Title:
Vorrichtung und Verfahren zur Leitungslängenbestimmung
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Ein Verfahren zur Leitungslängenbestimmung umfassend die Schritte: Bestimmung (S3) einer Länge (l1) einer ersten elektrischen Leitung (L1), Bestimmung (S4) einer Kennung der ersten elektrischen Leitung (L1), Bestimmung (S5) einer Länge (l2) einer zweiten elektrischen Leitung, die zur Installation in einer Anlage bestimmt ist, anhand der Länge (l1) der ersten elektrischen Leitung (L1) und einer vermittels der Kennung bestimmten Ausgangslänge (l0). embedded image





Inventors:
gleich Anmelder
Application Number:
DE102017127792A
Publication Date:
09/06/2018
Filing Date:
11/24/2017
Assignee:
Hanzel, Sven, 37242 (DE)
International Classes:
G01B21/02; H01B7/36; H02G1/00
Attorney, Agent or Firm:
Patent- und Rechtsanwälte Loesenbeck, Specht, Dantz, 33602, Bielefeld, DE
Claims:
Vorrichtung(V1) zur Leitungslängenbestimmung, umfassend: eine Erkennungseinheit (EE), die dazu dient, eine Kennung einer ersten elektrischen Leitung (L1) zu bestimmen, eine Längenmesseinheit (LE), die dazu dient, eine Länge (l1) der ersten Leitung (L1) zu bestimmen, sowie eine Speichereinheit (SE), die operativ mit der Erkennungseinheit (EE) und der Längenmesseinheit (LE) verbunden ist, und die dazu dient, die Kennung und die Länge (l1) der ersten Leitung (L1) zu erfassen, insbesondere einander zuzuordnen.

Vorrichtung (V1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennung dazu dient, einen Leitungstyp aus einer Vielzahl von Leitungstypen elektrischer Leitungen zu bestimmen, wobei es sich bei den Leitungstypen um verschiedene zur Verkabelung einer Anlage vorgesehene elektrische Leitungen handelt.

Vorrichtung (V1) Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichereinheit (SE) dazu dient, die Länge (l0) und die Kennung, bspw. eine Bezeichnung, wie bspw. Start- und/oder Zielanschlussbezeichnung, als Datenpaar zu speichern.

Vorrichtung(V1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkennungseinheit (EE) dazu dient, die Kennung anhand einer Kennzeichnung (KX) der ersten Leitung (L1), mit der die erste Leitung (L1) gekennzeichnet ist, insbesondere eineindeutig identifizierbar ist, zu bestimmen, und/oder wobei die Erkennungseinheit (EE) zur Bestimmung der Kennung bzw. des Leitungstyps eine Kennzeichnung (KX) der ersten Leitung (L1), vorzugsweise optisch, erfasst und/oder die erfasste Kennung einem Leitungstyp zuordnet.

Vorrichtung (V1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ferner eine Leitungsförderungseinheit (LT) umfasst, die dazu dient, die erste Leitung (L1) entlang einer ersten Messstrecke für die Bestimmung der Kennung mittels der Erkennungseinheit (EE) zu führen und/oder die dazu dient, die erste Leitung (L1) entlang einer zweiten Messtrecke für die Bestimmung der Länge der ersten Leitung (L1) zu führen.

Vorrichtung (V1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ferner eine Kommunikationseinheit (KE) umfasst, welche vorzugsweise mit der Speichereinheit (SE) operativ verbunden ist, und die dazu dient, die Kennung bzw. den Leitungstyp und die Länge der ersten Leitung (L1), insbesondere an eine Ablängeinheit, zu übertragen.

Vorrichtung (V1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein, vorzugsweise handhaltbares, Gehäuse (G) umfasst, in welchem die Erkennungseinheit (EE), die Längenmesseinheit (LE), die Speichereinheit (SE), die Kommunikationseinheit (KE) und/oder die Leitungsförderungseinheit (TE) angeordnet sind.

Vorrichtung (V1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Speichereinheit (SE) eine der Kennung und/oder dem Leitungstyp zugeordnete Ausgangslänge (l0) der ersten Leitung (L1) hinterlegt ist, wobei die Ausgangslänge (l0) der Länge (l0) einer elektrischen Leitung (L0) vor einem Ablängschritt entspricht, bei welchem Ablängschritt die erste Leitung (L1) und eine zweite, zur Verwendung in der Anlage bestimmte Leitung (L2) anfallen, und/oder wobei die Speichereinheit (SE) dazu dient, anhand der Länge der ersten Leitung (L1) und einer Ausgangslänge (l0) eine Konfektionslänge, vorzugsweise durch Differenzbildung zwischen der Länge der ersten Leitung (l1) und der Ausgangslänge (l0), zu bestimmen.

Vorrichtung (V1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Bezugspunkt für die Längenmessung vermittels der Längenmesseinheit (LE) ein Ende der ersten Leitung (L1) dient, welches Ende in die Vorrichtung (V1) eingeführt wird.

Vorrichtung (V1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Detektionseinheit (DE) umfasst, welche vorzugsweise eine Lichtschranke umfasst, die dazu dient, das Einführen der ersten Leitung (L1) in die Vorrichtung (V1) zu bestimmen, und/oder welche Detektionseinheit (DE) dazu dient, einen Bezugspunkt für die Längenmessung zu bestimmen.

Verfahren zur Leitungslängenbestimmung umfassend zumindest die folgenden Schritte:
a) Bestimmung (S3) einer Länge (l1) einer ersten elektrischen Leitung (L1),
b) Bestimmung (S4) einer Kennung der ersten elektrischen Leitung (L1),
c) Bestimmung (S5) einer Länge (l2) einer zweiten elektrischen Leitung, die zur Installation in einer Anlage bestimmt ist, anhand der Länge (l1) der ersten elektrischen Leitung (L1) und einer vermittels der Kennung bestimmten Ausgangslänge (l0).

Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der Kennung ein Leitungstyp der ersten elektrischen Leitung (L1) bestimmt wird und anhand des Leitungstyps die Ausgangslänge (l0) bestimmt wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren ferner einen oder mehrere der folgenden Schritte umfasst:
Ablängen (S1) wenigstens einer elektrischen Leitung (L) auf eine Ausgangslänge (l0), und/oder Zuordnen (S2) einer Kennung zu der Ausgangslänge (l0), und/oder Speichern der Ausgangslänge (l0) und einer zugeordneten Kennung.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren ferner den folgenden Schritt umfasst:
Kennzeichnen einer elektrischen Leitung (L, L0, L1, L2) mit einer der Kennung entsprechenden Kennzeichnung (KX), welche Kennzeichnung (KX) vorzugsweise an der Oberfläche, vorzugsweise auf der Oberfläche, der Leitung (L, L0, L1, L2) angebracht wird.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren ferner den folgenden Schritt umfasst:
Ablängen der elektrischen Leitung (L0) zur Verkabelung einer Anlage, wobei eine erste, überschüssige elektrische Leitung (L1) anfällt und wobei eine zweite, zur Verwendung in der Anlage bestimmte elektrische Leitung (L2) anfällt.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ferner zumindest einen der folgenden Schritte umfasst: Erfassen der Kennzeichnung (KX) der ersten Leitung (L1) oder der zweiten Leitung (L2), vorzugsweise vermittels einer Bilderkennung, und/oder Ermitteln einer Kennung anhand der erfassten Kennzeichnung (KX).

Verfahren zum Herstellen eines ersten Satzes von elektrischen Leitungen, die jeweils mit wenigstens einer Kennzeichnung (KX) versehen sind, welchen Kennzeichnungen (KX), bspw. anhand einer vermittels der Kennzeichnung (KX) ermittelbaren Kennung, jeweils eine Ausgangslänge (l0) zuordenbar ist und vorzugsweise Durchführen eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Schritte für jede der elektrischen Leitungen des Satzes.

Verfahren zur Herstellung eines zweiten Satzes von elektrischen Leitungen wobei der erste Satz von elektrischen Leitungen nach einem Verfahren nach Anspruch 17 hergestellt wird und wobei der erste Satz für einen ersten Schaltschrank und der zweite Satz für einen zweiten Schaltschrank bestimmt sind, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung des zweiten Satzes ein schaltschrankspezifischer Plan und/oder eine schaltschrankspezifische Dokumentation des ersten Schaltschranks mit einem schaltschrankspezifischen Plan und/oder einer schaltschrankspezifischen Dokumentation des zweiten Schaltschrankes verglichen werden und die Leitungen des zweiten Satzes, welche sowohl im ersten als auch im zweiten Schaltschrank identisch realisiert sind, vorkonfektioniert werden.

Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungen, welche nicht identisch realisiert sind, im zweiten Satz mit einer Ausgangslänge (l0) enthalten sind oder entfallen.

Elektrische Leitung (L, L0, L1, L2) an der eine Kennzeichnung (KX) angebracht ist, vermittels welcher Kennzeichnung (KX) eine Länge (l2) einer zweiten elektrischen Leitung (L2) bestimmbar ist, wobei die zweite Leitung (L2) zur Installation in einer Anlage bestimmt ist, wobei die Länge (l2) der zweiten Leitung (L2) anhand der Länge (l1) der ersten elektrischen Leitung (L1) und einer vermittels der Kennzeichnung (KX) bestimmbaren Ausgangslänge (l0).

Elektrische Leitung (L, L0, L1, L2) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der Kennzeichnung (KX) der Leitung, ein Leitungstyp, insbesondere eineindeutig, bspw. anhand einer vermittels der Kennzeichnung (KX) ermittelbaren Kennung, bestimmbar ist.

Elektrische Leitung (L, L0, L1, L2) nach einem der Ansprüche 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Kennzeichnung (KX) auf der Oberfläche um einen, vorzugsweise codierten, Zeichensatz handelt, der vermittels einer Schrifterkennung lesbar ist, und/oder wobei die Zeichen des Zeichensatzes derart ausgebildet sind, dass sie auf der gekrümmten Oberfläche der Leitung (L, L0, L1, L2) unterscheidbar sind.

Description:

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Leitungslängenbestimmung wenigstens einer elektrischen Leitung, ein Verfahren zur Leitungslängenbestimmung wenigstens einer elektrischen Leitung, sowie eine elektrische Leitung mit einer Kennzeichnung.

Bei der Herstellung von industriellen Anlagen, wie beispielsweise Gebäuden, Kraftwerken, Sondermaschinen, Klärwerken oder dergleichen, muss eine Vielzahl von Geräten fachgerecht elektrisch miteinander verbunden werden, um eine zuverlässige Bedienung, Überwachung und/oder Steuerung der Anlage zu ermöglichen. Hierzu werden, bspw. in einem oder mehreren Schaltschränken, entsprechende Geräte installiert, die miteinander über elektrische Leitungen zu verbinden sind.

Entsprechend einem Strom laufplan und eines Schaltschranklayouts werden ein oder mehrere individuell konfektionierte elektrische Leitungen, bspw. in Form eines oder mehrere Kabel oder Kabelbäume, an einen oder mehrere Anschlüsse der Geräte, bspw. in Form von Klemmen, montiert. Je nach Einsatzzweck wird die Art der elektrischen Leitung entsprechend den Anforderungen ausgewählt. Dies kann beispielsweise ein Kupfer-oder ein Glasfaserkabel, ein isoliertes Kabel, und/oder ein ein-oder mehrlitziges Kabel sein. Der Querschnitt der Leitung kann dabei entsprechend der zu erwartenden Stromstärke dimensioniert werden. Damit keine überflüssigen elektrischen Leitungen in der Anlage, bspw. im Schaltschrank, verbleiben, wird die Länge der jeweiligen elektrischen Leitung der Einbausituation angepasst. Auch der gezielte Einsatz von Farben wird nach den Steuer-und Regelungstechnischen Gesetzmäßigkeiten vorgenommen und erhöht die Übersichtlichkeit in der Anlage, wie bspw. einem Schaltschrank. Je nach Einsatzzweck können wahlweise einzelne elektrische Leitungen und/oder vorbereitete Leitungssätze, wie bspw. ein oder mehrere Kabelbäume, an einem Gerät angeschlossen werden, um die entsprechende Anschlüsse dieses Gerätes mit jeweiligen Anschlüssen anderer Geräte verbinden. Die Verkabelung wird häufig als Punkt-zu-Punkt Direktverkabelung mittels Anschlusskabeln, welche jeweils zwischen zwei Anschlüssen elektrischer Geräte verlegt werden, ausgeführt. Dabei ist die Verdrahtung und Verkabelung eine äußerst fehleranfällige Tätigkeit und allein aufgrund der großen Anzahl der Kabel ist es sehr schwierig, dabei den Überblick zu behalten. Zudem ist die Arbeit an einem Schalt- oder Verteilerschrank sehr eintönig, wodurch ebenfalls die Fehlerwahrscheinlichkeit erhöht wird.

Eine Kennzeichnung einzelner Leitungen erfolgt häufig manuell und bedarf einer sehr genauen Dokumentation, welche wiederum für spätere Arbeiten verständlich und eindeutig sein muss. In einer Anlagenverdrahtung oder in einer Gebäudeinstallation wird dies zudem erschwert durch eine teils kryptische Namensgebung der Bezeichnungen von Kabeln und elektrischen Geräten. An dieser Stelle treffen die verschiedenen Gewerke des Anlagenbaus und der elektrischen Ausstattung aufeinander und eine eindeutige Dokumentation wird durch die hier erforderliche Abstimmung zusätzlich erschwert.

Zusätzlich zur aufwendigen Dokumentation der Verkabelung in Schaltplänen ist eine korrekte Kennzeichnung der Kabel, insbesondere der Kabelenden, und Anschlüsse oder Anschlussklemmen erforderlich. Dazu werden häufig Kabel durch Beschriftungsfähnchen und Anschlussklemmen durch Beschriftungsaufkleber markiert. Im Schaltplan ist entsprechend dokumentiert, welches Kabelende an welcher Anschlussklemme angeschlossen ist. Bei der erstmaligen Erstellung einer Verkabelung existiert meist im Vorhinein ein Schaltplan, an welchen sich der Installateur halten muss.

Zur Erleichterung der Handhabung bei der Verlegung des Anschlusskabels wird bei der Vorkonfektionierung auf den Mantel der Leitung eine Kennzeichnung mittels Tintenstrahldruck aufgebracht, oder mittels eines Kennzeichnungsträgers wie beispielsweise eines Aufklebers oder Schildchens an der Leitung befestigt. Die Kennung ist dabei so beschaffen, dass sie im Rahmen der Anlagenverdrahtung, die eine Mehrzahl von vorkonfektionierten Leitungen aufweist, eindeutig ist, sodass keine weitere gleiche Kennung in der Anlage existiert. Bei der Vorkonfektionierung der Anschlusskabel wird von einem Kabelvorrat, der beispielsweise auf eine Kabelrolle aufgewickelt ist, ein für das jeweilige Anschlusskabel benötigter Längenabschnitt abgetrennt. Bereits zu diesem Zeitpunkt werden die Informationen über die Länge der zu konfektionierenden Leitung und die in der Kennzeichnung enthaltenen Informationen bereitgestellt. Noch in der Vorkonfektionierung werden die Kennzeichnungen an der Leitung angebracht. Die in den Kennzeichnungen enthaltene Information umfasst die Kennung der Anschlüsse elektrischer Geräte, an welche die Leitung in der Anlage anzuschließen ist, den Trassenverlauf der Leitung, des Kabeltyps und/oder der Aderposition an einem Steckverbinder. Durch die bekannte Vorkonfektionierung von Anschlusskabeln wird zwar deren Handhabung bei der Verdrahtung erleichtert, sie hat jedoch den Nachteil, dass die Vorkonfektionierung in einer gesonderten Vorkonfektionierungslinie durchgeführt werden muss, für die Beschriftung der Kabel eine Vielfalt an Informationen bereitgestellt werden muss und dass eine Logistik erforderlich ist, damit an einem Montageort genau das richtige, vorkonfektionierte Anschlusskabel bereitgestellt wird, welches für die dortige Verdrahtung vorgesehen und korrekt beschriftet ist.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Konfektionierung wenigstens einer elektrischen Leitung zu erleichtern, insbesondere die Erstellung und Präzisierung von Längen zum Zwecke einer Konfektionierung von elektrischen Leitungen zu erleichtern.

Es ist ferner eine Aufgabe der Erfindung einen Verdrahtungsvorgang, der bspw. eine Zuordnung der eventuell vor Ort zu konfektionierenden Leitungen zu Anschlüssen elektrischer Geräte, zu erleichtern.

Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Leitungslängenbestimmung, ein Verfahren zur Leitungslängenbestimmung, sowie eine elektrische Leitung gelöst.

Hinsichtlich der Vorrichtung wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung zur Leitungslängenbestimmung gelöst, wobei die Vorrichtung eine Erkennungseinheit umfasst, die dazu dient, eine Kennung einer ersten elektrischen Leitung zu bestimmen, wobei die Vorrichtung ferner eine Längenmesseinheit, die dazu dient, eine Länge der ersten Leitung zu bestimmen, und wobei die Vorrichtung eine Speichereinheit umfasst, die operativ mit der Erkennungseinheit und der Längenmesseinheit verbunden ist, und die dazu dient, die Kennung und die Länge der ersten Leitung zu erfassen, insbesondere einander zuzuordnen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Vorteilhafte kann die Kennung dazu dienen, einen Leitungstyp aus einer Vielzahl von Leitungstypen elektrischer Leitungen zu bestimmen, wobei es sich bei den Leitungstypen um verschiedene zur Verkabelung einer Anlage vorgesehene elektrische Leitungen handelt.

Die Speichereinheit kann vorteilhaft dazu dienen, die Länge und die Kennung, bspw. eine Bezeichnung, wie bspw. Start- und/oder Zielanschlussbezeichnung, als Datenpaar zu speichern.

Vorteilhaft kann die Erkennungseinheit dazu dient, die Kennung anhand einer Kennzeichnung der ersten Leitung, mit der die erste Leitung gekennzeichnet ist, insbesondere eineindeutig identifizierbar ist, zu bestimmen,

Alternativ oder zusätzlich kann die Erkennungseinheit zur Bestimmung der Kennung bzw. des Leitungstyps eine Kennzeichnung der ersten Leitung vorgesehen sein, vorzugsweise durch optische Erfassen. Alternativ oder optional kann die erfasste Kennung auch einem Leitungstyp zugeordnet werden.

Die Vorrichtung kann ferner eine Leitungsförderungseinheit umfassen, die dazu dient, die erste Leitung entlang einer ersten Messstrecke für die Bestimmung der Kennung mittels der Erkennungseinheit zu führen und/oder sie kann dazu dienen, die erste Leitung entlang einer zweiten Messtrecke für die Bestimmung der Länge der ersten Leitung zu führen.

Die Vorrichtung kann ferner vorteilhaft eine Kommunikationseinheit (KE) umfassen, welche vorzugsweise mit der Speichereinheit (SE) operativ verbunden ist, und die dazu dient, die Kennung bzw. den Leitungstyp und die Länge der ersten Leitung (L1), insbesondere an eine Ablängeinheit, zu übertragen.

Die Vorrichtung kann zudem ein, vorzugsweise handhaltbares, Gehäuse umfassen, in welchem die Erkennungseinheit, die Längenmesseinheit, die Speichereinheit, die Kommunikationseinheit und/oder die Leitungsförderungseinheit angeordnet sind.

In der Speichereinheit kann zudem eine der Kennung und/oder dem Leitungstyp zugeordnete Ausgangslänge der ersten Leitung z.B. als Datensatz hinterlegt sein, wobei die Ausgangslänge der Länge einer elektrischen Leitung vor einem Ablängschritt entspricht, bei welchem Ablängschritt die erste Leitung und eine zweite, zur Verwendung in der Anlage bestimmte Leitung anfallen.

Alternativ oder zusätzlich kann die Speichereinheit auch dazu dienen, anhand der Länge der ersten Leitung und einer Ausgangslänge eine Konfektionslänge, vorzugsweise durch Differenzbildung zwischen der Länge der ersten Leitung und der Ausgangslänge, zu bestimmen.

Als Bezugspunkt für die Längenmessung kann vermittels der Längenmesseinheit ein Ende der ersten Leitung dienen, welches Ende in die Vorrichtung eingeführt wird bzw. einführbar ist.

Die Vorrichtung kann eine Detektionseinheit umfassen, welche vorzugsweise eine Lichtschranke umfasst, die dazu dient, das Einführen der ersten Leitung in die Vorrichtung zu bestimmen, und/oder welche Detektionseinheit dazu dient, einen Bezugspunkt für die Längenmessung zu bestimmen.

Hinsichtlich des Verfahrens wird die Aufgabe durch ein Verfahren gelöst zur Leitungslängenbestimmung, wobei das Verfahren die Schritte umfasst:

  • Bestimmung einer Länge einer ersten abgelängten elektrischen Leitung, Bestimmung einer Kennung der ersten abgelängten elektrischen Leitung, und Bestimmung einer Länge einer zweiten elektrischen Leitung, die zur Installation in einer Anlage bestimmt ist, anhand der Länge der ersten abgelängten elektrischen Leitung und einer vermittels der Kennung bestimmten Ausgangslänge.

Vorteilhafte Ausgestaltungsvarianten des Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche.

Anhand der Kennung kann ein Leitungstyp der ersten elektrischen Leitung vorteilhaft bestimmt werden und anhand des Leitungstyps kann die Ausgangslänge bestimmt werden.

Das Verfahren kann ferner vorteilhaft einen oder mehrere der folgenden Schritte umfassen:

  • Ablängen wenigstens einer elektrischen Leitung auf eine Ausgangslänge, und/oder Zuordnen einer Kennung zu der Ausgangslänge, und/oder Speichern der Ausgangslänge und einer zugeordneten Kennung.

Weiterhin kann das Verfahren den folgenden Schritt umfassen:

  • Kennzeichnen einer elektrischen Leitung mit einer der Kennung entsprechenden Kennzeichnung, welche Kennzeichnung vorzugsweise an der Oberfläche oder vorzugsweise auf der Oberfläche der Leitung angebracht wird.

Das Verfahren kann ferner den folgenden Schritt umfassen:

  • Ablängen der elektrischen Leitung zur Verkabelung einer Anlage, wobei eine erste, überschüssige elektrische Leitung anfällt und wobei eine zweite, zur Verwendung in der Anlage bestimmte elektrische Leitung anfällt.

Das Verfahren kann zudem vorteilhaft zumindest einen der folgenden Schritte umfassen:

  • Erfassen der Kennzeichnung der ersten Leitung oder der zweiten Leitung, vorzugsweise vermittels einer Bilderkennung z.B. durch eine Kamera, und/oder Ermitteln einer Kennung anhand der erfassten Kennzeichnung.

Weiterhin erfindungsgemäß ist ein Verfahren zum Herstellen eines ersten Satzes von elektrischen Leitungen, die jeweils mit wenigstens einer Kennzeichnung versehen sind, welchen Kennzeichnungen, bspw. anhand einer vermittels der Kennzeichnung ermittelbaren Kennung, jeweils eine Ausgangslänge zuordenbar ist und vorzugsweise Durchführen des vorgenannten erfindungsgemäßen Verfahrens für jede der elektrischen Leitungen des Satzes.

Das vorgenannte Verfahren kann zudem auch in einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines zweiten Satzes von elektrischen Leitungen angewandt werden, wobei der erste Satz von elektrischen Leitungen nach dem vorgenannten Verfahren hergestellt wird und wobei der erste Satz für einen ersten Schaltschrank und der zweite Satz für einen zweiten Schaltschrank bestimmt sind, wobei bei der Herstellung des zweiten Satzes ein schaltschrankspezifischer Plan und/oder eine schaltschrankspezifische Dokumentation des ersten Schaltschranks mit einem schaltschrankspezifischen Plan und/oder einer schaltschrankspezifischen Dokumentation des zweiten Schaltschrankes verglichen werden und die Leitungen des zweiten Satzes, welche sowohl im ersten als auch im zweiten Schaltschrank identisch realisiert sind, vorkonfektioniert werden.

Vorteilhaft können die Leitungen, welche nicht identisch realisiert sind, im zweiten Satz mit einer Ausgangslänge enthalten sind oder entfallen.

Hinsichtlich der elektrischen Leitung wird die Aufgabe durch eine elektrische Leitung gelöst, wobei an der elektrischen Leitung eine Kennzeichnung angebracht ist, vermittels welcher Kennzeichnung eine Länge einer zweiten elektrischen Leitung, die zur Installation in einer Anlage bestimmt ist, anhand der Länge der elektrischen Leitung und einer vermittels der Kennung bestimmten Ausgangslänge bestimmbar ist.

Vorteilhafte Ausgestaltungsvarianten der erfindungsgemäßen elektrischen Leitung sind Gegenstand der Unteransprüche

Anhand der Kennzeichnung der Leitung kann ein Leitungstyp, insbesondere eineindeutig, bspw. anhand einer vermittels der Kennzeichnung ermittelbaren Kennung, bestimmt werden.

Bei der Kennzeichnung auf der Oberfläche kann es sich vorteilhaft um einen, vorzugsweise codierten, Zeichensatz handeln, der vermittels einer Schrifterkennung lesbar ist. Alternativ oder zusätzlich können die Zeichen des Zeichensatzes derart ausgebildet sein, dass sie auf der gekrümmten Oberfläche der Leitung unterscheidbar sind.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung sowie Ausgestaltungen und Vorteile anhand der Zeichnungen näher erläutert.

  • 1 zeigt eine schematische Darstellung der Verkabelung eines Schaltschranks;
  • 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Kabelrolle;
  • 3a zeigt eine schematische Darstellung einer elektrischen Leitung mit einer Ausgangslänge;
  • 3b zeigt eine schematische Darstellung einer ersten elektrischen Leitung mit einer ersten Länge und eine zweite elektrische Leitung mit einer zweiten Länge;
  • 4a, 4b, 4c, 4d zeigen schematische Darstellungen verschiedener Ausführungen einer elektrischen Leitung mit einer Kennzeichnung;
  • 5 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer mit einer Kennzeichnung versehenen elektrischen Leitung.
  • 6 zeigt eine schematische Darstellung der vermittels einer Kennzeichnung ermittelbaren Information;
  • 7 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer Vorrichtung zur Längenbestimmung;
  • 8 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Vorrichtung zur Längenbestimmung; und
  • 9 zeigt ein Ablaufdiagramm einer Ausführungsform eines Verfahrens zur Leitungslängenbestimmung.

1 zeigt in schematischer Darstellung einen Ausschnitt aus einem Schaltschrank, dem ersten Schaltschrank. In diesem Schaltschrank ist eine Vielzahl von Geräten 10, wie beispielsweise Schalter, Schütze, Relais, Steuerungselemente usw. vorgesehen, die bereits teilweise verkabelt sind. Des Weiteren sind schematisch die Hände 12,18 eines Monteurs gezeigt, der gerade weitere Kabel 14 in entsprechende Anschlussklemmen 16 einsetzt. Wie 1 zu entnehmen ist, hat der Monteur ein Kabelbündel 17 zwischen Daumen und Zeigefinger und kann so die einzelnen Kabel 14 in einfacher Weise ergreifen und in die entsprechende Anschlussklemme 16 einführen, bevor er dann die Anschlussklemme 16 mit dem in der anderen Hand 18 befindlichen Schraubendreher 20 festzieht.

Zudem kann es erforderlich sein die Länge eines oder mehrerer elektrische Leitungen anzupassen um eine optimale Verkabelung, insbesondere ohne zu lange und überstehende elektrische Leitungen, zu erhalten. Zu diesem Zweck kann der Monteur bspw. vermittels einer Kabelzange, nicht gezeigt, eines oder mehrere der Leitungen kürzen, d.h. abzulängen, um deren Länge individuell anzupassen. Dies ist bspw. bei einer Erstverkabelung einer Anlage erforderlich bei der die Länge der Leitungen, die ausreichend ist, um die Geräte miteinander zu verbinden, unter Umständen noch nicht bekannt ist.

Zu diesem Zweck können ein oder mehrere Leitungen L0, insbesondere jeweils mit einer Ausgangslänge l0, vorbereitet werden, mit denen der Monteur die Verkabelung durchführen soll. Diese Ausgangslängen l0 können für alle Leitungen gleich sein oder aber auch leitungsspezifisch sein, d.h. eine unterschiedliche Ausgangslänge l0 aufweisen.

Eine Leitung L0 mit einer solchen Ausgangslänge l0 kann bspw. durch Ablängen eines Abschnitts einer Kabelrolle R hergestellt werden. Eine solche Kabelrolle ist in 2 dargestellt.

In 3a ist eine Leitung L0 mit einer Ausgangslänge l0 dargestellt. Eine solche Leitung L0 mit einer Ausgangslänge l0 kann durch Ablängen einer längeren Leitung L, wie im vorherigen Absatz beschrieben, hergestellt werden.

In 3b sind zwei Abschnitte dieser Leitung L0 dargestellt, die durch Ablängen der Leitung L0 hervorgehen. Die zweite Leitung L2 ist dabei zum Einbau in der Anlage bestimmt und kann direkt in der Anlage verbleiben, während es sich bei der ersten Leitung L1 um eine überschüssige Leitung handelt, die beim Ablängen der Leitung L0 entsteht.

Auf der Leitung L0 ist eine Kennzeichnung KX angebracht, vermittels der die Ausganglänge der Leitung L0 bestimmt werden kann. Diese Kennzeichnung KX kann bereits auf der Leitung L, die die Kabelrolle R bildet, angebracht sein. Alternativ kann die Kennzeichnung KX während oder nach dem Ablängvorgang zum Herstellen der Leitung L0 an der Leitung L angebracht werden.

Bei der Kennzeichnung KX kann es sich auch um eine Eigenschaft der Leitung L, L0, L1 selbst handeln. Bspw. kann die Farbe der Leitung, deren Durchmesser oder andere intrinsische Merkmale der Leitung L, L0, L1 zu deren Identifizierung dienen. Einer Kennzeichnung KX kann insbesondere eine Ausgangslänge l0 der Leitung L0 zugeordnet werden (bzw. umgekehrt), insbesondere wenn bekannt ist, von welchem Leitungstyp eine oder mehrere Leitungen mit einer Ausgangslänge l0 hergestellt werden sollen.

Vorliegend ist in der Ausführungsform gemäß 3a eine Kennzeichnung in Form alphanumerischer Zeichen auf der Leitung angebracht. Jedoch kann die Kennzeichnung auch in anderer Weise, wie bspw. in Figuren 4a, 4b, 4c, 4d und 5 dargestellt und beschrieben, erfolgen.

In 6 sind die Informationselemente, die einer Kennzeichnung KX zugeordnet sein können, dargestellt. Der Leitungstyp kann bspw. durch eine oder mehrere Anschlussbezeichnungen, wie zum Beispiel Anschlussnummern, an die die Enden der Leitung L0 angeschlossen werden sollen, gekennzeichnet sein. Ferner kann der Leitungstyp durch den Durchmesser der Leitung L, mit oder ohne Ummantelung, gekennzeichnet sein. Zudem kann der Leitungstyp durch eine der Leitung L zugeordnete Bezeichnung wie bspw. eine Kabel-Nummer gekennzeichnet sein. Eine oder mehrere dieser Informationen (die die Kennung der Leitung L bilden) sowie die Ausgangslänge l0 der Leitung L0 werden der Kennzeichnung KX zugeordnet oder können in der Kennzeichnung KX enthalten sein. Anstelle des in 6 gezeigten Barcodes kann auch eine andere Art der Kennzeichnung KX vorgenommen werden, insbesondere ist eine Kennzeichnung mit Klartext (Lateinisches Alphabet und/oder arabische Ziffern) möglich. Ferne ist eine Codierung einer oder mehrerer der genannten Informationselemente möglich.

Die Kennzeichnung kann zumindest einmal auf einer Leitung L0 mit der Ausgangslänge l0 vorhanden sein. Die Leitung L0 kann jedoch mehrfach mit der Kennzeichnung KX gekennzeichnet sein. Vorzugsweise ist die Kennzeichnung KX an wenigstens einem Ende der Leitung L0 angebracht oder an beiden Enden der Leitung L0 angebracht. Dadurch ist nach Ablängen der Leitung L0 und anfallen der ersten Leitung L1 und der zweiten Leitung L2 stets eine Kennzeichnung KX auf der überschüssigen Leitung L1 vorhanden, die zum Identifizieren der Leitung L1 verwendet werden kann.

In 4a ist eine Kennzeichnung KX in Form eines auf der Leitung L angebrachten alphanumerischen Codes dargestellt.

In 4b ist eine Kennzeichnung KX in Form eines (2D) Barcodes dargestellt. In 4c ist eine Kennzeichnung KX in Form eines an der Leitung L angebrachten Fähnchens dargestellt. Auf dem Fähnchen wiederum kann eine Codierung vorhanden sein. Ferner ist eine Kennzeichnung in Form einer Tülle möglich. Auch proprietäre Kennzeichnungssysteme können dabei zur Kennzeichnung verwendet werden.

In 4d ist eine Kennzeichnung KX in Form eines RFID Chips dargestellt über den die Leitung L identifiziert werden kann.

Bspw. kann somit eine elektrische Leitung mit wenigstens einer Kennzeichnung KX in Form eines RFID-Chips vorliegen. Eine oder mehrere der RFID-Chips können vermittels eines als Erkennungseinheit dienenden Sensors ausgelesen werden. 5 zeigt eine Ausführungsform einer elektrischen Leitung mit mehreren Kennzeichnungen KX, die vorzugsweise äquidistant, auf der Leitung angebracht sind. Dadurch kann einerseits die Leitung identifiziert werden und andererseits die Länge der Leitung bestimmt werden. Eine Leitung mit einer Kennzeichnung gem. 5 kann somit identifiziert werden, ohne dass dabei auf die Orientierung der Leitung oder das Vorhandensein einer Kennzeichnung in einem Abschnitt der Leitung geachtet werden muss. Ferner kann durch die regelmäßige Anordnung der Kennzeichnungen auf der Leitung die Länge eines Abschnitts bestimmt werden, der durch Ablängen der Leitung entsteht.

Bei den in Figur 4a, 4b, 4c, 4d und 5 dargestellten Leitung L kann es sich um die Leitung L0, L1 oder L2 handeln.

7 zeigt eine Ausführungsform einer Vorrichtung V1 zur Leitungslängenbestimmung. Vorzugsweise wird die Vorrichtung V1 zur Bestimmung der Länge l1 einer ersten Leitung L1 verwendet, wobei die erste Leitung L1 durch Ablängen einer Leitung L0 in eine erste Leitung L1 und eine zweite Leitung L2 entsteht.

Die Einheiten der in 7 gezeigten Vorrichtung V1 sind dabei besonders bevorzugt in einem Gehäuse G angeordnet. Jedoch ist es auch möglich, dass ein oder mehrere Einheiten außerhalb des Gehäuses G angeordnet und operativ mit den innerhalb des Gehäuses G liegenden Einheiten verbunden sind.

Die Vorrichtung V1 weist eine Längenmesseinheit LE zum Bestimmen einer Länge einer elektrischen Leitung auf. Bspw. kann es sich dabei um eine Waage handeln. Ferner kann die Länge einer Leitung optisch erfasst werden. In diesem Fall kann es sich bei der Längenmesseinheit um eine Photokamera mit einer Bilderkennung handeln. Bspw. kann ein Vergleichsmaßstab zur Längenbestimmung zusammen mit der Leitung erfasst werden und daraus die Länge der Leitung bestimmt werden. Ferner weist die Vorrichtung V1 eine Erkennungseinheit EE auf, die es ermöglicht eine Kennung der Leitung zu bestimmen. Bspw. kann es sich bei der Erkennungseinheit um eine Kamera handeln die vermittels einer Bilderkennung eine Kennzeichnung der Leitung erfasst. Vermittels der Kennzeichnung wird eine Kennung der Leitung bestimmt, vermittels der die Leitung identifizierbar ist. Bei der Kennung kann es sich um ein Informationselement handeln vermittels welchem die Leitung identifizierbar ist. Dies kann wie in 6 dargestellt eine oder mehrere Anschlussnummern der Leitung, ein Durchmesser der Leitung und/oder eine der Leitung zugeordnete Nummer sein.

Die Erkennungseinheit EE und die Längenmesseinheit LE können dabei als eine einzige Einheit ausgeführt sein. Bspw. kann es sich dabei um vorgenannte Kamera handeln.

Ferner weist die Vorrichtung V1 eine Speichereinheit SE auf, vermittels der die gemessene Länge l1 der Leitung L1 und die ermittelte Kennung der Leitung L1 gespeichert werden. Vorzugsweise werden diese mit einem verweis aufeinander gespeichert und derart einander zugeordnet. Dadurch ist die gemessene Länge l1 der Leitung L1 vermittels der Kennung abrufbar.

Die Speichereinheit SE kann dabei Bestandteil der Längenmesseinheit LE und/oder der Erkennungseinheit EE sein. Bspw. können die Längenmesseinheit LE, die Erkennungseinheit EE und die Speichereinheit SE als eine Einheit ausgeführt sein. Bspw. kann es sich dabei um eine Photokamera mit entsprechenden Funktionsmodulen handeln. Insbesondere kann die Kamera mit Funktionsmodulen zum Ausführen der vorgenannten Funktionen handeln.

Die Speichereinheit SE kann auch dazu dienen, anhand der, insbesondere mittels der Längenmesseinheit LE, bestimmten Länge und einer, bspw. in der Speichereinheit SE hinterlegten und vorzugsweise mittels der Kennung identifizierten, Ausgangslänge l0 der ersten Leitung L1 eine (in der Anlage verbliebene) Konfektionslänge, vorzugsweise durch Differenzbildung zwischen der bestimmten Länge l1 der ersten Leitung L1 und der Ausgangslänge l0, zu bestimmen.

In der Speichereinheit SE können mehrere Leitungstypen hinterlegt sein und vorzugsweise jeweils einer, insbesondere genau einer, Kennung zuordenbar sind. Außerdem kann die Ausgangslänge l0 der Leitung L0 in der Speichereinheit SE gespeichert sein.

Ferner kann eine Leitungsförderungseinheit TE Bestandteil der Vorrichtung V1 sein. Die Leitungsförderungseinheit TE kann dabei dazu dienen, die Leitung L1 in die Vorrichtung V1 einzuziehen und/oder die Leitung L1 aus der Vorrichtung V1 auszugeben. Dabei kann es sich um eine oder mehrere Rollen und/oder einen Raupenzug handeln.

Zusätzlich kann eine Detektionseinheit DE Bestandteil der Vorrichtung V1 sein. Die Detektionseinheit DE kann bspw. in Form einer Lichtschranke ausgebildet sein, d.h. die Unterbrechung eines Lichtstrahls erkennen und ein elektrisches Signal ausgeben. Dadurch kann das Einführen einer Leitung in die Vorrichtung V1 erkannt werden. Zudem kann dadurch ein Bezugspunkt für die Längenmessung erzeugt werden. Ferner kann eine Kommunikationseinheit KE vorgesehen sein, welche vorzugsweise mit der Speichereinheit SE operativ verbunden ist, und die dazu dient, die Kennung bzw. den Leitungstyp und die Länge der ersten Leitung L1, insbesondere an eine Ablängeinheit, nicht gezeigt, zu übertragen. Diese Kommunikationseinheit KE kann dabei Teil der Speichereinheit SE sein. Wie bereits dargestellt, können die Speichereinheit SE, die Kommunikationseinheit KE, die Längenmesseinheit LE und die Erkennungseinheit EE als eine einzige Einheit ausgeführt sein.

Vermittels der Kommunikationseinheit KE lassen sich die Länge l1 der Leitung L1 und die zugehörige Kennung übertragen und zum Anfertigen eines Leitungsabschnitts L2 zur Verwendung in einer Anlage anfertigen. Dafür wird eine der Kennung zugeordnete Ausgangslänge l0 bestimmt. Von dieser Ausgangslänge l0 wird die gemessene Länge l1 der Leitung L1 subtrahiert, um so die in der Anlage verbliebene Länge der Leitung L2 zu erhalten. Ausgehend von dieser ermittelten Länge L2 können dann Leitungen mit entsprechender Länge l2 hergestellt werden. Diese Leitungen L2 können bspw. zum Verkabeln eines zweiten Schaltschranks verwendet werden. Bei diesem zweiten Schaltschrank kann es sich um einen Baugleichen Schaltschrank zu demjenigen handeln, der vermittels der Leitung L2, wie oben beschrieben, verkabelt wurde, also dem ersten Schaltschrank.

Die Vorrichtung V1 kann ferner eine Kennzeichnungseinheit, nicht gezeigt, zum Aufbringen einer Kennzeichnung KX auf einer Leitung L, L0, L1, L2 umfassen. Dadurch kann die Leitung L0 vor der Verkabelung in der Anlage gekennzeichnet werden und auch die Ausgangslänge l0 vermittels der Vorrichtung V1 erfasst werden. Dadurch kann die Vorrichtung V1 auch im Anschluss verwendet werden um die Länge l1 der Leitung L1 zu bestimmen und dadurch die Länge l2 der in der Anlage verbleibenden Leitung L2 bestimmt werden. Die Kennzeichnungseinheit kann damit zum Kennzeichnen der elektrischen Leitung L, L0, L1, L2 mit einer Kennzeichnung KX, vermittels der die Ausgangslänge l0 bestimmbar ist, dienen. Vermittels dieser Kennzeichnung KX bzw. der zugeordneten Kennung ist die erste Leitung L1, vorzugsweise eineindeutig, identifizierbar.

Anhand einer Kennzeichnung KX, die bspw. Bestandteil der Leitung ist, kann die Erkennungseinheit EE die erste Leitung L1 identifizieren. Anschließend kann anhand der Länge l1 der ersten abgelängten elektrischen Leitung L1 und einer vermittels der Kennung bestimmten Ausgangslänge l0 die Länge l2 einer Leitung L2 bestimmt werden.

Die Erkennungseinheit EE kann auch dazu dienen, die Kennung anhand einer Kennzeichnung KX mit der die erste Leitung L1 identifizierbar ist, welche Kennzeichnung KX insbesondere an der Oberfläche der ersten Leitung L1, vorzugsweise auf der Oberfläche, angebracht ist, zu bestimmen. Die Kennzeichnung KX kann an der Oberfläche der ersten Leitung L1, vorzugsweise auf der Oberfläche, angebracht sein.

Die Vorrichtung V1 kann aus einer oder mehrerer der vorgenannten Einheiten bestehen, und insbesondere keine Ablängeinheit zum Ablängen einer elektrischen Leitung, aufweisen.

8 zeigt eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung V1 zur Leitungslängenbestimmung. Die Vorrichtung V1 weist einen Eingang zum Einführen einer elektrischen Leitung L1 auf. Dieser Eingang ist über einen Kabelkanal mit einem Ausgang auf einer gegenüberliegenden Seite der Vorrichtung V1 verbunden. Entlang des Kabelkanals ist eine erste Messtrecke für die Bestimmung der Kennung mittels der Erkennungseinheit EE vorgesehen. Ferner ist eine zweite Messstrecke für die Bestimmung der Länge l1 der ersten Leitung L1 vorgesehen. Diese Messtrecken sind dabei hintereinander angeordnet. Dabei wird vermittels einer als Photokamera ausgebildeten Erkennungseinheit EE die senkrecht zum Kabelkanal angeordnet ist, eine Kennzeichnung KX der Leitung L1 erfasst. Die wenigstens teilweise in die Vorrichtung V1 eingeführte Leitung L1 wird über eine Leitungsfördereinheit TE durch den Kabelkanal gefördert. Dabei kann vermittels einer als Längenmessung bspw. über die Drehung der Rollen die Länge l1 der Leitung L1 bestimmt werden. Sowohl die Längenmesseinheit LE als auch die Erkennungseinheit EE sind mit einer Speichereinheit SE verbunden, in der die jeweiligen Ergebnisse der Längenmessung und der Erkennungseinheit EE abgespeichert werden.

Um eine möglichst präzise Längenmessung zu erhalten, ist zudem zur Ermittlung eines Bezugspunkts für die Längenmessung eine Detektionseinheit DE vorgesehen. Wird eine Leitung L1 am Detektionspunkt erkannt, kann ein Offset zur vermittels der Längenmesseinheit LE ermittelten Länge addiert werden und diese korrigierte Länge zusammen mit der Kennung der Leitung L1 in der Speichereinheit SE gespeichert werden.

Ferner weist die Vorrichtung V1 ein Gehäuse G auf, in dem die Erkennungseinheit EE, die Längenmesseinheit LE, die Detektionseinheit DE und die Speichereinheit SE gespeichert sind.

9 zeigt ein Ablaufdiaramm gemäß einer Ausführungsform zur Leitungslängenbestimmung. In einem ersten Schritt S1 wird eine elektrische Leitung L0 auf eine Ausgangslänge l0 abgelängt. Dabei kann die Leitung L0 von einem bspw. zu einer Kabelrolle aufgewickelten Leitung L abgetrennt werden.

Vorzugsweise werden mehrere Leitungen auf entsprechende Ausgangslängen abgelängt und diese Leitungen dann einem Monteur zur Verkabelung einer Anlage bereitgestellt, wie in 1 dargestellt. Somit werden bspw. Leitungen unterschiedlichen Leitungstyps mit verschiedenen Ausgangslängen oder gleichen Ausgangslängen hergestellt. Die Ausgangslänge l0 ist dabei vorzugsweise so bemessen, dass sie ausreichend ist, um an die vorgesehenen Anschlüsse in der Anlage angeschlossen zu werden.

Ferner umfasst eine Ausführungsform des Verfahrens, bspw. anschließend an den Schritt S1, einen Schritt S2 in dem einer Kennung der Leitung L1 die Ausgangslänge l0 dieser Leitung L1 zugeordnet und vorzugsweise abgespeichert wird. Sind mehrere Leitungen vorhanden kann jeweils einer dieser Leitung zugeordnete Kennung eine Ausgangslänge zugeordnet werden. Dabei kann bevorzugt eine Ausgangslänge l0 mehreren Kennungen zugeordnet werden, jedoch einer Kennung höchstens eine Ausgangslänge zugeordnet werden.

Die Ausgangslänge l0 und die Kennung können dabei in einer zentralen Datenbank oder einem Anlagenplanungstool gespeichert werden. Eine entsprechende Kennzeichnung KX kann vermittels einer Kennzeichnungseinheit, wie bspw. einem Drucker, auf der Leitung L angebracht werden. Andererseits kann eine bereits auf dem Kabel vorhandene Kennzeichnung KX als Kennung dienen, und diese der Ausgangslänge l0 zugeordnet werden.

Die Leitung L0 kann dann über ein erstes ihrer Enden an einen dafür vorgesehenen Anschluss, wie bspw. eine Kabelklemme, angeschlossen werden. Sodann kann die Leitung L0 derart abgelängt werden, dass die Leitung L0 über ein durch Ablängen entstandenes Ende an einen zweiten dafür vorgesehenen Anschluss angeschlossen wird. Dabei entstehen eine erste, überschüssige Leitung L1 und eine zweite Leitung L2, die in der Anlage verbleibt bzw. zum Verbleib in der Anlage vorgesehen ist.

Wird zur Verkabelung einer Anlage mehr als eine Leitung L0 benötigt so fallen entsprechend mehrere Leitung L1, unter Umständen mit verschiedener Länge aufgrund der unterschiedlichen Entfernung zwischen den Anschlüssen die vermittels der jeweiligen Leitung zu verbinden sind.

Die Länge der ersten Leitung kann sodann in einem Schritt S3, bspw. vermittels einer Längenmesseinheit LE, bestimmt werden.

In einem Schritt S4 kann dann eine Kennung der ersten abgelängten elektrischen Leitung L1, bspw. vermittels einer Erkennungseinheit EE, bestimmt werden. Die angegebene Reihenfolge der Schritte S3, S4 ist dabei nicht zwingend erforderlich. Die Länge l1 der ersten Leitung L1 kann zusammen mit der Kennung nun abgespeichert werden. Anschließend können die Länge und Kennung an die zentrale Datenbank und/oder ein Anlagenplanungs- oder -verwaltungstool, bspw. vermittels einer Kommunikationseinheit KE, übertragen werden. Dieser Vorgang kann für mehrere Leitungen die bei der Verkabelung anfallen wiederholt werden.

In einem Schritt S5 kann die Länge einer zweiten elektrischen Leitung, die zur Installation in einer Anlage bestimmt ist, anhand der Länge l1 der ersten abgelängten elektrischen Leitung L1 und einer vermittels der Kennung bestimmten Ausgangslänge l0 bestimmt werden. Dafür kann anhand der Kennung die Ausgangslänge der Leitung L0 bestimmt werden. Durch die gemessene Länge der Leitung L1 kann durch Differenzbildung die Länge l2 bestimmt werden. Zusätzlich kann ein Offset verwendet werden um die Länge L2 weiterhin zu optimieren. Anhand dieser Länge L2 können dann weitere elektrische Leitung hergestellt werden, die für die Verkabelung einer Anlage erforderlich sind. Insbesondere können dadurch auf einfache Weise fertig konfektionierte elektrische Leitungen für die Verkabelung identischer Anlagen hergestellt werden.

Vorgenannte Schritte können zumindest teilweise wiederholt werden um mehrere Leitungen zu konfektionieren und die entsprechenden Längen l0, l1 und/oder l2 zu ermitteln. Dadurch können die Leitungen eines Kabelbaums konfektioniert und deren jeweiligen Längen l0, l1 und/oder l2 erfasst werden. Dies ist besonders vorteilhaft beim Verkabeln eines Schaltschranks, insbesondere zum Herstellen von vorkonfektionierten Leitungen eines Kabelbaums und/oder zum Herstellen von Kleinserien von Leitungen bzw. Kabelbäumen.

Es ist allerdings auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch möglich einen Verdrahtungssatz bzw. ein Kabelbündel mit vorkonfektionierten Leitungen zu Erstellen für zweite Schaltschränke, welche nicht identisch bzw. baugleich zum ersten Schaltschrank sind.

Diese Variante wird nachfolgend näher beschrieben und kann als zusätzliche Option des erfindungsgemäßen Verfahrens realisiert werden:

In einem optionalen weiteren Schritt können die Bestückungsdaten vorzugsweise in Kombination einem schaltschrankspezifischer Plan oder eine schaltschrankspezifische Dokumentation z.B. mit einem vom Anlagenplanungstool erstellten Aufbauplan und/oder mit dem Schaltplan des ersten Schaltschrankes und/oder dem Schaltschranklayout ausgewertet werden. Diese Datensätze können durch ein sogenanntes M-CAD-Computersystem erstellt werden.

Der Aufbauplan und/oder der Schaltplan und/oder das Schaltschranklayout des ersten Schaltschranks kann mit einem Aufbauplan und/oder einem Schaltplan und/oder einem Schaltschranklayout des zweiten Schaltschrankes abgeglichen werden.

Dies kann vorzugsweise durch eine Auswerteeinheit erfolgen die bevorzugt Teil der erfindungsgemäße Vorrichtung zur Leitungslängenbestimmung ist oder ebenfalls bevorzugt Teil eines Computer, welcher besonders bevorzugt eine Kommunikationsverbindung mit der Vorrichtung zur Leitungslängenbestimmung aufweist.

Die Auswerteeinheit kann dabei ein Rechenwerk, z.B. einen Komparator, und einen Datenspeicher aufweisen, auf welchem die entsprechenden zu vergleichenden Datensätze hinterlegt sind.

Die Bauteile bzw. Verdrahtungselemente welche identisch zum ersten Schaltschrank auch im zweiten Schaltschrank realisiert sind, können, beispielsweise durch die Vorrichtung oder den Computer, an den Hersteller zur Vorkonfektionierung des Kabelsatzes übermittelt werden. Weiterhin wird eine Liste der Verdrahtungselemente übermittelt, welche im zweiten Schaltschrank im Vergleich gegenüber dem ersten Schaltschrank zusätzlich enthalten sind oder welche entfallen oder mit einer anderen Länge realisiert sind.

Der Hersteller liefert sodann die vorkonfektionierten Kabel aus gemeinsam mit den nicht-vorkonfektionierten Kabeln, zu welchen keine Längenangaben oder nur näherungsweise Längenangaben zur Einstellung einer Anfangslänge l0 übermittelt wurden.

Durch die teilweise vorkonfektionierten Kabel kann Material eingespart werden und das Transportgewicht des Verdrahtungssatzes bei der Auslieferung des Verdrahtungssatzes vorteilhaft reduziert werden. Zugleich kann sind die Vorteile auf Schaltschränke mit nicht-identischem Aufbau übertragbar. Durch die vorbeschriebene Verfahrensoption werden zudem M-Cad-Geometriedaten des Schaltschrankes, welche ohnehin im System vorliegen vorteilhaft für die Erstellung eines teilweise vorkonfektionierten Verdrahtungssatzes genutzt.