Title:
Einrichtung, Verfahren und System zur Bestimmung und Anzeige einer aktuellen Position auf einer Landkarte
Kind Code:
A1


Abstract:

Einrichtung 2 zur Bestimmung einer Position und zur Anzeige einer Positionsentsprechung 35 auf einer Landkartendarstellung 3, aufweisend
ein Positionsbestimmungsmodul 23, eingerichtet zum Bestimmen einer aktuellen Position einen Bildaufnehmer 21, eingerichtet zum Aufnehmen einer bezüglich der Einrichtung 2 externen Landkartendarstellung 3,
ein Auswertemodul 24, eingerichtet zum Bestimmen einer der aktuellen Position entsprechenden Positionsentsprechung 35 innerhalb der Landkartendarstellung 3,
ein Anzeigemodul 22, eingerichtet zur Anzeige der Positionsentsprechung 35 auf der Landkartendarstellung 3 sowie
Verfahren, System und Computerprogrammprodukt dazu. embedded image




Inventors:
Foerster, David (71254, Ditzingen, DE)
Application Number:
DE102017203431A
Publication Date:
09/06/2018
Filing Date:
03/02/2017
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:



Claims:
Einrichtung (2) zur Bestimmung einer Position und zur Anzeige einer Positionsentsprechung (35) auf einer Landkartendarstellung (3, 221), aufweisend
ein Positionsbestimmungsmodul (23), eingerichtet zum Bestimmen einer aktuellen Position, einen Bildaufnehmer (21), eingerichtet zum Aufnehmen einer bezüglich der Einrichtung (2) externen Landkartendarstellung (3),
ein Auswertemodul (24), eingerichtet zum Bestimmen einer der aktuellen Position entsprechenden Positionsentsprechung (35) innerhalb der Landkartendarstellung (3, 221) und
ein Anzeigemodul (22), eingerichtet zur Anzeige der Positionsentsprechung (35) auf der Landkartendarstellung (3, 221).

Einrichtung nach Anspruch 1, wobei das Anzeigemodul eine Anzeigeeinrichtung (22) der Einrichtung (2) umfasst und dazu eingerichtet ist, die mit dem Bildaufnehmer (21) aufgenommene Landkartendarstellung (3, 221) sowie die Positionsentsprechung (35) innerhalb der Landkartendarstellung (221) auf der Anzeigeeinrichtung (21) anzuzeigen.

Einrichtung nach Anspruch 1, wobei das Anzeigemodul eine Markierungsvorrichtung (25) umfasst und dazu eingerichtet ist, eine von der Markierungsvorrichtung (25) erzeugte Lichtmarke (37) auf die Positionsentsprechung (35) der Landkartendarstellung (3) zu projizieren.

Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einrichtung in Form eines Smartphones mit einer App ausgebildet ist.

Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Auswertemodul (24) dazu eingerichtet ist, die Positionsentsprechung (35) auf Grundlage der aktuellen Position und in der aufgenommenen Landkartendarstellung (3) enthaltener, ein in der Landkartendarstellung (3) dargestelltes Gebiet kennzeichnender Metadaten zu bestimmen.

Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Metadaten Informationen über eine geografische Lage und Abdeckung sowie Ausrichtung der Landkartendarstellung (3) umfassen.

Verfahren zur Bestimmung einer Position und zur Anzeige einer Positionsentsprechung auf einer Landkartendarstellung, insbesondere zur Durchführung mit einem Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei
eine aktuelle Position bestimmt wird,
wobei ein Bild einer externen Landkartendarstellung aufgenommen wird,
wobei eine der aktuellen Position entsprechenden Positionsentsprechung innerhalb der Landkartendarstellung bestimmt wird und
wobei die Positionsentsprechung auf der Landkartendarstellung angezeigt wird.

Verfahren nach Anspruch 7, wobei die aufgenommene Landkartendarstellung sowie die Positionsentsprechung innerhalb der Landkartendarstellung auf einer Anzeigeeinrichtung angezeigt werden.

Verfahren nach Anspruch 7, wobei eine Lichtmarke auf die Positionsentsprechung der externen Landkartendarstellung projiziert wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die Positionsentsprechung auf Grundlage der aktuellen Position und in der aufgenommenen Landkartendarstellung enthaltener, das in der Landkartendarstellung dargestellte Gebiet kennzeichnender Metadaten bestimmt wird.

System zur Bestimmung einer Position und zur Anzeige einer Positionsentsprechung auf einer Landkartendarstellung, umfassend
eine Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und
eine Landkarte mit einer bezüglich des Mobilgeräts externen Kartendarstellung und mit Metadaten, welche ein in der Landkartendarstellung dargestelltes Gebiet kennzeichnen.

Computerprogrammprodukt aufweisend Programmcode zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 7 bis 10, gespeichert auf einem Datenträger oder zugänglich über Software-Anbieter.

Description:
Stand der Technik

Es sind mobile, tragbare Endgeräte bekannt, die über die Möglichkeit der Bestimmung einer aktuellen Position auf Grundlage von empfangenen Satelliten-Ortungssignalen beispielsweise des Global Positioning System (GPS) und/oder GLONASS verfügen. Die bestimmte Position kann dabei in Form von Geo-Koordinaten, also beispielsweise nach geografischer Breite und Länge, auf einer Anzeige des Endgeräts ausgegeben werden.

Weiterhin sind mobile Endgeräte mit Ortungsfunktion bekannt, die darüber hinaus über eine digitale Karte verfügen, welche im Gerät gespeichert ist oder bedarfsweise über eine Kommunikationsverbindung in das Gerät geladen werden kann, so dass die bestimmte aktuelle Position als Markierung in einer auf einer Anzeige des Geräts dargestellten Kartendarstellung dargestellt werden kann. Diese Technologie ist typischerweise bei Fahrzeugnavigationsgeräten oder sogenannten Smartphones mit Navigations- bzw. Zielführungs-Applikation (App) anzutreffen.

Schließlich sind Landkarten in gedruckter Form bekannt.

Kern und Vorteile der Erfindung

Die Bestimmung der eigenen oder einer anderen Position auf einer Landkarte ist eine alltägliche Aufgabenstellung, sowohl im privaten Bereich, wie beispielsweise im Rahmen von Städtebesichtigungen oder Wanderungen, als auch in vielen professionellen Bereichen. Beispielsweise kann dazu ein Mobilgerät, insbesondere beispielsweise ein sogenanntes Smartphone verwendet werden. Ein Smartphone ist typischerweise ein Mobiltelefon oder Mobilfunkgerät mit gegenüber reinen Telefongeräten erweitertem Funktionsumfang, der insbesondere durch nachträgliche Installation von Software-Applikationen, sogenannten Apps, zusätzlich erweiterbar ist und das weiterhin über eine angepasste und erweiterte Bedienoberfläche mit großem und hochauflösendem Display sowie angepassten Eingabemöglichkeiten, wie ein berührungsempfindliches Display, auch Touchscreen, verfügt. Typischerweise weisen solche Smartphones auch eine Kamera zur Aufnahme von Bildern und/oder Video-Filmen auf.

Mit Hilfe eines solchen Mobilgeräts, welches über eine Eigenortungsfunktion beispielsweise auf Grundlage von empfangenen Satelliten-Ortungssignalen eines SatellitenOrtungssystems wie GPS, GLONASS und/oder GALILEO verfügt, kann eine aktuelle Position bestimmt und dem Benutzer in Form einer Markierung auf einer auf der Anzeige des Geräts dargestellten digitalen Karte oder in Form von Längen- oder Breitengrad angezeigt werden. Die Anzeige als Markierung auf einer Karte setzt allerdings die Verfügbarkeit des die bestimmte Position betreffenden Kartenmaterials auf dem Mobilgerät voraus, entweder durch Speicherung im Voraus oder durch Abruf über eine mobile Datenverbindung. Beides ist jedoch nicht immer gegeben.

Allerdings ist Kartenmaterial oft in anderer Form verfügbar, etwa als physische, also auf einen Träger, wie Papier oder Folie gedruckte Landkarte. Beispielsweise sind Stadtpläne an vielen touristisch interessanten oder stark frequentierten Orten etwa in einer Touristeninformation oder auch in Hotels erhältlich.

Wenn ein Mobilgerät mit Eigenortungs- bzw. Positionsbestimmungsfunktion und eine physische Landkarte oder eine andere Landkarte außerhalb des Mobilgeräts verfügbar sind, sind die Voraussetzungen für die Ermittlung der eigenen Position auf der Karte grundsätzlich erfüllt. In der Praxis besteht jedoch das Problem, ohne weiteres Hintergrundwissen von den GPS-Koordinaten auf die Position auf der Landkarte zu schließen.

Die Erfindung mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche ermöglicht eine benutzerfreundliche Bestimmung einer eigenen aktuellen Position und die Anzeige einer der bestimmten Position entsprechenden Positionsentsprechung auf einer Landkarte bzw. Landkartendarstellung, nachfolgend zusammenfassend als Landkartendarstellung bezeichnet. Vorzugsweise kann diese Funktion mittels eines Mobilgeräts, vorzugsweise eines tragbaren Mobilgeräts, insbesondere beispielsweise mittels eines Smartphones, realisiert werden. Besonders vorteilhaft ist, dass diese Funktion auch dann zur Verfügung steht, wenn der benötigte Kartenausschnitt nicht im Mobilgerät gespeichert ist oder abgerufen werden kann, sofern die Karte in anderer Form, beispielsweise als gedruckte, physische Landkarte vorliegt.

Dazu wird eine Einrichtung, insbesondere eine Mobilgerät, zur Bestimmung einer Position und zur Anzeige einer Positionsentsprechung auf einer Landkartendarstellung, aufweisend ein Positionsbestimmungsmodul, eingerichtet zum Bestimmen einer aktuellen Position, aufweisend einen Bildaufnehmer, eingerichtet zum Aufnehmen einer bezüglich der Einrichtung externen Landkartendarstellung, aufweisend ein Auswertemodul, eingerichtet zum Bestimmen einer der aktuellen Position entsprechenden Positionsentsprechung innerhalb der Landkartendarstellung und aufweisend ein Anzeigemodul, eingerichtet zur Anzeige der Positionsentsprechung auf der Landkartendarstellung, vorgeschlagen. Das Positionsbestimmungsmodul kann in an sich bekannter Weise einen Empfänger für Satellitenortungssignale des GPS-, der GLONASS und/oder des GALILEO-Satellitenortungssystems aufweisen und auf Grundlage der empfangenen Satellitensignale eine Eigenortung, d.h. die Bestimmung seiner aktuellen Position bzw. seines Standortes durchführen. Der Bildaufnehmer kann vorzugsweise eine an sich bekannte Digital-Kamera, beispielsweise mit einem CMOS-Sensor sowie nachgeschaltete Signalverarbeitung umfassen. Das Anzeigemodul ist vorzugsweise in Form eines an sich bekannten Displays ausgeführt. Diese genannten Komponenten sind typischerweise bei einem handelsüblichen Smartphone vorhanden. Das Auswertemodul kann vorzugsweise in Form von Software ausgebildet sein, die durch einen Prozessor der Einrichtung bzw. des Mobilgeräts abgearbeitet wird.

Ferner wird dazu ein Verfahren zur Bestimmung einer Position und zur Anzeige einer Positionsentsprechung auf einer Landkartendarstellung vorgeschlagen, insbesondere zur Durchführung mit vorstehend skizzierten Gerät bzw. Mobilgerät, wobei eine aktuelle Position bestimmt wird, wobei ein Bild einer bezüglich der Einrichtung oder des Mobilgeräts externen Landkartendarstellung aufgenommen wird, wobei eine der aktuellen Position entsprechenden Positionsentsprechung innerhalb der Landkartendarstellung bestimmt wird und wobei die Positionsentsprechung auf der Landkartendarstellung angezeigt wird. Die externe Landkartendarstellung kann dabei eine gedruckte, physische Landkarte sein. Die externe Landkartendarstellung kann beispielsweise aber auch eine auf einem Display eines anderen Geräts angezeigte Landkarte sein.

In einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst das Anzeigemodul der Einrichtung oder des Mobilgeräts eine Anzeigeeinrichtung und ist dazu eingerichtet, die mit dem Bildaufnehmer aufgenommene Landkartendarstellung sowie die Positionsentsprechung innerhalb der Landkartendarstellung auf der Anzeigeeinrichtung anzuzeigen. Es werden also die aufgenommene Landkartendarstellung sowie die Positionsentsprechung innerhalb der Landkartendarstellung auf einer Anzeigeeinrichtung angezeigt.

In einer weiteren Ausgestaltung umfasst das Anzeigemodul alternativ oder ergänzend eine Markierungsvorrichtung und ist dazu eingerichtet ist, eine von der Markierungsvorrichtung erzeugte Lichtmarke auf die Positionsentsprechung der Landkartendarstellung zu projizieren. Die Anzeige der der aktuellen Position entsprechenden Positionsentsprechung erfolgt somit auf der physischen Landkarte oder externen Landkartendarstellung, indem darauf eine Lichtmarke projiziert wird.

Bevorzugt ist das Auswertemodul der Einrichtung oder des Mobilgeräts dazu eingerichtet, die Positionsentsprechung auf Grundlage der aktuellen Position einerseits und in der aufgenommenen Landkartendarstellung enthaltener, ein in der Landkartendarstellung dargestelltes Gebiet kennzeichnender Metadaten andererseits, zu bestimmen. Diese Metadaten umfassen dabei Informationen über eine geografische Lage und Abdeckung sowie Ausrichtung der Landkartendarstellung.

Die Erfindung ist beispielsweise für Touristen von besonderem Nutzen. Mobilfunkverträge enthalten oft keine Datenverbindungen im Ausland. Physische Landkarten sind jedoch häufig kostenlos bei Touristeninformationen oder in Hotels und Pensionen oder beispielsweise dem Alpenverein, teilweise kostenlos, erhältlich. Diese Karten enthalten üblicherweise bereits maschinenlesbare Daten, welche die von den Karten abgedeckten Gebiete kennzeichnen. Typischerweise handelt es sich bei diesen maschinenlesbaren Daten um Kartenmaßstab, Längen- und Breitengrade oder andere eine geografische Zuordnung des dargestellten Gebiets ermöglichende Informationen. Typischerweise sind solche Karten nordweisend angelegt, eine Beschriftung beispielsweise für besondere Punkte ist meist in West-Ost-Richtung angelegt. Darüber hinaus können diese, wie auch andere, das dargestellte Gebiet kennzeichnende Daten, nachfolgend auch Metadaten, beispielsweise auch in codierter Form, etwa als Bar-Code oder als QR-Code, auf der Karte aufgedruckt sein.

Ein weiteres Einsatzszenario sind abgelegene Gegenden, in denen keine Mobilfunkversorgung vorhanden ist, etwa bei Forschungsexpeditionen in abgelegenen Gebieten, auf hoher See oder dergleichen.

Weiterhin ist die Konstruktion eines Mobilgeräts speziell für die Erfindung möglich, das nur oder zumindest die unbedingt benötigten Komponenten wie eine Positionsbestimmungsmodul, beispielsweise auf Grundlage von Satellitenortung, einen Bildaufnehmer und einen Laserpointer, jedoch kein Display enthält, und dadurch besonders günstig und stromsparend ist.

Die Einrichtungs- bzw. Mobilgerät-seitige Umsetzung der Erfindung kann unter Verwendung an sich bekannter Hardware, wie insbesondere Smartphone oder Tablet-PC oder dergleichen durch Anpassung der Einrichtungs- oder Mobilgeräte-Software erfolgen, insbesondere in Form einer auf das Gerät zu ladenden sogenannten App, also einer Software-Applikation. Die benötigte Software kann dabei über einen Datenträger vertrieben werden, auf dem der Programmcode gespeichert ist. Die benötigte Software kann aber beispielsweise auch zum Download über ein Portal oder über Internet von einem Software-Anbieter zur Verfügung gestellt werden.

Figurenliste

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden nachfolgend näher erläutert. Gleiche Bezugszeichen in den Figuren bezeichnen dabei gleiche oder gleichwirkende Elemente.

Es zeigen

  • 1 eine Anordnung umfassend eine Landkarte und eine Einrichtung zur Bestimmung einer Position und zur Anzeige einer der bestimmten Position entsprechenden Positionsentsprechung auf einer Landkarte bzw. auf einer Landkartendarstellung und
  • 2 einen Ablaufplan für ein Verfahren zur Bestimmung einer Position und zur Anzeige einer der bestimmten Position entsprechenden Positionsentsprechung auf einer Landkarte bzw. auf einer Landkartendarstellung.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Die in 1 dargestellte Anordnung bzw. das dort dargestellte System 1 zur Bestimmung einer aktuellen Position oder eines aktuellen Standorts und zur Anzeige der aktuellen Position oder des aktuellen Standorts als Markierung auf einer Karte oder einer Kartendarstellung umfasst zum einen eine Landkarte 3 und zum anderen eine Einrichtung 2 zur Bestimmung der Position und zur Erzeugung und Ausgabe der Markierung.

Bei der Landkarte 3 kann es sich um eine auf einer Anzeige oder eine Display eines elektronischen Geräts angezeigte Landkartendarstellung handeln. Bei der Landkarte 3 kann es sich auch um eine gedruckte, physische Landkarte handeln. Im Rahmen der nachfolgenden Beschreibung wird, ohne Beschränkung der Erfindung auf diese Ausführungsform, von einer gedruckten Papierlandkarte, hier beispielsweise von einer von einer Touristeninformation ausgegebenen Wanderkarte ausgegangen.

Die Landkarte 3 umfasst eine Vielzahl von Informationen, die insbesondere der Orientierung und Positionsbestimmung sowie zum Auffinden von Zielen dienen. Zum einen sind Verkehrswege, wie die Straßenzüge 311 und 312 eingezeichnet. Ferner sind Wanderwege 315, 316, 317 und 318 eingezeichnet. Weiter sind Informationen zu potenziell interessierenden Zielen, sogenannten POIs (points of interests), hier als Beispiel der Feldbergturm 320 eingezeichnet. Neben der Markierung für das potenziell interessierende Ziel 320 ist auch dessen Name, hier „Feldbergturm“ angegeben, wobei der Schriftzug 321 in an sich üblicher Weise von links nach rechts und somit im Falle der hier vorliegenden nordweisenden Karte von West nach Ost verläuft. Weiter sind in der Karte Informationen zur geografischen Lage des potenziell interessierenden Ziels 320, vorliegend in Form der Angabe von geografischer Länge 325, hier 8°2'13" Ost und geografischer Breite 326, hier 47°51'32" Nord angegebene und die Verläufe des Längen und Breitengrads als Linien eingezeichnet. Weiterhin findet sich in der linken unteren Ecke 31 der Landkarte 3 ein Vergleichsmaßstab 330 von beispielsweise einer Länge von 2 cm, als 0,02 Metern, welcher einer Länge von 2 km, also 2000 m, in der Realität entspricht.

Diejenigen Informationen in der Landkarte 3, welche eine maschinelle Auswertung der Landkarte hinsichtlich Ausrichtung, Ortszuordnung und Größe des abgebildeten Gebiets erlauben, werden im Kontext mit der vorliegenden Erfindung als Metadaten bezeichnet. Im Fall der zuvor beschriebenen Landkarte 3 handelt es sich dabei um den Vergleichsmaßstab 330, sowie die Angaben der Ortskoordinaten 325 und 326 des potenziell interessierenden Ziels 320, Feldbergturm. Bei vollflächiger Aufnahme der Landkarte 3 kann ersichtlich die Lage und Größe des von der Landkarte darstellten Gebiets in der Realität bestimmt werden.

In vorteilhafter Weiterbildung können diese oder andere, ebenso geeignete Metadaten beispielsweise auch in codierter Form, beispielsweise in Form eines Strich- oder Bar-Codes oder auch eines QR-Codes auf der Landkarte aufgedruckt sein. In der Figur ist beispielhaft ein Bar-Code 340 vorgesehen. Darin sind beispielsweise die Geokoordinaten, also die geografischen Position, der linken unteren Ecke 31 der Landkarte 3, der Maßstab der Landkartendarstellung, hier beispielsweise 1:100.000, die Orientierung der Landkartendarstellung, also beispielsweise nordweisend sowie die Abmessungen der Landkarte 3, also deren Kantenlängen, enthalten.

Landkarten, die die benötigten Metadaten enthalten, können über verschiedene Wege verbreitet werden. Physische Landkarten, wie zum Beispiel, können bei Ihrer Produktion mit der Markierung entsprechenden Markierung ausgestattet werden.

Möglich ist auch die Etablierung eines Online-Kartendienstes, von dem Karten einschließlich der Kodierung heruntergeladen werden können. Das würde es beispielsweise Hotelbetreibern, oder Touristeninformationen erlauben, Karten für ihre Umgebung herunterzuladen und ausgedruckt an Gäste zu verteilen.

Bei der Beschreibung der Einrichtung 2 wird hier und im Folgenden, wiederum ohne Beschränkung auf diese Ausführungsform, von einem tragbaren Mobilgerät, insbesondere einem Smartphone, ausgegangen. Das Mobilgerät 2 umfasst einen Bildaufnehmer 21, welcher in an sich bekannter Weise Bestandteil einer Digitalkamerafunktion 21 ist, welche dazu eingerichtet und geeignet ist, Bilder von der Umgebung des Mobilgeräts 3 aufzunehmen. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung dient die Digitalkamerafunktion 21 bzw. der Bildaufnehmer 21 dazu, ein Bild von der Landkarte 3 aufzunehmen. Zur Erleichterung der Aufnahme im Sinne einer passenden Auswahl des Bildausschnitts zur möglichst flächendeckenden Aufnahme der Landkarte 3 wird das von dem Bildaufnehmer 21 aktuell erfasste Bild 221 bzw. der aktuell erfasst Bildausschnitt auf einer Anzeigeeinrichtung 22, also einem Display 22 des Mobilgeräts 2 dargestellt.

Das Mobilgerät 2 weist ferner eine Eigenortungsfunktion auf. Dazu verfügt das Mobilgerät 2 über ein Ortungs- oder Positionsbestimmungsmodul 23. Das Positionsbestimmungsmodul ist dazu eingerichtet, einen aktuellen Standort des Mobilgeräts 2 zu bestimmen und in Form von Ortskoordinaten auszugeben. Dazu verfügt das Ortungs- oder Positionsbestimmungsmodul in an sich bekannter Weise über einen Empfänger für Satellitenortungssignale des GPS-, des GLONASS und/oder des GALILEO- Satellitenortungssystems. Vorzugsweise ist das Positionsbestimmungsmodul 23 in der Lage, die Satellitenortungssignale von mehreren Satellitenortungssystemen wahlweise oder gleichzeitig auszuwerten. Das Positionsbestimmungsmodul ist ferner dazu eingerichtet, die empfangenen Satellitenortungssignale auszuwerten und daraus die Positions- oder Standortinformation zu bestimmen.

Das Mobilgerät weist ferner ein Auswertemodul 24 auf. Das Auswertemodul 24 ist im vorliegenden Fall eines Smartphones als Mobilgerät 2 in Form einer Software-Applikation, kurz „App“ ausgebildet, die von dem hier nicht separat dargestellten Prozessor des Mobilgeräts 2 abgearbeitet wird. Das Auswertemodul bestimmt aus der mittels des Positionsbestimmungsmoduls 23 bestimmten Position bzw. Standort des Mobilgeräts 2 und ferner auf Grundlage der mit dem Bildaufnehmer 21 aufgenommenen Landkartendarstellung 3 einen Punkt 35 innerhalb der aufgenommenen Landkartendarstellung 3, der der aktuellen Position entspricht. Dieser Punkt wird hier und im Folgenden als Positionsentsprechung 35 bezeichnet.

Diese Positionsentsprechung 35 wird in einer Ausführungsform auf dem Display 22 des Mobilgeräts ortsrichtig auf dem dort angezeigten Abbild 221 der aufgenommenen Landkarte 3, also der Landkartendarstellung 221, mittels einer Markierung 36 angezeigt.

In einer Ausgestaltung der Erfindung wird diese Positionsentsprechung alternativ oder ergänzend mittels einer Markierungsvorrichtung 25 des Mobilgeräts als Lichtmarke auf die Landkarte 3 projiziert. Die Markierungsvorrichtung 25 kann dazu vorteilhaft als Laserpointer oder vergleichbare Lichtstrahl-Markierungsvorrlchtung ausgeführt sein.

Die Funktionsweise der Erfindung wird nachfolgend anhand des Ablaufplans gemäß 2 kurz skizziert.

Das Mobilgerät 2 bestimmt mittels seines Positionsbestimmungsmoduls 23 seinen aktuellen Standort bzw. seine aktuelle Position P (Schritt 400). Die Begriffe Position und Standort werden hier synonym verwandt.

Das Mobilgerät 2 erfasst mit dem Bildaufnehmer 21 ein Abbild der Landkarte 3 oder einer Landkartendarstellung beispielsweise von einem Display eines eine Landkarte 3 darstellenden elektronischen Geräts (Schritt 410). Als Teil der Landkartendarstellung wird auch der Barcode 340 mit erfasst. Der Barcode umfasst dabei beispielsweise die Informationen

  • - Geografische Koordinaten des von der Landkarte 3 abgedeckten Gebiets, vorliegend beispielsweise in Form der Koordinaten O der linken unteren Ecke 31 der Landkarte,
  • - Einen Maßstab M der Landkarte 3,
  • - Eine physische Größe der Landkarte in Form der Breite B und Höhe H der Landkarte 3,
  • - eine Orientierung der Landkarte 3, also beispielsweise nordweisend, welche genutzt wird, um das kartesische Koordinatensystem korrekt auszurichten, also „oben“, „unten“, „links“ und „rechts“ auf der physischen Landkarte den Himmelrichtungen korrekt zuzuordnen.

Auf Grundlage der erfassten Daten, also einerseits der bestimmten aktuellen Position P und der von der Landkarte 3 oder Landkartendarstellung erfassten Metadaten bestimmt das Auswertemodul 24 des Mobilgeräts 2 die relative Position auf der erfassten Karte, also die Entsprechung der aktuellen Position P auf der Landkartendarstellung wie folgt (Schritt 420).

  1. a. Wenn die aktuelle Position P südlich oder westlich von O, also den Koordinaten der linken unteren Ecke 31 der Landkarte 3 liegt, findet die aktuelle Position P keine Entsprechung in der Landkarte 3, das heißt, die Position P ist in dem durch den von der Landkarte 3 abgedeckten Gebietsabschnitt nicht enthalten. In diesem Fall bricht das Verfahren mit Ausgabe einer entsprechenden Meldung, vorzugsweise in Form einer Textmeldung auf dem Display 22, ab.
  2. b. Berechne die Entfernung zwischen O und P, aufgeteilt in eine x- bzw. LängenKomponente dx und eine y- bzw. Breitenkomponente dy.. Dazu erfolgt eine Überführung der polaren GPS-Koordinaten in kartesische Koordinaten. Diese Transformation ist als Kartenprojektion oder Kartenabbildung bekannt.
  3. c. Wenn das Produkt aus Längenkomponente dx und Maßstab M größer als die Breite B der Landkarte 3 ist, also dx × M > B oder das Produkt aus Breiten-Komponente dy und Maßstab M größer als die Länge H der Landkarte ist, also dy × M > H, liegt die Position P nicht auf der physischen Landkarte 3. In diesem Fall bricht das Verfahren mit Ausgabe einer entsprechenden Meldung, vorzugsweise in Form einer Textmeldung auf dem Display 22, ab.
  4. d. Die ermittelte Position P', also die der bestimmten aktuellen Position P entsprechende Positionsentsprechung 35 auf der physischen Landkarte 3 hat die Koordinaten dx × M, dy × M, also das Produkt aus dx und Kartenmaßstab M in Ost-West-Richtung und das Produkt aus dy und Kartenmaßstab M in Nord-Süd-Richtung, jeweils ausgehend vom Kartenursprung O, also der linken unteren Ecke 31 der Landkarte 3.

Das Mobilgerät 2 visualisiert P', also die Positionsentsprechung 35 auf der Landkarte 3 oder der Landkartendarstellung (Schritt 430).

Dabei wird berücksichtigt, dass die Landkartendarstellung auf dem Display gegenüber der physischen Karten skaliert sein kann, d.h. die Landkartendarstellung gegenüber der physischen Karte abweichenden Abmessungen aufweist. Die vorstehend beschriebene Berechnung der Koordinaten bezieht sich auf die Originalgröße der physischen Karte. Die Koordinaten werden bei Skalierung der Kartendarstellung entsprechend der Skalierung angepasst.

Die Visualisierung der Positionsentsprechung P' bzw. 35 erfolgt, indem die mit der Kamera bzw. dem Bildaufnehmer 21 erfasste Landkarte 3 auf dem Display 22 als Landkartendarstellung 221 angezeigt und darin die Positionsentsprechung 35 mit einer Markierung 36, hier in Form eines Kreuzes, markiert wird.

In einer Ausführungsform kann das Mobilgerät 2 eine Markierung 37 auf die physische Landkarte 3 projizieren, beispielsweise mittels eines Laserpointers 25.

Optional kann auch die Orientierung (Blickrichtung) des Benutzers visualisiert werden, wenn das Mobilgerät über einen Kompass verfügt.