Title:
Mehrphasentransformator
Kind Code:
A1


Abstract:

Ein Mehrphasentransformator umfasst einen ersten Kern, der in einem Mittelbereich angeordnet ist, mehrere zweite Kerne, die an der Außenseite des ersten Kerns ausgebildet sind und so angeordnet sind, dass die Magnetpfade in Bezug auf den ersten Kern schleifenförmig werden, und primäre Wicklungen und sekundäre Wicklungen, die um die mehreren zweiten Kerne gewickelt sind. embedded image




Inventors:
Maeda, Takuya (Yamanashi, Oshino-mura, JP)
Application Number:
DE102017130206A
Publication Date:
06/21/2018
Filing Date:
12/15/2017
Assignee:
FANUC CORPORATION (Yamanashi, Oshino-mura, JP)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Meissner Bolte Patentanwälte Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, 80538, München, DE
Claims:
Mehrphasentransformator, umfassend
einen ersten Kern (4), der in einem Mittelbereich angeordnet ist;
mehrere zweite Kerne (1, 2, 3), die an der Außenseite des ersten Kerns ausgebildet sind und so angeordnet sind, dass die Magnetpfade (MP1, MP2, MP3) in Bezug auf den ersten Kern schleifenförmig werden; und
primäre Wicklungen (10-1, 20-1, 30-1) und sekundäre Wicklungen (10-2, 20-2, 30-2), die um die mehreren zweiten Kerne gewickelt sind.

Mehrphasentransformator nach Anspruch 1, wobei die mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) die gleiche Form aufweisen.

Mehrphasentransformator nach Anspruch 1, wobei die mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) um den ersten Kern (4) in Bezug auf das Zentrum (C) des ersten Kerns (4) rotationssymmetrisch angeordnet sind.

Mehrphasentransformator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei zwischen der Außenseite des ersten Kerns (4) und den mehreren zweiten Kernen (1, 2, 3) ein Zwischenraumelement (7), das einen Magnetpfad bildet, ausgebildet ist.

Mehrphasentransformator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei jeder der mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) so einstückig ausgebildet ist, dass er
zwei radiale Schenkelabschnitte (11 und 13, 21 und 23, 31 und 33), die so radial verlaufen, dass ein Ende zu der Außenseite des ersten Kerns (1) gewandt ist, und einen Außenumfangsabschnitt (12, 22, 32) der die anderen Enden der beiden radialen Schenkelabschnitte verbindet, umfasst,
wobei die primären Wicklungen (11c, 21c, 31c) und die sekundären Wicklungen (13c, 23c, 33c) auf die entsprechenden radialen Schenkelabschnitte (11 und 13, 21 und 23, 31 und 33) gewickelt sind.

Mehrphasentransformator nach Anspruch 5, wobei die Form der Außenseite des ersten Kerns 84) eine runde Form ist, die der Form des einen Endes der radialen Schenkelabschnitte (11 und 13, 21 und 23, 31 und 33) der mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) entspricht.

Mehrphasentransformator nach Anspruch 5, wobei die Form der Außenseite des ersten Kerns 84) eine vieleckige Form ist, die der Form des einen Endes der radialen Schenkelabschnitte (11, 13, 21, 23, 31, 33) der mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) entspricht.

Mehrphasentransformator nach Anspruch 6 oder 7, ferner umfassend nichtmagnetische Kernfixierungselemente (61, 62, 63), die zwischen den Außenumfangsabschnitten (12, 22, 32) von zueinander benachbarten der mehreren zweiten Kernen (1, 2, 3) ausgebildet sind.

Mehrphasentransformator nach Anspruch 8, wobei die Kernfixierungselemente (61, 62, 63) nur zum Teil durch einen nichtmagnetischen Körper gebildet sind.

Mehrphasentransformator nach Anspruch 8 oder 9, an dem Außenumfangsabschnitt der Kernfixierungselemente (61, 62, 63) und der mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) eine röhrenförmige Struktur (8) mit einer runden Form gebildet ist.

Mehrphasentransformator nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Kernfixierungselemente (61, 62, 63) zum Zusammensetzen oder zum Befestigen des Mehrphasentransformators verwendet werden.

Mehrphasentransformator nach Anspruch 10, wobei die röhrenförmige Struktur (8) aus einem nichtmagnetischen Körper besteht und die Kernfixierungselemente (61, 62, 63) und die Außenumfangsabschnitte der mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) vereinigt und durch eine Passung befestigt.

Mehrphasentransformator nach Anspruch 10 oder 12, wobei die Kernfixierungselemente (61, 62, 63) oder die röhrenförmige Struktur (8) jeweils bestimmte Öffnungen aufweisen oder aufweist.

Mehrphasentransformator nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei der Mehrphasentransformator ein Dreiphasentransformator ist, bei dem ein Dreiphasenwechselstrom zur Anwendung kommt.

Mehrphasentransformator nach Anspruch 14, wobei die primären Wicklungen des Dreiphasentransformators eine Dreieckschaltung sind.

Mehrphasentransformator nach Anspruch 14, wobei die mehreren zweiten Kerne in einer Anzahl eines ganzzahligen Vielfachen von drei ausgebildet sind, und die Wicklungen, die auf die in einer Anzahl eines ganzzahligen Vielfachen von drei ausgebildeten mehreren zweiten Kerne gewickelt sind, zu drei zusammengefasst werden.

Description:
Allgemeiner Stand der TechnikGebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mehrphasentransformator, und betrifft insbesondere einen Mehrphasentransformator, bei dem kein Ungleichgewicht des Magnetwiderstands besteht.

Beschreibung des Stands der Technik

Bisher ist zum Beispiel als Dreiphasentransformator eine Ausführung üblich, bei der drei Kerne (Wicklungskerne), um die Wicklungen gewickelt wurden, zwischen einem oberen Kern und einem unteren Kern in Bezug auf den unteren Kern in der Querrichtung nebeneinander angeordnet sind. Ein solcher Dreiphasentransformator ist zum Beispiel wie in 12 gezeigt in Bezug auf die Mittellinie L1-L1 des mittleren Wicklungskerns 102 symmetrisch ausgeführt. Es wurden auch Regeltransformatoren, bei denen die Reaktanz verändert werden kann, beschrieben (siehe zum Beispiel die Patentoffenlegungsschrift 2008-177500, nachstehend als „Patentliteraturbeispiel 1“ bezeichnet, die Patentoffenlegungsschrift 2015-32814 oder die Patentoffenlegungsschrift Hei-3-285309).

Ein herkömmlicher Dreiphasentransformator wird durch eine primäre Wicklung und eine sekundäre Wicklung der drei Phasen gebildet. Wenn die primäre Wicklung und die sekundäre Wicklung und der Kern einer Gruppe ungefähr auf einer achssymmetrischen Mittellinie angeordnet werden, werden die primäre Wicklung und die sekundäre Wicklung und der Kern der restlichen beiden Gruppen in Bezug auf diese Mittellinie achssymmetrisch angeordnet.

Als Folge nehmen die Kerne an den beiden Enden in Bezug auf den Kern in der Mitte die Gestalt eines Ungleichgewichts an und unterscheidet sich die Magnetpfadlänge. Da bei einem Transformator der Kern den dominierenden Magnetwiderstand bildet, wird er zur Ursache für einen ungleichgewichtigen Magnetwiderstand in dem Magnetkreis.

Außerdem werden bei einem Transformator als Material für den Kern herkömmlich elektromagnetische Stahlplatten verwendet. Aufgrund der Form und des Verfahrens des Zusammenbaus kommt es bei den elektromagnetischen Stahlplatten untereinander zu Verbindungsstellen. Wenn an den Verbindungsstellen Zwischenräume entstehen, kann es zu einer Luftschicht kommen. Es besteht auch das Problem, dass die Schicht der Luft selbst einen großen Magnetwiderstand darstellt und auch an diesen Verbindungsstellen ein Ungleichgewicht des Magnetwiderstands entsteht.

Für Transformatoren werden häufig orientierte elektromagnetische Stahlplatten verwendet, doch vergrößert auch dies das Problem der Verbindungsstellen. Das heißt, es besteht das mit der Herstellung verbundene Problem, dass ein derartiger Zusammenbau, dass an den Verbindungsstellen ein idealer Magnetkreis entsteht, schwierig ist. Für einen idealen Transformator fließt dann, wenn keine Last an die sekundäre Wicklung angeschlossen ist, in der primären Wicklung ein Anregungsstrom von der Stromquelle, treten ein Magnetfluss eines Wechselstroms, wie ihn ein Elektromagnet erzeugt, und eine Spannung des Wechselstroms auf, und gelangt sie zu der Spannung der Stromquelle ins Gleichgewicht. Da es sich um drei Phasen handelt, ist es günstig, wenn der Anregungsstrom, der entstehende Magnetfluss und der Wert der Spannung gleich sind. Dazu wird Ausgewogenheit des Magnetwiderstands der elektromagnetischen Stahlplatten der einzelnen Phasen verlangt. Wenn an die sekundäre Wicklung eine Last angeschlossen ist, entstehen magnetische Flüsse, bei denen die Nordpole, die die primäre Wicklung und die sekundäre Wicklung erzeugen, einander gegenüberstehen, doch wird so wie oben Ausgewogenheit verlangt.

Es ist schwierig, die Bildung eines Magnetwiderstands an den Verbindungsstellen der elektromagnetischen Stahlplatten und das durch die auf der Form beruhende Ungleichmäßigkeit der Magnetpfadlänge verursachte Ungleichgewicht des Magnetwiderstands baulich zu beseitigen. Bei dem in dem Patentliteraturbeispiel 1 gezeigten Dreiphasentransformator (Regeltransformator, siehe insbesondere 7 und Absatz [0022]) sind die einzelnen Phasen durch Eisenkerne gekoppelt und wird der Magnetfluss der Kopplungsbereiche durch Einrichten von Steuerwicklungen in diesen Kopplungsbereichen elektrisch gesteuert. Das heißt, es ist ein Aufbau ausgeführt, bei dem zwischen den einzelnen Phasen Kopplungsbereiche gebildet sind und in den Kopplungsbereichen der Magnetfluss von Steuerwicklungen fließt, und die Steuerung erfolgt, während ein Magnetfluss von einer der Phasen zu den anderen Phasen zum Fließen gebracht wird.

14 zeigt einen herkömmlichen Dreiphasentransformator. Es handelt sich um eine Form, bei der die Steuerwicklungen von dem in dem Patentliteraturbeispiel 1 gezeigten Dreiphasentransformator beseitigt sind. 15 zeigt eine Ansicht der Magnetflusslinien, wenn bei dem herkömmlichen Dreiphasentransformator ein Anregungsstrom fließt, und 16 zeigt eine Ansicht der Magnetflussdichte. 14 bis 16 zeigen Draufsichten auf den Dreiphasentransformator, wobei ein U-Phasen-Wicklungskern 1001, ein V-Phasen-Wicklungskern 1002 und ein W-Phasen-Wicklungskern 1003 um einen mittleren Kern 1004 herum angeordnet sind. Außerdem sind zwischen den Wicklungskernen der einzelnen Phasen Kopplungsbereiche (1012, 1023, 1031) ausgebildet. Bei dem Beispiel, das in 14 bis 16 gezeigt ist, ist erkennbar, dass dann, wenn Kopplungsbereiche ausgebildet sind, ein Magnetfluss von einer der Phasen zu den anderen Phasen fließt, auch wenn keine Steuerwicklungen vorhanden sind. Auch die Form sieht wie eine symmetrische Form aus, doch liegt dies daran, dass auch zwischen den Phasen Pfade vorhanden sind, über die ein Magnetfluss verläuft. Auch bei einer Betrachtung als Magnetkreis ist es nötig, die Verkettung zu berücksichtigen. Folglich ist bei dem in dem Patentliteraturbeispiel 1 beschriebenen Transformator die Länge der Pfade, auf denen ein Magnetfluss fließt, bei keiner Stromphase konstant. Dies liegt daran, dass aufgrund des Umstands, dass der Magnetwiderstand des Transformators nur von dem Kern, zum Beispiel den elektromagnetischen Stahlplatten, abhängt, unabhängig davon, über welchen Pfad der Magnetfluss verläuft, kein großer Unterschied besteht, solange es sich bei dem Pfad, über den der Magnetfluss verläuft, um elektromagnetische Stahlplatten handelt. Wenn nun 15 betrachtet wird, kann der Magnetfluss der Phase V zu noch einer Phase V zurückkehren oder kann er zu der benachbarten Phase W fließen.

Bei dem herkömmlichen Mehrphasentransformator wird der Magnetwiderstand in dem Magnetkreis ungleichgewichtig.

Kurzdarstellung der Erfindung

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist angesichts der oben beschriebenen Probleme des Stands der Technik, einen Mehrphasentransformator bereitzustellen, bei dem kein Ungleichgewicht des Magnetwiderstands in dem Magnetkreis besteht.

Ein Mehrphasentransformator nach einer Ausführungsform umfasst einen ersten Kern, der in einem Mittelbereich angeordnet ist, mehrere zweite Kerne, die an der Außenseite des ersten Kerns ausgebildet sind und so angeordnet sind, dass die Magnetpfade in Bezug auf den ersten Kern schleifenförmig werden, und primäre Wicklungen und sekundäre Wicklungen, die um die mehreren zweiten Kerne gewickelt sind.

Figurenliste

Die Aufgabe, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden durch die nachstehende Erklärung von Ausführungsformen in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen noch klarer werden. In den beiliegenden Zeichnungen

  • ist 1 eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer ersten Ausführungsform;
  • ist 2 eine Schrägansicht, die den Mehrphasentransformator nach der in 1 gezeigten ersten Ausführungsform schematisch zeigt;
  • ist 3 eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer zweiten Ausführungsform;
  • ist 4 eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer dritten Ausführungsform;
  • ist 5 eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer vierten Ausführungsform;
  • ist 6 eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer fünften Ausführungsform;
  • ist 7 eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer sechsten Ausführungsform;
  • ist 8 eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer siebenten Ausführungsform;
  • ist 9 eine Ansicht der Magnetflusslinien bei dem Mehrphasentransformator nach der siebenten Ausführungsform;
  • ist 10 eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer achten Ausführungsform;
  • ist 11 ein Wellendiagramm, das ein Beispiel für einen Dreiphasenwechselstrom zeigt, der an einen in 13 gezeigten Mehrphasentransformator angelegt wird;
  • ist 12 eine Ansicht zur Erklärung eines Beispiels für einen herkömmlichen Mehrphasentransformator;
  • ist 13 eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer neunten Ausführungsform;
  • ist 14 eine Ansicht zur Erklärung eines herkömmlichen Dreiphasentransformators;
  • ist 15 eine Ansicht der Magnetflusslinien, wenn in dem herkömmlichen Dreiphasentransformator ein Anregungsstrom fließt; und
  • ist 16 eine Ansicht der Magnetflussdichte, wenn in dem herkömmlichen Dreiphasentransformator ein Anregungsstrom fließt.

Ausführliche Erklärung

Vor der ausführlichen Besprechung von Ausführungsformen des Mehrphasentransformators erfolgt zunächst unter Bezugnahme auf 12 eine Erklärung eines Beispiels für einen herkömmlichen Mehrphasentransformator und seiner Probleme. 12 erläutert als Beispiel einen Dreiphasentransformator.

Wie in 12 gezeigt umfasst der Dreiphasentransformator einen oberen Kern 104, einen unteren Kern 105 und drei Wicklungskerne 101 bis 103, um die jeweils Wicklungen 110 bis 130 für eine Phase R, eine Phase S und eine Phase T gewickelt sind.

Die Wicklungskerne 101 bis 103 sind jeweils zwischen dem oberen Kern 104 und dem unteren Kern 105 angeordnet. Zum Beispiel ist die Wicklung 110 um den Wicklungskern 101 für die Phase R gewickelt, ist die Wicklung 120 um den Wicklungskern 102 für die Phase S gewickelt, und ist die Wicklung 130 um den Wicklungskern 103 für die Phase T gewickelt.

Damit die Induktivität bei jeder aus der Phase R, der Phase S und der Phase T konstant wird, sind das jeweilige Material, die jeweilige Form und die jeweilige Dicke bei den Wicklungskernen 101 bis 103 gleich ausgeführt, und sind die Wicklungskerne 101 bis 103 in gleichen Abständen angeordnet. Außerdem sind die jeweilige Windungszahl und das Material, die Dicke usw. des Drahts bei den Wicklungen 110 bis 130 gleich.

Das heißt, bei einer wie in 12 gezeigten Seitenansicht sind die Wicklungskerne 101 bis 103, um die die Wicklungen 110 bis 130 gewickelt sind, in Bezug auf eine gerade Linie L1-L1, die in der senkrechten Richtung durch das Zentrum des mittleren Wicklungskern 102 verläuft, achssymmetrisch angeordnet.

Doch bei dem in 12 gezeigten, um die gerade Linie L1-L1 achssymmetrischen Dreiphasentransformator werden der mittlere Wicklungskern 102 (die Wicklung 120) und die Wicklungskerne 101, 103 (die Wicklungen 110, 130) an den beiden Enden in jedem Fall ungleichgewichtig. Da bei dem Transformator der Kern den dominierenden Magnetwiderstand bildet, besteht das Problem, dass der Magnetwiderstand in dem Magnetkreis der Phase R, der Phase S und der Phase T ungleichgewichtig wird.

Nachstehend werden Ausführungsformen des Mehrphasentransformators unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen ausführlich besprochen. In der folgenden Beschreibung erfolgt die Erklärung beispielhaft anhand eines Dreiphasentransformators, doch ist eine breite Anwendung auf Mehrphasentransformatoren, bei denen bei den einzelnen Phasen ein Magnetwiderstand ohne Ungleichgewicht verlangt wird, möglich. Der Mehrphasentransformator ist nicht auf Industrieroboter und Werkzeugmaschinen oder dergleichen beschränkt, sondern kann in Bezug auf verschiedenste Maschinen angewendet werden.

1 ist eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer ersten Ausführungsform, wobei schematisch das Beispiel eines Dreiphasentransformators gezeigt ist, bei dem ein Dreiphasenwechselstrom zur Anwendung kommt. In 1 zeigt das Bezugszeichen 1 einen Wicklungskern für die Phase R des Dreiphasenwechselstroms (Phase R, Phase S und Phase T) (nachstehend als „zweiter Kern“ bezeichnet), 2 einen zweiten Kern für die Phase S, 3 einen zweiten Kern für die Phase T und 4 einen mittleren Kern (nachstehend als „erster Kern“ bezeichnet). Der Mehrphasentransformator nach der ersten Ausführungsform umfasst den im Mittelbereich angeordneten ersten Kern 4, die an der Außenseite des ersten Kerns ausgebildeten mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3), die so angeordnet sind, dass die Magnetpfade (MP1, MP2, MP3) in Bezug auf den ersten Kern schleifenförmig werden, und um die mehreren zweiten Kerne gewickelte primäre Wicklungen (10-1, 20-1, 30-1) und sekundäre Wicklungen (10-2, 20-2, 30-2).

Das Bezugszeichen 10-1 zeigt die um den zweiten Kern 1 für die Phase R gewickelte primäre Wicklung, 10-2 zeigt die um den zweiten Kern 1 für die Phase R gewickelte sekundäre Wicklung, 20-1 zeigt die um den zweiten Kern 2 für die Phase S gewickelte primäre Wicklung, 20-2 zeigt die um den zweiten Kern 2 für die Phase S gewickelte sekundäre Wicklung, 30-1 zeigt die um den zweiten Kern 3 für die Phase T gewickelte primäre Wicklung, und 30-2 zeigt die um den zweiten Kern 3 für die Phase T gewickelte sekundäre Wicklung. Das heißt, der Dreiphasen(Mehrphasen)transformator der ersten Ausführungsform umfasst den in dem Mittelbereich angeordneten ersten Kern 4, die an der Außenseite des ersten Kerns 4 ausgebildeten drei zweiten Kerne (1, 2, 3), und drei Gruppen von Wicklungen (10-1 und 10-2, 20-1 und 20-2, 30-1 und 30-2), die jeweils in Bezug auf diese drei zweiten Kerne (1, 2, 3) gewickelt sind.

Hier sind die drei zweiten Kerne (1, 2, 3) in Bezug auf den ersten Kern 4 so angeordnet, dass die jeweiligen Magnetpfade (MP1, MP2, MP3) schleifenförmig werden. Bei einer Betrachtung als Magnetkreis wird der Magnetwiderstand des Eisens oder der Magnetstahlplatten, das den Kern bildet oder die den Kern bilden, zum dominanten Faktor.

Die mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) weisen vorzugsweise die gleiche Form auf. Außerdem ist vorzugsweise der Abstand zwischen zwei benachbarten zweiten Kernen (1 und 2, 2 und 3, 3 und 1) gleich. Das heißt, die mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) sind in Bezug auf das Zentrum C des ersten Kerns 4 vorzugsweise rotationssymmetrisch um den ersten Kern 4 angeordnet. Als Transformator braucht die Form der zweiten Kerne (1, 2, 3) von dem Gesichtspunkt der Ausbildung einer Induktivität nicht die gleiche Form zu sein, und besteht physikalisch auch kein Problem, wenn sie nicht rotationssymmetrisch angeordnet sind.

Außerdem können die drei zweiten Kerne (1, 2, 3) durch das gleiche Material gebildet werden (zum Beispiel durch Schichten von elektromagnetischen Stahlplatten aus Siliziumstahlplatten gebildet werden) und sind bei den drei Gruppen von Wicklungen (10-1 und 10-2, 20-1 und 20-2, 30-1 und 30-2) das Material und die Dicke des jeweiligen Drahts und die Windungszahl und der Wicklungsabstand gleich. Die zweiten Kerne (1, 2, 3) und der erste Kern 4 können unter Anwendung verschiedener bekannter Kernmaterialien und Kernformen gebildet werden. Dadurch werden die drei zweiten Kerne (1, 2, 3) (die drei Gruppen von Wicklungen (10-1 und 10-2, 20-1 und 20-2, 30-1 und 30-2)) als gleiche Objekte gebildet und weisen sie den gleichen Magnetwiderstand auf. Auch wenn in den drei zweiten Kernen (1, 2, 3) Zwischenräume ausgebildet sind, kommt es dazu, dass sie ebenfalls den gleichen Magnetwiderstand aufweisen. Wie bei den zweiten Kernen (1, 2, 3) besteht physikalisch auch kein Problem, wenn die Windungszahl und dergleichen der drei Gruppen von Wicklungen (10-1 und 10-2, 20-1 und 20-2, 30-1 und 30-2) nicht gleich ist.

2 ist eine Schrägansicht, die den Mehrphasentransformator der in 1 gezeigten ersten Ausführungsform schematisch zeigt, wobei der in 1 gezeigte Dreiphasentransformator schematisch dargestellt ist. Wie in 2 gezeigt wird der Dreiphasentransformator, der den ersten Kern 4 und die drei Gruppen von Wicklungen (10-1 und 10-2, 20-1 und 20-2, 30-1 und 30-2) aufweist, zum Beispiel durch eine obere Platte 51, eine untere Platte 52 und ein Gehäuse 53 gehalten. Hier können an der oberen Platte 51, an der unteren Platte 52 und dem Gehäuse 53 selbstverständlich zum Beispiel Elemente (nicht dargestellt), die die Positionsbeziehung des ersten Kerns 4 und der drei zweiten Kerne 1, 2, 3) halten und fixieren, ausgebildet sein oder auch Wärmeabstrahlungsschlitze (nicht dargestellt) oder dergleichen zur Abgabe der Wärme von dem Dreiphasentransformator während der Verwendung gebildet sein.

Bei dem Mehrphasentransformator nach der ersten Ausführungsform wird der erste Kern 4 aus, zum Beispiel, einem zylinderförmigen Eisenkern in der Mitte angeordnet, während um ihn herum Magnetpfade (MP1, MP2, MP3), die Schleifen bilden, und primäre Wicklungen (10-1, 20-1, 30-1) und sekundäre Wicklungen (10-2, 20-2, 30-2) angeordnet werden und mit dem ersten Kern 4 aus dem mittleren Eisenkern verbunden werden. Hier dient die Ausbildung vom Verbindungsstücken zum Einsetzen der Wicklungen. Wenn im Hinblick auf die Einfachheit des Einsetzens der Wicklungen Abstriche gemacht werden, kann der Eisenkern auch gänzlich ohne Verwendung von Verbindungsstücken gebildet werden. Es ist auch möglich, Verbindungsstücke an anderen Stellen auszubilden und die Wicklungen leicht einsetzbar zu gestalten. Die Verbindungsstücke können auch nur zwischen dem ersten Kern 4 aus dem mittleren Zylinder und den Magnetpfadabschnitten, die Schleifen bilden, gebildet werden. Doch aus der Form ist leicht erkennbar, dass die Symmetrie auch aufrechterhalten werden kann, wenn die Positionen der Verbindungsstücke an den Magnetpfadabschnitten, die Schleifen bilden, ausgebildet werden. Wenn Verbindungsstücke an den gleichen Stellen der Magnetpfade, die die einzelnen Schleifen bilden, ausgebildet werden, kann die Symmetrie aufrechterhalten werden und wird zudem das Einsetzen der primären Wicklungen und der sekundären Wicklungen leicht. Da wie bei einem Eisenkern vom Kerntyp elektromagnetische Stahlplatten mit einer konstanten Form in einer Schichtungsrichtung gestapelt werden, ist auch das Verfahren zur Schichtung der elektromagnetischen Stahlplatten einfach. Es ist nicht nötig, den Eisenkernbereich während des Stapels zylinderförmig auszuführen, um das Wickeln der Wicklungen leicht zu gestalten. Was das Wickeln der Wicklungen betrifft, kann eine herkömmliche Technik eingesetzt werden.

Da der Mehrphasentransformator nach der ersten Ausführungsform baulich eine symmetrische Form aufweist, ist es leicht, das Ungleichgewicht des Magnetwiderstands in den drei Phasen (mehreren Phasen) zu beseitigen. Da die vorliegende Form nur durch die Eigeninduktivität gebildet ist, ist eine Ausführung zu einem Mehrphasentransformator ohne Ungleichgewicht möglich. Da kein Ungleichgewicht des Magnetwiderstands besteht, werden von dem Transformator abhängende Ungleichgewichte der Spannung, des Stroms, des Magnetflusses usw. beseitigt. Außerdem werden auch harmonische Wellenformen wie die dritte Harmonische zu gleichen Wellenformen ohne Ungleichgewicht, was beim Verknüpfen der drei Phasen usw. effektiv ist.

3 ist eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer zweiten Ausführungsform und zeigt das Beispiel eines Dreiphasentransformators, der durch sechs zweite Kerne (1a, 2a, 3a, 1b, 2b, 3b) und sechs Gruppen von Wicklungen (10a-1 und 10a-2, 20a-1 und 20a-2, 30a-1 und 30a-2, 10b-1 und 10b-2, 20b-1 und 20b-2, und 30b-1 und 30b-2), die so an dem Umfang eines ersten Kerns 4 angeordnet sind, dass Rotationssymmetrie entsteht, gebildet ist.

Das heißt, wie in 3 gezeigt sind bei dem Mehrphasentransformator der zweiten Ausführungsform Wicklungen (10a-1 und 10a-2, 10b-1 und 10b-2), (20a-1 und 20a-2, 20b-1 und 20b-2), (30a-1 und 30a-2, 30b-1 und 30b-2), die auf zwei an entgegengesetzten Seiten des ersten Kerns 4 positionierte zweite Kerne (1a, 1b), (2a, 2b), (3a, 3b) gewickelt sind, in Übereinstimmung mit der Phase R, der Phase S und der Phase T als drei Gruppen ausgeführt, wodurch ein Dreiphasentransformator gebildet wird. Es muss nicht betont werden, dass bei den beiden Gruppen von Wicklungen jeder Phase (10a-1 und 10a-2, 10b-1 und 10b-2), (20a-1 und 20a-2, 20b-1 und 20b-2), (30a-1 und 30a-2, 30b-1 und 30b-2) die Wicklungsrichtung und der Anschluss usw. jeder Wicklung völlig gleich sind.

Auf diese Weise werden die zweiten Kerne zum Beispiel bei einem Dreiphasentransformator in der Anzahl eines ganzzahligen Vielfachen von drei (in 3 dem Doppelten von drei) ausgebildet und die auf diese zweiten Kerne in der Anzahl des ganzzahligen Vielfachen von drei (1a, 2a, 3a, 1b, 2b, 3b) gewickelten Wicklungen (10a-1 und 10a-2, 10b-1 und 10b-2), (20a-1 und 20a-2, 20b-1 und 20b-2), (30a-1 und 30a-2, 30b-1 und 30b-2) zu den drei Phasen, der Phase R, der Phase S und der Phase T, zusammengefasst. Wenn nicht zwei Wicklungen zu einer Gruppe ausgeführt werden, sondern die sechs Wicklungen (10a-1, 10a-2, 20a-1, 20a-2, 30a-1, 30a-2) so, wie sie sind, unabhängig eingerichtet werden, ist es auch möglich, den in 3 gezeigten Mehrphasentransformator als Sechsphasentransformator zu verwenden.

4 ist eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer dritten Ausführungsform und zeigt das Beispiel eines Dreiphasentransformators schematisch. Wie aus einem Vergleich von 4 und der oben beschriebenen 1 klar wird, sind bei dem Dreiphasentransformator der dritten Ausführungsform die einzelnen zweiten Kerne (1, 2, 3) so einstückig ausgebildet, dass sie jeweils zwei radiale Schenkelabschnitte (11 und 13, 21 und 23, 31 und 33), wovon ein Ende zu der Außenseite eines rund geformten ersten Kerns 41 gewandt ist, und einen Außenumfangsabschnitt (12, 22, 32), der die anderen Enden der beiden radialen Schenkelabschnitte verbindet, umfassen.

Die Endflächenform des einen Endes jedes radialen Schenkelabschnitts (11 und 13, 21 und 23, 31 und 33) ist dem Außenumfang des rund geformten ersten Kerns 41 entsprechend kreisbogenförmig ausgeführt. Das heißt, die außenseitige Form des ersten Kerns 41 ist als runde Form ausgeführt, die der Form des einen Endes der radialen Schenkelabschnitte (11 und 13, 21 und 23, 31 und 33) der mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) entspricht.

Zwischen den Außenumfangsabschnitten (12, 22, 32) von zwei benachbarten zweiten Kernen (1, 2, 3) ist jeweils ein nichtmagnetisches Kernfixierungselement (61, 62, 63) ausgebildet. Das heißt, zwischen dem Außenumfangsabschnitt 12 des zweiten Kerns 1 und dem Außenumfangsabschnitt 22 des zweiten Kerns 2 ist das Kernfixierungselement 61 ausgebildet, zwischen dem Außenumfangsabschnitt 22 des zweiten Kerns 2 und dem Außenumfangsabschnitt 32 des zweiten Kerns 3 ist das Kernfixierungselement 62 ausgebildet, und zwischen dem Außenumfangsabschnitt 32 des zweiten Kerns 3 und dem Außenumfangsabschnitt 12 des zweiten Kerns 1 ist das Kernfixierungselement 63 ausgebildet. Es ist auch möglich, die Kernfixierungselemente (61, 62, 63) nur zum Teil durch einen nichtmagnetischen Körper zu bilden.

Auf die beiden radialen Schenkelabschnitte 11 und 13 (21 und 23, 31 und 33) des zweiten Kerns 1 (2, 3) sind jeweils eine primäre Wicklung 11c und eine sekundäre Wicklung 13c (21c und 23c, 31c und 33c)) gewickelt. Die Wicklungsrichtung und der Anschluss usw. der Wicklungen (11c und 13d, 21c und 23c, 31c und 33c) der jeweiligen zweiten Kerne (1, 2, 3) sind völlig gleich. Die Schleifenabschnitte, die die Magnetpfade bilden, stützen auch die Wicklungen, doch ist die Stärke gering und werden sie auch im Allgemeinen durch das Phänomen der Magnetostriktion bei einem Transformator zur Ursache für ein Störgeräusch. Wenn nun aus den Kernfixierungselementen (61, 62, 63) bestehende Stützabschnitte ausgebildet werden, wird Festigkeit erreicht und kann auch das Störgeräusch unterdrückt werden.

Da die Kernfixierungselemente (61, 62, 63) wie später unter Bezugnahme auf 11 ausführlich besprochen faktisch von den Magnetflüssen der zweiten Kerne (1, 2, 3), um die die Wicklungen gewickelt sind, abgetrennt werden, ist es nicht nötig, dass sie aus dem gleichen Material (zum Beispiel elektromagnetischen Stahlplatten) wie die zweiten Kerne bestehen, und ist es auch möglich, sie aus einem Material wie etwa Kunststoff oder dergleichen auszuführen. Außerdem können in diesen Kernfixierungselementen (61, 62, 63) zum Beispiel bestimmte Öffnungen (610, 620, 630) gebildet werden und zum Befestigen des Dreiphasentransformators verwendet werden. Es ist auch möglich, den Dreiphasentransformator unter Verwendung der Kernfixierungselemente (61, 62, 63) zusammenzusetzen oder zu befestigen.

5 ist eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer vierten Ausführungsform, wobei sich die Form des mittleren Kerns (des ersten Kerns) von der oben beschriebenen dritten Ausführungsform unterscheidet. Das heißt, wie in 5 gezeigt ist die Form der Außenseite des ersten Kerns 42 bei dem Mehrphasentransformator nach der vierten Ausführungsform der Form der einen Enden der radialen Schenkelabschnitte (11, 13, 21, 23, 31, 33) der drei zweiten Kerne (1, 2, 3) entsprechend als regelmäßige Sechseckform (Sechseckform) ausgeführt. Die Endflächenform des einen Endes jedes radialen Schenkelabschnitts ist den einzelnen Seiten des regelmäßig sechseckig geformten ersten Kerns 42 entsprechend geradlinig ausgebildet.

6 ist eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer fünften Ausführungsform, wobei der Unterschied zu der oben besprochenen vierten Ausführungsform darin besteht, dass an den Außenumfangsabschnitten der Kernfixierungselemente (61, 62, 63) und der mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) eine röhrenförmige Struktur 8 mit einer runden Form gebildet ist.

Durch Stützen der schleifenförmigen Außenumfangsabschnitte (12, 22, 32) und der Kernfixierungselemente (61, 62, 63) durch die nichtmagnetische röhrenförmige Struktur 8 wie bei dem Mehrphasentransformator der fünften Ausführungsform wird der Aufbau stark und können Störgeräusche unterdrückt werden. Durch das Umgeben der Wicklungen können die Wicklungen leicht durch ein Harz oder ein Imprägniermittel fixiert werden und kann im Inneren auch ein Isolieröl gespeichert werden.

Es lässt sich auch sagen dass bei dem Mehrphasentransformator nach der fünften Ausführungsform zwischen den primären Wicklungen oder den sekundären Wicklungen keine gegenseitige Induktivität mit anderen Phasen besteht und nur Eigeninduktivität vorhanden ist. Folglich besteht die Besonderheit, dass die Magnetpfadlänge bei jeder Phase und bei jedem elektrischen Winkel konstant ist und kein Ungleichgewicht besteht. Da die vorliegende Form nur durch Eigeninduktivität gebildet ist, kommt es auch dazu, dass sie zu einem Mehrphasentransformator ohne Ungleichgewicht ausgeführt werden kann.

Bei dem Mehrphasentransformator nach der in 6 gezeigten fünften Ausführungsform ist ein Aufbaubespiel gezeigt, wobei zwischen der röhrenförmigen Struktur 8 und den Kernfixierungselementen (61, 62, 63) Zwischenräume (81, 82, 83) gebildet sind, doch ist es auch möglich, keine Zwischenräume auszubilden. Ferner ist es möglich, in der röhrenförmigen Struktur 8 bestimmte Öffnungen (nicht dargestellt) zu bilden und zum Befestigen des Dreiphasentransformators zu benutzen.

7 ist eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer sechsten Ausführungsform, wobei der Unterschied zu der oben beschriebenen vierten Ausführungsform darin besteht, dass zwischen den Kernfixierungselementen (61, 62, 63) und den radialen Schenkelabschnitten (11, 13, 21, 23, 31, 33) Spalte d1 bis d6 gebildet sind. Das heißt, wie in 7 gezeigt ist zwischen dem radialen Schenkelabschnitt 13 und dem Kernfixierungselement 61 ein Spalt d1 gebildet, zwischen dem radialen Schenkelabschnitt 21 und dem Kernfixierungselement 61 ein Spalt d2 gebildet, zwischen dem radialen Schenkelabschnitt 23 und dem Kernfixierungselement 62 ein Spalt d3 gebildet, zwischen dem radialen Schenkelabschnitt 31 und dem Kernfixierungselement 62 ein Spalt d4 gebildet, zwischen dem radialen Schenkelabschnitt 33 und dem Kernfixierungselement 63 ein Spalt d5 gebildet, und zwischen dem radialen Schenkelabschnitt 11 und dem Kernfixierungselement 63 ein Spalt d6 gebildet. Durch die Ausbildung der Spalte, die nichtmagnetische „Körper“ sind, entsteht ein großer Magnetwiderstand und entsteht keine Passage für den Magnetfluss. Die Spalte können aus Kunststoff, bei dem es sich um einen nichtmagnetischen Körper handelt, oder aus Luft bestehen.

8 ist eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer siebenten Ausführungsform, wobei der Unterschied zu der oben beschriebenen vierten Ausführungsform darin besteht, dass ungefähr in dem Mittelbereich der Kernfixierungselemente (61, 62, 63) Spalte d7 bis dg gebildet sind. Das heißt, wie in 8 gezeigt ist ungefähr in der Mitte des Kernfixierungselements 61 ein Spalt d7 gebildet, ungefähr in der Mitte des Kernfixierungselements 62 ein Spalt d8 gebildet, und ungefähr in der Mitte des Kernfixierungselements 63 ein Spalt dg gebildet. Durch die Ausbildung der Spalte entsteht ein großer Magnetwiderstand und entsteht keine Passage für den Magnetfluss. Die Spalte können aus Kunststoff, bei dem es sich um einen nichtmagnetischen Körper handelt, oder aus Luft bestehen.

Wenn für die Kernfixierungselemente (61, 62, 63), die Stützelemente sind, magnetische Körper verwendet werden und die Wicklungen durch magnetische Körper abgedeckt werden, kann auch die magnetische Streuung, die bei Schenkeln von Enden vom Dreibeintyp leicht auftritt, verringert werden und dafür gesorgt werde, dass der Magnetfluss effektiv durch den Eisenkern verläuft. Damit die Stützelemente nicht zu Magnetpfaden werden, werden Spalte oder Bereiche mit geringer magnetischer Durchlässigkeit ausgebildet und dadurch absichtlich Bereiche, in denen der Magnetwiderstand groß ist, ausgebildet, so dass der Magnetfluss nicht fließt. Da der Kern normalerweise durch Stanzen aus einem Plattenmaterial wie etwa einem Ringmaterial hergestellt wird, können gleichzeitig auch die Kernhalteelemente (61, 62, 63) durch Stanzen hergestellt werden, so dass eine effiziente Herstellung möglich ist. Auch wenn durch das Vorhandensein der Spalte eine getrennte Form entsteht, ist die Fixierung in der Tiefenrichtung der Zeichnungsblattfläche wie bei den anderen Kernen möglich.

9 zeigt eine Ansicht der Magnetflusslinien bei dem Mehrphasentransformator nach der siebenten Ausführungsform. Die an den Kernfixierungselementen (61, 62, 63) und den radialen Schenkelabschnitten (11, 13, 21, 23, 31, 33) gezeigten gekrümmten Linien stellen Magnetflüsse dar. Auch bei Einsatz eines Aufbaus, bei dem ungefähr in der Mitte der Kernfixierungselemente (61, 62, 63) Spalte d7 bis dg gebildet sind, wird keine magnetische Streuung zu anderen Phasen beobachtet und versteht man, dass der Mehrphasentransformator normal funktioniert. Die Spalte können aus Kunststoff, bei dem es sich um einen nichtmagnetischen Körper handelt, oder aus Luft bestehen.

Die Form der Außenseite des ersten Kerns 42 kann auch als vieleckige Form, die der Form des einen Endes der radialen Schenkelabschnitte (11, 13, 21, 23, 31, 33) der mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) entspricht, ausgeführt werden. Auf diese Weise kann der erste Kern auf Basis der Anzahl der zweiten Kerne, der Form der zweiten Kerne und dergleichen in verschiedenen Formen wie etwa einer runden Form oder einer vieleckigen Form ausgeführt werden. Wenn der erste Kern durch elektromagnetische Stahlplatten wie Siliziumstahlplatten gebildet wird, kann er zum Beispiel durch dickes Stapeln (zum Beispiel in der Höhenrichtung in 2) von elektromagnetischen Stahlplatten mit der gleichen Form gebildet werden, doch sofern in Bezug auf die jeweiligen zweiten Kerne die gleichen Bedingungen verursacht werden (die Symmetrie nicht zerstört wird), ist es auch möglich, ihn durch einen Schnittkern oder dergleichen zu bilden.

10 ist eine Ansicht zur Erklärung eines Mehrphasentransformators nach einer achten Ausführungsform, wobei gegenüber der unter Bezugnahme auf 4 erklärten dritten Ausführungsform zwischen der Außenseite des ersten Kerns 41 und den mehreren zweiten Kernen (1, 2, 3) ein Zwischenraumelement 7 mit einer Dicke d, das einen Magnetpfad bildet, ausgebildet ist. Das heißt, das Zwischenraumelement 7 kann zum Beispiel als Zylinderform mit einer Dicke d, die die Außenseite des säulenförmigen ersten Kerns 41 umhüllt, ausgeführt werden, und die jeweiligen ersten Enden der radialen Schenkelabschnitte (11, 13, 21, 23, 31, 33) der zweiten Kerne (1, 2, 3) können in einen dichten Kontakt mit der Außenseite dieses Zwischenraumelements 7 gebracht werden.

Wenn der erste Kern 41 zum Beispiel durch Stapeln von runden elektromagnetischen Stahlplatten gebildet wird, werden die mehreren gestapelten runden elektromagnetischen Stahlplatten durch das Zwischenraumelement 7 gehalten. Der Zwischenraum d zwischen dem ersten Kern 41 und den jeweiligen zweiten Kernen (1, 2, 3) kann durch die Dicke des Zwischenraumelements 7 bestimmt werden. Daher wird es möglich, die Mühe der Tätigkeit des Zusammensetzens des Transformators abzuschwächen und die Eigenschaften des Transformators zu stabilisieren. Außerdem kann als Zwischenraumelement 7 auch ein magnetischer Körper angewendet werden, so dass, beginnend mit Kunststoff, bei dem es sich um einen nichtmagnetischen Körper handelt, verschiedenste Materialien zur Anwendung kommen können. Da es sich im Fall eines magnetischen Körpers um die gleiche Materialbeschaffenheit wie bei dem ersten Kern 41 und den zweiten Kernen (1, 2, 3) handelt, kommt es zu einem Transformator, bei dem der Magnetwiderstand möglichst verringert wird. Da es bei Verwendung eines nichtmagnetischen Körpers in diesem Bereich zu einem Magnetwiderstand kommt, kann zum Beispiel im Fall einer möglichen Überlagerung des Dreiphasenwechselstroms von einer Gleichstromkomponente eine übermäßige Sättigung des Eisenkerns durch den Anregungsstrom dieser Gleichstromkomponente verhindert oder reguliert werden. Durch diesen Aufbau wird es auch leicht möglich, den Magnetwiderstand gleich einzubringen. Das Zwischenraummaterial 7 ist zwischen dem ersten Kern 41 und den zweiten Kernen (1, 2, 3) ausgebildet, doch wird auch bei einer Ausbildung an einer anderen Stelle die gleiche Wirkung erhalten. Es können - beginnend mit Kunststoff - verschiedenste Materialien oder Luft angewendet werden.

Wenn die Kernfixierungselemente (61, 62, 63) bei der dritten bis achten Ausführungsform, die in 4 bis 8 und 10 gezeigt sind, zum Beispiel aus einem anderen Material als jenem der zweiten Kerne (1, 2, 3), wie etwa Kunststoff, gebildet sind, ist es möglich, in den Kernfixierungselementen (61, 62, 63) Öffnungen zu bilden und den Dreiphasentransformator unter Verwendung dieser Öffnungen zusammenzusetzen oder sie zum Befestigen zu verwenden.

13 ist eine Ansicht zur Erklärung einer neunten Ausführungsform des Mehrphasentransformators, wobei die Kernfixierungselemente (61, 62, 63) bei der unter Bezugnahme auf 4 erklärten dritten Ausführungsform einstückig mit den zweiten Kernen (1, 2, 3) gebildet sind. Der Mehrphasentransformator der neunten Ausführungsform kann auch so ausgeführt sein, dass die röhrenförmige Struktur 8 bei dem Mehrphasentransformator nach der in 6 gezeigten fünften Ausführungsform die Außenumfangsabschnitte der Kernfixierungselemente (61, 62, 63) und der mehreren zweiten Kerne (1, 2, 3) vereinigt und durch eine Passung befestigt. Wie bei der fünften Ausführungsform ist die röhrenförmige Struktur 8 nichtmagnetisch.

11 ist ein Wellendiagramm, das ein Beispiel für den Dreiphasenwechselstrom zeigt, der an den in 13 gezeigten Mehrphasentransformator angelegt wird. Bei dem in 13 gezeigten Mehrphasentransformator weisen die Außenumfangsabschnitte (12, 22, 32) und die Kernfixierungselemente (61, 62, 63) die gleiche runde Form auf.

Wie unter Bezugnahme auf 4 erklärt wurde, sind jeweils Wicklungen 11c und 13c (21c und 23c, 31c und 33c) auf die beiden Schenkelabschnitte 11 und 13 (21 und 23, 31 und 33) jedes zweiten Kerns 1 (2, 3) gewickelt, und können die Wicklungsrichtung und der Anschluss usw. dieser Wicklungen (11c und 13c, 21c und 23c, 31c und 31c) völlig gleich ausgeführt sein.

In den Wicklungen (11c und 13c, 21c und 23c, 31c und 31c) der einzelnen zweiten Kerne (1, 2, 3) fließt wie in 11 gezeigt ein Dreiphasenwechselstrom für die Phase R, die Phase S und die Phase T, deren Phasen (elektrische Winkel) sich um 120 ° unterscheiden. Dadurch entstehen ein wie unter Bezugnahme auf 9 erklärte Magnetfelder. 9 ist eine Ansicht zur Erklärung des Betriebs des in 13 gezeigten Mehrphasentransformators und zeigt eine Ansicht der Magnetflusslinien bei Anlegung des in 11 gezeigten Dreiphasenwechselstroms in Bezug auf den Dreiphasentransformator der in 13 gezeigten neunten Ausführungsform.

Bei der in 13 gezeigten neunten Ausführungsform fließt zum Beispiel auch dann, wenn die Kernfixierungselemente (61, 62, 63) einstückig (durch das gleiche Material) mit den zweiten Kernen (1, 2, 3) gebildet sind, stets kein Magnetfluss in den Kernfixierungselementen (61, 62, 63). Daher ist es zum Beispiel auch möglich, in den Kernfixierungselementen (61, 62, 63) Öffnungen (610, 620, 630) zu bilden und den Dreiphasentransformator unter Verwendung dieser Öffnungen zusammenzusetzen oder sie zum Befestigen zu benutzen.

Da bei einem kleinformatigen Transformator der Kernbereich durch einen Pulverkern oder dergleichen gebildet werden kann und die Herstellung einer beliebigen Form leicht ist, wird die Anwendung der Form der vorliegenden Ausführungsform leicht möglich.

Die Mehrphasentransformatoren nach den oben erklärten Ausführungsformen können auch Dreiphasentransformatoren, bei denen ein Dreiphasenwechselstrom zur Anwendung kommt, sein. Die primären Wicklungen des Dreiphasentransformators können auch eine Dreieckschaltung sein. Die mehreren zweiten Kerne können in der Anzahl eines ganzzahligen Vielfachen von drei ausgebildet sein, und die Wicklungen, die um die in einer Anzahl eines ganzzahligen Vielfachen von drei vorhandenen zweiten Kerne gewickelt sind, können zu drei zusammengefasst werden.

Es heißt, dass es bei einem Dreiphasentransformator an der primären Seite wegen der dritten Harmonischen leicht zu verschiedenen Störungen kommt; und die Verbindung der Wicklungen wird häufig so vorgenommen, dass sie zu einer Dreieckschaltung ausgeführt wird. Da bei den Mehrphasentransformatoren nach den vorliegenden Ausführungsformen die Symmetrie der drei Phasen gut ist, ist auch bei der dritten Harmonischen der drei Phasen der Unterschied des Ungleichgewichts gering und wird auch der Vorteil geboten, dass auch bei der gleichen Dreieckschaltung Probleme noch schwerer auftreten.

Bei einem Transformator kann es zur Ausführung irgendeines Schenkels zu einem Zylinder vorkommen, dass die Breite der elektromagnetischen Stahlplatten in der Stapeldickenrichtung verändert wird, doch da bei den Mehrphasentransformatoren nach den oben erklärten Ausführungsformen elektromagnetische Stahlplatten, die im Grunde die gleiche Form aufweisen, gestapelt werden, ist auch die Herstellung einfach (es werden elektromagnetische Stahlplatten mit jeweils einer gleichen Form gestapelt).

Ferner ist es möglich, die oben beschriebenen Ausführungsformen beliebig zu kombinieren. Es ist zum Beispiel möglich, die in 10 gezeigte achte Ausführungsform in Bezug auf die in 13 gezeigte neunte Ausführungsform anzuwenden und an der Außenseite des rund geformten ersten Kerns 41 auch ein Zwischenraumelement 7 mit einer Dicke von d auszubilden. Es ist möglich, die in 10 gezeigte achte Ausführungsform in Bezug auf die in 5 gezeigte vierte Ausführungsform anzuwenden und an der Außenseite des sechseckig geformten ersten Kerns 42 auch ein Zwischenraumelement 7 mit einer Dicke von d auszubilden. Wie oben ausführlich beschrieben wurde, wird es durch die Mehrphasentransformatoren nach den vorliegenden Ausführungsformen möglich, einen Magnetwiderstand ohne Ungleichgewicht bei den einzelnen Phasen zu erhalten.

Durch die Mehrphasentransformatoren nach den vorliegenden Ausführungsformen werden Mehrphasentransformatoren ohne Ungleichgewicht des Magnetwiderstands in dem Magnetkreis erhalten.

Im Vorhergehenden wurden Mehrphasentransformatoren nach den vorliegenden Ausführungsformen erklärt, doch wurden alle hier angeführten Beispiele und Bedingungen mit der Absicht angegeben, das Verständnis der Erfindung und des auf die Technik angewendeten Konzepts der Erfindung zu unterstützen, und sollen speziell angegebene Beispiele und Bedingungen den Umfang der Erfindung nicht beschränken. Derartige Angaben in der Beschreibung sind auch keine Angaben, die Vorteile oder Nachteile der Erfindung zeigen. Es erfolgte zwar eine ausführliche Beschreibung von Ausführungsformen, doch sollte sich verstehen, dass verschiedenste Änderungen, Ersetzungen, oder Abwandlungen vorgenommen werden können, ohne von dem Geist und dem Umfang der Erfindung abzuweichen.