Title:
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR AUTOMATISCHEN POSITIONSBESTIMMUNG VON SENSOREN
Kind Code:
B3


Abstract:

Bei einem Verfahren zur automatischen Positionsbestimmung von Sensoren einer automatischen Türanlage, insbesondere einer automatischen Schiebetüranlage, mit mehreren insbesondere der Absicherung dienenden Sensoren, die mindestens eine Sendeeinrichtung zum Aussenden von Licht und mindestens eine Detektoreinrichtung zum Detektieren von Licht umfassen und jeweils so ausgeführt sind, dass anhand des jeweils detektierten Lichts feststellbar ist, von welcher Seite der Sendeeinrichtung das detektierte Licht empfangen wurde, werden zunächst zur Ermittlung der Positionen der Sensoren relativ zueinander die Sendeeinrichtungen der verschiedenen Sensoren nacheinander mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz und/oder geänderter Modulation angesteuert und/oder die Sendeeinrichtungen der verschiedenen Sensoren nacheinander abgeschaltet und über die Detektoreinrichtung eines jeweiligen nicht mit geänderter Takt- bzw. Sendefrequenz bzw. nicht mit geänderter Modulation angesteuerten Sensors erfasst, von welcher Seite gegebenenfalls Licht des mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz bzw. geänderter Modulation angesteuerten Sensors empfangen wird, bzw. über die Detektoreinrichtung des Sensors mit abgeschalteter Sensoreinrichtung erfasst, von welcher Seite gegebenenfalls Licht von einem anderen Sensor empfangen wird. Anschließend wird die jeweilige Absolutposition der Sensoren anhand der ermittelten Positionen der Sensoren relativ zueinander bestimmt. embedded image




Inventors:
Palminteri, Daniel (76327, Pfinztal, DE)
Application Number:
DE102017208716A
Publication Date:
09/06/2018
Filing Date:
05/23/2017
Assignee:
GEZE GmbH, 71229 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102010033818A1N/A2012-02-09
DE10228930A1N/A2004-01-15



Foreign References:
201003216762010-12-23
59630001999-10-05
48517461989-07-25
46989371987-10-13
Claims:
Verfahren zur automatischen Positionsbestimmung von Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) einer automatischen Türanlage, insbesondere einer automatischen Schiebetüranlage (28), mit mehreren insbesondere der Absicherung dienenden Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40), die mindestens eine Sendeeinrichtung (30) zum Aussenden von Licht und mindestens eine Detektoreinrichtung (32) zum Detektieren von Licht umfassen und jeweils so ausgeführt sind, dass anhand des jeweils detektierten Lichts feststellbar ist, von welcher Seite der Sendeeinrichtung (30) das detektierte Licht empfangen wurde, wobei zunächst zur Ermittlung der Positionen der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) relativ zueinander die Sendeeinrichtungen (30) der verschiedenen Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) nacheinander mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz und/oder geänderter Modulation angesteuert und/oder die Sendeeinrichtungen (30) der verschiedenen Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) nacheinander abgeschaltet werden und über die Detektoreinrichtung (32) eines jeweiligen nicht mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz und/oder nicht mit geänderter Modulation angesteuerten Sensors erfasst wird, von welcher Seite gegebenenfalls Licht des mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz und/oder geänderter Modulation angesteuerten Sensors empfangen wird, und/oder über die Detektoreinrichtung (32) des Sensors mit abgeschalteter Sendeeinrichtung (30) erfasst wird, von welcher Seite gegebenenfalls Licht von einem anderen Sensor empfangen wird, und anschließend die jeweilige absolute Position der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) anhand der ermittelten Positionen der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) relativ zueinander bestimmt wird.

Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass sich die Überwachungsbereiche aneinandergrenzender Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) teilweise überschneiden.

Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der Positionen der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) relativ zueinander die Takt- und/oder Sendefrequenz der Sendeeinrichtungen (30) der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) schrittweise von Sensor zu Sensor von einer ersten Takt- und/oder Sendefrequenz (A) auf eine zweite Takt- und/oder Sendefrequenz (B) geändert wird und ein jeweiliger anderer Sensor mit nicht auf die zweite Takt- und/oder Sendefrequenz (A) umgestellter Sendeeinrichtung (30) automatisch abgefragt wird, ob und gegebenenfalls von welcher Seite er Licht der zweiten Takt- und/oder Sendefrequenz (B) empfängt.

Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der Positionen der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) relativ zueinander die Modulation der Sendeeinrichtungen (30) der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) schrittweise von Sensor zu Sensor von einer ersten Modulation auf eine zweite Modulation geändert wird und ein jeweiliger anderer Sensor mit nicht auf die zweite Modulation umgestellter Sendeeinrichtung automatisch abgefragt wird, ob und gegebenenfalls von welcher Seite er entsprechend der zweiten Modulation moduliertes Licht empfängt.

Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) als Anwesenheitssensoren zur Absicherung des Öffnungsvorgangs und/oder als Anwesenheitssensoren zur Absicherung des Schließvorgangs der betreffenden Tür eingesetzt werden.

Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest teilweise baugleiche Sensoren verwendet werden.

Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) Aktiv-Infrarot- Sensoren verwendet werden.

Vorrichtung (10) zur automatischen Positionsbestimmung von Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) einer automatischen Türanlage, insbesondere einer automatischen Schiebetüranlage (28), mit mehreren insbesondere der Absicherung dienenden Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40), die jeweils eine Sendeeinrichtung (30) zum Aussenden von Licht und eine Detektoreinrichtung (32) zum Detektieren von Licht umfassen und jeweils so ausgeführt sind, dass anhand des jeweils detektierten Lichts feststellbar ist, von welcher Seite der Sendeeinrichtung (30) das detektierte Licht empfangen wurde, und mit einer Steuereinheit (34), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) und die Steuereinheit (34) Teilnehmer eines Datenübertragungssystems bilden und über dieses miteinander verbunden sind, und die Steuereinheit (34) so ausgeführt ist, dass zur Positionsbestimmung der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) zunächst zur Ermittlung der Positionen der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) relativ zueinander die Sendeeinrichtungen (30) der verschiedenen Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) nacheinander mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz und/oder geänderter Modulation ansteuerbar und/oder die Sendeeinrichtungen (30) der verschiedenen Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) nacheinander abschaltbar sind und über die Detektoreinrichtung (32) eines jeweiligen nicht mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz und/oder nicht mit geänderter Modulation angesteuerten Sensors erfassbar ist, von welcher Seite gegebenenfalls Licht des mit geänderter Takt-und/oder Sendefrequenz und/oder geänderter Modulation angesteuerten Sensors empfangen wird und/oder über die Detektoreinrichtung (32) des Sensors mit abgeschalteter Sendeeinrichtung (30) erfassbar ist, von welcher Seite gegebenenfalls Licht von einem anderen Sensor empfangen wird, und anschließend die jeweilige absolute Position der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) anhand der ermittelten Positionen der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) relativ zueinander bestimmbar ist.

Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Überwachungsbereiche aneinandergrenzender Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) teilweise überschneiden.

Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (34) so ausgeführt ist, dass zur Ermittlung der Positionen der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) relativ zueinander die Takt- und/oder Sendefrequenz der Sendeeinrichtungen (30) der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) schrittweise von Sensor zu Sensor von einer ersten Takt- und/oder Sendefrequenz (A) auf eine zweite Takt- und/oder Sendefrequenz (B) änderbar und ein jeweiliger anderer Sensor mit nicht auf die zweite Takt- und/oder Sendefrequenz (B) umgestellter Sendeeinrichtung (30) automatisch abfragbar ist, ob und gegebenenfalls von welcher Seite er Licht der zweiten Takt- und/oder Sendefrequenz (B) empfängt.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (34) so ausgeführt ist, dass zur Ermittlung der Positionen der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) relativ zueinander die Modulation der Sendeeinrichtungen (30) der Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) schrittweise von Sensor zu Sensor von einer ersten Modulation auf eine zweite Modulation änderbar und ein jeweiliger anderer Sensor mit nicht auf die zweite Modulation umgestellter Sendeeinrichtung (30) automatisch abfragbar ist, ob und gegebenenfalls von welcher Seite er entsprechend der zweiten Modulation moduliertes Licht empfängt.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) als Anwesenheitssensoren zur Absicherung des Öffnungsvorgangs und/oder als Anwesenheitssensoren zur Absicherung des Schließvorgangs der betreffenden Tür vorgesehen sind.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) zumindest teilweise baugleich ausgeführt sind.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) jeweils als Aktiv-Infrarot-Sensor ausgeführt sind.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet , dass die Sendeeinrichtung (30) eines jeweiligen Sensors (40) wenigstens eine Sendediode (30i) und die Detektoreinrichtung (32) eines jeweiligen Sensors wenigstens eine Empfangsdiode (32i) umfasst und die Steuereinheit (34) so ausgeführt ist, dass anhand einer jeweiligen Licht detektierenden Empfangsdiode (30i) feststellbar ist, von welcher Seite das betreffende Licht empfangen wurde.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) jeweils ortsfest vorgesehen und so ausgeführt sind, dass sie stets denselben Bereich überwachen.

Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine jeweilige Empfangsdiode (32i) der Detektoreinrichtung (32) eines jeweiligen Sensors (12 - 20; 22 - 26; 40) auf einen in Bezug auf den Sensor ortfesten Spot ausgerichtet ist.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 17, dadurch gekennzeichnet , dass das Datenübertragungssystem zumindest für eine insbesondere bidirektionale Kommunikation zwischen einem jeweiligen Sensor (12 - 20; 22 - 26; 40) und der Steuereinheit (34) ausgeführt ist.

Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet , dass das Datenübertragungssystem zudem für eine Kommunikation zwischen den Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) ausgeführt ist.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 19, dadurch gekennzeichnet , dass ein jeweiliger Sensor (12 - 20; 22 - 26; 40) als eine einen Mikroprozessor oder dergleichen umfassende intelligente Einheit so ausgeführt ist, dass er bei einer Detektion von Licht von einem anderen Sensor über das Datenübertragungssystem eine entsprechende Nachricht übermittelt, der auch entnommen werden kann, von welcher Empfangsdiode (32i) seiner Detektoreinrichtung (32) und/oder welcher Seite das betreffende Licht empfangen wurde.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 20, dadurch gekennzeichnet , dass ein jeweiliger Sensor (12 - 20; 22 - 26; 40) über die Steuereinheit (34) und das Datenübertragungssystem in Abhängigkeit von seiner anhand der ermittelten Positionen der Sensoren relativ zueinander bestimmten absoluten Position aktivierbar, parametrierbar, adressierbar und/oder dergleichen ist.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (34) als von den Sensoren (12 - 20; 22 - 26; 40) getrennte Einheit und insbesondere als dezentrale Steuereinheit ausgeführt ist.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (34) in wenigstens einem Sensor (12 - 20; 22 - 26; 40) integriert ist.

Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Datenübertragungssystem eine Buseinrichtung umfasst.

Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit als Bus-Master ausgeführt ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur automatischen Positionsbestimmung von Sensoren einer automatischen Türanlage, insbesondere einer automatischen Schiebetüranlage, mit mehreren insbesondere der Absicherung dienenden Sensoren, die mindestens eine Sendeeinrichtung zum Aussenden von Licht und mindestens eine Detektoreinrichtung zum Detektieren von Licht umfassen und jeweils so ausgeführt sind, dass anhand des jeweils detektierten Lichts feststellbar ist, von welcher Seite der Sendeeinrichtung das detektierte Licht empfangen wurde.

Bei größeren Schiebetüranlagen sind in der Regel mehrere zur Absicherung der Schiebetür vorgesehene Sensoren vorgesehen, die in Verschieberichtung der Schiebetür nebeneinander angeordnet sind und insbesondere sowohl links als auch rechts der Hauptschließkante angeordnet sein können. Für einen zuverlässigen Betrieb der automatischen Schiebetüranlage muss die jeweilige Steuerung darüber informiert sein, welche Position ein jeweiliger Sensor an der Schiebetüranlage einnimmt.

Während sogenannte Ansteuerungssensoren dem automatischen Öffnen der Tür dienen, handelt es sich bei der Absicherung dienenden Sensoren um sogenannte Anwesenheitssensoren, die das Öffnen oder Schließen der Tür überwachen und bei einer jeweiligen Aktivierung bzw. Erfassung einer Person oder eines Objekts im Türbereich während des Schließens bzw. Öffnens gegebenenfalls ein automatisches Stoppen des Schließ- bzw. Öffnungsvorgangs veranlassen. Je nach Position bzw. Installationsort solcher der Absicherung dienender Sensoren an der Tür und der Parametrierung reagiert die Steuerung anders auf die Aktivierung eines jeweiligen Sensors. Die genaue Kenntnis der jeweiligen Position der Sensoren an der Tür ist für einen zuverlässigen Betrieb der Schiebetüranlage somit unerlässlich.

Die jeweilige Position der Sensoren wird bisher über die Verdrahtung des Einrichters festgelegt. Dazu wird jeder Sensor über ein getrenntes Kabel an die Steuerung angeschlossen. Hierbei muss der Einrichter die Sensoren dem richtigen Eingang an der Steuerung zuordnen. Zudem besaßen die Sensoren bisher häufig einen schaltenden Ausgang wie beispielsweise ein Relais, einen Transistor oder dergleichen, der bei einer jeweiligen Aktivierung des Sensors seinen Pegel ändert.

Die Inbetriebnahme derartiger bisheriger automatischer Schiebetüranlagen ist relativ aufwendig und entsprechend kostspielig. Zudem ist die Gefahr einer fehlerhaften Installation relativ groß. Schließlich ist auch eine jeweils erforderliche Anpassung der Steuerung an vorgenommene Änderungen der Schiebetüranlage relativ schwierig.

Die Schriften US2010/0321676A1, US5963000A, US4698937A, US4851746A, DE102010033818A1 und DE10228930A1 stellen den derzeitigen Stand der Technik in Bezug auf automatische Türanlagen mit Sicherheitssensoren dar.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur automatischen Positionsbestimmung von Sensoren einer automatischen Türanlage, insbesondere automatischen Schiebetüranlage, der eingangs genannten Art anzugeben, mit denen die zuvor genannten Probleme beseitigt sind. Dabei soll insbesondere die Inbetriebnahme vor allem auch größerer Schiebetüranlagen vereinfacht werden und entsprechend zuverlässiger sowie kostengünstiger durchführbar sein.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der vorliegenden Beschreibung sowie der Zeichnung.

Das erfindungsgemäße Verfahren dient der automatischen Positionsbestimmung von Sensoren einer automatischen Türanlage, insbesondere einer automatischen Schiebetüranlage, mit mehreren insbesondere der Absicherung dienenden Sensoren, die jeweils eine Sendeeinrichtung zum Aussenden von Licht und eine Detektoreinrichtung zum Detektieren von Licht umfassen und jeweils so ausgeführt sind, dass anhand des jeweils detektierten Lichts feststellbar ist, von welcher Seite der Sendeeinrichtung das detektierte Licht empfangen wurde. Dabei werden zunächst zur Ermittlung der Positionen der Sensoren relativ zueinander die Sendeeinrichtungen der verschiedenen Sensoren nacheinander mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz und/oder geänderter Modulation angesteuert und/oder die Sendeeinrichtungen der verschiedenen Sensoren nacheinander abgeschaltet und über die Detektoreinrichtung eines jeweiligen nicht mit geänderter Takt- bzw. Sendefrequenz bzw. nicht mit geänderter Modulation angesteuerten Sensors erfasst, von welcher Seite gegebenenfalls Licht des mit geänderter Takt- bzw. Sendefrequenz bzw. mit geänderter Modulation angesteuerten Sensors empfangen wird, bzw. über die Detektoreinrichtung des Sensors mit abgeschalteter Sendeeinrichtung erfasst, von welcher Seite gegebenenfalls Licht von einem anderen Sensor empfangen wird. Anschließend wird die jeweilige absolute Position der Sensoren anhand der ermittelten Positionen der Sensoren relativ zueinander bestimmt. Dabei ist unter der absoluten Position eines jeweiligen Sensors dessen Position in Bezug auf die betreffende Türanlage zu verstehen.

Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Verfahrens wird die Inbetriebnahme insbesondere auch einer größeren Schiebetüranlage mit mehreren insbesondere der Absicherung dienenden Sensoren wesentlich vereinfacht, womit die Inbetriebnahme nicht nur in kürzerer Zeit, sondern auch zuverlässiger und kostengünstiger durchführbar ist. Dabei macht sich die Erfindung unter anderem den Umstand zunutze, dass bei optischen Sensoren anhand des jeweils detektierten Lichts feststellbar ist, von welcher Seite der Sendeeinrichtung bzw. deren jeweiliger wenigstens einen Sendediode das detektierte Licht empfangen wurde. So umfasst beispielsweise die Sendeeinrichtung eines jeweiligen sogenannten Aktiv-Infrarot-Sensors wenigstens eine Sendediode und deren Detektoreinrichtung wenigstens eine dieser Sendediode zugeordnete, links oder rechts der Sendediode angeordnete Empfangsdiode. Über die Information, welche Empfangsdiode Licht empfängt, kann somit festgestellt werden, von welcher Seite gegebenenfalls Licht empfangen wurde. Ein jeweiliger Sensor weiß also, ob das Licht von rechts oder links empfangen wurde. Indem nun die verschiedenen Sensoren nacheinander mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz und/oder geänderter Modulation angesteuert werden, kann über die Detektoreinrichtung eines jeweiligen nicht mit geänderter Takt- bzw. Sendefrequenz bzw. nicht geänderter Modulation angesteuerten Sensors erfasst werden, von welcher Seite gegebenenfalls Licht des mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz bzw. geänderter Modulation angesteuerten Sensors empfangen wird, um zunächst die Position der Sensoren relativ zueinander zu ermitteln. Alternativ können zur vorangehenden Ermittlung der Positionen der Sensoren relativ zueinander die Sendeeinrichtungen der verschiedenen Sensoren auch nacheinander abgeschaltet werden. Über die Detektoreinrichtung des jeweiligen Sensors mit abgeschalteter Sendeeinrichtung kann dann erfasst werden, von welcher Seite gegebenenfalls Licht von einem anderen Sensor empfangen wird. Anschließend kann dann die jeweilige absolute Position der Sensoren anhand der auf diese Weise ermittelten Positionen der Sensoren relativ zueinander bestimmt werden.

Bevorzugt überschneiden sich die Überwachungsbereiche aneinandergrenzender Sensoren teilweise. Ein jeweiliger Sensor kann somit für die automatische Positionsbestimmung der Sensoren auch Licht von einem benachbarten Sensor empfangen.

Gemäß einer zweckmäßigen praktischen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zur Ermittlung der Position der Sensoren relativ zueinander die Takt- und /oder Sendefrequenz der Sendeeinrichtungen der Sensoren schrittweise von Sensor zu Sensor von einer ersten Takt- und/oder Sendefrequenz auf eine zweite Takt- und/oder Sendefrequenz geändert und ein jeweiliger anderer Sensor mit nicht auf die zweite Takt- bzw. Sendefrequenz umgestellter Sendeeinrichtung automatisch abgefragt, ob und gegebenenfalls von welcher Seite er Licht der zweiten Takt- bzw. Sendefrequenz empfängt. Indem die Takt- und/oder Sendefrequenz schrittweise von Sensor zu Sensor von der ersten Takt- bzw. Sendefrequenz auf die zweite Takt- bzw. Sendefrequenz geändert wird, weiß ein jeweiliger Sensor mit nicht umgestellter Takt- bzw. Sendefrequenz, dass gegebenenfalls detektiertes Licht von einem anderen Sensor stammt. Zudem weiß er, von welcher Seite er gegebenenfalls Licht der zweiten Takt- bzw. Sendefrequenz empfängt.

Gemäß einer alternativen Ausgestaltung kann zur Ermittlung der Positionen der Sensoren relativ zueinander auch die Modulation der Sendeeinrichtungen der Sensoren schrittweise von Sensor zu Sensor von einer ersten Modulation auf eine zweite Modulation geändert werden und ein jeweiliger anderer Sensor mit nicht auf die zweite Modulation umgestellter Sensoreinrichtung automatisch abgefragt werden, ob und gegebenenfalls von welcher Seite er entsprechend der zweiten Modulation moduliertes Licht empfängt. Ein jeweiliger nicht auf die zweite Modulation umgestellter Sensor weiß beim Empfang von Licht mit geänderter Modulation somit, dass dieses Licht von einem anderen Sensor stammt, wobei er zudem weiß, von welcher Seite das Licht empfangen wurde. Durch eine entsprechende aufeinanderfolgende Abfrage der Sensoren kann somit deren Position relativ zueinander ermittelt werden.

Wie ausgeführt, können die Sensoren insbesondere als Anwesenheitssensoren zur Absicherung des Öffnungsvorgangs und/oder als Anwesenheitssensoren zur Absicherung des Schließvorgangs der betreffenden Tür eingesetzt werden. Bei einer jeweiligen Aktivierung eines solchen Anwesenheitssensors kann insbesondere das automatische Öffnen bzw. das automatische Schließen der Tür gestoppt werden.

Es können zumindest teilweise baugleiche Sensoren verwendet werden. So können insbesondere zur Anwesenheitserkennung von Objekten und Personen im Öffnungsbereich oder zur Anwesenheitserkennung von Objekten und Personen im Schließbereich der Tür jeweils baugleiche Sensoren eingesetzt werden, wobei die Steuerung jedoch unterschiedlich auf eine Aktivierung der einzelnen Sensoren reagieren muss.

Als Sensoren können insbesondere sogenannte Aktiv-Infrarot-Sensoren verwendet werden. Solche Aktiv-Infrarot-Sensoren bedienen sich unsichtbarer Infrarotwellen, die mit einer bestimmten Taktfrequenz ausgesandt werden können, um den gegebenenfalls störenden Einfluss von fremden Infrarotstrahlungsquellen zu eliminieren.

Die insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete erfindungsgemäße Vorrichtung zur automatischen Positionsbestimmung von Sensoren einer automatischen Türanlage, insbesondere einer automatischen Schiebetüranlage, umfasst entsprechend mehrere insbesondere der Absicherung dienende Sensoren, die jeweils eine Sendeeinrichtung zum Aussenden von Licht und eine Detektoreinrichtung zum Detektieren von Licht umfassen und jeweils so ausgeführt sind, dass anhand des jeweiligen detektierten Lichts feststellbar ist, von welcher Seite der Sendeeinrichtung das detektierte Licht empfangen wurde. Zudem umfasst die Vorrichtung eine Steuereinheit. Dabei bilden die Sensoren und die Steuereinheit Teilnehmer eines Datenübertragungssystems, über das sie miteinander verbunden sind. Die Steuereinheit ist so ausgeführt, dass zur Positionsbestimmung der Sensoren zunächst zur Ermittlung der Positionen der Sensoren relativ zueinander die Sendeeinrichtungen der verschiedenen Sensoren nacheinander mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz und/oder geänderter Modulation ansteuerbar und/oder die Sendeeinrichtungen der verschiedenen Sensoren nacheinander abschaltbar sind und über die Detektoreinrichtung eines jeweiligen nicht mit geänderter Takt- bzw. Sendefrequenz bzw. nicht mit geänderter Modulation angesteuerten Sensors erfassbar ist, von welcher Seite gegebenenfalls Licht des mit geänderter Takt- bzw. Sendefrequenz bzw. geänderter Modulation angesteuerten Sensors empfangen wird, bzw. über die Detektoreinrichtung des Sensors mit abgeschalteter Sendeeinrichtung erfassbar ist, von welcher Seite gegebenenfalls Licht von einem anderen Sensor empfangen wird, und anschließend die jeweilige absolute Position der Sensoren anhand der ermittelten Positionen der Sensoren relativ zueinander bestimmbar ist.

Nachdem die Sensoren und die Steuereinheit Teilnehmer eines intelligenten Datenübertragungssystems bilden, kann die erfindungsgemäße automatische Positionsbestimmung auf einfache Weise über dieses Datenübertragungssystem erfolgen.

Die Überwachungsbereiche aneinandergrenzender Sensoren können sich teilweise überschneiden.

Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Steuereinheit so ausgeführt, dass zur Ermittlung der Positionen der Sensoren relativ zueinander die Takt- und/oder Sendefrequenz der Sendeeinrichtungen der Sensoren schrittweise von Sensor zu Sensor von einer ersten Takt- und/oder Sendefrequenz auf eine zweite Takt- bzw. Sendefrequenz änderbar und ein jeweiliger anderer Sensor mit nicht auf die zweite Takt-bzw. Sendefrequenz umgestellter Sendeeinrichtung automatisch abfragbar ist, ob und gegebenenfalls von welcher Seite er Licht der zweiten Takt- bzw. Sendefrequenz empfängt.

Alternativ oder zusätzlich kann die Steuereinheit auch so ausgeführt sein, dass zur Ermittlung der Positionen der Sensoren relativ zueinander die Modulation der Sendeeinrichtungen der Sensoren schrittweise von Sensor zu Sensor von einer ersten Modulation auf eine zweite Modulation änderbar und ein jeweiliger anderer Sensor mit nicht auf die zweite Modulation umgestellter Sendeeinrichtung automatisch abfragbar ist, ob und gegebenenfalls von welcher Seite er entsprechend der zweiten Modulation moduliertes Licht empfängt.

Wie bereits erwähnt, können die Sensoren insbesondere als Anwesenheitssensoren zur Absicherung des Öffnungsvorgangs und/oder als Anwesenheitssensoren zur Absicherung des Schließvorgangs der betreffenden Tür vorgesehen sein.

Die Sensoren können zumindest teilweise baugleich ausgeführt sein. Wie ausgeführt, können insbesondere Sensoren zur Anwesenheitserkennung von Objekten und Personen im Öffnungsbereich oder Sensoren zur Anwesenheitserkennung von Objekten und Personen im Schließbereich der Tür jeweils durch baugleiche Sensoren ausgeführt sein, wobei die Steuerung unterschiedlich auf eine Aktivierung der einzelnen Sensoren reagieren muss.

Vorteilhafterweise sind die Sensoren jeweils als Aktiv-Infrarot-Sensor ausgeführt. Ein solcher Aktiv-Infrarot-Sensor sendet Infrarotwellen aus, die mit einer bestimmten Frequenz getaktet sein können, um gegebenenfalls störende Einflüsse fremden Lichtes zu verhindern.

Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn die Sendeeinrichtung eines jeweiligen Sensors wenigstens eine Sendediode und die Detektoreinrichtung eines jeweiligen Sensors wenigstens eine Empfangsdiode umfasst und die Steuereinheit so ausgeführt ist, dass anhand einer jeweiligen lichtdetektierenden Empfangsdiode feststellbar ist, von welcher Seite das betreffende Licht empfangen wurde.

Nachdem über einen solchen Sensor jeweils feststellbar ist, von welcher Seite das betreffende Licht empfangen wurde, ist er zur Durchführung der erfindungsgemäßen Positionsbestimmung der Sensoren in besonderer Weise geeignet.

Die Sensoren können insbesondere jeweils ortsfest vorgesehen und so ausgeführt sein, dass sie stets denselben Bereich überwachen. Dabei ist eine jeweilige Empfangsdiode der Detektoreinrichtung eines jeweiligen Sensors bevorzugt auf einen in Bezug auf den Sensor ortsfesten Spot ausgerichtet.

Das Datenübertragungssystem ist vorteilhafterweise zumindest für eine insbesondere bidirektionale Kommunikation zwischen einem jeweiligen Sensor und der Steuereinheit ausgeführt. Zudem kann das Datenübertragungssystem für eine Kommunikation zwischen den Sensoren ausgeführt sein.

Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ein jeweiliger Sensor als eine einen Mikroprozessor oder dergleichen umfassende intelligente Einheit so ausgeführt, dass er bei einer Detektion von Licht von einem anderen Sensor über das Datenübertragungssystem eine entsprechende Nachricht übermittelt, der auch entnommen werden kann, von welcher Empfangsdiode seiner Detektoreinrichtung bzw. welcher Seite das betreffende Licht empfangen wurde.

Bevorzugt ist ein jeweiliger Sensor über die Steuereinheit und das Datenübertragungssystem in Abhängigkeit von seiner anhand der ermittelten Positionen der Sensoren relativ zueinander bestimmten absoluten Position aktivierbar, parametrierbar, adressierbar und/oder dergleichen. Die Inbetriebnahme der Schiebetüranlage ist somit wesentlich vereinfacht.

Die Steuereinheit kann als von den Sensoren getrennte Einheit und insbesondere auch als dezentrale Steuereinheit ausgeführt sein. Grundsätzlich sind jedoch auch solche Ausführungsformen denkbar, bei denen die Steuereinheit in wenigstens einem Sensor integriert ist.

Das Datenübertragungssystem umfasst bevorzugt eine Buseinrichtung. Dabei kann insbesondere die Steuereinheit als Bus-Master ausgeführt sein. Ist die Steuereinheit in einem Sensor integriert, so kann der Bus-Master auch durch einen solchen Sensor gebildet sein.

Durch die erfindungsgemäße Lösung ist auch die Inbetriebnahme insbesondere größerer Schiebetüranlagen wesentlich vereinfacht und entsprechend kostengünstiger. Die bisher erforderliche aufwendige Verdrahtung für eine entsprechende Zuordnung der Sensoren zu den Eingängen der Steuerung entfällt. Die entsprechende Positionsbestimmung der Sensoren erfolgt nunmehr automatisch über eine entsprechende Kommunikation zwischen der Steuerung und den Sensoren über ein intelligentes Datenübertragungssystem. Bei der Aktivierung eines jeweiligen Sensors kann eine entsprechende Nachricht über das Datenübertragungssystem ermittelt werden. Die Zuordnung der Sensoren an die Eingänge der Steuerung erfolgt automatisch. Alle Sensoren sowie die Steuereinheit sind Teilnehmer am selben Datenübertragungssystem. Über entsprechende Nachrichten auf dem Datenübertragungssystem können die Sensoren nacheinander mitteilen, ob ausgesandtes Licht anderer Sensoren empfangen wurde und gegebenenfalls von welcher Empfangsdiode bzw. welcher Seite das Licht eingegangen ist. Dabei können die Sensoren das empfangene Licht nach der Takt- und/oder Sendefrequenz und/oder der jeweiligen Modellierung unterscheiden. Über eine jeweilige lichtempfangende Empfangsdiode kann festgestellt werden, ob die das Licht aussendende Sendediode links oder rechts von der Empfangsdiode liegt. Diese Information kann ebenfalls als Nachricht über das Datenübertragungssystem übermittelt werden. Ein Teilnehmer auf dem Datenübertragungssystem kann sämtliche Informationen sammeln, um zunächst die Positionen der Sensoren relativ zueinander zu bestimmen. Anschließend können daraus die jeweiligen absoluten Positionen der Sensoren bestimmt werden. Über Nachrichten auf dem Datenübertragungssystem kann den einzelnen Sensoren deren Position mitgeteilt werden. Zudem kann die Steuerung die jeweilige Position eines Sensors den entsprechenden Eingängen zuordnen. Die Steuerung der Abfragen auf dem Datenübertragungssystem kann von einem Teilnehmer dieses Datenübertragungssystems gesteuert werden. Die Aktivierung eines jeweiligen Sensors an einer bestimmten Position kann auch für eine partielle Öffnung der Tür eingesetzt werden.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:

  • 1 eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur automatischen Positionsbestimmung von Sensoren einer automatischen Schiebetüranlage und
  • 2 eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform eines zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung geeigneten Sensors.

1 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zur automatischen Positionsbestimmung von Sensoren 12 - 20; 22 - 26 einer automatischen Schiebetüranlage 28 mit mehreren insbesondere der Absicherung dienenden Sensoren 12 - 20; 22 - 26, wobei die Sensoren 12 - 20 im vorliegenden Fall beispielsweise innerhalb und die Sensoren 22 - 26 außerhalb des durch die Schiebetüranlage 28 verschließbaren Raumes angeordnet sind.

Die Sensoren 12 - 20; 22 - 26 umfassen jeweils eine Sendeeinrichtung 30 zum Aussenden von Licht und eine Detektoreinrichtung 32 (vgl. auch 2) zum Detektieren von Licht. Dabei sind die Sensoren 12 - 20; 22 - 26 auch jeweils so ausgeführt, dass anhand des jeweils detektierten Lichts feststellbar ist, von welcher Seite der Sendeeinrichtung 30 das detektierte Licht empfangen wurde.

Zudem ist zur Steuerung der Schiebetüranlage 28 eine Steuereinheit 34 vorgesehen. Dabei bilden die Sensoren 12 - 20; 22 - 26 und die Steuereinheit 34 Teilnehmer eines intelligenten Datenübertragungssystems, über das sie miteinander verbunden sind.

Die Steuereinheit 34 ist so ausgeführt, dass zur Positionsbestimmung der Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 zunächst zur Ermittlung der Positionen der Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 relativ zueinander die Sendeeinrichtungen 30 der verschiedenen Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 nacheinander mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz und/oder geänderter Modulation ansteuerbar sind und über die Detektoreinrichtung 32 eines jeweiligen nicht mit geänderter Takt- bzw. Sendefrequenz bzw. nicht mit geänderter Modulation angesteuerten Sensors erfassbar ist, von welcher Seite gegebenenfalls Licht des mit geänderter Takt-bzw. Sendefrequenz bzw. geänderter Modulation angesteuerten Sensors empfangen wird.

Alternativ oder zusätzlich kann die Steuereinheit 34 auch so ausgeführt sein, dass für die zunächst durchzuführende Ermittlung der Positionen der Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 relativ zueinander die verschiedenen Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 nacheinander abschaltbar sind und über die Detektoreinrichtung 32 des Sensors mit abgeschalteter Sendeeinrichtung 30 erfassbar ist, von welcher Seite gegebenenfalls Licht von einem anderen Sensor empfangen wird.

Darüber hinaus ist die Steuereinheit 34 so ausgeführt, dass anschließend die jeweilige absolute Position der Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 anhand der zuvor ermittelten Positionen der Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 relativ zueinander bestimmbar ist. Wie anhand der 1 zu erkennen ist, können sich die Überwachungsbereiche aneinandergrenzender Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 teilweise überschneiden.

Die Steuereinheit 34 kann somit beispielsweise so ausgeführt sein, dass zur Ermittlung der Position der Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 relativ zueinander die Takt- und/oder Sendefrequenz der Sendeeinrichtungen 30 der Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 schrittweise von Sensor zu Sensor von einer ersten Takt- und/oder Sendefrequenz A auf eine zweite Takt- bzw. Sendefrequenz B änderbar und ein jeweiliger anderer Sensor mit nicht auf die zweite Takt- bzw. Sendefrequenz B umgestellter Sendeeinrichtung 30 automatisch abfragbar ist, ob und gegebenenfalls von welcher Seite er Licht der zweiten Takt-bzw. Sendefrequenz B empfängt.

Alternativ oder zusätzlich kann die Steuereinheit 34 auch so ausgeführt sein, dass zur Ermittlung der Positionen der Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 relativ zueinander die Modulation der Sendeeinrichtungen 30 der Sensoren 12 - 20 bzw. 22 - 26 schrittweise von Sensor zu Sensor von einer ersten Modulation auf eine zweite Modulation änderbar und ein jeweiliger anderer Sensor mit nicht auf die zweite Modulation umgestellter Sensoreinrichtung 30 automatisch abfragbar ist, ob und gegebenenfalls von welcher Seite er entsprechend der zweiten Modulation moduliertes Licht empfängt.

Die Sensoren 12 - 20; 22 - 26 können insbesondere als Anwesenheitssensoren zur Absicherung des Öffnungsvorgangs und/oder als Anwesenheitssensoren zur Absicherung des Schließvorgangs der automatischen Schiebetüranlage 28 vorgesehen sein.

Die automatische Schiebetüranlage 28 umfasst im vorliegenden Fall beispielsweise zwei Schiebeflügel 36 und zwei Festflügel 38, wobei sie beispielsweise als Rundschiebetüranlage ausgeführt ist. Die innen angeordneten Sensoren 12 - 20 umfassen zwei in Blickrichtung von außen nach innen betrachtet links von der Hauptschließkante angeordnete Sensoren 12, 14, zwei rechts von der Hauptschließkante angeordnete Sensoren 18, 20 und einen im Bereich der Hauptschließkante dazwischen angeordneten Sensor 16. Wie anhand der 1 zudem zu entnehmen ist, sind die Sendeeinrichtungen 30 der beiden Sensoren 12 und 20 jeweils im linken bzw. rechten Sensorbereich und die Sendeeinrichtungen 30 der beiden Sensoren 14 und 18 jeweils im rechten bzw. linken Sensorbereich angeordnet, während der Sensor 16 mit einer im mittleren Sensorbereich angeordneten Sendeeinrichtung 30 versehen ist.

Über die Detektoreinrichtungen 32 (vgl. auch nochmals 2) der beiden Sensoren 12, 18 ist somit jeweils feststellbar, ob Licht rechts von der zugeordneten Sendeeinrichtung 30 und gegebenenfalls rechts vom betreffenden Sensor empfangen wurde, während über die Detektoreinrichtungen 32 der beiden Sensoren 14, 20 jeweils feststellbar ist, ob Licht links von der zugeordneten Sendeeinrichtung 30 und gegebenenfalls links vom Sensor empfangen wurde. Dagegen ist über die Detektoreinrichtung 32 des mittleren Sensors 16 feststellbar, ob Licht rechts oder links von der Sendeeinrichtung 30 bzw. rechts oder links vom Sensor empfangen wurde.

Die außen angeordneten Sensoren umfassen einen links von der Hauptschließkante angeordneten Sensor 22, einen rechts von der Hauptschließkante angeordneten Sensor 26 sowie einen im Bereich der Hauptschließkante dazwischen angeordneten Sensor 24. Die Sendeeinrichtung 30 des Sensors 22 ist in einem rechten Sensorbereich und die Sendeeinrichtung 30 des Sensors 26 in einem linken Sensorbereich angeordnet, während die Sendeeinrichtung 30 des dazwischen liegenden Sensors 24 in einem mittleren Sensorbereich angeordnet ist. Während über die Detektoreinrichtung 32 des Sensors 22 lediglich feststellbar ist, ob Licht links von der Sendeeinrichtung 30 empfangen wurde, und über die Detektoreinrichtung 32 des Sensors 26 lediglich feststellbar ist, ob Licht rechts von der Sendeeinrichtung 30 empfangen wurde, kann über die Detektoreinrichtung 32 des dazwischen angeordneten Sensors 24 wieder unterschieden werden, ob empfangenes Licht links von der Sendeeinrichtung 30 bzw. links vom Sensor oder rechts von der Sendeeinrichtung 30 bzw. rechts vom Sensor empfangen wurde.

Die Sensoren 12 - 20; 22 - 26 können zumindest teilweise baugleich ausgeführt sein. Sie können insbesondere jeweils als Aktiv-Infrarot-Sensor ausgeführt sein.

2 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform eines zur Verwendung bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung geeigneten Sensors 40. Wie anhand der 2 zu erkennen ist, kann die Sendeeinrichtung 30 eines solchen Sensors mehrere Sendedioden 30i und dessen Detektoreinrichtung 32 mehrere Empfangsdioden 32i umfassen, wobei im vorliegenden Fall jeder Sendediode 30i jeweils eine Empfangsdiode 32i zugeordnet ist. Die Steuereinheit 34 kann nun so ausgeführt sein, dass anhand einer jeweiligen lichtdetektierenden Empfangsdiode 32i feststellbar ist, von welcher Seite das betreffende Licht empfangen wurde. So kann der 2 beispielsweise entnommen werden, dass die äußerst linke Empfangsdiode 32i der Detektoreinrichtung 32 des Sensors 40 Licht von der äußerst linken Sendediode 30i der Sendeeinrichtung 30 des Sensors 40 empfängt. Die Sendeeinrichtung 30 ist im vorliegenden Fall rechts von der Detektoreinrichtung 32 angeordnet. Über die Information, welche Empfangsdiode 32i ein Signal empfängt, kann demnach auf die Position der lichtaussendenden Sendediode 30i geschlossen werden. Zudem weiß der gegebenenfalls von einem anderen Sensor lichtempfangende Sensor 40, von welcher Seite das Licht empfangen wurde und entsprechend auch, auf welcher Seite der andere Sensor angeordnet sein muss. Durch eine entsprechende Ansteuerung über das Datenübertragungssystem können die einzelnen Sensoren nacheinander zum Aussenden von Licht beispielsweise mit geänderter Takt- und/oder Sendefrequenz oder anderer Modulation angesteuert werden, um zunächst deren Position relativ zueinander zu bestimmen, um anschließend anhand deren relativer Position deren absolute Position zu bestimmen.

Die Sensoren 12 - 20; 22 - 26; bzw. 40 können jeweils insbesondere ortsfest vorgesehen und so ausgeführt sein, dass sie stets denselben Bereich überwachen. Dabei kann eine jeweilige Empfangsdiode 32i der Detektoreinrichtung 32 eines jeweiligen Sensors 12 - 20; 22 - 26; bzw. 40 auf einen in Bezug auf den Sensor ortsfesten Spot ausgerichtet sein.

Das betreffende Datenübertragungssystem kann zumindest für eine insbesondere bidirektionale Kommunikation zwischen einem jeweiligen Sensor 12 - 20; 22 - 26; 40 und der Steuereinheit 24 ausgeführt sein. Zudem kann das Datenübertragungssystem auch für eine Kommunikation zwischen den Sensoren 12 - 20; 22 - 26; 40 ausgeführt sein.

Ein jeweiliger Sensor 12 - 20; 22 - 26; 40 kann als eine einen Mikroprozessor oder dergleichen umfassende intelligente Einheit so ausgeführt sein, dass er bei einer Detektion von Licht von einem anderen Sensor über das Datenübertragungssystem eine entsprechende Nachricht übermittelt, der auch entnommen werden kann, von welcher Empfangsdiode 32i seiner Detektoreinrichtung 32 bzw. welcher Seite das betreffende Licht empfangen wurde.

Ein jeweiliger Sensor 12 - 20; 22 - 26; 40 kann über die Steuereinheit 34 und das Datenübertragungssystem in Abhängigkeit von seiner anhand der ermittelten Position der Sensoren relativ zueinander bestimmten absoluten Position aktivierbar, parametrierbar, adressierbar und/oder dergleichen sein.

Die Steuereinheit 34 kann als von den Sensoren 12 - 20; 22 - 26; 40 getrennte Einheit und insbesondere als dezentrale Steuereinheit ausgeführt sein. Grundsätzlich sind jedoch auch solche Ausführungen denkbar, bei denen die Steuereinheit 34 in wenigstens einem Sensor 12 - 20; 22 - 26; 40 integriert ist.

Das Datenübertragungssystem kann eine Buseinrichtung umfassen. Dabei kann insbesondere die Steuereinheit als Bus-Master ausgeführt sein.

Bezugszeichenliste

10
Vorrichtung
12
Sensor
14
Sensor
16
Sensor
18
Sensor
20
Sensor
22
Sensor
24
Sensor
26
Sensor
28
automatische Schiebetüranlage
30
Sendeeinrichtung
30i
Sendediode
32
Detektoreinrichtung
32i
Empfangsdiode
34
Steuereinheit
36
Schiebeflügel
38
Festflügel
40
Sensor