Title:
Steuerelektronik
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Steuerelektronik (1) zur Ansteuerung eines Verbrauchers (5) in einem Fahrzeug, insbesondere eines elektrischen Motors, aufweisend eine Leiterplatte (20) und eine Stabkerndrossel (10), wobei die Stabkerndrossel (10) einen Stabkern (12) und einen elektrischen Leiter (14) aufweist, der um den Stabkern (12) gewickelt eine Wicklung bildet. Es wird vorgeschlagen, dass die Leiterplatte (20) eine Ausnehmung (24) aufweist, innerhalb der die Stabkerndrossel (10) zumindest teilweise angeordnet ist. embedded image





Inventors:
Koch, Stefan (77876, Kappelrodeck, DE)
Malich, Thomas (77876, Kappelrodeck, DE)
Meyer, Moritz (72829, Engstingen, DE)
Puntus, Andreas (77815, Bühl, DE)
Gommenginger, Charles (Oberlauterbach, FR)
Kalchschmidt, Peter (76646, Bruchsal, DE)
Fischer, Frank (77815, Bühl, DE)
Application Number:
DE102017202590A
Publication Date:
08/23/2018
Filing Date:
02/17/2017
Assignee:
Robert Bosch GmbH, 70469 (DE)
International Classes:
H05K1/18; H01F27/00
Claims:
Steuerelektronik (1) zur Ansteuerung eines Verbrauchers (5) in einem Fahrzeug, insbesondere eines elektrischen Motors, aufweisend eine Leiterplatte (20) und eine Stabkerndrossel (10), wobei die Stabkerndrossel (10) einen Stabkern (12) und einen elektrischen Leiter (14) aufweist, der um den Stabkern (12) gewickelt eine Wicklung bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (20) eine, insbesondere durchgängige, Ausnehmung (24) aufweist, innerhalb der die Stabkerndrossel (10) zumindest teilweise angeordnet ist.

Steuerelektronik (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabkerndrossel (10) durch die Ausnehmung (24) hindurchragt.

Steuerelektronik (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Leiter (14) der Stabkerndrossel (10) zumindest zwei Anschlussbereiche (16a, 16b) aufweist, wobei in jedem Anschlussbereich (16a, 16b) mindestens eine Anschlussfläche (15a, 15b) ausgebildet ist, und dass die Stabkerndrossel (10) mittels der Anschlussflächen (15a, 15b) des elektrischen Leiters (14) mit der Leiterplatte (20), insbesondere mittels löten, elektrisch verbunden ist.

Steuerelektronik (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Normalenvektoren der beiden Anschlussflächen (15a, 15b) des elektrischen Leiters (14) in die gleiche Richtung zeigen, vorzugsweise in Richtung der Leiterplatte (20) zeigen.

Steuerelektronik (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Anschlussflächen (15a, 15b) in einer ersten Ebene (40) liegen, und dass die erste Ebene (40) parallel zur Oberfläche der Leiterplatte (20) ausgebildet ist, wobei insbesondere die erste Ebene (40) und die Oberfläche der Leiterplatte (20) einen Abstand aufweisen, der der Lötmitteldicke zwischen Leiterplatte (20) und elektrischem Leiter (14) entspricht.

Steuerelektronik (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Ebene (45) parallel zu Oberfläche der Leiterplatte verläuft, wobei die zweite Ebene (45) durch die radial zentrierte Längsachse des Stabkerns (12) und durch die radial zentrierte Längsachse des elektrischen Leiters (14), in mindestens einem Anschlussbereich (16), gebildet ist.

Steuerelektronik (1) nach dem vorhergehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Ebene (45) die Spiegelebene des Stabkerns (12) bildet.

Steuerelektronik (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Ebene (45) und die erste Ebene (40) einen Abstand aufweisen, der im Wesentlichen einem der Radien der elektrischen Leiter (14) im Anschlussbereich (16) entspricht.

Steuerelektronik (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabkern (12) zur Leiterplatte (20) beabstandet und/oder zentriert innerhalb der Ausnehmung (24) angeordnet ist.

Steuerelektronik (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Teil der Stabkerndrossel (10) der sich innerhalb der Ausnehmung (24) befindet und der Leiterplatte (20) ein Spalt (25), insbesondere ein Luftspalt, ausgebildet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Steuerelektronik zur Ansteuerung eines Verbrauchers in einem Fahrzeug mit einer Leiterplatte und einer Stabkerndrossel.

Stand der Technik

Es ist bekannt zur Zwischenspeicherung von Energie, zur Impedanzanpassung oder zur Filterung eine Drossel einzusetzen. Auch sind verschiedene Arten von Drosseln mit unterschiedlichen Eigenschaften bekannt. Die Stabkerndrossel stellt eine sehr kostengünstige Drossel dar, die jedoch sehr aufwendig elektrisch und mechanisch kontaktiert werden muss. Stabkerndrosseln werden beispielsweise auf ein Substrat geschweißt oder mittels Durchsteckmontage an einem Träger festgehalten. Es sind somit weitere Bauteile oder Zwischenschritte bei der Produktion notwendig, welche zu einer Erhöhung der Kosten führen.

Offenbarung der Erfindung

Vorteilhaft an der erfindungsgemäßen Steuerelektronik mit der Anordnung der Stabkerndrossel innerhalb einer Ausnehmung in einer Leiterplatte ist beispielsweise die bessere Lötbarkeit, die bessere Prüfbarkeit, die bessere Entwärmung, die bessere Vibrationsbelastbarkeit und die Verkleinerung des Bauraums. Vorteilhaft ist die Stabkerndrossel in die Ausnehmung der Leiterplatte eingebracht. Ferner ist vorteilhaft, dass die Bauhöhe der Steuerelektronik gegenüber einer bekannten Anordnung vollständig auf einer Seite der Leiterplatte verkleinert ist.

Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen ergeben sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Merkmale.

Besonders vorteilhaft ist, dass die Stabkerndrossel durch die Ausnehmung, bzw. die Ausprägung in der Leiterplatte hindurchragt. Die Ausnehmung ist vorzugsweise durchgängig ausgebildet. Die Stabkerndrossel ist derart innerhalb der Ausnehmung angeordnet, bzw. eingebracht, dass sie zumindest teilweise auf beiden Seiten der Leiterplatte, insbesondere in Richtung senkrecht zur Oberfläche der Leiterplatte, aus der Leiterplatte heraus ragt. Vorzugsweise ragt die Stabkerndrossel auf mindestens einer Seite, vorzugsweise auf beiden Seiten der Leiterplatte aus der Ausnehmung heraus. Es ergibt eine vorteilhafte Verkleinerung der Bauhöhe der Steuerelektronik.

Vorteilhaft ist, dass der elektrische Leiter der Stabkerndrossel zumindest zwei Anschlussbereiche aufweist, wobei jeder Anschlussbereich mindestens eine Anschlussfläche aufweist. Die Anschlussflächen ermöglichen eine elektrische und mechanische Verbindung des elektrischen Leiters mit der Leiterplatte. Vorteilhaft sind der elektrische Leiter und die Leiterplatte mittels Löten miteinander elektrisch und mechanisch verbunden.

Als vorteilhaft ist anzusehen, dass die Normalenvektoren der beiden Anschlussflächen des elektrischen Leiters in die gleiche Richtung zeigen, vorzugsweise in Richtung der Leiterplatte zeigen. Die Anordnung der Stabkerndrossel an der Leiterplatte ist vereinfacht. Die Stabkerndrossel kann wie ein SMD Bauteil eingesetzt und beispielsweise mittels Löten elektrische und mechanisch mit der Leiterplatte verbunden werden.

Von Vorteil ist, dass die zwei Anschlussflächen in einer ersten gedachten Ebene liegen, und dass die erste Ebene parallel zur Oberfläche der Leiterplatte ausgebildet ist. Vorzugsweise weisen die erste Ebene und die Oberfläche der Leiterplatte einen Abstand auf. Der Abstand ist minimal ausgebildet. Der Abstand entspricht insbesondere der Lötmitteldicke zwischen Leiterplatte und elektrischem Leiter. Aufgrund der geringen Lötmitteldicken wird im Folgenden der Abstand zwischen der Oberfläche der Leiterplatte und der ersten Ebene vernachlässigt.

Vorteilhaft ist, dass eine zweite Ebene parallel zu Oberfläche der Leiterplatte verläuft. Die zweite Ebene wird durch die radial zentrierte Längsachse des Stabkerns und durch die radial zentriert Längsachse des elektrischen Leiters, insbesondere in einem der Anschlussbereich, aufgespannt. Vorzugsweise wird die zweite Ebene durch die radial zentrierten Längsachsen der elektrischen Leiter in beiden Anschlussbereichen gebildet. Es wird eine optimale Kraftverteilung erreicht.

Vorteilhaft ist, dass die zweite Ebene die Spiegelebene des Stabkerns bildet. Es wird eine symmetrische Ausrichtung der Stabkerndrossel innerhalb der Ausnehmung ermöglicht.

Von Vorteil ist, dass die zweite Ebene und die erste Ebene einen Abstand aufweisen, der im Wesentlichen dem Radius des elektrischen Leiters im Bereich der Anschlussbereiche entspricht. Vorzugsweise entspricht der Abstand dem Radius des elektrischen Leiters. Es ergibt sich eine optimale Ausbalancierung der Stabkernspule innerhalb der Steuerelektronik. Es ergibt sich eine gegenüber einer herkömmlichen Anordnung von Stabkerndrosseln verbesserte Verteilung von mechanischen Kräften.

Vorteilhaft ist, dass die Stabkerndrossel gleichmäßig zur Leiterplatte, insbesondere in Richtung parallel zu Oberfläche, beabstandet ist. Ferner ist vorteilhaft, dass die Stabkerndrossel zentriert innerhalb der Ausnehmung angeordnet ist. Insbesondere bildet der Abstand einen Luftspalt. Vorzugsweise ist der Luftspalt umlaufend ausgebildet.

Vorteilhaft ist, dass die zweite Ebene eine Spiegelebene für den Stabkern bildet. Es ergibt sich eine gleichmäßige Kraftverteilung. Auch wird eine bessere Verlötung aufgrund einer beidseitigen Erwärmung des Bauteils ermöglicht.

Ausführungsbeispiele sind in den Figuren dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

  • 1 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Steuerelektronik,
  • 2 einen Ausschnitt der Steuerelektronik,
  • 3 eine Seitenansicht des in 2 gezeigten Ausschnitts der Steuerelektronik,
  • 4 eine Stirnansicht des in 2 gezeigten Ausschnitts der Steuerelektronik und
  • 5 eine Draufsicht des in 2 gezeigten Ausschnitts der Steuerelektronik.

Das in 1 dargestellt Blockschaltbild zeigt eine erfindungsgemäße Steuerelektronik 1 zur Ansteuerung und/oder Regelung eines Verbrauchers 5. Die Steuerelektronik 1 wird insbesondere in einem Fahrzeug zum Ansteuern und/oder Regeln eines Motors, vorzugsweise eines Kleinmotors, wie beispielsweise eines Pumpenmotors, eines Lüftermotors, eines Lenkantriebmotors, eines Scheibenwischermotors, eines Motors zur Verstellung von Sitzen, eines Schiebedachmotors, eines Motors zur Verstellung der Kofferraumklappe eingesetzt. Unter einer Steuerelektronik wird auch eine Ansteuerung, Steuerung, Elektronik oder Regelung verstanden.

Die Steuerelektronik 1 weist eine Spule auf, die insbesondere eine Drossel bildet. Die Drossel ist als Stabkerndrossel 10 ausgebildet. Vorzugsweise wirkt die Stabkerndrossel 10 als Eingangsfilter.

Ferner weist die Steuerelektronik 1 eine Leiterplatte 20 auf. Die Leiterplatte 20 ist ein Träger für elektronische Bauteile, wie beispielsweise die Stabkerndrossel 10, Leistungsschalter, Kondensatoren und/oder Widerstände. Die Leiterplatte 20 dient der mechanischen Befestigung und elektrischen Verbindung der elektronischen Bauteile, wie beispielsweise der Stabkerndrossel 10. Die Leiterplatte 20 weist ein elektrisch isolierendes Material und Leiterbahnen, die an oder in dem elektrisch isolierenden Material verlaufen, auf. Ferner weist die Leiterplatte 20 Lötpads 22 auf, die an der Oberfläche der Leiterplatte 20 ausgebildet sind. Die Lötpads 22 dienen der elektrischen und mechanischen Verbindung der elektronischen Bauteile 10 mit der Leiterplatte 20. Die Lötpads sind Teil der Leiterbahnen. Die Leiterbahnen dienen zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen der Stabkerndrossel 10 und weiteren elektrischen Bauelementen.

In 2 ist ein Ausschnitt der Steuerelektronik 1 perspektivisch dargestellt. 2 zeigt die Stabkerndrossel 10 und ein Teil der Leiterplatte 20. Die Leiterplatte 20 weist eine Ausnehmung 24 auf. Die Ausnehmung 24 ist beispielhaft durchgängig durch die Leiterplatte 20 ausgebildet. Unter der Ausnehmung 24 kann auch eine Aussparung, ein Loch, eine Öffnung verstanden werden, solange diese, insbesondere vollständig, durchgreifend, bzw. durchgängig durch die Leiterplatte 20 verläuft. Die Ausnehmung 24 muss hierbei nicht zwangsläufig an allen Seiten von der Leiterplatte 20 umgeben sein. Insbesondere kann die Ausnehmung zum Rand der Leiterplatte 20 auch offen sein. Die Ausnehmung 24 kann beliebig innerhalb der Leiterplatte 20 ausgebildet sein. Die Ausnehmung 24 kann insbesondere mittels eines Stanzprozesses oder mittels eines Fräsprozesses hergestellt werden. Auch kann die Ausnehmung bereits bei der Herstellung der Leiterplatte 20 ausgespart sein.

Beispielhaft ist die Ausnehmung 24 in 2 im Randbereich der Leiterplatte 20 ausgebildet. Durch die Ausbildung der Ausnehmung 24 im Bereich der Ränder der Leiterplatte 20 werden Stege 26a und 26b gebildet. Die Stege 26a und 26b sind einstückig mit dem Rest der Leiterplatte 20 verbunden.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann die Ausnehmung an einem beliebigen Ort der Leiterplatte 20 ausgebildet.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die Ausnehmung lediglich eine Vertiefung. Eine solche Ausgestaltung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die Leiterplatte 20 im Verhältnis zur Stabkerndrossel 10 sehr dick ausgebildet ist. Insbesondere wenn der Radius der Stabkerndrossel 10 kleiner als die Dicke der Leiterplatte 20 ist.

Innerhalb der Ausnehmung 24 ist die Stabkerndrossel 10 angeordnet. Die Stabkerndrossel 10 ragt auf beiden Seiten der Leiterplatte aus der Ausnehmung heraus. Die Stabkerndrossel 10 ragt insbesondere zwischen 30 bis 70% des Durchmessers der Stabkerndrossel 10 auf jeder Seite der Leiterplatte 20 aus der Ausnehmung 24 heraus.

Die Stabkerndrossel 10 weist einen Stabkern 12 und einen elektrischen Leiter 14 auf. Der Stabkern 12 umfasst einen Ferritwerkstoff und/oder ein ferromagnetisches Material. Insbesondere setzt sich der Stabkern 12 aus, insbesondere laminierten, Metallblechen mit einer Dicke von beispielsweise 100 µm, einem massiven Metallkern oder einem Pulverkern zusammen. Die Bleche sind insbesondere gestanzte Trafobleche oder rasch erstarrte Metallbänder. Der Stabkern 12 umfasst oder besteht aus einem Ferritwerkstoff, wie beispielsweise MnZn, NiZn, Fe-, Co- und Ni- basierte weichmagnetische Legierungen. Auch ferromagnetische Materialien in Polymeren sind als Stabkern 12 möglich.

Um den Stabkern 12 ist der elektrische Leiter 14 gewickelt, der eine Wicklung, insbesondere eine Spule bildet. Die Stabkerndrossel 10 bildet eine Spule, bzw. eine Induktivität zur Begrenzung von Strömen in elektrischen Leitungen, zur Zwischenspeicherung von Energie in Form eines Magnetfelds, zur Impedanz Anpassung oder zur Filterung.

Der elektrische Leiter 14 weist insbesondere einen kreisrunden Querschnitt auf. Der Durchmesser des elektrischen Leiters beträgt insbesondere mindestens 1,3 mm, vorzugsweise mindestens 2,2 mm bzw. 2,24 mm.

Ferner weist der elektrische Leiter 14 zumindest zwei Anschlussbereiche 16 auf. Die Anschlussbereiche 16 dienen der elektrischen Kontaktierung des elektrischen Leiters 14 mit den Lötpads 22 der Leiterplatte 20.

Gemäß 2 weist jeder Anschlussbereiche 16 zwei diametral gegenüberliegende Verbindungsflächen auf. Wobei die Verbindungsfläche, welche in Richtung der Leiterplatte 20 zeigt, als Anschlussfläche 15a, 15b bezeichnet wird. Die andere Verbindungsfläche zeigt von der Leiterplatte 20 weg. Hierdurch kann die Stabkerndrossel 10 von beiden Seiten in die Ausnehmung 24 eingeführt und mit der Leiterplatte 20 verbunden werden. Beispielhaft ist in 2 die Stabkerndrossel 10 von oben in die Ausnehmung 24 eingeführt und entsprechend auch an der Oberseite der Leiterplatte 20 mit dieser elektrisch verbunden. Im Folgenden werden als Anschlussflächen 15a und 15b die Verbindungsflächen bezeichnet, die nach der Montage in Kontakt mit der Leiterplatte 20 stehen.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung weist jeder Anschlussbereichen 16a und 16b nur ein Verbindungselement auf, das die Anschlussfläche 15a und 15b bildet.

Der elektrische Leiter 14 weist in den Anschlussbereichen 16a und 16b einen gegenüber dem restlichen elektrischen Leiter 14 abweichenden Querschnitt auf. Insbesondere weist der Querschnitt des elektrischen Leiters 14 in den Anschlussbereichen 16a und 16b mindestens einen geraden Bereich auf, der zu einer ebenen Anschlussfläche 15 führt. Die Anschlussflächen 15 ermöglichen ein elektrisches Verbinden der Leiterplatte 20 mit der Stabkerndrossel 10. Die elektrische Verbindung ist insbesondere mittels löten hergestellt.

Vorzugsweise liegen die beiden Anschlussflächen 15 in einer ersten gedachten Ebene 40. Die Normalenvektoren der Anschlussflächen 15a und 15b zeigen in die gleiche Richtung, insbesondere in die Richtung der Leiterplatte 20. Die Anschlussbereiche 16 werden insbesondere durch die Enden der elektrischen Leiter 14 gebildet. Die Enden verlaufen parallel zur Axialachse des Stabkerns 12.

In 3 ist die Seitenansicht des Ausschnitts der Steuerelektronik 1 aus 2 dargestellt. 3 zeigt die Längsansicht der Stabkerndrossel 10, die in der Ausnehmung 24 der Leiterplatte 20 angeordnet ist. Beispielhaft ist in der 3 gezeigt, dass die Stabkerndrossel 10 mit ca. 30 % auf der den Anschlussbereichen 16a und 16b gegenüberliegende Seite aus der Leiterplatte 20 hinausragt. Der größere Anteil der Stabkerndrossel 10 ragt auf der Seite der Leiterplatte 20 aus der Ausnehmung 24, auf der auch die Anschlussbereiche 15a und 15b liegen.

Ferner zeigt 3, dass die Anschlussflächen 15 in der ersten gedachten Ebene 40 liegen. Die erste Ebene 40 entspricht nach Montage der Stabkerndrossel 10 an der Leiterplatte 20 der Oberfläche der Leiterplatte 20.

Eine zweite Ebene 45 erstreckt sich parallel zur ersten Ebene 40. Die zweite Ebene 45 wird durch die radial zentrierte Längsachse des Stabkerns 12 und durch die radial zentriert Längsachse des elektrischen Leiters 14, in einem der Anschlussbereich 16, aufgespannt. Vorzugsweise wird die zweite Ebene 45 durch die radial zentrierten Längsachsen der elektrischen Leiter 14 in beiden Anschlussbereichen 16 und die radial zentrierte Längsachse des Stabkerns 12 gebildet. Als eine zentrierte Längsachse wird eine im Querschnitt betrachtete durch den Mittelpunkt verlaufende Längsachse bezeichnet. Die zweite Ebene 45 teilt den Stabkern 12 in zwei, insbesondere im Wesentlichen gleich große, Segmente, insbesondere im Querschnitt betrachtet in zwei gleich große halbkreisförmige Segmente.

Die zweite Ebene 45 bildet die Spiegelebene des Stabkerns 12.

Die zweite Ebene 45 und die erste Ebene 40 weisen einen Abstand auf. Der Abstand entspricht im Wesentlichen dem Radius des elektrischen Leiters 14 in den Anschlussbereichen 16. Vorzugsweise umfasst der Abstand zusätzlich noch die Dicke des Lötmittels zwischen Leiterplatte und elektrischem Leiter 14.

4 zeigt die in der Ausnehmung 24 befindliche Stabkerndrossel 10 von der Stirnseite der Stabkerndrossel 10. Der Stabkern 12 weist von der Stirnseite betrachtet einen kreisförmigen Querschnitt mit einem Mittelpunkt auf. Der Stabkern 12 ist umwickelt von dem elektrischen Leiter 14.

Die erste Ebene 40 erstreckt sich parallel über die Oberfläche der Leiterplatte 20, bzw. weist einen minimalen Abstand auf, der insbesondere der Dicke des Lötmittels entspricht, auf. Die erste Ebene 40 teilt den kreisförmigen Stabkern 12 und damit die Stabkerndrossel 10 in zwei Segmente, insbesondere zwei Kreissegmente. Das erste Kreissegment weist eine Kreissegmenthöhe h1 auf, die kleiner ist als die Kreissegmenthöhe h2 des zweiten Kreissegments. Ferner ist die Kreissegmenthöhe h1 kleiner als der Radius R des Stabkerns 12. Das erste Kreissegment befindet sich zu einem Teil innerhalb der Ausnehmung 24. Ein weiterer Teil ragt auf der den Anschlussflächen 15 des elektrischen Leiters 14 gegenüberliegenden Seite der Leiterplatte 20 aus der Ausnehmung 24 heraus.

Im Querschnitt betrachtet, verläuft eine gedachte Gerade durch den Mittelpunkt des Stabkerns 12 und den Mittelpunkt des elektrischen Leiters 14 im Anschlussbereich 16 parallel zu Oberfläche der Leiterplatte 20. Die Gerade ist Teil der zweiten Ebene 45. Die Anschlussbereiche 16 des elektrischen Leiters 14, bzw. die Enden des elektrischen Leiters 14 verlaufen parallel zur Axialrichtung des Stabkerns 14. Die Anschlussbereiche 16 liegen gemäß 4 und 3 neben dem Stabkern 12 der Stabkerndrossel 10.

Gemäß einer Weiterbildung ist die Kreissegmenthöhe h1 größer als die Kreissegmenthöhe h2 und/oder der Radius R des Stabkerns 12.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind die Kreissegmente, ausgehend von der ersten Ebene 40, gleich groß ausgebildet. Vorzugsweise können die Kreissegmente ausgehende von der ersten Ebene 40 Verhältnisse 4/7 zu 3/7 aufweisen. Insbesondere sind auch andere Verhältnisse wie 2/3 zu 1/3 oder ¾ zu 1/4 möglich.

Wie weit das erste Kreissegment aus der Ausnehmung 24 herausragt hängt von der Dicke der Leiterplatte 20 ab.

Durch eine entsprechende Ausgestaltung der Leiterplatte 20 mit einer Ausnehmung 24 und eine Ausbildung der Anschlussbereiche 16 an der Stabkerndrossel 10 ist es möglich die Stabkerndrossel 10 entsprechend eines oberflächenmontierten Bauelements (SMD Bauelement) auf die Leiterplatte 20 zu löten. Die Stabkerndrossel 10 kann wie ein SMD Bauteil montiert werden. Die Montage der Stabkerndrossel 10 ist vereinfacht. Es kann die Technik der Oberflächenmontage (SMT), welche kostengünstig ist, eingesetzt werden.

Die Anordnung der Stabkerndrossel 10 innerhalb der Ausnehmung 24 und die Ausbildung der Anschlussbereiche 16 neben dem Stabkern 12 führt zu einer Erstreckung der Stabkerndrossel 10 über beide Seiten der Leiterplatte 20. Ferner ist eine bessere beidseitige Erwärmung von oben und unten beispielsweise in einem Reflow-Ofen möglich, wodurch die Pin-Temperatur (Lötstellentemperatur) erhöht ist. Das ermöglicht die Verwendung von Bauelemente mit höherer thermischer Masse im SMD-Prozess. Es können daher Stabkerndrosseln 10 mit elektrischen Leitern 14, die einen Durchmesser größer 1,5 mm aufweisen, insbesondere 2,2 mm eingesetzt werden. Ein größerer Durchmesser erhöht die Wirkung der Drossel.

5 zeigt eine Draufsicht des Ausschnitts der Steuerelektronik 1. Gemäß 5 ist, insbesondere im Bereich der Ausnehmung 24 der Leiterplatte 20, zwischen der Stabkerndrossel 10 und der Leiterplatte 20 ein Luftspalt 25 ausgebildet. Der Luftspalt 25 ist insbesondere umlaufend zwischen der Leiterplatte 20 und der Stabkerndrossel 10 ausgebildet. Die Stabkerndrossel 10 ist, insbesondere parallel zur Oberfläche der Leiterplatte 20, zentriert in der Ausnehmung angeordnet. Beispielsweise ist die Ausnehmung 24 gemäß der 5 kreuzförmig ausgebildet. Die Ausnehmung 24 gemäß der 5 kreuzförmig ausgebildet. Die Ausnehmung 24 kann jedoch auch eine kreisförmige, eckige, quadratische, elliptische oder andere Form aufweisen.