Title:
Magnetische Phasenübergangs-Nutzung zur Verbesserung von Elektromagneten
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Ein Elektromagnet kann verwendet werden, um ein kontrolliertes Magnetfeld bereitzustellen, zum Beispiel für den Zweck der Minenräumung. Der Elektromagnet ist aus einem Material konstruiert, welches eine Curie-Temperatur hat, so dass der Elektromagnet bei einer Temperatur über der Curie-Temperatur aufbewahrt werden kann, aber unter der Curie-Temperatur in Betrieb verwendet wird.





Inventors:
Roberts, Sasha (Templecombe, GB)
Bond, Andrew (Templecombe, GB)
Application Number:
DE102017208191A
Publication Date:
11/23/2017
Filing Date:
05/16/2017
Assignee:
Thales Holdings UK Plc (Berkshire, Reading, GB)
International Classes:
H01F7/06; B63G7/06; F42B22/00
Foreign References:
GB1608685A
Other References:
„Measuring the Curie temperature” (K. Fabian, V. P. Shcherbakov, S. A. McEnroe, Geochemistry, Geophysics, Geosystems, vol. 14, issue 4, April 2013)
Determination of Curie, Neel, or crystallographic transition temperatures via differential scanning calorimetry (Williams, H. W, Chamberland, B. L., Anal. Chem., 1969, 41 (14), pp 2084–2086)
The determination of Curie temperature by differential scanning calorimetry under magnetic field (Leu, M. S.; Tsai, C. S.; Lin, C. S.; Lin, S. T.; Magnetics, IEEE Transactions on, vol. 27, issue 6)
http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e5.pdf
http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e8.pdf
http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e25.pdf
http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e55.pdf
http://en.tdk.eu/blob/528872/download/4/pdf-m13.pdf-m13.pdf
http://en.tdk.eu/blob/528852/download/4/pdf-t66.pdf
Attorney, Agent or Firm:
BARDEHLE PAGENBERG Partnerschaft mbB Patentanwälte, Rechtsanwälte, 81675, München, DE
Claims:
1. Ein System zum Emittieren eines kontrollierten Magnetfelds,
wobei das System umfasst:
einen Elektromagnet umfassend einen Magnetkern, wobei der Kern ein ferromagnetisches oder ferrimagnetisches Material umfasst;
Aufbewahrungsmittel zum Aufbewahren des Elektromagneten; und
Erwärmungsmittel zum Erwärmen des Magnetkerns,
wobei die Erwärmungsmittel bedienbar sind, um den Magnetkern über seine Curie-Temperatur zu erwärmen zur Aufbewahrung durch die Aufbewahrungsmittel.

2. Das System nach Anspruch 1, wobei die Erwärmungsmittel integraler Bestandteil der Aufbewahrungsmittel sind.

3. Das System nach der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Kern entfernbar ist von dem Elektromagneten zum Erwärmen durch die Erwärmungsmittel.

4. System nach Anspruch 1, wobei die Erwärmungsmittel integraler Bestandteil des Magnetkerns sind.

5. System nach einem der Ansprüche 1–4, wobei die Curie-Temperatur des Magnetkerns im Bereich von 0°C bis 100°C liegt.

6. Das System nach Anspruch 5, wobei die Curie-Temperatur des Magnetkerns im Bereich von 50°C bis 100°C liegt.

7. Das System nach einem der Ansprüche 1–6, wobei der Magnetkern ein Ferrit umfasst.

8. Das System nach Anspruch 7, wobei der Magnetkern ein Einzelkristall-Ferrit umfasst.

9. Das System nach einem der Ansprüche 1–7, wobei der Magnetkern zumindest ein Material der Folgenden umfasst: Manganarsenit, Gadolinium, Chrom(IV)-Oxid, Yttrium-Eisen, Terbium-Eisen-Legierung, Nickel-30-Eisen-Legierung, Cuprospinel, Nickel-Mangan-Legierung mit 25% Mangan, Nickel-70-Kupfer-Legierung, Silverin 400, Mangan-Zink-Ferrite, Nickel-Zink-Ferrite, Mangan-Kupfer-Ferrite, Lanthan-Strontium-Manganit und YAlFe-Granat-Ferrite.

10. Das System nach einem der Ansprüche 1–9, wobei die Aufbewahrungsmittel einen Teil eines Minen-Gegenmaßnahmen-Schiffs bilden.

11. Das System nach einem der Ansprüche 1–10, wobei das System weiter Mittel zum Ermöglichen Wärme von dem Magnetkern abzuführen umfasst.

12. Das System nach Anspruch 11, wobei das Mittel zum Ermöglichen Wärme von dem Magnetkern abzuführen Mittel umfasst zum Ermöglichen Wärme zu Seewasser abzuführen.

13. Das System nach einem der Ansprüche 1–12, wobei der Elektromagnet umfasst wird in einem Minenräummodul und wobei die Aufbewahrungsmittel Mittel zum Aufbewahren des Minenräummoduls umfassen.

14. Ein Minen-Gegenmaßnahmen-System umfassend das System nach einem der Ansprüche 1–13.

15. Ein Minen-Gegenmaßnahmen-Schiff umfassend das System nach einem der Ansprüche 1–13.

16. Ein Verfahren zum Aufbewahren eines Elektromagneten, wobei der Elektromagnet einen Magnetkern umfasst, wobei der Magnetkern ferromagnetisches oder ferrimagnetisches Material umfasst, wobei das Verfahren umfasst:
Ausschalten von elektrischer Energie zum Elektromagneten;
Erwärmen des Magnetkerns auf eine Temperatur über der Curie-Temperatur des Magnetkerns; und
Aufbewahren des Magnetkerns bei dieser Temperatur.

17. Das Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Curie-Temperatur des Magnetkerns in dem Bereich von 0°C bis 100°C liegt.

18. Das Verfahren nach Anspruch 13, wobei die Curie-Temperatur des Magnetkerns im Bereich von 50°C bis 100°C liegt.

19. Ein Elektromagnet umfassend ein Magnetkern,
wobei der Magnetkern ferromagnetisches oder ferrimagnetisches Material umfasst, und
wobei die Curie-Temperatur des Magnetkerns im Bereich von 0°C bis 100°C liegt.

20. Der Elektromagnet nach Anspruch 19, wobei die Curie-Temperatur des Magnetkerns im Bereich von 50°C bis 100°C liegt.

21. Der Elektromagnet nach einem der Ansprüche 19 oder 20, wobei der Magnetkern ein Ferrit umfasst.

22. Der Elektromagnet nach Anspruch 21, wobei der Magnetkern ein Einzelkristall-Ferrit umfasst.

23. Der Elektromagnet nach einem der Ansprüche 19–23, wobei der Magnetkern zumindest ein Material der folgenden umfasst: Manganarsenit, Gadolinium, Chrom(IV)-Oxid, Yttrium-Eisen, Terbium-Eisen-Legierung, Nickel-30-Eisen-Legierung, Cuprospinel, Nickel-Mangan-Legierung mit 25% Mangan, Nickel-70-Kupfer-Legierung, Silverin 400, Mangan-Zink-Ferrite, Nickel-Zink-Ferrite, Mangan-Kupfer-Ferrite, Lanthan-Strontium-Manganit und YAlFe-Granat-Ferrite.

24. Ein Minenräummodul für den Einsatz von einem Minen-Räumschiff, wobei das Minenräummodul den Elektromagneten nach Anspruch 19 umfasst.

Description:
QUERVERWEIS ZU ZUGEHÖRIGEN ANMELDUNGEN

Diese Anmeldung basiert auf und beansprucht den Vorteil der Priorität der älteren britischen Patentanmeldung mit der Nr. 1608685.2, eingereicht am 17. Mai 2016, wobei deren gesamte Inhalte hierdurch unter Bezugnahme aufgenommen sind.

TECHNISCHES FELD

Ausführungsformen, welche hierin beschrieben sind, beziehen sich auf Elektromagneten und insbesondere auf Elektromagneten zur Verwendung in Minenräumsystemen und Minen-Gegenmaßnahmen-Schiffen.

HINTERGRUND

Ein Minen-Gegenmaßnahmen-Schiff (MCMV) ist ein Typ von Schiff, welches dafür designt ist Unterwasserminen zu suchen und falls notwendig diese zu zerstören. Minen eines besonderen Typs werden durch detektierte Veränderungen im unmittelbaren Magnetfeld ausgelöst. Diese magnetisch ausgelösten Minen arbeiten auf dem Prinzip, dass seetüchtige Schiffe eine detektierbare magnetische Signatur haben; wobei bei der Detektion solch eines Schiffes in der Nähe der Mine eine Mine ausgelöst wird und detoniert.

Typischerweise setzt ein MCMV ein Minenräummodul ein, welches ein Magnetfeld erzeugt, um dadurch Minen in der Nähe auszulösen. Ein Minenräummodul wird üblicherweise von einem MCMV im Wasser eingesetzt, und durch ein Kabel angebunden. Dem Modul kann es gestattet werden unter Wasser zu sinken, es kann treiben oder es kann einer Oberflächenströmung ausgesetzt werden. Das angebundene Seil gestattet dem Modul hinter dem MCMV gezogen zu werden, da dieses sich vorwärtsbewegt.

Durch Erzeugen eines Magnetfelds ahmt das Minenräummodul die magnetische Signatur eines Schiffes nach und ermöglicht der Mine sicher ausgelöst zu werden ohne ein Schiff zu beschädigen. Je größer das magnetische Feld, das durch das Minenräummodul erzeugt werden kann, desto größer die magnetische Signatur des Schiffes, die ausgesendet werden kann.

Um das Risiko zu reduzieren, dass das Host-MCMV selbst eine Mine auslösen wird, ist das MCMV dazu geeignet eine niedrigere magnetische Signatur zu haben. Weiter wird das Minenräummodul in Betrieb bei einer groß genug gewählten Entfernung vom MCMV eingesetzt, so dass Gefahr für das MCMV selbst minimiert wird und kein Schaden vom Auslösen der Minen durch das Minenräummodul resultiert.

ZUSAMMENFASSUNG

Gemäß einem ersten Aspekt wird ein System bereitgestellt zum Emittieren eines kontrollierten Magnetfelds, wobei das System umfasst:
einen Elektromagnet umfassend einen Magnetkern, wobei der Kern ein ferromagnetisches oder ferrimagnetisches Material umfasst;
Aufbewahrungsmittel zum Aufbewahren des Elektromagneten; und
Erwärmungsmittel zum Erwärmen des Magnetkerns,
wobei die Erwärmungsmittel bedienbar sind, um den Magnetkern über seine Curie-Temperatur zu erwärmen zur Aufbewahrung durch die Aufbewahrungsmittel.

In einigen Ausführungsformen sind die Erwärmungsmittel integraler Bestandteil der Aufbewahrungsmittel.

In einigen Ausführungsformen ist der Kern entfernbar von dem Elektromagneten zum Erwärmen durch die Erwärmungsmittel.

In einigen Ausführungsformen sind die Erwärmungsmittel integraler Bestandteil des Magnetkerns.

Die Erwärmungsmittel können Heizpatronen umfassen.

In einigen Ausführungsformen umfasst der Kern eine oder mehrere Bohrungen. Die Erwärmungsmittel können in der einen oder mehreren Bohrungen platziert werden. Alternativ können die Bohrungen ein Erwärmungsfluid oder Wärmeübertragungsfluid umfassen. Das Fluid kann Motorabgase umfassen.

In einigen Ausführungsformen umfasst das System ein Isoliermaterial, welches zumindest teilweise den Kern umgibt.

In einigen Ausführungsformen liegt die Curie-Temperatur des Magnetkerns im Bereich von 0°C bis 100°C. In einigen Ausführungsformen liegt die Curie-Temperatur des Magnetkerns im Bereich von 50°C bis 100°C.

In einigen Ausführungsformen umfasst der Magnetkern ein Ferrit. Der Magnetkern kann ein Einzelkristall-Ferrit umfassen.

Der Magnetkern kann zumindest ein Material der folgenden umfassen:
Manganarsenid, Gadolinium, Chrom(IV)-Oxid, Yttrium-Eisen, Terbium-Eisen-Legierung, Nickel-30-Eisen-Legierung, Cuprospinel, Nickel-Mangan-Legierung mit 25 Mangan, Nickel-70-Kupfer-Legierung, Silverin 400, Mangan-Zink-Ferrite, Nickel-Zink-Ferrite, Mangan-Kupfer-Ferrite, Lanthan-Strontium-Manganit und YAlFe-Granat-Ferrite.

In einigen Ausführungsformen bilden die Aufbewahrungsmittel ein Teil eines Minen-Gegenmaßnahmen-Schiffes.

In einigen Ausführungsformen umfasst das System weiter Mittel zum Ermöglichen Wärme von dem Magnetkern abzuführen. Die Mittel, zum Ermöglichen Wärme von dem Magnetkern abzuführen, können Mittel umfassen zum Ermöglichen Wärme zu Seewasser abzuführen.

In einigen Ausführungsformen umfasst das System einen Temperatursensor.

In einigen Ausführungsformen wird der Elektromagnet umfasst in einem Minenräummodul und die Aufbewahrungsmittel umfassen Mittel zum Aufbewahren des Minenräummoduls.

In einer Ausführungsform wird ein Minen-Gegenmaßnahmen-System bereitgestellt, welches das System zum Emittieren eines kontrollierten Magnetfelds umfasst.

In einer Ausführungsform wird ein Minen-Gegenmaßnahmen-Schiff bereitgestellt, welches das System zum Emittieren eines kontrollierten Magnetfelds umfasst.

Gemäß einem zweiten Aspekt wird ein Verfahren zum Aufbewahren eines Elektromagneten bereitgestellt, wobei der Elektromagnet einen Magnetkern umfasst, wobei der Magnetkern ferromagnetisches oder ferrimagnetisches Material umfasst, wobei das Verfahren umfasst:
Ausschalten von elektrischer Energie zum Elektromagneten;
Erwärmen des Magnetkerns auf eine Temperatur über der Curie-Temperatur des Magnetkerns; und
Aufbewahren des Magnetkerns bei dieser Temperatur.

In einigen Ausführungsformen liegt die Curie-Temperatur des Magnetkerns im Bereich von 0°C bis 100°C. In einigen Ausführungsformen liegt die Curie-Temperatur des Magnetkerns im Bereich von 50°C bis 100°C.

Gemäß einem dritten Aspekt wird ein Elektromagnet bereitgestellt, welcher einen Magnetkern umfasst,
wobei der Magnetkern ein ferromagnetisches oder ferrimagnetisches Material umfasst, und
wobei die Curie-Temperatur des Magnetkerns im Bereich von 0°C bis 100°C liegt.

In einigen Ausführungsformen liegt die Curie-Temperatur des Magnetkerns im Bereich von 50°C bis 100°C.

In einigen Ausführungsformen umfasst der Magnetkern ein Ferrit. Der Magnetkern kann ein Einzelkristall-Ferrit umfassen. Der Magnetkern kann zumindest ein Material der folgenden umfassen: Manganarsenid, Gadolinium, Chrom(IV)-Oxid, Yttrium-Eisen, Terbium-Eisen-Legierung, Nickel-30-Eisen-Legierung, Cuprospinel, Nickel-Mangan-Legierung mit 25% Mangan, Nickel-70-Kupfer-Legierung, Silverin 400, Mangan-Zink-Ferrite, Nickel-Zink-Ferrite, Mangan-Kupfer-Ferrite, Lanthan-Strontium-Manganit und YAlFe-Granat-Ferrite.

In einer Ausführungsform wird ein Minenräummodul zur Verwendung von einem Minen-Gegenmaßnahmen-Schiff bereitgestellt, wobei das Minenräummodul den Elektromagneten umfasst.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

1 ist ein schematisches Diagramm eines MCMV, welches ein Minenräummodul in Übereinstimmung mit einer beschriebenen Ausführungsform einsetzt;

2 ist ein schematisches Diagramm eines Solenoid-Elektromagneten mit einem Luftkern;

3 ist ein schematisches Diagramm eines Solenoid-Elektromagneten einer beschriebenen Ausführungsform;

4 ist ein Graph, welcher ein Magnetfeld gegenüber der Temperatur zeigt für den Elektromagneten von 3; und

5 ist ein Prozessflussdiagramm für ein Verfahren zur Verwendung des Elektromagneten der beschriebenen Ausführungsform.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Im Allgemeinen beziehen sich die Ausführungsformen hierin auf ein eingesetztes Minenräummodul, welches, wenn es nicht im Einsatz ist, in einem MCMV aufbewahrt wird. Um des Risiko zu minimieren, dass das MCMV Minen auslöst während das Minenräummodul aufbewahrt wird, werden Minenräummodule, welche in Übereinstimmung mit Ausführungsformen hierein beschrieben sind, so designt, dass sie nicht signifikant die magnetische Signatur des MCMV ändern.

Zum effektiven Betrieb, während das Risiko für das Host-MCMV minimiert wird, ist es daher wünschenswert, dass ein Minenräummodul gemäß einer Ausführungsform ein großes Magnetfeld erzeugen sollte, wenn es vom MCMV eingesetzt wird (dadurch wird die Wahrscheinlichkeit des Auslösens in der Nähe von magnetisch auslösenden Minen erhöht) aber ein kleines oder vernachlässigbares Magnetfeld erzeugt während es vom Schiff aufbewahrt wird.

Als Hintergrundinformation wird es durch den Leser verstanden werden, dass große Permanentmagnete ein großes Magnetfeld bereitstellen, aber nicht auf Minen-Gegenmaßnahmen-Schiffen aufbewahrt werden können ohne die magnetische Signatur des Host-Schiffes zu beeinträchtigen.

Weiter sind als eine Alternative zu Permanentmagneten Elektromagneten für die Verwendung in Minen-Gegenmaßnahmen-Schiffen bekannt. Elektromagnete können angeschaltet werden nach Einsatz des Minenräum-Schiffes und ausgeschaltet werden zur Aufbewahrung. Energie zu einem Elektromagneten basierenden Minenräummodul wird durch Kabel zugeführt, welche sich vom Host-Schiff zu dem Minenräummodul erstrecken.

Ein Elektromagnet mit einem Luftkern hat keine signifikante magnetische Signatur, wenn er ausgeschaltet ist. Dadurch kann ein Minenräummodul basierend auf einem Elektromagnet mit einem Luftkern auf einem MCMV eingesetzt werden ohne wesentlichen Effekt auf die magnetische Signatur des Host-Schiffes. Die erzeugten Magnetfelder durch Elektromagneten mit einem Luftkern sind jedoch typischerweise relativ schwach und dadurch ist es notwendig, um Schiffe mit hohen magnetischen Feldsignaturen nachzuahmen, entweder einen relativ großen Elektromagneten bereitzustellen oder einen zu betreiben durch relativ hohe Stromversorgung.

Elektromagnete mit ferromagnetischen oder ferrimagnetischen Kernen strahlen typischerweise stärkere Magnetfelder aus als Elektromagneten mit einem Luftkern von vergleichbarer Größe. Die magnetische Permeabilität des Kerns kann jedoch nicht vernachlässigt werden, wenn der Elektromagnet ausgeschaltet wird. Der Kern kann dadurch zu der magnetischen Signatur des MCMV beitragen, wenn er an Bord aufbewahrt wird.

Elektromagnete mit ferromagnetischen Kernen, wie etwa Eisen oder Stahl, können dazu fähig sein ein größeres Magnetfeld zu produzieren als diejenigen mit einem Luftkern aber die Durchschnittspermeabilität der Kerne ist relativ groß und kann die magnetische Signatur des Host-Schiffes zu einem inakzeptablen Maß beeinträchtigen.

Dadurch muss die durchschnittliche magnetische Relativpermeabilität des Kerns des Elektromagneten ausreichend klein sein, so dass die Sicherheit des Schiffes nicht beeinträchtigt wird. In der Praxis würde dies gemacht werden durch Erheben einer oberen Grenze auf die relative magnetische Permeabilität des Kerns. Falls solch ein Elektromagnet auf einem HUNT-Klasse Schiff eingesetzt werden sollte, wäre die Obergrenze 1,05 und für ein SANDOWN-Klasse Schiff wäre sie 1,35. Mit solchen Grenzen der magnetischen Permeabilität des Kerns würde die Stärke des Elektromagneten nicht signifikant erhöht werden über die eines mit Luftkern.

Um daher Großschiffe nachzuahmen, müssen daher Luftkerne und Kerne von Elektromagneten mit passend niedriger magnetischer Permeabilität großgemacht werden, mehr Strom verwendet werden oder mit mehr Kabel konstruiert werden. Große Elektromagnete können jedoch schwierig sein aufzubewahren und zu verwenden aufgrund ihrer physikalischen Größe und ihres Gewichts. Hochstromelektromagneten sind teuer im Betrieb.

Daher streben Ausführungsformen danach ein Minenräummodul bereitzustellen, welches dazu fähig ist, ein relativ starkes Magnetfeld zu erzeugen im Vergleich zu elektromagnetischem Einsatz, während es ein im Wesentlichen vernachlässigbaren Einfluss auf die magnetische Signatur des Host-Schiffes hat, wenn es inaktiv ist und darauf aufbewahrt wird.

1 zeigt ein grobes schematisches Diagramm eines Minen-Gegenmaßnahmen-Schiffes gemäß einer Ausführungsform. Das Schiff umfasst ein Schiff 51 von dem ein Minenräummodul 53 verwendet wird. Das Minenräummodul umfasst einen Elektromagneten. Strom wird zu dem Elektromagneten und dem Modul durch ein Kabel oder Kabel 55 geliefert, welche sich von dem Schiff 51 erstrecken. Das Schiff umfasst weiter ein Mittel 57 zum Einsatz und Entnahme des Moduls aus dem Wasser. Der Durchschnittsfachmann wird verstehen, dass eine Vielzahl von solchen Mitteln passend sind zum Einsatz des Minenräummoduls von dem Schiff. Wenn es nicht in Betrieb ist, wird das Minenräummodul 53 auf dem Schiff 51 mit dem ausgeschalteten Elektromagneten aufbewahrt.

2 zeigt eine schematische Darstellung eines Elektromagneten, welcher typischerweise in Minenräummodulen oder Systemen eingesetzt wird. Der Elektromagnet von 1 ist ein Elektromagnet mit einem Luftkern und umfasst ein Solenoid 3. Der Solenoid umfasst eine Schleife aus Draht, welche in eine Helix eingewickelt ist. Der Elektromagnet, wie dargestellt, nimmt die Form eines zylindrischen Solenoids an. Der Leser wird jedoch erkennen, dass andere Formen verwendet werden könnten, z. B. um Halteanforderungen zu erfüllen oder alternativ geformte Magnetfelder zu erzeugen.

3 zeigt eine schematische Darstellung eines Solenoid-Elektromagneten 11 nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In einer Ausführungsform umfasst der Elektromagnet 11 einen Kern 5. Der Solenoid 3 ist um den Kern 5 gewickelt. Der Kern 5 umfasst ein Stück von magnetischem Material. Der Kern 5, wie in 3 gezeigt, ist ein zylindrischer Rundstab. Andere Kernstrukturen können jedoch auch eingesetzt werden. Andere Kernspulenkonfigurationen können eingesetzt werden.

In einer Ausführungsform umfasst der Kern 5 ein ferrimagnetisches oder ferromagnetisches Material.

Ferrimagneten und Ferromagneten sind magnetisch geordnete Zusammensetzungen. In Ferromagneten sind die magnetischen Dipole von Atomen oder Ionen in dem Metall ausgerichtet und tragen daher zu einem Netto des magnetischen Moments bei. Im Gegensatz dazu umfassen Ferrimagneten Atome oder Ionen mit gegensätzlichen magnetischen Dipolen. Die gegensätzlichen magnetischen Momente jedoch sind ungleich und daher bleibt ein Netto des magnetischen Moments übrig.

Über einer bestimmten Temperatur ist die Ordnung der magnetischen Spins in einem ferrimagnetischen oder ferromagnetischen Material durch thermische Energie unterbrochen und die Ordnung von magnetischen Dipolen ist verloren. Bei dieser Temperatur wird die Zusammensetzung paramagnetisch und zeigt keine spontane Magnetisierung mehr. Diese Temperatur ist bekannt als die Curie-Temperatur.

In einer Ausführungsform wird ein Elektromagnet mit einem Kern bereitgestellt, welcher ein ferrimagnetisches Material oder ein ferromagnetisches Material mit einer geringen Curie-Temperatur umfasst. In einer Ausführungsform liegt die Curie-Temperatur im Bereich von 0°C bis 100°C (273 K bis 373 K).

Unterhalb der Curie-Temperatur erhöhen ferrimagnetische und ferromagnetische Kerne das magnetische Feld, welches durch Elektromagnete erzeugt wird relativ zu ihren Luftkernäquivalenten. Oberhalb der Curie-Temperatur haben ferrimagnetische und ferromagnetische Kerne einen vernachlässigbaren Einfluss auf das Magnetfeld eines Elektromagneten und die Stärke von solchen Elektromagneten ist im Wesentlichen gleichzustellen mit denen eines Luftkerns.

Hierin beschriebene Ausführungsformen nutzen diesen Effekt aus. Weil die Curie-Temperatur gering ist, ist es auch möglich zusätzlich zu der Kontrolle des Magnetfeldes, welche durch Passieren elektrischen Stroms durch den Solenoid eines Elektromagneten erhalten wird, das Magnetfeld durch Kontrollieren der Temperatur des Magnetkerns in Bezug zu der Curie-Temperatur zu steuern. Elektromagneten nach dieser Ausführungsform können daher in Situationen eingesetzt werden, wo präzise Kontrolle des Magnetfeldes, welches durch einen Elektromagneten produziert wird, notwendig ist.

Wie oben erklärt, sind Minen-Gegenmaßnahmen-Schiffe ein Beispiel für solch eine Situation. In einer Ausführungsform wird das Magnetfeld, welches durch den Elektromagneten eines Minenräummoduls produziert wird, durch Erwärmen des Magnetkerns des Elektromagneten gesteuert, so dass es sicher aufbewahrt werden kann auf einem Minen-Gegenmaßnahmen-Schiff.

4 zeigt eine schematische Darstellung eines Magnetfeldes, welches durch Solenoid-Elektromagnete produziert wird, welche drei unterschiedliche Kernmaterialien umfassen: einen Luftkern (d. h. keinen Kern), einen Eisenkern und einen ferrimagnetischen Kern mit einer niedrigen Curie-Temperatur gemäß einer Ausführungsform. Die Y-Achse gibt das gemessene Magnetfeld außerhalb des Solenoids an. Die X-Achse gibt die Temperatur des Kernes des Elektromagneten an. Der Graph zeigt den Effekt des Magnetfeldes beim Erhöhen der Temperatur und Ausschalten des Solenoids bei einer gegebenen Temperatur31. Der Leser wird erkennen, dass die Figur eine Vereinfachung ist und sekundäre Effekte, welche durch Vergrößern der Leitertemperatur erzeugt werden, außer Acht lässt. Tatsächlich kann das Gerät besser ausführen, falls es knapp unter der Curie-Temperatur gehalten wird, da die magnetische Permeabilität typischerweise an diesem Punkt am höchsten ist.

Im Falle des Luftkerns, ist das Magnetfeld konstant, da die Temperatur sich erhöht und fällt auf null, wenn der Solenoid bei der Temperatur 31 ausgeschalten wird.

Eisen ist ein ferromagnetisches Material mit einer Curie-Temperatur von 1043 K. Die Temperatur 31 ist erheblich unter 1034 K. Bei all diesen im Graphen gezeigten Temperaturen ist das Magnetfeld des Elektromagneten, welcher einen Eisenkern umfasst, höher als das des Luftkerns aufgrund seiner magnetischen Permeabilität. Das Magnetfeld ist weitestgehend invariant gegenüber Temperaturen über diesen Skalierungen.

Nach Ausschalten des Solenoids bei Temperatur 31 fällt jedoch das Magnetfeld des Eisenkernelektromagneten deutlich. Im Kontrast zu dem Luftkern fällt jedoch das Magnetfeld zu einem Wert ungleich Null, da der Eisenkern magnetisch bleibt.

Die gestrichelte Linie zeigt das Magnetfeld eines Elektromagneten gemäß einer Ausführungsform. Der Elektromagnet umfasst einen ferro- oder ferrimagnetischen Kern mit einer Curie-Temperatur 37. Die Curie-Temperatur 37 ist niedriger als die Temperatur 31 bei der der Solenoid ausgeschaltet wird. In dieser Ausführungsform ist das Magnetfeld bei niedrigen Temperaturen, welches durch den Elektromagneten umfassenden Kern produziert wird, höher als das des Luftkerns und des Eisenkerns. Da die Temperatur über die Temperatur 35 steigt, fällt jedoch das Magnetfeld, da die thermische Energie beginnt Störung der Ordnung der magnetischen Momente in dem ferro- oder ferrimagnetischen Material zu verursachen. Bei der Curie-Temperatur 37 wird das Magnetfeld im Wesentlichen gleich zu dem eines Luftkerns, sowohl wenn der Solenoid angeschaltet wird oder nachdem er ausgeschaltet wird. Folglich bleibt das Magnetfeld konstant bis der Solenoid bei Temperatur 31 ausgeschaltet wird, nachdem es im Wesentlichen Null wird.

Wie in 3 demonstriert wurde, ist es daher möglich durch Kontrollieren der Temperatur des Magnetkerns ein Minenräummodul zu erhalten, welches ein starkes Magnetfeld während der Verwendung emittiert, aber im Wesentlichen kein Magnetfeld, wenn es aufbewahrt wird.

In einer Ausführungsform wird der Kern des Elektromagneten, welcher einen Teil des Minenräummoduls bildet, in Betrieb unter seine Curie-Temperatur abgekühlt. Wie von 3 herausfolgt, ist das Magnetfeld, welches durch das Minenräummodul produziert wird, daher groß, wenn der Elektromagnet angeschaltet wird. Die magnetische Signatur von großen Schiffen kann daher nachgeahmt werden ohne den Bedarf eines großen oder eines Starkstromelektromagneten einzusetzen.

Zur Aufbewahrung des Minenräummoduls auf dem MCMV wird der Elektromagnet jedoch ausgeschaltet und der Kern des Elektromagneten über seine Curie-Temperatur 37 erwärmt. Die Temperatur des Kerns wird im Verlauf der Aufbewahrung über seiner Curie-Temperatur beibehalten. Das Magnetfeld, welches durch das Minenräummodul produziert wird, ist daher ständig vernachlässigbar während der Aufbewahrung. Die magnetische Signatur des MCMV ist daher nicht beeinflusst durch die Aufbewahrung eines Minenräummoduls gemäß dieser Ausführungsform. Dies ist zu beachten im Gegensatz zu dem Elektromagneten mit Eisenkern von 3, welcher ein nicht vernachlässigbares Magnetfeld emittiert, wenn der Solenoid ausgeschaltet wird. Ein Elektromagnet, welcher solch einen Kern umfasst, ist daher unpassend zur Aufbewahrung auf einem Minen-Gegenmaßnahmen-Schiff, da er die magnetische Signatur des Schiffes beeinträchtigen würde. Die Menge von Wärmeenergie, welche benötigt wird um den Eisenkern über seine Curie-Temperatur zu erwärmen, ist zu hoch für dieses Steuer-Verfahren um umsetzbar auf einem Schiff eingesetzt zu werden.

Somit ist eine Steuerung, durch Nutzung der Curie-Temperatur des Kernmaterials, der magnetischen Permeabilität eines Elektromagnetkerns möglich. Dies erlaubt ein kleines, leichtes magnetisches Minenräummodul, welches dazu geeignet ist ein starkes Magnetfeld während dem Einsatz zu produzieren, aber welches nicht die magnetische Signatur des Host-Schiffes beeinträchtigt.

5 zeigt in Flussdiagramm zum Einsatz und Aufbewahrung eines Minenräummoduls gemäß einer Ausführungsform.

In Schritt S101, wird das Minenräummodul von dem Minen-Gegenmaßnahmen-Schiff eingesetzt. In einer Ausführungsform beinhaltet der Einsatz die Trennung des Kernes des Elektromagneten von einer Wärme- oder Stromquelle auf dem MCMV.

In Schritt S103 wird dem elektromagnetischen Kern es ermöglicht sich unter die Curie-Temperatur abzukühlen. In einer Ausführungsform umfasst dies Abwarten bis der Kern sich natürlich abkühlt bis er eine Temperatur unter seiner Curie-Temperatur erreicht.

Dies kann erreicht werden durch Positionieren eines Temperatursensors in dem System. Alternativ können vor der Installation auf der Ausrüstung Kalibrierungstests durchgeführt werden, um zu bestimmen wie schnell der Kern sich natürlich abkühlen wird in Umgebungsbedingungen und dem Betreiber genügende Anweisungen für diese Abkühlungszeiten bereitzustellen. Es kann passend sein die Abkühlungsrate für verschiedene Umgebungsbedingungen zu testen, unter Berücksichtigung, dass die Lufttemperatur sich im Wesentlichen verändern kann. In diesem Fall kann der Betreiber mit einer Tabelle von Abkühlungszeiten gegenüber der Umgebungstemperatur bereitgestellt werden.

In einer anderen Ausführungsform wird der Kern mit Seewasser abgekühlt.

In einer Ausführungsform ist der Kern vom Seewasser isoliert, so dass das Abkühlen langsam genug eintreten kann gefolgt von der Entfernung der Wärmequelle um dem Minenräummodul es zu ermöglichen bei einer sicheren Distanz von dem Minen-Gegenmaßnahmen-Schiff verwendet zu werden. Zusätzlich wird ein Isolator den Wärmeverlust während der Aufbewahrung reduzieren mit resultierendem Sparen im Energiebedarf.

In diesen Ausführungsformen ist anzumerken, dass die Curie-Temperatur des Kerns muss höher sein als die unter den Bedingungen das Minenräummodul in betrieb einzusetzen.

In Schritt S105, wird der Elektromagnet zur Minenräumung angeschaltet.

In Schritt S107, führt das Minenräummodul Minenräumen durch.

In Schritt S109, wird das Minenräummodul ausgeschaltet.

In Schritt S111, wird der elektromagnetische Kern über seine Curie-Temperatur erwärmt. Erwärmen und Beibehalten der Temperatur des Kerns bei einem Level über der Curie-Temperatur kann auf verschiedene Arten erreicht werden.

Im Allgemeinen könnte der Kern entweder vor Ort erwärmt werden oder nach dem Entfernen von der Spule des Elektromagneten.

In einer Ausführungsform wird das Erwärmen erreicht durch Verwenden von Heizungen innerhalb oder um den Kern herum. Diese Heizungen können mit einer Stromquelle verbunden werden, welche durch das Schiff erzeugt wird.

Um Wärmeenergie in den Körper des Kernes zu injizieren, kann der Kern Bohrungen umfassen, in welche Wärme geliefert werden kann. Z. B. können Heizpatronen in Bohrungen des Kerns eingeführt werden. Passende elektrische Heizungen von diesem Typ können lokal mit Strom versorgt werden, wie etwa mit Batterien oder mit schiffseigenen Stromgenerator-Einrichtungen.

In einem anderen Ansatz können die Bohrungen Einführung von Wärmeübertragungsfluid erlauben. Passende Fluide können flüssig sein, (wie etwa Wasser, wässrige Lösungen, organische Komponenten wie etwa Öle) oder gasförmig (wie etwa Luft, Motorabgase). Um Zirkulation zu ermöglichen, können die Bohrungen Durchgangsbohrungen sein, welche einen Flussweg des Fluids durch den Kern definieren.

Es ist anzumerken, dass Motorabgase eine geeignete opportunistische Quelle von Wärme auf einem Schiff sein können. Die Verwendung von Wärme, welche von solchen Abgasen übertragen wird, wird dafür wirken die Notwendigkeit für andere Wärmequellen zu reduzieren, mit konsequentem Energieverbrauch, aber andere Anordnungen zum Beibehalten des Kerns über der Curie-Temperatur müssen auch bereitgestellt werden für Umstände, wenn Abgase nicht verfügbar sind, so wie wenn die Schiffsmotoren nicht laufen. Notfallstromerzeugungseinrichtungen (wie etwa Batterien oder andere Energiespeichermittel) können in Betracht kommen, in dem Fall, dass Stromerzeugungseinrichtungen des Schiffes normalerweise abhängig sind von dem Betrieb der Motoren.

Wie oben angemerkt wurde, könnte der Kern abnehmbar vom Rest des Elektromagneten sein und dazu fähig sein, von einer Einrichtung entfernt zu werden, welche sich der Beibehaltung der Kerntemperatur über dem Curie-Punkt widmet. Diese Einrichtung könnte die Form eines Wärmebades annehmen, einer Kammer in welche erwärmte Gase (wie etwa Abgase) fließen oder elektrische Heizungen. Heizungen könnten in einem Tuch platziert werden um den Kern zu bedecken oder in einem Ofen, in welchem der Kern enthalten sein kann.

In einem Ansatz werden Heizpatronen verwendet, obwohl gepumpte erhitzte Fluide durch Löcher im Kern auch möglich wären. Heizungen könnten daher elektrisch oder fluidbasierend sein. Erwärmungsfluid könnte Wasser oder sogar heiße Abgase umfassen, obwohl eine kontinuierliche Versorgung von Wärme sogar im Hafen benötigt werden würde, so dass Motorwärme auch nur passend sein kann zum Ergänzen der Heizungen um Energie zu sparen.

In einer anderen Ausführungsform ist der Kern entfernbar vom Elektromagneten und wird an einem anderen Ort erwärmt. In einer Ausführungsform werden konventionelle Heizungen eingesetzt, um den Kern des Elektromagneten zu erwärmen. In noch einer anderen Ausführungsform wird Wärme der Schiffsabgase ausgenutzt um den Kern zu erwärmen, welcher vom Elektromagneten entfernt worden ist.

In Schritt S113, wird das Minenräummodul zum Minen-Gegenmaßnahmen-Schiff zur Aufbewahrung zurückgeführt.

In Schritt S115 wird der Kern bei Temperaturen über der Curie-Temperatur aufrechterhalten, während das Minenräummodul an Bord des Minen-Gegenmaßnahmen-Schiffes aufbewahrt wird. Der Kern wird bei diesen Temperaturen aufrechterhalten bis das Modul für den Einsatz benötigt wird, in welchem Fall der Zyklus zu Schritt S101 zurückkehrt.

Das präzise Material, welches innerhalb des Kerns verwendet wird, ist im Allgemeinen nicht nur auf die Anforderung begrenzt, dass die Curie-Temperatur über der normalen Betriebstemperatur des Minenräummoduls liegt, sondern sie muss niedrig genug sein, dass es über die Curie-Temperatur erwärmt werden kann ohne signifikanten Energieaufwand und daher Kosten. Typischerweise wird ein Kernmaterial bevorzugt, welches einer Curie-Temperatur im Bereich von 0°C bis 100°C hat. Zur Verwendung in wärmerem Klima, kann es sinnvoll sein, dass das Kernmaterial eine Curie-Temperatur hat, welche im Bereich von 50°C bis 100°C liegt. Idealerweise wird die Curie-Temperatur zur maximalen Leistung des Elektromagneten nur knapp über der Betriebstemperatur des Minenräummoduls liegen. Dies erlaubt es, dass der Kern so schnell wie möglich über die Curie-Temperatur erwärmt werden kann, und dass der Magnetismus des Kerns im Wesentlichen eliminiert wird ohne signifikante Verzögerung. Der Leser wird erkennen, dass der Betreiber aufmerksam sein muss, dass Erwärmen des Kerns unvermeidlich zu Temperaturgradienten zwischen der äußeren Oberfläche des Kerns und dem Inneren davon führen wird, da die Temperatur des Kerns über dem Super-Curie Level gebracht wird. Es kann sein, dass die äußere Oberfläche des Kerns die Curie-Temperatur überschreitet, wobei das Innere darunterliegt. Somit muss der Betreiber erkennen, dass eine Temperaturmessung von der Außenseite des Kerns eine falsche Bedeutung der Sicherheit geben kann, dass der Magnetismus des Kerns aufgehört hat.

Neben der Anforderung einer niedrigen Curie-Temperatur sollte das Material, welches im Kern eingesetzt wird, vorzugsweise nicht schädlich für die Umwelt sein, z. B. sollte das Material nicht auf der Montreal Protokollliste stehen. Das Kernmaterial kann unter Wasser Explosionsschocks unterliegen – aufgrund der Detonation von Minen – und deswegen sollte vorzugsweise die Leistungsfähigkeit des Materials des Kerns nicht aufgrund von Frakturen oder Brüchen aufgrund von Schocks beeinträchtigt werden.

Beispiele von Materialien die passend zur Verwendung im elektromagnetischen Kern sind beinhalten Ferrite. Die Leistungsfähigkeit des Materials von Ferriten ist als robust gegenüber Schocks gezeigt worden aufgrund ihrer polykristallinen Konstruktion. Weiter haben Einzelkristall-Ferrite eine hohe magnetische Permeabilität, aber auch eine sehr kleine magnetische Remanenz.

Im Auswählen eines passenden Kernmaterials würde es wünschenswert sein ein hohes Sättigungslevel zu erreichen. Zusätzlich würde hohe magnetische Permeabilität eine wünschenswerte Qualität sein.

Weitere Beispiele von Materialien, welche zur Verwendung eines magnetischen Kern s gemäß der Ausführungsform passend sind beinhalten: Manganarsenid, Gadolinium, Chrom(IV)-Oxid, Yttrium-Eisen, Terbium-Eisen-Legierung, Nickel-30-Eisen-Legierung, Cuprospinel (Kupfer-Ferrite), Nickel-Mangan-Legierung mit 25% Mangan, Nickel-70-Kupfer-Legierung, Silverin 400 (Nickel-Kupfer-(30%)-Eisen-Legierung), Mangan-Zink-Ferrite, Nickel-Zink-Ferrite, Mangan-Kupfer-Ferrite, Lanthan-Strontium-Manganit und YAlFe-Granat-Ferrite. Ni2Mn-X(X = Ga, Co, In, Al, Sb)-Heusler-Legierungen haben geringe Curie-Temperaturen und werden in magnetischer Kältetechnik verwendet.

In einer Ausführungsform wird ein Material gewählt, welches eine Curie-Temperatur über der Standard Betriebstemperatur von Minenräummodulen/-systemen hat, aber niedrig genug, dass erhöhter Strom nicht benötigt wird um den Kern zu erwärmen.

In einer Ausführungsform bei der Betriebstemperatur des magnetischen Räummoduls, ist das magnetische Material nahe aber hat noch nicht seine Sättigungsmagnetisierung erreicht. In einer anderen Ausführungsform muss die Curie-Temperatur des Kerns passend niedrig sein, so dass nicht belastende Stromanforderungen an das Host-Schift gerichtet werden um den Kern über die Curie-Temperatur zu erwärmen. In einer Ausführungsform ist die Curie-Temperatur hoch genug, dass sie über der Umgebungstemperatur des Seewassers ist, in welchem das Minenräummodul eingesetzt wird. Dies gewährleistet, dass der Kern des Elektromagneten während dem Einsatz unter seiner Curie-Temperatur bleibt.

Der Leser von der obigen Offenbarung wird erkennen, dass, um eine Ausführungsform umzusetzen, die Curie-Temperatur des Kerns bekannt sein sollte, zumindest ungefähr. Ein geeignetes Verfahren zur Messung der Curie-Temperatur kann gefunden werden in „Measuring the Curie temperature” (K. Fabian, V. P. Shcherbakov, S. A. McEnroe, Geochemistry, Geophysics, Geosystems, vol. 14, issue 4, April 2013).

Eine Standarttechnik zur Messung der Curie-Temperatur ist bekannt wie Scanning Calorimetry (DSC) analysis. Dies wird beschrieben z. B. in den folgenden zwei Publikationen:

  • Determination of Curie, Neel, or crystallographic transition temperatures via differential scanning calorimetry (Williams, H. W, Chamberland, B. L., Anal. Chem., 1969, 41 (14), pp 2084–2086);
  • The determination of Curie temperature by differential scanning calorimetry under magnetic field (Leu, M. S.; Tsai, C. S.; Lin, C. S.; Lin, S. T.; Magnetics, IEEE Transactions on, vol. 27, issue 6).

Verschiedene Materialien sind käuflich erwerblich, welche es ermöglichen eine Ausführungsform wie hierin beschrieben umzusetzen. Passende Beispiele werden mit Bezug zu Tabelle 1 unten erklärt: Tabelle 1

MaterialnameChemische FormelHersteller + DatenblattCurietemperatur
(°C)
ManganarsenidMnAs46GadoliniumGd20Chrom(IV)oxidCrO2114Yttrium-EisenY2Fe1730Nickel-30-Eisen-LegierungNi-30%
Fe-70%
70
Cuprospinel
(Kupferferrit)
CuFe2O4~20–30
Nickel-Manganlegierung – 25% MnNiMn27Nickel 70 Kupfer LegierungNi-70%
Cu-30%
10–100
Silverin 400 = Nickel-Kupfer(30%)-Eisen-LegierungNi:Cu:Fe50Lanthan-Strontium-ManganitLa0.65Sr0.35MnO30–953E5 FerriteFerroxcube
http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e5.pdf
125
3E8 FerriteFerroxcube
http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e8.pdf
100
3E25 FerriteFerroxcube
http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e25.pdf
125
3E55 FerriteFerroxcube
http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e55.pdf
100
M13 FerriteNickel
Zink
Ferrite
EPCOS/TDK
http://en.tdk.eu/blob/528872/download/4/pdf-m13.pdf-m13.pdf
105
T66 FerriteMangan
Zink
Ferrite
EPCOS/TDK
http://en.tdk.eu/blob/528852/download/4/pdf-t66.pdf
100

Natürlich wird der Leser bewerten müssen welche von diesen Materialien andere Einschränkungen haben, wie etwa Masse, mechanische Belastbarkeit, Kosten und Verfügbarkeit, welche nicht relevant zu der vorliegenden Offenbarung sind.

Obwohl die obige Beschreibung sich auf Minen-Gegenmaßnahmen-Systeme fokussiert hat, wird der Durchschnittsfachmann erkennen, dass Systeme und Verfahren gemäß zu den oben beschriebenen Ausführungsformen überall eingesetzt werden können, die eine strikte magnetische Signaturanforderung haben, aber ein höheres Magnetfeld benötigen, als erreicht werden kann mit einem Elektromagneten mit Luftkern. Ein solches Beispiel im Weltraumsektor ist die Steuerung von magnetischen Feldern in Satelliten.

Satellitensysteme benötigten hohe magnetisch reine Umgebungen um keine Interferenz mit Sensoren (wie etwa Magnetometer) zu gewährleisten. In einigen Umständen kann es wünschenswert sein, mechanische Antriebe einer OnBoard-Ausrüstung bereitzustellen. Ein Weg in welchem mechanischer Antrieb gewöhnlich erreicht wird, ist in der Verwendung von Solenoiden. Größe- und Masseanforderungen können nicht auf die Verwendung von Solenoiden mit Luftkern beschränkt sein, was bedeutet, dass um eine gewünschte Magnetfeldstärke mit einem Solenoiden einer bestimmten Größe zu erzeugen, ein ferromagnetischer oder ferrimagnetischer Kern benötigt wird. Solch ein Kern wird jedoch eine magnetische Signatur haben. Ausführungsformen, wie sie hierin offenbart sind, können eine Art bereitstellen um die magnetische Signatur solch eines Kerns zu reduzieren, wenn der Solenoid in nicht Verwendung ist, durch Anheben der Temperatur des Magnetkerns über die Curie-Temperatur und somit im Wesentlichen ferro-/ferrimagnetische Effekte eliminieren.

Die normale Betriebstemperatur des Satellitensystems ist wahrscheinlich niedriger als die normale Betriebstemperatur des Minenräummoduls, so dass ein unterschiedliches Kernmaterial eingesetzt wird in einem Satellitensystem, welches eine niedrigere Curie-Temperatur hat. Das präzise Material, welches innerhalb dieses Kerns eingesetzt wird, ist nicht im Wesentlichen darüber hinaus beschränkt als die Anforderung, dass die Curie-Temperatur über der normalen Betriebstemperatur des Satellitensystems liegt, aber niedrig genug, dass es erwärmt werden kann über die Curie-Temperatur ohne signifikante Energieaufwendung und daher Kosten. Typischerweise wird ein Kernmaterial, welches eine Curie-Temperatur im Bereich von 5 K bis 100 K hat, für ein Satellitensystem bevorzugt. Es kann auch vorzugsweise sein, dass das Kernmaterial eine Curie-Temperatur hat, welche im Bereich von 10 K bis 50 K liegt. Ein unterschiedlicher Satz von Kernmaterialien zu denen man sie einsetzen könnte in einem Minenräummodul kann auch passend sein.

Während bestimmte Ausführungsformen beschrieben wurden, sind diese Ausführungsformen nur als ein Beispiel präsentiert worden und sind nicht beabsichtigt den Schutzbereich der Erfindungen zu begrenzen. Tatsächlich können die neuen Verfahren und Systeme hierin beschrieben, in eine Vielzahl von anderen Formen eingefügt werden außerdem verschiedene Weglassungen, Ersetzungen und Veränderungen in der Form von Verfahren und System, wie hierin beschrieben sind, können gemacht werden ohne vom Kern der Erfindung zu sich zu entfernen. Die angefügten Ansprüche und ihre Äquivalente sind dazu beabsichtigt solche Formen oder Modifikationen abzudecken, da sie innerhalb des Schutzbereichs im Kern und Geist der Erfindungen fallen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • GB 1608685 [0001]

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • „Measuring the Curie temperature” (K. Fabian, V. P. Shcherbakov, S. A. McEnroe, Geochemistry, Geophysics, Geosystems, vol. 14, issue 4, April 2013) [0091]
  • Determination of Curie, Neel, or crystallographic transition temperatures via differential scanning calorimetry (Williams, H. W, Chamberland, B. L., Anal. Chem., 1969, 41 (14), pp 2084–2086) [0092]
  • The determination of Curie temperature by differential scanning calorimetry under magnetic field (Leu, M. S.; Tsai, C. S.; Lin, C. S.; Lin, S. T.; Magnetics, IEEE Transactions on, vol. 27, issue 6) [0092]
  • http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e5.pdf [0093]
  • http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e8.pdf [0093]
  • http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e25.pdf [0093]
  • http://www.ferroxcube.com/FerroxcubeCorporateReception/datasheet/3e55.pdf [0093]
  • http://en.tdk.eu/blob/528872/download/4/pdf-m13.pdf-m13.pdf [0093]
  • http://en.tdk.eu/blob/528852/download/4/pdf-t66.pdf [0093]