Title:
Verfahren zum Betreiben einer Kommunikationseinrichtung eines mobilen Endgeräts
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Kommunikationseinrichtung (30) eines mobilen Endgeräts (28), aufweisend die durch eine Steuereinrichtung (12) eines Kraftfahrzeugs (10) durchgeführten Schritte: Bereitstellen eines lokalen Netzwerks (N) des Kraftfahrzeugs (10), mit dem die Steuereinrichtung (12) verbunden ist (S1), Verbinden der Kommunikationseinrichtung (30) mit dem lokalen Netzwerk (N, S2), aus einer Bedieneinrichtung (20) des Kraftfahrzeugs (10) Empfangen eines ersten Bediensignals (S4), das eine erste Bedienhandlung eines Benutzers zum Verfassen einer Nachricht beschreibt, Festlegen einer netzwerkexternen Empfängereinrichtung (32), an die die verfasste Nachricht gesendet werden soll (S5), in Abhängigkeit von dem ersten Bediensignal und der festgelegten Empfängereinrichtung (32) Erzeugen eines Nachrichtenausgangsignals (S9), das die verfasste Nachricht und die Empfängereinrichtung (32) beschreibt, und über eine Datenkommunikationsverbindung (19) des bereitgestellten lokalen Netzwerks (N) Übertragen des erzeugten Nachrichtenausgangsignals an die Kommunikationseinrichtung (30) des mobilen Endgeräts (28) zum Versenden (S13) der verfassten Nachricht an die festgelegte Empfängereinrichtung (32) durch die Kommunikationseinrichtung (30). embedded image




Inventors:
Müller, Tobias (85114, Buxheim, DE)
Application Number:
DE102017203354A
Publication Date:
09/06/2018
Filing Date:
03/01/2017
Assignee:
AUDI AG, 85057 (DE)



Foreign References:
200801404082008-06-12
CN202798776U2013-03-13
Claims:
Verfahren zum Betreiben einer Kommunikationseinrichtung (30) eines mobilen Endgeräts (28), aufweisend die durch eine Steuereinrichtung (12) eines Kraftfahrzeugs (10) durchgeführten Schritte:
-Bereitstellen eines lokalen Netzwerks (N) des Kraftfahrzeugs (10), mit dem die Steuereinrichtung (12) des Kraftfahrzeugs (10) verbunden ist (S1),
-Verbinden der Kommunikationseinrichtung (30) des mobilen Endgeräts (28) mit dem lokalen Netzwerk (N, S2),
-aus einer Bedieneinrichtung (20) des Kraftfahrzeugs (10) Empfangen eines ersten Bediensignals (S4), das eine erste Bedienhandlung eines Benutzers zum Verfassen einer Nachricht beschreibt,
- Festlegen einer aus Sicht des bereitgestellten lokalen Netzwerks (N) des Kraftfahrzeugs (10) netzwerkexternen Empfängereinrichtung (32), an die die verfasste Nachricht gesendet werden soll (S5),
- in Abhängigkeit von dem ersten Bediensignal und der festgelegten Empfängereinrichtung (32) Erzeugen eines Nachrichtenausgangsignals (S9), das die verfasste Nachricht des Benutzers und die Empfängereinrichtung (32) beschreibt, und
-über eine Datenkommunikationsverbindung (19) des bereitgestellten lokalen Netzwerks (N) Übertragen des erzeugten Nachrichtenausgangsignals an die Kommunikationseinrichtung (30) des mobilen Endgeräts (28) zum Versenden (S13) der verfassten Nachricht an die festgelegte Empfängereinrichtung (32) durch die Kommunikationseinrichtung (30).

Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Bedieneinrichtung (20) zum Verfassen der Nachricht den folgenden Schritt durchführt:
- in Abhängigkeit von dem ersten Bediensignal Aktivieren einer Mikrofoneinrichtung (22, S3) zum Aufnehmen einer Sprachnachricht als Nachricht des Benutzers.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend die durch die Steuereinrichtung (12) durchgeführten Schritte:
- Zwischenspeichern des erzeugten Nachrichtenausgangsignals in einer Speichereinrichtung (14) der Steuereinrichtung (S10),
- Ermitteln eines erforderlichen Nachrichtenstandards eines Anwenderprogrammes des mobilen Endgeräts (28, S11), wobei das Anwenderprogramm zum Versenden von Nachrichten eingerichtet ist, insbesondere wobei der Nachrichtenstandard eine Kodierung und/oder ein Nachrichtenformat ist, und,
-falls der ermittelte Nachrichtenstandard von einem Nachrichtenstandard der zwischengespeicherten Nachricht abweicht: Ändern des Nachrichtenstandards der zwischengespeicherten Nachricht in den ermittelten Nachrichtenstandard des Anwenderprogrammes (S12).

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Festlegen der Empfängereinrichtung (32, S5) erfolgt durch die durch die Steuereinrichtung (12) durchgeführten Schritte:
- Empfangen eines Kontaktlistensignals aus der Kommunikationseinrichtung (30) des mobilen Endgeräts (28), wobei das Kontaktlistensignal eine in einer Speichereinrichtung (14) des mobilen Endgeräts (28) gespeicherte Kontaktliste beschreibt (S6),
- Empfangen eines zweiten Bediensignals aus der Bedieneinrichtung (20), das eine Auswahl eines Kontaktes aus der empfangenen Kontaktliste beschreibt (S8), und
- in Abhängigkeit von dem zweiten Bediensignal Festlegen der Empfängereinrichtung (32, S5).

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend die durch die Steuereinrichtung (12) durchgeführten Schritte:
- Empfangen eines Nachrichteneingangsignals aus der Kommunikationseinrichtung (30) des mobilen Endgeräts (28, S15), wobei das Nachrichteneingangsignal eine durch die Kommunikationseinrichtung (30) des mobilen Endgeräts (28) empfangene Nachricht beschreibt; und
- Übertragen des Nachrichteneingangsignals an eine Ausgabeeinrichtung (18) des Kraftfahrzeugs (10, S7) zum Ausgeben des Nachrichteneingangsignals (S14).

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend die durch die Steuereinrichtung (12) durchgeführten Schritte:
- anhand der festgelegten Empfängereinrichtung (32) Empfangen eines Threadsignals aus der Kommunikationseinrichtung (30) des mobilen Endgeräts (28, S16), wobei das Threadsignal eine chronologische Abfolge von an die festgelegte Empfängereinrichtung (32) gesendeten und aus der festgelegten Empfängereinrichtung (32) empfangenen Nachrichten beschreibt, und
- Übertragen des Threadsignals an die Ausgabeeinrichtung (18) des Kraftfahrzeugs (10, S7) zum Ausgeben der chronologischen Abfolge (S14).

Steuereinrichtung (12), aufweisend eine Prozessoreinrichtung (16), wobei die Prozessoreinrichtung (16) dazu eingerichtet ist, die eine Steuereinrichtung betreffenden Verfahrensschritte eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6 durchzuführen.

Steuereinrichtung (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Prozessoreinrichtung (16) einen in einem Datenspeicher der Prozessoreinrichtung (16) gespeicherten Programmcode aufweist, der dazu eingerichtet ist, bei Ausführen durch die Prozessoreinrichtung (16) ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6 durchzuführen.

Kraftfahrzeug (10), aufweisend eine Steuereinrichtung (12) nach einem der Ansprüche 7 oder 8, sowie eine Bedieneinrichtung (20).

Kraftfahrzeug (10) nach Anspruch 9, wobei die Bedieneinrichtung (20) ein an einem Lenkrad (26) angeordnetes Bedienelement (24) zum Erfassen der ersten und/oder der zweiten Bedienhandlung aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Kommunikationseinrichtung mithilfe einer Steuereinrichtung eines Kraftfahrzeugs. Als Kommunikationseinrichtung wird dabei ein Gerät oder eine Gerätekomponente verstanden, das/die dazu eingerichtet ist, über eine Telefon- und/oder Datenkommunikationsverbindung Telefongespräche zu ermöglichen oder Daten zu übertragen und/oder zu empfangen. Die Kommunikationseinrichtung kann dabei eine entsprechende technische Ausgestaltung aufweisen, beispielsweise einen Sender und/oder einen Empfänger. Als Steuereinrichtung wird im Folgenden ein Gerät oder eine Gerätekomponente zum Auswerten und/oder Verarbeiten von Steuersignalen und/oder Daten verstanden, die ebenfalls dazu eingerichtet ist, Steuersignale zu erzeugen und an andere Geräte oder Gerätekomponenten zu übertragen. Beim Betreiben der Kommunikationseinrichtung können durch das erfindungsgemäße Verfahren beispielsweise Sprachnachrichten und/oder Textnachrichten empfangen und versendet werden.

Mobilkommunikation über Anwenderprogramme für das Versenden und Empfangen von Nachrichten (sogenannte „Messaging-Apps“), wie zum Beispiel „WhatsApp“ in der westlichen Hemisphäre, „WeChat“ in China oder „KakaoTalk“ in Korea, nimmt heutzutage an Bedeutung zu. Insbesondere in Asien ist das Thema omnipräsent, und solche Anwenderprogramme werden in manchen Kulturen auch sehr gerne im Kraftfahrzeug benutzt. Die Anwenderprogramme sind auf mobile Endgeräte zugeschnitten, beispielsweise für Smartphones oder Tablet PCs. Wird das mobile Endgerät jedoch zum Beispiel von einem Fahrer während einer Fahrt benutzt, so wendet er seine Aufmerksamkeit und seinen Blick zumindest kurzzeitig von einem Verkehrsgeschehen oder den Geräten des Kraftfahrzeugs ab, um das mobile Endgerät zu bedienen.

Aus der GB 2504584 A ist ein System und ein Verfahren zum Planen von Fahrer-Schnittstellen-Aufgaben bekannt, das eingehende Telefonanrufe an einen Anrufbeantworter weiterleitet oder eine akustische, optische oder taktile Ausgabe generiert.

Aus der EP 2 059 013 A1 ist ein Telefonkommunikationssystem mit mehreren Telefonen bekannt, wobei ein Benutzer mithilfe eines ersten Telefons Antwortnachrichten an ein zweites Telefon übertragen kann.

Aus der DE 101 32 871 A1 ist ein Verfahren zum Versenden von zuvor gespeicherten Sprachnachrichten über ein Mobilfunknetz bekannt. Solche Sprachnachrichten können von dem Kraftfahrzeug über eine Telekommunikationsverbindung des Kraftfahrzeugs ausgesendet werden.

Selbst mit einem Kraftfahrzeugtelefon stellt sich das Problem, das ein Anwenderprogramm zum Versenden von Nachrichten oder Telefonnummern nur auf dem mobilen Endgerät verfügbar sein kann und deswegen unter Umständen während einer Benutzung des Kraftfahrzeugs das mobile Endgerät statt dem Kraftfahrzeugtelefon benutzt wird.

Eine der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe ist das Erhöhen einer Fahrsicherheit während einer Benutzung eines Kraftfahrzeugs.

Die Aufgabe wird gelöst durch das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäßen Vorrichtungen gemäß den nebengeordneten Patentansprüchen. Weitere vorteilhafte Weiterbildungen sind durch die Unteransprüche gegeben.

Die Erfindung basiert auf der Idee, das mobile Endgerät in das Kraftfahrzeug mittels eines lokalen Netzwerks zu integrieren und das Kraftfahrzeug derart einrichten, das mithilfe des Kraftfahrzeugs das mobile Endgerät mit seiner Kommunikationsfunktion bedient werden kann. Mit anderen Worten ist das Kraftfahrzeug dazu eingerichtet und ausgestaltet, die Kommunikationseinrichtung des mobilen Endgeräts zu bedienen und zu betreiben.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben einer Kommunikationseinrichtung eines mobilen Endgeräts weist die folgenden, durch eine Steuereinrichtung des Kraftfahrzeugs durchgeführten Schritte auf. Dabei kann die Kommunikationseinrichtung beispielsweise als entsprechende Steuerplatine mit einem Sender und einem Empfänger, und/oder die Steuereinrichtung zum Beispiel als Steuergerät oder Steuerplatine ausgestaltet sein.

Es erfolgt ein Bereitstellen eines lokalen Netzwerks des Kraftfahrzeugs, mit dem die Steuereinrichtung des Kraftfahrzeugs verbunden ist. Ein solches lokales Netzwerk kann beispielsweise ein drahtloses lokales Netzwerk („WLAN“, „Wireless Local Area Network“), ein Wireless Personal Area Network („WPAN“) oder ein eine Bluetooth Low Energy-Netzwerk („Bluetooth LE“) sein.

Es erfolgt ein Verbinden der Kommunikationseinrichtung des mobilen Endgeräts mit dem lokalen Netzwerk.

Aus einer Bedieneinrichtung des Kraftfahrzeugs wird ein erstes Bediensignal empfangen, das eine erste Bedienhandlung eines Benutzers des Kraftfahrzeugs zum Verfassen einer Nachricht beschreibt. Als Bedieneinrichtung wird dabei ein Gerät oder eine Gerätekomponente angesehen, das/die dazu ausgestaltet und eingerichtet ist, eine Bedienhandlung des Benutzers zu empfangen und zu erfassen, d.h. ein Bediensignal zu erzeugen, das die Bedienhandlung, beispielsweise ein Drücken einer Taste, beschreiben kann. Die Bedieneinrichtung kann beispielsweise eine Taste in einem Lenkrad oder einen berührungssensitiven Bildschirm eines Infotainmentsystems aufweisen und/oder eine Mikrofoneinrichtung. Das Verfassen der Nachricht kann beispielsweise durch Aufzeichnen oder Aufnehmen einer Sprachnachricht erfolgen. Die Nachricht kann alternativ beispielsweise eine vorgefertigte Nachricht sein, die bei durch die Bedienhandlung ausgewählt werden kann.

Es folgt ein Festlegen einer aus Sicht des bereitgestellten lokalen Netzwerks des Kraftfahrzeugs netzwerkexternen Empfängereinrichtung, an die die verfasste Nachricht gesendet werden soll. Mit anderen Worten ist eine netzwerkexterne Empfängereinrichtung eine Empfängereinrichtung, die nicht mit dem lokalen Netzwerk des Kraftfahrzeugs verbunden ist und deswegen nicht zu dem lokalen Netzwerk gehört. Als Empfängereinrichtung wird dabei ein Gerät oder eine Gerätekomponente verstanden, das/die zum Empfangen von Nachrichten ausgestaltet ist und beispielsweise als Komponente eines Nachrichtenservers, E-Mail-Servers oder eines Telefons ausgestaltet sein kann. Die Empfängereinrichtung ist dabei kein Bauteil des Kraftfahrzeugs und kein Bauteil des mobilen Endgeräts, sondern Bestandteil von zum Beispiel einem Gerät, das über eine Mobilfunkverbindung oder Internetverbindung mit der Kommunikationseinrichtung des mobilen Endgeräts verbindbar ist.

In Abhängigkeit von dem ersten Bediensignal und der festgelegten Empfängereinrichtung erfolgt ein Erzeugen eines Nachrichtenausgangsignals, das die verfasste Nachricht des Benutzers und die Empfängereinrichtung beschreibt. Die verfasste Nachricht kann also beispielsweise durch das Nachrichtensignal an eine Person als Empfänger adressiert sein, wobei der Empfänger beispielsweise ein Kontakt des Benutzers ist, dessen Kontaktdaten der Benutzer zum Beispiel in seinem mobilen Endgerät gespeichert hat.

Über eine Datenkommunikationsverbindung des bereitgestellten lokalen Netzwerks erfolgt ein Übertragen des erzeugten Nachrichtenausgangsignals an die Kommunikationseinrichtung des mobilen Endgeräts zum Versenden der verfasste Nachricht an die festgelegte Empfängereinrichtung durch die Kommunikationseinrichtung.

Das mobile Endgerät, bzw. die Kommunikationseinrichtung des mobilen Endgeräts, ist also weiterhin der Kommunikationspartner netzwerkexterner Geräte. Das Verfassen von Nachrichten, das eine erhöhte Aufmerksamkeit des Benutzers des Kraftfahrzeugs erfordert, erfolgt jedoch über das Kraftfahrzeug. Mit anderen Worten fungiert das Kraftfahrzeug als Benutzerschnittstelle zwischen Benutzer und mobilen Endgeräts.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird eine tiefe Fahrzeugintegration des mobilen Endgeräts ermöglicht, und geht auf typisches Nutzerverhalten bei der Benutzung von mobilen Endgeräten in verschiedenen Kulturkreisen ein. Nachrichten-Anwenderprogramme finden so Einzug in das Kraftfahrzeug. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird der Benutzer des Kraftfahrzeugs davon abgehalten, zum Beispiel während einer Fahrt sein mobiles Endgerät zu nehmen und zu bedienen, und wird deswegen dabei unterstützt, mehr Aufmerksamkeit dem Verkehrsgeschehen und den Bordgeräten des Kraftfahrzeugs zu widmen. Hierdurch wird der Benutzer des Kraftfahrzeugs weniger vom Fahrgeschehen abgelenkt und eine Fahrsicherheit wird deutlich erhöht.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch die Reduktion von Kosten, die durch Versenden und Empfangen von Nachrichten entstehen könnten, da keine teure Internet- oder Mobilfunkverbindungen von dem Kraftfahrzeug an beispielsweise ein netzwerkexternes Mobiltelefon oder an einen kraftfahrzeugexternen Datenserver verwendet werden. Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass die Bedienung des mobilen Endgeräts des Kraftfahrzeugs intuitiver erfolgen kann, da der Benutzer weiterhin das Kraftfahrzeug und nicht das mobile Endgerät betätigt.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann durch die Bedieneinrichtung zum Verfassen der Nachricht in Abhängigkeit von dem ersten Bediensignal ein Aktivieren einer Mikrofoneinrichtung zum Aufnehmen einer Sprachnachricht des Benutzers erfolgen. Eine Mikrofoneinrichtung ist dabei eine Gerätekomponente oder ein Bauteil zum Aufzeichnen von Sprachnachrichten, die/das beispielsweise ein Mikrofon aufweisen kann. Hierdurch muss der Fahrer seinen Blick nicht auf einen Bildschirm lenken und kann weiterhin seinen Blick auf das Fahrgeschehen richten. Dadurch wird die Fahrsicherheit deutlich erhöht.

Durch die Steuereinrichtung kann optional ein Zwischenspeichern des erzeugten Nachrichtenausgangsignals in einer Speichereinrichtung der Steuereinrichtung erfolgen. Eine Speichereinrichtung ist dabei ein Bauteil oder eine Gerätekomponente, das/die zum Speichern von Daten ausgelegt und eingerichtet ist und einen Datenspeicher umfasst. Es erfolgt ein Ermitteln eines erforderlichen Nachrichtenstandards eines Anwenderprogrammes des mobilen Endgeräts, wobei das Anwenderprogramm zum Versenden und/oder Empfangen von Nachrichten eingerichtet ist. Der Nachrichtenstandard kann dabei eine Kodierung und/oder ein Nachrichtenformat sein. Falls der ermittelte Nachrichtenstandard von einem Nachrichtenstandard in der zwischengespeicherten Nachricht abweicht, kann ein Ändern des Nachrichtenstandards der zwischengespeicherten Nachricht in den ermittelten Nachrichtenstandard des Anwenderprogrammes erfolgen. Mit anderen Worten kann zum Beispiel ein Umcodieren oder ein Konvertieren der zwischengespeicherten Nachricht erfolgen. Hierdurch wird eine Kompatibilität der Steuereinrichtung mit einer großen Vielfalt an Anwenderprogrammen und mobilen Endgeräten erhöht.

Das Festlegen der Empfängereinrichtung kann vorzugsweise dadurch erfolgen, dass die Steuereinrichtung ein Kontaktlistensignal aus der Kommunikationseinrichtung des mobilen Endgeräts empfängt, wobei das Kontaktlistensignal eine in einer Speichereinrichtung des mobilen Endgeräts gespeicherte Kontaktliste beschreibt. Nach einem Empfangen eines zweiten Bediensignals aus der Bedieneinrichtung des Kraftfahrzeugs, das eine Auswahl eines Kontaktes aus der empfangenen Kontaktliste beschreiben kann, kann in Abhängigkeit von dem zweiten Bediensignal die Empfängereinrichtung festgelegt werden. Mit anderen Worten kann die Empfängereinrichtung anhand des ausgewählten Kontaktes festgelegt werden. Beispielsweise kann anhand des ausgewählten Kontakts eine Emailadresse des Kontakts, und anhand der Emailadresse ein Emailserver als Empfängereinrichtung festgelegt werden. Auch wenn die Kontakte des Benutzers nicht in einem digitalen Adressbuch des Kraftfahrzeugs abgelegt sind, muss der Benutzer nicht das mobile Endgerät betätigen, sondern kann auch hierzu das Kraftfahrzeug als Benutzerschnittstelle nutzen. Seine Aufmerksamkeit wird dadurch weniger beansprucht und damit wird die Fahrsicherheit erhöht.

Um die Aufmerksamkeit des Fahrers auch beim Empfangen von Nachrichten durch das mobile Endgerät nicht auf das mobile Endgerät zu lenken, kann gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung ein Nachrichteneingangsignal aus der Kommunikationseinrichtung des mobilen Endgeräts empfangen kann, wobei das Nachrichteneingangssignal eine durch die Kommunikationseinrichtung des mobilen Endgeräts aus einem netzwerkexternen Sender empfangene Nachricht beschreiben kann. Die Steuereinrichtung kann dann ein Übertragen des Nachrichteneingangsignals an eine Ausgabeeinrichtung des Kraftfahrzeugs zum Ausgeben des Nachrichteneingangsignals durchführen.

Eine Ausgabeeinrichtung ist in diesem Zusammenhang ein Gerät oder eine Gerätekomponente, das/die zum Ausgeben von Signalen eingerichtet und ausgestaltet ist, vorzugsweise zum Ausgeben von Bildsignalen und/oder Audiosignalen und/oder haptischen Signalen und/oder taktilen Signalen. Die Ausgabeeinrichtung kann beispielsweise einen Bildschirm und/oder einen Lautsprecher und/oder einen Aktor zum Erzeugen eines haptisch wahrnehmbaren Feedbacks aufweisen.

Anhand der festgelegten Empfängereinrichtung kann durch die Steuereinrichtung, gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, ein Empfangen eines Threadsignals aus der Kommunikationseinrichtung des mobilen Endgeräts erfolgen, wobei das Threadsignal eine chronologische Abfolge von an die festgelegte Empfängereinrichtung gesendeten und aus der festgelegten Empfängereinrichtung empfangenen Nachrichten schreiben kann. Eine solche chronologische Abfolge wird auch als „Nachrichten-Thread“ bezeichnet. Das Threadsignal kann dann durch die Steuereinrichtung an die Ausgabeeinrichtung des Kraftfahrzeugs zum Ausgeben der chronologischen Abfolge übertragen werden. Hierzu kann beispielsweise die Ausgabeeinrichtung, die zum Beispiel einen Bildschirm aufweisen kann, die Abfolge auf dem Bildschirm als Graphik darstellen. Auch durch diese Maßnahme wird der Fahrer dazu motiviert, sein mobiles Endgerät zum Beispiel während einer Fahrt nicht zu benutzen und damit seine Aufmerksamkeit gegenüber einem aktuellen Fall geschehen erhöht. Dadurch ergibt sich eine erhöhte Fahrsicherheit.

Die oben gestellte Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch eine erfindungsgemäße Steuereinrichtung, aufweisend eine Prozessoreinrichtung, wobei die Prozessoreinrichtung dazu eingerichtet ist, die eine Steuereinrichtung betreffenden Verfahrensschritte eines Verfahrens nach einer der oben beschriebenen Ausführungsformen durchzuführen. Es ergeben sich die oben genannten Vorteile. Eine Prozessoreinrichtung ist ein Bauteil oder eine Komponente der Steuereinrichtung, die oder das zur Datenverarbeitung eingerichtet ist und beispielsweise mindestens einen Mikroprozessor und/oder mindestens einen Mikrokontroller aufweisen kann.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung kann die Prozessoreinrichtung einen in einem Datenspeicher der Prozessoreinrichtung gespeicherten Programmcode aufweisen, der dazu eingerichtet ist, bei Ausführen durch die Prozessoreinrichtung ein Verfahren gemäß einer der oben beschriebenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen. Dieser Programmcode kann beispielsweise eine Software oder ein Anwenderprogramm sein.

Die oben gestellte Aufgabe wird, unter Erreichen der bereits beschriebenen Vorteile, ebenfalls gelöst durch ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug, aufweisend eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung, sowie eine Bedieneinrichtung. Das Kraftfahrzeug kann vorzugsweise als Kraftwagen ausgestaltet sein, beispielsweise als Personenkraftwagen.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs kann vorsehen, dass die Bedieneinrichtung des Kraftfahrzeugs ein in einem Lenkrad des Kraftfahrzeugs angeordnetes Bedienelement zum Erfassen der ersten und/oder der zweiten Bedienhandlung aufweisen kann. Als Bedienelement wird dabei ein Bauteil verstanden, das die Bedienhandlung des Benutzers entgegennimmt und beispielsweise als Taster oder Schalter ausgestaltet sein kann.

Im Folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. Hierzu zeigt die einzige Figur („Fig.“):

  • eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispielen stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren sind die beschriebenen Ausführungsformen auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar.

In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.

Die Figur veranschaulicht exemplarisch das Prinzip des erfindungsgemäßen Verfahrens. Hierzu zeigt die Figur ein Kraftfahrzeug 10 in einem Querschnitt, wobei das Kraftfahrzeug 10 beispielsweise als Personenkraftwagen ausgestaltet sein kann.

Das Kraftfahrzeug 10 weist eine Steuereinrichtung 12 auf, die beispielsweise als Steuerplatine oder als Steuergerät mit einer Speichereinrichtung 14 und einer Prozessoreinrichtung 16 ausgestaltet sein kann. Die Speichereinrichtung 14 kann dabei als dem Fachmann aus dem Stand der Technik bekannten Datenspeicher ausgestaltet sein, und die Prozessoreinrichtung 16 kann mindestens einen Mikrokontroller 15 und/oder mindestens einen Mikroprozessor haben.

Das Kraftfahrzeug 10 kann optional eine Ausgabeeinrichtung 18 aufweisen, die beispielsweise einen Bildschirm und/oder einen Lautsprecher aufweisen kann, und zum Beispiel als Infotainmentsystem, also als System zur Information, Kommunikation und Unterhaltung, ausgestaltet sein.

Das Kraftfahrzeug 10 kann optional eine Bedieneinrichtung 20 aufweisen, die beispielsweise in die Ausgabeeinrichtung 18 integriert sein kann. Die Ausgabeeinrichtung 18 kann in diesem Fall zum Beispiel als berührungssensitiver Bildschirm ausgestaltet sein. Im Beispiel der Figur ist die Bedieneinrichtung 20 jedoch als separate Komponente ausgestaltet und kann zum Beispiel eine Mikrofoneinrichtung 22 und/oder eine Tastatur und/oder zum Beispiel ein Bedienelement 24 zum Aktivieren der Mikrofoneinrichtung 22 aufweisen. In der Figur ist ein solches Bedienelement 24 beispielsweise als in ein Lenkrad 26 integrierte Taste ausgestaltet.

Die Datenkommunikationsverbindungen 19 zwischen den einzelnen Einrichtungen des Kraftfahrzeugs 10 sind in der Figur durch schwarze Verbindungslinien dargestellt. Eine Datenkommunikationsverbindung 19 kann eine drahtlose oder drahtgebundene Datenkommunikationsverbindung sein, beispielsweise ein Bestandteil eines Datenbussystems des Kraftfahrzeugs 10.

Die Figur zeigt ebenfalls ein lokales Netzwerk N des Kraftfahrzeugs 10, das im Verfahrensschritt S1 bereitgestellt werden kann, und durch das durch Verbinden einer Kommunikationseinrichtung 30 eines mobilen Endgeräts 28 eines Benutzers des Kraftfahrzeugs 10 (S2) das mobile Endgerät 28 mit der Steuereinrichtung 12 verbunden sein kann. Optional können auch die weiteren Einrichtungen des Kraftfahrzeugs 10 zu dem Netzwerk N gehören. Die Kommunikationseinrichtung 30 kann beispielsweise als Steuerplatine mit einem Sender und einem Empfänger ausgestaltet sein zum Beispiel über eine Bluetooth LE-Verbindung mit der Steuereinrichtung 12 verbunden sein. Das mobile Endgerät kann vorzugsweise als Smartphone oder Tablet PC ausgestaltet und optional eine Speichereinrichtung 14 aufweisen, beispielsweise einen Speicherchip, in der zum Beispiel eine Kontaktliste mit Adressen abgelegt sein kann.

Die Figur zeigt ebenfalls eine netzwerkexterne Empfängereinrichtung 32, die beispielsweise als Kommunikationseinrichtung eines weiteren mobilen Endgeräts 34 ausgestaltet sein kann. Zwar kann die netzwerkexterne Empfängereinrichtung 32 zu der Kommunikationseinrichtung 30 des mobilen Endgeräts 28 des lokalen Netzwerkes N des Kraftfahrzeugs 10 ebenfalls eine Datenkommunikationsverbindung 36 aufzubauen, beispielsweise eine Mobilfunkverbindung, diese unterscheidet sich jedoch zu der Datenkommunikationsverbindung 19 zwischen der Kommunikationseinrichtung 30 des mobilen Endgeräts 28 mit der Steuereinrichtung 12 des Kraftfahrzeugs 10 dadurch, dass sie nicht Teil des lokalen Netzwerkes N ist.

Das mobile Endgerät 28, das über das lokale Netzwerk N mit der Steuereinrichtung 12 im Verfahrensschritt S2 verbunden wurde, kann beispielsweise ein Anwenderprogramm aufweisen, mit dem Nachrichten geschrieben, versendet und empfangen werden können. Kraftfahrzeugseitig kann beispielsweise ein Datenspeicher 14 der Prozessoreinrichtung 16 oder die Speichereinrichtung 14 der Steuereinrichtung 12 einen Programmcode aufweisen, der dazu eingerichtet ist, bei Ausführen durch die Prozessoreinrichtung 16 das erfindungsgemäße Fahrverfahren durchzuführen. Der Programmcode kann beispielsweise das gleiche Anwenderprogramm sein, oder ein auf das Kraftfahrzeug 10 zugeschnittenes Anwenderprogramm.

Der Benutzer des Kraftfahrzeugs 10 kann beispielsweise gerade mit dem Kraftfahrzeug 10 unterwegs sein und das Kraftfahrzeug 10 selbst steuern. Er möchte nun beispielsweise jemandem eine Nachricht zukommen lassen, den er als Kontakt in der Speichereinrichtung 14 seines mobilen Endgeräts 28 gespeichert hat, und möchte dazu beispielsweise das Anwenderprogramm des mobilen Endgeräts 28 nutzen.

Um die Nachricht zu verfassen, kann er beispielsweise das Bedienelement 24, die beispielhafte Taste an dem Lenkrad 26, betätigen, um die beispielhafte Mikrofoneinrichtung 22 zum Aufnehmen einer Sprachnachricht zu aktivieren (S3). Die Bedieneinrichtung 20 kann anhand der Mikrofonaufnahme ein Bediensignal erzeugen, das die Nachricht beschreiben und beispielsweise eine Audiodatei sein kann. Das Bediensignal kann dann an die Steuereinrichtung 12 übertragen und von dieser im Verfahrensschritt S4 empfangen werden.

Zum Festlegen der Empfängereinrichtung 32 (S5) kann die Steuereinrichtung 12 beispielsweise ein Kontaktlistensignal aus der Kommunikationseinrichtung 30 empfangen (S6), das eine digitale Kontaktliste des mobilen Endgeräts 28 beschreiben kann. Hierzu kann die Steuereinrichtung 12 beispielsweise in Anfragesignal an die Kommunikationseinrichtung 30 übertragen, oder Kommunikationseinrichtung 30 kann beim Aufbau der Verbindung zu dem lokalen Netzwerk N Kontaktlistensignal mit der Kontaktliste unaufgefordert an die Steuereinrichtung 12 senden („pushen“). Das Kontaktlistensignal kann beispielsweise an die Ausgabeeinrichtung 18 übertragen werden (S7) und die Ausgabeeinrichtung 18 kann beispielsweise das Kontaktlistensignal ausgeben (S14), zum Beispiel eine Kontaktliste anzeigen.

Mithilfe der Bedieneinrichtung 20, beispielsweise mit einem weiteren Bedienelement 24 (in der Figur nicht gezeigt), das beispielsweise als Dreh-Drück-Steller ausgestaltet sein kann, kann der Benutzer aus der Kontaktliste die Person, der er eine Nachricht schicken möchte, auswählen. Auswahl kann durch ein zweites Bediensignal der Bedieneinrichtung 20 beschrieben werden, unter das Bediensignal kann an die Steuereinrichtung 12 übertragen und von dieser empfangen werden (S8). Damit kann das zweite Bediensignal beispielsweise eine E-Mail Adresse des oder eine Telefonnummer der Person, der das mobile Endgerät 34 gehören kann, beschreiben, und anhand der Telefonnummer und/oder der E-Mail-Adresse kann die Empfängereinrichtung 32 zum Beispiel ermittelt werden. In der Figur ist alternativ zu der Empfängereinrichtung 32 des mobilen Endgeräts 34 eine kraftfahrzeugexterne Servervorrichtung 38 gezeigt, die beispielsweise als E-Mail Server ausgestaltet und als Empfängereinrichtung 32 festgelegt werden kann (S5). Ist die kraftfahrzeugexterne Servervorrichtung 38 die Empfängereinrichtung 32, so kann die Nachricht an die Kommunikationseinrichtung des mobilen Endgeräts 34 weitergeleitet werden.

Im Verfahrensschritt S9 wird in Abhängigkeit von dem ersten Bediensignal und der festgelegten Empfängereinrichtung 32 ein Nachrichtensignal erzeugt, das die beispielhafte Sprachnachricht und die Empfängereinrichtung 32 beschreibt. Das Nachrichtensignal kann optional in der Speichereinrichtung 14 zwischengespeichert werden (S10). Über beispielsweise ein Anfragesignal der Steuereinrichtung 12 kann ein erforderlicher Nachrichtenstandard des Anwenderprogrammes des mobilen Endgeräts 28 angefragt werden, und beispielsweise eine erforderliche Kodierung oder ein erforderliches Nachrichtenformat ermittelt werden (S11). Falls erforderlich, kann ein Nachrichtenstandard der zwischengespeicherten, durch das erzeugte Nachrichtenausgangsignals beschriebene Nachricht geändert werden (S12), zum Beispiel kann eine als .mp3 gespeicherte Nachricht in ein mp4-Format umformatiert werden. Technische Möglichkeiten sind dem Fachmann hierzu aus dem Stand der Technik bekannt.

Im Verfahrensschritt S12 wird das Nachrichtenausgangssignal dann an die Kommunikationseinrichtung 30 übertragen, die die Nachricht dann an die festgelegte Empfängereinrichtung 32 mittels der beispielhaften Mobilfunkverbindung versenden kann (S13).

Um dem Benutzer noch mehr Kommunikationsmöglichkeiten mit der Empfängereinrichtung 32 zu bieten, kann die Ausgabeeinrichtung 18 beispielsweise einen Nachrichten-Thread, also eine Historie von in der Vergangenheit gesendeten und empfangenen Nachrichten mit dem Empfänger, anzeigen (S14) und/oder eine durch die netzwerkexterne Datenkommunikationsverbindung 36 eingegangene Nachricht, die das mobile Endgerät 28 empfangen hat. Eine eingegangene Nachricht kann beispielsweise in Form eines Nachrichteneingangssignals der Kommunikationseinrichtung 30 durch die Steuereinrichtung empfangen werden (S15) und die chronologische Abfolge der Kommunikation kann durch ein zweites Bediensignal beschrieben werden, das die Steuereinrichtung 12 aus der Kommunikationseinrichtung 30 empfangen kann (S16). Die Signale können dann von der Steuereinrichtung 12 an die Ausgabeeinrichtung 18 übertragen werden (S7). Optional kann zum Beispiel vorgesehen sein, dass der Benutzer dann mittels der Bedieneinrichtung 20 zum Beispiel eine eingegangene Nachricht öffnen oder in der chronologischen Abfolge scrollen kann.

Insgesamt zeigen die Beispiele, wie durch das erfindungsgemäße Verfahren ein Nachrichtenversand und/oder ein Nachrichtenempfang, beispielsweise ein Sprachnachrichtenversand und/oder ein Sprachnachrichtenempfang, Kraftfahrzeug 10 mit einem verbundenen mobilen Endgerät 28, beispielsweise einem Smartphone, und optional einem Anwenderprogramm, beispielsweise einem installierten Instant-Messenger, bereitgestellt wird.

Durch die tiefere Fahrzeugintegration können zum Beispiel Kurznachrichten im Textformat und/oder Sprachnachrichten an einen oder mehrere Kontakte in der jeweiligen Applikation, also in dem jeweiligen Anwenderprogramm, verschickt werden.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann zum Beispiel der Benutzer, nachdem er sich mit seinem mobilen Endgerät 28, beispielsweise einem Smartphone, lokal im Kraftfahrzeug 10 verbunden hat (S2), über einem Benutzerkonto des Anwenderprogramms, beispielsweise einen Messenger-Account, und beispielsweise bei einem aktiven Mikrofon einer Mikrofoneinrichtung 22, zum Beispiel eine Sprachnachricht oder Sprachnachrichten senden. Das Mikrofon der Mikrofoneinrichtung 22 kann beispielsweise so lange aktiv sein, wie der Benutzer aktiv das Bedienelement 24 der Bedieneinrichtung 20, beispielsweise eine dedizierte Lenkradtaste, gedrückt halten kann. Empfangene Sprachnachrichten können zum Beispiel automatisch und/oder über eine weitere Aktion, zum Beispiel über ein weiteres Bedienelement 24, das beispielsweise als weitere dedizierte Lenkradtaste ausgestaltet sein kann, ausgegeben, zum Beispiel abgespielt, werden, und/oder zum Beispiel über ein Fahrzeug-Infotainmentsystem wiedergegeben werden. Zwischen den einzelnen Kontakten kann der Benutzer beispielsweise per Dreh-Drück-Steller selektieren können.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • GB 2504584 A [0003]
  • EP 2059013 A1 [0004]
  • DE 10132871 A1 [0005]