Title:
Objekterkennung basierte Richtungssteuerung von Licht und Schall
Kind Code:
A1


Abstract:

Ein System und Verfahren zum Durchführen einer Objekterkennung basierten Richtungssteuerung von Lichtübertragung oder Schallübertragung von einer sich bewegenden Plattform. Das Verfahren beinhaltet das Empfangen von Informationen über ein oder mehrere Objekte, die sich in der Nähe der Plattform befinden, und Verarbeiten der Informationen, um verarbeitete Informationen zu erhalten, wobei die verarbeiteten Informationen eine Position von jedem der einen oder mehreren Objekte beinhaltet. Bestimmen einer Wichtigkeit und Dringlichkeit unter den einen oder den mehreren Objekten in Bezug auf die Lichtübertragung oder die Schallübertragung basierend auf den verarbeiteten Informationen. Steuern einer Lichtquelle oder einer Schallquelle der Plattform, um jeweils die Lichtübertragung oder die Schallübertragung basierend auf der Wichtigkeit und der Dringlichkeit durchzuführen.




Inventors:
Bilik, Igal (Rehovot, IL)
Villeval, Shahar (Tel Aviv, IL)
Tzirkel-Hancock, Eli (Ra'Anana, IL)
Application Number:
DE102017113860
Publication Date:
12/28/2017
Filing Date:
06/22/2017
Assignee:
GM Global Technology Operations LLC (Mich., Detroit, US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Manitz Finsterwald Patentanwälte PartmbB, 80336, München, DE
Claims:
1. Verfahren zum Durchführen einer Objekterkennung basierten Richtungssteuerung von Lichtübertragung oder Schallübertragung von einer beweglichen Plattform, das Verfahren umfassend:
das Empfangen von Informationen über ein oder mehrere Objekte, die sich in der Nähe der Plattform befinden;
das Verarbeiten der Informationen, um verarbeitete Informationen zu erhalten, wobei die verarbeiteten Informationen einen Standort von jedem der einen oder der mehreren Objekte beinhaltet;
das Bestimmen einer Wichtigkeit und Dringlichkeit unter den einen oder den mehreren Objekten in Bezug auf die Lichtübertragung oder die Schallübertragung basierend auf den verarbeiteten Informationen; und
das Steuern einer Lichtquelle oder einer Schallquelle der Plattform, um jeweils die Lichtübertragung oder die Schallübertragung basierend auf der Wichtigkeit und der Dringlichkeit durchzuführen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, worin das Empfangen der Informationen das Empfangen der Informationen von einem Radarsystem auf der Plattform, von einem Schallsensor, von einem Kamera- oder Lidarsystem auf der Plattform oder von außerhalb der Plattform beinhaltet.

3. Verfahren nach Anspruch 1, worin das Verarbeiten der Informationen das Bestimmen mindestens eines Typs, einer Fahrtrichtung oder einer Geschwindigkeit des einen oder der mehrerer Objekte beinhaltet.

4. Verfahren nach Anspruch 1, worin das Bestimmen auf einem ersten Satz von einem oder mehreren Parametern der verarbeiteten Informationen basiert und das Bestimmen der Dringlichkeit basiert auf einem zweiten Satz von einem oder mehreren Parametern der verarbeiteten Informationen.

5. Verfahren nach Anspruch 4, worin das Bestimmen der Wichtigkeit das Erhalten eines quantitativen Werts basierend auf einer gewichteten Punktzahl, die jedem der ersten Gruppe von einem oder mehreren Parametern zugeordnet ist, die jedem der einen oder der mehreren Objekte zugeordnet sind, und das Bestimmen der Dringlichkeit beinhaltet das Erhalten eines quantitativen Werts basierend auf einer gewichteten Punktzahl, die jedem der zweiten Gruppe von einem oder mehreren Parametern zugeordnet ist, die jedem der einen oder der mehreren Parametern zugeordnet sind.

6. Verfahren nach Anspruch 1, worin die der Lichtquelle zugeordnete Bedeutung und Dringlichkeit, anders ist als die Wichtigkeit und Dringlichkeit, die der Schallquelle basierend auf ein Umgebungslichtniveau zugeordnet ist.

7. System zum Durchführen einer Objekterkennung basierten Richtungssteuerung von Lichtübertragung oder Schallübertragung von einer beweglichen Plattform, wobei das System umfasst:
eine Lichtquelle, die dazu konfiguriert ist, die Lichtübertragung zu emittieren;
eine Schallquelle, die dazu konfiguriert ist, die Schallübertragung zu senden; und
eine Steuerung, die dazu konfiguriert ist, Informationen über ein oder mehrere Objekte, die sich in der Nähe der Plattform befinden, zu erhalten, wobei die verarbeiteten Informationen einen Standort von jedem der einen oder mehreren Objekte beinhaltet, Bestimmen einer Wichtigkeit und Dringlichkeit zwischen dem einen oder den mehreren Objekten in Bezug auf die Lichtübertragung oder die Schallübertragung basierend auf den verarbeiteten Informationen, und Steuern der Lichtquelle oder der Schallquelle der Plattform, um jeweils die Lichtübertragung oder die Schallübertragung basierend auf der Wichtigkeit und der Dringlichkeit durchzuführen.

8. System nach Anspruch 7, worin die Steuerung die Informationen von einem Radarsystem auf der Plattform, von einem Schallsensor auf der Plattform, von einem Kamera- oder Lidar-System auf der Plattform oder von außerhalb der Plattform empfängt.

9. System nach Anspruch 7, worin die Steuerung die Wichtigkeit basierend auf dem Erhalten eines quantitativen Werts basierend auf einer gewichteten Punktzahl bestimmt, die jedem der ersten Gruppe von einem oder mehreren Parametern zugeordnet ist, die jedem der einen oder der mehreren Objekte zugeordnet sind, und das Bestimmen der Dringlichkeit basierend auf dem Erhalten eines quantitativen Werts basierend auf einer gewichteten Punktzahl, die jedem der zweiten Gruppe von einem oder mehreren Parametern zugeordnet ist, die jedem der einen oder der mehreren Parametern zugeordnet sind.

10. System nach Anspruch 7, worin die der Lichtquelle zugeordnete Bedeutung und Dringlichkeit, anders ist als die Wichtigkeit und Dringlichkeit, die der Schallquelle basierend auf ein Umgebungslichtniveau zugeordnet ist.

Description:
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Fahrzeugerkennungs- und Warnsysteme.

HINTERGRUND

Fahrzeuge werden zunehmend mit Erkennungs-, Warn- und Steuerungssystemen ausgestattet. Von langjährigen Systemen, wie Scheinwerfern und Hupen bis hin zu neu entwickelten Systemen, wie beispielsweise automatische Hinderniserkennungs- und Kollisionsvermeidungssteuerungen, verbessern diese Systeme die Sicherheit nicht nur für den Fahrzeughersteller, sondern auch für Fahrgäste und Personen rund um das Fahrzeug. Informationen oder Warnungen können dem Betreiber des Fahrzeugs oder vom Fahrzeug an einen Fußgänger oder einem anderen Autofahrer außerhalb des Fahrzeugs bereitgestellt werden. Während beispielsweise Fahrzeugscheinwerfer potenzielle Hindernisse für den Fahrer des Fahrzeugs beleuchten, wird eine Hupe oder eine andere akustische Warnung jemandem außerhalb des Fahrzeugs zur Verfügung gestellt. Bei Multi-Zielszenarien müssen Warnungen vor Ort auf der Grundlage eines Standorts des Ziels priorisiert werden. Dementsprechend ist es wünschenswert, eine Objekterkennung basierende Richtungssteuerung von Licht und Ton vorzusehen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Gemäß einer exemplarischen Ausführungsform beinhaltet ein Verfahren zum Durchführen einer Objekterkennung basierten Richtungssteuerung von Lichtübertragung oder Schallübertragung von einer beweglichen Plattform das Empfangen von Informationen über ein oder mehrere Objekte, die sich in der Nähe der Plattform befinden; Verarbeiten der Informationen, um verarbeitete Informationen zu erhalten, wobei die verarbeiteten Informationen einen Standort von jedem der einen oder der mehreren Objekte beinhaltet; Bestimmen einer Wichtigkeit und Dringlichkeit unter den einen oder mehreren Objekten in Bezug auf die Lichtübertragung oder die Schallübertragung basierend auf den verarbeiteten Informationen; und Steuern einer Lichtquelle oder einer Schallquelle der Plattform, um jeweils die Lichtübertragung oder die Schallübertragung basierend auf der Wichtigkeit und der Dringlichkeit durchzuführen.

Gemäß einer weiteren exemplarischen Ausführungsform beinhaltet ein System zum Durchführen einer Objekterkennung basierenden Richtungssteuerung der Lichtübertragung oder Schallübertragung von einer beweglichen Plattform eine Lichtquelle, die konfiguriert ist, um die Lichtübertragung zu emittieren; eine Schallquelle, die konfiguriert ist, um die Schallübertragung zu senden; und eine Steuerung, die konfiguriert ist, um Informationen über ein oder mehrere Objekte zu empfangen, die sich in der Nähe der Plattform befinden, die Information verarbeiten, um verarbeitete Informationen zu erhalten, wobei die verarbeiteten Informationen, die eine Position von jedem der einen oder mehreren Objekte beinhalten, eine Wichtigkeit und Dringlichkeit zwischen dem einen oder den mehreren Objekten in Bezug auf die Lichtübertragung oder der Schallübertragung basierend auf den verarbeiteten Informationen zu bestimmen und die Lichtquelle oder die Schallquelle zu steuern, um die Lichtübertragung oder die Schallübertragung basierend auf der Wichtigkeit und der Dringlichkeit durchzuführen.

Die vorstehend genannten Merkmale und Vorteile, sowie weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung, sind aus der folgenden ausführlichen Beschreibung der Erfindung in Verbindung mit den zugehörigen Zeichnungen, leicht ersichtlich.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Andere Merkmale, Vorteile und Details erscheinen nur exemplarisch in der folgenden ausführlichen Beschreibung der Ausführungsformen und der ausführlichen Beschreibung, welche sich auf die folgenden Zeichnungen bezieht:

1 ist ein Blockdiagramm einer Plattform mit der Objekterkennung basierenden Richtungssteuerung von Licht und Ton gemäß einer oder mehreren Ausführungsformen; und

2 ist ein Prozessablauf eines Verfahren zum Steuern der Richtungsabhängigkeit einer oder sowohl der Lichtquellenübertragung als auch der Schallquellenübertragung gemäß einer oder mehreren Ausführungsformen.

BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die folgende Beschreibung ist lediglich exemplarischer Natur und nicht dazu gedacht, die vorliegende Erfindung in ihren An- oder Verwendungen zu beschränken. Es wird darauf hingewiesen, dass in allen Zeichnungen die gleichen Referenznummern auf die gleichen oder entsprechenden Teile und Merkmale verweisen.

Wie bereits erwähnt, beinhalten Fahrzeugerkennungs- und Warnsysteme Scheinwerfer und akustische Warnungen (z. B. Hupen) oder Lichtstrahlen und Schallstrahlen. In jüngster Zeit wurden adaptive Scheinwerfer entwickelt. Diese adaptiven Scheinwerfer werfen den Lichtstrahl in Richtung einer Kurve, um zum Beispiel die Sicht auf kurvige Straßen zu verbessern. Während sich die adaptiven Scheinwerfer an die Straßenverhältnisse anpassen, können sie die Lage von Objekten (z. B. Fußgänger, andere Fahrzeuge) beim Leiten des Lichtstrahls nicht berücksichtigen. Ausführungsformen der hierin beschriebenen Systeme und Verfahren beziehen sich auf eine Objekterkennung basierende Richtungssteuerung von Licht und Schall. Gemäß der einen oder mehreren Ausführungsformen wird die Zielerfassung durch ein Radarsystem oder ein anderes Erfassungssystem auf der Plattform oder Information über die Zielstelle, die an der Plattform bereitgestellt wird, verwendet, um eine adaptive Lichtstrahl- und Schallstrahlsteuerung durchzuführen.

Gemäß einer exemplarischen Ausführungsform der Erfindung ist 1 ein Blockdiagramm einer Plattform 100 mit der Objekterkennung basierten Richtungssteuerung von Licht und Schall gemäß einer oder mehreren Ausführungsformen. Die in 1 dargestellte exemplarische Plattform 100 ist ein Fahrzeug 110, jedoch dient dieses Beispiel nur zu exemplarischen Illustrationszwecken. Alternative Ausführungsformen der Plattform 100 beinhalten beispielsweise Landwirtschafts- und Baumaschinen, bewegliche Plattformen in automatisierten Fertigungseinrichtungen und Züge. Das Fahrzeug 110 beinhaltet eine Steuerung 120 zum Durchführen der Objekterkennung basierten Steuerung von Licht und Schall. Eine exemplarische Schallquelle 160 als der Fahrzeughupe dargestellt, und die exemplarische Lichtquelle 150 sind Scheinwerfer, die aus lichtemittierenden Dioden (LEDs) bestehen. Das Fahrzeug 110 kann Sensoren 130, wie ein Radarsystem 131 oder einen Schallsensor 132, beinhalten. Andere Sensoren 130 beinhalten eine Kamera, eine Lidar-Anordnung und einen globalen Positionssensor (GPS). Diese Sensoren 130 erleichtern die Objekterkennung oder Standortbestimmung.

Die Sensoren 130 sind bekannt und werden hierin nicht näher beschrieben. Das Radarsystem 131 kann beispielsweise ein Multiple-Input-Multiple-Output-(MIMO)-Radar mit einer Anordnung von Sende- und Empfangselementen sein. Über eine Reihe von Übertragungen kann die MIMO-Radar-Anordnung das Bestimmen von Geschwindigkeit, Bereich und Fahrtrichtung erleichtern. Das Radarsystem 131 kann eine Folge von Impulsen von jedem Sendeelement der Anordnung gemäß einem Zeitmultiplex-System (TDMA-Time Division Multiple Access) Schema übertragen. Das Radarsystem 131 kann eine unterschiedliche lineare kontinuierliche frequenzmodulierte Wellen-(LFM-CW)(Chirp)-Übertragung von jedem Sendeelement der Anordnung verwenden, um die Übertragungen zu unterscheiden. Als weiteres Beispiel kann der Schallsensor 132 ein Mikrofon, eine Anordnung von Mikrofonen oder ein Ultraschallwandler sein. Ultraschallsensoren werden zum Beispiel in Fahrzeugen während des Einparkens eingesetzt. Sie erkennen den Bereich zu einem Objekt 140 und dessen Bewegung. Eine Anordnung von Mikrofonen kann auch Informationen über den Standort eines Objekts 140 und über die Zeit einer Bewegung des Objekts 140 bereitstellen.

Die Steuerung 120 ist ferner unter Bezugnahme auf 2 detailliert dargestellt. Die Steuerung 120 beinhaltet eine Verarbeitungsschaltung, die eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC), eine elektronische Schaltung, einen Hardware-Computerprozessor (gemeinsam genutzte oder dedizierte oder Gruppe) und einen Speicher beinhalten kann, der ein oder mehrere Software- oder Firmwareprogramme, eine kombinatorische Logikschaltung und/oder andere geeignete Komponenten ausführt, welche die beschriebene Funktionalität bereitstellen. Die Steuerung 120 beinhaltet auch Komponenten, die eine Kommunikation über ein Netzwerk 101 mit anderen Plattformen 100 oder einer zentralen Steuerung ausführen. Die Kommunikation durch die Steuerung 120 kann die vom Radarsystem 131 oder anderen Sensoren 130 der Plattform 100 empfangenen Informationen verstärken oder kann einzeln in alternativen Ausführungsformen verwendet werden.

Die Steuerung 120 kann Informationen von einem oder mehreren Sensoren 130 und/oder Informationen vom Netzwerk 101 verwenden, um Objekte 140 zu lokalisieren und kann insbesondere die Objekte 140 relativ zum Fahrzeug 110 lokalisieren. Die Objekte 140 können stationäre Objekte 143 (z.B. Lampenpfosten) sein, die bei der Durchführung anderer Steuerungsaufgaben, wie beispielsweise einer Kollisionsvermeidung, berücksichtigt werden können. Die Objekte 140 können auch (relativ) langsam bewegte Objekte 145, wie Fußgänger oder Kleintiere, sein. Die Objekte 140 können auch (relativ) schnell bewegte Objekte 147 wie andere Fahrzeuge sein. Wie hierin ausführlich beschrieben ist, unterscheidet die Steuerung 120 die verschiedenen Objekte 140, um zu bestimmen, ob und wie die Lichtquelle 150 und die Schallquelle 160 gesteuert werden sollen. So können beispielsweise Objekte 140, die näher sind, zuerst durch Steuern der Richtungsabhängigkeit der Lichtquelle 150 beleuchtet werden. Als weiteres Beispiel kann ein Fußgänger, der sich dem Fahrzeug nähert (z. B. in der Mitte einer Straße anstatt an einem Fußgängerüberweg), mit einer gerichteten Schallquelle 160 gewarnt werden.

2 ist ein Prozessablauf eines Verfahren zum Steuern der Richtungsabhängigkeit einer oder sowohl der Übertragung der Lichtquelle 150 als auch der Übertragung der Schallquelle 160 gemäß einer oder mehreren Ausführungsformen. Die Prozesse können teilweise oder vollständig von der Steuerung 120 auf der Plattform 100 durchgeführt werden. Bei Block 210 beinhalten die Prozesse das Empfangen von Eingangsinformationen über Objekte 140. Die Informationen können durch ein fahrzeugseitiges Erfassungssystem wie das Radarsystem 131 oder einen anderen Sensor 130 der Plattform 100 bereitgestellt werden. In alternativen oder zusätzlichen Ausführungsformen können die Informationen der Plattform 100 über das Netzwerk 101 bereitgestellt werden. Basierend auf der Quelle können die Informationen unterschiedlich sein. So können beispielsweise Informationen vom Radarsystem 131 spezifisch den Standort jedes Objekts 140 in Relation zur Plattform 100 sowie die Geschwindigkeit und die Fahrtrichtung des Objekts 140 angeben. Andererseits können Informationen von einem anderen Sensor 130, wie beispielsweise einer Kamera, unverarbeitet sein. Die Informationen können periodisch, kontinuierlich oder basierend auf einem Auslöser empfangen werden (z. B. wenn sich die Plattform 100 einer bekannten Kreuzung nähert).

Das Verarbeiten der Informationen bei Block 220 beinhaltet das Identifizieren eines oder mehrerer Objekte 140 basierend auf den Informationen. Das Identifizieren bezieht sich auf das Kategorisieren des Objekts 140 als ein stationäres Objekt 143, als ein langsames Objekt 145 oder als ein sich schnell bewegendes Objekt 147. Die Kategorisierung kann zusätzlich oder alternativ oder basierend auf dem Standort des Objekts 140 in Relation zur Plattform 100 und der Bewegungsrichtung des Objekts 140 in Relation zur Plattform 100 erfolgen. Diese Art der Identifizierung kann beim Bestimmen der Dringlichkeit helfen, wie nachfolgend erörtert wird. Das Identifizieren bezieht sich auch auf die Differenzierung der Art des Objekts 140, zum Beispiel als eine Person oder ein Tier. Diese Art der Identifizierung kann beim Bestimmen der Bedeutung helfen, wie nachfolgend erörtert wird. Basierend auf den erhaltenen Informationen (bei Block 210) sind eine oder mehrere Identifikationsarten nicht möglich. Das Kategorisieren des Objekts 140 basierend auf den Parametern, wie zum Beispiel Geschwindigkeit, kann beispielsweise nach vorne gerichtet sein. Dies liegt daran, dass die Informationen bei Block 210 empfangen werden kann. Wenn diese Informationen nicht vorgesehen sind (bei Block 210), kann die Verarbeitung eine geschätzte Geschwindigkeit eines Objekts 140 basierend auf Standortinformationen über das Objekt 140 über einen Zeitraum oder zu unterschiedlichen Zeiten beinhalten.

Das Kategorisieren des Objekts 140 als ein bestimmter Typ (z. B. Fahrzeug, Fußgänger, Tier) kann auch vorwärts gerichtet sein. So können beispielsweise derartige Informationen von einem Sensor 130 empfangen werden, der eine Kamera und einen Bildprozessor beinhaltet. Wenn diese Informationen nicht vorgesehen sind (bei Block 210), kann die Geschwindigkeit oder Bewegung analysiert werden, um eine derartige Bestimmung durchzuführen. Gemäß alternativen oder zusätzlichen Ausführungsformen kann der Schallsensor 132 Informationen bereitstellen, welche das Bestimmen eines Typs des Objekts 140 erleichtern. Diese Kategorie kann als irrelevant angesehen werden oder kann weniger gewichtet werden als die Kategorisierung basierend auf der Geschwindigkeit, um sicherzustellen, dass keine falsche Identifizierung erfolgt ist. Eine derartige Bestimmung der Gewichtung kann beispielsweise basierend auf der Geschwindigkeit der Plattform 100 basieren. Das heißt, wenn sich die Plattform 100 über eine Schwellwertgeschwindigkeit bewegt, kann die Möglichkeit, Informationen zu erhalten und zu analysieren, um die Art des Objekts 140 zu schätzen, geringer sein und kann daher ausgelassen oder weniger gewichtet werden.

Das Bestimmen der Wichtigkeit und Dringlichkeit der Objekte 140 bei Block 230 basiert auf der Verarbeitung bei Block 220. Das Bestimmen (bei Block 230) kann in Bezug auf die Lichtquelle 150 und die Schallquelle 160 getrennt sein. Weiterhin können in dieser Hinsicht weitere Informationen (von Block 235) verwendet werden. Die anderen Informationen (bei Block 235) beinhalten Informationen über das Umgebungslicht. Wenn das Niveau des Umgebungslichts hoch ist (z. B. es ist sonnig), kann die Wichtigkeit und die Dringlichkeit, die jedem Objekt 140 in Bezug auf die Lichtquelle 150 zugeordnet ist, niedrig oder nicht genug sein (d. h. Wichtigkeit und Dringlichkeit können in Bezug auf die Lichtquelle 150 nicht berücksichtigt werden). Wenn das Niveau des Umgebungslichts niedrig ist, kann die Bedeutung und die Dringlichkeit, die einem Objekt 140 in Bezug auf die Lichtquelle 150 und die Schallquelle 160 zugeordnet ist, gleich sein. Andererseits kann, wenn das Niveau des Umgebungslichts niedrig ist, ein Objekt 140, das sich in der Nähe eines stationären Objekts 143 befindet, das als ein Lichtpfosten identifiziert ist, eine geringere Dringlichkeit in Bezug auf die Lichtquelle 150 aufweisen, aber nicht notwendigerweise die Schallquelle 160 zugewiesen werden. Wie zuvor erwähnt, kann die Geschwindigkeit für die Plattform 100 die Möglichkeit bestimmen, Daten rechtzeitig zu erhalten und zu analysieren, um Objekte 140 zu identifizieren und zusätzliche adaptive Entscheidungen zu treffen. Wenn eine Geschwindigkeit der Plattform 100 die Schwellwertgeschwindigkeit übersteigt, können beispielsweise nur zwei Modi verwendet werden: Wichtigkeit und Dringlichkeit sind für die Lichtquelle 150 und die Schallquelle 160 basierend auf den Umgebungslichtinformationen (bei Block 235) gleich oder der Fokus liegt basierend auf den Umgebungslichtinformationen (bei Block 235) auf der Schallquelle 160.

Wie erwähnt, kann das Bestimmen der Dringlichkeit und Wichtigkeit eines Objekts 140 (bei Block 230) basierend auf verschiedenen Bestimmungen erfolgen. Relative Bedeutung kann verwendet werden, um eine Dringlichkeitsermittlung außer Kraft zu setzen. Das heißt, wenn sich ein Fußgänger und ein Tier der Plattform 100 aus verschiedenen Richtungen nähern, können dem Fußgänger und dem Tier eine gleiche Dringlichkeit zugewiesen werden, aber zum Beispiel eine andere Bedeutung in Bezug auf das Leiten der Schallquelle 160.

Die Dringlichkeit eines Objekts 140 kann auf der Identifizierung des Objekts 140 als ein stationäres Objekt 143, ein langsames Objekt 145 oder ein sich schnell bewegendes Objekt 147 basieren. Sich schnell bewegende Objekte 147 können dringender sein als langsame Objekte 145, und sowohl sich schnell bewegende Objekte 147 als auch langsame Objekte 145 können nach den etablierten Regeln dringender sein als stationäre Objekte 143. Gemäß einer alternativen Ausführungsform kann der Standort oder die Fahrtrichtung beim Bestimmen der Dringlichkeit berücksichtigt werden. Es können mehr als ein Parameter berücksichtigt und unterschiedlich gewichtet werden. So kann beispielsweise die Geschwindigkeit des Objekts 140 zu einer bestimmten Dringlichkeitsbewertung führen, aber diese Punktzahl kann weniger gewichtet werden als eine Dringlichkeitsbewertung, die für das gleiche Objekt 140 basierend auf seinem Standort oder der Fahrtrichtung bestimmt ist. Die gesamte Dringlichkeit eines Objekts 140 kann basierend auf den gesamten gewichteten Werten quantifiziert werden. Die Regeln, welche die Parameter betreffend beim Bestimmen der Dringlichkeit und der relativen Gewichtung der Parameter berücksichtigt werden, können auf der Grundlage von Auslösern (z. B. auf der Grundlage des Bereichs der Plattform 100 oder auf der Geschwindigkeit der Plattform 100) oder durch einen Bediener der Plattform 100 modifiziert werden.

Wie ebenfalls erwähnt, kann die Bedeutung eines Objekts 140 (bei Block 230) auf der Grundlage der Identifizierung des Typs des Objekts 140 bestimmt werden. Ebenso wie die Dringlichkeit, kann die Bedeutung anhand einer relativen Gewichtung von mehr als einem Parameter bestimmt werden. Ferner können die Parameter oder ihre relative Gewichtung basierend auf Auslöser oder einem Bediener der Plattform 100 modifiziert werden.

Das Steuern der Lichtquelle 150 bei Block 240 und das Steuern der Schallquelle 160 bei Block 250 wird basierend auf der Bestimmung (bei Block 230) der relativen Dringlichkeit und Wichtigkeit durchgeführt. Wie bereits erwähnt, kann das Bestimmen der Bedeutung dazu dienen, das Bestimmen der Dringlichkeit außer Kraft zu setzen. Die relative Gewichtung bei einer Dringlichkeitsbewertung oder Wichtigkeitsbewertung kann basierend auf Auslöser (z. B. Geschwindigkeit der Plattform 100) oder durch den Bediener der Plattform 100 modifiziert werden. So kann beispielsweise, wenn die Plattform 100 über eine Schwellwertgeschwindigkeit fährt, das Bestimmen der Wichtigkeit weniger gewichtet werden und das dringlichste Objekt 140 kann durch Leiten der Lichtquelle 150 und der Schallquelle 160 auf dieses Objekt 140 angesprochen werden.

Während die Erfindung mit Bezug auf exemplarische Ausführungsformen beschrieben wurde, werden Fachleute auf dem Gebiet verstehen, dass verschiedene Änderungen vorgenommen, und die einzelnen Teile durch entsprechende andere Teile ausgetauscht werden können, ohne von dem Umfang der Erfindung abzuweichen. Darüber hinaus können viele Modifikationen vorgenommen werden, um eine bestimmte Materialsituation an die Lehren der Erfindung anzupassen, ohne von deren wesentlichem Umfang abzuweichen. Daher ist vorgesehen, dass die Erfindung nicht auf die offenbarten spezifischen Ausführungsformen beschränkt wird, sondern dass sie außerdem alle Ausführungsformen beinhaltet, die innerhalb des Umfangs der Anmeldung fallen.