtet und zu Folgendem konfiguriert ist:
Empfangen einer Zielortangabe von einem Benutzer,
Bestimmen einer Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort,
Erfassen, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist, und
Steuern der zumindest einen Projektionsvorrichtung, um ein Bild der Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs zu projizieren, so dass das projizierte Bild von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug betrachtet werden kann, in Erwiderung auf das Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist.

Nicht-transitorisches computerlesbares Medium mit Programmbefehlen, die durch eine in einem Fahrzeug eingerichtete Steuereinheit ausführbar sind, wobei die Programmbefehle, wenn ausgeführt, verursachen, dass die Steuerung:
eine Zielortangabe von einem Benutzer empfängt;
eine Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort bestimmt;
erfasst, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist; und
in Erwiderung auf das Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist, ein Bild der Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs unter Verwendung von zumindest einer in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtung projiziert, so dass das projizierte Bild von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug betrachtet werden kann.

Description:
HINTERGRUNDTechnisches Gebiet

Die vorliegende Offenbarung betrifft im Allgemeinen Fahrzeug-Navigationssysteme und genauer Fahrzeug-Navigationssysteme, die eine Projektionsvorrichtung verwenden.

Hintergrund der Erfindung

Navigationssysteme werden häufig in Verbindung mit einer Fahrt von Fahrzeugen verwendet, um einen Benutzer eines Fahrzeugs (z.B. Fahrer oder Fahrgast) zu einem von dem Benutzer ausgewählten Zielort zu dirigieren. Aus verschiedenen Gründen kann der Benutzer jedoch nicht immer an dem exakten Standort des Zielortes ankommen, wobei eine Distanz hinterlassen wird, die zwischen dem Fahrzeug und dem Zielort verbleibt und die der Benutzer zu Fuß zurücklegen muss. Wenn ein Benutzer mit einem Fahrzeug beispielsweise zu einem Restaurant, Geschäft, Theater oder dergleichen fährt und das Fahrzeug parken muss, wird eine Distanz zwischen dem Standort des geparkten Fahrzeugs und dem Zielort verbleiben. Bei einem anderen Beispiel wird, wenn ein Benutzer ein Taxi zu einem Zielort nimmt, eine Distanz zwischen dem Ort, an dem der Benutzer abgesetzt wird, und dem Zielort verbleiben. Bei noch einem anderen Beispiel kann ein Benutzer, der einen Fahrgemeinschaftsservice nutzt, zu einem Absetzort befördert werden und muss von dort zu einem Treffpunkt mit seinen Bekannten laufen.

Bei jedem Szenario kann die zwischen dem Fahrzeug, aus dem der Benutzer aussteigt, und dem Zielort verbleibende Strecke abhängig von Umständen erheblich sein. Des Weiteren kann der Ort, an dem der Benutzer aus dem Fahrzeug aussteigt, nicht vertraut sein und infolgedessen können die Wegbeschreibungen von dem Fahrzeug zu dem Zielort nicht klar sein. Dies kann den Benutzer letztendlich daran hindern, seinen Zielort zu erreichen.

ZUSAMMENFASSUNG DER OFFENBARUNG

Die vorliegende Offenbarung liefert Techniken zum Versorgen eines Fahrzeugbenutzers mit einer visuellen Darstellung von Wegbeschreibungen zu einem Zielort auf dem Boden in der Nähe des Fahrzeugs, so dass die Darstellung von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug betrachtet werden kann. Die visuelle Darstellung wird unter Verwendung von einer oder mehreren in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtungen erzeugt, die zum Projizieren eines Bildes auf den Boden in Erwiderung auf das Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist, fähig sind. Das projizierte Bild kann eine Karte, die den gegenwärtigen Standort des Fahrzeugs und den Zielort des Benutzers zeigt, sowie die Karte überlagernde Wegbeschreibungen enthalten, die einen Weg anzeigen, dem der Benutzer folgen soll, während derselbe von dem Fahrzeug zu dem Zielort läuft. Das projizierte Bild kann auch gemäß der erfassten Position und/oder Orientierung des Benutzers angepasst werden, damit Informationen in dem Bild leicht erkennbar sind. Nachdem der Benutzer mit Wegbeschreibungen von dem gegenwärtigen Standort des Fahrzeugs zu dem Zielort nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug versorgt wird, kann derselbe seinen Weg zu dem Zielort schneller und zuverlässiger finden.

Nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung enthält ein Verfahren Folgendes: Empfangen einer Zielortangabe von einem Benutzer; Bestimmen einer Route von einer gegenwärtigen Position eines Fahrzeugs zu dem Zielort; Erfassen, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist; und Projizieren eines Bildes der Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs unter Verwendung einer in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtung, so dass das projizierte Bild von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug betrachtet werden kann, in Erwiderung auf das Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist.

Das Verfahren kann ferner das Empfangen der Zielortangabe von dem Benutzer über ein in dem Fahrzeug eingerichtetes Navigationssystem oder eine mobile Vorrichtung des Benutzers, die mit dem Fahrzeug kommunikativ bzw. kommunizierend gekoppelt ist, enthalten.

Die Projektionsvorrichtung kann eine Projektionsvorrichtung einer Vielzahl von in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtungen sein. Diesbezüglich kann das Verfahren ferner Folgendes enthalten: Auswählen, welche Projektionsvorrichtung der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen das Bild projizieren soll; und Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten Projektionsvorrichtung. Das Verfahren kann auch Folgendes enthalten: Identifizieren, welche Tür einer Vielzahl von Türen des Fahrzeugs geöffnet wurde; und Auswählen, welche Projektionsvorrichtung der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen das Bild projizieren soll, basierend auf der identifizierten geöffneten Tür. Das Verfahren kann ferner Folgendes enthalten: Erfassen einer Position des Benutzers in Bezug auf das Fahrzeug; und Auswählen, welche Projektionsvorrichtung der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen das Bild projizieren soll, basierend auf der erfassten Position des Benutzers. Das Verfahren kann ferner Folgendes enthalten: Erfassen der Position des Benutzers unter Verwendung einer Kamera, eines Ultraschallsensors und/oder von Informationen, die von einer mobilen Vorrichtung des Benutzers empfangen werden, die mit dem Fahrzeug kommunizierend gekoppelt ist. Das Verfahren kann zusätzlich Folgendes enthalten: Auswählen einer ersten Projektionsvorrichtung der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen, um das Bild zu projizieren; Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten ersten Projektionsvorrichtung; Erfassen einer Position des Benutzers in Bezug auf das Fahrzeug; Auswählen einer zweiten Projektionsvorrichtung der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen, die sich von der ersten Projektionsvorrichtung unterscheidet, um das Bild zu projizieren, basierend auf der erfassten Position des Benutzers; und Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten zweiten Projektionsvorrichtung. Die Vielzahl von Projektionsvorrichtungen kann zumindest zwei Projektionsvorrichtungen einer ersten Projektionsvorrichtung, die auf einer linken Seite des Fahrzeugs angeordnet ist, einer zweiten Projektionsvorrichtung, die auf einer rechten Seite des Fahrzeugs angeordnet ist, und einer dritten Projektionsvorrichtung, die auf einer Rückseite des Fahrzeugs angeordnet ist, enthalten.

Zudem kann das Verfahren ferner Folgendes enthalten: Erfassen eines Bereiches, der das Fahrzeug umgibt, in dem eine Projektion des Bildes beschränkt ist; und Verhindern der Projektion des Bildes in dem erfassten Bereich. Ähnlich kann das Verfahren ferner Folgendes enthalten: Erfassen einer Anwesenheit eines Fußgängers oder eines anderen Fahrzeugs um das Fahrzeug herum; und Verhindern der Projektion des Bildes in einem Bereich, der dem erfassten Fußgänger oder erfassten Fahrzeug entspricht.

Das Verfahren kann auch Folgendes enthalten: Erfassen einer Position des Benutzers in Bezug auf das Fahrzeug; Steuern eines oder mehrerer Anzeigecharakteristiken des Bildes basierend auf der erfassten Position des Benutzers; und Projizieren des Bildes gemäß dem einen oder den mehreren gesteuerten Anzeigecharakteristiken. Das eine oder die mehreren Anzeigecharakteristiken können einen Projektionswinkel, eine Projektionsorientierung, eine Projektionsposition und/oder ein Textattribut enthalten. Diesbezüglich kann das Verfahren ferner Folgendes enthalten: Schätzen einer Sicht bzw. Perspektive des Benutzers basierend auf der erfassten Position des Benutzers; Bestimmen einer Orientierung des Bildes, die der geschätzten Perspektive des Benutzers entspricht; und Projizieren des Bildes mit der bestimmten Orientierung. Das Verfahren kann ferner auch Folgendes enthalten: Ändern des einen oder der mehreren Anzeigecharakteristiken des projizierten Bildes in Erwiderung auf eine Änderung der erfassten Position des Benutzers.

Des Weiteren kann das Erfassen, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist, Folgendes enthalten: Erfassen, ob eine Fahrzeugtür geöffnet wurde.

Das Verfahren kann auch das Deaktivieren der Projektion des Bildes enthalten. Beispielsweise kann das Verfahren Folgendes enthalten: Deaktivieren der Projektion des Bildes, wenn eine vorbestimmte Zeitdauer nach dem Erfassen verstreicht, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist. Das Verfahren kann auch Folgendes enthalten: Erfassen einer Distanz zwischen dem Benutzer und dem Fahrzeug; und Deaktivieren der Projektion des Bildes, wenn die erfasste Distanz größer als eine vorbestimmte Distanz ist.

Das projizierte Bild kann eine Karte enthalten, die die gegenwärtige Position des Fahrzeugs und den Zielort zeigt, und enthält Wegbeschreibungen zum Laufen bzw. Laufanweisungen von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort, die auf der Karte eingeblendet werden.

Des Weiteren enthält nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung ein System Folgendes: zumindest eine Projektionsvorrichtung, die in einem Fahrzeug eingerichtet ist und zum Projizieren eines Bildes konfiguriert ist; und eine Steuereinheit, die in dem Fahrzeug eingerichtet ist und zu Folgendem konfiguriert ist: Empfangen einer Zielortangabe von einem Benutzer, Bestimmen einer Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort, Erfassen, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist, und Steuern der zumindest einen Projektionsvorrichtung, um ein Bild der Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs zu projizieren, so dass das projizierte Bild von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug betrachtet werden kann, in Erwiderung auf das Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist.

Nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung enthält des Weiteren ein nicht-transitorisches computerlesbares Medium Programmbefehle, die durch eine in einem Fahrzeug eingerichtete Steuereinheit ausführbar sind, wobei die Programmbefehle, wenn ausgeführt, verursachen, dass die Steuerung: eine Zielortangabe von einem Benutzer empfängt; eine Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort bestimmt; erfasst, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist; und, in Erwiderung auf das Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist, ein Bild der Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort auf den Boden nahe dem Fahrzeug unter Verwendung von zumindest einer in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtung projiziert, so dass das projizierte Bild nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug von dem Benutzer betrachtet werden kann.

Figurenliste

Die Ausführungsformen hierin können durch Bezugnahme auf die folgende Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen besser verständlich sein, in denen ähnliche Bezugsnummern identische oder funktionsähnliche Elemente zeigen und in denen:

  • 1 ein beispielhaftes Fahrzeug, das mit einem Projektionssystem ausgestattet ist, nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung veranschaulicht;
  • 2 ein beispielhaftes vereinfachtes Verfahren zum Betätigen eines mit einem Projektionssystem ausgestatten Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung veranschaulicht;
  • 3 ein beispielhaftes detailliertes Verfahren zum Betätigen eines mit einem Projektionssystem ausgestatten Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung veranschaulicht;
  • die FIGUREN 4A und 4B beispielhafte Bild-Projektionsorientierungen eines mit einem Projektionssystem ausgestatteten beispielhaften Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung veranschaulichen;
  • die 5A-5C ein beispielhaftes Szenario, bei dem ein Benutzer entlang einem Weg um das mit einem Projektionssystem ausgestatte beispielhafte Fahrzeug herum läuft, nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung veranschaulichen;
  • die 6A und 6B das Steuern einer Bildprojektion basierend auf einem Benutzerweg um ein mit einem Projektionssystem ausgestattetes beispielhaftes Fahrzeug herum nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung veranschaulichen;
  • die FIGUREN 7A und 7B beispielhafte beschränkte Projektionsbereiche nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung veranschaulichen; und
  • die FIGUREN 8A und 8B beispielhafte Verfahren zum Deaktivieren einer Bildprojektion veranschaulichen.

Es sollte klar sein, dass die oben erwähnten Zeichnungen nicht unbedingt maßstabsgetreu sind und eine etwas vereinfachte Darstellung verschiedener bevorzugter Merkmale aufzeigen, die für die grundlegenden Prinzipien der Offenbarung veranschaulichend sind. Die spezifischen Ausgestaltungsmerkmale der vorliegenden Offenbarung, die beispielsweise bestimmte Maße, Orientierungen, Plätze und Formen enthalten, werden zum Teil durch die bestimmte vorgesehene Anwendung und Einsatzumgebung bestimmt werden.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die hierin verwendete Terminologie dient nur zum Zweck des Beschreibens bestimmter Ausführungsformen und soll die Erfindung nicht beschränken. Wie hierin verwendet, sollen die Singularformen „ein/eine“ und „der/die/das“ auch die Pluralformen enthalten, sofern der Kontext dies nicht anderweitig klar erkennen lässt. Es wird zudem klar sein, dass die Ausdrücke „weist auf“ und/oder „aufweisend“, wenn in dieser Beschreibung verwendet, das Vorhandensein der genannten Merkmale, ganzen Zahlen, Schritte, Operationen, Elemente und/oder Bauteile spezifizieren, aber nicht das Vorhandensein oder den Zusatz von einem/einer oder mehreren anderen Merkmalen, ganzen Zahlen, Schritten, Operationen, Elementen, Bauteilen und/oder Gruppen derselben ausschließen. Wie hierin verwendet, enthält der Ausdruck „und/oder“ jedes beliebige und alle Kombinationen von einem oder mehreren der assoziierten, aufgelisteten Elemente. Der Ausdruck „gekoppelt“ bezeichnet ein physisches Verhältnis zwischen zwei Komponenten, wobei die Komponenten entweder direkt miteinander verbunden oder über eine oder mehrere dazwischenliegende Komponenten indirekt verbunden sind.

Es ist klar, dass der Ausdruck „Fahrzeug“ oder „Fahrzeug-“ oder ein anderer ähnlicher Ausdruck, der hierin verwendet wird, Kraftfahrzeuge im Allgemeinen enthält, wie beispielsweise Personenkraftwagen, die Geländefahrzeuge (SUV), Busse, Lastwagen, verschiedene Geschäftswagen enthalten, Wasserfahrzeuge, die eine Vielzahl von Booten und Schiffen enthalten, Luftfahrzeuge und Ähnliches, und Hybridfahrzeuge, Elektrofahrzeuge, Hybridelektrofahrzeuge, wasserstoffbetriebene Fahrzeuge und Fahrzeuge mit anderen alternativen Brennstoffen enthält (z.B. Brennstoffe, die aus anderen Rohstoffen als Erdöl gewonnen werden). Wie hierin bezeichnet, ist ein Elektrofahrzeug (EV) ein Fahrzeug, das als einen Teil der Fortbewegungsfähigkeit desselben elektrische Leistung enthält bzw. einsetzt, die von einer ladbaren Energiespeichervorrichtung (z.B. eine oder mehrere aufladbare elektrochemische Zellen oder andere Art von Batterie) gewonnen wird. Ein EV ist nicht auf ein Automobil beschränkt und kann Motorräder, Wagen, Roller und dergleichen enthalten. Des Weiteren ist ein Hybridfahrzeug ein Fahrzeug, das zwei oder mehr Leistungsquellen aufweist, beispielsweise sowohl benzinbasierte Leistung als auch elektrobasierte Leistung, (z.B. ein Hybridelektrofahrzeug (HEV)).

Zudem ist klar, dass eines oder mehrere der nachstehenden Verfahren oder Aspekte derselben durch zumindest eine Steuereinheit ausgeführt werden können. Die Steuereinheit kann in einem Fahrzeug implementiert werden, wie hierin beschrieben. In der Tat kann ein Vorgang, der durch eine in dem Fahrzeug eingerichtete Steuereinheit durchgeführt wird, der Einfachheit halber hierin beschrieben werden, durch das Fahrzeug selbst durchgeführt zu werden. Der Ausdruck „Steuereinheit“ kann sich auf eine Hardwarevorrichtung beziehen, die einen Speicher und einen Prozessor enthält. Der Speicher ist zum Speichern von Programmbefehlen konfiguriert und der Prozessor ist speziell zum Ausführen der Programmbefehle programmiert, um einen oder mehrere Prozesse durchzuführen, die weiter unten beschrieben werden. Zudem ist klar, dass die nachstehenden Verfahren durch ein System ausgeführt werden können, das die Steuereinheit in Verbindung mit einer oder mehreren zusätzlichen Komponenten aufweist, wie nachstehend detailliert beschrieben.

Des Weiteren kann die Steuereinheit der vorliegenden Offenbarung als nicht-transitorische computerlesbare Medien auf einem computerlesbaren Datenträger ausgeführt werden, der ausführbare Programmbefehle enthält, die durch einen Prozessor, eine Steuerung oder Ähnliches ausgeführt werden. Beispiele computerlesbarer Datenträger enthalten Festwertspeicher, Direktzugriffsspeicher, Compact-Disc-Festwertspeicher (CD-ROMs), Magnetbänder, Disketten, Flash-Laufwerke, Chipkarten und optische Datenspeichervorrichtungen, sind aber nicht darauf beschränkt. Das computerlesbare Aufnahmemedium kann auch in netzwerkgekoppelten Computersystemen verteilt sein, so dass das computerlesbare Medium auf verteilte Weise gespeichert und ausgeführt wird, z.B. durch einen Telematikserver oder ein Controller Area Network (CAN).

Nun in Bezug auf Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung verwenden die offenbarten Techniken eine Reihe aus einer oder mehreren Projektionsvorrichtungen, die in einem Fahrzeug eingerichtet und zum Projizieren eines Bildes auf den Boden nahe dem Fahrzeug fähig sind. Sobald erfasst wird, dass ein Benutzer aus dem Fahrzeug aussteigt, kann ein Navigationssystem verwendet werden, um eine Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu einem durch den Benutzer eingegebenen Zielort zu bestimmen. Dann kann/können die Projektionsvorrichtung(en) ein Bild der Route auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs derart projizieren, dass das Bild von dem Benutzer nach dem Ausstieg aus dem Fahrzeug ohne Weiteres betrachtet werden kann. Das Bild kann eine Karte von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs und dem Zielort mit auf der Karte eingeblendeten Laufanweisungen zu dem Zielort enthalten, wobei dem Benutzer ermöglicht wird, die optimale Route von dem Fahrzeug zu dem Zielort leicht festzustellen.

1 veranschaulicht ein beispielhaftes Fahrzeug, das mit einem Projektionssystem ausgestattet ist, nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung. Wie in 1 gezeigt, kann das Fahrzeug 100 eine oder mehrere Projektionsvorrichtungen 500 enthalten, die zum Projizieren eines Bildes betriebsfähig sind. Die Projektionsvorrichtung 500 kann jede geeignete Projektionsvorrichtung sein, die in der Technik bekannt ist. Das durch die Projektionsvorrichtung 500 projizierte Bild 200 kann eine Karte enthalten, die eine gegenwärtige Position des Fahrzeugs 100 und einen von einem Benutzer (z.B. Fahrer oder Fahrgast) ausgewählten Zielort zeigt, und kann auch Laufanweisungen und/oder Anweisungen für öffentliche Verkehrsmittel (falls zutreffend oder von dem Benutzer erwünscht) von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem Zielort enthalten, die auf der Karte eingeblendet werden.

Die eine oder mehreren Projektionsvorrichtungen 500 können in dem Fahrzeug 100 auf eine Weise eingerichtet sein, die den Vorrichtungen ermöglicht, ein Bild 200 auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs 100 zu projizieren. Beispielsweise kann eine Projektionsvorrichtung 500 benachbart zu einer beliebigen Fahrzeugtür angeordnet werden (z.B. an einem Türschweller unterhalb einer Tür, wie in 1 gezeigt), um dem Benutzer zu ermöglichen, das projizierte Bild 200 unmittelbar nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 durch die Tür zu betrachten. Es sollte jedoch beachtet werden, dass das Positionieren der Projektionsvorrichtung 500 an dem Fahrzeug 100, das in 1 gezeigt ist, lediglich eine von vielen möglichen Anordnungen ist. Ferner kann das Bild 200 durch die Projektionsvorrichtung 500 auf eine Weise projiziert werden, die eine optimale Lesbarkeit durch Steuern von Anzeigecharakteristiken des Bildes 200, wie beispielsweise der Winkel, die Orientierung, die Position, Textattribute und dergleichen desselben, basierend auf einer erfassten Position und/oder Orientierung des Benutzers ermöglicht, wie nachstehend detaillierter beschrieben wird.

2 veranschaulicht ein beispielhaftes vereinfachtes Verfahren zum Betätigen eines mit einem Projektionssystem ausgestatten Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung. Das Verfahren 300 kann mit dem Schritt 310 beginnen und mit dem Schritt 312 fortfahren, wobei, wie hierin detaillierter beschrieben wird, ein Bild 200 einer Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu einem von einem Benutzer ausgewählten Zielort durch eine in dem Fahrzeug 100 eingerichtete Projektionsvorrichtung 500 nach dem Aussteigen des Benutzers aus dem Fahrzeug 100 derart projiziert werden kann, dass das projizierte Bild 200 von dem Benutzer betrachtet werden kann.

Im Schritt 312 kann eine Zielortangabe von einem Benutzer des Fahrzeugs 100 empfangen werden. Der Benutzer kann seinen Zielort über eine geeignete Einrichtung eingeben, wie beispielsweise ein in dem Fahrzeug 100 eingerichtetes Navigationssystem oder eine mobile Vorrichtung des Benutzers, die mit dem Fahrzeug 100 kommunizierend gekoppelt ist, durch die eine Steuereinheit (nicht gezeigt) des Fahrzeugs 100 eine Zielortangabe unter Verwendung einer drahtlosen Verbindung (z.B. Bluetooth, drahtloses lokales Netzwerk (WLAN), Wi-Fi, Infrarot, etc.) oder einer verdrahteten Verbindung (z.B. Universal Serial Bus (USB) etc.) empfängt.

Im Schritt 314 kann eine Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem eingegeben Zielort unter Verwendung einer geeigneten Navigationstechnik bestimmt werden, die in der Technik allgemein bekannt ist. Beispielsweise kann die Steuereinheit des Fahrzeugs 100 eine Route basierend auf erfassten Global-Position-Satellite (GPS; zu Deutsch: globaler Positionssatellit)-Koordinaten der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 bzw. des Zielortes und digitalen Karten bestimmen, die in dem Fahrzeug 100 lokal gespeichert oder auf einem Fernserver gespeichert sind. Alternativ kann eine dem Benutzer (nicht gezeigt) gehörende mobile Vorrichtung wirksam eingesetzt werden, indem ermöglicht wird, dass die Vorrichtung die Route lokal bestimmt und die bestimmte Route zu dem Fahrzeug 100 überträgt.

Im Schritt 316 wird erfasst, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist. Solch eine Erfassung kann auf unterschiedliche Art und Weise durchgeführt werden. Beispielsweise kann das Fahrzeug 100 überwachen, ob eine Tür des Fahrzeugs 100 geöffnet wurde. Nach dem Erfassen, dass eine Fahrzeugtür geöffnet wurde, kann angenommen werden, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist. Zudem oder alternativ können Kameras (z.B. Kameras zur Rundumsicht-Überwachung (AVM; engl. around-view monitor), Ultraschallsensoren oder dergleichen, die an dem Fahrzeug 100 montiert sind, oder Positionsdaten, die durch die mobile Vorrichtung des Benutzers erfasst und zu dem Fahrzeug 100 übertragen werden, zum Bestimmen verwendet werden, ob sich der Benutzer außerhalb des Fahrzeugs 100 befindet. Solche Vorrichtungen können auch zum Bestimmen eines Laufweges des Benutzers um das Fahrzeug 100 herum verwendet werden, wie nachstehend detaillierter beschrieben wird. Als ein weiteres Beispiel können Fahrzeugsitzsensoren zum Bestimmen verwendet werden, dass der Benutzer nicht länger auf einem Sitz sitzt, in welchem Fall angenommen werden kann, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist.

Wenn erfasst wurde, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist, fährt das Verfahren 300 mit dem Schritt 318 fort, in dem ein Bild 200 der bestimmten Route auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs 100 unter Verwendung einer in dem Fahrzeug 100 eingerichteten Projektionsvorrichtung 500 projiziert werden kann. Die Projektionsvorrichtung 500 kann eine Projektionsvorrichtung einer Vielzahl von in dem Fahrzeug 100 eingerichteten Projektionsvorrichtungen sein. Als Beispiel kann das Fahrzeug 100 ohne Beschränkung mit einer ersten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer rechten Seite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, einer zweiten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer linken Seite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, und einer dritten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer Rückseite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, ausgestattet sein. Folglich kann das Bild 200 durch eine bestimmte Projektionsvorrichtung 500 unter mehreren solcher Vorrichtungen 500 zu einer gegebenen Zeit projiziert werden. Ferner kann sich die bestimmte Projektionsvorrichtung 500, die zum Projizieren des Bildes 200 zu einer gegebenen Zeit zuständig ist, gemäß einer erfassten Position des Benutzers nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 ändern, wie nachstehend detaillierter beschrieben wird. Darüber hinaus kann das Bild 200 durch die Projektionsvorrichtung 500 auf eine Weise projiziert werden, die eine optimale Lesbarkeit durch den Benutzer durch Steuern von Anzeigecharakteristiken des Bildes 200, wie beispielsweise der Winkel, die Orientierung, die Position, Textattribute und dergleichen desselben, basierend auf einer erfassten Position und/oder Orientierung des Benutzers ermöglicht, wie nachstehend auch detaillierter beschrieben wird.

Wenn andererseits der aus dem Fahrzeug 100 aussteigende Benutzer nicht erfasst wird (d.h. der Benutzer sich noch in dem Fahrzeug 100 befindet), kann das Verfahren 300 illustrativ zum Schritt 314 zurückkehren. Die Steuereinheit des Fahrzeugs 100 kann weiter überwachen, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist, z.B. durch Erfassen, ob eine Fahrzeugtür geöffnet wurde, durch Analysieren von Bildern, die durch an dem Fahrzeug 100 installierte AVM-Kameras erhalten werden, durch Analysieren von Informationen, die durch an dem Fahrzeug 100 installierte Ultraschallsensoren gemessen werden, und dergleichen.

Das Verfahren 300 endet illustrativ beim Schritt 320. Die Techniken, durch die die Schritte des Verfahrens 300 durchgeführt werden können, sowie zusätzliche Verfahren und Parameter werden hierin detailliert beschrieben.

Es sollte beachtet werden, dass die in 2 gezeigten Schritte lediglich Veranschaulichungsbeispiele sind und bestimmte andere Schritte wie erwünscht enthalten sein oder ausgeschlossen werden können (wie z.B. in 3 gezeigt). Zwar wird ferner eine bestimmte Reihenfolge der Schritte gezeigt, aber diese Ordnung ist lediglich veranschaulichend und jede geeignete Anordnung der Schritte kann verwendet werden, ohne von dem Bereich der Ausführungsformen hierin abzuweichen. Darüber hinaus können die veranschaulichten Schritte auf jede geeignete Weise gemäß dem Bereich der vorliegenden Ansprüche modifiziert werden.

3 veranschaulicht ein beispielhaftes detailliertes Verfahren zum Betätigen eines mit einem Projektionssystem ausgestatteten Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung. Das Verfahren 400 kann beim Schritt 410 beginnen und mit dem Schritt 412 fortfahren, wobei, wie hierin detaillierter beschrieben, ein Bild 200 einer Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu einem von einem Benutzer ausgewählten Zielort durch eine in dem Fahrzeug 100 eingerichtete Projektionsvorrichtung 500 nach dem Aussteigen des Benutzers aus dem Fahrzeug 100 projiziert werden kann, so dass das projizierte Bild 200 von dem Benutzer betrachtet werden kann.

Zunächst kann bestimmt werden, ob ein durch einen Benutzer angegebener Zielort verfügbar ist (Schritt 412). Wenn noch kein Zielort durch den Benutzer eingegeben wurde (z.B. über ein in dem Fahrzeug 100 eingerichtetes Navigationssystem oder eine mobile Vorrichtung des Benutzers, die mit dem Fahrzeug 100 kommunizierend gekoppelt ist), kann eine Zielort-Anforderung an den Benutzer gesendet werden (Schritt 414). Beispielsweise kann eine Benachrichtigung an die mobile Vorrichtung des Benutzers gesendet werden, die einen Zielort anfordert, eine Eingabeaufforderung auf einem in dem Fahrzeug 100 eingerichteten Navigationssystembildschirm angezeigt werden, die einen Zielort anfordert, und so weiter. Wenn ein Zielort von dem Benutzer empfangen wurde, kann das Fahrzeug 100 die Position des Zielortes (z.B. Breitengrad und Längengrad) bestimmen und den Zielort und/oder die bestimmte Position desselben speichern (Schritt 416). Dazu kann das Fahrzeug 100 die GPS-Position (d.h. GPS-Koordinaten) des Zielortes durch Kommunizieren mit GPS-Satelliten erhalten (Schritt 418).

Im Schritt 420 kann bestimmt werden, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist. Bei einer Implementierung kann das Fahrzeug 100 erfassen, dass eine Tür des Fahrzeugs 100 geöffnet wurde. In solch einem Fall kann bestimmt werden, dass ein Benutzer aus dem Fahrzeug 100 aussteigt oder ausgestiegen ist, wenn eine Fahrzeugtür geöffnet wurde. Alternativ oder zusätzlich kann unter Verwendung anderer Techniken bestimmt werden, ob ein Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist. Beispielsweise können in dem Fahrzeug 100 eingerichtete Ultraschallsensoren die Anwesenheit des Benutzers außerhalb des Fahrzeugs 100 erfassen. Als weiteres Beispiel können in dem Fahrzeug 100 eingerichtete AVM-Kameras die Anwesenheit des Benutzers außerhalb des Fahrzeugs 100 erfassen. Als noch ein weiteres Beispiel können Standortinformationen durch das Fahrzeug 100 von der mobilen Vorrichtung des Benutzers erhalten und durch das Fahrzeug 100 analysiert werden, um zu bestimmen, dass sich der Benutzer außerhalb des Fahrzeugs 100 befindet. Es sollte daher klar sein, dass verschiedene Techniken zum Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist, möglich sind.

In Erwiderung auf das Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist, können verschiedene Schritte zur Vorbereitung auf eine Projektion eines Bildes 200 der Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem Zielort durchgeführt werden. Beispielsweise kann das Fahrzeug 100 im Schritt 422 erfassen, welche Tür geöffnet wurde, um zu bestimmen, welche Projektionsvorrichtung 500 zum Projizieren des Bildes 200 aktiviert werden soll (falls das Fahrzeug 100 mit einer Vielzahl von Projektionsvorrichtungen 500 ausgestattet ist). Auch kann das Fahrzeug 100 die Orientierung desselben (z.B. unter Verwendung eines internen Kompasses) bestimmen, die zum Berechnen der angemessenen Projektionsorientierung/des angemessenen Projektionswinkels des Bildes 200 verwendet werden kann (Schritt 424). Zudem kann die gegenwärtige Position (d.h. GPS-Koordinaten) des Fahrzeugs 100 bestimmt werden (z.B. unter Verwendung des eingebauten Navigationssystems des Fahrzeugs).

Dann kann im Schritt 424 eine Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem von dem Benutzer ausgewählten Zielort berechnet werden. Beispielsweise kann die Steuereinheit des Fahrzeugs 100 die Route basierend auf den erfassten Global-Position-Satellite (GPS)-Koordinaten der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 bzw. des Zielortes und digitalen Karten bestimmen, die in dem Fahrzeug 100 lokal gespeichert oder auf einem Fernserver gespeichert sind (Schritt 426). Alternativ kann die dem Benutzer gehörende mobile Vorrichtung wirksam eingesetzt werden, indem ermöglicht wird, dass die Vorrichtung die Route lokal bestimmt und die bestimmte Route zu dem Fahrzeug 100 überträgt.

Im Schritt 428 kann eine in dem Fahrzeug 100 eingerichtete Projektionsvorrichtung 500 ein Bild 200 der berechneten Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort des Benutzers auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs 100 derart projizieren, dass das projizierte Bild 200 von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 betrachtet werden kann. Das projizierte Bild 200 kann eine Karte, die die gegenwärtige Position des Fahrzeugs 100 und den Zielort zeigt, sowie die Laufanweisungen von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem Zielort enthalten, die auf der Karte eingeblendet werden.

Wie oben erläutert wurde, kann das Fahrzeug 100 mit einer Vielzahl von Projektionsvorrichtungen 500 ausgestattet sein. Beispielsweise kann das Fahrzeug 100 ohne Beschränkung mit einer ersten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer rechten Seite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, einer zweiten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer linken Seite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, und einer dritten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer Rückseite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, ausgestattet sein. Folglich kann abhängig von der Position des Benutzers eine Projektionsvorrichtung 500, die dem Benutzer am nächsten ist, zum Projizieren des Bildes 200 der Route zu dem Zielort ausgewählt werden.

Diesbezüglich kann nach dem Identifizieren, welche Tür des Fahrzeugs 100 geöffnet wurde (Schritt 422), eine Projektionsvorrichtung 500 unter der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen 500 zum Projizieren des Bildes 200 basierend auf der identifizierten geöffneten Tür ausgewählt werden. Wenn beispielsweise eine beifahrerseitige Tür geöffnet wird, kann eine Projektionsvorrichtung 500 auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs 100 ausgewählt werden, um das Bild 200 zu projizieren.

Des Weiteren kann der Ausstiegsweg des Benutzers außerhalb des Fahrzeugs 100 überwacht werden, sobald der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist, (z.B. unter Verwendung von einer oder mehreren Kameras, die in dem Fahrzeug 100 eingerichtet sind, unter Verwendung von Ultraschallsensoren etc.). Dabei kann sich die Projektionsvorrichtung 500, die zum Projizieren des Bildes 200 verwendet wird, ändern, da sich die Position des Benutzers um das Fahrzeug 100 herum ändert, so dass das projizierte Bild 200 von dem Benutzer leicht betrachtet werden kann, selbst während der Benutzer um das Fahrzeug 100 herum geht, wie in Bezug auf die 5A-5C detailliert beschrieben wird.

Sobald bestätigt wird, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist (Schritt 432), kann das Fahrzeug 100 bestimmen, ob der Benutzer nahe dem projizierten Bild 200 steht (Schritt 436) oder sich um das Fahrzeug 100 herum bewegt (Schritt 440). Andererseits kann, wenn die Fahrzeugtür geschlossen wurde (Schritt 436), was indiziert, dass der Benutzer gegenwärtig nicht aus dem Fahrzeug 100 aussteigt, das Verfahren 400 zum Schritt 420 zurückkehren, in dem das Fahrzeug 100 weiter überwacht, ob der Benutzer das Fahrzeug 100 verlässt (z.B. ob die Fahrzeugtür erneut geöffnet wurde).

Wenn der Benutzer nahe dem projizierten Bild 200 steht, kann das Fahrzeug 100 Anzeigecharakteristiken für das projizierte Bild 200 zur optimalen Lesbarkeit bestimmen (Schritt 438). Diesbezüglich kann das Bild 200 durch die Projektionsvorrichtung 500 auf eine Weise projiziert werden, die eine optimale Lesbarkeit durch Steuern von Anzeigecharakteristiken des Bildes 200, wie beispielsweise der Winkel, die Orientierung, die Position, Textattribute und dergleichen desselben, basierend auf der erfassten Position und/oder Orientierung des Benutzers ermöglicht. Beispielsweise können Bilder, die durch eine oder mehrere Kameras (nicht gezeigt) erhalten werden, die an dem Fahrzeug 100 angeordnet sind, analysiert werden, um eine Perspektive des Benutzers zu schätzen. Basierend auf der geschätzten Benutzerperspektive kann eine angemessene Bildorientierung bestimmt werden, die dem Benutzer ermöglicht, das Bild 200 leicht zu lesen, und die Projektionsvorrichtung 500 kann das Bild 200 mit der bestimmten Orientierung projizieren.

Wenn sich der Benutzer um das Fahrzeug 100 herum bewegt, kann eine andere Projektionsvorrichtung 500 basierend auf der aktualisierten Position des Benutzers ausgewählt werden (Schritt 442). Wenn der Benutzer beispielsweise auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs 100 aussteigt und anfangs die beifahrerseitige Projektionsvorrichtung 500 aktiviert wird, um das Bild 200 zu projizieren, und der Benutzer dann um die Rückseite des Fahrzeugs 100 herum läuft, kann die Projektionsvorrichtung 500, die das Bild 200 projiziert, zu der rückseitigen Projektionsvorrichtung 500 übergehen, damit der Benutzer das Bild 200 weiter betrachten kann, selbst während sich der Benutzer bewegt. Ähnlich können ein Winkel, eine Orientierung oder andere Anzeigecharakteristiken des Bildes 200 in Erwiderung auf das Erfassen geändert werden, dass sich der Benutzer um das Fahrzeug 100 herum bewegt, um eine optimale Lesbarkeit beizubehalten.

Die Projektion des Bildes 200 kann schließlich enden, z.B. nachdem eine vorbestimmte Zeitdauer verstreicht, wenn sich der Benutzer über eine vorbestimmte Distanz hinaus von dem Fahrzeug 100 bewegt, etc. Die Deaktivierung des Bildes 200 wird in Bezug auf die 8A und 8B detaillierter beschrieben.

Das Verfahren 400 endet illustrativ beim Schritt 444. Die Techniken, durch die die Schritte des Verfahrens 400 durchgeführt werden können, sowie zusätzliche Verfahren und Parameter werden hierin detailliert beschrieben.

Es sollte beachtet werden, dass die in 3 gezeigten Schritte lediglich Veranschaulichungsbeispiele sind und bestimmte andere Schritte wie erwünscht enthalten sein oder ausgeschlossen werden können (z.B. wie in 2 gezeigt). Zwar wird ferner eine bestimmte Reihenfolge der Schritte gezeigt, aber diese Ordnung ist lediglich veranschaulichend und jede geeignete Anordnung der Schritte kann verwendet werden, ohne von dem Bereich der Ausführungsformen hierin abzuweichen. Darüber hinaus können die veranschaulichten Schritte auf jede geeignete Weise gemäß dem Bereich der vorliegenden Ansprüche modifiziert werden.

Die 4A und 4B veranschaulichen beispielhafte Bild-Projektionsorientierungen eines mit einem Projektionssystem ausgestatteten beispielhaften Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung. Wie in 4A gezeigt, kann das Fahrzeug 100 mit mehreren Projektionsvorrichtungen 500 an verschiedenen Positionen an dem Fahrzeug 100 ausgestattet sein. Jede Projektionsvorrichtung 500 sollte konfiguriert sein, um ein Bild 200 auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs 100 derart zu projizieren, dass das Bild 200 für den Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 sichtbar ist. Im Allgemeinen kann eine Aktivierung der Projektion durch die Projektionsvorrichtungen 500 durch das Öffnen einer Fahrzeugtür ausgelöst werden (obgleich auch andere Ereignisse, die indizieren, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist, wie beispielsweise jene, die oben beschrieben wurden, die Aktivierung der Projektion der Projektionsvorrichtungen 500 auslösen können). Die Steuereinheit des Fahrzeugs 100 kann ein Aktivierungssignal zu einer Projektionsvorrichtung 500 senden, um die Vorrichtung zu aktivieren und eine Projektion des Bildes 200 zu initiieren.

Wie in der in 4A dargestellten beispielhaften Anordnung gezeigt, kann das Fahrzeug 100 mit einer ersten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer rechten Seite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, einer zweiten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer linken Seite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, und einer dritten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer Rückseite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, ausgestattet sein. Die Projektionsvorrichtungen 500 können an verschiedenen Positionen an dem Fahrzeug 100, wie beispielsweise ein zu einer Tür benachbarter Türschweller (wie in 1 gezeigt), an einer vorderen oder hinteren Stoßstange oder dergleichen, installiert sein. Es sollte klar sein, dass die in 4A gezeigte Anordnung der Projektionsvorrichtungen 500 lediglich zu Demonstrationszwecken geliefert ist und den Bereich der vorliegenden Offenbarung nicht darauf beschränkt.

Die Projektionsvorrichtungen 500 können zum Projizieren des Bildes 200 der Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem von dem Benutzer ausgewählten Zielort in verschiedenen Orientierungen fähig sein (z.B. durch Anpassen der Projektionsorientierung, des Winkels, der Position, der Richtung, der Größe etc.). Beispielsweise kann die beifahrerseitige bzw. die fahrerseitige Projektionsvorrichtung 500, wie in 4B gezeigt, zum Projizieren des Bildes 200 der Route in drei verschiedenen Orientierungen durch Steuern der Anzeigecharakteristiken (z.B. Winkel, Orientierung, Richtung, Größe etc.) der Projektion fähig sein.

Des Weiteren können die Anzeigecharakteristiken des Bildes 200 dementsprechend gesteuert werden, welche Fahrzeugtür geöffnet wurde. Wenn der Benutzer beispielsweise von der hinteren fahrerseitigen Tür aus dem Fahrzeug aussteigt, kann die fahrerseitige Projektionsvorrichtung 500 die angemessenen Anzeigecharakteristiken festlegen, um das Bild 200 gemäß der Orientierung #2 in 4B zu projizieren. Wenn der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 aussteigt, können ähnlich Bilder des Benutzers (die beispielsweise durch eine oder mehrere in dem Fahrzeug 100 eingerichtete Kameras erhalten werden) analysiert werden, um die Perspektive des Benutzers zu bestimmen, und die Anzeigecharakteristiken des projizierten Bildes 200 entsprechend festgelegt werden. Wenn der Benutzer beispielsweise von der Beifahrerseite aus dem Fahrzeug 100 aussteigt und bestimmt wird, dass derselbe nach hinten sieht, kann die beifahrerseitige Projektionsvorrichtung 500 die angemessenen Anzeigecharakteristiken festlegen, um das Bild 200 gemäß der Orientierung #5 in 4B zu projizieren. Alternativ kann eine Projektionsvorrichtung 500 das Bild 200 in einer größeren Größe geradeaus projizieren, wie beispielsweise die Orientierungen #3, #6 und #7, was nützlich sein kann, wenn bestimmt wird, dass der Benutzer um das Fahrzeug 100 herum geht. Es sollte beachtet werden, dass die in 4B dargestellten bestimmten Projektionsorientierungen lediglich zu Demonstrationszwecken geliefert sind, da die Projektionsvorrichtungen 500 zum Projizieren des Bildes 200 in jeder/allen geeigneten Orientierung(en) fähig sind.

Wenn ein Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist, wobei die Projektion des Bildes 200 verursacht wird, kann sich zudem die zum Projizieren des Bildes 200 zuständige Projektionsvorrichtung 500 ändern, wenn sich der Standort des Benutzer verändert, z.B. wenn der Benutzer um das Fahrzeug 100 herum geht. Diesbezüglich veranschaulichen die 5A-5C ein beispielhaftes Szenario, bei dem ein Benutzer entlang einem Weg um das mit einem Projektionssystem ausgestatte beispielhafte Fahrzeug herum läuft, nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung. In 5A steigt ein Benutzer aus dem Fahrzeug 100 von der hinteren beifahrerseitigen Tür aus, wobei eine Projektion des Bildes 200 durch die beifahrerseitige Projektionsvorrichtung 500 gemäß der Orientierung #5 (z.B. durch angemessenes Festlegen der Anzeigecharakteristiken des projizierten Bildes 200) verursacht wird, so dass das Bild 200 durch den Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug leicht gelesen werden kann.

Wenn der Benutzer beginnt, um das Fahrzeug 100 herum zu laufen, wie in 5B gezeigt, kann der Weg des Benutzers unter Verwendung von hierin beschriebenen Techniken (z.B. eine oder mehrere Kameras, die an dem Fahrzeug 100 installiert sind, ein Ultraschallsensor, der an dem Fahrzeug 100 installiert ist, Informationen, die von einer mobilen Vorrichtung des Benutzers empfangen werden, die mit dem Fahrzeug 100 kommunizierend gekoppelt ist, und dergleichen) erfasst werden. In Erwiderung kann die aktivierte Projektionsvorrichtung 500 von der beifahrerseitigen Projektionsvorrichtung 500 zu der rückseitigen Projektionsvorrichtung 500 übergehen, da sich der Benutzer der Rückseite des Fahrzeugs 100 nähert. Auf diese Weise kann der Benutzer eine im Wesentlichen kontinuierliche Ansicht des Bildes 200 erhalten, selbst wenn sich die Position des Benutzers verändert.

Während der Benutzer an der Rückseite des Fahrzeugs 100 vorbeigeht und sich der Fahrerseite des Fahrzeugs 100 nähert, wie in 5C gezeigt, kann die aktivierte Projektionsvorrichtung 500 dann von der rückseitigen Projektionsvorrichtung 500 zu der fahrerseitigen Projektionsvorrichtung 500 übergehen. Die Anzeigecharakteristiken des projizierten Bildes 200 können derart gesteuert werden, dass das Bild 200 in einer größeren Größe geradeaus projiziert wird, wie beispielsweise die Orientierung #3, was von dem Benutzer leicht gelesen werden kann, selbst während sich der Benutzer bewegt.

Es sollte beachtet werden, dass das in den 5A-5C veranschaulichte Szenario lediglich zu Demonstrationszwecken geliefert ist und nicht behandelt werden sollte, den Bereich der vorliegenden Offenbarung zu beschränken.

Ähnlich veranschaulichen die 6A und 6B das Steuern einer Bildprojektion basierend auf einem Benutzerweg um ein mit einem Projektionssystem ausgestattetes beispielhaftes Fahrzeug herum nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung. Wie in den 6A und 6B gezeigt, kann ein Benutzer aus dem Fahrzeug 100 aussteigen und auf die andere Seite des Fahrzeugs 100 gehen, wenn der Benutzer beispielsweise auf einer Seite des Fahrzeugs 100 aussteigt, die dem Straßenverkehr am nächsten ist, und bevorzugt, auf die andere Seite des Fahrzeugs 100 hinüber zu gehen, auf der das Lesen der projizierten Karte sicherer ist. In solch einem Fall können, wie oben beschrieben wurde, an dem Fahrzeug 100 montierte Kameras (z.B. AVM-Kameras) verwendet werden, um den Benutzerweg zu analysieren und zu bestimmen, ob sich der Benutzer zu der anderen Seite des Fahrzeugs 100 bewegt hat. Beispielsweise kann eine Reihe von Fotografien, die durch das externe Kamerasystem des Fahrzeugs erhalten werden, analysiert werden, um die Position des Benutzers in Bezug auf das Fahrzeug 100 zu bestimmen und zu bestimmen, ob sich der Benutzer um das Fahrzeug 100 herum bewegt.

In Erwiderung auf das Bestimmen, dass sich eine Position des Benutzers nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 verändert hat, kann eine Projektion des Bildes zu der neuen Position bewegt werden und Anzeigecharakteristiken des Bildes 200 können zur optimalen Lesbarkeit angepasst werden. Wenn sich die Position des Benutzers verändert hat, kann die Steuereinheit des Fahrzeugs 100 ein Aktivierungssignal an die Projektionsvorrichtung 500 senden, die dem Benutzer am nächsten ist. Zudem wird die Stehposition des Benutzers analysiert werden (z.B. in den durch das Kamerasystem erhaltenen Fotografien), um die Perspektive des Benutzers (POV; engl. point of view) zum Zwecke des Steuerns der Projektions-Anzeigecharakteristiken zu bestimmen. Beispielsweise können die Orientierung der Karte und jedes beliebigen Textes in dem projizierten Bild 200 basierend auf der POV des Benutzers angepasst werden, damit der Benutzer Informationen in dem Bild 200 so leicht wie möglich erkennen kann.

Indessen kann das hierin beschriebene Projektionssystem zum Vermeiden von bestimmten gefährlichen Situationen und Bewahren der Sicherheit und des Schutzes des Benutzers sowie Anderer bestimmte vordefinierte Bedingungen während des Ausstiegs aus dem Fahrzeug 100 identifizieren und entsprechend die Projektion beschränken. Diesbezüglich veranschaulichen die FIGUREN 7A und 7B beispielhafte beschränkte Projektionsbereiche nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung. Wie beispielsweise in 7A gezeigt, kann die Projektion des Bildes 200 in Bereichen 620, in denen Radfahrer oder andere Autos anwesend sein können, (z.B. Straßen) beschränkt werden. Daher kann die Projektion des Bildes 200 nur in Bereichen 610, die durch andere Verkehrsteilnehmer nicht beeinträchtigt werden, (z.B. Gehwege) zugelassen werden. Die Bestimmung, welche Bereiche von der Projektion gesperrt werden (d.h. beschränkte Projektionsbereiche 620) und welche Bereiche eine Projektion erlauben (d.h. zugelassene Projektionsbereiche 610), kann unter Verwendung einer Karte des Navigationssystems des Fahrzeugs (z.B. hochauflösende Karten) und der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 durchgeführt werden. Alternativ kann die Projektion in dem Bereich 620, wie beispielsweise eine Straße, nur dann beschränkt werden, wenn ein sich bewegendes Objekt (z.B. ein Fahrzeug, ein Radfahrer etc.) in dem Bereich erfasst wird. Das Beschränken einer Projektion des Bildes 200 in Bereichen, in denen andere Verkehrsteilnehmer regelmäßig fahren, kann zum Vermeiden einer Ablenkung dieser Teilnehmer mit projizierten Bildern auf der Straße hilfreich sein.

Zudem kann die Projektion des Bildes 200 gesteuert werden, um die Privatsphäre des Benutzers zu schützen. Beispielsweise kann, wie in 7B gezeigt, die Projektion des Bildes 200 in Bereichen 620 beschränkt werden, in denen ein (anderer) Fußgänger 630 (als der Benutzer) erfasst wird. Daher kann die Projektion des Bildes 200 nur in Bereichen 610 ermöglicht werden, in denen kein Fußgänger 630 erfasst wird. Die Erfassung von Fußgängern 630 kann unter Verwendung von an dem Fahrzeug 100 montierten Videokameras und in der Technik bekannten Objekterfassungsalgorithmen durchgeführt werden. Das Beschränken der Projektion des Bildes 200 in Bereichen, in denen ein Fußgänger 630 anwesend ist, kann zum Vermeiden des Störens oder Ablenkens von Fußgängern in der Nähe und zum Vermeiden des Anzeigens von potentiell privaten Zielortinformationen des Benutzers anderen Fußgängern hilfreich sein. Beide Projektionsbeschränkungsverfahren, die in den 6A und 6B gezeigt sind, können kombiniert oder modifiziert werden und können durch den Benutzer durch Steuern der Systemeinstellungen aktiviert/deaktiviert werden.

Des Weiteren können verschiedene Techniken zum Leistungsmanagement des hierin beschriebenen Projektionssystems dazu beitragen, einen unnötigen Energieverbrauch zu reduzieren. Diesbezüglich veranschaulichen die FIGUREN 8A und 8B beispielhafte Verfahren zum Deaktivieren einer Projektion des Bildes 200. Bei einem in 8A gezeigten Beispiel können die in dem Fahrzeug 100 eingerichteten Projektionsvorrichtungen 500 deaktiviert werden, nachdem eine vorbestimmte Zeitdauer verstrichen ist, nachdem der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist. Beispielsweise wird bei dem Verfahren 700, wenn das Fahrzeug 100 an ist (Schritt 710) und erfasst wird, dass ein Benutzer das Fahrzeug 100 verlassen hat (Schritt 712), die Projektion eines Bildes 200, das eine Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu einem von dem Benutzer ausgewählten Zielort veranschaulicht, aktiviert (Schritt 714). Dann wird bestimmt, ob eine vorbestimmte Zeitdauer (z.B. 10 Sekunden) verstrichen ist, nachdem der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist (Schritt 716). Dieser Schritt kann beispielsweise unter Verwendung eines Zeitgebers durchgeführt werden. Sobald die vorbestimmte Zeitdauer verstrichen ist, kann die Projektion des Bildes 200 deaktiviert werden (Schritt 718).

Alternativ oder zusätzlich können bei einem anderen Beispiel, das in 8B gezeigt ist, die in dem Fahrzeug 100 eingerichteten Projektionsvorrichtungen 500 deaktiviert werden, wenn sich der Benutzer über eine vorbestimmte Distanz hinaus von dem Fahrzeug 100 bewegt hat. Beispielsweise wird bei dem Verfahren 800, wenn das Fahrzeug 100 an ist (Schritt 810) und erfasst wird, dass ein Benutzer das Fahrzeug 100 verlassen hat (Schritt 812), die Projektion des Bildes 200 aktiviert (Schritt 814). Dann wird bestimmt, ob sich ein Benutzer innerhalb eines vorbestimmten Bereiches (z.B. 15 Meter) des Fahrzeugs 100 befindet (Schritt 816). Dieser Schritt kann unter Verwendung von verschiedenen Mechanismen durchgeführt werden, wie beispielsweise an dem Fahrzeug 100 montierte Kameras, ein Ultraschalsensor, ein laserbasierter Sensor (z.B. Lidar), eine durch die mobile Vorrichtung des Benutzers erhaltene gegenwärtige Position und dergleichen. Sobald sich der Benutzer über den vorbestimmten Bereich hinaus bewegt hat, kann die Projektion des Bildes 200 deaktiviert werden (Schritt 818). Solange der Benutzer neben dem Fahrzeug 100 steht, bleibt die Projektion folglich an und die Projektion wird ausgeschaltet, sobald der Benutzer weggeht.

Die Techniken, durch die die Schritte der Verfahren 700 und 800 durchgeführt werden können, sowie zusätzliche Verfahren und Parameter werden hierin detailliert beschrieben.

Es sollte beachtet werden, dass die in den 8A und 8B gezeigten Schritte lediglich Beispiele zur Veranschaulichung sind und bestimmte andere Schritte wie erwünscht enthalten sein oder ausgeschlossen werden können. Zwar wird ferner eine bestimmte Reihenfolge der Schritte gezeigt, aber diese Ordnung ist lediglich veranschaulichend und jede geeignete Anordnung der Schritte kann verwendet werden, ohne von dem Bereich der Ausführungsformen hierin abzuweichen. Darüber hinaus können die veranschaulichten Schritte auf jede geeignete Weise gemäß dem Bereich der vorliegenden Ansprüche modifiziert oder kombiniert werden.

Folglich werden hierin Techniken beschrieben, die einen Benutzer eines Fahrzeugs mit einer visuellen Darstellung von Wegbeschreibungen zu einem Zielort auf dem Boden in der Nähe des Fahrzeugs derart versorgen, dass die Darstellung von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug betrachtet werden kann. Die visuelle Darstellung wird unter Verwendung von einer oder mehreren Projektionsvorrichtungen erzeugt, die in dem Fahrzeug eingerichtet sind und zum Projizieren eines Bildes auf den Boden in Erwiderung auf das Erfassen fähig sind, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist. Anzeigecharakteristiken des projizierten Bildes können gemäß der erfassten Position und/oder Orientierung des Benutzers automatisch angepasst werden, damit Informationen in dem Bild leicht erkennbar sind. Nachdem der Benutzer mit Wegbeschreibungen zu dem von dem Benutzer ausgewählten Zielort nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug versorgt wird, kann der Benutzer seinen Weg zu dem Zielort schneller und zuverlässiger finden.

Zwar wurden veranschaulichende Ausführungsformen gezeigt und beschrieben, die Fahrzeug-Navigationssysteme vorsehen, die eine Projektionsvorrichtung verwenden, aber es sollte klar sein, dass verschiedene andere Adaptionen und Modifikationen innerhalb des Wesens und Bereiches der Ausführungsformen hierin erfolgen können. Daher können die Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung auf geeignete Weise gemäß dem Bereich der vorliegenden Ansprüche modifiziert werden.

Die vorangehende Beschreibung ist auf Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung gerichtet. Es wird jedoch offensichtlich sein, dass andere Variationen und Modifikationen an den beschriebenen Ausführungsformen mit der Erzielung einiger oder aller Vorteile derselben vorgenommen werden können. Folglich ist diese Beschreibung nur als Beispiel zu nehmen und nicht, um den Bereich der Ausführungsformen hierin anderweitig zu beschränken. Daher ist es die Aufgabe der beiliegenden Ansprüche, all solche Variationen und Modifikationen zu decken, die innerhalb des wahren Wesens und Bereiches der Ausführungsformen hierin liegen.