Title:
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR VERWALTUNG EINER LADUNG IM FAHRZEUG
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verwaltung der Ladung eines Fahrzeugs (C) der Art mit mindestens einem Modul zum Senden von Daten (110, 120, 130) mittels Radiofrequenzsignale (F1, F2, F3) und einem Modul zum Empfangen(120, 220) der aus dem Sendemodul gesendeten Daten, wobei das Fahrzeug (C) und die verschiedenen Module so angeordnet sind, dass, sobald die Ladung anwesend ist, sich diese auf die Radiofrequenzsignalausbreitung auswirkt,
das sich dadurch auszeichnet, dass es den folgenden Vorgang umfasst:
– Erkennung der Variation der Spektralsignatur des vom Empfangsmodul (120, 220) empfangenen Signals (F2’) zum Erkennen der Variationen, die insbesondere der Anwesenheit und/oder Abwesenheit der Ladung (600) entsprechen.
Die Erfindung betrifft zudem die Vorrichtung zur Durchführung des besagten Verfahrens.
Anwendungen: Verwaltung der Ladung eines Fahrzeugs.




Inventors:
Gabaudan, Paul (Sete, FR)
Application Number:
DE102017111623A
Publication Date:
12/07/2017
Filing Date:
05/29/2017
Assignee:
LDL Technology (Ramonville Saint Agne, FR)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102010047820A1N/A2011-05-26
DE202009011330U1N/A2009-11-12
DE10029282A1N/A2001-12-20



Foreign References:
FR3011770S
Attorney, Agent or Firm:
Haft - Karakatsanis Patentanwaltskanzlei, 80802, München, DE
Claims:
1. Verfahren zur Verwaltung der Ladung eines Fahrzeugs (C) der Art mit mindestens einem Modul zum Übertragen von Daten (110, 120, 130) mittels Radiofrequenzsignale (F1, F2, F3) und einem Modul zum Empfangen (120, 220) der aus dem Sendemodul gesendeten Daten, wobei das Fahrzeug (C) und die verschiedenen Module so angeordnet sind, dass sobald die Ladung anwesend ist, sich diese auf die Radiofrequenzsignalausbreitung auswirkt,
dadurch gekennzeichnet, dass es den folgenden Vorgang umfasst:
– Erkennung der Variation der Spektralsignatur des vom Empfangsmodul (120, 220) empfangenen Signals (F2’) zum Erkennen der Variationen, die insbesondere der Anwesenheit und/oder Abwesenheit der Ladung (600) entsprechen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass es zudem den folgenden Vorgang umfasst:
– Messung der Spektralsignatur des vom Empfangsmodul (120, 220) empfangenen Signals (F2’).

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es die Leistung des empfangenen Signals (F2’) misst.

4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es die Speicherung von empfangenen Spektralsignaturen in Abhängigkeit von der Ladungsart (600) umfasst, um für das Fahrzeug (C) eine Datenbank zu erzeugen, die eine Verbindung zwischen der Spektralsignatur des empfangenen Signals und der Art der Ladung (600) herstellt.

5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Fahrzeug (C) mit Sensoren (110, 210, 141, 142, 143, 144) und Empfängern (120, 220) ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Sendemodul von Sendemodulen der fahrzeugseitigen (C) Sensoren (110, 210, 141, 142, 143, 144) gebildet wird, und dass das Empfangsmodul (120, 220) vom Empfänger der durch die Sensoren (110, 210, 141, 142, 143, 144) gemessenen Daten gebildet wird.

6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sendemodul und das Empfangsmodul bezüglich des Lagerbereichs des Fahrzeugs (C) so angeordnet sind, dass sich die Ladung (600), sobald anwesend, in den Kanal der Signalausbreitung (F2’) einfügt.

7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass es den folgenden Vorgang umfasst:
– Eintragung in den Speicher jedes Sensors (110, 210, 141, 142, 143, 144) einer eindeutigen Kennung des Empfängers (120, 220), an den der Sender (110, 210, 141, 142, 143, 144) die Daten übertragen muss.

8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass es zudem die folgenden Vorgänge umfasst:
– Messung der Variation der Spektralsignatur des Signals,
– Identifizierung der Ursache für die Variation,
– Erzeugung einer Datenbank, welche die gemessene Variation der Ursache für die Variation zuordnet.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass es den folgenden Vorgang umfasst:
Modifizieren der Sensoren (110, 210, 141, 142, 143, 144) und/oder der Sendemodule, damit sie ebenfalls eine Empfangsfunktion haben, wobei jeder Sensor (110, 210, 141, 142, 143, 144) und/oder Sendemodul dann das Signal der anderen Sensoren (110, 210, 141, 142, 143, 144) und/oder der anderen Sendemodule des Netzwerks oder das des entsprechend ausgerüsteten Empfangsmoduls messen können.

10. Vorrichtung zu Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie umfasst:
– mindestens einen Sensor (110, 210, 141, 142, 143, 144), der am gegebenen und mit einem Modul zum Senden von mittels Radiofrequenzen gemessenen Daten ausgestatteten Fahrzeug (C) angebracht ist,
– mindestens eine Datenempfangs-/Datenübertragungseinheit (120, 220), die mit einem Netzwerk des Fahrzeugs (C) verbunden ist und mit einem Mittel zur Messung der Spektralsignatur des empfangenen Signals ausgestattet ist.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenempfangs-/Datenübertragungseinheit (120, 220) mit einem Mittel zur Messung der Leistung des empfangenen Signals ausgestattet ist.

Description:
Anwendungsgebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der fahrzeugseitigen Elektronik und insbesondere auf Anpassungen, die es unter optimalen Bedingungen ermöglichen, die Zugänge und Abgänge einer Ladung in einem Fahrzeug zu verwalten.

Stand der Technik

Heute sind Fahrzeuge mit einer Vielzahl an elektronischen Geräten zur Durchführung von Messungen ausgestattet.

Somit ist es beispielsweise bekannt, die Druck- und/oder Temperatursensoren im Inneren der Reifenkammer anzubringen. Durch die überwachten Parameter bieten diese Sensoren eine Erhöhung der Sicherheit und größere Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch sowie bei Reifen. Herkömmlicherweise sind diese in den Reifenkammern angebrachten Sensoren mit einem Sendemodul ausgestattet, das mittels Radiofrequenz mit einer Empfangs- und einer Übertragungseinheit, die am Fahrzeug angeordnet ist, kommuniziert.

Ähnliche selbstversorgende und mittels Radiofrequenz kommunizierende Sensoren können an anderen strategischen Stellen angebracht sein. Beispielsweise sind bei einem Kühltransportfahrzeug die Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren zur Überwachung der Kühlkette im Kühlraum angebracht.

Jeder Sensor ist mit einer eindeutigen Identifikationsnummer versehen, die es ermöglicht, diesen unter den anderen am Fahrzeug oder an anderen in Betrieb befindlichen Fahrzeugen vorhandenen Sensoren zu identifizieren. Diese eindeutige Identifikationsnummer ermöglicht es der Empfangs- und Übertragungseinheit des Fahrzeugs, seine Ausrüstung zu identifizieren.

Es gibt bei den Verfahren auch solches, wie das im Dokument FR3011770 beschriebene, bei dem auf jede rollende Baugruppe ein zusätzliches Speicher- und Kommunikationsmodul angebracht ist, das, ohne eine zwingende Parametermessung, mit den Empfangs- und Übertragungseinheiten so kommuniziert, dass das Speicher- und Kommunikationsmodul die zur gleichen Baugruppe zugeordnete Gesamtheit der Kennungen und Positionen speichern und dies unmittelbar an die Empfangs- und Übertragungseinheiten des Fahrzeugs übermitteln kann.

Andere Sensoren können zur Steuerung des Zugriffs auf den Kühlraum mit Türflügeln verbunden werden, um deren korrektes Schließen sicherzustellen.

Nur diese Türsensoren können dem Fuhrparkbetreiber angeben, ob gegebenenfalls eine Beladung mit Fracht vorliegt. Dennoch gilt festzustellen, dass die einfache Erkennung des Öffnens bzw. Schließens der Tür die Anwesenheit einer Ware nicht garantiert.

Um eine Information dieser Art zu erhalten, ist die Nutzung von Lastsensoren wie etwa den piezoelektrischen Sensoren bekannt, die entweder in den Reifen oder auf der Fahrzeugaufhängung positionierbar sind. Jedoch ist die Genauigkeit der piezoelektrischen Sensoren in den Reifen mit einer Toleranz von einer bis zwei Tonnen nicht zufriedenstellend. Zudem ist der Einbau der Massensensoren auf die Aufhängung besonders kostspielig.

Um die Anwesenheit der Ware, einer Ladung im Fahrzeug zu erkennen, zu messen und zu korrelieren, ist es auch bekannt, dass das Erkennen einer Reifendruckveränderung mittels der vorstehend genannten Drucksensoren erfolgt. Die Fahrzeugladung wirkt sich auf den Reifendruck aus. Folglich ist der Inhalt der durch die Radsensoren übermittelten Information unterschiedlicher Art und verändert sich infolge der Druckänderung. Diese gemessene Angabe kann mit den Referenzdruckdaten verglichen und mit den Achslastdaten verknüpft werden, um sicherzustellen, dass Ladung anwesend ist und diese zu messen. Beispiele für derartige Verfahren sind in den Dokumenten DE202009011330, DE10029282 und DE102010047820 beschrieben.

In der Praxis verändert sich der Druck sehr gering und die herkömmlich genutzten Drucksensoren verfügen nicht über den notwendigen Druck. Zudem kann eine minimale Druckvariation andere Ursachen als die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Ladung haben. Damit weisen diese Verfahren nur eine relative Effizienz auf. Schließlich sind die in diesen Dokumenten beschriebenen Verfahren, die sich nur auf das Lastkriterium beziehen, nicht in der Lage, eine Präzisierung im Hinblick auf die Art dieser Ladung zu liefern.

Beschreibung der Erfindung

In Anbetracht dessen hat die Anmelderin Untersuchungen durchgeführt, um eine technische Lösung zur Bestimmung und Verwaltung der Ladung eines Fahrzeugs ohne die Nachteile des Stands der Technik anzubieten.

Diese Untersuchungen haben zum Entwurf und zur Ausführung eines Verfahrens und einer Vorrichtung zur Verwaltung der Ladung eines Fahrzeugs geführt, die präzise und kostengünstig zugleich sind und die genannten Nachteile beheben.

Gemäß der Erfindung zeichnet sich das Verfahren zur Verwaltung der Ladung eines Fahrzeugs der Art mit mindestens einem Modul zum Senden von Daten mittels Radiofrequenzsignale und einem Modul zum Empfangen der aus dem Sendemodul gesendeten Daten, wobei das Fahrzeug und die verschiedenen Module so angeordnet sind, dass sobald die Ladung anwesend ist, sich diese auf die Radiofrequenzsignalausbreitung auswirkt, dadurch aus, dass es den folgenden Vorgang umfasst:

  • – Erkennung der Variation der Spektralsignatur des vom Empfangsmodul empfangenen Signals zum Erkennen von Variationen, die insbesondere der Anwesenheit und/oder Abwesenheit der Ladung entsprechen.

Die Erfindung basiert auf der Variation des Kanals der Signalausbreitung, welche die Spektralsignatur des Signals verändert, das vom Sensor abgegeben wird, je nachdem, ob die Ladung anwesend oder abwesend oder unterschiedlicher Art ist.

Die Variation der Spektralsignatur des Signals erteilt somit die Information einer Veränderung im Speichervolumen, in dem sich die Kommunikationssignale aus den Netzwerken der Sensoren zur Durchführung von Messungen ausbreiten. Die Erkennung der Variation kann komplementär ausgeführt und mit den Öffnungs-/Schließsignalen aus den entsprechenden Sensoren, mit denen das Fahrzeug gegebenenfalls ausgestattet sein könnte, korreliert werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist insofern besonders vorteilhaft, als es die Bereitstellung einer Information erlaubt, die es ermöglicht, jede Veränderung im Inneren des Fahrzeugs zu kennen, ohne dass eine besonders kostspielige Ausrüstung erforderlich ist. Diese Information kann an den Fahrer und/oder einen Fuhrparkbetreiber übermittelt werden. Zudem ermöglicht es, die bereits vorhandene und bereits eingebaute Ausrüstung auf eine neue Art und Weise zu nutzen. Es ermöglicht ferner, jeden Eingriff in das überwachte Nutzvolumen zu erkennen, der, wenn er nicht über die Türen erfolgt oder wenn die Türsensoren neutralisiert sind, nicht erkannt werden kann.

Die unterschiedliche Art der Ladung kann erkannt werden, da, gemäß der Ladung, die Ausbreitung des Funksignals auf die gleiche Weise unverändert bleibt. Denn bei beispielsweise einem Äquivalenzgewicht stellt eine Ladung, ganz gleich ob leicht oder schwer, nicht das gleiche Hindernis für die Signalausbreitung dar. Der Werksgegenstand des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das Signal selbst sowie die Variationen des Signals, die durch die Anwesenheit bzw. Abwesenheit der Ladung, durch die Art und die Veränderung der Art der Ladung induziert werden. Das erfindungsgemäße Verfahren bietet folglich die Erkennung einer Variation der Ladung und kann über die einfache Variation des Gewichts oder des Volumens hinausgehen.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Eigenschaft der Erfindung umfasst das Verfahren zudem den folgenden Vorgang:

  • – Messung der Spektralsignatur des vom Empfangsmodul empfangenen Signals.

Diese Messung ermöglicht es, Daten zu liefern, die über die einfache Anwesenheit bzw. Abwesenheit der Ladung hinausgehen. Damit ermöglicht sie das Erkennen der Entwicklung der Ladung, das heißt ihrer Ladung und ihrer Teilentladung. Das erfindungsgemäße Verfahren nutzt gleichermaßen die Erkennung der Variation sowie der Art der letztgenannten. Damit liefert das erfindungsgemäße Verfahren eine Lösung zur Überwachung der Ladungsentwicklung.

Zudem ist gemäß der Art der Ladung und ihrer Position bezüglich der Sendemodule und der Empfangsmodule die Signalvariation unterschiedlich und kann identifiziert werden.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Eigenschaft der Erfindung umfasst das erfindungsgemäße Verfahren zudem die folgenden Vorgänge:

  • – Messung der Variation der Spektralsignatur des Signals,
  • – Identifizierung der Ursache für die Variation,
  • – Erzeugung einer Datenbank, welche die gemessene Variation der Ursache für die Variation zuordnet.

Die systematische Messung und Identifizierung ermöglichen die Erstellung einer Kartografie der Variationsmessungen für jedes Fahrzeug. Damit identifiziert der Fahrer und/oder der Fuhrparkbetreiber, gemäß der erhaltenen Messung, die Art des Ereignisses infolge der Variation und stellt diese mit den für das Fahrzeug vorgesehenen Vorgängen in Korrelation. Jede nicht identifizierte oder dem vorgesehenen Vorgang nicht entsprechende Variation erzeugt eine Überprüfung.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Eigenschaft der Erfindung misst das Verfahren die Leistung des empfangenen Signals. Dieser Parameter der Spektralsignatur kann auf einfache Weise im Bereich des Empfangsmoduls gemessenen werden.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Eigenschaft der Erfindung umfasst das Verfahren die Speicherung von empfangenen Spektralsignaturen in Abhängigkeit von der Ladungsart, um für das Fahrzeug eine Datenbank zu erzeugen, die eine Verbindung zwischen der Spektralsignatur des empfangenen Signals und der Art der Ladung herstellt.

Wenn beispielsweise der gemessene Parameter die Leistung darstellt, weist eine Fracht mit Milcherzeugnissen mit hohem Wassergehalt nicht die gleiche Wirkung auf die Übertragungsleistung auf als eine Fracht aus Glaswolle. Die durch die Erfindung vorgeschlagene Überwachung ermöglicht es somit, die Ladung zu erkennen. Die Erfindung ermöglicht die Bereitstellung einer Analyse, die eine verlässliche Darstellung des Ladungszustands des jeweiligen Fahrzeugs liefert. Sie ermöglicht es ferner, für ein gleiches Fahrzeug mehrere Kästen oder Kammern, die Ladegüter unterschiedlicher Art enthalten, getrennt zu überwachen.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Eigenschaft der Erfindung zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass das Sendemodul von Sendemodulen der fahrzeugseitigen Sensoren gebildet wird, und dass das Empfangsmodul vom Empfänger der durch die Sensoren gemessenen Daten gebildet wird. Somit wird eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens durch die bereits vorhandene Einrichtung der am Fahrzeug installierten Sensoren und Empfänger gebildet. Das erfindungsgemäße Verfahren kann folglich durchgeführt werden, indem dem Empfänger eine zusätzliche Funktion zur Messung der Spektralsignatur (oder der Leistung, wenn der gemessene Parameter die Leistung darstellt) der empfangenen Signale aus den Sensoren hinzugefügt wird.

Mit dieser Information kann der Fuhrparkbetreiber, dem Informationen aus den Sensoren verfügbar wären, zudem auf eine effektive Art und Weise durch die Verfügbarkeit der Betriebsfrequenz der besagten Sensoren die Beladung oder Entladung des Fahrzeugs in Echtzeit feststellen. Er kann auch die Information in Verbindung mit der Ladungsart oder einem eventuellen Eingriff erhalten.

Ein weiteres durch die Erfindung gelöstes praktisches Problem besteht in der falschen Beladung der Ware in einem Kühlfach. Tatsächlich bestehen die Kühlräume der Lastkraftwagen häufig aus Mehrkammern, die nicht alle die gleiche Temperatur aufweisen. Während der Entladung oder dem Umsetzen einer Ladung bilden sich häufig versehentlich Inversionen der Kammern, was zum Verderben der Lebensmittel führen kann. Indem die Erfindung das Korrelieren der Temperatur, des Öffnens der Kammern, der Anwesenheit der Ladung und ihrer Art ermöglicht, wird ein derartiger Fehler vermieden.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Eigenschaft der Erfindung zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass das Sendemodul und das Empfangsmodul bezüglich des Lagerbereichs des Fahrzeugs so angeordnet sind, dass sich die Ladung, sobald anwesend, in den Kanal der Signalausbreitung physisch einfügt. Das erfindungsgemäße Verfahren führt somit zu einer neuen Art der Anordnung der Sensoren und/oder deren Empfänger, wodurch diese neue Funktion unterstützt wird. Gemäß einer bevorzugten jedoch nicht begrenzenden Ausführungsform ist ein Temperatursensor (und folglich sein Sendemodul) im oberen Teil des Ladungsvolumens des Lastkraftwagens angeordnet, so dass der Kanal der Signalausbreitung systematisch von jeder Veränderung im Volumen beeinflusst wird.

Diese physische Einfügung der Ladung ist vorzuziehen, jedoch nicht obligatorisch, da die Anwesenheit oder Variation der Ladung auch ohne die Einfügung die Spektralsignatur eines Funksignals beeinflussen kann.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Eigenschaft der Erfindung zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass es den folgenden Vorgang umfasst:

  • – Modifizieren der Sensoren und/oder der Sendemodule, damit sie ebenfalls eine Empfangsfunktion haben, wobei jeder Sensor und/oder jedes Sendemodul dann das Signal der anderen Sensoren und/oder der anderen Sendemodule des Netzwerks oder das des entsprechend ausgerüsteten Empfangsmoduls messen können. Eine derartige Eigenschaft ermöglicht eine höhere Genauigkeit bei der Messung der Variation der Spektralsignatur des Signals. Tatsächlich kann dann die Spektralsignatur von zwei Signalen für zwei Module erreicht werden, so dass ein Mittelwert erzeugt wird, der weniger abhängig ist von den Auswirkungen der Abweichung und Lenkung der Funkwellen durch die beispielsweise die Umhüllung des Anhängers bildenden Wände.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Eigenschaft der Erfindung zeichnet sich das Verfahren dadurch aus, dass es den folgenden Vorgang umfasst:

  • – Integration zweier Polarisationen in jedes Element des Systems, um für jeden Knoten des Systems eine erste Messung in Vertikalpolarisation und eine zweite in Horizontalpolarisation durchzuführen. Eine derartige Eigenschaft ermöglicht die Begrenzung der Messstörungen in Verbindung mit den durch die Umhüllung erzeugten Wellenleitern.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Eigenschaft der Erfindung zeichnet sich zur Erleichterung der Kommunikation und Identifizierung der durch die jeder rollenden Baugruppe zugeordneten Sensoren übertragenen Signale das Verfahren dadurch aus, dass es den folgenden Vorgang umfasst:

  • – Eintragung in den Speicher jedes Sensors einer eindeutigen Kennung des Empfängers, an den der Sensor die Daten übertragen muss.

Damit wird die Kommunikation optimiert, da es nicht mehr die Empfänger sind, welche die Signale der Sensoren über eine lange Lernphase erkennen, sondern die Sensoren, welche die eindeutige Kennung des Empfängers, an den sie die gemessenen Daten senden, kennen. Diese bessere Identifizierung trägt insofern zur besseren Durchführung des Verfahrens zur Verwaltung der Ladung bei, als Verwechslungen zwischen den Sendequellen, insbesondere wenn sich zwei Fahrzeuge nebeneinander befinden, vermieden werden.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Diese Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass sie umfasst:

  • – mindestens einen Sensor, der am gegebenen und mit einem Modul zum Senden von mittels Radiofrequenzen gemessenen Daten ausgestatteten Fahrzeug angebracht ist,
  • – mindestens eine Datenempfangs-/Datenübertragungseinheit, die mit einem Netzwerk des Fahrzeugs verbunden ist und mit einem Mittel zur Messung der Spektralsignatur des empfangenen Signals ausgestattet ist.

Somit ist verständlich, dass das gesamte oder teilweise Verfahren durch jede am Fahrzeug bereits vorhandene Sende-/Empfangseinrichtung durchgeführt werden kann, deren Spektralsignatur des Signals durch die Anwesenheit bzw. Abwesenheit der Ladung modifizierbar ist. Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Eigenschaft der Erfindung ist die Empfangs-/Übertragungseinheit der besagten Daten mit einem Mittel zur Messung der Leistung des empfangenen Signals ausgestattet.

Gemäß einer bevorzugten jedoch nicht begrenzenden Ausführungsform wird das Mittel zur Messung der Leistung des empfangenen Signals mittels einer hierfür ausgewiesenen Software betrieben, die in die Funktionsweise der Empfangs-/Übertragungseinheit integriert ist.

Die vorstehend erläuterten erfindungsgemäßen Grundkonzepte in ihrer elementarsten Form, weitere Einzelheiten und Eigenschaften gehen aus der Lektüre der nachstehenden Beschreibung sowie aus den beigefügten Zeichnungen, welche ein nicht begrenzendes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß dieser Erfindung darstellen, deutlicher hervor.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

1 ist eine schematische Zeichnung eines Anhängers und seines Lastkraftwagens ohne Ladung;

2 ist eine graphische Darstellung der Messung der Leistung des empfangenen Signals;

3 ist eine schematische Zeichnung des Fahrzeugs der 1 mit Ladung;

4 ist eine graphische Darstellung der Messung der Leistung des empfangenen Signals mit Ladung.

Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform

Wie auf den Zeichnungen der 1 und 3 dargestellt, umfasst der Lastkraftwagen des Bezugswerts C in seiner Gesamtheit einen Anhänger 100 und einen Schlepper 200. Der Anhänger 100 ist ausgestattet mit Rädern R, in deren Reifen die Radsensoren 110 die Temperatur und/oder den Druck zur Überwachung des Reifendrucks messen. Der Schlepper 200 ist ausgestattet mit den Rädern R', in deren Reifen die Radsensoren 210 die Temperatur und/oder den Druck zur Überwachung des Reifendrucks messen.

Der Anhänger 100 ist zudem ausgestattet mit einer Einheit 120 zum Empfangen und Senden der durch die Sensoren 110 der Reifen R des Anhängers 100 gesendeten Signale. Zu diesem Zweck ist jeder Sensor 110 mit einem Modul zum Senden eines Radiofrequenzsignals F1 ausgestattet, um die gemessenen Daten auf eine kontinuierliche, stabile und unidirektionale Weise an die Einheit 120 zu senden.

Gemäß der dargestellten nicht begrenzenden Ausführungsform ist der Anhänger 100 vom Typ zum Kühlen und umfasst zudem:

  • – einen Türsensor 130 zur Erkennung des Öffnens der Tür,
  • – vier Temperatursensoren 141, 142, 143, 144, die an unterschiedlichen Stellen im Inneren des Lastaufnahmevolumens des Anhängers 100 angeordnet sind.

Diese Türsensoren 130 und Temperatursensoren 141, 142, 143, 144 kommunizieren zudem für eine unidirektionale Kommunikation mittels Radiofrequenzsignale F2 mit der Empfangs- und Sendeeinheit 120, mit welcher der Anhänger 100 ausgestattet ist. Die Temperatursensoren kommunizieren auf eine kontinuierliche und stabile Weise. Der Schlepper 200 selbst ist ausgestattet mit einer

Einheit 220 zum Empfangen und Senden der durch die Sensoren 210 der Räder R' mittels Radiofrequenz gesendeten Signale. Diese mit dem Schlepper 200 verbundene Einheit 220 kommuniziert in bidirektionaler Verbindung F3 mit der Einheit 120, die mit dem Anhänger 100 verbunden ist. Sie stellt zudem die kontinuierliche Übertragung der Daten zum Netzwerk des Lastkraftwagens C und/oder nach außen zu einem Satelliten 300, einer Relaisantenne 400 oder einem Trigger 500 sicher.

Diese unterschiedlichen Baugruppen kommunizieren mittels Radiofrequenzen. Die Erfindung nutzt die Kette der anhängerseitigen Sensoren 100 insofern auf eine neue und besonders sinnvolle Art und Weise, als eine neue Funktion durchführbar gemacht wird, nämlich die Erkennung der Ladung des Fahrzeugs auf eine genaue und kostengünstige Art. Dafür erkennt die Empfangs- und Sendeeinheit die Variation der Leistung des empfangenen Radiofrequenzsignals.

Diese neue Funktion zeigt sich bei der Ladung des durch die Zeichnung der 3 dargestellten Lastkraftwagens C und bei der Veränderung in der gemessenen Leistung, bei der Veränderung, die durch den Übergang der Zeichnung von 2 zu der von 4 dargestellt wird.

Wie auf der Zeichnung der 2 dargestellt, ist die Leistung P als Ordinate gemessen in dBm (Leistungsverhältnis in Dezibel zwischen der gemessenen Leistung und einem Milliwatt) zeitlich konstant (als Abszisse), während das Lastaufnahmevolumen des Anhängers leer bleibt.

Wenn, wie auf der Zeichnung der 3 dargestellt, eine Ladung das Aufnahmevolumen des Anhängers 100 einnimmt, erkennt ein Radiofrequenzsignal F2, das beispielsweise durch den Sensor 141 an die Empfangseinheit zur konstanten Überwachung der Temperatur gesendet wird, dass sich seine Leistung aufgrund der Anwesenheit des Containers 600 ändert. Somit, wie durch die Zeichnung der 4 dargestellt, geht die Leistung von P zu P' über zu einem Zeitpunkt T entsprechend dem Senden des Radiofrequenzsignals des Sensors 141, sobald die Ladung erfolgt ist.

Diese Variation ermöglicht die Bestimmung der Anwesenheit der Ladung, durch Information, die mit dem Netzwerk des Fahrzeugs über die Empfangseinheit 220 des Schleppers 200 verbunden werden kann. Diese Information kann mit dem Erkennen des Öffnens der Türen, das durch den Sensor 130 erfasst wird korreliert werden.

Es gilt festzustellen, dass das Verfahren und die Vorrichtung, die vorstehend beschrieben und dargestellt wurden, zum Zwecke der Offenlegung und nicht zur Begrenzung bestimmt sind. Natürlich werden verschiedene Anpassungen, Änderungen und Verbesserungen am vorstehenden Beispiel eingebracht werden können, ohne jedoch den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • FR 3011770 [0006]
  • DE 202009011330 [0010]
  • DE 10029282 [0010]
  • DE 102010047820 [0010]