Title:
Verfahren und Vorrichtung zum Erfassen einer Objektposition relativ zu Antennenarrays eines elektronischen Kommunikationsgeräts
Kind Code:
A1


Abstract:

Ein elektronisches Kommunikationsgerät führt ein Verfahren zum Erfassen der Nähe eines Objekts zu dem Gerät durch. Das Verfahren umfasst das Bestimmen einer Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten für mindestens ein Paar einer Mehrzahl von Antennenarrays des elektronischen Kommunikationsgeräts. Jeder gegenseitige Kopplungswert gibt einen Wirkungsgrad einer gegenseitigen Kopplungsübertragung zwischen einem Antennenelement eines ersten Antennenarrays eines Paares von Antennenarrays und einem Antennenelement eines zweiten Antennenarray des Paares von Antennenelementen an. Das Verfahren umfasst ferner das Bestimmen einer Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenelementen basierend auf der Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten.




Inventors:
Islam, Md Rashidul, Ill. (Lombard, US)
Abdul-Gaffoor, Mohammed, Ill. (Palatine, US)
Krenz, Eric L., Ill. (Crystal Lake, US)
Smith, Hugh K., Ill. (Palatine, US)
Application Number:
DE102017112156A
Publication Date:
12/14/2017
Filing Date:
06/01/2017
Assignee:
Motorola Mobility LLC (Ill., Chicago, US)
International Classes:



Other References:
IEEE 802.11
Attorney, Agent or Firm:
KASTEL Patentanwälte, 81669, München, DE
Claims:
1. Verfahren, umfassend:
das Bestimmen einer ersten Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten für mindestens ein Paar einer Mehrzahl von Antennenarrays eines elektronischen Kommunikationsgeräts, wobei jeder gegenseitige Kopplungswert einen Wirkungsgrad einer gegenseitigen Kopplungsübertragung zwischen einem Antennenelement eines ersten Antennenarrays eines Paares von Antennenarrays und einem Antennenelement eines zweiten Antennenarrays des Paares von Antennenarrays angibt;
das Bestimmen einer Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays basierend auf der ersten Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten.

2. Verfahren nach Anspruch 1, ferner umfassend das Einstellen einer Kommunikationsübertragung von einem Antennenarray der mehrzähligen Antennenarrays basierend auf der Objektposition.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei der gegenseitige Kopplungswert der ersten Gruppe von Kopplungswerten anhand einer gegenseitigen Kopplungsübertragung zwischen Antennenelementen eines Paares von Antennenarrays, das ein Millimeterwellen-Antennenarray umfasst, bestimmt wird.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ferner umfassend das Deaktivieren mindestens eines abgeschatteten Bereichs eines Sub-6Ghz-Antennenarrays der mehrzähligen Antennenarrays basierend auf der Objektposition.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ferner umfassend, basierend auf der Objektposition:
das Betreiben eines abgeschatteten Antennenelements eines ersten Millimeterwellen-Antennenarrays und eines abgeschatteten Antennenelementes eines zweiten Millimeterwellen-Antennenarray für eine gegenseitige Kopplungsübertragung;
das Betreiben eines nicht abgeschatteten ersten Subarray des ersten Millimeterwellen-Antennenarray für Kommunikationsübertragungen;
das Deaktivieren eines abgeschatteten zweiten Subarray des zweiten Millimeterwellen-Antennenarray.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Bestimmen der ersten Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten das Bestimmen einer Mehrzahl von Streuparametern umfasst, die die übertragene Leistung für gegenseitige Kopplungsübertragungen zwischen Antennenelementen von mehreren Paaren der mehrzähligen Antennenarrays angeben.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, ferner umfassend das Bestimmen von Differenzwerten, deren jeder eine Differenzberechnung zwischen einem unterschiedlichen Paar von gegenseitigen Kopplungswerten der ersten Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten angibt, wobei die mehrzähligen Differenzwerte zum Bestimmen der Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays verwendet werden.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, ferner umfassend das Vergleichen der ersten Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten mit einer Gruppe von Referenz-Kopplungswerten, um die Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays zu bestimmen.

9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Vergleichen der ersten Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten mit der Gruppe von Referenz-Kopplungswerten zum Bestimmen eines Handgriffs relativ zu dem elektronischen Kommunikationsgerät genutzt wird.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei mehrere gegenseitige Kopplungswerte der ersten Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten basierend auf zeitgleichen gegenseitigen Kopplungsübertragungen zwischen Antennenelementen von verschiedenen Paaren der mehrzähligen Antennenarrays bestimmt werden, wobei jede zeitgleiche gegenseitige Kopplungsübertragung auf einer anderen Sendefrequenz erfolgt.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei mehrere gegenseitige Kopplungswerte der ersten Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten basierend auf aufeinanderfolgenden gegenseitigen Kopplungsübertragungen zwischen Antennenelementen von verschiedenen Paaren der mehrzähligen Antennenarrays bestimmt werden.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die erste Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten eine Mehrzahl von gegenseitigen Kopplungswerten enthält, die für eine Mehrzahl von verschiedenen Paaren von Antennenarrays bestimmt werden, wobei das Verfahren ferner umfasst:
das Bestimmen einer zweiten Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten für die mehrzähligen verschiedenen Paare von Antennenarrays;
das Bestimmen einer Gruppe von Differenzwerten zwischen der ersten und der zweiten Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten, um eine Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays zu bestimmen.

13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei jeder gegenseitige Kopplungswert in der zweiten Gruppe einen korrespondierenden gegenseitigen Kopplungswert in der zu einem anderen Zeitpunkt für dasselbe Paar von Antennenarrays bestimmten ersten Gruppe hat, wobei die Gruppe von Differenzwerten einen Differenzwert enthält, der für jedes der verschiedenen Paare von Antennenarrays mittels der zu verschiedenen Zeitpunkten bestimmten korrespondierenden gegenseitigen Kopplungswerte berechnet wird.

14. Verfahren nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, wobei das Bestimmen der Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays das Bestimmen einer Handbewegung relativ zu dem elektronischen Kommunikationsgerät basierend auf der Gruppe von Differenzwerten umfasst.

15. Verfahren nach Anspruch 14, umfassend das Öffnen, Schließen oder Ausführen einer kontextabhängigen Anwendung in Reaktion auf die Handbewegung.

16. Verfahren nach Anspruch 14 oder Anspruch 15, ferner umfassend:
das Detektieren, dass sich das elektronische Kommunikationsgerät in einer Informationsaustauschsitzung befindet;
das wiederholte Bestimmen von ersten und zweiten Gruppen von gegenseitigen Kopplungswerten und einer entsprechenden Gruppe von Differenzwerten, um die Handbewegung während der Informationsaustauschsitzung zu verfolgen.

17. Elektronisches Kommunikationsgerät, umfassend:
Mehrfachantennenarrays, wobei jedes Antennenarray ein oder mehrere Antennenelemente hat, um eine gegenseitige Kopplungsübertragung mit einem weiteren Antennenarray auszutauschen;
einen Prozessor, der mit den Mehrfachantennenarrays gekoppelt ist, damit der Prozessor:
eine Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten für gegenseitige Kopplungsübertragungen bestimmt, die zwischen verschiedenen Paaren der Mehrfachantennenarrays gesendet werden, wobei jeder gegenseitige Kopplungswert einen Wirkungsgrad einer gegenseitigen Kopplungsübertragung zwischen einem Antennenelement eines ersten Antennenarray eines Paares von Antennenarrays und einem Antennenelement eines zweiten Antennenarray des Paares von Antennenarrays angibt;
eine Objektposition relativ zu den Mehrfachantennenarrays basierend auf der Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten bestimmt.

18. Elektronisches Kommunikationsgerät nach Anspruch 17, wobei eines oder mehrere der Mehrfachantennenarrays ein parasitäres Antennenelement enthält.

19. Elektronisches Kommunikationsgerät nach Anspruch 17 oder Anspruch 18, wobei die Mehrfachantennenarrays eine Gruppe von Antennenarrays oder Antennenarraybereichen umfassen, die eigens für gegenseitige Kopplungsübertragungen bestimmt sind.

20. Elektronisches Gerät nach einem der Ansprüche 17 bis 19, wobei die Mehrfachantennenarrays eine Gruppe von Antennenarrays umfassen, die für gegenseitige Kopplungsübertragung wie auch für Kommunikationsübertragungen wirksam sind.

Description:
GEBIET DER ERFINDUNG

Vorliegende Erfindung betrifft allgemein die Erfassung einer Objektposition und insbesondere die Bestimmung von gegenseitigen Kopplungswerten mindestens eines Paares von Antennenarrays eines elektronischen Kommunikationsgeräts, um eine Objektposition relativ zu den Antennenarrays zu erfassen.

HINTERGRUND

Der Mobilfunk der fünften Generation ("5G") ist abhängig von Millimeterwellenfrequenzen (z.B. >24 GHz). Um einen Antennengewinn zu realisieren, der ausreicht, um eine zuverlässige Kommunikationsverbindung mit beispielsweise einer Basisstation aufrecht zu erhalten, benötigen elektronische Kommunikationsgeräte wahrscheinlich eine sehr viel größere Anzahl von Antennenelementen, die für eine Diversität und für Multiple Input Multiple Output(MIMO)-Anwendungen (MIMO = Nutzung mehrerer Sende- und Empfangsantennen) in den verschiedenen Bereichen des elektronischen Kommunikationsgeräts positioniert sind. Eine Sorge bei Kommunikationen auf Millimeterwellenfrequenzen ist, dass menschliches Gewebe wie zum Beispiel die Haut, die Knochen, die Muskeln und Fett sehr verlustreich sind. Die Absorption durch die Hand zum Beispiel kann die Spitzenverstärkung eines Millimeterwellen-Antennenarray um 12 dB reduzieren, wenn die Hand etwa 5 Millimeter von dem Antennenarray entfernt ist. Dementsprechend können Energieeinsparungen realisiert werden, wenn Antennenarrays, die durch verlustreiche Objekte blockiert werden, nicht für Hochleistungskommunikation verwendet werden. Hinzu kommt, dass manche Regulierungsstellen eine Begrenzung des Kontakts des menschlichen Körpers mit Hochfrequenzenergie ("RF"-Energie) fordern.

Üblicherweise hat man verschiedene Sensoren wie kapazitive Sensoren, Berührungssensoren und Infrarot-Näherungssensoren (Top Hat-Näherungssensoren) für die Erfassung der Hand verwendet, um Antennenelemente zu vermeiden, die blockiert werden. Jedoch wäre die Anzahl von Sensoren, die aufgrund der für eine Kommunikation auf Millimeterwellen-Frequenzen benötigten größeren Anzahl von Antennenelementen für eine genaue Handerfassung notwendig wäre, vom Gesichtspunkt der Steuerung, Handhabung, des Stromverbrauchs und der Kosten nicht sinnvoll.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die anliegenden Zeichnungsfiguren, in denen identische oder funktionsgleiche Elemente durchgehend mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet sind, sind Teil der vorliegenden Beschreibung und zeigen Ausführungsformen gemäß den anliegenden Ansprüchen.

1 zeigt ein elektronisches Kommunikationsgerät gemäß einigen Ausführungsformen;

2 zeigt ein Blockdiagramm eines elektronischen Kommunikationsgeräts mit Komponenten, die gemäß einigen Ausführungsformen konfiguriert sind;

3 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung eines Verfahrens zum Bestimmen einer Objektposition gemäß einigen Ausführungsformen;

4 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung eines Verfahrens zum Bestimmen von gegenseitigen Kopplungswerten gemäß einigen Ausführungsformen;

5 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung eines Verfahrens zum Bestimmen einer Objektposition gemäß einigen Ausführungsformen;

6 zeigt ein elektronisches Kommunikationsgerät mit Antennenarrays, die Antennenelemente enthalten, die bei der Bestimmung von gegenseitigen Kopplungswerten verwendet werden, gemäß einigen Ausführungsformen;

7 zeigt ein elektronisches Kommunikationsgerät mit Antennenarrays, die Antennenelemente enthalten, die bei der Bestimmung von gegenseitigen Kopplungswerten verwendet werden, gemäß einigen Ausführungsformen;

8 zeigt ein elektronisches Kommunikationsgerät mit Antennenarrays, die Antennenelemente enthalten, die bei der Bestimmung von gegenseitigen Kopplungswerten verwendet werden, gemäß einigen Ausführungsformen;

9 zeigt ein elektronisches Kommunikationsgerät mit Antennenarrays, die Antennenelemente enthalten, die bei der Bestimmung von gegenseitigen Kopplungswerten verwendet werden, gemäß einigen Ausführungsformen;

10 zeigt eine Konfiguration von Antennenelementen innerhalb Antennenarrays gemäß einigen Ausführungsformen;

11 zeigt eine Konfiguration von Antennenelementen innerhalb Antennenarrays gemäß einigen Ausführungsformen;

12 zeigt eine Konfiguration von Antennenelementen innerhalb Antennenarrays gemäß einigen Ausführungsformen;

13 zeigt eine Konfiguration von Antennenelementen innerhalb Antennenarrays gemäß einigen Ausführungsformen;

14 zeigt eine Konfiguration von Antennenelementen innerhalb Antennenarrays gemäß einigen Ausführungsformen;

15 zeigt eine Konfiguration von Antennenelementen innerhalb Antennenarrays gemäß einigen Ausführungsformen;

16 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung eines Verfahrens zum Bestimmen einer Objektposition gemäß einigen Ausführungsformen;

17 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung eines Verfahrens zum Bestimmen einer Objektposition gemäß einigen Ausführungsformen;

18 zeigt eine Konfiguration von Antennenarrays für ein elektronisches Kommunikationsgerät gemäß einigen Ausführungsformen;

19 zeigt eine Konfiguration von Antennenarrays für ein elektronisches Kommunikationsgerät gemäß einigen Ausführungsformen;

20 zeigt eine Konfiguration von Antennenelementen innerhalb von Antennenarrays gemäß einigen Ausführungsformen;

21 zeigt eine Konfiguration von Antennenelementen innerhalb von Antennenarrays gemäß einigen Ausführungsformen;

22 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung eines Verfahrens zum Bestimmen einer Objektposition gemäß einigen Ausführungsformen.

23 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung eines Verfahrens zum Bestimmen einer Objektposition gemäß einigen Ausführungsformen.

Der Fachmann wird erkennen, dass Elemente in den Figuren einfach und übersichtlich und nicht notwendigerweise maßstabsgetreu dargestellt sind. So können zum Beispiel manche Elemente gegenüber anderen Elementen übertrieben dargestellt sein, wodurch die Ausführungsformen gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung besser verständlich sein sollen. Ferner erfordern weder die Beschreibung noch die Zeichnungen unbedingt die Reihenfolge, in der sie dargestellt sind. Bestimmte Aktionen und/oder Schritte sind gegebenenfalls in einer bestimmten Reihenfolge, in der sie stattfinden, beschrieben und dargestellt. Gleichwohl wird der Fachmann erkennen, dass diese spezielle Reihenfolge nicht tatsächlich erforderlich ist.

Komponenten von Vorrichtungen, Geräten und/oder Verfahren sind in den Zeichnungen gegebenenfalls durch übliche Symbole gekennzeichnet, wobei jedoch nur diejenigen spezifischen Details gezeigt sind, die wesentlich sind, um die Ausführungsformen gemäß den vorliegenden Lehren der Erfindung zu verstehen und um die Beschreibung nicht mit Details zu überladen, die sich dem Fachmann auf der Basis der vorliegenden Beschreibung ohne weiteres erschließen.

DETAILBESCHREIBUNG

Entsprechend den vorliegend beschriebenen verschiedenen Ausführungsformen betrifft die Erfindung ein elektronisches Kommunikationsgerät und Verfahren zum Bestimmen einer Objektposition relativ zu einer Mehrzahl von Antennenelementen, die in dem elektronischen Kommunikationsgerät enthalten sind. Das Bestimmen einer Objektposition basiert auf dem Bestimmen von gegenseitigen Kopplungswerten ("MCVs" = engl. mutual coupling values) für Paare von Antennenarrays. Die Nähe eines Objekts zu einem Antennenarray betrifft generell einen oder mehrere MCVs für ein oder mehrere Paare von Antennenarrays. Ein Objekt kann ein Objekt sein, das die Übertragungen stört oder beeinträchtigt. Ein MCV ist ein quantitatives Signalstärkenmaß oder gibt genauer gesagt an, wie viel von einem Signal, das von einem Sendeantennenelement gesendet wird, von einem Empfangsantennenelement empfangen wird. Ein MCV kann also eine Wirksamkeit eines Signals angeben, das zwischen Antennenelementen eines Paares von Antennenarrays übertragen wird, vorliegend auch als Übertragung bezeichnet.

MCVs können bestimmt werden, indem Übertragungen mit niedriger Leistung zwischen Antennenelementen von Antennenarrays verwendet werden, um eine gegenseitige Kopplung zwischen den Antennenelementen zu erleichtern. Solche Übertragungen zwischen geräteinternen Antennenelementen eines elektronischen Kommunikationsgeräts werden vorliegend als Übertragungen mit "gegenseitiger Kopplung" bezeichnet. Der Begriff gegenseitige Kopplung beschreibt zum Beispiel elektromagnetische Energie, die als Folge elektromagnetischer Energie, die durch ein Antennenelement eines weiteren Antennenarray gesendet oder übertragen wurde, von einem Antennenelement eines Antennenarray absorbiert oder empfangen wird. In einer Ausführungsform umfassen Übertragungen mit niedriger Leistung Übertragungen bei Leistungspegeln von –20 dBm und niedriger. Gemäß einem Beispiel wird die Übertragung mit niedriger Leistung ermöglicht, indem eine Nahbereichskommunikationstechnik wie beispielsweise die Nahfeldkommunikation (NFC = engl. near-field communication) angewendet wird. Alternativ können leistungsstärkere Übertragungen verwendet werden, um einige oder alle MCVs zu bestimmen.

In einer speziellen Ausführungsform, die hier beschrieben wird, werden die MCVs mittels Niedrigleistungsübertragungen bestimmt. Jedoch werden Hochleistungsübertragungen, z.B. mit Leistungspegeln von 0 dBm (1 mW) oder höher für "Kommunikations"-Übertragungen verwendet. Kommunikationsübertragungen werden zum Kommunizieren von Informationen, z.B. von Daten und/oder Steuerinformationen, an externe Geräte wie externe elektronische Kommunikationsgeräte und Basisstationen verwendet.

Für die beschriebenen Ausführungsformen sind die MCVs, die bestimmt werden, Streuparameter, die vorliegend als S-Parameter bezeichnet werden. S-Parameter beschreiben ein Eingangs-Ausgangs-Verhältnis zwischen Ports oder Anschlüssen in einem elektrischen System, wobei ein Port ist, wo eine Spannung oder ein Strom geliefert werden können. Insbesondere repräsentieren S-Parameter Leistung, die zwischen einem Paar von Ports, z.B. einem Paar von Antennenelementen, übertragen wird und anhand von Leistungspegelmessungen bestimmt werden kann. Für zwei Ports, z.B. N und M, gibt SNM allgemein Leistung an, die von Port M zu Port N übertragen wird. Dementsprechend gibt S12 für die Ports 1 und 2 die von Port 2 zu Port 1 übertragene Leistung an, und S21 gibt die von Port 1 zu Port 2 übertragene Leistung an.

Wenngleich S-Parameter bei jeder Frequenz anwendbar sind, werden sie bei den beschriebenen Berechnungen verwendet, da Signalleistung einfacher quantifizierbar ist als Ströme oder Spannungen für elektronische Kommunikationsgeräte, die bei RF arbeiten. Jedoch können in anderen Ausführungsformen andere Arten von MCVs verwendet werden, unter anderem Y-Parameter, Z-Parameter, T-Parameter oder ABCD-Parameter, ohne Beschränkung hierauf. Einige davon können in S-Parameter konvertiert werden.

1 zeigt ein elektronisches Kommunikationsgerät (oder einfach Gerät) 100, das als tragbares Smartphone dargestellt ist und auf das bei der Beschreibung der enthaltenen Ausführungsformen Bezug genommen wird. Auch wenn ein Smartphone dargestellt ist, kann das Gerät 100 tragbare Geräte eines anderen Typs darstellen, zum Beispiel ein Zelltelefon, ein Phablet, ein Tablet, einen persönlichen digitalen Assistenten, ein Mobiltelefon, einen Mediaplayer, ein Laptop oder ein tragbares Gerät einer anderen Art, das gemäß den beschriebenen Ausführungsformen eine Objektposition mittels MCVs erfassen kann. Das Smartphone 100 hat ein Display 102 und vier Antennenarrays 104, 106, 108, 110, die in der Nähe der vier Ecken des Smartphone 100 liegen. Jedoch können andere Ausführungsformen des Smartphone 100 mehr oder weniger Antennenarrays in verschiedenen räumlichen Konfigurationen aufweisen. Darüber hinaus können sich die Antennenarrays 104, 106, 108, 110 in dem Gehäuse des Smartphone 100 befinden, können in diesem eingebettet oder auf diesem platziert sein.

2 zeigt ein Blockdiagramm eines elektronischen Kommunikationsgeräts 200, das ausgebildet ist zum Bestimmen einer Objektposition relativ zu einer Mehrzahl von Antennenarrays, basierend auf einer Gruppe von einem oder mehreren MCVs. In den beschriebenen Ausführungsformen wird als Gerät 200 ein Smartphone 100 gewählt. Das Gerät 200 enthält einen Prozessor 202, eine Mehrzahl von Antennenarrays 220, eine Mehrzahl von Schaltelementen 222, einen Speicher 224, eine oder mehrere Sender-Empfänger-Komponenten 226, Eingabe- und Ausgabekomponenten 228 und eine Stromversorgung 230. Hardwarekomponenten 202, 220, 222, 224, 226, 228 und 230 sind durch interne Kommunikationsverbindungen 232 wie einen Kommunikationsbus wirkverbunden.

Zur einfacheren Darstellung ist eine begrenzte Anzahl von Komponenten 202, 220, 222, 224, 226, 228, 230, 232 in dem Gerät 200 gezeigt. Andere Ausführungsformen können eine mehr oder weniger große Anzahl von Komponenten 202, 220, 222, 224, 226, 228, 230, 232 in dem Gerät 200 enthalten. Außerdem wurden im Hinblick auf eine übersichtliche Beschreibung weitere Komponenten, die für eine kommerzielle Ausführung des Geräts 200 benötigt werden, aus 2 weggelassen.

Der Prozessor 202 ist allgemein mit Funktionen gemäß den Ausführungsformen konfiguriert, die vorliegend mit Bezug auf die verbleibenden Figuren beschrieben werden. Solche Funktionen werden durch die andere in 2 gezeigte Hardware unterstützt, umfassend die Gerätekomponenten 220, 222, 224, 226, 228 und 230. Die in dieser Beschreibung verwendeten Begriffe "konfiguriert", "ausgelegt", "wirksam" oder "geeignet" sollen zum Ausdruck bringen, dass genannte Komponenten durch ein oder mehrere Hardwareelement implementiert sind, zum Beispiel durch einen oder mehrere in Wirkverbindung stehende Verarbeitungskerne, Speicherelemente und Schnittstellen, die mit Software und/oder Firmware programmiert sein können oder nicht, als Mittel für die Implementierung der gewünschten Funktionen der genannten Komponenten.

Der Prozessor 202 enthält arithmetisch-logische und Steuerschaltungen zum Durchführen der digitalen Verarbeitung – ganz oder teilweise – für das Gerät 200, um eine Objektposition relativ zu den Antennenarrays 220 basierend auf einer Gruppe von MCVs zu bestimmen. In einigen Fällen bestimmt der Prozessor 202 basierend auf der erfassten Objektposition auch, wie die Antennenarrays 220 zu konfigurieren sind. In einer Ausführungsform stellt der Prozessor 202 einen primären Mikroprozessor des Geräts 200 dar, der auch als zentrale Verarbeitungseinheit ("CPU" = engl. central processing unit) bezeichnet wird. Zum Beispiel kann der Prozessor 202 einen Anwendungsprozessor des Smartphone 100 darstellen. In einer weiteren Ausführungsform ist der Prozessor 202 ein Hilfsprozessor, getrennt von der CPU, wobei der Hilfsprozessor eigens dafür vorgesehen ist, ganz oder teilweise die Verarbeitungskapazität zu schaffen, die für die Komponenten des Geräts 200 benötigt wird, damit diese zumindest einen Teil ihrer vorgesehenen Funktionen ausführen können.

Zum Beispiel kann der Prozessor 202 durch die Ausführung von Algorithmen konfiguriert werden, die mit einem oder mehreren der Verfahren übereinstimmen, die durch die logischen Flussdiagramme in den 3, 4, 5, 16, 17, 22 und 23 und deren zugehörige Beschreibung dargestellt sind. Allgemein ist der Prozessor 202 mit mehreren der Antennenarrays 220 wirkverbunden und bestimmt anhand von gegenseitigen Kopplungsübertragungen zwischen einem oder mehreren Paaren der mehreren Antennenarrays 220 eine Gruppe von MCVs. Jeder MCV gibt den Wirkungsgrad einer gegenseitigen Kopplungsübertragung zwischen einem Antennenelement eines ersten Antennenarrays eines Paares von Antennenarrays und einem Antennenelement eines zweiten Antennenarrays des Paares von Antennenarrays an. Der Prozessor bestimmt auch die Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays 220 basierend auf der Gruppe von MCVs.

In einigen Fällen bestimmt der Prozessor 202, welche Antennenarrays und/oder Antennenelemente kommunizieren, indem sie für eine gegenseitige Kopplung in dem Gerät 100 Niedrigleistungsübertragungen verwenden. Insbesondere kann der Prozessor 202 basierend auf den Ergebnissen der gegenseitigen Kopplung und einer resultierenden Bestimmung bzw. Ermittlung, welche Antennenarrays, Antennen-Subarrays und/oder Antennenelemente blockiert oder abgeschattet sind, dynamisch bestimmen, ob und welche Antennenarrays, Antennen-Subarrays und/oder Antennenelemente für den Zweck eines Austausches von Kommunikationsübertragungen mit einem externen Gerät deaktiviert (z.B. abgeschaltet) sind, für gegenseitige Kopplungsübertragungen (nur empfangen, nur übertragen oder sowohl empfangen als auch übertragen) zwischen einem oder mehreren Paaren von internen Antennenarrays verwendet werden; und/oder für Kommunikationsübertragungen mit einem oder mehreren externen Geräten verwendet werden.

Jedes Antennenarray der mehrzähligen Antennenarrays 220 hat ein oder mehrere "aktive" oder "angesteuerte" Antennenelemente, die konfiguriert sind für die Ausstrahlung und/oder den Empfang von elektromagnetischer Energie, indem sie zum Beispiel aus einem geeigneten metallischen Leitermaterial gebildet und mit einem Sender-Empfänger verbunden sind. Elektromagnetische Energie wird in der vorliegenden Beschreibung auch bezeichnet als elektromagnetische Übertragungen oder einfach als Übertragungen. Ein aktives Antennenelement strahlt Übertragungen aus und/oder empfängt diese, um entsprechend den beschriebenen Lehren mittels der MCVs Daten zu kommunizieren und/oder eine Objektposition zu erfassen. Mit anderen Worten: jedes Antennenarray 220 hat eine oder mehrere aktive Antennenelemente, die mit einem weiteren Antennenarray Übertragungen wie beispielsweise Kopplungsübertragungen oder Kommunikationsübertragungen austauschen.

Manche Antennenelemente können sowohl für gegenseitige Kopplungsübertragungen als auch Kommunikationsübertragungen verwendet werden. Manche Antennenelemente können ausschließlich für gegenseitige Kopplungsübertragungen bestimmt sein, das heißt, nur für diese verwendet werden. Manche Antennen können ausschließlich für die Datenkommunikation außerhalb des elektronischen Kommunikationsgeräts bestimmt sein. Zum Beispiel sind mindestens einige der Antennenelemente beispielsweise für Kommunikationen im Millimeterwellen-Frequenzbereich Patch-Antennenelemente, die man auch als rechteckige Mikrostreifenantennenelemente kennt.

Die Antennenelemente eines bestimmten Antennenarrays können unabhängig voneinander für Hoch- und/oder Niedrigleistungsübertragungen oder aber kollektiv betrieben werden, zum Beispiel für MIMO oder Beamforming. In einem Beispiel werden alle der Mehrantennenelemente eines Antennenarrays gleichzeitig betrieben, um Übertragungen auszustrahlen und/oder zu empfangen. In einem anderen Beispiel werden nur einige der Mehrantennenelemente eines Antennenarrays (vorliegend als Antennen-Subarray oder einfach als Subarray bezeichnet) gleichzeitig betrieben, um Übertragungen auszustrahlen und/oder zu empfangen. In einem noch anderen Beispiel wird ein einziges Antennenelement eines Antennenarrays betrieben, um Übertragungen auszustrahlen und/oder zu empfangen. Daher umfasst die Formulierung "Betreiben eines Antennenarrays" oder umfassend die Äquivalente dieser Formulierung alle drei genannten Beispiele.

In einer bestimmten Ausführungsform werden ein oder mehrere Antennenarrays 220 zum Kommunizieren von Daten, zum Beispiel Sprache oder Video, in mehreren Wi-Fi- und/oder Wireless Gigabit Alliance (WiGig)-Frequenzbändern betrieben, unter anderem 2,4 GHz, 3,65 GHz, 4,9 GHz, 5 GHz, 5,9 GHz und 60 GHz (z.B. für WiGig), ohne Beschränkung hierauf. Ein Beispiel eines Vorteils der vorliegenden Lehren ist, dass ein oder mehrere Antennenarrays 220, die in dem Gerät 200 für Hochleistungsübertragungen enthalten sind, auch für Niedrigleistungsübertragungen genutzt werden können, um MCVs für die Erfassung einer Objektposition zu bestimmen. Dadurch verringern sich oder entfallen gegebenenfalls notwendige weitere Sensoren wie kapazitive Sensoren, Top Hat-Sensoren und/oder Berührungssensoren für die Erfassung einer Objektposition relativ zu dem Gerät 200.

Diese Antennenarrays 220, die ein oder mehrere Antennenelemente haben, die verwendet und betrieben werden, um Übertragungen unter Nutzung von Millimeterwellenfrequenzen oder -Frequenzbändern zu senden und/oder zu empfangen, werden in der vorliegenden Beschreibung als Millimeterwellen-Antennenarrays bezeichnet. Antennenarrays 220, die ein oder mehrere Antennenelemente haben und verwendet und betrieben werden zum Senden und/oder Empfangen von Übertragungen unter Nutzung von Zentimeterwellenfrequenzen oder -Frequenzbändern, werden in der vorliegenden Beschreibung als Zentimeterwellen-Antennenarrays bezeichnet.

In einer anderen Ausführungsform werden zumindest einige der Antennenarrays 220 zum Implementieren von MIMO und für Beamsteering (Antennenstrahlsteuerung) verwendet, z.B. für Beamforming (Strahlformung), um elektromagnetische Energie zu formen und in Richtung auf ein externes Gerät zu lenken. Zum Beispiel sind mindestens einige der Antennenarrays 220 phasengesteuerte Arrays. Dementsprechend sind relative Phasen der jeweiligen Signale, die die Antennenelemente speisen, entweder fest oder dynamisch eingestellt, derart, dass das effektive Strahlungsmuster des Antennenarrays in einer erwünschten Richtung verstärkt und in unerwünschten Richtungen unterdrückt wird.

In weiteren Ausführungsformen sind ein oder mehrere Antennenarrays 220 konfiguriert zum Ausstrahlen und Empfangen von elektromagnetischer Energie zum Kommunizieren von Daten über 6 GHz-Teilfrequenzbänder für die Technologie der zweiten Generation ("2G"), der dritten Generation ("3G") und/oder der vierten Generation ("4G") zum Beispiel. 6 GHz-Teilfrequenzbänder sind unter anderem 700 MHz, 850 MHz, 900 MHz, 1700 MHz bis 2200 MHz und 2300 MHz bis 2700 MHz. Antennenarrays, die ein oder mehrere Antennenelemente haben, die verwendet und betrieben werden zum Senden und/oder Empfangen von Übertragungen über oder unter Nutzung von Frequenzen oder Frequenzbändern unter 6 GHz (d.h. Teilfrequenzen von 6 GHz), werden in der vorliegenden Beschreibung als Sub-6 GHz-Antennenarrays bezeichnet.

Ferner kann mindestens ein Antennenarray der Mehrantennenarrays 220 ein oder mehrere "passive" oder "parasitäre" Antennenelemente enthalten, die mit einem Sende-Empfänger nicht elektrisch gekoppelt sind. Die parasitären Antennenelemente können in günstiger Lage angeordnet sein, um die gegenseitige Kopplungsempfindlichkeit zwischen einem Paar von aktiven Antennenelementen zu erhöhen, zum Beispiel ohne Einfluss auf Kommunikationen mit externen elektronischen Kommunikationsgeräten. Ein parasitäres Antennenelement in einem Antennenarray eines Paares von Antennenarrays kann in nutzbringender Weise die Empfangsempfindlichkeit eines angrenzenden aktiven Elements erhöhen. Ein parasitäres Antennenelement in einem weiteren Antennenarray des Paares von Antennenarrays kann die gegenseitige Kopplungsübertragung eines angrenzenden aktiven Antennenelements formen oder gestalten. Dadurch können gegenseitige Kopplungsübertragungen mit einer geringeren Leistung und mit einer besseren Ausrichtung auf das empfangende Antennenelement gesendet werden. Zum Beispiel sind zumindest einige der parasitären Antennenelemente Patch-/Mikrostreifenantennenelemente.

Die Sender-Empfänger-Komponenten 226 stellen einen oder mehrere Sender-Empfänger dar, deren jeder Senderhardware (einen Senderbereich) und Empfängerhardware (einen Empfängerbereich) hat. Der Senderbereich liefert Signale an mindestens eines der Antennenarrays 220, zum Ausstrahlen oder Übertragen zu einem weiteren Antennenarray in dem oder außerhalb des Geräts 200. Der Empfängerbereich empfängt Signale von mindestens einem der Antennenarrays 220, die von Übertragungen in dem oder außerhalb des Geräts 200 erfasst werden, für deren weitere Verarbeitung durch das Gerät 200. Alternativ sind der Sender und der Empfänger separate Hardwareelemente. Darüber hinaus können in manchen Ausführungsformen, wenn beispielsweise ein bestimmtes Antennenarray speziell einer gegenseitigen Kopplungsübertragung gewidmet ist, ein oder mehrere Antennenelemente nur mit einem Sender gekoppelt sein.

In einer Ausführungsform steuert der Prozessor 202 die Stärke, Dauer, Wellenform und/oder Modulation der Signale, die von dem oder den Sender-Empfängern 226 geliefert werden, und steuert die Demodulation der Signale, die von dem oder den Sender-Empfängern 226 empfangen werden. Darüber hinaus wird in einem Beispiel ein Sender-Empfänger 226 (oder ein Sender- oder Empfängerbestandteil) aktiviert, wenn all diejenigen der Komponenten wirksam oder aktiviert sind, die für die Ausführung seiner Funktionen benötigt werden, z.B. Frontend-Schaltungen, Demodulationsschaltungen, Schaltstellung, Bereitstellung von Strom oder Spannung, Verarbeitungskapazität. Ähnlich wird ein Sender-Empfänger 226 (oder ein Sender- oder Empfängerbestandteil) deaktiviert, wenn eine oder mehrere Komponenten, die für die Ausführung seiner Funktionen benötigt werden, unwirksam oder deaktiviert sind.

Die Sender-Empfänger-Komponenten 226 umfassen zum Beispiel einen oder mehrere Wireless Local Area Network(WLAN)-Sender-Empfänger, die dem Gerät 200 den Zugang zu dem Internet ermöglichen, wobei Standards wie Wi-Fi oder WiGig verwendet werden. Die WLAN-Sender-Empfänger ermöglichen dem elektronischen Gerät 200 das Senden und Empfangen von Funksignalen an und von ähnlich ausgestatteten Geräten unter Anwendung eines drahtlosen Verteilungsverfahrens wie beispielsweise eines Spreizspektrum-Verfahrens oder eines orthogonalen Frequenzmultiplex-Verfahrens (OFDM = engl. orthogonal frequency-division multiplexing). In manchen Ausführungsformen verwenden die WLAN-Sender-Empfänger einen IEEE 802.11 (z.B. a, b, g, n, ac oder ad) Standard (IEEE = Institute of Electrical and Electronics Engineering), um mit anderen Geräten in den 2,4 GHz, 3,65 GHz, 4,9 GHz, 5 GHz, 5,9 GHz und 60 GHz Frequenzbändern zu kommunizieren.

In anderen Ausführungsformen umfassen die Sender-Empfänger-Komponenten 226 einen oder mehrere zellulare Sender-Empfänger zum Unterstützen der Kommunikationsübertragungen. Zum Beispiel ermöglicht der zellulare Sender-Empfänger dem Gerät 200 die Beteiligung an Informationsaustauschsitzungen wie Anrufe oder Mitteilungsaustauschsitzungen mit anderen elektronischen Kommunikationsgeräten mittels einem oder mehreren zellularen Netzwerken. Zellulare Netzwerke können jede Drahtlostechnologie nutzen, die beispielsweise Breitband- und Internetprotokoll-Kommunikationen (IP-Kommunikationen) ermöglichen, unter anderem: 3G-Drahtlostechnologien wie CDMA2000- und Universal Mobile Telecommunications System("UMTS")-Netzwerke; 4G-Techologien wie Long-Term Evolution (LTE) und WiMAX; oder 5G-Technologien, ohne Beschränkung hierauf.

Die Gruppe aus einem oder mehreren Schaltelementen oder einfach Schaltern 222 verbindet die mehrzähligen Antennenarrays 220 betrieblich mit den Sender-Empfänger-Komponenten 226. In einer speziellen Ausführungsform ist jedes Antennenelement jedes Antennenarray 220 mittels eines der Schaltelemente 222 mit einer separaten Sender-Empfänger-Komponente 226 gekoppelt. In einer speziellen Implementierung ist mit jedem Antennenelement mindestens dessen eigener Leistungsverstärker und rauscharmer Verstärker gekoppelt. In einer weiteren Ausführungsform sind mehrere Antennenelemente, Antennen-Subarrays und/oder Antennenarrays mittels eines oder mehrere Schaltelemente 222 mit derselben Sender-Empfänger-Komponente 226 gekoppelt.

In einem Beispiel umfassen die Schaltelemente 222 eine Mehrzahl von einpoligen Umschaltern (SPDT = engl. single-pole double-throw switches). In dieser Ausführungsform ist der gemeinsame Anschluss mit einem Antennenelement eines Antennenarray 220 gekoppelt, und die beiden anderen Anschlüsse sind jeweils mit dem Senderbereich und dem Empfängerbereich eines Sender-Empfängers 226 gekoppelt. Dementsprechend kann ein Antennenelement durch eine Steuereinheit, z.B. den Prozessor 202, in den "Sendemodus" geschaltet werden, wodurch der gemeinsame Anschluss des Schalters zur Verbindung mit dem Anschluss des Schalters, der mit dem Senderbereich gekoppelt ist, veranlasst wird. Der Sendemodus kann für Niedrigleistungsübertragungen, für Hochleistungsübertragungen oder für beides ausgelegt sein. Ähnlich kann ein Antennenelement durch eine Steuereinheit in einen "Empfangsmodus" geschaltet werden, wodurch der gemeinsame Anschluss des Schalters zur Verbindung mit dem Anschluss des Schalters, der mit dem Empfängerbereich gekoppelt ist, veranlasst wird.

Ferner kann das Antennenelement in dieser Ausführungsform deaktiviert oder abgeschaltet werden, indem beispielsweise die Stromversorgung des Schalters 222 unterbrochen wird. Ähnlich lässt sich ein Antennenarray 220 mit Mehrfachantennenelementen deaktivieren, indem die Stromversorgung der Schalter unterbrochen wird, die mit allen Antennenelementen verbunden sind. Solchermaßen bedeutet die Deaktivierung eines Antennenarrays oder eines Teils davon, z.B. eines Antennenelements oder eines Subarrays, in dieser Ausführungsform das Deaktivieren von Übertragungen für dieses Antennenelement oder diesen Teil des Antennenarrays. In anderen Ausführungsformen, bedeutet die Deaktivierung des Antennenarrays oder eines Teils davon abhängig von beispielsweise der speziellen Art des verwendeten Schalters das Deaktivieren sowohl des Sendens als auch des Empfangens für dieses Antennenarray oder diesen Teil des Antennenarrays. Hier könnte zum Beispiel das Einstellen eines Schalters, der mit dem Antennenarray oder dem Teil des Antennenarrays gekoppelt ist, in eine Aus-Position.

Der Speicher 224 sorgt für eine Speicherung von elektronischen Daten, die der Prozessor 202 beim Ausführen seiner Funktionen nutzt. Zum Beispiel speichert der Speicher 224 MCVs, die für die gegenseitigen Kopplungsübertragungen zwischen Antennenelementen von Paaren der Antennenarrays 220 bestimmt wurden. In manchen Fällen speichert der Speicher 224 auf Referenz-Kopplungswerte. In einer Ausführungsform ist der Speicher 224 ein Speicher mit wahlfreiem Zugriff ("RAM" = engl. random access memory). In anderen Ausführungsformen ist der Speicher 224 ein flüchtiger oder nichtflüchtiger Speicher. In einer speziellen Ausführungsform ist ein Teil des Speichers 224 entfernbar. Zum Beispiel kann der Prozessor 202 den RAM nutzen, um Daten zwischenzuspeichern, während er eine Speicherkarte ("microSD" = engl. micro secure digital card) zum Speichern von Dateien verwendet, die einer auf MCVs basierenden Bestimmung einer Objektposition zugeordnet sind.

Die Eingabe- und die Ausgabekomponenten 228 stellen Nutzerschnittstellenkomponenten des elektronischen Kommunikationsgeräts 200 dar und sind derart konfiguriert, dass sie einer Person oder Personen ermöglichen, das Gerät 200 zu benutzen, zu steuern, zu programmieren oder auf andere Weise mit dem Gerät 200 zu interagieren. Beispiele von Nutzerschnittstellenkomponenten sind unter anderem Touchscreens, mechanische oder elektronische Bedienelemente und/oder drahtlose und verdrahtete Peripheriegeräte wie Tastaturen, Mäuse und Touchpads.

Die Stromversorgung 230 stellt eine Stromquelle dar, die die Gerätekomponenten 202, 220, 222, 224, 226, 228 und 232 während ihres Normalbetriebs je nach Bedarf mit Strom versorgt. Die Stromzufuhr erfolgt in Anpassung an die individuellen Anforderungen der Strom ziehenden Gerätekomponenten 202, 220, 222, 224, 226, 228 und 232 bezüglich Spannung und Last. In manchen Ausführungsformen ist die Stromversorgung 230 eine drahtgebundene Stromversorgung, die mittels eines Vollwellen- oder Halbwellengleichrichters von einem Gegenstrom Gleichstrom liefert. In anderen Ausführungsformen ist die Stromversorgung 230 eine Batterie, die das Gerät 200 hochfährt und betreibt. In einer bestimmten Ausführungsform ist die Stromversorgung 230 eine aufladbare Batterie, die sich in dem Gerät 200 befindet. Die aufladbare Batterie für das Gerät 200 ist konfiguriert für eine zeitweilige Verbindung mit einer weiteren Stromquelle außerhalb des Geräts 200, um die Ladung der aufladbaren Batterie wiederherzustellen, wenn die Batterie leer ist oder nicht vollständig aufgeladen ist. In einer weiteren Ausführungsform wird die Batterie einfach ersetzt, wenn ihre Ladung nicht mehr ausreichend ist.

In verschiedenen Ausführungsformen nutzt das Smartphone 100 Komponenten 202, 220, 222, 224, 226, 228, 230, 232, die in 2 gezeigt sind, um auf verschiedene Weise mittels MCVs eine Objektposition zu bestimmen. Und zwar zeigen die 3 und 5 Verfahren zum Bestimmen einer Objektposition relativ zu einer Mehrzahl von Antennenarrays durch den Vergleich mindestens einer Gruppe von MCVs mit einer oder mehreren Gruppen von Referenz-Kopplungswerten. Zum Beispiel wird der Vergleich einer Gruppe von MCVs mit einer Gruppe von Referenz-Kopplungswerten verwendet, um einen Handgriff relativ zu dem elektronischen Kommunikationsgerät (bzw. das Umgreifen des elektronischen Geräts mit der Hand) zu bestimmen oder festzustellen. Die 16 und 17 zeigen Verfahren zum Bestimmen einer Objektposition basierend auf der Ermittlung der Differenz zwischen MCVs in einer Gruppe von MCVs. Zum Beispiel wird eine Mehrzahl von Differenzwerten bestimmt, deren jeder eine Differenzberechnung zwischen einem unterschiedlichen Paar von MCVs einer Gruppe von MCVs angibt. Die mehrzähligen Differenzwerte werden zum Bestimmen einer Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays verwendet. Darüber hinaus zeigen die 22 und 23 Verfahren zum Bestimmen einer Objektposition und auch einer Bewegung, basierend darauf, wie sich MCVs im Laufe der Zeit ändern, was durch aufeinanderfolgende Messungen bestimmt wird.

Das Verfahren in der jeweiligen Ausführungsform umfasst das Bestimmen einer Gruppe von MCVs für mindestens eine Paar von Antennenarrays einer Mehrzahl von Antennenarrays eines elektronischen Kommunikationsgeräts. Der jeweilige MCV gibt einen Wirkungsgrad einer gegenseitigen Kopplungsübertragung zwischen einem Antennenelement eines ersten Antennenarrays eines Paares von Antennenarrays und einem Antennenelement eines zweiten Antennenarrays des Paares von Antennenarrays an. Das Verfahren umfasst auch das Bestimmen einer Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays basierend auf der Gruppe von MCVs.

Darüber hinaus umfasst das Bestimmen der Gruppe von MCVs in den beschriebenen Ausführungsformen das Bestimmen einer Mehrzahl von S-Parametern, die die übertragene Leistung bzw. den Transmissionswert für gegenseitige Kopplungsübertragungen zwischen Antennenelementen von mehreren Paaren der mehrzähligen Antennenarrays angeben. In anderen Ausführungsformen können jedoch verschiedene Arten von MCVs bestimmt werden. Zusätzlich können die MCVs anhand von gegenseitigen Kopplungsübertragungen zwischen Antennenelementen von Paaren von Antennenarrays mit mindestens einem Millimeterwellen-Antennenarray bestimmt werden. Es können aber auch andere geeignete Arten von Antennenarrays für den Austausch von gegenseitigen Kopplungsübertragungen verwendet werden, anhand derer sich die MCVs berechnet lassen.

In einer bestimmten Ausführungsform kann ein elektronisches Kommunikationsgerät wie das Smartphone 100 zumindest einige der Verfahren gemäß den vorliegenden Lehren starten, wenn ein Nutzer mit dem Gerät 100 zu interagieren beginnt, zum Beispiel mit dem oder über den Touchscreen 102. Das Gerät 100 kann dann die MCV-Messungen im Laufe der Zeit wiederholen, um die Bewegung des Körperteils des Nutzers, z.B. der Hand des Nutzers, relativ zu dem Gerät 100 zu verfolgen, bis der Nutzer die Interaktion mit dem Gerät 100 beendet. In einer weiteren Ausführungsform kann das elektronische Kommunikationsgerät 100 mindestens einige der Verfahren gemäß den vorliegenden Lehren starten, wenn eine Informationsaustauschsitzung mit einem anderen Gerät begonnen wird, zum Beispiel ein Sprachanruf oder ein Datenabruf. Ähnlich kann das Gerät 100 dann die MCV-Messungen über die Zeit wiederholen, um die Bewegung des Körperteils des Nutzers, z.B. die Hand des Nutzers, relativ zu dem Gerät 100 zu verfolgen, bis der Anruf oder Abruf beendet wird.

3 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung einer Ausführungsform eines Verfahrens 300 zum Bestimmen einer Objektposition basierend auf gemessenen oder berechneten MCVs. Ein elektronisches Kommunikationsgerät wie beispielsweise ein Smartphone 100 bestimmt, 302, eine Gruppe von MCVs für wenigstens ein Paar einer Mehrzahl von Antennenarrays wie beispielsweise die Antennenarrays 104, 106, 108 und 110. Wie bereits ausgeführt wurde, gibt jeder MCV den Wirkungsgrad einer gegenseitigen Kopplungsübertragung zwischen Antennenelementen eines Paares von Antennenarrays an. Zum Beispiel ist ein MCV oder stellt ein MCV einen Signalempfangspegel für eine gegenseitige Kopplungsübertragung zwischen einem Paar von Antennenelementen dar, und zwar einen von jedem Antennenarray des Paares von Antennenarrays. Der Signalempfangspegel kann zum Beispiel sein: ein Signalempfangs-, z.B. eine Signalstärkenmessung an einem empfangenden Antennenelement; ein Verhältnis des Signalempfangspegels an dem empfangenden Antennenelement zu einem Signalübertragungspegel an einem übertragenden Antennenelement; eine Differenz zwischen dem Signalempfangspegel an dem empfangenden Antennenelement und dem Signalübertragungspegel an dem übertragenden Antennenelement etc.

In einem bestimmten Beispiel sind die gemessenen MCVs S-Parameter. Zum Beispiel sendet ein Antennenelement des Antennenarray 106 zu einem bestimmten Zeitpunkt, t1, eine gegenseitige Kopplungsübertragung, die von einem Antennenelement des Antennenarray 104 empfangen wird. Der Prozessor 202 steuert die mit dem Empfangsantennenelement gekoppelte Empfängerschaltung zum Bestimmen des Empfangspegels, anhand dessen der Prozessor 202 für das Paar von Antennenarrays 102, 104 einen S-Parameter St1 (Smn bei t1) von –32 dB bestimmt bzw. ermittelt. In einer Ausführungsform ist der S-Parameter eine Leistungspegelmessung für die an dem Empfangsantennenelement erfasste gegenseitige Kopplungsübertragung. Weitere S-Parameter können auf ähnliche Weise für verschiedene Paare der Antennenarrays 104, 106, 108, 110 als Teil einer Gruppe von S-Parametern bestimmt werden. Wenn während eines gegebenen Zeitrahmens mehrere S-Parameter bestimmt werden, wird die Gruppe in der vorliegenden Beschreibung als S-Matrix bezeichnet.

Das Smartphone 100, das zum Beispiel den Prozessor 202 verwendet, vergleicht, 304, die gemessene Gruppe von MCVs mit wenigstens einer Gruppe von einem oder mehreren Kopplungswerten und bestimmt, 306, eine Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays, z.B. 104, 106, 108, 110, basierend auf diesen Vergleichen. Ein Referenz-Kopplungswert ist jeder geeignete berechnete und gespeicherte Wert, der sich auf einen oder mehrere zuvor gemessene MCVs für ein Paar von Antennenarrays bezieht und dem Gerät 100 ermöglicht, die Position eines Objekts relativ zu dem Paar von Antennenarrays zu bestimmen. MCVs können verwendet werden, um eine Objektposition zu erfassen, da sich ein vorhandenes verlustbehaftetes Objekt störend auf eine gegenseitige Kopplungsübertragung zwischen Antennenelementen eines Paares von Antennenarrays auswirkt. Diese Störung beeinträchtigt, z.B. verringert, den MCV für dieses Paar von Antennenarrays relativ zu einer MCV-Messung in einem "freien Raum", welche die MCV-Messung für das Antennenarraypaar ohne vorhandenes verlustbehaftetes Objekt ist. Verlustbehaftete Objekte können unter anderem die Hand oder Hände eines Nutzers sein, der das Smartphone 100 umgreift oder hält. In manchen Fällen kann ein verlustbehaftetes Objekt unter anderem der Kopf eines Nutzers sein, wenn der Nutzer das Smartphone 100 an sein Ohr hält.

In einer Ausführungsform wird ein Referenz-Kopplungswert basierend auf zwei zuvor gemessenen MCVs für ein Paar von Antennenarrays bestimmt. In einer bestimmten Ausführungsform bestimmt und speichert das Smartphone 100 einen ersten MCV für das Paar von Antennenarrays für eine gegenseitige Kopplungsübertragung, die im freien Raum gesendet wird, und einen zweiten MCV für das Paar von Antennenarrays für eine gegenseitige Kopplungsübertragung, die gesendet wird, wenn ein nahegelegenes verlustbehaftetes Objekt die gegenseitige Kopplungsübertragung stört. Das Gerät 100 kann einen der MCVs als Referenz-Kopplungswert MCVref verwenden und einen Schwellenwert MCVth aus dem oder unter Verwendung des MCV bestimmen. Zum Beispiel basiert der MCVth auf der Differenz zwischen den ersten und den zweiten MCVs. Sowohl der MCVref als auch der MCVth werden zum Bestimmen einer Objektposition relativ zu dem Paar von Antennenarrays verwendet.

Beispielsweise bestimmt und speichert das Gerät 100 zu einem früheren Zeitpunkt wie beispielsweise während des Testens des Produkts oder einer Einweisung des Nutzers einen ersten S-Parameter, SmnFS = –32 dB, für das Paar von Antennenarrays 104, 106 für eine gegenseitige Kopplungsübertragung, die im freien Raum gesendet wird. Das Gerät 100 bestimmt und speichert auch einen zweiten S-Parameter, SmnObj = –42 dB, für das Paar von Antennenarrays 102, 104 für eine gegenseitige Kopplungsübertragung, die gesendet wird, wenn ein nahegelegenes verlustreiches Objekt, z.B. die Hand des Nutzers oder ein Teil derselben, eine maximale Störung der gegenseitigen Kopplungsübertragung und dadurch eine maximale Abschwächung der gegenseitigen Kopplungsübertragung verursacht.

Bei einer Implementierung wird das Gerät 100 programmiert für die Einstellung eines Referenz-Kopplungswerts Sref = SmnFS = –32 dB; und eines vordefinierten Schwellenwerts Sth = 10 dB, der durch die Ermittlung der Differenz zwischen dem Wert im freien Raum, SmnFS (–32 dB) und einem bekannten Blockierungswert, SmnObj(–42 dB) bestimmt wird. Wenn das Gerät in Benutzung ist, löst ein höherer Differenzwert (Sref- measured Smn) basierend auf Sth bei Block 306 eine Entscheidung aus. Während der Einweisung eines Nutzers kann das Gerät 100 ferner Sth auf einen nutzerspezifischen Schwellenwert von z.B. 8 dB einstellen, wobei hier zum Beispiel die Größe und Dichte der Hand des Nutzers etc. berücksichtigt werden.

Bei dieser Implementierung vergleicht der Prozessor 202 zum Bestimmen der Position der Hand eines Nutzers relativ zu dem Paar von Antennenarrays 104, 106 zu dem Zeitpunkt t1, den S-Parameter zu dem Zeitpunkt t1, St1 mit dem Referenz-Kopplungswert Sref. Wenn gilt: St1 < Sref um Sth (was in dieser beispielhaften Situation 8 dB ist) oder größer, bestimmt, 306, der Prozessor 202, dass das Objekt (z.B. die Hand des Nutzers) ausreichend nahe ist, um das Paar von Antennenarrays 104, 106 zu blockieren oder zu beschatten. Anderenfalls bestimmt, 306, der Prozessor, dass das Paar von Antennenarrays 104, 106 nicht blockiert, nicht abgeschattet oder frei ist. In diesem speziellen Beispiel bestimmt, 306, der Prozessor 202, dass das Paar von Antennenarrays 104, 106 nichtabgeschattet ist, da gilt: St1 = Sref. Ob also ein Antennenarray oder ein Teil davon durch ein nahegelegenes verlustbehaftetes Objekt abgeschattet (blockiert) oder nichtabgeschattet (nicht blockiert oder frei) ist, ist abhängig von dem relevanten Vergleich, 304, für einen aktuell gemessenen MCV, der zumindest teilweise von dem Schwellenwert und/oder einem während des Vergleichs, 304, angewandten Optimierungsverfahrens abhängt.

In einer weiteren Implementierung wird das Gerät 100 programmiert zum Einstellen eines Sref = S2 = –42 dB. Das Gerät 100 stellt wiederum Sth = 8 dB ein. Wenn bei dieser Implementierungssituation St1 < Sref um Sth oder größer, bestimmt, 306, der Prozessor 202, dass das Paar von Antennenarrays 104, 106 nichtabgeschattet ist. Anderenfalls bestimmt, 306, der Prozessor, dass das Paar von Antennenarrays 104, 106 abgeschattet ist. In diesem speziellen Beispiel bestimmt, 306, der Prozessor 202, dass das Paar von Antennenarrays 104, 106 nichtabgeschattet ist, da St1 Sref um 10 dB übersteigt, was mehr ist als Sth.

Das vorstehende Beispiel der Implementierung der Blöcke 304 und 306 des Verfahrens 300 wurde vereinfacht, damit die Prinzipien, mit denen das Gerät 100 einen MCV-Vergleich 304 durchführen und als Ergebnis eine Objektposition bestimmen kann, 306, besser verständlich sind. Wie aufgezeigt wurde, kann das Gerät 100 durch die Durchführung des Vergleichs 304 mit einem einzigen MCV, der zu einer gegebenen Zeit für ein Paar von Antennenarrays bestimmt wurde, bestimmen, ob das Paar von Antennenarrays insgesamt blockiert ist. Mit anderen Worten: dieser eingeschränkte Vergleich erlaub dem Gerät 100 lediglich zu bestimmen, dass sich das Objekt in der Nähe oder irgendwo an oder zwischen dem Paar von Antennenarrays 104, 106 befindet.

Für eine etwas präzisere Bestimmung, 306, welches Antennenarray oder welche Antennenarrays des Paares oder welcher Teil eines oder beider Antennenarrays des Paares konkret blockiert ist oder sind, bestimmt, 302, das Gerät 100 MCVs für dasselbe Antennenarraypaar mittels verschiedener Paare von Antennenelementen. Das Gerät 100 verwendet diese Gruppe von mehreren MCVs dann zum Durchführen des Vergleichs 304, um die Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays 104, 106, 108, 110 mit größerer Genauigkeit zu bestimmen, 306.

Wenn man vorübergehend zu dem vorherigen Beispiel zurückkehrt, bestimmt, 302, das Gerät 100 mindestens zwei andere oder weitere MCVs. Und zwar bestimmt, 302, das Gerät 100 zu dem Zeitpunkt t1 einen S-Parameter St1-a = –32 dB anhand einer gegenseitigen Kopplungsübertragung von einem Sendeantennenelement in dem Antennenarray 110 zu einem Empfangsantennenelement in dem Antennenarray 106. Das Gerät 100 bestimmt, 302, zu dem Zeitpunkt t1 auch einen S-Parameter St1-b = –42 dB anhand einer gegenseitigen Kopplungsübertragung von einem Sendeantennenelement in dem Antennenarray 104 zu einem Empfangsantennenelement in dem Antennenarray 108. Durch die Verwendung desselben Referenz-Kopplungswerts Sref und Schwellenwerts Sth kann das Gerät 100 genau feststellen, dass die Position der Hand des Nutzers näher an dem Antennenarray 104 als an dem Antennenarray 106 ist. Zusätzliche MCV-Bestimmungen bei 302 können eine noch größere Genauigkeit bei der Bestimmung, 306, einer Objektposition erzielen.

In einer weiteren Ausführungsform kann das Gerät 100 mehrere Gruppen von Referenz-Kopplungswerten und Schwellenwerten bestimmen und speichern, wobei jede Gruppe für einen bestimmten Handgriff ein anderes Handgriffprofil darstellt. Jedes Handgriffprofil bei dem Gerät 100 entspricht wiederum und ist einem bestimmten oder mehreren der Antennenarrays oder Antennenarraybereiche zugeordnet, die abgeschattet sind, und anderen Antennenarrays oder Antennenarraybereichen, die nicht abgeschattet sind. Ein Handgriff ist eine bestimmte Art, wie ein Nutzer ein Gerät hält oder umgreift. Zum Beispiel kann der Nutzer das Gerät mit der rechten Hand (rechtshändiger Griff), mit der linken Hand (linkshändiger Griff) oder mit beiden Händen (im Querformat) umgreifen.

Dementsprechend bestimmt, 302, das Gerät 100 eine Gruppe von mehreren MCVs, während der Nutzer das Gerät 100 zu einem gegebenen Zeitpunkt hält, und vergleicht, 304, die Gruppe von MCVs mit den mehrzähligen Handgriffprofilen, die in dem Gerät 100 gespeichert sind. In einer Ausführungsform verwendet das Gerät 100 einen mathematischen Optimierungsansatz, zum Beispiel den Algorithmus der kleinsten mittleren Quadrate, um zu bestimmen, 304, welche Gruppe der gemessenen MCVs mit dem gespeicherten Handgriffprofil am ehesten entspricht. Alternative Optimierungsverfahren wie die Approximation nach der Trapezregel oder der Simpsonregel können angewendet werden, um die Gruppe von gemessenen MCVs mit einer Gruppe von gespeicherten Referenz-Kopplungswerten wie beispielsweise eine Gruppe von Handgriffprofilen abzugleichen.

Wird eine Übereinstimmung gefunden, bestimmt, 306, das Gerät 100 das oder die Antennenarrays oder Antennenarraybereiche, die blockiert sind, zum Beispiel entsprechend dem Handgriffprofil. Die Angabe des(der) blockierten Antennenarray(s) oder von Bereichen davon stellt die Position der Hand des Nutzers relativ zu dem Gerät 100 und insbesondere relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays des Geräts 100 dar. Wenn keine Übereinstimmung gefunden wird, bestimmt, 306, das Gerät 100, dass keine Antennenarrays blockiert sind oder der Nutzer das Gerät 100 nicht in der Hand hält.

Das Gerät 100 kann dann (wenn das Verfahren 300 während eines Anrufs oder während des Betriebs einer kontextbewussten Anwendung wiederholt wird) die mehrzähligen Antennenarrays 104, 106, 108, 110 basierend auf der Objektposition, z.B. der Position der Hand, konfigurieren oder neu konfigurieren, 308. An dieser Konfigurierung können ein oder mehrere Vorgänge beteiligt sein. Zum Beispiel stellt das Gerät 100 eine Kommunikationsübertragung von einem oder mehreren Antennenarrays der mehrzähligen Antennenarrays 104, 106, 108, 110 basierend auf der Objektposition ein. Dies kann die Änderung einer Ausrichtung eines Antennenstrahls von einem Antennenarray und/oder eines Übertragungsleistungspegels der Kommunikationsübertragung einschließen. Die Änderung lässt sich durch eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen durchführen: es werden weniger oder andere Antennenelemente des Antennenarray verwendet, um den Antennenstrahl von dem Antennenarray zu lenken; es wird bei weniger verwendeten Antennenelementen die Übertragungsleistung erhöht, um die Reichweite des Antennenstrahls zu vergrößern; es wird die Übertragungsleistung verringert, wenn festgestellt wird, dass weitere Antennenelemente des Antennenarray frei sind, weil der Nutzer seine Hand bewegt hat; es wird die Kommunikationsübertragung von einem blockierten Antennenarray oder Antennenarraybereich gestoppt; es wird die Kommunikationsübertragung mit einem nichtversperrten Antennenarray oder Antennenarraybereich fortgesetzt etc.

Ferner kann das Konfigurieren, 308, der Antennenarrays basierend auf der Objektposition eine oder verschiedene Kombinationen der folgenden Maßnahmen umfassen, jedoch ohne Beschränkung hierauf: das Abschalten oder Deaktivieren einiger Antennenarrays oder Antennenarraybereiche (entweder einzelner Antennenelemente oder Antennensubarrays), die blockiert sind; Verwenden von einigen der blockierten Antennenelemente zum Senden von gegenseitigen Kopplungsübertragungen, damit das Gerät 100 das Verfahren 300 zum Verfolgen der Handbewegungen des Nutzers wiederholt, um beispielsweise die Beamforming- und MIMO-Anwendungen zu optimieren und die Akkulaufzeit zu maximieren; oder das Verwenden von nichtblockierten Antennenarrays oder Bereichen derselben für Kommunikationsübertragungen. Das Deaktivieren von Antennenelementen kann das Schalten der Antennenelemente in einen Empfangsmodus oder das Abschalten derselben umfassen, wobei hierfür Schalter verwendet werden, die mit den Antennenelementen verbunden sind. Das Verwenden von Antennenelementen für Übertragungen kann das Schalten der Antennenelemente in einen Übertragungsmodus umfassen, wobei hierfür Schalter verwendet werden, die mit den Antennenelementen verbunden sind.

4 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung eines Verfahrens 400, das von einem elektronischen Kommunikationsgerät 100 wie einem Smartphone 100 durchgeführt werden kann, um Antennenelemente zu konfigurieren, so dass diese gegenseitige Kopplungsübertragung zum Bestimmen oder Ermitteln von MVCs senden. Das Verfahren 400 wird mit Bezug auf die 6, 7, 8 und 9 beschrieben, die das Smartphone zeigen, das vier MCVs S12, S34, S56 und S78 anhand von gegenseitigen Kopplungsübertragungen zwischen vier Antennenelementen von vier verschiedenen Paaren von Antennenarrays 104, 106, 108, 110 bestimmt bzw. ermittelt. Das Verfahren 400 kann aber auch durchgeführt werden zum Bestimmen bzw. Ermitteln von MCVs anhand von gegenseitigen Kopplungsübertragungen zwischen: Antennenelementen von zusätzlichen Paaren von Antennenarrays 104, 106, 108, 110; verschiedenen Antennenelementen desselben Paares von Antennenarrays; verschiedenen Übertragungsrichtungen zwischen denselben Antennenelementen oder verschiedenen Antennenelementen; etc.

Darüber hinaus können in einer Ausführungsform mehrere MCVs (wie zum Beispiel die in den 6, 7, 8 und 9 angegebenen MCVs) basierend auf aufeinanderfolgenden gegenseitigen Kopplungsübertragungen, die zu verschiedenen Zeiten stattfinden, zwischen den verschiedenen Paaren von Antennenelementen bestimmt werden. Zum Beispiel sendet das Sendeantennenelement eines ersten Paares von Antennenelementen eine gegenseitige Kopplungsübertragung für eine Millisekunde. Danach sendet das Sendeantennenelement eines zweiten Paares von Antennenelementen eine gegenseitige Kopplungsübertragung für eine Millisekunde. Die aufeinanderfolgenden gegenseitigen Kopplungsübertragungen finden statt, bis alle MCVs für die Gruppe bestimmt sind. In einer weiteren Ausführungsform können die mehrzähligen MCVs basierend auf gleichzeitigen gegenseitigen Kopplungsübertragungen bestimmt werden, die gleichzeitig oder im Wesentlichen gleichzeitig zwischen den verschiedenen Paaren von Antennenelementen stattfinden. In dieser Ausführungsform kann jede gleichzeitig stattfindende gegenseitige Kopplungsübertragung auf einer anderen Sendefrequenz erfolgen, um ein Nebensprechen zu minimieren, das die MCV-Bestimmungen und damit die Bestimmung der Objektposition verzerren könnte.

Gemäß dem Verfahren 400 konfiguriert, 402, das Smartphone 100 ein Antennenelement in einem ersten Antennenarray, so dass dieses sendet, und konfiguriert, 402, ein Antennenelement in einem zweiten Antennenarray, so dass dieses empfängt. Das Smartphone sendet, 404, eine erste gegenseitige Kopplungsübertragung zwischen den Antennenelementen des ersten und des zweiten Antennenarrays und bestimmt, 406, einen ersten gegenseitigen Kopplungswert anhand der ersten gegenseitigen Kopplungsübertragung. Das Smartphone 100 konfiguriert, 408, ein Antennenelement in dem ersten Antennenarray, so dass dieses empfängt, und konfiguriert, 408, ein Antennenelement in einem dritten Antennenarray, so dass diese sendet. Das Smartphone sendet, 410, eine zweite gegenseitige Kopplungsübertragung zwischen den Antennenelementen des ersten und des dritten Antennenarrays und bestimmt, 412, einen zweiten gegenseitigen Kopplungswert anhand der zweiten gegenseitigen Kopplungsübertragung. Ähnlich bestimmt, 414, das Smartphone 100 weitere gegenseitige Kopplungswerte für verschiedene Paare von Antennenarrays, um eine komplette Gruppe von gegenseitigen Kopplungswerten zu bestimmen.

In 6 ist als Teil eines Smartphone 100 eine Batterie 630 dargestellt, die als Stromversorgung 230 dient, und es sind die vier Antennenarrays 104, 106, 108 und 110 dargestellt, die jeweils als ARRAY_A, ARRAY_B, ARRAY_C und ARRAY_D bezeichnet sind. Jedes Antennenarray hat vier aktive Antennenelemente und zwei parasitäre Antennenelemente. Das Antennenarray 104 zum Beispiel umfasst aktive Antennenelemente A2 (604) und A3 (605) und parasitäre Antennenelemente 642 und 644. Das Antennenarray 106 umfasst aktive Antennenelemente B1 (606) und B8 (607) und parasitäre Antennenelemente 646 und 648. Das Antennenarray 108 umfasst aktive Antennenelemente C4 (608) und C5 (609) und parasitäre Antennenelemente 654 und 656. Das Antennenarray 110 umfasst aktive Antennenarrays D6 (611) und D7 (610) und parasitäre Antennenarrays 650 und 652.

In der dargestellten Ausführungsform ist jedes aktive Antennenelement mittels eines separaten SPDT-Schalters mit einem separaten Sender-Empfänger gekoppelt, der Sender- und Empfängerhardware aufweist. Das Antennenelement A2 (604) ist zum Beispiel mittels eines Schalters 612 mit einem Sender-Empfänger gekoppelt. Das Antennenelement B1 (606) ist mittels eines Schalters 614 mit einem Sender-Empfänger gekoppelt. Das Antennenelement A3 (605) ist mittels eines Schalters 712 mit einem Sender-Empfänger gekoppelt. Das Antennenelement C4 (608) ist mittels eines Schalters 716 mit einem Sender-Empfänger gekoppelt. Das Antennenelement C5 (609) ist mittels eines Schalters 816 mit einem Sender-Empfänger gekoppelt. Das Antennenelement D6 (611) ist mittels eines Schalters 818 mit einem Sender-Empfänger gekoppelt. Das Antennenelement B8 (607) ist mittels eines Schalters 914 mit einem Sender-Empfänger gekoppelt. Das Antennenelement D7 (610) ist mittels eines Schalters 918 mit einem Sender-Empfänger gekoppelt.

Zum Bestimmen des ersten MCV mittels des Verfahrens 400 konfiguriert, 402, das Smartphone 100 das Antennenelement 604 eines ersten Antennenarray 104, so dass dieses sendet, indem es das Antennenelement 604 mittels des Schalters 612 mit der Senderhardware verbindet, und konfiguriert, 402, das Antennenelement 606 eines zweiten Antennenarray 106, so dass dieses empfängt, indem es das Antennenelement 606 mittels des Schalters 614 mit der Empfängerhardware verbindet. In einer bestimmten Ausführungsform werden bei der Bestimmung bzw. Ermittlung der MCVs all diejenigen Antennenelemente, die aktuell nicht zum Senden gebraucht werden, mit der jeweiligen Empfängerhardware verbunden. Zur Veranschaulichung sind alle Antennenelemente des Antennenarray 108 durch jeweilige Schalter (kollektiv als Schalter 616 dargestellt) mit Empfängerhardware verbunden. Weiterhin sind alle Antennenelemente des Antennenarray 110 durch jeweilige Schalter (kollektiv als Schalter 618 dargestellt) mit Empfängerhardware verbunden. Wenngleich nicht dargestellt, können die Antennenelemente der Antennenarrays 104 und 106, die für gegenseitige Kopplungsübertragungen nicht gebraucht werden, ebenfalls mit der jeweiligen Empfängerhardware verbunden sein.

Das Antennenelement 604 sendet, 404, eine erste gegenseitige Kopplungsübertragung 634 an das Antennenelement 606, von welchem der S-Parameter S12 als erster MCV bestimmt wird, 406. Das parasitäre Antennenelement 642, das dem Sendeantennenelement 604 benachbart ist, und das parasitäre Antennenelement 646, das dem Empfangsantennenelement 606 benachbart ist, ermöglichen das Senden der gegenseitigen Kopplungsübertragung 634 mit einer geringeren Sendeleistung als jener für Kommunikationsübertragungen.

Zum Bestimmen des zweiten MCV mittels des Verfahrens 400 konfiguriert, 408, das Smartphone 100, das Antennenelement 605 des ersten Antennenarray 104, so dass dieses empfängt, indem es das Antennenelement 605 mittels des Schalters 712 mit der Empfängerhardware verbindet, und konfiguriert, 408, das Antennenelement 608 eines dritten Antennenarray 108, so dass dieses sendet, indem es das Antennenelement 608 mittels des Schalters 716 mit der Senderhardware verbindet. Es sind alle Antennenelemente des Antennenarray 106 durch die jeweiligen Schalter (kollektiv als Schalter 714 dargestellt) mit Empfängerhardware verbunden. Ferner sind alle Antennenelemente des Antennenarray 110 durch jeweilige Schalter (kollektiv als Schalter 618 dargestellt) mit Empfängerhardware verbunden. Wenngleich nicht dargestellt, können die Antennenelemente der Antennenarrays 104 und 106, die für gegenseitige Kopplungsübertragungen nicht gebraucht werden, ebenfalls mit der jeweiligen Empfängerhardware verbunden sein.

Das Antennenelement 608 sendet, 410, eine zweite gegenseitige Kopplungsübertragung 636 an das Antennenelement 605, von welchem der S-Parameter S34 als zweiter MCV bestimmt wird, 412. Das parasitäre Antennenelement 654, das dem Sendeantennenelement 608 benachbart ist, und das parasitäre Antennenelement 644, das dem Empfangsantennenelement 605 benachbart ist, ermöglichen das Senden der gegenseitigen Kopplungsübertragung 636 mit einer geringeren Sendeleistung als jener für Kommunikationsübertragungen.

Zum Bestimmen, 414, eines dritten MCV mittels des Verfahrens 400 konfiguriert das Smartphone 100, das Antennenelement 611 des vierten Antennenarray 110, so dass dieses sendet, indem es das Antennenelement 611 mittels des Schalters 818 mit der Senderhardware verbindet, und konfiguriert das Antennenelement 609 des dritten Antennenarray 108, so dass dieses empfängt, indem es das Antennenelement 609 mittels des Schalters 816 mit der Empfängerhardware verbindet. Es sind alle Antennenelemente des Antennenarray 104 durch jeweilige Schalter (kollektiv als Schalter 812 dargestellt) mit Empfängerhardware verbunden. Ferner sind alle Antennenelemente des Antennenarray 106 durch jeweilige Schalter (kollektiv als Schalter 714 dargestellt) mit Empfängerhardware verbunden. Wenngleich nicht dargestellt, können die Antennenelemente der Antennenarrays 108 und 110, die für gegenseitige Kopplungsübertragungen nicht genutzt werden, ebenfalls mit der jeweiligen Empfängerhardware verbunden sein.

Das Antennenelement 611 sendet eine zweite gegenseitige Kopplungsübertragung 638 an das Antennenelement 609, von welchem der S-Parameter S56 als dritter MCV bestimmt wird. Das parasitäre Antennenelement 652, das dem Sendeantennenelement 611 benachbart ist, und das parasitäre Antennenelement 656, das dem Empfangsantennenelement 609 benachbart ist, ermöglichen das Senden der gegenseitigen Kopplungsübertragung 638 mit einer geringeren Sendeleistung als jener für Kommunikationsübertragungen.

Zum Bestimmen, 414, eines vierten MCV mittels des Verfahrens 400 konfiguriert das Smartphone 100, das Antennenelement 607 des zweiten Antennenarray 106, so dass dieses sendet, indem es das Antennenelement 607 mittels des Schalters 914 mit der Senderhardware verbindet, und konfiguriert das Antennenelement 610 des vierten Antennenarray 110, so dass dieses empfängt, indem es das Antennenelement 610 mittels des Schalters 918 mit der Empfängerhardware verbindet. Es sind alle Antennenelemente des Antennenarray 108 durch jeweilige Schalter (kollektiv als Schalter 616 dargestellt) mit Empfängerhardware verbunden. Ferner sind alle Antennenelemente des Antennenarray 104 durch jeweilige Schalter (kollektiv als Schalter 812 dargestellt) mit Empfängerhardware verbunden. Wenngleich nicht dargestellt, können die Antennenelemente der Antennenarrays 106 und 110, die für gegenseitige Kopplungsübertragungen nicht genutzt werden, ebenfalls mit der jeweiligen Empfängerhardware verbunden sein.

Das Antennenelement 607 sendet eine vierte gegenseitige Kopplungsübertragung 640 an das Antennenelement 610, von welchem der S-Parameter S78 als vierter MCV bestimmt wird. Das parasitäre Antennenelement 648, das dem Sendeantennenelement 607 benachbart ist, und das parasitäre Antennenelement 650, das dem Empfangsantennenelement 610 benachbart ist, ermöglichen das Senden der gegenseitigen Kopplungsübertragung 640 mit einer geringeren Sendeleistung als jener für Kommunikationsübertragungen.

5 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung eines Verfahrens 500, das von dem Smartphone 100 durchgeführt werden kann, um basierend auf gemessenen MCVs eine Objektposition zu bestimmen. Auch das Verfahren 500 wird mit Bezug auf die 6, 7, 8 und 9 beschrieben. Durch die Anwendung des Verfahrens 500 sendet, 502, das Smartphone 100 aufeinanderfolgend gegenseitige Kopplungsübertragungen 634, 636, 638, 640 von den jeweiligen Antennenelementen 2, 4, 6 und 8 zum Beispiel. Das Smartphone 100 misst, 504, den Leistungspegel der gegenseitigen Kopplungsübertragungen 634, 636, 638 und 640, die jeweils an den Antennenelementen 1, 3, 5 und 7 empfangen werden, von denen das Smartphone 100 die gegenseitigen Kopplungswerte S12, S34, S56 und S78 bestimmt und speichert, 506.

Das Smartphone 100 vergleicht, 508, S12, S34, S56 und S78 mit gespeicherten Gruppen von Referenzwerten und entsprechenden Schwellenwerten, wobei jede Gruppe ein anderes Handgriffprofil darstellt. Wenn der Abgleich der gemessenen S-Parameter S12, S34, S56 und S78 mit einem Handgriffprofil durch das Smartphone 100 bei 510 fehlschlägt, kann das Smartphone 100 eine weitere Gruppe von S-Parametern wie durch das Verfahren 500 dargestellt bestimmen, indem es zu Block 502 zurückkehrt. Alternativ beendet das Smartphone 100 das Verfahren 500. Wenn aber das Smartphone 100 bestimmt, 510, dass die gemessenen S-Parameter S12, S34, S56 und S78 mit einem bestimmten Handgriffprofil übereinstimmen, identifiziert, 512, das Smartphone 100 dasjenige Antennenelement, das durch die Handposition, die mit dem übereinstimmenden Handgriffprofile korreliert, abgeschattet wird.

Zum Beispiel geben die S-Parameter S34, S56 und S78, die bei 506 bestimmt wurden, abgeschwächte gegenseitige Kopplungsübertragungen 636, 638 und 640 an, die jeweils an den Antennenelementen 3, 5 und 7 empfangen werden. Das Smartphone 100 bestimmt, 510, dass die gemessene Gruppe von S-Parametern mit dem Handgriffprofil übereinstimmt, bei welchem der Nutzer das Gerät 100 in einer Hand hält und mit dem Daumen bedient. Dieses Handgriffprofil entspricht den Antennenarrays 108 und 110, die zum Beispiel durch die Handfläche des Nutzers abgeschattet werden. Das Smartphone 100 konfiguriert die Antennenelemente seiner Antennenarrays basierend auf dieser Handposition.

In der Ausführungsform des Smartphone 100 mit den Millimeterwellen-Antennenarrays kann das Smartphone 100 basierend auf der Handposition einen der folgenden Vorgänge oder eine Kombination dieser Vorgänge durchführen: Betreiben, 514, eines abgeschatteten Antennenelements eines ersten Millimeterwellen-Antennenarray und eines abgeschatteten Antennenelements eines zweiten Millimeterwellen-Antennenarray für eine gegenseitige Kopplungsübertragung; Betreiben, 514, eines nichtabgeschatteten ersten Subarray des ersten Millimeterwellen-Antennenarray für Kommunikationsübertragungen; Deaktivieren, 514, eines abgeschatteten zweiten Subarray des zweiten Millimeterwellen-Antennenarray. Das Smartphone 100 kann basierend auf der Handposition ferner eines oder mehrere abgeschattete Sub-6 GHz-Antennenelemente deaktivieren, 516.

Wenn sich das Smartphone 100 zum Beispiel gerade in einem Anruf mit einem weiteren Gerät befindet, betreibt, 514, das Smartphone 100 Antennenelemente eines oder beide der nichtabgeschatteten Antennenarrays 104 und 106 für Kommunikationsübertragungen zu dem anderen Gerät (z.B. zu einer Basisstation). Welches der Antennenarrays 104 und/oder 106 und welcher der Antennenelementbestandteile dieser Arrays beispielsweise für das Beamforming verwendet werden, kann abhängig sein von dem Standort des anderen Geräts und der Entfernung relativ zu dem Smartphone 100. Das Smartphone 100 kann die Antennenelemente 2 und 3 des Antennenarray 104 und die Antennenelemente 1 und 8 des Antennenarray 106 auch weiterhin für gegenseitige Kopplungsübertragungen nutzen, um während des Anrufs periodisch MCVs zu bestimmen, wenn diese Antennenelemente aktuell nicht für Kommunikationsübertragungen genutzt werden. Alternativ nutzt das Smartphone 100 die Antennenelemente 1, 2, 3 und 8 für gegenseitige Kopplungsübertragungen und nutzt Subarrays der verbleibenden Antennenelemente der Antennenarrays 104 und 106 für die Kommunikationsübertragungen.

Das Smartphone 100 deaktiviert, 514, Antennenelemente der abgeschatteten Antennenarrays 108 und 110 oder betreibt, 514, die Antennenelemente der abgeschatteten Antennenarrays für gegenseitige Kopplungsübertragungen, um die Überwachung der MCVs fortzuführen und dadurch die Handposition während des Anrufs. Zum Beispiel betreibt das Smartphone 100 die Antennenelemente 4 und 5 des Antennenarray 108 und die Antennenelemente 6 und 7 des Antennenarray 110 für gegenseitige Kopplungsübertragungen. Das Smartphone 100 deaktiviert die anderen beiden aktiven Antennenelemente jedes der Antennenarrays 108 und 110, zum Beispiel durch eine Verbindung des SPDT-Schalters für diese Antennenelemente mit der Empfängerhardware und durch Stoppen der Gleichstromzufuhr zu den Schaltern.

Weiterhin kann das Smartphone 100 derart konfiguriert oder programmiert werden, dass es die physische Lage aller Antennenarrays in dem Smartphone 100 herausfindet. Dementsprechend kann das Smartphone 100 diejenigen Sub-6GHz-Antennenelemente als abgeschattet deaktivieren, 516, die den abgeschatteten Antennenarrays 108 und 110 benachbart sind. In einer weiteren Ausführungsform weist das Smartphone 100 einen Anwendungsprozessor 518 zum Beispiel über den Prozessor 202, der die Handposition bestimmt hat, darauf hin, dass eine oder mehrere kontextsensitive Anwendungen geöffnet, geschlossen oder ausgeführt werden sollen. Eine "kontextsensitive" Anwendung, die in der vorliegenden Beschreibung auch als "kontextabhängige" Anwendung bezeichnet wird, ist eine Anwendung, die basierend auf der Art und Weise reagiert oder antwortet, wie ein Nutzer mit einem Gerät interagiert, zum Beispiel, indem der Nutzer das Gerät in der Hand hält, das Gerät berührt und/oder über dem Gerät Gesten macht. Beispiele sind unter anderem eine Gestenerfassung, eine Lautstärkensteuerung, die Bedienung oder Scharfstellung einer Kamera, die Orientierung des Bildschirms etc.

Wenn zum Beispiel das Smartphone 100 bestimmt, dass der Nutzer das Smartphone 100 mit einer Hand hält, meldet, 518, das Smartphone 100 dies an einen Anwendungsprozessor in dem Smartphone 100, der im Vorgriff auf ein Selfie, das der Nutzer machen will, eine Kamera aktiviert. Wenn das Smartphone 100 zum Beispiel bestimmt bzw. feststellt, dass der Nutzer das Smartphone mit beiden Händen hält, kann das Smartphone 100 dies an den Anwendungsprozessor melden, der Vorgriff auf ein Video, das der Nutzer abspielen möchte, einen Bildschirmmodus vom Hochformat in das Querformat ändert. Wenn das Smartphone 100 ferner bestimmt bzw. feststellt, dass der Nutzer das Telefon aufgenommen hat, was basierend auf einer Bestimmung 512 geschieht, dass eines oder mehrere Antennenarrays blockiert sind, kann das Smartphone 100 dies an den Anwendungsprozessor melden, der den Bildschirm aufleuchten lassen kann und eine Benachrichtigung über Textmitteilungen, Emails, Uhrzeit, Wetter etc. bereitstellt.

Die 10, 11, 12, 13, 14 und 15 zeigen verschiedene Ausführungsformen für die Anordnung von Antennenelementen innerhalb der Antennenarrays eines elektronischen Kommunikationsgeräts wie beispielsweise dem Smartphone 100. 10 zeigt zum Beispiel das Smartphone 100, das ein Antennenarray 1006 mit zwei parasitären Elementen 1406 und 1408 und acht aktiven Antennenelementen hat. Das Smartphone 100 hat drei weitere Antennenarrays, deren physische Anordnung ähnlich ist wie die des Antennenarray 1006, so dass ein ähnlich angeordnetes Antennenarray an jeder der vier Ecken des Smartphone 100 positioniert ist.

11 zeigt das Smartphone 100, das ein Antennenarray 1106 mit zwei parasitären Antennenelementen 1146 und 1148 und sechzehn aktiven Antennenelementen hat. Das Smartphone 100 hat drei weitere Antennenelemente, deren physische Anordnung ähnlich ist wie die des Antennenarray 1106, so dass ein ähnlich angeordnetes Antennenarray an jeder der vier Ecken des Smartphone 100 positioniert ist.

12 zeigt das Smartphone 100, das ein Antennenarray 1206 mit zwei parasitären Antennenelementen 1246 und 1248 und sechzehn aktiven Antennenelementen hat. Das Smartphone 100 hat drei weitere Antennenelemente, deren physische Anordnung ähnlich ist wie die des Antennenarray 1206, so dass ein ähnlich angeordnetes Antennenarray an jeder der vier Ecken des Smartphone 100 positioniert ist. Jedoch sind die Antennenelemente in 12 gegenüber den Antennenelementen in 11 um 45 Grad gedreht. Durch die Drehung der Antennenelemente um 45 Grad entsteht zusätzlicher Raum zwischen Antennenelementen, wodurch die physische Fläche vergrößert wird, die von den Antennenarrays an dem Gerät 100 belegt wird. Die von den Antennenarrays belegte größere Fläche verringert die Wahrscheinlichkeit, dass alle Antennenelemente eines bestimmten Arrays durch die Hand eines Nutzers in der Nähe des Antennenarray blockiert werden.

13 zeigt das Smartphone 100, das ein Antennenarray 1306 mit drei parasitären Antennenelementen 1346, 1348 und 1358 und acht aktiven Antennenelementen hat. Das Smartphone 100 hat drei weitere Antennenelemente, deren physische Anordnung ähnlich ist wie die des Antennenarray 1306, so dass ein ähnlich angeordnetes Antennenarray an jeder der vier Ecken des Smartphone 100 positioniert ist.

14 zeigt das Smartphone 100, das ein Antennenarray 1406 mit drei parasitären Antennenelementen 1446, 1448 und 1458 und sechzehn aktiven Antennenelementen hat. Das Smartphone 100 hat drei weitere Antennenelemente, deren physische Anordnung ähnlich ist wie die des Antennenarray 1406, so dass ein ähnlich angeordnetes Antennenarray an jeder der vier Ecken des Smartphone 100 positioniert ist.

15 zeigt das Smartphone 100, das ein Antennenarray 1506 mit drei parasitären Antennenelementen 1546, 1548 und 1558 und sechzehn aktiven Antennenelementen hat. Das Smartphone 100 hat drei weitere Antennenelemente, deren physische Anordnung ähnlich ist wie die des Antennenarray 1506, so dass ein ähnlich angeordnetes Antennenarray an jeder der vier Ecken des Smartphone 100 positioniert ist. Jedoch sind die Antennenelemente in 15 gegenüber den Antennenelementen in 14 um 45 Grad gedreht.

Die zusätzlichen aktiven und parasitären Antennenelemente in den Antennenarray-Konfigurationen der 10 bis einschließlich 15 ermöglichen ein größeres Maß an Flexibilität bei der Bestimmung von MCVs; bei der Bestimmung der Objektposition anhand der MCVs und welche Antennenelemente durch die Objektposition abgeschattet und welche nicht abgeschattet sind; und bei der Bestimmung, wie die Antennenelemente der Mehrfachantennenarrays hinsichtlich der Objektposition konfiguriert werden müssen. Die Antennenarray-Konfiguration, die zum Beispiel in den 6 bis einschließlich 9 gezeigt ist, ermöglichte basierend auf der Anordnung der parasitären Antennenelemente mittels Niedrigleistungsübertragungen die Bestimmung von nur vier MCVs. Dementsprechend bezog sich die Genauigkeit, mit welcher die Objektposition bestimmt werden konnte, auf das Maß eines Antennenarrays insgesamt. Die zusätzlichen aktiven und parasitären Antennenelemente in der Antennenarray-Konfiguration, die in den 10 bis einschließlich 15 gezeigt sind, ermöglichen jedoch das Bestimmen von mindestens sechs MCVs zwischen den Antennenelementen von sechs verschiedenen Paaren von Antennenarrays. Dies wiederum ermöglicht dem Smartphone 100 das genaue Bestimmen einer Objektposition relativ zu Subarrays von minimal vier Antennenelementen.

Was zum Beispiel die Antennenarray-Konfigurationen betrifft, die in den 10 bis einschließlich 12 gezeigt sind, kann das Smartphone 100 anhand von sechs MCV-Berechnungen von gegenseitigen Kopplungsübertragungen mit geringer Leistung bestimmen, ob die oberen vier oder die unteren vier Gruppen von Antennenelementen jedes der vier Antennenarrays blockiert oder nicht blockiert sind. Was die Antennenarray-Konfigurationen betrifft, die in den 13 bis einschließlich 15 gezeigt sind, kann das Smartphone 100 anhand von acht MCV-Berechnungen von gegenseitigen Kopplungsübertragungen mit geringer Leistung bestimmen, ob die oberen vier linken, die oberen vier rechten, die unteren vier linken oder die unteren vier rechten Gruppen von Antennenelementen jedes der vier Antennenarrays blockiert oder nicht blockiert sind. Verschiedene Antennenarray-Konfigurationen mit einer unterschiedlichen Anzahl von aktiven und parasitären Antennenelementen ermöglich eine mehr oder weniger genaue Bestimmung einer Objektposition relativ zu einzelnen Antennenelementen oder Antennensubarrays.

16 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung einer Ausführungsform eines Verfahrens 1600 zum Bestimmen einer Objektposition basierend auf gemessenen oder berechneten MCVs. Ein elektronisches Kommunikationsgerät wie beispielsweise das Smartphone 100 bestimmt, 1602, eine Gruppe von MCVs, z.B. eine S-Matrix, für mindestens ein Paar eine Mehrzahl von Antennenarrays des Smartphone 100.

In dieser Ausführungsform bestimmt, 1604, das Smartphone 100 eine Gruppe von Differenzwerten zwischen Paaren von MCVs innerhalb derselben Gruppe von MCVs zum Bestimmen einer Objektposition, wobei das Smartphone 100 jeden Differenzwert mit einem Schwellenwert MCVth vergleicht, 1606. Wenn das Smartphone 100 bestimmt, 1606, dass keiner der Differenzwerte den Schwellenwert MCVth übersteigt, bestimmt das Smartphone 100, dass keines der Antennenarrays blockiert ist oder dass ein Nutzer das Smartphone 100 nicht in der Hand hält. Das Smartphone 100 wartet dann, 1608, ein programmiertes Zeitintervall ab und bestimmt, 1602, eine weitere Gruppe von MCVs, anhand derer die Objektposition erfasst werden soll.

Wenn das Smartphone 100 jedoch bestimmt, 1606, dass mindestens einige der Differenzwerte den Schwellenwert MCVth überschreiten, kann das Smartphone 100 bestimmen, 1610, welche Antennenarrays blockiert sind, und zwar basierend darauf, welche MCVs den Schwellenwert MCVth überschreiten. Die blockierten Antennenarrays korrelieren die Objektposition relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays des Smartphone 100. Basierend auf der Objektposition kann das Smartphone dann seine Antennenarrays konfigurieren, 1612, wie das zum Beispiel mit Bezug auf Block 308 des in 3 dargestellten Verfahrens 300 allgemein beschrieben ist.

17 zeigt ein Beispiel der Art und Weise, wie ein elektronisches Kommunikationsgerät das Verfahren 1600 durchführen kann. Und zwar zeigt 17 ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung einer Ausführungsform eines Verfahrens 1700 zum Bestimmen einer Objektposition basierend auf mehreren Differenzwerten, die innerhalb derselben Gruppe von MCVs für MCVs berechnet werden. In einer speziellen Ausführungsform ist das Verfahren 1700 bei Durchführung durch ein Smartphone 100 beschrieben, das eine Antennenarray-Konfiguration wie in 18 oder 19 hat.

In den 18 und 19 ist das Smartphone 100 mit fünf Antennenarrays 1804, 1806, 1808, 1810 und 1874 gezeigt. Vier der Antennenarrays, z.B. 1804, 1806, 1808 und 1810 liegen jeweils symmetrisch in der Nähe der vier Ecken des Smartphone 100. In einer Ausführungsform haben die Antennenarrays 1804, 1806, 1808 und 1810 jeweils vier aktive Antennenelemente und werden jeweils sowohl für Kommunikationsübertragungen als auch gegenseitige Kopplungsübertragungen genutzt. Wenngleich nicht dargestellt, können die Antennenarrays 1804, 1806, 1808, 1810 auch ein oder mehrere parasitäre Antennenelemente umfassen, um gegenseitige Kopplungsübertragungen mit geringer Leistung zu ermöglichen, wie das an früherer Stelle bereits beschrieben wurde.

Jedoch ist das Antennenarray 1874 eine "Hub"-Antenne, die eigens für den Austausch, z.B. für das Senden oder Empfangen, von gegenseitigen Kopplungsübertragungen mit den anderen Antennenarrays 1804, 1806, 1808 und 1810, von denen das Smartphone 100 die MCVs ermittelt, bestimmt ist. Das Antennenarray 1874 ist relativ zu den Antennenarrays 1804, 1806, 1808, 1810 des Smartphone 100 in der in 18 gezeigten Ausführungsform symmetrisch und relativ zu den Antennenarrays 1804, 1806, 1808, 1810 des Smartphone 100 in der in 19 gezeigten Ausführungsform unsymmetrisch positioniert.

In einer Ausführungsform hat das Antennenarray 1874 ein einziges Antennenelement 1, das mit einem Sender gekoppelt ist, z.B. über einen SPDT-Schalter (nicht gezeigt). Dadurch ist das Antennenarray 1874 derart konfiguriert, dass es gegenseitige Kopplungsübertragungen von dem Sendeantennenelement 1 jeweils zu den Empfangsantennenelementen, z.B. 1868 (2), 1862 (3), 1860 (4) und 1858 (5), der Antennenarrays 1804, 1808, 1810, 1806 sendet. In einer alternativen Ausführungsform ist das Antennenelement mit einem Empfänger gekoppelt und ist dadurch derart konfiguriert, dass es gegenseitige Kopplungsübertragungen von den Antennenelementen 2, 3, 4 und 5 empfängt.

Zurückkehrend zu dem Verfahren 1700 sendet, 1702, das Smartphone 100 eine gegenseitige Kopplungsübertragung von dem Hub-Antennenelement 1, die an den Antennenelementen 2, 3, 4 und 5 empfangen wird. Die gegenseitige Kopplungsübertragung kann eine einzelne Übertragung sein, die während einer gegebenen Zeitspanne mit einem geeigneten Leistungspegel gesendet wird. Jedoch ist der Übersichtlichkeit halber in 18 die gegenseitige Kopplungsübertragung zwischen den Antennenelementen 1 und 2 mit 1872, zwischen den Elementen 1 und 3 mit 1870, zwischen den Elementen 1 und 4 mit 1868 und zwischen den Elementen 1 und 5 mit 1866 gekennzeichnet. In 19 ist die gegenseitige Kopplungsübertragung zwischen den Antennenelementen 1 und 2 mit 1972, zwischen den Antennenelementen 1 und 3 mit 1970, zwischen den Antennenelementen 1 und 4 mit 1968 und zwischen den Antennenelementen 1 und 5 mit 1966 gekennzeichnet.

Das Smartphone 100 misst, 1704, den Leistungspegel der gegenseitigen Kopplungsübertragungen, die an den Antennenelementen 2, 3, 4 und 5 empfangen werden, deren S-Parameter S21, S31, S41 und S51 das Smartphone 100 bestimmt, 1706, und speichert. Insbesondere bestimmt das Smartphone 100: S21 anhand der Leistungspegelmessung der gegenseitigen Kopplungsübertragung 1872 bzw. 1972; S31 anhand der Leistungspegelmessung der gegenseitigen Kopplungsübertragung 1870 bzw. 1970; S41 anhand der Leistungspegelmessung der gegenseitigen Kopplungsübertragung 1868 bzw. 1968; und S51 von der Leistungspegelmessung der gegenseitigen Kopplungsübertragung 1866 bzw. 1966.

Das Smartphone 100 bestimmt, 1708, Differenzwerte zwischen mehreren Paaren von S-Parametern. Die nachstehende Tabelle 1 enthält mehrere Differenzwertberechnungen, wobei jeder Differenzwert als Δ dargestellt ist. In dieser Ausführungsform werden für jedes der vier Eckantennenarrays 1804, 1808, 1810, 1806, das jeweils ein Antennenelement 2, 3, 4 und 5 hat, das die gegenseitige Kopplungsübertragung von dem Hub-Antennenelement 1 empfängt, drei Differenzwerte berechnet, 1708. Durch das Analysieren, 1710, der drei Differenzwerte für ein bestimmtes Eckantennenarray kann das Smartphone 100 die Position eines Objekts, z.B. die Position der Hand eines Nutzers, relativ zu diesem Eckantennenarray und dem Hub-Antennenarray 1874 bestimmten, 1714. Durch das Analysieren, 1710, der Differenzwerte Δ23, Δ24 und Δ25 zum Beispiel kann das Smartphone 100 identifizieren, 1714, ob das Antennenelement 1804 abgeschattet oder nicht abgeschattet ist.

Und zwar vergleicht, 1710, das Smartphone 100 die Differenzwerte mit einem oder mehreren Schwellenwerten, um Antennenelemente zu identifizieren, 1714, die durch die Position der Hand abgeschattet sind. In dem einfachsten Fall, der auf die in 18 dargestellte Antennenarray-Konfiguration anwendbar ist, ist der Schwellenwert für alle Vergleiche derselbe. Da insbesondere die Eckantennenarrays 1804, 1806, 1808, 1810 von dem Hub-Antennenarray 1874 gleich oder im Wesentlichen gleich beabstandet sind, sind die S-Parameter dieselben oder im Wesentlichen dieselben, wenn sich das Smartphone 100 im freien Raum befindet. Aus diesem Grund ist die Differenz zwischen allen Paaren der S-Parameter Null oder im Wesentlichen Null, wenn sich das Smartphone 100 im freien Raum befindet. Dementsprechend bestimmt das Smartphone 100, dass keine Antennenarrays blockiert sind, nach dem bestimmt wurde, 1710, dass keiner der Differenzwerte den Schwellenwert übersteigt, woraufhin das Smartphone 100 ein Zeitintervall t abwartet, 1712, und dann das Verfahren bei Block 1702 erneut startet.

In dem Fall, der auf die Antennenarray-Konfiguration anwendbar ist, die in 19 gezeigt ist, hängt der für ein gegebenes Eckantennenarray verwendete Schwellenwert von der Entfernung dieses Antennenarray von dem Hub-Antennenarray 1874 ab. Diese verschiedenen Schwellenwerte werden bei den Vergleichen bei 1710 verwendet, wobei hier Berechnungen beteiligt sind, die komplizierter sind als in dem einfachsten Fall, in dem die Eckantennenarrays von dem Hub-Antennenarray gleich beabstandet sind.

Wenn man zu dem einfachsten Fall zurückkehrt, identifiziert, 1714, das Smartphone, dass die Hand irgendwo zwischen diesem Eckantennenarray und dem Hub-Antennenarray positioniert ist und dadurch das Eckantennenarray abschattet, wenn das Smartphone 100 bestimmt, 1710, dass alle drei Differenzwerte (Größen) für ein bestimmtes Eckantennenarray den Schwellenwert überschreiten. In einer Ausführungsform kann die Analyse, die das Smartphone 100 in den Blöcken 1710 und 1714 durchführt, durch das Vergleichen der Schwellenwerte, die in der nachstehenden Tabelle 2 angegebenen sind, für die Antennenarrays 1804, 1806, 1808 und 1810. Wie beispielsweise in Tabelle 2 gezeigt ist, bestimmt das Smartphone 100, dass das Antennenarray 1804 abgeschattet ist, wenn die Größen der Differenzwerte Δ23, Δ24 und Δ25 sämtlich den Schwellenwert Sth überschreiten. Ähnliche Vergleiche 1710 werden für die restlichen Eckantennenarrays 1806, 1808 und 1810 durchgeführt, um festzustellen, 1714, ob die Hand eines Nutzers eines dieser Antennenarrays abschattet.

Sobald das Smartphone 100 die Handposition relativ zu den Antennenarrays 1804, 1806, 1808, 1810 bestimmt hat, 1714, konfiguriert das Smartphone 100 die Antennenarrays basierend auf der Handposition. In einer Ausführungsform kann das Smartphone 100 basierend auf der Handposition einen oder eine Kombination der folgenden Vorgänge durchführen: Betreiben, 1716, eines abgeschatteten Antennenelements eines ersten Millimeterwellen-Antennenarray und eines abgeschatteten Antennenelements eines zweiten Millimeterwellen-Antennenarray für eine gegenseitige Kopplungsübertragung; Betreiben, 1716, eines nicht abgeschatteten ersten Subarray des ersten Millimeterwellen-Antennenarray für Kommunikationsübertragungen; Deaktivieren, 1716, eines abgeschatteten zweiten Subarray des zweiten Millimeterwellen-Antennenarray. Das Smartphone 100 kann ferner basierend auf der Handposition eines oder mehrere abgeschattete Sub-6GHz-Antennenelemente deaktivieren, 1718, oder kann einen Anwendungsprozessor über die Handposition informieren, 1720, damit dieser eine oder mehrere kontextabhängige Anwendungen öffnet, schließt oder ausführt. In einem Implementierungsbeispiel führt das Smartphone 100 die Funktionen 1716, 1718 und 1720 ähnlich wie die vorstehend beschriebenen Funktionen 514, 516 und 518 aus.

Die 20 und 21 zeigen Ausführungsformen des Smartphone 100 mit alternativen Antennenarray-Konfigurationen, die verwendet werden können zum Senden von gegenseitigen Kopplungsübertragungen, die zum Bestimmen von MCVs verwendet werden können, um eine Objektposition relativ zu den Antennenarrays zu erfassen, beispielsweise durch die Anwendung der vorstehend beschriebenen Verfahren 1600 und 1700. Die 20 und 21 zeigen das Smartphone 100 mit vier Antennenarrays (von denen das in 20 mit 2006 und das in 21 mit 2106 gekennzeichnet ist) in der Nähe der vier Ecken des Geräts 100, wobei jedes der Antennenarrays eine ähnliche physische Anordnung aufweist. Die Eckantennenarrays haben jeweils sechzehn aktive Antennenelemente. In 21 sind die Antennenelemente gegenüber den Antennenelementen in 20 jedoch um 45 Grad gedreht. Die Eckantennenelemente sind von einem Hub-Antennenarray 1874, das mit einem Sender zum Senden von gegenseitigen Kopplungsübertragungen gekoppelt ist, gleich beabstandet positioniert. Die zusätzlichen Antennenelemente in dem Antennenarray erzielen einen oder mehrere Vorteile ähnlich jenen, die durch die in den 10 bis einschließlich 15 gezeigten Antennenarray-Konfiguration erzielt werden. Wenngleich nicht dargestellt, können die in den 20 und 21 gezeigten Eckantennenelemente ein oder mehrere parasitäre Antennenelemente umfassen, um eine Kopplungsübertragung mit geringer Leistung zu ermöglichen.

22 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung eines Verfahrens 2200 zum Bestimmen einer Objektposition basierend auf mehreren Gruppen von MCVs, die zu verschiedenen Zeitpunkten bestimmt werden. Und zwar bestimmt, 2204, das Smartphone 100 zu einem Anfangszeitpunkt t0 eine Gruppe von MCVs wie beispielsweise eine S-Matrix für eine Mehrzahl von verschiedenen Paaren von Antennenarrays des Smartphone 100. Das Smartphone 100 bestimmt, 2206, zu einem anschließenden Zeitpunkt t1 eine weitere Gruppe von MCVs für die mehrzähligen verschiedenen Paare von Antennenarrays.

Das Smartphone 100 bestimmt, 2208, eine Gruppe von Differenzwerten unter Verwendung der beiden Gruppen von MCVs, die zu den verschiedenen Zeitpunkten t0 und t1 bestimmt wurden. In einer Ausführungsform hat jeder MCV in der bei 2206 bestimmten Gruppe einen korrespondierenden MCV in der bei 2204 bestimmten Gruppe. Die korrespondierenden MCVs werden für dasselbe Paar von Antennenarrays zu unterschiedlichen Zeiten bestimmt, und die Gruppe von Differenzwerten enthält einen Differenzwert, der für jedes der verschiedenen Paare von Antennenarrays unter Verwendung der korrespondierenden MCVs, die zu verschiedenen Zeiten bestimmt wurden, berechnet wird. Das Smartphone 100 bestimmt, 2210, eine Objektposition, z.B. die Position einer Hand, basierend auf der Gruppe von Differenzwerten.

Das Smartphone 100 kann das Verfahren 2200 in verschiedenen Anwendungsfällen durchführen. In einem ersten Anwendungsfall führt das Smartphone 100 das Verfahren 2200 durch, während es sich in einer Informationssitzung befindet, zum Beispiel in einem Sprachanruf oder in einem Datenabruf. In diesem Anwendungsfall detektiert, 2202, das Smartphone 100, dass es sich in einem Anruf befindet. Zum Beispiel detektiert, 2202, das Smartphone 100, dass ein Nutzer einen Sprachanruf zu einem externen Gerät initiiert hat und führt dann die Funktionen 2204, 2206, 2208 und 2210 wie beschrieben aus, um eine initiale Handposition zu erfassen. Das Smartphone 100 konfiguriert, 2212, seine Antennenarrays basierend auf der Handposition, während sich das Gerät in dem Anruf befindet. Das Smartphone 100 kann dadurch eine Kommunikationsverbindung optimieren, über welche Kommunikationsübertragungen mit dem externen Gerät ausgetauscht werden.

Das Smartphone 100 fährt fort mit der Ausführung der Blöcke 2206, 2208, 2210 und 2212, solange das Smartphone 100 detektiert, 2214, dass der Anruf andauert. Anderenfalls beendet, 2216, das Smartphone das Verfahren 2200. Auf diese Weise bestimmt das Smartphone 100 repetitiv erste (vorherige) und zweite (aktuelle) Gruppen von MCVs und eine entsprechende Gruppe von Differenzwerten zum Verfolgen oder Überwachen der Handbewegung des Nutzers über die Zeit, um mit der Optimierung der Kommunikationsverbindung fortzufahren durch die Neukonfigurierung seiner Antennenarrays basierend auf der Handbewegung.

In einem zweiten Benutzungsfall öffnet, schließt oder betreibt das Smartphone 100 eine kontextabhängige Anwendung wie beispielsweise eine Gestenerfassungsanwendung in Reaktion auf eine durch das Verfahren 2200 bestimmte Handbewegung des Nutzers. In einem Beispiel führt das Smartphone 100 Funktionen 2204, 2206, 2208 und 2210 einmal aus oder führt die Funktionen 2206, 2208 und 2210 mehrmals aus um eine initiale Handposition oder eine Reihe von Handbewegungen zu erfassen, die verwendet werden, um eine Gestenerfassungsanwendung 2218 zu öffnen oder mit deren Nutzung zu beginnen. Wenn das Smartphone 100 detektiert, 2220, dass die Anwendung bei 2218 deaktiviert oder geschlossen wurde, beendet, 2216, das Smartphone 100 das Verfahren 2200. Anderenfalls setzt das Smartphone 100 die Ausführung der Funktionen 2206, 2208, 2210 zum Verfolgen der Handbewegung des Nutzers relativ zu dem Smartphone 100, nämlich relativ zu den mehrzähligen Antennenarrays fort, um die kontextabhängige Anwendung, 2218, zu betreiben, z.B. mit der Interpretation der Gesten der Hand anhand der Handbewegung fortzusetzen.

23 zeigt ein logisches Flussdiagramm zur Darstellung einer Ausführungsform eines Verfahrens 2300, das von dem Smartphone 100 durchgeführt werden kann, um basierend auf mehreren Gruppen von MCVs, die zu verschiedenen Zeiten bestimmt werden, eine Objektposition zu bestimmen. Das Verfahren 2300 wird ebenfalls mit Bezug auf die 6, 7, 8 und 9 beschrieben. Das Smartphone 100 kann das Verfahren 2300 einmal durchführen, um die Position eines Objekts, z.B. der Hand, zu bestimmen. Alternativ führt das Smartphone 100 zumindest Teile des Verfahrens 2300 durch, z.B. die Blöcke 2302, 2304, 2306, 2308, 2310, 2312 und 2314, um die Handbewegung über die Zeit zu verfolgen.

Insbesondere sendet, 2302, das Smartphone 100 durch die Anwendung des Verfahrens 400 zum Beispiel aufeinanderfolgend jeweils gegenseitige Kopplungsübertragungen 634, 636, 638, 640 von den Antennenelementen 2, 4, 6 und 8. Das Smartphone 100 misst, 2304, den Leistungspegel der gegenseitigen Kopplungsübertragungen 634, 636, 638 und 640, die jeweils an den Antennenelementen 1, 3, 5 und 7 empfangen werden, von denen das Smartphone 100 eine erste Gruppe von S-Parametern S12, S34, S56 und S78 bestimmt und speichert, 2306. Das Smartphone 100 wartet, 2308, eine Zeitspanne t ab und führt die Blöcke 2302, 2304 und 2306 aus, um eine zweite Gruppe von S-Parametern S12, S34, S56 und S78 zu bestimmen und zu speichern.

Das Smartphone 100 bestimmt, 2310, eine Gruppe von Differenzwerten ΔS12, ΔS34, ΔS56 und ΔS78 zwischen zwei Gruppen von gespeicherten S-Parametern, wie zum Beispiel in der nachstehenden Tabelle 3 dargestellt.

Und zwar bestimmt, 2310, das Smartphone 100 für jeden gegenseitigen Kopplungsübertragungspfad zwischen einem Paar von Antennenelementen die Differenz zwischen den MCVs, die entlang dieses Pfads zu verschiedenen Zeiten bestimmt wurden.

Wie zum Beispiel in Tabelle 3 gezeigt ist, bestimmt, 2310, das Smartphone 100 für den gegenseitigen Kopplungsübertragungspfad zwischen den Antennenarrays 104 und 106, z.B. von dem Antennenelement 2 zu dem Antennenelement 1, einen Differenzwert Δ|S12| für S-Parameter, die zu verschiedenen Zeiten als Δ|S12| = |S12|t2+1 – |S12|t2 genommen werden. In dieser Gleichung gibt t2 den ersten Fall an, in dem das Antennenelement 2 die gegenseitige Kopplungsübertragung 634 zu dem Antennenelement 1 sendet, von welchem S12 gemessen wird, und t2 + 1 gibt den zweiten Fall an, in dem das Antennenelement 2 die gegenseitige Kopplungsübertragung 634 zu dem Antennenelement 1 sendet, von welchem S12 gemessen wird. Ähnlich bestimmt das Smartphone 100: Δ|S34| für das Antennenarraypaar 104 und 108 aus dem Werts S34, der von der gegenseitigen Kopplungsübertragung 636 gemessen wurde, die zu den Zeitpunkten t4 und t4 + 1 gesendet wird; Δ|S56| für das Antennenarraypaar 108 und 110 aus dem Wert S56, der von der gegenseitigen Kopplungsübertragung 638 gemessen wird, die zu den Zeitpunkten t6 und t6 + 1 gesendet wird; und Δ|S78| für das Antennenarraypaar 106 und 110 aus dem Wert S78, der von der gegenseitigen Kopplungsübertragung 640 gemessen wird, die zu den Zeitpunkten t8 und t8 + 1 gesendet wird.

Das Smartphone 100 bestimmt, 2312, ob einer der Deltawerte (Größen) ΔS12, ΔS34, ΔS56 und ΔS78 einen Schwellenwert überschreitet. Wenn keiner der Deltawerte den Schwellenwert überschreitet, geht das Smartphone 100 in einer Ausführungsform zu Block 2302, um mindestens eine weitere S-Matrix zu bestimmen, anhand derer die Gruppe von Differenzwerten ΔS12, ΔS34, ΔS56 und ΔS78 bestimmt wird. In einer Implementierung bestimmt das Smartphone 100 zwei neue Gruppen von S-Parametern zu zwei verschiedenen Zeiten, um die Deltawerte zu berechnen. In einer alternativen Implementierung bestimmt das Smartphone 100 eine neue Gruppe von S-Parametern und verwendet die andere, kürzlich bestimmte Gruppe von S-Parametern für die Berechnung der Deltawerte.

Wenn das Smartphone 100 jedoch bestimmt, 2312, dass einer oder mehrere der Deltawerte ΔS12, ΔS34, ΔS56 und ΔS78 den Schwellenwert überschreiten, identifiziert, 2314, das Smartphone 100 das entsprechende Antennenarraypaar als durch ein Objekt, z.B. eine Hand, die sich an dem oder in der Nähe des Paares von Antennenarrays befindet, abgeschattet. Wenn das Smartphone 100 zum Beispiel bestimmt, 2312, dass nur der Wert ΔS34 den Schwellenwert überschreitet, bestimmt, 2314, das Smartphone 100 dementsprechend, dass die Hand irgendwo an oder zwischen den Antennenarrays 104 und 108 positioniert ist.

Sobald das Smartphone 100 die Handposition relativ zu den Antennenarrays 104, 106, 108, 110 bestimmt hat, 2314, konfiguriert das Smartphone 100 die Antennenarrays basierend auf der Handposition. In einer Ausführungsform kann das Smartphone 100 basierend auf der Handposition einen oder eine Kombination der folgenden Vorgänge durchführen: das Betreiben, 2316, eines abgeschatteten Antennenelements eines ersten Millimeterwellen-Antennenarray und eines abgeschatteten Antennenelements eines zweiten Millimeterwellen-Antennenarray für eine gegenseitige Kopplungsübertragung; das Betreiben, 2316, nicht abgeschatteten ersten Subarray des ersten Millimeterwellen-Antennenarray für Kommunikationsübertragungen; das Deaktivieren, 2316, eines abgeschatteten zweiten Subarray des zweiten Millimeterwellen-Antennenarray. Das Smartphone 100 kann ferner eines oder mehrere abgeschattete Sub-6GHz-Antennenelemente basierend auf der Handposition deaktivieren, 2318, oder einen Anwendungsprozessor über die Handposition informieren, 2320, so dass dieser eine oder mehrere kontextabhängige Anwendungen öffnet, schließt oder ausführt. In einer Beispielimplementierung führt das Smartphone 100 die Funktionen 2316, 2318 und 2320 ähnlich durch wie die vorstehenden Funktionen 514, 516 und 518.

In der vorstehenden Beschreibung wurden bestimmte Ausführungsformen erläutert. Gleichwohl wird der Fachmann erkennen, dass verschiedene Modifikationen und Änderungen möglich sind, ohne den Schutzrahmen der Erfindung zu verlassen, der durch die anliegenden Ansprüche angegeben ist. Die Beschreibung und die Figuren dienen daher lediglich Darstellungszwecken und stellen keine Einschränkung der Erfindung dar. Sämtliche Modifikationen fallen in den Schutzbereich der erfindungsgemäßen Lehre.

Die Vorteile und die Problemlösungen sowie ein Element oder Elemente, das oder die zu solchen Vorteilen und Problemlösungen führen oder die gegebenenfalls stärker hervortreten, gelten nicht als entscheidende, notwendige oder wesentliche Merkmale oder Elemente eines oder aller Ansprüche. Die Ausführungsformen werden ausschließlich durch die anliegenden Ansprüche definiert, wobei jegliche Änderungen erfasst sind, die während der Anhängigkeit der vorliegenden Anmeldung vorgenommen werden, sowie sämtliche Äquivalente solcher Ansprüche in ihrer erteilten Fassung.

Darüber hinaus werden Vergleichsausdrücke in diesem Dokument, wie zum Beispiel erste/r/s und zweite/r/s, oben und unten und dergleichen ausschließlich verwendet, um eine Einheit von einer anderen oder einen Vorgang von einem anderen zu unterscheiden, ohne notwendigerweise zu implizieren, dass zwischen solchen Einheiten oder Vorgängen tatsächlich eine Beziehung oder Reihenfolge vorhanden ist. Die Begriffe "umfasst", "umfassend", "hat", "habend", "aufweist", "aufweisend", "enthält", "enthaltend" und Variationen derselben sollen zum Ausdruck bringen, dass ein Prozess, ein Verfahren, ein Gegenstand oder eine Vorrichtung, die genannte Elemente umfassen, haben, aufweisen oder enthalten, nicht nur diese Elemente, sondern auch weitere Elemente aufweisen kann, die nicht ausdrücklich genannt oder für einen solchen Prozess, ein Solches Verfahren, einen solchen Gegenstand oder eine solche Vorrichtung charakteristisch sind. Ein Element, dem der Begriff "umfasst ... ein", "hat ... ein", "weist ... ein auf", oder "enthält ... ein" vorausgeht, schließt nicht aus, dass in dem Prozess, Verfahren, Artikel oder in der Vorrichtung, die das Element umfasst, hat, aufweist, enthält, weitere identische Elemente vorhanden sind. Der Begriff "ein" bedeutet ein oder mehrere, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist. Die Begriffe "im Wesentlichen", "hauptsächlich", "annähernd", "etwa" oder dergleichen andere Begriffe bedeuten, wie dem Fachmann bekannt ist, in der Nähe von, wobei mit diesen Begriffen in einer nicht einschränkenden Ausführungsform 10%, in einer weiteren Ausführungsform 5%, in einer wiederum anderen Ausführungsform 1% und in einer noch anderen Ausführungsform 0,5% definiert sind. Der in der vorliegenden Beschreibung verwendete Begriff "gekoppelt" wird als "verbunden" definiert, wenn gleich nicht notwendigerweise direkt oder mechanisch verbunden. Ein Gerät oder eine Konstruktion, die in einer bestimmten Weise "konfiguriert" ist, ist zumindest in dieser Weise konfiguriert, kann jedoch auch in einer anderen, nicht angegebenen Weise konfiguriert sein.

Es versteht sich, dass manche Ausführungsformen einen oder mehrere generische Prozessoren oder Spezialprozessoren (oder "Verarbeitungsgeräte") wie Mikroprozessoren, Digitalsignalprozessoren, angepasste Prozessoren und feldprogrammierbare Gate Arrays (FPGAs) und einmalig gespeicherte Programmanweisungen (einschließlich Software und Hardware) enthalten können, die den oder die Prozessoren steuern, so dass diese in Verbindung mit bestimmten Nichtprozessorschaltungen einige, die meisten oder sämtliche Funktionen des vorliegend beschriebenen Verfahrens und/oder der vorliegend beschriebenen Vorrichtung ausführen. Alternativ könnten einige oder sämtliche Funktion durch eine State Machine implementiert werden, in welcher keine Programmanweisungen gespeichert sind, oder in eier oder mehreren anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen (ASICs), in denen die jeweilige Funktion oder einige Kombinationen von bestimmten dieser Funktionen als benutzerdefinierte oder eigene Logik implementiert werden. Selbstverständlich ist auch eine Kombination der beiden Ansätze möglich.

Die Zusammenfassung der Beschreibung soll dem Leser einen schnellen Überblick über das Wesen der Erfindung verschaffen. Dabei soll diese Zusammenfassung nicht als Einschränkung des Schutzumfangs oder der Bedeutung der Ansprüche interpretiert werden. Zur Vereinfachung der Beschreibung sind verschiedene Merkmale in verschiedenen Ausführungsformen gruppiert. Dabei soll diese Art der Beschreibung nicht als die Absicht verstanden werden, dass die beanspruchten Ausführungsformen mehr Merkmale erfordern, als in dem jeweiligen Anspruch ausdrücklich angegeben sind. Wie die nachstehenden Ansprüche wiedergeben, liegt der Gegenstand der Erfindung vielmehr in weniger als sämtlichen Merkmalen einer einzelnen beschriebenen Ausführungsform. Die nachstehenden Ansprüche sind daher Bestandteil der Detailbeschreibung, wobei jeder Anspruch als separat beanspruchter Gegenstand eigenständig ist.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • IEEE 802.11 [0052]