Title:
Anordnung zur elektromagnetischen Transmissionsmessung an Objekten
Kind Code:
B3


Abstract:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur elektromagnetischen Transmissionsmessung, die wenigstens einen Strahlungsemitter für elektromagnetische Strahlung und einen Strahlungsempfänger für die elektromagnetische Strahlung, ein Abtastvolumen, in dem zu prüfende Objekte von einem aus der elektromagnetischen Strahlung gebildeten Messstrahlenbündel durchleuchtet werden können, und eine Rotationseinrichtung aufweist, mit der das Messstrahlenbündel im Abtastvolumen auf einem Kreisbogen oder einer Kreisbahn um eine zentrale Achse des Abtastvolumens bewegt werden kann. Das Abtastvolumen befindet sich bei der vorgeschlagenen Anordnung zwischen zwei feststehenden Reflektoren, die sich gegenüber liegen und in einer Ausgestaltung der Anordnung bezüglich der zentralen Achse ring- oder ringabschnittsförmig ausgebildet sind. Über diese Reflektoren wird das Messstrahlenbündel durch das Abtastvolumen zum Strahlungsempfänger geführt. Das Abtastvolumen lässt sich bei dieser Anordnung über die Ausgestaltung der feststehenden Reflektoren in einfacher Weise skalieren. Aufgrund dieser Reflektoren können die rotierenden Komponenten der Anordnung kompakt ausgeführt werden, so dass sich die Abtast- bzw. Messgeschwindigkeit gegenüber bekannten Anordnungen des Standes der Technik deutlich steigern lässt.




Inventors:
Mende, Jens-Kristian (53225, Bonn, DE)
Nüßler, Dirk (53560, Vettelschoß, DE)
Application Number:
DE102017200159A
Publication Date:
03/22/2018
Filing Date:
01/09/2017
Assignee:
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 80686 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102015203743B3N/A2016-03-31
DE102012010255B3N/A2013-11-14
DE3048682A1N/A1981-09-24



Foreign References:
200602148352006-09-28
WO2014173831A22014-10-30
Other References:
D. Nüßler et al., „T-Sense – the New Generation of Non-contact Transmission Imaging with Non-ionizing Radiation“, 19th World Conference on Non-Destructive Testing 2016, Seiten 1 bis 8.
Attorney, Agent or Firm:
Gagel, Roland, Dipl.-Phys.Univ. Dr.rer.nat., 81241, München, DE
Claims:
1. Anordnung zur elektromagnetischen Transmissionsmessung an Objekten, die
– wenigstens einen Strahlungsemitter (11, 16) für elektromagnetische Strahlung und wenigstens einen Strahlungsempfänger (12, 16) für die elektromagnetische Strahlung,
– ein Abtastvolumen, in dem die Objekte von einem aus der elektromagnetischen Strahlung des Strahlungsemitters (11, 16) gebildeten Messstrahlenbündel durchleuchtet werden können, und
– eine Rotationseinrichtung aufweist, mit der das Messstrahlenbündel im Abtastvolumen auf einem Kreisbogen (2) oder einer Kreisbahn (1) um eine zentrale Achse (13) des Abtastvolumens bewegt werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abtastvolumen zwischen zwei feststehenden, sich gegenüber liegenden und mit wenigstens einem Teil ihrer Reflexionsfläche ring- oder ringabschnittsförmig um die zentrale Achse (13) ausgebildeten Reflektoren (9, 10) für die elektromagnetische Strahlung angeordnet ist, über die das Messstrahlenbündel durch das Abtastvolumen zum Strahlungsempfänger (12, 16) geführt wird.

2. Anordnung zur elektromagnetischen Transmissionsmessung an Objekten, die
– wenigstens einen Strahlungsemitter (11, 16) für elektromagnetische Strahlung und wenigstens einen Strahlungsempfänger für die elektromagnetische Strahlung,
– ein Abtastvolumen, in dem die Objekte von einem aus der elektromagnetischen Strahlung des Strahlungsemitters (11, 16) gebildeten Messstrahlenbündel durchleuchtet werden können, und
– eine Rotationseinrichtung aufweist, mit der das Messstrahlenbündel im Abtastvolumen auf einem Kreisbogen (2) oder einer Kreisbahn (1) um eine zentrale Achse (13) des Abtastvolumens bewegt werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abtastvolumen zwischen zwei feststehenden, sich gegenüber liegenden Reflektoren (9, 10) für die elektromagnetische Strahlung angeordnet ist, über die das Messstrahlenbündel durch das Abtastvolumen und wieder zurück zum Strahlungsempfänger geführt wird, wobei ein erster der beiden Reflektoren (9), der dem Strahlungsemitter (11, 16) am nächsten liegt, mit wenigstens einem Teil seiner Reflexionsfläche ring- oder ringabschnittsförmig um die zentrale Achse (13) ausgebildet ist.

3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationseinrichtung einen ersten Träger (15) für den wenigstens einen Strahlungsemitter (11, 16) und einen zweiten Träger (15) für den wenigstens einen Strahlungsempfänger (12, 16) aufweist, durch die der Strahlungsemitter (11, 16) und der Strahlungsempfänger (12, 16) jeweils auf einer Kreisbahn (1) um die zentrale Achse (13) bewegt werden oder um die zentrale Achse (13) rotieren, wobei der Strahlungsemitter (11, 16) so auf dem ersten Träger (15) angeordnet ist, dass er die elektromagnetische Strahlung quer zur zentralen Achse (13) auf einen ersten der beiden Reflektoren (9) richtet, und der Strahlungsempfänger (12, 16) so auf dem zweiten Träger (15) angeordnet ist, dass er die elektromagnetische Strahlung nach Durchgang durch das Abtastvolumen von einem zweiten der beiden Reflektoren (10) quer zur zentralen Achse (13) empfängt.

4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung mehrere der Strahlungsemitter (16) zur Bildung mehrerer Messstrahlenbündel und mehrere der Strahlungsempfänger (16) aufweist, die so auf dem ersten und zweiten Träger (15) angeordnet sind, dass sich jeweils ein Strahlungsemitter (16) und ein Strahlungsempfänger (16) gegenüber liegen und eine bezüglich der zentralen Achse (13) symmetrische Lastverteilung erreicht wird.

5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationseinrichtung ein erstes und ein zweites um die zentrale Achse (13) rotierbares Strahlumlenkelement (18, 19) aufweist, wobei der Strahlungsemitter (16) und das erste Strahlumlenkelement (18) so angeordnet sind, dass der Strahlungsemitter (16) die elektromagnetische Strahlung auf das erste Strahlumlenkelement (18) der Rotationseinrichtung richtet, das die elektromagnetische Strahlung zumindest während eines Teils seiner Rotation auf einen ersten der beiden Reflektoren (9) umlenkt, während es und um die zentrale Achse (13) rotiert, und wobei der Strahlungsempfänger (16) und das zweite Strahlumlenkelement (18) so angeordnet sind, dass die nach Durchgang durch das Abtastvolumen von einem zweiten der beiden Reflektoren (10) reflektierte elektromagnetische Strahlung durch das zweite Strahlumlenkelement (19) auf den Strahlungsempfänger (16) gerichtet wird, während es synchron zum ersten Strahlumlenkelement (18) um die zentrale Achse (13) rotiert.

6. Anordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Reflektor (9) eine gekrümmte Reflexionsfläche aufweist, durch die die elektromagnetische Strahlung auf eine Fokalebene im Abtastvolumen fokussiert wird.

7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Reflektoren (9, 10) bezüglich der Fokalebene spiegelsymmetrisch angeordnet und ausgebildet sind.

8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 und 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Strahlungsemitter (16) und der wenigstens eine Strahlungsempfänger (16) als Antennen für Hochfrequenzstrahlung ausgebildet und der wenigstens eine Strahlungsemitter (16) mit einer Sendeeinrichtung und der wenigstens eine Strahlungsempfänger (16) mit einer Empfangseinrichtung verbunden sind.

9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 und 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Reflektoren (9, 10) rotationssymmetrisch ausgebildet sind.

10. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationseinrichtung einen Träger (15) für den wenigstens einen Strahlungsemitter (11, 16) aufweist, durch den der Strahlungsemitter (11, 16) auf einer Kreisbahn (1) um die zentrale Achse (13) bewegt wird oder um die zentrale Achse (13) rotiert, wobei der Strahlungsemitter (11, 16) so auf dem Träger (15) angeordnet ist, dass er die elektromagnetische Strahlung quer zur zentralen Achse (13) auf den ersten Reflektor (9) richtet.

11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung mehrere der Strahlungsemitter (16) zur Bildung mehrerer Messstrahlenbündel aufweist, die so auf dem Träger (15) angeordnet sind, dass eine bezüglich der zentralen Achse (13) symmetrische Lastverteilung erreicht wird.

12. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationseinrichtung ein um die zentrale Achse (13) rotierbares Strahlumlenkelement (18) aufweist, wobei der Strahlungsemitter (16) und das Strahlumlenkelement (18) so angeordnet sind, dass der Strahlungsemitter (16) die elektromagnetische Strahlung auf das Strahlumlenkelement (18) der Rotationseinrichtung richtet, das die elektromagnetische Strahlung zumindest während eines Teils seiner Rotation auf den ersten Reflektor (9) umlenkt, während es und um die zentrale Achse (13) rotiert.

13. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Reflektor (9) eine gekrümmte Reflexionsfläche aufweist, durch die die elektromagnetische Strahlung auf eine Fokalebene im Abtastvolumen fokussiert wird.

14. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 und 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Strahlungsemitter (16) und Strahlungsempfänger als Antenne für Hochfrequenzstrahlung ausgebildet und jeweils mit einer Sende- und Empfangseinrichtung verbunden ist.

Description:
Technisches Anwendungsgebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur elektromagnetischen Transmissionsmessung, die wenigstens einen Strahlungsemitter für elektromagnetische Strahlung und wenigstens einen Strahlungsempfänger für die elektromagnetische Strahlung, ein Abtastvolumen, in dem zu prüfende Objekte von einem aus der elektromagnetischen Strahlung des Strahlungsemitters gebildeten Messstrahlenbündel durchleuchtet werden können, und eine Rotationseinrichtung aufweist, mit der das Messstrahlenbündel im Abtastvolumen auf einem Kreisbogen oder einer Kreisbahn um eine zentrale Achse des Abtastvolumens bewegt werden kann. Eine derartige Anordnung kann beispielsweise zur Transmissionsmessung an Prüfkörpern auf einem Fließband eingesetzt werden, auf dem die Prüfkörper durch das Abtastvolumen der Anordnung bewegt und mit Hochfrequenzstrahlung abgetastet werden.

Stand der Technik

So zeigt die WO 2014/173831 A2 eine Anordnung zur elektromagnetischen Transmissionsmessung, die im Frequenzbereich zwischen 3GHz und 3THz betrieben werden kann. Bei dieser Anordnung befindet sich eine Sendeantenne auf einem um eine zentrale Achse rotierbaren Antennenträger. Auf der gegenüberliegenden Seite eines Abtastvolumens ist eine Empfangsantenne auf einem ebenfalls um die zentrale Achse rotierbaren Antennenträger angeordnet. Die beiden Antennenträger bewegen sich während der Abtastung synchron zueinander, so dass die von der Sendeantenne abgestrahlte Hochfrequenzstrahlung nach Transmission durch die zu prüfenden Objekte von der Empfangsantenne wieder empfangen und einer Empfangseinrichtung zur Auswertung zugeleitet werden können. Bei der Auswertung werden Amplitude und Phase bestimmt und visualisiert.

Mit einer derartigen Anordnung werden kontinuierliche Messungen durchgeführt, während sich die Antennen und damit das für die Transmissionsmessung erzeugte Messstrahlenbündel auf einer Kreisbahn bewegen. 1 zeigt hierzu in schematisierter Darstellung ein Beispiel für den Messvorgang. In dieser Figur ist in Draufsicht ein Förderband 3 zu erkennen, das sich in eine Laufrichtung 4 bewegt. Beidseitig des Förderbandes sind die beiden Antennenträger mit der Sende- bzw. Empfangsantenne angeordnet, die in dieser Darstellung nicht explizit zu erkennen sind. Die Figur zeigt die Kreisbahn 1, auf der die beiden Antennen während der Abtastung bewegt werden. Messwerte für die Transmissionsmessungen werden jeweils auf einem Kreisbogen 2 der Kreisbahn 1 aufgenommen, der in der 1 als durchgezogene Linie dargestellt ist. Eine derartige Anordnung ist beispielsweise auch in der Veröffentlichung von D. Nüßler et al., „T-Sense – the New Generation of Non-contact Transmission Imaging with Non-ionizing Radiation“, 19th World Conference on Non-Destructive Testing 2016, Seiten 1 bis 8, beschrieben.

Als Strahlungsemitter wurden bei dieser Anordnung Nahfeldsonden in Form von dielektrischen Stiehlstrahlern eingesetzt. Das ist jedoch nur möglich, wenn der Abstand der Antennen nicht allzu groß wird. Derartige Nahfeldsonden haben allerdings den Nachteil, dass sie anfällig für Verbiegungen bei hohen Messgeschwindigkeiten und für Beschädigungen sind, falls ein zu prüfendes Objekt in Kontakt zur Nahfeldsonde kommt.

Auch aus der DE 102015203743 B3 ist eine Anordnung zur Hochfrequenzabtastung bekannt, bei der auf den Antennenträgern jeweils mehrere Antennen angeordnet sind. Die Hochfrequenzleitungen zu den Hochfrequenzantennen weisen Frequenzfilter auf, die jeweils nur einen Frequenzbereich passieren lassen. Auf diese Weise lässt sich die Vorschubgeschwindigkeit von zu prüfenden Objekten, die an der Antennenanordnung vorbeigeführt werden, ohne großen technischen Aufwand bei gleicher Rotationsgeschwindigkeit der Antennenanordnung gegenüber bisherigen Anordnungen erhöhen. Durch die unterschiedlichen Filter erhält jede Antenne eine Frequenzcodierung, die eine örtliche Zuordnung der Antennensignale bei der Auswertung ermöglicht.

Die bisher bekannten Anordnungen lassen sich allerdings nicht oder nur mit hohem Aufwand zu größeren Abtastvolumina hin skalieren. Sie lassen sich daher nicht einfach im industriellen Maßstab auf größere Produktionsstraßen übertragen. So können beispielsweise in der Nahrungsmittelindustrie Inhomogenitäten oder Einschlüsse wie zum Beispiel Metalle oder andere Verunreinigungen ungewollter Art im Produkt auftreten.

Mit einem nicht destruktiven Verfahren mit Hilfe elektromagnetischer Radarwellen kann eine geeignete Transmissionsmessung zur Detektion derartiger Inhomogenitäten oder Einschlüsse erfolgen. Dies erfordert jedoch eine entsprechende Skalierbarkeit der zugehörigen Messanordnung.

Weiterhin besteht nach wie vor ein Bedarf an Messanordnungen, die eine höhere Durchlaufgeschwindigkeit der zu überprüfenden Objekte ermöglichen. Ein begrenzender Faktor ist bisher noch immer die mechanische Belastung des rotierbaren Antennenträgers, die mit zunehmender Abtastgeschwindigkeit und auch mit größerer Ausdehnung des Antennenträgers ansteigt.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine gattungsgemäße Anordnung zur elektromagnetischen Transmissionsmessung an Objekten anzugeben, die sich einfacher skalieren lässt und auch höhere Mess- und Abtastgeschwindigkeiten bei der Transmissionsmessung an den Objekten ermöglicht.

Darstellung der Erfindung

Die Aufgabe wird mit den Anordnungen gemäß den Patentansprüchen 1 und 2 gelöst, von denen eine als Transmissionsanordnung und die andere als Reflexionsanordnung ausgebildet ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Anordnungen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche oder lassen der nachfolgenden Beschreibung sowie den Ausführungsbeispielen entnehmen.

Die vorgeschlagene Transmissionsanordnung zur elektromagnetischen Transmissionsmessung an Objekten weist wenigstens einen Strahlungsemitter für elektromagnetische Strahlung und wenigstens einem Strahlungsempfänger für die elektromagnetische Strahlung, ein Abtastvolumen, in dem die Objekte von einem aus der elektromagnetischen Strahlung des Strahlungsemitters gebildeten Messstrahlenbündel durchleuchtet werden können, und eine Rotationseinrichtung auf, mit der das Messstrahlenbündel im Abtastvolumen auf einem Kreisbogen oder einer Kreisbahn um eine zentrale Achse des Abtastvolumens bewegt werden kann. Der oder die Strahlungsemitter und Strahlungsempfänger sind dabei vorzugsweise als Hochfrequenzantennen ausgebildet, über die mittels einer Sendeeinrichtung Hochfrequenzsignale gerichtet abgestrahlt bzw. über die mittels einer Empfangseinrichtung die abgestrahlten Hochfrequenzsignale nach dem Durchgang durch das Abtastvolumen wieder empfangen werden können. Bei der vorgeschlagenen Anordnung wird die elektromagnetische Strahlung nicht direkt vom Strahlungsempfänger zum Strahlungsemitter abgestrahlt, sondern über zwei feststehende Reflektoren für die elektromagnetische Strahlung gelenkt, zwischen denen sich das Abtastvolumen befindet. Die beiden Reflektoren liegen sich gegenüber und sind bezüglich ihrer für die Reflexion der elektromagnetischen Strahlung genutzten Reflexionsfläche ring- oder ringabschnittsförmig um die zentrale Achse ausgebildet. Die von dem wenigstens einen Strahlungsemitter abgestrahlte elektromagnetische Strahlung bzw. das aus dieser Strahlung gebildete Messstrahlenbündel wird dabei über die beiden Reflektoren durch das Abtastvolumen hindurch zum Strahlungsempfänger geführt. Die Bezeichnungen ringförmig und ringabschnittsförmig beziehen sich hierbei jeweils auf einen Kreisring und betreffen die Parallelprojektion der für die Reflexion genutzten Reflexionsfläche des jeweiligen Reflektors auf eine Ebene senkrecht zur zentralen Achse.

Die vorgeschlagene Reflexionsanordnung zur elektromagnetischen Transmissionsmessung weist wenigstens einen Strahlungsemitter für elektromagnetische Strahlung und wenigstens einen Strahlungsempfänger für die elektromagnetische Strahlung, ein Abtastvolumen, in dem die Objekte von einem aus der elektromagnetischen Strahlung des Strahlungsemitters gebildeten Messstrahlenbündel durchleuchtet werden können, und eine Rotationseinrichtung auf, mit der das Messstrahlenbündel im Abtastvolumen auf einem Kreisbogen oder einer Kreisbahn um eine zentrale Achse des Abtastvolumens bewegt werden kann. Der Strahlungsemitter kann bei dieser Anordnung auch gleichzeitig als Strahlungsempfänger dienen. Strahlungsemitter und Strahlungsempfänger können auch getrennte Elemente sein. Der oder die Strahlungsemitter und Strahlungsempfänger sind dabei vorzugsweise als Hochfrequenzantennen ausgebildet, über die mittels einer Sendeeinrichtung Hochfrequenzsignale gerichtet abgestrahlt bzw. über die mittels einer Empfangseinrichtung die abgestrahlten Hochfrequenzsignale nach dem Durchgang durch das Abtastvolumen wieder empfangen werden können. Bei der vorgeschlagenen Anordnung wird die elektromagnetische Strahlung nicht direkt vom Strahlungsempfänger in das Abtastvolumen abgestrahlt, sondern über zwei feststehende Reflektoren für die elektromagnetische Strahlung gelenkt, zwischen denen sich das Abtastvolumen befindet. Die beiden Reflektoren liegen sich am Abtastvolumen gegenüber. Der dem Strahlungsemitter am nächsten liegende erste Reflektor ist bezüglich seiner für die Reflexion der elektromagnetischen Strahlung genutzten Reflexionsfläche ring- oder ringabschnittsförmig um die zentrale Achse ausgebildet. Der gegenüberliegende Reflektor dient der Rückreflexion und ggf. einer erneuten Fokussierung der durch das Abtastvolumen hindurch getretenen Strahlung zurück über den ersten Reflektor zum Strahlungsempfänger. Die von dem wenigstens einen Strahlungsemitter abgestrahlte elektromagnetische Strahlung bzw. das aus dieser Strahlung gebildete Messstrahlenbündel wird dabei über die beiden Reflektoren durch das Abtastvolumen hindurch und zurück zum Strahlungsempfänger geführt. Die Bezeichnungen ringförmig und ringabschnittsförmig beziehen sich auch hier jeweils auf einen Kreisring und betreffen die Parallelprojektion der für die Reflexion genutzten Reflexionsfläche des ersten Reflektors auf eine Ebene senkrecht zur zentralen Achse.

Durch diese Ausgestaltung mit den beiden feststehenden, sich gegenüber liegenden Reflektoren, im Folgenden auch als Hauptreflektoren bezeichnet, lässt sich die vorgeschlagene Anordnung auf einfache Weise lediglich durch andere Dimensionierung dieser Hauptreflektoren skalieren. Da die Hauptreflektoren feststehend sind, d.h. insbesondere während der Abtastung nicht rotieren, beeinflusst die Größe dieser Reflektoren auch nicht die maximal mögliche Abtastgeschwindigkeit. Die rotierenden Komponenten, die Teil der Rotationseinrichtung sind, können vielmehr relativ kompakt gehalten werden und ermöglichen damit hohe Rotationsgeschwindigkeiten aufgrund geringerer Fliehkräfte. Damit lässt sich bei gleich großem Abtastvolumen mit der vorgeschlagenen Anordnung eine höhere Mess- und Abtastgeschwindigkeit erzielen als bei den bekannten Anordnungen des Standes der Technik.

In einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung der vorgeschlagenen Transmissionsanordnung weist die Rotationseinrichtung einen ersten Träger für den wenigstens einen Strahlungsemitter und einen zweiten Träger für den wenigstens einen Strahlungsempfänger auf, durch die der Strahlungsemitter und der Strahlungsempfänger jeweils auf einer Kreisbahn um die zentrale Achse bewegt werden oder – bei Anordnung von Strahlungsemitter und Strahlungsempfänger auf der zentralen Achse – um die zentrale Achse rotieren. Der Strahlungsemitter ist dabei so auf dem ersten Träger angeordnet, dass er die elektromagnetische Strahlung quer zur zentralen Achse, vorzugsweise senkrecht zur zentralen Achse, auf den ersten der beiden Hauptreflektoren richtet. Der Strahlungsempfänger ist wiederum so auf dem zweiten Träger angeordnet, dass er die elektromagnetische Strahlung nach Durchgang durch das Abtastvolumen quer zur zentralen Achse, vorzugsweise senkrecht zur zentralen Achse, von dem zweiten der beiden Hauptreflektoren wieder empfängt. Die beiden Träger müssen dafür geeignet relativ zu den Hauptreflektoren angeordnet sein und während der Abtastung synchron zueinander bewegt werden, um den Empfang des jeweils auf einem Kreisbogen oder einer Kreisbahn umlaufenden Messstrahlenbündels zu ermöglichen.

Vorzugsweise sind auf jedem Träger mehrere Strahlungsemitter bzw. Strahlungsempfänger zur Bildung mehrere Messstrahlenbündel angeordnet. Die Anordnung ist derart gewählt, dass sich während der Abtastung jeweils ein Strahlungsemitter und ein Strahlungsempfänger am Abtastvolumen gegenüber liegen und auf jedem Träger eine bezüglich der zentralen Achse symmetrische Lastverteilung erreicht wird.

Bei der Nutzung von Sendeantennen auf einem rotierenden Antennenträger ist eine Drehkupplung für die Speisung der Antennen mit Hochfrequenzsignalen erforderlich. Dies gilt in gleicher Weise für die Weiterleitung der empfangenen Hochfrequenzsignale von den Empfangsantennen zu einer Empfangseinrichtung. Derartige Drehkupplungen sind einem Verschleiß unterworfen und arbeiten in der Regel nur in einem eingeschränkten Frequenzbereich für die Übertragung der Hochfrequenzsignale. Im Folgenden wird eine vorteilhafte Ausgestaltung der vorgeschlagenen Anordnung beschrieben, die ohne derartige Drehkupplungen auskommt. Hierzu weist die Rotationseinrichtung ein erstes und ein zweites um die zentrale Achse rotierbares Strahlumlenkelement auf, in der vorliegenden Patentanmeldung auch als Subreflektor bezeichnet. Der Strahlungsemitter ist dabei so angeordnet, dass er die elektromagnetische Strahlung – vorzugsweise zumindest annähernd parallel zur zentralen Achse – auf das erste Strahlumlenkelement der Rotationseinrichtung richtet, das die elektromagnetische Strahlung zumindest während eines Teils seiner Rotation auf den ersten Hauptreflektor umlenkt, während es um die zentrale Achse rotiert. Die vom zweiten Hauptreflektor nach Durchgang durch das Abtastvolumen reflektierte elektromagnetische Strahlung wird dann durch das zweite Strahlumlenkelement – vorzugsweise annähernd parallel zur zentralen Achse – auf den Strahlungsempfänger gerichtet, während es synchron zum ersten Strahlumlenkelement um die zentrale Achse rotiert. Auf diese Weise können Strahlungsemitter und Strahlungsempfänger ortsfest angeordnet werden und müssen nicht rotieren. Die Erzeugung der Bewegung des Messstrahlenbündels auf einem Kreisbogen oder einer Kreisbahn wird vielmehr durch das rotierende erste Strahlumlenkelement in Verbindung mit der Reflektion am ersten Hauptreflektor erreicht. Die Rückführung des umlaufenden Messstrahlenbündels nach Durchlauf durch das Abtastvolumen wird über die Kombination aus zweitem Hauptreflektor und rotierendem zweiten Strahlumlenkelement sichergestellt. Damit kann bei dieser Anordnung vollständig auf Drehkupplungen verzichtet werden so dass die Anordnung in dieser Ausgestaltung auch einem deutlich geringeren Verschleiß unterworfen ist. Durch die geringen Fliehkräfte der rotierenden Strahlumlenkelemente werden hohe Rotationsgeschwindigkeiten und damit auch hohe Messgeschwindigkeiten erreicht.

Die Hauptreflektoren weisen bei der vorgeschlagenen Transmissionsanordnung vorzugsweise gekrümmte Reflexionsflächen auf, durch die die elektromagnetische Strahlung auf eine Fokusebene zwischen den beiden Hauptreflektoren fokussiert wird. Die beiden Hauptreflektoren dienen in dieser Ausgestaltung daher nicht nur zur Strahlführung, sondern auch der Strahlformung. In der Ausgestaltung mit den zusätzlichen Subreflektoren können diese ebenfalls gekrümmt ausgeführt sein, um damit auch eine Strahlformung zu ermöglichen.

Vorzugsweise sind die beiden Hauptreflektoren jeweils bezüglich der Fokalebene spiegelsymmetrisch angeordnet und ausgebildet. Durch die ring- oder ringabschnittsförmige Ausgestaltung wird jeweils eine zentrale Öffnung für strahlführende Komponenten der Rotationseinrichtung, insbesondere Träger bzw. Subreflektoren, gewährleistet.

Die Reflexionsanordnung kann vergleichbare Ausgestaltungen wie die Transmissionsanordnung aufweisen. In diesem Fall muss dann nur auf der Seite des ersten Hauptreflektors die entsprechende Rotationseinrichtung mit dem Träger oder dem Strahlumlenkelement vorgesehen sein. Der dem ersten Hauptreflektor gegenüber liegende zweite Hauptreflektor muss lediglich die Rückreflexion der eintreffenden Strahlung auf dem gleichen Strahlweg gewährleisten und kann beispielsweise als einfacher planer Reflektor ausgebildet sein. Bei einer Fokussierung des Messstrahlenbündels durch den ersten Hauptreflektor sollte der zweite Hauptreflektor für die Rückreflexion auch eine entsprechend gekrümmte Reflexionsfläche aufweisen, die sich ringförmig oder ringabschnittsförmig um die zentrale Achse erstreckt.

Die vorgeschlagenen Anordnungen zeichnen sich vor allem durch die Nutzung feststehender Hauptreflektoren aus, durch die sich die Anordnung gegenüber bekannten Anordnungen einfacher skalieren lässt und eine kompaktere Ausführung der rotierenden Komponenten und damit eine höhere Messgeschwindigkeit ermöglicht. Die Anordnungen lassen sich beispielsweise in Produktionsanlagen für die nicht destruktive Untersuchung von Produkten auf Homogenität und/oder Materialeinschlüsse einsetzen. Auch andere Anwendungen sind selbstverständlich möglich, bei denen eine Transmissionsmessung an einem Objekt durchgeführt werden soll, das dann für die Messung bzw. Abtastung durch das Abtastvolumen der Anordnung bewegt wird.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorgeschlagenen Anordnungen werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen nochmals näher erläutert. Hierbei zeigen:

1 eine schematische Darstellung der Abtastung entlang eines Kreisbogens;

2 eine schematische Darstellung eines beispielhaften Aufbaus der Anordnung in einer Seitenansicht;

3 eine schematische Darstellung einer beispielhaften Anordnung der beiden Hauptreflektoren bei der vorgeschlagenen Anordnung;

4 eine schematische Darstellung einer beispielhaften Antennenanordnung an der Rotationseinrichtung in einer Ausgestaltung der vorgeschlagenen Anordnung in Seitenansicht und Draufsicht;

5 eine schematische Darstellung eines beispielhaften Aufbaus der vorgeschlagenen Anordnung mit der Antennenanordnung der 4;

6 eine perspektivische Darstellung des Beispiels der 5;

7 eine schematische Darstellung eines weiteren beispielhaften Aufbaus der vorgeschlagenen Anordnung; und

8 eine schematische Darstellung eines weiteren beispielhaften Aufbaus der vorgeschlagenen Anordnung.

Wege zur Ausführung der Erfindung

Die vorgeschlagenen Anordnungen werden nachfolgend anhand einer Anwendung nochmals näher erläutert, bei der die zu prüfenden Objekte mittels Hochfrequenzstrahlung, beispielsweise im Bereich zwischen 3GHz und 3THz, abgetastet werden. Als Strahlungsemitter und Strahlungsempfänger werden hierfür entsprechende Hochfrequenzantennen eingesetzt, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind. Die zu überprüfenden Objekte werden auf einem Förderband 3 durch das Abtastvolumen geführt, während das Messstrahlenbündel auf einer Kreisbahn 1 bewegt wird, wie dies in der 1 in Draufsicht auf das Förderband 3 zu erkennen ist. Diese kreisbahnförmige Bewegung des Messstrahlenbündels wird sowohl bei den eingangs beschriebenen Anordnungen des Standes der Technik als auch bei einer Ausgestaltung der vorgeschlagenen Anordnung für die Abtastung genutzt.

2 zeigt in stark schematisierter Darstellung ein Beispiel für den Aufbau der vorgeschlagenen Anordnung in Seitenansicht. Die Anordnung umfasst in dieser Darstellung ein oberes Antennensystem 5 (Transmitter) und ein unteres Antennensystem 6 (Receiver), zwischen denen ein Messstrahlenbündel auf einer Kreisbahn durch ein Abtastvolumen geführt wird, das sich zwischen dem oberen Antennensystem 5 und dem unteren Antennensystem 6 befindet. Die in dieser und den nachfolgenden Figuren nicht dargestellten Objekte werden bei der Abtastung bzw. Messung einem Förderband 3 durch das Abtastvolumen bewegt, dessen Bewegungsrichtung 4 in dieser und den nachfolgenden Figuren mit einem Pfeil angedeutet ist. Das Messstrahlenbündel wird dabei bevorzugt auf eine Fokalebene im Abtastvolumen fokussiert, wie dies durch den Fokalfleck 7 in der 2 angedeutet ist. Der Fokalfleck 7 ist der Punkt, an dem die elektromagnetische Welle gebündelt und das jeweilige Objekt abgetastet werden soll. Die Strahlenwege 8 der elektromagnetischen Strahlung sind in der Figur ebenfalls angedeutet. Die Bündelung der elektromagnetischen Strahlung zur Formung eines Messstrahlenbündels wird bei der vorgeschlagenen Anordnung vorzugsweise mit dem oberen der beiden Hauptreflektoren erreicht. Bei den in diesen Ausführungsbeispielen dargestellten Anordnungen wird die elektromagnetische Strahlung wie bisher auf dem kürzesten Weg durch das Prüfobjekt gerichtet, so dass es senkrecht durch das Objekt bzw. das Förderband 3 hindurchtreten muss. Die Fokalebene stellt dabei gleichzeitig die Ebene dar, an der das Antennensystem auf der Transmitterseite gespiegelt wird, um das Receiversystem zu erhalten. Die beiden Systeme sind vom Aufbau identisch, aber spiegelsymmetrisch.

Das zentrale Element der vorgeschlagenen Anordnung sind zwei ortsfeste, ring- oder ringabschnittsförmige Hauptreflektoren 9, 10. Diese befinden sich oberhalb und unterhalb des Fließbandes 3, wie dies in der 3 schematisch dargestellt ist. Der obere Hauptreflektor 9 sorgt dafür, dass ein von einer Strahlungsquelle 11, beispielsweise ein Strahlungsemitter oder ein Umlenkelement für die Strahlung, ausgehender elektromagnetischer Strahl umgelenkt und auf den Fokalfleck 7 fokussiert wird. Anschließend wird dieser Strahl durch den unteren Hauptreflektor 10 wiederum auf die Strahlungssenke 12 gerichtet, beispielsweise einen Strahlungsempfänger oder ein Strahlumlenkelement. Die Strahlenwege werden mit den beiden Hauptreflektoren 9, 10 somit von der Strahlungsquelle 11 über den Fokalfleck 7 zur Strahlungssenke geführt. Die Reflektoren 9, 10 sind in diesem Beispiel rotationssymmetrisch um die zentrale Achse 13. Damit muss nicht die komplette Anordnung während der Abtastung gedreht werden, sondern lediglich die Strahlungsquelle 11 und die Strahlungssenke 12. Bei dieser Anordnung kann somit eine Fokussierung durch den oberen Hauptreflektor 9 vorgenommen werden. Dadurch wird eine präzisere Rasterung der Messpunkte während der Abtastung ermöglicht. Der Abstand der beiden Hauptreflektoren 9, 10 ist frei skalierbar. Die Lage der Messpunkte ist über den Radius und die Krümmung der Reflektoren bestimmt. Somit ist auf einfache Weise auch eine Übertragung auf größere Systeme bzw. Abtastvolumina möglich. Die Rotations- und damit die Messgeschwindigkeit kann drastisch erhöht werden, weil eine deutlich geringere Masse für die Abtastung rotiert werden muss. Die Ausgestaltung von Strahlungsquelle und Strahlungssenke ist frei wählbar.

4 zeigt ein Beispiel für eine Antennenanordnung an einer Rotationseinrichtung, wie sie bei der vorgeschlagenen Abtast- bzw. Transmissionsanordnung eingesetzt werden kann. In diesem Beispiel treffen die von den Sendeantennen emittierten Strahlenbündel horizontal auf den oberen Hauptreflektor 9 und werden vom unteren Hauptreflektor 10 horizontal auf die jeweiligen Empfangsantennen gelenkt. Die Antennen strahlen dabei jeweils direkt horizontal ab bzw. empfangen horizontal. 4 zeigt eine Ausgestaltung, bei der vier horizontal abstrahlende Antennen 16 auf einem Antennenträger 15 angeordnet sind, der ein entsprechendes Speisenetzwerk beinhaltet. Die Speisung kann über einen Signaleingang 14 mit Hohlleiterführung über eine Hohlleiterdrehkupplung 17 vorgenommen werden. Die Antennensignale werden dabei vorzugsweise durch Filter separiert. Dies bringt eine Leistungsverteilung mit sich. Durch die symmetrische Lastverteilung der vier auf dem Antennenträger 15 symmetrisch angeordneten Antennen 16 kann eine höhere Abtastrate wie mit einer einzelnen Antenne erzielt werden. Die vier Antennen sind 90° zueinander versetzt. Im linken Teil der Figur ist die Anordnung in Draufsicht, im rechten Teil der Figur in Seitenansicht zu erkennen. Der Antennenträger wird um die zentrale Achse 13 während der Abtastung rotiert.

5 zeigt ein Beispiel für die vorgeschlagene Anordnung, bei der jeweils die Antennenanordnung der 4 für die Emission und für den Empfang der Hochfrequenzsignale eingesetzt wird. Der Antennenträger 15 ist hierbei innerhalb der Öffnung des ringförmigen Hauptreflektors 9 angeordnet, so dass die von den Antennen 16 emittierten Strahlenbündel über den Hauptreflektor 9 durch das Abtastvolumen hindurch auf den unteren Hauptreflektor 10 reflektiert werden, der diese wiederum auf die korrespondierenden Antennen 16 des unteren Antennenträgers 15 richtet. Der Strahlenweg 8 ist für eine der Antennen 16 in der 5 wiederum schematisch angedeutet. Während der Abtastung rotieren die Antennenträger 15 um die zentrale Achse 13, so dass sich in diesem Beispiel vier Messstrahlenbündel entsprechend den vier um 90° zueinander versetzten Antennen auf einer Kreisbahn durch das Abtastvolumen zwischen den beiden Hauptreflektoren 9, 10 bewegen. Der Vorteil dieser Anordnung ist eine gleichmäßigere Lastverteilung auf den rotierenden Trägern 15 durch die symmetrische bzw. gleich verteilte Anordnung der Antennen. 6 zeigt eine perspektivische Darstellung der Anordnung der 5, in der auch die Fokusebene 20 sowie die Strahlenwege 8 von zwei der Antennen 16 angedeutet sind.

Im Folgenden wird anhand von 7 eine besonders kompakte Ausgestaltung der vorgeschlagenen Anordnung beschrieben, die eine sehr hohe Messgeschwindigkeit ermöglicht. Diese Anordnung besteht aus nur einer Sendeantenne 16, welche senkrecht nach unten abstrahlt und deren Strahlenbündel durch einen Subreflektor 18 horizontal ausgelenkt werden kann. Der Subreflektor 18 ist in diesem Beispiel als Ellipsoidausschnitt ausgelegt und besitzt die Möglichkeit, zwischen dem Hauptreflektor 9 und dem Subreflektor 18 einen Fokalpunkt zu erzeugen. Dadurch kann der weitere Strahlenverlauf maßgeblich beeinflusst werden. Das jeweilige Strahlenbündel wird dabei in gleicher Weise wie bei 5 in das Abtastvolumen fokussiert und über den unteren Hauptreflektor 10 und einen weiteren Subreflektor 19 auf eine Empfangsantenne 16 gerichtet, die mit ihrer Empfangsrichtung parallel zur zentralen Achse 13 ausgerichtet ist. Die beiden Subreflektoren 18, 19 rotieren um diese zentrale Achse 13, um das auf einer Kreisbahn rotierende Messstrahlenbündel zu erzeugen, das in der 7 durch die Strahlenwege 8 angedeutet ist. Die einzigen rotierenden Komponenten dieser Anordnung sind somit die beiden Subreflektoren 18, 19. Dadurch muss kaum Last bewegt werden und damit kann die Rotations- und Messgeschwindigkeit extrem gesteigert werden. Des Weiteren wird bei dieser Anordnung Material eingespart, da das Netzwerk nicht gefertigt werden muss, keine Drehkupplungen erforderlich sind und jeweils nur eine Antenne zum Senden und zum Empfang benötigt wird.

Während in den vorangehenden Figuren Beispiele für die vorgeschlagene Transmissionsanordnung darstellt sind, zeigt 8 ein Beispiel für die vorgeschlagene Reflexionsanordnung. Bei dieser Anordnung wird wiederum die Antennenanordnung der 4 eingesetzt, wobei diesmal jede der Antennen 16 sowohl für die Emission als auch für den Empfang der Hochfrequenzsignale genutzt werden. Der Antennenträger 15 ist wie bei 5 innerhalb der Öffnung des oberen ringförmigen Hauptreflektors 9 angeordnet, so dass die von den Antennen 16 emittierten Strahlenbündel über den Hauptreflektor 9 durch das Abtastvolumen hindurch auf den unteren Hauptreflektor 10 reflektiert werden. Dieser untere Hauptreflektor ist so ausgebildet, dass er die auftreffenden Strahlenbündel wieder in sich zurück reflektiert, wie dies in der 8 angedeutet ist. Die Strahlenbündel werden damit nach doppeltem Durchlauf durch das Abtastvolumen und den oberen Hauptreflektor 9 von den Antennen 16 wieder empfangen. Der untere Hauptreflektor 10 ist in diesem Beispiel nur schematisch angedeutet. Er kann im einfachsten Fall plan ausgebildet sein.

In den vorangegangenen Beispielen wurden jeweils ein oder zwei ringförmige und somit bezüglich der zentralen Achse rotationssymmetrische Hauptreflektoren eingesetzt, durch die das Messstrahlenbündel auf einer Kreisbahn um die zentrale Achse bewegt wird. Da für die Abtastung jedoch häufig nur ein Abschnitt der Kreisbahn genutzt wird, wie in 1 durch den Kreisbogen 2 angedeutet, müssen die Hauptreflektoren nicht zwangsläufig rotationssymmetrisch sein. Sie können daher auch nur ringabschnittsförmig ausgebildet sein, um das Messstrahlenbündel entsprechend nur auf dem gewünschten Kreisbogen, d.h. einem Abschnitt einer Kreisbahn, zu bewegen.

Bezugszeichenliste

1
Kreisbahn
2
Kreisbogen
3
Förderband
4
Laufrichtung des Förderbands
5
Oberes Antennensystem (Transmitter)
6
Unteres Antennensystem (Receiver)
7
Fokalfleck bzw. Abtastpunkt
8
Strahlenwege
9
Oberer Hauptreflektor
10
Unterer Hauptreflektor bzw. Reflexionsfläche
11
Strahlungsquelle
12
Strahlungssenke
13
Zentrale Achse
14
Signaleingang mit Hohlleiterführung
15
Antennenträger mit Speisenetzwerk
16
Antennen
17
Drehkupplung
18
Rotierender Subreflektor oben
19
Rotierender Subreflektor unten
20
Fokusebene