Title:
SYSTEM UND VERFAHREN ZUR DYNAMISCHEN BESTIMMUNG DES ZUSTANDES EINES FAHRZEUGS ZUR VERWENDUNG DURCH EINE MOBILE ANWENDUNG
Kind Code:
A1


Abstract:

Ein System und Verfahren zur Erleichterung von Fern-Kommunikation mit einem Fahrzeug unter Verwendung einer drahtlosen Vorrichtung wird bereitgestellt. Das Verfahren enthält das automatische Empfangen von Daten von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul, das Empfangen einer Anforderung von der drahtlosen Vorrichtung zur Ausführung einer Aufgabe bezüglich des Fahrzeugs, das Ermitteln eines Zustandes einer Fahrzeugfunktion basierend auf den empfangenen Daten des mindestens einen Steuermoduls, das Ermitteln, ob die Aufgabe redundant ist, basierend auf dem Status der Fahrzeugfunktion, und wenn die angeforderte Aufgabe redundant ist, das Übertragen einer Antwort zur angeforderten Aufgabe an die drahtlose Vorrichtung basierend auf den empfangenen Daten von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul; ansonsten das Übertragen einer Nachricht an das Fahrzeug, um die Aufgabe auszuführen. embedded image




Inventors:
Camacho, Esteban, Mich. (Detroit, US)
Cermak, Alexander X., Mich. (Detroit, US)
Olejniczak, Ryan, Mich. (Detroit, US)
Application Number:
DE102017124710A
Publication Date:
04/26/2018
Filing Date:
10/23/2017
Assignee:
General Motors LLC (Mich., Detroit, US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Manitz Finsterwald Patentanwälte PartmbB, 80336, München, DE
Claims:
Verfahren zur Erleichterung von Fern-Kommunikation mit einem Fahrzeug unter Verwendung einer drahtlosen Vorrichtung, das Verfahren umfassend die folgenden Schritte:
das automatische Empfangen von Daten von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul;
das Empfangen einer Anforderung von der drahtlosen Vorrichtung zur Ausführung einer Aufgabe bezüglich des Fahrzeugs;
das Ermitteln eines Zustands einer Fahrzeugfunktion basierend auf den empfangenen Daten des mindestens einen Fahrzeug-Steuermoduls;
das Ermitteln, ob die Aufgabe redundant ist, basierend auf dem Status der Fahrzeugfunktion; und
wenn die angeforderte Aufgabe redundant ist, das Übertragen einer Antwort zur angeforderten Aufgabe zur drahtlosen Vorrichtung basierend auf den empfangenen Daten von dem mindestens einen Fahrzeug-Steuermodul; ansonsten das Übertragen einer Nachricht zum Fahrzeug zum Ausführen der Aufgabe.

Verfahren nach Anspruch 1, worin die auszuführende Aufgabe das Aktivieren einer Fahrzeugfunktion, den Zugriff auf Daten oder beides enthalten kann.

Verfahren nach Anspruch 1, worin die Daten in Reaktion auf ein Auslösesignal in dem mindestens einen Fahrzeug-Steuermodul automatisch empfangenen werden und worin das Auslösesignal einen Satz von Instruktionen darstellt, der die Übertragung der Daten von dem mindestens einen Fahrzeug-Steuermodul zu einem Fern-Server startet, wenn ein auslösendes Ereignis auftritt.

Verfahren nach Anspruch 3, worin das auslösende Ereignis eine Zustandsänderung einer Fahrzeugfunktion enthält und worin die Fahrzeugfunktion mindestens eine oder eine Kombination von Ein- oder Ausschalten eines Motors; Verriegeln oder Entriegeln einer Tür; Öffnen oder Schließen einer Fahrzeugkabine; und Ein- oder Ausschalten von Leuchten enthält.

Verfahren nach Anspruch 1, ferner umfassend, dass die empfangenen Daten von dem mindestens einen Fahrzeug-Steuermodul mit einem Zeitstempel versehen, die Daten einer Fahrgestellnummer zugeordnet und in einer Datenbank gespeichert werden.

Verfahren nach Anspruch 1, worin die auszuführende Aufgabe den Zugriff auf Fahrzeug-Diagnosedaten umfasst sowie basierend auf dem Zustand des Fahrzeugmotors den Schritt des Ermittelns, ob die Aufgabe redundant ist, und worin die Aufgabe redundant ist, wenn der Fahrzeugmotor ausgeschaltet ist.

Verfahren nach Anspruch 6, worin die von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul empfangenen Daten mit einem Zeitstempel versehen und in einer Datenbank gespeichert sind und die Reaktion auf die Aufgabenanforderung von Fahrzeug-Diagnosedaten auf den gespeicherten Daten mit dem jüngsten Zeitstempel basiert.

Verfahren nach Anspruch 1, worin die Aufgabenanforderung von der drahtlosen Vorrichtung von einer auf der drahtlosen Vorrichtung installierten Softwareanwendung empfangen wird.

Verfahren zur Erleichterung von Fern-Kommunikation mit einem Fahrzeug unter Verwendung einer drahtlosen Vorrichtung, das Verfahren umfassend die folgenden Schritte:
das Empfangen von Daten von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul, worin die Daten in Reaktion auf ein auslösendes Ereignis empfangen werden;
das Empfangen einer Anforderung von der drahtlosen Vorrichtung zur Ausführung einer Aufgabe bezüglich des Fahrzeugs, worin die Aufgabe den Zugriff auf Daten, das Aktivieren einer Fahrzeugfunktion oder beides umfassen kann;
das Ermitteln eines Zustands einer zur Aufgabenanforderung zugehörigen Fahrzeugfunktion, wobei der Zustand auf den empfangenen Daten des mindestens einen Fahrzeug-Steuermoduls basiert;
das Ermitteln, ob die Aufgabe redundant ist, basierend auf dem Status der zur Aufgabenanforderung zugehörigen Fahrzeugfunktion; und
wenn die angeforderte Aufgabe redundant ist, das Übertragen einer Antwort zur angeforderten Aufgabe zur drahtlosen Vorrichtung basierend auf den empfangenen Daten von dem mindestens einen Fahrzeug-Steuermodul; ansonsten das Übertragen einer Nachricht zum Fahrzeug zum Ausführen der Aufgabe.

System zur Erleichterung von Fern-Kommunikation mit einem Fahrzeug unter Verwendung einer drahtlosen Vorrichtung, das System umfassend:
einen Fern-Server in Kommunikation mit mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul und einer drahtlosen Vorrichtung, der Fern-Server konfiguriert zum:
automatischen Empfangen von Daten von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul;
Empfangen einer Anforderung von der drahtlosen Vorrichtung zur Ausführung einer Aufgabe bezüglich des Fahrzeugs;
Ermitteln eines Zustands einer Fahrzeugfunktion basierend auf den empfangenen Daten des mindestens einen Fahrzeug-Steuermoduls;
Ermitteln, ob die Aufgabe redundant ist, basierend auf dem Status der Fahrzeugfunktion; und
wenn die angeforderte Aufgabe redundant ist, Übertragen einer Antwort zur angeforderten Aufgabe zur drahtlosen Vorrichtung basierend auf den empfangenen Daten von dem mindestens einen Fahrzeug-Steuermodul; ansonsten das Übertragen einer Nachricht zum Fahrzeug zum Ausführen der Aufgabe.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft Fahrzeugsysteme und insbesondere Systeme und Verfahren für das dynamische Ermitteln eines Fahrzeugzustandes und zur Erleichterung von Fern-Kommunikation mit dem Fahrzeug über eine drahtlose Vorrichtung unter Verwendung dieses Fahrzeugzustands.

HINTERGRUND

Moderne Fahrzeuge sind oft mit Hardware ausgestattet, die eine Vielzahl von drahtlosen Verbindungen einschließlich entfernten Verbindungen zwischen dem Fahrzeug und einer drahtlosen Vorrichtung ermöglichen. Diese Verbindung kann über eine Softwareanwendung auf der drahtlosen Vorrichtung umgesetzt werden, die einem Nutzer den Fernzugriff auf Fahrzeuginformationen und die Steuerung verschiedener Fahrzeugfunktionen wie Verriegeln/Entriegeln der Türen, Öffnen/Schließen des Kofferraums, Ein-/Ausschalten des Motors und auch das Wiederauffinden des Fahrzeugs ermöglicht. Transparent für den Benutzer werden Zugang und Steuerung von Fahrzeugeigenschaften durch die Software-Anwendung durch ein Fahrzeug Call-Center in Reaktion auf die Kommunikation zwischen dem Call-Center und der Software-Anwendung implementiert. Wenn zum Beispiel der Benutzer eine Fernbedienung einer Fahrzeugfunktion auslöst oder Daten anfordert, überträgt die Software-Anwendung eine Nachricht an das Fahrzeug Call-Center, das wiederum automatisch eine Anforderung für Informationen oder einen Befehl an das Fahrzeug zum Ausführen der angefragten Funktion sendet. Die Kommunikation zwischen dem Fahrzeug Call-Center und dem Fahrzeug erfolgt im Allgemeinen über eine Mobilfunkverbindung.

ZUSAMMENFASSUNG

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zur Erleichterung entfernter Kommunikation mit einem Fahrzeug unter Verwendung eines drahtlosen Gerätes bereitgestellt. Das Verfahren enthält das automatische Empfangen von Daten von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul, das Empfangen einer Anforderung von der drahtlosen Vorrichtung zur Ausführung einer Aufgabe bezüglich des Fahrzeugs, das Ermitteln eines Zustandes einer Fahrzeugfunktion basierend auf den empfangenen Daten des mindestens einen Steuermoduls, das Ermitteln, ob die Aufgabe redundant ist, basierend auf dem Status der Fahrzeugfunktion, und wenn die angeforderte Aufgabe redundant ist, das Übertragen einer Antwort zur angeforderten Aufgabe an die drahtlose Vorrichtung basierend auf den empfangenen Daten von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul; ansonsten das Übertragen einer Nachricht an das Fahrzeug, um die Aufgabe auszuführen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zur Erleichterung von Fern-Kommunikation mit einem Fahrzeug unter Verwendung einer drahtlosen Vorrichtung bereitgestellt. Das Verfahren enthält das automatische Empfangen von Daten von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul, wobei die Daten als Antwort zu einem auslösenden Ereignis empfangen werden, das Empfangen einer Anforderung von der drahtlosen Vorrichtung zur Ausführung einer Aufgabe bezüglich des Fahrzeugs, wobei die Aufgabe den Zugriff auf Fahrzeugdaten, das Aktivieren einer Fahrzeugfunktion oder beides umfasst, das Ermitteln eines Zustandes einer zur Aufgabe gehörigen Fahrzeugfunktion, wobei der Status auf den empfangenen Daten von dem mindestens einen Fahrzeug-Steuermodul basiert, das Ermitteln, ob die Aufgabe redundant ist, basierend auf dem Status der zur Aufgabe gehörigen Fahrzeugfunktion, und wenn die angeforderte Aufgabe redundant ist, das Übertragen einer Antwort zur angeforderten Aufgabe an die drahtlose Vorrichtung basierend auf den empfangenen Daten von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul; ansonsten das Übertragen einer Nachricht an das Fahrzeug, um die Aufgabe auszuführen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird ein System zur Erleichterung von Fern-Kommunikation mit einem Fahrzeug unter Verwendung einer drahtlosen Vorrichtung bereitgestellt. Das System enthält einen Fern-Server in Kommunikation mit mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul und einer drahtlosen Vorrichtung. Der Fern-Server ist zum automatischen Empfangen von Daten von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul konfiguriert, zum Empfangen einer Anforderung von der drahtlosen Vorrichtung zur Ausführung einer Aufgabe bezüglich des Fahrzeugs, zum Ermitteln eines Zustandes einer Fahrzeugfunktion basierend auf den empfangenen Daten des mindestens einen Steuermoduls, dem Ermitteln, ob die Aufgabe redundant ist, basierend auf dem Status der Fahrzeugfunktion, und wenn die angeforderte Aufgabe redundant ist, das Übertragen einer Antwort zur angeforderten Aufgabe an die drahtlose Vorrichtung basierend auf den empfangenen Daten von mindestens einem Fahrzeug-Steuermodul; ansonsten das Übertragen einer Nachricht an das Fahrzeug, um die Aufgabe auszuführen.

Figurenliste

Eine oder mehrere Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben, worin gleiche Bezeichnungen gleiche Elemente bezeichnen, und worin:

  • 1 ist ein Blockdiagramm, das eine Ausführungsform eines Kommunikationssystems darstellt, das fähig ist, das hierin offenbarte Verfahren zu verwenden; und
  • 2 ist ein Flussdiagramm, das ein exemplarisches Verfahren zur Bestimmung eines Fahrzeugzustandes und zur Erleichterung von Fern-Kommunikation mit dem Fahrzeug über eine drahtlose Vorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER VERANSCHAULICHTEN AUSFÜHRUNGSFORM(EN)

Das nachfolgend beschriebene System und Verfahren dient zur Bestimmung eines Fahrzeugzustands und zur Erleichterung der Fern-Kommunikation mit dem Fahrzeug über eine drahtlose Vorrichtung unter Verwendung dieses Fahrzeugzustands. Das Verfahren enthält den Empfang von vom Fahrzeug in Reaktion auf ein auslösendes Ereignis übertragener Fahrzeugdaten in einem Fahrzeug Call-Center. In einer Ausführungsform können die auslösenden Ereignisse einen Zustandswechsel einer Fahrzeugfunktion betreffen wie etwa ein Ein- oder Ausschalten der Zündung. Die empfangenen Daten werden mit Zeitstempel versehen, einer Fahrgestellnummer zugeordnet und in einer Datenbank gespeichert. Zur Minimierung mobiler Datenverbindungen zwischen dem Call-Center und dem Fahrzeug, wenn eine Anforderung von einer drahtlosen Vorrichtung zur Ausführung einer Aufgabe bezüglich des Fahrzeugs empfangen wird (z. B. Zugriff auf Fahrzeugdaten und/oder Aktivieren einer Fahrzeugfunktion), werden die gespeicherten Daten zur Ermittlung eines Fahrzeugzustands verwendet. Der Fahrzeugzustand wird verwendet, um zu bestimmen, ob die angeforderte Aufgabe in Anbetracht des Fahrzeugzustands redundant ist. Falls die angeforderte Aufgabe redundant ist, wird basierend auf den gespeicherten Daten eine Antwort auf die Aufgabe erzeugt und an die drahtlose Vorrichtung gesendet. Falls die angeforderte Aufgabe nicht redundant ist, wird eine Anforderung und/oder ein Befehl zum Fahrzeug zum Ausführen der Aufgabe gesendet. Durch Ermitteln, ob die Aufgabe redundant ist, werden die „Anrufe“ vom Call-Center zum Fahrzeug über die Mobilfunk-Datenverbindung minimiert, sodass die Ansprechzeit der Verbindung zwischen dem Fahrzeug, der drahtlosen Vorrichtung und dem Fahrzeug Call-Center verbessert und die Kosten für die Mobilfunk-Datenübertragung minimiert werden.

Kommunikationssystem -

1 zeigt eine Betriebsumgebung mit einem Fahrzeug-Kommunikationssystem 10, das zur Implementierung des hierin offenbarten Verfahrens genutzt werden kann. Das Kommunikationssystem 10 umfasst im Allgemeinen ein Fahrzeug 12, eines oder mehrere Drahtlosträgersysteme 14, ein Festnetz 16, einen Computer 18 und ein Call-Center 20, das auch als eine entfernte zentrale Einrichtung bezeichnet werden kann. Es versteht sich, dass das offenbarte Verfahren mit einer beliebigen Anzahl an unterschiedlichen Systemen verwendet werden kann und nicht speziell auf die hierin gezeigte Betriebsumgebung einschränkt ist. Auch die Architektur, Konstruktion, Konfiguration und der Betrieb des Systems 10 und seiner einzelnen Komponenten sind in der Technik allgemein bekannt. Somit stellen die folgenden Absätze lediglich einen kurzen Überblick über ein solches Kommunikationssystem 10 bereit; aber auch andere, hierin nicht dargestellte Systeme könnten die offenbarten Verfahren einsetzen.

Fahrzeug 12 ist in der veranschaulichten Ausführungsform als ein Personenkraftwagen dargestellt, es sollte jedoch beachtet werden, dass jedes andere Fahrzeug, einschließlich Motorräder, Lastwagen, Geländewagen (SUV), Campingfahrzeuge (RV), Wasserfahrzeuge, Flugzeuge usw. ebenfalls verwendet werden kann. Ein Teil der Fahrzeugelektronik 28 wird im Allgemeinen in 1 dargestellt und enthält eine Telematikeinheit 30 und eine Anzahl an Fahrzeug-Systemmodulen (VSMs) 32. Diese Vorrichtungen können direkt oder indirekt mit einer oder mehreren Netzwerkverbindungen wie einem Kommunikationsbus 34 verbunden sein. Beispiele geeigneter Netzwerkverbindungen beinhalten ein Controller Area Network (CAN), einen medienorientierten Systemtransfer (MOST), ein lokales Kopplungsstrukturnetzwerk (LIN), ein lokales Netzwerk (LAN) und andere geeignete Verbindungen, wie z. B. Ethernet oder andere, die u. a. den bekannten ISO-, SAE- und IEEE-Standards und -Spezifikationen entsprechen.

Die Telematikeinheit 30 selbst ist ein Fahrzeugsystemmodul (VSM) und kann eine OEM-installierte (eingebettete) oder eine Aftermarketvorrichtung sein, die in dem Fahrzeug installiert ist und eine drahtlose Sprach- und/oder Datenkommunikation über das drahtlose Trägersystem 14 und über eine drahtlose Vernetzung ermöglicht. Dies ermöglicht, dass das Fahrzeug mit Call-Center 20, anderen telematikfähigen Fahrzeugen oder einer anderen Entität oder Vorrichtung kommunizieren kann. Die Telematikeinheit 30 verwendet bevorzugt Funkübertragungen, um einen Kommunikationskanal (einen Sprachkanal und/oder einen Datenkanal) mit dem Mobilfunkanbietersystem 14 herzustellen, sodass Sprach- und/oder Datenübertragungen über den Kanal gesendet und erhalten werden können. Durch Bereitstellen von sowohl Sprach- als auch Datenkommunikation ermöglicht die Telematikeinheit 30 dem Fahrzeug das Anbieten einer Anzahl an unterschiedlichen Diensten, darunter solche, die sich mit Navigation, Fernsprechen, Nothilfe, Diagnose, Infotainment usw. befassen. Daten können entweder über eine Datenverbindung, z.B. die Paketdatenübertragung über einen Datenkanal oder über einen Sprachkanal unter Verwendung von auf dem Fachgebiet bekannten Techniken gesendet werden. Für kombinierte Dienste, die sowohl Sprachkommunikation (z. B. mit einem Live-Berater oder einer Sprachdialogeinheit im Call-Center 20) als auch Datenkommunikation (z. B. für die Bereitstellung von GPS-Ortsdaten oder Fahrzeugdiagnosedaten im Call-Center 20) einschließen, kann das System einen einzelnen Anruf über einen Sprachkanal verwenden und nach Bedarf zwischen Sprach- und Datenübertragung über den Sprachkanal umschalten, und dies kann unter Verwendung von Techniken erfolgen, die dem Fachmann bekannt sind.

Gemäß einer Ausführungsform verwendet die Telematikeinheit 30 eine zellulare Kommunikation gemäß entweder GSM-, UMTS-, CDMA-, 4G-LTE- oder 5G-Standards und darüber hinaus. Folgerichtig verfügt die Telematikeinheit 30 über einen Mobilfunkstandardchipsatz 36 für Sprachkommunikationen wie Freisprechen, ein drahtloses Modem für die Datenübertragung, eine elektronische Verarbeitungsvorrichtung 38, eine oder mehrere digitale Speichervorrichtungen 40 und eine Dual-Antenne 42. Es versteht sich, dass das Modem entweder durch Software implementiert sein kann, die in der Telematikeinheit gespeichert und durch den Prozessor 38 ausgeführt wird, oder es kann eine separate Hardwarekomponente sein, die sich innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden kann. Das Modem kann mithilfe einer beliebigen Anzahl unterschiedlicher Standards oder Protokolle, wie z. B. LTE, EVDO, CDMA, GPRS und EDGE, betrieben werden. Die drahtlose Vernetzung zwischen dem Fahrzeug und den anderen vernetzten Vorrichtungen kann auch unter Verwendung der Telematikeinheit 30 erfolgen. Für diesen Zweck kann die Telematikeinheit 30 konfiguriert sein, gemäß einem oder mehreren Protokollen drahtlos zu kommunizieren einschließlich drahtloser Nahbereichskommunikation (SRWC), wie irgendwelche von den IEEE 802.11-Protokollen, WiMAX, ZigBee™, Wi-Fi direct, Bluetooth oder Nahfeldkommunikation (NFC). Wenn die Telematikeinheit 30 für paketvermittelte Datenkommunikation wie TCP/IP verwendet wird, kann sie mit einer statischen IP-Adresse konfiguriert oder eingerichtet werden, automatisch eine zugewiesene IP-Adresse von einer anderen Vorrichtung im Netzwerk, wie einem Router oder einem Netzwerkadressenserver, zu empfangen.

Der Prozessor 38 kann jede Geräteart sein, die fähig ist, elektronische Befehle zu verarbeiten, einschließlich Mikroprozessoren, Mikrocontrollern, Hostprozessoren, Steuerungen, Fahrzeugkommunikationsprozessoren und anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs). Er kann ein speziell dafür vorgesehener Prozessor sein, der nur für die Telematikeinheit 30 verwendet wird, oder er kann mit anderen Fahrzeugsystemen geteilt werden. Der Prozessor 38 führt verschiedene Arten von digital gespeicherten Befehlen wie Software oder Firmware-Programme aus, die im Speicher 40 gespeichert sind, welche der Telematikeinheit 30 ermöglichen, eine große Vielfalt von Diensten bereitzustellen. Zum Beispiel kann der Prozessor 38 Programme ausführen oder Daten verarbeiten, um mindestens einen Teil des Verfahrens auszuführen, das hierin beschrieben ist.

Die Telematikeinheit 30 kann verwendet werden, um eine vielfältige Palette von Fahrzeugdiensten bereitzustellen, die drahtlose Kommunikation zu und/oder vom Fahrzeug beinhalten. Derartige Dienste umfassen: Wegbeschreibungen und andere navigationsbezogene Dienste; Benachrichtigung über die Airbagauslösung und andere mit Notruf oder Pannendienst verbundene Dienste, die in Verbindung mit einem oder mehreren Crashsensor-Schnittstellenmodulen, wie einem Chassis-Steuermodul (nicht gezeigt), bereitgestellt sind; Diagnosemeldungen unter Verwendung von einem oder mehreren Diagnosemodulen; und mit Infotainment verbundene Dienste, wobei Musik, Internetseiten, Filme, Fernsehprogramme, Videospiele und/oder andere Informationen durch ein Infotainmentmodul (nicht gezeigt) heruntergeladen und für die gegenwärtige oder spätere Wiedergabe gespeichert werden. Die vorstehend aufgelisteten Dienste sind keineswegs eine vollständige Liste aller Fähigkeiten der Telematikeinheit 30, sondern sie sind einfach eine Aufzählung von einigen der Dienste, welche die Telematikeinheit anbieten kann. Des Weiteren versteht es sich, dass mindestens einige der vorstehend genannten Module in der Form von Softwarebefehlen implementiert sein könnten, die innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 gespeichert sind, sie könnten Hardwarekomponenten sein, die sich innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden, oder sie könnten integriert sein und/oder miteinander oder mit anderen Systemen geteilt zu sein, die sich im Fahrzeug befinden, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Für den Fall, dass die Module als VSM 32 implementiert sind, die sich außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden, könnten sie den Fahrzeugbus 34 verwenden, um Daten und Befehle mit der Telematikeinheit 30 auszutauschen.

Fahrzeugsystemmodule (VSMs) 32 in Form von elektronischen Hardwarekomponenten befinden sich überall im Fahrzeug. VSMs 32 empfangen typischerweise eine Eingabe von einem oder mehreren Sensoren und verwenden die erfassten Eingaben, um Diagnose, Überwachung, Steuerung, Berichterstattung und/oder andere Funktionen auszuführen. Jedes der VSMs 32 ist vorzugsweise durch den Kommunikationsbus 34 mit den anderen VSM sowie der Telematikeinheit 30 verbunden und kann programmiert werden, Fahrzeugsystem- und Subsystemdiagnosetests auszuführen. Als Beispiele kann ein VSM 32 ein Motorsteuergerät (ECM) sein, das verschiedene Aspekte des Betriebs des Motors, wie Kraftstoffzündung und Zündzeitpunkt, steuert. Gemäß einer Ausführungsform ist das Motorsteuergerät mit integrierten Diagnose (OBD)-Funktionen ausgestattet, die unzählige Echtzeitdaten, wie z. B. die von verschiedenen Sensoren, einschließlich Fahrzeugemissionssensoren, erhaltenen Daten bereitstellen und eine standardisierte Reihe von Diagnosefehlercodes (DTCs) liefern, die einem Techniker ermöglichen, Fehlfunktionen innerhalb des Fahrzeugs schnell zu identifizieren und zu beheben.

Bei einigen Ausführungsformen können die VSMs einen Prozessor und Speicher (nicht dargestellt) enthalten. Der Prozessor kann jede Geräteart sein, die elektronische Befehle verarbeiten kann, einschließlich Mikroprozessoren, Mikrocontrollern, HostProzessoren, Steuerungen, Fahrzeug-Kommunikationsprozessoren und anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise (ASICs). Der Prozessor kann verschiedene Arten von im Speicher digital gespeicherten Befehlen wie Software oder Firmware-Programme ausführen, die dem Prozessor die Ausführung von Programmen oder Verarbeitung von Daten ermöglichen, um zumindest teilweise das hierin beschriebene Verfahren umzusetzen. Der Speicher kann jedes geeignete nichtflüchtige computernutzbare oder computerlesbare Medium einschließen, das ein(e) oder mehrere Speichervorrichtung(en) oder -gerät(e) umfassen kann. Exemplarische nichtflüchtige computernutzbare Speichervorrichtungen beinhalten ein herkömmliches Computersystem-RAM (random access memory), ROM (read only memory), EPROM (löschbarer, programmierbarer ROM), EEPROM (elektrisch löschbarer, programmierbarer ROM) und magnetische oder optische Platten oder Bänder.

Das Drahtlosträgersystem 14 ist vorzugsweise ein Smartphonesystem, das eine Vielzahl von Zellentürmen 50 (nur einer gezeigt), eine oder mehrere mobile Vermittlungszentrale Einrichtung (MSC) 52 sowie irgendwelche anderen Netzwerkkomponenten umfasst, die erforderlich sind, um das Drahtlosträgersystem 14 mit dem Festnetz 16 zu verbinden. Jeder Zellenturm 50 beinhaltet Sende- und Empfangsantennen und eine Basisstation, wobei die Basisstationen von unterschiedlichen Zellentürmen mit der MSC 52 entweder direkt oder über zwischengeschaltete Vorrichtungen, wie z. B. eine Basisstationssteuerung, verbunden sind. Das Mobilfunksystem 14 kann jede geeignete Kommunikationstechnik implementieren, die beispielsweise, analoge Technologien, wie AMPS, oder die neueren Digitaltechnologien, wie CDMA (z. B. CDMA2000) oder GSM/GPRS, umfasst. Der Fachmann wird erkennen, dass verschiedene Zellenturm- /Basisstation/MSC-Anordnungen möglich sind und mit dem drahtlosen System 14 verwendet werden könnten. Zum Beispiel könnten sich Basisstation und Zellentürme an derselben Stelle oder entfernt voneinander befinden, jede Basisstation könnte für einen einzelnen Zellenturm zuständig sein oder eine einzelne Basisstation könnte verschiedene Zellentürme bedienen und verschiedene Basisstationen könnten mit einer einzigen MSC gekoppelt werden, um nur einige der möglichen Anordnungen zu nennen.

Abgesehen vom Verwenden des Drahtlosträgersystems 14 kann ein unterschiedliches Drahtlosträgersystem in der Form von Satellitenkommunikation verwendet werden, um unidirektionale oder bidirektionale Kommunikation mit dem Fahrzeug bereitzustellen. Dies kann unter Verwendung von einem oder mehreren Fernmeldesatelliten 54 und einer aufwärtsgerichteten Sendestation 56 erfolgen. Bei der unidirektionalen Kommunikation kann es sich beispielsweise um Satellitenradiodienste handeln, worin programmierte Inhaltsdaten (Nachrichten, Musik usw.) von der Sendestation 56 empfangen werden, für das Hochladen gepackt und anschließend zum Satelliten 54 gesendet werden, der die Programmierung an die Teilnehmer sendet. Bidirektionale Kommunikation kann beispielsweise Satellitentelefoniedienste unter Verwendung der Satelliten 54 sein, um Telefonkommunikationen zwischen dem Fahrzeug 12 und der Station 56 weiterzugeben. Bei Verwendung kann dieses Satellitenfernsprechen entweder zusätzlich zum oder anstatt des Drahtlosträgersystems 14 verwendet werden.

Das Festnetz 16 kann ein konventionelles landgebundenes Telekommunikationsnetzwerk sein, das mit einem oder mehreren Festnetztelefonen verbunden ist und das Drahtlosträgersystem 14 mit dem Call-Center 20 verbindet. So kann beispielsweise das Festnetz 16 ein Fernsprechnetz (PSTN) wie jenes sein, das verwendet wird, um festverdrahtetes Fernsprechen, paketvermittelte Datenkommunikationen und die Internetinfrastruktur bereitzustellen. Ein oder mehrere Segmente des Festnetzes 16 könnten durch Verwenden eines normalen drahtgebundenen Netzwerks, eines Lichtleiter- oder eines anderen optischen Netzwerks, eines Kabelnetzes, von Stromleitungen, anderen drahtlosen Netzwerken, wie drahtlose lokale Netzwerke (WLANs) oder Netzwerke, die drahtlosen Breitbandzugang (BWA) bereitstellen oder jeder Kombination davon, implementiert sein. Des Weiteren muss das Call-Center 20 nicht über das Festnetz 16 verbunden sein, sondern könnte Funktelefonieausrüstung beinhalten, sodass direkt mit einem drahtlosen Netzwerk, wie dem Drahtlosträgersystem 14, kommuniziert werden kann.

Der Computer 18 kann einer von einer Anzahl an Computern sein, die über ein privates oder öffentliches Netzwerk, wie das Internet, zugänglich sind. Jeder dieser Computer 18 kann für einen oder mehrere Zwecke, wie einen Webserver verwendet werden, der vom Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 und das Drahtlosträgersystem 14 zugänglich ist. Andere derartige zugängliche Computer 18 können beispielsweise sein: ein Kundendienstzentrumcomputer, wo Diagnoseinformationen und andere Fahrzeugdaten vom Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 hochgeladen werden können; ein Clientcomputer, der vom Fahrzeugbesitzer oder einem anderen Teilnehmer für solche Zwecke, wie das Zugreifen auf oder das Erhalten von Fahrzeugdaten oder zum Einstellen oder Konfigurieren von Teilnehmerpräferenzen oder Steuern von Fahrzeugfunktionen, verwendet wird; oder ein Drittparteispeicherort, zu dem oder von dem Fahrzeugdaten oder andere Informationen entweder durch Kommunizieren mit dem Fahrzeug 12 oder dem Call-Center 20 oder beiden bereitgestellt werden. In einer Ausführungsform können die vom Computer 18 empfangenen Fahrzeugdaten auf Kraftstoff und Emissionen bezogene Daten wie ein akkumulierter Wert für den verwendeten Kraftstoff und die Kraftstoffeinsparung über die Lebensdauer sein. Ein Computer 18 kann auch für das Bereitstellen von Internetkonnektivität, wie DNS-Dienste oder als ein Netzwerkadressenserver, verwendet werden, der DHCP oder ein anderes geeignetes Protokoll verwendet, um dem Fahrzeug 12 eine IP-Adresse zuzuweisen.

Das Call-Center 20, das auch als zentrales Rechenzentrum bezeichnet werden kann, stellt der Fahrzeugelektronik 28 eine Reihe unterschiedlicher System-Back-End-Funktionen bereit und enthält gemäß der hier gezeigten exemplarischen Ausführungsform im Allgemeinen Server 58 und Datenbanken 60. Diese verschiedenen Komponenten des Call-Centers sind vorzugsweise miteinander über ein verdrahtetes oder drahtloses lokales Netzwerk 62 gekoppelt. Datenübertragungen werden über ein Modem (nicht gezeigt) an den Server 58 und/oder die Datenbank 60 weitergegeben. Server 58 ist eine entfernter Backend-Server, auf den das Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 und den Mobilfunkanbieter 14 zugreifen kann, und kann beispielsweise zum Heraufladen von Diagnoseinformationen und anderen Fahrzeugdaten vom Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 verwendet werden. Die Datenbank 60 ist eine entfernte Backend-Datenbank zum Speichern von Kontoinformationen wie beispielsweise Teilnehmerauthentisierungsinformationen, Fahrgestellnummern, Profil-Datensätzen, Verhaltensmustern und andere entsprechende Teilnehmerinformationen. In einer Ausführungsform kann Datenbank 60 auch allgemeine Fahrzeug- und Diagnosedaten speichern, wie, jedoch nicht beschränkt auf, Kraftstoff-Informationen (z. B. verwendeter Kraftstoff über die Lebensdauer, Kraftstoffeinsparung über die Lebensdauer, Kraftstoff-Reichweite, verbleibender Kraftstoff usw.), verbleibende Öllebensdauer, Reifendruck und Batterieinformationen (z. B. Ladezustand), um nur einige zu nennen. Datenübertragungen können zudem durch drahtlose Systeme, wie z. B. 802.11x, GPRS und dergleichen, erfolgen.

Die Betriebsumgebung kann weiterhin eines oder mehreren handgehaltene Kommunikationsgeräte (HCDs) oder drahtlose Vorrichtungen 64 enthalten. Die drahtlose Vorrichtung kann eine elektronische Vorrichtung sein, die über einen weiten geographischen Bereich für Mobiltelefonie verwendet werden kann, wo Übertragungen durch das Drahtlosträgersystem 14 erleichtert werden (d.h. wenn die drahtlose Vorrichtung mit dem Drahtlosträgersystem verbunden ist).

Die drahtlose Vorrichtung kann weiterhin umfassen: Hardware, Software und/oder Firmware, durch die Mobilfunktelekommunikation und Verbindungen über Kurzbereichs-Drahtloskommunikation (z. B. Wi-Fi Direkt, Bluetooth) sowie andere Anwendungen für drahtlose Vorrichtungen ermöglicht werden. Die Hardware der drahtlosen Vorrichtung 64 kann umfassen: einen Prozessor und Speicher (z. B. ein nicht flüchtiges computerlesbares Medium, das konfiguriert ist, mit dem Prozessor zu arbeiten) zum Speichern der Software, Firmware usw. Prozessor und Speicher des drahtlosen Geräts können verschiedene Softwareanwendungen ermöglichen, die vorinstalliert sind oder vom Benutzer (oder Hersteller) installiert sein können (z. B. mit einer Softwareanwendung oder einer grafischen Benutzeroberfläche oder GUI). Eine kommerzielle Implementierung einer Funkgeräte-Anwendung im Fahrzeug kann RemoteLink ™ sein, wodurch ein Fahrzeugbenutzer mit dem Fahrzeug 12 kommunizieren und/oder verschiedene Aspekte oder Funktionen des Fahrzeugs steuern kann - beispielsweise unter anderem dem Benutzer ermöglichen, die Fahrzeugtüren aus der Ferne zu verriegeln/entriegeln, das Fahrzeug Ein/Aus zu schalten, den Reifendruck, Tankfüllstand, gesamte Kraftstoffeinsparung, Öllebensdauer usw. des Fahrzeugs zu überprüfen. RemoteLink™ kann dem Benutzer auch ermöglichen, sich jederzeit mit dem Call-Center 20 zu verbinden.

Die Hardware der drahtlosen Vorrichtung kann weiterhin eine Anzeige, eine Tastatur (z. B. Drucktaste und/oder Touchscreen), ein Mikrofon, einen oder mehrere Lautsprecher, Bewegungssensoren (wie z. B. Beschleunigungsmesser, Gyroskope usw.) und eine Kamera enthalten. Zusätzlich zu den oben genannten Merkmalen können moderne drahtlose Vorrichtungen zusätzliche Dienste und/oder Funktionalitäten wie Kurznachrichtendienst (SMS oder Texte), Multimedia-Nachrichtendienst (MMS), E-Mail, Internetzugang sowie geschäftliche und spielerische Anwendungen unterstützen.

Nicht einschränkende Beispiele für die drahtlose Vorrichtung 64 enthalten ein Mobiltelefon, einen persönlichen digitalen Assistenten (PDA), ein Smartphone, einen persönlichen Laptop-Computer oder Tablet-Computer mit Zwei-Wege-Kommunikationsfähigkeiten, einen Netbook-Computer oder geeignete Kombinationen davon. Die drahtlose Vorrichtung 64 kann innerhalb oder außerhalb eines beweglichen Fahrzeugs (wie dem in 1 dargestellten Fahrzeug 12) verwendet werden und kann per Kabel oder drahtlos (z. B. mittels Kurzbereichs-Drahtloskommunikation) mit dem Fahrzeug gekoppelt werden. Die drahtlose Vorrichtung kann auch so konfiguriert werden, dass sie Dienste gemäß einer Abonnementvereinbarung mit einem Drittanbieter oder einem Mobilfunk-/Telefondienstanbieter bereitstellt. Es sollte erkannt werden, dass verschiedene Dienstanbieter das Drahtlosträgersystem nutzen können und dass der Dienstanbieter der Telematikeinheit 30 nicht notwendigerweise derselbe sein muss, wie der Dienstanbieter der drahtlosen Vorrichtungen 64.

Die drahtlose Vorrichtung 64 und das Fahrzeug 12 können zusammen durch eine als Fahrzeugbenutzer bekannte Person, wie den Fahrer, verwendet werden. Der Fahrzeugbenutzer muss jedoch weder der Fahrer des Fahrzeugs 12 sein, noch muss der Fahrzeugbenutzer Besitzer der drahtlosen Vorrichtung 64 oder des Fahrzeugs 12 sein (z. B. kann der Fahrzeugbenutzer ein Eigentümer oder Lizenznehmer einer dieser Optionen oder beider sein).

Verfahren -

Nun zu 2, wo ein Ablaufdiagramm ein Verfahren 200 zum Erleichtern der Fern-Kommunikation mit einem Fahrzeug 12 unter Verwendung einer drahtlosen Vorrichtung 64 veranschaulicht. Während die nachfolgend beschriebene Ausführungsform eine auf der drahtlosen Vorrichtung 64 implementierte Softwareanwendung zeigt, versteht ein Fachmann, dass jede geeignete Softwareanwendung auf jeder Computer-Vorrichtung verwendet werden kann.

Bei Schritt 202 wird eine Verbindung zwischen dem Call-Center 20 und dem Fahrzeug 12 aufgebaut. In einer Ausführungsform ist die Verbindung eine Datenverbindung in Form eines vom Call-Center 20 und insbesondere vom Server 58 eingeleiteten Paketrufs. Alternativ kann die Verbindung durch Computer 18 eingeleitet werden. Über die Verbindung wird ein Auslöser im Fahrzeug 12 und insbesondere in der Telematikeinheit 30 und/oder den VSMs 32 eingerichtet. Der Auslöser kann eine Reihe von Befehlen (z. B. Code, Skript oder dergleichen) sein, die durch die Telematikeinheit 30 und/oder die VSMs 32 gelesen und ausgeführt werden kann. Anders ausgedrückt, kann sich der Auslöser auf eine Aufgabe in der Telematikeinheit 30 und/oder den VSMs 32 beziehen, welche die Ausführung einer Aktion auslöst, wenn eine oder mehrere Bedingungen erfüllt sind. Der Auslöser kann sich auch auf eine SQL-Prozedur beziehen, die eine Aktion auslöst (d. h. eine Aktion startet), wenn ein Ereignis (bezüglich einer Bedingung) auftritt.

In einer Ausführungsform soll der Auslöser in Reaktion auf ein auslösendes Ereignis arbeiten, was eine Änderung im Zustand einer Fahrzeugfunktion wie unter anderem das Ein- oder Ausschalten eines Motors, das Ver- oder Entriegeln einer Tür, Öffnen oder Schließen einer Fahrzeugkabine und das Ein- oder Ausschalten von Leuchten sein kann, um einige zu nennen. Wenn die Auslösung startet, wird bei Schritt 204 eine Datenverbindung (z. B. ein Paketanruf) zwischen dem Fahrzeug 12 und dem Call-Center 20 aufgebaut und in einer besonderen Ausführungsform zwischen der Telematikeinheit 30 und/oder den VSMs 32 und dem Server 58. Über die Verbindung werden Fahrzeugdaten vom Fahrzeug 12 an das Call-Center 20 übertragen. Die Fahrzeugdaten können ohne Einschränkung Diagnosedaten zum Kraftstoffverbrauch (z. B. verwendeter Kraftstoff über die Lebensdauer, Kraftstoffeinsparung über die Lebensdauer, Kraftstoff-Reichweite, verbleibender Kraftstoff usw.), verbleibende Öllebensdauer, Reifendruck und Batterieinformationen (z. B. Ladezustand) und/oder Daten zum Zustand einer Fahrzeugfunktion oder Komponente wie beispielsweise der Zustand des Motors, der Türen, der Fahrzeugkabine und Leuchten sein, um nur einige zu nennen. In einer Ausführungsform werden die übertragenen Fahrzeugdaten beim Empfang im Call-Center 20 mit einem Zeitstempel versehen und einem speziellen verwendeten Fahrzeug beispielsweise über die Fahrgestellnummer (VIN) zugeordnet und in einer Datenbank wie Datenbank 60 gespeichert.

Bei Schritt 206 wird im Call-Center 20 und insbesondere vom Fern-Server 58 eine Anfrage von der drahtlosen Vorrichtung 64 empfangen. In einer Ausführungsform wird die Anfrage von einer auf der drahtlosen Vorrichtung 64 installierten Softwareanwendung (z. B. RemoteLink™) empfangen. Die Anfrage bezieht sich im Allgemeinen auf eine Anforderung, eine Aufgabe bezüglich des Fahrzeugs auszuführen. So kann beispielsweise die Aufgabe der Zugriff auf Fahrzeugdaten und/oder die Aktivierung einer Fahrzeugfunktion sein. Die Fahrzeugdaten können sich auf den Zustand einer speziellen Fahrzeugkomponente und/oder Parameter wie Tankfüllstand und/oder Verbrauch, Batteriezustand, Öllebensdauer, Reifenzustand, usw. beziehen. Die Fahrzeugfunktion kann sich auf jede fernsteuerbare oder zugängliche Fahrzeugfunktion wie das Ein- oder Ausschalten eines Motors, Verriegelung bzw. Entriegelung einer Tür, Öffnen oder Schließen einer Fahrzeugkabine und Ein- oder Ausschalten von Leuchten beziehen, um nur einige zu nennen.

In Reaktion auf die Anforderung greift bei Schritt 208 der Fern-Server 58 auf die letzte Übertragung gespeicherter Fahrzeugdaten in Datenbank 60 zu und bestimmt einen Zustand von Fahrzeug (oder Fahrzeugkomponente) und basierend auf diesem Zustand, ob die mit der Aufforderung verbundene Aufgabe redundant ist. Redundanz wird basierend auf der angeforderten Aufgabe und dem Zustand oder aktuellen Zustand einer Fahrzeugkomponente und/oder Funktion bezüglich der Aufgabe bestimmt. Im Allgemeinen ist eine Aufgabe redundant, wenn die Aufgabe mittels vorgehaltener Fahrzeugdaten in der Datenbank 60 erreicht werden kann und/oder die Fahrzeugkomponente für die Aufgabe bereits im angeforderten oder gewünschten Zustand ist. Wenn zum Beispiel die Aufgabe eine Anforderung zur Verriegelung der Fahrzeugtüren betrifft, wird auf die jüngsten gespeicherten Fahrzeugdaten (d. h., die gespeicherten Daten mit dem jüngsten Zeitstempel) zugegriffen und der aktuelle Zustand der Fahrzeugtüren bestimmt (d. h., verriegelt oder entriegelt). Wenn die Fahrzeugtüren derzeit verriegelt sind, ist ein nachfolgender „Ruf“ zum Fahrzeug 12 vom Call-Center 20 aus nicht erforderlich. Daher ist die Aufgabe redundant. Desgleichen, wenn die Aufgabe eine Anforderung von Diagnosedaten wie beispielsweise den aktuellen Tankfüllstand betrifft, wird auf die jüngsten Daten der Datenbank zugegriffen, um den aktuellen Zustand des Fahrzeugs (d.h. sind Fahrzeugzündung oder Motor ein- oder ausgeschaltet) zu bestimmen. Falls der Motor des Fahrzeugs ausgeschaltet ist, wird derzeit kein Kraftstoff verbraucht. Daher sind die an das Call-Center 20 in Reaktion auf das Ausschalten des Fahrzeugmotors übertragenen Daten (d. h. ein Zustandswechsel-Auslöseereignis) der aktuelle Tankfüllstand. Somit ist ein Übertragen einer Anforderung zum Fahrzeug 12 für den Zugriff auf Fahrzeugdaten unnötig und die Aufgabe daher angesichts des Fahrzeugzustands redundant.

Wenn die angeforderte Aufgabe redundant ist, wird bei Schritt 210 eine Antwort an die drahtlose Vorrichtung 64 gesendet, welche die angeforderten Daten enthält und/oder eine Meldung, dass die angeforderte Fahrzeugfunktion derzeit im gewünschten Zustand ist. Wenn die Aufgabe zum Beispiel eine Anforderung von Diagnosedaten wie Batterieladezustand betrifft und die Aufgabe im Schritt 208 als redundant bestimmt wurde, enthält die Antwort an die drahtlose Vorrichtung die Übertragung der angeforderten Batteriedaten basierend auf Informationen aus den gespeicherten Fahrzeugdaten. Wenn die Aufgabe eine Anforderung zum Starten des Fahrzeugmotors betrifft und die Aufgabe in Schritt 208 basierend auf dem Zustand des Fahrzeugs als redundant bestimmt wurde, enthält die Antwort an die drahtlose Vorrichtung eine Meldung, dass der Fahrzeugmotor derzeit läuft.

Wenn die angeforderte Aufgabe nicht redundant ist, überträgt das Call-Center 20 bei Schritt 212 eine Anfrage und/oder einen Befehl an das Fahrzeug 12 zum Ausführen der angeforderten Aufgabe. Eine anschließende Nachricht kann auch an die drahtlose Vorrichtung übertragen werden in Reaktion auf die Ausführung der Aufgabe im Schritt 212.

Das oben beschriebene Verfahren oder Teile davon können unter Verwendung eines Computerprogramms implementiert werden und können Anweisungen auf einem computerlesbaren Medium zur Verwendung durch einen oder mehrere Prozessoren von einem oder mehreren Computern (z. B. innerhalb der HCD oder Telematikeinheit) enthalten, um einen oder mehrere Schritte des Verfahrens zu implementieren. Ein Computerprogramm kann eines oder mehrere Softwareprogramme (oder Anwendungen) bestehend aus Programmanweisungen in Quellcode, Objektcode, ausführbarem Code oder einem anderen Format; eines oder mehrere Firmware-Programme; oder Dateien einer Hardwarebeschreibungssprache (HDL); und andere programmbezogene Daten enthalten. Die Daten können Datenstrukturen, Wertetabellen oder Daten in einem anderen geeigneten Format beinhalten. Die Programmbefehle können Programmmodule, Routinen, Programme, Objekte, Komponenten und/oder dergleichen beinhalten. Das Computerprogramm kann von einem oder mehreren Computern in Verbindung miteinander ausgeführt werden.

Das/die Programm(e) kann/können auf computerlesbaren Medien verkörpert sein, die eine oder mehrere Speichergeräte, Herstellerartikel oder dergleichen enthalten können. Zu den Beispielen für computerlesbare Medien gehören Systemspeicher von Computern, z.B. RAM (Speicher mit wahlfreiem Zugriff), ROM (Nur-Lese-Speicher); Halbleiterspeicher, z.B. EPROM (löschbarer, programmierbarer ROM), EEPROM (elektrisch löschbarer, programmierbarer ROM), Flash-Speicher; magnetische oder optische Platten oder Bänder; und/oder dergleichen. Ein computerlesbares Medium kann außerdem Verbindungen von Rechner zu Rechner beinhalten, wenn beispielsweise Daten über ein Netzwerk oder eine andere Kommunikationsverbindung (drahtgebunden, drahtlos oder in einer Kombination von beiden) übertragen oder bereitgestellt werden. Sämtliche Kombinationen aus den vorstehenden Beispielen fallen ebenfalls in den Umfang der computerlesbaren Medien. Es versteht sich daher, dass Verfahren zumindest teilweise durch elektronische Artikel und/oder Geräte ausgeführt werden können, die in der Lage sind, Anweisungen auszuführen, die einem oder mehreren Schritten des offenbarten Verfahrens entsprechen.

Es versteht sich, dass das Vorstehende eine Beschreibung einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung ist. Die Erfindung ist nicht auf die besondere(n) hierin offenbarte(n) Ausführungsform(en) beschränkt, sondern ausschließlich durch die folgenden Patentansprüche definiert. Darüber hinaus beziehen sich die in der vorstehenden Beschreibung gemachten Aussagen auf bestimmte Ausführungsformen und sind nicht als Einschränkungen des Umfangs der Erfindung oder der Definition der in den Patentansprüchen verwendeten Begriffe zu verstehen, außer dort, wo ein Begriff oder Ausdruck ausdrücklich vorstehend definiert wurde. Verschiedene andere Ausführungsformen und verschiedene Änderungen und Modifikationen an der/den ausgewiesenen Ausführungsform(en) sind für Fachleute offensichtlich. Alle diese anderen Ausführungsformen, Änderungen und Modifikationen sollten im Geltungsbereich der angehängten Patentansprüche verstanden werden.

Wie in dieser Beschreibung und den Ansprüchen verwendet, sind die Begriffe „zum Beispiel“, „beispielsweise“, „wie“ und „gleich“ und die Verben „umfassen“, „aufweisen“, „enthalten“ und ihre anderen Verbformen bei ihrer Verwendung mit einer Auflistung einer oder mehrerer Komponenten oder anderen Gegenständen jeweils als offen anzusehen, was bedeutet, dass die Auflistung nicht so zu verstehen ist, als dass sie andere, zusätzliche Komponenten oder Elemente ausschließt. Andere Begriffe sind in deren weitesten vernünftigen Sinn auszulegen, es sei denn, diese werden in einem Kontext verwendet, der eine andere Auslegung erfordert.