Title:
DYNAMISCHE ZUORDNUNG VON REGIONALEN NETZWERK-EINSTELLUNGEN
Kind Code:
A1


Abstract:

System und Verfahren für die dynamische Auswahl von regionalen Netzwerkeinstellungen an einem Mobilfunkgerät, Folgendes beinhaltend: Bestimmung eines geografischen Orts oder einer Kennung für ein Mobilfunkanbieter-System am Mobilfunkgerät; Zugriff, über das Mobilfunkgerät, auf eine Datenbank regionaler Netzwerkeinstellungen, die geografischen Orten oder Kennungen für Mobilfunkanbietersysteme zugeordnet sind; Auswahl einer oder mehrerer regionaler Netzwerkeinstellungen am Mobilfunkgerät anhand des bestimmten geographischen Orts oder der bestimmten Kennung für ein Mobilfunkanbietersystem über eine Suche in der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen; und drahtloses Übertragen der ausgewählten regionalen Netzwerkeinstellung(en) an einen Mobilfunkmast eines Mobilfunkanbietersystems.




Inventors:
Hosey, Eric T., Mich. (Warren, US)
Patenaude, Russell A., Mich. (Warren, US)
George, David M., Mich. (Warren, US)
Application Number:
DE102017123029A
Publication Date:
04/12/2018
Filing Date:
10/04/2017
Assignee:
GM Global Technology Operations, LLC (Mich., Detroit, US)
International Classes:



Other References:
IEEE 802.11-Protokollen
802.11x
Attorney, Agent or Firm:
Manitz Finsterwald Patentanwälte PartmbB, 80336, München, DE
Claims:
1. Verfahren zur dynamischen Auswahl von regionalen Netzwerkeinstellungen an einem Mobilfunkgerät, die folgenden Schritte umfassend:
(a) das Festlegen eines geografischen Orts oder einer Kennung eines Mobilfunkanbietersystems am Mobilfunkgerät;
(b) das Aufrufen, über das Mobilfunkgerät, einer Datenbank von regionalen Netzwerkeinstellungen, die geografischen Orten oder Kennungen von Mobilfunkanbietersystemen zugeordnet sind;
(c) das Auswählen einer oder mehrerer regionaler Netzwerkeinstellungen am Mobilfunkgerät basierend auf dem bestimmten geografischen Ort oder der Kennung für Mobilfunkanbietersysteme über eine Suche in der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen; und
(d) das drahtlose Übertragen der ausgewählten regionalen Netzwerkeinstellung(en) vom Mobilfunkgerät an einen Mobilfunkmast eines Mobilfunkanbietersystems.

2. Verfahren nach Anspruch 1, worin der geografische Ort ein Breiten- und Längengradpaar umfasst.

3. Verfahren nach Anspruch 1, worin der geografische Ort einen Mobile Country Code (MCC) umfasst.

4. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Kennung des Mobilfunkanbietersystems einen Mobile Network Code (MNC) umfasst.

5. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Mobilfunkgerät eine Fahrzeugtelematikeinheit umfasst.

6. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen einen oder mehrere Access Point Names (APN) umfasst, die jeweils einem geografischen Ort und mehreren Kennungen für Mobilfunkanbietersysteme zugeordnet sind.

7. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen einen oder mehrere Access Point Names (APN) umfasst, die jeweils mehreren geografischen Orten und einer Kennung für Mobilfunkanbietersysteme zugeordnet sind.

8. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen am Mobilfunkgerät gepflegt wird.

9. Verfahren zur dynamischen Auswahl von regionalen Netzwerkeinstellungen an einem Mobilfunkgerät, die folgenden Schritte umfassend:
(a) das Festlegen eines geografischen Orts oder einer Kennung eines Mobilfunkanbietersystems am Mobilfunkgerät;
(b) das drahtlose Übertragen des geografischen Orts oder der Kennung für Mobilfunkanbietersysteme vom Mobilfunkgerät auf eine zentrale Einrichtung, wo eine Datenbank für regionale Netzwerkeinstellungen gepflegt wird;
(c) das Empfangen am Mobilfunkgerät von der zentralen Einrichtung einer oder mehrerer regionaler Netzwerkeinstellungen, die basierend auf dem bestimmten geografischen Ort oder der Kennung für Mobilfunkanbietersysteme über eine Suche der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen ausgewählt wurde; und
(d) das drahtlose Übertragen der am Mobilfunkgerät empfangenen regionalen Netzwerkeinstellung(en) an einen Mobilfunkmast eines Mobilfunkanbietersystems.

10. Verfahren nach Anspruch 9, worin die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen einen oder mehrere Access Point Names (APN) beinhaltet, die jeweils einem Universal Resource Indicator (URI) zugeordnet sind.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft Funktelefonie und insbesondere die Art und Weise, wie regionale Netzwerkeinstellungen, die von Mobilfunkgeräten verwendet werden, zugeordnet werden.

HINTERGRUND

Mobilfunkgeräte werden mit Mobilfunkanbietersystemen verwendet, um Funktelefoniedienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Die Mobilfunkgeräte können eine Datenpaketverbindung über das Mobilfunkanbietersystem herstellen und im Zuge dessen regionale Netzwerkeinstellungen vornehmen. Oft werden die regionalen Netzwerkeinstellungen dem Mobilfunkgerät auf Grundlage des heimischen Mobilfunkanbieters zugeordnet. Das Mobilfunkanbietersystem kann je nach Identität der regionalen Netzwerkeinstellungen die regionalen Netzwerkeinstellungen, die es empfängt, ermitteln und eine Datenverbindung herstellen und/oder Datenpakete weiterleiten. Mobilfunkgeräte sind konfiguriert, um feste regionale Netzwerkeinstellungen zu verwenden, wenn Datenpaketverbindungen hergestellt werden. Das heißt, das Mobilfunkgerät nutzt die selben regionalen Netzwerkeinstellungen, unabhängig vom Standort der Mobilfunkgeräte oder davon, welches Mobilfunkanbietersystem das Mobilfunkgerät gerade nutzt.

Hersteller von Mobilfunkgeräten geben im Allgemeinen an, wo die Mobilfunkgeräte verwendet oder verkauft und programmieren die Geräte mit festen regionalen Netzwerkeinstellungen basierend auf dieser Information. Das bedeutet jedoch die Pflege von separaten Lagerbeständen für jedes geografische Gebiet, in dem die Mobilfunkgeräte verkauft werden, und für jedes Mobilfunkanbietersystem, das als Heimatnetzwerk der Geräte dient. Abgesehen von der Lagerbestandslogistik kann ein Mobilfunkgerät, das feste regionale Netzwerkeinstellungen verwendet und eine signifikante Entfernung von seinem ursprünglichen Verkaufsort zurückgelegt hat, Datenpakete unnötigerweise über längere Strecken routen, was zu Latenzzeiten oder zusätzlichen Downloadkosten für die Nutzer führt. So kann beispielsweise ein Mobilfunkgerät, dessen feste regionale Netzwerkeinstellungen für ein Mobilfunkanbietersystem in den USA optimiert wurde, nach Europa gelangen. Wenn sich das Mobilfunkgerät in einem europäischen Mobilfunkanbietersystem anmeldet, können die US-basierten regionalen Netzwerkeinstellungen Datenpakete, die das Mobilfunkgerät in Europa empfängt bzw. die an es gesendet werden, über einen US-Mobilfunkanbieter routen, der den regionalen US-Netzwerkeinstellungen zugeordnet ist.

ZUSAMMENFASSUNG

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zur dynamischen Auswahl von regionalen Netzwerkeinstellungen an einem Mobilfunkgerät bereitgestellt. Das Verfahren beinhaltet Folgendes: Bestimmung eines geografischen Orts oder einer Kennung für ein Mobilfunkanbietersystem am Mobilfunkgerät; Zugriff, über das Mobilfunkgerät, auf eine Datenbank regionaler Netzwerkeinstellungen, die geografischen Orten oder Kennungen für Mobilfunkanbietersysteme zugeordnet sind; Auswahl einer oder mehrerer regionaler Netzwerkeinstellungen am Mobilfunkgerät anhand des bestimmten geografischen Orts oder der bestimmten Kennung für ein Mobilfunkanbietersystem über eine Suche in der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen; und drahtloses Übertragen der ausgewählten regionalen Netzwerkeinstellung(en) vom Mobilfunkgerät an einen Mobilfunkmast eines Mobilfunkanbietersystems.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird ein Verfahren zur dynamischen Auswahl von regionalen Netzwerkeinstellungen an einem Mobilfunkgerät bereitgestellt. Das Verfahren beinhaltet Folgendes: Bestimmung eines geografischen Orts oder einer Kennung für ein Mobilfunkanbietersystem am Mobilfunkgerät; drahtloses Senden des geografischen Orts oder der Kennung des Mobilfunkanbietersystems an eine zentrale Einrichtung, die eine Datenbank für regionale Netzwerkeinstellungen pflegt; Empfang am Mobilfunkgerät der zentralen Einrichtung einer oder mehrerer regionaler Netzwerkeinstellungen, die anhand des bestimmten geographischen Orts oder der bestimmten Kennung für ein Mobilfunkanbietersystem über eine Suche in der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen ausgewählt wurden; und drahtloses Übertragen der ausgewählten regionalen Netzwerkeinstellung(en), die am Mobilfunkgerät empfangen wurden, an einen Mobilfunkmast eines Mobilfunkanbietersystems.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Eine oder mehrere Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben, worin gleiche Bezeichnungen gleiche Elemente bezeichnen, und worin:

1 ein Blockdiagramm ist, das eine Ausführungsform eines Kommunikationssystems darstellt, das das hierin offenbarte Verfahren verwenden kann; und

2 ist ein Flussdiagramm, welches eine Ausführungsform eines Verfahrens zur dynamischen Bestimmung eines Access Point Name (APN) darstellt.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER VERANSCHAULICHTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Das System und Verfahren, die unten beschrieben werden, legen regionale Netzwerkeinstellungen an einem Mobilfunkgerät anhand des Standorts des Geräts oder der Identität des Mobilfunkanbietersystems fest, das das Mobilfunkgerät kontaktiert. Die regionalen Netzwerkeinstellungen können eine Vielzahl von Mobilfunkeinstellungen beinhalten, die von einem Mobilfunknetzanbieter verwendet werden, einschließlich einem Access Point Name (APN), identifiziert durch einen textbasierten Namen, oder einer oder mehrerer anderer Einstellungen für die Steuerung des Austausches zwischen einem Mobilfunkanbietersystem, wie einem Mobilfunknetzwerkträger, und Mobilfunkgeräten. Der APN identifiziert das Gateway über das das Mobilfunkgerät eine Verbindung zum Internet oder anderen Festnetzen aufbaut, und kann anhand des Mobilfunkanbietersystems oder des Orts verwendet werden. Die regionalen Netzwerkeinstellungen können Informationen enthalten, die für das Mobilfunkgerät nützlich sind, um Verbindungen mit einem speziellen Mobilfunkanbietersystem oder in einem bestimmten geografischen Bereich herzustellen. Diese Einstellungen können Sprach-Fallbacknummern, SMS-Kurzcodes, Universal Ressource Identifiers (URI) und eine Preferred Roaming List (PRL) beinhalten, um nur einige zu nennen.

Eine Datenbank mit den regionalen Netzwerkeinstellungen, die durch eine geografische Lage und/oder ein Mobilfunkanbietersystem identifizierbar sind, kann gepflegt und aufgerufen werden, um zu bestimmen, welche regionalen Netzwerkeinstellungen zur Verwendung geeignet sind. Das Mobilfunkgerät ist mobil und kann seinen Ort oder die Identität des Mobilfunkanbieters bestimmen, mit dem es Daten austauscht. Das Mobilfunkgerät kann die Datenbank mit den regionalen Netzwerkeinstellungen pflegen und in der Datenbank nach regionalen Netzwerkeinstellungen suchen, die dem Ort und/oder der Identität des Mobilfunkanbieters entsprechen. Das Mobilfunkgerät kann dann eine oder mehrere regionale Netzwerkeinstellungen aus der Datenbank auswählen und die ausgewählten regionale(n) Netzwerkeinstellung(en) an das Mobilfunkanbietersystem übertragen, mit dem es in Datenaustausch steht. Alternativ kann eine zentrale Einrichtung die Datenbank mit den regionalen Netzwerkeinstellungen pflegen und den geografischen Ort oder die Identität des Mobilfunkanbietersystems vom Mobilfunkgerät empfangen, eine oder mehrere regionale Netzwerkeinstellungen anhand dieser Informationen identifizieren und die regionalen Netzwerkeinstellung(en) an das Mobilfunkgerät senden. Diese dynamische Auswahl der regionalen Netzwerkeinstellungen erübrigt die Notwendigkeit, je nach den festen regionalen Netzwerkeinstellungen, für deren Nutzung die Geräte konfiguriert sind, verschiedene Lagerbestände von Mobilfunkgeräten vorzuhalten. Auch die Auswahl der regionalen Netzwerkeinstellungen anhand von Ort und/oder Mobilfunkanbietersystem kann ein effizienteres Routing der Datenpakete ermöglichen, unabhängig vom Standort des Mobilfunkgeräts.

Kommunikationssystem –

Mit Bezug auf 1 ist eine Betriebsumgebung dargestellt, die ein mobiles Fahrzeugkommunikationssystem 10 umfasst, das verwendet werden kann, um das hierin offenbarte Verfahren zu implementieren. Das Kommunikationssystem 10 umfasst im Allgemeinen ein Fahrzeug 12, ein oder mehrere Mobilfunkanbietersysteme 14, ein Festnetz 16, einen Computer 18 und ein Call-Center 20. Es versteht sich, dass das offenbarte Verfahren mit einer beliebigen Anzahl von unterschiedlichen Systemen verwendet werden kann und nicht speziell auf die hierin gezeigte Betriebsumgebung einschränkt ist. Auch die Architektur, Konstruktion, Konfiguration und der Betrieb des Systems 10 und seiner einzelnen Komponenten sind in der Technik allgemein bekannt. Somit stellen die folgenden Absätze lediglich einen kurzen Überblick über ein solches Kommunikationssystem 10 bereit; aber auch andere, hierin nicht dargestellte Systeme könnten die offenbarten Verfahren einsetzen.

Fahrzeug 12 ist in der veranschaulichten Ausführungsform als ein Personenkraftwagen dargestellt, es sollte jedoch beachtet werden, dass jedes andere Fahrzeug, einschließlich Motorräder, Lastwagen, Geländewagen (SUV), Campingfahrzeuge (RV), Wasserfahrzeuge, Flugzeuge usw. ebenfalls verwendet werden kann. Ein Teil der Fahrzeugelektronik 28 wird im Allgemeinen in 1 gezeigt und beinhaltet eine Telematikeinheit 30, ein Mikrofon 32, eine oder mehrere Tasten oder andere Steuereingänge 34, ein Audiosystem 36, eine optische Anzeige 38, ein GPS-Modul 40 sowie eine Anzahl von Fahrzeugsystemmodulen (VSMs) 42. Einige dieser Vorrichtungen können direkt mit der Telematikeinheit, wie z. B. dem Mikrofon 32 und der/den Taste(n) 34, verbunden sein, während andere indirekt unter Verwendung einer oder mehrerer Netzwerkverbindungen, wie einem Kommunikationsbus 44 oder einem Entertainmentbus 46, verbunden sind. Beispiele geeigneter Netzwerkverbindungen beinhalten ein Controller Area Network (CAN), einen medienorientierten Systemtransfer (MOST), ein lokales Kopplungsstrukturnetzwerk (LIN), ein lokales Netzwerk (LAN) und andere geeignete Verbindungen, wie z. B. Ethernet oder andere, die u. a. den bekannten ISO-, SAE- und IEEE-Standards und -Spezifikationen entsprechen.

Die Telematikeinheit 30 selbst ist ein Fahrzeugsystemmodul (VSM) und eine Art Mobilfunkgerät, das eine OEM-installierte (eingebettete) oder eine Aftermarketvorrichtung sein kann, die in dem Fahrzeug installiert ist und eine drahtlose Sprach- und/oder Datenkommunikation über das Mobilfunkanbietersysteme 14 und über eine drahtlose Vernetzung ermöglicht. Dies ermöglicht, dass das Fahrzeug mit Call-Center 20, anderen telematikfähigen Fahrzeugen oder einer anderen Entität oder Vorrichtung kommunizieren kann. Die Telematikeinheit verwendet vorzugsweise Funkübertragungen, um einen Kommunikationskanal (einen Sprachkanal und/oder einen Datenkanal) mit dem Mobilfunkanbietersystem 14 herzustellen, sodass Sprach- und/oder Datenübertragungen über den Kanal gesendet und erhalten werden können. Durch Bereitstellen von sowohl Sprach- als auch Datenkommunikation ermöglicht die Telematikeinheit 30 dem Fahrzeug das Anbieten einer Anzahl von unterschiedlichen Diensten, darunter solche, die sich mit Navigation, Fernsprechen, Nothilfe, Diagnose, Infotainment usw. befassen. Daten können entweder über eine Datenverbindung, z. B. die Paketdatenübertragung über einen Datenkanal oder über einen Sprachkanal unter Verwendung von auf dem Fachgebiet bekannten Techniken gesendet werden. Für kombinierte Dienste, die sowohl Sprachkommunikation (z. B. mit einem Live-Berater oder einer Sprachdialogeinheit im Call-Center 20) als auch Datenkommunikation (z. B. für die Bereitstellung von GPS-Ortsdaten oder Fahrzeugdiagnosedaten im Call-Center 20) einschließen, kann das System einen einzelnen Anruf über einen Sprachkanal verwenden und nach Bedarf zwischen Sprach- und Datenübertragung über den Sprachkanal umschalten, und dies kann unter Verwendung von Techniken erfolgen, die dem Fachmann bekannt sind.

Gemäß einer Ausführungsform verwendet die Telematikeinheit 30 Mobilfunkkommunikation gemäß entweder den GSM-, CDMA- oder LTE-Standards und beinhaltet daher einen Mobilfunkstandardchipsatz 50 für die Sprachkommunikation, wie Freisprechen, ein drahtloses Modem für die Datenübertragung, ein elektronisches Verarbeitungsgerät 52, eine oder mehrere Digitalspeichervorrichtungen 54 und eine Dual-Antenne 56. Es versteht sich, dass das Modem entweder durch Software implementiert sein kann, die in der Telematikeinheit gespeichert und durch den Prozessor 52 ausgeführt wird, oder es kann eine separate Hardwarekomponente sein, die sich innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden kann. Das Modem kann mithilfe einer beliebigen Anzahl unterschiedlicher Standards oder Protokolle, wie z. B. LTE, EVDO, CDMA, GPRS und EDGE, betrieben werden. Die drahtlose Vernetzung zwischen dem Fahrzeug und den anderen vernetzten Vorrichtungen kann auch unter Verwendung der Telematikeinheit 30 erfolgen. Für diesen Zweck kann die Telematikeinheit 30 konfiguriert sein, gemäß einem oder mehreren Protokollen drahtlos zu kommunizieren einschließlich drahtloser Nahbereichskommunikation (SRWC), wie irgendwelche von den IEEE 802.11-Protokollen, WiMAX, ZigBeeTM, Wi-Fi direct, BluetoothTM oder Nahfeldkommunikation (NFC). Wenn die Telematikeinheit für paketvermittelte Datenkommunikation, wie z. B. TCP/IP, verwendet wird, kann sie mit einer statischen IP-Adresse konfiguriert oder eingerichtet werden, um eine zugewiesene IP-Adresse von einer anderen Vorrichtung im Netzwerk, wie z. B. einem Router oder einem Netzwerkadressenserver, automatisch zu empfangen.

Der Prozessor 52 kann jede Geräteart sein, die fähig ist elektronische Befehle zu verarbeiten, einschließlich Mikroprozessoren, Mikrocontrollern, Hostprozessoren, Steuerungen, Fahrzeugkommunikationsprozessoren und anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs). Er kann ein speziell dafür vorgesehener Prozessor sein, der nur für die Telematikeinheit 30 verwendet wird, oder er kann mit anderen Fahrzeugsystemen geteilt werden. Der Prozessor 52 führt verschiedene Arten von digital gespeicherten Befehlen aus, wie Software oder Firmwareprogramme, die im Speicher 54 gespeichert sind, welche der Telematikeinheit ermöglichen, eine große Vielfalt von Diensten bereitzustellen. Zum Beispiel kann der Prozessor 52 Programme ausführen oder Daten verarbeiten, um mindestens einen Teil des Verfahrens auszuführen, das hierin beschrieben ist.

Die Telematikeinheit 30 kann verwendet werden, um eine vielfältige Palette von Fahrzeugdiensten bereitzustellen, die drahtlose Kommunikation zu und/oder vom Fahrzeug beinhalten. Derartige Dienste beinhalten: Wegbeschreibungen und andere navigationsbezogene Dienste, die in Verbindung mit dem GPS-basierten Fahrzeugnavigationsmodul 40 bereitgestellt sind; Benachrichtigung über die Airbagauslösung und andere mit Notruf oder Pannendienst verbundene Dienste, die in Verbindung mit einem oder mehreren Crashsensor-Schnittstellenmodulen, wie einem Fahrzeugbeherrschbarkeitsmodul (nicht gezeigt), bereitgestellt sind; Diagnosemeldungen unter Verwendung von einem oder mehreren Diagnosemodulen; und mit Infotainment verbundene Dienste, wobei Musik, Internetseiten, Filme, Fernsehprogramme, Videospiele und/oder andere Informationen durch ein Infotainmentmodul (nicht gezeigt) heruntergeladen und für die gegenwärtige oder spätere Wiedergabe gespeichert werden. Die vorstehend aufgelisteten Dienste sind keineswegs eine vollständige Liste aller Fähigkeiten der Telematikeinheit 30, sondern sie sind einfach eine Aufzählung von einigen der Dienste, welche die Telematikeinheit anbieten kann. Des Weiteren versteht es sich, dass mindestens einige der vorstehend genannten Module in der Form von Softwarebefehlen implementiert sein könnten, die innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 gespeichert sind, sie könnten Hardwarekomponenten sein, die sich innerhalb oder außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden, oder sie könnten integriert sein und/oder miteinander oder mit anderen Systemen geteilt zu sein, die sich im Fahrzeug befinden, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Für den Fall, dass die Module als VSM 42 implementiert sind, die sich außerhalb der Telematikeinheit 30 befinden, könnten sie den Fahrzeugbus 44 verwenden, um Daten und Befehle mit der Telematikeinheit auszutauschen.

Das GPS-Modul 40 empfängt Funksignale von einer Konstellation 60 von GPS-Satelliten. Von diesen Signalen kann das Modul 40 die Fahrzeugposition ermitteln, die verwendet wird, um Navigation und andere mit der Position verbundene Dienste an den Fahrzeugführer bereitzustellen. Navigationsinformationen können auf der Anzeige 38 (oder einer anderen Anzeige innerhalb des Fahrzeugs) dargestellt oder in verbaler Form präsentiert werden, wie es beispielsweise bei der Wegbeschreibungsnavigation der Fall ist. Die Navigationsdienste können unter Verwendung von einem zugehörigen Fahrzeugnavigationsmodul (das Teil des GPS-Moduls 40 sein kann) bereitgestellt werden, oder einige oder alle Navigationsdienste können über die Telematikeinheit 30 erfolgen, wobei die Positionsinformationen zum Zweck des Ausstattens des Fahrzeugs mit Navigationskarten, Kartenanmerkungen (Sehenswürdigkeiten, Restaurants usw.), Routenberechnungen und dergleichen zu einem entfernten Standort gesendet werden. Die Positionsinformationen können an das Call-Center 20 oder ein anderes Remotecomputersystem, wie Computer 18, für andere Zwecke, wie Flottenmanagement, bereitgestellt werden. Außerdem können neue oder aktualisierte Kartendaten zum GPS-Modul 40 vom Call-Center 20 über die Telematikeinheit 30 heruntergeladen werden.

Abgesehen von der Telematikeinheit 30, dem Audiosystem 36 und dem GPS-Modul 40 kann das Fahrzeug 12 andere Fahrzeugsystemmodule (VSMs) 42 in Form von elektronischen Hardwarekomponenten beinhalten, die sich im Fahrzeug befinden und typischerweise eine Eingabe von einem oder mehreren Sensoren erhalten und die erfassten Eingaben verwenden, um die Diagnose, Überwachung, Steuerung, Berichterstattung und/oder andere Funktionen auszuführen. Jedes der VSMs 42 ist vorzugsweise durch den Kommunikationsbus 44 mit den anderen VSM sowie der Telematikeinheit 30 verbunden und kann programmiert werden, Fahrzeugsystem- und Subsystemdiagnosetests auszuführen. So kann beispielsweise ein VSM 42 ein Motorsteuergerät (ECM) sein, das verschiedene Aspekte des Motorbetriebs, wie z. B. Kraftstoffzündung und Zündzeitpunkt, steuert, ein weiteres VSM 42 kann ein Antriebsstrangsteuermodul sein, das den Betrieb von einer oder mehreren Komponenten des Fahrzeugantriebsstrangs reguliert, und ein weiteres VSM 42 kann ein Chassis-Steuermodul sein, das verschiedene im Fahrzeug befindliche elektrische Komponente, wie beispielsweise die Zentralverriegelung des Fahrzeugs und die Scheinwerfer, verwaltet. Gemäß einer Ausführungsform ist das Motorsteuergerät mit integrierten Diagnose-(OBD)-Funktionen ausgestattet, die unzählige Echtzeitdaten, wie z. B. die von verschiedenen Sensoren, einschließlich Fahrzeugemissionssensoren, erhaltenen Daten bereitstellen und eine standardisierte Reihe von Diagnosefehlercodes (DTCs) liefern, die einem Techniker ermöglichen, Fehlfunktionen innerhalb des Fahrzeugs schnell zu identifizieren und zu beheben. Fachleute auf dem Fachgebiet werden erkennen, dass es sich bei den vorgenannten VSMs nur um Beispiele von einigen der Module handelt, die im Fahrzeug 12 verwendet werden können, zahlreiche andere Module jedoch ebenfalls möglich sind.

Die Fahrzeugelektronik 28 beinhaltet auch eine Anzahl von Fahrzeugbenutzeroberflächen, die Fahrzeuginsassen mit einem Mittel zum Bereitstellen und/oder Empfangen von Informationen ausstattet, einschließlich Mikrofon 32, Taste(n) 34, Audiosystem 36, und optischer Anzeige 38. Wie hierin verwendet, beinhaltet der Begriff „Fahrzeugbenutzeroberfläche” weitgehend jede geeignete Form von elektronischer Vorrichtung, die sowohl die im Fahrzeug befindlichen Hardware- als auch Softwarekomponenten beinhaltet und einem Fahrzeugbenutzer ermöglicht, mit einer oder durch eine Komponente des Fahrzeugs zu kommunizieren. Das Mikrofon 32 stellt eine Audioeingabe an die Telematikeinheit bereit, um dem Fahrer oder anderen Insassen zu ermöglichen, Sprachsteuerungen bereitzustellen und Freisprechen über das Mobilfunkanbietersystem 14 auszuführen. Für diesen Zweck kann es mit einer integrierten automatischen Sprachverarbeitungseinheit verbunden sein, welche die unter Fachleuten auf dem Gebiet bekannte Mensch-Maschinen-Schnittstellen-(HMI)-Technologie verwendet. Die Taste(n) 34 ermöglichen eine manuelle Benutzereingabe in die Telematikeinheit 30, um drahtlose Telefonanrufe zu initiieren und andere Daten, Antworten oder eine Steuereingabe bereitzustellen. Separate Tasten können zum Initiieren von Notrufen gegenüber regulären Dienstunterstützungsanrufen beim Call-Center 20 verwendet werden. Das Audiosystem 36 stellt eine Audioausgabe an einen Fahrzeuginsassen bereit und kann ein zugehöriges selbstständiges System oder Teil des primären Fahrzeugaudiosystems sein. Gemäß der bestimmten Ausführungsform, die hierin gezeigt ist, ist das Audiosystem 36 operativ sowohl mit dem Fahrzeugbus 44 als auch mit dem Entertainmentbus 46 gekoppelt und kann AM-, FM- und Satellitenradio, CD-, DVD- und andere Multimediafunktionalität bereitstellen. Diese Funktionalität kann in Verbindung mit dem vorstehend beschriebenen Infotainmentmodul oder davon unabhängig bereitgestellt werden. Die optische Anzeige 38 ist vorzugsweise eine Grafikanzeige, wie z. B. ein Touchscreen am Armaturenbrett oder eine Warnanzeige, die von der Frontscheibe reflektiert wird, und verwendet werden kann, um eine Vielzahl von Eingabe- und Ausgabefunktionen bereitzustellen. Verschiedene andere Fahrzeugbenutzeroberflächen können ebenfalls verwendet werden, denn die Schnittstellen von 1 dienen lediglich als Beispiel für eine bestimmte Implementierung.

Das Mobilfunkanbietersystem 14 ist vorzugsweise ein Smartphonesystem, das eine Vielzahl von Mobilfunkmasten 70 (nur einer gezeigt), eine oder mehrere mobile Vermittlungszentrale Einrichtung (MSC) 72 sowie irgendwelche anderen Netzwerkkomponenten umfasst, die erforderlich sind, um das Mobilfunkanbietersystem 14 mit dem Festnetz 16 zu verbinden. Jeder Mobilfunkturm 70 beinhaltet Sende- und Empfangsantennen und eine Basisstation, wobei die Basisstationen von unterschiedlichen Mobilfunktürmen mit der MSC 72 entweder direkt oder über zwischengeschaltete Geräte, wie z. B. eine Basisstationssteuereinheit, verbunden sind. Das Mobilfunksystem 14 kann jede geeignete Kommunikationstechnik implementieren, die beispielsweise, analoge Technologien, wie AMPS oder die neueren Digitaltechnologien, wie CDMA (z. B. CDMA2000) oder GSM/GPRS, umfasst. Der Fachmann wird erkennen, dass verschiedene Mobilfunkturm-/Basisstation/MSC-Anordnungen möglich sind und mit dem drahtlosen System 14 verwendet werden könnten. Zum Beispiel könnten sich Basisstation und Zellentürme an derselben Stelle oder entfernt voneinander befinden, jede Basisstation könnte für einen einzelnen Zellenturm zuständig sein oder eine einzelne Basisstation könnte verschiedene Zellentürme bedienen und verschiedene Basisstationen könnten mit einer einzigen MSC gekoppelt werden, um nur einige der möglichen Anordnungen zu nennen.

Abgesehen vom Verwenden des Mobilfunkanbietersystems 14 kann ein unterschiedliches Mobilfunkanbietersystem in der Form von Satellitenkommunikation verwendet werden, um unidirektionale oder bidirektionale Kommunikation mit dem Fahrzeug bereitzustellen. Dies kann unter Verwendung von einem oder mehreren Fernmeldesatelliten 62 und einer aufwärtsgerichteten Sendestation 64 erfolgen. Bei der unidirektionalen Kommunikation kann es sich beispielsweise um Satellitenradiodienste handeln, worin programmierte Inhaltsdaten (Nachrichten, Musik usw.) von der Sendestation 64 erhalten werden, für das Hochladen gepackt und anschließend zum Satelliten 62 gesendet werden, der die Programmierung an die Teilnehmer sendet. Bidirektionale Kommunikation kann beispielsweise Satellitentelefoniedienste unter Verwendung der Satelliten 62 sein, um Telefonkommunikationen zwischen dem Fahrzeug 12 und der Station 64 weiterzugeben. Bei Verwendung kann dieses Satellitenfernsprechen entweder zusätzlich zum oder anstatt des Mobilfunkanbietersystems 14 verwendet werden.

Das Festnetz 16 kann ein konventionelles landgebundenes Telekommunikationsnetzwerk sein, das mit einem oder mehreren Festnetztelefonen verbunden ist und das Mobilfunkanbietersystem 14 mit dem Call-Center 20 verbindet. So kann beispielsweise das Festnetz 16 ein Fernsprechnetz (PSTN) wie jenes sein, das verwendet wird, um festverdrahtetes Fernsprechen, paketvermittelte Datenkommunikationen und die Internetinfrastruktur bereitzustellen. Ein oder mehrere Segmente des Festnetzes 16 könnten durch Verwenden eines normalen drahtgebundenen Netzwerks, eines Lichtleiter- oder eines anderen optischen Netzwerks, eines Kabelnetzes, von Stromleitungen, anderen drahtlosen Netzwerken, wie drahtlose lokale Netzwerke (WLANs) oder Netzwerke, die drahtlosen Breitbandzugang (BWA) bereitstellen oder jeder Kombination davon, implementiert sein. Des Weiteren muss das Call-Center 20 nicht über das Festnetz 16 verbunden sein, sondern könnte Funktelefonieausrüstung beinhalten, sodass direkt mit einem drahtlosen Netzwerk, wie dem Mobilfunkanbietersystem 14, kommuniziert werden kann.

Der Computer 18 kann einer von einer Anzahl von Computern sein, die über ein privates oder öffentliches Netzwerk, wie das Internet, zugänglich sind. Jeder dieser Computer 18 kann für einen oder mehrere Zwecke, wie einen Webserver verwendet werden, der vom Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 und das Mobilfunkanbietersystem 14 zugänglich ist. Andere derartige zugängliche Computer 18 können beispielsweise sein: ein Kundendienstzentrumcomputer, wo Diagnoseinformationen und andere Fahrzeugdaten vom Fahrzeug über die Telematikeinheit 30 hochgeladen werden können; ein Clientcomputer, der vom Fahrzeugbesitzer oder einem anderen Teilnehmer für solche Zwecke, wie das Zugreifen auf oder das Erhalten von Fahrzeugdaten oder zum Einstellen oder Konfigurieren von Teilnehmerpräferenzen oder Steuern von Fahrzeugfunktionen, verwendet wird; oder ein Drittparteispeicherort, zu dem oder von dem Fahrzeugdaten oder andere Informationen entweder durch Kommunizieren mit dem Fahrzeug 12 oder dem Call-Center 20 oder beiden bereitgestellt werden. Ein Computer 18 kann auch für das Bereitstellen von Internetkonnektivität, wie DNS-Dienste oder als ein Netzwerkadressenserver, verwendet werden, der DHCP oder ein anderes geeignetes Protokoll verwendet, um dem Fahrzeug 12 eine IP-Adresse zuzuweisen.

Das Call-Center 20 ist konzipiert, die Fahrzeugelektronik 28 mit einer Anzahl von unterschiedlichen System-Back-End-Funktionen bereitzustellen, und beinhaltet nach dem hierin gezeigten Ausführungsbeispiel im Allgemeinen einen oder mehrere Switches 80, Server 82, Datenbanken 84, Live-Berater 86 sowie ein automatisiertes Sprachausgabesystem (VRS) 88, die alle auf dem Fachgebiet bekannt sind. Diese verschiedenen Komponenten des Call-Centers sind vorzugsweise miteinander über ein verdrahtetes oder drahtloses lokales Netzwerk 90 gekoppelt. Der Switch 80, der ein Nebenstellenanlagen(PBX)-Switch sein kann, leitet eingehende Signale weiter, sodass Sprachübertragungen gewöhnlich entweder zum Live-Berater 86 über das reguläre Telefon oder automatisiert zum Sprachdialogsystem 88 unter Verwendung von VoIP gesendet werden. Das Live-Berater-Telefon kann auch VoIP verwenden, wie durch die gestrichelte Linie in 1 angezeigt. VoIP und andere Datenkommunikation durch den Switch 80 werden über ein Modem (nicht gezeigt) implementiert, das zwischen dem Switch 80 und Netzwerk 90 verbunden ist. Datenübertragungen werden über das Modem an den Server 82 und/oder die Datenbank 84 weitergegeben. Die Datenbank 84 kann Kontoinformationen, wie Teilnehmerauthentisierungsinformationen, Fahrzeugbezeichner, Profilaufzeichnungen, Verhaltensmuster und andere entsprechende Teilnehmerinformationen, speichern. Datenübertragungen können zudem durch drahtlose Systeme, wie z. B. 802.11x, GPRS und dergleichen, erfolgen. Obwohl die veranschaulichte Ausführungsform beschrieben wurde, als ob sie in Verbindung mit einem bemannten Call-Center 20 verwendet werden würde, das den Live-Berater 86 einsetzt, ist es offensichtlich, dass das Call-Center stattdessen VRS 88 als einen automatisierten Berater verwenden kann, oder eine Kombination von VRS 88 und dem Live-Berater 86 verwendet werden kann.

Verfahren –

2 zeigt ein Verfahren (200), bei dem regionale Netzwerkeinstellungen an einem Mobilfunkgerät dynamisch ausgewählt werden. Das Verfahren 200 beginnt bei Schritt 210 durch Bestimmen eines geografischen Orts oder einer Kennung für ein Mobilfunkanbietersystem Kennung an der Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs. In dieser bestimmten Implementierung wird das Mobilfunkgerät mittels der Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs, wie oben mit Bezug auf 1 beschrieben, eingesetzt. Aber es versteht sich, dass das beschriebene Verfahren auch unter Verwendung anderer Mobilfunkgeräte umgesetzt werden kann, wie handgehaltener Mobiltelefone oder anderer handgehaltener Mobilfunkgeräte, die mit dem Mobilfunkanbietersystem 14 kommunizieren. Die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs kann ihren Ort in Form von Breiten- und Längenkoordinaten bestimmen, die unter Verwendung des GPS-Moduls 40 erzeugt werden können. Der Prozessor 52 der Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs kann Breiten- und Längenkoordinaten mit einem Kartenabgleichs-Softwaremodul bereitstellen, das Land, Staat oder ähnliche politische Grenzen identifiziert, die den Standort des Fahrzeugs 12 angeben.

Der Ort der Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs kann auch anhand der Informationen bestimmt werden, die vom Mobilfunkmast 70 des Mobilfunkanbietersystems 14 gesendet werden. Der Mobilfunkmast 70 kann örtlich einen Mobile Country Code (MCC) senden, der das Land anzeigt, in dem sich der Mobilfunkmast 70 befindet. So kann beispielsweise die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs den MCC 310 senden, um anzuzeigen, dass sich der Mobilfunkmast 70 in den USA befindet, 334, wenn sich der Mobilfunkmast 70 in Mexiko befindet, oder 208, wenn sich der Mobilfunkmast 70 in Frankreich befindet. Es existieren noch viele weitere Codes, die von der International Telecommunications Union (ITU) definiert werden.

Abgesehen vom Ort kann die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs das Mobilfunkanbietersystem 14 erkennen, mit dem es basierend auf einer bestimmten Kennung kommuniziert. Der Mobilfunkmast 70 kann einen Mobile Network Code (MNC) senden oder was alternativ eine Systemkennung (SID) oder Netzwerkkennung (NID) genannt werden kann, die die jeweiligen Mobilfunkanbietersysteme 14 erkennt, die den Mobilfunkmast 70 betreiben. Der MNC kann zusammen mit dem MCC vom Mobilfunkmast 70 gesendet werden. Unter Verwendung der oben genannten Beispiele kann die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs ein MCC-/MNC-Paar, wie 310/006, empfangen, aus dem hervorgeht, dass Verizon den Mobilfunkmast 70 in den USA betreibt. Oder die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs könnte ein MCC-/MNC-Paar 334/050 empfangen, aus dem hervorgeht, dass AT&T den Mobilfunkmast 70 in Mexiko betreibt. Wenn die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs nach der Herstellung an einen bestimmten geografischen Ort ausgeliefert wird, kann die Einheit 30 eine Erstausstattung erhalten und dann die MCC/MNC des Mobilfunkmasts 70 erkennen, den es erfasst. Das Verfahren 200 fährt dann mit Schritt 220 fort.

Bei Schritt 220 erfolgt Zugriff auf eine Datenbank mit regionalen Netzwerkeinstellungen, die geografischen Orten oder Kennungen für Mobilfunkanbietersysteme zugeordnet sind. Ein oder mehrere regionale Netzwerkeinstellungen werden anhand des bestimmten geografischen Orts oder der bestimmten Kennung für Mobilfunkanbietersysteme über eine Suche der Datenbank ausgewählt. Die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen kann Namen von APN beinhalten, die jeweils einem Land, Staat oder anderen politischen Grenzen, einer MCC oder einem Mobilfunkanbietersystem zugeordnet sind. Ein Beispiel für einen APN ist die Textzeichenfolge „OnStar01”. Dieser APN kann in der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen gespeichert werden, wobei aus der MCC 310 hervorgeht, dass der APN in den USA verwendet wird. Einer oder mehrere MNC-Kennungen geben AT&T als das Mobilfunkanbietersystem 14 an, dem der APN zugeordnet ist. Andere APN, die den unterschiedlichen Ländern und Mobilfunkanbietersystemen zugeordnet sind, können auch in der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen gespeichert werden. In einem anderen Beispiel kann der APN „OnStar01.mx” MCC 334 und MNC gespeichert werden, die den APN einem Mobilfunkanbietersystem zuordnen, das durch Telefonica betrieben wird. Und in einem anderen Beispiel kann der APN „OnStar01.eu” mehreren Ländern in Europa und einem einzigen Mobilfunkanbietersystem, wie der Deutschen Telekom, zugeordnet werden.

Abgesehen von oder zusätzlich zu der Identifizierung des Standorts anhand von MCC, kann die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen eine Geofence-Grenze für jeden APN sein, der durch Bereiche von Breiten- und Längenkoordinaten definiert wird. Eine Suche nach APN in der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen kann unter Verwendung eines Breiten- und Längengradpaars durchgeführt werden, das an die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen Datenbank und an die APN gesendet wird, die den Geofence-Grenzen zugeordnet sind, innerhalb derer das Breiten- und Längengradpaar liegt. Das Ergebnis wird dann in den Suchergebnissen gezeigt. Die Datenbank für regionale Netzwerkeinstellungen kann APNs beinhalten, die in jedem Land der Erde verwendet werden, das Mobilfunk anbietet.

In einer Implementierung kann die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen in der Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs gepflegt werden, die auf die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen zugreift und nach APN sucht. Dazu zieht sie Kriterien, wie geografische Lage, MCC, Identität des Mobilfunkanbietersystems oder eine beliebige Kombination davon, heran. Die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen kann im Speicher 54 gespeichert und mit dem Prozessor 52 betrieben werden. In einer anderen Implementierung kann die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen auf einer entfernten Einrichtung gepflegt werden, wie auf einem Computer 18 oder einem Call-Center 20. Die Telematikeinheit des Fahrzeugs 30 kann den geografischen Ort oder die Kennung des Mobilfunkanbietersystems zur zentralen Einrichtung drahtlos übertragen. So kann beispielsweise die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs eine MCC und eine Kennung für ein Mobilfunkanbietersystem über das Mobilfunkanbietersystem 14 an das Call-Center 20 senden. Das Call-Center 20 kann die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen unter Verwendung der Server 82 und der Datenbanken 84 betreiben und pflegen. Das Call-Center 20 kann die empfangenen MCC und die Kennung des Mobilfunkanbietersystems, gegebenenfalls in Form eines MNC, der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen zur Verfügung stellen und im Rücklauf von der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen die APN empfangen, die in der Datenbank den bereitgestellten MCC und MNC zugeordnet sind. Das Call-Center 20 kann dann einen APN senden, der über eine Suche der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen und basierend auf dem bestimmten geografischen Ort und/oder der Kennung des Mobilfunkanbietersystems ausgewählt wurde.

Die Suche nach APN in der Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen kann einen oder mehrere APN ergeben, die die vorgesehenen Kriterien erfüllen. Die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs kann dann einen der APN auswählen, die in der Suche identifiziert wurden. Nachdem die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs die Datenbank der regionalen Netzwerkeinstellungen nach APN durchsucht hat, die MCC 310 zugeordnet sind, kann die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs beispielsweise eine Anzahl von APN empfangen, die zu MCC 310 gehören, aber unterschiedliche MNC haben. Die Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs kann dann ihr heimisches Mobilfunkanbietersystem identifizieren und einen der APN basierend auf einer MNC auswählen, die mit einer MNC übereinstimmt, die zu einem anderen Mobilfunkanbietersystem gehört. Während das Verfahren 200 in Bezug auf einen APN als eine regionale Netzwerkeinstellung beschrieben wird, versteht es sich, dass verschiedene regionale Netzwerkeinstellungen anstelle oder zusätzlich zum APN verwendet werden können. Das Verfahren 200 fährt dann mit Schritt 230 fort.

Bei Schritt 230 wird/werden die ausgewählte/n regionale/n Netzwerkeinstellung/en drahtlos an den Mobilfunkmast 70 des Mobilfunkanbietersystems 14 übermittelt. In diesem Beispiel sendet die Fahrzeugtelematikeinheit 30 den ausgewählten APN an das Mobilfunkanbietersystem 14 als Teil der Herstellung einer Datenpaketverbindung. Das Mobilfunkanbietersystem 14 kann den APN zur Steuerung mehrerer regionaler Netzwerkeinstellungen verwenden, die dazu dienen, Datenpakete zwischen der Telematikeinheit 30 des Fahrzeugs und einem entfernten Knoten zu senden, wie einem Computer, der das Internet oder das Call-Center 20, verwendet. Das Verfahren 200 endet dann.

Es versteht sich, dass das Vorstehende eine Beschreibung einer oder mehrerer Ausführungsformen der Erfindung ist. Die Erfindung ist nicht auf die besondere(n) hierin offenbarte(n) Ausführungsform(en) beschränkt, sondern ausschließlich durch die folgenden Patentansprüche definiert. Darüber hinaus beziehen sich die in der vorstehenden Beschreibung gemachten Aussagen auf bestimmte Ausführungsformen und sind nicht als Einschränkungen des Umfangs der Erfindung oder der Definition der in den Patentansprüchen verwendeten Begriffe zu verstehen, außer dort, wo ein Begriff oder Ausdruck ausdrücklich vorstehend definiert wurde. Verschiedene andere Ausführungsformen und verschiedene Änderungen und Modifikationen an der/den ausgewiesenen Ausfühmngsform(en) sind für Fachleute offensichtlich. Alle diese anderen Ausführungsformen, Änderungen und Modifikationen sollten im Geltungsbereich der angehängten Patentansprüche verstanden werden.

Wie in dieser Beschreibung und den Ansprüchen verwendet, sind die Begriffe „zum Beispiel” beispielsweise”, „z. B.”, „wie” und „gleich” und die Verben „umfassen”, „aufweisen”, „beinhalten” und ihre anderen Verbformen, wenn sie in Verbindung mit einer Auflistung einer oder mehrerer Komponenten oder anderen Gegenständen verwendet werden, jeweils als offen auszulegen, was bedeutet, dass die Auflistung nicht so berücksichtigt wird, als dass sie andere, zusätzliche Komponenten oder Elemente ausschließt. Andere Begriffe sind in deren weitesten vernünftigen Sinn auszulegen, es sei denn, diese werden in einem Kontext verwendet, der eine andere Auslegung erfordert.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • IEEE 802.11-Protokollen [0014]
  • 802.11x [0024]