Title:
FAHRZEUGINTERNER UNIFIZIERTER WLAN-DIENST
Kind Code:
A1


Abstract:

Ein System und Verfahren zum Bereitstellen einer Vielzahl von Diensten durch eine Vielzahl von fahrzeuggenerierten WLAN-Kanälen beinhaltet: Erzeugen eines ersten WLAN-Kanals an einem ersten WLAN-Modul, das eine Master-Liste von Diensten enthält, die von dem ersten WLAN-Modul sowie einem oder mehreren andere WLAN-Modulen bereitgestellt werden; Empfangen einer Anforderung von einer drahtlosen Vorrichtung für einen Dienst, der in der Master-Liste auf dem ersten WLAN-Modul enthalten ist; Bestimmung, dass der Dienst über das erste WLAN-Modul nicht verfügbar ist; Identifizieren eines zweiten WLAN-Moduls, das den Dienst bereitstellt; und Übertragen einer Nachricht an die drahtlose Vorrichtung, die das zweite WLAN-Modul identifiziert, das den in der Anforderung identifizierten Dienst bereitstellt. embedded image




Inventors:
Thanayankizil, Lakshmi V., Mich. (Warren, US)
Gu, Wen, Mich. (Warren, US)
Application Number:
DE102017123386A
Publication Date:
04/19/2018
Filing Date:
10/09/2017
Assignee:
GM Global Technology Operations LLC (Mich., Detroit, US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Manitz Finsterwald Patentanwälte PartmbB, 80336, München, DE
Claims:
Verfahren zum Bereitstellen einer Vielzahl von Dienste durch eine Vielzahl von fahrzeuggenerierten WLAN-Kanälen, umfassend die Schritte:
(a) Erzeugen eines ersten WLAN-Kanals an einem ersten WLAN-Modul, das eine Master-Liste der Dienste enthält, die von dem ersten WLAN-Modul sowie einem oder mehreren anderen WLAN-Modulen bereitgestellt werden;
(b) Empfangen einer Anfrage von einer drahtlosen Vorrichtung für einen Dienst, der in der Master-Liste auf dem ersten WLAN-Modul enthalten ist;
(c) Feststellen, dass der Dienst nicht über das erste WLAN-Modul verfügbar ist;
(d) Identifizieren eines zweiten WLAN-Moduls, das den Dienst bereitstellt; und
(e) Übertragen einer Nachricht an die drahtlose Vorrichtung, die das zweite WLAN-Modul identifiziert, das den in der Anforderung identifizierten Dienst bereitstellt.

Verfahren nach Anspruch 1, worin die Master-Liste von Diensten Internet-Zugang, Fahrzeugdaten und Audio- und Video-Streaming umfasst.

Verfahren nach Anspruch 2, worin das erste WLAN-Modul Audio- und Video-Streaming bereitstellt.

Verfahren nach Anspruch 2, worin das zweite WLAN-Modul Internet- und Fahrzeugdaten bereitstellt.

Verfahren nach Anspruch 1, worin das erste WLAN-Modul und das zweite WLAN-Modul dieselbe Service-Set-Identifikation (SSID) übertragen.

Verfahren nach Anspruch 1, worin die drahtlose Vorrichtung ein Smartphone umfasst.

Verfahren zum Bereitstellen einer Vielzahl von Diensten durch eine Vielzahl von fahrzeuggenerierten WLAN-Kanälen, umfassend die Schritte:
(a) Erzeugen eines ersten WLAN-Kanals an einem Fahrzeug, der eine Master-Liste von Diensten beinhaltet, die von einem ersten WLAN-Modul und einem zweiten WLAN-Modul bereitgestellt werden;
(b) Erzeugen eines zweiten WLAN-Kanals am Fahrzeug, der die Master-Liste der Dienste enthält, die von dem ersten WLAN-Modul und dem zweiten WLAN-Modul bereitgestellt werden;
(c) Empfangen einer Anforderung von einer drahtlosen Vorrichtung, die über den ersten WLAN-Kanal kommuniziert, für einen Dienst, der in der Master-Liste auf dem ersten WLAN-Modul enthalten ist;
(d) Feststellen, dass der Dienst nicht über das erste WLAN-Modul verfügbar ist;
(e) Identifizieren des zweiten WLAN-Moduls, das den Dienst bereitstellt; und
(f) Übertragen einer Nachricht an die drahtlose Vorrichtung, die das zweite WLAN-Modul identifiziert, das den in der Anforderung identifizierten Dienst bereitstellt.

Verfahren nach Anspruch 7, worin das erste WLAN-Modul und das zweite WLAN-Modul dieselbe Service-Set-Identifikation (SSID) übertragen.

WLAN-Modul, das mit einer drahtlosen Vorrichtung kommuniziert, um eine Vielzahl von Diensten über einen fahrzeuggenerierten WLAN-Kanal bereitzustellen, umfassend eine Kurzstrecken-Funkantenne und einen Mikroprozessor, der konfiguriert ist, um einen WLAN-Kanal mit einer Master-Liste der Dienste zu erzeugen, die vom WLAN-Modul über die Kurzstrecken-Funkantenne zur Verfügung gestellt werden; das Empfangen einer Anforderung von einer drahtlosen Vorrichtung für einen Dienst, der in der Master-Liste der Dienste auf dem WLAN-Modul enthalten ist, das über den ersten WLAN-Kanal kommuniziert; das Feststellen, dass der in der Anfrage identifizierte Dienst von einem anderen WLAN-Modul bereitgestellt wird; und das Übertragen einer Nachricht an die drahtlose Vorrichtung, die ein anderes WLAN-Modul identifiziert, das den in der Anforderung identifizierten Dienst bereitstellt.

WLAN-Modul nach Anspruch 9, worin das WLAN-Modul und ein weiteres WLAN-Modul die gleiche Service-Set-Identifikation (SSID) übertragen.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf WLAN-Kommunikation und insbesondere auf die Bereitstellung einer Vielzahl von Diensten durch eine Vielzahl von WLAN-Kanälen, die von mehr als einem WLAN-Modul in einem Fahrzeug bereitgestellt werden.

HINTERGRUND

Da die Kurzbereichs-Drahtloskommunikation sich immer mehr verbreitet, erhöht sich die Anzahl der verfügbaren WLAN-Kanäle. Wenn sich drahtlose Vorrichtungen, die fähig sind, über diese Kanäle zu erkennen und zu kommunizieren, wie Smartphones oder Tablets, innerhalb des Kommunikationsbereichs dieser WLAN-Kanäle befinden, wählen sie ein Signal über ein anderes. Diese Auswahl wird oft dem Benutzer der drahtlosen Vorrichtung überlassen, der einen bestimmten WLAN-Kanal durch seine Service-Set-Identifikation (SSID) identifizieren und einen der Kanäle auswählen kann. Der Benutzer der drahtlosen Vorrichtung kann die Auswahl auf einer erkannten Signalstärke, die mit der SSID angezeigt wird, basieren oder darauf, ob der Zugriff auf das WLAN-Signal durch ein Passwort beschränkt ist.

Wenn in einem Fahrzeug verschiedene WLAN-Kanäle zur Verfügung gestellt werden, ergeben sich eine Reihe von verschiedenen Problemen. So kann beispielsweise der Benutzer der drahtlosen Vorrichtung, der mehr als einen WLAN-Kanal in einem Fahrzeug identifiziert, sehen, dass diese Kanäle sehr ähnliche Signalstärken haben und dass der Benutzer Zugriff auf beide WLAN-Kanäle hat. Ohne eine Möglichkeit zur Unterscheidung dieser Kanäle kann der Benutzer der drahtlosen Vorrichtung nicht wissen, welcher WLAN-Kanal ausgewählt werden soll. Weiterhin können Fahrzeuge unterschiedliche Dienste über separate WLAN-Kanäle anbieten, und der Benutzer der drahtlosen Vorrichtung kann nicht wissen, welche(r) WLAN-Kanal/Kanäle für welche(n) Dienst(e) ausgewählt werden soll. Es wäre hilfreich, die drahtlose Vorrichtung darauf auszurichten, den geeignetsten WLAN-Kanal unter denjenigen auszuwählen, die in einem Fahrzeug erzeugt werden.

ZUSAMMENFASSUNG

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zum Bereitstellen einer Vielzahl von Diensten durch eine Vielzahl von fahrzeuggenerierten WLAN-Kanälen bereitgestellt. Das Verfahren beinhaltet das Erzeugen eines ersten WLAN-Kanals an einem ersten WLAN-Modul, das eine Master-Liste von Diensten enthält, die von dem ersten WLAN-Modul sowie einem oder mehreren anderen WLAN-Modulen bereitgestellt werden; Empfangen einer Anforderung von einer drahtlosen Vorrichtung für einen Dienst, der in der Master-Liste auf dem ersten WLAN-Modul enthalten ist; Bestimmung, dass der Dienst über das erste WLAN-Modul nicht verfügbar ist; Identifizieren eines zweiten WLAN-Moduls, das den Dienst bereitstellt; und Übertragen einer Nachricht an die drahtlose Vorrichtung, die das zweite WLAN-Modul identifiziert, das den in der Anforderung identifizierten Dienst bereitstellt.

Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zum Bereitstellen einer Vielzahl von Diensten durch eine Vielzahl von fahrzeuggenerierten WLAN-Kanälen bereitgestellt. Das Verfahren beinhaltet das Erzeugen eines ersten WLAN-Kanals an einem Fahrzeug, der eine Master-Liste von Diensten enthält, die von einem ersten WLAN-Modul und einem zweiten WLAN-Modul bereitgestellt werden; Erzeugen eines zweiten WLAN-Kanals am Fahrzeug, der die Master-Liste der Dienste enthält, die von dem ersten WLAN-Modul und dem zweiten WLAN-Modul bereitgestellt werden; Empfangen einer Anforderung von einer drahtlosen Vorrichtung für einen Dienst, der in der Master-Liste auf dem ersten WLAN-Modul enthalten ist, das über den ersten WLAN-Kanal kommuniziert; Bestimmung dass der Dienst über das erste WLAN-Modul nicht verfügbar ist; Identifizieren des zweiten WLAN-Moduls als Bereitstellung des Dienstes; und Übertragen einer Nachricht an die drahtlose Vorrichtung, die das zweite WLAN-Modul identifiziert, das den in der Anforderung identifizierten Dienst bereitstellt.

Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung beinhaltet ein WLAN-Modul, das mit einer drahtlosen Vorrichtung kommuniziert, um eine Vielzahl von Diensten über einen fahrzeuggenerierten WLAN-Kanal bereitzustellen, eine Kurzstrecken-Funkantenne und einen Mikroprozessor, der konfiguriert ist, um einen WLAN-Kanal mit einer Master-Liste der Dienste zu erzeugen, die vom WLAN-Modul über die Kurzstrecken-Funkantenne zur Verfügung gestellt werden; Empfangen einer Anforderung von einer drahtlosen Vorrichtung für einen Dienst, der in der Master-Liste der Dienste auf dem WLAN-Modul enthalten ist, das über den ersten WLAN-Kanal kommuniziert; Bestimmung dass der in der Anfrage identifizierte Dienst von einem anderen WLAN-Modul bereitgestellt wird; und Übertragen einer Nachricht an die drahtlose Vorrichtung, die ein anderes WLAN-Modul identifiziert, das den in der Anforderung identifizierten Dienst bereitstellt.

Figurenliste

Eine oder mehrere Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben, worin gleiche Bezeichnungen gleiche Elemente bezeichnen, und worin:

  • 1 ein Blockdiagramm ist, das eine Ausführungsform eines Kommunikationssystems darstellt, das fähig ist, das hierin offenbarte Verfahren zu verwenden; und
  • 2 ein Flussdiagramm ist, das eine Ausführungsform eines Verfahrens zum Bereitstellen einer Vielzahl von Diensten durch eine Vielzahl von fahrzeuggenerierten WLAN-Signalen darstellt.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER VERANSCHAULICHTEN AUSFÜHRUNGSFORM(EN)

Das nachstehend beschriebene System und Verfahren beinhaltet das Bereitstellen einer Vielzahl von Diensten durch eine Vielzahl von fahrzeuggenerierten WLAN-Kanälen. Ein Fahrzeug kann zwei oder mehr WLAN-Module enthalten, die jeweils einen WLAN-Kanal erzeugen. In der Vergangenheit hat jeder WLAN-Kanal möglicherweise eine eigene SSID gesendet und eine bestimmte Gruppe von Diensten angeboten, die möglicherweise nicht von anderen WLAN-Kanälen angeboten wurden. Dies könnte zu Verwirrung für einen Fahrzeuginsassen führen, der nicht wissen kann, welcher Kanal ausgewählt werden soll und, je nachdem, welches WLAN-Signal ausgewählt ist, kann die drahtlose Vorrichtung keinen Zugriff auf einen gewünschten Dienst haben. Wenn ein Benutzer einer drahtlosen Vorrichtung versucht, mit dem oder über das Fahrzeug über einen dieser WLAN-Kanäle zu kommunizieren und auf einen bestimmten Dienst zuzugreifen, kann der Benutzer eventuell feststellen, dass der gewünschte Dienst nicht über das WLAN-Signal bereitgestellt wird, an das die drahtlose Vorrichtung angeschlossen ist.

Das vorliegende Verfahren beinhaltet das Ausstrahlen einer Master-Liste von Diensten, die unter Verwendung einer einzigen SSID von allen WLAN-Kanälen im Fahrzeug bereitgestellt werden. Wenn die drahtlose Vorrichtung mit der Kommunikation über einen der WLAN-Kanäle beginnt und eine Dienstanforderung ausgibt, kann das WLAN-Modul, das den WLAN-Kanal bereitstellt, die Anforderung empfangen und feststellen, ob er diesen Dienst unter allen von der Master-Liste angebotenen Diensten, bereitstellt. Wenn ja, kann der WLAN-Kanal verwendet werden, um den Dienst bereitzustellen; Andernfalls kann das WLAN-Modul identifizieren, welcher der anderen WLAN-Kanäle in dem Fahrzeug verwendet werden kann, um den angeforderten Dienst bereitzustellen. Das WLAN-Modul, das die Anforderung empfängt, kann dann die Identität des WLAN-Kanals oder des WLAN-Moduls, das den Dienst für die drahtlose Vorrichtung bereitstellt, kommunizieren. Die drahtlose Vorrichtung kann dann den Dienst unter Verwendung des identifizierten WLAN-Kanals initiieren.

Kommunikationssystem -

Mit Bezug auf 1 ist eine Betriebsumgebung dargestellt, die ein mobiles Fahrzeugkommunikationssystem 10 umfasst, das verwendet werden kann, um das hierin offenbarte Verfahren zu implementieren. Das Kommunikationssystem 10 umfasst im Allgemeinen ein Fahrzeug 12, ein oder mehrere Drahtlosträgersysteme 14, ein Festnetz 16, einen Computer 18 und ein Call-Center 20. Es versteht sich, dass das offenbarte Verfahren mit einer beliebigen Anzahl von unterschiedlichen Systemen verwendet werden kann und nicht speziell auf die hierin gezeigte Betriebsumgebung einschränkt ist. Auch die Architektur, Konstruktion, Konfiguration und der Betrieb des Systems 10 und seiner einzelnen Komponenten sind in der Technik allgemein bekannt. Somit stellen die folgenden Absätze lediglich einen kurzen Überblick über ein solches Kommunikationssystem 10 bereit; aber auch andere, hierin nicht dargestellte Systeme könnten die offenbarten Verfahren einsetzen.

Fahrzeug 12 ist in der veranschaulichten Ausführungsform als ein Personenkraftwagen dargestellt, es sollte jedoch beachtet werden, dass jedes andere Fahrzeug, einschließlich Motorräder, Lastwagen, Geländewagen (SUV), Campingfahrzeuge (RV), Wasserfahrzeuge, Flugzeuge usw. ebenfalls verwendet werden kann. Ein Teil der Fahrzeugelektronik 28 wird im Allgemeinen in 1 gezeigt und beinhaltet eine Telematikeinheit 30, ein Mikrofon 32, eine oder mehrere Tasten oder andere Steuereingänge 34, ein Audiosystem 36, eine optische Anzeige 38, ein GPS-Modul 40 sowie eine Anzahl von Fahrzeugsystemmodulen (VSMs) 42. Einige dieser Vorrichtungen können direkt mit der Telematikeinheit, wie z. B. dem Mikrofon 32 und der/den Taste(n) 34, verbunden sein, während andere indirekt unter Verwendung einer oder mehrerer Netzwerkverbindungen, wie einem Kommunikationsbus 44 oder einem Entertainmentbus 46, verbunden sind. Beispiele geeigneter Netzwerkverbindungen beinhalten ein Controller Area Network (CAN), einen medienorientierten Systemtransfer (MOST), ein lokales Kopplungsstrukturnetzwerk (LIN), ein lokales Netzwerk (LAN) und andere geeignete Verbindungen, wie z. B. Ethernet oder andere, die u. a. den bekannten ISO-, SAE- und IEEE-Standards und -Spezifikationen entsprechen.

Die Telematikeinheit 30 selbst ist ein Fahrzeugsystemmodul (VSM) und kann eine OEM-installierte (eingebettete) oder eine Aftermarketvorrichtung sein, die in dem Fahrzeug installiert ist und eine drahtlose Sprach- und/oder Datenkommunikation über das drahtlose Trägersystem 14 und über eine drahtlose Vernetzung ermöglicht. Dies ermöglicht, dass das Fahrzeug mit Call-Center 20, anderen telematikfähigen Fahrzeugen oder einer anderen Entität oder Vorrichtung kommunizieren kann. Die Telematikeinheit verwendet vorzugsweise Funkübertragungen, um einen Kommunikationskanal (einen Sprachkanal und/oder einen Datenkanal) mit dem Drahtlosträgersystem 14 herzustellen, sodass Sprach- und/oder Datenübertragungen über den Kanal gesendet und erhalten werden können. Durch Bereitstellen von sowohl Sprach- als auch Datenkommunikation ermöglicht die Telematikeinheit 30 dem Fahrzeug das Anbieten einer Anzahl von unterschiedlichen Diensten, darunter solche, die sich mit Navigation, Fernsprechen, Nothilfe, Diagnose, Infotainment usw. befassen. Daten können entweder über eine Datenverbindung, z.B. die Paketdatenübertragung über einen Datenkanal oder über einen Sprachkanal unter Verwendung von auf dem Fachgebiet bekannten Techniken gesendet werden. Für kombinierte Dienste, die sowohl Sprachkommunikation (z. B. mit einem Live-Berater oder einer Sprachdialogeinheit im Call-Center 20) als auch Datenkommunikation (z. B. für die Bereitstellung von GPS-Ortsdaten oder Fahrzeugdiagnosedaten im Call-Center 20) einschließen, kann das System einen einzelnen Anruf über einen Sprachkanal verwenden und nach Bedarf zwischen Sprach- und Datenübertragung über den Sprachkanal umschalten, und dies kann unter Verwendung von Techniken erfolgen, die dem Fachmann bekannt sind.

Gemäß einer Ausführungsform verwendet die Telematikeinheit 30 Mobilfunkkommunikation gemäß entweder den GSM-, CDMA- oder LTE-Standards und beinhaltet daher einen Mobilfunkstandardchipsatz 50 für die Sprachkommunikation, wie Freisprechen, ein drahtloses Modem für die Datenübertragung, ein elektronisches Verarbeitungsgerät 52, eine oder mehrere Digitalspeichervorrichtungen 54 und eine Dual-Antenne 56. Es versteht sich, dass das Modem entweder durch Software implementiert sein kann, die in der Telematikeinheit gespeichert und durch den Prozessor 52 ausgeführt wird, oder es kann eine separate Hardwarekomponente sein, die sich innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden kann. Das Modem kann mithilfe einer beliebigen Anzahl unterschiedlicher Standards oder Protokolle, wie z. B. LTE, EVDO, CDMA, GPRS und EDGE, betrieben werden. Die drahtlose Vernetzung zwischen dem Fahrzeug und den anderen vernetzten Vorrichtungen kann auch unter Verwendung der Telematikeinheit 30 erfolgen. Für diesen Zweck kann die Telematikeinheit 30 konfiguriert sein, gemäß einem oder mehreren Protokollen drahtlos zu kommunizieren einschließlich drahtloser Nahbereichskommunikation (SRWC), wie irgendwelche von den IEEE 802.11-Protokollen, WiMAX, ZigBee™, Wi-Fi direct, Bluetooth™ oder Nahfeldkommunikation (NFC). Wenn die Telematikeinheit für paketvermittelte Datenkommunikation, wie z. B. TCP/IP, verwendet wird, kann sie mit einer statischen IP-Adresse konfiguriert oder eingerichtet werden, um eine zugewiesene IP-Adresse von einer anderen Vorrichtung im Netzwerk, wie z. B. einem Router oder einem Netzwerkadressenserver, automatisch zu empfangen. Die Kurzbereichs-Drahtloskommunikationsprotokolle können im Allgemeinen als „WLAN“ bezeichnet werden.

Die drahtlose Vernetzung, die von der Fahrzeugtelematikeinheit 30 ausgeführt wird, kann unter Verwendung eines oder mehrerer WLAN-Module implementiert werden. Bei diesen Modulen handelt es sich um Sender-Empfänger, die einen Mikroprozessor verwenden können, der entweder mit dem WLAN-Modul integriert ist oder auf den von einem anderen Teil der Fahrzeugelektronik 28, wie beispielsweise dem Prozessor 52, zugegriffen wird. Das WLAN-Modul kann eine Kurzstrecken-Funkantenne für die Kommunikation mit drahtlosen Vorrichtungen enthalten, die in der Lage sind, Kurzstrecken-Drahtlosprotokolle zu verwenden. In der Technik ist eine Vielzahl von WLAN-Modulen bekannt. Ein Beispiel für ein WLAN-Modul, das einen WLAN-Kanal bereitstellt, wird durch die von Texas Instruments hergestellte Teilenummer WL 1837MOD identifiziert. Es sollte jedoch verstanden werden, dass viele andere WLAN-Module erfolgreich implementiert werden könnten. Es sind zwei WLAN-Module dargestellt. Es ist ein Telematik-WLAN-Modul 59 dargestellt, das in der Fahrzeugtelematikeinheit 30 integriert ist, während ein Infotainment-WLAN-Modul 61 dargestellt ist, das mit dem Audiosystem 36 bzw. der visuellen Anzeige 38 integriert ist. Jedes der WLAN-Module kann bestimmte Dienste bereitstellen.

Der Begriff „Service“, wie er hierin verwendet wird, bezieht sich auf die Fahrzeughardware oder -funktionen, die durch eine drahtlose Vorrichtung über ein bestimmtes WLAN-Modul zugänglich sind. So kann beispielsweise das Telematik-WLAN-Modul 59 einen Zugriff auf das Internet, Fahrzeugdaten oder beides bereitstellen, während das Infotainment-WLAN-Modul 61 es einem Fahrzeuginsassen gestattet, Video zu der visuellen Anzeige 38 zu streamen. In diesem Beispiel bezieht sich der Service auf den Internet-Zugang, den Zugriff auf Fahrzeugdaten oder den Zugriff auf die Anzeige. Das Telematik-WLAN-Modul 59 kann den Zugriff auf die Anzeige 38 nicht zulassen oder nicht fähig sein, darauf zuzugreifen, während das Infotainment-WLAN-Modul 61 den Zugriff auf Fahrzeugdaten oder das Internet nicht zulassen kann oder nicht fähig ist, auf diese zuzugreifen. Es kann eine Vielzahl von anderen Diensten in Betracht gezogen werden, und die in diesem Beispiel bereitgestellten Dienste sollten nicht als eine vollständige Liste der möglichen Dienste angesehen werden.

Eine der vernetzten Vorrichtungen, die mit der die Telematikeinheit 30 kommunizieren können, ist eine drahtlose Vorrichtung, wie ein Smartphone 57. Das Smartphone 57 kann eine Computerverarbeitungsfähigkeit, einen Senderempfänger, der über ein Protokoll kurzer Reichweite kommunizieren kann und eine visuelle Smartphone-Anzeige 59 beinhalten. In einigen Implementierungen enthält die Smartphone-Anzeige 59 auch eine grafische Benutzeroberfläche des Touchscreens. Das Smartphone 57 kann auch ein GPS-Modul enthalten, das GPS-Satellitensignale empfangen und GPS-Koordinaten basierend auf diesen Signalen erzeugen kann. Das Smartphone 57 beinhaltet auch einen oder mehrere Mikroprozessoren, die Maschinencode ausführen, um eine logische Ausgabe zu generieren. Beispiele des Smartphones 57 beinhalten das iPhone, hergestellt von Apple, und das Galaxy, das von Samsung hergestellt wird, sowie andere. Während das Smartphone 57 die Fähigkeit zum Kommunizieren über drahtlose Verbindungen unter Verwendung des Drahtlosträgersystems 14 besitzt, ist dies nicht immer der Fall. So stellt beispielsweise Apple Vorrichtungen her, wie die verschiedenen Modelle des iPad und iPod Touch, die Verarbeitungsvermögen, das Display 59 und die Möglichkeit zu Kurzbereichs-Drahtloskommunikationsverbindungen beinhalten. Jedoch haben die iPod Touch™ und einige iPads™ keine drahtlosen Kommunikationsfähigkeiten. Auch können diese und ähnliche Geräte für die Zwecke der hier beschriebenen Verfahren als eine Art Mobilgerät angesehen und verwendet werden, wie das Smartphone 57.

Der Prozessor 52 kann jede Geräteart sein, die fähig ist elektronische Befehle zu verarbeiten, einschließlich Mikroprozessoren, Mikrocontrollern, Hostprozessoren, Steuerungen, Fahrzeugkommunikationsprozessoren und anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs). Er kann ein speziell dafür vorgesehener Prozessor sein, der nur für die Telematikeinheit 30 verwendet wird, oder er kann mit anderen Fahrzeugsystemen geteilt werden. Der Prozessor 52 führt verschiedene Arten von digital gespeicherten Befehlen aus, wie Software oder Firmwareprogramme, die im Speicher 54 gespeichert sind, welche der Telematikeinheit ermöglichen, eine große Vielfalt von Diensten bereitzustellen. Zum Beispiel kann der Prozessor 52 Programme ausführen oder Daten verarbeiten, um mindestens einen Teil des Verfahrens auszuführen, das hierin beschrieben ist.

Die Telematikeinheit 30 kann verwendet werden, um eine vielfältige Palette von Fahrzeugdiensten bereitzustellen, die drahtlose Kommunikation zu und/oder vom Fahrzeug beinhalten. Derartige Dienste beinhalten: Wegbeschreibungen und andere navigationsbezogene Dienste, die in Verbindung mit dem GPS-basierten Fahrzeugnavigationsmodul 40 bereitgestellt sind; Benachrichtigung über die Airbagauslösung und andere mit Notruf oder Pannendienst verbundene Dienste, die in Verbindung mit einem oder mehreren Crashsensor-Schnittstellenmodulen, wie einem Fahrzeugbeherrschbarkeitsmodul (nicht gezeigt), bereitgestellt sind; Diagnosemeldungen unter Verwendung von einem oder mehreren Diagnosemodulen; und mit Infotainment verbundene Dienste, wobei Musik, Internetseiten, Filme, Fernsehprogramme, Videospiele und/oder andere Informationen durch ein Infotainmentmodul (nicht gezeigt) heruntergeladen und für die gegenwärtige oder spätere Wiedergabe gespeichert werden. Die vorstehend aufgelisteten Dienste sind keineswegs eine vollständige Liste aller Fähigkeiten der Telematikeinheit 30, sondern sie sind einfach eine Aufzählung von einigen der Dienste, welche die Telematikeinheit anbieten kann. Des Weiteren versteht es sich, dass mindestens einige der vorstehend genannten Module in der Form von Softwarebefehlen implementiert sein könnten, die innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 gespeichert sind, sie könnten Hardwarekomponenten sein, die sich innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden, oder sie könnten integriert sein und/oder miteinander oder mit anderen Systemen geteilt zu sein, die sich im Fahrzeug befinden, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Für den Fall, dass die Module als VSM 42 implementiert sind, die sich außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden, könnten sie den Fahrzeugbus 44 verwenden, um Daten und Befehle mit der Telematikeinheit auszutauschen.

Das GPS-Modul 40 empfängt Funksignale von einer Konstellation 60 von GPS-Satelliten. Von diesen Signalen kann das Modul 40 die Fahrzeugposition ermitteln, die verwendet wird, um Navigation und andere mit der Position verbundene Dienste an den Fahrzeugführer bereitzustellen. Navigationsinformationen können auf der Anzeige 38 (oder einer anderen Anzeige innerhalb des Fahrzeugs) dargestellt oder in verbaler Form präsentiert werden, wie es beispielsweise bei der Wegbeschreibungsnavigation der Fall ist. Die Navigationsdienste können unter Verwendung von einem zugehörigen Fahrzeugnavigationsmodul (das Teil des GPS-Moduls 40 sein kann) bereitgestellt werden, oder einige oder alle Navigationsdienste können über die Telematikeinheit 30 erfolgen, wobei die Positionsinformationen zum Zweck des Ausstattens des Fahrzeugs mit Navigationskarten, Kartenanmerkungen (Sehenswürdigkeiten, Restaurants usw.), Routenberechnungen und dergleichen zu einem entfernten Standort gesendet werden. Die Positionsinformationen können an das Call-Center 20 oder ein anderes Remotecomputersystem, wie Computer 18, für andere Zwecke, wie Flottenmanagement, bereitgestellt werden. Außerdem können neue oder aktualisierte Kartendaten zum GPS-Modul 40 vom Call-Center 20 über die Telematikeinheit 30 heruntergeladen werden.

Abgesehen von der Telematikeinheit 30, dem Audiosystem 36 und dem GPS-Modul 40 kann das Fahrzeug 12 andere Fahrzeugsystemmodule (VSMs) 42 in Form von elektronischen Hardwarekomponenten beinhalten, die sich im Fahrzeug befinden und typischerweise eine Eingabe von einem oder mehreren Sensoren erhalten und die erfassten Eingaben verwenden, um die Diagnose, Überwachung, Steuerung, Berichterstattung und/oder andere Funktionen auszuführen. Jedes der VSMs 42 ist vorzugsweise durch den Kommunikationsbus 44 mit den anderen VSM sowie der Telematikeinheit 30 verbunden und kann programmiert werden, Fahrzeugsystem- und Subsystemdiagnosetests auszuführen. So kann beispielsweise ein VSM 42 ein Motorsteuergerät (ECM) sein, das verschiedene Aspekte des Motorbetriebs, wie z. B. Kraftstoffzündung und Zündzeitpunkt, steuert, ein weiteres VSM 42 kann ein Antriebsstrangsteuermodul sein, das den Betrieb von einer oder mehreren Komponenten des Fahrzeugantriebsstrangs reguliert, und ein weiteres VSM 42 kann ein Chassis-Steuermodul sein, das verschiedene im Fahrzeug befindliche elektrische Komponente, wie beispielsweise die Zentralverriegelung des Fahrzeugs und die Scheinwerfer, verwaltet. Gemäß einer Ausführungsform ist das Motorsteuergerät mit integrierten Diagnose-(OBD)-Funktionen ausgestattet, die unzählige Echtzeitdaten, wie z. B. die von verschiedenen Sensoren, einschließlich Fahrzeugemissionssensoren, erhaltenen Daten bereitstellen und eine standardisierte Reihe von Diagnosefehlercodes (DTCs) liefern, die einem Techniker ermöglichen, Fehlfunktionen innerhalb des Fahrzeugs schnell zu identifizieren und zu beheben. Fachleute auf dem Fachgebiet werden erkennen, dass es sich bei den vorgenannten VSMs nur um Beispiele von einigen der Module handelt, die im Fahrzeug 12 verwendet werden können, zahlreiche andere Module jedoch ebenfalls möglich sind.

Die Fahrzeugelektronik 28 beinhaltet auch eine Anzahl von Fahrzeugbenutzeroberflächen, die Fahrzeuginsassen mit einem Mittel zum Bereitstellen und/oder Empfangen von Informationen ausstattet, einschließlich Mikrofon 32, Taste(n) 34, Audiosystem 36, und optischer Anzeige 38. Wie hierin verwendet, beinhaltet der Begriff „Fahrzeugbenutzeroberfläche“ weitgehend jede geeignete Form von elektronischer Vorrichtung, die sowohl die im Fahrzeug befindlichen Hardware- als auch Softwarekomponenten beinhaltet und einem Fahrzeugbenutzer ermöglicht, mit einer oder durch eine Komponente des Fahrzeugs zu kommunizieren. Das Mikrofon 32 stellt eine Audioeingabe an die Telematikeinheit bereit, um dem Fahrer oder anderen Insassen zu ermöglichen, Sprachsteuerungen bereitzustellen und Freisprechen über das Drahtlosträgersystem 14 auszuführen. Für diesen Zweck kann es mit einer integrierten automatischen Sprachverarbeitungseinheit verbunden sein, welche die unter Fachleuten auf dem Gebiet bekannte Mensch-Maschinen-Schnittstellen-(HMI)-Technologie verwendet. Die Taste(n) 34 ermöglichen eine manuelle Benutzereingabe in die Telematikeinheit 30, um drahtlose Telefonanrufe zu initiieren und andere Daten, Antworten oder eine Steuereingabe bereitzustellen. Separate Tasten können zum Initiieren von Notrufen gegenüber regulären Dienstunterstützungsanrufen beim Call-Center 20 verwendet werden. Das Audiosystem 36 stellt eine Audioausgabe an einen Fahrzeuginsassen bereit und kann ein zugehöriges selbstständiges System oder Teil des primären Fahrzeugaudiosystems sein. Gemäß der bestimmten Ausführungsform, die hierin gezeigt ist, ist das Audiosystem 36 operativ sowohl mit dem Fahrzeugbus 44 als auch mit dem Entertainmentbus 46 gekoppelt und kann AM-, FM- und Satellitenradio, CD-, DVD- und andere Multimediafunktionalität bereitstellen. Diese Funktionalität kann in Verbindung mit dem vorstehend beschriebenen Infotainmentmodul oder davon unabhängig bereitgestellt werden. Die optische Anzeige 38 ist vorzugsweise eine Grafikanzeige, wie z. B. ein Touchscreen am Armaturenbrett oder eine Warnanzeige, die von der Frontscheibe reflektiert wird, und verwendet werden kann, um eine Vielzahl von Eingabe- und Ausgabefunktionen bereitzustellen. Verschiedene andere Fahrzeugbenutzeroberflächen können ebenfalls verwendet werden, denn die Schnittstellen von 1 dienen lediglich als Beispiel für eine bestimmte Implementierung.

Das Drahtlosträgersystem 14 ist vorzugsweise ein Smartphonesystem, das eine Vielzahl von Mobilfunkmasten 70 (nur einer gezeigt), eine oder mehrere mobile Vermittlungszentrale Einrichtung (MSC) 72 sowie irgendwelche anderen Netzwerkkomponenten umfasst, die erforderlich sind, um das Drahtlosträgersystem 14 mit dem Festnetz 16 zu verbinden. Jeder Mobilfunkturm 70 beinhaltet Sende- und Empfangsantennen und eine Basisstation, wobei die Basisstationen von unterschiedlichen Mobilfunktürmen mit der MSC 72 entweder direkt oder über zwischengeschaltete Geräte, wie z. B. eine Basisstationssteuereinheit, verbunden sind. Das Mobilfunksystem 14 kann jede geeignete Kommunikationstechnik implementieren, die beispielsweise, analoge Technologien, wie AMPS oder die neueren Digitaltechnologien, wie CDMA (z. B. CDMA2000) oder GSM/GPRS, umfasst. Der Fachmann wird erkennen, dass verschiedene Zellenturm-/Basisstation/MSC-Anordnungen möglich sind und mit dem drahtlosen System 14 verwendet werden könnten. Zum Beispiel könnten sich Basisstation und Zellentürme an derselben Stelle oder entfernt voneinander befinden, jede Basisstation könnte für einen einzelnen Zellenturm zuständig sein oder eine einzelne Basisstation könnte verschiedene Zellentürme bedienen und verschiedene Basisstationen könnten mit einer einzigen MSC gekoppelt werden, um nur einige der möglichen Anordnungen zu nennen.

Abgesehen vom Verwenden des Drahtlosträgersystems 14 kann ein unterschiedliches Drahtlosträgersystem in der Form von Satellitenkommunikation verwendet werden, um unidirektionale oder bidirektionale Kommunikation mit dem Fahrzeug bereitzustellen. Dies kann unter Verwendung von einem oder mehreren Fernmeldesatelliten 62 und einer aufwärtsgerichteten Sendestation 64 erfolgen. Bei der unidirektionalen Kommunikation kann es sich beispielsweise um Satellitenradiodienste handeln, worin programmierte Inhaltsdaten (Nachrichten, Musik usw.) von der Sendestation 64 erhalten werden, für das Hochladen gepackt und anschließend zum Satelliten 62 gesendet werden, der die Programmierung an die Teilnehmer sendet. Bidirektionale Kommunikation kann beispielsweise Satellitentelefoniedienste unter Verwendung der Satelliten 62 sein, um Telefonkommunikationen zwischen dem Fahrzeug 12 und der Station 64 weiterzugeben. Bei Verwendung kann dieses Satellitenfernsprechen entweder zusätzlich zum oder anstatt des Drahtlosträgersystems 14 verwendet werden.

Das Festnetz 16 kann ein konventionelles landgebundenes Telekommunikationsnetzwerk sein, das mit einem oder mehreren Festnetztelefonen verbunden ist und das Drahtlosträgersystem 14 mit dem Call-Center 20 verbindet. So kann beispielsweise das Festnetz 16 ein Fernsprechnetz (PSTN) wie jenes sein, das verwendet wird, um festverdrahtetes Fernsprechen, paketvermittelte Datenkommunikationen und die Internetinfrastruktur bereitzustellen. Ein oder mehrere Segmente des Festnetzes 16 könnten durch Verwenden eines normalen drahtgebundenen Netzwerks, eines Lichtleiter- oder eines anderen optischen Netzwerks, eines Kabelnetzes, von Stromleitungen, anderen drahtlosen Netzwerken, wie drahtlose lokale Netzwerke (WLANs) oder Netzwerke, die drahtlosen Breitbandzugang (BWA) bereitstellen oder jeder Kombination davon implementiert sein. Des Weiteren muss das Call-Center 20 nicht über das Festnetz 16 verbunden sein, sondern könnte Funktelefonieausrüstung beinhalten, sodass direkt mit einem drahtlosen Netzwerk, wie dem Drahtlosträgersystem 14, kommuniziert werden kann.

Der Computer 18 kann einer von einer Anzahl von Computern sein, die über ein privates oder öffentliches Netzwerk, wie das Internet, zugänglich sind. Jeder dieser Computer 18 kann für einen oder mehrere Zwecke, wie einen Webserver verwendet werden, der vom Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 und das Drahtlosträgersystem 14 zugänglich ist. Andere derartige zugängliche Computer 18 können beispielsweise sein: ein Kundendienstzentrumcomputer, wo Diagnoseinformationen und andere Fahrzeugdaten vom Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 hochgeladen werden können; ein Clientcomputer, der vom Fahrzeugbesitzer oder einem anderen Teilnehmer für solche Zwecke, wie das Zugreifen auf oder das Erhalten von Fahrzeugdaten oder zum Einstellen oder Konfigurieren von Teilnehmerpräferenzen oder Steuern von Fahrzeugfunktionen, verwendet wird; oder ein Drittparteispeicherort, zu dem oder von dem Fahrzeugdaten oder andere Informationen entweder durch Kommunizieren mit dem Fahrzeug 12 oder dem Call-Center 20 oder beiden bereitgestellt werden. Ein Computer 18 kann auch für das Bereitstellen von Internetkonnektivität, wie DNS-Dienste oder als ein Netzwerkadressenserver, verwendet werden, der DHCP oder ein anderes geeignetes Protokoll verwendet, um dem Fahrzeug 12 eine IP-Adresse zuzuweisen.

Das Call-Center 20 ist konzipiert, die Fahrzeugelektronik 28 mit einer Anzahl von unterschiedlichen System-Back-End-Funktionen bereitzustellen, und beinhaltet nach dem hierin gezeigten Ausführungsbeispiel im Allgemeinen einen oder mehrere Switches 80, Server 82, Datenbanken 84, Live-Berater 86 sowie ein automatisiertes Sprachausgabesystem (VRS) 88, die alle auf dem Fachgebiet bekannt sind. Diese verschiedenen Komponenten des Call-Centers sind vorzugsweise miteinander über ein verdrahtetes oder drahtloses lokales Netzwerk 90 gekoppelt. Der Switch 80, der ein Nebenstellenanlagen (PBX)-Switch sein kann, leitet eingehende Signale weiter, sodass Sprachübertragungen gewöhnlich entweder zum Live-Berater 86 über das reguläre Telefon oder automatisiert zum Sprachdialogsystem 88 unter Verwendung von VoIP gesendet werden. Das Live-Berater-Telefon kann auch VoIP verwenden, wie durch die gestrichelte Linie in 1 angezeigt. VoIP und andere Datenkommunikation durch den Switch 80 werden über ein Modem (nicht gezeigt) implementiert, das zwischen dem Switch 80 und Netzwerk 90 verbunden ist. Datenübertragungen werden über das Modem an den Server 82 und/oder die Datenbank 84 weitergegeben. Die Datenbank 84 kann Kontoinformationen, wie Teilnehmerauthentisierungsinformationen, Fahrzeugbezeichner, Profilaufzeichnungen, Verhaltensmuster und andere entsprechende Teilnehmerinformationen, speichern. Datenübertragungen können zudem durch drahtlose Systeme, wie z. B. 802.11×, GPRS und dergleichen, erfolgen. Obwohl die veranschaulichte Ausführungsform beschrieben wurde, als ob sie in Verbindung mit einem bemannten Call-Center 20 verwendet werden würde, das den Live-Berater 86 einsetzt, ist es offensichtlich, dass das Call-Center stattdessen VRS 88 als einen automatisierten Berater verwenden kann, oder eine Kombination von VRS 88 und dem Live-Berater 86 verwendet werden kann.

Verfahren -

Unter jetziger Bezugnahme auf 2 ist ein Verfahren (200) zum Bereitstellen einer Vielzahl von Diensten durch eine Vielzahl von fahrzeuggenerierten WLAN-Kanälen gezeigt. Das Verfahren 200 beginnt bei Schritt 210, indem auf dem Telematik-WLAN-Modul 59 ein erster WLAN-Kanal erzeugt wird, der eine Master-Liste von Diensten beinhaltet, die von dem Telematik-WLAN-Modul 59 sowie alle anderen WLAN-Module am Fahrzeug 12 bereitgestellt werden. Ein Fahrzeuginsasse kann das Smartphone 57 während des Betretens des Fahrzeugs 12 mit sich tragen und das Smartphone 57 mit dem Fahrzeug 12 koppeln, sodass das Telefon 57 unter Verwendung von Kurzbereichs-Drahtloskommunikation mit dem Fahrzeug 12 kommunizieren kann. Alle WLAN-Module können dieselbe SSID senden, sodass der Fahrzeuginsasse bei der Kopplung des Smartphones 57 mit dem Fahrzeug 12 nur eine Fahrzeug-SSID zur Auswahl hat. Das Smartphone 57 kann eine Kommunikationssitzung mit dem Telematik-WLAN-Modul 59 oder dem Infotainment-WLAN-Modul 61 herstellen, wodurch dem Smartphone 57 und dem WLAN-Modul 59 ermöglicht wird, Paketdaten drahtlos zu kommunizieren. Das WLAN-Modul kann die Master-Liste der Dienste drahtlos über einen WLAN-Kanal an das Smartphone 57 übertragen.

Das Smartphone 57 kann die Master-Liste der Dienste empfangen, die sowohl von dem Telematik-WLAN-Modul 59 als auch dem Infotainment-WLAN-Modul 61 bereitgestellt werden. Das Telematik-WLAN-Modul 59 kann einen Satz von Diensten bereitstellen, während das Infotainment-WLAN-Modul 61 einen weiteren Dienstsatz bereitstellen kann. Die Master-Liste der Dienste beinhaltet sowohl die Dienste des Telematik-WLAN-Moduls 59 als auch des Infotainment-WLAN-Moduls 61 und kann von beiden WLAN-Modulen gesendet werden. Das Smartphone 57 kann die Master-Liste der verfügbaren Dienste lesen und einen oder mehrere Dienste auswählen, auf die zugegriffen werden soll. Wie oben erörtert, können die Dienste Fahrzeughardware oder -eigenschaften sein, die durch eine drahtlose Vorrichtung über ein bestimmtes WLAN-Modul zugänglich sind. In einem Beispiel kann die Hauptliste der Dienste die Fähigkeit beinhalten, Fahrzeugdaten von der Fahrzeugtelematikeinheit 30 zu empfangen, Audio und Video an das Audiosystem 36 und die Anzeige 38 zu streamen, und auf das Internet zuzugreifen. In diesem Beispiel kann das Telematik-WLAN-Modul 59 Fahrzeugdaten und Zugriff auf das Internet bereitstellen, während das Infotainment-WLAN-Modul 61 die Möglichkeit bietet, Audio und Video zu streamen. Während die Beschreibung und die vorgesehenen Beispiele zwei WLAN-Module und drei verschiedene Dienste beinhalten, sollte man bedenken, dass mit dem Verfahren zusätzliche WLAN-Module und -Dienste erfolgreich im Fahrzeug 12 verwendet werden könnten. Das Verfahren 200 fährt dann mit Schritt 220 fort.

In Schritt 220 wird eine Anforderung von dem Smartphone 57 für einen Dienst, der in der Master-Liste enthalten ist, an einem WLAN-Modul empfangen. Das Smartphone 57 kann eine Dienstanforderung drahtlos an das WLAN-Modul übermitteln, mit dem es über einen WLAN-Kanal kommuniziert. Der WLAN-Kanal kann sich auf eine Kurzbereichs-Drahtloskommunikationsverbindung beziehen, die durch einen Standard IEEE 802.11 definiert ist. Unabhängig davon, welche Dienste das WLAN-Modul mit dem Smartphone 57 kommuniziert, kann das WLAN-Modul eine Dienstanforderung für jeden Dienst erhalten, der in der Master-Liste der Dienste enthalten ist. Das Verfahren 200 fährt dann mit Schritt 230 fort.

Bei Schritt 230 wird bestimmt, ob der Dienst über das WLAN-Modul verfügbar ist. Wenn das WLAN-Modul den Dienst bereitstellt, stellt das Modul die von dem Dienst angeforderten Informationen oder Funktionen zur Verfügung. Wenn jedoch das WLAN-Modul, das mit dem Smartphone 57 kommuniziert, bestimmt, dass der angeforderte Dienst nicht im WLAN-Modul verfügbar ist, kann das WLAN-Modul das WLAN-Modul identifizieren, das den angeforderten Dienst bereitstellt. In einem Beispiel kann das Smartphone 57 die Kommunikationssitzung mit dem Infotainment WLAN-Modul 61 herstellen. Wenn das Smartphone 57 Fahrzeugdaten von dem Infotainment-WLAN-Modul 61 anfordert, kann das Modul 61 feststellen, dass Fahrzeugdaten kein Dienst sind, den das Modul 61 bereitstellt. Das Infotainment-WLAN-Modul 61 kann auf eine Modulliste zugreifen, die Dienste identifiziert, die bei jedem WLAN-Modul im Fahrzeug 12 verfügbar sind oder von diesen bereitgestellt werden. Das Infotainment WLAN-Modul 61 kann die Modulliste nach dem angeforderten Dienst durchsuchen, den Dienst in der Liste identifizieren und das WLAN-Modul ermitteln, das den Dienst bereitstellt. Das WLAN-Modul, das in der Lage ist, den Dienst bereitzustellen, wird identifiziert. In diesem Beispiel kann das Infotainment-WLAN-Modul 61 die Modulliste durchsuchen und feststellen, dass Fahrzeugdaten von dem Telematik-WLAN-Modul 59 bereitgestellt werden können. Das Verfahren 200 fährt dann mit Schritt 240 fort.

Bei Schritt 240 wird eine Nachricht an das Smartphone 57 gesendet, das das WLAN-Modul identifiziert, das den in der Anforderung identifizierten Dienst bereitstellt. Die Kurzbereichs-Drahtloskommunikationverbindung zwischen dem Smartphone 57 und dem WLAN-Modul kann eine Datennachricht in Form von Paketdaten von dem WLAN-Modul zu dem Smartphone 57 übertragen, die das WLAN-Modul identifiziert, das den angeforderten Dienst bereitstellt. Das Smartphone 57 kann dann seine Kommunikation mit dem Infotainment-WLAN-Modul 61 als Antwort auf die Datennachricht beenden und eine Kommunikationssitzung mit dem in der Datennachricht identifizierten WLAN-Modul initiieren - in diesem Beispiel das Telematik-WLAN-Modul 59. Das Verfahren 200 endet dann.

Es versteht sich, dass das Vorstehende eine Beschreibung einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung ist. Die Erfindung ist nicht auf die besondere(n) hierin offenbarte(n) Ausführungsform(en) beschränkt, sondern ausschließlich durch die folgenden Patentansprüche definiert. Darüber hinaus beziehen sich die in der vorstehenden Beschreibung gemachten Aussagen auf bestimmte Ausführungsformen und sind nicht als Einschränkungen des Umfangs der Erfindung oder der Definition der in den Patentansprüchen verwendeten Begriffe zu verstehen, außer dort, wo ein Begriff oder Ausdruck ausdrücklich vorstehend definiert wurde. Verschiedene andere Ausführungsformen und verschiedene Änderungen und Modifikationen an der/den ausgewiesenen Ausführungsform(en) sind für Fachleute offensichtlich. Alle diese anderen Ausführungsformen, Änderungen und Modifikationen sollten im Geltungsbereich der angehängten Patentansprüche verstanden werden.

Wie in dieser Beschreibung und den Ansprüchen verwendet, sind die Begriffe „zum Beispiel“, „beispielsweise“, „z. B.“, „wie“ und „gleich“ und die Verben „umfassen“, „aufweisen“, „beinhalten“ und ihre anderen Verbformen, wenn sie in Verbindung mit einer Auflistung einer oder mehrerer Komponenten oder anderen Gegenständen verwendet werden, jeweils als offen auszulegen, was bedeutet, dass die Auflistung nicht so berücksichtigt wird, als dass sie andere, zusätzliche Komponenten oder Elemente ausschließt. Andere Begriffe sind in deren weitesten vernünftigen Sinn auszulegen, es sei denn, diese werden in einem Kontext verwendet, der eine andere Auslegung erfordert.