Title:
Leitungselement, insbesondere für ein Fahrzeug, sowie Anordnung eines solchen Leitungselements an einem Gehäuse
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Leitungselement (2) zum Übertragen von elektrischem Strom, mit wenigstens einem Einzelleiter (6) zum Übertragen von elektrischem Strom, und mit wenigstens einer zumindest einen Längenbereich des Einzelleiters (6) umgebenden Abschirmung (9) zum elektrischen und/oder magnetischen Abschirmen des Einzelleiters (6), wobei wenigstens eine zumindest einen Längenbereich (11) der Abschirmung (9) umgebende und elektrisch mit der Abschirmung (9) verbundene Tülle (12) vorgesehen ist, welche aus einem elektrisch leitfähigen Kunststoff gebildet ist und eine Aufnahme (13) aufweist, in welcher zumindest ein Wandungsbereich (14) eines Gehäuses (13) aufnehmbar ist. embedded image




Inventors:
Herrmann, Hubert (85778, Haimhausen, DE)
Application Number:
DE102017202386A
Publication Date:
08/16/2018
Filing Date:
02/15/2017
Assignee:
Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, 80809 (DE)
Domestic Patent References:
DE60102868T2N/A2005-03-31



Foreign References:
201101628642011-07-07
Claims:
Leitungselement (2) zum Übertragen von elektrischem Strom, mit wenigstens einem Einzelleiter (6) zum Übertragen von elektrischem Strom, und mit wenigstens einer zumindest einen Längenbereich des Einzelleiters (6) umgebenden Abschirmung (9) zum elektrischen und/oder magnetischen Abschirmen des Einzelleiters (6), dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine zumindest einen Längenbereich (11) der Abschirmung (9) umgebende und elektrisch mit der Abschirmung (9) verbundene Tülle (12) vorgesehen ist, welche aus einem elektrisch leitfähigen Kunststoff gebildet ist und eine Aufnahme (13) aufweist, in welcher zumindest ein Wandungsbereich (14) eines Gehäuses (13) aufnehmbar ist.

Leitungselement (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tülle (12) auf die Abschirmung (9) aufgespritzt ist.

Leitungselement (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (13) ringförmig ausgebildet ist und sich in Umfangsrichtung der Abschirmung (9) vollständig umlaufend erstreckt.

Leitungselement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein Silikon ist.

Leitungselement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmung (9) aus einem metallischen Werkstoff gebildet ist.

Leitungselement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirmung (9) als Schirmgeflecht oder aufgewickeltes Band, insbesondere aus Kupfer oder Aluminium, ausgebildet ist.

Leitungselement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einzelleiter (6) wenigstens eine elektrisch leitfähige Ader (7) und eine die Ader (7) ummantelnde elektrische Isolation (8) aufweist.

Leitungselement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektrischer isolierender Mantel (16) vorgesehen ist, welcher zumindest einen sich an die Tülle (12) anschließenden Längenbereich (17) der Abschirmung (9) umgibt.

Anordnung (1) eines Leitungselements (2) zum Übertragen von elektrischem Strom an einem Gehäuse (3), insbesondere eines Fahrzeugs, bei welcher das Leitungselement (2) wenigstens einen Einzelleiter zum Übertragen von elektrischem Strom und wenigstens eine zumindest einen Längenbereich des Einzelleiters (6) umgebende Abschirmung (9) zum elektrischen und/oder magnetischen Abschirmen des Einzelleiters (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine zumindest einen Längenbereich (11) der Abschirmung (9) umgebende und elektrisch mit der Abschirmung (11) verbundene Tülle (12) vorgesehen ist, welche aus einem elektrisch leitfähigen Kunststoff gebildet ist und eine Aufnahme (13) aufweist, in welcher zumindest ein Wandungsbereich (14) des Gehäuses (3) aufgenommen ist.

Anordnung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitungselement (2) eine zumindest teilweise von dem Wandungsbereich (14) begrenzte Durchgangsöffnung (5) des Gehäuses (3) durchdringt.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Leitungselement, insbesondere für ein Fahrzeug, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1, sowie eine Anordnung eines solchen Leitungselements an einem Gehäuse gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 9.

Derartige Leitungselemente, insbesondere für Fahrzeuge, sowie derartige Anordnungen von solchen Leitungselementen an Gehäusen sind aus dem allgemeinen Stand der Technik und insbesondere aus dem Serienfahrzeugbau bereits hinlänglich bekannt. Das Leitungselement wird genutzt, um elektrischen Strom, beispielsweise von einer ersten Komponente an eine zweite Komponente, zu übertragen. Hierzu umfasst das Leitungselement wenigstens einen elektrisch leitfähigen Einzelleiter zum Übertragen von elektrischem Strom. Darüber hinaus weist das Leitungselement wenigstens eine Abschirmung auf, die zumindest einen Längenbereich des Einzelleiters umgibt. Insbesondere umgibt die Abschirmung zumindest den Längenbereich des Einzelleiters in Umfangsrichtung des Einzelleiters vollständig umlaufend. Mittels der Abschirmung wird der Einzelleiter elektrisch und/oder magnetisch abgeschirmt, um beispielsweise elektrische und/oder magnetische Felder aus der Umgebung des Leitungselements von dem Einzelleiter fernzuhalten und/oder umgekehrt. Dabei ist beispielsweise das Leitungselement an einem Gehäuse angeordnet.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Leitungselement sowie eine Anordnung der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass eine besonders vorteilhafte elektrische Anbindung des Leitungselements an ein Gehäuse auf besonders einfache Weise realisierbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Leitungselement mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Leitungselement zum Übertragen von elektrischem Strom. Das Leitungselement weist wenigstens einen elektrisch leitfähigen Einzelleiter zum Übertragen von elektrischem Strom auf. Außerdem umfasst das Leitungselement wenigstens eine Abschirmung, welche zumindest einen Längenbereich des Einzelleiters umgibt. Beispielsweise umgibt die Abschirmung zumindest den Längenbereich des Einzelleiters in Umfangrichtung des Einzelleiters vollständig beziehungsweise vollständig geschlossen umlaufend. Dabei wird der Einzelleiter mittels der Abschirmung elektrisch und/oder magnetisch abgeschirmt, um dadurch beispielsweise elektrische und/oder magnetische Felder aus der Umgebung des Leitungselements von einem Einzelleiter fernzuhalten beziehungsweise umgekehrt.

Um nun eine besonders vorteilhafte elektrische Anbindung des Leitungselements an ein Gehäuse, insbesondere eines Fahrzeugs, auf besonders einfache Weise realisieren zu können, ist erfindungsgemäß wenigstens eine zumindest einen Längenbereich der Abschirmung umgebende Tülle vorgesehen, die beispielsweise zumindest den Längenbereich der Abschirmung in Umfangsrichtung der Abschirmung vollständig umlaufend umgibt. Die Tülle ist dabei aus einem elektrisch leitfähigen Kunststoff gebildet und elektrisch mit der Abschirmung verbunden beziehungsweise kontaktiert. Insbesondere berührt beispielsweise die Tülle die Abschirmung direkt. Dabei weist die Tülle eine Aufnahme auf, in welcher zumindest ein Wandungsbereich des zuvor genannten Gehäuses aufnehmbar ist. Durch Aufnehmen beziehungsweise Anordnen des Wandungsbereichs in der Aufnahme kommen beispielsweise der Wandungsbereich und somit das Gehäuse in, insbesondere direkten, Kontakt mit der Tülle, so dass der Wandungsbereich beziehungsweise das Gehäuse elektrisch mit der Tülle verbunden beziehungsweise kontaktiert ist. Hierdurch kann die Abschirmung besonders einfach über die Tülle elektrisch an das Gehäuse angebunden beziehungsweise elektrisch mit dem Gehäuse verbunden werden.

Der Erfindung liegt bei die Erkenntnis zugrunde, dass beispielsweise bei einem Fahrzeug, welches insbesondere als Elektro- oder Hybridfahrzeug ausgebildet ist, das Leitungselement, insbesondere beidseitig und/oder niederohmig, an das Gehäuse anzubinden ist. Diese elektrische Anbindung des Leitungselements, insbesondere der Abschirmung, an das Gehäuse ist üblicherweise sehr schwierig und aufwendig und somit nur besonders zeit- und kostenintensiv herzustellen. Diese Probleme und Nachteile können nun mittels des erfindungsgemäßen Leitungselements vermieden werden, da das erfindungsgemäße Leitungselement auf besonders einfache Weise über die Tülle elektrisch mit dem Gehäuse verbunden werden kann. Insbesondere ist es über die Tülle möglich, die auch als Kabelschirm bezeichnete Abschirmung auf besonders einfache Weise elektrisch mit dem Gehäuse zu verbinden und dabei insbesondere eine besonders vorteilhafte, EMV-gerechte Anbindung des Leitungselements, insbesondere der Abschirmung, an das Gehäuse zu realisieren (EMV - elektromagnetische Verträglichkeit). Die Tülle ermöglicht dabei eine niederohmige Schirmanbindung des Leitungselements, insbesondere der Abschirmung, an das Gehäuse, ohne dass zusätzliche, separat zu montierende und handzuhabende Bauteile erforderlich sind. Ferner ermöglicht beispielsweise die Tülle eine zumindest staubdichte Anbindung des Leitungselements an das Gehäuse, da beispielsweise eine von dem Leitungselement durchdrungene und beispielsweise als Durchgangsöffnung ausgebildete Öffnung des Gehäuses mittels der Tülle zumindest gegen Staub abgedichtet werden kann. Vorteilhaft ausgeführt kann die Tülle ferner einen Knickschutz bieten. Außerdem ist es denkbar, die Tülle an der Abschirmung vorzumontieren und somit das Leitungselement als vormontierte und in der Folge zeit- und kostengünstig montierbare Baueinheit bereitzustellen und beispielsweise an einem Montageband anzuliefern. Vorzugsweise ist die Tülle in Längserstreckungsrichtung des Leitungselements an der Abschirmung gesichert, um Relativbewegungen zwischen der Tülle und der Abschirmung in Längserstreckungsrichtung des Leitungselements zu vermeiden oder zumindest besonders gering zu halten.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Tülle auf die Abschirmung aufgespritzt, wodurch das Leitungselement besonders kostengünstig hergestellt werden kann. Unter dem Aufspritzen ist insbesondere zu verstehen, dass die Tülle mittels eines Spritzgießverfahrens, insbesondere mittels eines Kunststoff-Spritzgießverfahrens, hergestellt ist beziehungsweise wird. Im Rahmen des Spritzgießverfahrens wird die Tülle beziehungsweise der Kunststoff, aus welchem die Tülle hergestellt ist beziehungsweise wird, an die Abschirmung angespritzt und dadurch beispielsweise mit der Abschirmung elektrisch und mechanisch verbunden.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Aufnahme ringförmig ausgebildet, wobei sich die Aufnahme in Umfangsrichtung der Abschirmung vollständig umlaufend erstreckt. Dadurch kann das Gehäuse beziehungsweise dessen Wandungsbereich besonders vorteilhaft in der Aufnahme aufgenommen und elektrisch an die Tülle angebunden werden, so dass der Wandungsbereich über die Tülle elektrisch mit der Abschirmung verbunden werden kann.

Das Gehäuse beziehungsweise der Wandungsbereich ist dabei vorzugsweise aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff, insbesondere aus einem metallischen Werkstoff wie beispielsweise Aluminium, gebildet, so dass eine besonders vorteilhafte elektrische Anbindung über die Tülle an die Abschirmung auf einfache Weise darstellbar ist.

Als besonders vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn der Kunststoff ein Silikon ist. Dadurch kann beispielsweise die Tülle, insbesondere bei ihrer Montage an den Wandungsbereich, auf einfache Weise verformt, insbesondere elastisch verformt, werden, ohne dass es zu Beschädigungen der Tülle kommt. Ferner kann der Wandungsbereich besonders einfach in der Aufnahme angeordnet werden, indem beispielsweise die Tülle auf einfache Weise auf den Wandungsbereich aufgesteckt wird. In in der Aufnahme aufgenommenem Zustand des Wandungsbereichs kontaktiert beziehungsweise berührt der Wandungsbereich beispielsweise die Tülle beziehungsweise den elektrisch leitfähigen Kunststoff direkt, wodurch der Wandungsbereich über die Tülle elektrisch mit der Abschirmung verbunden ist.

Um eine besonders vorteilhafte magnetische und/oder elektrische Abschirmung zu realisieren, ist die Abschirmung vorzugsweise als Schirmgeflecht ausgebildet. Ferner ist es möglich, dass die Abschirmung als aufgewickeltes Band ausgebildet ist, welches beispielsweise aus Kupfer oder Aluminium gebildet ist, sodass die Abschirmung beispielsweise als aufgewickeltes Kupfer- oder Aluminiumband ausgebildet ist.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist der Einzelleiter wenigstens eine elektrisch leitfähige Ader und eine die Ader ummantelnde elektrische Isolation auf.

Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass ein elektrisch isolierender Mantel vorgesehen ist, welcher zumindest einen sich an die Tülle anschließenden Längenbereich der Abschirmung umgibt. Dabei ist es vorzugsweise vorgesehen, dass der Mantel zumindest den Längenbereich der Abschirmung in Umfangsrichtung der Abschirmung vollständig umlaufend umgibt. Dadurch kann eine besonders vorteilhafte elektrische Isolation gewährleistet werden.

Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft eine Anordnung eines Leitungselements zum Übertragen von elektrischem Strom an einem Gehäuse, insbesondere eines Fahrzeugs wie beispielsweise eines Kraftfahrzeugs, welches insbesondere als Kraftwagen und dabei vorzugsweise als Personenkraftwagen ausgebildet sein kann. Bei der Anordnung weist das Leitungselement wenigstens einen Einzelleiter zum Übertragen von elektrischem Strom und wenigsten eine zumindest einen Längenbereich des Einzelleiters umgebende Abschirmung zum elektrischen und/oder magnetischen Abschirmen des Einzelleiters auf.

Um nun eine besonders vorteilhafte elektrische Anbindung des Leitungselements, insbesondere der Abschirmung, an das Gehäuse auf besonders einfache Weise realisieren zu können, ist erfindungsgemäß wenigstens eine zumindest einen Längenbereich der Abschirmung umgebende und elektrisch mit der Abschirmung verbundene Tülle vorgesehen, welche aus einem elektrisch leitfähigen Kunststoff gebildet ist und eine Aufnahme aufweist, in welcher zumindest ein Wandungsbereich des Gehäuses aufgenommen ist. Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des ersten Aspekts der Erfindung sind als Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des zweiten Aspekts der Erfindung anzusehen und umgekehrt.

Um dabei eine besonders vorteilhafte elektrische Anbindung des Leitungselements, insbesondere der Abschirmung, an das Gehäuse realisieren zu können, ist es in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das Leitungselement eine zumindest teilweise von dem Wandungsbereich begrenzte Durchgangsöffnung des Gehäuses durchdringt. Vorzugsweise ist die Durchgangsöffnung in ihrer Umfangsrichtung vollständig umlaufend durch den Wandungsbereich begrenzt, welcher in der vorzugsweise ringförmig ausgestalteten Aufnahme aufgenommen ist. Dabei kontaktiert beziehungsweise berührt der Wandungsbereich vorzugsweise die Tülle und somit den elektrisch leitfähigen Kunststoff direkt, so dass der Wandungsbereich beziehungsweise das Gehäuse besonders gut elektrisch mit der Tülle und über diese elektrisch mit der Abschirmung verbunden ist. Hierdurch kann auf besonders einfache Weise eine niederohmige Anbindung des Leitungselements, insbesondere der Abschirmung, an das Gehäuse realisiert werden, so dass sich auf besonders einfache und kostengünstige Weise eine elektrisch leitende Tüllenschirmanbindung realisieren lässt.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels mit den zugehörigen Zeichnungen. Dabei zeigt:

  • 1 eine Anordnung eines Leitungselements zum Übertragen von elektrischem Strom an einem Gehäuse, insbesondere eines Fahrzeugs, bei welcher zumindest ein Längenbereich einer Abschirmung des Leitungselements von einer Tülle umgeben ist, welche aus einem elektrisch leitfähigen Kunststoff gebildet ist und eine Aufnahme aufweist, in welcher zumindest ein Wandungsbereich des Gehäuses aufgenommen ist;
  • 2 ausschnittsweise eine schematische Perspektivansicht des Leitungselements; und
  • 3 eine schematische Querschnittsansicht des Leitungselements entlang einer in der 1 gezeigten Schnittlinie A-A.

In den Fig. sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.

1 zeigt ausschnittsweise in einer schematischen Schnittansicht eine Anordnung 1 eines Leitungselements 2 an einem Gehäuse 3, insbesondere eines Fahrzeugs, welches beispielsweise als Kraftfahrzeug und dabei insbesondere als Kraftwagen wie beispielsweise als Personenkraftwagen ausgebildet ist. Das Leitungselement 2 wird genutzt, um elektrischen Strom beispielsweise von wenigstens einer ersten Komponente an wenigsten eine zweite Komponente des Fahrzeugs zu übertragen, wobei beispielsweise die erste Komponente das Gehäuse 3 umfasst. Aus 1 ist erkennbar, dass das Gehäuse 3 wenigstens eine Wandung 4 mit einer Durchgangsöffnung 5 aufweist, welche von dem Leitungselement 2 durchdrungen ist. Somit ist das Leitungselement 2 durch die Durchgangsöffnung 5 hindurchgeführt. Die Wandung 4 wird auch als Wand oder Gehäusewand bezeichnet, wobei das Gehäuse 3 und somit die Wandung 4 aus einem metallischen Werkstoff gebildet sind, welcher elektrisch leitfähig ist. Bei dem metallischen Werkstoff handelt es sich beispielsweise um Aluminium beziehungsweise um eine Aluminiumlegierung, um dadurch das Gewicht des Gehäuses 3 besonders gering halten zu können.

Das Leitungselement 2 weist bei dem in den Fig. veranschaulichten Ausführungsbeispiel eine Mehrzahl von Einzelleitern 6 auf, mittels welchen beziehungsweise über welche der zuvor genannte elektrische Strom übertragen werden kann. Dabei weist der jeweilige Einzelleiter 6 wenigstens eine elektrisch leitfähige und beispielsweise aus einem metallischen Werkstoff wie beispielsweise aus Kupfer gebildete Ader 7 und eine elektrische Isolation 8 auf, welche beispielsweise aus einem Kunststoff gebildet ist und die jeweilige, auch als Einzelader bezeichnete Ader 7 in deren Umfangsrichtung vollständig umlaufend umgibt und somit ummantelt.

Das Leitungselement 2 weist ferner eine elektrische Abschirmung 9 auf, in welcher zumindest jeweilige Längenbereiche der Einzelleiter 6 aufgenommen sind. Somit umgibt die Abschirmung 9 zumindest die jeweiligen Längenbereiche der jeweiligen Einzelleiter 6 in deren Umfangsrichtung vollständig umlaufend, wobei die Einzelleiter 6 zumindest überwiegend in der Abschirmung 9 aufgenommen sind. Die Abschirmung 9 ist dabei als Geflecht, das heißt als Schirmgeflecht ausgebildet, wobei die Abschirmung 9 beispielsweise aus einem metallischen Werkstoff gebildet ist. Insbesondere ist die Abschirmung 9 aus Drähten gebildet, welche miteinander verbunden, insbesondere miteinander verflochten, sind, wobei die Drähte aus einem elektrisch leitfähigen Werkstoff und dabei insbesondere aus einem metallischen Werkstoff gebildet sind. Mittels der Abschirmung 9 werden die Einzelleiter 6 elektrisch und/oder magnetisch abgeschirmt, um beispielsweise elektrische und/oder magnetische Felder aus der Umgebung 10 des Leitungselements 2 von den Einzelleitern 6 fernzuhalten beziehungsweise umgekehrt.

Um nun eine besonders vorteilhafte elektrische Anbindung des Leitungselements 2, insbesondere der Abschirmung 9, an das Gehäuse 3 auf besonders einfache Weise realisieren zu können, umfasst das Leitungselement 2 wenigstens eine zumindest einen Längenbereich 11 der Abschirmung 9 in deren Umfangsrichtung vollständig umlaufend umgebende Tülle 12, welche aus einem elektrisch leitfähigen Kunststoff gebildet ist. Bei dem in den Fig. veranschaulichten Ausführungsbeispiel ist der elektrisch leitfähige Kunststoff ein elektrisch leitfähiges Silikon. Dabei weist die Tülle 12 eine in radialer Richtung des Leitungselements 2 der Abschirmung 9 abgewandte Aufnahme 13 auf, in welcher zumindest ein Wandungsbereich 14 der Wandung 4 und somit des Gehäuses 3 aufgenommen ist. Der Wandungsbereich 14 begrenzt dabei die Durchgangsöffnung 5 in deren Umfangsrichtung vollständig umlaufend. Dabei ist die Aufnahme 13 ringförmig oder oval ausgebildet oder weist eine andere Lochgeometrie auf, so dass sich die Aufnahme 13 in Umfangsrichtung der Abschirmung 9 beziehungsweise der Durchgangsöffnung 5 vollständig umlaufend erstreckt. Der in Umfangsrichtung der Aufnahme 13 vollständig umlaufend in der Aufnahme 13 aufgenommener Wandungsbereich 14 berührt beziehungsweise kontaktiert die Tülle 12 beziehungsweise das elektrisch leitfähige Silikon direkt, so dass der Wandungsbereich 14 und somit die Wandung 4 und das Gehäuse 3 elektrisch mit der Tülle 12 verbunden sind. Ferner berührt die Tülle 12 beziehungsweise das elektrisch leitfähige Silikon die Abschirmung 9 direkt, so dass die Tülle 12 elektrisch mit der Abschirmung 9 verbunden ist. In der Folge ist die Abschirmung 9 über die Tülle 12 elektrisch mit dem Wandungsbereich 14 und somit mit dem Gehäuse 3 verbunden, so dass das Leitungselement 2, insbesondere die Abschirmung 9, auf besonders einfache und kostengünstige Weise, insbesondere niederohmig, an das Gehäuse 3 angebunden ist.

Beispielsweise im Rahmen einer Montage des Leitungselements 2 wird dieses durch die Durchgangsöffnung 5 hindurchgesteckt. Durch die Ausgestaltung der Tülle 12 aus dem genannten Silikon kann die Tülle 12 besonders einfach und schadfrei, insbesondere elastisch, verformt werden, wodurch der Wandungsbereich 14 auf besonders einfache Weise in die Aufnahme 13 eingesteckt werden kann. In der Folge kontaktiert das leitfähige Silikon das Gehäuse 3.

Das Leitungselement 2 ist besonders gut aus 2 erkennbar. Vorteilhaft ausgeführt kann die Tülle 12 beziehungsweise das Silikon als Knickschutz dienen, um ein übermäßiges Knicken und daraus etwaig resultierende Beschädigungen des Leitungselements 2 vermeiden zu können. Ferner ist es möglich, die Durchgangsöffnung 5 mittels der Tülle 12 zumindest gegen Staub auf einfache Weise abzudichten.

Um das Leitungselement 2 auf besonders einfache und somit kostengünstige Weise herzustellen, ist die Tülle 12 beziehungsweise das elektrisch leitfähige Silikon auf die Abschirmung 9 aufgespritzt, das heißt an die Abschirmung 9 angespritzt. Die Tülle 12 ist somit als an- beziehungsweise aufgespritzte Tülle ausgebildet und ermöglicht auf besonders einfache Weise eine elektrisch leitende Tüllenschirmanbindung. Insbesondere ist denkbar, mehr als ein geschirmtes Kabel in die Tülle 12 einzuspritzen, so dass die Tülle 12 beispielsweise mehrere Abschirmungen der jeweiligen Kabel umgibt und insbesondere elektrisch kontaktiert. Dadurch können mehrere Kabel beziehungsweise deren Abschirmungen auf besonders einfache Weise über die Tülle an das Gehäuse 3 elektrisch angebunden werden.

Besonders gut in Zusammenschau mit 3 ist erkennbar, dass die Abschirmung 9 als Geflecht, insbesondere als Drahtgeflecht, ausgebildet ist, dessen einzelne Drähte in 3 zumindest teilweise erkennbar und dort mit 15 bezeichnet sind. Um eine besonders vorteilhafte Isolation zu realisieren, weist das Leitungselement 2 einen auch als Kabelisolation bezeichneten, elektrisch isolierenden Mantel 16 auf, welcher zumindest einen sich an die Tülle 12 anschließenden Längenbereich 17 der Abschirmung 9 in deren Umfangsrichtung vollständig umlaufend umgibt. Dabei ist der elektrisch isolierende Mantel 16 beispielsweise aus einem Kunststoff gebildet.

Bezugszeichenliste

1
Anordnung
2
Leitungselement
3
Gehäuse
4
Wandung
5
Durchgangsöffnung
6
Einzelleiter
7
Ader
8
elektrische Isolation
9
Abschirmung
10
Umgebung
11
Längenbereich
12
Tülle
13
Aufnahme
14
Wandungsbereich
15
Drähte
16
Mantel
17
Längenbereich