Title:
Pulverkern und Herstellungsverfahren desselben
Document Type and Number:
Kind Code:
A1

Abstract:

Ein Pulverkern (10) enthält: eine Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln, von denen jeder aus einer eisenbasierten, Aluminium enthaltenden Legierung zusammengesetzt ist, wobei eine Oberfläche von jedem der Mehrzahl von weichmagnetischen Partikel mit einem Aluminiumnitrid-Film beschichtet ist; und einen Aluminiumoxid-Film, mit welchem zumindest die Aluminiumnitrid-Filme, die auf der Oberfläche des Pulverkerns angeordnet sind, vollständig beschichtet sind. embedded image





Inventors:
Saigusa, Shinjiro (Aichi-ken, Toyota-shi, JP)
Iwata, Naoki (Aichi-ken, Toyota-shi, JP)
Suzuki, Masufumi (Aichi-ken, Toyota-shi, JP)
Nishiyama, Masaaki (Aichi-ken, Toyota-shi, JP)
Hwang, Jung Hwan (Aichi-ken, Nagakute-shi, JP)
Ohtsubo, Masashi (Aichi-ken, Nagakute-shi, JP)
Application Number:
DE102017124982A
Publication Date:
05/17/2018
Filing Date:
10/25/2017
Assignee:
TOYOTA JIDOSHA KABUSHIKI KAISHA (Aichi-ken, Toyota-shi, JP)
International Classes:
H01F1/24; B22F1/00; B22F1/02; B22F3/00; C22C33/02; C22C38/00; H01F1/33
Foreign References:
JP2016058732A2016-04-21
Attorney, Agent or Firm:
KUHNEN & WACKER Patent- und Rechtsanwaltsbüro PartG mbB, 85354, Freising, DE
Claims:
Pulverkern (10, 20), dadurch gekennzeichnet, dass er aufweist:
eine Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln, von denen jeder aus einer eisenbasierten, Aluminium enthaltenden Legierung zusammengesetzt ist, wobei eine Oberfläche von jedem der Mehrzahl der weichmagnetischen Partikel mit einem Aluminiumnitrid-Film beschichtet ist; und
einen Aluminiumoxid-Film, mit dem zumindest die Aluminiumnitrid-Filme, die auf der Oberfläche des Pulverkerns angeordnet sind, vollständig beschichtet sind.

Pulverkern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Aluminiumnitrid-Film, der jeden der Mehrzahl der weichmagnetischen Partikel beschichtet, mit einem Aluminiumoxid-Film beschichtet ist.

Herstellungsverfahren für einen Pulverkern (10, 20), dadurch gekennzeichnet, dass das Herstellungsverfahren aufweist:
Formen eines Grünlings durch Verdichten einer Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln, von denen jeder aus einer eisenbasierten, Aluminium enthaltenden Legierung ist, wobei eine Oberfläche von jedem der Mehrzahl der weichmagnetischen Partikel mit einem Aluminiumnitrid-Film beschichtet ist;
Beschichten mindestens einer Oberfläche des Grünlings mit einem Aluminiumhydroxid-Film durch Befeuchten des Grünlings; und
Veränderung des Aluminiumhydroxid-Films zu einem Aluminiumoxid-Film durch Tempern des Grünlings, der mit dem Aluminiumhydroxid-Film beschichtet ist.

Herstellungsverfahren für einen Pulverkern (10, 20), dadurch gekennzeichnet, dass das Herstellungsverfahren aufweist:
Beschichten eines Aluminiumnitrid-Films mit einem Aluminiumhydroxid-Film durch Befeuchten einer Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln, wovon jeder aus einer eisenbasierten, Aluminium enthaltenden Legierung zusammengesetzt ist,
wobei eine Oberfläche eines jeden der Mehrzahl der weichmagnetischen Partikeln mit einem Aluminiumnitrid-Film beschichtet ist.
Formen eines Grünlings durch Verdichten der Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln, von denen jeder mit einem Aluminiumhydroxid-Film beschichtet ist; und
Verändern eines jeden Aluminiumhydroxid-Films zu einem Aluminiumoxid-Film durch Tempern des Grünlings.

Description:
HINTERGRUND DER ERFINDUNGGebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft einen Pulverkern bzw. Magnetpulverkern bzw. Massekern und ein Herstellungsverfahren für einen Pulverkern und betrifft im Besonderen einen Pulverkern, zusammengesetzt aus weichmagnetischen Partikeln, deren jeweilige Oberflächen mit einem Aluminiumnitrid-Film beschichtet sind, und ein Herstellungsverfahren für den Pulverkern.

Beschreibung des Standes der Technik

Ein Pulverkern, welcher für einen Reaktor zur Energieumwandlung oder dergleichen genutzt wird, wird durch Formpressen von weichmagnetischen Partikeln, deren jeweilige Oberflächen mit einem elektrisch isolierenden Film beschichtet sind, hergestellt. Bekanntermaßen gibt es einen elektrisch isolierenden Film, der einen Aluminiumnitrid-Film verwendet, welcher eine hohe thermische Leitfähigkeit und eine hohe Wärmebeständigkeit aufweist. Ein Pulverkern, der in der japanischen Patentanmeldungsoffenlegungsschrift Nr. 2016-58732 (JP 2016-58732 A) beschrieben ist, ist aus weichmagnetischen Partikeln zusammengesetzt, deren jeweiliger Aluminiumnitrid-Film ferner mit einem niedrigschmelzenden Glas-Film beschichtet ist.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die Erfinder fanden die folgenden Unannehmlichkeiten bezüglich einem Pulverkern zusammengesetzt aus weichmagnetischen Partikeln, deren Oberflächen jeweils mit einem Aluminiumnitrid-Film beschichtet sind. 9 ist eine Ansicht zur Darstellung einer Aufgabenstellung, welche die Erfindung beabsichtigt zu lösen, und ist eine Querschnitts-Teilansicht, welche eine Alterungsbeeinträchtigung bzw. Alterungsschädigung eines Pulverkerns zeigt. Wie in 9 dargestellt, reagiert ein Aluminiumnitrid-Film, der die Oberfläche jedes weichmagnetischen Partikels im Pulverkern bedeckt, mit Feuchtigkeit in der Atmosphäre während des Gebrauchs und verändert sich allmählich in einen Aluminiumhydroxid-Film, ausgehend von der Seite der Oberfläche. Das heißt, durch die Alterungsbeeinträchtigung, nimmt die Dicke des Aluminiumhydroxid-Filmes zu, und die Dicke des Aluminiumnitrid-Films verringert sich. Dadurch gibt es eine Unannehmlichkeit, da die thermische Leitfähigkeit des Pulverkerns sinkt.

Der niedrigschmelzende Glas-Film, der in JP 2016-58732 A beschrieben ist, entsteht durch Mischen der niedrigschmelzenden Glaspartikeln mit weichmagnetischen Partikeln, deren Oberflächen jeweils mit einem Aluminiumnitrid-Film beschichtet sind, und Schmelzen der niedrigschmelzenden Glaspartikel. Aus diesem Grund ist es schwierig, mit dem niedrigschmelzenden Glas-Film, der in JP 2016-58732 A beschrieben ist, die gesamte Oberfläche des Pulverkerns zu beschichten. Somit verbleibt ein ausgesetzter Abschnitt des Aluminiumnitrid-Films auf der Oberfläche des Pulverkerns. Eine Veränderung des ausgesetzten Abschnitts des Aluminiumnitrid-Films zum Aluminiumhydroxid-Film schreitet fort, und es ist nicht möglich, die vorstehend beschriebene Abnahme der thermischen Leitfähigkeit ausreichend zu unterdrücken. Der niedrigschmelzende Glas-Film, der in JP 2016-58732 A beschrieben ist, ist ursprünglich nicht dazu bestimmt, eine Änderung vom Aluminiumnitrid-Film zum Aluminiumhydroxid-Film zu unterdrücken.

Die Erfindung stellt einen Pulverkern, der die Veränderung von einem Aluminiumnitrid-Film, der die Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels bedeckt, zum Aluminiumhydroxid-Film unterdrückt, und ein Herstellungsverfahren für einen Pulverkern bereit.

Ein erster Aspekt der Erfindung sieht einen Pulverkern vor. Der Pulverkern umfasst: eine Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln, die jeweils aus einer eisenbasierten, Aluminium enthaltenden Legierung zusammengesetzt sind, eine Oberfläche eines jeden der Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln, die mit einem Aluminiumnitrid-Film beschichtet sind, und einen Aluminiumoxid-Film, mit dem zumindest die Aluminiumnitrid-Filme, die auf bzw. an der Oberfläche des Pulverkerns angeordnet sind, vollständig beschichtet sind.

Bei dem Pulverkern gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung, sind die Aluminiumnitrid-Filme, die auf bzw. an der Oberfläche des Pulverkerns angeordnet sind, vollständig mit dem Aluminiumoxid-Film beschichtet. Deshalb wird kein ausgesetzter Abschnitt der Aluminiumnitrid-Filme auf der Oberfläche des Pulverkerns ausgebildet, und der Aluminiumnitrid-Film ist durch den Aluminiumoxid-Film geschützt, welcher eine hohe Wasserbeständigkeit aufweist. Aus diesem Grund ist es möglich, eine Änderung des Aluminiumnitrid-Films, mit dem die Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels beschichtet ist, zum Aluminiumhydroxid-Film als eine Folge einer Reaktion des Aluminiumnitrid-Films mit Feuchtigkeit in der Atmosphäre während des Gebrauchs des Pulverkerns zu hemmen.

Der gesamte Aluminiumnitrid-Film, der jeden der Mehrzahl der weichmagnetischen Partikeln beschichtet, kann mit dem Aluminiumoxid-Film beschichtet werden. Mit dieser Anordnung ist es möglich eine Änderung des Aluminiumnitrid-Films zum Aluminiumhydroxid-Film effektiv zu hemmen.

Ein zweiter Aspekt der Erfindung sieht ein Herstellungsverfahren für einen Pulverkern vor. Das Herstellungsverfahren umfasst: Formen eines Grünlings durch Verdichten bzw. Kompression einer Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln, wovon jeder aus einer eisenbasierten, Aluminium enthaltenden Legierung zusammengesetzt ist, wobei eine Oberfläche eines jeden der Mehrzahl der weichmagnetischen Partikeln mit einem Aluminiumnitrid-Film beschichtet ist, Beschichten zumindest einer Oberfläche des Grünlings mit einem Aluminiumhydroxid-Film durch Befeuchten des Grünlings; und Verändern bzw. Umwandeln des Aluminiumhydroxid-Films in einen Aluminiumoxid-Film durch Glühen bzw. Tempern bzw. Anlassen des Grünlings, der mit einem Aluminiumhydroxid-Film beschichtet ist.

Im Pulverkern, der durch das Herstellungsverfahren für Pulverkerne gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung hergestellt wurde, sind die Aluminiumnitrid-Filme, die auf bzw. an der Oberfläche des Pulverkerns angeordnet sind, mit dem Aluminiumoxid-Film vollständig beschichtet. Aus diesem Grund ist es möglich eine Veränderung bzw. Umwandlung des Aluminiumnitrid-Films, mit dem die Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels beschichtet ist, zum Aluminiumhydroxid-Film als eine Folge einer Reaktion des Aluminiumnitrid-Films mit Feuchtigkeit in der Atmosphäre während des Gebrauchs des Pulverkerns zu hemmen.

Ein dritter Aspekt der Erfindung sieht ein Herstellungsverfahren für einen Pulverkern vor. Das Herstellungsverfahren umfasst: Beschichten eines Aluminiumnitrid-Films mit einem Aluminiumhydroxid-Film durch Befeuchten einer Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln wovon jeder aus einer eisenbasierten, Aluminium enthaltenden Legierung zusammengesetzt ist, wobei eine Oberfläche eines jeden der Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln mit dem Aluminiumnitrid-Film beschichtet ist, Formen eines Grünlings durch Verdichten der Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln, von denen jeder mit dem Aluminiumhydroxid-Film beschichtet ist, und Verändern bzw. Umwandeln des Aluminiumhydroxid-Films zu einem Aluminiumoxid-Film durch Tempern bzw. Glühen des Grünlings, der mit dem Aluminiumhydroxid-Film beschichtet ist.

Beim Pulverkern, der durch das Herstellungsverfahren für Pulverkerne gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung hergestellt wurde, ist der gesamte Aluminiumnitrid-Film, mit dem jeder der weichmagnetischen Partikel beschichtet ist, mit einem Aluminiumoxid-Film beschichtet. Aus diesem Grund ist es möglich, weiter eine Veränderung des Aluminiumnitrid-Films, mit dem die Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels beschichtet ist, zum Aluminiumhydroxid-Film, als eine Folge einer Reaktion des Aluminiumnitrid-Films mit Feuchtigkeit in der Atmosphäre während des Gebrauchs des Pulverkerns, zu hemmen.

Gemäß den Aspekten der Erfindung ist es möglich, einen Pulverkern, der geeignet ist, eine Veränderung des Aluminiumnitrid-Films, mit dem die Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels beschichtet ist, zum Aluminiumhydroxid-Film zu hemmen, und das Herstellungsverfahren für den Pulverkern bereitzustellen.

Figurenliste

Eigenschaften, Vorteile, und technische und industrielle Bedeutung von beispielhaften Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend mit Bezug zu den beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen gleiche Zahlen gleiche Elemente bezeichnen und wobei:

  • 1 eine schematische Querschnitts-Teilansicht eines Pulverkerns gemäß einer ersten Ausführungsform ist;
  • 2 ein Fließdiagramm ist, welches ein Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der ersten Ausführungsform zeigt;
  • 3 eine schematische Querschnitts-Teilansicht ist, welche das Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der ersten Ausführungsform zeigt;
  • 4 ein Fließdiagramm ist, welches ein Herstellungsverfahren für einen Pulverkern gemäß einer zweiten Ausführungsform zeigt;
  • 5 eine schematische Querschnitts-Teilansicht ist, welche das Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der zweiten Ausführungsform zeigt;
  • 6 Graphen zeigt, welche eine Veränderung in der XPS-Analyse darstellen, die in einem Herstellungsschritt eines Pulverkerns gemäß einer dritten Ausführungsform resultiert;
  • 7 Graphen zeigt, welche eine Veränderung in der XPS-Analyse darstellen, die vor und nach einem Zeitraffertest eines Pulverkerns gemäß einer dritten Vergleichsausführungsform resultieren;
  • 8 Graphen zeigt, welche eine Veränderung in der XPS-Analyse darstellen, die vor und nach einem Zeitraffertest des Pulverkerns gemäß der dritten Ausführungsform resultieren; und
  • 9 eine Ansicht zur Darstellung einer Unannehmlichkeit ist, welche durch die Erfindung behoben werden soll, und eine Querschnitts-Teilansicht ist, die eine Altersbeeinträchtigung eines Pulverkerns zeigt.

GENAUE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Nachstehend werden beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung im Detail mit Bezug zu der beigefügten Zeichnung beschrieben. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die nachfolgenden Ausführungsformen beschränkt. Aus Gründen der unmissverständlichen Darstellung sind die nachfolgenden Beschreibung und Zeichnungen nach Bedarf vereinfacht.

Erste AusführungsformZusammensetzung des Pulverkerns gemäß der ersten Ausführungsform

Zunächst wird ein Pulverkern gemäß einer ersten Ausführungsform mit Bezug auf 1 beschrieben. 1 ist eine schematische Querschnitts-Teilansicht des Pulverkerns gemäß der ersten Ausführungsform. Wie in 1 gezeigt, besteht der Pulverkern 10 gemäß der ersten Ausführungsform aus einer Mehrzahl von weichmagnetischen Partikeln, welche aus einer eisenbasierten, Al enthaltenden Legierung hergestellt sind.

Die gesamte Oberfläche eines jeden der weichmagnetischen Partikel ist mit einem Aluminiumnitrid-(AlN)-Film beschichtet. Die Dicke des AlN-Films ist vorzugsweise 50 nm bis 2 µm. Der AlN-Film kann Al2O3 enthalten. Des Weiteren ist der gesamte AlN-Film mit einem Aluminiumoxid-(Al2O3)-Film beschichtet. Die Dicke des Al2O3-Films entspricht 10 % bis 50 % der Dicke des AlN-Films. Im Besonderen wird eine Dicke des Al2O3-Films von 20 nm bis 1 µm bevorzugt.

Jeder weichmagnetische Partikel ist vorzugsweise aus einer Fe-Si-Al-Legierung hergestellt. Durch die Zugabe von Si ist es beispielsweise möglich, die magnetische Durchlässigkeit des Pulverkerns zu verbessern (Reduzierung eines Hystereseverlustes) und den spezifischen Widerstand des Pulverkerns zu verbessern (Reduzierung eines Wirbelstromverlustes). Wenn Si in einer eisenbasierten Legierung zusammen mit Al enthalten ist, ist es möglich, leicht einen AlN-Film zu bilden.

Wenn der Si-Gehalt übermäßig ist, ist es schwierig, einen AlN-Film der eine erforderliche Dicke aufweist, auf der Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels auszubilden. Aus diesem Grund ist ein Al-Verhältnis (Al/(Al+Si)), welches das Masseverhältnis des Al-Gehalts bezogen auf den Gesamtgehalt (Al+Si) von Al und Si ist, vorzugsweise höher als oder gleich 0,45. Der Gesamtgehalt von Al und Si ist vorzugsweise niedriger als oder gleich 10 %, wenn die gesamte Fe-Si-Al-Legierung 100 Masseprozent entspricht (nachfolgend vereinfacht als % bezeichnet).

Eine bestimmte Zusammensetzung von Al und Si in einer eisenbasierten Legierung wird wie benötigt unter Berücksichtigung der Produktivität von AlN, des magnetischen Charakters und des spezifischen Widerstands des Pulverkerns, der Formbarkeit des Pulvers eines Pulverkerns und Ähnlichem angepasst. Wenn beispielsweise eine gesamte eisenbasierte Legierung, die jeden weichmagnetischem Partikel umfasst, 100 % ist, ist Al vorzugsweise 0,5 % bis 6 % und Si vorzugsweise 0,01 % bis 5 %.

Die eisenbasierte Legierung gemäß der Erfindung kann eine oder mehrere Arten von modifizierten Elementen enthalten, welche die Produktivität von AlN, den magnetischen Charakter und den spezifischen Widerstand des Pulverkerns, die Formbarkeit des Pulvers für einen Pulverkern und dergleichen verbessern können. Beispiele für derartig modifizierte Elemente können Mn, Mo, Ti, Ni, Cr und dergleichen umfassen. Allgemein ist der Gesamtgehalt von modifizierten Elementen vorzugsweise niedriger als oder gleich 2 %.

Der Partikeldurchmesser der einzelnen weichmagnetischen Partikeln spielt keine Rolle; jedoch ist der bevorzugte Partikeldurchmesser der einzelnen Partikeln 1 bis 500 µm, und insbesondere 10 bis 250 µm. Ein übermäßig großer Partikeldurchmesser führt zu einer Abnahme des spezifischen Widerstandes oder einem Anstieg des Wirbelstromverlustes. Ein übermäßig kleiner Partikeldurchmesser führt zu einem Anstieg des Hystereseverlusts oder dergleichen. Deshalb ist dies nicht wünschenswert. Der Partikeldurchmesser ist eine Partikelgröße, welche durch eine Siebmethode bestimmt wird, die den Partikeldurchmesser unter Benutzung eines Siebs mit festgelegter Maschenweite klassifiziert.

Das Rohpulver der weichmagnetischen Partikeln ist beispielsweise ein Zerstäubungspulver, das aus kugelförmigen Partikeln ausgebildet ist. Das Zerstäubungspulver kann ein Gas-Zerstäubungspulver, welches durch Versprühen des gelösten Rohmaterials in eine inerte Gas-Atmosphäre, wie Stickstoffgas und Argongas, erhalten wird, oder ein Gas- und Wasser-Zerstäubungspulver sein, welches durch Versprühen eines gelösten Rohmaterials und anschließendes Kühlen des Rohmaterials erhalten wird.

Im Pulverkern 10 gemäß der ersten Ausführungsform, wird der gesamte AlN-Film, der die Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels beschichtet, mit dem Al2O3-Film beschichtet. Das heißt, es wird kein ausgesetzter Abschnitt des AlN-Films auf der Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels ausgebildet, und der AlN-Film ist durch den Al2O3-Film, der eine hohe Wasserbeständigkeit aufweist, geschützt. Aus diesem Grund ist es möglich, eine Veränderung des AlN-Films zum Aluminiumhydroxid-(Al(OH)3)-Film zu hemmen, welcher aus einer Reaktion des AlN-Films mit Feuchtigkeit in der Atmosphäre während des Gebrauchs des Pulverkerns 10 resultiert. Folglich ist es möglich, die Abnahme der thermischen Leitfähigkeit des Pulverkerns 10 aufgrund von Alterungsbeeinträchtigung, zu unterdrücken.

Als Nächstes wird ein Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der ersten Ausführungsform mit Bezug auf die 2 und 3 beschrieben. 2 ist ein Fließdiagramm, welches das Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der ersten Ausführungsform zeigt. 3 ist eine schematische Querschnitts-Teilansicht, die das Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der ersten Ausführungsform zeigt.

Zunächst werden, wie in 2 gezeigt, werden weichmagnetische Partikel, deren Oberflächen mit einem AlN-Film beschichtet sind, befeuchtet (Schritt ST11). Auf diese Weise bildet sich, wie in 3 gezeigt, ein Al(OH)3-Film auf der gesamten Oberfläche des AlN-Films, der die Oberfläche eines jeden weichmetallischen Partikels beschichtet. Eine Befeuchtungsbedingung ist vorzugsweise eine Feuchtigkeit von 80 % oder höher, eine Temperatur von 60 bis 200 °C und eine Dauer von einer bis zehn Stunden.

Die weichmagnetischen Partikel, deren Oberflächen jeweils mit dem AlN-Film beschichtet sind, werden durch Erhitzen (Nitrierung) des Rohmaterialpulvers der weichmagnetischen Partikel bei einer Temperatur von 800 bis 1300 °C in einer Stickstoffgas-Atmosphäre erhalten. Wie oben beschrieben, kann der AlN-Film Al2O3 erhalten.

Anschließend wird, wie in 2 gezeigt, ein Grünling durch Beladen einer Druckplatte mit den weichmagnetischen Partikeln und durch anschließendes Verdichten der weichmagnetischen Partikel geformt (Schritt ST12). Ein Kompressionsformdruck ist vorzugsweise 600 bis 1800 MPa. Ein Grünling kann durch die Zugabe von Schmiermittel, Glas, welches eine Erweichungstemperatur aufweist, die geringer als eine Glühtemperatur ist, oder dergleichen zu den weichmagnetischen Partikeln, geformt werden.

Schließlich wird, wie in 2 gezeigt, der Grünling in einer inerten Gas-atmosphäre, wie beispielsweise in Stickstoffgas oder Argongas, getempert (Schritt ST13). Auf diese Weise ändert sich, wie in 3 gezeigt, der Al(OH)3-Film, der die gesamte Oberfläche eines jeden AlN-Films bedeckt, zu einem Al2O3-Film. Die Glühtemperatur ist vorzugsweise 700 bis 1300 °C und insbesondere höher als oder gleich 1000 °C. Wenn die Glühtemperatur niedriger als 1000 °C ist, bildet sich ein γ-Al2O3-Film. Andererseits, wenn die Glühtemperatur höher als oder gleich 1000 °C ist, bildet sich ein α-Al2O3-Film, der eine höhere Wasserbeständigkeit als ein γ-Al2O3-Film aufweist, was deshalb wünschenswert ist. Mittels der oben erwähnten Schritte wird der Pulverkern 10 gemäß der ersten Ausführungsform hergestellt.

In dem Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der ersten Ausführungsform wird der gesamte AlN-Film, der die Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels beschichtet, mit einem Al2O3-Film beschichtet, bevor der Grünling geformt wird. Das heißt, es wird kein ausgesetzter Abschnitt des AlN-Films auf der Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels gebildet, und der AlN-Film ist durch den Al2O3-Film geschützt, der eine hohe Wasserbeständigkeit aufweist. Aus diesem Grund ist es möglich, eine Veränderung des AlN-Films zu einem Aluminiumhydroxid-(Al(OH)3)-Film zu hemmen, der aufgrund einer Reaktion des AlN-Films mit Feuchtigkeit in der Atmosphäre während des Gebrauchs des Pulverkerns 10 entsteht. Dadurch ist es möglich, eine Abnahme der thermischen Leitfähigkeit des Pulverkerns 10 aufgrund Alterungsbeeinträchtigung zu unterdrücken.

Zweite Ausführungsform

Als Nächstes wird ein Herstellungsverfahren für einen Pulverkern gemäß einer zweiten Ausführungsform mit Bezug auf die 4 und 5 beschrieben. 4 ist ein Fließdiagramm, welches das Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der zweiten Ausführungsform zeigt. 5 ist eine schematische Querschnitts-Teilansicht, die das Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der zweiten Ausführungsform zeigt.

Beim Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der ersten Ausführungsform, wird der gesamte AlN-Film, der die Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels bedeckt, mit dem Al2O3-Film beschichtet, bevor der Grünling geformt wird. Im Gegensatz dazu werden beim Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der zweiten Ausführungsform die AlN-Filme, die auf der Oberfläche des Grünlings nach dem Formen des Grünlings angeordnet sind, vollständig mit einem Al2O3-Film beschichtet. Nachfolgend werden die Details beschrieben.

Zunächst wird, wie in 4 gezeigt, ein Grünling durch Beladen einer Druckplatte mit weichmagnetischen Partikeln, deren jeweiligen Oberflächen mit einem AlN-Film beschichtet sind, und Verdichten der weichmagnetischen Partikel geformt (Schritt ST21). Ein Formpressdruck ist der gleiche wie der in der ersten Ausführungsform. Wie im Falle der ersten Ausführungsform, kann der Grünling durch Zugabe von Schmiermittel, Glas, welches eine Erweichungstemperatur aufweist, welche niedriger als eine Glühtemperatur ist, oder dergleichen zu den weichmagnetischen Partikeln geformt werden.

Anschließend wird, wie in 4 gezeigt, der Grünling befeuchtet (Schritt ST22). Auf diese Weise, wie in 5 gezeigt, wird ein Al(OH)3-Film zumindest auf den Oberflächen der AlN-Filme, die auf der Oberfläche des Grünlings angeordnet sind, vollständig gebildet. Eine Befeuchtungsbedingung ist die gleiche wie die in der ersten Ausführungsform. Der Al(OH)3-Film kann sich natürlich nicht nur auf den AlN-Filmen ausbilden, die auf der Oberfläche des Grünlings angeordnet sind, sondern auch auf den Oberflächen der AlN-Filme, die im Inneren des Grünlings angeordnet sind.

Schließlich wird, wie in 4 gezeigt, der Grünling in einer inerten Gas-atmosphäre, wie beispielsweise in Stickstoffgas und Argongas, getempert (Schritt ST23). Auf diese Weise verändert sich, wie in 5 gezeigt, der Al(OH)3-Film, der die Oberflächen der AlN-Filme bedeckt, zu einem Al2O3-Film. Eine Glühtemperatur ist die gleiche wie die der ersten Ausführungsform. Mittels der obengenannten Schritte wird der Pulverkern 20 gemäß der zweiten Ausführungsform hergestellt.

Beim Herstellungsverfahren für den Pulverkern gemäß der zweiten Ausführungsform werden die AlN-Filme, die auf der Oberfläche des Grünlings angeordnet sind, nach dem Formen des Grünlings vollständig mit dem Al2O3-Film beschichtet. Das heißt, es wird kein ausgesetzter Abschnitt des AlN-Films auf der Oberfläche des Grünlings ausgebildet und die AlN-Filme werden durch den Al2O3-Film geschützt, der eine hohe Wasserbeständigkeit aufweist. Aus diesem Grund ist es möglich, eine Veränderung des AlN-Films zu einem Aluminiumhydroxid-(Al(OH)3)-Film als ein Ergebnis einer Reaktion des AlN-Films mit Feuchtigkeit in der Atmosphäre während des Gebrauchs des Pulverkerns 20, zu hemmen. Folglich ist es möglich eine Abnahme der thermischen Leitfähigkeit des Pulverkerns 20 aufgrund der Alterungsbeeinträchtigung zu unterdrücken.

Nachfolgend werden der Pulverkern und das Herstellungsverfahren desselben gemäß der ersten Ausführungsform im Detail mit Beispielen und Vergleichsbeispielen beschrieben. Jedoch sind der Pulverkern und das Herstellungsverfahren desselben gemäß der ersten Ausführungsform nicht nur auf die nachfolgenden Beispiele beschränkt. Tabelle 1 zeigt die Testbedingungen und die Ergebnisse aller Beispiele 1 bis 8 und Vergleichsbeispiele 1 bis 4 gemäß der ersten Ausführungsform. Zunächst werden die Testbedingungen aufeinanderfolgend von Beispiel 1 beschrieben. Tabelle 1

Nr.Zusammensetzung [Massen %]NitrierungsTemperatur [°C]BefeuchtungFormdruck [MPa]Glühtemperatur [°C]Spezifischer Widerstand [µΩ·m]AlN Abnahmerate (bezogen auf N-Gehalt) [Massen %]Beispiel1Fe-2%Si-3%Al1000Angewandt1000750≥1053,121050≥1052,531100750≥1053,341050≥1052,45Fe-1%Si-3%Al1000750≥1053,061050≥1051,971100750≥1053,481050≥1051,6Vergleichsbeispiel1Fe-2%Si-3%Al1000Nicht angewandt1000750≥1055121050≥1054631100750≥1055041050≥10551

Beispiel 1

Zunächst wurde, bei Beispiel 1, der AlN-Film auf der Oberfläche durch Nitrierung des Rohmaterialpulvers der weichmagnetischen Partikeln mit einer Zusammensetzung von Fe-2%Si-3%Al bei 1000 °C für fünf Stunden in der Stickstoffgasatmosphäre ausgebildet. Anschließend wurden die weichmagnetischen Partikel bei einer Feuchtigkeit von 85 % und einer Temperatur von 85 °C für fünf Stunden befeuchtet (Schritt ST11, gezeigt in 2), um einen Al(OH)3-Film auf der gesamten Oberfläche eines jeden AlN-Films auszubilden. Anschließend, wurde ein Grünling durch Beladen der Druckplatte mit weichmagnetischen Partikeln und Verdichten bzw. Zusammendrücken der weichmagnetischen Partikel bei 1000 MPa geformt (Schritt ST12 in 2). Schließlich wurde der Grünling bei 750 °C für 0,5 Std. in der Argongasatmosphäre getempert (Schritt ST13 in 2), um den Al(OH)3-Film in einen Al2O3-Film zu verändern bzw. umzuwandeln.

Der Stickstoffgehalt des Pulverkerns, der durch die vorstehend beschriebenen Schritte erhalten wurde, wurde unter Verwendung von einem Sauerstoff-, Stickstoff- und Wasserstoff-(ONH)-Analysator analysiert. Zusätzlich wurde der Pulverkern einem Zeitraffertest unterzogen, bei dem der Pulverkern in einem Tank konstanter Temperatur und Feuchtigkeit bei einer Feuchtigkeit von 85 % und einer Temperatur von 85 °C für 1000 Stunden untergebracht ist. Der Stickstoffgehalt des Pulverkerns nach dem Zeitraffertest wurde unter Verwendung des ONH-Analysators analysiert, und der spezifische Widerstand des Pulverkerns wurde mit einer Vierleitermethode gemessen. Eine AlN-Abnahmerate wurde mittels des Stickstoffgehalts vor und nach dem Zeitraffertest berechnet.

Beispiel 2

Der Pulverkern gemäß Beispiel 2 wurde wie im Fall von Beispiel 1 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Glühtemperatur auf 1050 °C eingestellt wurde.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 3 wurde wie im Fall von Beispiel 1 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Nitrierungstemperatur auf 1100 °C eingestellt wurde. Wie für den Pulverkern gemäß Beispiel 3, wurden die Oberflächen der weichmagnetischen Partikel vor und nach der Befeuchtung mittels Röntgenphotoelektronenspektroskopie (XPS) analysiert. Die Oberfläche eines Pulverkerns vor und nach dem Zeitraffertest wurde ebenfalls mittels XPS analysiert. Außerdem wurde die thermische Leitfähigkeit des Pulverkerns gemäß Beispiel 3 nach dem Zeitraffertest mittels Laser-Blitz- bzw. Laser-Flash-Methode gemessen.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 4 wurde wie im Fall von Beispiel 3 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Glühtemperatur auf 1050 °C eingestellt wurde.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 5 wurde wie im Fall von Beispiel 1 erhalten, mit Ausnahme, dass die Zusammensetzung jedes weichmagnetischen Partikels Fe-1%Si-3%Al war.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 6 wurde wie im Fall von Beispiel 5 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Glühtemperatur auf 1050 °C eingestellt wurde.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 7 wurde wie im Fall von Beispiel 5 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Nitrierungstemperatur auf 1100 ° eingestellt wurde.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 8 wurde wie im Fall von Beispiel 7 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Glühtemperatur auf 1050 °C eingestellt wurde.

Beim Vergleichsbeispiel 1 wurde zunächst der AlN-Film auf der Oberfläche durch Nitrierung des Rohmaterialpulvers aus weichmagnetischen Partikeln mit einer Zusammensetzung von Fe-2%Si-3%Al bei 1000 °C für fünf Stunden in der Stickstoffgasatmosphäre ausgebildet. Anschließend wurde ein Grünling durch Beladen der Druckplatte mit weichmagnetischen Partikeln und Verdichten der weichmagnetischen Partikel bei 1000 MPa geformt. Schließlich wurde der Grünling bei 750 °C für 0,5 Std. in der Argongasatmosphäre getempert. Das heißt, der Pulverkern gemäß Vergleichsbeispiel 1 wurde wie im Fall von Beispiel 1 erhalten, mit der Ausnahme, dass keine Befeuchtung durchgeführt wurde.

Der Pulverkern gemäß Vergleichsbeispiel 2 wurde wie im Fall von Beispiel 2 erhalten, mit der Ausnahme, dass keine Befeuchtung durchgeführt wurde.

Der Pulverkern gemäß Vergleichsbeispiel 3 wurde wie im Fall von Beispiel 3 erhalten, mit der Ausnahme, dass keine Befeuchtung durchgeführt wurde. Wie für den Pulverkern gemäß dem Vergleichsbeispiel 3, wurde die Oberfläche des Pulverkerns vor und nach dem Zeitraffertest mittels XPS analysiert. Außerdem wurde die thermische Leitfähigkeit des Pulverkerns gemäß Vergleichsbeispiel 3 nach dem Zeitraffertest mittels Laser-Flash-Methode gemessen.

Der Pulverkern gemäß Vergleichsbeispiel 4 wurde wie im Fall von Beispiel 4 erhalten, mit der Ausnahme, dass keine Befeuchtung durchgeführt wurde.

Als nächstes werden die Testergebnisse beschrieben. Wie in Tabelle 1 gezeigt, gab es keine Unterschiede zwischen allen spezifischen Widerständen der Pulverkerne gemäß Beispielen 1 bis 8 und allen spezifischen Widerständen der Pulverkerne gemäß den Vergleichsbeispielen 1 bis 4, und jeder der Pulverkerne hatte einen vorteilhaften spezifischen Widerstand. Andererseits war, wie in Tabelle 1 gezeigt, die AlN-Abnahmerate von jedem der Pulverkerne gemäß der Vergleichsbeispiele 1 bis 4 ungefähr 50 %. Im Gegensatz dazu war die AlN-Abnahmerate von jedem der Pulverkerne nach Beispielen 1 bis 8 kleiner als oder gleich 5%. Also ist es wahrscheinlich, dass eine Veränderung von AlN zu Al(OH)3 dramatisch gehemmt wurde. Die thermische Leitfähigkeit der Pulverkerne gemäß Vergleichsbeispiel 3 betrug 10,2 W/m·k nach dem Zeitraffertest. Im Gegensatz dazu betrug die thermische Leitfähigkeit des Pulverkerns gemäß Beispiel 3 nach dem Zeitraffertest 14,3 W/m·k, und klar verglichen zu Vergleichsbeispiel 3 verbessert.

Als nächstes wird eine Veränderung eines Oberflächenzustandes in einem Herstellungsschritt für einen Pulverkern mit Bezug auf 6 beschrieben. 6 zeigt Graphen, die eine Veränderung in der XPS-Analyse veranschaulichen, die aus einem Herstellungsschritt für den Pulverkern gemäß Beispiel 3 resultiert. In jedem der drei Graphen, stellt die Abszisse die Bindungsenergie, und die Ordinate die Photoelektronenintensität dar. Der obere Graph und der mittlere Graph sind Al2p-Spektren, und der untere Graph ist ein O1s-Spektrum.

Wie in 6 gezeigt, wurde vor der Befeuchtung (Schritt ST11) AlN auf der Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels identifiziert. Andererseits wurde nach der Befeuchtung (Schritt ST11) Al(OH)3 statt AlN auf der Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels identifiziert. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Oberfläche eines jeden AlN-Films zu einem Al(OH)3-Film durch die Befeuchtung verändert wurde. Al2O3 wurde anstelle von Al(OH)3 nach dem Tempern (Schritt ST13), das heißt auf der Oberfläche des hergestellten Pulverkerns identifiziert. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass sich der Al(OH)3-Film in einen Al2O3-Film durch Tempern umgewandelt hat.

Als nächstes wird eine Veränderung des Oberflächenzustands der hergestellten Pulverkerne durch den Zeitraffertest mit Bezug auf die 7 und 8 beschrieben. 7 zeigt Graphen, die eine Veränderung der XPS-Analyse darstellen, die vor und nach dem Zeitraffertest des Pulverkerns gemäß Vergleichsbeispiel 3 resultieren. 8 zeigt Graphen, die eine Veränderung der XPS-Analyse darstellen, die vor und nach dem Zeitraffertest des Pulverkerns gemäß Beispiel 3 resultieren. In 7 und 8, stellt jeweils die Abszisse der beiden Graphen die Bindungsenergie und die Ordinate die Photoelektronenintensität dar. Der obere Graph und der untere Graph von 7 sind Al2p-Spektren. Der obere Graph von 8 ist ein Al2p-Spektrum, und der untere Graph ist ein Ols-Spektrum.

Wie in 7 gezeigt, wurde AlN auf der Oberfläche des Pulverkerns gemäß Vergleichsbeispiel 3 vor dem Zeitraffertest identifiziert. Andererseits wurde Al(OH)3 auf der Oberfläche des Pulverkerns nach dem Zeitraffertest identifiziert. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass die Oberfläche eines jeden AlN-Films zum Al(OH)3-Film während des Zeitraffertests verändert wurde.

Wie in 8 gezeigt, wurde im Pulverkern gemäß Beispiel 3 Al2O3 auf der Oberfläche des Pulverkerns vor dem Zeitraffertest und nach dem Zeitraffertest identifiziert, und fast kein Al(OH)3 wurde nach dem Zeitraffertest identifiziert. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass der AlN-Film durch den Al2O3-Film geschützt wurde, und eine Veränderung von AlN zu Al(OH)3 während des Zeitraffertests im Vergleich zu Vergleichsbeispiel 3 gehemmt wurde.

Von den Testergebnissen der Pulverkerne gemäß den Beispielen der ersten Ausführungsform ist es wahrscheinlich, dass der gesamte AlN-Film, der die Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels bedeckt, mit dem Al2O3-Film beschichtet ist, der eine hohe Wasserbeständigkeit durch Befeuchtung aufweist. Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich, dass eine Veränderung vom AlN-Film zum Aluminiumhydroxid-(Al(OH)3)-Film während des Gebrauchs des Pulverkerns gehemmt ist, und es ist möglich, eine Verminderung der thermischen Leitfähigkeit des Pulverkerns aufgrund der Alterungsbeeinträchtigung zu unterdrücken.

Als nächstes wird der Pulverkern und dessen Herstellungsverfahren gemäß der zweiten Ausführungsform im Detail mit Beispielen beschrieben. Jedoch sind der Pulverkern und das Herstellungsverfahren desselben gemäß der zweiten Ausführungsform nicht nur auf die folgenden Beispiele beschränkt. Tabelle 2 zeigt die Testbedingungen und Ergebnisse aller Beispiele 9 bis 16 gemäß der zweiten Ausführungsform. Vergleichsbeispiele gemäß der zweiten Ausführungsform sind dieselben wie die Vergleichsbeispiele gemäß der ersten Ausführungsform. Zunächst werden die Testbedingungen aufeinanderfolgend von Beispiel 9 beschrieben. Tabelle 2

Nr.Zusammensetzung [Massen%]Nitrierungstemperatur [°C]BefeuchtungFormdruck [MPa]Glühtemperatur [°C]Spezifischer Widerstand [µΩ·m]AlN Abnahmerate (bezogen auf N- Gehalt) [Massen%]Beispiel9Fe-2%Si-3%Al1000Angewendet1000750≥10515101050≥1055,4111100750≥10511121050≥1053,113Fe-1%Si-3%Al1000750≥10514141050≥1054,3151100750≥10512161050≥1053,2

Beispiel 9

Zunächst wurde der AlN-Film auf der Oberfläche durch Nitrierung des Rohmaterialpulvers aus weichmagnetischen Partikeln, die eine Zusammensetzung von Fe-2%Si-3%Al aufweisen, bei 1000 °C für fünf Stunden in der Stickstoffgasatmosphäre ausgebildet. Anschließend wurde ein Grünling durch Beladen der Druckplatte mit den weichmagnetischen Partikeln und Verdichten bzw. Zusammendrücken der weichmagnetischen Partikel bei 1000 MPa geformt (Schritt ST21 in 4). Anschließend wurden die weichmagnetischen Partikel bei einer Feuchtigkeit von 85 % und einer Temperatur von 85 °C für fünf Stunden befeuchtet (Schritt ST22 in 4), um den Al(OH)3-Film vollständig auf den Oberflächen der AlN-Filme, die auf der Oberfläche des Grünlings angeordnet sind, auszubilden. Schließlich wurde der Grünling bei 750 °C für 0,5 Stunden in der Argongasatmosphäre getempert (Schritt ST23 in 4), um den Al(OH)3-Film zu einem Al2O3-Film umzuwandeln.

Bei Beispiel 9 wurde der Stickstoffgehalt des Pulverkerns, der durch die vorstehend beschriebenen Schritte erhalten wurde, mittels des ONH-Analysators analysiert. Zusätzlich wurde der Pulverkern einem Zeitraffertest unterzogen, in dem der Pulverkern in einem Tank konstanter Temperatur und Feuchtigkeit bei einer Feuchtigkeit von 85 %, einer Temperatur von 85 °C für 1000 Stunden ausgesetzt wird. Der Stickstoffgehalt des Pulverkerns nach dem Zeitraffertest wurde mittels des ONH-Analysators analysiert, und der spezifische Widerstand des Pulverkerns wurde mit der Vierleitermethode gemessen. Eine AlN-Abnahmerate wurde vom Stickstoffgehalt vor und nach dem Zeitraffertest berechnet.

Das heißt, wurde in dem oben beschriebenen Beispiel 1, wurde der gesamte AlN-Film, der die Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels bedeckt, mit dem Al2O3-Film vor dem Formen des Grünlings beschichtet; wohingegen bei Beispiel 9 die AlN-Filme, die auf der Oberfläche des Grünlings angeordnet sind, vollständig mit dem Al2O3-Film nach Formung des Grünlings beschichtet wurden. Die anderen Bedingungen sind dieselben zwischen Beispiel 1 und Beispiel 9. Beispiel 9 entspricht also Beispiel 1 gemäß der ersten Ausführungsform.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 10 wurde wie im Fall von Beispiel 9 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Glühtemperatur auf 1050 °C eingestellt wurde. Beispiel 10 entspricht Beispiel 2 gemäß der ersten Ausführungsform.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 11 wurde wie im Fall von Beispiel 9 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Nitrierungstemperatur auf 1100 °C eingestellt wurde. Beispiel 11 entspricht Beispiel 3 gemäß der ersten Ausführungsform.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 12 wurde wie im Fall von Beispiel 11 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Glühtemperatur auf 1050 °C eingestellt wurde. Beispiel 12 entspricht Beispiel 4 gemäß der ersten Ausführungsform.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 13 wurde wie im Fall von Beispiel 9 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Zusammensetzung jedes weichmagnetischen Partikels Fe-1%Si-3%Al war. Beispiel 13 entspricht Beispiel 5 gemäß der ersten Ausführungsform.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 14 wurde wie im Fall von Beispiel 13 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Glühtemperatur auf 1050 °C eingestellt wurde. Beispiel 14 entspricht Beispiel 6 gemäß der ersten Ausführungsform.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 15 wurde wie im Fall von Beispiel 13 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Nitrierungstemperatur auf 1100 °C eingestellt wurde. Beispiel 15 entspricht Beispiel 7 gemäß der ersten Ausführungsform.

Der Pulverkern gemäß Beispiel 16 wurde wie im Fall von Beispiel 15 erhalten, mit der Ausnahme, dass die Glühtemperatur auf 1050 °C eingestellt wurde. Beispiel 16 entspricht Beispiel 8 gemäß der ersten Ausführungsform.

Als nächstes werden die Testergebnisse beschrieben. Es gab keine Unterschiede zwischen all den spezifischen Widerständen der Pulverkerne gemäß den Beispielen 9 bis 16, die in Tabelle 2 gezeigt sind, und all den spezifischen Widerständen der Pulverkerne gemäß den Vergleichsbeispielen 1 bis 4, die in Tabelle 1 gezeigt sind, und jeder der Pulverkerne hatte einen vorteilhaften spezifischen Widerstand. Andererseits betrug die AlN-Abnahmerate von jedem der Pulverkerne gemäß den Vergleichsbeispielen 1 bis 4, die in Tabelle 1 gezeigt sind, ungefähr 50 %. Im Gegensatz dazu war die AlN-Abnahmerate von jedem der Pulverkerne gemäß den Beispielen 9 bis 16, die in Tabelle 2 gezeigt sind, geringer als oder gleich 15 %. Also ist es wahrscheinlich, dass die Veränderung von AlN zu Al(OH)3 gehemmt wurde.

Die AlN-Abnahmerate (geringer als oder gleich 15 %) von jedem der Pulverkerne gemäß den Beispielen 9 bis 16 der zweiten Ausführungsform war höher als die AlN-Abnahmerate (geringer als oder gleich 5 %) von jedem der Pulverkerne gemäß den Beispielen 1 bis 8 der ersten Ausführungsform. Deshalb wurde eine Veränderung des AlN-Films zum Al(OH)3-Film in der ersten Ausführungsform, in welcher der gesamte AlN-Film, der die Oberfläche eines jeden weichmagnetischen Partikels bedeckt, vor der Formpressung des Grünlings mit dem Al2O3-Film beschichtet wird, effektiver gehemmt als in der zweiten Ausführungsform, in welcher die AlN-Filme, die auf der Oberfläche des Grünlings angeordnet sind, vollständig mit dem Al2O3-Film nach dem Formpressen des Grünling beschichtet sind.

Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen beschränkt. Die Ausführungsformen können nach Bedarf abgewandelt werden, ohne vom Schutzumfang der Erfindung abzuweichen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • JP 201658732 [0002]
  • JP 2016058732 A [0002, 0004]