Title:
Projektionsorientierungs-Korrektursystem für Fahrzeug
Kind Code:
A1


Abstract:

Ein Verfahren enthält: Projizieren eines Bildes auf einen Boden in der Nähe des Fahrzeugs unter Verwendung einer in einem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtung; Erfassen einer Position oder einer Sicht eines Benutzers; und Drehen des projizierten Bildes oder zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Position oder Sicht des Benutzers. Das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes wird derart gedreht, dass das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein. embedded image




Inventors:
Schreiber, Michael (60433, Frankfurt, DE)
Patel, Nilesh, Mich. (Canton, US)
Lessmann, Stefan (60594, Frankfurt, DE)
Ardisana, Gregory, Mich. (Canton, US)
Christiana, Amanda, Mich. (Ann Arbor, US)
Application Number:
DE102017210899A
Publication Date:
08/09/2018
Filing Date:
06/28/2017
Assignee:
Hyundai Motor Company (Seoul, KR)
Kia Motors Corporation (Seoul, KR)



Attorney, Agent or Firm:
isarpatent - Patentanwälte- und Rechtsanwälte Behnisch Barth Charles Hassa Peckmann & Partner mbB, 80801, München, DE
Claims:
Verfahren aufweisend:
Projizieren eines Bildes auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs unter Verwendung einer in einem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtung;
Erfassen einer Position oder Sicht eines Benutzers; und
Drehen des projizierten Bildes oder zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Position oder Sicht des Benutzers,
wobei das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes derart gedreht wird, dass das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das projizierte Bild eine Karte enthält, die eine Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu einem durch den Benutzer angegebenen Zielort zeigt.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes auf einer Karte eingeblendet wird.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes zumindest einen Text und/oder ein Symbol enthält.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen der Position des Benutzers unter Verwendung einer in dem Fahrzeug eingerichteten Kamera, eines in dem Fahrzeug eingerichteten Ultraschallsensors und/oder von Informationen, die von einer mobilen Vorrichtung des Benutzers empfangen werden, die mit dem Fahrzeug kommunizierend gekoppelt ist.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen der Sicht des Benutzers unter Verwendung einer in dem Fahrzeug eingerichteten Kamera.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Identifizieren einer Tür des Fahrzeugs, die durch den Benutzer geöffnet wurde;
Auswählen einer Projektionsvorrichtung unter einer Vielzahl von in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtungen, um das Bild zu projizieren, basierend auf der identifizierten Tür; und
Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten Projektionsvorrichtung.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen der Position des Benutzers;
Auswählen einer Projektionsvorrichtung unter einer Vielzahl von in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtungen, um das Bild zu projizieren, basierend auf der erfassten Position des Benutzers; und
Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten Projektionsvorrichtung.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Auswählen einer ersten Projektionsvorrichtung unter einer Vielzahl von in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtungen, um das Bild zu projizieren;
Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten ersten Projektionsvorrichtung;
Erfassen der Position des Benutzers;
Auswählen einer zweiten Projektionsvorrichtung unter der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen, die sich von der ersten Projektionsvorrichtung unterscheidet, um das Bild zu projizieren, basierend auf der erfassten Position des Benutzers; und
Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten zweiten Projektionsvorrichtung.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Identifizieren einer Fahrzeugtür, die durch den Benutzer geöffnet wurde; und
Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der identifizierten Tür, so dass das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes orientiert wird, um dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug über die identifizierte Tür zugewandt zu sein.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen einer ersten Position oder einer ersten Sicht des Benutzers;
Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten ersten Position oder ersten Sicht des Benutzers;
Erfassen einer zweiten Position oder einer zweiten Sicht des Benutzers, die sich von der ersten Position oder ersten Sicht des Benutzers unterscheidet; und
Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten zweiten Position oder zweiten Sicht des Benutzers.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen der Position des Benutzers;
Drehen des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Position des Benutzers derart, dass das projizierte Bild orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein;
Erfassen der Sicht des Benutzers; und
Drehen des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Sicht des Benutzers derart, dass das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen einer Orientierung des Fahrzeugs; und
Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes ferner basierend auf der erfassten Orientierung des Fahrzeugs.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen der Position des Benutzers;
Auswählen einer Projektionsvorrichtung unter einer Vielzahl von in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtungen, um das Bild zu projizieren, basierend auf der erfassten Position des Benutzers; und
Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes ferner basierend auf der ausgewählten Projektionsvorrichtung.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Definieren eines Bezugskoordinatensystems des Bildes und eines Bezugskoordinatensystems des zumindest einen Objektes innerhalb des Bildes; und
Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes durch Drehen des Bezugskoordinatensystems des Bildes oder des Bezugskoordinatensystems des zumindest einen Objektes innerhalb des Bildes.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen der Sicht des Benutzers;
Drehen des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Sicht des Benutzers; und
Drehen des projizierten Bildes derart, dass das projizierte Bild in eine Nordrichtung orientiert wird.

Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Erfassen der Sicht des Benutzers Folgendes aufweist:
Erhalten eines Bildes des Benutzers unter Verwendung einer in dem Fahrzeug eingerichteten Kamera; und
Erfassen einer Position der Augen des Benutzers oder einer Orientierung der Schultern des Benutzers durch Anwenden eines Bildverarbeitungsalgorithmus auf das erhaltene Bild.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner aufweisend:
Erfassen einer Geste, die durch den Benutzer gemacht wird, um mit dem projizierten Bild zu interagieren; und
Durchführen einer Aktion basierend auf der erfassten Geste.

System mit:
zumindest einer Projektionsvorrichtung, die in einem Fahrzeug eingerichtet und zum Projizieren eines Bildes konfiguriert ist; und
einer Steuereinheit, die in dem Fahrzeug eingerichtet und zu Folgendem konfiguriert ist:
Steuern der zumindest einen Projektionsvorrichtung, um das Bild auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs zu projizieren;
Erfassen einer Position oder einer Sicht eines Benutzers, und
Drehen des projizierten Bildes oder zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Position oder Sicht des Benutzers,
wobei das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes derart gedreht wird, dass das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein.

Nicht-transitorisches computerlesbares Medium, das durch eine in einem Fahrzeug eingerichtete Steuereinheit ausführbare Programmbefehle enthält, wobei die Programmbefehle, wenn ausgeführt, verursachen, dass die Steuereinheit:
über eine in dem Fahrzeug eingerichtete Projektionsvorrichtung ein Bild auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs projiziert;
eine Position oder eine Sicht des Benutzers erfasst; und
das projizierte Bild oder zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Position oder Sicht des Benutzers dreht,
wobei das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes derart gedreht wird, dass das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Offenbarung betrifft im Allgemeinen Projektionssysteme und genauer ein System zur Korrektur einer Projektionsorientierung bzw. Projektionsorientierungs-Korrektursystem für ein Fahrzeug.

HINTERGRUND

Navigationssysteme werden häufig in Verbindung mit einer Fahrt von Fahrzeugen verwendet, um einen Benutzer eines Fahrzeugs (z.B. Fahrer oder Fahrgast) zu einem von dem Benutzer ausgewählten Zielort zu dirigieren. Aus verschiedenen Gründen kann der Benutzer jedoch nicht immer an dem exakten Standort des Zielortes ankommen, wobei ein(e) zwischen dem Fahrzeug und dem Zielort verbleibende(r) Abstand bzw. Distanz gelassen wird, den/die der Benutzer zu Fuß zurücklegen muss. Wenn ein Benutzer mit einem Fahrzeug beispielsweise zu einem Restaurant, Geschäft, Theater oder dergleichen fährt und das Fahrzeug parken muss, wird eine Distanz zwischen dem Standort des geparkten Fahrzeugs und dem Zielort verbleiben. Bei einem anderen Beispiel wird, wenn ein Benutzer ein Taxi zu einem Zielort nimmt, eine Distanz zwischen dem Ort, an dem der Benutzer abgesetzt wird, und dem Zielort verbleiben. Bei noch einem anderen Beispiel kann ein Benutzer, der einen Fahrgemeinschaftsservice nutzt, zu einem Absetzort befördert werden und muss von dort zu einem Treffpunkt mit seinen Bekannten laufen.

Bei jedem Szenario kann die zwischen dem Fahrzeug, aus dem der Benutzer aussteigt, und dem Zielort verbleibende Strecke abhängig von Umständen erheblich sein. Des Weiteren kann der Ort, an dem der Benutzer aus dem Fahrzeug aussteigt, nicht vertraut sein und infolgedessen können die Wegbeschreibungen von dem Fahrzeug zu dem Zielort nicht klar sein. Dies kann den Benutzer letztendlich daran hindern, seinen Zielort zu erreichen.

ZUSAMMENFASSUNG

Die vorliegende Offenbarung liefert Techniken zum Projizieren eines Bildes unter Verwendung eines in einem Fahrzeug eingerichteten Projektionssystems auf einen Boden in der Nähe des Fahrzeugs, Erfassen einer Position oder einer Sicht eines Benutzers und automatischen Anpassen einer Orientierung des projizierten Bildes oder eines oder mehrerer Objekte innerhalb des Bildes gemäß der Position oder der Sicht des Benutzers. Das durch das Projektionssystem des Fahrzeugs projizierte Bild kann eine visuelle Darstellung von Wegbeschreibungen zu einem von dem Benutzer ausgewählten Zielort sein, so dass die Darstellung von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug betrachtet werden kann. Das projizierte Bild kann eine Karte, die den gegenwärtigen Standort des Fahrzeugs und den Zielort des Benutzers zeigt, sowie die Karte überlagernde Wegbeschreibungen enthalten, die einen Weg anzeigen, dem der Benutzer folgen soll, während derselbe von dem Fahrzeug zu dem Zielort läuft. Verschiedene Techniken können zum Erfassen der Position und/oder Sicht (d.h. Orientierung) des Benutzers eingesetzt werden, z.B. unter Verwendung eines in dem Fahrzeug eingerichteten Kamerasystems, und die Orientierung des projizierten Bildes kann automatisch angepasst werden, damit Informationen in dem Bild durch den Benutzer leicht erkannt werden können.

Nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung enthält ein Verfahren Folgendes: Projizieren eines Bildes auf einen Boden in der Nähe des Fahrzeugs unter Verwendung einer in einem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtung; Erfassen einer Position oder einer Sicht eines Benutzer; und Drehen des projizierten Bildes oder zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Position oder Sicht des Benutzers. Das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes wird derart gedreht, dass das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein.

Das projiziere Bild kann eine Karte enthalten, die eine Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu einem durch den Benutzer angegebenen Zielort zeigt. Das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes kann auf einer Karte eingeblendet werden. Das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes kann zumindest einen Text und/oder ein Symbol enthalten.

Das Verfahren kann ferner das Erfassen der Position des Benutzers unter Verwendung einer in dem Fahrzeug eingerichteten Kamera, eines in dem Fahrzeug eingerichteten Ultraschallsensors und/oder von Informationen, die von einer mobilen Vorrichtung des Benutzers empfangen werden, die mit dem Fahrzeug kommunikativ bzw. kommunizierend gekoppelt ist, enthalten. Das Verfahren kann ferner auch das Erfassen der Sicht des Benutzers unter Verwendung einer in dem Fahrzeug eingerichteten Kamera enthalten.

Die Projektionsvorrichtung zum Projizieren des Bildes auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs kann eine Projektionsvorrichtung einer Vielzahl von Projektionsvorrichtungen sein. Diesbezüglich kann das Verfahren ferner Folgendes enthalten: Identifizieren einer Tür des Fahrzeugs, die durch den Benutzer geöffnet wurde; Auswählen einer Projektionsvorrichtung unter einer Vielzahl von in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtungen, um das Bild zu projizieren, basierend auf der identifizierten Tür; und Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten Projektionsvorrichtung. Zudem kann das Verfahren ferner Folgendes enthalten: Erfassen der Position des Benutzers; Auswählen einer Projektionsvorrichtung unter einer Vielzahl von in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtungen, um das Bild zu projizieren, basierend auf der erfassten Position des Benutzers; und Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten Projektionsvorrichtung. Das Verfahren kann ferner auch Folgendes enthalten: Auswählen einer ersten Projektionsvorrichtung unter einer Vielzahl von in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtungen, um das Bild zu projizieren; Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten ersten Projektionsvorrichtung; Erfassen der Position des Benutzers; Auswählen einer zweiten Projektionsvorrichtung unter der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen, die sich von der ersten Projektionsvorrichtung unterscheidet, um das Bild zu projizieren, basierend auf der erfassten Position des Benutzers; und Projizieren des Bildes unter Verwendung der ausgewählten zweiten Projektionsvorrichtung.

Das projizierte Bild und/oder zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes kann basierend auf der erfassten Position oder Sicht des Benutzers gedreht werden. Diesbezüglich kann das Verfahren ferner Folgendes enthalten: Identifizieren einer Tür des Fahrzeugs, die durch den Benutzer geöffnet wurde; und Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der identifizierten Tür, so dass das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes orientiert wird, um dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug über die identifizierte Tür zugewandt zu sein. Zudem kann das Verfahren ferner Folgendes enthalten: Erfassen einer ersten Position oder einer ersten Sicht des Benutzers; Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten ersten Position oder ersten Sicht des Benutzers; Erfassen einer zweiten Position oder zweiten Sicht des Benutzers, die sich von der ersten Position oder ersten Sicht des Benutzers unterscheidet; und Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten zweiten Position oder zweiten Sicht des Benutzers. Das Verfahren kann ferner auch Folgendes enthalten: Erfassen der Position des Benutzers; Drehen des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Position des Benutzers derart, dass das projizierte Bild orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein; Erfassen der Sicht des Benutzers; und Drehen des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Sicht des Benutzers derart, dass das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein.

Das Verfahren kann ferner Folgendes enthalten: Erfassen einer Orientierung des Fahrzeugs; und Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes ferner basierend auf der erfassten Orientierung des Fahrzeugs. Zudem kann das Verfahren ferner Folgendes enthalten: Erfassen der Position des Benutzers; Auswählen einer Projektionsvorrichtung unter einer Vielzahl von in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtungen, um das Bild zu projizieren, basierend auf der erfassten Position des Benutzers; und Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes ferner basierend auf der ausgewählten Projektionsvorrichtung. Das Verfahren kann ferner auch Folgendes enthalten: Erfassen der Sicht des Benutzers; Drehen des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Sicht des Benutzers; und Drehen des projizierten Bildes derart, dass das projizierte Bild in eine Nordrichtung orientiert wird.

Ein Bezugskoordinatensystem kann angewandt werden, um bei der Drehung des projizierten Bildes und/oder Objektes innerhalb des Bildes zu helfen. Diesbezüglich kann das Verfahren ferner Folgendes enthalten: Definieren eines Bezugskoordinatensystems des Bildes und eines Bezugskoordinatensystems des zumindest einen Objektes innerhalb des Bildes; und Drehen des projizierten Bildes oder des zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes durch Drehen des Bezugskoordinatensystems des Bildes oder des Bezugskoordinatensystems des zumindest einen Objektes innerhalb des Bildes.

Verschiedene Techniken können zum Erfassen der Sicht (d.h. Orientierung oder Perspektive) des Benutzers eingesetzt werden. Beispielsweise kann das Erfassen der Sicht des Benutzer Folgendes enthalten: Erhalten eines Bildes des Benutzers unter Verwendung einer in dem Fahrzeug eingerichteten Kamera; und Erfassen einer Stellung bzw. Position der Augen des Benutzers durch Anwenden eines Augenerfassungsalgorithmus auf das erhaltene Bild. Das Erfassen der Sicht des Benutzers kann auch Folgendes enthalten: Erhalten eines Bildes des Benutzers unter Verwendung einer in dem Fahrzeug eingerichteten Kamera; und Erfassen einer Orientierung der Schultern des Benutzers durch Anwenden eines Schultererfassungsalgorithmus auf das erhaltene Bild.

Das Verfahren kann weiter Folgendes enthalten: Erfassen einer Geste, die der Benutzer macht, um mit dem projizierten Bild zu interagieren; und Durchführen einer Aktion basierend auf der erfassten Geste.

Des Weiteren enthält nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung ein System Folgendes: zumindest eine Projektionsvorrichtung, die in einem Fahrzeug eingerichtet und zum Projizieren eines Bildes konfiguriert ist; und eine Steuereinheit, die in dem Fahrzeug eingerichtet und zu Folgendem konfiguriert ist: Steuern der zumindest einen Projektionsvorrichtung, um das Bild auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs zu projizieren, Erfassen einer Position oder einer Sicht eines Benutzers und Drehen des projizierten Bildes oder zumindest einen Objektes innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Position oder Sicht des Benutzers. Das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes wird derart gedreht, dass das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein.

Des Weiteren enthält nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung ein nicht-transitorisches computerlesbares Medium Programmbefehle, die durch eine in einem Fahrzeug eingerichtete Steuereinheit ausführbar sind, wobei die Programmbefehle, wenn ausgeführt, verursachen, dass die Steuereinheit: über eine in dem Fahrzeug eingerichtete Projektionsvorrichtung ein Bild auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs projiziert; eine Position oder eine Sicht eines Benutzers erfasst; und das projizierte Bild oder zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes basierend auf der erfassten Position oder Sicht des Benutzers dreht. Das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes wird derart gedreht, dass das projizierte Bild oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein.

Figurenliste

Die Ausführungsformen hierin können durch Bezugnahme auf die folgende Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen besser verständlich sein, in denen ähnliche Bezugsnummern identische oder funktionsähnliche Elemente angeben und in denen:

  • 1 ein beispielhaftes Fahrzeug, das mit einem Projektionssystem ausgestattet ist, nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung veranschaulicht;
  • 2 ein beispielhaftes vereinfachtes Verfahren zum Betätigen eines mit einem Projektionssystem ausgestatten Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung veranschaulicht;
  • 3 ein beispielhaftes detailliertes Verfahren zum Betätigen eines mit einem Projektionssystem ausgestatten Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung veranschaulicht;
  • die 4A und 4B ein beispielhaftes Bezugskoordinatensystem und beispielhaftes Textfeld-Koordinatensystem veranschaulichen;
  • 5 beispielhafte Bild-Projektionsorientierungen vor der Drehung eines mit einem Projektionssystem ausgestatteten beispielhaften Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung veranschaulicht;
  • 6 beispielhafte Benutzerpositionen veranschaulicht, die das projizierte Bild umgeben;
  • 7 eine beispielhafte Tabelle zum Berechnen einer Bezugskoordinatensystem-Drehungsmenge veranschaulicht;
  • die 8A-8C ein beispielhaftes Drehungsszenario des projizierten Bildes 200 und Textes innerhalb des projizierten Bildes veranschaulichen;
  • die FIGUREN 9A-9D beispielhafte Textdrehungs-Berechnungsszenarien veranschaulichen;
  • 10 einen beispielhaften Fall veranschaulicht, in dem das projizierte Bild gedreht wird, um sich immer nach Norden zu orientieren bzw. auszurichten;
  • 11 beispielhafte Orientierungen des Benutzers veranschaulicht, die zum Berechnen einer Drehungsmenge der Objekte innerhalb des projizierten Bildes verwendet werden können;
  • die 12A-12C zusätzliche beispielhafte Objekt-Drehungsszenarien veranschaulichen; und
  • die 13 und 14 beispielhafte Algorithmen zum Erfassen einer Sicht des Benutzers veranschaulichen.

Es sollte klar sein, dass die oben erwähnten Zeichnungen nicht unbedingt maßstabsgetreu sind und eine etwas vereinfachte Darstellung verschiedener bevorzugter Merkmale aufzeigen, die für die grundlegenden Prinzipien der Offenbarung veranschaulichend sind. Die spezifischen Ausgestaltungsmerkmale der vorliegenden Offenbarung, die beispielsweise bestimmte Maße, Orientierungen, Plätze und Formen enthalten, werden zum Teil durch die bestimmte vorgesehene Anwendung und Einsatzumgebung bestimmt werden.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Nachstehend werden Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung in Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen detailliert beschrieben werden. Wie wohl jemand mit technischen Fähigkeiten erkennt, können die beschriebenen Ausführungsformen auf viele verschiedene Weisen modifiziert werden, ganz ohne von dem Wesen oder Bereich der vorliegenden Offenbarung abzuweichen. Ferner bezeichnen überall in der Beschreibung ähnliche Bezugsnummern ähnliche Elemente.

Die hierin verwendete Terminologie dient nur zum Zweck des Beschreibens bestimmter Ausführungsformen und soll die Offenbarung nicht beschränken. Wie hierin verwendet, sollen die Singularformen „ein/eine“ und „der/die/das“ auch die Pluralformen enthalten, sofern der Kontext dies nicht anderweitig klar erkennen lässt. Es wird zudem klar sein, dass die Ausdrücke „weist auf“ und/oder „aufweisend“, wenn in dieser Beschreibung verwendet, das Vorhandensein der genannten Merkmale, ganzen Zahlen, Schritte, Operationen, Elemente und/oder Komponenten spezifizieren, aber nicht das Vorhandensein oder den Zusatz von einem/einer oder mehreren anderen Merkmalen, ganzen Zahlen, Schritten, Operationen, Elementen, Komponenten und/oder Gruppen derselben ausschließen. Wie hierin verwendet, enthält der Ausdruck „und/oder“ jedes beliebige und alle Kombinationen von einem oder mehreren der assoziierten, aufgelisteten Elemente.

Es ist klar, dass der Ausdruck „Fahrzeug“ oder „Fahrzeug-“ oder ein anderer ähnlicher Ausdruck, der hierin verwendet wird, Kraftfahrzeuge im Allgemeinen enthält, wie beispielsweise Personenkraftwagen, die Geländefahrzeuge (SUV), Busse, Lastwagen, verschiedene Geschäftswagen enthalten, Wasserfahrzeuge, die eine Vielzahl von Booten und Schiffen enthalten, Luftfahrzeuge und Ähnliches, und Hybridfahrzeuge, Elektrofahrzeuge, Plug-In-Hybridelektrofahrzeuge, wasserstoffbetriebene Fahrzeuge und Fahrzeuge mit anderen alternativen Brennstoffen enthält (z.B. Brennstoffe, die aus anderen Rohstoffen als Erdöl gewonnen werden). Wie hierin bezeichnet, ist ein Hybridfahrzeug ein Fahrzeug, das zwei oder mehr Leistungsquellen aufweist, wie beispielsweise sowohl benzinbetriebene als auch elektrisch betriebene Fahrzeuge.

Zudem ist klar, dass ein oder mehrere der nachstehenden Verfahren oder Aspekte derselben durch zumindest eine Steuereinheit ausgeführt werden können. Der Ausdruck „Steuereinheit“ kann sich auf eine Hardwarevorrichtung beziehen, die einen Speicher und einen Prozessor enthält. Der Speicher ist zum Speichern von Programmbefehlen konfiguriert und der Prozessor ist speziell zum Ausführen der Programmbefehle programmiert, um einen oder mehrere Prozesse durchzuführen, die weiter unten beschrieben werden. Zudem ist klar, dass die nachstehenden Verfahren durch ein Gerät ausgeführt werden können, das die Steuereinheit in Verbindung mit einer oder mehreren anderen Komponenten aufweist, wie wohl von jemandem mit gewöhnlichen Fähigkeiten in der Technik verstanden wird.

Zudem kann die Steuereinheit der vorliegenden Offenbarung als nicht-transitorische computerlesbare Medien ausgeführt werden, die ausführbare Programmbefehle enthalten, die durch einen Prozessor, eine Steuerung oder Ähnliches ausgeführt werden. Beispiele computerlesbarer Medien enthalten Festwertspeicher, Direktzugriffsspeicher, Compact-Disc-Festwertspeicher (CD-ROMs), Magnetbänder, Disketten, Flash-Laufwerke, Chipkarten und optische Datenspeichervorrichtungen, sind aber nicht darauf beschränkt. Das computerlesbare Aufnahmemedium kann auch überall in einem Computernetz verteilt sein, so dass die Programmbefehle auf verteilte Weise gespeichert und ausgeführt werden, z.B. durch einen Telematikserver oder ein Controller Area Network (CAN).

Nun in Bezug auf Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung verwenden die offenbarten Techniken eine Reihe aus einer oder mehreren Projektionsvorrichtungen, die in einem Fahrzeug eingerichtet und zum Projizieren eines Bildes auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs fähig sind. Beispielsweise kann ein Navigationssystem verwendet werden, um eine Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu einem von dem Benutzer eingegebenen Zielort zu bestimmen, und die Projektionsvorrichtung(en) kann/können ein Bild der Route auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs derart projizieren, dass das Bild von dem Benutzer nach dem Ausstieg aus dem Fahrzeug ohne Weiteres betrachtet werden kann. Das Bild kann eine Karte von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs und dem Zielort mit auf der Karte eingeblendeten Wegbeschreibungen zum Laufen bzw. Laufanweisungen zu dem Zielort enthalten, wobei dem Benutzer ermöglicht wird, die optimale Route von dem Fahrzeug zu dem Zielort leicht festzustellen. Außerdem können verschiedene Techniken zum Erfassen der Position und/oder Sicht (d.h. Orientierung oder Perspektive) des Benutzers eingesetzt werden, z.B. unter Verwendung eines in dem Fahrzeug eingerichteten Kamerasystems. Basierend auf der erfassten Position oder Sicht des Benutzers kann eine Orientierung des projizierten Bildes oder des einen oder der mehreren Objekte innerhalb des Bildes automatisch angepasst (d.h. gedreht) werden, damit Informationen in dem Bild durch den Benutzer leicht erkannt werden können.

1 veranschaulicht ein beispielhaftes Fahrzeug, das mit einem Projektionssystem ausgestattet ist, nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung. Wie in 1 gezeigt, kann das Fahrzeug 100 eine oder mehrere Projektionsvorrichtungen 500 enthalten, die zum Projizieren eines Bildes auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs 100 betriebsfähig sind. Die Projektionsvorrichtung 500 kann jede geeignete Projektionsvorrichtung sein, die in der Technik bekannt ist. Das durch die Projektionsvorrichtung 500 projizierte Bild 200 kann eine Karte, die eine gegenwärtige Position des Fahrzeugs 100 und einen von einem Benutzer (z.B. Fahrer oder Fahrgast) ausgewählten Zielort zeigt, sowie eine Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem Zielort enthalten. Die Route kann Laufanweisungen und/oder Anweisungen für öffentliche Verkehrsmittel (falls zutreffend oder von dem Benutzer erwünscht) von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem Zielort enthalten, die auf der Karte eingeblendet werden.

Innerhalb des Bildes 200 kann es zumindest ein Objekt geben. Das zumindest eine Objekt kann beispielsweise Text (z.B. Straßennahmen, Orientierungspunkte, eine geschätzte Dauer der Route, Verkehrsbedingungen etc.), ein Symbol oder Bildzeichen (z.B. Markierung der gegenwärtigen Position, Zielort-Markierung, Orientierungspunkt-Markierung etc.) und dergleichen enthalten. Wie in 1 gezeigt, kann/können das/die Objekt(e) auf einer Karte eingeblendet werden. Des Weiteren kann solch ein Objekt/können solche Objekte basierend auf einer Position und/oder Sicht des Benutzers derart automatisch gedreht werden, dass das/die Objekt(e) orientiert wird/werden, um dem Benutzer zugewandt zu sein, wobei eine Lesbarkeit des Bildes 200 verbessert wird. In einigen Fällen kann das/können die Objekt(e) entweder in Verbindung mit dem Bild 200 oder unabhängig von dem Bild 200 gedreht werden, wie nachstehend detaillierter erläutert wird.

Die eine oder mehreren Projektionsvorrichtungen 500 können in dem Fahrzeug 100 auf eine Weise eingerichtet sein, die den Vorrichtungen ermöglicht, ein Bild 200 auf den Boden nahe dem Fahrzeug 100 zu projizieren. Beispielsweise kann eine Projektionsvorrichtung 500 benachbart zu einer beliebigen Fahrzeugtür angeordnet werden (z.B. an einem Türschweller unterhalb einer Tür, wie in 1 gezeigt), um dem Benutzer zu ermöglichen, das projizierte Bild 200 unmittelbar nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 durch die Tür zu betrachten. Es sollte jedoch beachtet werden, dass die Positionierung der Projektionsvorrichtung 500 an dem in 1 gezeigten Fahrzeug 100 lediglich eine von vielen möglichen Anordnungen ist. Ferner kann das Bild 200 durch die Projektionsvorrichtung 500 auf eine Weise projiziert werden, die eine optimale Lesbarkeit durch Steuern von Anzeigecharakteristiken des Bildes 200, wie beispielsweise der Winkel, die Orientierung, die Position, Textattribute und dergleichen desselben, basierend auf einer erfassten Position und/oder Orientierung des Benutzers ermöglicht, wie nachstehend detaillierter beschrieben wird. 2 veranschaulicht ein beispielhaftes vereinfachtes Verfahren zum Betätigen eines mit einem Projektionssystem ausgestatten Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung. Das Verfahren 300 kann mit dem Schritt 310 beginnen und mit dem Schritt 312 fortfahren, wobei, wie hierin detaillierter beschrieben, ein Bild 200 durch eine in dem Fahrzeug 100 eingerichtete Projektionsvorrichtung 500 in einer Orientierung projiziert werden kann, die eine optimale Lesbarkeit seitens des Benutzers ermöglicht.

Im Schritt 312 kann ein Bild 200 auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs 100 unter Verwendung einer in dem Fahrzeug 100 eingerichteten Projektionsvorrichtung 500 projiziert werden. Die Projektionsvorrichtung 500 kann eine Projektionsvorrichtung einer Vielzahl von in dem Fahrzeug 100 eingerichteten Projektionsvorrichtungen sein. Als Beispiel kann das Fahrzeug 100 ohne Beschränkung mit einer ersten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer rechten Seite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, einer zweiten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer linken Seite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, und einer dritten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer Rückseite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, ausgestattet sein. Folglich kann das Bild 200 durch eine bestimmte Projektionsvorrichtung 500 unter mehreren solcher Vorrichtungen 500 zu einer gegebenen Zeit projiziert werden. Die bestimmte Projektionsvorrichtung 500, die zum Projizieren des Bildes 200 zu einer gegebenen Zeit zuständig ist, kann sich ferner gemäß einer erfassten Position des Benutzers nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 ändern, wie nachstehend detaillierter beschrieben wird.

Eine Projektion des Bildes 200 kann nach dem Erfassen ausgelöst werden, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 aussteigt. Solch eine Erfassung kann auf unterschiedliche Art und Weise durchgeführt werden. Beispielsweise kann das Fahrzeug 100 überwachen, ob eine Tür des Fahrzeugs 100 geöffnet wurde. Nach dem Erfassen, dass eine Fahrzeugtür geöffnet wurde, kann angenommen werden, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 aussteigt. Zusätzlich oder alternativ können Kameras (z.B. Kameras zur Rundumsicht-Überwachung (AVM; engl. around-view monitor)), Ultraschallsensoren oder dergleichen, die an dem Fahrzeug 100 montiert sind, oder Positionsdaten, die durch die mobile Vorrichtung des Benutzers erfasst und zu dem Fahrzeug 100 übertragen werden, zum Bestimmen verwendet werden, ob sich der Benutzer außerhalb des Fahrzeugs 100 befindet. Solche Vorrichtungen können auch zum Bestimmen eines Laufweges des Benutzers um das Fahrzeug 100 herum und einer Sicht des Benutzers verwendet werden, wie nachstehend detaillierter beschrieben wird. Als ein weiteres Beispiel können Fahrzeugsitzsensoren zum Bestimmen verwendet werden, dass der Benutzer nicht länger auf einem Sitz sitzt, wobei hier angenommen werden kann, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug aussteigt.

Das projizierte Bild 200 kann beispielsweise Navigationsinformationen, wie beispielsweise eine Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu einem von dem Benutzer ausgewählten Zielort, enthalten. In solch einem Fall kann der Benutzer seinen Zielort über eine geeignete Einrichtung eingeben, wie beispielsweise ein in dem Fahrzeug 100 eingerichtetes Navigationssystem oder eine mobile Vorrichtung des Benutzers, die mit dem Fahrzeug 100 kommunizierend gekoppelt ist, durch die eine Steuereinheit (nicht gezeigt) des Fahrzeugs 100 eine Zielortangabe unter Verwendung einer drahtlosen Verbindung (z.B. Bluetooth, drahtloses lokales Netzwerk (WLAN), Wi-Fi, Infrarot, etc.) oder einer verdrahteten Verbindung (z.B. Universal Serial Bus (USB) etc.) empfängt.

Dann kann eine Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem eingegeben Zielort unter Verwendung einer geeigneten Navigationstechnik bestimmt werden, die in der Technik allgemein bekannt ist. Die Steuereinheit des Fahrzeugs 100 kann beispielsweise eine Route basierend auf erfassten Global-Position-Satellite (GPS; zu Deutsch: globaler Positionssatellit)-Koordinaten der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 bzw. des Zielortes und digitalen Karten bestimmen, die in dem Fahrzeug 100 lokal gespeichert oder auf einem Fernserver gespeichert sind. Alternativ kann eine dem Benutzer (nicht gezeigt) gehörende mobile Vorrichtung wirksam eingesetzt werden, indem ermöglicht wird, dass die Vorrichtung die Route lokal bestimmt und die bestimmte Route zu dem Fahrzeug 100 überträgt.

Im Schritt 314 kann die Position und/oder Sicht des Benutzers erfasst werden. Beispielsweise kann die Position des Benutzers in Bezug auf das Fahrzeug 100 unter Verwendung von einer oder mehreren Kameras (z.B. Kameras zur Rundumsicht-Überwachung (AVM-Kameras)), Ultraschallsensoren oder dergleichen, die an dem Fahrzeug 100 montiert sind, oder Positionsdaten, die durch die mobile Vorrichtung des Benutzers erfasst und zu dem Fahrzeug 100 übertragen werden, erfasst werden. Solche Vorrichtungen können auch zum Bestimmen eines Laufweges des Benutzers um das Fahrzeug 100 herum verwendet werden, wie nachstehend detaillierter beschrieben wird. Zudem kann die Sicht (d.h. Orientierung oder Perspektive) des Benutzers unter Verwendung von einer oder mehreren an dem Fahrzeug montierten Kameras erfasst werden (siehe beispielsweise 13). Durch die Kamera(s) 700 erhaltene Bilder des Benutzers können analysiert werden, um die Richtung zu schätzen, der der Benutzer zugewandt ist. In einigen Fällen kann die Standposition des Benutzers in Bezug auf das projizierte Bild 200 bestimmt und zum Zwecke des Bestimmens der Sicht des Benutzers verwendet werden. Zusätzlich oder alternativ können Algorithmen zum Identifizieren einer Körperposition oder Körperhaltung, wie beispielsweise Schultererfassungsalgorithmen (siehe beispielsweise 13), Augenerfassungsalgorithmen (siehe beispielsweise 14) und dergleichen eingesetzt werden.

Im Schritt 316 kann die erfasste Position und/oder Sicht des Benutzers zum Zwecke des Drehens des projizierten Bildes 200 und/oder Objektes/von Objekten innerhalb des projizierten Bildes 200 verwendet werden, um eine optimale Lesbarkeit der in dem Bild 200 enthaltenen Informationen zu erzielen. Insbesondere kann das projizierte Bild 200 oder zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes 200 derart gedreht werden, dass das projizierte Bild 200 oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes 200 orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein, (Schritt 318).

Wenn sich eine Tür des Fahrzeugs 100 öffnet, kann bei einem Beispiel das projizierte Bild 200 oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes 200 derart gedreht werden, dass das projizierte Bild 200 oder das zumindest eine Objekt innerhalb des projizierten Bildes 200 während des Öffnens der Tür und des Aussteigens des Benutzers aus dem Fahrzeug 100 über die geöffnete Tür orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein. Nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 kann die Position und/oder Sicht des Benutzers überwacht werden, um zu bestimmen, ob das Bild 200 und/oder Objekt(e) innerhalb des Bildes 200 gedreht werden sollte(n). In einigen Fällen kann das Bild 200 und/oder Objekt(e) innerhalb des Bildes 200 abhängig von der erfassten Position und/oder Sicht des Benutzers derart mehrfach gedreht werden, dass das Bild 200 und/oder Objekt(e) innerhalb des Bildes während der Bewegung des Benutzers um das Fahrzeug 100 herum immer wieder orientiert werden, um dem Benutzer zugewandt zu sein.

Bei einem anderen Beispiel kann der Benutzer mit dem Bild 200 interagieren, wenn dasselbe auf den Boden projiziert wird. Der Benutzer kann Handgesten, Fußgesten und dergleichen verwenden, um eine Aktion in Bezug auf das projizierte Bild 200 durchzuführen. Beispielsweise könnte der Benutzer das projizierte Bild heranzoomen/wegzoomen, nach links/rechts/oben/unten schwenken, drehen oder anderweitig handhaben. Der Benutzer kann auch mit dem Bild 200 interagieren, um andere Funktionen durchzuführen, wie beispielsweise eine Tischreservierung in einem Restaurant, Einchecken in einem Hotel, eine Fahrerbewertung etc.

Das Verfahren 300 endet illustrativ bei Schritt 320. Die Techniken, durch die die Schritte des Verfahrens 300 durchgeführt werden können, sowie zusätzliche Verfahren und Parameter werden hierin detailliert beschrieben.

Es sollte beachtet werden, dass die in 2 gezeigten Schritte lediglich Beispiele zur Veranschaulichung sind und bestimmte andere Schritte wie erwünscht enthalten sein oder ausgeschlossen werden können (wie z.B. in 3 gezeigt). Zwar wird ferner eine bestimmte Reihenfolge der Schritte gezeigt, aber diese Ordnung ist lediglich veranschaulichend und jede geeignete Anordnung der Schritte kann verwendet werden, ohne von dem Bereich der Ausführungsformen hierin abzuweichen. Darüber hinaus können die veranschaulichten Schritte auf jede geeignete Weise gemäß dem Bereich der vorliegenden Ansprüche modifiziert werden.

3 veranschaulicht ein beispielhaftes detailliertes Verfahren zum Betätigen eines mit einem Projektionssystem ausgestatteten Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung. Das Verfahren 400 kann beim Schritt 410 beginnen und mit dem Schritt 412 fortfahren, wobei, wie hierin detaillierter beschrieben, ein Bild 200 einer Route von einer gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu einem von einem Benutzer ausgewählten Zielort durch eine in dem Fahrzeug 100 eingerichtete Projektionsvorrichtung 500 nach dem Aussteigen des Benutzers aus dem Fahrzeug 100 projiziert und gemäß der Position und/oder Sicht des Benutzers derart gedreht werden kann, dass das projizierte Bild 200 und Informationen in demselben durch den Benutzer leicht erkannt werden können, so dass das projizierte Bild 200 von dem Benutzer betrachtet werden kann.

Zunächst kann bestimmt werden, ob ein durch einen Benutzer angegebener Zielort verfügbar ist (Schritt 412). Wenn noch kein Zielort durch den Benutzer eingegeben wurde (z.B. über ein in dem Fahrzeug 100 eingerichtetes Navigationssystem oder eine mobile Vorrichtung des Benutzers, die mit dem Fahrzeug 100 kommunizierend gekoppelt ist), kann eine Zielort-Anforderung an den Benutzer gesendet werden (Schritt 414). Beispielsweise kann eine Benachrichtigung an die mobile Vorrichtung des Benutzers gesendet werden, die einen Zielort anfordert, eine Eingabeaufforderung auf einem in dem Fahrzeug 100 eingerichteten Navigationssystembildschirm angezeigt werden, die einen Zielort anfordert, und so weiter. Wenn ein Zielort von dem Benutzer empfangen wurde, kann das Fahrzeug 100 die Position des Zielortes (z.B. Breitengrad und Längengrad) bestimmen und den Zielort und/oder die bestimmte Position desselben speichern (Schritt 416). Zu diesem Zweck kann das Fahrzeug 100 die GPS-Position (d.h. GPS-Koordinaten) des Zielortes durch Kommunizieren mit GPS-Satelliten erhalten (Schritt 418).

Im Schritt 420 kann bestimmt werden, ob der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist. Bei einer Implementierung kann das Fahrzeug 100 erfassen, dass eine Tür des Fahrzeugs 100 geöffnet wurde. In solch einem Fall kann bestimmt werden, dass ein Benutzer aus dem Fahrzeug 100 aussteigt oder ausgestiegen ist, wenn eine Fahrzeugtür geöffnet wurde. Alternativ oder zusätzlich kann unter Verwendung anderer Techniken bestimmt werden, ob ein Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist. In dem Fahrzeug 100 eingerichtete Ultraschallsensoren können beispielsweise die Anwesenheit des Benutzers außerhalb des Fahrzeugs 100 erfassen. Als weiteres Beispiel können in dem Fahrzeug 100 eingerichtete AVM-Kameras die Anwesenheit des Benutzers außerhalb des Fahrzeugs 100 erfassen. Als noch ein anderes Beispiel können Standortinformationen durch das Fahrzeug 100 von der mobilen Vorrichtung des Benutzers erhalten und durch das Fahrzeug 100 analysiert werden, um zu bestimmen, dass sich der Benutzer außerhalb des Fahrzeugs 100 befindet. Es sollte daher klar sein, dass verschiedene Techniken zum Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 aussteigt, möglich sind.

In Erwiderung auf das Erfassen, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 aussteigt, können verschiedene Schritte zur Vorbereitung auf eine Projektion eines Bildes 200 der Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem Zielort durchgeführt werden. Beispielsweise kann das Fahrzeug 100 im Schritt 422 erfassen, welche Tür geöffnet wurde, um zu bestimmen, welche Projektionsvorrichtung 500 zum Projizieren des Bildes 200 aktiviert werden soll (falls das Fahrzeug 100 mit einer Vielzahl von Projektionsvorrichtungen 500 ausgestattet ist). Das Fahrzeug 100 kann auch die Orientierung desselben (z.B. unter Verwendung eines internen Kompasses) bestimmen, die zum Berechnen der angemessenen Projektionsorientierung/des angemessenen Projektionswinkels des Bildes 200 verwendet werden kann (Schritt 424). Zudem kann die gegenwärtige Position (d.h. GPS-Koordinaten) des Fahrzeugs 100 bestimmt werden (z.B. unter Verwendung des eingebauten Navigationssystems des Fahrzeugs).

Im Schritt 424 kann dann eine Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem von dem Benutzer ausgewählten Zielort berechnet werden. Beispielsweise kann die Steuereinheit des Fahrzeugs 100 die Route basierend auf den erfassten Global-Position-Satellite (GPS)-Koordinaten der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 bzw. des Zielortes und digitalen Karten bestimmen, die in dem Fahrzeug 100 lokal gespeichert oder auf einem Fernserver gespeichert sind (Schritt 426). Alternativ kann die dem Benutzer gehörende mobile Vorrichtung wirksam eingesetzt werden, indem ermöglicht wird, dass die Vorrichtung die Route lokal bestimmt und die bestimmte Route zu dem Fahrzeug 100 überträgt.

Im Schritt 428 kann eine in dem Fahrzeug 100 eingerichtete Projektionsvorrichtung 500 ein Bild 200 der berechneten Route von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs zu dem Zielort des Benutzers auf den Boden nahe dem Fahrzeug 100 derart projizieren, dass das projizierte Bild 200 von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 betrachtet werden kann. Das projizierte Bild 200 kann eine Karte, die die gegenwärtige Position des Fahrzeugs 100 und den Zielort zeigt, sowie auf der Karte eingeblendete Laufanweisungen von der gegenwärtigen Position des Fahrzeugs 100 zu dem Zielort enthalten.

Wie oben erläutert wurde, kann das Fahrzeug 100 mit einer Vielzahl von Projektionsvorrichtungen 500 ausgestattet sein. Beispielsweise kann das Fahrzeug 100 ohne Beschränkung mit einer ersten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer rechten Seite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, einer zweiten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer linken Seite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, und einer dritten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer Rückseite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, ausgestattet sein. Abhängig von der Position des Benutzers kann folglich eine Projektionsvorrichtung 500, die dem Benutzer am nächsten ist, zum Projizieren des Bildes 200 ausgewählt werden.

Diesbezüglich kann nach dem Identifizieren, welche Tür des Fahrzeugs 100 geöffnet wurde (Schritt 422), eine Projektionsvorrichtung 500 unter der Vielzahl von Projektionsvorrichtungen 500 zum Projizieren des Bildes 200 basierend auf der identifizierten geöffneten Tür ausgewählt werden. Wenn beispielsweise eine beifahrerseitige Tür geöffnet wird, kann eine Projektionsvorrichtung 500 auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs 100 zum Projizieren des Bildes 200 ausgewählt werden.

Des Weiteren kann der Ausstiegsweg des Benutzers außerhalb des Fahrzeugs 100 überwacht werden, sobald der Benutzer aus dem Fahrzeug ausgestiegen ist, (z.B. unter Verwendung von einer oder mehreren Kameras, die in dem Fahrzeug 100 eingerichtet sind, unter Verwendung von Ultraschallsensoren etc.). Dabei kann sich die zum Projizieren des Bildes 200 verwendete Projektionsvorrichtung 500 ändern, während sich die Position des Benutzers um das Fahrzeug 100 herum ändert oder sich die Sicht des Benutzers ändert, so dass das projizierte Bild 200 von dem Benutzer selbst dann leicht betrachtet werden kann, während der Benutzer um das Fahrzeug 100 herum geht, wie nachstehend detaillierter beschrieben wird.

Sobald bestätigt wird, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist (Schritt 432), kann das Fahrzeug 100 bestimmen, ob der Benutzer nahe dem projizierten Bild 200 steht (Schritt 436) oder sich um das Fahrzeug 100 herum bewegt (Schritt 440). Wenn die Fahrzeugtür geschlossen wurde (Schritt 434), was indiziert, dass der Benutzer gegenwärtig nicht aus dem Fahrzeug 100 aussteigt, kann das Verfahren 400 andererseits zum Schritt 420 zurückkehren, in dem das Fahrzeug 100 weiter überwacht, ob der Benutzer das Fahrzeug 100 verlässt (z.B. ob die Fahrzeugtür erneut geöffnet wurde).

Wenn der Benutzer nahe dem projizierten Bild 200 steht, kann das Fahrzeug 100 Anzeigecharakteristiken für das projizierte Bild 200 zur optimalen Lesbarkeit bestimmen (Schritt 438). Diesbezüglich kann das Bild 200 durch die Projektionsvorrichtung 500 auf eine Weise projiziert werden, die eine optimale Lesbarkeit durch Steuern von Anzeigecharakteristiken des Bildes 200, wie beispielsweise der Winkel, die Orientierung, die Position, Textattribute und dergleichen desselben, basierend auf der erfassten Position und/oder Orientierung des Benutzers ermöglicht. Beispielsweise können Bilder, die durch eine oder mehrere Kameras (nicht gezeigt) erhalten werden, die an dem Fahrzeug 100 angeordnet sind, analysiert werden, um eine Sicht des Benutzers zu schätzen. Basierend auf der geschätzten Sicht des Benutzers kann eine angemessene Bildorientierung bestimmt werden, die dem Benutzer ermöglicht, das Bild 200 oder Objekt(e) innerhalb des Bildes 200 leicht zu lesen, und die Projektionsvorrichtung 500 kann das Bild 200 mit der bestimmten Orientierung projizieren.

Wenn sich der Benutzer um das Fahrzeug 100 herum bewegt, kann eine andere Projektionsvorrichtung 500 basierend auf der aktualisierten Position des Benutzers ausgewählt werden (Schritt 442). Wenn der Benutzer beispielsweise auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs 100 aussteigt und zunächst die beifahrerseitige Projektionsvorrichtung 500 aktiviert wird, um das Bild 200 zu projizieren, und der Benutzer dann um die Rückseite des Fahrzeugs 100 herum läuft, kann die Projektionsvorrichtung 500, die das Bild 200 projiziert, zu der rückseitigen Projektionsvorrichtung 500 übergehen, damit der Benutzer das Bild 200 selbst dann weiter betrachten kann, während sich der Benutzer bewegt. Ähnlich können ein Winkel, eine Orientierung oder andere Anzeigecharakteristiken des Bildes 200 in Erwiderung auf das Erfassen geändert werden, dass sich der Benutzer um das Fahrzeug 100 herum bewegt, um eine optimale Lesbarkeit beizubehalten.

Beim Auswählen einer in dem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtung 500 zum Projizieren des Bildes 200 kann sich die zum Projizieren des Bildes 200 zuständige Projektionsvorrichtung 500 ändern, wenn sich der Standort des Benutzers ändert, z.B. wenn der Benutzer um das Fahrzeug 100 herum geht. Wenn der Benutzer von einer beifahrerseitigen Tür aus dem Fahrzeug 100 aussteigt, kann beispielsweise die Projektion des Bildes 200 durch die beifahrerseitige/rechte Projektionsvorrichtung 500 (beispielsweise in Erwiderung auf die Erfassung, dass eine beifahrerseitige Tür geöffnet wird) derart durchgeführt werden, dass das Bild 200 von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 gelesen werden kann. Wenn der Benutzer beginnt, um das Fahrzeug 100 herum zu gehen, kann der Weg des Benutzers unter Verwendung von hierin beschriebenen Techniken (beispielsweise eine oder mehrere in dem Fahrzeug 100 installierte Kameras, ein in dem Fahrzeug 100 installierter Ultraschallsensor, Informationen, die von einer mobilen Vorrichtung des Benutzers empfangen werden, die mit dem Fahrzeug 100 kommunizierend gekoppelt ist, und dergleichen) erfasst werden. In Erwiderung kann die aktivierte Projektionsvorrichtung 500 von der beifahrerseitigen/rechten Projektionsvorrichtung 500 zu der rückseitigen Projektionsvorrichtung 500 übergehen, während sich der Benutzer der Rückseite des Fahrzeugs 100 nähert. Wenn der Benutzer an der Rückseite des Fahrzeugs 100 vorbeigeht und sich der Fahrerseite des Fahrzeugs 100 nähert, kann die aktivierte Projektionsvorrichtung 500 dann wieder von der rückseitigen Projektionsvorrichtung 500 zu der fahrerseitigen/linken Projektionsvorrichtung 500 übergehen. Auf diese Weise kann der Benutzer eine im Wesentlichen kontinuierliche Ansicht des Bildes 200 selbst dann erhalten, während sich die Position des Benutzers verändert.

Ähnlich kann der Benutzer beispielsweise auf einer Seite des Fahrzeugs 100 aussteigen, die dem Straßenverkehr am nächsten ist, und bevorzugen, auf die andere Seite des Fahrzeugs 100 hinüber zu gehen, auf der das Lesen des projizierten Bildes 200 sicherer ist. Wie oben beschrieben wurde, können in solch einem Fall an dem Fahrzeug 100 montierte Kameras verwendet werden, um den Benutzerweg zu analysieren und zu bestimmen, ob sich der Benutzer zu der anderen Seite des Fahrzeugs 100 bewegt hat. Beispielsweise kann eine Reihe von Fotografien, die durch das externe Kamerasystem des Fahrzeugs erhalten werden, analysiert werden, um die Position des Benutzers in Bezug auf das Fahrzeug 100 zu bestimmen und zu bestimmen, ob sich der Benutzer um das Fahrzeug 100 herum bewegt.

In Erwiderung auf das Bestimmen, dass sich eine Position des Benutzers nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 verändert hat, kann eine Projektion des Bildes zu der neuen Position bewegt werden und Anzeigecharakteristiken des Bildes 200 können zur optimalen Lesbarkeit angepasst werden. Wenn sich die Position des Benutzers verändert hat, kann die Steuereinheit des Fahrzeugs 100 ein Aktivierungssignal an die Projektionsvorrichtung 500 senden, die dem Benutzer am nächsten ist. Zudem kann die Standposition des Benutzers analysiert werden (z.B. in den durch das Kamerasystem erhaltenen Fotografien), um die Sicht des Benutzers zum Zwecke des Steuerns der Projektions-Anzeigecharakteristiken zu bestimmen. Beispielsweise können die Orientierung der Karte und jedes beliebigen Objektes innerhalb des projizierten Bildes 200 basierend auf der Sicht des Benutzers angepasst werden, damit der Benutzer Informationen in dem Bild 200 so leicht wie möglich erkennen kann.

Die Projektion des Bildes 200 kann schließlich deaktiviert werden, z.B. nachdem eine vorbestimmte Zeitdauer verstreicht, wenn sich der Benutzer über eine vorbestimmte Distanz hinaus von dem Fahrzeug 100 bewegt, etc.

Das Verfahren 400 endet illustrativ beim Schritt 444. Die Techniken, durch die die Schritte des Verfahrens 400 durchgeführt werden können, sowie zusätzliche Verfahren und Parameter werden hierin detailliert beschrieben.

Es sollte beachtet werden, dass die in 3 gezeigten Schritte lediglich Veranschaulichungsbeispiele sind und bestimmte andere Schritte wie erwünscht enthalten sein oder ausgeschlossen werden können (z.B. wie in 2 gezeigt). Zwar wird ferner eine bestimmte Reihenfolge der Schritte gezeigt, aber diese Ordnung ist lediglich veranschaulichend und jede geeignete Anordnung der Schritte kann verwendet werden, ohne von dem Bereich der Ausführungsformen hierin abzuweichen. Darüber hinaus können die veranschaulichten Schritte auf jede geeignete Weise gemäß dem Bereich der vorliegenden Ansprüche modifiziert werden.

Die 4A und 4B veranschaulichen ein beispielhaftes Bezugskoordinatensystem und beispielhaftes Textfeld-Koordinatensystem. Zunächst kann beim Orientieren des Bildes 200 oder des Objektes/der Objekte innerhalb des Bildes 200 zur optimalen Lesbarkeit ein statisches Kartenbild mit Norden oben verwendet werden, wobei das Bild aus einer Kartenbildschicht und einer Textschicht besteht. Die Kartenschicht ist ein statisches Bild ohne Text, wohingegen die Textschicht aus Textfeldern besteht, die sich mit der Richtung der Straßen ausrichten und mit Orientierungspunkt-Orten verankert sind. Dann kann, wie in 4A gezeigt, ein Bezugskoordinatensystem 600 definiert und auf das Bild 200 angewandt werden, das seinen Ausgangspunkt an der unteren, linken Kante des statischen Kartenbildes mit Norden oben hat. Ähnlich kann ein Bezugskoordinatensystem auf zumindest ein Objekt innerhalb des Bildes 200 angewandt werden. Wie in 4B gezeigt, kann ein Textfeld-Koordinatensystem 610 definiert und auf jedes Textobjekt innerhalb des Bildes 200 angewandt werden, das seinen Ausgangspunkt an der unteren, linken Kante des jeweiligen Textobjektes hat. Das Bezugskoordinatensystem 600 und Textfeld-Koordinatensystem 610 (oder Symbol-Koordinatensystem, falls zutreffend) kann zum Orientieren des Bildes 200 und Textes innerhalb des Bildes 200 auf erwünschte Weise verwendet werden.

5 veranschaulicht beispielhafte Bild-Projektionsorientierungen vor der Drehung eines mit einem Projektionssystem ausgestatteten beispielhaften Fahrzeugs nach Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung. Wie in 5 gezeigt, kann das Fahrzeug 100 mit mehreren Projektionsvorrichtungen 500 an verschiedenen Positionen an dem Fahrzeug 100 ausgestattet sein. Jede Projektionsvorrichtung 500 sollte zum Projizieren eines Bildes 200 auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs 100 derart konfiguriert sein, dass das Bild 200 für den Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug 100 sichtbar bzw. erkennbar ist. Im Allgemeinen kann eine Aktivierung der Projektion durch die Projektionsvorrichtungen 500 durch Öffnen einer Fahrzeugtür ausgelöst werden (obgleich auch andere Ereignisse, die indizieren, dass der Benutzer aus dem Fahrzeug 100 ausgestiegen ist, wie beispielsweise jene, die oben beschrieben wurden, die Aktivierung der Projektion der Projektionsvorrichtungen 500 auslösen können). Die Steuereinheit des Fahrzeugs 100 kann ein Aktivierungssignal zu einer Projektionsvorrichtung 500 senden, um die Vorrichtung zu aktivieren und eine Projektion des Bildes 200 zu initiieren.

Wie in der in 5 dargestellten beispielhaften Anordnung gezeigt, kann das Fahrzeug 100 mit einer ersten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer rechten Seite (RH) des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, einer zweiten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer linken Seite (LH) des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, und einer dritten Projektionsvorrichtung 500, die auf einer Rückseite des Fahrzeugs 100 angeordnet ist, ausgestattet sein. Die Projektionsvorrichtungen 500 können an verschiedenen Positionen an dem Fahrzeug 100, wie beispielsweise ein zu einer Tür benachbarter Türschweller (wie in 1 gezeigt), an einer vorderen oder hinteren Stoßstange oder dergleichen, installiert sein. Es sollte klar sein, dass die in 5 gezeigte Anordnung der Projektionsvorrichtungen 500 lediglich zu Demonstrationszwecken geliefert ist und den Bereich der vorliegenden Offenbarung nicht darauf beschränkt.

Die Projektionsvorrichtungen 500 sind zum Projizieren des Bildes 200 auf den Boden nahe dem Fahrzeug 100 in einer erwünschten Orientierung fähig. Diesbezüglich zeigt 5 die Orientierung des projizierten Bildes 200 durch jede Projektionsvorrichtung der linken (LH), rechten (RH) und rückseitigen Projektionsvorrichtungen 500 vor der Drehung des Bildes 200. Das heißt, bevor das projizierte Bild 200 gedreht wird, kann jede Projektionsvorrichtung 500 das Bild 200 in einer Orientierung projizieren, die ermöglicht, dass Informationen innerhalb des Bildes 200 dem Benutzer zugewandt sind, während derselbe aus dem Fahrzeug 100 aussteigt (z.B. während eine Fahrzeugtür geöffnet wird).

Nach dem Ausstieg kann der Benutzer fortfahren, sich seitlich neben das Bild 200 zu stellen, um die Karte näher anzuschauen, wobei hier das projizierte Bild 200 oder Objekt(e) innerhalb des Bildes 200 entsprechend gedreht werden kann/können (z.B. unter Verwendung des Bezugskoordinatensystems 600 und/oder Textfeld-Koordinatensystems 610). Diesbezüglich veranschaulicht 6 beispielhafte Positionen des Benutzers, die das projizierte Bild 200 umgeben. Durch Erfassen der Position des Benutzers kann/können das projizierte Bild 200 oder Objekt(e) innerhalb der Bildes 200 derart gedreht werden, dass das projizierte Bild 200 oder Objekt(e) innerhalb des projizierten Bildes 200 orientiert werden, um dem Benutzer zugewandt zu sein.

Wie in 6 gezeigt, können beispielhafte Positionen des Benutzers beispielsweise Folgendes enthalten: eine erste Position (1), bei der sich der Benutzer entweder in oder neben dem Fahrzeug 100 befindet und nach außen zugewandt ist; eine zweite Position (2), bei der Benutzer links von dem Bild 200 steht; eine dritte Position (3), bei der der Benutzer rechts von dem Bild 200 steht; und eine vierte Position (4), bei der der Benutzer dem Bild 200 zugewandt ist, während derselbe auch dem Fahrzeug 100 (hinter dem Bild 200 aus der Perspektive des Benutzers) zugewandt ist. Die Position des Benutzers in Bezug auf das projizierte Bild 200 kann unter Verwendung verschiedener Techniken erfasst werden, die beispielsweise ein System aus um das Fahrzeug 100 herum installierten Kameras 700 (siehe beispielsweise 13), einen an dem Fahrzeug 100 installierten Ultraschallsensor, Informationen, die von einer mobilen Vorrichtung des Benutzers empfangen werden, das mit dem Fahrzeug 100 kommunizierend gekoppelt ist, und dergleichen enthalten. Unter Verwendung der erfassten Position des Benutzers sowie der aktiven Projektionsvorrichtung 500 und der Orientierung des Fahrzeugs 100 (α) kann eine Drehungsmenge des Bildes 200 und Objektes/der Objekte innerhalb des Bildes 200 berechnet werden. Es sollte klar sein, dass die in 6 dargestellten Positionen des Benutzers lediglich zu Demonstrationszwecken geliefert sind und nicht behandelt werden sollten, den Bereich der vorliegenden Offenbarung zu beschränken. Stattdessen ist jede Anzahl verschiedener Benutzerpositionen möglich und angemessene Drehungsmengen können gemäß den hierin beschriebenen Prinzipien berechnet werden.

7 veranschaulicht eine beispielhafte Tabelle zum Berechnen einer Menge der Drehung bzw. Drehungsmenge eines Bezugskoordinatensystems 600. Wie in 7 gezeigt, können drei Eingaben verwendet werden, um eine Drehungsmenge des Bildes 200 zu berechnen: die erfasste Position des Benutzers (Betrachters), die aktive Projektionsvorrichtung 500 und die Orientierung des Fahrzeugs 100 (α). Zum Zweck der Berechnungstabelle in 7 ist ein Winkel von 0° äquivalent zu Nord, ein Winkel von 90° äquivalent zu Ost, ein Winkel von 180° äquivalent zu Süd und ein Winkel von 270° (-90°) äquivalent zu West. Bei einem beispielhaften Szenario, in dem die linke Projektionsvorrichtung 500 aktiv ist (d.h. der Benutzer auf der Fahrerseite des Fahrzeug 100 steht) und der Benutzer in der vierten Position (4) steht (d.h. der Benutzer dem Bild 200 und dem Fahrzeug 100 zugewandt ist), kann das Bild 200 folglich um 90° von Norden versetzt durch die Orientierung des Fahrzeugs 100 (α) gedreht werden, wobei ermöglicht wird, dass der Benutzer das Bild 200 betrachtet, während das Bild 200 und die Informationen in demselben dem Benutzer zugewandt sind. Zusätzliche Beispiele zur Berechnung einer Drehung werden in den 9A-9D geliefert.

Zusätzlich zum Drehen des projizierten Bildes 200 (beispielsweise unter Verwendung des Bezugskoordinatensystems 600) können auch Objekte, wie beispielsweise Text, Symbole oder dergleichen, innerhalb des Bildes 200 auf entsprechende Weise gedreht werden. Wie oben erläutert wurde, kann ein Bezugskoordinatensystem für Objekte innerhalb des Bildes 200 definiert werden, wie beispielsweise das Textfeld-Koordinatensystem 610, das zum Drehen eines Objektes innerhalb des Bildes 200 verwendet werden kann. Diesbezüglich veranschaulichen die 8A-8C ein beispielhaftes Drehungsszenario des projizierten Bildes 200 und Textes innerhalb des projizierten Bildes 200. Vor jeder Drehung kann, wie in 8A gezeigt, ein Bezugskoordinatensystem 600 auf das Bild 200 derart angewandt werden, dass das Bezugskoordinatensystem 600 in Richtung Norden orientiert ist. Indessen kann ein Textfeld-Koordinatensystem 610 auf Textobjekte (z.B. Straßennahmen, Namen von Orientierungspunkten etc.) innerhalb des Bildes 200 angewandt werden, wobei das Textfeld-Koordinatensystem 610 seinen Ausgangspunkt an der unteren, linken Kante des jeweiligen Textobjektes hat.

Wie in 8B gezeigt, kann das Bezugskoordinatensystem 600 gemäß der erfassten Position des Benutzers, der aktiven Projektionsvorrichtung 500 und der Orientierung des Fahrzeugs 100 (α) gedreht werden. Bei diesem beispielhaften Szenario wird erfasst, dass der Benutzer in der vierten Position (4) steht (d.h. dem projizierten Bild 200 und dem Fahrzeug 100 zugewandt ist), ist die rechte (RH) Projektionsvorrichtung 500 aktiv und ist die Orientierung des Fahrzeugs 100 (α) -135°. Gemäß der Tabelle in 7 wird die Drehungsmenge des Bezugskoordinatensystems 600 berechnet, -90°+(-135)° zu betragen, was eine Drehungsmenge von -225° (oder 135°) ergibt. Folglich zeigt 8B ein gedrehtes Bezugskoordinatensystem 605, nachdem die Drehung des Bezugskoordinatensystems 600 durchgeführt wurde.

Wie in 8C gezeigt, können die Textfeld-Koordinatensysteme 610 auf eine Weise gedreht werden, die dem gedrehten Bezugskoordinatensystem 605 entspricht. Üblicherweise können die Textfeld-Koordinatensysteme 610 um den gleichen Betrag wie das Bezugskoordinatensystem 600 des Bildes 200 gedreht werden. Wenn die Unterseite irgendeines Textfeldes in der Textschicht, wie beispielsweise die zwei Textfelder, die in dem in den 8A-8C gezeigten Bild 200 enthalten sind, um mehr als 90° von dem gedrehten Bezugskoordinatensystem 605 versetzt ist, können die Textfelder jedoch um 180° „umgedreht“ werden, um dem Benutzer einen besseren Betrachtungswinkel zu liefern. Folglich zeigt 8C die gedrehten Textfeld-Koordinatensysteme 615 nach einer Drehung um 180°.

Die 9A-9D veranschaulichen beispielhafte Textdrehungs-Berechnungsszenarien. Wie in den 9A-9D gezeigt, wird das Bild 200 nicht gedreht und folglich werden nur Textobjekte innerhalb des Bildes 200 gedreht, während das Bild 200 von dem Fahrzeug 100 nach außen zugewandt ist. Es sollte klar sein, dass in einigen Fällen sowohl das Bild 200 als auch Objekt(e) innerhalb des Bildes 200 basierend auf der erfassten Benutzerposition gedreht werden können. In solchen Fällen kann das projizierte Bild 200 basierend auf der erfassten Position des Benutzers derart gedreht werden, dass das projizierte Bild 200 orientiert wird, um dem Benutzer zugewandt zu sein, während das/die Objekt(e) innerhalb des projizierten Bildes 200 basierend auf der erfassten Sicht des Benutzers derart gedreht werden können, dass das/die Objekt(e) innerhalb des projizierten Bildes 200 orientiert werden, um dem Benutzer zugewandt zu sein. Alternativ können in anderen Fällen (wie beispielsweise 9A-9D) nur die Objekte innerhalb des Bildes 200 basierend auf der erfassten Benutzerposition gedreht werden, damit die Orientierung des Bildes 200 beibehalten wird (z.B. in Nordrichtung), während ein Text (oder irgendein anderes Objekt) innerhalb des Bildes 200 zur optimalen Lesbarkeit gedreht wird.

Bei dem in 9A gezeigten Beispiel steht der Benutzer in der ersten Position (1) und ist von dem Fahrzeug 100 nach außen zugewandt (z.B. während des Ausstiegs aus dem Fahrzeug 100). Die anfängliche Orientierung des Bildes 200 ist von dem Fahrzeug 100 nach außen zugewandt, wobei Norden in die entgegengesetzte Richtung des Fahrzeugs 100 zeigt. Hier müssen Objekte innerhalb des Bildes 200 nicht gedreht werden, da dieselben dem Benutzer in der ersten Position (1) bereits in der Ausgangsposition derselben zugewandt sind. Folglich ist keine Drehung erforderlich.

Bei dem in 9B gezeigten Beispiel steht der Benutzer in der zweiten Position (2)(z.B. links von dem projizierten Bild 200) und auf der Fahrerseite des Fahrzeugs 100, was bedeutet, dass die linke (LH) Projektionsvorrichtung 500 aktiv sein sollte, und das Fahrzeug 100 ist um 90° in Bezug auf Norden gedreht, was bedeutet, dass die Fahrzeugorientierung (α) 90° ist (d.h. nach Osten zeigt). In Bezug auf 7 sollte die Drehung des Textes in dem Bild 200 90° (0°+ α) betragen, um den Text zu orientieren, um dem Benutzer in der erfassten Position zugewandt zu sein.

Bei dem in 9C gezeigten Beispiel steht der Benutzer in der dritten Position (3) (z.B. rechts vom projizierten Bild 200) und auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs 100, was bedeutet, dass die rechte (RH) Projektionsvorrichtung 500 aktiv sein sollte, und das Fahrzeug 100 ist um -90° in Bezug auf Norden gedreht, was bedeutet, dass die Fahrzeugorientierung (α) -90° ist (d.h. nach Westen zeigt). In Bezug auf 7 sollte die Drehung des Textes in dem Bild 200 -90° (0°+ α) betragen, um den Text zu orientieren, um dem Benutzer in der erfassten Position zugewandt zu sein.

Bei dem in 9D gezeigten Beispiel steht der Benutzer in der vierten Position (4) (beispielsweise befindet sich das projizierte Bild 200 zwischen dem Benutzer und dem Fahrzeug 100) und an der Rückseite des Fahrzeugs 100, was bedeutet, dass die rückseitige Projektionsvorrichtung 500 aktiv sein sollte, und das Fahrzeug 100 ist um 180° in Bezug auf Norden gedreht, was bedeutet, dass die Fahrzeugorientierung (α) 180° ist (d.h. nach Süden zeigt). In Bezug auf 7 sollte die Drehung des Textes in dem Bild 200 180° (0°+ α) betragen, um den Text zu orientieren, um dem Benutzer in der erfassten Position zugewandt zu sein.

Wie die in den 9A-9D gezeigten Beispiele, veranschaulicht 10 einen beispielhaften Fall, in dem das projizierte Bild 200 gedreht wird, um sich ungeachtet der Orientierung des Fahrzeugs 100 oder der aktiven Projektionsvorrichtung 500 immer nach Norden zu orientieren. Indessen können Objekte innerhalb des Bildes 200 (z.B. Text, Symbole, Bildzeichen, Logos etc.) gemäß der erfassten Position und/oder Sicht des Benutzers gedreht werden. Dies ermöglicht dem Benutzer, seine gegenwärtige Position auf der Karte und die Route zu einem bestimmten Zielort effektiv zu verstehen, während dem Benutzer auch ermöglicht wird, Objekte innerhalb des Bildes 200 leicht zu lesen, die gedreht wurden, um dem Benutzer zugewandt zu sein.

11 veranschaulicht beispielhafte Orientierungen des Benutzers, die zum Berechnen einer Drehungsmenge der Objekte innerhalb des projizierten Bildes 200 verwendet werden können.

Wie in 11 gezeigt, zeigt der Winkel (β) die Differenz zwischen der Orientierung des Benutzers und dem Nord-Vektor. Die Sicht (d.h. Orientierung oder Perspektive) des Benutzers kann unter Verwendung von beispielsweise einer oder mehreren an dem Fahrzeug montierten Kameras erfasst werden (siehe beispielsweise 13). Durch die Kamera(s) 700 erhaltene Bilder des Benutzers können zum Schätzen der Richtung analysiert werden, der der Benutzer zugewandt ist. In einigen Fällen kann die Standposition des Benutzers in Bezug auf das projizierte Bild 200 bestimmt und zu Zwecken des Bestimmens der Sicht des Benutzers verwendet werden. Zusätzlich oder alternativ können Algorithmen zum Identifizieren der Körperposition oder Körperhaltung eingesetzt werden, wie beispielsweise Schultererfassungsalgorithmen (siehe beispielsweise 13), Augenerfassungsalgorithmen (siehe beispielsweise 14) und dergleichen.

Die 12A-12C veranschaulichen zusätzliche beispielhafte Objekt-Drehungsszenarien. Durch Messen des Winkels β des in 11 gezeigten Benutzers (d.h. der Orientierung des Benutzers in Abhängigkeit von dem Nord-Vektor) und Fixieren der Karte in dem projizierten Bild 200 in Nordrichtung können Objekte innerhalb des Bildes 200, wie beispielsweise Text, Symbole, Bildzeichen, Logos etc., durch Drehen der Objekte gemäß dem Winkel des Benutzers kontinuierlich orientiert werden, um dem Benutzer zugewandt zu sein. Insbesondere kann der Winkel (δ) der Objekte in dem Bild 200 (d.h. die Orientierung der Objekte in Abhängigkeit von dem Nord-Vektor) gedreht werden, um zu der gemessenen Orientierung (β) des Benutzers identisch zu sein.

Bei dem in 12A gezeigten Beispiel wird der Winkel (β) des Benutzers (beispielsweise unter Verwendung der Kameras 700) als 0° (d.h. Norden zugewandt) gemessen. Da Objekte innerhalb des projizierten Bildes 200 zunächst in einem Winkel (δ) von 0° orientiert werden, ist folglich keine Drehung erforderlich, da die Orientierung der Objekte innerhalb des Bildes 200 bereits der des Benutzers entspricht.

Bei dem in 12B gezeigten Beispiel wird der Winkel (β) des Benutzers (beispielsweise unter Verwendung der Kameras 700) als 75° (vom Nord-Vektor versetzt) gemessen. Folglich können Objekte innerhalb des projizierten Bildes 200 um einen Winkel (δ) von 75° gedreht werden, um der Orientierung des Benutzers zu entsprechen, so dass die Objekte dem Benutzer zugewandt sind, während die Karte nach Norden orientiert ist.

Bei dem in 12C gezeigten Beispiel wird der Winkel (β) des Benutzers (beispielsweise unter Verwendung der Kameras 700) als 265° (vom Nord-Vektor versetzt) gemessen. Folglich können Objekte innerhalb des projizierten Bildes 200 um einen Winkel (δ) von 265° gedreht werden, um der Orientierung des Benutzers zu entsprechen, so dass die Objekte dem Benutzer zugewandt sind, während die Karte nach Norden orientiert ist.

Wie oben erläutert wurde, können Bilder des Benutzers, die durch die Kamera(s) 700 erhalten werden, analysiert werden, um die Richtung, der der Benutzer zugewandt ist, zu schätzen. In einigen Fällen kann die Standposition des Benutzers in Bezug auf das projizierte Bild 200 bestimmt und zum Zwecke des Bestimmens der Sicht des Benutzers (unter der Annahme, dass der Benutzer dem projizierten Bild 200 zugewandt ist, um das Bild 200 zu betrachten) verwendet werden. Zusätzlich oder alternativ können Algorithmen zum Identifizieren der Körperposition oder Körperhaltung, wie beispielsweise Schultererfassungsalgorithmen, Augenerfassungsalgorithmen und dergleichen, eingesetzt werden. Diesbezüglich veranschaulichen die 13 und 14 beispielhafte Algorithmen zum Erfassen einer Sicht des Benutzers.

Wie in 13 gezeigt, kann das Fahrzeug 100 mit einer oder mehreren an demselben montierten Kameras 700 zum Zwecke des Erfassens der Position und/oder Sicht des Benutzers ausgestattet sein. Bei einem Beispiel kann das Fahrzeug 100 mit Kameras versehen sein, die an der Vorderseite, Rückseite, linken Seite bzw. rechten Seite des Fahrzeugs 100 montiert sind. Die Kamera(s) 700 können Bilder des Benutzers erhalten und solche Bilder können (unter Verwendung einer Vielzahl von Bildverarbeitungsalgorithmen) analysiert werden, um die Sicht (d.h. Blickrichtung) des Benutzers zu bestimmen.

Beispielsweise kann ein Bildverarbeitungsalgorithmus angewandt werden, um die Kopfposition und Schulterorientierung des Benutzers zu bestimmen. Bei dem in 13 gezeigten Beispiel ist die Orientierung der Schultern 710 des Benutzers um einen Winkel von α in Bezug auf eine Mittellinie, die das Fahrzeug 100 der Länge nach durchquert, versetzt. In solch einem Fall kann die Sicht des Benutzers als senkrecht zu der erfassten Orientierung der Schultern 710 des Benutzers bestimmt werden und Objekte innerhalb des projizierten Bildes 200 (nicht in 13 gezeigt) können gemäß der Sicht des Benutzers gedreht werden, wie oben detailliert erläutert wurde.

Zudem kann ein Bildverarbeitungsalgorithmus angewandt werden, um die Kopfposition und Augenposition des Benutzers zu bestimmen. Bei dem in 14 gezeigten Beispiel können der Kopf 800 und die Augen 810 des Benutzers erfasst werden. Die Position der Augen 810 des Benutzers kann zum Bestimmen der Sicht des Benutzers und dann Berechnen einer entsprechenden Orientierung der Objekte innerhalb des projizierten Bildes 200 verwendet werden. Die oben beschriebenen Bildverarbeitungsalgorithmen sind in der Technik allgemein bekannt und liegen folglich außerhalb des Bereiches der vorliegenden Offenbarung.

Folglich werden hierin Techniken beschrieben, die einen Benutzer eines Fahrzeugs mit einem Bild versorgen, das unter Verwendung einer in einem Fahrzeug eingerichteten Projektionsvorrichtung auf den Boden in der Nähe des Fahrzeugs projiziert wird, wobei das Bild basierend auf einer erfassten Position und/oder Sicht des Benutzers derart automatisch gedreht wird, dass die Darstellung von dem Benutzer nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug betrachtet und leicht erkannt werden kann. Das projizierte Bild kann Wegbeschreibungen zu einem Zielort enthalten. Nachdem der Benutzer mit Wegbeschreibungen zu dem von dem Benutzer ausgewählten Zielort nach dem Aussteigen aus dem Fahrzeug versorgt wird, kann der Benutzer seinen Weg zu dem Zielort schneller und zuverlässiger finden.

Zwar wurden veranschaulichende Ausführungsformen gezeigt und beschrieben, die Fahrzeug-Navigationssysteme vorsehen, die eine Projektionsvorrichtung verwenden, aber es sollte klar sein, dass verschiedene andere Adaptionen und Modifikationen innerhalb des Wesens und Bereiches der Ausführungsformen hierin erfolgen können. Daher können die Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung auf geeignete Weise gemäß dem Bereich der vorliegenden Ansprüche modifiziert werden.

Die vorangehende Beschreibung ist auf Ausführungsformen der vorliegenden Offenbarung gerichtet. Es wird jedoch offensichtlich sein, dass andere Variationen und Modifikationen an den beschriebenen Ausführungsformen mit der Erzielung einiger oder aller Vorteile derselben vorgenommen werden können. Folglich ist diese Beschreibung nur als Beispiel zu nehmen und nicht, um den Bereich der Ausführungsformen hierin anderweitig zu beschränken. Daher ist es die Aufgabe der beiliegenden Ansprüche, all solche Variationen und Modifikationen zu decken, die innerhalb des wahren Wesens und Bereiches der Ausführungsformen hierin liegen.