Title:
Situatives Sperren eines mobilen Endgerätes in einem Kraftfahrzeug zur Erhöhung der Sicherheit
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines mobilen Endgerätes (3) während einer automatisierten Fahrt eines Kraftfahrzeugs (1). Um den Einsatz des mobilen Endgerätes (3) in dem Kraftfahrzeug (1) universell zu kontrollieren sind folgende Schritte vorgesehen:
- Verbinden des mobilen Endgerätes (3) mit dem Kraftfahrzeug (1) über eine Kommunikationsschnittstelle (12),
- Abrufen eines aktuellen Werts eines Nutzungssignals (13) durch das mobilen Endgerät (3) aus dem Kraftfahrzeug (1) über die Kommunikationsschnittstelle (12), wobei das Kraftfahrzeug (1) durch Einstellen des Nutzungssignals (13) auf einen vorbestimmten Freigabewert signalisiert, dass die Nutzung des mobilen Endgeräts (3) gestattet ist, und durch Einstellen des Nutzungssignals (13) auf einen vorbestimmten Sperrwert signalisiert, dass die Nutzung untersagt ist,
- Freigeben einer Funktion des mobilen Endgerätes (3) durch das mobile Endgerät (3) bei Vorliegen des Freigabewerts, und
- Sperren der Funktion durch das mobile Endgerät (3) bei Vorliegen des Sperrwerts und Ausgeben einer Übernahmeaufforderung bei Sperren der Funktion. embedded image




Inventors:
Reuter, Mirko (85221, Dachau, DE)
Application Number:
DE102017200841A
Publication Date:
07/19/2018
Filing Date:
01/19/2017
Assignee:
AUDI AG, 85057 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102014225562A1N/A2016-06-16
DE102014106241A1N/A2015-05-07
DE102013222048A1N/A2015-04-30
DE102012112802A1N/A2014-06-26



Foreign References:
92083902015-12-08
201202144722012-08-23
Claims:
Verfahren zum Steuern eines mobilen Endgerätes (3) während einer automatisierten Fahrt eines Kraftfahrzeugs (1), mit den Schritten:
- Verbinden des mobilen Endgerätes (3) mit dem Kraftfahrzeug (1) über eine Kommunikationsschnittstelle (12),
- Abrufen eines aktuellen Werts eines Nutzungssignals (13) durch das mobilen Endgerät (3) aus dem Kraftfahrzeug (1) über die Kommunikationsschnittstelle (12), wobei das Kraftfahrzeug (1) durch Einstellen des Nutzungssignals (13) auf einen vorbestimmten Freigabewert signalisiert, dass die Nutzung des mobilen Endgeräts (3) gestattet ist, und durch Einstellen des Nutzungssignals (13) auf einen vorbestimmten Sperrwert signalisiert, dass die Nutzung untersagt ist,
- Freigeben einer Funktion des mobilen Endgerätes (3) durch das mobile Endgerät (3) bei Vorliegen des Freigabewerts, und
- Sperren der Funktion durch das mobile Endgerät (3) bei Vorliegen des Sperrwerts und Ausgeben einer Übernahmeaufforderung bei Sperren der Funktion.

Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Position des mobilen Endgerätes (3) innerhalb eines Innenraums (19) des Kraftfahrzeugs (1) ermittelt wird und das mobile Endgerät (3) gesperrt wird, wenn die Position des mobilen Endgerätes (3) außerhalb eines vorbestimmten Nutzungsbereichs (N) liegt.

Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des mobilen Endgerätes (3) durch das Kraftfahrzeug (1) mittels einer Kamera (10) des Kraftfahrzeugs (1) und/oder einer elektromagnetischen Sensorik (11) des Kraftfahrzeugs (1) ermittelt wird.

Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des mobilen Endgerätes (3) durch das mobile Endgerät (3) selbst mittels einer Kamera (10) des mobilen Endgerätes (3) und/oder einer elektromagnetischen Sensorik (11) des mobilen Endgerätes (3) ermittelt wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftfahrzeug (1) den vorbestimmten Sperrwert für das Nutzungssignal (13) einstellt, wenn die Position des mobilen Endgerätes (3) außerhalb des vorbestimmten Nutzungsbereichs (N) liegt.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Endgerät (3) durch eine Software auf das Nutzungssignal (13) und/oder den vorbestimmten Sperrwert und/oder den vorbestimmten Freigabewert des Kraftfahrzeugs (1) konfiguriert wird.

Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Endgerät (3) durch die Software für unterschiedliche Nutzungssignale und/oder unterschiedliche vorbestimmte Sperrwerte und/oder unterschiedliche vorbestimmte Freigabewerte des Kraftfahrzeugs (1) und weiterer Kraftfahrzeuge konfiguriert wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Sperren des mobilen Endgerätes (3) dieses einen Bildschirm (30) abdunkelt und/oder eine Warnmeldung anzeigt und/oder eine akustische und/oder eine haptische Warnung ausgibt.

Speichermedium (38) mit einem Programmcode, der dazu eingerichtet ist, bei Ausführung durch eine Prozessoreinrichtung eines mobilen Endgeräts (3) ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 durchzuführen.

Kraftfahrzeug (1), das dazu eingerichtet ist, an einer Kommunikationsschnittstelle (12) mittels eines Nutzungssignals (13) zu signalisieren, ob die Nutzung eines mobilen Endgerätes (3) momentan gestattet oder untersagt ist, indem das Kraftfahrzeug (1) durch Einstellen des Nutzungssignals (13) auf einen vorbestimmten Freigabewert signalisiert, dass die Nutzung gestattet ist, und durch Einstellen des Nutzungssignals (13) auf einen vorbestimmten Sperrwerts signalisiert, dass die Nutzung untersagt ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines mobilen Endgerätes während einer automatisierten Fahrt eines Kraftfahrzeugs, wobei das mobile Endgerät in Abhängigkeit von einem Nutzungssignal freigegeben oder gesperrt wird. Ein zweiter Aspekt betrifft ein Speichermedium mit einem Programmcode, der dazu eingerichtet ist, bei Ausführung durch eine Prozesseinrichtung eines mobilen Endgerätes das mobile Endgerät entweder freizugeben oder zu sperren. Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug, das dazu ausgebildet ist, an einer Kommunikationsschnittstelle mittels eines Nutzungssignals zu signalisieren, ob die Nutzung des mobilen Endgerätes gestattet oder untersagt ist.

In Zukunft kann die teilautomatisierte oder vollautomatisierte Fahrt von Kraftfahrzeugen die Nutzung von mobilen Endgeräten, beispielsweise Mobiltelefonen, Smartphones, Tablet-Computern oder Notebooks, ermöglichen. Dennoch muss auch im Falle einer teilautomatisierten oder vollautomatisierten Fahrt der Fahrer jederzeit in der Lage sein, die Steuerung des Kraftfahrzeugs zu übernehmen. Außerdem kann die Nutzung des mobilen Endgerätes nur in bestimmten Bereichen eines Innenraums des Kraftfahrzeugs erlaubt sein, um eine erhöhte Verletzungsgefahr im Falle eines Unfalles zu vermeiden.

Die DE 10 2013 222 048 A1 betrifft ein Verfahren zum Aktivieren oder Deaktivieren einer automatischen Fahrfunktion eines Kraftfahrzeugs anhand vorgegebener Bedingungen. Beispielsweise erfolgt eine Übernahmeaufforderung an den Fahrer des Kraftfahrzeugs, wenn eine der vorgegebenen Bedingungen zutrifft.

Die DE 10 2012 112 802 A1 betrifft ein Verfahren zum Steuern eines Kraftfahrzeugs mit einer automatischen Fahrfunktion, wobei während einer teilautomatisierten oder vollautomatisierten Fahrt eine Übernahmewahrscheinlichkeit bestimmt wird, mit der voraussichtlich ein Fahreingriff des Fahrers erforderlich sein wird.

Die DE 10 2014 225 562 A1 stellt ein Verfahren bereit, im Rahmen dessen während einer automatisierten Fahrt des Kraftfahrzeugs dem Fahrer eine Übernahmeaufforderung zum Übernehmen der Steuerung des Kraftfahrzeugs direkt auf dem mobilen Endgerät angezeigt wird. Während die Übernahmeaufforderung an den Fahrer erfolgt, kann das mobile Endgerät in seiner Funktionsfähigkeit eingeschränkt werden.

Der Stand der Technik besitzt den Nachteil, dass aufgrund der Steuerung des mobilen Endgerätes durch das Kraftfahrzeug nur mobile Endgeräte gesteuert werden können, welche dem Kraftfahrzeug bekannt sind, also beispielsweise in einer Speichereinrichtung des Kraftfahrzeugs registriert sind.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Einsatz eines mobilen Endgerätes in einem Kraftfahrzeug universell zu kontrollieren.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte Ausführungsformen mit zweckmäßigen Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche, der Beschreibung und der Figuren. Zweckmäßige Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und deren Vorteile gelten analog auch für das erfindungsgemäße Speichermedium sowie das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug.

Zum Steuern des mobilen Endgerätes während einer automatisierten Fahrt eines Kraftfahrzeugs kann das mobile Endgerät über eine Kommunikationsschnittstelle mit dem Kraftfahrzeug verbunden werden. Insbesondere stellt das Kraftfahrzeug die Kommunikationsschnittstelle bereit. Das mobile Endgerät kann sich über die Kommunikationsschnittstelle mit dem Kraftfahrzeug verbinden beziehungsweise koppeln. Das Verbinden über die Kommunikationsschnittstelle kann mittels einer Datenverbindung, beispielsweise einer drahtgestützten oder drahtlosen Datenverbindung, erfolgen. Bevorzugt stellt die Kommunikationsschnittstelle ein Interface zum Aufbauen einer drahtlosen Datenverbindung, beispielsweise mittels Wi-Fi oder Bluetooth, bereit.

Durch das Verbinden des mobilen Endgeräts mit dem Kraftfahrzeug kann eine Kommunikation zwischen dem mobilen Endgerät und dem Kraftfahrzeug ermöglicht werden. Durch das mobile Endgerät wird ein aktueller Wert eines Nutzungssignals aus dem Kraftfahrzeug über die Kommunikationsschnittstelle abgerufen, wobei das Kraftfahrzeug durch Einstellen des Nutzungssignals auf einen vorbestimmten Freigabewert signalisiert, dass die Nutzung des mobilen Endgeräts gestattet ist, und durch Einstellen des Nutzungssignals auf einen vorbestimmten Sperrwert signalisiert, dass die Nutzung untersagt ist. Mit anderen Worten stellt das Kraftfahrzeug entweder den vorbestimmten Freigabewert oder den vorbestimmten Sperrwert für das Nutzungssignal ein. Vorzugsweise wird der Freigabewert eingestellt, wenn die Nutzung des mobilen Endgeräts gestattet ist, und der Sperrwert eingestellt, wenn die Nutzung des mobilen Endgerätes untersagt ist. Beispielsweise handelt es sich bei dem Nutzungssignal um ein digitales Signal, wobei ein Wert 0 des digitalen Signals dem Freigabewert entspricht und ein Wert 1 des digitalen Signals dem Sperrwert entspricht oder der Wert 0 dem Sperrwert entspricht und der Wert 1 dem Freigabewert entspricht. Im Allgemeinen kann das Nutzungssignal zumindest zwei Zustände aufweisen, durch welche zumindest der Sperrwert und der Freigabewert repräsentiert sind. Insbesondere erfolgt das Abrufen des aktuellen Werts des Nutzungssignals durch das mobile Endgerät wiederholt, vorzugsweise kontinuierlich oder periodisch.

In Abhängigkeit des Wertes des abgerufenen Nutzungssignals kann eine Funktion des mobilen Endgerätes freigegeben oder gesperrt werden. Bei Vorliegen des Freigabewerts wird die Funktion des mobilen Endgeräts durch das mobile Endgerät freigegeben. Bei Vorliegen des Sperrwerts wird die Funktion durch das mobile Endgerät gesperrt. Außerdem kann bei Vorliegen des Sperrwerts eine Übernahmeaufforderung durch das mobile Endgerät ausgegeben werden. Insbesondere wird die Übernahmeaufforderung an einen Nutzer des Kraftfahrzeugs ausgegeben. Insbesondere ist die Nutzung des mobilen Endgeräts gestattet beziehungsweise wird der Freigabewert eingestellt, wenn die automatisierte Fahrt des Kraftfahrzeugs möglich ist. In diesem Fall kann das mobile Endgerät für den Nutzer freigegeben werden, da dieser nicht das Kraftfahrzeug führen muss. Ist eine Übernahme der Fahrt durch den Nutzer nötig, beispielsweise weil eine automatisierte Fahrt nicht mehr gewährleistet ist, kann der Sperrwert eingestellt werden. Insbesondere wird der Sperrwert dann eingestellt, wenn gemäß eines aus dem Stand der Technik bekannten Verfahrens, beispielsweise wie in der DE 10 2013 222 048 A1 offenbart, eine Übernahmebedingung vorliegt. In diesem Fall ist eine Übernahme der Kontrolle über das Kraftfahrzeug durch den Nutzer vonnöten. Die Übernahmeaufforderung wird insbesondere durch das mobile Endgerät ausgegeben. Zusätzlich kann die Übernahmeaufforderung auch anderweitig, beispielsweise durch das Kraftfahrzeug ausgegeben werden. Das Kraftfahrzeug kann eine Mitteilungseinheit zum Ausgeben der Übernahmeaufforderung, insbesondere als akustisches, optisches oder haptisches Signal, aufweisen. Durch Sperren der Funktion des mobilen Endgeräts und Ausgaben der Übernahmeaufforderung kann die Aufmerksamkeit des Nutzers schnell und sicher auf ein Verkehrsgeschehen und/oder die notwendige Übernahme der Steuerung des Kraftfahrzeugs durch den Nutzer gelenkt werden. Bei dem Nutzer handelt es sich insbesondere um einen Fahrer des Kraftfahrzeugs, der auch im Falle der automatisierten Fahrt verantwortlich für die Fahrt des Kraftfahrzeugs ist.

Die automatisierte Fahrt des Kraftfahrzeugs kann eine vollautonome oder teilautonome Fahrt des Kraftfahrzeugs sein. Das Kraftfahrzeug stellt über die Kommunikationsschnittstelle vorzugsweise nur das Nutzungssignal bereit. Insbesondere erfolgt keine Steuerung des mobilen Endgerätes und/oder der Funktion des mobilen Endgeräts durch das Kraftfahrzeug. Das Freigeben der Funktion des mobilen Endgerätes und/oder das Sperren der Funktion des mobilen Endgeräts und/oder das Ausgeben der Übernahmeaufforderung durch das mobile Endgerät wird demnach durch das mobile Endgerät gesteuert. Insbesondere wird das Nutzungssignal durch das Kraftfahrzeug ohne Kenntnis über das mobilen Endgeräts bereitgestellt. Auf diese Weise ist eine besonders universelle Steuerung des mobilen Endgeräts gegeben, da keine Steuerung des mobilen Endgeräts durch das Kraftfahrzeug nötig ist. Das Kraftfahrzeug muss insbesondere lediglich zum Ausgeben des aktuellen Werts des Nutzungssignals ausgebildet beziehungsweise programmiert sein.

In einer Weiterbildung der Erfindung wird eine Position des mobilen Endgeräts innerhalb eines Innenraums des Kraftfahrzeugs ermittelt und das mobile Endgerät gesperrt, wenn die Position des mobilen Endgerätes außerhalb eines vorbestimmten Nutzungsbereichs liegt. Analog kann das mobile Endgerät freigegeben werden, wenn die Position des mobilen Endgeräts innerhalb des vorbestimmten Nutzungsbereichs liegt. Insbesondere handelt es sich bei dem vorbestimmten Nutzungsbereichs um einen Bereich, in dem eine Nutzung des mobilen Endgeräts ohne eine Gefährdung des Nutzers im Falle einer Kollision des Kraftfahrzeugs möglich ist. Beispielsweise ist die Nutzung des mobilen Endgeräts innerhalb des vorbestimmten Nutzungsbereichs gestattet und außerhalb des Nutzungsbereichs untersagt. Wird eine Position des mobilen Endgerätes außerhalb des Nutzungsbereichs ermittelt, kann entweder die Funktion des mobilen Endgeräts gesperrt werden oder die Funktion des mobilen Endgerät gesperrt werden und zusätzlich eine Übernahmeaufforderung ausgegeben werden.

Insbesondere kann die Position des mobilen Endgeräts durch das Kraftfahrzeug mittels einer Kamera des Kraftfahrzeugs und/oder einer elektromagnetischen Sensorik des Kraftfahrzeugs ermittelt werden. Insbesondere kann das Sperren der Funktion beziehungsweise das Freigeben der Funktion des mobilen Endgeräts in diesem Fall durch Einstellen des Nutzungssignals auf den Sperrwert beziehungsweise den Freigabewert durch das Kraftfahrzeug erfolgen. Die Position des mobilen Endgeräts kann in einem Kamerabild der Kamera des Kraftfahrzeugs, beispielsweise durch eine Auswerteeinheit des Kraftfahrzeugs, ermittelt werden. Insbesondere wird im Rahmen der Objekterkennung das mobile Endgerät in dem Kamerabild erkannt. Alternativ oder zusätzlich kann die Position des mobilen Endgeräts durch eine elektromagnetische Sensorik des Kraftfahrzeugs ermittelt werden. Beispielsweise ist die elektromagnetische Sensorik des Kraftfahrzeugs nach Art eines automatischen Systems zum Starten eines Kraftfahrzeugs ohne aktive Benutzung eines Autoschlüssels, auch Keyless-Go genannt, ausgebildet. Die Position des mobilen Endgeräts kann durch Lokalisieren eines elektromagnetischen Signals, welches durch das mobile Endgerät ausgesendet wird, erfolgen.

Alternativ oder zusätzlich kann die Position des mobilen Endgeräts durch das mobile Endgerät selbst ermittelt werden. Insbesondere kann die Position des mobilen Endgeräts mittels einer Kamera des mobilen Endgeräts und/oder einer elektromagnetischen Sensorik des mobilen Endgerätes ermittelt werden. Insbesondere ist die Kamera an dem mobilen Endgerät selbst angeordnet und erfasst zumindest ein Bild von dem Innenraum des Kraftfahrzeugs. Anhand des Bildes des Innenraums des Kraftfahrzeugs kann die Position des mobilen Endgerätes ermittelt werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Position des mobilen Endgeräts mittels der elektromagnetischen Sensorik des mobilen Endgerätes ermittelt werden. Beispielsweise umfasst das mobile Endgerät einen elektromagnetischen Sensor, der die Position des mobilen Endgerätes in dem Innenraum anhand eines elektromagnetischen Feldes in dem Innenraum ermittelt. Wird die Position des mobilen Endgeräts durch das mobile Endgerät selbst ermittelt, so kann die Funktion des mobilen Endgeräts unabhängig von dem Nutzungssignal freigegeben oder gesperrt werden. Insbesondere kann das mobile Endgerät bei Vorliegen des Sperrwerts Wertes des Nutzungssignals oder, wenn die Position des mobilen Endgerätes außerhalb des vorbestimmten Nutzungsbereichs liegt, gesperrt werden.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass durch das Kraftfahrzeug der vorbestimmte Sperrwert für das Nutzungssignal eingestellt wird, wenn die Position des mobilen Endgerätes außerhalb des vorbestimmten Nutzungsbereichs liegt. Dies ist insbesondere dann vorgesehen, wenn die Position des mobilen Endgeräts durch das Kraftfahrzeug ermittelt wird. Insbesondere wird das Nutzungssignal durch das Kraftfahrzeug auf den Sperrwert eingestellt, wenn die Position des mobilen Endgerätes außerhalb des vorbestimmten Nutzungsbereichs liegt oder die Übernahmebedingungen eintritt. Dadurch ist eine sichere Nutzung des mobilen Endgeräts durch den Nutzer sowohl im Falle einer Kollision des Kraftfahrzeugs als auch im Falle einer notwendigen Übernahme der Steuerung des Kraftfahrzeugs durch den Nutzer beziehungsweise Fahrer gegeben.

In einer Weiterbildung der Erfindung wird das mobile Endgerät durch eine Software für das Nutzungssignal und/oder den vorbestimmten Sperrwert und/oder den vorbestimmten Freigabewert des Kraftfahrzeugs konfiguriert. Beispielsweise wird die Software in Form einer sogenannten App auf dem mobilen Endgerät bereitgestellt und/oder stellt einen Programmcode bereit. Insbesondere kann die Software während der Nutzung des mobilen Endgeräts im Hintergrund laufen, also während der Nutzer ein anderes Programm aktiv bedient, und die Nutzung des mobilen Endgeräts überwachen. Das Nutzungssignal kann mittels der Software aus dem Kraftfahrzeug abgerufen werden. Durch die Software kann das Verbinden des mobilen Endgeräts mit dem Kraftfahrzeug über die Kommunikationsschnittstelle initiiert werden. Das Nutzungssignal kann durch die Software auf Vorliegen des Freigabewerts und/oder auf Vorliegen des Sperrwerts geprüft werden. Die Funktion des mobilen Endgeräts kann, insbesondere anhand des Nutzungssignals, durch die Software freigegeben oder gesperrt werden. Wird die Position des mobilen Endgeräts durch das mobile Endgerät selbst ermittelt, kann dies durch den Programmcode initiiert oder durchgeführt werden. Die Software kann fahrzeugspezifisch für das Kraftfahrzeug sein oder an das Kraftfahrzeug angepasst werden. Dadurch ist eine universelle Steuerung des mobilen Endgeräts möglich. Insbesondere wird durch den Programmcode die Übernahmeaufforderung ausgegeben.

In weiterer Ausgestaltung wird das mobile Endgerät durch die Software für unterschiedliche Nutzungssignale und/oder unterschiedliche vorbestimmte Sperrwerte und/oder unterschiedliche vorbestimmte Freigabewerte des Kraftfahrzeugs und weiterer Kraftfahrzeuge konfiguriert. Insbesondere enthält die Software Konfigurationsdaten, welche das Verbinden mit unterschiedlichen Schnittstellen unterschiedlicher Kraftfahrzeuge und/oder das Abrufen des aktuellen Werts unterschiedliche Nutzungssignale aus unterschiedlichen Kraftfahrzeugen und/oder das Freigeben oder Sperren der Funktion des mobilen Endgerätes bei Vorliegen unterschiedlicher Freigabewerte oder Sperrwerte ermöglicht.

Zum Sperren des mobilen Endgerätes kann dieses einen Bildschirm abdunkeln und/oder eine Warnmeldung anzeigen und/oder eine akustische und/oder eine haptische Warnung ausgeben. Beim Ausgeben der akustischen Warnung kann ein Signalton oder eine Sprachausgabe durch das mobile Endgerät ausgegeben werden. Zum Ausgeben der haptische Warnung kann das mobile Endgerät vibrieren. Der Bildschirm des mobilen Endgeräts kann abdunkelt werden und/oder auf dem Bildschirm des mobilen Endgeräts kann die Warnmeldung angezeigt werden. Die Warnmeldung kann insbesondere die Übernahmeaufforderung visualisieren. Durch das vorliegende Sperren der Funktion des mobilen Endgeräts und/oder das Ausgeben der Übernahmeaufforderung beim Sperren der Funktion kann die Aufmerksamkeit des Nutzers auf eine bevorstehende Übernahme der Fahrfunktion durch den Nutzer und/oder das Verkehrsgeschehen gelenkt werden.

Zur Erfindung gehört außerdem ein Speichermedium mit dem Programmcode, der dazu eingerichtet ist, bei dessen Ausführung durch eine Prozesseinrichtung des mobilen Endgeräts ein oben beschriebenes Verfahren durchzuführen.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug, das dazu eingerichtet ist, an einer Kommunikationsschnittstelle mittels eines Nutzungssignals zu signalisieren, ob die Nutzung eines mobilen Endgeräts gestattet oder untersagt ist, indem das Kraftfahrzeug durch Einstellen des Nutzungssignals auf einen vorbestimmten Freigabewert signalisiert, dass die Nutzung gestattet ist, und durch Einstellen des Nutzungssignals auf einen vorbestimmten Sperrwerts signalisiert, dass die Nutzung untersagt ist. Insbesondere ist das Kraftfahrzeug dazu eingerichtet, zu signalisieren, dass die Nutzung des mobilen Endgeräts gestattet ist, wenn eine automatisierte Fahrfunktion des Kraftfahrzeugs selbsttätig zur Durchführung einer automatisierten Fahrt des Kraftfahrzeugs in der Lage ist. Vorzugsweise ist das Kraftfahrzeug dazu eingerichtet, zu signalisieren, dass die Nutzung des mobilen Endgeräts untersagt ist, wenn die automatisierte Fahrfunktion des Kraftfahrzeugs keine automatisierte Fahrt des Kraftfahrzeugs ermöglicht und/oder eine Übernahmebedingung eintritt. Die Übernahmebedingung tritt dann ein, wenn eine Übernahme der Steuerung des Kraftfahrzeugs durch den Nutzer nötig ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn durch die automatisierte Fahrfunktion eine sichere Fahrt nicht mehr gewährleistet ist.

Zu der Erfindung gehören auch Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens, die Merkmale aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit den Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs beschrieben worden sind. Aus diesem Grund sind die entsprechenden Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens hier nicht noch einmal beschrieben.

Im Folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. Hierzu zeigt:

  • 1 eine schematische Seitenansicht eines Kraftfahrzeugs;
  • 2 einen schematischen Überblick über verschieden funktionelle Merkmale eines beispielshaften mobilen Endgerätes.

Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispielen stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren ist die beschriebenen Ausführungsformen auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar.

In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.

1 zeigt ein Kraftfahrzeug 1 in einer schematischen Seitenansicht, wobei das Kraftfahrzeug 1 mittels einer autonomen Steuereinheit 15 zum Ausführen einer autonomen Fahrt ausgebildet ist. Bei einer autonomen Fahrt kann es sich um eine automatisierte oder teilautomatisierte Fahrt handeln. Bei einem Nutzer 2 des Kraftfahrzeugs 1 kann es sich um einen Fahrer des Kraftfahrzeugs 1 handeln. Der Nutzer 2 kann auch dann als Fahrer bezeichnet, wenn das Kraftfahrzeug 1 eine autonome oder teilautonome Fahrt ausführt. Beispielsweise muss der Nutzer 2 beziehungsweise der Fahrer das Kraftfahrzeug 1 nicht mittels eines Lenkrades 14 steuern. Daher kann sich der Nutzer 2 Nebentätigkeiten widmen, beispielsweise kann sich der Nutzer 2 mit einem mobilen Endgerät 3 beschäftigen. Das mobile Endgerät ist beispielsweise als Smartphone, Tablet-Computer, Notebook oder beliebiges anderes elektronisches Gerät ausgebildet. Während der autonomen Fahrt des Kraftfahrzeugs 1 kann jederzeit ein Fahreingriff des Nutzers 2 nötig werden. Bei dem Fahreingriff kann es sich um ein Lenkmanöver oder ein Bremsmanöver handeln. Beispielsweise muss die Steuerung des Kraftfahrzeugs durch den Nutzer 2 übernommen werden. Aus dem Stand der Technik bekannt sind Verfahren, zum Ermitteln einer Übernahmebedingung, unter welcher der Nutzer 2 die Steuerung des Kraftfahrzeugs 1 übernehmen muss oder der Fahreingriff nötig ist. Im Falle des Vorliegens der Übernahmebedingung muss die schnelle Übernahme der Steuerung des Kraftfahrzeugs 1 durch den Nutzer 2 gewährleistet sein. Ansonsten ist die Benutzung des mobilen Endgeräts 3 während der autonomen Fahrt des Kraftfahrzeugs 1 nicht sicher. Für eine sichere Nutzung des mobilen Endgeräts 3 kann es auch nötig sein, dass das mobile Endgerät 3 nicht in einem Gefahrenbereich G eines Rückhaltesystems 16, insbesondere eines Prallsacks oder Airbags, genutzt wird.

Das mobile Endgerät 3 kann mit einer Kommunikationsschnittstelle 12 des Kraftfahrzeugs verbunden werden. Beispielsweise sendet das mobile Endgerät 3 Konfigurationsdaten 31 zum Verbinden mit der Kommunikationsschnittstelle 12 aus. Die Kommunikationsschnittstelle 12 kann mit einer Stelleinrichtung 17 in Verbindung stehen. Insbesondere wird auf dem mobilen Endgerät 3 ein Programmcode, insbesondere eine App oder eine Software, ausgeführt, durch welche das mobile Endgerät 3 mit der Kommunikationsschnittstelle 12 verbunden wird. Eine Verbindung des mobilen Endgeräts 3 mit der Kommunikationsschnittstelle 12 kann drahtlos oder drahtgestützt aufgebaut werden. Vorliegend wird die Verbindung drahtlos, beispielsweise als Bluetooth oder Wi-Fi-Verbindung, aufgebaut.

Durch das mobile Endgerät 3, insbesondere durch einen auf dem mobilen Endgerät 3 ausgeführten Programmcode, kann ein Nutzungssignal 13 aus dem Kraftfahrzeug 1 über die Kommunikationsschnittstelle 12 empfangen werden. Insbesondere wird ein aktueller Wert des Nutzungssignals 13 abgerufen. Durch die Stelleinrichtung 17 kann das Nutzungssignal 12 entweder auf einen vorbestimmten Freigabewert, im folgenden Freigabewert genannt, oder einen vorbestimmten Sperrwert, im folgenden Sperrwert genannt, eingestellt werden. Durch Abrufen des aktuellen Werts des Nutzungssignals 13 kann das mobile Endgerät 3 ermitteln, ob der Sperrwert oder der Freigabewert eingestellt ist. Das Nutzungssignal 13 und/oder der momentane Wert des Nutzungssignals 13 kann wiederholt, insbesondere kontinuierlich oder periodisch, abgerufen werden.

Die Stelleinrichtung 17 kann dann den Freigabewert einstellen, wenn die Nutzung des mobilen Endgeräts 3 gestattet ist, und dann den Sperrwert einstellen, wenn die Nutzung des mobilen Endgeräts 3 untersagt ist. Insbesondere ist die Nutzung des mobilen Endgeräts 3 dann gestattet, wenn die autonome Fahrt des Kraftfahrzeugs 1 durch die autonome Fahrfunktion 15 gewährleistet ist. Insbesondere ist die Nutzung des mobilen Endgeräts 3 gestattet, wenn kein automatisierten Fahrt in die Steuerung des Kraftfahrzeugs 1 durch den Nutzer 2 nötig ist. Die Nutzung des mobilen Endgeräts 3 kann dann untersagt sein, wenn die autonome Fahrt des Kraftfahrzeugs 1 durch die autonome Fahrfunktion 15 nicht gewährleistet ist. Insbesondere kann die Nutzung des mobilen Endgeräts untersagt sein, wenn der Fahreingriff in die Steuerung des Kraftfahrzeugs einst durch den Nutzer 2 nötig ist. Die Stelleinrichtung 17 ist hierzu vorliegend mit der autonomen Fahrfunktion 15, insbesondere über eine Datenleitung, verbunden. Insbesondere wird der Sperrwert durch die Stelleinrichtung 17 dann eingestellt, wenn aufgrund einer geänderten Verkehrssituation der Fahreingriff des Nutzers 2 nötig wird.

Bei Vorliegen des Freigabewerts kann durch das mobile Endgerät 3 eine Funktion des mobilen Endgeräts 3 freigegeben werden. Freigeben der Funktion bedeutet insbesondere dass keine Einschränkung der Funktion des mobilen Endgeräts 3 durchgeführt wird. Bei Vorliegen des Sperrwerts kann die Funktion des mobilen Endgeräts 3 durch das mobile Endgerät 3 gesperrt werden. Insbesondere wird die Funktion des mobilen Endgeräts 3 eingeschränkt. Beispielsweise kann zum Sperren des mobilen Endgeräts 3 ein Bildschirm 30 des mobilen Endgeräts 3 abgedunkelten werden. In diesem Fall wird der Nutzer 2 durch einen Bildschirminhalt auf dem Bildschirm 30 nicht abgelenkt. Alternativ oder zusätzlich kann auf dem Bildschirm 30 eine Warnung beziehungsweise eine Warnmeldung angezeigt werden. Die Warnmeldung kann dem Nutzer 2 mitteilen, dass die Nutzung des mobilen Endgeräts 3 untersagt ist. Zum Sperren des mobilen Endgeräts kann eine akustische und/oder eine haptische Warnung ausgegeben werden. Beispielsweise wird als akustische Warnung ein Warnton durch das mobile Endgerät 3 ausgegeben. Vorzugsweise vibriert das mobile Endgerät 3 zum Ausgeben der haptischen Warnung. In einem anderen Beispiel kann sich das mobile Endgerät 3 zum Sperren ausschalten oder laufende Programme beziehungsweise Apps beenden.

Bei Vorliegen des Sperrwerts kann eine Übernahmeaufforderung durch das Endgerät 3 an den Nutzer 2 ausgegeben werden. Beispielsweise ist die Übernahmeaufforderung durch die Warnmeldung zum Sperren des mobilen Endgeräts 3 umfasst. Beispielsweise wird die Übernahmeaufforderung als Text oder als Symbol auf dem Bildschirm 30 des mobilen Endgeräts 3 dargestellt. Alternativ oder zusätzlich kann die Übernahmeaufforderung durch ein akustisches und/oder optisches Signal ausgegeben werden. Beispielsweise wird der Nutzer 2 durch das mobile Endgerät 3 mittels einer, vorzugsweise gesprochenen, Tonnachricht zum Übernehmen der Steuerung des Kraftfahrzeugs 1 aufgefordert.

2 zeigt eine schematische Ansicht des mobilen Endgeräts 3. Das mobile Endgerät 3 weist vorliegend den Bildschirm 30, zumindest ein Eingabeelement 32, eine endgerätseitige Kommunikationsschnittstelle 33 zum Kommunizieren mit der Kommunikationsschnittstelle 12 und eine Lokalisierungseinheit 34 auf. Zum Sperren des mobilen Endgeräts 3 kann dieses die Funktion des zumindest einen Eingabeelements 32 abschalten. Insbesondere kann der Nutzer 2 dann keine Eingaben über das Eingabeelement 32 an dem mobilen Endgerät 3 tätigen. Alternativ oder zusätzlich kann ein Bildschirm und/oder eine Audioausgabe gesperrt werden. Das mobile Endgerät 3 kann außerdem eine Ausgabeeinheit 35 umfassen. Die Ausgabeeinheit 35 kann einen Lautsprecher zum Abgeben der akustischen Warnung und/oder eine Vibrationsmotor zum Ausgeben der haptischen Warnung umfassen.

Eine Kamera 10, insbesondere eine Fahrerbeobachtungskamera, kann zum Erfassen des Fahrers 2 und/oder des mobilen Endgeräts 3 in einem Innenraum 19 des Kraftfahrzeugs 1 ausgebildet sein. Insbesondere wird durch die Kamera 10 eine Position des mobilen Endgeräts 3 in dem Innenraum 19 erfasst beziehungsweise ermittelt. Alternativ oder zusätzlich kann die Lokalisierungseinheit 34 des mobilen Endgeräts 3 einen elektromagnetischen Sender umfassen. Durch elektromagnetische Sensoren 11 des Kraftfahrzeugs 1 kann die Position des elektromagnetischen Senders der Lokalisierungseinheit 34 in dem Innenraum 19 ermittelt werden. Eine derartige Positionsermittlung ist beispielsweise durch Keyless-Go Systeme bekannt. Die Position der Lokalisierungseinrichtung 34 kann als die Position des mobilen Endgeräts 3 festgelegt werden. Insbesondere wird überprüft, ob sich das mobile Endgerät 3 in einem Nutzungsbereich N befindet. Vorzugsweise wird überprüft, ob der Nutzer 2 das mobile Endgerät 3 in dem Nutzungsbereich N nutzt. Befindet sich das mobile Endgerät 3 in dem Nutzungsbereich und/oder nutzt der Nutzer 2 das mobile Endgerät 3 in dem Nutzungsbereich N, so kann die Nutzung des mobilen Endgeräts 3 gestattet sein. Insbesondere stellt die Stelleinrichtung 17 das Nutzungssignal 13 in diesem Fall auf den Freigabewert ein. Befindet sich das mobile Endgerät 3 außerhalb des Nutzungsbereich N und/oder innerhalb des Gefahrenbereich G, so kann die Nutzung des mobilen Endgeräts 3 untersagt sein. Insbesondere stellt die Stelleinrichtung 17 das Nutzungssignal 13 dann auf den Sperrwert ein.

Bevorzugt wird das Nutzungssignal 13 dann auf den Freigabewert eingestellt, wenn sich das mobile Endgerät innerhalb des Nutzungsbereich N befindet und gleichzeitig kein Fahreingriff des Nutzers 2 in die Steuerung des Kraftfahrzeugs 1 nötig ist. Das Nutzungssignal 13 kann auf den Sperrwert eingestellt werden, wenn sich das mobile Endgerät 3 in dem Gefahrenbereich G die befindet oder wenn der Fahreingriff in die Steuerung des Kraftfahrzeugs einst durch den Nutzer 2 nötig ist. Demnach ist die Nutzung des mobilen Endgeräts 3 nur dann gestattet wenn beide Bedingungen, Position des mobilen Endgeräts 3 in dem Nutzungsbereich N und kein Fahreingriff durch den Nutzer 2 nötig, erfüllt sind. Ist keine der Bedingungen oder eine der Bedingungen erfüllt, so kann die Nutzung des mobilen Endgeräts 3 nicht gestattet sein.

Alternativ oder zusätzlich kann die Position des mobilen Endgeräts 3 durch das mobile Endgerät 3 ermittelt werden. Mit anderen Worten ermittelt das mobile Endgerät 3 seine eigene Position. Beispielsweise umfasst die Lokalisierungseinheit 34 eine Kamera. Durch die Kamera der Lokalisierungseinheit 34 kann ein Bild des Innenraums 19 erfasst werden. Durch auswerten des Bildes, beispielsweise des Bildausschnitts des Bildes und der in dem Bild sichtbaren Inneneinrichtung des Innenraums 19, kann das mobile Endgerät 3 anhand des Bildes lokalisiert werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Lokalisierungseinheit 34 einen elektromagnetischen Sensor beziehungsweise eine elektromagnetischen Sensorik aufweisen, mittels derer das mobile Endgerät 3 anhand der elektromagnetischen Sensoren 11 des Kraftfahrzeugs 1 ermittelt werden kann. Beispielsweise umfassen die elektromagnetischen Sensoren 11 des Kraftfahrzeugs 1 fahrzeugseitige elektromagnetische Sender. Insbesondere wird die Position des mobilen Endgeräts 3 durch die elektromagnetische Sensorik der Lokalisierungseinheit 34 in dem Endgerät 3 ermittelt, durch Erfassen einer Relativposition der fahrzeugseitigen elektromagnetischen Sender ermittelt.

Nach Ermitteln seiner eigenen Position kann das mobile Endgerät 3 erkennen, ob seine Nutzung gestattet oder untersagt ist. Insbesondere sperrt das mobile Endgerät 3 die Funktion des mobilen Endgeräts 3, wenn das mobile Endgerät 3 erkennt, dass es sich in dem Gefahrenbereich G befindet. Insbesondere gibt das mobile Endgerät 3 die Funktion des mobilen Endgeräts 3 frei, wenn das mobile Endgerät 3 erkennt, dass es sich in dem Nutzungsbereich N befindet. Insbesondere gibt das mobile Endgerät 3 die Funktion des mobilen Endgeräts 3 nur dann frei, wenn der Freigabewert des Nutzungssignals 13 vorliegt und sich das mobile Endgerät 3 in dem Nutzungsbereich N befindet.

Auf dem mobilen Endgerät 3 kann ein Programmcode ausgeführt werden, durch welchen im vorherigen beschriebene Schritte des mobilen Endgeräts 3 ausgeführt oder initiiert werden können. Beispielsweise initiiert der Programmcode das Verbinden des mobilen Endgeräts 3 mit dem Kraftfahrzeug 1. Beispielsweise wird durch den Programmcode beziehungsweise durch dessen Ausführung der momentane Wert des Nutzungssignals 13 abgerufen. Beispielsweise wird die Funktion des mobilen Endgeräts 3 durch den Programmcode gesperrt oder freigegeben. Vorzugsweise wird der Programmcode durch eine Software oder eine App des mobilen Endgeräts 3 umfasst. In der App können alle im vorherigen beschriebenen Verfahrensschritte zusammengefasst werden. Insbesondere wird das mobile Endgerät 3 durch den Programmcode an unterschiedliche Kraftfahrzeuge angepasst. Beispielsweise wird das mobile Endgerät 3 durch den Programmcode zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens an das Kraftfahrzeug 1 und/oder weitere Kraftfahrzeuge angepasst. Beispielsweise kann das mobile Endgerät 3 mittels des Programmcodes an unterschiedliche Schnittstellen 12 unterschiedlicher Kraftfahrzeuge angepasst werden.

Das mobile Endgerät 3 kann ein Speichermedium 38, insbesondere eine Festplatte oder einen Flash Speicher, aufweisen, der den Programmcode zur Ausführung auf dem mobilen Endgerät 3 bereitstellt. Der Programmcode kann durch eine Prozesseinrichtung 39 des mobilen Endgeräts 3 ausgeführt werden. Der Programmcode beziehungsweise die App kann als Hintergrundprogramm auf dem mobilen Endgerät 3 ausgeführt werden. Insbesondere wird andere Software durch den Nutzer 3 ausgeführt beziehungsweise verwendet. Wird die Funktion des mobilen Endgeräts 3 gesperrt und/oder die Übernahmeaufforderung ausgegeben, so kann der Programmcode, der im Hintergrund ausgeführt wird, in den Vordergrund gestellt werden.

Die Schnittstelle 12 des Kraftfahrzeugs 1 kann universell, individuell beziehungsweise spezifisch für das Kraftfahrzeug 1 oder ein proprietärer Standard sein. Insbesondere muss bei der Entwicklung des Kraftfahrzeugs 1 beziehungsweise dessen Kommunikationsschnittstelle 12 keine Rücksicht auf in Zukunft zu verwendende mobile Endgeräte 3 genommen werden. Die Kompatibilität mit dem Kraftfahrzeug 1 kann nachträglich durch Installieren einer passenden App mit dem Programmcode auf dem mobilen Endgerät 3 hergestellt werden.

Insgesamt ist durch das Ausführungsbeispiel gezeigt, wie die Sicherheit des Nutzers 2 im Umgang mit dem mobilen Endgerät 3 während der autonomen Fahrt des Kraftfahrzeugs 1 auch für einen Kollisionsfall erhöht werden kann. Insbesondere ist das vorliegende Verfahren besonders universell auf unterschiedliche mobile Endgeräte 3 anwendbar.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102013222048 A1 [0003, 0011]
  • DE 102012112802 A1 [0004]
  • DE 102014225562 A1 [0005]