Title:
Vorrichtung zum Ansteuern eines Lüftungsgerätes, insbesondere einer Dunstabzugshaube
Kind Code:
A1


Abstract:

Bei einer Vorrichtung zum Ansteuern wenigstens eines Lüftungsgerätes, insbesondere einer Dunstabzugshaube, mit zumindest einer einer Wohnfeuerstätte zuordbaren Temperaturmesseinrichtung, ist vorgesehen, dass die Temperaturmesseinrichtung zumindest einen kontaktlosen Temperatursensor umfasst.
Eine Vorrichtung dieser Art kann auf einfachere Weise einer Wohnfeuerstätte zugeordnet werden und eine Überwachung der Temperatur ermöglichen.




Inventors:
Braunschneider, Boris-A. (26129, Oldenburg, DE)
Application Number:
DE102017113122A
Publication Date:
12/21/2017
Filing Date:
06/14/2017
Assignee:
INVENTY Innovations- und Design GmbH, 26129 (DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Jabbusch Siekmann & Wasiljeff, 26131, Oldenburg, DE
Claims:
1. Vorrichtung zum Ansteuern wenigstens eines Lüftungsgerätes,
insbesondere einer Dunstabzugshaube, mit zumindest einer einer Wohnfeuerstätte zuordbaren Temperaturmesseinrichtung,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Temperaturmesseinrichtung zumindest einen kontaktlosen Temperatursensor (4) umfasst.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (4) ein Infrarotsensor ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Gehäuse (1) für den Temperatursensor (4) hat, dem eine Halteeinrichtung (2) zum Anordnen des Gehäuses (1) im Bereich der Wohnfeuerstätte zugeordnet ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (1) ein Display (6) zur Anzeige der gemessenen Temperatur angeordnet ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse (1) Bauelemente einer Funkanlage angeordnet sind.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ansteuern wenigstens eines Lüftungsgerätes, insbesondere einer Dunstabzugshaube, mit zumindest einer einer Wohnfeuerstätte zuordbaren Temperaturmesseinrichtung.

In modernen Gebäuden sind regelmäßig miteinander kombinierte Wohn-Essbereiche anzutreffen. Dem Essbereich ist dann zudem häufig eine offene oder halboffene Küche zugeordnet, in der regelmäßig eine Abluft nach außerhalb des Gebäudes führende Dunstabzugshaube angeordnet ist.

Bei den heute weitgehend verschlossenen Gebäudehüllen kann durch den Betrieb einer Dunstabzugshaube im somit kombinierten Wohn-Ess- und Küchenraum ein Unterdruck entstehen. Dieser Unterdruck kann dazu führen, dass aus einer im gleichen Raum befindlichen Feuerstätte Brandgase und auch Kohlenmonoxid in das Innere des Raumes gezogen werden, mit den bekannten nachteiligen Folgen.

Daher wurden bereits gattungsgemäße Vorrichtungen entwickelt, die der Wohnfeuerstätte zugeordnete Temperaturmesseinrichtungen umfassen. Diese Messeinrichtungen sind als kabelgeführte Messsensoren ausgebildet, die über eine Bohrung in der Wohnfeuerstätte oder einem der Wohnfeuerstätte zugeordneten Kaminrohr in den Feuerraum bzw. in den Abgasstrom der Wohnfeuerstätte einzuführen sind. Steigt die Temperatur über einen bestimmten Wert, wird von den bekannten Vorrichtungen eine Information an das Lüftungsgerät gegeben, damit sich dieses abstellt. Alternativ oder zusätzlich kann ein Öffnen eines Fensters ausgelöst sein.

Nachteilig bei den bekannten Vorrichtungen ist die konstruktive Beeinträchtigung der Wohnfeuerstätte durch Einbringen einer Bohrung oder eines anderen Durchbruchs. Darüberhinaus ist die Verlegung von Kabeln im Bereich einer Wohnfeuerstätte unerwünscht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung aufzuzeigen, die auf einfachere Weise der Wohnfeuerstätte zugeordnet werden kann und eine Überwachung der Temperatur ermöglicht.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Temperaturmesseinrichtung zumindest einen kontaktlosen Temperatursensor umfasst.

Die Erfindung schlägt die Verwendung eines kontaktlosen Temperatursensors vor, der einen über ein Kabel anzusteuernden Temperatursensor ersetzt. Für die Verwendung des kontaktlosen Temperatursensors ist es vorteilhaft nicht weiter erforderlich, einen Durchbruch in die Wohnfeuerstätte oder in ein Abgasrohr einzubringen. Der kontaktlose Temperatursensor wird auf ein Bauteil der Wohnfeuerstätte gerichtet und kann auf diese Weise die Temperatur dieses Bauteils feststellen. Erreicht die Temperatur einen vordefinierten Wert, wird wieder eine Abschaltung der Dunstabzugshaube und/oder das Öffnen eines Fensters vorgenommen.

Der kontaktlose Temperatursensor ist vorzugsweise ein Infrarotsensor. Für seine Anpassung in der erfindungsgemäßen Temperaturmesseinrichtung sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, dass die Vorrichtung ein Gehäuse für den Temperatursensor hat, dem eine Halteeinrichtung zum Anordnen des Gehäuses im Bereich der Wohnfeuerstätte zugeordnet ist. Der Temperatursensor ist in einem Gehäuse aufgenommen, das in der Umgebung der Wohnfeuerstätte angebracht werden kann. Das Anbringen kann beispielsweise an einer Raumwand oder auch an einem Möbelstück erfolgen. Der Temperatursensor wird auf ein Bauteil der Wohnfeuerstätte ausgerichtet, um dessen Temperaturanstieg insbesondere bei Starten eines Feuers zu messen.

Bei Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, die angesteuerte Dunstabzugshaube noch so lange zu betreiben und insofern noch so lange die Essenszubereitung vorzunehmen, bis in der Wohnfeuerstätte tatsächlich eine vordefinierte Temperatur erreicht ist. Es ist somit nicht notwendig, bereits beim Anfeuern die Dunstabzugshaube abzustellen.

Im Gehäuse für den Temperatursensor kann ein Display vorgesehen sein. Dies kann die jeweils gemessene Temperatur anzeigen, darüberhinaus können über das Display Einstellungsvorgänge erleichtert werden. Im Gehäuse selbst sind dann nach einer Weiterbildung noch Bauelemente einer Funkanlage angeordnet. Diese Funkanlage kann gemessene Temperaturwerte an eine Steuerung weiterreichen, die auf der anderen Seite mit der Dunstabzugshaube und ggf. auch mit einem zu öffnenden Fenster verknüpft ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich weitere erfinderische Merkmale ergeben, ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:

1: eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Ansteuern eines Lüftungsgerätes; und

2: eine weitere Seitenansicht der Vorrichtung gemäß 1.

Die Vorrichtung in 1 weist ein etwa quaderförmig ausgebildetes Gehäuse 1 auf. Das Gehäuse 1 ist in einem bügelartigen Profil als Halteeinrichtung 2 um die Längsmittelachse des Gehäuses 1 schwenkbar aufgenommen. Erreichte Schwenkstellungen können mit einer Stirnrasterungseinrichtung 3 fixiert werden.

Im Gehäuse 1 ist ein kontaktloser Temperatursensor 4 aufgenommen. Dieser kann in 1 aus der Ebene der Zeichnung heraus kontaktlos Temperaturen von Bauteilen messen, auf die er gerichtet ist. Der Temperatursensor 4 ist ein Infrarotsensor, die für seinen Betrieb notwendige elektrische Energie wird durch nicht weiter dargestellte und unter einem Batteriefachdeckel 5 angeordnete Batterien oder Akkumulatoren bereitgestellt.

Unterhalb des Temperatursensors 4 ist im Gehäuse 1 ein Display 6 angeordnet, welches voneinander verschiedene Anzeigen hat. Unterhalb des Displays 6 ist noch eine Testtaste 7 für eine testweise Auslösung des Temperatursensors 4 vorgesehen.

In 2 ist das Gehäuse 1 in seiner Halteeinrichtung 2 gegenüber der Darstellung in 1 verschwenkt worden.