Title:
Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten
Kind Code:
A1


Abstract:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten, das Verfahren beinhaltend: einen RH-enthaltende-Substanz-Aufbringungs-schritt, in welchem ein RH-enthaltender Brei, der durch Mischen eines organischen Lösungsmittels mit einem RH-enthaltenden Pulver erhalten wird, das wenigstens ein schweres Seltenerdelement RH aus der Gruppe enthält, die aus Dy, Tb und Ho besteht, in Form von Punkten oder einer Linie auf die Oberfläche eines Basismaterials geblasen wird, das einen RFeB-basierten Sintermagneten oder einen RFeB-basierten warm-umgeformten Magneten beinhaltet, welcher ein Seltenerdelement R, Fe und B enthält, wodurch eine RH-enthaltende Substanz auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wird; und einen Erwärmungsschritt, in welchem das Basismaterial, auf welches die RH-enthaltende Substanz aufgebracht wurde, auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt wird, bei welcher das schwere Seltenerdelement RH in der RH-enthaltenden Substanz durch Korngrenzen des Basismaterials in das Basismaterial diffundiert. embedded image




Inventors:
Takagi, Shinobu (Aichi-ken, Nagoya-shi, JP)
Application Number:
DE102017125326A
Publication Date:
05/03/2018
Filing Date:
10/27/2017
Assignee:
Daido Steel Co., Ltd. (Aichi-ken, Nagoya-shi, JP)
International Classes:



Foreign References:
JP2015065218A2015-04-09
JP2006019521A2006-01-19
WO2011136223A12011-11-03
JP2016212518A2016-12-15
JP2017176613A2017-10-05
Other References:
„Development of Dy-omitted Nd-Fe-B-based hot worked magnet by using a rapidly quenched powder as a raw material“, von Hioki Keiko und Hattori Atsushi, Sokeizai, Band 52, Nr. 8, Seiten 19 bis 24, General Incorporation Foundation Sokeizai Center, veröffentlicht August, 2011
Attorney, Agent or Firm:
Patent- und Rechtsanwälte Diehl & Partner GbR, 80636, München, DE
Claims:
Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten, das Verfahren beinhaltend:
einen RH-enthaltende-Substanz-Aufbringungsschritt, in welchem ein RH-enthaltender Brei, der durch Mischen eines organischen Lösungsmittels mit einem RH-enthaltenden Pulver erhalten wird, das wenigstens ein schweres Seltenerdelement RH aus der Gruppe enthält, die aus Dy, Tb und Ho besteht, in Form von Punkten oder einer Linie auf die Oberfläche eines Basismaterials gespritzt wird, das einen RFeB-basierten Sintermagneten oder einen RFeB-basierten warm-umgeformten Magneten beinhaltet, welcher ein Seltenerdelement R, Fe und B enthält, wodurch eine RH-enthaltende Substanz auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wird; und
einen Erwärmungsschritt, in welchem das Basismaterial, auf welches die RH-enthaltende Substanz aufgebracht wurde, auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt wird, bei welcher das schwere Seltenerdelement RH in der RH-enthaltenden Substanz durch Korngrenzen des Basismaterials in das Basismaterial diffundiert.

Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß Anspruch 1, wobei die RH-enthaltende Substanz in Form mehrerer Punkte oder Linien auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wird.

Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die RH-enthaltende Substanz in einem Flächenanteil von 31,4% oder mehr aufgebracht wird, wobei der Flächenanteil der Anteil der Fläche derjenigen Bereiche der Oberfläche des Basismaterials ist, auf die die RH-enthaltenden Substanz aufgebracht wurde, die von der RH-enthaltenden Substanz eingenommen werden.

Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die RH-enthaltende Substanz in Form von Punkten auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wird.

Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß Anspruch 4, wobei die Punkte der auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebrachten RH-enthaltenden Substanz linear angeordnet sind.

Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Basismaterial-Oberfläche, auf die die RH-enthaltende Substanz aufzubringen ist, eine gekrümmte Oberfläche ist.

Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß Anspruch 6, wobei die gekrümmte Oberfläche eine konkave Oberfläche ist.

Description:
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten, der R (Seltenerdelement), Fe (Eisen) und B (Bor) enthält. Genauer betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten, wobei das Verfahren eine Behandlung beinhaltet (Korngrenzen-Diffusionsbehandlung), bei der wenigstens ein Seltenerdelement ausgewählt aus der Gruppe, die aus Dy (Dysprosium), Tb (Terbium) und Ho (Holmium) besteht (nachfolgend werden Dy, Tb und Ho als „schwere Seltenerdelemente RH“ bezeichnet), in die Nähe der Oberfläche von Kristallkörnern diffundiert werden, die in einem RFeB-basierten Sintermagneten, der durch Unterziehen eines Rohmaterial-Pulvers einschließlich eines Pulvers einer RFeB-basierten Legierung einer Ausrichtung in einem Magnetfeld und dann Sintern des ausgerichteten Rohmaterialpulvers erhalten wird, oder in einem RFeB-basierten warm-umgeformten Magneten enthalten sind, der durch Unterziehen desselben Rohmaterialpulvers einem Heißpressen und dann einem Warm-Umformen erhalten wird, um dadurch die Kristallkörner auszurichten (siehe Nicht-Patent-Dokument 1), wobei die verursachte Diffusion durch die Grenzen der Kristallkörner geschieht.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Ein RFeB-basierter Magnet wurde 1982 von Sagawa et al. gefunden, und hat den Vorteil, dass viele magnetische Eigenschaften einschließlich der Remanenz (residuale magnetische Flussdichte) viel größer sind als die von herkömmlichen Permanentmagneten. Demgemäß werden RFeB-basierte Magneten in diversen Produkten wie Antriebsmotoren von Hybridfahrzeugen und Elektroautos, Motoren für elektrisch unterstützte Fahrräder, Industriemotoren, Voice-Coil-Motoren von Festplattenlaufwerken und dergleichen, Lautsprechern, Kopfhörern und Permanentmagnet-Typ-Magnetresonanz-Diagnosegeräten eingesetzt.

Frühe RFeB-basierte Magnete hatten unter diversen magnetischen Eigenschaften den Nachteil einer relativ geringen Koerzitivfeldstärke HcJ. Jedoch wurde nachfolgend gefunden, dass die Koerzitivfeldstärke durch innerhalb des RFeB-basierten Magneten vorhandene schwere Seltenerdelemente RH verbessert wird. Die Koerzitivfeldstärke ist eine Kraft, die der Umkehrung Magnetisierung entgegensteht, welche auftritt, wenn der Magnet mit einem Magnetfeld mit einer umgekehrten Richtung zu der der Magnetisierung beaufschlagt wird. Es wird angenommen, dass das schwere Seltenerdelement RH die Umkehrung der Magnetisierung behindert und somit die Wirkung einer Erhöhung der Koerzitivfeldstärke hat.

Allerdings bedingt die Erhöhung des Gehaltes an einem schweren Seltenerdelement RH in einem RFeB-basierten Magneten das Problem, dass dieser Magnet eine verringerte Remanenz Br aufweist und daher ein verringertes Maximal-Energie-Produkt (BH)max. Außerdem ist es, weil die schweren Seltenerdelemente RH teure und seltene Rohstoffe sind und nur in lokalisierten Regionen gefunden werden, auch vom Gesichtspunkt der stabilen Versorgung des Marktes mit RFeB-basierten Magneten zu niedrigen Preisen nicht bevorzugt, den Gehalt an schweren Seltenerdelementen RH zu erhöhen.

Demgemäß wird eine Korngrenzen-Diffusionsbehandlung durchgeführt, um die Koerzitivfeldstärke zu erhöhen, während der Gehalt an schweren Seltenerdelementen RH niedrig gehalten wird (siehe zum Beispiel Patentdokument 1). Bei der Korngrenzen-Diffusionsbehandlung wird auf die Oberfläche eines RFeB-basierten Sintermagneten oder eines RFeB-basierten warm-umgeformten Magneten eine RH-enthaltende Substanz aufgebracht, die ein schweres Seltenerdelement RH enthält, aufgebracht und dieser Magnet erwärmt, wodurch bewirkt wird, dass das schwere Seltenerdelement RH durch Korngrenzen in das Innere des Magneten eindringt. Somit diffundiert das schwere Seltenerdelement RH nur in die Umgebung der Oberflächen der Kristallkörner. Im weiteren wird ein RFeB-basierter Sintermagnet oder RFeB-basierter warmumgeformter Magnet, der keiner Korngrenzen-Diffusionsbehandlung unterzogen wurde, als „Basismaterial“ bezeichnet. Eine Erniedrigung der Koerzitivfeldstärke tritt auf, wenn die Umkehrung der Magnetisierung in der Nähe der Oberflächen der Kristallkörner auftritt und sich dann über die gesamten Kristallkörner ausbreitet. Folglich kann die Umkehrung der Magnetisierung durch Erhöhen der Konzentration des schweren Seltenerdelement RH in der Nähe der Oberflächen der Kristallkörner behindert, und die Koerzitivfeldstärke erhöht werden. Dabei kann, weil sich das schwere Seltenerdelement RH nur in der Nähe der Oberflächen (Korngrenzen) der Kristallkörner lokalisiert, der Gesamtgehalt daran niedrig gehalten werden. Im Ergebnis kann nicht nur die Remanenz und das Maximal-Energie-Produkt daran gehindert werden, sich zu verringern, sondern es können auch RFeB-basierte Magnete stabil und zu niedrigen Preisen auf den Markt gebracht werden.

Es gibt diverse Verfahren zum Aufbringen einer RH-enthaltenden Substanz auf ein Basismaterial, wenn eine Korngrenzen-Diffusionsbehandlung durchgeführt wird. Beispielsweise beschreibt Patentdokument 1 ein Verfahren, bei dem ein RH-enthaltender Brei aus einer Mischung eines organischen Lösungsmittels und einem Pulver, welches ein schweres Seltenerdelement RH enthält, aus einer Düse in Richtung auf eine Oberfläche des Basismaterials ausgestoßen wird, um so eine RH-enthaltende Substanz auf die Basismaterial-Oberfläche aufzubringen.

  • Patentdokument 1: JP-A-2015-065218
  • Patentdokument 2: JP-A-2006-019521
  • Patentdokument 3: WO 2011/136223

Nicht-Patent-Dokument 1: „Development of Dy-omitted Nd-Fe-B-based hot worked magnet by using a rapidly quenched powder as a raw material“, von Hioki Keiko und Hattori Atsushi, Sokeizai, Band 52, Nr. 8, Seiten 19 bis 24, General Incorporation Foundation Sokeizai Center, veröffentlicht August, 2011.

KURZDARSTELLEUNG DER ERFINDUNG

Patentdokument 1 gibt an, dass es ausgehend vom Gesichtspunkt des Vermeidens des Verschwendens des Seltenerdelements RH durch Verbrauchen des Elements in einer Menge, die die erforderliche Menge übersteigt, wünschenswert ist, eine große Anzahl von der Basismaterialoberfläche gegenüberliegenden Düsen anzuordnen, um somit die RH-enthaltende Substanz gleichmäßig auf die Basismaterialoberfläche aufzubringen, ohne einen unnötig dicken Bereich zu bilden. Tatsächlich ist es jedoch schwierig, die RH-enthaltende Substanz mit gleicher Rate (Zufuhrmenge pro Zeiteinheit) auszustoßen, und die Zufuhrmenge der RH-enthaltenden Substanz variiert ungünstigerweise von Düse zu Düse. Daher gibt es Bereiche, in denen die RH-enthaltende Substanz in unnötig großer Menge aufgebracht wird. Im Ergebnis dringt RH in diesen Bereichen nicht nur zur Umgebung der Korngrenzen ein, sondern auch in das Innere der Kristallkörner, wodurch die magnetischen Eigenschaften verringert werden. Infolgedessen weist der Magnet im Ganzen keine gleichmäßigen magnetischen Eigenschaften auf. Zudem wird das schwere Seltenerdelement RH verschwendet.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung eines RFeB-basierten Magneten bereitzustellen, bei welchem nicht nur eine Korngrenzen-Diffusionsbehandlung durchgeführt werden kann , so dass ein schweres Seltenerdelement RH veranlasst wird, so gleichmäßig wie möglich in das ganze Basismaterial (Magnet) einzudringen, um einen Magneten herzustellen, der im Ganzen homogen ist, sondern auch den Magneten herzustellen, ohne das schwere Seltenerdelement RH zu verschwenden.

Insbesondere betrifft die Erfindung die folgenden Punkte (1) bis (7).

  1. (1) Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten, das Verfahren beinhaltend:
    • einen RH-enthaltende-Substanz-Aufbringungsschritt, in welchem ein RH-enthaltender Brei, der durch Mischen eines organischen Lösungsmittels mit einem RH-enthaltenden Pulver erhalten wird, das wenigstens ein schweres Seltenerdelement RH aus der Gruppe enthält, die aus Dy, Tb und Ho besteht, in Form von Punkten oder einer Linie auf die Oberfläche eines Basismaterials gespritzt wird, das einen RFeB-basierten Sintermagneten oder einen RFeB-basierten warm-umgeformten Magneten beinhaltet, welcher ein Seltenerdelement R, Fe und B enthält, wodurch eine RH-enthaltende Substanz auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wird; und
    • einen Erwärmungsschritt, in welchem das Basismaterial, auf welches die RH-enthaltende Substanz aufgebracht wurde, auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt wird, bei welcher das schwere Seltenerdelement RH in der RH-enthaltenden Substanz durch Korngrenzen des Basismaterials in das Basismaterial diffundiert.
  2. (2) Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß (1), wobei die RH-enthaltende Substanz in Form mehrerer Punkte oder Linien auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wird.
  3. (3) Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß (1) oder (2), wobei die RH-enthaltende Substanz in einem Flächenanteil von 31,4% oder mehr aufgebracht wird, wobei der Flächenanteil der Anteil der Fläche derjenigen Bereiche der Oberfläche des Basismaterials ist, auf die die RH-enthaltenden Substanz aufgebracht wurde, die von der RH-enthaltenden Substanz eingenommen werden.
  4. (4) Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß einem von (1) bis (3), wobei die RH-enthaltende Substanz in Form von Punkten auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wird.
  5. (5) Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß (4), wobei die Punkte der auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebrachten RH-enthaltenden Substanz linear angeordnet sind.
  6. (6) Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß einem von (1) bis (5), wobei die Basismaterial-Oberfläche, auf die die RH-enthaltende Substanz aufzubringen ist, eine gekrümmte Oberfläche ist.
  7. (7) Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß (6), wobei die gekrümmte Oberfläche eine konkave Oberfläche ist.

In dem Verfahren zum Herstellen eines RFeB- basierten Magneten gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein RH-enthaltender Brei in Form von Punkten oder einer Linie auf die Oberfläche eines Basismaterials gespritzt (geblasen). Im Ergebnis wird eine RH-enthaltende Substanz, die aus dem RH-enthaltenden Brei besteht oder von diesem gebildet wird, in Form von Punkten oder Linien auf die Basismaterialoberfläche aufgebracht. Die Punkte oder Linien der RH-enthaltenden Substanz, die auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wurden, können voneinander beabstandet sein (es können zwischen den Punkten oder Linien der RH-enthaltenden Substanz unbedeckte Bereiche bleiben), oder die Punkte oder Linien der RH-enthaltenden Substanz können miteinander verbunden sein und ein Punkt- oder Strichmuster mit variablen Konzentrationen bilden (sodass zwischen den Punkten oder Linien Bereiche vorliegen, in denen eine geringe Menge des RH-enthaltenden Breis aufgebracht wurde). Vom Gesichtspunkt des Vermeidens einer Erhöhung des Einsatzes der Menge des schweren Seltenerdelements RH ist es bevorzugt, wenn die Punkte oder Linien der RH-enthaltenden Substanz voneinander getrennt sein sollten.

Der RFeB-basierte Sintermagnet und der RFeB-basierte warm-umgeformte Magnet enthalten jeweils R, Fe und B als Hauptbestandteile, und können weitere Elemente wie Co, Ni, Al und Cu enthalten.

Vom vorliegenden Erfinder durchgeführte Experimente zeigen, dass ein RFeB-basierter Magnet, der durch Aufbringen einer RH-enthaltenden Substanz auf eine Oberfläche eines Basismaterial mittels Spritzen eines RH-enthaltenden Breis nicht auf die gesamte Oberfläche des Basismaterials, sondern in Form von Punkten oder einer Linie und dann Durchführen einer Korngrenzen-Diffusionsbehandlung erhalten wird, eine höhere Koerzitivfeldstärke aufweist als das Basismaterial, welches keiner Korngrenzen-Diffusionsbehandlung unterzogen wurde. Dies ist so, weil in dem Erwärmungsschritt das schwere Seltenerdelement RH aus der RH-enthaltenden Substanz, die in Form von Punkten oder Linien auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wurde, auch in Richtungen parallel zur Oberfläche des Basismaterials diffundiert. Somit wird vermieden, dass der RH-enthaltende Brei in unnötig großer Menge eingesetzt wird, während eine höhere Koerzitivfeldstärke erreicht wird, als die des Basismaterials, und das schwere Seltenerdelement RH kann daher davor bewahrt werden, verschwendet zu werden.

Darüber hinaus kann, gemäß den vom vorliegenden Erfinder durchgeführten Experimenten, durch Einstellen des Flächenanteils, nämlich des Anteils der Fläche derjenigen Bereiche der Oberfläche, auf die die RH-enthaltende Substanz aufgebracht wurde, die von der RH-enthaltenden Substanz bedeckt sind, auf 31,4% oder höher, eine Koerzitivfeldstärke erhalten werden, die gleich der ist, die erhalten wird, wenn die RH-enthaltende Substanz auf die gesamte Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wird. Es wird vermutet, dass dies daran liegt, dass durch Einstellen des Flächenanteils auf einen solchen Wert das schwere Seltenerdelement RH veranlasst wird, in alle Richtungen parallel zur Oberfläche des Basismaterials zu diffundieren (auch in die Bereiche, auf die keine RH-enthaltende Substanz aufgebracht wurde), wodurch dieselbe Wirkung erreicht wird wie in dem Fall, in dem die RH-enthaltende Substanz auf die gesamte Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wurde. Der Bereich, in dem die RH-enthaltende Substanz in Form von Punkten oder Linien aufgebracht wird, braucht nicht alle Oberflächen des Basismaterials zu umfassen. Beispielsweise ist im Falle eines Basismaterials in Gestalt einer Platte (eines rechteckigen Parallelepipeds) das allgemein hierin verwendete Verfahren, die RH-enthaltende Substanz nur auf eine oder auf die beiden einander gegenüberliegenden Oberflächen aufzubringen. In solch einem Fall wird, durch Aufbringen der RH-enthaltenden Substanz in Form von Punkten oder Linien auf eine oder zwei Oberflächen auf einem Flächenanteil von 31,4% oder mehr dieselbe Wirkung erreicht wie in dem Fall, in dem die RH-enthaltende Substanz auf der gesamten einen bzw. auf den gesamten beiden Oberflächen aufgebracht wird.

Bezüglich der Form, in welcher die RH-enthaltende Substanz auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wird sind Punkte starker bevorzugt als Linien, vom Gesichtspunkt aus, dass damit die Menge an schwerem Seltenerdelement RH noch effektiver verringert werden kann.

In dem Fall des Aufbringens der RH-enthaltenden Substanz in Form von Punkten ist es bevorzugt, wenn die Punkte der RH-enthaltenden Substanz linear angeordnet sind. Solche Anordnung der RH-enthaltenden Substanz kann leicht dadurch erreicht werden, dass der RH-enthaltende Brei intermittierend aus einer Düse ausgestoßen wird, die der Oberfläche des Basismaterials gegenüberliegt, während die Düse linear relativ zur Oberfläche bewegt wird, in einer zur Oberfläche parallelen Richtung.

Patentdokument 3 beschreit ein Verfahren, bei dem die Technik des Siebdrucks (screen printing) angewendet wird, um einen RH-enthaltenden Brei auf die Oberfläche eines Basismaterials aufzubringen. Bei diesem Verfahren wird ein Sieb über die Oberfläche des Basismaterials gespannt, und der RH-enthaltende Brei auf die Oberfläche des Siebs aufgebracht wird. Danach wird die Sieb-Oberfläche mit einer Rakel abgestrichen, wodurch der RH-enthaltende Brei durch durchlässige Bereiche im Sieb gedrückt und der RH-enthaltende Brei auf die Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wird. Allerdings ist dieses Verfahren von Patentdokument 3 zur Anwendung auf Oberflächen von Basismaterialien bestimmt, die flach sind, und es ist schwierig, mit diesem Verfahren einen RH-enthaltenden Brei auf eine gekrümmte Oberfläche eines Basismaterials aufzubringen. Im Gegensatz dazu ist es mit dem Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß der vorliegenden Erfindung unabhängig davon, ob die Oberfläche eines Basismaterials flach oder gekrümmt ist, möglich, eine RH-enthaltende Substanz auf diese Oberfläche aufzubringen, indem der RH-enthaltende Brei in Form von Punkten oder einer Linie geblasen wird. Insbesondere ist das Verfahren zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß der vorliegenden Erfindung zum Aufbringen einer RH-enthaltenden Substanz auf gekrümmte Oberflächen von Basismaterialien geeignet, für die das Verfahren von Patentdokument 3 schwierig war. Die gekrümmte Oberfläche, auf die eine RH-enthaltende Substanz aufzubringen ist, kann entweder eine konvexe Oberfläche oder eine konkave Oberfläche sein. Im Falle eines Basismaterials mit sowohl einer konvexen wie auch einer konkaven Oberfläche kann die RH-enthaltende Substanz auf diese beiden Oberflächen, oder nur auf eine der beiden Oberflächen aufgebracht werden.

Gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten kann nicht nur eine Korngrenzen-Diffusionsbehandlung durchgeführt werden, so dass das schwere Seltenerdelement RH dazu veranlasst wird, so gleichmäßig wie möglich in das gesamte Basismaterial (Magnet) einzudringen und einen Magnet zu bilden, der im Ganzen homogen ist, sondern der Magnet kann auch hergestellt werden, ohne das schwere Seltenerdelement RH zu verschwenden.

Figurenliste

  • 1A bis 1D sind Diagramm-Ansichten, die eine Ausführungsform des Verfahrens zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß der vorliegenden Erfindung zeigen.
  • 2 ist eine Diagramm-Ansicht, die die Konfiguration einer RH-enthaltender Brei-Zufuhr zur Verwendung in Ausführungsformen des Verfahrens zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten gemäß der vorliegenden Erfindung zeigen.
  • 3A bis 3F sind Aufsichten, die Beispiele von Mustern zeigen, gemäß denen eine RH-enthaltende Substanz auf eine Oberfläche eines Basismaterials aufgebracht wird.
  • 4A sind 4B Aufsichten, die Beispiele von Mustern zeigen, gemäß denen eine RH-enthaltende Substanz auf eine Oberfläche eines Basismaterials aufgebracht wird.
  • 5 ist eine Photographie, die ein Beispiel zeigt, bei dem eine RH-enthaltende Substanz auf eine Oberfläche eines Basismaterials aufgebracht wurde.
  • 6 ist eine Aufsicht, die das in Beispiel 9 verwendet Muster zeigt, gemäß dem eine RH-enthaltende Substanz auf eine Oberfläche eines Basismaterials aufgebracht wurde.
  • 7A und 7B sind Photographien, die die konvexe Oberfläche (7A) und die konkave Oberfläche (7B) des Basismaterials zeigen, auf die die RH-enthaltende Substanz in Beispiel 9 aufgebracht wurde.

BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

Nachfolgend werden Ausführungsformen des Verfahrens zur Herstellung des RFeB-basierten Magneten gemäß der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben.

1A bis 1D sind Diagramm-Ansichten, die Schritte einer Ausführungsform des Verfahrens zum Herstellen eines RFeB-basierten Magneten zeigen. Zuerst wird ein Basismaterial 11 einschließlich eines RFeB-basierten Sintermagneten oder eines RFeB-basierten warm-umgeformten Magneten nach einem bekannten Verfahren hergestellt (1A). Der RFeB-basierte Sintermagnet kann durch ein Pressverfahren hergestellt werden, bei welchem ein RFeB-basiertes Legierungspulver als Rohmaterial press-geformt wird, während es mit einem Magnetfeld ausgerichtet wird, und dann gesintert wird; oder kann nach einem PLP (press-less process)-Verfahren hergestellt werden, bei dem ein RFeB-basiertes Legierungspulver mit einem Magnetfeld in einer Form ausgerichtet wird, ohne press-geformt zu werden, und dann als solches gesintert wird, wie in Patentdokument 2 beschrieben. Der RFeB-basierte warm-umgeformte Magnet kann nachdem in Nicht-Patent-Dokument 1 beschriebenen Verfahren hergestellt werden. Das Basismaterial 11 kann irgendeine von diversen Gestalten haben, wie zum Beispiel die Gestalt eines rechteckigen Parallelepipeds (Bezugszeichen 111), ein Basismaterial, welches als Ganzes die Gestalt eines Bogens hat (Bezugszeichen 112), und eine Basismaterial mit der Gestalt eines rechteckigen Parallelepipeds, bei dem nur eine Oberfläche dahingehend abgewandelt ist, dass sie eine nach oben vorstehende bogenförmige Oberfläche darstellt (Bezugszeichen 113; nachfolgend als „Gestalt mit einer Bogen-förmigen Oberfläche“ bezeichnet), wie in 1A gezeigt. Ein Basismaterial mit einer Gestalt mit einer oder mehreren gekrümmten Oberflächen, wie die mit den Bezugszeichen 112 und 113 bezeichneten Basismaterialien, kann nach dem PLP-Verfahren unter Verwendung einer Matrize hergestellt werden, die der Gestalt entspricht, und dieses Verfahren ist von dem Gesichtspunkt aus bevorzugt, dass es keine Nachbearbeitung zum Ausbilden der Gestalt erfordert (Oberflächenbearbeitung reicht aus).

Danach wird ein RH-enthaltender Brei 12 hergestellt (1B). Der RH-enthaltende Brei 12 wird durch Mischen eines ein schweres Seltenerdelement RH enthaltenden RH-Legierungspulvers 121 mit einem organischen Lösungsmittel 122 hergestellt. In den Beispielen, die nachfolgend angegeben werden, wurde ein Pulver einer TbNiAl-Legierung mit Tb, Ni und Al in einem Massenverhältnis von 92:4:4 als das RH-Legierungspulver 121 verwendet. Hierbei können Dy oder Ho an Stelle von Tb verwendet werden, oder zwei oder mehr von Dy, Tb und Ho können verwendet werden. Ni und Al sind für die vorliegende Erfindung nicht wesentlich, obgleich diese Elemente dazu dienen, den Schmelzpunkt der Legierung zu senken. Infolgedessen kann ein Metall, das nur aus dem Seltenerdelement RH besteht, als das RH-Legierungspulver 121 verwendet werden, oder ein RH-Legierungspulver, das andere Elemente als Ni und/oder Al enthält, kann verwendet werden. In den nachfolgend beschriebenen Beispielen werden zwei Silikone (sogenanntes Silikonfett und Silikonöl) mit unterschiedlicher Viskosität miteinander gemischt, um die Viskosität einzustellen, und diese Mischung wurde als das organische Lösungsmittel 122 verwendet. Die Viskosität des organischen Lösungsmittels 122 wurde so eingestellt, dass der RH-enthaltende Brei 12 aus der Düse 21 ausstoßbar war, wie nachfolgend beschrieben werden wird, und so, dass der RH-enthaltende Brei 12, welcher in Form von Punkten oder Linien auf eine Oberfläche des Basismaterials 11 geblasen wurde, Punkte bzw. Linien bildete, die nicht auf der Oberfläche verflossen, um sich mit benachbarten zu verbinden. Es können andere organische Lösungsmittel als Silikone verwendet werden.

Danach wurde der RH-enthaltende Brei 12 mittels des in 2 gezeigten RH-enthaltender-Brei-Spenders 20 in Form von Punkten oder Linien auf eine Oberfläche des Basismaterials 11 gespritzt (1C). Die RH-enthaltender-Brei-Zufuhr 20 beinhaltet eine Düse 21, einen Reservoirtank 22 zum Aufbewahren des RH-enthaltenden Breis darin, und einen RH-enthaltender-Brei-Spender 23, welcher den RH-enthaltenden Brei 12 aus dem Reservoirtank 22 ansaugt und intermittierend den RH-enthaltenden Brei 12 zur Düse schickt 21, einen Basismaterial-Halteteil 24, welcher das Basismaterial 11 derart haltert, dass das Basismaterial 11 der Düse 21 gegenüber liegt, und ein Bewegungsteil 25, welches die relativen Positionen der Düse 21 und des Basismaterial-Halteteils 24 in horizontaler Richtung bewegt.

Der RH-enthaltender-Brei-Spender 23 hat einen pneumatischen oder elektromagnetischen Solenoid-Typ-Aktuator, und der Aktuator drückt den RH-enthaltenden Brei 12 in Richtung Düse 21, wenn sich ein Ventilelement oder Kolben auf eine Signalübertragung hin von einer Steuerung des RH-enthaltender-Brei-Spenders 23 zum Aktuator bewegt. In dem Aktuator kann ein piezoelektrisches Element verwendet werden. Diese Beispiele gelten jeweils für das Spritzen des RH-enthaltenden Breis 12 in Form von Punkten auf eine Oberfläche des Basismaterials 11. Allerdings kann der RH-enthaltende Brei 12 in Form einer Linie auf eine Oberfläche des Basismaterials 11 gespritzt werden, indem beispielsweise ein RH-enthaltender-Brei-Spender 23 verwendet wird, welcher es ermöglicht, den RH-enthaltenden Brei kontinuierlich von der Düse 21 auszustoßen, indem ein Ventil geöffnet wird.

Der in dieser Ausführungsform verwendete Bewegungsteil 25 ist einer, der das Basismaterial-Halteteil 24 bewegt. Allerdings kann der Bewegungsteil 25 einer sein, der die Düse 21 bewegt oder einer, der sowohl die Düse 21 wie auch das Basismaterial-Halteteil 24 bewegt. Nachfolgend bedeutet die Formulierung „die Düse 21 wird bewegt“, dass die Position der Düse 21 relativ zum von dem Basismaterial-Halteteil 24 gehalterten Basismaterial 11 bewegt wird, und diese Operation schließt den Fall ein, in dem entweder die Düse 21 oder das Basismaterial-Halteteil 24 bewegt wird. Das hier als Beispiel gezeigte Bewegungsteil 25 weist einen Mechanismus auf, der das Basismaterial-Halteteil 24 in zwei Richtungen bewegt, nämlich die Richtung X, welches eine horizontale Richtung ist, und Richtung Y, welches ein horizontale Richtung ist, die senkrecht zur Richtung X ist. Somit kann das Basismaterial-Halteteil 24 an jede gewünschte Position innerhalb eines beliebigen ebenen Bereichs bewegt werden.

Die Oberfläche des Basismaterials 11, auf die der RH-enthaltende Brei 12 aufgespritzt wird, kann eine flache Oberfläche oder eine gekrümmte Oberfläche sein.

In dem Fall, dass das organische Lösungsmittel 122 in dem RH-enthaltenden Brei 12, der auf die Oberfläche des Basismaterials 11 gespritzt wird, ein flüchtiges Lösungsmittel ist, verdunstet das organische Lösungsmittel 122 und hinterlässt einen Feststoff an der Oberfläche des Basismaterials 11. In dem Fall, dass das organische Lösungsmittel 122 ein nichtflüchtiges Lösungsmittel ist, verbleibt der RH-enthaltende Brei als solcher auf der Oberfläche des Basismaterials 11. In beiden Fällen haftet eine RH-enthaltende Substanz 13, die das schwere Seltenerdelement RH enthält, der Oberfläche des Basismaterials 11 in Form von Punkten oder Linien an. Wenn der RH-enthaltende Brei in Form von Punkten oder Linien auf die Oberfläche des Basismaterials 11 gespritzt wird, wird der RH-enthaltende Brei so aufgespritzt, dass die Punkte bzw. Linien voneinander zu einem gewissen Grad getrennt sind. Im Ergebnis werden die Punkte bzw. Linien aus der RH-enthaltenden Substanz 13, die auf die Oberfläche des Basismaterials 11 aufgespritzt wurden/daran haften, derart getrennt angeordnet, dass zwischen ihnen ein Freiraum verbleibt.

Das Basismaterial 11, auf das die RH-enthaltende Substanz 13 aufgespritzt wurde, wird zusammen mit der RH-enthaltenden Substanz 13 auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt (1D). Die vorbestimmte Temperatur ist eine Temperatur, bei welcher das schwere Seltenerdelement RH in der RH-enthaltenden Substanz 13 durch Korngrenzen des Basismaterials 11 in das Basismaterial 11 hinein diffundiert, und beträgt typischerweise 700 bis 1000°C. Nachdem das schwere Seltenerdelement RH somit durch Korngrenzen in das Basismaterial 11 diffundiert ist, wird das Basismaterial 11 je nach Erfordernissen einer Alterungsbehandlung (Behandlung, bei welcher das Basismaterial 11 auf eine relativ niedrige Temperatur von etwa 500°C erwärmt wird) unterzogen, einer Schleifbehandlung zum Entfernen des Rests der RH-enthaltenden Substanz 13, der an der Oberfläche des Basismaterials 11 zurückbleibt, oder einer Magnet-Formungsbehandlung. Somit wird ein RFeB-basierter Magnet als Endprodukt erhalten.

In 3A bis 3F und 4A und 4B sind Beispiele von Mustern gezeigt, in welchen eine RH-enthaltende Substanz 13 an der Oberfläche eines Basismaterials 11 angeordnet ist. Die Ansichten von 3A bis 3F zeigen jeweils ein Beispiel, bei dem eine RH-enthaltende Substanz 13 in der Aufsicht-Gestalt von kreisförmigen Punkten aufgebracht wurde. In dem Beispiel von 3A wurde eine RH-enthaltende Substanz 13 in einer quadratischen Gitter-Anordnung aufgebracht. Die RH-enthaltende Substanz 13 kann in einer rechteckigen Gitter-Anordnung anstelle der quadratischen Gitter-Anordnung aufgebracht werden. Solche Anordnung kann erreicht werden, indem der RH-enthaltende Brei 12 intermittierend und periodisch auf die Oberfläche des Basismaterials 11 aufgespritzt wird, während die Düse 21 in der vertikalen Richtung oder transversalen Richtung der Zeichnung bewegt wird, um eine Reihe von Punkten der RH-enthaltenden Substanz 13 zu bilden, und dann die Düse 21 in einer Richtung senkrecht zu der Reihe bewegt wird, um dieselbe Operation zu wiederholen.

In dem Beispiel von 3B wurde dabei eine RH-enthaltende Substanz 13 derart angeordnet, dass Punkte davon in Reihen entlang der vertikalen Richtung der Zeichnung in regulären Intervallen angeordnet sind und die Punkte in den einander in der transversalen Richtung benachbarten Reihen um eine halbe Periode versetzt sind. Diese Anordnung wird nachfolgend als „Zickzack“-Anordnung bezeichnet. Solche Anordnung wird im Wesentlichen auf dieselbe Weise erreicht wie für3A, speziell in der Weise, dass, wenn der RH-enthaltende Brei 12 zur Bildung der zweiten und der folgenden Reihen aufgespritzt wird, die Position der Düse 21 jeweils um eine halbe Periode in der Richtung der Reihe verschoben wird.

Das Beispiel von 3C ist eine Modifikation von 3A, bei der die Intervalle zwischen den Punkten der RH-enthaltenden Substanz 13 in derselben Reihe kleiner sind als die Intervalle zwischen den Reihen. Obgleich solche Anordnung ähnlich zu der Anordnung von Linien ist, kann die Anordnung in diesem Beispiel die Menge des verwendeten schweren Seltenerdelements RH stärker verringern, als in dem Fall der Aufbringung von Linien, weil zwischen den Punkten der RH-enthaltenden Substanz 13 in derselben Reihe Zwischenräume bleiben. In dem Beispiel von 3D wurden Punkte einer RH-enthaltenden Substanz 13 in sowohl der vertikalen als auch der transversalen Richtung der Zeichnung in Intervallen angeordnet, die gleich der Abmessung von drei in einer Reihe angeordneten Punkten sind. Die Intervalle zwischen den Reihen können einem Abstand entsprechen, der nicht gleich der Abmessung von drei Punkten der RH-enthaltenden Substanz in einer Reihe ist.

In dem Beispiel von 3E wurden Punkte einer RH-enthaltenden Substanz 13 zufällig angeordnet. In dem Beispiel von 3F wurden Punkte einer RH-enthaltenden Substanz 13 dichter auf der Oberfläche eines Basismaterials 11 angeordnet, als in den anderen Beispielen, und die Punkte der RH-enthaltenden Substanz 13 sind miteinander in Kontakt.

In den 4A and 4B sind Beispiele gezeigt, bei welchen eine RH-enthaltende Substanz 13 in einer Aufsicht-Gestalt angeordnet wurde, die nicht kreisförmig ist. 4A zeigt eine RH-enthaltende Substanz 13, die in der Gestalt von quadratischen Punkten angeordnet wurde. Die RH-enthaltende Substanz 13 kann, abgesehen von der quadratischen Gestalt, jede beliebige von diversen ebenen Gestalten wie zum Beispiel rechteckigen und anderen viereckigen Gestalten, anderen polygonalen Gestalten als viereckigen Gestalten, wie dreieckigen und hexagonalen Gestalten, und elliptischen Gestalten haben, gemäß der Gestalt der Düse 21. In dem Beispiel von 4B wurde eine RH-enthaltende Substanz 13 in der Aufsicht-Gestalt von Linien aufgebracht, und diese Linien aus der RH-enthaltenden Substanz 13 wurden in großer Zahl parallel angeordnet.

5 zeigt als Photographie ein Beispiel, bei dem eine RH-enthaltende Substanz 13 auf die Oberfläche eines Basismaterials 11 aufgebracht wurde. In diesem Beispiel wurde eine Düse 21 mit einem Innerdurchmesser von 0,12 mm verwendet. Das verwendete RH-Legierungspulver 121 war ein Pulver der oben beschriebenen TbNiAl-Legierung mit Tb, Ni und Al in einem Massenverhältnis von 92:4:4. Das organische Lösungsmittel 122 war ein durch Mischen von Silikonfett und Silikonöl in einem Massenverhältnis von 10:15 erhaltenes Lösungsmittel. Der RH-enthaltende Brei 12 war ein Brei, der durch Mischen des RH -Legierungspulvers 121 und des organischen Lösungsmittels 122 in einem Massenverhältnis von 75:25 erhalten wurde. Alle Punkte aus der RH-enthaltenden Substanz 13, die in großer Zahl auf die Oberfläche des Basismaterials 11 aufgebracht wurden, wiesen im Wesentlichen denselben Durchmesser auf, welcher 0,68 mm betrug. Die Menge der pro Flächeneinheit aufgebrachten RH-enthaltenden Substanz 13 auf der ganzen Oberfläche des Basismaterials 11 war 16 mg/cm2. Der Flächenanteil, also der Anteil der mit der RH-enthaltenden Substanz 13 bedeckten Bereiche an der gesamten Oberfläche des Basismaterials 11, war 31,4%.

Dann wurden Proben der Beispiele und Vergleichsbeispiele unter verschiedenen Bedingungen dieser Ausführungsform hergestellt, und auf ihre magnetischen Eigenschaften untersucht. Die Ergebnisse sind angegeben. In diesem Experiment wurden die Proben unter Verwendung von Basismaterialien mit einer Bogen-förmigen Oberfläche (Bezugszeichen 113 in 1A) hergestellt, welche in derselben Charge hergestellt wurden und dieselbe Größe hatten. Beim Herstellen jeder der Proben der Beispiele wurde eine RH-enthaltende Substanz in einer Aufsicht-Gestalt von kreisförmigen Punkten auf die Bogen-förmige Oberfläche des Basismaterials aufgebracht. In jedem der Vergleichsbeispiele wurde der RH-enthaltende Brei nach dem in Patentdokument 3 beschriebenen Siebdruck-Verfahren auf die flache Oberfläche aufgebracht, die der Bogen-förmigen Oberfläche gegenüberliegt, wodurch die RH-enthaltende Substanz gleichmäßig auf die ganze flache Oberfläche aufgetragen wurde. Der Grund, warum der RH-enthaltende Brei auf die flache Oberfläche jedes Vergleichsbeispiels aufgetragen wurde, liegt darin, dass es beim Siebdruck-Verfahren schwierig ist, den RH-enthaltenden Brei auf gekrümmte Oberflächen aufzubringen. Die Erwärmungstemperatur bei der Korngrenzen-Diffusionsbehandlung war 900°C. Die anderen Herstellungsbedingungen variierten von Probe zu Probe und werden nachfolgend erläutert.

In Tabelle 1 sind die von Probe zu Probe variierenden Herstellungsbedingungen und die bei Raumtemperatur bestimmten magnetischen Eigenschaften jeder Probe angegeben. Das Punkt-Intervall c und der Abstand d in der Tabelle sind definiert als das Intervall zwischen einem Punkt der RH-enthaltenden Substanz 13 und dem nächstgelegenen Punkt der RH-enthaltenden Substanz 13 bzw. der Abmessung des Spalts dazwischen (des Bereichs, in dem keine RH-enthaltende Substanz vorhanden ist), wie in 3A für den Fall gezeigt, in dem die Anordnung der RH-enthaltenden Substanz 13 eine quadratische Gitteranordnung ist, und in 3B für den Fall, dass die Anordnung die eines Zickzack-Musters ist. Der Ausdruck „aufgebrachte Menge“ bedeutet die Menge an aufgebrachter RH-enthaltender Substanz 13 pro Flächeneinheit der Oberfläche, auf die die RH-enthaltende Substanz 13 aufgebracht wurde. Der Ausdruck „Flächenanteil“ bedeutet den Anteil der Fläche der von RH-enthaltender Substanz bedeckten Bereiche der Oberfläche des Basismaterials, auf welche die RH-enthaltende Substanz aufgebracht wurde. Tabelle 1

HerstellungsbedingungenMagnetische EigenschaftenDurchmesser der Düse [mm]Durchmesser der RH-enthaltenden Substanz [mm]aufgebrachte Menge [mg/cm2]Anordnung der RH-enthaltenden SubstanzPunkt-intervall c [mm]Abstand d [mm]Flächen anteil [%]Remanenz Br [kG]Koerzitivfeldstärke HeJ [kOe]Beispiel 10.120.6816quadratisch1.20.531.413.925.0Beispiel 20.120.4916quadratisch0.60.165.714.025.0Beispiel 30.241.216Zickzack1.70.548.913.924.9Beispiel 40.392.416Zickzack3.00.643.513.924.6Beispiel 50.392.416Zickzack5.32.926.114.121.0Beispiel 60.392.416Zickzack6.13.613.014.116.2Beispiel 70.120.4516quadratisch1.2010013.924.3Beispiel 80.120.4524quadratisch1.2010013.824.9Vergleichs Beispiel 1--16---10013.923.6Vergleichs Beispiel 2--32---10013.824.8

Aus den Ergebnissen des Experiments ist zu erkennen, dass in jedem Beispiel eine höhere Koerzitivfeldstärke erhalten wurde, als die Koerzitivfeldstärke des Basismaterials, die 13 kOe betrug. In den Beispielen 1 bis 4, 7 und 8, in welchen der Flächenanteil größer war als 31,4%, wurden Koerzitivfeldstärken erhalten, die größer waren als die des Vergleichsbeispiels 1, wobei diese Koerzitivfeldstärken gleich groß waren wie die des Vergleichsbeispiels 2, bei welchem die aufgebrachte Menge größer war als in diesen Beispielen. Insbesondere ist es bemerkenswert, dass die Beispiele 1 bis 4, obgleich die Punkte so angeordnet waren, dass dazwischen Spalte verblieben, Koerzitivfeldstärken erreichten, die gleich groß oder größer waren als jene der Vergleichsbeispiele, bei denen die RH-enthaltende Substanz 13 gleichmäßig über die ganze Oberfläche des Basismaterials aufgebracht wurde.

Als nächstes wird Beispiel 9 erläutert, bei welchem ein Basismaterial verwendet wurde, das als Ganzes die Gestalt eines Bogen hatte (mit dem Bezugszeichen 112 in 1A bezeichnetes Basismaterial). In Beispiel 9 wurde eine RH-enthaltende Substanz 13 so aufgebracht, dass das in der Aufsicht von 6 gezeigte Muster erhalten wurde, und zwar auf sowohl die konvexe Oberfläche 1121 und die konkave Oberfläche 1122 (siehe 1A), die das Bogen-förmige Basismaterial 112 aufweist. Bei diesem Muster wurden Punkte der RH-enthaltenden Substanz 13 in Reihen entlang der vertikalen Richtung (y-Richtung) von 6 in Intervallen c (Spalt zwischen den Punkten: d) angeordnet; wobei die Reihen der Punkte der RH-enthaltenden Substanz 13 entlang der transversalen Richtung (x-Richtung) von 6 mit Intervallen a angeordnet wurden. Die Grundpositionen der Punkte entlang der y-Richtung wurden um c/8 zwischen den benachbarten Punktreihen versetzt. Infolgedessen sind je zwei Reihen, die in der x-Richtung voneinander um acht Perioden entfernt sind, hinsichtlich der Position der Punkte in y-Richtung gleich. Man beachte aber, dass die Punkte der RH-enthaltenden Substanz 13 so angeordnet wurden, dass die Positionen von Punkten in jeder vierten Reihe (nur die durch strichpunktierte Linien bezeichneten Reihen in 6) in der y-Richtung von der Grundposition um c/2 versetzt sind. Somit sind die Reihen von Punkten, die sich in einer Richtung erstrecken, die gegenüber der x-Richtung um arctan(1/8) (etwa 7°) geneigt sind, und die in dem Fall gebildet werden, wenn die Punkte alle an den Grundpositionen aufgebracht werden, gestört. Das heißt, die Punkte können verstreut angeordnet werden.

In Beispiel 9 wurde eine Düse 21 mit einem Durchmesser von 0,21 mm verwendet, so dass Punkte der RH-enthaltenden Substanz 13 mit einem Durchmesser von 0,8 mm auf den Oberflächen des Basismaterials 112 gebildet wurden. Die Intervalle zwischen den Punkten in y-Richtung wurden auf 2 mm eingestellt, mit einem Spalt d zwischen den Punkten in y-Richtung von 1,2 mm, und Intervallen a zwischen den sich in x-Richtung erstreckenden Punktreihen, die auf 0,6 mm eingestellt waren. Die RH-enthaltende Substanz 13 wurde auf jede Oberfläche des Basismaterials 112 in einer Menge von 16 mg/cm2 aufgebracht, und der Flächenanteil, also der Anteil der von der RH-enthaltenden Substanz 13 bedeckten Fläche an der Oberfläche des Basismaterials 112, war 31,6%. Die hierbei verwendete RH-enthaltende Substanz 13 war dieselbe wie in den Beispielen 1 bis 8.

In den 7A und 7B sind die konvexe Oberfläche 1121 (7A) und die konkave Oberfläche 1122 (7B) des Basismaterials 112 als Photographien gezeigt, auf die Punkte der RH-enthaltenden Substanz 13 aufgebracht wurden. Nachdem somit Punkte der RH-enthaltenden Substanz auf sowohl die konvexe Oberfläche 1121 als auch auf die konkave Oberfläche 1122 aufgebracht worden waren, wurde das Basismaterial 112 auf eine Temperatur von 900°C wie in den Beispielen 1 bis 8 erwärmt, wodurch eine Proben von Beispiel 9 erhalten wurde. Die erhaltene Probe wurde auf ihre magnetischen Eigenschaften untersucht. Als Ergebnis wurde gefunden, dass diese Probe eine Remanenz Br von 13,9 kG und eine Koerzitivfeldstärke HcJ von 22,3 kOe aufwies, welche Werte im Wesentlichen dieselben sind wie die der anderen Beispiele.

Obgleich die RH-enthaltende Substanz 13 in Beispiele 9 auf sowohl die konvexe Oberfläche 1121 wie auch auf die konkave Oberfläche 1122 eines Bogen-förmigen Basismaterials 112 aufgebracht wurde, braucht die RH-enthaltende Substanz 13 nur auf die konvexe Oberfläche 1121 oder nur auf die konkave Oberfläche 1122 aufgebracht zu werden. Weiters ist das Muster, in dem die Punkte der RH-enthaltenden Substanz 13 auf die konvexe Oberfläche 1121 oder auf die konkave Oberfläche 1122 aufgebracht werden, nicht auf das in 6 gezeigte Beispiel beschränkt, und irgendeines von diversen Mustern, einschließlich der in den 3A bis 3F und 4A und 4B gezeigten, kann angewendet werden. Das in 6 gezeigte Muster von Punkten einer RH-enthaltenden Substanz 13 kann auf Basismaterialien anderer Gestalt aufgebracht werden, z.B. ein Basismaterial von flacher Plattengestalt und ein Basismaterial mit einer Gestalt mit einer Bogen-förmigen Oberfläche. Es ist auch möglich, Punkte einer RH-enthaltenden Substanz 13 auf ein konvexe Oberfläche und/oder eine konkave Oberfläche von irgendeinem Basismaterial von beliebiger Gestalt aufzubringen, gemäß einem Muster, dass sich von dem in 6 gezeigten unterscheidet.

Die vorliegende Anmeldung basiert auf der japanischen Patentanmeldung Nr. 2016-212518, eingereicht am 31. Oktober 2016, und der japanischen Patentanmeldung Nr. 2017-176613, eingereicht am 14. September, 2017, deren Inhalte hiermit durch Inbezugnahme einbezogen werden.

Bezugszeichenliste

11, 111, 112, 113
Basismaterial
1121
konvexe Oberfläche
1122
konkave Oberfläche
12
RH-enthaltender Brei
121
RH- Legierungspulver
122
organisches Lösungsmittel
13
RH- enthaltende Substanz
20
RH- enthaltender-Brei-Zufuhr
21
Düse
22
Reservoirtank
23
RH- enthaltender-Brei-Spender
24
Basismaterial-Halteteil
25
Bewegungsteil
Erläuterungen zu 5

Innendurchmesser der Düse: 0,12 mm
Durchmesser der RH-enthaltenden Substanz: 0,68 mm Masse der RH-enthaltenden Substanz: 16 mg/cm2 (pro Flächeneinheit der Basismaterial-Oberfläche) Flächenanteil der RH-enthaltenden Substanz: 31,4%

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • JP 2015065218 A [0006]
  • JP 2006019521 A [0006]
  • WO 2011/136223 [0006]
  • JP 2016 [0041]
  • JP 2017176613 [0041]

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • „Development of Dy-omitted Nd-Fe-B-based hot worked magnet by using a rapidly quenched powder as a raw material“, von Hioki Keiko und Hattori Atsushi, Sokeizai, Band 52, Nr. 8, Seiten 19 bis 24, General Incorporation Foundation Sokeizai Center, veröffentlicht August, 2011 [0007]