Title:
System zum automatischen und direkten Übertragen von Informationen durch ein Fahrzeug
Document Type and Number:
Kind Code:
B3

Abstract:

Die vorgestellte Erfindung betrifft ein System zum automatischen Übertragen von Informationen von einem Fahrzeug (1) an mindestens eine tragbare Recheneinheit (5) mindestens eines Nutzers, bei dem mittels mindestens einer von dem Fahrzeug (1) umfassten Antenne (3) über eine Direktverbindung zwischen dem Fahrzeug (1) und der mindestens einen tragbaren Recheneinheit (5) des mindestens einen Nutzers Informationen von dem Fahrzeug (1) an die mindestens eine tragbare Recheneinheit (5) des mindestens einen Nutzers übertragen werden, sobald die mindestens eine tragbare Recheneinheit (5) des mindestens einen Nutzers in Reichweite einer Übertragungseinheit des Fahrzeugs (1) gelangt. embedded image





Inventors:
Jurgenowski, Boris (85053, Ingolstadt, DE)
Harbach, Marian, Dr. (85055, Ingolstadt, DE)
Möller, Malte (93053, Regensburg, DE)
Kastner, Julia (92339, Beilngries, DE)
Hupfer, Philip (90559, Burgthann, DE)
Kieferle, Arnold (85716, Unterschleißheim, DE)
Petzoldt, Franz (31134, Hildesheim, DE)
Mödl, Katharina (85049, Ingolstadt, DE)
Hasenkamp, Jörg (85117, Eitensheim, DE)
Pfeiffer, Hans-Peter (85406, Zolling, DE)
Application Number:
DE102017206890A
Publication Date:
08/09/2018
Filing Date:
04/25/2017
Assignee:
AUDI AG, 85057 (DE)
International Classes:
G08C17/02; G06Q10/06; G07C5/08; H04W4/024; H04W4/40
Domestic Patent References:
DE102015118772A1N/A2016-05-12
DE102013006070A1N/A2014-10-09
DE102012009821A1N/A2012-12-06
Foreign References:
201601853582016-06-30
Claims:
System zum Übertragen von Informationen von einem Fahrzeug (1), wobei das System das Fahrzeug (1) und mindestens eine tragbare Recheneinheit mindestens eines Nutzers umfasst, wobei das Fahrzeug eine Übertragungseinheit umfasst, die dazu konfiguriert ist, eine Direktverbindung zu der mindestens einen tragbaren Recheneinheit des mindestens einen Nutzers herzustellen, und wobei die mindestens eine tragbare Recheneinheit (5) des mindestens einen Nutzers mittels einer auf der mindestens einen tragbaren Recheneinheit (5) ausgeführten Applikation dazu konfiguriert ist, automatisch mit der Übertragungseinheit des Fahrzeugs (1) eine Direktverbindung aufzubauen, sobald die mindestens eine tragbare Recheneinheit (5) des mindestens einen Nutzers in Reichweite der Übertragungseinheit gelangt, und wobei die mindestens eine tragbare Recheneinheit (5) mittels der Applikation dazu konfiguriert ist, den mindestens einen Nutzer außerhalb der Reichweite der Übertragungseinheit mittels aktueller GPS-Daten des Fahrzeugs (1) und innerhalb der Reichweite der Übertragungseinheit mittels von dem Fahrzeug (1) über die Direktverbindung an die mindestens eine tragbare Recheneinheit (5) übermittelten Positionsdaten zu dem Fahrzeug (1) zu navigieren.

System nach Anspruch 1, wobei das Fahrzeug (1) eine Vielzahl Antennen (3) umfasst und die tragbare Recheneinheit (5) des Nutzers oder eine Recheneinheit des Fahrzeugs (1) dazu konfiguriert ist, anhand von Signalstärken jeweiliger Funkverbindungen zwischen der Vielzahl Antennen (3) und der tragbaren Recheneinheit (5) des Nutzers auf eine aktuelle relative Position der tragbaren Recheneinheit (5) des Nutzers gegenüber dem Fahrzeug (1) zu schließen und die aktuelle relative Position als Positionsdaten für eine Navigation des Nutzers zu dem Fahrzeug (1) zu verwenden.

System nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Übertragungseinheit des Fahrzeugs (1) als zwischen verschiedenen Fahrzeugen wechselbares Modul ausgestaltet ist, das eine Recheneinheit umfasst, die dazu konfiguriert ist, alle erforderlichen Rechenoperationen zur Durchführung eines Verfahrens zum automatischen Übertragen von Informationen von dem Fahrzeug (1) an mindestens eine tragbare Recheneinheit (5) mindestens eines Nutzers durchzuführen, bei dem mittels mindestens einer von dem Fahrzeug (1) umfassten Antenne (3) über eine Direktverbindung zwischen dem Fahrzeug (1) und der mindestens einen tragbaren Recheneinheit (5) des mindestens einen Nutzers Informationen von dem Fahrzeug (1) an die mindestens eine tragbare Recheneinheit (5) des mindestens einen Nutzers übertragen werden.

System nach Anspruch 3, bei dem die Informationen aktuelle Daten über einen Buchungszustand des Fahrzeugs (1) umfassen.

System nach Anspruch 3 oder 4, bei dem die Informationen aktuelle Fahrzeugdaten des Fahrzeugs (1) umfassen.

System nach einem der Ansprüche 3 bis 5, bei dem die Informationen aktuelle Positionsdaten des Fahrzeugs (1) umfassen.

Description:

Die vorgestellte Erfindung betrifft ein System zum automatischen Übertragen von Informationen von einem Fahrzeug an mindestens eine tragbare Recheneinheit mindestens eines Nutzers.

Mietfahrzeuge bzw. sogenannte „Carsharing-Fahrzeuge“, die in einem urbanen Umfeld verfügbar sind, werden in der Regel über eine Beklebung als Carsharing-Fahrzeuge kenntlich gemacht. Insbesondere in dicht bebauten Städten, in denen ein Empfang von satellitengestützten Navigationsdaten oft nur schwer möglich ist, ist ein potentieller Nutzer auf Identifikationsmerkmale, wie bspw. eine Beklebung oder ein Kennzeichen angewiesen, um ein Fahrzeug seiner Wahl exakt zu lokalisieren.

Da eine Beklebung mit Hinweisen auf eine Zugehörigkeit eines Fahrzeugs zu einem Carsharing-Verbund bei einigen Nutzern unerwünscht ist, werden Möglichkeiten zum Identifizieren eines Carsharing-Fahrzeugs ohne Verwendung optischer Kennzeichnungen benötigt.

In der deutschen Druckschrift DE 10 2013 006 070 A1 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Übermittlung fahrzeugspezifischer Informationen an ein Endgerät eines Nutzers durch Mittel der drahtlosen Kommunikation offenbart.

Die deutsche Druckschrift DE 10 2012 009 821 A1 offenbart einen hinterleuchteten Außenspiegel zur Signalisierung eines Buchungsstaus eines Fahrzeugs.

Eine rekonfigurierbare Nachrichtenübermittlungsbaugruppe mit einer bildstabilen Anzeige zum Darstellen von Bildern, Texten oder Videos ist in der deutschen Druckschrift DE 10 2015 118 772 A1 offenbart.

Aus der US 2016/0 185 358 A1 gehen ein System und ein Verfahren hervor, mit denen sich die Nutzung und die Fähigkeiten eines Fahrzeugs in Abhängigkeit von einer Nutzererkennung beschränken lassen. Zur Erkennung des Nutzers wird drahtlose Nahbereichskommunikation eingesetzt.

Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der vorgestellten Erfindung, Informationen über ein jeweiliges Fahrzeug lediglich ausgewählten Nutzern anzuzeigen, um den Nutzer zu dem Fahrzeug zu navigieren.

Zur Lösung der voranstehend genannten Aufgabe wird ein System vorgestellt, in dem Informationen von einem Fahrzeug an mindestens eine tragbare Recheneinheit mindestens eines Nutzers automatisch übertragen werden . Mittels mindestens einer von dem Fahrzeug umfassten Antenne werden über eine Direktverbindung zwischen dem Fahrzeug und der mindestens einen tragbaren Recheneinheit des mindestens einen Nutzers Informationen von dem Fahrzeug an die mindestens eine tragbare Recheneinheit des mindestens einen Nutzers übertragen, sobald die mindestens eine tragbare Recheneinheit des mindestens einen Nutzers in Reichweite einer Übertragungseinheit des Fahrzeugs gelangt.

Ausgestaltungen der vorgestellten Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und den abhängigen Ansprüchen.

Das vorgestellte System dient insbesondere zur Übermittlung von Informationen von einem Fahrzeug an mindestens einen ausgewählten Nutzer. Dazu ist vorgesehen, dass zwischen einer tragbaren Recheneinheit eines jeweiligen Nutzers und dem Fahrzeug eine Direktverbindung, d. h. eine Verbindung zwischen einer Antenne des Fahrzeugs und der tragbaren Recheneinheit ohne zwischengeschaltete Relaisstation, aufgebaut wird. Dazu kann das Fahrzeugs bspw. konstant Signale aussenden, die von der Recheneinheit des Nutzers dann automatisch empfangen werden, wenn die tragbare Recheneinheit in Reichweite einer Sendeleistung der Antenne des Fahrzeugs gelangt.

Es ist denkbar, dass die Direktverbindung von einer tragbaren Recheneinheit eines Nutzers initialisiert wird, indem die tragbare Recheneinheit bspw. regelmäßig ein Aktivierungssignal aussendet und für den Fall, dass das Aktivierungssignal von einem zur Durchführung des vorgestellten Verfahrens konfigurierten Fahrzeug empfangen wird, das Fahrzeug die Direktverbindung zu der tragbaren Recheneinheit aufbaut.

Sobald die Direktverbindung zwischen einem Fahrzeug und einer jeweiligen tragbaren Recheneinheit aufgebaut ist, können Informationen zwischen dem Fahrzeug und der tragbaren Recheneinheit ausgetauscht werden.

Insbesondere ist vorgesehen, dass die Antenne des Fahrzeugs als Teil eines sogenannten „iBeacons“ ausgestaltet ist. Der iBeacon ist dabei dazu konfiguriert, in festen Zeitintervallen Signale auszusenden, um eine Direktverbindung mit ggf. in Reichweite des iBeacons befindlichen tragbaren Recheneinheiten aufzubauen.

Die Direktverbindung kann monodirektional ausgestaltet sein, so dass lediglich Informationen von einem jeweiligen Fahrzeug zu einer jeweiligen tragbaren Recheneinheit übertragen werden. Alternativ kann die Direktverbindung auch bidirektional ausgestaltet sein, so dass Informationen sowohl von dem Fahrzeug an die tragbare Recheneinheit als auch von der tragbaren Recheneinheit an das Fahrzeug übertragen werden können. Unter einer automatischen Übertragung ist im Kontext der vorgestellten Erfindung eine selbsttätige bzw. von selbst bzw. ohne äußere Einwirkung ablaufende Übertragung zu verstehen. Entsprechend ist orgesehen, dass die Direktverbindung automatisch zwischen einem jeweiligen Fahrzeug und einer jeweiligen tragbaren Recheneinheit aufgebaut wird, um insbesondere automatisch Informationen von dem Fahrzeug an die tragbare Recheneinheit zu übermitteln.

Unter einer tragbaren Recheneinheit ist im Kontext der vorgestellten Erfindung jede von einem Nutzer zu transportierende Recheneinheit, wie bspw. ein Smartphone, ein sogenanntes „Wearable“, ein Funkgerät oder ein Notebook zu verstehen.

Unter einer Übertragungseinheit zum Bereitstellen der Direktverbindung ist im Kontext der vorgestellten Erfindung eine Kommunikationsschnittstelle, insbesondere eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle, wie bspw. ein sogenannten Bluetooth-low-energy (BLE) Modul zu verstehen, das lange Zeit, bspw. mehrere Tage, mittels einer Batterie betrieben werden kann.

Es ist denkbar, dass mittels der Direktverbindung zwischen dem Fahrzeug und der mindestens einen tragbaren Recheneinheit des mindestens einen Nutzers aktuelle Daten über einen Buchungszustand des Fahrzeugs an die mindestens eine Recheneinheit des mindestens einen Nutzers übertragen werden.

Um einem Nutzer ein mietbares Fahrzeug, d. h. ein Fahrzeug, das bspw. einer Gruppe von Carsharing-Fahrzeugen zugeordnet ist, als solches auch ohne Beklebungen auf einer Außenhülle des Fahrzeugs kenntlich zu machen, ist vorgesehen, dass dem Nutzer mittels der Direktverbindung Informationen zu einem Buchungszustand, d. h. Informationen darüber, ob das Fahrzeug ein mietbares Fahrzeug ist und ggf. Informationen darüber, ob das Fahrzeugs aktuell verfügbar ist, übermittelt werden. Dies bedeutet, dass, wenn sich ein Nutzer durch bspw. einen urbanen Raum bewegt, dem Nutzer automatisch ein mietbares Fahrzeug als solches angezeigt wird, wenn der Nutzer bzw. eine tragbare Recheneinheit des Nutzers in eine Reichweite zum Aufbau der Direktverbindung gelangt. Entsprechend kann der Nutzer ein jeweiliges mietbares Fahrzeug als solches erkennen und andere Passanten nicht. Dies bedeutet, dass ein Fahrzeug, insbesondere ein freies bzw. mietbares Fahrzeug sich selbst bewerben kann, indem es in Reichweite, d. h. bspw. in einem Umkreis von 5m bis 30m befindliche Nutzer unter Verwendung der Direktverbindung mit Informationen über das Fahrzeug versorgt.

Um die Direktverbindung zwischen einem jeweiligen Fahrzeug und einer jeweiligen tragbaren Recheneinheit herzustellen, kann vorgesehen sein, dass das Fahrzeug in regelmäßigen Abständen Initialdaten, d. h. sogenannte „advertising events“ aussendet, mittels derer eine jeweilige die Initialdaten empfangende tragbare Recheneinheit dazu konfiguriert wird, auf einem bestimmten Kommunikationskanal mit dem Fahrzeug zu kommunizieren.

Es ist denkbar, dass mittels der Direktverbindung zwischen dem Fahrzeug und der mindestens einen tragbaren Recheneinheit des mindestens einen Nutzers aktuelle Fahrzeugdaten an die mindestens eine Recheneinheit des mindestens einen Nutzers übertragen werden.

Unter Nutzung der Direktverbindung können einem potentiellen Nutzer Fahrzeugdaten, wie bspw. ein aktueller Kraftstofffüllstand, Mietpreise oder Ausstattungsmerkmale eines jeweiligen mietbaren Fahrzeugs dargeboten werden.

Die Informationen, die von einem jeweiligen Fahrzeug mittels der Direktverbindung an eine tragbare Recheneinheit eines jeweiligen Nutzers übertragen werden, können bspw. in einem Speicher des Fahrzeugs vorgegeben und/oder von einem Server über eine Kommunikationsschnittstelle an das Fahrzeug übermittelt werden. Weiterhin können jeweilige mittels der Direktverbindung zu übertragende Informationen auch dynamisch, bspw. unter Verwendung eines mittels einer Recheneinheit des Fahrzeugs ausgeführten Programms dynamisch generiert werden.

Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass ein Nutzer mittels seiner tragbaren Recheneinheit über die Direktverbindung ein jeweiliges Fahrzeug direkt buchen kann. Dazu wird von der tragbaren Recheneinheit des Nutzers ein entsprechender Steuerbefehl an das Fahrzeug übertragen, woraufhin das Fahrzeug für weitere Nutzer gesperrt wird. Dazu kann ggf. eine Verriegelung des Fahrzeugs gelöst werden, so dass der Nutzer das Fahrzeug betreten kann. Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass Informationen über den Buchungsvorgang mittels einer Kommunikationsschnittstelle, wie bspw. einem Mobilfunknetzwerk von dem Fahrzeug oder der tragbaren Recheneinheit des Nutzers an eine Verwaltungseinheit, wie bspw. einen zentralen Server, übertragen werden.

In dem vorgestellten System ist vorgesehen, dass mittels der Direktverbindung zwischen dem Fahrzeug und der mindestens einen tragbaren Recheneinheit des mindestens einen Nutzers aktuelle Positionsdaten des Fahrzeugs an die mindestens eine Recheneinheit des mindestens einen Nutzers übertragen werden.

Um einem Nutzer eine Ortung eines jeweiligen Fahrzeugs auch in schlecht mit Satellitensignalen versorgten Bereichen zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass dem Nutzer mittels der Direktverbindung Positionsdaten des Fahrzeugs übermittelt werden. Dazu kann bspw. vorgesehen sein, dass das Fahrzeug seine zuletzt gespeicherten GPS-Koordinaten an eine tragbare Recheneinheit des Nutzers übermittelt oder anhand einer Signalstärke eines zum Bereitstellen der Direktverbindung verwendeten Funksignals auf eine aktuelle Position des Fahrzeugs geschlossen wird. Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass mehrere Übertragungseinheiten bzw. Sender an einem jeweiligen Fahrzeug angeordnet sind, mittels derer eine Trilateration bzw. Triangulation zwischen den Sendern des Fahrzeugs und der tragbaren Recheneinheit des Nutzers durchgeführt wird. Anhand einer bspw. regelmäßig aktualisierten und mittels der Trilateration bzw. Triangulation berechneten relativen Position der tragbaren Recheneinheit des Nutzers zu dem Fahrzeug kann der Nutzer auch ohne satellitengestützte Navigation exakt zu dem Fahrzeug navigiert werden.

Weiterhin ist es denkbar, dass als Positionsdaten mittels einer Kamera eines Fahrzeugs ermittelte Umgebungsinformationen an eine tragbare Recheneinheit eines jeweiligen Nutzers übertragen werden, so dass der Nutzer eine Position des Fahrzeugs anhand der Umgebungsinformationen ermitteln und zu dem Fahrzeug navigieren kann.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Systems ist vorgesehen, dass ein Identifikationsmerkmal von der mindestens einen tragbaren Recheneinheit des mindestens einen Nutzers abgefragt wird, und unter Verwendung einer ersten Auswahltabelle anhand des Identifikationsmerkmals jeweilige tragbare Recheneinheiten aus allen verfügbaren Recheneinheiten für einen Aufbau einer Direktverbindung ausgewählt werden.

Um von einem Fahrzeug bereitzustellende Informationen lediglich ausgewählten Nutzern bereitzustellen, kann vorgesehen sein, dass jeweilige Nutzer anhand eines Identifikationsmerkmals, wie bspw. einer MAC-Adresse oder einer Mobilfunknummer, erkannt und unter Verwendung einer Freigabetabelle von einer Versorgung mit Informationen durch das Fahrzeug ausgeschlossen werden. Dies bedeutet, dass eine Positivliste mit Identifikationsmerkmalen von tragbaren Recheneinheiten jeweiliger mit Informationen zu versorgender Nutzer vorgegeben werden kann. Entsprechend ist das Fahrzeug lediglich für durch die Positivliste vorgegebene Nutzer als mietbares Fahrzeug zu erkennen. Für weitere Nutzer bzw. Passanten ist das Fahrzeug entsprechend lediglich als normales Fahrzeug zu erkennen.

Es kann vorgesehen sein, dass eine Positivliste, die jeweilige Nutzer bzw. Identifikationsmerkmale von tragbaren Recheneinheiten jeweiliger Nutzer, die von einem Fahrzeug mit Informationen zu versorgen sind, in Abhängigkeit eines Zustands des Fahrzeugs, insbesondere in Abhängigkeit eines Buchungszustands des Fahrzeugs dynamisch angepasst wird. So kann bspw. vorgesehen sein, dass die Positivliste auf lediglich einen das Fahrzeug buchenden Nutzer eingeschränkt wird, wenn ein Nutzer das Fahrzeug bucht, so dass für weitere Nutzer nicht erkennbar ist, dass es sich bei dem Fahrzeug um ein mietbares Fahrzeug bzw. um ein Fahrzeug mit besonderen Eigenschaften, wie bspw. einen Firmenwagen handelt.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Systems ist vorgesehen, dass ein Identifikationsmerkmal von der mindestens einen tragbaren Recheneinheit des mindestens einen Nutzers abgefragt wird, und unter Verwendung einer Zuordnungstabelle anhand des Identifikationsmerkmals jeweilige an die mindestens eine tragbare Recheneinheit zu übermittelnde Informationen ausgewählt werden.

Unter Verwendung einer Liste mit Identifikationsmerkmalen von tragbaren Recheneinheiten jeweiliger Nutzer können ausgewählte Nutzer gezielt bzw. priorisiert mit Informationen versorgt werden, so dass bspw. einem Premiumkunden Informationen über ein mietbares Fahrzeug übermittelt werden, bevor die Informationen weiteren Kunden übermittelt werden. Dazu kann vorgesehen sein, dass eine Premiumnachricht erzeugt wird, die lediglich von Premiumkunden zu empfangen ist, und zeitversetzt zu der Premiumnachricht eine allgemeine Nachricht erzeugt wird, die von allen Nutzern bzw. allen Nutzern außer den Premiumnutzern zu empfangen ist, so dass es den Premiumnutzern möglich ist, eine Buchung durchzuführen, bevor andere Nutzer eine Buchung durchführen können.

Die vorgestellte Erfindung betrifft ein System, das ein Fahrzeug mit einer Übertragungseinheit zum Herstellen einer Direktverbindung zu mindestens einer Recheneinheit mindestens eines Nutzers umfasst. Dazu ist vorgesehen, dass die Übertragungseinheit dazu konfiguriert ist, über mindestens eine von dem Fahrzeug umfasste Antenne Informationen über eine Direktverbindung zwischen dem Fahrzeug und der mindestens einen tragbaren Recheneinheit des mindestens einen Nutzers an die mindestens eine tragbare Recheneinheit des mindestens einen Nutzers zu übertragen, sobald die mindestens eine tragbare Recheneinheit des mindestens einen Nutzers in Reichweite der Übertragungseinheit gelangt.

Die vorgestellte Erfindung betrifft ein System zum Übertragen von Informationen von einem Fahrzeug. Das vorgestellte System umfasst eine Übertragungseinheit, die dazu konfiguriert ist, eine Direktverbindung zu mindestens einer tragbaren Recheneinheit mindestens eines Nutzers herzustellen. Es ist weiterhin vorgesehen, dass die mindestens eine tragbare Recheneinheit des mindestens einen Nutzers mittels einer auf der mindestens einen tragbaren Recheneinheit ausgeführten Applikation dazu konfiguriert ist, automatisch mit der Übertragungseinheit des Fahrzeugs eine Direktverbindung aufzubauen, sobald die mindestens eine tragbare Recheneinheit des mindestens einen Nutzers in Reichweite der Übertragungseinheit gelangt.

In dem vorgestellten System ist vorgesehen, dass die mindestens eine tragbare Recheneinheit mittels der Applikation dazu konfiguriert ist, den mindestens einen Nutzer außerhalb der Reichweite der Übertragungseinheit mittels aktueller GPS-Daten des Fahrzeugs und innerhalb der Reichweite der Übertragungseinheit mittels von dem Fahrzeug über die Direktverbindung an die mindestens eine tragbare Recheneinheit übertragener Positionsdaten zu dem Fahrzeug zu navigieren.

Um einen Nutzer zu einem jeweiligen Fahrzeug zu navigieren, eignet sich bei größeren Entfernungen von bspw. mehreren Kilometern eine satellitengestützte Navigation mittels GPS-Koordinaten. Sobald der Nutzer sich jedoch in einem urbanen Umfeld mit bspw. hohen Häusern oder in einem Parkhaus befindet, kann eine satellitengestützte Navigation nur noch eingeschränkt möglich sein. Um auch bei schlechtem Empfang von Satellitensignalen den Nutzer exakt zu dem jeweiligen Fahrzeug zu navigieren, kann vorgesehen sein, dass die Direktverbindung zum Ermitteln von Positionsdaten verwendet wird. Dazu kann bspw. vorgesehen sein, dass Positionsinformationen über die Direktverbindung von dem Fahrzeug an den Nutzer bzw. die tragbare Recheneinheit des Nutzers übermittelt werden.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Systems ist vorgesehen, dass das Fahrzeug eine Vielzahl Antennen umfasst und die tragbare Recheneinheit des Nutzers oder eine Recheneinheit des Fahrzeugs dazu konfiguriert ist, anhand von Signalstärken jeweiliger Funkverbindungen zwischen der Vielzahl Antennen und der tragbaren Recheneinheit des Nutzers auf eine aktuelle relative Position der tragbaren Recheneinheit des Nutzers gegenüber dem Fahrzeug zu schließen und die aktuelle relative Position als Positionsdaten für eine Navigation des Nutzers zu dem Fahrzeug zu verwenden.

Mittels einer Vielzahl von Antennen, die bspw. als sogenannte „iBeacons“ ausgestaltet sein können, kann anhand jeweiliger Feldstärken jeweiliger Funksignale zwischen den jeweiligen Antennen und einer jeweiligen tragbaren Recheneinheit bspw. unter Verwendung eines Trilaterationsverfahrens bzw. eines Triangulationsverfahrens auf eine relative Position der tragbaren Recheneinheit zu dem Fahrzeug geschlossen werden. Entsprechend kann ein Nutzer unter Verwendung einer aktuellen relativen Position zu dem Fahrzeug navigiert werden.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Systems ist vorgesehen, dass die Übertragungseinheit des Fahrzeugs als zwischen verschiedenen Fahrzeugen wechselbares Modul ausgestaltet ist, das eine Recheneinheit umfasst, die dazu konfiguriert ist, alle zur Durchführung des Verfahrens erforderlichen Rechenoperationen durchzuführen.

Mittels eines solchen Moduls können verschiedene Fahrzeuge, insbesondere solche Fahrzeuge, die von sich aus nicht über die notwendigen Voraussetzungen zur Durchführung des Verfahrens verfügen, zur Durchführung des Verfahrens konfiguriert bzw. aufgerüstet werden.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen ergeben sich aus der Beschreibung und der beiliegenden Zeichnung.

Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Die Erfindung ist anhand von Ausführungsformen in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung schematisch und ausführlich beschrieben.

  • 1 zeigt eine schematische Darstellung einer möglichen Ausführungsform des vorgestellten Verfahrens.

In 1 ist ein Fahrzeug 1 mit mehreren Antennen 3 dargestellt, die jeweils unterschiedlichen Sendern zugeordnet sind. Die Sender sind vorliegend als sogenannte „iBeacons“ ausgestaltet und senden regelmäßig, bspw. alle fünf Sekunden, ein Signal aus.

Beim Eintreten eines Nutzers in die Reichweite eines Senders des Fahrzeugs 1 wird unter Verwendung des Signals automatisch eine kommunikative Direktverbindung zwischen mindestens einem Sender des Fahrzeugs 1 und einer tragbaren Recheneinheit 5 des Nutzers aufgebaut. Über die Direktverbindung überträgt das Fahrzeug 1 Informationen zu der tragbaren Recheneinheit 5, um den Nutzer der tragbaren Recheneinheit 5 darüber zu informieren, dass das Fahrzeug 1 ein mietbares, d. h. ein sogenanntes „Carsharing-Fahrzeug“ ist und der Nutzer die Möglichkeit hat, das Fahrzeug 1 zu buchen. Dies bedeutet, dass der Nutzer auch ohne Hinweise auf einer Außenhülle des Fahrzeugs 1, wie bspw. Beklebungen, darüber in Kenntnis gesetzt wird, dass das Fahrzeug 1 zu mieten ist.

Sobald die tragbare Recheneinheit 5 des Nutzers, die bspw. ein Smartphone ist, das mit einer installierten Applikation zum Empfang von durch den mindestens einen Sender des Fahrzeugs 1 erzeugten Signalen konfiguriert wurde, in Reichweite des mindestens einen Senders des Fahrzeugs 1 gelangt, kann eine sognannte „Universally Unique Identifier (UUID)“ des mindestens einen Senders von der tragbaren Recheneinheit 5 identifiziert und eine Signalstärke des von dem mindestens einen Sender abgestrahlten Signals gemessen werden.

Anhand der Signalstärke des von dem mindestens einen Sender abgestrahlten Signals kann mittels eines Trilaterationsverfahrens auf eine Position des Fahrzeugs 1 relativ zu der tragbaren Recheneinheit 5 geschlossen und der Nutzer zu dem Fahrzeug 1 navigiert werden.

Ferner kann der Nutzer das Fahrzeug 1 über die Direktverbindung buchen und das Fahrzeug 1, dadurch bedingt, bspw. für einen späteren Gebrauch reservieren.